geneigten ig, und Bie td k. Ul hen tertt Aut emlit 1 deten und richt Auf zestligen d. Bl. — de, ein Com- Stellen Frler — en, bund zum an de Samstag den 19. Juni. N 70. Oberheffischer Anzeiger. — Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberger Intelligenzblalt. —— Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 3s kr., mit Bestellgeld 47 kr.— Bei der Verlags- expedition kostet das Blatt halbjährlich 1 fl. 1— Auswärtige Abonnenten sind gebeten ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Postboten bal digst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Abnahme des Versassungseides vom 2. Quartal d. J. Friedberg am 16. Juni 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Donnerstag den 1. Juli d. J. Vormittags 11 Uhr findet die die neu aufgenommenen Ortsbürger statt. Ausschwoͤrung des Verfassaͤngseides auf dem Rathhause dahier durch Laden Sie dieselben hierzu vor und senden Sie vor dem Termin Bescheinigung hierüber oder Bericht, daß keine neuen Ortsbürger aufgenommen sind, an uns ein. Die noch im Rückstande befindlichen jungen Ortsbürger sind bei einem Rihlr. Strafe vorzuladen. Tur a p p. Betreffend: Listen ber vormaligen Soldaten(Veteranen), welche die Feldzüge unter der Regierung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig I. miigemacht haben. Friedberg den 17. Juni 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Allerdöchstem Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs sollen alsbald Verzeichnisse über diejenigen in Ihren Gemeinden vorhandenen Leute, welche— ohne Invaliden zu sein— die Feldzüge unter der Regierung des Großherzogs Ludwig J. Königliche Hoheit mitgemacht haben, nach dem angefuͤgten Muster aufgestellt werden, und sehen wir deren Vorlage binnen 8 Tagen entgegen. 4 Ter a pp. dei 5 Orbn.⸗ Vor⸗ und Zunamen Geburts⸗ dag des Eintritte] Tag der Bei welchem ggei welchen] Zuletzt und in den Militär⸗ a Mehmet N. der-] Abies hee Bemerkungen. Nr. und Stand. Wohnort. dien. Beabschiedung.] selbe zuletzt ge-] lung.] Militär⸗ dient hat. Charge. Beiteffend: Die Ausfübrung des Gesetzes des Norddeutschen Bundes vom 25. Juni 1868, betreffend die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Frledenszustandes. Friedberg am 17. Juni 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Da voraussichtlich in den Monaten August und September d. J. größere Einquartierungen in der Provinz Oberhessen vorkommen werden, so machen wir Sie auf das Bundesgesetz vom 25. Juni 1868, Bundesgesetzblatt Nr. 34 Seite 523, und die Instruktion vom 31. Dezember 1868, Bundesgesetzblatt Nr. 1 von 1869, aufmerksam und erwarten von Ihnen, daß Sie nach Vorschrift des Gesetzes und der Instruktion Alles so vorkehren, daß, wenn die Einquartierung kommt, solche ohne alle Störung eintreten kann. Namentlich werden Sie mit den Einquartierungs-Commissionen vorher das Einquartierungskataster feststellen, damit in dieser Beziehung Alles nach Vorschrift vorbereitet ist. 1 Betreffend: Die Anschaffung des Holzsamens pro 1869— nun die Berechnung der Preise für denselben. Das Großherzogliche Friedberg am 16. Juni 1869. Kreisamt Jeiedbe reg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände. Ueber den aus dem Großherzoglichen Holzsamen-Magazin für 1869 für ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ignen die Aus züge gleichzeitig unter Couvert mit der Weisung zu, sofort für die Auszahlung der Beträge zu sorgen. Trapp. Die Vieh Preisvertheilung des landw. Vereins für Oberhessen zu Lauterbach am 13. Juli 1869 betr. „Die ersle der biesjährigen Viehpreisvertheilungen soll zu Lauterbach am 13. Juli b. J. abgehalten werden; es werben auf derselben 500 fl. zu Preisen und Weg⸗ vergütungen zur Verwendung kommen. Es können Preise erhalten: 1) ausgezeichnete Fohlen, mit Ausnahme von Saugfohlen, und zwar a. solche, bie vom Bewerber aus eigener Stute gezüchtet worden sind, von 15 bis 25 fl.: b. solche, die vom Bewerber gekauft, aufgezogen und mindestens ein Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20 fl.— l Diejenigen Fohlen, von denen durch Bürgermeisterei-Bescheinigung nachgewiesen ist, baßz sie bis zum Alter von 2½ Jahren noch nicht eingespannt worden sind, sollen unter sonst gleichen Verhältnissen jedesmal den Vorzug erhallen. 2) Zur Zucht taugliche, im Besitz von Privaten befindliche 1 bis 2jährige Bullen und zwar: a, wenn dieselben vom Bewerber aus eigener Kuh gezüchtet sind, von 15 bis 25 fl; b. wenn bieselben vom Jewerber gekauft, aufgezogen und mindesteus ein halbes Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20 fl. 3) Die besten im Besitze von Gemeinden(oder Gemeinde-Bullenhaltern) befind⸗ lichen, nicht über 3 Jahre alten Zuchtbullen, von 10 bis 15 fl., welche den Bullenhaltern zu Gute kommen sollen. 4) Rinder von 2 bis 3 Jahren, die entweder sichtbar trächtig sind, oder erst kürzlich gekalbt haben, und zwar a. solche, die vom Bewerber aus eigener Kuh ge⸗ züchtet sind, von 15 bis 25 fl., und b. solche, die vom Bewerber angekauft, aufge⸗ zogen und mindestens ein halbes Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20 fl.— Das schönste Rind erhält außerdem ein Halsband mit Glocke.— 5) Ausgezeichnet schöne Schafböcke bis zu 10 fl.— Bezüglich dieser muß das Schurgewicht vou letzter Schur angegeben werden; auch wird bei der Prämiirung Rücksicht darauf genommen, ob die Böcke Reinvieh oder Schmeervieh sind, und bei sonst gleichen Verhältnissen dem Reinvieh der Vorzug gegeben werden.— 6) Zuchtschweine reiner englischer oder englischer Bastard-Racen jeden Geschlechtes — 2 5 2 2 und mindestens ein halbes Jahr alt, die aus dem Bewerber eigenthümlich gehöriger Zuchtsau gezogen find, von 5 dis 10 fl.— 8. 5 Es kann nur wirkliches preiswürdiges Vieh prämiirt werden. Ei von solchem, denen wegen zu starker Concurrenz eine Prämie nicht zuerkannt werden konnte, erhalten auf Verlangen, wenn sie zwei Stunden und weiter hergekommen sind, eine Wegenishädigung von 24 Kreuzern für einen Bullen, und von 12 Kreuzern für ein Fohlen, ein Rind, einen Bock, oder ein Loos von mehreren Böcken, und ein Schwein oder ein Loos von mehreten Schweinen für jede Stunde Wegentfernung. Die Musterung des Viehes beginnt Vormittags 8 Uhr. Alle Bewerber haben Bescheinigungen(auf siempelfreiem Papier) darüber bei⸗ zubringen, daß das zur Preisbewerbung vorgeführte Thier den in der pos. 1 bis 6 inel. angegebenen Anforderungen entspricht, widrigenfalls sie bei der Prämürung nicht be⸗ rücksichngt werden können.— Die Preisbewerbung ist für alle Kreise der Provinz Oberhessen frei und an keinen Bezirk gebunden.— 0 Thiere, welche dei einer früberen Preisvertheilung bereits einen Preis erhalten haben, können auf einen weiteren Preis nicht mehr Anspruch machen.— Sämmtliches vorgeführte Rindvieh wird durch die betreffenden Experten in 3 Abtheilungen aufgestellt werden; diese sind: I. Schweizer, Englische und größere Niederungsschläge, zu vertheilenz ein erster Preis aber soll in jede Abtheilung fallen, insofern preiswürdiges Thier in derselben vorgeführt ist; die Abtheilu i theilungen je nach dem Maaße der Beschickung und der Zahl der bee eee ing, in die die— Halsband entfällt, wird bei der Vertheilung der Preise zuerst vorgeführt. Die Experten werden vom Ausschuß des Provinzial⸗Vereins ernannt drei für Prämlirung von Fohlen, Schaafböcken und Schweinen, drei für ie vor und** 8 von Rindern.— 55 85 bie 1* 4 1 n der Regel sollen zu Prämien für Fohlen, Schaafböcke und Schweine 150 f für Bullen 150 fl. und für Rinder 200 fl.. werden; Ausnahmen hiervo sind den Experten nach dem Maaße der Beschickung der einzelnen Abtheilungen ge⸗ stattet und Ueberschüsse aus einer Kategorie können in die anderen übertragen werden. Indem der Unterzeichnete Vorstebendes zur öffentlichen Kenniniß bringt, ladet er zugleich die Vereinsmliglieder, sowie alle Freunde der Landwirthschaft zu zahlreicher Theunahme an dieser Preisvertheilung ein. Wesenlich könnte das Interesse an der⸗ selben erhöht werden, wenn, unabhängig von der Preisvertheilung, schönes Vieh und interessante Gegenstände der landwirihschafilichen Industrie zur Ansicht ausge⸗ stellt würden.— 1 Laubach am 1. Juni 1869. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen II. Vogelsberger Vieh und III. Kreuzungsvieb.— Die einer Abtheilung angehörigen Thiere concurirren unter sich um Prämien, und es bleibt den Experten überlassen, die vorräthigen Miftel auf die einzelnen Ab⸗ und in dessen Abwesenheit: Der Vicepräsident: Dr. Gros. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog liche Regierungsblatt Nr. 21 enthält: I. Publikation des zwischen Hessen und Bayern in Betreff der Eisendahnverbindungen in den beiderseitigen Nheinprovinzen abgeschlossenen Staatsvertrages vom 26. September 1867 und der denselben modificirenden nach⸗ träglichen Vereinbarung zwischen den bei Ausführung des Vertrages betheiligten Bahnverwaltungen, der Hessischen Ludwigs⸗ und der Pfälzischen Bahnverwaltung, d. d. Lud⸗ wigsbafen 11. Juni 1868. II. Bekannimachung Greßherzoglicher Commission für Postangelegenheiten, den Personengeldtarif für die Per⸗ sonenposten zwischen Alzey und Kirchheimvolanden, sowie zwischen Monsbeim und Kirchheimbolanden betteffend. III. Bekannsmachung derselben Behörde, die Corre⸗ spondenz mit dem Kirchenstaat betreffend. Gewöhnliche Briefe können unfrankirt oder bis zum Bestimmungsorte frankirt abgesandt werden. Das Gesammfporto beträgt: für frankirte Briefe nach dem Kirchenstaat 3 Groschen oder 10 kr. pro Loth incl., für unfrankirte Briese ans dem Kirchenstaat 5 Groschen oder 18 kr. pro 15 Grammen (%ꝓ0 Loit) incl. Bei den durch Freimarken oder Franco Couvertis unzurcichend frankirten Briesen wird der am tarifsmäßigen Porto für unfrankirte Briefe fehlende Betrag nachtaxirt und von dem Adressaten eingezogen. Das Er⸗ gänzurgs Porto wird im Norddeutschen Postgebiet auf dalbe Groschen aufwärts abgerundet. Drucksachen und Waarenproben müssen bis zum Bestimmungsorte frankiert werden und unterliegen denseiben Versendungsbedingungen, welche für den inneren Verkehr des Norddeutschen Post⸗ gebiets vorgeschrieben sind. Das Gesammtporlo beträgt ½ Groschen resp. 2 kr. für je 2½ Loth incl. Es ist gestatiet, Briefe, Drucksachen und Waarenproben unter Recommandation abzusenden. Die recommandirien Briefe müssen unter Kreuzcouvert gelegt und wenigstens mit zwei Siegeln in gusem Siegellack mitielst eines ordentlichen Petschafis dergestalt versiegelt sein, daß die Klappen des Couveris durch diese Siegel gehörig verschlossen sind. Für recommandirte Sendungen ist vom Absender das gewöhn⸗ liche Porto der frankirten Sendungen gleicher Gattung und außerdem eine Recommandations⸗Gebühr von 2 Gr. oder 7 kr. im Voraus zu entrichten. Der Absender kann durch Vermerk auf der Adresse das Verlangen ausdrücken, daß ihm eine Empfangsbescheintgung des Adressaten— Rückschein— zugestellt werde. Für die Beschaffung des Rückscheins ist bei der Auflieferung der Sendung eine weitete Gebühr von 2 Groschen oder 7 kr. zu entrichten. IV. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Offenbach, den Steuerausschlag zur Bezahlung des Gehalts des Rab⸗ binen zu Offenbach für das Jahr 1869 betr. V. Uebersicht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreiiung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Lindenfels. VI. Concurrenz für die kath. Schulstelle zu Hammel⸗ bach mit einem Gehalt von 300 fl. nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals;— die dritte evangel. Pfairstelle zu Büt ingen mit einem Gehalte von 652 fl. 26 kr., dem Herrn Fürsten zu Menburg und Büdingen in Büdingen siehr das Präsentationerecht zu dieser Stelle zu; die ersie katholische Schulstelle zu Ilbenstadt mit einem Gehalte von 428 fl. 57 kr., nebst 4 Stecken Buchen⸗ Scheitholz zur Heizung des Schullokals; dem Hrn. Grafen zu All- Leiningen⸗Westerdurg steht das Präseniationsrecht zu dieser Stelle zu. — 17. Juni. Die 2. Kammer genehmigte heute die Prorogation des Finanzgesetzes vom 26. September 1867 und des Einkommensteuer⸗ gesetzes vom 11. April 1868 bis zum 1. October d. J. Einer Vorlage des Finanzministeriums entsprechend wurden die von den vormals kur— hessischen Gemeinden Rödchen, Schwalheim, Rum⸗ penheim, Seibelsdorf und Ruhlkirchen an ihre früheren Bürgermeister zu entrichtenden Pensionen vorgängig auf die Staatskasse übernommen. Ein Antrag des Abg. Edinger auf Einführung einer Gesindesteuer wird abgewiesen. Die von dem Abg. George gestellten Anträge auf Aufhebung der Besieuerang des Weins finden gleichfalls nicht die Zustimmung der Kammer. Hinsichtlich des An⸗ trags der Abgg. Edinger, Möllinger und George auf Erhöhung der Hundesteuer beschließt die Kammer, die Regierung um eine Gesetzes- vorlage zu ersuchen, welche die Gemeinden ermäch- tigt eine Communalhundesteuer zu erheben, be— ziehungsweise der vom Staat erhobenen Hunde— fleuer beizuschlagen. — Die auf der Offenbacher Versammlung beschlossene Adresse der hessischen Lehrer an den Landesfürsten, die Penstionsverhältnisse betr., ist am 14. d. mit 887 Unterschriften bedeckt dem großherzogl. Cabinetssecretariat übergeben worden. wolle geruhen, Allergnädigst zu verfügen, daß die, sowohl im Interesse der Gemeinden, als im In- teresse der Schute und der Lehrer liegende gesetz— liche Regulirung der Pensionsverhältuisse der Volks- schullehrer nicht länger mehr verzögert werde. — Wit die neuesten statistischen Mittheilungen melden, befanden sich im Jahre 1867 im Groß- berzogthum Hessen 564,657 Evangelische, 229,373 Katholiken, 3841 sonstige Christen, 25,266 Juden und 1 Mohemedaner. Gegen das Jahr 1864 haben sich die Evangelischen um etwa 6000, die Katholiken um 1300 vermehrt, während die sonstigen Christen um 300, die Juden um 800 zurückgegangen sind. Unter den sonstigen Christen finden wir 2987 Deutschkatholiken, 626 Menno⸗ niten, 119 Baptisten, 31 Freireligiöse, 24 Sepa⸗ talisten, 22 Griechisch-Katholische, 20 Mitglieder der Brüderversammlung in Christo Jesu, 6 Dar— bysten, 4 Pietisten und 2 Orthodox-Katholische(2). Die meisten Dissidenten kommen auf Rheinhessen (2546), in Starkenburg sind es deren 1041, in Oberhessen 254. — Nach der nun vorliegenden Uebersicht über den Postverkehr im Großherzogthum Hessen im Jahre 1868 betrug die Zahl der bei den Post- stellen angekommenen Briefpostsendungen im Ganzen 8,075,880 Stück, wovon auf gewöönliche fran⸗ kirte, unfrankirte und portofreie Briefe 7,273,638 Stück, auf recommandirte Sendungen 78,948 Stück, auf Briese mit Waarenproben 41,463 Stück und auf Kreuzbandsendungen 681,831 Stück treffen. Gegen 1867 zeigt der Briefverkehr eine Steigerung von 250,645 Stück.— Die aneekommenen Fahr- postsendungen beziffern sich auf 1,089,684 Stück mit einem Werth von 66,451,170 fl Im Ver- hältniß zum Vorjahre ist die Stückzahl um 146,694 zurückgegangen, deren Werth aber um 2.785, 040 fl. gestiegen.— An Zeitungen sind bei den Poststellen aufgegeben bezw. durch dieselben befördert worden 4,114,841 Stück was im Vergleich zu 1867 eine Zunahme von 474,620 Stück ergibt. An außer⸗ halb des Großherzoͤgthums erscheinenden politischen Zeitungen sind im vierten Quartal 1868 durch die Post 5029 Exemplare, gegen 4719 im Vor⸗ jahr, bezogen worden. Die ersteren vertheilen sich nach den am meisten gelesenen Blättern wie folgt: Frankfurter Journal 2179 Exempl.(1866: 2586, 1867: 2191), Frankfurter Zeitung 766 (1866: 456, 1867: 659), Frankfurter Anzeiger 751, Kölnische Zeitung 248, Augsb. Allg. Ztg. 109, Socialdemokrat 61, Nordd. Allg, Zeitung 48, Neue freie Presse 34, Zukunft 27, sonstige Zeitungen 765 Exemplare. Die Adresse schließt mit der Bitte: S. K. H. Preußen. Berlin, 15. Juni. Im Zoll⸗ parlament wurde bei der Speecialdebatte über 1 Gesetzentwurf, die Abänderung des Vereinsz tarifs vom 1. Juli 1865 betreffend, der Antrag, auch den Hopfen vom Eingangszoll zu befreien, abgelehnt. Der Antrag Hennig's, Roheisen und altes Brucheisen vom Eingangszolle zu befreien, wird nach längerer Debatte abgelehnt, ebenso der Antrag Marquardt's, welcher die Eingangszoll⸗ freiheit für Spiegelglas beantragte, nachdem Del— brück dagegen gesprochen. Prosch beantragt die Herabsetzung des Eingangszolls für Roheisen auf 2½ Sgr. Blankenburg erklärt, die conservative Partei habe einstimmig beschlossen, keine Vermin⸗ derung der Einnahmen aus den Tarifen zu votiren, falls nicht auch zugleich durch den Tarif die Deckungsmittel nachgewiesen seien; sie werde für den Petroleumzoll, die Beibehaltung der Reiszölle und die Ermäßigung des Eisenzolles stimmen. Der Antrag Prosch's wird mit 140 gegen 101 abgelehnt. Die Bestimmung des Gesetzentwurfs, wonach für geschmiedetes und gewalztes Eisen in Stäben, Luppeneisen, Eisenbahnschienen ꝛc. im Eingangssatz eine Zollermäßigung auf 17½ Sgr. eintritt, wird mit 130 gegen 104 Stimmen an⸗ genommen, darauf der ganze, die Zollermäßigungen betreffende Abschnitt. — 16. Juni. Bei Fortsetzung der Spezial⸗ berathung über den Gesetzentwurf, die Abänderung des Zolltarifs betreffend, wurde der Antrag Schleiden's, den Eingangszoll auf gebrannten Kaffee auf 7 Thaler festzusetzen, angenommen, ebenso die Herabsetzung des Reiszolles, mit dem Amendement v. d. Heydts, wonach Reis zur Stärkefabrikatton zollfrei sein soll, genehmigt. Hierauf beginnt eine sehr umfangreiche Debatte über die vorgeschlagene Steuer auf Petroleum, welche mit Ablehnung derselben— 155 gegen 93 Stimmen endigt. Nach Verwerfung der Pe⸗ troleumsteuer wurden die übrigen Positionen des Vereinstarifs genehmigt. 2 18 — Die Geschäftsordnungs⸗Commission des Zollparlaments hat mit 7 gegen 6 Stimmen be⸗ schlossen, zu beantragen, das Mandat des Abg. Fabricius wegen seiner Ernennung zum Zollver einsbevollmächtigten für ungültig zu erklären. — 17. Juni. In der heutigen Zollparlaments⸗ sitzung wurde der Antrag der Geschäftsordnungs⸗ commission, das Mandat des Abg. Fabricius wegen Ernennung zum Bevollmächtigten des Zoll⸗ vereins füt erloschen zu erklären, abgelehnt. Bei der Specialberathung über den Gesetzentwurf, die Zuckerbesteuerung betreffend, wurde§. 1, nach welchem die Rübensteuer vom 1. Sept. 1869 ab auf 8 Sgr. für den Zollcentner erhöht werden soll, bei namentlicher Abstimmung mit 148 gegen 100 Stimmen angenommen. — Wie man hört, wird der oberste Gerichts- hof für Handelssachen im norddeutschen Bunde am 1. April 1870 in Thätigkeit treten. 5 — Reiche jüdische Bankiers denken daran, in Berlin eine jüdisch-theologische Fakultät zu gründen, wo künftige Rabbiner und jüdische Prediger ihre Vorbildung erlangen sollen. — Der Bundeskanzler hat auf Grund amt⸗ licher Consularberichte auf die vermehrte Thätig⸗ keit hinweisen lassen, welche in jüngster Zeit von behörde wähnen um Aut Monat b Bre 15. d.! Rath Kang al gebrachlen Porle, w sie nicht genommt Vorsehur zu Stan sondern desgenoff erfülli, u aber die erndien! wir den so groß günflige landes twigten! habt, fei ihm wü ihm nid Grasen! erwiderte Diener mit ster er in! auf die des Ab Heppen. Gegen herzoge fall. historisc worte den Pri des gr. Minen fand di Wi. Hefte 9. bon Not — Ju du r über dy ertintzil er Antraz 1 befreien obeisen und u befreien ebenso du Agangszol. cdem De ragt die heisen auf entwurf Eisen in 1. in 7% Sgr amen an · Ahigunger u Spytfial⸗ Ieänderung er Antrag gebrannt genommen „ nit den Reis jut genthmig. t Deballt petroleun 105 gehen 9 der pe⸗ nenen dees 1 ion des amen be⸗ des Abg 0 Zollots Haren. zulantnts' ordnung ab ritt 1 btt 30l. dehnt. b entwurf, U 1, 00 1 1809 0 101 wilde den 2 18 82 % Gericht een Bul Einwanderungs- Agenten fast aller amerikanischen Staaten, namentlich aber der früheren Sclaven⸗ staaten, angewandt wird, um deutsche Auswanderer in Masse dortbin zu führen. Die Gefahren, welche mit einer leeren Versprechungen trauenden Auswanderung verbunden, sind bekannt, können aber bei dem immer noch zunehmenden Strome der Auswanderung aus Deutschland nicht genug gewürdigt werden. Deßhalb ist auch angeordnet worden, daß, wenn ein Agent, welcher sich die Verleitung zur Auswanderung zum Geschäfte macht, irgendwo in Preußen thätig werden sollte, dies Bebufs Einreichung der Verhandlungen an die Staatsanwaltschaft zur Verfolgung auf Grund des§. 114 des Strafgesetzbuchs durch die Orts: behörde möglich festzustellen, weil in dem vorer⸗ wähnten Gesetze dergleichen gewerbsweise Verleitung zum Auswandern mit Gefängnißstrafe von 1 Monat bis zu 2 Jahren bedroht ist. Bremen. Der König von Preußen ist am 15. d. dahier eingetroffen. Bei dem in dem Rathhause stattgehabten Diner erwiederte der König auf den vom Bürgermeister Duckwitz aus- gebrachten Toast: Er danke für die ergreifenden Worte, welche ihn eitel machen könnten, wenn er sie nicht im Gefühle ihrer wahren Bedeutung auf— genommen hätte. Wenn durch die Fügung der Vorsebung durch ihn ein großes ungeahntes Werk zu Stande gekommen, so habe er es nicht allein, sondern mit Hülfe von Mitstreitern, seinen Bun- desgenossen, vollbracht. Es sei noch nicht Alles erfüllt, was die Sehnsucht der Lebenden wünsche, aber die spätere Genera ion werde die Früchte erndten und den Ausbau des Hauses sehen, wozu wir den Grund gelegt. Es sei nicht Jedem ein so großes Glück beschieden, wie ihm, eine so günstige Wendung in der Geschichte des Vater- landes herbeizuführen; namentlich seinem ver⸗ ewigten Bruder, der ganz dieselben Ideen getragen habe, sei dies nicht vergönnt gewesen, und auch ihm würde es nicht möglich gewesen sein, wenn ihm nicht(mit einer Handbewegung gegen den Grafen Bismarck, die dieser mit einer Verbeugung erwiderte) Gott so ausgezeichnete Rathgeber und Diener gegeben habe. Der König dankte hierauf mit freundlichen Worten für die Aufnahme, welche et in Bremen gefunden, und brachte ein Hoch auf die Stadt aus. Die Illumination verlief des Abends in schönster Weise. — Die Einweihung des Marinehafens zu Heppens fand am 17. d. Mittags 1 Uhr in Gegenwart des Königs von Preußen, der Groß- herzöge von Oldenburg und Mecklenburg-Schwerin statt. Marine ⸗Minister v. Roon verlas den historischen Bericht. Der König richtete Dankes- worte an den Großherzog von Oldenburg und den Peinzen⸗Admiral Adalbert für deren Förderung des großen deutschen Werkes und umarmte den Prinzen. Hierauf wurde der Bau besichtigt. Später fand die Grundsteinlegung zur neuen Kirche statt. Würtemberg. Stuttgart. Professor Hefele von Tübingen wurde einstimmig zum Bischof won Rottenburg gewählt. Frankreich. Paris. Die Nachrichten aus dem Fort Bicetre, wo ungefähr 1100 Ge⸗ ssangene untergebracht worden sind, sind schauder— erregend. In jeder Casematte, es sind wahre Löcher, befinden sich 110 bis 115 Gefangene. Der Gestank ist dert furchtbar, da kaum frische Luft zudringen kann. In diesen Löchern befinden ssich nun die Gefangenen, einerlei, welcher Classe wer Gesellschast sie angehören. Sie wurden gerade micht schlecht behandelt, da der frühere Direktor des Schuldengefängnisses von Clichy, der ein ganz humaner Mann ist, die Oberleitung erhalten hat. Aber die Lage derer, welche nicht gewohnt sind, sich in den Depots der Pariser Polizei auf— zuhalten, ist schrecklich. Sie sind von der Außen— welt vollständig abgesperrt und kommen fast um im Schmutz. Einer derselben verlor bereits den Verstand und ist wüthend geworden; ein anderer, ein in Paris etablirter Kaufmann, ist gefährlich erkrankt, und ein dritter, ein Herr de G..., der Sekretär der nordamerikanischen Ausstellungs— Commisston war, ist geistesschwach geworden; er weint von Morgens bis Abends. Man begreift es übrigens kaum, daß die Behörden, welche eine Masse Lokale zu ihrer Verfügung haben, alle anständigen und unanständigen Leute in ein und dieselben Löcher einzusperren wagten und nicht die geringste Rücksicht nahmen. Die Verhafteten, unter denen sich Advokaten, Kaufleute, ehemalige Offiziere u. dgl. befinden, sitzen theilweise seit sieben Tagen, ohne daß sie verhört worden wären. Erst am 13. d. begannen vier Untersuchungsrichter die Verhöre, und wurden an diesem Tage 60 Personen freigelassen. — Der Kaiser und später der kaiserliche Prinz statteten dem Vicekönig von Aegypten im Elysee Besuche ab. Als dann der Kaiser mit der Kaiserin in das Boulogner Gehölz fuhr, wurden JJ. Majestäten wiederum in der Rue de Rivoli mit demonstrativen Zurufen begrüßt. — Von den bei den Tumulten der vorigen Woche Verhafteten waren bis zum Montag und Dienstag 483 in Freiheit gesetzt. Die Unter⸗ suchungsrichter arbeiteten unausgesetzt. Es ist, wie die„Patrié“ versichert, wahrscheinlich, daß nicht gegen mehr als 200 Individuen gerichtliche Ver— solgungen statthaben werden. Auch sind mehrere der verhafteten Journalisten, die nach Mazas ge— bracht wurden, in Freiheit gesetzt worden. Die Regierung wird allem Anschein nach keinen Anlaß haben, sich zum Ergebnisse der Untersuchung Glück zu wünschen. Wie es heißt, will die Opposition auf die Einleitung einer durch eine Parlaments- Commission zu fuhrenden Untersuchung dringen. Die Zusammensetzung der Acteure bei den Pariser Zusammenrottungen ist eine derartige, daß die Polizei wirklich der Erste sein sollte, im Interesse ihres Leumundes eine solche Untersuchung zu for— dern. Es stellt sich allmälig heraus, wie blind die Polizei bei ihren Verhaftungen vorgegangen ist, denn es wurde eine ganze Reihe von bekannten Persönlichkeiten festgenommen, welche sich zufällig oder aus Neugierde in der Nähe der Tumulte befanden. — Das„Offizielle Journal“ meldet, daß in der Nähe der Minen von St. Etienne ein Zu— sammenstoß zwischen Truppen und Arbeitern statt— gesunden habe. Ein Hauptmann mit drei Com- pagnien Soldaten begegnete einem Trupp Bergleuten, welche am Morgen versucht hatten, die Fortsetzung der Arbeiten zu verbindern und machte sie zu Gefangenen. Beim Einzug in St. Etienne wur- den die Truppen von der Menge, welche die Ge— fangenen befreien wollten, mit Steinen geworfen und Pistolen auf sie abgefeuert. Die Angreifer wurden indeß in die Flucht geschlagen und 33 Gefangene nach dem Gefängniß abgeführt. Sechs bis sieben der Meuterer sind todt, mehrere Sol— daten verwundet. Großbritannien. London. Mit der neuesten afrikanischen Post aus Capstadt vom 4. Mai sind zwei Pakete Diamanten eingetroffen, darunter einer von 83 Karat welcher für 30,000 Pf. St. versichert war. Spanien. Madrid. schlossen die Regeutschaft Serrano's mit gegen 45 Stimmen. Amerika. Die„Newyorker Times“ sagt: Der amerikanische Gesandte in London, Motley, sei angewiesen, der englischen Regierung, falls dieselbe die Alabamafrage wieder eröffne, die Mittheilung zu machen, die Union, als Regierung, verlange keinen Schadenersatz dafür, daß England den Süden anerkannt habe. Die Cortes be- 193 Darmstadt. Die vom 3. bis 6. Juli dahier statl⸗ habende Maschinen- Ausstellung wird großartige Dimen⸗ flonen annehmen und ist es namentlich das landwirth⸗ schaftliche Maschinenwesen, welches auf das Umfangreichste vertreten sein wird. Alle zweckmäßigen Maschinen und Geräthe, die sich bei der Landwiuthschaft, sei es beim Kleinbesitz oder beim Großbesitz als nutzbringend erwiesen haben, werden vorhanden seim und ersttecken sich die bis jetzt eingelaufenen Anmeldungen auf folgende, als: Alle Arten und Geräthe zur Bearbeitung des Bodens, Geräthe und Maschinen zur Saat, Maschinen zur Ernte, wie Mähemaschinen, Heuwender und Pferderechen; Dresch— maschinen in den verschiedensten Größen und Constructionen, wie Handdreschmaschinen, schmale und breite Göpeldresch maschinen, große und kleine Dampfdreschmaschinen, alle Arten von Futterzubereitungsmaschinen, wie Schrotmühlen, Quetschwalzen, Rübenzerkleinerer und Häckselmaschinen; wumpen, Pumpwerke und durch Dampf bewegte Wasser hebmaschinen, Gartenspritzen und Zeuerspritzen, Motoren 1 D. D. der verschiedensten Art; außerdem die dem heutigen Stand der Wissenschaft und Technik entsprechenden Einrichtungen, Apparate und Maschinen zur Beanntweinbereitung, wie auch ein Branntwein Controlapparat und ebenso die voll— kommenste Einrichtung und Hülfsmaschinen zur Bier— brauerei. Es sind dies meist Gegenstände, wofär sich der Landwirth, der Techniker interessirt, nichtsdestoweniger dürfen die Landwirthinnen und überhaupt unsere Haus⸗ wirthinnen gleichfalls die Ausstellung besuchen, denn auch sie werden des Interessanten und Nützlichen Vieles finden, wie z. B. Nähmaschinen, Wringmaschinen, Waschmangen, Kochapparate, Kochherde, Fleischhackmaschinen, Wurstfüll⸗ maschinen, Bohnenschnitzer und Aepfelschäler, große und kleine Buttermaschinen ꝛc. In Würzburg macht gegenwärtig ein Vorfall viel von sich reden, welcher im W. Anz. folgender Maßen er⸗ zäblt wird: Am 25. Mat begegneten bei der Parademusik im Horfgarten einem Studenten, welcher am 15. März J. J. einjährigfreiwillige Dienstzeit beendet halte und an diesem Tage in die Reserve übertrat, zwei Officiere des königl. 9. Infanterie-Regiments. Der Student, welcher beide vorübergehen ließ, ohne auf deren Anwesenheit weiter zu achten, wurde von dem Einen derselben, einem Hauptmanne mit den Worten zu Rede gestellt:„Erlauben Sie einmal einen Augenblick! Ich fordere Sie auf mir die Ehrenbezetgung zu erweisen, zu der Sie verpflichtet sind.“ Da der Student diesem Ansinnen nicht sofort nachkam, wiederholte der Hauptmann seine Aufforderung, welcher der Civilist auch dadurch entsprach, daß er die Hand au den Rand seiner Cerevismätze legte, eine Art des Erußes, welche bei den hiesigen Studenten üblich ist, wenn sie gerade diese Kopfbedeckung benutzen. Daraufhin entfernte sich der Hauptmann mit der Drohung:„Ich werde Sie dienstlich zu zwingen wissen, mir die schuldigen Honneurs zu erweisen.“ Diese Drohung, der Anfangs keine Bedeutung beigelegt wurde, realisicte sich, indem der Student am 28. Mai auf Ordre des königlichen Land- wehrbezirks-Commando's Schweinfurt wegen„Subordi⸗ nations- Verletzung“ durch den Profosen in achnägigen geschärften Strafstuben-Arrest abgeführt wurde. Eine vorgängige Vernehmung des Beschuldigten wurde gar nicht gepflogen. Dieses Verfahren wird um so ungerechtfertigter gefunden, als die bayerische Disciplinarordnung bestimmt, daß Reservisten nur vom Tage des Einrufs bis zum Tage der Beurlaubung oder Entlassung der militärischen Strafgewalt unterstellt sind. Der Würzburger Anzeiger meldet ferner, daß die Universität in der Person ihres Rectors Professor Dr. Edel die nöhigen Schritte gethan hat, um ein Mitglied der akademeschen Körperschaft vor weiterer Maßregelung zu schützen und seine Befreiung aus der Haft zu erwirken. Aus Herrieden, 14. Juni, wird geschrieben:„In voriger Woche nahm dad euscopäische Luftmeer eine ab⸗ norme Lage ein. Die Luffwellenthäler mit den liefen Barometerständen und gemischter Witterung zogen in der Nichtung von Lappland nach dem mittelländischen Meere, während im Nordwesten ein Luftwellenberg mit hohem Barometerstand und heiterem Himmel fast stationär blieb. Doch ändert sich seit vorgestern diese Siiation in so ferne, als der Barometer im Nordwesten stark fällt und sich auch hier schlechtes Wetier einmischt. Ueberhaupt sind noch keine Aussichten auf dauernd schöne Tage vorhanden.“ In Preußen finden sich nach den bisherigen Re⸗ sultalen der Fleischbesichtigung Trichinen im Schweinefleisch am häufigsten in den Regierungsbezirken Gumbinnen, Steitin und in der Provinz Sachsen. In allen Fällen, wo Trichinen im Fleisch der geschlachteten Schweine auf⸗ gefunden wurden, war nachzuweisen, daß die Ställe, in welchen sie sich befunden hallen, von Ratten stark besucht waren, so daß letztere wohl als die Ursache der Trichinose der Schweine betrachtet werden können, zumal da die unter⸗ suchten Ratten aus Süllen trichinöser Schweine immer trichinös befunden wurden. Am meisten verbreitet scheinen die Trichinen zu sein in der Gegend, die sich von Magdeburg bis Braunschweig und von Stendal dis Halle erstreckt. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Postdampsschiff Cimbria Capt. Haack, welches am 2. Juni von Hamburg via Havre abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 20 Stunden wohlbehalten in New-York angekommen. Das Hamburg⸗Newyorker Post-Dampsschiff Allemannia, Capt. Bardua, am 1. d. von New⸗ Vork abgegangen, ist gestern Abend 7½ Uhr in Plymouth angekommen, und dat, nachdem es daselbst die Verein. Staalen-Post, sowie die für England beslimmten Passagiere gelandet; um 10 Uhr die Reise via Cherbourg nach Hamburg fortgesetzt Dasselbe überbringt: 198 Passagiere. 78 Brlessäcke. 700 Tons Ladung. 256 400 Doll. Contanten. 1 Das Hamburg New⸗Morker Post⸗Dampfschiff Teutonia, Capt. Barends, welches am 29 Mai von dler direct nach New⸗York abgegangen, ist am 12. d. wohlbehalten in New⸗ Bork angekommen. Verloos ungen. Ansbach, 15. Juni. Bei der heuzigen Gewinn⸗ ziehung des Ansbach-Gunzenhausener Eisen bahn An⸗ lehens sind auf die nachstehenden Serien- und Eewenn⸗ Rurnmern die beigesetzten G winne gefallen: Serie 2829 Nr. 25: 16,000 fl., S. 3844 Nr. 35: 2000 fl., S. 4833 Nr. 26: 500 fl., S. 586 Nr. 45, S. 927 Ne. 18, S. 1172 Nr. 34, S. 3523 Nr. 44, S. 3942 Nr. 8: je 00 fl., S. 712 Nr. 14, S. 712 Nr. 40., S. 927 Nr. 10, 1157 Nr. 10, S. 1157 Nr. 40, S. 1172 Nr. 42, 3017 Nr. 24, S. 3942 Nr. 15, S. 4308 Nr. 16 4308 Nr. 36: je 50 fl. 6 Bad Nauheim. Hotel He 1849 Sonntag den 20. J Saale statt, wozu höflichst einladet N d 8. ukel. 9 Carl Henke. Bad Nauheim. 1823 Sonntag den 20. Juni findet in meinem Saale durch eine Abtheilung der Musik des Friedberger Jägerbataillons T a n 3 m u si E statt, wozu freundlichst einladet D. Fritz. Bad Nauheim— Caséè de Paris. 1827 Der Unterzeichnete empfehlt dem verehrten Publikum seine Restauration und Garten⸗ wirthschaft mit guten Sptisen und Getränken, Frankfurter Exportbier, das Glas 6 kr.— Bei dem Sängerfest am 20. und 21. Juni im Garten Illumination und bengalisches Feuer. A. Bittong. Einladung. 1853 Die Evangelische Conferenz für das Großherzogtbum Hessen hält Donnerstag den 24. d. M. eine außerordentliche Versammlung zu Friedberg im Saale der drei Schwerter. Anfang Vormittags 10 Uhr. Tagesordnung: Berathung über die in Aussicht stehende Verfassungs. änderung der evang. Kirche des Großherzogthums, mit Rücksicht auf die Stellung dieser Kirche zu dem Ultramontanismus und auf die inneren kirch⸗ lichen Verhältnisse.. Berichterstatter: Pfarrer Linß von Freilaubersheim, Professor Dr. Köhler von Friedberg und Hofgerichte⸗Advocat Buchner II. von Darmstadt. Die evangelischen Bewohner der Stadt und Umgegend werden zu zahlreicher Betheiligung eingeladen. Im Verlage von Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg erscheint in den nächsten Tagen: Warnung vor Täuschungen nebst Vorschlägen zu ehrlichem Kampf und Frieden zunächst für die Protestanten Hessens von Dr. theol. J. G. Diegel, Professor am evangelischen Predigerseminar und Pfarrer zu Friedberg. Preis: geh. 15 Sgr. oder 48 kr. Inhalt: Die evangelische Mittelpartei.(Parteibildung und Mittelparteien überhaupt.)— Die Gefahr des Ausschei⸗ dens oder Hinaustreibens aus der Landeskirche.— Presbyterial⸗ und Synodal⸗Verfassung.(Die Friedberger evangelische Conferenz.)— Der Humanismus Ludwig Feuerbach's.— Die Freisinnigen und Mittelparteien scheinen keinen Halt zu bieten.(Beweglichkeit der Partesen; Deutschkatholiken und freie Gemeinden.)— Christliche Moral ohne christliche Glaubenssätze.— Der gesunde Menschenverstand.— Manche Hauptstreitpunkte sind schwer verständlich. — Das Schriftchen des Herrn A. Mitzenius.— Der große Gegensatz unter den dermaligen Protestanten.— Die eigentlichen Ursachen der neueren biblischen und kirchlichen Richtung, insbesondere der neueren Orthodoxte.— Die Heuchelei.— Die unbeschränkte Lehrfreiheit.— Bibel und Vernunft.— Die Hauptaufgabe.— Eine Bemerkung des Herrn Hofgerichts⸗Advokaten Ohly über Luther.— Die Nothwendigkeit strenger Wissenschaft.(Der Werth religiöser Gefühle und Jugendeindrücke.)— Die Prinzipien der evangelischen Kirche.— Die jetzigen kirchlichen Bewegungen, insbesondere die Protestantenvereine.— Die Stellung der Gemeinden zum Kirchenglauben.— Vorlesungen über religlöse Gegenstände.— Ein Wort über und für dle Geistlichen.— Arbeitstheilung, zunächst für kirchliche Vorlesungen.(Kirchliche Statistik.)— Die Richtigstellung der Orundbegriffe.— Die Hauptsache des Christenthums steht fest. Unser religißses Leben muß wachsen.— Der Hauptstreitpunkt.— Noch ein persönliches Bekenntniß. Strohhüte& Sonnenschirme Ein braver Haͤckerbursche 1561 in großer Aue wahl bei 4 1856 kann sogleich eintreten bei Frledberg. Geschwister Schloß Bäckermeister Rauch. Das Wellenbad ülniversal-Magenligueur 1761 an meiner Mühle ist wieder zum Gebrauche ö hergerichtet und halte solches bestens empfohlen. e e ee tr. e e e in Friedberg. H. Dietz. Ph. Dan. Kümmich. Ein braver Junge, 1841 Meine Aeußerung gegen Schneidermeister Klein hier, betreffend dae Abhandenkommen der hiesigen 1725 wescher die Schuhmacherei erlernen will, wird Sänger⸗Casse, nehme ich hiermit zurück. gesucht von Ph. Bausch, A ssenheim den 14. Juni 1869. Friedbert. Schuhmachermelster. Jacob Gondolph. (Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Nr. 25 und eine Beilage.) Tanzmusik. 1848 Nächsten Sonntag den 20. d. M. findet bel Unterzelchnetem gut besetzte Farmonie- und Tanzmufik statt, wozu freundlichst einladet 5 Wölfersbeim. Scherer, Gastwirth. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist wieder vorräthig: Neuster a Taschen-Fahrplan Mittel he Rhein gegend, Hessen, Nossan, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. Regens chirme 10 1 382 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Pretsen bet K. Friedrich, neben der Post. Zu vermiethen 1851 ein geräumiger Laden nebst angenehmer Wohnung in der besten Lage der Stadt. Näheres bei der Exped. Ein braver solider Hausbursche 1847 wird gegen guten Lohn gesucht. Zu eefragen bel der Exped. d. Bl. g 1855 Meine allgemein als gut anerkannten Hächselschneid⸗Maschinen bringe ich in empfehlende Erinnerung A. Buch in Hungen. Ueue Matjes-Häringe 1835 bei J. A. Windecker. Ein Lehrling wird gesucht von Georg Sellin, Schuhmachermeister in Friedberg. 1837 Buchbinderlehrling, 1836 gesucht bei Emil Pörtner Vogelsgesanggasse 6, in Frankfurt a. M. Kirchliche Anzeigen fur Friedberg. Evangelischet Gemtinde. N Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Vierter Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Herr Candidat Sommerlad J. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Hechler. Katholischt Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. Fünfter Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 8 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: 1½ Uhr Christenlehre und Andacht. An den Wochentagen beginnt der Gottesdienst Morgens 67 Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 5 N 1 NI 9 Dienstag ppeditic Mussk de Und der, 9 0 — Hef Megierunt I. Die 805 samm lreten in . Juli 18 II. Ueb Umlage zur Gemeinde III. Be den Gräflic IV. Ad Vepaksgerl saltung d mann aus huchs vorg 0 am 18 schlusts Achienges gezogen n — Auswande henssoneg amter in Innern erlassen, aufzuffl emeindel Werden. 1 Suelch a1 denten de mitte 90 0 det Consu fut g. Hesen un Taugt 1 Errguahm „ egung