5 tn. Naber 0 urge —ůů—— ONa erde, Ie polzbrm Dauer, teln r chu A Ni gegn 10 Bender, bert 1 N flu — 8 14 Vonnerstag den 21. October. 1 1 2 123. berhessischer Anzeiger. Inthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samßag. teigerungstermin in den Gemeinden veröffentlichen zu lassen. Amtlicher Theil. Zetreffend. Die öffentliche Verfseigerung verfallener und nicht cenovirter Pfänder der hiesigen Pfand⸗ und Leihanstalt. Friedberg den 19. October 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie, iusbesondere diejenigen von Ihnen, deren Angehörigen ein Interesse an der Pfänderversteigerung des hiesigen Pfandhauses haben, welche von deren Verwaltung auf Donnerstag den 28. d. M. nach dem Oberh. Anzeiger anberaumt worden ist, werden beauftragt, den Ver⸗ Da dies seither öfter zum Schaden von Betheiligten nicht geschehen ist, dies uuch das Interesse des Pfandhauses erfordert, so erwarten wir pünktliche Befolgung auch bei späteren Versteigerungsterminen. J. VBI d. K Haas, Kreis, Assessor. Be ih pen nt Manche enen g. Diejenigen Herren Landwirthe des Kreises, welche durch Vermittlung des landw. Bezirksvereins im Frühjahr d. J. grüne und weiße Friedberg den 19. Octeber 1869. Saaterbsen, Runkelsamen, künstliche Dünger bezogen und die früher in den Sitzungen besprochenen Versuche im Kartoffelbau ausgeführt haben, werden hiermit ersucht, über die erzielten Erfolge bis zur nächsten Sitzung des landw. Bezirksvereins uns gefällige Mittheilung machen zu wollen. Der Director des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg Term a. Wee 2920 Es wird hiecmit zur Kenntniß aller in der Gemarkung Oppers⸗— hofen begüterten Grundbesitzer gebracht, daß die von der Commission entworfenen und ausgearbeiteten Pläne über die Güterzusammen— segung in der Gemarkung Oppershofen in der Flur I ein dem Wiesen⸗— district„im Giß, in der Flur IV in den Wiesendistricten„in der Breitwiese, und„in dem Mühlahlen« und über das Acker- und Wlesenfeld in den Fluren V, VI und VII am 11. und 13. d. M. nach Art. 21 des Gesetzes vom 24. Dezember 1857 von den sämmt⸗ lichen Commissions mitgliedern in allen ihren Theilen geprüft und ein— stimmig angenommen worden sind, und daß hieraufhin die in dem erwähnten Art, vorgeschriebene dreimonatliche Offenlegung dieser Pläne und aller sonstigen hierwegen erwachsenen Acten verfügt worden ist. Diese Offenlegung beginnt den 23. October 1869 und undigt den 22. Januar 1870 und können Reclamationen gegen diese „rojectirte Zusammenlegung innerhalb dieser Frist bei Großherzoglicher Zürgermeisterei Oppershofen zu Protocoll gegeben, oder auch schrift— ich eingereicht werden, welche dann nach Ablauf der Offenlegung von ser Commission in einem noch bekannt zu machenden Termine erledigt ud hierzu die Reclamanten zur Verhandlung besonders eingeladen Da jedoch von fast sämmtlichen Grundbesstzern der Wunsch zusgesprochen worden, daß die neuen Grundstücke noch im Verlaufe Herden sollen. ape in Die Zusammenlegung der Srundstücke in der Gemarkung Oppersbo fen betreffend. a„eln ng dieses Winters und des nächsten Frühjahrs im Felde abgesteckt, aus⸗ gesteint und als Eigenthum überwiesen werden wöchten, so beabsichtigt die Commission eine, nach§. 33 der Instruction vom 30. Jan. 1866 erlaubte, Abkürzung der Offenlegungsfrist und zwar auf nur etwa vier Wochen lang, eintreten zu lassen, und werden deshalb sämmtliche betheiligten Grundbesstzer ersucht, schon von Montag den 25. d. M. an Einsicht von den Karten und den übrigen Acten zu nehmen und falls sie mit der neuen Lage ihrer Grundstucke, deren Flächengrößen, Geldwerthe ic. ꝛc. einverstanden sind, dieses durch Unterschreiben der bereit liegenden Protocolle zu erklären, andernfalls aber die hiergegen zu machenden Reclamationen innerhalb dieser Frist ebenfalls zu Protocoll zu geben, oder selbst schriftlich einzureichen, so daß dieselben sodann augenblicklich von der Commission erledigt oder die weiter gesetzlich vorgeschriebenen Verhandlungen eingeleitet werden können. Bemerkt wird noch, daß von dem 25. d. M. an der Großherzogliche Bürgermeister zu Oppershofen und an den meisten Tagen auch der Geometer auf dem Rathhause zur Ertheilung aller gewünscht werden⸗ den Auskunft und zur Entgegennahme der Erklärungen der Bethei— ligten anwesend sein werden. Friedberg den 19. October 1869. 5 Der Vorsitzende der Commission Trapp. m schichtliche Mission des evangelischen Protestantismus 0 n borgelegt werden sollen, 670 ee Ehren Vahlgesetzes. Hessen. Darmstadt. Die Vorlesungen in dem hiesigen Polytechnikum haben nun sämmt- ich begonnen und zwar mit einer für den Anfang janz günstigen Anzahl Zuhörer, denn die Zahl er Studirenden in der allgemeinen Schule beträgt 9, diejenige der Studirenden in den Fachschulen 3. Die überwiegende Mehrzahl derselben widmet uch der Architektur und dem Ingenieurwesen. Die themisch⸗ technische Klasse ist sehr schwach besucht % end die landwirthschaftliche Klasse zählt vorerst zur einen Schüler.— Unsere übrigen Lehranstalten, wie Gymnasium und Realschule, erfreuen sich bei Neginn des neuen Schuljahres einer außerordent— lichen Frequenz, so daß namentlich in der Real— schule bei Ueberfüllung der meisten Klassen in der gürze zur Errichtung von Parallelklassen wird geschritten werden müssen. — Von neuen Gesetzesvorlagen, welche dem in November wieder zusammentretenden Landtage bedingt das über die ue Ordnung des Gemeindebesteuerungswesens le Revision unseres auf dem Census basirten 5 Ein dahinzielender Gesetzentwurf sill nun vollständig vorbereitet sein. Von weiteren Vorlagen ist ein Gesetzentwurf über Zu— simmenlegung der Grundstücke für die Land— wirthschaft wichtig und schließlich wird auch die Frage der Presbyterial- und Synodalverfassung, welche seither so lebhaft die protestantischen Ge— müther erregte, zum Austrage kommen. * Friedberg. Herr Dr. Leonhardt aus Bönstadt, dermalen Kreis⸗Veterinärarzt in Gießen und zweiter Lehrer an der Veterinär-Anstalt da⸗ selbst, hat einen Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Bern erhalten und denselben angenommen. Friedberg. Wir wollen nicht unter— lassen, die Leser dieses Blattes auf eine soeben erschienene Broschüre, die als höchst zeitgemäß alle Beachtung verdient, aufmerksam zu machen, wir meinen die Broschüre von Professor Dr. K. Köhler:„Das Allgemeine Coneil und der Protestantismus. Betrachtungen aus Anlaß der Schrift des Herrn Bischofs von Mainz. Das allgemeine Coneil und seine Bedeutung für unsere Zeit.“— Mit gespannter Erwartung sehen Viele den Dingen entgegen, welche das von Papst Pius IX. noch für dieses Jahr berufene Coneil bringen wird. Wie tief eingreifend, vielleicht verhängnißvoll, wird es für uns werden, was haben wir von ihm zu erwarten? Und die weitere Frage erhebt sich an Alle, welche an die weltge— glauben. Was haben wir Angesichts des Ent⸗ scheidungskampfes, der uns durch die Berufung des Coneils geboten ist, zu thun? Auf diese bei⸗ den Fragen ist der Inhalt der Broschüre von Professor Dr. Köhler gerichtet, dessen Stimme aus mehr als einem Grunde gehört zu werden verdient, namentlich aber auch darum, weil derselbe als Lehrer des Kirchenrechts an unserm evangelischen Predigerseminar aus vollster historischer Sach— kenntniß heraus redef. 10 Preußen. Berlin. Um zu prüfen, ob und in wie weit Auswanderungen Angehöriger des Norddeutschen Bundes benutzt werden, be— ziehungsweise benutzt worden sind, um sich der Ableistung der Militärpflicht zu entziehen, ist es für nothwendig befunden worden, von jeder Rück⸗ kehr eines aus norddeutschen Bundesstaaten früher Ausgewanderten alsbald Kenntniß zu erlangen. Deßhalb sollen namentlich die ländlichen Orts- behörden von jeder Rückkehr eines Auswanderers der bezeichneten Kategorie, gleichviel ob derselbe zur Zeit mit seinen Angehörigen oder für sich allein die Enllassung nachgesucht und erhalten hatte, in jedem einzelnen Falle dem Kreis- Land- rathe und auch dann eine besondere Anzeige 2——ůů——-—-— ——— — e machen, wenn die Wiederaufnahme in den preuß. Staats verband nachgesucht wird. — Die evangelischen und katholischen Theo- logen genossen bisher die Vergünstigung, von der Ableistung ihrer aktiven Dienstpflicht bis zum 26. Lebensjahre zurückgestellt resp. für den Fall der bis dahin erworbenen Befähigung zum Pre diger oder der Subdiaconats⸗Weihe ganz von dieser Pflicht entbunden zu werden. Wie die „Voss. Zig.“ mittheilt, erlischt aber nach einer früher erfolgten Bestimmung mit diesem Herbst dieser Vorzug und werden sich die Theologen fortan in Ableistung ihrer Dienstpflicht ganz wie alle anderen Studirenden verhalten, für welche sich die Zurückstellung vom Dienst auf das 23. Lebensjahr beschränkt findet. Gegenwärtig bestehen demnach in dem Norddeutschen Wehrgesetz nur noch zwei derartige Vergünstigungen, die eine für die militärischen Krankenpfleger, denen mit gänz⸗ licher Entlassung aus der Landwehrverpflichtung gestattet ist, ihrer aktiven Diensipflicht mit einer 1½ jährigen Hülfsleistung in den Militärlazarethen zu genügen, und die andere für die Elementar- lehrer, welche mit dem durch ihre vorschriftsmäßige Prüfung erfolgten Nachweis ihrer Befähigung zum Schulamt die Berechtigung erwerben, nach sechswöchentlicher aktiver Dienstzeit unmittelbar in das Reserveverhältniß überzutreten. — Die„Börsenzeitung“ schreibt:„Wie von verschiedenen Seiten verlautet, ist der Finanzminister v. d. Heydt definitiv entschlossen, sein Amt nieder zulegen, wenn die von ihm dem Landtag zur Deckung des Defizits eingebrachten Vorlagen nicht zur Annahme gelangen. Daß Letz teres geschieht, ist bei der Beschaffenheit dieser Vorlagen und bei der in allen Kreisen des Landtages herrschenden Stimmung wobl kaum im Entferntesten zu er⸗ warten.“ — Die„Kreuzztg.“ widerspricht den Nach⸗ richten verschiedener Blätter, der Handelsminister Graf Itzenplitz babe sein Entlassungsgesuch ein⸗ gereicht und der Finanzminister v. d. Heydt wolle ebenfalls seinen Abschied nehmen, wenn das Ab⸗ geordnetenhaus den Zuschlag zur Einkommen⸗ und Klassensteuer verwerfe. — Der„Nordd. Schulzeitung“ zufolge hatte ein Lehrer im Kreise Flatow der kgl. Regierung in Marienwerder vorzurechnen gesucht, daß er mit seinem Behalte von 100 Thalern, freier Wohnung und drei Klaftern Holz nicht auskom⸗ men könne und devotest um eine kleine Unter stützung gebeten. Die Antwort lautete:„Wir befinden uns nicht in der Lage, Ihnen eine Unter- ftützung zu gewähren.“ Das Blatt fügt hinzu: „Der Aermste hat seit länger als einem Jahre sich kein einziges Kleidungsstück von seinem Lehrer- gehalte kaufen können, da es nicht einmal zu den allernothwendigsten Bedürfnissen hinreicht.“ Neuwied. Die Verlobung der Prinzessin Elisabeth zu Wied(geboren 29. Dez. 1848) mit dem Fürsten Karl von Rumänien hat dieser Tage zu Schloß Monrepos bei Neuwied statt⸗ gefunden. Bayern. München. Nach einer Mit⸗ theilung der„Augsb. Abdztg.“ sollen die Urwahlen und die Abgeordnetenwahlen in die ersten Wochen des November fallen und der Landtag auf den 22. des genannten Monats einberufen werden. Würtemberg. Stuttgart. Hofrath Dr. v. Hackländer hat vom Vicekönig von Egypten die Einladung erhalten, den Feierlichkeiten zur Eröffnung des Suez-Canals beizuwohnen. Dem Vernehmen nach wird Präsident v. Steinbeis im Auftrag der würtembergischen Regierung der Er⸗ öffnung des Canals beiwohnen. Oesterreich. Wien In Dalmatien sind Unruhen ausgebrochen. Der etwa 40,000 Ein- wohner zählende Kreis Cattaro, welcher in den früheren Jahrhunderten zur Republik Venedig gehört hatte und 1814 nach lebhaftem Widerstand von Oesterreich in Besitz genommen wurde, erfreute sich von jeher des Privilegs, keinen Mann zu den Landtruppen noch zur Marine zu stellen; bis 1854 wehr auch auf diese Gegend aus und im Sep⸗ tember sollte die Stellung beginnen. In ftürmi⸗ schen Volksversammlungen wurde beschlossen, sich der Einführung der Landwehr mit allen Mitteln zu widersetzen. Als nun die Stellung in diesen Tagen vorgenommen werden sollte, nahm die Be⸗ rottungen fanden statt, auch wanderten zahlreiche Einwohner der an Montenegro angrenzenden Be⸗ zirke mit ihren Heerden in jenes Gebirgsland aus. Ein förmlicher Aufstand wurde organisirt, und in der Bocche di Cattaro erfolgte bereits ein blutiger Zusammenstoß mit den Truppen. Wie die„Oesterr. Corresp.“ meldet, ist ein Ober⸗ lieutenant mehrfach verwundet und weggeschleppt worden. Die Insurgenten erdolchten den Ver- wundeten und lieferten den Leichnam aus. Außer⸗ dem wurden 11 Mann verwundet, zwei Mann werden vermißt. Die Regierung hat landeskundige und erfahrene Offiziere in die Pocche entsendet, um mit den Anführern der irregeleiteten Bevölkerung in Verkehr zu treten und durch Aufklärung über das neue Wehrgesetz die falschen Anschauungen, welche zu dem Zufammenstoße Anlaß gegeben haben, zu berichtigen. Schweiz Bern. Der Ständerath beschloß nach längerer Diskussion mit großer Mehrheit, in die Berathung der Alpenbahnconcession einzutreten. Beide Projekte(sowohl die Gotthardt als die Splügenbahn) wurden genehmigt. f Frankreich. Paris. In einer statt⸗ gehabten Privatversammlung von circa 1500 Per- sonen bekämpfte Pelletan energisch eine jede Manifestation, welche am 26. October in Aussicht genommen werden könne. — Die„France“ sagt, der Rücktritt des Ministers des Auswärtigen Latour d' Auvergne sei entschieden.— Ein von zwanzig der radicalen Partei angehörigen Deputirten unterzeichnetes Manifest sagt: Wir werden am 26. October nicht vor der Deputirtenkammer erscheinen, weil wir dadurch nothwendig eine Manifestation her⸗ vorrufen würden, deren Gang und Tragweite Niemand regeln kann. Wir werden die Eröffnung der Session erwarten und dann Rechenschaft wegen der der Nation zugefügten Beleidigung verlangen. — Das„Journal offiziel“ sagt: Das Gerücht von bevorssehenden Aenderungen im Ministerium hat aiemals Grund gehabt. Die gegenwärtig in Compiegne versammelten Minister bereiteten Gesetz entwürfe vor, welche dem gesetzgebenden Körper vorgelegt werden sollen. Der Senatspräsident und der Präsident des gesetzgebenden Körpers sind nach Compiegne berufen worden, um an den Berathungen Theil zu nehmen bezüglich eines Dekrets, durch welches die Beziehungen zwischen der Regierung und den großen Staatskörpern reglementmäßig geordnet werden sollen. Der Staatsrath ist bereits mit den Gesetzentwürfen beschäftigt, welche sich auf die Festsetzung der Funktionen beziehen, die mit dem Mandat eines Deputirten vereinbar sind, ferner auf die Wahl der Bureaux, auf die Wahl der Generalräthe in den Arrondissements, auf die Wahl der Municipal räthe in Paris und in den Vorstädten von Paris, auf die Wahl des Municipalraths von Lyon und die Wahl der Colonialräthe. — Die Kronprinzessin von Preußen und ihre Schwester, die Prinzessin Alice von Hessen, welche incognito mit ihren Familien und einem zahl- reichen Gefolge reisen, sind vor einigen Tagen von Lyon in Marseille eingetroffen und von da nach Cannes weitergereist, wo sie einen Theil des Winters zubringen werden. — Die Ereignisse zu Aubin, woselbst mehr als 60 Opfer fielen, darunter 27 Todte, meist am Lärm Unbetheiligte, haben einen großen Ein— druck zurückgelassen, wenn auch die amtlichen Blätter nicht so viel Aufhebens davon machen, als von den sieben Leichen von Pantin. Und es sind dort 27 Menschen gefallen und 36 Männer und Weiber und Kinder schwer verwundet worden, und es waren Männer der schweren sauern Arbeit, zahlten die Bewohner nicht einmal Steuern. Das neue Wehrgesetz ließ zwar jenes Vorrecht noch bestehen, dehnte aber die Verpflichtung zur Land— die von Anfang des Jahres bis zu dessen Ende in den unterirdischen Schluchten gruben und sich abmüheten für ein armes Brod! Diese An- völkerung eine drohende Haltung an, Zusammen⸗ e gelegenheit wird indeß vor die Kammern gebrach! werden und zu heftigen Angriffen Anlaß geben, Großbritannien. London. Der Vite, kanzler James hat die Criminalanklage gegen die Direktoren der Verficherungs⸗Gesellschaft Alber zurückgewieser. Spanien. Die„Köln. Ztg.“ schreibt: Dit Regierung sagt uns zwar immer, der Aufstand in Andalusien sei unterdrückt, die Banden verspreng⸗ und deren Führer Paul und Salvochia nicht weniger vor ihren eigenen Leuten als vor den Truppen auf der Flucht nach Gibraltar. Des muß wohl nicht ganz so sein, denn es trifft die Nachricht ein, daß Paul und Salvochia die Stadt Cartagena in Brand gesetzt hätten. Es win von Wichtigkeit zur Beurtheilung der Sachlag; im Süden sein, zu erfahren, in welcher Wei, und auf welchem Wege die beiden republikanischen Anführer aus ihrem früheren Hauptquartier Meding Sidonia nach der fernen Hafenstadt, an die fie Feuer gelegt haben sollen, durchmarschirt sind, Ein Cortes⸗Mitglied, welches bei dem Aufstandt in Saragossa betheiligt war, Victor Pruneda, if verhaftet worden. Amerika. Newyork. Die Baltimore „Sun“ und der Washingtoner„Correspondent“ sowie der Newyorker„Herald“ versichern, daß das Haus Friquet bei der Regierung, im Namen des Hauses Rothschild, den Antrag gestellt habe, derselben Alles zur Liquidirung der Staatsschueg nöthige Geld gegen 4 Prozent leihen zu wollen Frankfurt. Der wegen Urkundenfälschung und fork⸗ gesetzter schriftlicher Beleidigung und Verläumdung inn Untersuchung befindliche Georg August Götz, Commis dahier, wurde von der Strafkammer an die Assisen ver wiesen, nachdem er die in der Voruntersuchung gemachten Geständnisse theilweise zurückgenommen hatte. Dieburg. Der durch den Chevauxieger Boretti ver wundete Mühlarzt Ramspecher ist ohne, wieder zur Ba sinnung gekommen zu sein, den ihm zugefügten Ven letzungen erlegen. In Oppenheim wird eine Kartoffel gezeigt, welch, 3 Pfd. 20 Loth wiegt, eine zweite von 1 Pfd. 8 Lola! war an demselben Stocke gewachsen. Aus Baden wird die Erkffnung der Eisenbahnstrech⸗ Jaxifeld-Oßterburken⸗Mergentheim und Krailsheim gemelden wodurch nunmehr auf dieser Strecke ein vierfacher Anschluct zwischen Würtemberg, Baden und Bayern hergestellt ist. nämlich Jaxlfeld(nach Heidelberg), Osterburken(natz Würzburg und Heidelberg), Lauda(nach Wertheim und! Würzburg) und Krailsheim(künstiger Anschluß nach Ausz. bach⸗Nürnberg). Bonn. Die„Bonner Ztg.“ schreibt:„Unser eh würdiges Dichterhaus am Rhein wird nun bald eiu ganz verwaiste Stätte sein. Frau Witlwe Arndt gell. Schleiermacher ist vergangene Nacht ihrem Gatten in dü⸗ Ewigkeit nachgefolgt. Es lag ein stiller Friede über dem Leben dieser ehrwürdigen Frau, die nach alter deutsche⸗ Sitte es liebte, fern von dem Gedränge der Welt iba⸗ Tage in einfacher Häuslichkeit und aufopferndem Wirke für die Ihrigen zuzubringen. So wird man ihrer auch gedenken als einer echt deuischen Hausfrau im schönsten und höchsten Sinne des Wortes.“ Coburg. Am 28. Oct. d. J. soll in Neuses bel Coburg das Denkmal für Friedrich Rückert, bestehend aus einer über 6 Fuß hohen, auf einem Pledestal von schwarzem Marmor ruhenden Colossalbüste Nückert's, fein lich enthüllt werden. Die Büste ist vom Bildhauer Com. rad in Hildburghausen modellirt und vom Bild hauen Müller in Meiningen ausgeführt. Landwirthschaftliches. Mittel zur Vertreibung der Aufdlähung bei den Wiederkäuern. E. Das namentlich zur Herbstzeit so häufig vorkommen Aufblähen der Wiederkäuer entsteht durch Häufung ul Ausdehnung von Gas im Pansen der Thiere. Natum⸗ forscher Reiset untersuchte eine Kuh, die auf einer Klec⸗ weide aufgebläht und nach Verlauf von 2 Stunden dei endet war. Er führte ein metallnes Robr in derel Pansen ein, und fing damit das ausströmende Gas une Quecksilber auf. Das analyfirte(aufgelöste) Gas bestaut aus: 74,33 Theilen Kohlensäure, „ 23,46„ Kohleuwasserstoff und . e Siseff was wieder 100, Theile Gas ergibt. g Da sich weder Sauerstoff noch Schwefelwasserstoffgas un ausströmenden Gas vorfand, so führte ihn dies zur An wendung von alkalischen Körpern. Deßhalb sind 8 Vertreibungsmitteln der Aufblähung gebrannte Ma nesia, wie auch Zuckerkalk vorzüglich geeignet. Jede dieser Mittel bewirkt eine schnelle Verdichtung, Zusammas ziebung der im Pansen ausgedehnten und deßhalb d Thiere aufblähenden Kohlensäure. Man halte sich eine davon(in den Apotheken zu bekommen) für den Fall Hel Nottz in Vorrath, um dann davon dem aufgeblähten This nach Bedarf einzugeben. —— xNMNMW U. Lieferung für das Laudeszuchthaus. 2844 Montag den 25, October l. J., Vormittags 0 Uhr, wird dahter für 1870 zur Lieferung versteigert: 1) 1000 Stück Weißkraut, 2) 300„ Wirsing, 3) 60 Centner Sauerkraut, 4) circa 65 Centner Ochsenfleisch, e Schweinefleisch, 6„ 19 57 Kalbflelsch, 7)„ 16„ Sgcpeincschmalz. Marienschloß am 11. October 1869. 5 Großherzsgliche Landeszuchthaus⸗Direction Knispel. Arbeits ⸗Versteigerung. 2895 Samstag den 23. October d. J, Vormittags 10 Uhr, sollen die zur Regulirung der Usa auf der s. g. [Kuhweide dei Fauerbach d. Jr. erforderlichen Ar⸗ beiten und Matertallteferungen, veranschlagt: 13) Grundarbetten 781 fl. 18 kr. 1d) Lieferung von 0,5 Cb. Klftr. Steinen 18— ze) Lieferung von 500 Stück Faschinen 60»— zoffentlich auf dem Gemeindehause zu Fauerbach an die Wenigstfordernden versteigert werden. Boranschlag, Zeichnung und Accordsbedingungen liegen von heute an auf dem Büreau Großberzoglichen [Kreisbauamts Friedbert zur Einsicht offen. Friedberg den 16. Ociober 1869. F Friedberg e u 5 Güter ⸗Versteigerung. 2901 Freitag den 22. October l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die den Carl Friedrich Berg's Erben gehörenden, in Friedberger und Fauer⸗ dacher Gemarkung gelegenen Güterffücke nochmals öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden und wird bel an⸗ nehmbaren Geboten die Genehmigung sofort ertheilt. Friedberg den 18. October 1869 Oroßhberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. 5 2* V* Mobiliar⸗Versteigerung. 2905 Dienftag den 26. October 1. J., Vormittags 75 Uhr anfangend, sollen in der Wohnung der Frau Tarl Morell Wittwe in der Vorstadt verschiedene Mobiliar⸗Gegenstände, als: Tische, Stühle, Bettstellen, Sophas, Bettwerk, mehrtre noch brauchbare Oefen, sowte sonstige Hausgerätbschaften öffentlich meiftbietend gegen gleich baare Zahlung ver⸗ iteigert werden. Friedberg den 18. October 1869. Sroßherzogliches Ortsgericht Friedberg Fo uc ar. Arbeits⸗Versteigerung. 2919 Freitag den 22. d. M., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei Büreau Dachdeckerarbeiten behufs Reparatur des Kirchendaches, veranschlagt zu 60 fl, öffentlich versteigert werden. Ober ⸗Mörlen am 19. October 1869. Groß herzogliche 8 Ober⸗Mörlen e cke l. g., Ilustrirte Damenzeitung. reh alle Buchbandlungen und Postämter ist zu beziehen: DIE BIENE. Neueste und billigste Berliner Damenreitung für Mode und Handarbeit. Herausgegeben unter Mitwirkung der Redaction des Bazar mit cheilweiser Benutzung der in dieser Zeitschrift enthaltenen Abbildungen. 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Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. 5 Wir sagen hlermit allen Denen, welche den Verblichenen zu seiner letzten Ruheftätte geletteten, F unsern ttesgefühlten Dank. 20 Fauerbach b. Fr. den 18. October 1869. Die trauernden Hinterbliebenen. Fruchtpreise.— Per Malter. Oet. Waizen 11 Kort 8 fl. 20 tr.; Gerste 7 fl. 45 kr. Haser 5 fl. 40 kr Frankfurt, 18. Oct. Waizen 11 fl. 45 kr.; Korn 9 fl.— kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 8 fl. 25 kr Grünberg, 16. Oct. Waizen 11 fl. 28 kr.; Friedberg, 20. Korn 3 fl. 23 kr.; Gerste 7 fl. 24 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. 0 Molter 8 fl.— kr.; Erbsen 4 fl. 45 kr.; Wicken— f — kr.; Saamen 18 fl. 30 krez Kartoffeln 2 fl. 40 kr. Mainz, 15. Oct. Waizen 11 fl. 37 tr.; Kor 8 fl. 34 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 35 er.; Kartoffeln 3 fl.— kr.;3 Roggenstroh ver 100 Gebu 21 fl.— kr. E festen, billigst gestellten Prämien. Wohnungs- Veränderung. 2896 Meine Wohnung befindet sich jetzt im neuen Vogt'schen Hause, am Kirchenplatz, der Hof. Brauerei von J. Burck gegenüber Dr. Weckerling. * Speelalität für patent-Futter-Schneidmaschinen. 2907 Unser Absatz, welcher vor einem Jahre schon 900 Stück jährlich betrug, hat sich seitdem verdoppelt, wodurch es uns möglich ist, unsere Verkaufspreise zu ermäßigen, ohne die bekannte Güte und Solidität unserer Maschinen zu beeinträchtigen. Folgendes find unsere neuen Preise: fl. 49 für die beliebte Maschine für 20 à 30 Stück Vieh und Pferde, 2 Schnittlängen ohne Wechselräder, ganz von Eisen, „ 68„ eine größere Maschine, 3 Schnittlängen, „ 88„ die größte Maschine für Handbetrteb franeo jeder Eisenbahnstatton Garantie 3 Jahre, Probezeit 14 Tage. Abbildungen und Peschreibungen werden auf Wunsch gesandt. J. P. Lanz& Comp. in Mannheim. 2 Facharometer der Dusend fl. 6, Cartier-, Bier⸗ und Branntwein⸗Waagen, alle Sorten Thermometer bei E. Hanau, Hof⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter. 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Nassauer Hof 2921 Sonntag den 24. d. M. gut besetzte Tanzmufik. Con ra 2906 Sonntag den 24. d. M. findet in meinem Saale Tanzmufik statt, ausgekübrt von einer Abtheilung des Mufikchors des Großherzoglichen II. Inf.⸗Regiments. Ftir guse Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und 915 hiermit zu recht zahlreichem Besuche höflichst ein⸗ geladen. Nieder⸗Mockstadt den 17. October 1869. Schöhl, Gastwirth. 55 Offenbacher ö Fett-pieh-oose, = 2918 à 30 fr., in Fr le d⸗ 1 8 berg bei 5 8 Wagner, 2 im Ratbhaus. f Aushegelung eines Rindes. 2909 Auf der Kegeldabn des Unterzeschneten wird M., Nachmittags 3 Uhr anfangend, Sonntag den 24. d. eln Rind ausgekegelt. Stecher können noch jeden Tag im Laufe dieser Woche geworfen werden. Wisselsbheim den 17. October 1869. 3 Ehr. Seng, Gastwirth. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. ö 2 hat mehrere zu verpachten 0 1 nächst dem Bahnhofe. bre gesucht Näheres bei der Exped. d. Bl. Drück uns Versag von Bindernagel& Schimpff. 2 Peu An-& Verkauf von Staatspapieten Provision besorgt gegen billige F. Hirschhorn in Friedberg. J. A. 2447 An- n¹α Verkauf von Staatspapieren, Nauheim in Friedberg. —— Coupons etc. besorgt billigst Frankfurter Börse.(Jach dem Syndicats- Coursblatt.) 19. October 1869. Staats papiere. Vollbz. Aetien, Priorit.& Obligat. reussen f 4/% Obligationen 92¾ G. Baden 4 ½0% Obligat, à 105 92% 6. 30% Frankfurter Bank I fl. 50 120 P. 5 40, do. N 5 ö 0.—— 4% Darmstädter Bank à fl. 250 310 P. Frankfurt 3¼% Obligat 8078 P Gr. Hessen 4% Obligat. 92½ P. 30% Oesterr. Nat.-Bank-Actien 695 P. 92 6. 5 30% do 71/8 P. 5 3 ½/ do. 88½ P 50% Oesterr. Cred-A. Oe W. 6½ 238 à 36½ b. u 6, Nassau 4½0% Obligat. 93/ P. 5asterr. 50% Met. v. 1859 1. Ls.“—— 4½% Beyer. Ostbahn à fl. 200 1258/ P. 7 40% do. 84% P. 50% Nt.-Anl. 1854/—— 4½0% Hess. Ludw.-Pr. Obl. l. fl. 95 ½ E. Kurhessen 4% Obligat. 3 105 85½ P. 5 50% Anl. steuerf. 668—— 5% Elisab.-B. Pr.-Obl. 1 Em. ½ 75% 6. Bayern 5%, Obligat. 100½ G. Russland 5% Opl. 1. L. à fl. 1: 50% Elisab.-B. Pr.-Obl. 2 Em J½ 72 ½ F. — 4½/ ½ ahr. 92% P./ G. Finnland 4½% O. I. R. à 105 98 6. 60% Oest. si,“. Lomb. E.-B. i fr. 7499 ½ 6. . 4⁰ů7 d0 86 P Schweden 4½0% Obl. Thir à 05 85½½ G. 30% Oest. Südl. St. Lomb. E.-B. Pr. 48 ½ P. Sachsen 50% Obligat. à 105 102 b. u. G. 5 4½% Obl. 1. L. à fl. 12 83 G. 3% Oesterr. St-Els. Pr.-Obl. I. fr. 563/ P. Würtemb. 4½0/ Obligat.„ N.-Amer. 60% Bonds 1882r v. 62 88 b. 30% Liv. Pr.-Obl. Lit C., D. 40%, 32. b. f 40¹ů 40. 186 ½ P. 1 60% Bonds 18857 v. 65 87¼ ¼ b. 50% Tosc. Centt. E.-B. Pr.-Obl.„ 51¼ P. 2 7 Kurhess. 40 ThI.-L. r U 0 Amsterdam K. S. 100. 99 b. u. G. 8 Preuss. Kassensch. H. 3 447/845 ½ ass. 25 fl.-Loose—— 2 Augsburg k. S. 98/ G.. Preuss. Friedrichsd'or„ 9 58½—59½ 0% Bad. P.-L. Thlr. 100 103 b— Berlin Thlr. k. S. 1048 6. 8 Pistolen 5„ 9 49—51 S Badische 35 fl.-Loose 568/ P. 8 Bremen Thlr. k. 8 97½ G.— 5 Doppelte„ 9 50—52 5 Gr. Hess. 50 fl.-Loose 178½ P. 68 Cöln Thlr k. S. 104%8 6. 25 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 34 8 2 5 528 5 44½ P. 44 G. 1 2 Hamburg M. B. k. S. 88½ B. 5 Dueaten 8„ Oesterr. fl. 250 v. 1839 8—— 1 2 Leipzig Thir k. S. 105 B.— 5 al mareo„ 5 3840 2 4% 250 v. 1854 ⅝ 71 ½ b. 0 London Lst. k. S. 119½ G. 20 Franes- Stücke„ 9%30½% 3 . 50% 500 v. 1860‘ 77/0/ b. 9— München fl. k. S. 99 G. 2 Engl. Sovereigns„ 11 56— fl. 12. 2„ 100 fl. v. 1862 h. W. 112 ½ P. 8 Paris Fr. 200 k. 8. 95½ 95 b. 5 Russ. Imperiales„ 9 50—52 —„ 100 Pr.-L. v. 1858 150 b. ö— Wien 5. W. k. S. 965% B. 3% 6. 5 Francs-Thaler 55 E Schwed. Thi. 10-L. 127/ P.* Bankdisconto 40% G. Dollars in Gold„ 228—29 7 2777 S. Lindheimer Söhne An- und Verkauf aller Werthpapiere unter Zusicherung reeller Bedienung. Coupons- Zahlungen u. 8. w. wird gerne ertheilt. in Frankfurt a. M. Zeil 29. Auskunft über Verloosungen, — Tanzbelustigung. 0 1 in Reichelsheim. 1 Bttreffe Da 9 sallung de 1 behtercen sosott Lage for Hetteff 2 an dere He dritten“ und Ve treffende worden 10 5 Keurche!d 160 fl. 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