lz u ditt Fes. gelb örmittags nittags f er Burg. bindet Vöpfnet — tdb 11 500 ttirche! et atirc“ 11 n ber Nienstag den 20. April. . 45 er A 8 * Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samftag. —— Umtlicher Theil. Betreffend: Die Unterstützung der Volksschullehrer aus den Provinzialschulfonds. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Friedberg an die Ortsschulvorstände. Unter Bezugnahme auf die Bestimmungen in dem Ausschreiben Großherzoglicher Oberstudien-Direction vom 30. April 1868(Nr. 23 des Amtsblattes dieser Behörde) von welchem haben, machen wir Ihnen bemerklich, daß diejenigen Lehrer, welche Remuneration aus dem Provinzialschulfond einreichen wollen, solche an uns richten, sie aber Ihnen einhändigen müssen, damit Sie über die Punkte, welche in dem Be etwa Gesuche um Unterstützungen oder Sie Abdrücke erhalten äußern. mehr finden. . a „ie n u Sie wollen sich hiernach vorkommenden Fällen bedeuten. n Friedberg den 17. April 1869. Ausschreiben und der demselben beigefügten Tabelle für Beurtheilung des Gesuchs erheblich sind, unter Vorlage der Gesuche sich berichtlich Gesuche, welche nach dem 20. Mai resp. 20. November eines jeden Jahres bei uns eintteffen, können keine Berücksichtigung 7 genau bemessen, auch die Lehrer in Trapp. 9. Margarethe Fritzgen von Feldkrücken ist aus diesseitigem Kreise ausgewiesen worden. Friedberg den 16. April 1869. Großherzogliches Kreisamt Friedberg a Ter a p p. Hessen. Darmstadt. Die nächste Sitzung der ersten Kammer der Stände findet am Sams— nag den 24. d. Vormjttags halb 10 Uhr statt. Die Tagesordnung führt auf: Berathung und Abstimmung über: 1) den Hauptetat der Militär⸗ werwaltung für die Finanzperiode für 1869— 71; 2) die Beschwerde der Dampfmaschinenbesitzer zu Oppenheim, Beseitigung der kreisamtlich verfügten zwangsmäßigen Reinigung ihrer Dampfkesselkamine durch Schornsteinfseger betr.; 3) den Antrag der Abgg. Kraft und Hunsinger, auf Erlaß einer Bergordnung; den dringlichen Antrag des Abg. Metz, die endliche vollständige Genehmigung der derschiedenen Eisenbahalinien betreffend. — Behufs möglichster Erleichterung des Ver— ehrs sind die Großherzoglichen Kreisämter er— mächtigt worden, vom 1. Mai l. J. an Reisepässe zicht nur, wie bisher, nach den deutschen Staaten und Oesterreich, sondern ohne Beschränkung in Beziehung auf den Bestimmungsort auszustellen. Die Großherzogliche Ministerial-Paß-Expedition ahier bleibt jedoch auch fernerhin zur Ausfertigung von Reisepässen befugt, und sind alle Reisepässe nach Frankreich und Rußland behufs Einholung es dermalen noch erforderlichen Visas der betr. Besandtschaften an dieselbe einzusenden. Gleich- eitig werden vom 1. Mai l. J. an in den nicht um norddeutschen Bunde gehörigen Theilen des Broßherzogthums neue Paßformularien, ähnlich zen im norddeutschen Bundesgebiete eingeführten, zur Anwendung kommen. — S. K. H. der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 14. d. M. geruht: tem Oberstlieutenant z. D. und Bezirks⸗Comman— teur des 1. Landwehr-Regiments Pabst den Charakter als Oberst zu ertheilen, sodann den Hauptmann und Batteriechef Kolb vom Groß berzoglichen Artillerie-Corps unter Versetzung in die Train-Abtheilung zum Major und Comman⸗ trur der letzteren mit Beibehaltung seines bisherigen Gehalts und seiner bisherigen Uniform; den Nittmeister und Schwadron ⸗Chef Freiherrn von Picou im 2. Reiter-Regiment zum Major mit Beibehalt der Schwadron und seines bisherigen Gehaltes; den Rittmeister und Schwadron Chef Sanders im 1. Reiter-Regiment zum Major nit Beibehalt der Schwadron und seines bisherigen hehaltes; den Oberlieutenant Hanesse im 2. gägerbataillon zum Hauptmann in demselben mit beibehalt seines bisherigen Gehaltes; den Ober- hutenant und Bataillons-Adjutant Balser im bhef im 2. Infanterie-Regiment mit Beibehalt seines bisherigen Gehaltes zu ernennen; ferner den Oberlieutenant Reuling vom 3. Infanterie— Regiment in's 2. Jägerbataillon; den Oberlieu— tenant Glock vom 3. Inf.-Reg. in's 4. Inf. Reg.; den Oberlieutenant Scheich vom 4. Inf. Reg. in's 3. Inf.-Reg. zu versetzen. — Landrichter Dr. Heyer in Wimpfen wurde auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt unter Anerkennung seiner langjährigen treu gelei— steten Dienste und unter Verleihung des Ritter— kreuzes I. Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen. Zugleich wurde Landrichter Ceßner zu Ulrichstein in gleicher Eigenschaft an das Landgericht Wimpfen versetzt. Gießen. Das„Fr. J.“ bringt folgende Mittheilung: Ein Schrei der Entrüstung ging am 16. d. Morgens durch unsere Stadt, als sich die Nachricht verbreitete, daß zwei durchaus un— scholtene und als sehr friedlich bekannte hiesige Studenten von zweien ihrer Commilitonen in der vorhergehenden Nacht derart durch Dolchstöße verwundet worden seien, daß man an ihrem Auf— kommen zweifeln muß und daß dieselben jedenfalls mehrere Wochen an den erhaltenen Verletzungen zu leiden haben werden. Als Thäter sind bereits zwei hiesige Studenten, welche den Corps„Teu— tonia“ und„Starkenburgia“ angehören, gefäng— lich eingezogen; die eingeleitete Untersuchung wird das Nähere ergeben. Preußen. Berlin, 16. April. Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Reichs— tages steht der Twesten⸗Münster'sche Antrag auf Schaffung verantwortlicher Bundesministerien. Der sächsische Staatsminister Frhr. v. Frlesen bekämpft in längerer Rede den Antrag, welcher die einzelnen Staaten beeinträchtige und Competenzceonflikte heraufbeschwöre. Der Bundeskanzler Graf Bis— marck sieht in dem Antrage ein Mißtrauens votum gegen die bestehenden Zustände des Bundes. Der Antrag würde die Ausschüsse des Bundesraths wie das Bundeskanzleramt beseitigen, welche gegen- wärtig in bester Ordnung die Functionen von Bundesministern versehen. Der Antrag wolle die Organe des Bundes schmälern, ein gleicher An- trag auf Schmälerung der Befugnisse des Reichs- tags würde einen Sturm hervorrufen.„Der Antrag,“ fährt der Bundeskanzler fort,„richtet aber auch ein Mißtrauen gegen Süddeutschland, auf welches man nicht zu rechnen scheint, und schärft den Gegensatz zwischen dem Norden und dem Süden, wo der Zug nach dem Einheitsstaate 2 Jägerbataillon zum Hauptmann und Compagnie— sehr schwach ist. Ich habe das Bundeskanzleramt, wie es ist, übernommen, ein Ministercollegium müßte mein Nachfolger übernehmen. Die Centra— lisation des deutschen Staates ist ohne einen tiefen, alle Verhältnisse schädigenden Bruch nicht möglich; lasse man der Bundes verfassung Zeit, sich zu entwickeln, decentralisire man, statt centra— lisiren zu wollen! Unser Ziel—„Deutschlands Größe“— ist dasselbe, unsere Wege aber sind verschieden, erschweren Sie uns die Aufgabe nicht durch die Forderung des Unerreichbaren.“(Bei- fall rechts.) Der Abg. Lasker erklärt darauf in längerer Ausführung, der Antrag wolle nicht dem Bundeskanzler Collegen an die Seite stellen, son— dern der Bundeskanzler soll die Fachminister er— nennen und darüber wachen, daß sich Keiner dem leitenden Geiste des Ministeriums entgegenstelle. Nach dieser Rede erklärt der Bundeskanzler Graf Bismarck, daß ihn diese Auffassung dem Antrage bedeutend näher bringe, dies würde mit den Ver— hältnissen des jetzigen Bundeskanzleramtes über— eintreffen, es fehle nur an einigen Ministertiteln, auf die es nicht ankommen werde. Der Antrag wird darauf bei namentlicher Abstimmung mit 111 gegen 100 Stimmen angenommen. — Zur Ueberwachung des Kirchengebets für den König von Preußen sind in Hannover die Landgendarmen beauftragt. Die„Allg. evangel.⸗ lutherische Kirchenzeitung“ meldet, daß in Folge dessen eine ziemliche Anzahl von Denunciationen eingelaufen seien und der Cultus minister sich ver— anlaßt sehe, gegen die hannoverschen Geistlichen, welche jenes Gebet unterlassen haben, amtlich einzuschreiten. Bockenheim. Man spricht davon, daß unsere Stadt eine Garnison bekommen solle, wenigstens ist gewiß, daß von zuständiger Stelle die entsprechenden örtlichen Erhebungen bereits gemacht worden sind. Ein Entgegenkommen von Seiten der städtischen Verwaltung ist zu erwarten. Baden. Aus Heidelberg meldet man, daß Dr. Reckendorf, Vorstand einer Privat— Erziehungsanstalt in Heidelberg, öffentlich den Vorschlag gemacht hat, den freien Mittwoch Nach- mittag der Schulen aufzuheben und dagegen auf den Samstag Vormittag zu verlegen, damit die israelitischen Schüler nicht vor die Alternative gestellt seien, entweder die Schule oder die Sab— bathfeier zu versäumen. Hiergegen hat sich nun in der liberalen Presse Opposition erhoben zumeist aus pädagogischen Gründen, die zwei schulfreie Tage(Samstag und Sonntag) nicht für ersprieß⸗ lich erklaren. Die elericale Presse dagegen findet den Vorschlag sehr gut, indem sie daraus ein Argument gegen die Thunlichkeit der gemischten Schulen zu schmieden trachtet. Uebrigens hat es mit der Ausführung des Reckendorf'schen Vor⸗ schlags wohl gute Wege, denn wegen der kleinen Minorität von 25,600 Joeraeliten des Landes wird sich die Majorität von 1,407,000 Christen nicht eben mit einer immerbin sehr zu bedenkenden Aenderung beeilen. Viel kürzer ginge es, wenn die Israeliten den Sabbath auf den Sonntag verlegten. Oesterreich. Wien. Der amtliche Bericht über den Untergang der Fregatte„Radetzky“ ist jetzt veröffentlicht. Auf Grund der Vernehmung der lebenden Zeugen ist durch die Untersuchung festgestellt, daß ohne Zweisel durch eine Explosion der Achterpulverkammer der Achtertheil des Schiffes zerrissen und hiemit dieses sofort zum Sinken ge— bracht worden ist. Auf welche Weise die Explo⸗ sion herbeigeführt wurde, ob hiebei ein Verschulden durch Unachtsamkeit oder Außerachtlassen der be⸗ stehenden Vorschriften unterlaufen, oder aber ob das Unglück durch einen ganz außer jeder Be⸗ rechnung und jeder Voraussicht liegenden Zufall entstanden sei, ließ sich durch die Vernehmung der Geretteten nicht im Mindesten aufklären. — Die offiziösen Blätter melden mit Be⸗ stimmtheit die Ernennung des Grafen Taaffe zum Ministerpräsidenten, Plener's zum Ministerpräsi⸗ denten ⸗Stellvertreter und des Generals Möring zum Landesvertheidigungs-Minister. Frankreich. Paris. Im gesetzgebenden Körper verlangte Bethmont eine Untersuchung in Marineangelegenheiten. Er erklärte sich dagegen, daß die Regierung, ohne Wissen der Kammer, 72 Trans port-⸗Dampfer, welche zufammen 40,000 Mann und 12,000 Pferde aufnehmen könnten, zu verwenden berechtigt sei. Das auf Bethmont's Verlangen bezügliche Amendement wurde verworfen. Dupny de Lorne, der Regierungscommissär, sagte, daß die Flotte und die Arsenale noch nie in einem besseren Zustande gewesen seien, als jetzt. Das Marinebudget wurde angenommen. — Die„France“ sagt: Frere Orban scheint unter dem Eindruck zu stehen, daß die Ausbeutung einen belgischen Linie durch eine französische Gesell⸗ schaft die Selbständigkeit Belgiens bedrohe, ob— gleich schon jetzt vier Linien durch die Nordbahn; Gesellschaft ausgebeutet würden. Diese vorgefaßte Meinung ist nicht dazu angethan, ein Arrangement zu erleichtern, dessen Zweck gerade ist jede Spur von Mißtrauen zwischen Frankreich und Belgien zu verwischen. — Dasselbe Blatt entnimmt einem Briefe aus Madrid, daß in Folge der für die spanische Herrschaft höchst bedrohlichen Wendung, welche der Aufstand auf Cuba nehme, der General Prim selbst sich anschicke, mit den wenigen Bataillonen, die man nach den bereits als Verstärkung ent- sandten 20,000 Mann noch zur Verfügung habe, nach der Havanna abzugehen. — Die„France“ sagt: In der am 17 stattgefundenen Conferenz haben vie französischen Minister in Betreff der Vorschläge, über welche Frere Orban seiner Regierung Bericht zu erstatten wünscht, die Initiative zur Prüfung derselben er⸗ griffen. Das genannte Blatt glaubt, diese Vor⸗ schläge seien geeignet, zur Basis eines befriedigen⸗ den Ausgleichs zu dienen. — Der Vertrag zwischen dem türkischen Be⸗ vollmächtigten Daoud Pascha, der Grsellschaft der österreichischen Staatsbahn und Baron Hirsch, wodurch Letzterem die Ausführung des ganzen türkischen Bahnnetzes überlassen wird, ist unter ⸗ zeichnet worden. Die österreichische Staatsbahn⸗ Gesellschaft übernimmt Verwaltung und Betrieb. Belgien. Brüssel. Die„Ind. belge“ erhält aus Paris vom 15. d. die Mittheilung, die Unterhandlungen über den französisch- belgischen Zwischenfall befänden sich in einer weniger befrie⸗ digenden Phase, als man bisher geglaubt; dem Vernehmen nach sei in Erwiderung auf den Ent⸗ wurf des Herrn Fröre-Orban ein Gegen⸗Entwurf von den Herren Rouher, Gressier und Lavalette aufgestellt worden. — Die„Independance“ meldet: In den bei Mons belegenen Ortschaften haben die Arbeiter- Unruhen einen bedenklichen Charakter angenommen. — Bei Cameries drohten die Arbeiter mit Zertrüm⸗ merung der Maschinen, bei Quaregnon haben sich 3000 feiernde Arbeiter zusammengerottet. Großbritannien. London. Das Unter- haus hat in seiner Sitzung das Amendement Disraeli's, welches der irischen Kirche den staat. lichen Charakter zu bewahren bezweckt, mit 344 gegen 123 Stimmen verworfen. — Von dem französisch⸗atlantischen Kabel sind 3033 Meilen beendet und 531 Meilen noch an⸗ zufertigen. Auf die Dampfer Great Eastern und Scanderia sind bereits 2200 Meilen eingeschifft worden. Spanien. Madrid. Die Ablehnung Dom Fernando's hat in dem Lager der Monarchisten eine Verwirrung hervorgerufen, welche sich mit jedem Tage steigert. Die Mehrheit ist gedemüthigt, schreibt der Berichterstatter des Constitationel, und das mit Grund, sowohl wegen der Art, wie diese Argelegenheit geleitet worden, als wegen ihres negativen Ergebnisses. Welche andere Combination wird man nun auf's Tapet bringen? Darüber bestehen nur Vermuthungen. Gewiß scheint zunächst, daß die Candidatur Montpensier nicht Besitz nehmen wird von dem Terrain, welches die Enisagung Fernando's frei läßt. — Cortes. Prim bestreitet, daß Frankreich die Carlisten protegire. Der erste Artikel der Constitution ward angenommen und darin das Wort„Monarchie“ durch das Wort„Nation“ ersetzt. Die Majorität beschloß, die Regitrungs— form noch zu umgehen. Portugal. Lissabon. Es geht das Gerücht, daß eine nahe bevorstehende Militär- Revolution sich vorbereite. Die Regierung ergreist strenge Vorsichtsmaßregeln. — Wie aus Rio de Janeiro vom 24. v. M. gemeldet wird, ist der Graf von Eu zum Gene— ralissimus der brasilianischen Armee ernannt wor- den. Vom Kriegsschauplatz wird mitgetheilt, daß Lopez an der Spitze von 7000 Mann sich in Ascurra verschanzt hat. Frankfurt. Den ersten Preis aus der Pfecdemankt⸗ lotterie, besiehend in einem eleganten Wagen mit 4 Pferden und feinem Geschirre hat ein in Frankfurt arbeitender Schreinergeselle gewonnen. Wie man vernimmt, hat der Glückliche seinen Eewinn für 3500 fl. verkauft.— Bei der gegenwärligen Ziehung der Frankfurter Lotterie wurde ein Mann in seltener Weise vom Glücke begünstigt. Der⸗ selbe spielte nämlich zwei ganze Originalldose und gewann dieser Tage Morgens 10 Uhr den Preis von 50,000 fl. und um ¼ auf 11 Uhr einen andern von 20,000 fl. Frankfurt. Zur Zeit sind die weiblichen Dienst⸗ boten in hiesiger Stadt ziemlich rar, was seinen Grund darin findet, daß viele Diensiboten es vorziehen im Sommer den Aufenthalt in einem Badeorte zu nehmen. Also auch hier die Verhältnisse umgekehrt, die Herrschaften bleiben zu Hause, die Dienstboten reisen in die Bäder. Aus Offenbach wird gemeldet, daß dort aus ciner Schäferhülte, in welcher der Schäfer seine Ersparnisse auf⸗ bewahrte, mittelst Einbruchs ewa 110 fl. baares Geld meist bestehend in 20 und 10 Francsstücken und einem 10 Gulden⸗Stück in Gold gestohlen worden sind. Der That verdächtig wird der Schuhmachergeselle Johann Seip aus Haarheim bei Vilbel verfolgt. Darmstadt. Im Festsaale der höheren Töchterschule hielt am Abend des 14. d. Professor Dr. Schenkel aus Heidelberg einen Vortrag über Cultur und Christenthum, wozu sich eine sehr zahlreiche Zuhörerschaft eingefunden hate. Hierbei verdient wohl besonderer Erwähnung, daß derselbe von JJ. K. G. Hoheiten dem Prinzen Ludwig und Gemahlin besucht war. Darmstadt. Vor den Assisen der Provinz Starken⸗ burg stand kürzlich Philipp Grunert⸗ 21 Jahre alt, Schreinergeselle aus Rumpenheim, beschuldigt der Tödtung des 25 jährigen Schreiners Adolph Booß, Sohn des Schreinermeisters Caspar Booß zu Offenbach. In Folg⸗ verschiedener sehr gravirender Thatsachen, welche die Ver⸗ handlung ergab, erhob die Staatsanwaltschaft die Anklage des Mordes, und wurde der Angeklagte dieses Verbrechens von den Geschwornen für schuldig erkannt und vom Assisenhose zum Tode verurtheilt „ Ein unberufener Löwenbändiger. In Bailleul, einer Ortschaft an der französisch-belgischen Grenze, hat sich ein schauerlicher Fall zugetragen. Im Circus Brennet war nämlich der Löwenbändiger unwohl und konnte seiner Funktion nicht obliegen. Darüber proße Verlegenheit in der Kunstreiterirüuppe. Die Löwenbändiger⸗ scene im Käfig gehört zu den interessautesten Punkten des Programms. In dieser Verlegenheit faßte der Cirkus⸗ direklor Brennelt einen tollkühnen Entschluß. Trotz aller Vorstellungen seiner Freunde packte er die Peilsche des Löwenbändigers, öffnete den Käfig und trat in denselben ein. Anfangs splelte er seine Rolle so ziemlich gut, als aber der Moment kam, wo er der Löwin ein Stück rohes Fleisch binhielt, erwachte in dem Thiere der wilde Instinkt und Herr Brennett, Böndigers, bekam, siatt fest Stand zu halten, Furcht und machte einen Schritt gegen die Thür. Das war sein Unglück. Es folgte eine entsetzliche Scene, die nicht zu beschreiben ist... Daun zog man aus dem Käfig 1 zwanzig zuckende blutende Klumpen... es waren die Ueberreste des unglücklichen Direktors! „ Frauenarbeit. In Newyork und Umgegend leben nach dem„Newyork Journal“ 75,000 Frauen und Mädchen, die auf ihrer Hände Arbeit angewiesen sind. Ihr Lohn beträgt 2 Doll. 50 Cent. vis 18 Doll. pro Woche. Dienstmädchen erhalten die erstere Summe(mit Kost und Wohnung), Redacteurinnen die letztere Summe, Näherinnen-verdienen pro Woche 4 Doll. 50 Cent., Schau- spielerinnen 15 Doll., Papierschachtel- und Papierkragen⸗ Versertigerinnen 5 Doll., Zeich nerinnen 12 Doll., Bal⸗ leteusen und Schreiberinnen 6 Doll., Buchbinderinnen, Setzerinnen, Teiegraphistiunen und Holzschneiderinnen 10 Doll., Couvert- und Crinolinenmacherinnen, Bouquetieren, Schneiderinnen, Putzmacherinnen und Schirmverfertigermnen 7 Doll., Blumenmacherinnen, Buchsalzeriunnen und Heste⸗ rinnen, Pelzuäherinnen, Friseusen, Hulmachcrinnen, Photo⸗ graphistinnen, Silberpolirerinnen und Spielsachenmale⸗ rinnen 8 Doll., Juwelierinnen und Schuhmacherinnen 9 Doll.; die Zahl der Doclorinnen in den Vereiniglen Staaten ist bekannilich sehr groß; Postimeisterinnen hat Präsident Grant soeben mehrere ernannt, wir werden demn ich in allen Zweigen der Industrie und Wissenschaft Frauen sehr stark vertreten sehen. Landwirthschaftliches „„ Chaliers Hufbeschlag. Statt der breiten und' schweren Eisenplatten, welche man bisher unter den Füßen der Pferde zu befestigen pflegte, hat der bekannte Thierarzt Charlier jetzt das Verfahren erfunden, daß er nur einen schmalen eisernen Reifen in einer Riefung (Stahl) befestigt, welcher rund um die untere äußere Linie vom Hufe des Pferdes geht. Der Huf wird, auf diese Weise mit einer Widerstand leistenden Einfassung versehen, durch welche er gegen die Abnützung geschützt bleibt und dabei doch zu gleicher Zeit allen anderen Theilen von der Sohle thre nalürliche Stellung auf dem Erdboden zu behalten gestaftet und dadurch den Huf in seiner normalen Form und Beschaffenheit besteben läßt. Es ist leicht zu begreifen, wie dieser„periplantaire“ Huf⸗ beschlag, wie er im Französischen bezeichnet wird einfach genug ist. Dazu ist dieses neue Hufeisen oder der Huf⸗ reifen etwa um zwei Drittel leichter im Gewicht als das alte, was auf eine große Erleichterung für die Thiere hindeutet, abgesehen davon, daß er sie vor der Mehrzahl der gewöhnlichen Krankheiten und Zufälle der Füße be; schützt. Der Franzose Charlier sagt in Bezug hierauf, daß in seinen natürlichen Stand, und solange die Seite vom Hufe nicht splittert, das ganze Glied sich wohl in Ord⸗ nung befindet, und daß aus diesem Grunde das Problem, das für den Hufbeschlag zu lösen bleibt, lediglich darin bestände, den Huf vor den Splittern zu schützen und den übrigen Theil des Hufes in seinem Stande zu erhalten. Deßhalb gibt er denn einfach dem Huf einen künstlichen Reisen, welcher stärker als der natürliche Hufrand ist, ohne aber dabei den Fuß selbst zu comprimiren, zu be⸗ schädigen oder sonst zu quälen, wie das gewöhnlich so häufig geschieht. Dazu kommt auch noch, daß der neue Husbeschlag die Pferde ausnehmend sicher auf ihren Füßen macht und sowohl für große wie für kleine Pferde paßt. Es bleibt endlich noch der Kostenpunkt zu besprechen übrig. Das dazu zu verwendende Eisen muß freilich von der allerbesten Qualität sein. Weil aber dieser neue Huf⸗ ceifen um eiwa die Hälfte oder zwei Drittel weniger an Malerial beanspruchk, als das bisherige Hufeisen, so kommt der Preis dafür auf dasselbe heraus. Der beste Beweis aber für das Zutreffende von diesem neuen Char⸗ lier'schen Hufbeschlags⸗ Verfahren ist schließlich wohl un⸗ streitig die Thalsache, daß nach längerer Probe damit die Pariser Droschken⸗Compagnie das Recht für sich erkauft hat, alle ihre Pferde nach diesem Systeme zu beschlagen, und daß schon 3000 von ihren Pferden mit diesem neuen Hufeisen versehen sind. Ueberdies ist das System auch bereits bel 1000 Omnibuspferden probirt worden, sowie bei vielen anderen Pferden sowohl von den öffentlichen Wagenvermiethern, wie von Privatleuten. „ Bienenzucht. Auf der Ausßellung von Geräthen für die Bienenzucht, welche in diesen Tagen in Mai⸗ land stattfand, wurden die Modelle deulscher Züchter, namenllich auch die Dzierzon'schen Glaskörbe, als die besten anerkannt. Die Deutschen holen nicht einmal mehr ihre Königinnen in Italien. 0 Jür die nothleidenden Juden in Westrußland gingen bei der Expedition durch S. Hirsch in Assenheim gesammelt 29 fl. 20 kr. ein und zwar von: S. Hiisch 2 fl.— N. N. 1 fl.— L. Isenburger 1 fl. 30 kr.— Jacob Simon 1 fl.— Raphael Reschenberg e M. Maix 1 fl.— N N. 3) ke.— G. Zinsheimer fl. — S. Reiß 35 kr.— S. Simon 30 kr.— J. Grüne⸗ baum 1 fl.— N. N. 30 kr.— Kammerassessor Augst 2 fl.— Fr. Koch 2 fl.— Frau Weber 2 fl.— Carl Koch 2 fl.— Hofrath Schäfer 1 fl., sämmtlich in Assen⸗ heim.— Fr. Koch, Hasselheck, 1 fl.— Koch, Bambiserhof, 1 fl.— Fr. Koch, Nonnenburg, 1 fl.— Koch, Schleiseld, 1 fl.— A. Reichenberg, Bruchenbrücken, 1 fl.— J. Stern, Bruchenbrücken, 1 fl. 45 kr.— Flemming, Aulendiebach 1 fl.— Bergverwalter Chelius, Ossenheim, 1 fl. wenig vertraut mit der Uebung des u künßlichen Huftand is nen, zu be⸗ ödulich so 25 det neue auf ihren kieint Pferdt zu besprechen kieilich von biliar- Versteigerung. 120. Age ren 21. April d. J., Nachmittags 2 uber, n in hiesigem Ratbhause die zum Nachlasse 0 er verstordenen Georg Wilbelm's Edeleute ge⸗ 50 den Mobilien, destehend in Tischen. Stühlen, Bett⸗ stellen, Schränken, Commoden, Bettwerk, Kleidern, Weiß zeug, einer Ziege und sonstigen Haus haltungsgegenständen, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 16. April 1869. i Großherzogliches Ortsgericht Friedberg F o uc ar. 7 8 0* Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Rödelheim'schen Wal⸗ dungen. 1207 Donnerssag den 22. April l. J., don Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Revier Vainhards, Distriet Ober- und Unterwald, nachverzeschnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 34 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 5„ Eichen 1 20„ Buchen⸗Stockholz, 5„ Eichen⸗„ 90„ Buchen-Reisbolz, 10„ Eichen⸗ 1 12„ Nadel“ 10 900 Wellen„* 200 Fichten-Stangen von 3 bis 5 Zoll mittleren Durchm. und 20 bis 30 Fuß Länge. Zusammenkunft Vormittags präcis 9 Uhr am Forft haus Bainhards. Wickstadt den 15. April 1869. Gräfliche Oberförsterei Assenheim Schal las. era u f. 1170 In dem Gräflichen Holzhof zu Utphe wird das 100 Fichten ⸗ Latten von 12“ Länge zu 5 fl. abgegeben. Gegen einen gesetzlichen Bürgschein wird bis Gallus l. J. crediltirt. Utphe den 14. April 1869. Die Gräfliche Verwaltung Henckel. — 5 31 Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1224 Künftigen Montag den 26. d. M., Morgens balb 9 Uhr, sollen in den Distrikten Hard, Muckenwald, Fuchsstrauch, Höler und Graudorn versteigert werden: 10½ Stecken Buchen- und Eichen-Scheithoiz, 29½„ Buchen-, Eichen⸗ und Tannen⸗ Prügelholz, 120„ Buchen⸗, Eichen⸗ und Tannen⸗ Stockholz, 5625 Wellen Buchen, Eichen⸗ und Tannen Reisholz, 6 geringe Eichen⸗Stämme von— 169 Cubikfuß, 125 schöne Fichten Stämme von= 3386 15 689 flarke„ Stangen von— 2487 75 Der Anfang der Verfteigerung ist zur bestimmten Stunde in dem Dißrikt Hard auf dem Muschenheimer Weg. Lich am 19. April 1869.. g Fürffliche Oberförsterei Lich Eigenbrodt. Holz ⸗Versteigerung. 1221 Mittwoch den 28. d. M. werden im Munsterer Gemeindewald, Disrict Lanshard, Happelsheck und Schweinzel versteigert: 12 Stecken Buchen und 3½ Stecken Eichen- ꝛt. Scheitholz, 3% Stecken Buchen- und 17 Stecken Nadelholz⸗ ꝛc. Prügelholz. 24 Stecken Buchen⸗ und 11% Stecken Nadelholz— ꝛc. Stockholz, Stück Wellen Buchen⸗ und 2300 Stück Wellen Nadelholz ꝛc. Reisholz, 2 Stück Eichen⸗ und 23 Stück Nadelflammholz, 39 Stück Nadelstangen zu Sparren und Leiter⸗ bäumen geeignet. Zusammenkunft in Münfter. Anfang der Versteigerung um ½10 Uhr Morgens im District Schweinzel. Münster den 15. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster ine c. Holz ⸗Versteigerung im Domanialwald der Obersörsterei Hoch- Weisel. 1210 Donnerstag den 29. d. M. werden im District Hinterer Köppel, Rothlauf und Thylerberg versteigert: 130 Stecken Buchen- u. 5 Stecken Eichen Scheitholz, 85 9 7„ 2„ Ascspen⸗Prügelholz, 135„ 1„3„ Eichen-Stockholz, 5100 Wellen 7„200 Wellen Aspen-Reisholz, 4 Stück Elchen u. 10 Stück Buchen⸗Stammbolz bis zu 20“ mittl. Durchmesser und 25“ Länge, Zahlungsfrist bis 1. October d. J. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung um 9 Uhr Morgens an der Försterswiese am Distriet Hinterer Köppel. Münster am 15. April 1869. N Großherzogliche Oberförsterei Hoch-Weisel Sommer. Stempelfarbe in Stangenform, für öffentliche Büregus, Bürgermeistereien, Kaufleute u. s. w. zum Abstempeln von Urkunden und Briefen. Diese Stempelfarbe wird in Stangen geliefert und ist eine confistente Masse, vermöge welcher dleselbe, gegenüber der unsaubern Benutzung sowie der ungleichmäßigen Abdrücke der Stempelfarbe in Krügen, Flaschen, nicht zu verkennende Vortheile darbietet, die berelts benutzten. von Allen anerkannt wurden, die diese Stempelfarbe Auf Tuch, welches keine langfaserige, sondern eine kurz geschorene Oberfläche hat, leicht aufgefirichen, giebt sie einen glänzenden, sauderen Abdruck von stets egaler Farbe ohne Fettränder, welcher schneller als jene Delabdrücke trocknet. Sollten Stempeltücher, die wir auf Verlangen, auf Pappdeckel aufgezogen, zum Selbftkostenpreise liefern, durch zu starkes Aufstreichen untauglich gemacht sein, so genügt ein einfaches Erwärmen, worauf sie sofort wieder benutzt werden können. Diese Stempelmasse ist in schwarzer, blauer und rother Farbe per Stange zu 21 kr. zu haben bei Bindernagel& Schimpff. Bekanntmachung. 1211 Alles Bau-, Werk und Nutzholz, sowie sämmt— liches Brennholz, welches am 31. März, 1., 6. und 7. April im Mockstädter Markwalde verkauft wurde, ist genehmigt und der erste Fahrtag it auf Freitag den 23. April bestimmt. Nleder-Mockstadt am 15. April 1869. Der Markmeisser: Reuthe n 3———— 5 57 ˙˙ 5 U Holz⸗Versteigerung. 1212 Freitag den 23. L.pril l. J., sollen im Mock⸗ städter Markwalde, District Stifts hecke, nachfolgende Holzsorten zur öffentlichen Versteigerung kommen: 1) 18 Stecken Birken-Prügelholz, 20„ Aaspen⸗ 4 3) 1 85 Kiefern⸗„ 4) 7 1 Aspen-Stockholz, 5) 500 Wellen Buchen-Durchforstungsreiser, 6) 1800„ Aspen⸗ 8 Die Zusammenkunft findet stalt Vormittags 9 Uhr auf der Kreuzschneiße am viereckigen Stück. Nieder- Mockstadt am 15. April 1869. Der Markmeister: Reute x. Fichtenpflanzen. 1218 Aus dem Niddaer Stadtwalde können 10,000 Stück schöne Fichtenpflanzen zu 12 kr. per 100 abgegeben werden Nidda den 17. April 1869. a Großherzogliche Bürgermeisterei Nidda Reun ing. —— 5 2* 1 Holz⸗Versteigerung. 1222 Montag den 26. d. M., von Morgens 9 Uhr an, sollen im städtischen Walddistriet Liebholz 192 Stecken Kiefern Prügelbolz, 212,„ Stocholz, 347 8„ Reeiserholz, 55 Kiefern-Stämme von 5½ bis 9“ Durchmesser (495 Cub'ikfuß). 1 Kirschen Stamm(17 Cubikfuß), 710 Kiefern- Stangen von 2½ bis 5“ Durchmesser (1263 Cubiksuß/ versteigert werden. Zusammenkunft am Eingang des Fahrwegs. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfelst bis Ende September d. J. gestattet. Nidda den 12. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterti Nidda Reuning. Holz ⸗Versteigerung. 1219 Freitag den 23. d. M., Morgens 8 Uhr an⸗ fangend, soll in dem Gambacher Gemeindewald nach stehendes Gehölz öffentlich an den Meistbtetenden ver⸗ steigert werden: 154 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 5„ Prügelbolz, 102 55„ Stockholz, 5050 Wellen, 23 Buchen-Werkholzstämme von 2035“ Länge, 12-18“ Durchmesser, 1100 Cub.⸗Fuß haltend. Das Brennholz wird Vormittags und das Werkholz Nachmittags versteigert. Die Zusammenkunft ist am Kirchgönserweg an der Langenschneise. Gambach am 16. April 1869. Großherzogliche Wb Gambach a u x Bekanntmachung. 1220 Die am 12. April in dem Ostheimer Gemeinde⸗ wald abgehaltene Holzversteigerung hat die Genehmigung] erhalten und ist der erste Fahrtag auf Donnerstag den den 22. April festgesetzt worden. Die Abfuhrscheine können gegen Buürgscheine Mittwoch den 21. April bei dem Rechner in Empfang genommen werden. Ostheim am 16. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Ostheim WH ee. Holz⸗Verstel gerung. 1217 Donnerstag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Beien⸗ heim, im District Schwalbengraben ꝛc. ꝛc. 22 Stecken Buchen-Prügelbolz, 2„ Stockholz, Wellen„ Reiser(Durchforflung), 36 1 Weiden 1 an den Meistbietenden verstelgert werden. f Die Zusammenkunft ist in oben genanntem District. Beienheim am 17. April 1869. Großberzogliche Bürgermeisterei Belenheim u t h. Die als vorzüglich bekannte Schwarze Kaiser-Cinte ist in Flaschen 3 8 und 14 kr. stets zu hahen bei Bindernagel& Schimpff. Filet-Becken, 1232 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Lehrlings-Gesuch. 1068 Ein mit tüchtigen Schulkenntnissen ausgerüsteter junger Mensch, welcher sich dem Assecuranzfache zu widmen beabsichtigt, kann unter günstigen Bedingungen auf der General-Agentur der Magdeburger Feuerver⸗ sicherungs-Gesellschaft in Frankfurt a. M. in die Lehre treten. Näheres bel II. Hahn, Frankfurt a M., große Gallusstraße 3, im 1. Stock. 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Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, Arnd, Scriver, Lassenius, Spener, Urumann, Arnold, Tranke, Schmolk, vielen andern Gottesmännern. Achtzehnte Auflage. 416 Seiten. Oktavformat. Mit einem Stahlstiche. Elegant gebunden mit Goldschnitt und Goldverzlerung Preis: fl. 1. 24 kr. Gebunden ohne Goldschnitt 1 fl. 20 kr. a ö Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als 96,000 Exempl. über alle Länder deutscher Zunge verbreite t und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden.— Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt, evangelischer Kern⸗ gebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in dem⸗ selben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Ver⸗ lagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest⸗ und Communkongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Zugleich besteht der bisherige, überaus billige Preis fort. Winter-Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Starkenburg zu Varmstadt. 1213 Der Unterricht an der Winter ⸗Ackerbauschule zu Darmstadt beginnt für das nächste Winterhalbjahr in beiden Cursen am 1. November. Derselbe wird von 12 Lehrern ertheilt, erstreckt sich auf die Fortbildungsfacher, die verschiedenen Zweige der Naturkunde und die Stark, Cersteegen, Storr, Noos und Landwirthschaftslehre, und wird durch Excursionen und Demonstrationen unterstützt.— Auf⸗— nahmefähig sind solche junge Männer, welche das 14. Lebensjahr überschritten haben, und in der Landwirthschaft bereits praktisch thätig waren.— Neu Aufzunehmende treten, sofern sie nicht durch eine vorherige Prüfung den Besitz der Kenntnisse nachweisen, welche in der oberen Abtheilung verlangt werden, in den unteren Cursus ein. Diejenigen Schüler, welche diesen bereits mit Erfolg besuchten, rücken in dem zweiten Winterhalbjahre in den oberen Cursus auf.— Die Anstalt ist mit Lehr ⸗Hülfsmitteln reichlich aus gestattet.— Die Schüler nehmen Wohnung und Kost in Privatbäusern zu Darmstadt.— Das Verhalten der Schüler in und außer der Schule wird streuge überwacht.— Das Schulgeld beträgt für das ganze Winterhalbjahr im oberen Cursus 15, im unteren 25 fl., und ist beim Eintritte in die Anstalt an die Vereinskasse zu entrichten. Diejenigen Schüler der Ackerbauschule, welche beabsichtigen, sich der Prüfung für den Einjährig⸗Freiwilligen-Dienst zu unterziehen, und hierfür noch eine besondere Vorbereitung nöthig zu haben glauben, finden hierzu im Laufe des Sommer⸗Semesters Gelegenheit. Der betreffende Cursus, welcher unter Mitwirkung von Lehrern der Ackerbauschule abgehalten wird, schließt sich dem Winter Cursus der Ackerbauschule unmittelbar an. Gesuche um Aufnahme in die Ackerbauschule sind an das Büreau des landw. Vereins zu richten, welches letztere auch über den Vorbereitungs-Cursus zur Einjährig⸗Freiwilligen- Prüfung auf desfallsige Anfragen Auskunft ertheilt und Anmeldungen zu solchem entgegennimmt. Darmstadt am 30. März 1869. Der Präsident des landw. Vereins fuͤr die Provinz Starkenburg. e ee 9 Speeialit ät für patent-Futterschneid- Maschinen. 1057 Unser Absatz, welcher vor einem Jahr schon 900 Slück jährlich betrug, hat sich seitdem verdoppelt, wodurch es uns möglich ist, unsere Verkaufspreise zu ermäßigen, ohne die bekannte Güte und Solidität unserer Maschinen zu beeinträchtigen. Folgendes find unsere neuen Pretse: fl. 49 für die beliebte Maschine für 20 à 30 Stück Vieh und Pferde, 2 Schnittlängen ohne Wechselräder, ganz von Eisen, „68„ eine größere Maschine, 3 Schnittlängen, „ 88„ die größle Maschine für Handbetrieb franco jeder Elsenbahnstation, Garantie 3 Jahre, Probezeit 14 Tage. Abbildungen und Peschreibungen werden auf Wunsch gesandt. J. P. 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Jägerbataillon Konrad Röder, Bürger zu Queckborn, eine Tochter Helene Marie Bertha, geb. den 1. März. Beerdigte: M. 9. März. Juliane Simmrock, Bürgers und Fuhrmanns Anton 1 Monat und 28 Tage. In Frankfurt a. Tochter des hiesigen Simmrock, alt 20 Jahre Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Ki. Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Expedition dieses Blattes ein Schriftchen mit Belehrung und pieten 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. Druck und Verkag ven Bindernagel 8 Schimpf. Mod peil, 0 Oberge Ludwig Verwer noneht Hessen der nu gegang Norgei Cenine durchse 1867 der E Norger lreffen und 20 gegend 22861 Tabaks blissn, qu 80 noch 2 früher gar fe wurde 203 40 13 fl. 290 b thum Verorf eingeft thaler zut Qu kullur gesehen erhöhun bolkswj werden. — hält ein