n die te e ergeden urgest 10. ung rsche igen din. 9⁰ Ai deter fen, KEndrrardeit Toei gt⸗ decke, hitte z. ellen.* Aachermistr. Dun. en Velte, u drierberg. — te illigen Preisen W me n prachtvollsten Schirmmachtt, Trapp. khlung Publikum mache as Kappen und vpersprache Varrt nach den Juspruch bilttt t Wirt —— 1 Iasagung. 5 Ur, enk Sobn die on Leina kr Lot nach langem Len. N erwend en — bitt gleich allen Serfordenen die Edt el. 8 Aptil 1869. 5 Bre 1869. Dienstag den 27. April. * 2 48 berhessischer Anzeiger. g 5„ Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jntelligenzblatt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Mougte Mai und Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. im tlicher Theil. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie wollen das Nachstehende den in Ihren Gemeinden befindlichen Invaliden noch ganz besonders bekannt geben. Friedberg den 23. April 1869. Be ch enen et m g u n Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. g. Sämmliche Invaliden des Unterofficiers- und Soldatenstandes, welche im Kreise Friedberg ihren Wohnort haben, sind nunmehr dem Vezirks⸗Commando Friedberg unterstellt und werden hiermit aufgefordert, sich schriftlich unter specieller Angabe ihres Aufenthaltsorts oder mündlich dei dem Bezirksfeldwebel in Friedberg anzumelden. 5 75 Zugleich wird diesen Invaliden aufgegeben für die Folge ihre etwaigen Gesuche uur durch den Bezirksfeldwebel an ihr Bezirks- Commando zu richten. Diejenigen Ser re u NW Major und Bezirks-Commandeur. Landwirt he, welche die vom landw. Bezirksverein bestellten Sämereien, Erbsen ꝛc. noch nicht abgeholt haben, werden ersucht, solches bis spätestens zum 30. d. M. zu thun, widrigenfalls diese Sämereien auf ihre Gefahr und Kosten versteigert werden. Die Direction des landw. Bezirksvereins Friedberg Friedberg den 26. April 1869. Trapp. Viehversicherungs⸗Austalt für das Großherzogthum Hessen. b Diese Anstalt tritt auf Grund ihrer Statuten am 1. Mai 1869 in Wirksamkeit. Indem wir hiermit zum Beitritt einladen, bemerken wir, daß es nach§. 2. der Statuten den Rindviehhaltern freigesteslt ist gegen alle Verluste oder nur gegen Seuchen oder mit Ausschluß dieser Krankheiten gegen alle sonstigen Verluste zu versichern. g Pferde und Rindvieh desselben Besitzers können zugleich, es kann aber auch eine einzelne Gattung für sich versichert werden. Die Pferdeversicherung sowie die beiden Abtheilungen für Versscherung von Rindodieh bilden drei von einander getrennte Abtheilungen, welche nach Verhältniß ihrer Ausgaben zusammen die allgemeinen Verwaltungskosten tragen. Beitrittserklärungen bitten wir an die unterzeichnete Direction zu richten und werden demnächst unsere Agenturen für das Groß— herzogthum, nachdem solche die amtliche Genehmigung erhalten haben, bekannt machen. Darmstadt den 20. April 1869. Die Direction e ee Hessen. Darmstadt. Die erste Kammer bewilligte die vom Kriegsminister acceptirte Pauschal— summe von 3,066,918 fl. für Militärzwecke unter Ablehnung des Beschlusses der zweiten Kammer, die Verwilligung von der Vereinbarung des Mi— litärpensionsgesetzts abhängig zu machen. Ein vom Regierungscommissär verlesenes Ministerial⸗ rescript verspricht des Bundeskanzlers Verwendung beim Bundesfeldherrn für den beantragten Aufschub der erhöhten Gagen und Löhne für das zum nord— deutschen Bundesheere gehörige hesstsche Contingent bis zum 1. Juli. — Der Finanzausschuß zweiter Kammer geht von der Ansicht aus, daß die Hundesteuer theil— weise einen polizeilichen Zweck habe, daß sie aber in ihrer jetzigen Höhe nicht mehr genüge. Unter diesen Umständen sind Anträge auf Erhöhung der Hundesteuer sicher zu erwarten. In der Finanz- periode 1863/65 betrug die Hundesteuer nicht weniger als 138,496 fl. Mainz. Vor dem hiesigen Schwurgerichts— bhofe wurde am 20., 21. und 22, d. der Prozeß gegen den Ackersmann Schäfer von Bretzenheim verhandelt. Wie unseren Lesern vielleicht noch erinnerlich ist, wurde im April v. J. zu Bretzen⸗ beim die Ehefrau Schäfer in dem Stalle ihres Wohnhauses erhängt gefunden. Da alle An— zeichen auf einen Selbstmord deuteten, so wurde di⸗ Leiche nach vorgängitzer Besichtigung durch die Behörde anstandslos beerdigt. Im Juni v. g. wurde jedoch der Verdacht rege, daß die Un- glückliche sich nicht erhängt habe, sondern vergiftet worden sei. Die Leiche wurde ausgegraben und im Magen derselben fanden sich Spuren von Strychnin. Schäfer war zu jener Zeit bereits nach Amerika ausgewandert, dagegen zogen die Behörden eine Wittwe Klug, von welcher allgemein behauptet wurde, sie wisse um das an der Ehefrau Schäfer begangene Verbrechen, ein. In der That legte die Klug umfassende Geständnisse ab und bekannte insbesondere, daß ihr Schäfer mitgetheilt, er habe sowohl den Versuch gemacht, seine Ehefrau zu vergiften, als auch sie später wirklich vergiftet und sodann im Stalle erhängt. Schäfer wurde bekanntlich auf Requisition der Hessischen Gerichte in Paterson verhaftet und hierhergebracht. In der Verhandlung vor den Assisen räumte der An- geklaͤgte den Vergiftungeversuch ein, stellte jedoch entschieden in Abrede seine Frau wirklich vergiftet und dann erhängt zu haben. Als Zeugin trat gegen ihn hauptsächlich die bereits erwähnte Wittwe Klug auf. Das Resultat der dreitägigen Verhandlung war Verurtheilung Schäfers. Die Geschworenen bejahten sowohl die Frage in Betreff des Vergiftungsversuchs wie die in Bezug auf die wirkliche Vergistung. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten sofort zum Tode. Schäfer hörte vas Verdikt mit Ruhe an. Preußen. Berlin. In der Reichstags— Debatte vom 22. d. erhob Twesten Widerspruch dagegen, daß Sachsen, Hessen, Mecklenburg-Schwerin und Braunschweig in ihren Martikularbeiträgen Nachlaß erhielten, weil dieselben noch bei einzelnen Staaten Gesandte halten. Graf Bismarck sagt, die Veröffentlichung diplomatischer Aktenstücke sei eine schwierige Ausgabe mehr parlamentarischer als diplomatischer Natur. In England werde dieselbe mit Takt und langjähriger Erfahrung gehandhabt, und habe dennoch zu Klagen geführt. Auch die bekanntlich sehr vorsichtigen Veröffentlichungen der sfranzösischen Regierung erreichten nicht ihren par— lamentarischen Zweck; er selbst sei kein Anhänger dieser Maßregel, würde aber der Reichstag darauf bestehen, so würde man geben, was man geben könne. Regierungen, welche Blaubücher vorlegten, veröffentlichten durchaus nicht den gesammten Schriftwechsel des auswärtigen Amts. Hinsichtlich der Gesandtschaften der Einzelstaaten sagt der Bundeskanzler: er betrachte die einheitliche Ver— tretung im Auslande als wünschenswerthes Ziel, und das jetzt bestehende Verhältniß als ein Ueber— gangsstadium, welches nicht plötzlich beseitigt werden könne; er bitte, die Regelung des Ver⸗ hältnisses der einzelnen Regierungen zur Gesammt— heit ihm zu überlassen. Der Antrag Twestens, den Nachlaß an Gesandtschaftskosten für Sachsen, Hessen und Schwerin nicht zu genehmigen, dem— gemäß eine anderweitige Berechnung der Matri— kularbeitraͤge aufzustellen, wird abgelehnt, ebenso der Antrag Hoverbeck's, den Gehalt für den Militärbevollmächtigten in Petersburg zu streichen. Die Etats für Bundesconsulate, Postverwaltung und Telegraphenverwaltung werden genehmigt. — Die internationale Conferenz der Vereine zur Pflege im Kriege verwundeter und erkrankter Krieger wurde in Anwesenheit der Königin eröffnet. 160 Delegirte waren anwesend. Nach der Bericht— erstattung über die badischen, tussischen und bel— gischen Vereine wurden die Vorschläge des preuß. Central-Comite's über die Hülfeleistung im See— kriege(der Verein will Rettungsfahrzeuge aus— rüsten, welche die Kriegeflotte begleiten und eine gelbe Flagge mit rothem Kreuz führen sollen) debattirt und angenommen und dadurch die übrigen Vorschläge erledigt. — Der„Elb. Zig.“ wird von Berlin ge⸗ schrieben:„Während man im Finanzministerium sich darüber den Kopf zerbricht, welche neue Steuer wohl dem Volke das meiste Vergnügen machen würde, während man im Reichstag noch im Zweifel ist, ob man zu den neuen Steuerprojekten ja oder nein sagen soll, zeigt das Volk, wenige Schritte vom Reichstag entfernt, daß es sich selbst gegen zu hohe Steuern schützen kann. Nicht als ob es die Steuern verweigerte, oder gar eine Revolution versuchte, Gott bewahre, es geht Alles höchst gesetzlich zu, nur daß es schwerlich dem Lande zum Vortheil gereicht. Mögen die Herren Volksvertreter, ehe sie zur Abstimmung gehen, nur jeden Morgen die wenigen Schritte weiter bis zum Potsdamer Thore gehen und sich die Schaaren von Auswanderern ansehen, welche das Vaterland verlassen, um im fernen Westen Das zu finden, was sie bei uns vergeblich suchen,— ein genü⸗ gendes Auskommen. Es sind kräftige Gestalten, oft eiwas hohlwangig, aber man sieht ihnen an: wenn sie gute Nahrung erhalten, so können sie auch gut arbeiten, und an ihnen liegt es nicht, wenn sich für sie in der Heimath kein Platz findet. Schlesien, Posen, Preußen und Pommern stellen ihr Contingent, und es ist fast, als ob ein Wett— streit stattfände, welche Provinz die meisten Menschen nach Amerika sendet. Wahrlich, das Herz blutet einem guten Patrioten bei dem Anblick so vieler Mitbürger, die ihr Vaterland, das sie durch ihre Arbeit und durch den eigenen wachsenden Wohl— stand unterstützen könnten, verlassen, weil dieses Vaterland mehr Unterstützung verlangt, als sie leisten können oder wollen. Und diese Leute ver— lassen ihr Vaterland nicht gern, das sieht und hört man täglich, es treibt sie die Noth, und diese Noth spricht deutlicher als alles Andere: Keine neuen Steuern!“ — Die König empfing die internationale Sanitätsconferenz. In seiner die Aufgabe der— selben und ihre Wirksamkeit in anerkennendster Weise würdigenden Ansprache sprach er die Hoff⸗ nung aus, daß den jetzigen, freien Antrieben ent— sprungenen Berathungen über Neutralität und Sanitäts pflege im Kriege eine vollständigere Re— gelung gelingen werde, als bieher auf dem Wege des Staatsvertrags möglich gewesen sei. — Die„B. B.⸗Ztg.“ schreibt: Wie man in Reichstagskreisen vernimmt, ist Seitens des Zollbundespräsidiums der Zusammentritt des Zoll⸗ parlaments für den 1. Juni d. J. in Aussicht genommen. — Der König nimmt sicherem Vernehmen zu⸗ folge Anfangs Juli wieder einen mehrwöchentlichen Aufenthalt in Bad Ems. Frankfurt. Die königl. preuß. Regierung hat die Genehmigung zu den Vorarbeiten für einen Rhein⸗Main⸗Kanal, der Frankfurt zu einem Rheinhafen machen wird, ertheilt, doch können sie erst im Herbst nach Räumung der Felder vor⸗ genommen werden. Die Kosten der Anlage sollen durch Zeichnungen des hiesigen Handelsstandes bereits großentheils gedeckt sein. Bayern. München. In der Abgeord⸗ netenkammer hat bei der Berathung der Militär- Gerichts Ordnung die beantragte Ueberweisung gemeiner Verbrechen an die Militärgerichte die verfassungsmäßige Zweidrittelmajorität nicht er⸗ langt. Der Kriegsminister spricht sich in Folge dessen dahin aus, daß das Gesetz nicht zu Stande kommen werde, Baden. Mannheim. Durch die neue Rheinschifffahrtsaete vom 17. Oct. 1868, deren Ratificationsurkunden am 18. hier ausgetauscht worden sind, wird die Freiheit der Schifffahrt für den ganzen Lauf des Rheins und seine Mündun⸗ gen vertragsmäßig verbürgt. Die Beseitigung der Aheinschifffahrtabgaben war zwar schon in ein⸗ zelnen Friedensverträgen des Jahres 18656 stipulirt, aber ein förmlicher Verzicht auf deren Erhebung Oesterreich. Wien. In der Sitzung des Unterhauses wurde die Generaldebatte über das Volksschulgesetz geschlossen. Nach einer glän⸗ zenden, mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede des Unterrichtsministers Hasner wurden die auf Zurückweisung des Gesetzes an den Ausschuß zur Umarbeitung und auf Uebergang zur Tages- ordnung gestellten Anträge mit großer Majorität abgelehnt. — Die kaiserliche Genehmigung für den Bau von drei neuen Schraubenfregatten ist erfolgt. Zwei derselben,„Erzherzog Albrecht“ und„Cu— stozza“, werden gepanzert; die dritte, Graf„Ra— detzky“, wird, wie die untergegangene Fregatte gleichen Namens, die sie ersetzen soll, nur ein Holzschiff sein. Die Kosten der ersteren sind auf je 2½ Millionen Gulden veranschlagt. Alle drei werden auf dem Werfte von Tonello in Triest gebaut. 5 Pest. Der Reichstag wurde am 24. d. vom Könige durch eine Thronrede eröffnet, welche mit großem Beifall aufgenommen wurde. Der Schluß derselben lautet:„Wir stehen allen Schwierig- keiten einer wichtigen Uebergangsperiode entgegen. Von den Traditionen der Vergangenheit ist auf— zugeben, was unhaltbar, und es sind die den neuen Ideen entsprechenden Institutionen zu schaffen. Der richtige Sinn der Nation für Mäßigung wird auch den richtigen Weg treffen, welcher sie den Segnungen einer schönern Zeit entgegenführt. Die sreundschastlichen Beziehungen zu den auswärtigen Mächten gewähcen die zuverlässige Aussicht, daß der Friede und die Ruhe, welche zur Durch— führung der Reformen nöthig, ungestört bleiben werden.“— Auf der Königsburg wurde neben der königlichen die ungarische und eroatische Fahne aufgehißt. Schweiz. In Chauxdefonds hat Abbe Gauthier im Auftrag des Bischofs mittelst An— schlags an der katholischen Kirche als Antwort auf den letzten Erlaß der Regierung(Absetzung des katholischen Pfarrers durch den Staatsrath), den katholischen Cultus bis auf Weiteres suspen— dirt; kein Priester darf in der Kirche funetioniren; die Kirche bleibt geschlossen und es ist jede Cere⸗ monie untersagt; Kranken sollen die Saeramente durch Priester aus der Nachbarschaft gespendet werden. Also ein vollständiges Interdikt! — Das schweizerische Schützen Comite hat an den deutschen Schützenbund folgenden Aufruf erlassen: „Deutsche Schützen! Im Monat Juli l. J. feiert das Schweizerrolk sein dreiundzwanzigstes eidgenössisches Frei— schießen, und zwar dießmal in Zug, einem der acht alten Orte und dem kleinsten Cantone der Eiogenossenschaft. Wir haben Euch und den festgebenden Wienern speciell schon durch unseren Abgeordneten zum dritten deutschen Bundesschießen Gruß und Ruf aus der Schweiz gesendet, und Ihr habt, unter lautem Beifall und Hochrufen, gleich sam als Zeugen der Zustimmung Eurer Herzen, die An— nahme derselben feierlich ausgesprochen. Dennoch erneuern wir unseren Ruf und Gruß und laden Euch ein zu unserem Nationalfeste. Es ist das ein Fest eines wahrhaft freien und einigen Volkes, eines freien und einigen Vatee⸗ landes, wie die Schweizer es allen Völkern wünschen. Es ist iusbesondere für unsere stammverwandten deutschen Brüder ein sprechendes Zeugniß und ein lebendiges Bild im Kleinen, der Zukunft, für ein unter dem Banner der Freiheit geeinigtes großes Deulschland. Wir bitten Euch, uns rechtzeitig die Zahl der Fefibesucher mittheilen zu wollen, damit wir, soviel es unsere Verhältnisse gestatten, wegen denen wir Euch zum Voraus um gülige Nachsicht bitten müssen, für Euren Empfang die erforderlichen An⸗ ordnungen treffen zu können. Das eiogenössische Frei⸗ schicßen beginnt am 11. und dauert bie und mit dem 21. Juli. Recht zahlreiche Theilnahme von Seite der deulschen Schützen an unserem Feste erwartend, zeichnen mil Schützengruß und Handschlag Namens des Organi⸗ sationscomite der Präsident: J. F. Wyß. Der Seerktaͤr: A. Zürcher. Zug, im April 1869.“ Frankreich. Paris. In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers vom 21. d. ging es wieder einmal ziemlich stürmisch zu. Als Glais— Bizoin den Antrag stellte, daß das Postporto für ganz Frankreich von 20 auf 10 Centimes redueirt werden solle, und eine Anspielung auf die 45 Millionen der Civilliste des Kaisers machte, welchen er den ersten Beamten des Kaiserzeichs nannte, wurde der Staats-Minister Rouher derb und er⸗ von Seiten säwmtlicher Userstaaten, Frankreich klärte mit Vehemenz, daß er nicht dulde, daß man und die Niederlande eingeschlossen, ist erst durch vor ihm dergleichen Anspielungen mache. Glais— gegenwärtigen Vertrag erreicht. Bizoin trat hierauf für ein anderes Amendement ein, welches die Abschaffung des Octrois verlangt. Rouher bekämpfte dasselbe mit äußerster Lebhaftig⸗ keit und behauptete, daß das Oetroi die gerechteste und beste aller Steuern sei. Picard wirft ein, daß Rouher nicht immer die nämliche Sprache geführt, und Jules Simon, der für die Herab⸗ setzung des Octrois eintritt, erklärt, daß der Staats⸗Minister mit Injurien, aber nicht mit Gründen geantwortet habe. Belgien. Brüssel. Die„Etoile belge“ schreibt der diesseitigen Regierung die eventuelle Absicht zu, die Entscheidung des Confliktes mit Frankreich einem Schiedsgerichte der europäischen Mächte zu übertragen. Frore Orban, der hier erwartet wird, soll nächsten Dienstag der Kammer seine Aufklärungen geben.— Die Unterhandlungen mit Frankreich sind als beendigt anzusehen, wenn Frère Orban ohne Resultat abreist. Auch hofft der Kaiser, der eine Lösung der Frage wünscht, Hrn. Frere Orban noch zurückhalten zu können. Spanien. Madrid. In der Sitzung der Cortes erklärte Olozaga, Frankreich werde die Entscheidung der Cortes in Betreff der künftigen Regierung achten. Italien. Florenz. Die Deputirtenkammer genehmigte die Postconvention mit Frankreich. Die Regierung kündigte Verhandlungem mit Spanien wegen einer Postconvention an. Wegen der Mailänder Vorfälle interpellirt, erklärte der Minister des Innern, die aufgefundenen Waffen und Documente bewiesen, daß die Leitung im Auslande ihren Sitz habe. Ein gefährlicher Zu— sammenhang scheine zu bestehen zwischen dieser Verschwörung und anderen Anschlägen in Italien. Die Truppen zeigten sich sehr geneigt, die bedrohte Ordnung und Freiheit zu vertheidigen. Der Minister beklagte, daß es noch Jemand gäbe, der glaube, Italien könne der Schauplatz von Ver⸗ schwörungen sein. — Untersuchungen haben ergeben, daß die Mailänder Verschwörung von Mazzinisten aus- geht; Garibaldianer sind nicht betheiligt.— Das mazzinistische Centralcomite, welches mit Mailand in Verbindung stand, ist hier entdeckt worden. Die Polizei confiscirte eine Anzahl Waffen, Bomben und Proklamationen und verhaftete mehrere Personen. Rom. Der Papst hat unter dem 11. d. ein apostolisches Schreiben erlassen, mit welchem allen Christgläubigen ein vollkommener Ablaß in Form eines Jubiläums aus Anlaß des allgemeinen Concils verliehen wird. Friedberg. Am Samstag Nachmittage verlor ein Bahnarbeiter im hiesigen Bahnhose auf schaudervolle Weise sein Leben. Zwei hier kreuzende Züge befanden sich nämlich im Bahnhofe. Als erwähnter Arbeiter von einem derselben zum andern quer über die Schienen eilen wollte, glitt er aus und stürzte gerade auf den Schienenstrang. In dem⸗ selben Momenk'setzte sich der eine Zug in Bewegung und ehe noch der zu Boden Gefallene sich wieder aufraffen konnte, sahen die Umstehenden die Locomotive über ihn weggehen und eine schrecklich verstümmelte Leiche lag vor ihren Blicken. Der Unglückliche, aus dem nahen Fauerbach ge⸗ bürtig, wird allgemein als ein braver und fleißiger Bursche belobt. Eine zahlreiche Leichenbegleitung folgte denn auch am Sonntag Nachmittage seinem Sarge zum Friedhofe in Fauerbach. Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober⸗ hessen hat in seinen öffentlichen Sitzungen vom II. Quartal l. Is. nachbemerkte Straferkenntnisse erlassen: 1) Am 5. April gegen Heinrich Steck von Wallenrod, wegen ausgezeichneten Diebffahls, Landstreicherei und Confina⸗ tionsbruchs, geschärfte Correctionshausstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten, sowie Stellung unter polizeiliche Aussicht auf die Dauer von 2 Jahren.— 2) am 6. April gegen Wolf Meininger aus Mittelgründau, wegen Gewalithälig⸗ keit, Correctionshausstrafe von 6 Monaten.— 3) am 7. April gegen Johannes Klee aus Queck, wegen Brand⸗ stiftung, geschärfte Zuchthausstrafe von 4 Jahren.— 4) am 9. April gegen Heinrich Schäfer von Beltershain, wegen Diebstahls und Landstreicherei, geschärfte Zuchthaus⸗ strafe von 2 Jahren und 3 Monaten.— 5) am 10. April gegen Johannes May III. von Nieder⸗Mörlen, wegen doppelter Ehe, Zuchthausstrafe von 2 Jahren.— 6) am 12. April gegen Bernhard Schmidt von Gambach, wegen Verführung zur Unzucht Zuchthausstrasfe von 5 Jahren. — 7) am 13. April gegen Peter Joseph Witzel von Nieder⸗Mörlen, wegen Körperverletzung mit lödtlichem Erfolg, Correctionsyausstrafe von 2 Jahren.— 8) am 14. April gegen Johannes Fölsing vou Wallenrod, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, Zuchthausstrafe von 2½ Jahren.— 9) am 16. April gegen Johannes —— verloren man, daß aufer ell Anerhielt ß kenne den, im Vertral user entf Ind mach Schutzleus Diesem m ein, den bolle das zu begeg Anzeiger Ansprüch — 9 1265 D soll in d Klastersch I. Stan 122 8 2³ 350 öffentli Hu — im Dor 1200 8 Hinterer t dünscht, 1 flönntn. Aung der derde die künftigen enlammer Frankreich. gem mit . Wegen klärte der 1 Maßen ung im icher Zu⸗ en dieser n Jalien. t bedrohte n. Der gabe, der — N. den Ber. daß die sten aus ⸗ — Das Mailand worden. Waffen, u uchrete 1. d. ein hem allen in Form Igemtinen —— verlot ein relle Weise sich nämlich m deiselben lu, gli et In em- gung 110 en konne, wegathen vet Wien ttach ge⸗ fleißiger ung folgte Sorgt zum rin Ober · Il. Dunn „) Am 0, wezen ö—— 2 Jahre Nan der gegen sie wegen Bestechung erhobenen Anklage— da Grill III. von Ober⸗Rosbach, wegen versuchter Vergiftung, Zuchthausstrafe von 8 Jahren und 10) am 20. April gegen Georg Schmelz III. von Großen- Linden, wegen Mordversuchs, Zuchthausstrafe von 8 Jahren. Dahingegen wurden: 11) am 8. April Ludwig Schmidt von Betzenrod und Anna Maria, Johannes Vöhl's Ehefrau von da, von der gegen sie wegen Meineids, resp. Ver⸗ leitung zu diesem Verbrechen, sowie wegen Diebstahls erhobenen Anklage— nachdem die Geschworenen auf die ihnen vorgelegten Fragen ein„Nichtschuldig“ erklärt hatten — freigesprochen.— 12) am 15. April Flurschütze Georg Pfaff von Fraurombach und Friedrich Fischer von da, von hinsichtlich des Vergehens, wegen dessen die Geschwornen ein„Schuldig“ ausgesprochen hatten, die Verjährung bereits eingetreten war— ebenfalls freigesprochen. Frankfurt. In der Nacht vom Freitag auf Samstag brach in einem der engsten und dichtbevölkertsten Stadt— theile, in der Steingasse, Feuer aus. Dasselbe war in dem Erbdgeschosse entstanden und verzehrte, ehe die Be wohner sich reiten konnten, die Stiegen. Nur mit großer Mühe gelang es, die Insassen mit den Rettungsapparaten dem Flammentod zu entreißen. Frankfurt. Ueber die Einlieferung der dieser Tage verloren gegangenen 50.000 fl.(nicht 15,000) erfährt man, daß der Finder sich gestern Morgen mit dem Aus— laufer eines Bankhauses über die Verwerthung der Papiere unterhielt und dabei zuerst die Aeußerung fallen ließ, er kenne den, welcher das Geld gesunden und später ganz im Vertrauen sagte, er selbst sei der Finder. Dec Aus— laufer entfernte sich bald darauf, begab sich auf die Polizei und machte die Anzeige. Sofort machten sich mehrere Schutzleute auf den Weg zur Wohnung des Finders. Diesem mochte es inzwschen warm um das Herz gewesen sein, denn er hatte sich in hastiger Weise eingefunden, holte das Päckchen und trug es, ohne den Schutzleuten zu begegnen, zum Polizeipräsidium. Der Finder wie der Anzeiger sollen nun beide auf die ausgesetzte Belohnung Anspruch machen. l Feinde und Freunde des Maulwurfs. Geitschr. d. 1. Centr.⸗Ver. d. Prov. Sachsen.) Zu den ersteren zählen noch viele kleine Land⸗ wirthe, und aus diesen Kreisen geht jetzt der Re- daction eine Mittheilung zu, nach der eine und dieselbe Gemeinde, welche in einem der letzten Jahre viele Tausend Thaler Schaden an Enger— lingsfraß zu beklagen hatte, im gleichen Jahre aus der Gemeindekasse eine gewisse Summe für — Wegfangen von Maulwürfen zahlte. Diese Thatsache spricht für sich, soll deßhalb hier nicht anderweit erörtert, sondern einfach folgender That— sache entgegengestellt werden: Im vorjährigen Juliheft der„Zeitschrift des Vereines für die Rübenzucker-Industrie“ berichtet Gutsbesitzer Herr Jung auf Sonnenburg bei Freienwalde über die Vertilgung der Maikäfer, wie deren Larven, und spricht die Ansicht aus, daß das Auflesen der Engerlinge hinter dem Pfluge wegen der verschie— denen Höhe und Tiefe, in der die Engerlingt hausen, wenig fruchte, während der Maulwurf, in genügender Menge vorhanden, das Uebel gänzlich heben werde. Hiervon sei er so entschieden über— zeugt, daß er bereits öfter 5 Sgr. per lebenden Maulwurf geboten habe, ja er erkläre sich jetzt bereit, 1000 lebende Maulwürfe à 10 Sgr. per Stück acceptiren zu wollen, die er sodann auf seinem Areal vertheilen werde. Hierzu spricht Herr Jung die bekannten, von der Naturforschung ermittelten und von der Erfahrung bestätigten Gründe für das nützliche Thier wie folgt aus: „Der sonst so ungemein gefräßige Maulwurf schadet den Pflanzen nur ganz unwesentlich; er frißt keine, und lockert bisweilen den Boden ganz nützlich auf. Dagegen vermag er ohne Zweifel täglich mindestens 25 ausgewachsene Engerlinge oder junge Maikäfer zu verzehren und diese das ganze Jahr hindurch in der Erde, säßen sie hoch oder tief, zu verfolgen; außerdem vertilgt er alle übrigen schädlichen Larven, den Regenwurm und die Maul- wurfsgrille. Befände sich auf jedem Morgen eines Besitzers von Wald und Feld ein Paar Maul- würfe, welches sich vier Jahre hindurch vermehrte, und rechnete man die Portionen zusammen, die eine solche Familie und deren Nachkommenschaft in der Engerlings-Vegetationszeit verzehrte, so würde man finden, daß kein Maikäfer noch an's Maienlaub würde avanciren können. Der Maul- wurf bringt jährlich 3—4 Junge; die Vermehrung im vierten Jahre bis auf 40 gerechnet, würden 10 Maulwürfe in 4 Jahren pro Morgen ergeben. Frißt ein Maulwurf im Verwandlungsjahr des Engerlings 25 Maikäfer und Engerlinge, so frißt er unfehlbar im 3. Engerlingsjahre 50, im zweiten 75 Stück im ersten aber mindestens 100 Eier und kleise Engerlinge, also etwa 50 Stück durchschnittlich pro Tag; hieraus ergeben sich 10450 4365 182,500 Stück pro Morgen. Ich sammelte von 60 Morgen 1 Mill Engerlinge; diese Maulwürfe würden 6084182,500 10,950,000 vertilgen; ich glaube aber nicht, daß so viele vor— handen gewesen sein würden.“ Holz⸗Versteigerung. 1255 Donnerstag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, soll in den Fürstlichen Walddistricten Schweinahl und Klafterschlag bei Langsdorf J. Stamm⸗ und Stangenholz von 6—56 Cb.⸗Fuß f Inhalt und zwar: 122 Slück Eichen mit zusammen 1130 Cubikfuß, 23„ Buchen„ 1 44 4 18„ gemischtes Holz„ 244 55 120„ Nadelbolz 5 500„ II. Brennholz und zwar: 1½ Stecken Buchen⸗Nutzholz, 180 Prügelholz, 23 5 Gichen⸗ 5 53„ Eichen-, Buchen- u. gemischtes Stockholz, 330 1„ und 121 Schichten desgl. Reiser öffentlich verkauft werden. 9 f Hungen am 21. April 1869. Fürstliches Rentamt Dem me. Holz ⸗Versteigerung im Domantalwald der Oberförsterei Hoch-Weisel. 1210 Donuerstag den 29. d. M. werden im District Hinterer Köppel, Rothlauf und Thierberg versteigert: 130 Stecken Buchen⸗ u. 5 Stecken Eichen Scheitholz, Aspen⸗Prügelholz, 85* 7„ 2 17 5 5 2 17„ Eichen Steckbolz, 5100 Wellen 15„200 Wellen Aspen-Reis holz, 4 Stück Eichen u. 10 Stück Buchen⸗Stammholz bis zu 20“ mittl. Durchmesser und 25“ Länge, Zahlungsfrist bis 1. October d. J. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung um 9 Uhr Morgens an der Försterswiese am Distriet Hinterer Köppel. Münster am 15. April 1869. Großherzogliche Oberförsterei Hoch⸗Weisel So mmer. Erbauung von Kugelfängen. 1305 Samstag den 1. Mai, Vormittage 11 Uhr, wird die Erbauung von 3 Kugelfängen, in circa 67,44 Cubikklafter Erdaufwürfen bestehend, durch Sou mission in Accord gegeben, worüber die näheren Be⸗ dingungen auf dem Bürkau der Garnison⸗Verwaltung eingesehen werden können. Friedberg den 25. April 1869. Großherzogliche Garnison-Verwaltung Nil sich weultz. Hofraithe⸗Versteigerung. 1303 Mittwoch den 12. Mal d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die den Christian Han⸗ steln's Eheleuten zustehende Hofraithe mit Scheuer und Oecconomiegebäuden auf dem Haagk dahler nochmals öffentlich meistbtetend versteigert werden unter dem Anfügen daß bet dieser letzten Versteigerung dem Meist— bietenden ohne Rücksicht auf den Taxationswerth die Genehmigung ertheilt wird. Frtedberg den 26. April 1869. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg Main⸗Weser-Bahn. Bekanntmachung. 1292 Die zur Erbauung von 9 Wetschenwärrterhausern auf Großherzoglich Hessischem Gebiete der Main-Weser⸗ Bahn erforderlichen Arbeiten und Lieferungen von Maurermaterialien sollen im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Offerten sind mit der Ausschrift: „Submission auf Arbeiten(oder auf Lieferung von Maurermatertalien) zur Erbauung von Weichenwärterhäusern“ bis zum Submissionstermin, Montag den 3. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, bei unterzeichnetem Betriebs-Inspector einzureichen, in welchem dieselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten eröffnet werden sollen. Später eingehende Offerten bleiben unberücksichtigt. Die Pläne, Voranschläge und Bedingungen können auf dem Büreau des Unterzeichneten und auf der Station Friedberg eingesehen werden. Frankfurt a. M. den 22. April 1869. Der Königliche Betriebs-Inspector Nahm. Bekanntmachung. 1301 Die am 22. I. M. in dem Gräflichen Revier Bainhards abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erfte Fahrtag auf Donnerstag den 29. l. M. anbtraumt. Wickstadt den 23. April 1869. Gräfliche Oberförsterel Assenheim Schal las. Holz⸗Versteigerung. 1293 Freitag den 7. Mai l. J., Morgens 10 Uhr, sollen in verschisdenen Otstricten des Cleeberger Gemeinde-⸗Markwaldes 156 Stück Nadelholz-Stämme von 1255 Cubikfuß, zum Bauen geeignet, 701 Stück Nadelholz-Gerüsthölzer zu Dachsparrn geeignet, 3½ Klafter gemischtes Prügelholz, 2000 Stück verschledene Sorten Wellen versteigert werden. Ote Zusammenkunft ist um 9 Uhr in Weiperfelden. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be— kanntmachung ersucht. Cleeberg den 24. April 1869. Vilehmann, Bürgermeister. Lehrlings- Gesuch. 1296 In einem Frankfurter Handlungshause(Colontal— waaren- und Landesproducte en gros& en detail)(t ist für einen jungen Mann aus guter Familie eine Lehrlingsstelle fret geworden und wollen Bewerber bei der Exped. d. Bl. die Adresse erfragen und dahin ihre Fah a l. schriftlichen Offerten einsenden. Bekanntmachung. 1306 Donnerstag den 29. l. M., Vormitiags 8 Uhr anfangend, sollen im Gemeindewald Nieder⸗Rosbach 80 Haufen Streulaub und 6 Haufen Haide meistbietend versteigert werden, Die Zusammenkunft ist in der Waßdel am Steinbruch. Nieder⸗Rosbach am 26. April 1869. Großberzogliche Bürgermeisterei Nieder-Rosbach Jo st. 1304 Bei Bindernagel& Schimpff in Fried⸗ berg ist vorräthig: Unification oder Führer zur Umwechslung Oesterreichischer Obligationen ꝛc. ꝛc. Preis: 21 ke. Zu vermiethen 1309 ein möblirtes Zimmer in der Burg. bet der Exped. d. Bl. Auserlesene gelbe Kartoffeln 1307 mit blauen Augen, pr. Malter zu 1 fl. 45 kr., hat zu verkaufen Bruchenbrücken. Lehrer Maul. Tüchtige Weißbinder Näheres 1300 sucht J. Schmitt auf dem Haagk in Friedberg. 1261 Bei Landwirth F. Becker in Ginsheim, Kreis Groß⸗Gerau, stehen 3 Original-Verner- Kaselochsen zum Veikauf. Für den Sprung wird garantirt. Schwarze seidene Halstücher, 381 sowie farbige Umknüpftücher und Foulards bei K. Friedrich, neben der Post. Die als vorzüglich dekannte * 55— 0 29 Schwarze Kaiser-Cinte ist in Flaschen à 8 und 14 kr. ssets zu haben bei Bindernagel 8 Schimpff. *„Der Volksarzt“, Wochenschrift für Er ⸗ fahrungsheilkunde. Unter diesem Titel erscheint in Leipzig ein neues Blatt, von dem uns eine Probe— nummer vorliegt. Nach dieser auf die folgenden Nummern zu schließen, kann dies Blatt auf's Beste empfohlen werden. Die uns vorliegende Nummer enthält des Beletzrenden mehr, wir wollen indeß nur des einen Aussatzes erwähnen: „Die Hämorrhoiden und deren leichte Heilung“. In den nächsten Nummern werden Belehrungen versprochen über Heilung der Magen, Nerven- und Augenkrankheiten, der Bleichsucht, der Epilepsie und des Veitetanzes.— Der Preis für 13 Nummern(wöchentlich eine) ist nur 48 kr. und kann die Zeilschrift durch die Post und auch durch den Buchhandel bezogen werden. 1308 von heute Abend an. Carl Preußer. Stempelfarbe in Stangenform, für öffentliche Büreaus, Hürgermeistereien, Kaufleute u. s. w. zum Abstempeln von Urkunden und Briefen. Diese Stempelfarbe wird in Stangen gellefert und ist eine confistente Masse, vermöge welcher dieselbe, gegenüber der unsaubern Benutzung sowie der ungleichmäßigen Abdrücke der Stempelfarbe in Krügen, Flaschen, nicht zu verkennende Vortbeile darbietet, die beretts von Allen anerkannt wurden, die diese Stempelfarbe benutzten. 8 Auf Tuch, wesches keine langfaserige, sondern elne kurz geschorene Oberfläche hat leicht aufgefirichen, giebt sie einen glänzenden, saubderen Abdruck von stets egaler Farbe ohne Fettränder, welcher schneller als jene Delabdrücke trocknet. b „Sollten Stempeltücher, die wir auf Verlangen, auf Pappdeckel aufgezogen, zum Selbstkostenpreise liefern, durch zu starkes Aufftreichen untauglich gemacht sein, so genügt ein einfaches Erwärmen, worauf sie sofort wieder benutzt werden können. g Diese Stempelmasse ist in schwarzer, blauer und rother Farbe per Stange zu 21 kr. zu haben bei Bindernagel& Schimpff. Die Kunst- Färberei, Druckerei und Wäscherei Z von J. Küchel in Homburg v. d. H. 1137 empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Agenturen, wo Muster zur gefölligen Ansicht offen liegen und Bestellungen prompt und rasch besorgt werden, befinden sich in Friedberg bei Herrn Schäfer, Messerschmied. in Butzbach bei Herrn B. Küchel II., Gerber. Unser Gesundheits Caffee, 1312 vier Mal billiger als Bohnen⸗Caffee und doch diesem an Geschmack fat gleich, wird Arztlicher Seits empfohlen von den Herren: Sanitäts Rath Dr. Lutze in Cötben, Dr. Jahr in Ports, Dr. Schmidt, Oberstabsarzt in Fulda, Dr. Sack, Curarzt ein Wiesbaden, Dr. Preußendorf, Kreis⸗Phyfikus in Kosten. Dr. Giersdorf in Berlin, Dr. Peters, Badearzt in Bad Elster, Dr. Gerster in Regensburg, Dr. med. May in Großröhrsdorf, Rud. Hemala, pract. Arzt in Wischau(Mähren). Dr. Stammer in Bochnia. Dr. v. Gymnich in Willna, Dr Geiser in Langenthal, Canton Bern, Dr Mende in Winterthur, Dr. Volz in Interlaken, Professor Rapp in Rottweil. Es werden aber zur Täuschung des Publikums allerlei Surrogate in nachgeahmten Etiquetts unseres echten Gesundsheits-Caffees verkaust. Die Nachahmung geschieht in der Weise, daß es da heißt:„nach“ Krause& Co.,„nach Vorschrift des Dr. Lutze“, oder auch, daß nicht Nordhausen, sondern ein anderer Ort benannt ist. Wer daher unseren echten Gesundheits⸗Caffee gebrauchen will, möge genau darauf achten, daß unsere Fabrik einzig und allein in Nordhausen am Harz sich befindet und daß auf den Etiquetts gedruckt fiehe: „Gesundheits-Caffee von Krause& Co. in Nordhausen am Harz.“ „Wo nicht unzweifelhaft unser Gesundsheits⸗Caffee zu haben ist, beliebe man sich gefälligst direet an uns zu wenden. ö. 2 Der nach meiner Vorschrift in der Fabrik von Krause& Co. in Nordhausen am Harz bereitete homöopathische Gesundheits Caffee hat im Laufe der Zeit seiner empfehlenswerthen Eigen⸗ schaften halber immer größere Anerkennung und Ausbreitung im In- und Aussande erlangt. Da derselbe jedoch aus gleichem Grunde vielfache Nachahmung gefunden, so wiederhole ich hiermit ausdrücklich:„daß der don mir beaufsichtigte echte Gesundheite-Caffee nur in der oben bezeichneten Fabrik zu Norbhausen am Harz(an keinem anderen Orte) angefertigt wird, und daß dies die einzige Fabrik ißt, der ich ein Alte st darüber ausgestellt babe.“ Sollten andere Fabriken ein solches mit meiner Namensunterschrift abdrucken lessen, so wäre dies eine Fälschung! Dr. Arthur Lutze, Sanitätsrath, in Cöthen. Nachdem ich von dem Geschmacke und den rein nährenden, absolut unarznellichen Bestandtheilen des von den Herren Krause& Co. in Nordhausen am Harz nach den dlätetischen Grundsätzen Hah ne⸗ mann's berelteten sogenannten homöbopathischen Gesundheits Caffee genaue Kenntniß genommen, kann ich denselben mit dem besten Wissen und Gewissen als ein eben so angenehmes und nahrhaftes, wie auch durch⸗ aus gesundes und mit elner homsopathischen Cur in feder Hinficht vollkommen verträgliches Getränk anempfehlen, von dem nur zu wünschen ist, daß es immer allgemeiner werden und den für die Nerven so schädlichen Bohnen⸗ Caffee, sowie nicht minder die den Augen und dem Magen so nachtheilige Cichorie je mehr und mehr verdrängen möge. Paris, 1866. Dr. G. H. G. Jahr. Mit! ingerster Ueberzeugung kann ich der allgemeinen Einführung Ihres Gesundheits⸗Caffee's das Wort reden. Derselbe iß ein vortreffliches Surrogat des indtschen Caffee's, dabei nahrhaft und den Nerven unschädlich. Als Zusatz benimmt er dem indischen Caffee viel von setuer aufregenden Wirkung und unterflützt die Verdauung. Herren Krause& Comp. in Nordhausen am Harz. Dr. Sack, Curarzt zu Wiesbaden. An Magenkrampf, Verdau- 8 82 9 7 ür israel. Gemeinden. ungsschwäche ꝛc. Leidenden 8 el. G 1295 Ein sehr tüchtiger israel. Lehrer und Cantor,— der alten und neuen Sprachen kundig— sucht unter be⸗ scheidenen Ansprüchen bei einer gebildeten Gemeinde Stelle. Franco⸗ Offerten unter F. Z. 237 befördert die Annoncen ⸗ Expedition von G. L. Daube& Cie. in Frankfurt a. M. 80 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr. med. Doecks empfohlen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apothetler Doeeks in Barnsdorf (Dannover) verabfolgt. Eichen ⸗ Bauholz 1299 hat zu verkaufen Nleder⸗Wöllstadt. Heinrich Bausch I. 1294 Wie man sich und die Seinen sicher gesund er⸗ halten und nach Erkrankung schnell und in einfachster Weise wieder heilen kann, das lehrt die wöchenteich in Leipzig erscheinende Zeitschrift„Der Volksarzt“, welcher durch alle Buchhandlungen und Postämter für 48 kr. pro Quartal bezogen werden kann. Einladung zum Preiskegelschieben. findet auf dessen neuer sehr egaler Kegelbahn vom 28. April l. J. an jeden Mittwoch und Sonntag Nach⸗ mittag von 3 Uhr an ein Preiskegelschieben statt. Paupt⸗ preis ein fetler Hammel, außerdem noch mehrere Geld⸗ eingeladen. Für gute Getränke ꝛc. ist ebenfalls gesorgt. Nieder⸗Mockstadt den 25. April 1869. Schöhl, Gastwirth. Confirmationsscheine zu allen Preisen bei. Bindernagel& Schimpff. Strohhüte 497 in schöner Auswahl billigst bei K. Friedrich neben der Post. . 7 ur Beachtung! 1244 Einem geebrlen Publikum in Friedberg und Umgegend die ergebene Anzeige, daß mein diesjähriger Tanz Cursus daselbst kurz kach Pfingsten seinen Ansang nehmen wird, wozu ich mich bestens empfohlen halte. H. Moseler, Tia ß e Ein Kanarienvogel 1302 ist Samstag Abend entflogen. Dem Wlederbringer eine gute Belohnung, Haagk Nr. 547 in Friedberg. Eine schöne Wohnung 1310 von 5 bis 6 Zimmern ꝛc. wird von Juli oder August an zu miethen gesucht. Anmeldungen bellebe man bei der Exp. d. Bl. zu machen. f Ein braves Dienstmädchen 1311 wird gesucht. Näheres zu erfragen bei Erust Philippi, Gerber. ür Consirmand 2* 8 Für Confirmanden. 1271 Mehrere Hundert Gesangbücher in verschiedenen Einbänden habe ich zum Verkaufe übernommen und setze dieselben, so lange der Vorrath reicht, zu sehr billigen Preisen ab. Mit Goldschnitt und gepreßten Decken schon von fl. 1. 6 kr. an. i Louis Weis sen Apotheken gegenüber. 1257 Die Aufbewahrung von Pelzwaaren übernimmt mit Garantie Bad Nauheim. G. Bayer, wohnhaft let Spengler Steuernagels Wiw. Fahrstraße Nr. 162. 95 Kirchen buchsauszüg e. Evangelische Gemeinde. Getraute: 7 22. April. Gustav Johann Heinrich Friedrich Wilhelm Weser⸗Bahn, Sohn des Ortsbürgers und Schreiner⸗ meisters zu Breidenbach im Köuigl. Preuß. Hinterland⸗ kreise Friedrich Bergen und Marie Magdalene Reuß, Tochter des hiesigen Gemeinderaths, Oekonomen und Gastwirths Konrad Reuß II. Getauft e: 18. April. Dem hiefigen Bürger und Ziegeleibesitzer Martin Leißner ein Sohn Johann Adam, geb. den 29. März. 18. April. Dem hiesigen Bürger und Schreiner- meister Jakob Friedrich Rausch eine Tochter Auguste Susanne Emilie, geb. den 20. März. 5 Beerd gte: 19. April. Jobs. Ochs II. aus Lanzenhain, Kreis Lauterbach, vormals Schuhmachermeister und Landwirth daselbst, 76 Jahre alt, den 17. Augufst. Katholische Gemeinde. Getraute: 15. April. Johann Georg Gräf von Deckenbach und Maria Todtenbier von Neuftadt. 20. April. Carl Amor Winter von Butzbach und Juliana Schmidt von Friedberg. Verantw. Red.: Hermann Schirapff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. 1297 Bei Gaffwirth Schöhl zu Nieper⸗Mockstadt preise. Kegelliebbaber werden zur Theilnahme höflichst Bergen, Bürger zu Gießen und Helzer bei der Wain⸗ 1 . 28 — 2 — — D* S S S = —