— N U Oberhessischer Anzeiger. 2 4 * n 1869. Donnerstag den 27. Mai. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedverger Intelligenzblatt. Erscheint eden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Expedition mit Für den Monat Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags— 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Hessen. Darmstadt. In neuerer Zeit tird von Einwanderungsagenten fast aller nord gmerikanischen Staaten, namentlich aber der ßüheren Sclavenstaaten, eine vermehrte Thätigkeit etwickelt, um deutsche Auswanderer durch das Jersprechen der unentgeltlichen Ueberlassung von kändereien, kostenfreie Ueberfahrt u. dgl. in Masse dorthin zu führen. Insbesondere wird ein gewisser Schuetze genannt, welcher als Agent der Texas- lverpooler-Dampfschifffahrts-Compagnie auf 5 jahre nach Deutschlaud gehen soll, um 50 000 Insiedler nach Texas hinüberzuführen, dessen Pläne cher um so weniger Garantie für das Wohl der Linwanderer zu bieten scheinen, als selbst von Seiten angesehener Einwohner des Staates Texas 9gen dessen Unternehmen Protest erhoben wird. Im Interesse der Auswanderer ist wiederholt und dingend vor Eingehung von Contrakten mit der— tigen Agenten zu warnen. Im Allgemeinen nüssen die Einwanderer, welche auf Staatskosten ger durch Vermittelung von Einwanderungs— azenten nach jenen Ländern geschafft werden, be— sergen, daß sie vorzugsweise in Häfen ausgeschifft gerden, wo ihnen kaum eine andere Wahl bleibt, als Ländereien zu übernehmen, welche wegen der lümatischen Verhältnisse oder anderer Nachtheile Usher vermieden oder doch nur unzureichend mit Asiedlern besetzt worden sind. Sie werden in gelen Fällen die versprochenen Vorkehrungen für ihre Aufnahme nicht finden und nichtsdestoweniger aus Mangel an Reisemitteln genöthigt sein, mit dem Gebotenen vorlieb zu nehmen. — 24. Mai. Zweite Kammer. Eingelaufen ist eine Eingabe von Schlitz, die Bahnlinie von Gießen nach Fulda, resp. deren Führung über ginannte Stadt betreffend. Von Seiten der Re⸗ gerung ist eine Antwort eingegangen auf die In— tapellation Dumont's, die Beschlagnahme der Fankfurter Zeitung in Bensheim betr. Nach düsem Schreiben hat die großherzogl. Regierung, das Unstatthafte des Verfahrens des preußischen Oberpostamtes rügend, das Postamt Bensheim zur Verantwortung gezogen und demselben auf's Strengste eine genaue Befolgung der ihm zu— shenden Befugnisse zur Pflicht gemacht. Ver- sciedene Vorstellungen um Genehmigung von Zweigbahnen werden abgelehnt. Hallwachs biantragte die Bewilligung eines Staatsbeitrages zu den Kosten des Archivs für praktische Rechts- ulsenschaft. Auch dieser Antrag wird abgelehnt. Eine Beschwerde mehrerer Einwohner von Nieder- ech bach, die Zusammenlegung der Grundstücke in iter Gemarkung betr., wird nicht berücksichtigt. — 25. Mai. In der heutigen Sitzung der 2 Kammer wurden die Ergebnisse der Verwaltung der Staatsschuldentilgungskasse in der Finanzperiode 1853/65 als gerechtfertigt anerkannt. Der Antrag des Abg. George auf eine neue Bonitirung zur Aleichstellung der Grundsteuer wird abgelehnt und ein Vermittlungsantrag des Abg. Dumont auf bloße Revision der Bonitirung angenommen. Veiterer Gegenstand der Berathung ist der Gesetz— wurf, die Entrichtung der Zinsen von vertrags— näßigen Zinsen betr. Die Majorität des Aus- cüsses ist für Annahme des Gesetzentwurfs, die Morität beantragt dessen Ablehnung.(Schl. f.) — Die allgemeinen feierlichen Probefahrten uf der Bahnstrecke Gernsheim-Rosengarten wer— den am 29. d. M. und die Eröffnung der Bahn für den öffentlichen Verkehr am 30. d. M. statt⸗ finden. — Landgerichts-Assessor von Zangen zu Alsfeld ist zum Landrichter in Ulrichstein ernannt worden. Offenbach. Am 22. d. tagten hier etwa 100 Volksschullehrer unter Vorsitz des Schul— inspektors Dr. Seeger, um sich hinsichtlich des von den Abg. Fink und Goldmann beantragten Schullehrerpensionsgesetzes schlüssig zu machen. Die Anwesenden waren Mandatare von nahezu 900 Staatsangehörigen und verliefen die Debatten, welche schließlich zu vollständiger Einstimmigkeit über die einzuschlagenden Wege(Adresse an den Großherzog, Promemoria an Staatsregierung und Stände) führten, in würdigster Weise. Worms. Die Nachricht, daß verschiedene Eisenbahnverwaltungen den Theilnehmern an der am 31. Mai dahier stattfindenden Protestanten— Versammlung eine Fahrtaxermäßigung von 500% verwilligt hätten, sofern diese Theilnehmer sich als solche durch Legitimationskarten des hiesigen Co— mites ausweisen, wird von hier aus dahin be— richtigt, daß ein solches Anerbieten nur für die „Mitglieder des Protestantenvereins“ gemacht worden sei. Da jedoch die Einladung zu erwähnter Versammlung au alle deutsche Protestanten gerichtet worden, habe das Lokal-Comite in Worms jene Fahrpreisermäßigungen nicht annehmen zu können geglaubt. Dankbar acceptirte dagegen dasselbe die Zusage, daß am 31. Mai Extrazüge von Mainz nach Worms und zurück mit gewöhnlichen Retour- Billetten, also mit einer Fahrpreisermäßigung von 25% befördert werden sollen. Weiter ist für den 31. Mai ein Extrazug von Darustadt über Gernsheim nach Worms und zurück in Aussicht gestellt, immer mit Anhalt an allen Zwischen— Stationen. Preußen. Berlin. Wie in Abgeord⸗ netenkreisen verlautet, soll der Schluß der Reichs- tagssession mit dem Zusammentritte des Zollpar⸗ laments nicht erfolgen, sondern der Reichstag während der Sitzungen des Zollparlaments weiter tagen.— Der„Staatsanzeiger“ enthält eine Verordnung des deutschen Zoll- und Handels- vereins, durch welche das Zollparlament auf den 3. Juni einberufen wird. — Der Reichstag genehmigte in erster und zweiter Lesung die Uebereinkunft des nordddeut⸗ schen Bundes mit der Schweiz wegen des gegen— seitigen Schutzes der Rechte an Kunstwerken und Literaturerzeugnissen. Hierauf folgte die dritte Berathung der Gewerbeordnung. Der Antrag, die Paragraphen 7—9 der Regierungsvorlage wiederherzustellen, mit der Maßgabe, daß die Aufhebung der noch bestehenden ausschließlichen Gewerbeberechtigungen, Zwangsrechte und Bann— rechte, mit Ausnahme der Abdeckereien, vom 1. Januar 1877 au, statt 1875 stattfinde, wurde, nachdem Delbrück die Zustimmung der Regierung ausgesprochen, angenommen. Kassel. Die von dem„Deutschen Volks— verein für Kurhessen“ auf den 21. d. berufene „öffentliche Versammlung“, von weit über 1000 Personen besucht, ist in unerhörter Weise von Einladung des hiesigen Volksvereins waren aus den entferntesten Theilen des ehemaligen Kurhessens Delegirte hlerher geschickt, um einer Versammlung, in welcher die das Land so sehr in Sorgen haltende Landescreditcassenfrage besprochen werden sollte, beizuwohnen, und dieser Gegenstand war als erster für die Tagesordnung bestimmt. Von Seiten der Lassaleaner worde, nachdem sie durch die vorhandene Mehrzahl die Leitung der Ver— sammlung in die Hände der Ihrigen gebracht, die bestimmte Tagesordnung umgestoßen und die Landescreditkassen-Frage konnte nicht zur Berathung gelangen, so daß die zu diesem Zwecke zahlreich erschienenen Interessenten, theilweise aus weiter Ferne, die Versammlung unverrichteter Sache ver— lassen mußten. Vom Main schreibt das„Frankf. Journ.“: Gegen die Einführung der Börsensteuer wird allenthalben von Handelskammern und sonstigen davon berührten Corporationen oder Privaten— mit oder ohne Erfolg— in energischer Weise Front gemacht. Ein neues Projekt ist aber in der Form einer Quittungssteuer aufgetaucht. Wird auch wohl dagegen, wie gegen die Börsen⸗ steuer, energische Opposition erhoben werden? Wir glauben, diese Frage unbedenklich verneinend beantworten zu können, weil von dieser Steuer zwar die kleinen Geschäftstreibenden sehr empfind⸗ lich, die Großen im Stande der Steuerpflichtigen dagegen nur sehr leise berührt und diese daher die Hände ruhig in den Schooß legen werden. Denn nach der angedeuteten Bundespräsidialvor— lage soll ein Silbergroschen als höchster Betrag der Steuer einer Quittung in Aussicht genommen sein. Diese Abgabe kann sich der große Geschäfts⸗ mann bei seinen fast immer über größere Summen auszustellenden Quittungen, Empfangsanzeigen 1c. leicht gefallen lassen. Dem kleinen Geschästs— treibenden aber kann es jeden Tag vorkommen, daß er Rechnungen c. ꝛc. im Betrage von etwas über 5 Thlr. zu quittiren hat, und er muß von einer jeden solchen Quittung einen Silbergroschen Steuer entrichten, wie der Banquier 1c. von Quittungen, die sich in Tausende belaufen. Gegen wen ist mithin das neue Steuerprojekt gerichtet? Nur gegen den außerdem schon durch sehr hohe Steuern schwer gedrückten kleineren Gewerbestand, und es dürfte daher am richtigen Platze sein, daß dieser Stand sich rege und dem Scheeren seiner ohnehin spärlichen Wolle nicht mit der lethargi— schen Deutschmichelsgeduld ruhig zusehe. Beson- ders müßten es sich die in hiesiger Gegend ziem- lich zahlreich bestehenden Gewerbevereine zur Aufgabe machen, diesem Gegenstande ihre gemein- same Thätigkeit zuzuwenden, und zwar recht bald, da die Einführung der Qulttungssteuer schon für die nächste Zeit(1. Juli d. J.) in Aussicht genommen sein soll. Würtemberg. Stuttgart. Im Sep⸗ tember d. J. wird die Feier des 50jährigen Be stehens unserer dermaligen Landesverfassung begangen werden. Am 24. Sept. 1819 vollzog nämlich König Wilhelm die mit den Ständen vereinbarte Landesverfassung. Baden. In der am 23. d. zu Offenburg abgehaltenen Landesveesammlung der Liberalen den Lassalleanern gestört worden, so daß die Tagesordnung nicht erledigt werden konnte. Auf wurde die vollkommene Ausgleichung unter allen liberalen Fractionen angebahnt. Die meisten Ab- geordneten und zahlreiche Deputationen von Städten und Corporationen aus allen Theilen des Landes waren anwesend. Einstimmig wurde eine Adresse an den Großherzog angenommen, welches sich energisch gegen die Agitationen der ultramontanen und demokratischen Partei erklärt, entschiedene Reformentwicklung verlangt, aber keinen außerordentlichen Landtag, und an dem Streben nach staatlicher Verbindung mit dem norddeutschen Bunde festhält. Ferner wurde eine Resolution angenommen, welche der Regierung die Unter⸗ stützung aller Liberalen zusagt, soferne sie diesem Programm treu bleibt. Die Hauptsprecher waren Eckardt, Kiefer, Stromeyer und Treitschke.— Gleichzeitig tagte zu Engen, im Seekreis, eine von den Ultramontanen berufene Volksversammlung. Ein Telegramm von dort meldete der Offenburger Versammlung: Die Liberalen erschienen in zehn⸗ facher Ueberzahl, wodurch die Absicht der Ultra— montanen vollständig vereitelt wurde. Oesterreich. Wien. Das Reichsgesetzblatt publieirt das Volksschulgesetz, das Gesetz,„durch welches die Grundsätze des Unterrichtswesens be⸗ züglich der Volksschulen festgestellt werden.“ Es enthält unter Anderem folgende Bestimmungen. Alle Kinder sind schulpflichtig, und die Schulpflicht dauert vom vollendeten sechsten bis zum vollendeten vierzehnten Lebensjahr. Ein Schulgeld existirt nicht. Die Heranbildung der nöthigen Lehrkräfte erfolgt in(nach dem Gescchlecht gesonderten) Lehrerbildungsanstalten; der Bildungscours ist auf vier Jahre festgesetzt; der Unterricht ist un⸗ entgeltlich. Zur weiteren Fortbildung der Lehrer ist in jedem Schulbezirk eine Lehrerbibliothek an- zulegen und wird mindestens einmal jährlich eine Lehrerconserenz über Gegenstände des Schulwesens abgehalten. Der Dienst an den öffentlichen Schulen ist ein öffentliches Amt und allen öster⸗ reichischen Staatsbürgern ohne Rücksicht auf das Glaubensbekenntniß gleichmäßig zugänglich. Die Minimalbezüge sind so zu bemessen, daß Lehrer und Unterlehrer, frei von hemmenden Neben- geschäften, ihre ganze Kraft dem Berufe widmen und erstere auch eine Familie den örtlichen Ver— hältnissen gemäß erhalten können. Frankreich. Paris. Das Resultat der Wahlen zum gesetzgebenden Körper von Paris ist bekannt und constatirt eine Niederlage der Regitrung, während dit Nachrichten aus den Departements in weitaus überwiegender Zahl für die Regierung günstig lauten. In Paris wurden gewählt: 1. Wahlbezirk: Gambetta mit großer Majorität gegen Carnot.— 2. Wahlbezirk: Es findet Ballotage zwischen Thiers(13,333 Stim⸗ men) und Devink(10,404) statt, d'Aalton Shee hat 8721 Stimmen.— 3. Wahlbezirk: Bancel (22,647) gegen Ollivier(12,849).— 4. Wahl⸗ bezirk: Picard mit 24,436 gegen Deniere(8000). — 5. Wahlbezirk: Die Stimmen sind getheilt zwischen Garnier Pages(14,133), Raspail (14,639) und Levy(7044).— 6. Wahlbezirk: Es findet Ballotage zwischen Cochin(7539), Ferry(8018) und Gusroult(3069) statt.— 7. Wahlbezirk: Es findet Ballotage zwischen J. Favre und Rochefort statt.— 8. Wahlbezirk: Simon mit großer Majorität gegen Lachaud.— 9. Wahlbezirk: Pelletan mit großer Majorität gegen Bouley. — Die Zahl der Wählenden war überall sehr beträchtlich. In Marseille zogen Volkshausen mit dem Ruse:„Es lebe die Republik!“ durch die Straßen. Man schloß die Läden; die Ruhe war jedoch rasch wilder hergestellt. — Die neuesten Nachrichten bringen folgendes Gesammtresultat der Wahlen: Regierungscandida⸗ ten wurden gewählt ca. 200, der radicalen Op⸗ position angehörende 26, zur Mittelpartei gehörige 10. Ballotagen finden 59 statt; von speciellen Wahltesultaten ist noch Folgendes zu erwähnen: Glais-Bizoin ist unterlegen, ebenso Bantel im Departement du Driome. Zwei Legitimisten wur den gewählt, einer in Morihan und Maine et Loire. Falloux ist in der Vendée durchgefallen. Die Departements Isere und Jura haben je zwei Candidaten gewählt.(2) Wahrscheinlich wird Favre durch Rochefort beim zweiten Wahl⸗ gang geschlagen. f Spanien. Wie aus den neuesten Berichten aus Spanien ersichtlich, haben die republikanischen Mitglieder der Cortes durch den Mehrheitsbeschluß auf Wiederaufrichtung der Monarchie sich nicht veranlaßt gesehen aus der Versammlung auszu⸗ scheiden oder an der weiteren Berathung des Ver⸗ fassungsentwurses sich nicht zu betheiligen.— In den letzten Sitzungen der Cortes nahmen die Berathungen einen ruhigen und raschen Gang. Von der provisorischen Regierung wurden mehrere Gesetzentwürfe, u. a. über Einführung der Civil⸗ ehe und über Verminderung der Zahl der Diöcesen vorgelegt; von der Versammlung die Art. 34 bis 71, welche die Besugnisse der öffentlichen Gewalten, der beiden Kammern der Cortes und des Königs feststellen, ohne wesentliche Aenderungen angenommen. Rußland. Warschau. Auf den Straßen verfolgt hier die Polizei seit einiger Zeit wieder Frauen, welche in schwarzer Kleidung ausgehen. Der Correspondent der„Bresl. Ztg.“ sah eine anständige Dame, die wohl Kleider von schwarzer Farbe trug, keineswegs aber von irgend welcher besonderen Art, die eine Trauer anzeigen sollte, wegen Mangels einer Legitimation nach dem Polizei-Bureau abführen. Zur Erlangung einer Polizei⸗Erlaubniß zum Tragen von Trauerzeichen für verstorbene Angehörige müssen viele erschwerende Formalitäten überwunden werden. Und wie schwierig es oft ist, eine solche Erlaubniß zu erlangen, dafür spricht die Thatsache, daß tiner Dame, deren Vater im Auslande gestorben war, die Er— laubniß zum Tragen von Trauerzeichen nicht er- theilt wurde, weil sie ihrem Gesuche kein Sterbe⸗ Attest beigelegt hatte. Um sich keinen polizeilichen Unannehmlichkeiten auszusetzen, erträgt die Dame seit mehreren Tagen eine Art Hausarrest, bis das unumgängliche Attest anlangt, Amerika. Newyork. Am 8. d. M. ist unter feierlichen Ceremonien die letzte Schiene der Riesenbahn gelegt worden, welche Newyork mit San Francisco verbinden soll. Der Punkt, wo sich die beiden Theile der Bahn treffen, ist von dem östlichen Ausgangsorte, Omaha, 1032 und von dem westlichen, Sacramento, 730 englische Meilen entfernt, so daß die Länge der ganzen Pacific⸗Esjsenbahn 1762 Meilen beträgt. Von New York nach Omaha 1403, von Sacramento nach San Francisco 120 Meilen; die ganze Ueberlandstrecke 3285 Meilen. Gießen. Bei der Ausloosung der Haupt, und Er⸗ gänzungsgeschwornen für die Montag den 5. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, eröffnet werdenden Sitzungen des Schwurgerichts vom 3. Quartal 1869 sind folgende Namen aus der Urne gezogen worden. Haupt ⸗Geschworene. 1. Caspar Neeb, Müller in Nieder⸗Ohmen. 2. Christian Conrad Alt, Schildwirttz in Rainrod. 3. Ludwig Hof⸗ mann, Pachter zu Hof⸗Gill. 4. Wilhelm Frank, Ellen⸗ waalenhändler in Schlitz. 5. Johannes Otterbein II., Landwiith in Uetzhausen. 6. Adolph Stöppler, Fabrikant in Lauterbach. 7. Friedrich Jacob Berges I., gewesener Bürgermeister in Pelterweil. 8. Georg Harimann Kreicker, Bäcker in Laubach. 9. Moritz Heichelheim, Ellenwaaren⸗ händler in Gießen. 10, Ludwig Grödel, Holzhändler in Friedberg. 11. Ludwig Hoffmann II., Bäcker in Grün⸗ derg. 12. Johannes Rodemer IV., Müller in Angers⸗ bach. 13. Georg Seip IV., Küser in Ruppertsburg. 14. Georg Reitz, Bürgermeister in Södel. 15. Georg Weisensee, Müller und Landwirth in Ossenheim. 16. Hein⸗ rich Eichenauer, Laudwirth in Lißberg. 17. Heinrich Alles, Müller in Münzenberg. 18. Friedrich Clemm, Kanzleirath in Gießen. 19. Ludwig Bingel, Müller in Alten⸗Buseck. 20. Ludwig Kopp, Landwirth in Ossenheim. 21. Caspar Hofmann II., Fruchthändler in Fleschenbach. 22. Friedrich Heinrich Poths, Müller in Echzell. 23. Jacob Kaufmann, Ellenwaarenhändler in Schotten. 24. Geerg Heinrich Ebel, Weinhändler in Gießen. 25. Jehannes Schäfer IV., Landwirth in Psordt. 26. Georg Hergert, Beigeordneter in Berstadt. 27. Jacob Köhler, Landwirth in Langsdorf. 28. Heinrich Fauerbach, Gast- und Land⸗ wirth in Nieder⸗Wöllstadt. 29. Heinrich Becker I., Müller in Londorf. 30. Johannes Lang, Landwirth in Nieder— Rosbach. 5 Frankfurt. Der zoologische Garten war am Sonntag von über 5000 Menschen besucht.— Wie verlautet haben verschiedene hiesige Bankiers für den Fall der Einsührung der Börsensteuer sich in Offenbach nach passenden Bureau⸗ lokalitäten umgethan. Wohnungen werden dieselben hier behalten. Frankfurt. Da in Kassel die Bauhandwerker, namentlich die Schreiner, wegen Nichtbewilligung ihrer auf Lohnerhöhung gerichteten Forderung die Arbeit ein— gestellt haben, so begaben sich von dortigen Meistern ab⸗ gesandte Agenten hierher und in die umliegenden Städte, um Ersatz für die Feiernden zu suchen. Es ist ihnen dies insosern auch gelungen, als sie über 120 Gesellen, meist Schreiner, mit Neisegeld versahen und nach Kassel sandten. Frankfurt. Dieser Tage sahen wir hier zum n⸗ male eine große Zahl von Wallfahrern nach Walldür welche aus dem Nassauischen kamen, in Prozession du unsere Stadt ziehen. Dieselben hatten sich vor dem Bockenheimerthor, 6— 700 Personen slark, gesammelt, rechts gingen die Männer und links die Frauen singend und betend, ein Geistlicher in vollem Ornate führte den Zug. Gegen Abend solgte eine zweite, aber minder starke Ab theilung.. Offenbach. Gegen das Blaumontagmachen be⸗ steht in einer Fabrik dahler(E.& Cp.) eine sehr zweckmäßige Einrichtung. In dieser Fabrik wird nämlich der Wochen⸗ lohn nicht, wie sonst üblich, an den Samstagen, sondern an den Montagen ausgezahlt. Wer an dem Montage nicht kommt, erhält seinen Lohn erst an dem Montag darauf. Diese empfehlenswerthe Einrichtung hal auch noch den Vorzug, daß die Arbeiter nothgedrungen im Laufe der Woche nach Möglichkeit sparen müssen, wenn sie für den kommenden Sonntag etwas zu Luxusausgaben erübrigen wollen. Wir wissen zuverlässig, daß sich dieser Modus iusbesondere bei verheiratheten Arbeitern als außerordentlich vortheilhast bewährt hat. Gar mancher Arbeiter war selbst überrascht darüber, daß er am Ende der Woche noch einen kleinen Ueberschuß in seiner Casse halte, während er sonst oft schon am Mitlwoch, vielleicht gar am Dienstag, in einen geleerten Geldbeutel zu blicken gewohnt war. München. Dieser Tage kam hier ein in Paris an⸗ geferugter und von französischen Technikeen begleiteter zweistöckiger Personenwagen durch, welcher für die ober⸗ italienischen Eisenbahnen und zunächst für Turin bestimmt ist. Diese Wagen fassen 78 Plätze erster, zweiier und dritter Classe, und scheinen besonders geeignet für Züge nach stark besuchten Vergnügungsorten von großen Städten aus, und wo es sich sonst darum handelt, viel Publikum möglichst rasch unterzubringen. Das Gewicht eines solchen Wagens, der mit großer Eleganz gebaut ist beträgt etwa 180 Cir. In Berlin ist Goldberger gestorben. Kein Tyrann der Welt hat so- viele Leute in Keiten gelegt wie dieser Mann; denn er war der Vater der Rheumatismusketten. Als armer Junge kam er aus Schlesien, wo man gern auf anderer Lenie Kosten lacht und lebt, nach Berlin und ward ein grundreicher Mann. Wenn man ihn fragte: Sind denn Ihre Kelten wirklich gut? so antwortete er: Mir sind sie sehr gut bekommen. Krieg und Humanität. Ein merkwürdiges Jahrhundert, das unsrige. Der gesammte Continent starrt von Bajonnetten, fast alle Staaten kämpfen mit immer sich steigern⸗ den Defizits, lediglich um Armeen von solcher Stärke zu halten, daß selbst in Friedenszeiten Handel und Verkehr unter der Last derselben seufzen. Während der letzten 15 Jahre ist der Continent Europa's der Schauplatz von vier be⸗ deutenden Kriegen gewesen und die beständige Besorgniß vor einem neuen blutigen Conflikte beängstigt alle Welt, wie jenes unterirdische Rollen, das einem Erdbeben voranzugehen pflegt. Und zu derselben Zeit halten internationale Wohl⸗ thätigkeits⸗Vereine ihre wiederkehrenden Wander⸗ versammlungen ab, um über die Mittel zu be⸗ rathen, wie dem Elend und den Leiden abzuhelfen sei, welche die selbstgebundene Geißel des Krieges im Gefolge hat. Und wunderbarer Weise scheint Niemandem so vil an dem Erfolge dieser Be⸗ mühungen gelegen, als gerade den Kaisern und Königen, die immer und immer wieder die Noth⸗ wendigkeit jener übermäßigen Heereskräfte betonen, die sie zu ihrer Verfügung halten. Der Kaiser von Frankreich hat jüngst mit dem Selbstherrscher aller Reußen langalhmige Protokolle wider die Anwendung von Sprenggeschossen ausgetauscht. Vor einigen Jahren hat die Pariser Conserenz sich eingehend mit dem Recht der neutralen Flagge im Seekriege und mit der Frage beschäftigt, ob es gestattet sei, Kaperbriefe auszugeben. Vor einigen Wochen erst tagte in Berlin die inter- nationale Conferenz für Pflege der Verwundeten unter den Auspicien des Königs von Preußen. Und als Graf Serruier im Namen der Con- ferenz dem Sieger von Sadowa den Dank für die derselben in seiner Hauptstadt bereitete Auf- nahme aussprach, da erwiderte König Wilhelm: „Dem großen Gedanken, im Kriege Lazarethe und Krankenpflege neutral zu erklären, reiht sich Ihr Werk ehrenvoll an, indem die freiwillige Hülfe leistung hinzutritt. Ich wiederhole, daß ich die Hoffnung habe, daß dies wahrhaft große menschen⸗ freundliche Unternehmen, für welches wir Alle das gleiche Interesse hegen, erst in recht später Zeit 2. — — — Constrenz schung porbereitt manen 2 reitunger den, w muß u Schrecke Erfolg! schweren die Vern Feinde Grundsa werden treten, — 1500 4 wirdin d tine neut Eredisper f 12 fr. 5 6 — 6 54 ue von Ob worden. desselben 1 00 vor dem schweigen lader, spresstir Conf. t Rollen . Und Wohl⸗ Wandel⸗ qu be ⸗ ubelfen Aritges schtint u Bi⸗ un unt dit Null beten 1 Kas derne pibet! Maul Conselt“ en Flag in Anwendung zu treten brauche, daß es aber sofort als internationales Band betrachtet werden möge.“ Es liegt ein ossenbarer Widerspruch in diesen parallel mit einander laufenden Bestrebungen unserer Zeit. Auf der einen Seite die enormen Vorbereitungen zum Kriege, das Ueberbieten in der Erfindung und Aneignung der möglichst Ver- derben bringenden Waffen. Auf der andern Seite diese Vereine zur Pflege der Verwundeten mit ihrem rothen Kreuz in der weißen Flagge, ihren Krankenträgern, ihren Wagen für die Fortschaffung der Verwundeten, kurz mit ihrer ganzen von Oben herab geförderten Sorge, die Leiden derer auf jede thunliche Weise zu mildern, die das Opfer möglichst vollkommener Waffen geworden sind. Zur Zeit ist diese internationale Conferenz der Vereine für Pflege der Verwundeten fast ge— eignet, ein Lächeln hervorzurufen, und wenn die— selbe in diesem Jahre in Berlin getagt hat, im nächsten Jahre in Wien tagen will, muß man unwillkurlich an die Taube unter den Geiern denken. Aber dennoch sind die internationalen Conferenzen ein erstes Anzeichen, daß ein Um- schwung in den Anschauungen über den Krieg sich vorbereitet. Gerade der Contrast, den diese hu— manen Bestrebungen zu den kriegerischen Vorbe— reitungen bilden, die an den Orten getroffen wer— den, wo diese Bestrebungen sich geltend machen, muß um so lebhafter den Gedanken an die Schrecken des Krieges erwecken. Und je mehr Erfolg diese Bestrebungen haben, desto mehr er— schweren sie die Kriegsführung. Früher galten die Verwundeten lediglich als eben so viel dem Feinde entzogenes Kriegsmatcrial. Je mehr die Grundsätze der Genfer Convention ausgebildet werden und je mehr dieselben ins praktische Leben treten, um so mehr werden die Verwundeten des Feindes eine Last für den Sieger, denn er hat ihnen alle die Sorgfalt und die Pflege zu wid⸗ men, die er seinen eigenen Verwundeten zu Theil werden läßt. Wird der Krieg nicht länger mit jener Rohheit früherer Zeiten geführt, vor der wir jetzt zurückschaudern, will man die Kriegfüh- rung mit Humanität paaren, so wird das Mitleid mit den Verwundeten bald in Mitleid mit den Nichtverwundeten umschlagen. Denn liegt es nicht dem menschlichen Gefühle näher, lieber keine Wun⸗ den zu schlagen, als die geschlagenen Wunden mit Aufbietung aller Errungenschaften der Wissenschaft und aller Sorgfalt hingebendster Menschenliebe zu heilen. Je mehr Boden die Bestrebungen der Ver— eine für Pflege der Verwundeten finden, desto näher kommt die Zeit, wo die Völker sich denen versagen werden, die sie auffordern, ihre Streitigkeiten durch Ströme vergossenen Blutes und all' die unsäglichen Leiden des Krieges zu schlichten. Rh. B. cestprogramm für die am 31. Mai 1869 zu Worms stattfindende Versammlung von deutschen Protestanten. Sonntag, den 30. Mai, nach der Conferenz des erweiterten Ausschusses, von Abends 7½ Uhr: Gesellige Zusammenkunft aller bereits anwesenden Festgäste im Worret'schen Saale.— Um 8½ Uhr: Choral vom Thurme der Dreifaltigkeitskirche.— Um 9 Uhr: Bengalische Beleuchtung des Luther— Denkmals. Montag den 31. Mai: Morgens 6 Uhr Choral vom Thurme. 10½ Uhr: Beginn der Versammlung in der Dreifaltigkeitskirche(am Markt), eröffnet mit allgemeinem Gesang des Liedes:„Erhalt uns Herr bei deinem Wort!“ Hierauf Gebet, gesprochen von Herrn Pfarrer Briegleb aus Hohen-Sülzen. Dann Gesang,„Ich suche dich, Unerforschlicher,„ aus- geführt von hiesigen Gesangskräften unter der Leitung des Musikdirektors Hrn. C. Haine. Begrüßung der Versammlung durch Herrn Dr. Schroeder aus Worms. Eröffnung der Ver⸗ handlungen: a) Erklärung gegen das sg.„apostolische Schreiben“ des Papstes Pius IX. vom 13. Sep⸗ tember 1868, welches die deutschen Protestanten zur Rückkehr in die römische Kirche auffordert, und gegen die ultramontanen Angriffe und An- maßungen. Referent: Kirchenrath Professor Dr. Schenkel aus Heidelberg. b) Das evangelisch⸗ protestantische Gemeindeprincip und die daraus folgenden Grundsätze der protestantischen Kirchen— verfassung. Referent: Hofgerichteadvokat A. Ohly aus Darmstadt. Nach der Versammlung wird zur Schlußfeier am Lutherdenkmal das Lied:„Ein' feste Burg ist unser Gott“ gemeinsam gesungen. Nachmittags 4 Uhr: Festbanket im Casinosaale. Programme nebst Liedertext, Thesen und be— sondere Bandzeichen für die Herren Delegirten sind auf dem Einweisungs-Bureau im großen Kaufhaus— saale, sowie an der Kirche zu haben.— Auch haben sich alle Diejenigen, Damen und Herren, denen reservirte Plätze angewiesen sind, mit diesen Bandzeichen zu versehen. Die Karten zum Banket à 1 fl. 45 kr. werden abgegeben bei Hrn. Kaufmann J. H. Mayer, gegenüber dem Casino. Extra⸗Eisenbahnzüge am 31. Mai: 1) Aus Mainz nach Worms 845 Vorm. 2)„ Worms nach Mainz des Abends. Aus Darmstadt über Gernsheim nach Rosengarten⸗ Worms sind Extrazüge in Aussicht gestellt, ohne daß deren Fahrzeiten vor dem 28. Mai fest angegeben werden können, sicher aber werden diese am Vormittag des 31. Mai rechtzeitig in Worms eintreffen. GZBraunkohlen- Verkauf. 1530 Auf den Fürstlichen Braunkohlengruben zu Weckesheim, Dorn⸗Assenheim und Wölfersheim werden von jetzt ab trockene Koblenklötze von der diesjährigen Aufbereitung abgegeben und beginnt gleichzeitig eine neue, bis zum 31. Creditpertode. Die 12 kr. pro CEentner abgegeben werden. Grube Weckesheim ten 18. Mai 1869. December d. J. laufende, mit einer Zahlungsfrist dis zu Ende März 1870 verbundene Preise find die seitherigen und wird desonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Dolzlohlen zu Jürstliche Berg Verwaltung Kröber. Edictalla dung 3543 Ueber das Vermögen des Heinrich Kirchner von Ober⸗Rosbach ist förmlicher Concurs erkannt worden. Alle bekannten und unbekannten Gläubiger desselben werden aufgefordert Mittwoch den 30. Juni l. J., Bormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, bei Vermeidung still⸗ schweigend erfolgenden Ausschlusses, ihre Forderungen und Ansprüche anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen. In dem Termine wird gleichzeitig Arrangementsversuch und die Wahl eines Massecurators resp. Gläubigerausschusses stattfinden, und die nicht erscheinenden oder durch einen Bevollmächtigten nicht vertretenen Gläubiger werden, als den Beschlüssen der Mehrheit der anwesenden Gläubiger beitretend, angesehen. Friedberg am 12. März 1869. OGroßherzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 1521 Es werden Alle, die noch Ansprüche an den Nachlaß des verstorbenen Konrad Schimpf III. von Nieder ⸗Weisel rechtlich bilden können, zu deren specificirten Anmeldung im Termin Zreitag den 11. Juni d. J., Vormittags, sowelt die Anmeldung noch nicht geschehen ist, bei Met⸗ dung deren Nichtberücsichtigung vor unterzeichneter Gerichtsstelle aufgefordert. Butzbach den 14. Mai 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer. loan un 1592 Freitag den 28. d. M., Morgens 9 Uhr, werden im Gemeindewald Ober⸗Rosbach 3400 Ginftern⸗ Wellen öffentlich meistbietend versteigert. Die Zusammenkunft ist im Distriet Hoheburg auf dem Hühnerpfad. Ober⸗Rosbach am 22. Mai 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Ros bach Blecher. Bie denn 1550 Montag den 31. Mal 1869, Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung des Brodbedürfnisses pro drittes Quartal 1869 für die Schwadronen zu Butzbach auf dem Büreau der Garnison- Verwaltung, nach den da⸗ selbft zur Einsicht offenliegenden Bedingungen, auf dem Wege der Summission vergeben werden. Butzbach den 20. Mai 1869. Das Großherzogliche Stattons⸗Commando daselbst Freiherr v. d. Ho o p, Rititmeister und Schwadronschef. At af uni m chu n g. 1591 Die am 24. Mai d. J., im Domanialwald⸗ District Burgwald der Großherzoglichen Oberförsterei Ober ⸗ Rosbach abgehaltene Holz⸗ und Ginstern⸗ Versteigerung ist genehmigt und können die Abfuhr⸗ schrine Dienstag den 1. Jun bei Großherzoglichem Rentamte Friedberg in Empfang genommen werden. Der erste Fahrtag ist auf Donnerstag den 3. Junt fest⸗ esetzt. e den 24. Mai 1869. Großherzogliche Oberförsteret Ober⸗Ros dach Bingmann. Maurer-& Gartensand, 1553 Schlackensand von heute an fl. 6. pro Cubik⸗ Klafter gleich 400 Centner frei Waggon Lollar oder fl. 27. frei Station Friedberg. Main⸗Weser⸗Hütte, Station Lollar, 12. Mal 1869. — A Avis. 1597 Zwei schöne, junge, wobhldressirte Hühnerbunde find billig zu verkaufen. Expeditson d. Bl. Mehrere gebrauchte Chaisen, englische Wo? sagt die 1571 ganz und halb verdeckt, sowie ein Geschirr ze. sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Holz⸗Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. 1593 Mittwoch den 2. und Donnerstag den 3. Juni werden in den Districten Wolfslauf, Rainrod⸗Reiperts, Gaulswiesenhang, Floshsberg und Kleerberg nachstehende Holzsortimente verfteigert: A. Brennholz. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Holzart. Stecken Buchen 675½ I. CI. 120½ 134¼ 442 „ 33½ I.,——— As pen— 2— 8 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 7 Buchenstämme von 15- 27½“ Durchmesser mit 443 Cubtkfuß, 3 Fichtenssämme von 6—9“ Durchm. mit 65 Cb.⸗Fuß, 1 Fichtenstange mit 4 Cubiksuß. Das Buchenffammpolz kommt am 1. Tag und das Nadel, Stamm- und Stangenholz am zweiten Tag zum Ausgebot. Anfang der Versteigerung jedesmal Morgens präcis 9 Uhr. Zusammenkunft am ersten Tag im Difirtet Wolfslauf dei den ersten Holznummern, am zweiten Tag im Dißrict Raluröder-Resperts. Das im Distriet Gaulewiesenhang zerffreut sitzende Windfallholz wollen fich die Steigliebhaber vorder von Groß berzoglichem Jorstwart Rodemich in Rainrod vorzeigen lassen. Eichelsdorf den 23. Mai 1869. W Eichelsdorf e per. Antiquariats- Ausverkauf. 1554 Wegen Aufgabe meines Geschäfts verkaufe ich meine sämmtlichen noch vorräthigen Bücher zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Gleßen im Mai 1869. S. Kaufmann neben der Fahrpost. Verloosung. 1585 Von der Darmftädter Verloosung von 1868, welche am 20. Mal zu Darmstadt unter poltzeilicher Aufficht abgehallen wurde, sind folgende Nummern herausgekommen: 302 2173 384 1725 1455 1222 2101 2235 1360 1121 350 329 1070 1375 1034 2157 2183 1385 1565 2044 56 978 332 287 Carl Ramp aus Mainz. Ein Laufmädchen 1589 sucht die Familie im neuen Vogt'schen Hause bel der Stadtkirche. 4 4 Dan ksagung! 1583 Den Herren Vorstehern der hiesigen isr. Religionsgemeinde, Herrn Mayer Hirsch, während 22½ jährigen Dienstes als I. Vorsteher in unserer Gemeinde geschenkte Vertrauen unsern tiefgefühlten Dank, ganz Herrn Hofagenten Samuel Lindheimer. mitgliedern für das unserem Vater, besonders aber noch Friedberg, 25. Mai 1869. Der Wetterauer Zweigverein der Gustav Adolph Stiftung beabsichtigt den 2. Sonntag nach Trinitatis, den 6. Juni, Nachmittags ½2 Uhr, in der Kirche zu Nieder⸗Ros bach sein Jahresfest zu feiern, wozu alle Glieder und Freunde de Vereins hiermit eingeladen werden. i Friedberg den 24. Mai 1869. 0 Der Vorstand. sowie sämmtlichen Ge meinde⸗ Die Kinder des Herrn Mayer Hirsch In deren Auftrag Eduard Hir sch. Einladung. 1594 Die Mitglieder der oberhessischen Vieh⸗ Versammlung auf Dienstag den 8. Juni l. zu Großherzoglichem Bürgermeister Jäger in Münzenberg eingeladen. Arnsburg, 24. Mal 1869. 1595 Am Abend des 24. d. Mis. wurde in der Eisenbahnstraße dahter ein Billet d'amour, Friedberg. 11. Mai 69, 1 uhr, und mit der Unterschrift M Fr—, das gewiß ungerne vermißt wird, gefunden. Die liebe ⸗ seufzende, unbekannte Schreiberin dann das Brleschen Versicherungs⸗Gesellschaft werden zur Haupt- surückempfangen, wenn sie sich deute Abend 10 Ude J., Nachmittags 1 Uhr, Der Director 4 1587 Gros. Tanz- Unterricht!! sowie der Umgebung zeige hiermit ergebenst an, 1582 Einem geehrten Publikum in Nauheim daß ich daselbst mit dem 29. Mai einen Tanz Cursus für Kinder sowohl, Gesellschaften eroͤffnen werde und halte mich darin bestens empfohlen. Das Nähere bei der Friedberg in der Stadt NewYork. Freundlichst einladend zeichnet hochachtungsvoll A. Sturm, Tanzlehrer aus Darmstadt: Expedition der Kurliste in Nauheim und in Süchsiche pfandbrirst wie für erwachsene Ein möblirtes Zimmer, Ernte- Maschine. 1360 Mäh⸗Maschinen, Heuwender und Pferderechen aus den ersten Fabriken Englands, liefern zu Fabrikpreisen Ein reichhaltiger Katalog mit Abbildungen und Beschreibungen aller neuen Ernte⸗ und laud⸗ wirthschaftlichen Maschinen wird auf Wunsch gratis zugesandt. 1588 in der schönsten Lage der breiten Straße, ist zu zu vermtetben. Näheres bei der Expedition d. Bl. 1590 zwei Jahre alt, schwarz⸗ Zwei Ochsen, scheckig, Berner Race, hat zu e in& Hei J. P. Lanz& Comp. in Mannheim. egg, 25. e „ eee eee 23 sind zu haben bei Eifendahn Frachtbriefe Bindernagel 8 Schimpff Todes-Anzeige und Vanhsagung. 1581 Gott, dem Allmächtigen, bat es gefallen am 18. d. Mts. unseren unvergeßlichen treuen Sohn und Bruder 0 Heinrich Zimmermann in seinem 16. Lebensjahre in eln besseres Jenseits abzurufen. Wir sagen allen Denienigen, welche den Ver⸗ Un F riedber 3 blichenen zu seiner letzten Ruhestätte geleiteten, Strohhüte 497 billigst bet 6 8 K. Friedrich neben der post. Beste steyrische Sensen und Sicheln 1584 verkauft unter Garantie 1 Carl Bauer in Assenheim. 10—12 Weißbindergesellen 1596 finden gegen guten Lohn dauernde Beschaͤstigung bei Karl Hieronymus, hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Maiweinessenz 1379 ftisch bereitet Wilh. Sturmfels. Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 26. Mai. Waizen 11 fl.— kr. Korn 8 fl.— tr.; Gerste 7 fl. 40 kr.; Haser 5 fl. 30 kr Frankfurt, 24. Mai. Waizen 11 fl. 30 kr.; Korn 9 fl. 15 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 20 kr Grünberg, 22. Mai. Waizen 11 fl. 5 kr.; Korn b fl. 35 kr.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 50 kr. Molter 8 fl. 20 kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 19 fl. 55 kr.; Kartoffeln 2 fl. 12 kr. Mainz, 21. Mai. Waizen 11 fl. 28 kr. Korn 7 fl. 35 kr.; Gerste 8 fl. 21 kr.; Hafer 6 fl.— kr.; Kartoffeln 2 fl. 20 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund Danksagung. 1586 Allen Denjenigen, welche am 23. d. Mis. unsern geliebten Vater und Schwirgervater Carl Lortz zur letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir unsern tiefgefühlten Dank. Assenheim den 25. Mai 1869. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Weiß binder. 26 fl.— kr. Mitgetheilt von 5; Oest. 250 fl. b. R. 1839194 G. S. Lindhelmer. Cours. 5 n 1855 16% 6. 7.„ 100 Pr. L. 1858 160 G. 26. Mai 1869. Cours der Staatspapiere. D„ 500, v. 1860% 83 8. Tester./ Net. L850 I. Let./ J. Fr. Hen. J öbligat. 9517 P. 243.100 7 5 9 50 9115 8. 3 50% Nat.-Anl. 1854 59 G. 5 3½% Obligation. 865% G. Schwed. Thlr. 10-L. 7 8 5 50% steuerfreie Oblg. 51 ½ G. Nassau 4½j% Obl. b. Rth. 92½ G. 5 7955 35 fl. 0 0 56½½ G. Preussen 4 ½% Obligat. b. Rch. 938% G. 1 4% d. 4% 85½ P. 2 190 r 0 Th. 104 8. 5 4 do. do. 86 C. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 10585 P. e Fee 927 r i eN Bayern 50% Obligation. 101½ P. Frankf. 3½% Obligat. 82% P. 2 Gr. Hess. 50 fl. L. b. R. 165½ G. 5 4½0/ ½)Jähr. b. Rth. 94 ¼ P. 25 30% do 72/ P.— 15655 25„ 43 b. 5 4% 40 do S8 b. Russland 35% Obl. 1. L. à fl. 12 84% P. L... Würtemb. 4½0% Obl. b. Rth. 93 P. Finnland 4½0% Pfdbr. 1. R. 105 78 P. 2 Pistolen fl. 9 48—50 2 405% do do 86 P. Schweden 4½0% O. 1. R. à 10586 P. 2„ Doppelte„ 9 49—51 Baden 4¼% Obligat. 93/6. 5 4½0/ Pfb. I. R. à 105 83 ½ G. 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58—59 2 40% Qbligat. 85/ P. N.-Amer.60/ St. 1. E. 1882 853¼ C. 5 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 3 Voll einbezahlte Eisenbahn- Aetlen und Prioritäten. 8 20 n ee 1 8 3 4¼% Bayr. Ostbahn 128 G. 37% LIV. G. D.& D/. fr. 4 28 kr. 34 P. 2[usl. Sovereigns.„ 11 99— 412.3. 4½ Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 94⅝ G. 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 54% P 2 Russ. Imperiales„ 9 49—51 30% Oesterr. St.-Elsenb.-Prlor. 55 G. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 74½ G gold pr. Zoll, bf. 60% Oest. Jüd. St. u. Lomb. E. B. 98 ½ G. 5% do. neueste Emies.% 73, 6. 2 Acuh. S lb. pr. Z. Pf.„— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 46 ½½ 6 4½% Hess. Lud wigsb.-Prior. 95½ G. Preuss. Kassensch.„ 1 44%—45½ Wiener Wechsel- Cours 96½ G. I pouars in Geld„ 228—29 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedie Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. W. S. Lindheimer in Friedberg. auf dem Seegraben, zweite Bank, ohne militärische Begleitung einsinden will. Größte Discretion u. A. w. g. nung und ertheilt gerne jede gewünschte 0 1 von 8 ble e bel Herrn b 1 15. Jun di 0 2— Hess Kammer. 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