* Donnerstag den 21. Januar. 28 1* ira 4 . 0 6 0 * 7 11 9 5 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Inkelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Uhr*——— 11 b Amtlicher Theil. Betreffend: Den unbekannt wo ab wesenden Johannes Sulzbach J. von Oppershofen, zuletzt f wobnbaft in Butzbach. g. 5 5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogliche Polizeiverwaltung Nauheim, die Großherzoglichen Bürgermeistereien, den Großherzoglichen Polizei-Commissär l zu Wickstadt und die Großherzogliche Gensdarmerie des Kreises. 5 g herzog Johannes Sulzbach J. von Oppershofen, in Butzbach wohnhaft, ist am 17. Dezember v. J. nach erst gegangen, hat sich auch am Abend wieder auf den Heimweg nach Butzbach begeben und wird seit dieser Zeit vermißt. 1 Sie wollen Nachforschungen über den Verbleib des Sulzbach anstellen und das Resultat binnen 8 Tagen einberichten. 5 ü S igen ae un en t. Alter 62 Jahre, Größe 6“ 8“, dunkelbraune Haare, hohe Stirne, kleine Friedberg den 18. Januar 1869. AN Ort zur Arbeit unangenehmes Aussehen. Nase, gewöhnlichen Mund, blaurothes pockiges Gesicht und l J. Haas, RegierungsAccessist. 2 enthält: Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 14. d., die Wahlen für den Reichstag des horddeutschen Bundes in dem nördlich des Mains gelegenen Gedietstheilen des Großherzogthums betreffend. Dieselbe lautet: Mit Allerhöchster Ermächtigung K. H. des Groß⸗ berzogs werden die in§. 10, 12 und 20 der Bekannt machung vom 18. Dezember 1866, die Wahlen für den Reichstag des norddeulschen Bundes in der Provinz Ober⸗ hessen betreffend(Regierungsblati Seite 542) enthaltenen Bestimmungen hiermit aufgehoben und durch nachstehende Vorschristen ersetzt: un Regierungsblatt Nr. . Bekanntmachung — 1 4 2§. 10. Das Wahlrecht wird in Person durch verdeckte dand⸗ nun eine Wahlurne niederzulegende Stimmzettel ohne Unter— schrift ausgeübt. Die Stimmzertel, mittelst deren die Wahl erfolgt, müssen von weißem Papier und dürfen mit det keinem äußeren Kennzeichen versetzen sein. Sie sind außer⸗ halb des Wabllokals mit dem Namen des Candidaten, welchem der Wähler seine Stimmen geben will, aus⸗ zufüllen. 0§. 12. Der Wähler übergibt in dem Wahllokal, so· Ust bald sein Name in der Wäghlerliste aufgesunden worden it, seinen Stimmzeltel dem Leiter der Wahlcommission ober dessen Vertreter, welcher denselben uneröffnet in den verschlossenen Stimmkasten legt. Der Stimmzettel muß bverart zusammengefaltet sein, daß der auf demselben ver⸗ zeichnete Name verdeckt ist. Stimmzettel, bei denen hier⸗ gegen verstoßen ist, oder welche nicht von weißem Papier oder mit einem äußeren Kennzeichen versehen sind, hat der t eiter der Wahlcommtission zurückzuweisen. Insbesondere hat derselbe auch darauf zu achten, daß nicht statt eines 2 mehrere Stimmzettel abgegeben werden.—— 1 11§. 20. Wird eine Wahl abgelehnt, oder wird für ein c a ausgeschiedenes Reichstagsmilglied eine Ersatzwahl erforder— aus lich, so wird das Ministerium des Innern eine neue lang Wahl veranlassen, welche auf Grund ber für die erste Wahl aufgestellten Listen und ertheilten Vorschristen stait⸗ * findet. Tritt dieser Fall jedoch später als ein Jahr nach zen allgemeinen Wahlen ein, so müssen die gesammten Wahl vorbereitungen mit Einschluß der Aufstellung und Auslegung der Wahlerlistan erneuert werden. II. Bekanntmachung, betreffend die Bestimmung des Zeitpunktes, von welchem an das Gesetz vom 9. Mai 1868 wegen Todeserklärung von Personen, die an dem Felozuge des Jahres 1866 Theil genommen haben und vermißt werden, in Wirksamkeit zu treten hat. Nachdem von Großherzoglichem Kriegsministerium die Vorladung, wie sie im§. 109 des in Nr. 56 des Gr. Regierungsblatts see von 1868 publicirten Militärstrafgesetzes angeordnet ist, und die festgesetzte Frist von drei Monaten, ohne daß ain Vermißter bei den Commandossellen sich angemel⸗ bort hat, verstrichen ist,— so wird in Gemäßheit des Art. 10 des Gesetzes vom 9. Mal v. J., die Todeserklärung zon Personen, die an dem Feldͤzuge des Jahres 1866 Theil genommen haben und vermißt werden, betreffend, srmit bestimmt: daß dieses Gesetz am Ersten k. M. in Witksamkeit treten soll.(Schluß folgt.) 0— Nach Mittheilung der„Evangelischen Blätter“, hat auch der neu gegründete hiesige N„Evangelische Verein“ eine Adresse an Se. kön. Do. den Großherzog gerichtet, in welcher um Begründung selbstständiger Stellung der evangeli⸗ chen Kirche und um Einführung einer Presby- kdilal- und Synodalverfassung gebeten wird. — 5 lung der verschiedenen Feuerversicherungsgesell— schaften zu erwarten, nach welchem auf dem Wege der Verordnung sämmtliche Gesellschaften gleich- gestellt und zu einer Abgabe von 5 pCt. des Ueberschusses ihres Gewinnes an die Staatsregierung legirten Gesellschaften zahlten von ihrer Brutto— Prämien⸗Einnahme per Jahr durchschnittlich eben— falls 5 pCt. und werden daher diese älteren Gesellschaften den neuen vollständig gleichgestellt sein. Gießen. Der Professor am hiesigen Gym— nasium Dr. Ludwig Soldan, Landtagsabgeord— neter für Alefeld, ist am 10. 0. bahier gestor ben. Soldan war, bei seiner großen Lehrgabe, seinen gediegenen Kenntnissen und seinem anerkannt ehren werthen Charakter, ein durchaus deutscher Mann im besten Sinne des Wortes. Er war längere Zeit erster Präsident der zweiten Kammer und wußte sich in dieser Stellung durch seine besonnene und maßvolle Leitung die allgemeine Achtung seiner Freunde wie seiner Gegner zu sichern. Gießen. Das„Fr. J.“ berichtet: Die Hoffnung, daß die Lenne-Lahnbahn direkt von Gladenbach auf Gießen gebaut werde, nicht getäuscht zu werden. Zwar hat die Heneral— versammlung der Actionäre der bergisch⸗märkischen Bahn am 9. Janvar zu Elberfeld keinen Beschluß fassen können, weil nicht die erforderliche Zahl Actien vertreten war; indessen ist doch die Ansicht der leitenden Persönlichkeiten wie der Versamm- lung im Ganzen dahin gegangen, daß nur ein direkter Bau auf Gießen(mit einer Seitenbahn nach Cölbe) zum direkten Anschluß an die ober— hessischen Bahnen allen in Frage kommenden In- teressen entspreche. Es ist eine zweite Gencral— versammlung der Actionäre auf den 20. Februar zu Elberfeld angesetzt worden, die einen gültigen Beschluß fassen kann. Mainz. Im Monat Dezember v. J. betrugen die Einnahmen der Hess. Ludwigsbahn 320,474 Gulden gegen 293,603 Gulden im Dezember des Jahres 1867, mithin beträgt die Mehrein- nahme 26,871 Gulden, — Dem„Fr. J.“ wird von Mainz gemeldet, daß nach Privatnachrichten aus Rom die äußeren Vorbertitungen für das Concil bereits beginnen. Es wird in dem großen Querschiff der Basilica St. Peter tagen. Als ersten und vornehmsten Gegenstand scheint man die Misstonethätigkeit an— zusehen. Von den 1200 Mill. Erdenbewohnern ist nur ein Driitheil den christlichen Lehren zuge⸗ wandt, und auch von dieser Zahl bildet die römische Kirche die Minderheit mit kaum 180 Millionen Katholiken. Ueber 100 Mill. gehören — Wie man vernimmt, steht in der Kürze f den protestantischen Consessionen, 16 Mill. anderen verpflichtet sein sollen. Die bisberigen sog. privi-⸗ scheint Hessen. Darmstadt. Das Großberzogliche die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Gleichstel- christlichen Bekenntnissen an, und die griechische Kirche gebietet über 96 Mill. Seelen. Es ist also eine ungeheure Aufgabe, welche des Concils wartet, wenn es die„entfremdeten“ Kinder der „wahren Mutter“ zuführen will. Preußen. Berlin, 16. Jan. Das Ab⸗ geordnetenhaus genehmigte in der heutigen Sitzung das Budgetgesetz mit allen gegen die eine Stimme des Abgeordneten Jakoby. Derselbe motivirte seine Abstimmung mit folgenden Worten: Wie in der vorigen Session, so werde ich jetzt von dem Rechte des Abgeordneten, das Budget zu ver⸗ werfen, wieder Gebrauch machen. Ich thue dies deßhalb, weil ich der Ueberzeugung bin, daß das ganze Spstem der inneren, wie der äußeren Politik dieses Ministeriums ebenso verwerflich, als ver— derblich ist.(O! O! rechts.) In unserem Staate herrscht das eines selbstbewußten Volkes summürdigz Sysiem der bureaukratischen Bevor⸗ mundung. In der Etatsberathung ist dies aber— mals hervorgetreten in den Reden der Minister; in Allem, was wir über die Vorgänge in und außer dem Hause gehört(O! O) sehen wir, was von einer freien Entwicklung von diesem Ministerium noch zu erwarten ist. Und wie die innere Politik, so widerstreitet auch die auswärtige den Grundsätzen der Freiheit und der Gerechtig- keit.(Murren rechts.) Mit jedem Tage zeigt es sich deutlicher, daß Großmachtspolitik und Völkerfrieden unvereinbare Gegensätze sind, daß die gewaltsame Vergrößerung des Staates nur eine Stärkung der Hausmacht der Krone und nicht das geeignete Mittel ist, die Freiheit des deutschen Vaterlandes herzustellen. — Der Preßprozeß gegen den Redakteur des Kladderadatsch, Rud. Löwenstein, wegen einer Illustration des genannten Blattes, welche den Finanzminister in zerrissenem Rocke darstellte, endete nach einer Vertheidigungsrede des bekannten Humoristen mit Freisprechung. Kiel. Die„Kieler Ztg.“ meldet, daß die Bohrungen bei Segeberg ein bedeutendes Salz- lager ergeben haben. Die Bevölkerung ist darüber in großem Jubel. Wiesbaden. Zum Capitel„von den Gerichtskosten“ wurden der„Mittelrhein. Ztg.“ weiter folgende Fälle mitgetheilt:„Neulich wurde ich wegen Auslaufens meiner Dunggrube von der Polizei zu 10 Thlr. Strafe verurtheilt. Ich remonstrirte gegen die Strafe, in Folge deß die Strafe von 10 auf 3 Thlr. herabgesetzt wurde. Vor einigen Tagen aber mußte ich wegen dieser drei Thaler Strafe zwei Thaler Gerichtskosten bezahlen. Ferner mußte ich wegen 13 fr. Zehnt— annuität erst zwei und dann vier Groschen, zu- sammen sechs Groschen, Mahngebühren bezahlen.“ Sachsen. Die„Chemnitzer Nachrichten“ melden, daß der königl. sächsische Generalmajor v. Hake, der einen von der norddeutschen Marine beurlaubten Seesoldaten ohrfeigte, weil derselbe bei ihm unangemeldet eingetreten war, auf An— zeige desselben beim Kriegsministerium„wegen Mißhandlung eines Matrosen“, 14 Tage Arrest erhalten hat, in Folge dessen derselbe um seine Pensionirung eingekommen ist. Oesterreich. Wien. Das Telegravhen- Correspondenzbureau meldet: Korfu, 16. Januar. Aus Athen wird unterm gestrigen berichtet: das Regierungsdekret wegen Ausgabe von Papiergeld wurde zurückgenommen. Die Athener National bank und jonische Bank liehen der Regierung 21 Millionen. Die Kriegsvorbereitungen werden eifrig fortgesetzt. — Die czechischen Parteiführer haben Ein— lad ungen zu einem allgemeinen Demokratencongreß in Paris erhalten. — Der Fürstbischof von Lavant(Kärnten) hat den Geistlichen seiner Diöcese auf Grund eines Synodalbeschlusses vom Jahr 1274 den Gasthausbesuch untersagt. Jeder Kleriker, welcher dieses Verbot zum dritten Male übertritt, wird vom Amte suspendirt. Frankreich. Paris. Der„Constitution- nel“ betrachtet die Aufgabe der Conferenz als erfüllt und sagt, man werde bald erfahren, daß die diplomatischen Arbeiten für die Sache des Friedens nicht ohne Nutzen gewesen seien. Die Declaration wird direkt in Athen notificirt werden. — In der Thronrede, mit welcher der Kaiser Napoleon am 18. Januar die Session des gesetz— gebenden Körpers eröffnete, sagt derselbe, daß die Rede der aufrichtige Ausdruck des Gedankens sei, der sein Verfahren leite und fährt dann fort: Die Aufgabe, welche wir zusammen zu lösen unternommen haben, ist dornenvoll. Es ist in der That mit Schwierigkeiten verknüpft, auf einem von so vielen Revolutionen umgewühlten Boden eine Regierung zu gründen, welche hinlänglich von den Bedürfnissen ihrer Epoche durchdrungen ist, um sich mit allen Wohlthaten der Freiheit aus- zustatten, und stark genug, um selbst die Aus schreitungen derselben zu ertragen. Die zwei Gesetze, die in Ihrer letzten Session votirt wurden und zum Zweck hatten, das Princip der freien Discussion zu entfalten, haben zwei entgegengesetzte Wirkungen hervorgebracht, die zu constatiren nützlich ist. Auf der einen Seite haben die Presse und die öffentlichen Vereinigungen in Mitten gewisser Kreise Gedanken und Leidenschaften wieder auftauchen lassen, welche man verschwunden glaubte Auf der andern Seite hat die Nation auf meine Festigkeit in der Aufrechterhaltung der Ordnung zählend, in ihrem Glauben an die Zukunft keine Erschütterung gefühlt. Merkwürdiges Zusammen⸗ treffen! Je mehr abenteuerliche und auf Umsturz hinarbeitende Geister die öffentliche Ruhe zu stören suchten, desto tiefer wurde die Ruhe.— Das Militärgesetz und die Unterstützung, welche demselben durch Ihren Patriotismus geworden ist, haben dazu beigetragen, das Vertrauen des Landes zu befestigen.— Die Land- und See⸗ Wehrkräfte, stark durch ihre Verfassung, sind auf dem Friedensfuße.— Das beständige Ziel meiner Anstrengungen ist erreicht. Die kriegerischen Hülfs— mittel Frankreichs sind nunmehr auf der Höhe seiner Weltrolle. In solcher Lage können wir laut unseren Wunsch verkünden, den Frieden er— halten zu sehen.— Unsere Beziehungen mit den fremden Mächten sind die freundschaftlichsten. Die Revolution, die jenseits der Pyrenaen cusgebrochen ist, hat unsere guten Beziehungen mit Spanien nicht altetirt und die Conferenz, die soeben statt— gefunden hat, um einen im Orient drohenden Conflikt zu ersticken, ist ein großer Act, dessen Wichtigkeit wir würdigen müssen. Sie nähert sich ihrem Ende und alle Bevollmächtigten sind einig geworden über die Grundsätze, die gerignet sind, eine Annäherung zwischen Griechenland und der Türkei herbeizuführen. Wenn also, wie ich die feste Hoffnung habe, nichts die allgemeine Harmonie stören wird, werden wir in der Lage sein, viele projektirten Verbesserungen zu verwerk— lichen und Dank dem periodischen Anwachsen der Einnahmen, alle unsere Sorgfalt auf die Ver— minderung der öffentlichen Auflagen zu richten! — Die Regelmäßigkeit der Gesetzgebungsarbeiten ist der Einmüthigkeit zu danken, welche stets zioischen uns geberrscht hat. Die Massen des Volkes sind ausdauernd in ihrem Glauben wie in ihrer Zuneigung, und wenn edle Leidenschaften im Stande sind, sie in Aufregung zu bringen, so bringen Sophismen und Verläumdungen kaum ihre Oberfläche in Bewegung! Unterstützt durch Ihre Zustimmung und Ihre Mitwirkung, bin ich fest en schlossen, auf der Bahn zu beharren, welche ich mir vorgezeichnet habe, das heißt, alle wahr— haften Fortschritte anzunehmen, dagegen die Grund— lagen der Constitution, welche der nationale Wille vor jedem Angriff sicher gestellt hat, von der Discussion auszuschließen. Man erkeünt den Baum an den Früch'en, die er trägt, hat der Evangelist gesagt. Nun wohl! Wenn man auf die Vergangenheit zurückblickt, welches ist das Regime, das Frankreich 17 Jahre der Ruhe und des immer wachsenden Gedeihens gegeben hat? Sicherlich ist jede Regierung dem Irrthum unter⸗ worfen und das Glück lächelt nicht allen ihren Unternehmungen. Aber, was meine Kraft aus— macht, das ist, daß die Nation weiß, daß ich seit zwanzig Jahren keinen Gedanken gehabt habe, keinen Schritt gethan habe, der nicht die Interessen und die Größe Frankreichs zu Motiven gehabt hat.—— Den Franzosen von selbständigem Urtheil wird bet'm Lesen der Rede seltsam zu Muthe sein, etwa wie wenn sie träumten. Ist denn in der That das Vertrauen und die Ruhe der Gemüther so unerschütterlich und tief unter dem franz. Volk? Ist das Kaiserreich denn wirklich ausgestattet mit allen Wohlthaten der Freiheit, oder sind vielleicht gar Cäsarismus und Freiheit zwei unvermittel bare Gegensätze? Blickt das französische Volk denn wirklich mit selcher Befriedigung auf die Ent— wickelung einer Kriegsmacht, die die besten Kräfte desselben nutzlos verzehrt, und wird denn ernstlich daran gedacht werden können, die öffentlichen Auflagen zu vermindern? Frankreich hat 17 Jahre der Ruhe gehabt, ja mit Aus nahme der Kriegs- eiten!— Doch das sind Alles Dinge, die die Franzosen angehen. Sind sie damit einverstanden: uns soll's schon recht sein. Wir konstatiren nur die Friedensliebe, welche die Rede athmet. Keine zweideutige Bemerkung, kein schwarzer Punkt am politischen Himmel; selbst das Wetterleuchten im fer- nen Osten scheint dem kaiserlichen Sprecher wieder allmählich zu verschwinden. Es ist dies eine wiederholte, mit einer gewissen Feierlichkeit voll- zogene Kundgebung der kaiserlichen Friedensliebe. Sollten wir in dieser Sprache bloß die Absicht erkennen müssen, die Welt kirre zu machen und positive Kriegsplane zu verhüllen? Wir sind zwar an Ueberraschungen von dieser Seite gewöhnt; indessen wäre es schwer begreiflich, wie der Kaiser mit unerhört frevelndem Munde seinem Volke vom Tyrone herab Honigworte des Friedens zuzulächeln sich nicht entblödete, wenn er zu gleicher Zeit Völkermordgedanken hege. N — Der„Patrie“ wird bestätigt, daß das Cabinet von Athen ein Rundschreiben an die fremden Höfe und im Anschluß an dasselbe eine Denkschrift vorbereitet, in welcher es an der Hand eines starken geographischen und statistischen Ma— terials nachzuweisen sucht, daß Griechenland, um den ihm gebührenden Rang zu erreichen, und im Interesse Europas selbst die Inseln Kreta, Samos und Chio und einen Theil von Makedonien und Thessalien besitzen müsse.(9) — Das„Journal officiel“ veröffentlicht die unter dem 11. Dezember 1868 in Petersburg don sämmtlichen europäischen Mächten(mit Aus- nahme Spaniens), denen sich dann noch Persien beigesellt hat, gezeichnete Declaration, betreffend die gemeinschaftliche Untersagung des Gebrauchs von explosiblen Geschossen von weniger als 400 Grammen Gewicht im Kriege. Schweden. Stockholm. Der Reichstag wurde eröffnet. Die Thronrede spricht die Hoff— nung aus, daß die Ve⸗bindung zwischen der Prin⸗ zessin Louise und dem Kronprinzen von Dänemark die drei nördlichen Länder fester verbinden werde. Großbritannien. London. Die Zeich⸗ nungen auf die türkische Anleihe von 5 Millionen Pfund Sterling bleiben bis zur Erledigung des Conflikts ausgesetzt. — Es wird behauptet, die Conferenzmächte hätten sich dahin geeinigt, stricte Neutralität zu beobachten, falls Griechenland ihrer Declaration keine Folge gebe. — Das Jahr 1868 schließt mit 2508 an den Küsten Englands vorgekommenen Schiffbrüchen ab.— Wie man aus Corunna meldet, wurden in der Nähe von Cap Finisterre am 28 bis 29. Dezember 60 Leichname an das Land gespült. — Das Schiff Southern Empire, welches von Neuorleans am 11. November mit 3699 Ballen Baumwolle nach Liverpool abgegangen war, ist am 23. Dezember untergegangen und die ganze Mannschaft dabei ums Leben gekommen. — Die Agitation zu Gunsten des Ballots belebt sich mehr und mehr. Ein dieser Tage stattgehabtes Meeting unter dem Vorsitze des Hrn. Milner Gibson hat sich entschieden für ge— heime Abstimmung ausgesprochen. Auch der Minister des Innern, Hr. Brace, erklärte sich vor einer Wahlversammlung dafür. Die Wahlhand— lung würde durch den Modus der geheimen Ab- stimmung eine ungleich würdigere werden. Spanien. Madrid. Die Wahlen zur Constituirung der Bureaux, welche der Wahl— operation für die Cortes vorstehen sollen, haben in Madrid folgende Resultate ergeben: Von 100 Wahldistricten haben 96 Anhänger der proviso— rischen Regierung ernannt und nur 4 Mitglieder der Opposition. Die Telegramme aus der Pro— vinz theilen mit, daß von 1532 constituirten Bureaux 1181 der provisorischen Regierung günstig sind, während 290 den Republikanern und 61 den Bourbonisten angehören. Die Resultate in den Provinzen sind zum größten Theile noch un— bekannt, man weiß aber, daß das rkpublikanische Element hauptsächlich in den Städten vertreten ist. — Die allgemeinen Wahlen für die Cortes sind beendigt und haben eine große Majorität für die monarchische Partei ergeben. Von Seiten der Opposition werden etwa nur hundert Depu⸗ tirte in die Cortes eintreten. Italien Im italienischen Parlament wird Garibaldi wieder erscheinen, wie er seinen Wäh⸗ lern angezeigt hat. Türkei. Konstantinopel. Die von der Pforte niedergesetzte Commission für die griechischen Angelegenheiten hat den hier ansässigen griechischen Unterthanen notificirt, daß sie sich, mit Ausweisen über ihre Nationalität versehen, behufs Entgegen nahme von Aufenthalts- Erlaubnißscheinen oder ihrer Pässe der Commission vorzustellen haben. 4 Friedberg. Als eine gewiß sellene Erscheinung in jetziger Jahreozeil ist der Besuch eines Rothschwänzchens zu betrachten, welches am verflossenen Samstag bei dem huͤsigen Schloßverwalter Dönges sich eingefunden hat. „ Friedberg. Der vor einiger Zeit in Franksurt ge— gründete Club für Landwir the, welcher schon mehrere, auch von Landwirthen aus der Wetterau stark besuchte Ver⸗ sammlung abgehalten, hat seine provisorischen Statuien veröffentlicht. Wir theilen dieselben den Interessenten unier den Lesern unseres Blattes mit: §. 1. Der zu Frankfurt a. M. bestehende„Club für Landwirihe“ bezweckt die Förderung lanowirchschaftlicher, insbesondere Handels Interessen, sowie die Besprechung höherer Fragen der Landwirihschaft.—§. 2. Derselbe versammelt sich 1) regelmäßig am ersten Montage eines jeden Monats, oder falls dieser auf einen Festtag oder Feiertag fällt am nächstfolgenden Montage; 2) sobald der Vorstand ihn zusammen beruft.—§ 3. Die Versammlung beginnt Morgens 10 Uhr für die geschäftlichen Angelegen⸗ beiten, 3 Uhr Nachmittags für die wissenschaftrichen Ver⸗ handlungen.— 5. 4. Miiglieder sind die in der Versamm⸗ lung am 16. November 1868 ihren Beitritt Erklärenden, sowie die dis zum 1. November 1869 beim Vorstande sich Meldenden und von diesem Zugelassen n.—§. 5. Die Geschäfte besorgt ein von der Versammlung am 16. Novem- ber 1868 gewählter, aus 3 Mitgliedern bostehender Vor⸗ stand, dessen Thäuigkeii am 9. November 1899 erlischt.— §. 6 Im September des Jahres 1869 wird vom Vor⸗ stande ein Entwurf der defi utven Statuten den Vereins- mitgliedern vorgelegt, über dessen Annahme in der Nodem⸗ versitzung 1869 endgültig enischieden wird.—§. 7. Jedes Miiglied zahlt für die Dager des ersten Vereins- jahres 1 fl. an die Vereinskasse, die vom Vorstande ver⸗ waltet wird. — Juha fünft sprüc bas Ven 100 rent wird en Wäh- von der riechischen niechsschen dusweisen Auigegtz · tn oder uthteft, guchn Ber Slnten tussenlen 1 0 de 0 patriotische Bürger haben Frankfurt. Mehrere Stadt dem land wirthschaft— sich bereit erklärt, falls die des 0 lichen Vereine die Eclaubniß zur Errichtung einer Halle im großen Bleichgarten gibt, das zum Bau noch sehlende Kapital vorzuschießen, um den Verein, dessen Vermögen zum größten Theile für dieses Project aufgewandt werden soll, in den Stand zu setzen, immer wieder neue Unter— nehmen, welche das Wohl der Stadt zu fördern bestimmt sind, ins Leben zu rusen. N f g Mainz. In einer kürzlich dahier abgehaltenen Ver: sammlung hat sich ein neuer, Verein uner dem Namen Mittelrheinischer Industrieverein“ gebildet, der die Interessen der Industrie durch persönlichen Verkehr der Judustriell n zu pflegen sich vorgesetzt. Im Ganzen waren 30 Theil nehmer, aus Mainz, Wiesbaden, Frankfurt. Offenbach, Mannheim, Stuttgart, anwesend. Als Präsident wurde Herr Geh. Hofrath Dr. Fresenius von Wiesbaden, zum Schriftführer Herr Dr. Weidenbusch von da und zum Kassirer Herr Dietze von Mainz gewählt, welchen Heeren noch ein Comite von 9 Mitgliedern beigegeben ist. Sneyer. Das Lie big'sche Brod nach der Zuberei— tung von C. Hofmann dahier bietet einige wesentliche Ver— besserungen, indem derselbe unter Anderem dem Brode die so beliebte Brod-Weinsäure und entgegen der Liebig'schen Methode etwas Gährteig zusetzt. Nach mehrfachen Ver⸗ suchen ist es Herrn Hofmann gelungen, ein äußerst schmack haftes und leicht verdauliches Brod zu liefern, welches außer der oben erwähnten größeren Nährkraft die Eigen schaft besitzt, eine gestörte Verdauung in normelen Zustand zu versetzen. Der Preis stellt sich nicht höher als der des gewöhnlichen Brodes und wud Herr Hofmann, dem Ver⸗ nehmen nach, eine Verkaufshalle hier errichten. 2 Stuttgart. Wohlverdienen Beifall erfreut sich eine hier vor wenigen Tagen ausgegebene neue illustrirte Wochenschrift welche im Verlage von Hermann Schönlein unter dem Titel„Allgemeine Familien-Zeitung“ erscheint. Nachdem man bisber glaubte, daß durch die Wohlfeilpeit der bestehenden derartigen Journale die äußerste Grenze erreicht sei, stell! dieses außerordentliche Unternehmen alles Vorhandene in Schatten, denn obgleich jede Nummer 16 Seiten des größten Folio-Formats umfaßt und der Inhalt an Gediegenheit, die Illustrationen von wirklich künstlerischer Ausführung, selbst den weitgehendsten An— sprüchen genügen, kostet das Quartal nur 1 fl. 8 kr, das Heft nur 21 kr. Nicht nur sämmtliche Journale Deutschlands, sondern auch aller gebildeten Völkter werden hierdurch übertroffen, so daß wir Deulschen jetzt in Wahr⸗ beit die billigste Zeitschrift der Welt besitzen. „„ Der„ christlich-conservative„Lehrerbund“ zu Neusalz(Schlesien) hat alle diejenigen Mitglieder von seiner Liste gestrichen, welche keine besondere Energie in Bundessachen entfalten, und es sind demnach von 1000 Mitgliedern nur 210 verblieben. Auf Antrag des Seminar direktors Lang in Reichenbach soll auch beschlossen worden sein:„Kein Mitglied unseres Bundes darf eine Pelition um Gehaltsverbesserung unterschreiben; wir, als Kinder Gottes, haben nur an den Höchsten zu petitioniren, der schon sorgen wird, wenns nöthig ist.“ „ Die Woblthätigkeit des bekannten amerikanischen Philantropen Peabody ist eine noch größere, als dewöhn lich geglaubt wird. Die„Newyork Times“ rechnet die Summe von 7,735,000 Doll. zusammen, welche Herr Peabody zu wohlthätigen und öffentlichen Zwecken geschenkt hat; darunter 2.000.000 Doll, an arme Mitglieder seiner Familie, 1,750,000 Doll. an die armen Londons, 1000000 Doll. für das Balumore Institute und 2,000,000 Doll. zur Erziehung von Weißen wie Schwarzen im Süden. Ein ge san dt. Aus dem Kreise Biedenkopf. Zu Weihnachten des für das Dorf Laisa bei Battenberg so verhängnißvollen Jahres 1868 kam den Adgebrannien daselbst aus der Großherzoglichen Cabinetskasse zu Darmstadt die Summe von 200 fl. zu. Wir unterlassen es, den tiefen Eindruck zu schildern, welche diese doppelt willtommene Weihnachts gabe hervorgebracht hat. Es ist eher zu wenig, als zu viel gesagt, weren wir demerken, daß die Ankunft dieses Geschenkes die freudigste Sensation erregt hat und, indem sie uns geheiligte Erinnerungen vergangener Zeiten in das Gedächtniß zurückrief, uns zugleich allen denjenigen Angehörigen des Großherzogthums herzlich danken läßt, welche durch anerkennenswerthe That, wie durch liebreiche Worte es bewiesen haben, daß, wenn wir in gewissem Sinne„auch nicht mehr ihre bessischen Brüder seien, wir doch für alle Zeit ihre christlichen und deuischen Brüder sein und bleiben sollten.“ Die Angehörigen Solmser Patronatsgemeinden dürfte es im hohen Grade freuen zu erfahren, daß auch die Herren Kirchenpatrone der Gemeinde Laisa, die durchlauchtigsten Fürsten und Grafen zu Solms, die dasigen Abgebrannten mit ben so sehr dankens- und schätzenswerthen Gaben von je etlich und 40 bis zu etlich und 80 Gulden beglückt und denelben da⸗ mit ein dankbar anerkanntes Zeichen ihrer woblwollenden Fürsorge bewiesen haben. Indem wir schließlich den Gönnern und Freunden der Abgebrannten in der Nähe wie in der Ferne von hier einen herzlichen und aufrichtigen Gotlesdank entsenden, bemerken wir noch, daß das Central⸗ Hülfs⸗Comite zum Besten seiner Schätzlinge in dem im Laufe dieses Jahres wieder neu aufzubauenden Dorfe Laisa auch einen Bauverein gegründet hat mit un zu dem offen ausgesprochenen Zwecke, einzelne Stücke fertig zu beziehenden Baumaterials in Masse anzukaufen und den Abgebeannten zu einem möglichst billigen Preise zu überlassen.— Um gefällige Verbreitung vorstehender Mit⸗ theilung in den Provinzial- und Kreisblättern der Provinz Oberbessen wird freun lichst gebeten. güt die Wittwe des verunglückten Bahnwärters Müller in der Erzählung des Lahrer Hinkenden Boten kam uns mit dem Postzeichen Gießen 1 fl. zu, außerdem empfingen wir durch Herrn Beigeordneten Bender in Gettenau, von dorugen Gemeiaderathsmitgliedern ge— sammelt, 1 fl. 1 kr. Wir nehmen diese Beträge mit Dank in Empfang und bemerken, daß wir auch weitere Gaben eulgegennehmen und an den Ort ihrer Bestimmung befördern wollen. ie Expedition des Oberhessischen Anzeigers. Friedberg. D ie bisberigen Vorstellungen der Herren Gebrüder Matula baben sich wie überall se auch in biesiger Stadt za chen Besuchs, sowie des größten Bei⸗ falls und wohlverdienter Anerkennung zu erfreuen gehabt, so daß die Künstler sich entschließen konnten, noch einige Vorstellungen folgen zu lassen, wiewohl ihre Abreise schon für den Beginn der laufenden Woche bestimmt war. Die Leistungen dieser Gesellschast sind aber auch in jeder Be— ziebung ausgezeichnete zu nennen und werden stets mit vieler Eleganz und Präcesion ausgeführt, so daß auch die noch zu erwartenden Produktionen gleichbefriedigend ausfallen dürften, wie die bis jetzt gesehen n. Man glaubt deßhalb das Publ'kum zu recht zahlreichem Besuche der Vor⸗ stellungen auffordern zu dürfen, deren letzte für nächsten Sonntag angekündigt wird. 1 Oeffentliche Aufforderung 2807 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oderbessen über das Vermögen des wegen Verschweudung unter Curatel gestellten Großberzoglichen Kammer— Junkers Freiberrn Gustav Löw von und zu Steinfurt den förmlichen Concurs erkannt hat, werden dessen sämmtliche bekannte und unbekannte Gläubiger dazu aufgefordert, cpre Forderungen und Ansprüche jeder Art, bei Vermeidung des ftillschweigend erfolgenden Aus schlusses von det Masse, im Termine Fretiag den 5. Februar k. J., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen. Zugleich soll im nämlichen Termine die Güte ver. sucht, in deren Entstebung aber ein Gläubiger Ausschuß gewählt und ein Mosse-Curator bestellt und sollen Be— fiimmungen über die Richtigkeit der angemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Verfilberung und Veribe lung der Masse getroffen und souen die in den angezogenen Richtangen von der Mehrheit der erscheinenden und gebörig auftretenden Gläubtger gefaßt werdenden Beschlusse auch füc die ausbleibenden oder ungenügend vertretenen als bindend angesehen werden. Nauheim am 11. November 1868. Großberzogliches Landgericht Nauheim. B.. Suppes, Londgerichts-Assessor. Arbeits-Versteigerung. 93 Die zur Fortsetzung des Banquelt und Gossen- pflasters in der Ortsdurchfahrt in Berftadt erforder⸗ lichen Matertalien, als 1) 10 Cubi'klafter Pflastersteine zu brechen, abzurichten, anzufahren und aufzusetzen und 2) die Anlieferung und das Messen von 10 Cubik— klafter Pflastersand, sollen Montag den 1. Februar d. J., Morgens 10 Uhr anfangend, in dem Wirtbslocal des PDeinrich Diefen— bach daselbst unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstnehmenden öffent lich in Accord gegeben werden Die Steigltebhaber bezüglich der Sand lieferung haben vor der Verffeigerung, Proben ibres Malertals vor zuzelgen, wenn ibre Gebote Berückfichtigung finden sollen. Villingen den 10. Januar 1868. Pfarrer, Gemeindebaumeifler. Holz ⸗-Versteigerung. 1710 Mittwoch den 27. Januar, Morgeng d Uhr an⸗ fangend, sollen in dem Gambacher Gemeindewald 52 Siecken Buchen Prugelholz, 8„ Stockholz 8100 Stück Buchen-Wellen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Die Zufammenkunft ist am Kirch- Gönser Weg an der langen Schneise. Gambach am 18. Zanuar 1869. Großherzogliche Bürgermelsterel Gambach La u x. Lieferung für das Landeszuchthaus. 178 Dienstag den 9. Februar l. J., Vormittags 10 Ubr, wird daher die Lieferung von 80 Stecken Buchen⸗Scheitholz I. Klasse in Ausgeboten von je 5 Stecken öffentlich vetsteigert. Marienschloß den 18. Jauuar 1869. Großherzogliche Landeszuchtbaus⸗Direction Kulspel. Nußbaum- Versteigerung. 174 Künftigen Dienstag den 26. d. M., Nachmittags 2 Ur, werden 13 Stück ältere im sogenannten Tries unweit Ockstadt fehende Nußbäume meistbietend öffentlich versteigert und Liebhaber diezu eingeladen. Ockffadt eden 19. Januar 1809. Freiherrlich v. Franckenstein'sches Rentamt Tro. Holz- Versteigerung. 180 Montag und Dienstag als den 1. und 2. k M. sollen in dem Gemeindewald zu Hungen nachfolgende Pol zsotten versteigert werden: 1) 3 Stämme Eichen, 60 Cubikjuß, 11“ Durchmesser, 25“ lang, 2) 7 Stämme Birken, 134 Cubikfuß, 8—11“ Durch⸗ messet, 15— 257 lang, 3) 37 Stämme Fichten, 736 Cubiksuß, 6—11“ Durch messer, 50 70“ lang, 4) 726 Stamme Kiefern, 16742 Cubikfuß, 5½—13“ Durchmesser, 3075“ lang, 5) 320 Stangen Kitsern, 2290 Cubikfuß, 3½—5“ Ourchmesser, 20-507 lang. Der Anfang der Versteigerung Uist jedesmal Morgens 9 Ubi bei der Grude Nordstern Dung en den 19. Januar 1869. Großherzogliche Burgermetsterei Hungen Snell Jaselochs-Versteigerung. 182 Zreitag den 29. d. M., Morgens 10 Ubr, soll bei Gastwirth Pöres ein für die hiesige Gemeinde zu schwer gewordener 3½ Jahr alter gaselochs, Berner Race, von Farbe Gelbscheck, zur Zucht taugtich, sowie zum Schlachten gut, meistbietend versteigert werden. Heuchelhelm ven 19. Januar 1869 Großherzogliche Burgermeisteren Heuchelheim Gatert. N or st bingo Holz-Versteigerung. 167 Die am 14. 15 und 16. d. M. in den Kreiberrlich v. Franckenflein'schen Wald distrietey: Kiapperta mne, An der Straße, An der Sandkaut, Kreuztannen ꝛc. ab— gehaltene Holzversteigerung ist gegebmeigt worden Der erstle Fahrtag wird auf Freitag den 22. d. M. auberaumt Ockstadt am 18. Januar 1869. Wilbrand, Hreiherrlich v. Frauckenstein'scher Oberförster. Bekanntmachung. 108 Den Holzsteigerern der Versteigerung vom 6. d. M. im Schlag„t. 1 des Domanialwaldee Burgwald wird ber nun eingetretenem Frostwetter biermit dekannt ge⸗ macht, daß der Tag der Ueberwelsung resp. der erste Abfubrstag auf Freitag den 22. d. M. anberaumt worden ist und die Holzabfubr an den auf den Abfuhrs⸗ scheinen bemerkten Tagen und Stunden, dis eiuschließlich 26. Februar d. J. erfolgen soll Oder Rosbach den 18. Januar 1869. Groß berzogliche Oberförßerei Oder⸗Ros bach Bin gmann — 3 Verstei* Holz-Versteigerung. 169 Mittwoch den 27. und Donnerstag den 28. Januar jedesmal von Morgens 9 Ubr anfangend kommen im Licher Stadtwalde, Distriet Großedäuserderg, folgende Dolzsortimente zur Versteigerung und zwar: Mittwoch den 27. Januar: 53 Eichen und Fichtenstämme von 7 bis 28“ Durch⸗ messer und 30 bis 907 Länge 50 Nadel- und Birkenftangen, 300 Buchen- und Eichen⸗Langwieden. Donner dag den 28. Januar. 315 Stecken Buchen- und Nadel-Scheit⸗ Prüge dolz 95 Stecken desgleichen Stockdolg, 13000 desgleichen Wellen. Der Anfang ist jedesmal am Heuweg oder Häuser⸗ gericht. Lich den 13. Januar 1869 Großherzogliche Bürgermeisterei Lich De lm. und Arberts- Versteigerung. 171 Samstag den 23. Januar, Mittags 2 Uhr, werden auf dem bissigen atbbaus nachstebende Arbeiten in Accord gegeden 1) Schreinerarbelt, für 48 fl.— kr. 2) Schlosserarbett 15„ 48 3) Weißbinderarbeit 1 4) Spen alerarbeit 9 5) Lieferung von 6 Rouleaux, sertig 22—„ Friedderg den 16. Januar 1869. ö Großderzogliche Bürgermelsteret Frtedberg F o uc ar. N Beachtenswerth! Unserzeichneter besitzt ein vorttefftiches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände ver Harnblase und Geschtechtsorgane. Br eese france. Syeclalalarzt Ur Kirchhoffer Kappel bet St. Gallen(Schwetz) Mehrere Zimmer, 170 möblit oder unmöblirt, werden vermietdet von Löb Strauß 172 Nur solche Insßerate, welche Montags, Mittwochs und Frei is lã be 2 f N itags bis lan 8 i i 1 der Expedition abgegeben merden, finden in der nächsterscheinenden eee ee 1 183 N 5 Theater in Friedberg. Casino 0 S 2 Im Saale des Gasthoses zu den drei Schwertern. 181 Der nächse Ball finbet Oi a 1 Freitag den 22. Januar. um ½8 Ubr anfangend, stait. f e 92 r 0 6 e 3 or st e 11 un 0 Abendunterhaltung 5*.—— der anglo⸗-amerikanischen Känstlergesellschaft, S des Thalia-Vereins 0 unter der Direction der Gebrüder Matula, k russische und k. schwedischel 1 sta g 9. 4 5 3. Januar Hofkuünstler, im Hote rap p. 7 sowie zweite Gastvorstellung 8 unübertrefslichh Luft⸗Gymnastiker ens rc i un, Mr. Neinack und Mr. Presch vom Erystall-Pallast zu London. 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Wahlbezirks findet] Friedberg. 5 ö en 24. r i friedrich Schäf schmi eee 4 85 J a 1 4 ar, 9 a ch mittags 3 Uhr, Friedrich Schäfer, Messerschmied. 4. e des astwirths Holzapfel in Altenstadt eine Volksversammlung statt, zu der die Wähler hiermit eingeladen werden. ee ic ee 5 f 8 5 3 2: 2 0 22 5 1 2 liche 226 Auflage ca. Million. Eine Seheuer, da 50er, Schwarze Kaiser Tinte 1 rcd, ertaafen bet Georg Keller. l in Flaschen 2 e nd 14 kr. sele zu gaben ben 950 N ee. Kalender 64 5 ba l. Bindernagel& Schimpff. w D des— f UV. 7 NN nn Lahrer ir 85 N 2 1 10 8 0 l 5 2 nahm Hinzenden 161 Alen Hausfrauen, welche die Zensschrift: um abrikpreise 1 Joten Die Hausfrau“ nicht kennen, wird dieselde wegen S. Regi für ihrer Gedtegenheit hierdurch warm empfohlen. 173 wird das Neuesse in Kapnutzen, Kinderkäppchen Poste 1869 Eine praktische Hausfrau. und Seelenwärmern verkauft ber M. Volk. fänd. ift i F man abonniren für nur 48 kr. pro Quar- 1 110 erschienen tal in der Buchhandlung von Binde Schimpff 16 falle 1 Friedberg. rng 15 Schimuff Berichtigung. 15 dei W 5 0 In der Annonce des H 905 * 0 8 8 N errn Schreiblehrer Wolff Par ouchündlern 1 1 N anf Frauklart, in Nr 6 und 7 des Anzeigers wuß es zun 185 E Anntma un anstalt eige„kleine“ Handschrift heißen„eine schöne“. Aa Huchbindern J. Fer 25 dem 12 u chtpreise. 5 büden e neu erbautes Backhaus mit vollständiger Per 1 0 1 ne undschaft, nebst Oeconomie Gebäuden, großem Dof⸗ Friedberg, 20. Januar. Waizen 11 fl. 35 kr. Ney daem auch zu ledem andern Geschäft geeignet, an einer] Korn 8 fl. 45 kr.; Gerste 7 fl. 50 kr.; Hafer 6 fl.— tr.. i dernagel& Schimpff Hand bandsiges gelegen, Abzugs balber ars freier Frankfurt, 18. Januar. Walzen“ fte e 10 1 in Friedberg. d. Baltes Wo? ift zu erfragen in der Erped.] Korn 10 fl.—kr.; Gerte— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 20 kr. dach Ei Rotpfchec 1½ ga 5 N Ne 1 5 5 2 othscheck, 1½ Jahr 05 2. r.; Gerste 7 fl. 28 kr.; Hafer 3 fl. 25 N 4 Faselochs, 905 stebt zn 7 0 3 u m A I 8 1 e 1 h en 1 15 50 kr.; Erbsen 10 fl. 6 tr. e 0 ohannes Müller IV. 75 liegen 2500 Gulden i inigte i amen fl.— krez Kartoffeß⸗— ff.. Tl 6 in Wölfereheim. fonds zu Friedberg bereig den bereinigten Armen“ Mainz, 15. Januar. Waizen 12 fl. 4 kr.) Korn 900 10 J bin gelen men Nang, wer Gerten. e e eee Aartefsin 2 fl. 30 ff. testi ser 5. Sog. e Acker zu verkaufen 15 Ein Klavier Ach dar e 7. eee Friedberg.. 5 eußeren i 5 zum Preis von ungefäor 10 4 1 8 dor Johannes Herold's Witwe. 1 K 578 68 65 100 fl. zu verkaufen. N Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 98 . Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff 01 Mitgetheilt von 1 8. 10 eee Cours. 2504. v.. 1930 138 6. age a ö„ 250%„ 1854 68 ½ 6 F 20. Januar 1868. Cours der Staatspapiere. N 8. 105* ane 1510 ban Oesterr. 50% Met. 1 g„„v. 1860% 78% 6. i 500 5 8 0 85 Gr. Hess. 40% Obligat. 91¼ P. 5 100 Pr. v. 1864 1126 1 5 5% bel 051 51% 85 ö„ 3½% Obligation. 87/ P. 2 Schwed. Thlr. 10-L. II p. bl 0 Prein 4% 057 8. 31½ 6. Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 933 G. Bad. 35 fl. Loose 533 G. Nen %% Obligat. b. Rth. 94 F. 0 6— 825 867% Kurd. 40 Thl.-L. b. E. 35½ Pen 5 4 50 do. do. 8738 G. Kurhess 4⁰ 0 Ob! 8 74 B. 2. Uhl.. b. R. 394 P. 3 n 6. urhess. 4% Obl. b. R. à 105[ 87 5. Gr. Hess. 50 fl. L. b. ER. 162 C. Gr 7 1% igatlon. 1018 6. Frankf. 3½0% Obligat 81½% P— 2 44 6 Hän. 5 4% jähr. b. Rth. 957% P. n 30%„ben 65 55 E 855 coang Würternb 40 55 do do 89/ 6. Russland 50% Obl. 1. 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