N. fiudet h and Tanzan Oastwirth. — u Ftiedbn Flle u sehr billigen en det Pefl. 1 att Wotwang der Erde —[s— Sbursche 32 erstaßn —— irn schinen Jitiag nageln in . legung der Dienstag den 22. Juni. N71. 1869. ber essischer Anzeiger Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Inkelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Abonnements ⸗ Einladung. —— Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljahrlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr.— Bei der Vexlags⸗ expedition kostet das Blatt halbjährlich 1 fl. Auswärtige Abonnenten sind gebeten ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Posthoten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. 8 ka n nm mn e che Raug Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß während der Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs die Musik des hier garnisonfrenden Großh. J. Jaͤger-Bataillons jeden Mittwoch Nachmittags von 6 bis 7 Uhr in dem hiesigen Burggarten splelt and der Zutritt durch den Burghof und das große hintere Thor des Burggartens dem Publikum gestattet ist. Friedberg den 21. Juni 1869. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tria v. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 22 enthält: I. Die revidirte Rheinschissfahrtsacte vom 17. October 88 sammt Schlußprotokoll. Die Bestimmungen derselben teten in Gemäßheit des Art. 48 der Acle mit dem . Juli 1869 in Wicksamkeit. II. Uebeisicht der sür das Jahr 1869 genehmigten Umlage zur Besireitung der Kriegsausgleichungskosten der Semeinde Wimpfen. III. Bekanulmachung, die Erhebung einer Umlage in en Gräflich Görlitz'schen Waldgemarkungen I- VII. beir. 8 IV. Abwesenheilserklärung. Durch Urtheil Großh. Zezirksgerichts Mainz vom 22. Mai 1869 ist zur Con tatirung der Abwesenheit von Anton Becker VII. Ackers mann aus Gonsenheim die im Art. 116 des Civilgesetz nuchs vorgeschriebene Zeugenvernehmung verordnet worden. — Die 1. Kammer beschloß in ihrer Sitzung am 18. d. wiederholt die Ablehnung des Be— chlusses der zweiten Kemmer, nach welchem die Actiengesellschaften zur Einkommensteuer hinzu— gezogen werden sollen. — Zum Zwecke der Ermittlung des pecuniären Aufwandes bezüglich des zu erlassenden Lehrer— hensionsgesetzes haben die großherzoglichen Kreis imter in Folge Weisung des Ministeriums des Innern an die Schulvorstände die Aufforderung rlassen, innerhalb 8 Tagen folgende Verzeichnisse zufzustellen und einzusenden: 1) Verzeichniß sämmt⸗ icher Schulstellen mit Angabe der Größe der Sehalte derselben nach den Besoldungsnoten; 2) deßgl sämmtlicher pensionirten Schullehrer mit Angabe des Datums ihrer Pensionirung und des Dienstalters, welches sie zur Zeit derselben hatten, der Gehalte der betreffenden Schulstellen, der Beträge der Ruhegehalte im Ganzen und mit spezieller Bezeichnung der Cassen, aus welchen und in welchen Beträgen solche geleistet werden; 3) deßgl. der Gehalte, welche dermalen die Schul— gehülfen, welche dienstunfähigen Schullehrern bei— gegeben sind, beziehen, mit Angabe der einzelnen Beträge, welche von den Schullehrern, aus den Gemeindekassen und aus der Staatskasse geleistet werden. — Unterm 15. l. M. ist dem General Aaron Seeley aus New-Nork, welcher von dem Präsi— tenten der Vereinigten Staaten von Amerika mittelst Patents vom 21. Apeil l. J. an Stelle tes Consuls William Walton Murphy in Frank— furt a. M. zum Consul für das Großherzogthum Hessen und zwar mit dem Sitze in Darmstadt ernannt worden ist, Seitens der Gr. Regierung Exequatur ertheilt worden. .. Friedberg. Ueber die Zusamuen⸗ Grundstücke hat bekanntlich cuch in unseren Blättern eine ausführliche Er- verletzt seither gegoltene Rechte. örterung stattgefunden. Es handelt sich hier um einen außerordentlich wichtigen Gegenstand. Derselbe bildet für die Landwirthschaft einen wesentlichen Fortschritt. Doch erst mit der Zeit, allmählig, wird er die rechte Anerkennuneg finden. Nothwendigkeit und Erfahrung werden auch hier, wie überall, ihre unwiderstehliche Lehrwirksamkeit erst bethätigen müssen. Im Anschlusse an jene Erörterungen in 1868 wollen wir unsern Lesern weitere Mittheilungen machen: In den neuen preuß. Provinzen geschieht hin— sichtlich der Zusammenlegung sehr viel. Auf dem Westerwald, also selbst in Gebirgsgegenden, haben sich durch die Verkoppelung die landwirthschaft— lichen Erträge außerordentlich gesteigert. Auf Ver— langen der Gemeinden legt die Regierung die Kosten vor. Bezüglich des Regierungsbezirks Kassels ent— nehmen wir aus der hess. Morgenzeitung, dem Organ der Fortschrittspartei in Kurhessen, Fol— gendes: 150 Gemeinden haben sich bereits für die Zusammenlegung der Grundstücke ausgesprochen Die Majorität, der Morgenzahl nach, entscheidet. So muß es auch sein. Denn sehr viele Grund— besitzer, besonders die Leute mit nur wenigen Morgen Land, wollen sich nicht davon überzeugen, daß die Verkoppelung Jedem, nach Verhältniß seines Grundeigenthums, zu Gute kommt. Die Kosten sind in Wirklichkeit geringer als ihre ge— wöhnliche Vorannahme, Dieselben werden unter alle Theilnehmer nach Verhältniß des Vortheils, der einem Jeden aus der Verkoppelung erwächst, vertheilt. Wer z. B. 100 Morgen hat, muß doppelt so viel bezahlen als der Besitzer von 50 Morgen. Die Verkoppelung ist gewissermaßen eine Association. Eine jede Association vertheilt auf ihre Theilhaber, im Verhältniß von deren Leistungen, nicht nur Vortheile, sondern auch Lasten und Nachtheile. Zu letzteren gebört auch das Aufgeben des starren Eigenthumsrechts. Denken wir hier z. B. an die Vorschußvereine. Die Mitglieder derselben verlieren das Dispositions— recht über ihre Stammantheile, ihr Eigenthum. Wenn immer an dem Eigenthumsrecht festgehalten und dieses für heilig, unverletzlich erklärt worden wäre, dann hätten wir keine Straßen, keine Eisen— bahnen, keine Baulinien und vieles Andcre nicht, was nothwendig und heilsam ist. Ein jedes Ver- bessern und Vorankommen, also jeder Fortschritt nachstehende regulirung gewähren Wer bei der Zusammenlegung schlechtere Stücke erhält, muß dafür entschädigt werden. Oft verzichten die Be— sitzer auf solche Entschädigungen, weil ein un— günstiger Tausch in der einen Gewanne durch günstigere Lagen in anderen Gewannen hinläng— liche Ausgleichung findet. Die allgemeinen Vor— theile der Aecker⸗Zusammenlegung und Wege— reichen Ersatz und volle Eutschädigung für jeden Verlust und Verdruß. Allein, und dieses ist der große Nachtheil wie bei vielen Verbesserungen, so auch bei der Zusammen— legung, Einsicht und Anerkennung, durch Eng— herzigkeit und Selbstsucht aufgehalten, kommen spät und langsam nach. Letztere Thatsache veranlaßte une im Ober— hessischen Anzeiger mitzutheilen, welche Fortschritte die Aeckerzusammenlegung in unserer Nachbarschaft fort und fort macht, Mainz. Nicht nur die Großh. Hessischen Pioniere kommen nach Castel, sondern auch ein Theil des Artilleriecorps, um Festungsdienst ꝛc. zu lernen. Pferde und Mannschaften werden theil— weise in Castel, theilweise in Kostheim einquartiert. Preußen. Berlin. Das Zollparkament nahm mit unwesentlichen Modiffcationen die Zucker— besteuerungsbill an, nebst einem Zusatzantrag Lasker's, wonach das Zuckersteuergesetz gleich— zeitig mit dem Gesetze über Abänderung des Ver— einszolltarifs in Kraft tritt. — 18. Juni. In der beutigen Zollparla⸗ mentssitzung wurde der Antrag des Abg. Metz I., der Bundesrath möge dem gleichzeitigen Tagen des Zollparlamenis und der Landtage der einzel- nen Staaten entgegenwirken, fast einstimmig an— genommen, nachdem auf den Wunsch des Fürsten Hohenlohe die Motivirung des Antrags durch das augenblickliche Tagen der hessischen Ständever— sammlung weggefallen war. Der hessische Com- missär Hoffmann sprach sich entgegenkommend für den Antrag aus. Auch der Antrag des Abg. v. Stauffenberg: die Vorlagen möchten den Mit— gliedern des Zollparlaments zwei Wochen vor der Einberufung des letzteren mitgetheilt werden, wurde angenommen. Präsident Delbrück verhieß das Entgegenkommen der Bundesregierungen. Eine Interpellation Hinrichsen's, ob mit Mexico Ver— handlungen wegen eines Handelsvertrages eingeleitet worden seien, wurde vom Präsidenten Delbrück dahin beantwortet, daß der Zollbundesrath im Begriffe sei, commereielle Verhandlungen mit Mexico zu eröffnen und dieselben voraussichtlich ein befriedigendes Resultat haben würden. Hier- auf wurde der Entwurf des Vereinszollgesetzes mit wesentlichen Abänderungen definitiv angenommen.“ — Am 19. d. fand wiederum eine Sitzung des Reichstages statt. Es wurde in derselben die Wahl des Abgeordneten Buff für gültig erklärt. Hierauf folgte die erste und zweite Berathung des Etats des Oberhandelsgerichts Die laufenden Ausgaben betragen 68,500 Thlr., die einmaligen außerordentlichen Ausgaben 6000 Thlr. Die Ueberweisung des Etats an eine Commission wird abgelehnt. Bei der Specialberathung der Etats— positionen für den Präsidenten, den Vicepräsidenten und zwölf Räthe werden diese Positionen geneh- migt, diejenigen der Subalternbeamten und Boten jedoch auf die Hälfte reducirt und hierdurch die fortlaufenden Ausgaben auf 62,000 Thlr. er- mäßigt. Der Etat wird mit diesen Modificationen in zweiter Lesung angenommen. Eine Interpellation des Abg. Wedemeyer(betr. die Verpflichtung der Kreise, im Falle der Mobilmachung die Pferde für die Landwehr unentgeltlich zu stellen) wurde von der heutigen Tagesordnung abgesetzt. — Generalfeldmarschall Graf v. Wrangel ist, nach den Mittheilungen auswärtiger Zeitungen, in Wildbad am Lungenschlage im Alter von 85 Jahren verstorben. Sein Tod erinnert wohl Manchen an die durch ihn vollzogene Sprengung der Berliner Nationalversammlung im November 1848 und die Herstellung der Ruhe und Ord- nung in der Hauptstadt Preußens auf dem Wege des Belagerungszustandes.— Diese Todesnachricht wird jedoch von Berlin aus auf Grund eingezo— gener Erkundigungen bei der Familie als„völlig grundlos“ bezeichnet, der alte Feldmarschall, also schon zum zweiten Male fälschlich todt gesagt, kann nun abermals selbst seine Todesnachricht widerrufen. — Bei der Einweihung des Jahdekriegshafens taufte der Kriegsminister v. Roon in Gegenwart des Königs den Hafen„Wilhelmshöhe“ und be— zeichnete denselben als die Morgengabe Preußens an Deutschland. Bayern München. Das Handelsmini— sterium erinnert, daß der Courswerth der öster— reichischen, neuerdings massenhaft einströmenden Sechskreuzerstücke mit den Jahreszahlen 1848 und 1849 nur fünf Kreuzer süddeutsch beträgt. Würtemberg. Der durch einstimmige Wahl des Domcapitels zum Bischof von Rotten— burg ausersehene Professor Dr. v. Hefele zu Tübingen ist einer der bedeutendsten Gelehrten der deutschen Hochschule auf dem Gebiete der kathol. Theologie. Professor Hefele ist, wenn auch streng katholisch, doch kein Fanatiker, vielmehr eine ver— söhnliche Natur, wie der verstorbene Bischof von Rottenburg, in dessen Fußtapfen er treten wird. Seine Erwählung wird als eine sehr glückliche angesehen, da anzunehmen ist, daß dieselbe auch in Rom keine Beanstandung findet. Professor Hefele ist vor Kurzem vom päpstlichen Stuhl selbst nach Rom berufen worden, um Theil zu nehmen an den Vorarbeiten zum ökumenischen Concil, und es sind erst wenige Wochen, daß er von Rom wieder nach Tübingen zurückgekehrt ist Auf der andern Seite hat auch die Regierung gegen seinen Namen bei Vorlegung der Wahlliste des Rotten burger Domcapitels nichts zu erinnern gefunden, HOesterreich. Wien. Auch in Oesterreich sind die Opfer, welche das unersättliche Militär— Budget fordert, in immer steigender Zunahme. Das den Delegationen vorzulegende Militärbudget wird, einer Correspondenz der„A. A. Z.“ zu- folge, einen Nachtragscredit in der Höhe von elwa drei Millionen begehren, da der Kriegs— minister schon in der letzten Session, im Hinblick auf die bedeutende Preissteigerung sast des ge— sammien Verpflegungsmaterials für die Armee, die betreffende Nachtragsforderung als unabweis— lich ankündigte. Das Budget enthält gleichzeitig die Gageaufbesserung der Offiziere vom Obersten abwärts, und zwar vom 1, Januar k. J. abz bezüglich der Erhöhung der Penslonsbezüge sind die definitiven Entschließungen noch nicht erfolgt, Endlich ist, in das Budget eine Summe von 500,000 fl. zur Beschaffung von 100 Mitraslleusen nach dem System Montigny eingestellt— eine Frucht des civilisatorischen Bedürfnisses nach rascherer und ausgiebigerer Menschenvertilgung. Frankreich. Paris. Dieser Tage wurde die erste Nummer der drei Mal wöchentlich erschei⸗ nenden„Germania, Zeitung für die Deutschen in Frankreich“, ausgegeben. Die Wochenschrift „Neue Pariser Zeitung“ konnte dem herrschenden Bedürfniß nicht mehr genügen. Die Tendenz der „Germania“ ist die rein deutsche, d. h. sie ver— tritt nur die Interessen der Nationalität ohne Rücksicht auf staatliche Verhällnisse. Unter der Rubrik„Aus der Heimath“ bringt sie daher Nachrichten aus Nord-, Süddeutschland, Oester— reich und der Schweiz.— Dle deutschen Blätter, mit Ausnahme der„Nationalzeitung“ und der „Kreuzzeitung“, werden fortwährend eonfiseirt. Das„Frankf. Journ.“ ist während 10 Tagen nicht ausgegeben worden. — Dem„Figaro“ zufolge befanden sich unter den 1033 Gefangenen von Bicétre 334 Arbeiter, 243 Dienstboten und Kellner, 126 Commis, 120 Beamte aller Art, 80 Kaufleute, 25 Rentiers und 105 Personen welche der Kunst- und Literaturwelt angehören. Von ihnen waren 26 sechszehn Jahre alt und darunter, 258 zählten sechszehn bis zwanzig, 317 fünfundzwanzig bis dreißig und 207 dreißig Jahre und darüber. Dänemark. Kopenhagen. Beim Jahres- fest der Schützengilde war der König anwesend. Derselbe sprach in einer Rede die feste Hoffnung auf die Wieder vereinigung mit Denen, die danach seufzen, aus. Spanien. Madrid. Ueber die Bildung des Cabinets des Regenten wird gemeldet, daß General Prim zum Präsidenten desselben, Sildela zum Slaatsminister und Henera zum Minister der Justiz ernannt wurden. Die andern Minister blieben auf ihren Posten. — In der Sitzung der Cortes machte der republikanische Deputirte Rubio den Vorschlag, die Kammer möge eine Erklärung dahin abgeben, daß sie die Ankunft des Herzogs von Montpensier in Spanien nur mit Mißvergnügen erfahren habe Die Kammer beschließt mit 94 gegen 67 Stimmen, daß es nicht der gelegene Ort sei, diesen Antrag in Berathung zu ziehen. General Prim stellte das Ministerium vor und erklärte, die Regierung werde die Verfassung bis in das Kleinste achten, werde aber darauf halten, daß sie in gleicher Weise geachtet werde. Prim beschwört die Re— publikaner, allmählich vorzugehen, es sei dies die einzige Weise, zu einer Erfüllung ihrer Wünsche zu gelangen; die Regierung sei jetzt speziell mit der Lösung der Finanzfrage beschäftigt, und hoffe Geld zu billigem Preise zu erhalten. General Prim fährt dann fort:„Der Herzog von Mont— pensier hat als Generalcapitän den Eid auf die Verfassung geleistet, er kann also nach Spanien kommen und dort leben; Niemand wird Ihnen einen König aufdringen, die Cortes werden wählen.“ Italien. In Mailand haben am Abend des 18. d. auf dem Domplatze Menschenansamm⸗ lungen und Störungen der Ordnung stattgefunden. so daß die Truppen genöthigt waren, einzuschreiten. Auch am 19. d. haben Ruhestörungen stattgefun— den. Die Tumultuanten wurden von dem Militär ohne Widerstand zerstreut, die Rädelsführer ver— haftet und die Ordnung wieder hergestellt. Griechenland. Athen. Die bei der Kammer ⸗Exöffnung vom König verlesene Thron— rede enthält einen geschichtlichen Rückblick auf die Thätigkeit der Pariser Conferenz in Betreff der Verwicklungen Griechenlands mit der Türkei und sagt, die hellen ische Regierung habe den von der Conferenz festgestellten Grundsätzen im wohlver— standenen Interesse Griechenlands beigestimmt. Außerdem kündigt die Thronrede Gesetzesvorlagen über die Ministerverantwortlichkeit, die Reorgani— sirung des Volksunterrichts und des Gerichts; wesens, die Aufhebung des Zwangscourses für Papiergeld und die Ausführung öffentlicher Bauten (worunter die Durchstechung des Isthmus von Korinth) an. O Friedberg, 20. Juni. Die Bewohner unserer Sladt wurden gestern ganz unvermuthet in wohlthuenbe Aufregung versetzt. Gegen 2 Uhr Nachmittags langte— ein seltener Anblick in unseren Tagen— eine Bande Zigeuner, in der Richtung 1 Giegen herkommend, hier an. Im Nu bat dieselbe, etwa 60 Köpfe zählend, mit 9 Wagen und ungefähr 20 Pferden, ein leibhaftiger kleiner Nomadenzug, auf der Seewiese ein Bivouak hergerichlet, und nun pilgert Alt und Jung hinaus, den sellsamen Vesuch sich anzusehen. In der That ist er interessant genug, uns zu einer näheren Besichtigung zu veranlassen. Bald aber sind wir von einer Schaar koboldartiger kleiner Rangen umschwärmt, die uns mit der ergötzlichsten Zu⸗ dringlichkeit anbelteln. Daß sie dunkeibronzefarbig sind, und eine pudelartig schwarzgelockte Haarwildniß ihre pfiffigen Gesichter, an denen die schiefstehenden Schneide— zähne auffallen, umflattert, versteht sich bei Zigeunerkindern von selbst. Nicht so natürlich, oder vielmehr nur allzu natürlich erscheint uns ihr Anzug, der an anspruchloser Einfachheit Nichts zu wünschen übrig läßt. Verweichlichung wenigstens läßt sich der Zigeunererziehung nicht nachsagen, und von Zahnschmerz und Rheumatismus wird dieser Menschennachwuchs kaum einmal zu leiden haben. Baar⸗ fuß und halbnackt umhüpfen uns diese Wildlinge bei dem kühlen Wetter, und betteln unter Anrufung aller Heiligen, wobei sie es an Hände- und Füßeküssen nicht fehlen lassen, auch wohl im raschen Niederlassen den Boden mit dem Gesicht berühren, um„e bißle Geld“. Da hilft kein Widerstreben, der Vorrath an kleinen Kreuzern und auch Groschen wandert in die braunen Hände, und—„groß Geld“ ist ihnen noch viel lieber. Andere, die augenblicklich die Kreuzerjagd nicht ergiebig finden, spielen und zerren sich gleich jungen Hunden auf den Rasen, oder kleitern mit eichhornartiger Behendigkeit auf eins der grasenden Pferde, und sort geht's in sausendem Galopp über die Wiese hin. Das feurige Zigeunerblut träumt sich auf die weite Ebene der ungarischen Pußla.— Im Belteln werden die Kleinen abgelöst oder unterstützt durch die Frauen.„Viel Glück“ und„lang Leben“ strömt ihnen dabei in unaufhörlicher Wiederholung über die Lippen. Doch haben die Frauen vorerst zum Betteln nicht sonderlich Zeit. In ächt orien⸗ talischer Weise überlassen ihnen die Männer neben der Wartung der Säuglinge, worunter zwei neugeborne, die vollständige Hecrichtung des Zelies, das freilich einfach genug ist. Von der Breitseite der übrigens mit einer ge⸗ wissen Eleganz gearbeiteten Wagen, gegen welche das nur aus Stricken und Fragmenten von Lederriemen bestehende Pferdegeschirr merkwürdig absticht, ausgehend, bildet der Zeltraum ein dreiseitiges Prisma, das mittelst einiger zusammengebundenen Stangen rasch hergestellt ist und bis auf die Vorderseite mit einem teppichartigen Tuche bedeckt wird. Originelles zeigen die dunkeln, schmutzbedeckten Frauengestalten außer ihren verschmitzten Gesichtern nichts; ihre Kleidung besteht fast nur aus modernen Lumpen. Desto mehr ziehen die Männer unsere Aufmerksamkeit auf sich, untersetzie, stämmige Kerle mit weit in den Nacken herabhängenden Locken, keckem Blick und einer gewissen Elastteität der Bewegung, der man es anmerkt, daß die Bursche nie eigentlich gearbeitet haben. Alle haben faust⸗ große silberglänzende Knöpfe an den Wämsern, und einige der älteren tragen hohe silberbeschlagene Robrstöcke in der Hand, mit denen sie in patriarchalischer Würde einher⸗ schreiten. Einer darunter, merklich besser gekleidet und durch tief heruntergehende rothe Zwickel in den hohen Stiefelschaften ausgezeichnet, war vielleicht das Haupt der Horde. Wenn dem so ist, so wurde seine hohe Stellung von der hiesigen Polizeibehörde wenig respeclirt. Alsbald wude eine Anzahl junger Bürger mit rostbedeckten Ge⸗ wehren und aufgepflanzten Bayonetten als Schutzmann⸗ schaft beordert und ihm so wenig wie seinen Mannen gestaltet, ohne Escorte die Stadt zu betreten oder sich sonstwie zu entfernen. Man unterstellte dabei, verletzend genug für seine hohe Person, trotz seines ehrwürdigen Bartes habe es ihm noch nicht gelingen wollen, die Be⸗ geisse von Mein und Dein bei seinen Stammesgenossen genügend festzustellen. Mehrfache Anfragen nach ihrer Herkunft und ihrem Wanderziel beantworteten sie dahin, daß sie von Ungarn(aus dem Pesther Comitat) kämen und nach Frankreich wollten. Unter sich sprechen sie un⸗ garisch, können sich aber auch deutsch hinreichend verständlich machen.— Sie bekennen sich zur kafholischen Kirche, und ließen sie es sich angelegen sein, vor ihrem Abzug von hier, der heute Morgen in der Richtung nach Homburg erfolgte, ihren Neugeborenen die Taufe geben zu lassen. Friedberg. Am Samstag trafen hier mehrere Batterien des 11. preuß. Artillerie- Regiments ein, hatten gestern Sonntag einen Rasttag und setzten heute ihren Marsch nach Mainz über Homburg fort. Auch die in der Um⸗ gegend einquartiertlen Abtheilungen des Regimentes passirten heute Vormittag unsere Stadt. Aus dem Kreise Vilbel. Das landw. Kränzchen für Rodheim und Umgegend hat an die Spitze seiner Tagesoroͤnung für die nächste Versammlung zu Kloppen⸗ heim am 27. d. Mts. die Frage„über den, Nutzen der Vieh bersicherungskassen im Allgemeinen und ins⸗ besondere über die Vorzüge der Hessischen Viehversicherungs— Anstalt“ gesetzt. Da diese Frage eine sehr wichtige für unsere Landwirthe ist, so darf wohl eine recht zahlreiche Beiheiligung an der Versammlung erwartet werden. Frankfurt. Hiesige Bläster klagen über vermehrte Diebstähle an Leinengeräthe, welche neuerdings in Bleich⸗ gärten vorgekommen. Die Spitzbuben suchen sich des Nachts das auf der Bleiche liegende Geräth dadurch an— zueignen, daß sie dasselbe mittelst Angelhakens fassen, der an einem Holze befestigt ist, welches sie hingusschleudern und mim einem Strick herbeiziehen. Ein Versuch, von der Promenade aus das Geräth in einem Garten auf der für das in liche Vern Baton No — Der 6 Quel Vera Winterst holzunge der„Gä Abhandl hier mit Der Wasserre ist von fältige Nin N welches es auf gung f Quelle lnsacht die sot reichha Einflu ein do vorrust dann, — 1000 f Edele Teras, leola Verssaͤnd dimselbe Nleduich Schloß geführt Contur anberaun erw wegn und nit den snd 10 und ab. gesaßt g evollm, dubig, elend 0 brie Aer heiligen seblen lassen len, die Be umts genossen nach iter i sie bahin, lat) fen den sie un⸗ U ande A Kucht, und Ang oon diet, 17g criolglt 1. ger mehter us ein, batten been Nut in der In cles paul Seilerstraße zu stehlen, schlug, da der Strick riß, fehl und vurde der Apparat der Polizei eiugeliesert. ankfurt. In dem Zoologischen Garten ist än Seehund eingetroffen.— Ein biesiger Einwohner, velcher 2000 fl. unterschlagen haben soll, wurde steckbrieflich verfolgt. Man glaubte ihn schon längst in Amerika, als u dieser Tage Abends auf einer Promenade entdeckt und verhaftet wurde. Mainz. Aus Gonsenheim wird von einer empören⸗ hen That berichtet. Es leben dort drei Brüder in dem ihnen gehörigen väterlichen Hause. Von denselben ist nur der eine verbeirathet. Das bisher ungetheilte Vermögen dot Anlaß zu mancherlei Differenzen in der Familie. Die beiden unverheiratheten Brüder forderten von ihrem Bruder schon zu verschiedenen Malen ihre Vermögens- untheile heraus, wozu sich dieser nicht verstehen wollte. Der eine der drei erneuerte nun dieser Tage auf dem Felde sein Ansuchen bei dem Bruder, es kam zu Streitig eiten und dieser letztere gerietb der Art in Zorn, daß er einem Bruder mit dem Karste über den Kopf hieb. Der Schlag erfolgte mit solcher Gewalt, daß der Unglückliche einen Schädelbruch erlitt und kaum gerettet werden dürfte. Der Thäter ist bereits in Haft genommen und in das giesige Arresthaus abgeliefert. Wie aus Wien gemeldet wird, hat sich dort Montag den 14. d., Nachmittags 3½ Uhr, ein Gewitter entladen, das weniger wegen seiner eigenen Hefligkeit, als des gewaltigen Orcanes wegen, welcher demselben unmittelbar voranging, bemerkenswerth war. Mächlig, vom Sturme aufgetriebene Staubwolken verfinsterten derart die Luft, daß man in den Straßen nur auf wenige Schritte sehen konnte, während das Schreiben und Lesen in den Zimmern zur Unmöglichkeit wurde. In Paris wurde dieser Tage au Rechtsgebühren für das in directer Linie vererbte bewegliche und unbeweg— liche Vermögen im Seine- Departement des verstorbenen Baron Roihschild die Summe von 1,643,000 Fr. bezahlt. Der Einfluß der Entwaldung auf Quellen und fließende Gewässer. Mitgetheilt von— ll— Veranlaßt durch die Wahrnehmung, daß am Winterstein an mehreren Stellen bedeutende Ab— holzungen stattfinden, theilen wir aus einer in der„Gäa“ stehenden fraglichen Gegenstand betr. Abhandlung von M. Becquerel das Folgende hier mit. Der Einfluß, welchen die Entwaldung auf den Wasserreichthum der Quellen und Flüsse ausübt, ist von der größten Wichtigkeit und verdient sorg— fältige Beachtung.— Die Existenz der Quellen ist im Allgemeinen bedingt durch das Regenwasser, welches die oberen Bodenschichten durchsickert, bis es auf undurchdringliche Lagen trifft, deren Stei— gung folgend es weiter fließt, um schließlich als Quelle wieder zu Tage zu treten. Auch die Ursache der Wasserbrunnen ist keine andere, wie die soeben bezeichnete der Quellen, von denen die reichhaltigsten meist im Gebirge auftreten.— Der Einfluß der Wälder auf die Quellenbildung ist ein doppelter, einmal, indem sie Feuchtigkeit her— vorrufen und die Verdunstung des Bodens hemmen; dann, indem die Wurzeln den Boden durchziehen und dem Eindringen der meteorischen Wasser zu⸗ gänglicher machen. Strabo berichtet, daß im Alterthume zu Babylon große Vorkehrungen getroffen werden mußten, um die Stadt im Frühlinge vor den Ueberschwemmungen des Euphrat zu schützen, der infolge der Schneeschmelze auf den Hochgebirgen Armeniens alljährlich aus seinen Ufern trat. Um die dadurch hervorgerufenen Ansammlungen stehen- der Wasser in den bebauten Feldern zu verhindern, waren Abzugsgräben und Canäle errichtet worden. Heutzutage ist nach Oppert der vor wenigen Jahren Mesopotamien durchforschte, die Wasser— menge des Euphrat viel geringer als in den früheren Jahrhunderten. Ueberschwemmungen finden nicht mehr statt, die Canäle sind trocken, die Sümpfe verschwunden und die Gegend hat ihren früheren ungesunden Charakter verloren. Opperk übetzeugte sich, daß diese Abnahme der Wasser— menge der Entwaldung der armenischen Gebirge zugeschrieben werden muß. In der Republik Venezuela befindet sich unweit der Küste das fruchtbare Thal von Aragua. Dasselbe ist von allen Seiten durch Berge ab geschlossen, so daß die Bäche, welche in dem Thale fließen, keinen Weg zum Meere finden, und in ihrer Vereinigung einen See(Tacarigua) bilden. tigen Jahrhunderts diesen See besuchte, ging derselbe seit etwa 30 Jahren einer langsamen Austrocknung entgegen, deren Ursache die Anwohner nicht kannten. Nach Humboldt muß diese Ab— nahme den großartigen Wälder-Ausrodungen zu- geschrieben werden, welche in dem genannten Thale stattfanden. Im Jahre 1822 hörte Boussingault von den Bewohnern dieser Gegend, daß der See— spiegel wieder beträchtlich gestiegen sej und daß Landstriche, die vordem bebaut wurden, jetzt unter Wasser srien. Während 22 Jahren war aber das Thal der Schauplatz blutiger Kämpfe gewesen, die Bevölkerung nahm ab, die Felder blieben un— bebaut und dichter Wald bedeckte einen großen Theil der Gegend.— Man erkennt also hier deutlich den Einfluß der Bewaldung auf die Menge des fließenden oder stehenden Wassers. Im Jahre 1826 standen in dem erzreichen Gebirge von Marmato nur wenige von Neger- selaven bewohnte Hütten. Vier Jahre später hatten sich die Verhältnisse sehr geändert, denn es fanden sich dort zahlreiche Werkstätten und eine Bevölkerung von 3000 Seelen. Man war gezwungen viel Holz zu fällen, aber obgleich die Entwaldung erst seit 2 Jahren begonnen hatte, bemerkte man doch schon eine Abnahme der für die Maschinen benutzten Wasser, obgleich im zweiten Jahre mehr Regen fiel als im ersten. Desbassyres de Richemont berichtet, daß auf der Insel Ascenston am Fuße eines Berges sich eine schöne Quelle befindet, welche durch Entwal— dung versiegte, aber wiederkehrte, nachdem sich im Laufe der Zeit der Berg wieder mit Wald be— deckt hatte. Berghaus fand, daß die Wassermenge der Oder von 1778—1835 abnahm, und daß das gleiche zwischen 1828 und 1836 für die Elbe stattfand, so daß, wenn diese Abnahme fortdauert, dereinst die Gestalt der Schiffe auf jenen Strömen verändert werden muß. Statistische Untersuchungen ergaben, daß die Abnahme lediglich den Entwal— dungen zuzuschreiben ist. Die Römer leiteten die Wasser der Quelle von Etuven über Orleans; diese Quelle ist heute gänzlich versiegt. Ein Bach, der sich östlich von Orleans in die Loire ergoß und der bei der Be— lagerung dieser Stadt im Jahre 1428 wesentlich zur Vertheidigung beitrug, setzte ehemals Mühlen in Bewegung; er existirt heute nicht mehr, allein man muß hinzufügen, daß auch die Wälder ver schwunden sind, welche damals nach dieser Seite Als Humboldt zu Anfang des gegenwär⸗ hin um Orleans bestanden. In Folge dieser Entwaldung versiegen auch die Brunnen in der Stadt mehr und mehr, so daß die Municipal Verwaltung vor 4 Jahren genöthigt war mit einem Kostenauswande von 300,000 Fres. trink⸗ bares Wasser von der Quelle des Loiret nach Orleans zu leiten. Wenn auch in einzelnen Fällen Quellen in⸗ folge von Erdbeben versiegen, so lehren doch obige und viele andere Beispiele daß die Wasserabnahme und das Versiegen der Quellen fast immer un⸗ mittelbar mit der Entwaldung eintreten. Würde darum mit der Abholzung des Wintersteins in dem Maße, wie es seit Anfang dieses Jahres geschieht, fortgefahren, ohne daß neue Anpflanzun⸗ gen gemacht werden, so würde besonders Fried- berg, das einen großen Theil seines Wassers von den am Fuße des Wintersteins entspringenden Quellen erhält, bald an emfindlichem Wassermangel zu leiden haben. 1 Jüt die nothleidenden Juden in Westrußland kam uns nachträglich noch zu: Von Ant. Schöoͤpff II. in Pohlgöns 11 fl. 10 kr., welchen Betrag wir dem hiesigen Comiié zur Weiterbeförderung zustellen werden. Die Expedition. Verloosung. Freiburger 15 Frs. Loose. Zlehung am 15. Juni. Gezogene 42 Serien sind: Nr. 457 641 653 806 907 924 1723 1927 2005 2086 2299 2495 2697 2716 3127 3339 3534 3694 3914 4142 4377 4390 4392 4425 4598 4746 5016 5111 5192 528“ 5377 8936 5957 6075 16398 6490 6494 6514 6546 6960 7541 7871. Edietal ladung. 1634 Nachdem mit dem Vereine deutscher Fürsten und Edelleute zum Schutze deutscher Auswanderer nach Teras, beziehungsweise dem Verlreter des Phillipp Nleolaus Schmidt'schen Anlehnsconsortiums eine Verständigung zur veraleichsweisen Erledigung der von demselben an die Petvatveriassenschaft des Herrn Grafen Friedrich Eduard von Alt- Letningen-Westerburg arf Schloß Ilbenffadt erhobenen Forderungen vicht herbet⸗ geführt werden konnte, so wird nach deshalb erkannlem Toneurse Liquldationstermin auf Mittwoch am 4. August l. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt, in welchem Forderungen und Ansprüche an den erwähnten Allodtal Nachlaß, bei Meidung ffill⸗ schweigend eintretenden Ausschlusses, dabler anzumelden und nebst etwaigen Vorzugsrechten näher zu begrün⸗ den find. In dem Termine soll nochmals die Güte versucht und über die weitere Behandlung der Sache Beschluß gefaßt werden und find die ausbleibenden oder durch Bevollmächtigte nicht oder nicht gebörig vertretenen Gläubiger den gefaßt werdenden Beschlüssen als bei— tretend anzusehen. Friedberg am 22. Mat 1869. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Ein braves Mädchen, 1828 das in Küche und Haus gewandt u ist, wird zum alsbaldigen Einiritt gesuchtl. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Einladung zum Abonnement auf den Landwirthschaftlichen Anzeiger. Herausgegeben auf 1864 Der Landwirthschaftliche Anzeiger erscheint vom weise für die Verhälinisse des Großherzogtbhums Hessen, Kurhessen) berechnet, wird der landwirtbschaftliche Anzeiger Zetürfnissen der Landwirthschaft seine Ausmerksamkeit zuwenden, dieser Länder bringen, desgleichen genaue Berichte über den Handel und Lebensmittelpreise der Hauptmärkte Verkehr in diesen Artikeln, die Courswerthe der gangbarsten Goldmünzen u. s. w. Vereinen und practischen Werth und Interesse sein schaftlche Anzeigen aller Art, von Behörden, größeren und kleineren Landwirth von besonderem Anzeigen werden die Petitzeile oder deren Raum mit 4 Kreuzer berechnet, angemessenem Rabatt. Veranlassung des Landwiethschastlichen Clubs in Franffurt a. M. 1. Juli l. J. an wöchentlich einmal. Vorzugs⸗ der preußischen Provinz Hessen(Frankfurt, Nassau und bauptsächlich den täglich vorkommenden practsichen er wird also regelmäßig die Frucht-, Vieh- und Diesen werden sich landwirth⸗ Privaten ausgebend, anschließen, welche für den dürften. g bet öfterer Einrückung mit Her Abonnementspreis beträgt einschließlich der Poftbeslellgebübr für den ganzen Jahrgang 86 Kreuzer. Für das Halbjahr vom Juli bis Dezember 1869 werden 18 Kreuzer) bei allen Poststellen angenommen. Darmstadt, im Juni 1869. schon jetzt Bestellungen Gu Der Herausgeber: Chr. Kichler. Höchst wichtige Anzeige für 230. Wer die bewährte Heilmethede des berühmten Bruchleidende. schweiz. Brucharztes, Krüsi⸗Altderr, in Gais, Kl. Appenzell, kennen lergen will, kann bei der Expeditzon dieses Blattes ein Schriftchen mit Belehrung und vielen 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. Eine kleine stille Lamilie 1867 sucht ein Logis. Wer? segt die Exped. d. Bl. 1866 Meine Niederlassung als practischer Arzt in Ober- Mörlen zeige hiermit an. Ober-Mörlen den 18. Juni 1869. Hb. ed. Creetner. Crauspatent-Glycerinseise alt zu allen Preen. Wilh. Sturmsfels. Hektenkragen bel K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Im Verlage von Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg erscheint in den nächsten Tagen: Warnung vor Täuschungen nebst Vorschlägen zu ehrlichem Kampf und Frieden zunächst für die Protestanten Hessens von Dr. theol. J. G. Diegel,. Professor am evangelischen Predigerseminar und Pfarrer zu Friedberg. Preis: geh. 15 Sgr. oder 48 kr. 8 Inhalt: N 0 Die evangelische Mittelpartei.(Parteibildung und Mittelparteien überhaupt)—. Die Gefahr des Ausschei⸗ dens oder Hinaustreibens aus der Landeskirche.— Presbyterial- und Synodal-Verfassung.(Die Friedberger evangelische Conferenz.)— Der Humanismus Ludwig Feuerbach's.— Die Freisinnigen und Mittelparteien scheinen keinen Halt zu bieten.(Beweglichkeit der Parteien; Deutschkatholiken und sreie Gemeinden.)— Christliche Moral ohne christliche Glaubenssätze.— Der gesunde Menschenverstand.— Manche Hauptstreitpunkte sind schwer verständlich. — Das Schriftchen des Herrn A. Mitzenius.— Der große Gegensatz unker den dermaligen Protestanten.— Die eigentlichen Ursachen der neueren biblischen und kirchlichen Richtung, insbesondere der neueren Orthodoxie.— Die Heuchelei.— Die unbeschränkte Lehrfreiheit.— Bibel und Vernunft.— Die Hauptaufgabe.— Eine Bemerkung des Herrn Hofgerichts-Advokaten Ohly über Luther.— Die Nothwendigkeit strenger Wissenschaft.(Der Werth religiöser Gefühle und Jugendeindrücke.)— Die Prinzipien der evangelischen Kirche.— Die jetzigen kirchlichen Bewegungen, insbesondere die Protestantenvereine.— Die Stellung der Gemeinden zum Kirchenglauben.— Vorlesungen über religiöse Gegenstände.— Ein Wort über und für die Geistlichen.— Arbeitstheilung, zunächst für kirchliche Vorlesungen.(Kirchliche Statistik.)— Die Richtigstellung der Grundbegriffe.— Die Hauptsache des Christenthums steht fest. Unser religiöses Leben muß wachsen.— Der Hauptstreitpunkt.— Noch ein persönliches Bekenntniß. Clayton& Shuttteworth in LIncoln 1732 lieferten im Jahre 1868 812 Locomobilen und 644 Dampfdreschmaschinen. Ste erhielten bei den letzten großen Wetiproben in England alle ersten Preise im Betrage von L 90 nebst der Ehren— Medaille der Landwirth. Gesellschaft. Kataloge, Preise und Atteste durch die alleinigen Vertreter J. P. Lanz& Comp. in Mannheim& Regensburg. Einladung zum Abonnement auf die in Dar mstadt erscheinende 2„ 25 5 0 Hessische Landes⸗Zeitun E 8 0 + Organ der demokratischen Partei. 1846 Indem wir uns erlauden zum Abonnement auf unser Blatt für das 3. Quartal 1869 einzuladen, machen wir darauf aufmerksam, daß wir uns selt dem 1. Juli v. J rückbaltlos als Organ der demokratischen Partei erklärt haben, und daß namentlich die demokratische Partei in Hessen solidarisch mit uns ver⸗ knüpft ist. Damit ist unser Standpunkt von selbg gegeben. Wir kämpien seu dieser Zeit energisch für die unveräußerlichen Rechte des deutschen Volkes mitzuwirken zur Beffimmung seines Schicksals und seiner Zukunft. Nicht was irgend dpnassischer Ehrgetz zu eignem Nutzen und Frommen zu erstreben sucht, sondern das, was aus dem Volke in seiner Gesammtheit heraus zur Lösung der Elnheits- und Fretheitsfrage geschaffen werden kann, zu unterfrützen ist unsere Aufgabe. wir für Erhaltung seiner Seslbstständigkelt, weil wir nur in der Gleichberechtt; ung der Stämme den Weg zu einer Lösung der deutschen Frage finden können. Dem freigewählten Parlamente werden sich diese Stämme alle beugen, die Gewalt wind nut den Bürgerkrieg oder die schwersten auswärtigen Ver⸗ wickelungen zur notbwendigen Folzze haben. In den innern Angelegenbeiten waren wir von jeher entschieden freisinuig und werden es bleiben. So wird, in demokratischem Sinne für die Wiedervereinigung des Gesammtvaterlandes wirkend, unser Blatt fortfahren, dem Leser, wie seither, ein genaues Bild der Tages⸗ ereignisse zu verschaffen und laden wir Freunde und Gefinnungsgenossen zu thätiger Mitarbeiterschaft ein. Der Abonnements- Preis incl. Provision und Bestellgeld beträgt für das Vierteljahr nur 1 fl. 27 kr. Darmftadt, im Juni 1869. Die RNedaetion und Expedition. Promenade⸗Straße 37. Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Versicherungsbestand am 1. Juni 1869 62,330400 Thlr. Neuer Zugang seit 1. Januar 1869 2,6665400„ Effectiver Fonds am 1. Juni 1869 15700000„ Jahreseinnahme pro 1868 2,7793535„, Dividende der Versicherten im J. 1869 39 Proz. 1865 Der Rechenschaftsbericht fur 1868 enthält zugleich eine Uebersicht uͤber die nunmehr vilerzigfährige Wirksamkeit der Bank und die während derselben erzielten sehr günstigen Ergebnisse. Bericht und Antragsformulare sind zu haben bei Hofgerichts⸗Advocat G. Trapp II. in Friedberg. Ortseinnebmer Louis Höhler in Büdingen. Domänenpfandmeister Müller in Nidda. 1840 Zum Abonnement auf das mit dem 1. Juli 1869 beginnende Neu⸗Abonnement für den Fraukfurter Anzeiger In ee eden een Abonnements- Preis per Quartal: 1) in Frankfurt a. M. von der Verlags⸗Expedition zu beziehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bapern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowte in den Staaten des Norddeutschen Bundes außer Preußen 27 Sgr.= 1 fl. 35 kr. 3) in ganz Preußen: 1 Thlr. 2% Sgr. I fl. 55 kr. Erscheint täglich außer Montags. f Dieses Blatt bringt, ohne irgend wie Partheizwecke zu verfolgen, in möglichst gedrängter Weise eine vollständige Ueberficht der Ereignisse auf der Weltbühne und sucht in der Schnelligkeit seiner Mittheilungen keinem anderen größeren Blatte nachzustehen. Außerdem enthält dasselbe wöchentliche Berichte über die Fluctuattonen der Staatspapiere, Colontalwaarenberichte, und die Preisnotirungen der hiesigen Productenbörse und des Vieh⸗ markts, ebenso wie es die Resultate der jeweligen Staatslotterie-Ztehungen mittbellt. Auch bringt es regelmäßig die für das größere Publikum Juteresse bietenden Bekanntmachungen der Behörden. Die täglich beigegebenen Familienblaͤtter zu dessen Mitarbeitern die betiebtesten Schriststeller Deutschlands zählen, werden sich nach Verhältniß ihres Raumes mit Allem befassen, was im Bereich der Belletrt stei k, der Kun st und Wissenschaft liegt. Inserate find bei dem ausgebreiteten Leterkreis dieses Blattes von den günstigsten Erfolg für den Aufgeber.— Probeblätter auf Verlangen gratts. Zrankfurt a. M. im Juni 1869. Was speriell unser engeres Vaterland, Hessen betrifft, so kämpfen 1862 Mit dem 5. Zul, Abends 6 Uhr, beginnt Gasthof zu den dret Schwertern mein Tanzunkerricht, welchem ich mich empfohlen halte.— Anmeldungen bitt gütigst in genanntem Hause machen zu wollen. J Frledberg am 21. Juni 1869.* 1861 bei Bekanntmachung. 1858 Das in Nieder⸗Weisel unter der Firma Gebrüder Rosenthal beflandene Handelsgeschäft hat aufgehört. Dagegen wurde heute in dem Firmen register des untengefertigten Gerichtes folgendep Eintrag vollzogen: i Kaufmann Rosenthal betreibt unter der Firma „Gebrüder Rosenthal“ in Pferden, Frucht, Mehl und Branntwein. Butzbach den 17. Jun 1869.. N Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr., Get Km err. Bekanntmachung. 1860 Die heute in dem Gräflichen Redier Balnhards abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Fabrtag auf Donnerffag den 24.(. M. festgesetzt. Wickstadt den 17. Juni 1869. f Gräfliche Oberförsterei Assenheim Sch alla s. 2 30 0 1 1. Heugras-Versteigerung. 1859 Freitag den 25. l. M., Vormittaßth 9 uhr, wird das dilesjährege Heugras von circa 30 Normal- Morgen Gräflichen Wiesen bei Einartshausen in einzelnen Abthetlungen an Ort und Stelle versteigert. Die Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung in der sog. großen Herrenwiese bei Einertshausen. Wlckstadt den 16. Junt 1869. Der Gräfliche Oberförsterei Schal las. Bek cc Bekanntmachung. 1857 Die am 17. Juni in den Freiherrlich von Franckenstein'schen Walddiftricten Klentzeschlag und Mörler Unter abgehaltene Holz- Ver geigerung ist geneh⸗ migt. Der erste Fahrtag findet Donnerssag den 24. l. M. ftatt. Wen Ockstadt am 18. Juni 1869. 2 Der Fretherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Wilbrand. l . 0„ Zu vermiethen 1851 ein geräumiger Laden nebst angenehmer Wohnung in der besten Lage der Stadt. Näheres bei der Exped. Ein braver solider Hausbursche Zu erfragen ligung. C Hellfeld, f Götheplatz 11, 1. Stock, Frankfurt a. M. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getauft e: 13. Junt. Dem bies. Bürger und Schreinermeister Jobannes Staub eine Tochter Loutse, geb. den 19. Mal. 13. Juni. Dem Bürger zu Nieder⸗Walger, Kreis Marburg, und Ackermann Heinrich Kaletsch eine Tochter Eva Margarethe, geb. den 27. Mai. 17. Juni. Dem hies. Bürger und Buchbindermelffer Joh. Adam Wendel eine Tochter Auna Margarelhe Marie, geb. den 29. Mai. 5 Katholische Gemeinde. Getraute: Am 8. Junt wurden getraut: Johannes Metz aus Weschnitz 1. O. und Barbara Katharina Will von Bad Nauheim. Getaufte: Am 4 Juni wurde dem Schuhmachermeister Heinrich Helm aus Fulda ein Knabe geboren, welcher am 15 dani getauft wurde, wobei er den Namen Karl erhielt. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Bestellungen nehmen an alle Possämter und in Frankfurt a. M. die Expedition, Buchgasse 3 Druck und Verlag ven Vindernagel& Schimpff. in Butzbach Handel mit Tanzunterricht. H. Moseler, Tanzlehrer. 10 ene Häringe! Wilh. Fertsch. 1 9 — 2 gelteff sind, we Betreff Friedberk aufgestel 1884 Human 25. Jai Ludwig einer N ——— Heß liche Re I. Ve und Con; delteffen §.„. W tene eb math sich ficcson Leigchn fache Bel Oeldhrghe enlrichten. werden, zu erkenn dag Verf Hälsee ges u geheim