1 Orangen. nen de sertst huhe örten ahl 205 gegenibtr. — Malt 1 ut. 2 5. eifen, bern Damtu⸗ Locle, 2 de! 45 9 1869. Dienstag den 23. November. 137. Oberhessischer Anzeiger. enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. bei der abonnirt werden. — Deftreffend: Das Landgestüt, Privatpersonen für 1870. Amtlicher Theil. nunmehr die Untersuchung der als Beschäler zu benutzenden pengste von Friedberg am 20. November 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. J. berichten, ob und welche Privatpersonen Hengste zum Bedecken von Stuten für 1870 verwenden und der angeordnet werdenden Untersuchung unterwerfen wollen. Sie werden bis zum 5. Dezember d. Bei Denjenigen, die bis dahin nicht berichten, nehmen wir an, daß solche nicht vorhanden sind. Zetreffend: Die Obsterndte im Jahre 1869. T r 0 Friedberg am 20. November 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großherzoglichen Bürgermeistereien Fauerbach b. Wenn binnen 3 Tagen die Auflage ie Or dnungsstrafe. De ff e Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der seitherige Bürgermeister Friedrich S Fr., Friedberg, Münzenberg, Trais- Münzenberg. vom 25. v. M. m tu ch e N. ch Ober⸗Florstadt, Ockstadt, Ostheim, Staden, in Nr. 126 des Oberh. Anzeigers nicht erledigt wird, nehmen wir Sie in Ter a p v. 1 Schmidt von Ober⸗Florstadt auf ein Nachsuchen von dem Amte eines Bürgermeisters eutbunden und dem seitherigen Beigeordneten Kaspar Reichhold die Bürgermeisterei⸗ lese bis auf Weiteres übertragen worden sind. Friedberg den 17. November 1869. B e. f F F n e Großherzogliches Kreisamt Friedberg 2E Die Forftstrafen vom IV. Quartal und die Feldstrafen von der V. Pertode 1869 können an den bestimmten Zahlta gen Dienstags und Donnerstags an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden.— Als besonderen Erhebungstag für den Landgerichtsbezirk Butzbach bestimmen wir Freitag den 3. December d. J., Morgeus von 9 bis 11 Uhr, bei Herrn Gastwirtb Joutz zu Butzbach. Wir ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeislereien dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, 5. Dezember die Mahnung erfolgt. Friedberg den 20. November 1869. daß nach dem Großherzogliches Rentamt Friedberg inn daa Hessen. Darmstadt. Dem„Fr. J.“ wird von hier geschrieben: Vor einigen Tagen ist Dofgerichtsrath Draudt zum Oberappellations- gerichtsrath ernannt worden, und sind sonach die Wünsche der Militärverwaltung, welche einem suiescirten Kriegsrath diesen Posten zugedacht satte, um den Penstonsfonds zu entlasten, an zöchster Stelle nicht berücksichtigt worden. — S. K. H. der Großherzog hat am 4. d. en Gerichtsaccessisten Alexander Hugo Struve ou Mainz zum Advokat⸗Anwalt bei den dortigen Werichten; am 8. d. den Substituten des Staats— „rocurators bei dem Bezirksgerichte Mainz Dr. Jarl Georg Bockenheimer zum Bezirksgerichts th bei diesem Gerichte; am 9. d. den Hof— erichtsrath bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg Carl Drau du zum Oberappellations- ind Cassationsgerichtsrath; an demselben Tage en Hofgerichtsrath bei dem Hofgerichte der Pro⸗ inz Oberhessen, Carl Freiherrn v. Lepel, zum Hofgerichtsrath bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg, 17 den Laͤndrichter des Land— erichts Altenstadl, Carl Stammler, und en Landgerichts asesor und Bezirksstrafrichter Zulius Muth in Alsfeld zu Räthen bei dem Hofgericht der Provinz Oberhessen; ferner am 3. d. die Hofgerichts⸗ eee bei dem Hof⸗ jerichte der Provinz Starkenburg Dr. Eugen Franck und August Weber zu Räthen bei diesem Herichtshofe ernannt. Mainz. Auch Bischof Ketteler hat bei er Abreise nach Rom zu dem allgemeinen Coneil inen Hirtenbrief an die Angehörigen seiner Dib⸗ ese erlassen. Preußen. Im Abgeordneten— Berlin. hause wurde der Gesetzentwurf, betreffend die Consolidation der preußischen Staatsanlehen, der Budget⸗Commission überwiesen, ferner das Gesetz, betreffend die Umwandlung der Lehrer-Wittwen- und Waisenkassen, mit dem Zusatzparagraphen ange— nommen. Letzteres bezieht sich auf den obligatori⸗ schen Staatszuschuß. Der Finanzminister erklärte, er werde die für den Staatszuschuß erforderlichen Mittel beschaffen.— Im Herrenhause fand die Berathung über den Antrag Below's auf Ein— führung des Tabakmonopols im Zollverein statt. Das Haus nahm den Antrag der Commisston an: die Regierung möge ein Einserständniß darüber unter den Zollvereinsregierungen erwirken. Der Handelsminister gab die Erklärung ab: die Re— gierung behalte sich ihre Stellung zur Frage vor. — Die Abgg. Miquel, v. Auerswald, Graf Schweren und Graf Bethusy-Huc, unterstützt von zahlreichen Abgeordneten der linken Seite und der freiconservativen Partei, haben in der Celler Denkmalsangelegenheit folgende neue Interpellation an das Staatsministerium gerichtet:„1) Welche Informationen hat gegenwärtig die k. Staats regierung über diejenigen Thatsachen, welche in Betreff der Wegräumung des in Celle für die bei Laugensalza gefallenen hannov. Seldaten errich— teten Denkmals früher noch nicht festgestellt waren, eingezogen? 2) Welches ist das Ergebniß dieser Informationen? 3) Liegt es in der Absicht der kgl. Staatsregierung, dem peinlichen Eindrücke, welchen die Entfernung des Celler Denkmals in allen Theilen der preußischen Monarchie hervor— gerufen hat, durch geeignete Maßregeln entgegen— zutreten?“ — Im Abgeordnetenhause wurde der Gesetz— entwurf, betreffend die Aufhebung der Feuerver— sicherung in Frankfurt a. M., in der von der Commission vorgeschlagenen Fassung, welche von der Regierungsvorlage nur redaktionell abweicht, ohne Debatte angenommen. Referent war der Abg. Jacoby(Liegnitz). — Der königl. Hoflieferant M. Schlesin⸗ ger dahier hat der Regierung zu Schleswig 2250 Bildnisse des Königs von Preußen, pr. Stück 5 Sgr., zum Zwecke der Aufhängung in den Volfsschulen zur Verfügung gestellt. Der patriotische Mann beansprucht für sich nur 1 Sgr. von dem Erlös, 4 Sgr. von jedem Stück wird er der schleswig⸗ holsteinischen Lehrer-Wittwenkasse abliefern. Den⸗ noch will diese neue Methode des„Anschauungs⸗ unterrichts“ durch landesväterliche Porträts hier ebenso wenig Anklang finden, als in dem gleich— falls mit solchen Porträts in ebenso uneigennütziger— weise beglückten Hannover. Undank ist eben der Welt Lohn. Neuß. Am 20. d. stieß ein mit Kohlen be⸗ ladener Nachen an das zum Bau der Rheinbrücke aufgeführte Gerüst. Dasselbe stürzte in Folge dessen sammt einem Bogen der Brücke und 100 Arbeitern in den Rhein; das Schiff versank bei dem Zusammenstoß. Sachsen. Dresden.— Die Kammer der Abgeordneten erklärte sich für Genehmigung der Concessionsertheilung an Dr. Strousberg zum Bau der Eisenbahn Chemnitz-Adorf durch das Zwönitzthal nebst Zweigbahnen, aber gegen das Projekt einer Prämien⸗Anleihe. — Zwei neue königliche Dekrete sind bei der zweiten Kammer eingegangen. Das eine bringt eine Novelle zum Schulgesetz, die wesentlich eine Erhöhung der Volksschullehrergehalte enthält. Dem Vernehmen nach beträgt diese Erhöhung ungefähr 25 Prozent im niedrigsten Satze und so verhält ⸗ nißmäßig in den steigenden Sätzen. Das zweite Dekret betrifft eine Novelle zum Vereinsgesetz von 1850. — Das Centralhülfscomite im Plauen'schen Grunde zeigt an, daß die Gesammt⸗Einnahme der bis zum 9. November eingegangenen Unterstützungs⸗ gelder 409,465 Thlr. und 3015 fl. beträgt und bittet, um den Abschluß des Rechnungswerkes zu ermöglichen, etwa noch für seine Zwecke bestimmte Gelder bis zum 15 Dezember einzusenden. Bayern. München. Unter dem Titel: „Erwägungen für die Bischöfe des Conciliums“ hat der größte kathelische Gelehrte der Gegenwart, Stiftsprobst v. Döllinger, eine zwei Bogen starke Schrift gegen die Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes geschrieben. Die österreichischen Bischöfe stehen ebenfalls auf diesem Standpunkte. — Die Wahlen im Allgäu sind zu Gunsten der Ultramontanen ausgefallen. Hiernach gestaltet sich das Gesammtergebniß der Wahlen der Art, daß fast mit zweifelloser Sicherheit auf eine ultra- montane Majorität in der Kammer zu rechnen ist. Baden. Karlsruhe. In der zweiten Kammer wurde der Spezialdiskussion über den Gesetzentwurf, die Beurkundungen des bürgerlichen Standes und die Förmlichkeiten bei Schließung der Ehe, fortgesetzt, und schließlich der ganze Gesetzentwurf über die obligatorische Civilehe mit Prävention des Civilactes mit allen gegen sechs Stimmen angenommen. Die clericale Partei hatte als äußerstes Zugeständniß beantragt, man solle die Prävention freigeben, eventuell den Civilact dem kirchlichen Akte am gleichen Tage nachfolgen lassen. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ er- fährt, daß der Sultan wegen der unbefriedigenden Antwort des Vicekönigs von Aegypten eine Weisung an Ali Pascha erließ, dahin gehend, nach Schluß der Feierlichkeiten zur Eröffnung des Sutz⸗Canals einen Commissär der Pforte mit einem Ultimatum nach Cairo abzusenden. Das selbe soll den Vieckönig auffordern, die Bedingungen der Pforte ohne Vorbehalt anzunehmen, oder im Falle der Weigerung sich als abgesetzt zu betrachten. — Die klerikale„Donauzeitung“ berichtet über eine Conferenz der Cardinals Schwarzenberg mit Probst Döllinger. Der Cardinal gab sich als entschiedener Gegner der Theorie der Unfehl⸗ barkeit des Papstes, und erklärte, er werde seine Aemter und Würden niederlegen, falls die Un— fehlbarkeit dogmatisirt werde. — Bei Dragali haben blutige Gefechte statt— gefunden, welche einen theilweisen Erfolg hatten. Die bisherigen Verluste der Truppen betrugen an Todten und Verwundeten: einen Stabsofffzier, mehrere Oberoffiziere und einige 30 Mann. Die Insurgenten wurden durch das Kanonenfeuer sehr hart mitgenommen und theilweise über die Gränze gedrängt. Frankreich. Paris. bevorstehenden Ministeränderungen mehreren Journalen widersprochen. — In einem Hirtenbriefe erklärt der Bischof von Chalons seine vollständige Uebereinstinmung mit dem von dem Bischof Dupanloup in dessen Hirtenbriefe ausgedrückten Ansichten über die Un- fehlbarkeit des Papstes. Der Bischof von Marseille hat sich in ganz ähnlichem Sinne ausgesprochen. — Die Blätter veröffentlichen folgendes Tele— gramm aus Ismaila vom 18. d. Nachmittags. Die Kaiserin wurde auf einem Spazierritt, den sie heute unternahm, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Im See Timsah ankern jetzt 45 Schiffe. Großbritannien. London. Daupfer⸗ Nachrichten ausg-Rio vom 27. Oct. melden, daß ein furchtbarer Orkan am 10. Oct. am La Plata— strom gewülhet, wobei 14 Schiffe gestrandet seien und ein bedeutender Schaden verursacht ward.— Lopez ließ in San Joaquin seine Mutter, seinen Bruder und andere Personen hinrichten. — Die Times behauptet mit einer gewissen Autorität gegenüber den Madrider Regierungs⸗ journalen, der Herzog von Genua werde weder Die Gerüchte von werden von jetzt noch später die spanische Krone annehmen. Die Times sagt ferner, sie sei ermächtigt zu er- klären, daß die Verwandten des Herzogs von Genua nie für denselben agitirt hätten, sondern entschieden gegen die Kronannahme seien. — Hrn. Peabody's neue testamentarische Schenkung von 150,000 Pfd. Sterl. an die „Armen Londons“ liefert einen ferneren Beweis dafür, daß dieser edle Amerikaner alle die Ver⸗ ehrung verdient, die seinem Andenken von allen Gesellschaftskreisen gezollt wird.— Es ist That⸗ sache, daß, außer Scharlache und Wechselsieber, nun auch der Hungertyphus in aller Form hier wüthet. Spanien. Madrid. Die unionistischen Zeitungen vertheidigen sich lebhaft gegen die An⸗ klage einer Conspiration, um den Herzog von Montpensier auf den Thron zu erheben. Würde der Herzog von Genua zum Könige erwählt, so würden demselben mehr die Gesinnungslosigkeit als revolutionäre Versuche entgegenstehen. Die Errichtung einer neuen Dynastie müsse sich auf alle liberalen Kräfte eines Landes stützen. Italien. Florenz. Am 18. d. wurde das Parlament mit einer durch den Justizminister verlesenen Thronrede eröffnet. Dieselbe verleiht den Gefühlen der Dankbarkeit für die Beweise der Zuneigung des Volkes während der Krankheit des Königs Ausdruck. Die Beziehungen zum Auslande werden als sehr befriedigend geschildert. Die Regierung habe geglaubt, die Erzbischöfe vom Besuch des ökumenischen Concils nicht abhalten zu sollen. Der König hofft, daß aus dieser Ver⸗ sammlung ein die Wissenschaft, die Religion und die Civilisation versöhnendes Wort ertönen werde. Auf alle Fälle könne die Nation versichert sein, daß der König ihre Würde und die Rechte des Staates wahren werde. Der König empfiehlt die Beschleunigung der Votirung des Budgets. Als- dann werde die Regierung Vorschläge zur Ver— besserung des gegenwärtigen Steuersystems vor— legen. Es wird weiter Vorlage verschiedener Entwürfe zur Reform der inneren Verwaltung, der Strafgesetzgebung und zur Entfaltung von Industrie und Creditwesen angekündigt. — Ein Ministerrath hat den Beschluß gefaßt, dem Könige die Demission des Ministeriums an— zubieten. Rußland. Petersburg. Ein Manifest über die gewöhnliche, im Januar 1870 stattfin— dende Rekrutenaushebung, setzt fürs ganze Kaiser— reich und Königreich Polen vier von Tausend fest. Afrika. Aus Suez melden Daepeschen vom 20. d., daß der Kaiser von Oesterreich, die Kaiserin der Franzosen und der Kronprinz von Preußen am 10. die Fahrt auf dem Canal fort— gesetzt haben und in Suez eingetroffen sind. Eine zahlreiche Flottille ist von Ismaila zugleich hier angelangt. Durch den„Wett. Boten“ erfahren die Urwäyler Friedbergs, daß deren Wahlmänner eine Adresse an den seitherigen Abgeordneten der Stadt, Herrn Landrichter Dr. Stockhausen in Groß⸗Umstadt, ge⸗ richtet haben. Der vollstäudige Abdruck dieser Adresse ist in der letzten Sonntagsnummer genannten Blattes zu finden. Frankfurt. Der Export Franlfurts nach den Ver⸗ einigten Staaten erweist sich nach dem soeben veröffenf⸗ lichten Jahresberichte des hiesigen amerikanischen General— consuls) Hru. Wm. Prentiß Webster, als in erfreulicher Steigerung begriffen, indem sich derselbe während des Zeitraums vom 1, October 1808 bis 1. October 1869 auf 1,022,159 fl. 19 kr. gegen 909,181 fl. 29 kr. in der enisprechenden Periode des Jahres 1867/68 belaufen hat. Dies zeigt eine Zunahme der Ausfuhr zu Gunsten des letzwerflossenen Jahres von 112,977 fl. 50 kr., eine Zu⸗ nahme, welche hauptsächlich ducch die vermehrte Ausfuhr von Leber und Lederwgaren, Eisenwaaren, Wein, Phantasie⸗ Artikel, Leint u. s. w. verursacht ist, während sich eine verminderte Ausfuhr bei Arükeln wie Hasenhaaren, Leinen-, Wollen⸗, Baumwollen- und Seidenwaaren u. s. w. be⸗ merkbar gemacht hat. Im Ganzen genommen würde sich übrigens jedenfalls die Zunahme des Verkehrs bedeu lend hnärker erwiesen haben, wenn letzterem nicht der hohe amerikanische Zolltarif noch immer so sehr hemmend im Wege stünde und den Export gewisser Artikel fast geradezu unmögtich machte. Die Ausfuhr der hauptsächlichsten Artikel fiellt sich wie folgt heraus: Hasenhaare 423,129 fl., Leder und Häute 174,161 fl., Leinen-, Wollen⸗ und Baum⸗ * Friedberg. wagren 45,217 fl., Phantasie-Artikel 30,539 fl., Leim 25,836 fl., Wein, Aepfelwein und Brandy 25,737 fl., Menschenhagre und Hagrarbeiten 17,430 fl., Seide und wollenwaaren 78,484 fl., Lederwaaren 69,871 fl., Eisen⸗ Seidenwaaren 16,310 fl., Droguen und Chemitallen 11,778 fl., Glas- und Porzellanwaaren 10,610 fl., Frank⸗ jurter Schwarz 8,195, fl., Papeterie 7,977 fl., Besaß artikel 7,724 fl., Teppichschnüre 7,145 fl., Tuch 7/044 fl Zink 7.000 fl. Bijouterie 5,259 fl., Corsetten 4.840 fl.. Frankfurt. Um das reiche Beobach ungsmalerig über die slattgehabten Erdstöße, welches sicherlich an vielen Orten vorliegt, zu sammeln und basselbe zu einer exakten wissenschaftlichen Bearbeitung vorzubereiten, hat bie Senckenbergische naturforschende Gesellschaft, auf Anregung ihres Docenten für Geologie, Herrn Dr. v. Fritsch, aus führlich deiaillirte Fragebogen an viele hierzu geeignes er⸗ scheinende Persönlichkeiten in den vom Erdbeben betroffenen Gegenden versandt. Es wird durch diese Fragestellungen über die wichtigsten zur Beurtheilung der merkwürdigen Nalurbegebenheit dienlichen Momente Auskunft erbeten. Selbstverständlich werden auch alle zuverlässigen Mit theilungen von solchen Beobachtern, welche nicht um deren Einsendung angegangen werden konnten, erwünscht sein und mit Dank entgegen genommen werden. Frankfurt. Der Jahresbericht des Vereins zum Schutze der Thiete documentirt eine gedeihliche Fortenl— wicklung desselben. Mit sämmtlichen Thierschutzvereigen Deusschlands(19) hat der Verein Verbindungen angekühpft; desgleichen mit drei französischen, zwei englischen, vie; schweizrrachen, zwei niederländischen, drei russischen, din amerikanischen, einem belgischen und einem afrikansschen Thierschutzbereine.— Thiermißhandlungen kamen im Nu des Jahres bier viele vor und wurden dieselben, sowen sie zur Anzeige gelangten, bestraft. Für die Mitwirkung der Schutzleute hierbei wurde denselben aus der Vereins⸗ kasse eine Gratiftcation.— Wegen langjähriger und kkeuer Dienste bei einer und derselben Herrschaft wurden 0 Kutscher und 17 Fuhrknechte prämiirt; darunter hatte einer 35, ein anderer 29, ein dritter 23 und zwei 20 Dienstjahre bei ein und derselben Familie. Von denselben wurden drei zum dritten Mase und sechs zum zweiten Male prämiirt.— Das Vermögen des Vereins besteht jetzt in 4874 fl. Die Zahl der Mitglieder beträgt 401. Darmstadt. Der berüchtigte Gauner Konrad Müller von Ober-Ramstadt ist, wie aus Lindenfels berichtet wird, in Ellenbach in der Nacht vom Donnerstag von dorügen Bewohnern eingefangen und an die Gendarmerie abge⸗ liefert worden, welche ihn nach Reinheim hinter Schloß und Riegel brachte. Von dort ist derselbe in das Arrest⸗ haus dahier abgeliefert worden. Darmstadt. Am 19. d. Abends 6 ¼ Uhr wurde hier abermals ein Erdstoß beobachlet. In Großgerau fanden mehrere Erderschütterungen statt, die sich an ge— nanntem Orte überhaupt fast jede Nacht wiederholen. Darmstadt. Die„Hess. Volksbl.“ bringen folgende: Mittheilung: Aus dem Acchiv für hessische Geschichte und Alierthumskunde entnehmen wir, daß die Bewohner von Dietzenbach bei Langen vor beinahe 100 Jahren durch ein furchtbares Naturereigniß heimgesucht wurden. Es wat am 19. Juni 1774 Nachmittags zwischen 4 und 5 Ühe, als nach einem schwülen Tage am Himmel von Südosten her ein Gewitter mit ungewöbulichem Geiöse heranze und wie Feuer und Flamme aussah. Um 5 Uhr wurde es ganz finster und es erfolgten zwei Erdstöße. In kaum 5 Minulen waren fast alle Dächer beschädigt, viele Schorn steine eingestürzt und 35 Gebäude meist Scheunen in den: sogenannlen Borngasse zusammengefallen, andere aus ihren Fundamenten gerückt. Zur Exinuerung an diese surchk⸗ baren Naturscenen wurde vicle Jahre hindurch(vielleich. geschieht es noch jetzt) Sonntags um die gleiche Stunde, in welcher dieselben siatt gehabt, mit allen Glocken geläutet. Großgerau. Vom 20. d. wird gemeldet: Gestern! Nacht 2 Uhr, 3½, 3½̃; Vormiltaps sodann halb!“ abermals Erostöße don etwa ein Viertel der Stärke der: neulichen Erschülterungen. Nachmittags 1 Uhr, 10. Mp. ein solcher von beinahe der Hälfte der damaligen Stärke um 4½ sodann endlich ein letzter, etwas geringerer Stoß. Dabei fortwährend mehr oder minder starkes Getöse. Großßgerau. Die hiesige schöne neu hergestellte Kirche: hal in Folge der vor 14 Tagen stattgehabten starken Er⸗ schütterungen Schaden gelitten, jedoch ohne gefahrdrohends Gestaltung. Berlin. leumlampe vor dem Einschlafen auszulöschen. Ein Dienstmädchen vergaß es, seine Petre⸗ Am andert gefunden. Ein betäubender Dampf erfüllte das Zimmek: und hatte den Exstickungstod zur Folge. Berlin. Ein Diebstahl der verwegensten Art ist il der Nacht vom 5. auf den 6. d.. nachtzug, welcher zwischen Königsberg und Berlin fähr!, ausgeübt worden. Eine Frau Lutze benutzie diesen Zug auh ihrer Reise von Petersburg nach Berlin. Sie hatte ile Schmuckgegenstände, welche einen Werth von etwa 15000 Thaler haben sollen, und die sich in einem kleinen Koffer befanden, in das von ihr benutzte Coupe erster Klasse mi genommen. Frau Lutze besand sich in dem Coupe a ein und war glücklich bis zur Station Kreuz gelangt; sie wal in einen Halbschlummer gesunken, als der Courierzug on Kreuz sich in Bewegung setzte. Nach ihrer Aussage are löschte kurz nach Abgang des Zuges die Couvelampe, eil! Mann trat in das dunkle Coupe, ergriff den Handkoffer, welcher die Schmucgegenstände, sowie einen zweiten, welche die Toilettegegenstände enibielt; außerdem fielen ein Damen pelz von echtem Sammet mit breitem Chinchillabesatz un Feebauchfutter sowie 1100 Thaler baares Geld anweisungen dem Diebe in die Häyde, welcher sich sodaum schleunigst entfernte. Das Hülferufen, welches Frau Lutz auf der Fahrt bis zur nächsten Haltestation Landsberg, ausstieß, wurde durch das Geräusch des Zuges übertöl iet erst auf dieser Station befand dieselbe sich in di [Lage, den räuberischen Anfall zur Kenntniß der Bahn Morgen wurde die Unglückliche als Leiche in ihrem Veil: M. in dem Eisenbahn: in Cassen⸗ unge wohl kann treff augi brür zu 5 90 8 — beamten zu bringen. Die alsbald angestellten Nachforschungen der Polizei haben zur Entdeckung des Thäters, eines frü⸗ heren Eisenbahnbediensteten Namens Zielke, geführt. Der; selbe hatte seiner in Berlin wohnenden Schwägerin einige Ringe zum Geschenk gemacht. Diese hat, sobald sie von dem Naube Kunde erhalten, Verdacht geschöpft, Anzeige gemacht und die ihr geschenkten Gegenstände bei der Polizei deponirt; dort wurden sie von Frau Lutze als ihr Eigen⸗ thum erkannt. Zielke wurde in Frankfurt a. d. O. ver⸗ hafter, wobei man den-Rest des gestohlenen Gutes noch bei ihm vorfand, mit Ausnahme des baaren Geldes, im Bettag von 1100 Thaler. Der Werth der entwendet ge⸗ wesenen Gegenstände wird jetzt auf 27,000 Thlr. geschätzt. Paris Der Unter⸗Chef der öffentlichen Sicherbeit, Soudras, welcher nach dem Elsaß gesandt wurde, um dort den Angaben Tropmann's gemäß neue Nachsuchungen anzustellen, um Johann Kinck aufzufinden, hat nach Paris gemeldet, daß diese ganz fruchtlos geblieben sind. Dieses Resultat wird den Gang des Processes wahrscheinlich be— schleunigen und die Anklagekammer wohl sofort Ausspruch thun. Obwohl Tropmann Berufung gegen denselben ein— legen will, so dürste die Sache doch in der ersten Hälfte des Monats December vor den Pariser Assisenhof kommen. Die Zahl der Zeugen in diesem Processe beträgt ungefähr 60. London. Versteckter Meuscheuhandel. Man hat sich die Mühe genommen, nachzuzählen, wieviele neugeborene Kinder zu einer gewissen Zeit in dem weitverbreiteten englischen„Morgenblaute“ zur„Abopfion“ ausgeboten werden, und gefunden, daß die Zahl dieser kleinen Würmer wöchentlich durchschnittlich 43 beträgt.„Adoption“ heißt natürlich so viel als Ankauf. Manche suchen brünelte, Andere blonde Kinder, und in Folge dessen wird die lebendige Waare auch gleich mil Angabe der körperlichen Eigenschaften annoncirt und ausgeboten. So liest man: „Ein hübsches, dralles Mädchen von vier Monaten, mit blauen Augen und blondem Haar, von gesunden Eltern stammend, ist sofort zu adoptiren“;„ein neugeborenes, ungewöhnlich großes Kind, männlichen Geschlechis, von wohlgeformien Gliedern und angenehmen Gesichtszügen(!) kann sofort adoptirt werden. Die besten Referenzen be— treffs der Gesundheit der Eltern werden gegeben.“ Blau äugige Kinder sind sehr begehrt, besonders wenn sie brünett sind; es sollen für solche Exemplare bisweilen bis zu 500 Dollar gezahlt werden. fortzufahren. Läßt er sich dessen beste Erzeugnisse, die ihm gleich im Anfang seines öffentlichen Auftretens die Herzen erwarben, zum Muster dienen, und fährt er fort, auch derartige Gegenstände, wie z. B.„Von der Heimath mehrerer Nähr- und Nutzpflanzen und Bäume“ in den Kreis seiner Besprechungen zu ziehen, so darf dem Unter—⸗ nehmen ein ehrenvelles 50jähriges Jubiläum in Aussicht gestellt werden. Mittheilungen uus dem perein der Gustav-Adolf-Stiftung. 2 In dem katholischen Ermlande, Regierungsbezirk Königsberg, leben die Evangelischen so zerstreut, daß eine Fürsorge für den evangelischen Schulunterricht großen⸗ theils nicht möglich ist. Es gibt Gemeinden, die bei 12 Quadratmeilen Größe und 60 eingepfarrten Ortschaften nur eine evangelische Schule haben. Die Eltern der Kinder haben darum große Sorge um den evangelischen Religionsunterricht ihrer Kinder. Verwaiste Kinder er- bhalien meist gar keinen. Für solche verwaiste arme evan⸗ gelische Kinder des Ermlandes sind vor 20 Jahren in der Stadt Wartenburg daselbst zwei Waisenhäuser, eines für Knaben, das andere für Mädchen, durch die Handreichung christlicher Liebe entstanden, jedoch mit so geringen Mitteln und daher so leicht gebaut, daß das Knabenhaus theilweise im Einsturz begriffen ist und dem Leben der Kinder Ge— fahr droht. Es hat ein neues Haus in diesem Jahr ge— baut werden müssen; dasselbe ist gegenwärtig bis zum Dach fertig und muß zum Herbst bezogen werden. Das ganze Gebäude kostet ungefähr 4000 Thaler; es fehlen zur Vollendung desselben noch 1500 Thaler. Die Zahl der Waisen, die in beiden Häusern Aufnahme gefunden haben, beläuft sich auf gegenwärtig nahezu 60. Auch Kleider, Hemden und Strümpfe, selbst getragene Kleider werden für die Waisen erbeten. An diese Mittheilung knüpfen wir die Nachricht, daß 1868 bei dem Jahresfeste des Weiterauer Vereins der Gustav-Adolf-Stiftung für diese Anstalten die Festcollecte, und 1869 von dem Frauenverein der Gustav-Adolf-Stif⸗ tung für Friedberg und Umgegend eine Anzahl von Hem— den und Strümpfen für die Knaben und Mädchen daselbst bewilligt worden ist. Literarisches. O„Die Spinnstube“ feiert mit dem nunmehr erschienenen Jahrgang 1870 ihr 25 jähriges Bestehen. „Von Nichts komm Nichts“, sagt das Sprichwort. Auch die Spinnstube hätte es nicht zum 25. Jahrgang bringen, geschweige denn einen so zahlreichen Leserkreis auf weit und breit sich erwerben können, wenn sie nicht das wäre, was sie sein will, ein ächtes Volksbuch. Auch der neue Jahr- gang bringt aus dem altbekannten Grundton inniger Frömmigkeit ächt deutscher Biederkeit und warmer Vater⸗ landsliebe heraus Vieles, was an langen Winterabenden iim Familienkreise vorgelesen sich gar erquicklich anhört und Belehrung und Auregung zu weiterem Nachdenken über die das Volksleben zumeist berührenden Fragen in Fülle bietet. Außer dem beherzigenswerthen Eingangsgruß sei nur die die Kinderzucht behandelnde Erzählung:„Saat und Ernte“ erwähnt. Ein hübsches Titelkupfer und viele in den Dt eingedruckte Holzschuitte gereichen dem Büch— lein wie man's an der„Spinnstube“ gewöhnt ist, zur Zierde.— Der alte Spinnstubenschreiber, der berühmte Volksschriftsteller Horn, hat die Feder für immer nieder— gelegt. Sein Sohn hat sie für die„Spinnstube“ an seiner Stelle ergriffen. Er ist bestrebt, in seines Vaters Weise Verloosungen. Freiburg(Canton), 15. November.(10-Fr.⸗Loose von 1857.) Bei der heutigen Ziehung fielen auf folgende Nummern größere Gewinne: auf Nr. 40 der Serie 7389 40.000 Fr., auf Nr. 39 der Serie 5769 4000 Fr. und auf Nr. 7 der Serie 7346 1000 Fr. Die Zahlung er⸗ folgt am 1. Februar 1870. Vom neuen Maaß und Gewicht. Vom 1. Januar 1872 soll bekanntlich im ganzen Norddeulschen Bunde und auch in unserm Großherzogthum eine neue und übereinstimmende Maaß- und Gewichtsordnung zur Geltung kommen. Von dem genannten Zeitpunkte ab müssen die neuen Maaße und Gewichte im öffentlichen Verkehr überall gebraucht werden; aber schon vom 1. Jan. 1870 dürfen sie unter gegenseitigem Einverständ⸗ nisse der Betheiligten gebraucht und deßhalb schon vorher zur Aichung zugelassen werden. Die Aichungs-Commission hat demgemäß schon jetzt die näheren Vorschriften über das Material, die Gestalt, die Bezeichnung und die sonstige Be- schaffenheit der künftig geltenden Maße und Ge— wichte an alle Aichungsstellen erlassen. Die be- treffende Anweisung wird(vorbehaltlich weiterer Veröffentlichung) schon jetzt bei den Aichunge⸗ Aemtern für Jeden, der es wünscht, zur Kenntniß ausliegen. Den Längenmaaßen ist bekanntlich in Zukunft das Meter oder der Stab(etwas über 3 Fuß) zu Grunde gelegt. Der zehnte Theil des Meters heißt Decimeter, der hundertste Theil des Meters Centimeter oder Neu-Zoll. Zehn Meter heißen ein Dekameter oder Kette. Zur Aichung werden folgende Längenmaaße zugelassen werden: 1 Meter, 2,5 Meter, 10 Meter(Dekameter, Kette), 20 Meler,— ferner 5 Decimeter oder 50 Centimeter, 2 Decimeter oder 20 Centimeter, 1 Deeimeter oder 10. Centimeter. Das Körpermaaß, mithin auch die Flüssig⸗ keite- und Hohlmaaße, werden künftig nach dem Cubikmeter(einem Meter im Würfel) berechnet. Die Einheit bildet der tausendste Theil des Cubik— meters; derselbe heißt das Liter oder die Kanne, das halbe Liter heißt ein Schoppen. Hundert Liter heißen ein Hektoliter oder ein Faß. Fünfzig Liter sind ein Scheffel. Zur Aichung und Stempelung sollen folgende Flüssigkeitsmaaße ge— langen: 1 Liter oder Kanne, 2, 5, 10, 20 Liter oder Kannen. Ferner ½ Liter oder ein Schoppen, ½, ½, ½6, ¼2 Liter oder Kannen. Als Hohl⸗ maaße für trockene Gegenstände werden zur Aichung und Stempelung zugelassen: 1, 2, 5, 10 und 20 Liter, ferner 1 Hektoliter oder 1 Faß, ½ ͤ Hektoliter oder 1 Scheffel, ½¼ Hektoliter oder 72 Scheffel, sowie J, /, ½ und ½86 Liter. Die Einheit des Gewichtes bildet das Kilo— gramm(1000 Gramm), ½ Kilogramm ist ein Pfund. Zehn Gramme heißen ein Dekagramm oder Neuloth, 50 Kilogramm oder 100 Pfund heißen ein Centner, 1000 Kilogramm oder 2000 Pfd. eine Tonne, der zehnte Theil eines Gramms heißt Deeigramm, der hundertste Theil Centigramm, der tausendste Theil Milligramm. Zur Aichung und Stempelung sollen folgende Gewichte gelangen: 50 Kilogramm oder 1 Centner, 50 Pfund oder ½ Centner, 20, 10, 5, 2 und 1 Kilogramm, fernet 500 Gramm oder 1 Pfd., ½ Pfd., 200 Gramm, 100, 50, 20 Gramm, 10 Gramm oder 1 Dekagramm oder Neuloth, 5, 2, 1 Centigramm(hundertstel Gramm), 5, 2, 1 Milligramm(tausendstel Gramm). In der erwähnten Anweisung ist genau an— gegeben, wie die zur Aichung gelangenden Maaße und Gewichte beschaffen sein müssen. „ ie un 3023 Dem unbekaant wo? in Australien abwesenden Georg Imbescheld von Butzbach wird auf diesem Wege bekannt gemacht, daß Lorenz Scheerer von Ober⸗ Mörlen durch den Großherzoglichen Hofgerichts⸗Advokaten Turtman eine Klage auf Zahlung einer Wechselschuld im Betrage ven zwei Hundert sechzig vier Gulden nebst (6% Zinsen vom 16. September 1856, sowie auf Ersatz der Proceßkosten gegen ihn hat anustellen lassen, inden primär die Fortsetzung des Executionsverfabrens auf (Brund eines nöthigenfalls im Original oder in be⸗ glaubigter Abschrift vorzulegenden Erkenntnisses des laustralischen Gerichtshofes county court zu Melbourne, ldessen Rechtskkaft anzuerkennen sei, beantragt eventuell zaus einem abschriftlich überreichten Wechsel d. d. Mel⸗ bourne 16. Juli 1856 geklagt wird. Unter Gestattung der Acteneinficht auf dem Astuariat des unterzeichneten Gerichts ergeht daher an ven Be— ltlagten Georg Imbescheld die Aufforderung, sich auf die Klage sogewiß innerhalb drei Monaten von heute zu erklären, als er sonst des thatsächlichen Klagiuhalts igeständig erachtet, mit Elnreden ausgeschlossen und der [Klagbitte gemäß verurtheilt resp. weiter geeignet gegen ibn vorgeschritten werden wird. Anstatt der Infinuatlon werden weiter zu erlassende Verfügungen an der Gerichtsthüre angeschlagen werden. Butzbach den 24. October 1869. Großherzogliches Landgericht Butzhach A. Bde. K i g ei, Landgerichts ⸗Assessor. Logis zu vermiethen. 3092 Der 2. und 3. Stock meines Hauses ist zu ver⸗ miethen und im Februar zu beziehen. Adam Menges. — 7 Conecurrenz⸗Exröffnung. 3168 In dem Landeszuchthaus Marienschloß ist eine Aufseherstelle mit einem Gehalte von 300 Gulden zu besetzen. Der Anzunehmende muß ein kräftiger, un⸗ verheiratheter Ercapitulant, mit guten Zeugnissen seiner Militär- und Ortsbehörde versehen, im Rechnen und Schreiben bewandert und fähig sein, der Küfer⸗ oder Schlosserwerkstätte vorzustehen. Marienschloß den 15. November 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Directlon r eee ee, eee 3180 Donnerstag den 25. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird der Bedarf an Bettstroh für die hiesige Garnison pro 1869ũ70 unter den bei der Garnison-Verwaltung zur Einsicht offen liegenden Bedingungen auf dem Sou— missionswege in Lieferung vergeben. Friedberg den 18. November 1869. Großherzogliche Garnisonverwaltung Friedberg Ni schwrtz. ö Ochsenfleisch⸗Lieferung für das Garnison⸗Lazareth Friedberg auf das Jahr 1870. 3205 Freitag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll die obige Lieferung auf dem Lazareth-Büreau unter den daselbst zur Einsicht offen liegenden Bedingungen durch Soumission vergeben werden. Friedberg den 20. November 1869. Großherzogliche Garntson Lazareth-Commission Stock. Dr. Steinhäuser. Ein heizbares Mansardzimmer 3182 ist zu veimiethen. Näheres bei Herrn M. Mond ig ler in der Vorstadt. Edictalladung. 3208 Nachdem wider den Reeruten Salomon Sund— heimer aus Münzenberg, Kreis Friedberg gebürtig, der Desertionsproceß eröffnet ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, zu seinem Truppentheile zurückzukehren, spätestens aber in dem auf Donnerstag den 25. Februar 1870 Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam für einen Deserteur erklärt und in eine Geldbuße von 30 bis 1000 Thaler verurtheilt werden wird. Darmstadt den 21. November 1869. Gtoßhenzoglichse en ssertet Lotheißben, Divisions Auditeur. Mobiliar ⸗Versteigerung. 3209 Freitag den 26. Nohember d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Bebausung der Adam Kehr's Witwe dahier umzugshalbes verschiedene Mobilien, als: Tische, Stühle, Schränke, Betistellen, Bettwerk, Weiß⸗ zeug, Glas, Porzellan, Küchengeräthschaften, sowie sonstige Haushaltungsgegenstände frelwillig meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 22. November 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Herrenhragen 7.8 neben der Post in Friedberg. Bei Bindernagel: Schimpff in Friedberg iß erschienen und zu haben: Predigt am Rtformationssest(3. October) 1869 in der Durgkirche zu Friedberg gehalten von 5 Dr. K. Köhler, Professor und Pfarrer. Auf Verlangen für die Gemeindeglieder in den Druck gegeben. Preis 6 kr. 1Hofapotheke zum Mohren! Empfehle mein reichhaltiges Lager in den feinsten Chinesischen Thee-Vorten. Nur durch den directen Bezug ist es mir möglich eine reine, ächte neue Waare um außerst billige Preise zu liefern; ferner feinsten Zeylon⸗ und Java Zimmt, Vanille, neue Mandeln u. s. w. Wilh. Sturmfels, Hofapotheker. 3000 Als bester Ersatz des Kaffee's dient Hoff'sche Malz Gesundheits- Chocolade, sehr wohl- schmeckend, à 20 und 30 Sgr. pr. Pfd. 3202 Rbeinbeim(Pfalz) 7. September 1869. Da ich vor einigen Jabren durch den Gebrauch Ihres Malzextract⸗Gesundbeitsbier vollftändig bergestellt worden bin, finde ich mich bei neuem Unwohlsein ver. pflichtet, mich wieder eiligst an Sie zu wenden ꝛc(Folgt Bestellung.) M. Simon, Königl. Postexpeditor. — Bacharach, 30. September 1869. 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Gemeinde Vilbel am 31. Dezember 1869 in Empfang zu nehmen, da mit diesem Tage die Verzinsung derselben aufhört. Vilbel am l. October 1869. Der Vorstand der isr. Gemeinde Vilbel. Unterhosen, 3117 in bester und schwerster Qualität, empfiehlt bilia ß Heinrich Diebl, usagasse Nr. 354. Spitlwerke 3022 von 4 bis 72 Stücken, worunter Pracht⸗ werke, mit Glockenspiel, Trommel und Glocken- spiel, mit Himmelsstimmen, mit Mandolinen, mit Expression u. s. w. Ferner: 4 Spieldosen mit 2 bis 12 Stücken, worunter solche mit Neces⸗ saires, Ctgarrenständer, Schwetierhäuschen, Photo— graphie-Albums, Schreidzeuge, Handschuhkasten, Briefbeschwerer, Globus Cigarren-Etuts, Tabaks⸗ und Zündholzdosen, Puppen, Arbettstischchen,— Alles mit Mufik; ferner: Stühle, spiesend, wenn man sich setzt. Stets das Neueste empfieblt J. H. Heller in Bern. Zu Weihnachtsgeschenken eignet sich nichts besser. Jeder Auftrag wird sofort aus- geführt. Pretscourante sende franco. 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