Zentos 118, Caleus dandt. Morgeus. 00, 9 Aditluun n Abrtu⸗ urg. eh. Weluesss laser 0 2 5 8 Jugt 5. 111. unge . aon 1869. Dienstag den 20. Juli. MN 3. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Miedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf das[II. Quartal l. J. kann man 150 bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Be Amtlicher Theil. 12 1 8. Betreffend: Die Einführung der Wlesenpoltzeiordnung in den neu acqulrirten dem Kreise Friedberg zugetheilten Landestheilen. daß die für den Kreis Friedberg bestehende Wiesenpolizeiordnung mit Ermächtigung Groß— Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß. herzoglichen Ministeriums des Innern vom 2. Juni d. J. zu Nr. M. d. Reichelsheim, Rödgen und Schwalheim mit dem Heutigen in Kraft. Friedberg den 17. Juli 1869. Be Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, ch u diesjährige n n daß kn ma die J. 5569 für die Gemeinden Nauheim, Dorheim, Dorn-Assenheim, Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p. n g. Defintitorialprüfung der Schulamts⸗ Aspiranten im October d. J. an den noch näher bestimmt werdenden Tagen dahier abgehalten wird. Diejenigen Schulamts-Aspiranten, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, haben ihre, an die unterzeichnete Behörde zu richtenden Gesuche, unter Beischluß des ihnen bei dem Abgang von dem Seminar ertheilten Zeugnisses im Original oder in beglaubigter Abschrift, spätestens bis Ende Juli d. J. bei den einschlägigen Kreis- Schulcommissionen einzureichen, welche hierüber die Berichte der Ortsschulvorstände einholen und mit den Gesuchen weiter befördern werden. Die Großherzoglichen Kreis-Schulkommissionen und die Ortsschulvorstände werden den Schulamts-Aspiranten in geeigneter Weise von dieser Bekanntmachung Kenntniß geben. Darmstadt den 10. Juni 1869. Großherzogliche Oberstudien Direction. S Schüßler. Hessen. Darmstadt. Durch Entschließung vom 14. l. M. hat der Großherzog den wegen Giftmords, verübt an seiner Ehefrau, zum Tode verurtheilten Heinrich Schäfer II. aus Bretzenheim zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt. — Stab«equartiermeister Plack ist zum Zeug— Hauptmann, Quartiermeister Schmidt zum Zeug— lieutenant, Feuerwerksmeister Schäfer zum Zeug— feuerwerkslieutenant ernannt worden, ferner der Kriegsministerialkanzlei-Inspektor, Kanzleirath Becker auf sein Nachsuchen wegen körperlicher Leiden, unter Anerkennung der von ihm mit Treue und Eifer geleisteten langjährigen und guten Dienste, sowie der Ministerialkanzlist 1. Klasse bei der Ministerialkanzlei des Kriegsministeriums, Ranzleisekretär Stamm, auf sein Nachsuchen wegen gestörter Gesundheit, nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 1. Juli d. J., die Pensionsverhält— nisse der Offiziere und Militärbeamten betreffend, in den Ruhestand versetzt und denselben zugleich die Erlaubniß zum Forttragen der Uniform der Rriegsministerialbeamten, mit dem Abzeichen der Pensionäre, ertheilt worden. — Nach einer kürzlich veröffentlichten Ancien— zitätsliste hat das Großherzogthum an Offsiziers— Pensionären: General-Lieutenante 6, General— Majore 7, Oberste 22, Oberstlieutenante 11, Majore 23, Hauptmänner 39, Oberlieutenante 4, Interlieutenante 1, außerdem etliche 20 Militär- Beamte. — Am Schlusse der Kammersitzung vom 3. Juli wurde auf Anordnung des Präsidenten on dem Sekretariat eine Uebersicht der seitherigen Geschäststhätigkeit 2. Kammer mitgetheilt, welcher wir Nachsteheudes entnehmen: Auf dem dermaligen 20.0 Landtag kamen vom 24. November 1868 is zum 12. Juli 1869 ein: 94 Vorstellungen, Hetitionen und Beschwerden von Einzelnen und Corporationen; 68 Anträge von Mitgliedern der kammer; 26 Vorlagen, Propositionen und Erlasse zerschiedener Ministerien; 25 Gesetzes vorlagen. Hiervon wurden bis zum 12. Juli in 56 Sitzun— gen erledigt: 77 Vorstellungen, Petitionen ꝛc.; 53 Anträge von Mligliedern der Kammer; 19 Propositionen und Erlasse verschiedener Ministerien; 24 Gesetzesvorlagen. — Die Verhandlungen des Prozesses Metz— Fendt vor hiesigem Bezirksstrafgerichte sind nun auf den 6. August anberaumt. Es wird jeden— falls viel Interesse bieten, diese beiden bekannten Persönlichkeiten sich gegenüber zu sehen und dem Verlaufe der Verhandlungen folgen zu können. Preußen. Berlin. Die Vorschläge der gemischten Deputation wegen Anlage eines Hum— boldt-Haine in Verbindung mit einem botanischen Garten, eines Humboldt⸗Museums und einer all— gemeinen Schulfeier zum hundertjährigen Gedenk— feste Humboldt's am 14. Sept. wurde in einer der letzten Stadtverordneten⸗Sitzungen angenommen. Düsseldorf. Bei der richterlichen Enischei— dung in dem bekannten Prozeß gegen den Reichs— tagsabgeordneten Mende und Genossen waren im Ganzen 29 des Aufruhrversuchs Angeklagte er— schienen. Durch den Ausspruch des Gerichtes wurde Mende zu einjährigem, drei Arbeiter zu einmonatlichem Gefängniß verurtheilt; die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Kassel. Dem Vernehmen nach wird das Ministerium der landwirthschaftlichen Angelegen— heiten den Beschluß über die Verlegung der kgl. Gestüte in Hessen nach der Stadt Dillenburg(in Nassau) in Kurzem bekannt machen. Aus Thüringen. In dem Meininger „Regierungsblatt“ findet sich folgende allgemein beachtenswerthe Warnung:„Aus Preußen und aus anderen Staaten findet fortwährend ein stei— gender Zuzug von Arbeitern nach Rußland, ins— besondere nach dem Königreich Polen statt. Dicse auch das Militär verstärkt werden. gebracht werden. Es kann daher vor unbedachter Auswanderung nach Rußland nicht dringend genug gewarnt werden.“ Oesterreich. Wien. Die„N. Fr. Pr.“ melden: Der Erzherzog Wilhelm ist zum west— österreichischen Landwehr-Commandanten ernannt. — Der Bischof Rudigier verweigert die Annahme der Begnadigung, weil das Gericht nicht competent sei, ihn abzuurtheilen.— Vorstehendem wider— sprechend bezeichnet das„Vaterland“ in einem Telegramm aus Linz die von Wiener Blättern gebrachte Nachricht, der Bischof Rudigier habe die Begnadigung des Kaisers abgelehnt, als erfunden. — Der Gemeinderath von Wien beschloß ein— stimmig die Journalisten Deutschlands während ihrer Anwesenheit beim Journalistentage in Wien in würdiger Weise zu empfangen und denselben am 26. Juli ein Diner zu bereiten. Zu diesem Zwecke wurde eine Summe von 5000 fl. votirt. Brünn. Der Abend des 13. d. brachte leider Exzesse in vergrößertem Maßstabe. Gleich nach der Feierabendstunde füllte sich die Gegend des Arbeiterviertels, in welchem am 12. der Rache⸗ Akt stattfand, mit Massen von Arbeitern, welche Anfangs in Gruppen conversirten, sich aber immer compakter zusammenschaarten, Männer, Weiber und Kinder durcheinander, namentlich aber eine Masse von Buben, zu jeder Ausschreitung bereit. Rasch rückte eine Abtheilung von Habermann— Infanterie beran und sperrte die Communication der sich dort kreuzenden Gassen, und zugleich auch die der Arbeiter untereinander ab. Durch einige Zeit dauerte dieses gegenseitige Beobachten; da sich jedoch die Arbeitermassen vermehrten, so mußte Endlich brach Leute sehen sich in der Regel in ihren Erwartungen 2 riesiges Hurrah der Arbeiter los und ein eines guten Fortkommens in Folge der dort Steinhagel flog auf die Truppen. Diese verhielten herrschenden Zustände getäuscht, gerathen in die sich ruhig, suchten dann die Menge mit den Ba— äußerste Bedrängniß und müssen häufig von Allem entblößt, mit ihren Familien durch Vermittelung der Consularbehörden nach ihrer Heimath zurück— jonnetten zurückzutreiben, wiewohl vergebens; als jedoch auch die Offiziere die Menge fruchtlos zum Auseinandergehen aufforderten und nur Hohn! ernteten, ward blind geschossen; da auch dies nichts half, so wurden zwei scharfe Dechargen gegeben, in Folge deren, wie man sagt, 3 Todte und mehrere schwer und leicht Verwundete zu Boden sanken. Man spricht von Mädchen und Kindern, die getroffen wurden.— Neuere Nach richten besagen: Von den bei den Exzessen Ver⸗ wundeten befinden sich 10(darunter 3 Frauen) im hiesigen Krankenhause. Getödtet sind auf der Straße 2 und außerdem ein fast 80 jähriger Greis, der durch einen Schuß in den Kopf getödtet wurde, als er zum Fenster hinaussah. Ferner befinden sich 4 Blessirte(darunter 1 Mädchen) in häuslicher Pflege. Auf Seiten des Militärs wurden 1 Oberlieutenant und 17 Soldaten schwer oder leicht blessirt durch Steinwürfe. Die Ruhe ist inzwischen nicht wieder gestört worden. Frankreich. Paris. Fürst Latour d' Auvergne wird wahrscheinlich vas Ministerium des Auswärtigen übernehmen. Die Frage, wie lange die Vertagung des gesetzgebenden Körpers ausdauern solle, wird der Prüfung des neuen Ministeriums unterbreitet werden. Die Gerüchte, der gesetzgebende Körper werde ganz aufgelöst werden, sind vollständig unbegründet. — Am 14. d. traf hier ein Kabeltelegramm aus St. Pierre ein, in welchem dem Kaiser zur Vollendung der Kabellegung Glück gewünscht wurde. Am 15. d. begann die weitere Kabel⸗ legung nach Cuxbury an der amerikanischen Küste. — Ein kaiserliches Dekret, datirt den 17. Juli, ernennt folgendes Ministerium: Ministerium der Justiz Duvergier, Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten Fürst Latour d' Auvergne, Mini⸗ sterium des Innern Forcade de la Roquette, Ministerium der Finanzen Magne, Ministerium des Kriegs Marschall Niel, der Marine Rigauld de Genouilly, des öffentlichen Unterrichts Bour— beau, der öffentlichen Arbeiten Gressier, des Acker⸗ bauee Leroux. Zum Präsidenten des Staatsraths ist Chasseloup⸗Laubat ernannt. — Nach der„Presse“ haben 44 Mithlieder der Linken den Beschluß gefaßt, dem Programme des künftigen Ministeriums folgendes Programm ibrer Desiderate entgegenzustellen. Man verlangt: die Ministerverantwortlichkeit; volle Initiative des gesetzgebenden Körpers gleichzeitig mit der der ausübenden Gewalt; die Aufhebung der ernannten Munieipal⸗Commissionen; die Wahl der Maires; die Abschaffung aller Ausnahme- und Specialgesetze über die allgemeine Sicherheit; die Entwaffnung und Wiederherstellung der Nationalmiliz, einen dauern— den, durch die Beurlaubung der stehenden Heere und durch den Verzicht des Kaisers auf das Recht, unter seiner ausschließlichen Verantwortlichkeit Krieg erklären zu können, garantirten Frieden; eine umfassende Reduktion der öffentlichen Lasten in Folge der Herabsetzung des Armeestandes. Großbritannien. London. Im Unter- hause wurden die vom Oberhause verworfenen Paragraphen der irischen Kirchenbill, das Surplus für Wohlthätigkeitszwecke betreffend, mit 290 gegen 218 Stimmen wiederhergestellt und dem Ober- hause als Reamendements zurückgesandt. Dasselbe wird Dienstag darüber berathen. Weiter inter- pellirte Otwah, welche Schritte Seitens der Türkei Sichen, um die religiösen Rechte der christlichen Bevölkerung in Kreta zu sichern? Spanien. Madrid. schwörung ist entdeckt worden. Eilf Sergeanten vom Regiment Cantabrea wurden verhaftet. Die Garnison von Vittoria wurde verstärkt.— Die Regentschaft ward von Frankreich anerkannt. — Der„Imparcial“ theilt mit, daß 13 Offiziere und Unteroffiziere der Madrider Garnison verhaftet worden seien, die der Theilnahme an einer Carlistischen Verschwörung beschuldigt wurden. Man habe bei ihnen Anstellungspatente von Prinz Carlos unterzeichnet vorgefunden. Rußland. Von der polnischen Grenze wird der„Allg. Ztg.“ geschrieben:„Man will in Polen mit Bestimmtheit wissen, daß die Peters— burger Regierung den Beschluß gefaßt habe, die katholische Kirche im russischen Kaiserreich ganz von Rom abzulösen, für den Fall, daß in dem bevorstehenden öcumenischen Concil das Dogma Eine Carlistenver⸗ von der Unfehlbarkeit des Papstes angenommen werden sollte, weil die Regierung es für unzulässig hält, daß Unterthanen des Kaisers von einem zweiten Oberherrn abhängig seien. Das Dogma, wie es bis jetzt Geltung hat, bliebe beibehalten, an die Stelle des Papstes als oberste geistliche Behörde träte aber das kathol. Oberconsistorium in Petersburg. Die zahlreichen unirten Griechen im Staat werde man zur orthodoxen Kirche her über zu ziehen suchen, ihnen jedoch die Wahl lassen, ob sie sich der katholischen Behörde in Petersburg unterordnen wollen. Wie die Sachen in Polen jetzt l'egen, wird die Regierung einen solchen Plan unbedenklich durchführen können, denn an eine Volkserhebung ist nicht mehr zu denken.“ Amerika. Newyork. Präsident Grant hat dem Staatsanwalt erweiterte Vollmachten ertheilt, um die Freibeuterzüge nach Cuba zu verhindern. Es heißt, daß neue Züge dahin vor— bereitet werden. Aus Mecklenburg wird Folgende eigenthümliche Verwechslung berichtet. Vor einigen Wochen starb in Wiesbaden der ehemalige mecklenburgische Finanzminister v. L ohne Hinterlassung direkter Leibeserben. Der Groß herzog sendete einige Personen ab, um für den Transport der irdischen Ueberreste seines getreuen Paladin nach dessen Stammsitz in dem gesegneten Mecklenburg zu sorgen. Die Leiche kommt denn auch wohl eingesargt auf dem Gute des Dahingeschiedenen an, wo die lachenden Erben pflicht— mäßig zur Leichenfeier versammelt sind und nur im Stillen daruber grollen, daß durch den theuren Transport des Erblassers in die Heimalh, statt ihn weit billiger in Wies— baden zu bestatten, ihr Erbtheil noch in Elwas geschmälert worden. Die Gutseingesessenen werden, wie dies Sitte ist, beordert, ihren ehemaligen Herrn vom Schlosse nach dem Erbbegräbniß zu tragen. Sie treten dazu an, aber anstat! den Sarg aufzunehmen erklären sie, wie aus einem Munde:„Nä, wie willen erst wehten, wer in denn Sarg inligt.“— Wer anders, als Euer verstorbener Herr! lautete die Antwort.„Nä“, tönt es im Chore zurück, dal's nicht uns Herr, de waß vehl gröter!“— Keine Gegenvorstellungen halfen, die Leute blieben dabei, der Sarg sei zu kurz, um ihren Herrn herbergen zu können, man mußte denselben öffnen, und siehe da, der Scharfblick der Tagelöhner, die ihren Heren genauer gekannt, als die Erben, die sich bei seinen Lebzeiten wenig um ihn geküm: mert, hatte sie nicht getäuscht, in dem Sarge lag— eine ältliche Dame! Allgemeines Erstaunen und peremtorische Weigerung der Instleute, den Wünschen der Erben nach zugeben, welche den Vorfall verschwiegen und zur Ersparung wenerer Unkosten die Fremde, die ihnen so gleichgültig war, wie der verstorbene Gutsherr im Erbbegräbniß bei⸗ gesetzt wissen wollten.„Dar frömde Fruhnsminsch sall nich in uns Herrn sien Erbdegräbniß rin“— und sie sieht noch zur heutigen Stunde unbegraven, da Niemand die Kosien zu einem anderweisigen Begräbniß hergeben will. Wie er mittelt worden, ist die so nach Micklenburg hinein— geschneite Verstorbene eine Gutsbesitzerin tief aus dem Innern Rußlands, die gleichzeinig mu Herrn v. L. in Wiesbaden verstorben war und auch„als Eilgut! per Bahn in die Heimath spedirt werden sollte. Zweifelsohne ist beim betreffenden Spediteur in Wiesbaden eine Ver— wecholung der jsehr ähnlichen und wohl von ihm erst zu signirenden Collis vorgekommen, und der mecklenburgische Finanzminister tief innen im heiligen Rußland, wenn man dort nicht vielleicht seinen Sarg zu lang befunden, mu allem Pompe des ruffischen Cultus von Popen, Nonnen ꝛc. ꝛc. als„Gutsherrin“ zur Ruhe bestattet. [Sin gesandt Friedberg. Schon mehrmals ist in diesem Blatte die Herrichtung eines Brunnens auf dem neuen Friedhofe zu Friedberg zur Sprache gebracht worden, ohne daß bis jtzt irgend eilwas zur Verwirklichung geschehen wäre. Ueber die Nothwendigkeit eines Brunnens kann kein Zweisel bestehen, da der sterile Untergrund des Friedhofes nur bei Vochandensein der nöthigen Feuchligkeit zum Pflanzenwuchs lauglich ist. Da der Stadiworstand glaubt, eine Ausgabe hierfür zu Lasten der II. Klasse, die zu denselben verpflichtet erscheint, nicht rechtfertigen zu können; so bliebe um den vielseitig gehörten Wunsch zu verwirklichen, nichts Andres übrig, als die erso derlichen Mittel hierfaͤr— etwa 200 fl.— durch Privatsammlung aufzubringen. Gewiß wird jeder Einwohner der Stadt Friedberg, der theuere Angehörige auf dem Friedhof ruhen hat, sein Scherflein dazu beitragen, daß es möglich wird, durch Pflanzung und Erhaltung von Blumen u. s. w. auf den Gräbern der Verstorbenen einen Act der Pietät ausüben zu können. Es ist ja auch beinahe einerlei, ob diese Summe durch eine Umlage II. Klasse oder durch freiwillige Beiträge aufgebracht wird, denn am Ende sind es in beiden Fällen die Einwohner Friedbergs, welche zahlen. Aber eine andere Frage ist die, wer soll die Sache, da sie der Stadtvorstand ablehnt, in die Haud nehmen und verwirklichen? Dem Vernehmen nach besteht dahier eine Friedhofscommission und wenn dieses der Fall, bedarf es gewiß nur der Anregung, um durch sie die Ausführung zu verwirklichen, da gerade diese Commision die Behörde hierfür sein dürfte. Sollte aber die Unterstellung, daß eine Friedhofscommission besteht, irrig sein, ober sollte, wenn sie existirt, sich dieselbe nicht berufen fühlen, die Sache in ihte Hand zu nehmen; dann dürften sich bei einer für diesen Gegenstand anzuberaumenden Versammlung 0 doch noch wohlwollende Männer in Friedberg finden, die 1 sich der guten Sache unterziehen und die erforberlichen Mittel durch Sammlung herbeischaffen. Verloosungen. Freiburger 15 Fr.⸗Loose. Ziehung 15. Juli. Haupftresser: Serie 2299 Nr. 22 Fr. 20,000; S. 6540 Nr. 42 Fr. 2000; S. 457 Nr. 33 Fr. 1000; S. 2495 Nr. 41, S. 4392 Nr. 13, S. 4425 Nr. 49, S. 6398 Nr. 40, S. 7541 Nr. 23 Fr. 250. An das deutsche Volk. Am 14. September sind es hundert Jahre, daß Alexander von Humboldt geboren ward. Unermeßlich ist der Fortschritt, den in dieser Zeit das deutsche Geistesleben gemacht hat; gros und tausendfältig der Einfluß, den auf diesen Fort⸗ schritt Alexander von Humboldt geübt. Ein deutscher Gelehrter im Sinne des Wortes, in dessen Geiste die Welt unbeschränkt und unverfärbt durch nationale Vorurtheile sich spiegelte, heimisch in den entlegensten Fernen abstrakter Wissenschaft, hat er mit den volksthümlichen Herden unsere Lite, atur doch Das gemein, daß kein Deutscher leugnen kann, ihm einen Theil seiner Bildung, seiner besonderen Weltanschauung zu verdanken. Er hat vor jenen aber sogar das Voraus, daß in ihm die humanistischen und ästhetischen Be⸗ strebungen der Deutschen im achtzehnten Jahr— hundert sich verbinden mit ihrer mehr realistischen, auf die Erforschung und Verwerthung der Natur— kräfte gerichteten Sinnesart in unserer Zeit; wie er als Jüngling von der alten classischen Welt auszog, der Wissenschaft jene neue zu erobern, die sein Andenken öffentlich zu ehren sich jetzt gleichfalls anschickt. Ein Zögling der Jenenser Blüthezeit, da Göthe und Schiller vereint Unsterb⸗ liches schufen, hat Humboldt in seinen„Ansichten der Natur“ die deutsche Sprache mit neuen Zungen künstlerischen Wohllautes reden lassen; aber auch in der immer strenger an das Wirk— liche sich heftenden Gedankenwelt unserer Tage war der neunzigjährige Greis kein Fremder ge⸗ worden, weil um ihn und zum Theil durch ihn die Welt zu seiner Jugendanschauung sich ent⸗ wickelt hatte. Indem er einer der Ersten im Auslande der deutschen Wissenschaft Geltung ver⸗ schaffte, hat er den Aufschwung des deutschen Nationalgefühls vorbereiten helfen, welches jetzt mit Stolz auf ihn weist. Ein Rathgeber und Freund der preußischen Könige, hat er die geistigen Interessen der Nation ein Menschenalter hindurch unabhängigen Sinnes und edlen Muthes ver- treten, und kaum hat es damals in Deutschland einen namhaften Gelehrten oder Künstler gegeben, der nicht durch persönliche Verpflichtung jene gränzenlose Hingebung kennen gelernt hätte, welche Alexander von Humboldt sein ganzes äußeres und inneres Dasein idealen Zwecken opfern ließ. Das Andenken eines solchen Mannes durch ein öffentliches, auf Kosten der Nation errichtetes Standbild dankend zu ehren, mag überflüssig er⸗ scheinen, entspricht aber einer Forderung des merschlichen Gemüthes und der Sitte aller Kultur- völker. Berlin, die Stadt seiner Geburt, die Stätte seiner Wirksamkeit während langer Jahre bis zu seinem Tode, ist der Ort für dieses Denk⸗ mal. Im Vertrauen, einem allgemein gehegten Gefühle zu begegnen, richten daher die Unter- zeichneten diesen Aufruf an das deutsche Volk, sich an einer Sammlung zur Errichtung eines Nationaldenkmales für Alexander von Humboldt in Berlin zu betheiligen. Beiträge anzunehmen ist neben unserem Schatzmeister, Herrn Al. Mendels— sohn, Jägerstraße 51, jeder der Unterzeichneten bereit. Etwaige Ueberschüsse werden der bei der königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin be— reits bestehenden Humboldt- Stiftung für Natur- forschung und Reisen überwiesen werden. Berlin den 2. Juli 1869. i(Unterschriften.) Die Expedition des„Frankfurter Journals“ erbietet sich zur Entgegennahme von Beiträgen. 1087 Pe, enen bel schlossen. desselben, aufgefode geltend deren Bel „ beffäligt Flic. — 0 2034 g überschulk Eheleute in welche und übe werden ee tesp. Ann bicermajc Frier 2 226 gleich d Procutra, sallfigen worden, Frie Def 28 laß der geb. Pe Jtrfforlig dieser J d unpersärt elle, beimist Viserscha den unser Deutsch r Bildun⸗ calistischen ftint Unsienb, „Ansichse 1 nene 2 1 felt des deulshe welches J uhgeber un dit geisti 5 0 Itter bindurd Nuthes vel. Deulschlart 101 gegebtz tung jene 4e, welche ußerts ind lich unte durch u kttichieltt parflüͤssg l weung d allet Kult Gtbutt,! langt Ja dieses Da 20m gehch, „ dit Ua ceulsche 05 de 5 dichtung 5 a punb⸗ 1 70 auguntbe Oeffentliche Aufforderung. 988 Nachdem Groß hberzogliches Hofgericht der Provinz K 128 über das Vermögen des Kurzwaarenhändlers död Strauß II. von Friedberg den förmlichen Con- ours erkannt hat, werden dessen sämmtliche Gläubiger ur Anmeldung und Begründung ibrer Forderungen, owie zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrech te auf: Mittwoch den 18. Au gust l. J. Morgens 9 Ubr, 5 inter dem Rechtsnachtheile des ftillschweigend eintreten⸗ en Ausschlusses von der Concoursmasse hierher vor- geladen.. Im genannten Termine soll ferner, wenn ein noch⸗ nalsger Güteversuch erfolglos bleibt, ein Gläubigeraus— chuß gewählt und ein Massecurator definitiv bestellt werden, was unter dem Anfügen bekannt gemacht wird, aß bezüglich der weder in Selbstperson erscheinenden, noch durch gehörig bevollmächtigte Mandatarien ver ketenen Gläubiger det ftillschweigendt Beitritt zu den von der Mehrheit der Erschtenenen auch bezüglich eines wa zu Stande kommenden Arrangements gesaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden wird. Friedberg den 17. Juni 1869. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz Hofmann, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Edictalla dung. 987 Heinrich Schmidt von Ossenheim bat mit einen bekannten Gläubigern ein Arrangement abge⸗ schlossen. Etwa noch vorhandene unbekannte Gläubiger esselben, denen die Acteneinsicht gestattet ist, werden ufgefordert, binnen Frist von drei Wochen Einwendungen geltend zu machen, als sonß, unter Aueschluß damit, sertn Beitritt unterstellt und das Arrangement gerichtlich „estätigt wird. Friedberg am 24. Juni 1869. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Cdietalla dung. „034 Forderungen und Ausprüche jeder Art gegen den berschuldeten Nachlaß der Peter Birkenstock's Eheleute von Assenheim, find Mittwoch den 11. August l. J., Morgens 9 ÜUbr, n welchem Termine zugleich ein Arrangement versucht und über die Behandlung dieser Sache beschlossen werden soll, dei Meidung Ausschlusses von der Masse ep. Annabme der Zustimmung zu den von der Gläu— uugermajorität zu fassenden Beschlüssen, anzumelden. Friedberg den 1. Juli 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 4126 Die Handlung S. Lindheimer zu Friedberg ist, gleich der dem Simon Lindheimer daselbst ertheilten Procura, für erloschen erklärt und die Löschung des deß allfigen Eintrags im Firmen⸗Register heute vollzogen vorden. Friedberg am 13. Juli 1869. Großhberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 128 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ ß der Valentin Kauls Wittwe, Marie Elisabethe, eb. Weigand, von Nieder⸗Florstadt, find binnen einer arstörlichen Frifl von 14 Tagen, vom ersten Erscheinen eser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an serechnet, bel dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, wibrigenfalle sie bei Vertheilung des Nachlasses unter ir Intestaterben nicht berücksichtigt weiden können. Friedberg am 14. Juli 1869. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 1135 Forverungen und sonflige Ansprüche an den Nach aß des biesigen Ortobürgers Partmann Wilhelm Wagner find binnen 14 Tagen bei dem unterzeichneten Herichte anzumelden, widrigenfalls sie bei der Vertheilung ses Nachlasses unter die Intestaterben des Verfforbenen nicht berückfichtigt werden können. Friedberg am 14. Juli 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hof maun, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. 2 2113 Berner Race, Roth—⸗ Ein Jaselochs, scheck, 1½ Jahr alt, für dessen Sprung garantirt wird, steht zu verkaufen bel Rodheim. Ph. Kling II. * 7— 5 Geübte Schuhmacher, 1070 besonders auf gute Mannarbeit, finden zauernde und lohnende Beschäftigung in der Schuh⸗ abrit von Dreschfeld& Wallerstein in Offenbach a. M. Samstags erscheinenden bestens zu empfehlen.. leihen den durch ihn veröffentlichten Anzeigen die größte 26 kr., durch die Post bezogen 32 kr. 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Schmidt, Rechner in Echzell, eine Agentur obiger Gesellschaft übertragen und die gesetzliche Bestätigung ertheilt Die Section Carl Haack Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billig und fest find und die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. A. Schmidt, Agent. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist wieder vorrätdig Neuster Coschen-Kahrplan Sommer- für die Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nossan, Frankfurt, Rhein-Preußen. Mit Aenderung vom 15. Juli. Mehl. 2132 Mein Lager in allen Sorten biefigen und Ungarischen Mebls bringe ich hiermit in empfehlende Erinntrung, sowie Weizenkleie und Schaalen zc. ꝛc. 2 L. H. Strauß. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim 2095 in Frankfurt am Main. Saure phosphorsaure Kalke(Superphosphate) zur Düngung des Getreides, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w in drei Sorten. 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Dem biesigen Bürger und Handelsmann Zosepb Butzbach ein Sohn, Max. f 27. März. Dem biesigen Bürger und Goldarbeiter Alexander Maaß ein Sohn, Siegmund. 26. März. Dem hiesigen Bürger und Kaufmann Elias Ehrmann ein Sohn, Rudolpb. 1. Mat. Dem blesigen Bürger und Kaufmann Moritz Stabl ein Sohn, Artur, g 26. Mai. Dem hlesigen Bürger und Kaufmann Jacob Engel ein Sohn, Max. 18. Juni. Dem hiesigen Bürger und Hofuhrmacher Georg Hanau ein Sohn, Simon. Gestorbene: 3. Jan. Clara Grödel, geb. Dreifuß, binkerlassene Witiwe des verftorbenen hiesigen Emnwohners und Handels mannes Michel Grödel, alt 55 Jahre. 0 3. Febr. Karoline Fürst, geb. Stabl, Ehefrau des biesigen Permissionisten und Handelsmanns H. Fürft. 13. Febr. Louise Lindheimer, Tochter des hiesigen Bürgers und Kaufmanns Samuel Lindbeimer— 2. März. Betichen Beer, hinterlassene Wittwe des Handelsmannes Abraham Beer von Höͤchst, alt 78 Jahre und 6 Monate. 1. Junt. Jacob Mai, hiesiger Bürger und Frucht⸗ händler. 2 2088 Bei Gelegenheit der Mainzer Industrie⸗Ausstellung findet mit Genehmigung der Groß herzoglichen Regierung eine Verlo os ung i statt und ist die Zahl der Loose auf 25,000 je zu fl. 1 festgesetzt.— Die Verloosung findet am 15. September in dem Lokale des Gewerbvereins öffentlich statt und werden die Ergebnisse der Ziehung in der Frankfurter Zeitung, Frankfurter Journal, Mainzer Zeitung, Mainzer Anzeiger, bekannt gemacht. Die Gewinne müssen längst gabe der entsprechenden Loose abgeholt werden Mainzer Wochenblatt, Mainzer Abendblatt und mittelst Ziehungslisten ens einen Monat nach der Ziehung gegen Ueber— ; die nicht erhobenen Gewinne werden alsdann zu Gunsten des Schulfonds des Mainzer Gewerbevereins wieder verwerthet. Als Gewinne kommen zur Verloosung, sofern die Zahl von 25,000 Loosen vergriffen ist: Ein vollst Salon⸗Ameublement im Werthe von circa fl. 1800. Eine elegante Equipage im Werthe von circa fl. 1200. Ein vollständiges Ameublement eines Speise— zimmers im Werthe von circa fl. 1000. Ein vollständiges Ameublement eines Schlaf— zimmers im Werthe von ca. 900. Ein eleganter Bronzelustre nebst 4 Wandarmen im Werthe von ca. 300 fl. Ein Sopha nebst 2 Sesseln und 6 Stühlen im Werthe von ca. fl. 300. Ein silberplattirtes Geschirr fuͤr 2 Pferde im Werthe von ca. fl. 300. Ein elegantes Buffet im Werthe von ca. fl. 300. Ein feiner Porzellan-Ofen im Werthe von Ein Pianino im Werthe von ca. fl. 400. ca. fl. 250. Ein feuerfester Cassenschrank im Werthe von Zwei elegante Spiegel im Werthe von circa ca. fl. 400. fl. 250. außerdem eine reiche Anzahl nützlicher Gebrauchsgegenstände im Werthe von fl. 11,000. — also im Ganzen fl. 19,000.— Loose sind zu haben: In Darmstadt bei Carl Gaulé, in Friedberg bei L. Weis, in Büdingen bei Steueraufseher Minzenberger, in Nieder⸗Mockstadt bei E. Hill, in Vilbel bei W. Cullmann, in Altenstadt bei Gebhardsbauer, Polizeidiener, in Nidda bei Burgermeister Reuning, in Gedern bei L Stibbeling. Mainz, im Juni 1869. Der Vorstand des Mainzer Gewerbevereins. Dir Kunst-Kärberei, Druckerei und Wäscherei von J. Küchel in Homburg v. d. H. 1137 empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Agenturen, wo Muster zur gefälligen Ansicht offen liegen und Bestellungen prompt und rasch besorgt werden, befinden sich in Friedberg bei Herrn Schäfer, Messerschmied. in Butzbach bei Herrn B. Küchel II., Gerber. G Hland-Dresch- Maschi El mit Strohschüttler. 2086 Wir machen hiermit bekannt, daß wir zu unseren beliebten Hond⸗Dresch⸗Maschinen jetzt Strob⸗ 0 schüttler ganz neuer Art construirt haben, welche ihrem Zwecke vollkommen entsprechen und Gang der Maschine nicht erschweren. 5 Unsere künftigen Preise find: N fl. 88 ohne und fl. 125 mit Strohschüttler unter Garantie u. Vergütung der Eisenbahnfracht bei Baarzahlung nach 14tägiger Probezeit. Um fl. 40 bringen wir unsere Strohschüttler an die früher gelteferten Maschinen an. 8 Alle unsere Hand Dresch⸗ Maschinen können auch durch Göpel betrieben werden, welche 145 fl. kosten, sie leisten dann das Doppelte. Wir bitten um baldige Bestellung, wenn wir bei dem großen Absatz für rechtzeitige Ablieferung F 1 J. P. Lanz& Comp. in Mannheim. 2 2 — 5 5 5 Providentia, 2073 Versicherungs⸗Gesellschaft in Frankfurt a. M. und Mainz, Geschäfts⸗ nachsolgerin der Rheinischen Versicherungs⸗Gesellschaft, Section Mainz. Begebenes Grundkapital: Acht Millionen Gulden südd. Währung. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntuiß, daß dem Herrn H. Ph. Dauern⸗— heim in Nieder⸗Florstadt eine Agentur obiger Gesellschaft übertragen wurde, demselben auch die gesetzliche Bestätigung ertheilt worden ist. 5 N Mainz den 9. Juli 1869. Die Section Earl Haack. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billig und fest find, so daß die Versicherten unter keinen Umständen Nachschüsse zu leisten haben. Nieder-Florstadt den 9. Juli 1869. H. Ph. Daueruheim, Agent. Zur Nachricht. 12117 Leute, welche Forderungen für Arbeiten an beide Haäuser von Madame Naudin zu stellen haben sollten, (werden ersucht, ihre Rechnungen alsbald einzureichen. Epileptische Krämpfe ana 1343 beilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. K il lisch in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert gebeilt. l eee 2136 Am Freudentag der Zeraeliten, Samflag ben 24. d. M, findet durch die Mufik des Jäger⸗Batalllong im melnem Saale Ball flatt, wozu ich freundlichst einlade. ö Fritz. Anfang 4 Uhr. Vall für Israeliten D. d. I. statt, wozu ergebenst einladel Georg Landvogt, Gasthaus zur Gerste in Rockenberg. Einladung. 2032 Samstag den 24. Jul! findet bei mir zu Erbstadt Tanzmusik für Israeliten statt, wozu ich freundlichst einlade. Friedrich Empte, Gastwirth. Emilio Castelar Rede über Republik und Monarchie 6 kr. Rede über Religionsfreiheit 6 kr. 3 Reden(außer obigen noch die Rede über die Grundrechte enthaltend) mit Portrait 18 kr. vorräthig in der Buchhandlung von Binder— nagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. Sonnenschirme 1341 billigst bei K. Friedrich neben der Post. E Ueue Häringe! 1861 bei Wilh. Fertsch, Kirchenbuchsauszüge. 0 Evangelische Gemeinde. Getraute: 11. Juli. Konrad Heß, hiese Bürger und Handels⸗ mann, Sohn des hies. Bürgers und Handelsgärtners Johannes Heß und Anna Katharina Rausch, Tochter des biesigen Bürgers und städtischen Holzmessers Adam Rausch I. Getauf te: 11. Jult. Beerdigte: 15. Juli. Margarethe Louise Fink, geb. Warbach, 5 Ehefrau des hies. Bürgers und Kreisbüreaugebülfen Heinrich Fink, aft 47 Jahre 14 Tage, 1 om 14. Jult. 16. Juli. Kunigunde Dorothea Wilhelmine Rausch, Töchterchen des bies. Bürgers und Seribenten Christoph Konrad Heinrich Rausch, alt 2 Jahre 10 Monate 8 Tage, am 15. Juli. Katholische Gemeinde. Beerdigte: Am 12. Juli starb dem bies. Bürger und Samen- bändler Karl Joseph Leinweber ein Söhnchen, Wilhelm, alt 10 Monate. Main⸗Weser⸗ Bahn Station Friedberg. Abgang der Bahnzüge in der Richtung nach in der Richtung nach Frankfurt: Gießen: 3⁵⁸ 6⁴⁸ 22 1788 ag 18 7⁴⁰ 122 104 3⁵³ 3⁵⁰ 6³⁶ 6²² 2816 9³⁰ 91 61153 „Schnellzüge 1., 2. und 3. Klasse.—* Courier⸗ züge 1. und 2. Klasse. — Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. ö Dem hies. Bürger, Tapezierer und Möbel“ I bändler Christtan Konrad Vogt ein Sohn Daniel Theodor, geb. am 23. Juni. Bad Nauheim 2129 fludet in meinem Saale Samstag den 21. Jull 3— Guhäl * 900 schloffel Gtündun, Besrefft ded In gültig Betteff U. strafgest