2 Dienstag den 26. Januar. M10. 5 93 7 W N 91 24 4 2 g 1 ö 0„ 1 9 er In 1. 9% 35— 5 1 39 19 15** 1 5 8 1 102 2 0 1 N 1 9* 9 3* 25 2 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Triedberger Jntelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 57 5 n 3. 2 Amtlicher& Betreffend: Die Sandgruden in den Gemarkungen des Kreises Friedberg. Frie dberg den 22. Januar 1869. 1 8** 0 D„oe 5 5 1.* 6 14 58 e 1 4 r 31 4 3 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche den in unserem Ausschreiben vom 29. Dez. v. J. in Nr. 1 des Oberhessischen Anzeigers von 1869 geforderten Bericht noch nicht erstattet haben, werden angewiesen dies unverzüglich zu thun. Ter a p p. Betreffend: Todesscheine von in Frankreich verstorbdenen Großberzoglichen Staato angehörigen. 5 riedbe rg den 21. Januar 1869. Want an die Großherzogliche Polizeiverwaltung Nauheim, den Polizei-Commissär zu Wickstadt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Von Seiten der Kaiserlich Französischen Regierung sind der Großherzoglichen Gesandtschaft in Paris unter Andern die Todesscheine der nachstehend verzeichneten, angeblich aus dem Großherzogthum Hessen stammenden Personen mitgetheilt worden, deren Identität jedoch nach den von Großherzoglichem Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern deßfalls eingeforderten Berichten der betreffenden Großherzoglichen Kreisämter nicht festgestellt werder konnte. Wir bringen daher auf Verfügung Großherzlichen Ministeriums des Innern vom 8. d. Mis. zu Nr. M. d. J. 188 das fragliche Verzeichniß unter dem Anfuͤgen zur öffentlichen Kenntuiß, daß, falls die Todesscheine nicht innerhalb eines halben Jahres reclamirt werden sollten, deren Rückgabe an die Kaiserlich Franzoͤsische Regierung erfolgen wird. ra pe J. Charpentier, Anna Maria, geb. Heimiger, angeblicher Geburtsort Mainz. 39 Japre alt, 7 zu Parie am 11. Februar 1864. 2. Menn, Sophte Katharina, geb. Fritz, angebl. Geburtsort Mainz, 19. Schmidt, Nicolaus, 52 Jahre alt, 7 zu Toulon am 19. Sep⸗ Brodverkäufertn, 44 Jahre alt, 7 zu Paric am 19. April 1864. tember 1865. 3. Gauthier, Felix, angebi. Geburtsort Mainz, Schuhmacher, 63 20. Emmel, Elisabeth, geb. Heßler, Taglöhnerin, 32 Jahre alt, 7 zu 18. Euler, Catharina, Straßenkehretin, 22 Jahre alt, 7 zu Paris am 12. September 1865 Jahre alt, 1 Jahre Alt, Tzu Parte am 21. April 1864 Paris am 2 October 1865. 4. Jacn, Junius Heinrich, angebl. Geburtsort Darmstadt, Straßen- Appel, Margaretha, Taglöhnerin, 32 Jahre alt, T zu Paris am fehrer, 19 Jaure ait, t zu Paris am 8. October 1864. 4. October 1865. 2 — 5. Ulehrig, Hermanna, Portefeuilleatrbeiterin, 23 Jahre alt, r zu zu 22. Nicolai, Elisabeth, Wittwe, geb. Goindron, angepl. Geburtsort Paris am 26. October 1864. Darmstadt, Taglöhnerin, 67 Jaht alt, T zu Paris am 6. Koppert, Sybilla, geb. Geisweiler, angebl. Geburtsort Mainz, 6. Oct. 1865. 74 Jahre alt, T zu Parts am 21. December 1864. 23. Müller, Elisabeth, geb. Herzberger, Straßenkehrerin, 29 Jaßpre 7. Nicolaus, Johann Helntich, angebl. Geburtsort Darmstadt, alt, T zu Paris am 15. October 1865. Straßenkehrer, 27 Jahre alt, 7 zu Paris am 11. Marz 1865. 24. Schultheis Johann, Straßenkehrer, 18 Jahre alt, 1 zu Paris 8. Rieb, Anna Maria, geb. Müller, angebl. Geburtsort Darmstadt, am 29. October 1865. Straßenkehrerin, 26 Jabte alt, T zu Paris am 13. Marz 1865. 25. Schultheis, Caspar, angett. Geburtsort Darmstadt, W. gaufseber, 9. Locher, Anna Charlotte, angebl. Geburtsort Mainz, 31 Jahre 24 Jahre att, 7 zu Paris am 30. October 1865. alt, T zu Paris am 24. März 1865 26. Horn, Martin, Korbflechter, 49 Jahre alt, 1 zu Paris am 11. 10. Merckel, Johann, Schneider, 71 Jahre alt, 1 zu Paris am 31. August 1866 März 1865 27. Kreiß, Conrad, Tirailleur bei dem franzoͤsischen Expeditionscorps 11. Souer, Ludwig, angebl. Geburtsort Darmstadt, 3½ Jahre alt, in Mexiko, 22 Jahre alt, 1 zu Orizaba am 9. September 1866. T zu Paris am 6. Juli 1865. 28. Lesage, Gabriel Peter August, angebl. Geburtsort Mainz, 12. Happel, Christina, Straßenkehrerin, 53 Jahre alt, 7 zu Parts Kaiserlich Französischer Hauptmann, 66 Jahre alt, zu Paris am 3. Mai 1865. am 22. Marz 1867. 13. Dinges, Heinrich, angetbl. Geburtsort Darmstadt, Lacktrer, 35 29. Hermann, Elisabeth, geb. Fach, Straßen kehrerin, 30 Jahre alt, Jahre alt, 7 zu Noisyle⸗Sec. am 11. Juli 1865. zu Patris am 6. Juli 1867. 14. Pater, Ellsabeth, angebl. Geburtsort Darmstadt, Haushälterin, 30. Weißensée, Bakthasar, angebl. Geburtsort Darmstadt, Gruben— 37 Jahre att, r zu Oran am 30. Juli 1865. reiniger, 30 Jahre alt, T zu Paris am 29. Juli 1867 15. Franz, Elisaberh, geb. Muller, Taglöhnerin, 24 Jahre alt, T zu[ 31. Schomberg, Conrad, 25 Jahre alt, T zu Paris am 4. Septem- Paris am 8. August 1865. ber 1867. 16. Wirtz, Mattia Dorothea Henriette, angebl. Geburtsort Mainz, 32. Herr, Jacob, angebl. Geburtsort Darmstade, Fremdenlegion, Govvernante, 51 Jahre alt, T zu Straßbucg am 8. September 1865. 45 Jahre alt, t zu Guelma am 16. September 1867. 17. Eller, Johann, Straßenkehrer, 22 Jahre alt, T zu Paris am 33. Schaefer, Martin, Taglöhner, 25 Jahre aft, zu Paris am 10. September 1865. 7. December 1867. We e e g Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und Resultate die landwirthschaftlichen Ortsvereine zu dem Bezirks. sonstiae Freunde der Landwirthschaft werden auf Samstag den und dem Provinzial- und Landesverein stehen e 30, Jayuar, Nachmittags 2 Uhr, zu einer landwirthschaftlichen Be. Eingeleitet von Herrn Dr. Henkelmann. echung hierher ergebenst eingeladen. 4) Warum soll der Landwirth Buch und Rechnung führen und wie Gegenstande dieser Besprechung sind: sind solche für kleine und mittlere Guter am entsprechendsten 1) Welches sind die wichtigsten Grundsätze, welche bei der Ver— einzurichten wendung künstlicher Dungmittel in Frage kommen? Auch bezuglich dieser Frage wird Herr Ur Henkelmann Eingeleitet von Herrn Ur. Henkelmann. bewahrte Ansichten guütigst mitthetlen. 2) Welche Ergebnisse sind durch den Mohnbau in unserer Gegend 5) Am Schlusse der Besprechung werden die Mitglieder der Section cizielt worden, welches ist die belsebteste Mohnforte und welches Butzbach gebeten, einen Ersatzmann zu der Commissson für ist die entsprechendste Unbaumcethode e Faselviehbesichtigung zu wählen. In welchen Verhaältnissen sollen zur Erzielung ersprießlicher Butzbach den 16. Januar 1869. Hech ler. Hessen. Darmstadt. Der Abgeordnete K. J. Hoffmann hat zu dem dringlichen An⸗ trage des Abg. Kempf die Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände betr. den weiteren Antrag gestellt: die Großh. Staatsregierung zu ersuchen, nachträglich den Art. 3 des Gesetzes vom 14. Aug. 1867 den von dem 2. Ausschuß der 2. Kammer seiner Zeit beantragten, von der Majorität der Kammer aber abgelehnten Zusatz: „wenn jedoch der Gesammtbetrag der hiernach von den Gemeinden zu übernehmenden Ent⸗ schädigung mehr als 10 Prozent der ganzen für das abzutretende Gelände zu entrichtenden Entschädigungssumme ausmacht, so ist dieser Mehrbetrag vom Staate zu tragen“, beizufügen und zu bestimmen, daß der Staat diesen Mehrbetrag auch für die bereits in Bau befindlichen Eisenbahnen, denen die Begünstigung dieses Gesetzes gewährt wurde, zu übernehmen habe. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben zufolge Allerhöchster Entschließung vom 20. d. M. den Geheimen Oberforstrath Baur zum Director der Ober-Forst- und Domänen. Direction zu ernennen und dem Oberforstrath v. Stockhausen den Charakter als„Geheimer Oberforstrath“ zu verleihen geruht. —. Bei sämmtlichen Telegraphenstationen im Gebiete des norddeutschen Bundes ist mit dem 1. Januar d. J. die Einrichtung getroffen, daß dem Empfänger einer Depesche, deren Rückantwort bezahlt ist, die für diese Rückantwort erstattete Gebühr beim Empfange der Depesche in baarem Gelde ausbezahlt wird. Hält der Empfänger einer solchen Depesche es nicht für nöthig, Rück— antwort zu geben, so ist ihm oder dem Absender der Depesche die für letztere bezahlte Gebühr auf diese Art nicht, wie früher, verloren. Preußen. Berlin. Ueber die Zeit des Zusammentritts des nächsten Reichstages sind die Angaben in den Blättern unbestimmt und einander widersprechend. Wie versichert wird, soll die Staatsregierung darüber einig sein, daß die Be— rufung des Reichstages vor Ostern unter keinen Umständen zu erfolgen habe. — Im Abgeordnetenhaus wurde der von Wölfel beantragte Gesetzentwurf, dahin lautend: „Das Eheverbot des preußischen Lanorechts wegen Ungleichheit des Standes ist mit allen Folgen aufgehoben“— mit großer Majorität angenommen. Hiermit wäre wieder eine ächt mittelalterliche Be— stimmung beseitigt. Fulda. Das„Fr J.“ meldet: In neuerer Zeit ist das Projekt einer Eisenbahn Verbindung zwischen Gießen ⸗Lauterbach-Schlitz entlang des Fuldathals nach Hersfeld aufgetaucht, dem die Absicht nicht ferne liegt, durch Realisirung dessel— ben die Strecke der Gießen⸗Fuldaer Bahn Lauter⸗ bach⸗Fulda in Abfall zu beingen und mit Umgehung Fuldas eine direkte Verbindung Gießen⸗Fulda(?) herbeizuführen. Die Stadtbehörde zu Fulda hat deßhalb beim kgl. Handelsministerium Einsprache erhoben, und, wie wir zuverlässig vernehmen, die beruhigende Antwort erhalten, daß an ein Ab- gehen von der vertragsmäßigen Richtung Gießen. Fulda nicht gedacht werden könne. Sachsen. Dresden. Der in letzter Zeit vielgenannte Generalmajor v. Hake ist jetzt auf sein Ansuchen pensionirt worden. — Ein von dem hiesigen Advokaten Fränzel ausgegangenes Begnadigungsgesuch zu Gunsten der October-Tumultuanten hat bie Wirkung gehabt, daß der König 16 derselben die bereits zuerkannte Strafe gänzlich erlassen und die Einstellung der gerichtlichen Untersuchung gegen 16 andere an- geordnet hat. Nur gegen 12 der Angeklagten wird das gerichtliche Verfahren weiter fortgesetzt. Das Recht der Begnadigung steht dem Könige nach 952 der Verfassung zu. Würtemberg. Der„Staatsanzeiger“ dementirt die Nachricht der„Hamburger Börsen— halle“ bezüglich der Ableistung der Militärpflicht von Würtembergern im norddeutschen Bundesheere. Baden. Das„Freiburger kath. Kirchen blatt“ veröffentlicht, wohl als Antwort auf die Staatsschrift des Geheimeraths Herrmann(„Das staatliche Veto bei Bischofswahlen nach dem Rechte der oberrheinischen Kirchenprovinz“) zwei päpstliche Breven, die keinen Zweifel darüber lassen, daß man in Rom nicht geneigt sein dürfte, den über die Wiederbesetzung des Freiburger Stuhles be— stehenden Zwiespalt zu schließen. Konstanz. Wie die„Augsb. Postztg.“ mit⸗ theilt, wäre von dem Bisthumsverweser Kübel am 14. d. die„große Ex communication“ über Bürgermstr. Stromaper dahier verhängt worden. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ erinnert wiederholt an die Nothwendigkeit einer definitiven Besetzung der vacanten Ministerpräsi⸗ dentenstelle in dem west-österreichischen Cabinet, da Graf Taaffe, der provisorische Chef desselben, nicht der Mann für einen solchen Posten sei. Sie bringt abermals den Grafen Anton Auersperg (Anastasius Grün) in Vorschlag. — Die„Presse“ meldet: Eine Circulardepesche der Pforte an die türkischen Gesandten spricht die Zufriedenheit dec Pforte mit der Conferenz aus. Die Pforte verzichtet, Angesichts der einstimmigen Verurtheilung des Verhaltens Griechenlands als völkerrechtswidrig, auf die punktweise Durchführung des Ultimatums. Eine weitere Demüthigung oder die Bekriegung Griechenlands überhaupt sei nicht beabsichtigt gewesen. Pest.„pesti-⸗Naplo“ sagt: Der ganze Feder— krieg der preußischen und der österreichischen Presse möge vergessen werden; in Oesterreich gebe es keine Cabinetspolitik mehr, der Landesherr wie das Volk wollen gleichmäßig den Frieden; Preußen sowohl wie Oesterreich brauchen denselben zur Consolidirung im Innern und sollten deßhalb einander darin nicht hinderlich sein 0 Frankreich. Paris. Herr Degeuve— Denuncques hat an den Senat eine Petition ge— richtet, durch welche er beantragt: 1) daß die dictatorialen Dekrete vom 22. Januar 1852, die den Prinzen und Prinzessinen der Familie Orleans einen Theil ihrer Güter entrissen haben, zurück genommen werden; 2) daß eine Uebersicht der Summen, die in Folge dieser Dekrete unberech- tigter Weise in den Staatsschatz eingelaufen sind, ausgearbeitet werde; 3) daß diese Summen mit den daran haftenden Interessen den Berechtigten zurückerstattet würden. — Das„Journal officiel“ meldet, die Con— ferenz habe beschlossen, daß die soeben unterzeich⸗ nete Declaration durch das Präsidium an die griechische Regierung übermittelt werden solle. Man würde die Antwort abwarten, um die Ver⸗ handlungen definitiv zu schließen. — Das unter die Mitglieder des Senats und gesetzgebenden Körpets vertheilte Expose über die Lage des Kaiserreiches(das sog. Blaubuch) sagt über die äußeren Beziehungen u. A:„Die allgemeine Lage des Orients hat nicht aufgehört, der Gegenstand der Sorge der Regierung zu sein und Schwierigkeiten zu zeigen wie sie die Ver⸗ söhnung so verschiedener und manchmal so wider— sprechender Anschauungen darbietet, aus denen die orientalische Frage besteht. Die Nothwendigkeit ersten Ranges, die sich für Europa an die Auf— rechterhaltung des durch die Verträge hergestellten Zustandes knüpft, erklärt genügend unsere lebhafte und beständige Sorge.“ Das Expose erinnert alsdann daran, daß Preußen es gewesen, das die erste Initiative zur Conferenz ergriffen und fügt hinzu:„Wir haben nicht gezögert, diese Com- bination der Zustimmung der Mächte zu empfehlen. Die Regierung des Katsers wird nicht säumen, das definitive Resultat der freundschaftlichen Inter vention der Mächte bekannt zu geben.“ In Bezug auf die Nationalgarden und Pompiercorps der Departements berichtet das Blaubuch, daß in Folge der Umwandlung der Handfeuerwaffen in der Armee man dahin gelangt sei, die Feuerstein— schloßgewehre, mit denen diese Corps noch bewaffnet waren, durch Percussionsgewehre zu ersetzen, so daß binnen kurzer Zeit 300,000 alte Gewehre und 250,000 alte Säbel den Arsenalen einver— leibt sein werden. — Das Abends blatt des„Officiellen Journals“ sagt: In der letzten Sitzung der Conferenz wurde, nachdem man von der Zustimmung der Türkei Kennt⸗ niß genommen, die Fassung der Depesche festgesetzt, welche die Conserenz durch ihren Präsidenten an die Regierung des Königs Georg richten wird. Die Depesche läßt an das Cabinet von Athen die Einladung ergehen, die von den Repräsentanten der Großmächte einstimmig adoptirten Grundsätze an zunehmen. Die Antwort der hellenischen Regierung wird im Lauf der nächsten Woche erwartet. — Die„Patrie“ macht die Bemerkung, daß wenn wider Erwarten die griechische Regierung hei ihrem Widerstande beharren sollte, die öffent- liche Meinung in Europa die Verantwortlichkeit für diesen Widerstand und seine Folge denjenigen Mächten aufbürden würde, deren Stimmen von jeher von Griechenland gehört worden wären. Die„Patrie“ nennt diese Mächte nicht.— Der Kaiser und die Kaiserin wohnten in der Tuilerien— kapelle einer stillen Messe zum Gedächtniß des 76. Todestages Ludwigs XVI. bei. — Man will wissen, daß die letzten Nach- richten aus Griechenland die Annahme der Er— klärung der Conferenz von Seiten der griechischen Regierung in sichere Aussicht stellen. Aus Spanien lauten die Nachrichten befriedigend, die Wahlen gehen ruhig und mit einer gewissen Würde von Statten und ergeben eine bedeutende monarchische Mehrheit. Die spanischen Fonds lassen indeß nicht ab, zu weichen. — Der Stand der Armee war im Innern 378, 52, in Algier 64,53, in Italien 5328 zusammen 448,711. Zieht man davon die 114,431 Beurlaubten ab, so bleibt ein Effectiv— stand von 334,280. Die Reserve betrug 198,546, in die Listen der mobilen Nationalgarde waren 255,836 Mann eingeschrieben; junge Rekruten der Altersklasse von 1867 waren im Ganzen 110,319. — Man erzählt sich, daß Henri Rochefort an Hrn. Pinard ein Beglückwünschungsschreiben gerichtet habe, in welchem er dem Ex⸗Minister die Versicherung gibt, daß er jetzt erst der Welt⸗ geschichte angehöre. Der angebliche Brief schließt mit den Worten:„Ihr Sturz virleiht Ihnen in meinen Augen eine höhere Weihe!“ Belgien. Brüssel. Der Kronprinz ist in der Nacht vom 21. zum 22. d. verschieden. Der König versiel in Folge des Ablebens des Kronprinzen in eine so schmerzliche Aufregung, daß die Aerzte beschlossen, ihm zur Ader zu lassen, worauf dann eine größere Beruhigung eintrat. Großbritannien. London. Die„Mor⸗ ning Post“ erwartet, daß ganz Europa mit dem Hauptinhalt der Rede, daß die kaiserliche Politik eine friedliche bleiben werde, zufrieden stin dürfte, und bedauert nur, daß die Aufrechthaltung so starker Rüstungen für nöthig erachtet werde, indem anderer⸗ seits die angelegentliche Sorge für den Frieden so klar aus der Rede hervorleuchte, daß man trotz aller angeblichen Gränzregulirungsgelüste nicht umhin könne, an den Willen des Kaisers, Krieg zu verhindern, ernstlich zu glauben. — Der„Morning Star“ richtet sich haupt- sächlich gegen den Mantel der Freiheit, den der Kaiser um die Tyrannei hänge, und neunt es ein Zeichen der Zeit, daß er der Liberalen überhaupt nur erwähne. Uebrigens sei alles, was die Rede von der Freiheit sage, die der Kaiser biete, kühne Dichtung und nur die Worte über seine persön⸗ liche Entschlossenheit und Festigkeit seien auf Wahr⸗ heit begründet. — Die„Times“ sagt, einem constitutionellen Staate wie Belgien müsse die Beseitigung des salischen Gesetzes unverwehrt bleiben, falls der Thron vacant werde. — Die Brigg Hannibal hat die Botschaft nach Liverpool gebracht, daß sie am Weihnachts- tage die Barke Ocean Spray, die auf dem Wege nach Newyork war, getroffen und erfahren habe, daß dieselbe 39 Personen, Passagiere und Be— mannung, des gescheiterten Dampfers Hibernian an Bord führe und dieselben in Madeira zu landen gedenke. Spanien. Mit welcher Vorsicht die Nach- richten aufzunehmen sind, die uns von da zu— kemmen, haben die letzten Tage wieder einmal deullich gezeigt. Nach wiederholten Mittheilungen sollte die republikanische Partei der monarchischen Beit letzle Heir Der mein U ang Bete Nu zu ange von Nach sich von liege Con eden des Aufregung, er zu lassen, i inttat. Dit„Mor- da mit dem licht Polilif 1 stin kürte urg so starket ten andertr⸗ den Frieden . daß man agtlüllt nich ers, Krieg sich haupl⸗ eit, den del tant es ein N überbaupt znliontllen 7 weit überlegen sein und täglich an Terrain ge- winnen, so daß ein glänzender Sieg derselben bei den Corteswablen in Aussicht stand, und jetzt— veröffentlicht die„Correspondencia“ eine Liste mit den bis jetzt über die Wahlen vorliegenden Re- sultaten, wonach die Parteien sich so vertheilen: 223 Monarchisten. 75 Republikaner, 15 Absolu— tisten und 10 Zweifelhafte.— Von einer mit Enischiedenheit aufgestellten Kron⸗Candidatur ver: lautet immer noch nichts. Espartero soll seine Freunde gebeten haben, ihn mit jeder Candidatur zu verschonen, da er namentlich eines körperlichen Leidens wegen nicht in der Lage sei, ihren Wünschen zu entsprechen. Da nun die Aussichten des Herzogs v. Montpensier immer mehr schwinden, Isabella und Don Karlos, selbst wenn das Gerücht von einer Fusion zwischen ihnen wahr sein sollte, doch keine nennenswerthen haben werden, so wäre für jetzt vielleicht die Candidatur des italienischen Prinzen, des Herzogs v. Aosta, als diejenige zu betrachten, die die meisten Chancen hätte, und dürfte das Hin- und Hergerede darüber in den letzten Tagen am Ende doch nicht ganz grundlos gewesen sein. Wo bleibt aber die Can-⸗ didatur Prims? Amerika. Nach einem Telegramm aus Washington wurde im Repräsentantenhaus der Antrag gestellt, den Ankauf Cubas zu versuchen und zu di sem Behufe Verhandlungen einzuleiten. Australien. Sydney. Aus Neu- See— land wird gemeldet, daß die Rebellen einen plötz- lichen Angriff auf die Ansiedler in Poverty Bay machten, mehrere curopäische Familien massacrirten und schreckliche Grausamkeiten begingen. Die Männer wurden lebendigen Leibes verbrannt, die Kinder verstümmelt und die Leichname der Frauen den Schweinen vorgeworfen. «Friedberg. Das bisher erledigte Amt eines zweiten Beigeordneten biesiger Stadt ist dieser Tage dem durch die letzte Ergänzungswahl in den Gemeinderath eingetretenen Herrn Gerbermeister Baruch Grödel übertragen worden. Derselbe ist zugleich der erste Israclit, welcher im Ge⸗ meinderath der Stadt Friedberg cinen Sitz eingenommen. i Langenhain. Am 21. Januar feierte der Ge⸗ sangverein zu Laugenhain und Ziegenberg sein 25jähriges Besiehen in dem Saale des Gastwirths Wissig dahier. Wir können sagen, daß die Decorationen, sowie das ganze zu diesem Zwecke nöthige Arrangement als recht gelungen angesehen werden darf. Vertreten waren die Gesangvereine von Bodenrod, Pfaffenwiesbach und Fauerbach. Nachdem Nachmittags der Festzug statigefunden hatte, versammelte sich des Abends 5 Uhr ein zahlreiches Pudlikum, sowohl von Langenhain und Ziegenberg, als auch von den um⸗ liegenden Orten in dem festlich geschmückten Saale. Das Concert eröffnete Herr Lehrer Bindewald von Ziegen— berg mit einer Fesirede, in welcher er einen kurzen Ueberblick über die Gründung und weitere Entwickelung des Vereins gab und der in weiter Ferne sich befindenden, sowie der verstorbenen Vereinsmitglieder gedachte. Wir können dieselbe als eine recht innige bezeichnen. Zum Schlusse brachte er einen Toast auf den Gesang aus. Ein weiterer Toast wurde auf Seine Königl. Hoheit den Großherzog ausgebracht von Herrn Bürgermeister Rumpf. Nachdem nun noch mehrere Lieder gesungen und Vorträge gehalten worden waren, in welchen die einzelen Mitglieder recht Ersprieß— liches leisteten, entstand eine Pause. Diese wurde aus⸗ gefüllt durch Gesangsvorträge und Reden von den übrigen Vereinen. Insbesondere müssen wir hierbei noch die Rede des Herrn Lehrers Wagner von Bodenrod erwähnen, in welcher derselbe sein Bedauern darüber aussprach, dag so oftmals die Gesangvereine auf dem Laude die Ursache von Feindseligkeiten und Zwistigkeiten in den Gemeinden werden. Zum Schlusse brachte er noch einen Glückwunsch nebst Toast auf den Gesangverein zu Langenhain und Ziegenberg aus. Der Gesangverein zu Bodenrod leistete trotzdem, daß er eine kurze Zeit erst besteht, doch schon recht Erfreuliches. Die weitere Zeit wurde ausgefüllt durch Vortrag und Gesang. Zum Schlusse sprach Herr Lehrer Bindewald seinen Dank aus für den zahlreichen Besuch, erklärte das Concert für beendigt und nun über— ließ man sich in freudigster Stimmung dem Ver guügen des Tanzes und fröhlicher Unterhaltung. Wir können diesen Tag als einen unserer schönsten Festtage bezeichnen; noch lange wird uns derselbe im Gedächtniß bleiben. Darmstadt, 22. Jan. Der bekannte Krautbauer Peter Keller von Büttelborn wurde auf's neue gesänglich eingebracht, wie es heißt wieder wegen Kirchendiehstahls. In den Kirchen zu Weiterstadt und Büttelborn wurde in den letztverflossenen Nächten eingebrochen, und da dachte man natürlich gleich an den alten Kirchenfreund Keller, leitete eine Untersuchung gegen ihn ein und sah sich in Folge davon veranlaßt, ihn wieder in Gewahrsam zu nehmen. Nordhausen. Die hiesige Zettung berichtet: Den 20. Abends um 9 Uhr ist in dem Eisenbahntunnel zwischen Ellrich und Walkenried, zwischen dem Idel und Bondel, ein gräßtiches Unglück passirt. Es wer da eine große Zahl von Arbeitern eben mit ihrem Abendessen beschäftigt, als sich in dem Gebälk ein Knistern und Knattern ver— nehmen ließ, dem bald Gerölle in großen Massen nach— folgte. Einer Anzahl der Arbeitenden gelang es, sich noch vor dem vollständigen Zusammensturze zu retten, aber 17 Personen werden heute vermißt und sind jedenfalls von dem massenhaften Erdreich, welches heruntergestürzt ist, so begraben, daß an Rettung nicht zu denken ist. Ein sach⸗ verständiger Augenzeuge theilt mit, daß der Schutt ver vier Wochen nicht entfernt werden kann. Bis, jetzt bat man zwei Todte aus demselben hervorgezogen. Ein Ver ungläckter, dessen Arm von einer schweren Walze getroffen war und durch sie festgehalten wurde, gap seinen Geist auf, bevor man Maßregeln ergreifen konnte, um ihn aus seiner schrecklichen Lage zu befreien. In Berlin ist letzter Tage wieder ein über alle Be— griffe scheußliches Verbrechen— ein Pendant zu dem Corny'schen Morde— an einem sechsjährigen Knaben, dem Sobn eines Tischlers, verübt worden. Es handelt sich dabei um nichts weniger als Schändung, Verstümmelung und Mordversuch. Ein Unbekannter hat das Kind durch Verheißungen auf den Dachboden gelockt, dort die beiden ersten Verbrechen an demselben verübt und dann um die Schandihat zu verbergen den Knaben durch Messesstiche und Erdrosselung zu tödten versucht und den scheinbar leblosen Körper in einem Kamin verborgen, wo derselbe nach mehreren Stunden entdeckt wurde. Der Zustand des schwererkrankten Knaben soll Aussicht auf Wieberher⸗ stellung gewähren. Derselbe ist jedoch noch derart, daß ein wirksames Verhör zur Ermittelung des Thäters mit ihm nicht angestellt werden kann. Eine bebauerliche Ver⸗ irrung des Amtseifers war es, daß am ersten Tage sich der Verdacht auf den eigenen Vater des Kindes lenkte und dieser eine kurze Zeit in Haft genommen, bann aber sofort entlassen wurde, als sich durch den Alibibeweis und sonst seine völlige Unschuld herausstellte. Neuerdings hat sich der Verdacht auf einen Maler(oder verabschiedeten Lieutenant) v. Zastrow gelenkt und ist Letzterer verhaftet worden. Derselbe war bereits in dem Corny'schen Falle vorübergehend in Untersuchung gezogen worden. Als gra— virende Indicien sprechen gegen ihn ein am Ort der That aufgefundener blutbefleckter Stock, welcher von der Wirthin Zastrow's als dessen Eigenthum bezeichnet wird, und ein in scinem Besitze befindliches blutbedecktes Kleidungsstück. Obschon ihm der Beweis des Alibi mißlungen, leugnet er doch beharrlich. Trotzdem hofft man, ihn sowohl dieser Unthat als des Mordes an Corny überführen zu können. Der Angeschuldigte spielt die Rolle des Frömmlings auch in seiner Haft und führt bei den Verhören eine Sprache, die eines Licenciat Preuß würdig wäre. Eine Confrontation des Angklagten mit seinem unglücklichen Opfer hat bei dem Zustande des Letzteren noch nicht staltsinden können.— Die„Zukunft“ berichtet weiter: „Am Donnerstag Mittag hat eine Confrontation des un— glücklichen Knaben Emil Handtke mit dem v. Zastrow statigesunden. Der Knabe war bei vollem klarem Ver⸗ stande. v. Zastrow war, mit Ketten geschlossen, in einer Droschke nach Bethanien geschafft. Vor der Con⸗ frontation waren ihm die Ketten abgenommen worden. Der Knabe verrieth zei seinem Erscheinen die unverkenn⸗ barsten Symptome der Angst und des Schreckens und er bezeichnete Herrn v. Zastrow auf das Bestimmteste als Denjenigen, der ihn vom Spielplatz weg nach dem Boden des Hauses Grüner Weg Nr. 46 gelockt und ihn dort so schmachvoll malträtirt babe. Auf den Verbrecher machte diese so bestimmt ausgesprochene Erklärung anfangs unver kennbaren Eindruck, dann faßte er sich aber wieder und ver harre bei seinem bisherigen Leugnen. Aus Königsberg in Pr. liest man: Das Zigeuuer⸗ fort ost gewerbe muß ein sehr einträgliches sein. Eine unsere [Stadt und Umgegend schon längere Zeit heimsuchende große Zigeunerbande hat der königl. Regierung durch ihren Hauptmann 6000 Thlr. baares Geld als Caution für die Erlaubniß, dort nur eine kurze Zeit sich aufhalten zu dürfen, geboten In Vannes bat sich ein Weinhändler erhängt, weil er an der Zukunft des Kaiserreichs verzweifelte. Es muß schlimm um das Kaiserreich steben, wenn selbst ein Weinhändler in seinem Keller nicht mehr binreichenden Stoff findet, seinen Kummer zu beschwichtigen. Landwirthschaftlicher Monats: Club zu Frankfurt a. M. am 1. Februar 1869 im Hotel Victoria. Tagesordnung: 10 Uhr Morgens, Erledigung ge⸗ schäfuicher Angelegenheiten der Mitglieder. 3 Uhr Nach⸗ mittags, Besprechung fachlicher Gegenstände und zwar: 1) die Bedeutung des Anbaues der Zuckerrüben, und der Nübenzucker⸗Industrie, 2) die Einführung des Verkaufes von Schlachtvieh nach lebendem Gewichte. Der Vorstand. Edictalladung. 221 Heinrich Platz von Nieder Mörlen deab⸗ sichtigt mit seiner Famllie nach Amerlka auszuwandern. Rechtsansprüche an denselben siad binnen vier Wochen bei Großberzoglichem Landgericht Nauheim geitend zu machen und zu begründen, widrigenfalls ihm die Entlassungsurkunde ausgestellt wird. zrledderg den 19. Januar 1869 Großherzogliches Kreigomt Friedberg . Kr. Haas, Regierungsaccessist. Bekanntmachung. 190 Dtesenigen, welche mit Bezahlung der am 24. Dezbr. 1868 fälligen Holzgelder aus dem Graͤflichen Repter Wickfladt noch zurückstehen, werden hiermit auf gefordert binnen 8 Tagen Zablung zu lelsten, widr'gen— salls Zwangs verfahren eintreten wird. Wickstadt den 16. Januar 1869. Gräfliche Forffkasse daselbst. Bekanntmachung. 221 Die deszeit erledigte elne Flurschütenstelle der Sladt Friedberg soll anderweit besetzt werden und baben sich Bewerber um dieselde binnen 8 Tagen von beute an schriftlich bet dem Unterzeschneten anzumelden. chriedberg am 22. Jinuar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg ß o uc ar. Zum Fabrikpreise 173 wird das Neuese in Kaputzen, Kinderkäppchen und Seelenwärmern verkauft bei M. Volk. rere ern 226 Donnerstag den 4. Februar or. soll die Abänderung von 825 Tornister des 1. Jägerbataillons nach vor ltegenden Bedingungen und Muster auf dem Bürkcau der Bekleidungs⸗Commission durch Soumission in Accor gegeben werden. Friedberg den 22. Januar 1869. Die Bekleidungs Cemmission. Daudieflel, Dauptmann und Compagnlechef. Bekanntmachung. 222 Wittwoch den 27. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, soll in biesigem alhhause 1) die Unterhaltung der Promenadenwege für das Jatt 1869 und 2) das Behauen der Weiden an der Kunftwiese, dem langen Weiher und Straßbachsgraden öffentlich an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. griedberg den 22. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeifferel Friedberg N Verkauf auf den Abbruch. 220 Montag den 22. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, soll auf dem ßürstlichen Hof zu Weckesheim ein von gutem Eichenbolz erbautes und mit Ziegeln gedecktes, zwristöckiges Stallgebäude, 69“ lang und 20“ tief, auf den Abbruch öffentuch verkauft werden. dungen den 22. Januar 1869. Fücstliches Rentamt Hungen Dem me Mehrere Zimmer, 170 möblirt oder unmöblirt, werden vermiethet von Löb Strauß. Holz-Versteigerung. 225 Donnerfstag den 28. 4. M., Vormittags 9 Uhr anfangend. soll im biesigen Stadtwald, Distriet Schrerzer ꝛc. ic. nachverzeichnetes Holz meistbietend ver⸗ fleigert werden: 8 Stecken Buchen, Lärchen- u. Aspen Scheitholz, ö . Buchen- ECichen⸗ u. Kiefern⸗Prügelbolz, 5 desgleichen Stockbolz, 2779 Wellen desgleichen Reisbolz, sowie 38 Stämme Kirfern-⸗ und Lärchen- Bau- Werk und Nutzbolz, 755 Stuck desgleichen Stangenbolz, und 590 Gebund Ginstern. Die Zusammenkunft ist am Eingang vom Zipfen au der Schrenzerstraße. Butzbach am 21. Janrar 1869. Großherzogliche Bürgermetsterei Butzbach ch e l. Bekanntmachung. 223 Diejenigen, welche noch Forderungen für Liefe⸗ rungen und Arbeiten an die Stadt Friedberg aus dem Rechnungsjabre 1868 baben, werden dierdurch auf gefordert ihre gehörig attesirten Rechnungen dinnen 14 Tagen von heute an bei dem Unterzeichneten ein- zure chen. Friedberg den 22. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedderg Fouec ar 207 Das von Herrn Dr. Lorenz bewobnte Logis ißt vom 1. April anderweitig zu vermiethrn. Ph. Sieck Wittwe. Buchen Scheitholz 1254 kauft und verkauft G. H. Freundkieb. Nur solche Juserate, welche Montags, 9 Mittwochs und Freitags bis längstens 10 Uhr Vormittags bei der Expedition abgegeben merden, finden in der nächsterscheinenden Nummer des Anzeigers Aufnahme. 216 Mittwoch am 27. Jauuar, Abends 7½ Uhr, Saale des Hotel Ter a p p ein Neer Gardejägerbataillons unter Leitung des Schellhaas, e st e n findet im großen 5 Musik-Corps des 1. Stabshornisten S 55 2 z N mn B ausgeführt von dem ganzen der hinterlassenen Wittwe eines kürzlich verstorbenen Hornisten des Bataillons statt. Gißiiszreis fürn derten a dann e Programme werden an der Kasse gratis verabfolgt. Die ganze Einnahme ist dem milden Zwecke geweiht Die Hotelbesitzerin wird an diesem Tage Bier in Gläsern in Zapf nehmen f 15 0 8 9 0 Um zahlreiche Theilnahme bittet ergebenst Die Musi 9 Jarl. esungen 232 Donnerstag 8 5 2 des 1 ägerbataillons. 8 u D 41 Hotel Trapp. Lungenschwindsucht, vom Stand⸗ Ueichstagswah. Jauuar abgedruckte Ve Mi im Januar. Di er neueren 22 hungen. a le dez Saale des 8 eisarzt Dr. 1 von der punkte d 1* 7 1 2 2 1 8 Ne 82 geitere Auftlürung übe Wei 1 Aütung übel 8 233 Der in der letzten Nummer des Oberhessischen Anzeigers vom 23. Artikel der Frankfurter Zeitung leistet, was Unkenntuiß der Verhältnisse, 7 8 — N — 5 1 N dit * Schimpferen, Unwahrheiten anbetrifft, alles Mögliche, was man vou dieser„Seite er— warten konnte. Hätte der Verfasser, dem wir auf dem berretenen Wege nicht folgen werden, ssch die Muͤbe genommen, den seitherigen Verlauf der Wahlagitation näher keunen zu lernen, so würde er gefunden haben, daß das Auffreten der Fortschrüttsparteti, welche Herrn Dr. Oppenheim als Candidaten aufgestellt hat, ein durchaus maßvolles und den Verhältnissen entsprechendes war und noch ist. Der Verfasser hatte sich zugleich überzengen können, daß die Bürger von Friedberg, Butzbach und anderen größeren Platzen des Wahsfreises, durch das geheime Wühlen des Herrn Hofgerichtsrath Buff und seiner Gießener Freunde sowie deren Verbindung mit allen reactionaren und particularistischen Elementen des Wahlkreises veranlaßt, sich mit der Candidatur des Herrn Dr. Oppenheim in einer Art und Weise befreundet haben, die dem Herrn Buff und Genossen nur das flache Land zur Bearbeitung übrig läßt. An die Wähler auf dem Lande tritt jetzt die Frage heran, ob sie, vereint mit ihren Mitbürgern in den Städten einen erprobten, von dem Bicepräsidenten des Reichstages R. von Denningsen, von dem Prasidenten des Abgeordnetenhauses Herrn v. Forckendeck, den Herren Twesten, v. Unruh, Lasker und anderen bedeutenden Männern empfohlenen Candidaten, wie wir ihn in der Person des Herrn Oppenheim besitzen, nach Berlin senden wollen oder ob telle dieses freisinnigen, als Redner, Jurist und Politiker anerkannt tüchtigen Mannes Herr 1 gerichtsrath Büff chinsenden werden, einen Mann, dessen per— soͤnlicher Charakter hoch achtbar ist, dessen Phe e Vergangenheit und Ansichten man aber nicht kennt und der 17 Anschein nach, im Fal le er gewählt würde, sich dem gemüthlichen Stillleben, welches unsere ästeren Herren Deputirten in der frei conservativen Partei im Reichstage führen, anschließen mit denselben in allen Fragen ein blinder Anhänger des Herrn von Bismarck sein würde Die in dem obigen Artikel geschülderten Fortschrittsmanner und Radicalen von republifanischer Färbung ollen wahrscheinlich in dem Wahldrama die komischen Parthien übernehmen. Wir können dem Verfasser nur Gluck wünschen, zu seinen neuesten Charakter— studien, boffen jedoch, daß den republkantsch gefärbten Radicalen Simon, Emmerich, Schneider und Nauheim bald die politischen Zugel angelegt werden, damit schließlich 18 aus ihrer Mitte ein Robespierre oder Danton entsteht. Höchst wichtige Anzeige für 9 ruchleidende. A Krüfi⸗Altberr, in Gais, 230 Wer die bewährte Heilmethode des berühmten schweiz. Bruchatztee, Kt. Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Erpedilson dteses Blattes ein Schriftchen mit Belehrung und vielen 100 Zeugnsssen in Empfang nehmen. Ortslisten zur Reichstagswahl iind dorrölhig ri Bindernagel& Schimpff. Kleider vollständiger Garantie zu den billigsten festen E. Nichter in Gelnhausen. Herren- Hosen von fl. 1.— kr. an, Herren-Röcke von fl. 6.— an, „ ⸗Westen„„— 42% an,„ Ueberzieher von fl. 11.— an, „ Joppen„„ 3. 48, an, Elegante Anzuge von fl. 14.— an. Kinder-Anzüge in allen Sorten. Bestelungen nach Maß werden ohne Erhöhung in kuͤrzester Frist ausgeführt. le an St U und 5 Herren in allen Sorten empfiehlt unter — 11. chen, alt 7 Meng. und 20 Aerztlicher Verein. 227 Neunte Versammlung Dienstag den 2. Februar. Gegenstand der Besprechung: Die Therapie der Gonorrhoe. 4 Versammlung der Brennereibesitzer aus der Provinz Hessen-Nassau und dem Großherzogthum Hessen-Darmstadt 231 am 1. Februar 1869, Nachmitsags 5 Uhr, im Hotel Vietorla zu Frankfurt a. M. Der Porfsitzende Dr. Thiel Verne n Verloren 237 ein braunes Thibettluch auf dem Wege zwischen Nauheim und Friedberg. Der redliche Finder wolle dasselbe an die Exper. d. Bl abgeben. 235 von der Ruhr und von G5 Saar, nur Prima⸗ Qualität, 1 bei G. G Freundlieb. 152 Ein neuer, sebr schön und sauber gearbeiteter Schwarzischer Danese für dessen Güte mehrere Jahre vertragsmäßig garantirt wird, ist unter günstigen Bedingungen billig zu verkaufen, oder gegen eine alte Brennerei zu vertauschen. Näheres zu erfragen in der Exped. d. B. NB. Beuannter Apparat ist auch zur Spiritus⸗ Fabrication mit unbedeutendem Kostenaufwand sehr gut einzutichten. fu ch. 236 Ein tüchtiger e kann alsbald in 3 treten bei Magnermeister Heinrich Heß II. in Vilbel. Ein grauer Mantel 236 wurde am 19. d. Abends zwischen Friedberg und Fanerbach von einem Fubrmann verloren. Um Adgade auf der Bürgermeisteref Fauerbach wird gebeten. Zwei möblirte Zimmer 8. reite Straße nä der Burg. 229 hat zu vermie then wird den welche 228 Eaduch Zeitschrist geboten, Frauen auch eine gediegene alle neuen Entdeckungen ꝛc. auf dem Gebiete der Haus wirthschaft despricht.„Die Hausfrau.“ Blätter für das Sauswesen der Ve⸗ lebrung uad Unterhaltung, Ani inen mopatlich vier Mal uad kosten 3 Monate nut 48 kr. Auf dieselbe kann man abonniren in der Buchhandlung von Bindernagel& Sehimpff in Friedberg. Kirche enbuchs auszug e. Evangelische Gemeinde. Getraute: 17. Januar. Adam— 8 Schneider dahier, hei⸗ mathberechtigt in Camefed, im Köntgreicg Preußen, Kreise Melsungen,.* dasigen Schnadermeisters Adam Ram o und Elisadetha Schmidt aue Sauernheim, Tochter des veist. dafisen Ortebürgers und Acketmannes Johannes Schm di. 1 17. Januar. Philipp Jäger, m 2 Großh. Serg cant Infanterie Regiment, beimathberechligt daher Sohn des verst. Bürgers und Forstwarts en Ste entepi Fried⸗ rich Ludwig Jäger und Elisabetha Maria Euler, Tochter des Bürgers zu Lauterbach und Valentin Euler. Postconductears dabier g tig u fat en 17. Januar. Ein unehel. Sohn Karl den 7. Januar. 17 Januar. Dem hlesigen Rürger und Schubmacher⸗ meister Johannes Rausch en Sohn Philipp Wilhelm, ged. den 4. Januar. 23. Januar. Eine unehel. Tochter Magdalene Karo⸗ line, geb. den 16. Januar. Beerdigte 23. Januar. Ferdinand Stöppler, des verst. hlef. Bürgers und Weichenwärters Johannes Stöppler Söbn⸗. Tage, 7 den 21. Januar Fridolm, geb. Hermann Schimpff. crafftw. Red.: agg Verlag de n Bindernag & Schimpf. Steinkohlen, Del an! hachf fir a hinne Belt l 1 je 00 werde Junel der strafs