* —— 1869. Dienstag den 19. Januar. N 7. 9 1 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Inkelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. b 1nd 1. Edikt, die Mitglieder des Staatsraths für 1869 betr.— sub 2 machung, die Correspondenz nach den Niederlanden betreffend. Friedberg den 15. Januar 1869. e 4 nt m a ch u Betreffend: Die Erbebung der Jabresbeiträge der Mitglieder der landw. Vereine. Die Mitglieder des landw. Vereins werden hiermit benachrichtigt, daß die Erhebung der jährlichen Postanstalten stattfindet. Friedberg den 15. Januar 1869. Be Bekanntmachung, die Ergänzung der Ofsiziere betr.— sub 3. Bekannt⸗ Großberzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. 9. Beiträge auch ferner durch die Der Director des landw. BezirksVereins des Kreises Friedberg e Betreffend: Prämien für die Aufzucht der schwersten Bullenkälber Nachdem der Ausschuß des landw. schwersten Bullenkälber Vogelsberger, Egerländer- u. s. w. Race eröffnet hat, daß Eigenthümer solcher Kälber, die in dem Zeitraum vom 1. Januar d. J Präsidrum einzusenden haben. Laubach am 12. Januar 1869. bis 1. Mai d. — r a p p 8. Vereins von Oberhessen im Budget pro 1869 einen Credit von 200 fl. zur Prämiirung der bringe ich dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, J geboren concurriren sollen, ortsgerichtlich beglaubigte Anmeldungen unter Angabe des Tages der Geburt, der Race werden und die um eine Prämie und Farbe des Kalbes an das Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen. Otto Graf zu Solms-Laubach. Hessen. Darmstadt. Für die beiden linksmainischen Provinzen des Großherzogthums wurde ein die Staatsangehörigkeit der aus dem Gebiete des einen Theils in dasjenige des andern Theils einwandernden Personen betreffender Ver⸗ trag zwischen Hessen und den amerikanischen Frei— staaten abgeschlossen, welcher dem zwischen dem norddeutschen Bunde und den nordamerikanischen Freistaaten am 1. Febr. v. J. vereinbarten Ver— trage analog ist. Derselbe wird nebst den dabei verabredeten Erläuterungen den Ständen des Landes zur Genehmigung vorgelegt werden. Die in Form eines Prrotokolles getroffenen Abänderun— gen resp. Erläuterungen des Vertrages werden als eine wesentliche Verbesserung des zwischen dem norddeutschen Bunde und den Vereinigten Staaten abgeschlossenen Vertrages bezeichnet. — Abgeordneter Zentgraf hat den Antrag gestellt, die großh. Regierung zu ersuchen, auf Fortsetzung der Odenwaldbahn von Höchst zum Anschluß an die projektirte bayerische Bahn bei Obernburg und zwar unter den s. Z. der Lud— wigsbahn-Gesellschaft verwilligten Bedingungen, hinzuwirken. Gießen. Nach den veröffentlichten Verhand— lungen des Gemeinderaths zu Gießen hat derselbe eine Eingabe an den akademischen Senat gemacht um dessen Befürwortung der Wiederherstellung des Bienniums für das Studium der Landeskinder auf der hiesigen Landesuniversität Eine Corre— spondenz des„Fr. J.“ bemerkt zu dieser Mit- theilung: In der That scheint es auch, da das große Preußen und zur Zeit noch sämmtliche deutsche Regierungen verlangen, daß die Landes- kinder eine bestimmte Zeit auf einer Landes- Universität studiren müssen, ein ganz überflüssiger Liberalismus für das kleine Hessen, allein die Probe zu machen, ob die vermögenderen Landes- tinder die Natur in Gießen oder sonst wo schöner finden. Dazu kömmt aber die ernste Frage der Wiederherstellung der katholischen Fakultät. Wenn die katholischen Fakultäten in Tübingen, Bonn, Breslau sich mit dem Wesen des Katholicismus vertragen, warum nicht eine katholische Fakultät in Gießen. Aus Oberhessen. Nach der„Darmst. Zig.“ hat ver Abg. Kempf von Gießen dem Prä- sidium der Kammer einen dringlichen Antrag über⸗[dem Domprobste Recurs an großh. Ministerium geben, die Ausführung des Gesetzes vom August 1867 über die Aufbringung der Kosten 14. ergriffen worden. Preußen. Berlin. Das Abgeordneten⸗ für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforder-(haus hat in wiederholter Abstimmung die Ab⸗ liche Gelände betreffend. Nach diesem Gesetze haben bekanntlich diejentgen Gemeinden, Orte in einer Nähe von 1500 Klafter oder weniger von einer Station oder Haltestelle einer Eisenbahn gelegen sind, zu der Geländeentschä— digung in der Art beizutragen, daß diese Ge⸗ meinden gemeinschaftlich die Geländeentschädigung insoweit zu übernehmen haben, als dieselbe den achtzigfachen Betrag des Steuerkapitals des ab— getretenen Geländes übersteigt. In der Anwen— dung und Ausführung dieses Gesetzes haben sich über die Auslegung verschiedener Bestimmungen desselben mannichfache Zweifel ergeben, deren schleunige Beseitigung auf dem Wege authentischer Interpretation der oben gedachte Antrag bezweckt. Worms. Bürgermeister Brück dahier, welcher längere Zeit verhindert war, als ständiges weltliches Mitglied in den beiden Kirchenvorständen zu St. Peter und St. Martin zu fungiren und sich während dieser Zeit durch ein katholisches Mitglied des Gemeinderaths hatte vertreten lassen, beabsichtigte seine ihm zustehenden desfallsigen Ob— liegenheiten wieder selbst zu übernehmen, nachdem die Verhinderungsgründe weggefallen waren. Gegen die ausgesprochene Absicht des Bürgermeisters remonstrirte jedoch Domprobst Sänger bei großh. Kreisamt, weil Bürgermeister Brück die Interessen der katholischen Kirche nicht mehr vertreten könne, nachdem er sich bei der Enthüllung des Luther— Denkmals als Vertreter der Stadt Worms in einer Rede so anerkennend und günstig über Luther ausgesprochen habe. Da der Bürgermeister, unterstützt vom großh. Kreisamte, darauf besteht, seine Rechte und Pflichten als weltliches Mit— glied des Kirchenvorstandes selbst auszuüben und gleichzeitig erklärte, daß dasjenige, was er als „Vertreter der Stadt Worms“ bei Uebernahme des der„Stadt Worms“ als Eigenthum über— gebenen National-Denkmals zu antworten für gut gefunden habe, der richterlichen Beurtheilung des Domprobstes und der Kirchenvorstandsmitglieder nicht unterliegen könne, so ist in dieser Angelegen— heit, auf deren Ausgang man sehr gespannt, von setzung des Gehalts für den Marburger Univer- deren sitätscurator vom Budget aufrechterhalten. — Die Ausgaben, welche durch den Krieg von 1866 veranlaßt worden sind, betragen: 1) Bei der Militärverwaltung un⸗ mittelbar verrechnet 2) Herstellung von Telegraphen⸗ linien zur Verbindung mit dem 81,750,000 Tylr. Kriegsschauplatz 60 558 h 3) Vergütung für Kriegsleistungen 6,110,683„ 4) Zur Dotation des Staatsschatzes (Gesetz vom 28. Sept. 1866) 27,500,000„ 5) Extraordinärer Zuschuß für Marinezwecke 4,483,100„ 6) Kosten für das Erinnerungs- kreuz 100,000„ 7) Zu Dotationey(Minister, Gene⸗ rale) 1,500,000„ 8) Enichädigung an Oldenburg 1,000,000„ 9) Zu geheimen Ausgaben für militärisch⸗politische Zwecke 729,096„ 10) Zinsvergütung für aufgenom⸗ mene Vorschüsse 299,108„ 11) Kosten der Erhebung der Kriegs— entschädigungen ꝛc. 97,854„ 12) Vergütung für Kriegsschäden 200,000„ 13) Zablungen aus der Abrechnung über den vormaligen deutschen Bund, resp. über das bewegliche Vermögen desselben 2,144,743„ 14) Enischädigung an den König Georg von Hannover 16,000, 00„ 15) Enischädigung an den Herzog Adolph von Nassau 8.892,110„ Summe der Ausgaben 150,867,260 Thlr. J! Die Beredtsamkeit dieser Ziffern erspart alle Worte. — Das Obertribunal hat unlängst, wie die „Tribüne“ mittheilt, über die Wirkungen, die der Verkauf einer Handelsfirma nach sich zieht, einen Grundsatz aufstellt, der mit der ganzen seitberigen Praxis der Gerichte in Handelssachen in Wider— spruch steht. Ein biesiger Bankier klagte gegen eine Firma Ansprüche ein, die er gegen die früheren Besitzer der Firma aus Wechselgeschäften erworben hatte. Der neue Besitzer legte den Contrakt vor, wonach er sich zwar die Foet— führung der Firma ausbedungen, der Vorbesitzer aber sich ausdrücklich alle Activa und Passiva vorbehalten batte. Das Obertribunal hat erkannt, daß dieser Vorbehalt gänzlich einflußlos sei, mit der Firma gehen auch alle Verbindlichkeiten der- selben auf den neuen Besitzer über. Hiernach werden Geschäftsleute, die in eine alte Firma eintreten, mit mehr Vorsicht zu verfahren haben, als sie bisher anzuwenden pflegten. Wiesbaden. Die Gesellschaft zum Betrieb der Kur-Etablissements in Wiesbaden und Ems hat für die Sommersaison des Jahres 1868 an den Staat 327,794 fl. 37 kr. und für die Winter- saison 102,542 fl. 34 kr., zusammen also 430,337 fl. 11 kr. zur Bildung eines Kurfonds als die Hälfte ihres Reingewinns einbezahlt. Die Homburger Vank lieferte vertragsmäßig als die Hälfie ihres Reingewinns von 1868 die Summe von 139,475 Thalern oder 244,099 fl. 15 kr. ab. Vom Rhein wiederholen sich immer noch die Klagen über hohe Besteuerung im Allgemeinen, besonders aber über die enormen Gerichtskosten, die z. B. beim Auktionsverfahren erwachsen. So werden bei einer Klage auf 20 Thlr. 10 Procent des Auktionserlöses, also 2 Thlr. berechnet, während eine solche Auktion unter nassauischem Gesetze nur 30 kr. kostete. Selbst in dem Falle, daß eine Auktion widerrufen wird, ist ein Viertheil jenes Procentsatzes zu berechnen. Bayern München. In der Sitzung der Abgeordnetenkammer fand am 14. d. die Be⸗ rathung über den Antrag auf Freigebung der Advokatenpraxis statt. Stauffenberg reproducirt den Antrag des Referenten; für ihn sprechen Karl Barth, Völk und Grafenstein; für den Ausschuß⸗ antrag Behringer und Stenglein; ersterer wird abgelehnt, letzterer angenommen. Oesterreich. Wien. Das„Telegraphen- Correspondenz-Bureau“ meldet: Nach den neuesten Pariser Nachrichten dürfte sich die Conferenz durch den vom Berlreter Griechenlands hervorgerufenen Zwischenfall in ihren Arbeiten nicht aufhalten lassen und ist gegründete Hoffnung vorhanden, daß die Verhandlungen zu einem befriedigenden Resultat führen werden. — Das„Tageblatt“ sagt: Frankreich, Oester⸗ reich, England, Italien und Preußen hätten sich direkt an die griechische Regierung gewendet, die⸗ selbe möge um ein friedliches Arrangement herbei— zuführen, auf der Formfrage nicht weiter bestehen. Rußland sei diesem Schritte bisher nicht bei⸗ getreten, weßhalb Unterhandlungen mit dem russi⸗ schen Cabinet im Gange seien. — In der Sitzung des Reichsraths wurde die Regierung wegen der fortgesetzten Thätigkeit der geistlichen Ehegerichte interpellirt. Verschiedene Gesetzentwürfe wurden eingebracht. — Die„N. fr. Pr.“ erfährt aus London, die englische Regierung habe eine Circularnote erlassen, worin sie erklärt: die Conferenz werde den Orient mit oder ohne die Mitwirkung Griechenlands pacificiren— Die„Presse“ meint, es scheine festzustehen, daß das Schlußprotokoll der Conferenz mehr den Charakter eines Gut- achtens als den bindender Verpflichtungen für Durchführung gewisser Maßregeln tragen werde. Pest. Dem Wiener Correspondenz Bureau wird von hier gemeldet: Die griechischen Schiffe auf der Donau führen mit Genehmigung des russischen Consuls in Belgrad die russische Flagge. Schweiz. Der aus den Zeiten des Sonder⸗ bundes bekannte Constantin Siegwart Müller ist am 11. d. in Altdorf bei Luzern gestorben. Frankreich. Paris. Da die Pariser Blätter von der Conferenz soviel wie Nichts zu melden wissen, so scheinen sie sich durch allerlei kleine Sensationsnachrichten entschädigen zu wollen. So läßt die„Presse“ Türken und Griechen an der thessalischen Gränze sich schon in den Haaren liegen, die„Opinion nationale“, als besondere Freundin des Moskowiters, erzählt von grausam großen Truppenanhäufungen am schwarzen Meer und an der rumänischen Gränze. Polen und speciell Warschau sei mit Truppen und Munition angefüllt und bereits fange man an, sie nach dem schwarzen Meer zu dirigiren. — Der„Moniteur“ bringt Näheres über die Conferenz und spricht seine Ansichten über das durch seine friedliche Gesinnung sehr hervorgethan. muthmaßliche Resultat der Verhandlungen aus. In der vorletzten Samstagssitzung hat sich dem „Moniteur“ zufolge der Repräsentant Rußlands Er soll seine Collegen auf folgende Worte des Generals Grant, des erwählten Präsidenten der Vereinigten Staaten, aufmerksam gemacht haben: „Die ganze Welt verlangt nach Frieden; ent— fernen wir nicht allein den Krieg, sondern sogar die Krirgsgerüchte. Der Friede hat seine Siege, die glorreicher sind, als die auf dem Schlachtfelde davongetragenen. Möge der Himmel die heute in Paris versammelten friedlichen Gesandten be⸗ schützen. Mögen sie es wohl wissen, daß die Welt keinen Krieg mehr will!“ Diese Worte sollen einen gewissen Eindruck gemacht haben, zumal da man weiß, daß die amerikanische Re— publik und Rußland durch enge Freundschaftsbande miteinander verknüpft sind. — Nach dem„Journal officiel“ fand am 15. d. die Fortsetzung der Conferenzverhandlungen statt. Der„Constitutionnel“ sagt: Die Sitzung dauerte beinahe drei Stunden Rangabe wohnte derselben nicht bei. Die Bevollmächtigten ver— pflichteten sich neuerdings zur absoluten Geheim— haltung. Der„Coustitutionnel“ meint, die Con- ferenz werde ihr Werk der Versöhnung und des Friedens beenden, trotz der Zurückhaltung Griechen- lands. Auch habe man allen Grund, zu glauben, daß Griechenland vor der Einmüthigkeit der Mächte seine Haltung den gefaßten Beschlüssen gemäß einrichten werde. — Am 15 d. bat die vierte Conferenzsitzung stattgefunden.— Der„Constitutionnel“ sagt: Die Sitzung hat drei Stunden gedauert und die Berathungen haben eine so befriedigende Wendung genommen, daß die gewünschte Lösung der der Conferenz vorliegenden Frage einen guten Schritt vorwärts gemacht bat. Alles berechtigt somit zur Hoffnung, daß die Sitzung der Conferenz am 16. d. die letzte sein und daß die Bevollmächtigten das Werk der Einigung beenden werden. — Neben der drientalischen Angelegenheit macht das plötzliche Verbot des Anlehens der Stadt Madrid viel von sich reden. Das Verbot ging vom Ministerium des Innern aus und gründete sich auf den angeblichen Hazardspiel⸗ charakter der mit Loosen verbundenen Operation, welcher Charakter indeß, wie der„Gaulois“ mit Recht einwendet, den mexikanischen Anlehen und noch neulich dem Anlehen der Simplon-Gesell- schaft nicht im Wege stand. Das Verbot hat also offenbar politische Motive. — Die Conferenz hat am 16. d. von vier bis sechs Uhr getagt und ihre Arbeit vollendet. Die Förmlichkeiten werden eine letzte Sitzung, wahrscheinlich am 17. d. Abends, erheischen. Die aufgesetzte Erklärung, über welche die Mächte übereingekommen sind, nachdem sie das Ultimatum der Türkei und die Antwort Griechenlands geprüft haben, wird nächste Woche dem griechischen Ca. binette mitgetheilt werden. Nach der„France“ gibt die Erklärung dem Verhalten Griechenlands in einigen Punkten Unrecht, im Ganzen ertheilt sie ihm den freundschaftlichen Rath, sich mit dem Nachbar Türk zu vertragen und Frieden zu halten. Es gehört nur noch dazu, daß der gute Rath auch befolgt wird. Großbritannien. London. Lord Cla⸗ rendon hat die englischen Agenten im Ausland benachrichtigt, daß die Conferenz mit oder ohne Griechenland beschließen und die Pacification des Orients sichern werde — Die„Times“ meldet, daß Lord Clarendon und der amerikanische Gesandte, Reverdy Johnson, am 14. d. die Convention, die„Alabama“ An- gelegenheit betreffend, unterzeichnet hoben Es sei fast genau dasselbe Uebereinkommen in der„Ala⸗ bama“-Frage, wie es Stanley abgeschlossen habe. Die nuumehr definitive Convention wird dem Parlament vorgelegt. — Der„Daily Telegraph“ erfährt, daß vor Kurzem abermals ein Anerbieten des päpstlichen Stuhles, einen Nuntius beim englischen Hofe zu accreditiren, Seitens der britischen Regierung von sie noch immer der Ernennung eines Klerikers zum Vertreter des Papstes ihre Zustimmung versage. — Die allgemein gehegte Erwartung, daß der versprochene neue Postvertrag zwischen Eng— land und dem Norddeutschen Bunde mit dem 1. Januar d. J. in Kraft treten werde, hat sich nicht erfüllt und macht sich dieß durch den Sub- sidiarvertrag mit der Schweiz noch mehr fühlbar, da sonderbarer Weise fernerhin ein Brief über Ostende und Brüssel nach Deutschland 6 d., ein Brief über Ostende und Brüssel nach der Schweiz dagegen nur 3 d. kostet. — Der„Observer“ sagt, der Vertreter Eng— lands bei der Conferenz setzte den Beschluß durch, daß Seitens der Conferenzmächte keine Zwangs— maßregeln behufs Durchführung des Resultats der Verhandlungen ergriffen werden sollten, weil sonst endlose Verwicklungen zwischen den bei der Conferenz betbeiligten Mächten und Griechenland entsteben würden. Spauien. Zwei Damen der hohen spanischen Aristokratie, die Marquise Portugalete und die Marquise Santiago de Zugasti, haben dem Ministerpräsidenten eine von 15,000 Unterschriften bedeckte Adresse zu Gunsten der Einheit der kath. Kirche überreicht, in welcher das Gesuch aus— gesprochen wird, mit der Demolition der Kirche einzuhalten. Der Correspondent der Londoner „Times“ in Madrid legt dieser Petition kathol. Frauen gegen religiöse Freiheit und Toleranz mehr Wichtigkeit bei als einer gewöhnlichen De⸗ monstration, indem er sie als ein neues Zeichen für die verderbliche Wirkung des Zögerns auf Seiten der Männer hinstellt, welche gegenwärtig am Ruder stehen. Italien. Der Correspondent der Londoner „Pall⸗Mall-Gazette“ in Rom berichtet, der Papst gehe mit dem Plane um, durch eine Gesandtschaft nach dem Otiente eine neue Anstrengung zu machen, um die griechische Kirche auf das öku⸗ menische Concil zu bringen. Außerdem seien auch Verhandlungen im Gange, um durch Sendung eines apostolischen Nuntius nach Berlin einen Schlag gegen den Grafen Beust zu führen. Gegen gewisse Concessionen an den römischen Stuhl würde nämlich Graf Bismarck in den Stand gesetzt werden, einen großen Einfluß über die Katholiken in Deutschland auszuüben. Serbien. Belgrad. Die offiziöse„Ein⸗ heit“ fordert Ungarn auf, Serbien in Erfüllung seiner Aufgabe auf der Balkanhalbinsel faktisch zu unterstützen. Sonst würde die Freundschaft zwischen beiden Staaten für immer erlöschen. Amerika. Newyork. Berichte aus Rio Janeiro vom 24. Dezember melden: Die Armee der Republik Paraguay wurde gänzlich zerstreut, Villetta am 11. Dezember genommen, 3000 Ge- fangene gemacht. Lopez enikam mit nur 200 Mann. Das Geschwader fuhr den Fluß aufwärts, um die Hauptstadt Assompcion zu besetzen. Man hält den Krieg für beenditzt. — Die Regierung ist offiziell davon in Kennt⸗ niß gesetzt worden, daß die chilenische Regierung den Vorschlag einer Friedensconferenz mit Bolivia und Peru angenommen hat. Die Conferenz wird in Washington abgehalten werden. — Die Sympathien für die Insurgenten in Cuba sind in Mexiko sehr laut und lebhaft und von vielen Seiten wird die Unterstützung der Re⸗ volution durch die mexikanische Regierung verlangt, die inoessen aus Mangel an Geld und Leuten unterbleiben dürfte. Auch fürchten Andere, daß die Insel, einmal unabhängig, bald den Vereinig- ten Staaten in die Hände fallen würde. Asien. Mit der ostindischen Post tressen traurige Btrichte über die Hungersnoth ein, die im Laufe der nächsten Monate eine bedenkliche Höhe erreichen dürfte. Von Seiten der Behörden geschieht alles Mögliche, aber die Länderstrecken, welche betroffen sind, stehen in keinem Verhältnisse zu den vorhandenen Mitteln. * Friedberg. Den Nachrichten aus Darmstadt über die in der Nacht vom 12. auf den 13. d. verspürte Erderschütterung sind die Mittheilungen über gleiche der Hand gewiesen worden sei, und zwar weil Wahrnehmungen an verschiedenen Orten Starkenburgs * gelt Leck eric und falt 14 gaac 15 Minu 7 blllg lebe Absch! wild Slüdl. Ameri sollen. gegan L und z Ein von aus plot. Vetsu Der 9 der n bereite lange A comlos Krüge wellde id mi wendt von lums tine g bei d. ahmu dursli lac wurd verlei nicht 2 1865 dortige fie 0 Kalbe. port e leder gefolgt, auch von Worms und Frankfurt wurden gleiche Beobachtungen gemeldet. Ebenso wird aus Büdingen berichtet, daß in der Nacht vom 12. auf den 13. d. M. und zwar 5 Minuten nach 12 Uhr auch dort mehrere starke Erdstöße verspürt wurden, so daß Betten, Oefen zc. schwankten. Gleich darauf war ein Getöse in der Luft gleich einem wimmernden Geheul vernehmbar. Die Erd, stöße dauerten etwa 2 Secunden, das Getöse etwa 2 Minuten. Frankfurt. Dombaumeister Denzinger aus Regens— burg war dieser Tage hier, um die Verhandlungen wegen Uebernahme der Restauration des hiesigen Domes zum Abschluß zu bringen, was auch geschah Derselbe wird zur Leitung des Baues den größten Theil des Jahres hier verweilen, während er zum Fortbau des Regensburger Domes einen Vertreter substituiren wird. Mit Anfang des Frübjahres werden die nötbigen Vor— arbeiten begonnen werden. Daß Herr Denzinger, als eine der ersten Autoritäten für die neueste Gothik, das schwierige Werk der Wiederherstellung unseres Kaiserdomes im Geiste der alten Kunst leiten und vollenden wird, darf man mit aller Sicherheit erwarten. Frankfurt. Zur Zeit findet in hiesiger Stadt große Jagd auf Spatzen statt. Dieselben werden nicht geschossen, sondern lebendig gefangen und erhalten ein provisorisches Logis bei dem Vorstand der Grindbrunnen— Gesellschaft in der Mainzergasse. Bis jetzt sind eilwa 900 Stück daselbst einlogirt und bedarf derselbe noch 1100 Stück. Die armen Franksurter Spatzen sind nach Süd— Amerika(Peru) bestimmt, wo sie acclimatisirt werden sollen. Eine Sendung ist bereits von hier dorthin ab— gegangen. i Lauterbach. Von hier ist abermals ein Verbrechen und zwar ein Verbrechen gegen die Sittlichkeit zu berichten. Ein Mädchen aus dem nahen Angers bach wurde Abends von einem auf dem Nachhauswege sie begleitenden Manne aus demselben Orte noch ganz in der Nähe der Stadt plötzlich angepaat, mehrmals zur Erde geworfen und der Versuch gemacht das 15 jährige Mädchen zu schänden. Der Hülferuf des bedrohten Mädchens führte Leute aus der nahen Mühle berbei, durch welche das Verbrechen vereitelt wurde. Der Thäter, ein junger, noch nicht lange verheiratheter Mann, ist gefänglich eingezogen. Aus Nassau. Nach einer Verordnung des Beunnen— comtoirs zu Selters dürfen von Neujahr an alte Krüge nicht mehr zur Füllung des Wassers an dieser weltberühmten Mineralquelle genommen werden, sondern es müssen siets neue Krüge à 7 kr. per Stück zur Ver⸗ wendung kommen. Wenn man auch nach Nachrichten von dort geneigt it, eine neue Besteuerung des Publi kums in dieser Verordnung zu erblicken, so dürfte doch tine gleiche Maßregel auch an andern ähnlichen Quellen bei den in den Handel kommenden Versendungen Nach ahmung verdienen. Wem es je passirte, daß er mit durstigem Verlangen nach einen frischen kühlenden Trunke lechzte und nach einem kräftigen Schluck zu spät gewahr wurde, den Inhalt eines alten Petroleumkruges sich ein— verleibt zu haben, der kann der erwähnten Anordnung nicht abhold sein. Wiesbaden. Die Stadl Wiesbaden hat im Jahre 1868 eig schönes Quantum Fleischwaare verbraucht. Die dortigen Metzger haben ca. 46,000 Ctr. Fleisch geliefert, indem sie 3360 Stück Ochsen, 878 Kühe, 5979 Schweine, 12,232 Kälber und 6242 Stück Hämmel schlachteten. Der Im port an Fleisch läßt sich auch auf mindestens 1000 Tir. anschlagen und wird sonach in Wiesbaden im Jahre 1868 eine Fleischmasse von ca. 47000 Ctr. verbraucht worden sein. Es kommen also auf den Kopf der Einwohnerzahl ca. 1½ Ctr. Köln. Die Stadtverordneten haben beschlossen, das Carnevalfest mit 500 Thlrn. zu suboentioniren. Die große Carnevalgesellschaft beabsichtigt, den Kronprinzen und die Kronprinzessin zu dem diesjährigen Feste ein zuladen. Schweiz. Aus dem Bade Ragatz kommen schlimme Nachrichten In Folge des anhaltenden Regens der letzten Tage har sich die ganze Gebirgsmasse herwärts der sog. Denktafel am Badwege, welcher Ragatz mit Bad Pfäffers verbindet, am 8. d. in Bewegung gesetzt. Die seither staitgehabten Erdabrutschungen sollen so groß sein, wie noch nie zuvor, und da noch immer ein Exrosturz auf den andern solgt, alles zu befürchten sein. Auf der einen Seite sei berits eine vollständige Thalsperre gebildet, welche den Lauf der Tamina gehemmt und dieselbe zu einem See aufgestaut hat. Die größten Tannen und Buchen sind mit den geklüfteten Erd. und Steinmassen von dem Bergabhange herabgerissen und liegen oder stehen kreuz und quer im Wege und an der Tamina. Wer je die enge Passage von Ragatz nach Pteffezs gewandelt und den ge— wöhnlichen Lauf des reißenden Bergflusses Tamina in der Tiese zwischen mächtigen Bergabbängen beobachtete, der kann sich eine Vorstellung machen, wie es nach obigen Nachrichten dort aussehen mag. Bei Zürich sind unweit des Landungsplatzes der Dampfschiffe an einer seichten Stelle beim Ausbaggern Pfahlbauten und in denselben Steinbeile, Schleissteine, Werkzeuge von Knochen, 2 Töpfchen und viele Scherben! entdeckt worden. Aus Schweden liegen übereinstimmende Berichte vor, daß das mehr erwähnte Nalurphänomen, ein starkes Dröbnen, begleitet von leichten Erderschünlerungen, auch in einem großen Theile des mittleren Schwedens beobachtet worden ist. In der Nähe von Upsala sollen die Bauern nach der Erschütterung Metrorsteine gefunden haben. % Nach der neuesten Volkszählung enthält der norddeutsche Bund sieben Großstädtie mit mehr als 100,000 Einwohnern, und zwölf Mittelstädte mit mehr als 50,000 Einwohnern. Die Reihensolge der sieben Großstädtie nach ihrer Bevölkerungszahl ist folgende: Berlin 703.000, Hamburg 218,000, Breslau 167.000, Dresden 156,000, Köln 120,000, Königsberg 106 000, Magdeburg(der ganze Magdeburger Stadicomplex) 104,000 Einwohner. Die zwölf Mitielstädte sind: Leipzig 92,000 (obne t die Vorstadtsdörfer), Danzig 88.000, Frankfurt a. M. 78 000 Hannover 74,000, Stettin 74,000, Aachen 68,000, Bremen und Altona je 67,000, Barmen und Elberfeld 10 65,000, Dusseldorf 63,000, Chemnitz 59,000, Erefeld 54,000 Einwohner. Der Stadt Halle fehlten dei der Zahlung etwa 500 an 50,000 Einwohnern Am raschesten ven allen dicsen Städten ist Crefeld gewachsen. Dasselde zählte im Jahre 1806 erst 6000 Einwohner, hat also seine Bewobnerzahl seitdem um das Neunfache vermehrt; in Berlin bat sich dieselbe seudem mehr als vervierfacht. „' Die deulsche Sprache in Amerika. Ueber das Siudium der deutschen Sprache unter den Anglo— Amerikanern bemerkt ein amerilanisches Blatt, der„West⸗ bote“:„Früher sand nur die franzssische Sprache vor den Augen der Amerikanerinnen Gnade. Es gehörte eben zur Mode, zum guten Ton, ein paar französische Brocken par⸗ lirenlzu können, beßhalb lernte man ein bischen Französisch. Die französische Sprache galt als die elegante Wellsprache. Die deulsche war noch vor 20 Jahren geradezu verpönt. Sie galt als eine grobe, eine barbarische Sprache, es war ja die Sprache der Einwanderer, die der Druck und die Noth über das Meer gejagt hatten, die arm und freund— los an unseren Ufern landeten, und die folglich nicht ele⸗ gant und nicht fashionable sein konnten, durch ihre starken Arme und ihre fleißigen Hände sich aber als ein besto größerer Segen für Amerska erwiesen. Heute ist dies anders geworden, und wer weiß, ob wir uns nicht der Zeit nahen, wo es Mode sein und zum guten Ton ge⸗ hören wird, eiwas Deutsch sprechen oder wenigstens die Werke Schiller's und Göthe's in der Ursprache lesen zu können.“ ' Nachstehende Uebersicht der europischen Panzerschiffe enmehmen wir der Denkschrift des öste⸗ rrichischen Kriegsministeriums über bie Marine. Es be— sitzen: England 46(darunter 15 Fregatten und 8 Moni⸗ tors) mit 620 Kanonen; Frankreich 45(darunter 16 Fregatsen) mit 606 Kanonen; Italien 22(darunter 14 Fregatten) mit 408 Kanonen; Rußland 24(6 Fregatten und 18 Monitors) mit 169 Kanonen; Preußen 5(3 Fre⸗ aatten und 2 Monitors) mit 71 Geschützen; Ungarn⸗ Oesterreich 9(7 Fregatten und 2 Casemattschiffe) mit 105 Kanonen. Wird Preußen diese Differenz von 4 Meer⸗ ungeheuern und 34 Kanonen lange ertragen? , Ein Getsilicher als Wunderdoktor. Nach dem„Schwäb. Merkur“ ist der Pfarrvecweser Schöttle in Erlahein als Wunderdoktor weit und breit berühmt, und täglich wallfahrten Schaaren von Kranken aller Art dort— hin, um sich den geiclichen Segen und ein Fläschchen Oel (zum äußcrlichen Gebrauch) zu holen. Doch soll nicht das Oel anscheinend Olivenoel, nach des Pfarrverwesers Versicherung Heilung bewirken, sondern der Glaube. Der Zulauf der Hülfesuchenden ist so groß, daß alle Wirths⸗ bäuser in den benachbarten Orten förmlich überfüllt sind; unlänast war an einem Tage die Zahl der Wallfahrer auf 1200 angewachsen. Solche„Patientenschaaren? hat gewiß der berübmtesie Profefsor nicht aufzuweisen. Anhalt⸗Dessauer Scheine. Mit dem 31. v. Mts. sind die Anhalt ⸗Dessauischen Staats cassenscheine von zehn Thalern vom 1. October 1855, die bisher in Circulation waren, verfallen; doch findet, wie wir bören, im Ganzen noch in ziemlich cou⸗ lanter Weise auf besonderen Antrag eine nachträgliche Einlösung der bisber noch nicht präfentirten Stücke statt. Im Publikum scheinen nun diese Dessauischen Staats⸗ cassenscheine vielfach mit den 10 Thaler-Noten der Dessauischen Landesbank verwechselt zu werden und ist deßbalb vielleicht die Bemerkung am Platze, daß die 10 Tbaler⸗Noten der Bank völlig unverändert wie bisher in Circulation verbleiben. Eingesandt. Die Frankfurter Zeitung spricht sich über den Schreib⸗ Unterricht des Herrn Wolf wie folgt aus: Der achtstündige Schreibunterricht des Lehrers J. Wolf findet hier allgemeinen Beifall und dürfte Manchen zur Verschönerung und Verbesserung seiner Handschrift veran⸗ lassen, zumal man in demselden Gelegenheit hat in kurzer Zen dae zu erlangen, was sonst durch jahrelange Uebung bei ungenügendem Privatunterricht nicht etreicht werden kann. Arbeits- Versteigerung. 128 Donnerstag den 21. d. M. Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem Ratbbaus zu Groß-Karben die An⸗ ferticung einer eisernen Wasserpumpe, von 36 Fuß Brunnentiefe, öffentlich an den Weniganebmenden ver— actorditt werden. VBildel den 14. Januar 1869. In Auftrag Großherzoglicher ee Groß ⸗Karben. 81. Bezirks Bauaufseher. Holz-Versteigerung. 144 Donnerssag den 21. und Freitag den 22. d. M., jedesmal von Morgens 9 Übr ab, werden in biesigem Stadtwalde öffentlich an den Meistbtetenden versteigert: 47 Stecken Eichen-Scheitbolz, 9„Eichen Prügelholz, 43½„ Eichen Stockkbolz, 464309 Wellen Eichen Reiserbolz, 2677„ gemischtes Resserholz, 169 Stick Eichen⸗-Stämme, von 6— 547 Länge und 5½— 30“ Düurchmesser, zusammen 5585 Cubikfuß und 70 Stück Eschenstangen. Das Brennholz kommt den 21. und das Stamm- und Stangenholz am 22. zum Ausgebot und es wird der Anfang in der Ufinger Straße gemacht. Nauheim am 15. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermetfleret Nauheim. Geber in ger. „dt. Schutt. Unterzeichneter empfiehlt sich in der Anfertigung von Cylinder-Blasebälgen leder Art, für Messerschmlede von 36 fl. an. W. Burk fin Butzbach. 12 Holz-Versteigerung in den Domantalwaldungen der Oderfösteret Eichelsdorf 147 Donnerstag den 28. Januar werden im Diflrtct Langebäume del Eichelsdorf nachstehende Holz sortimente verfteigert: A. Grennbolz: Holzart: Scheitholz. Prügelbolz Stockbolz. Reisbolz. Steden. Buchen 61½ J. Classe 10 58½ 45 ..——— Eichen 8 41 100 65 f 75— 5 N Aspen——— 64 Allerleibolz 1½ Wagen. B. Bau-, Werk- und Nutz holz. 28 Eichen⸗Stämme von 21 bis 37“ Purchmesser, mit 3112 Cubikfuß 4 Stecken Eichenwerkscheitholz. Das Elchenschettholz 1. Classe ist großentheils Werk bol für Glaser und Küfer. Anfang der Verfleigerung Morgens präcis 9 Ubr. Zusammenkuaft im Dolhschlag bei den ersten Polzaummern. Eichele dorf den 14. Januar 1869. Grob berzogliche Oberförflerel Eichelsdorf Deyer. Mobilien- Versteigerung. 148 Mittwoch den 20. d. M., Vormittage 9 Uhr, sollen in dem Gemeindebackdause dahier die Mobilten des ver— florbenen Kaspar Wulch, beslehend in Bettung, Kleidunge stücken, Tischen und Stühlen und sonst allerlet Hausgeräthe öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zablung versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 15. Januar 1869. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großtetrzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Fehn Herreuktagen Holz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 153 Künftigen Montag den 25. d. W., Morgens 9 Ubr, sollen im Oistrict Fuchsstrauch an der Eisendahn⸗ linie versteigert werden: 59 Stecken Buchen⸗Scheitholz 10— Hainduchen Rundscheitbolz. 43 2 Eichen Schestbolz, wobei auch Werkholz. 1 Buchen und Eichen Prügelbolz. 129 5„„„ Stockbolz. 13250 Wellen 5 5„ Reis holz, Alsdann werden nächsten Dienstag den 28. d. M. bierselbß versleigert: 92 starke Eichen Stämme bis zu 32“ Durchmesser = 7202 Cubikfuß. wobei auch einige Müdlwellen und Krummlüinge, 16 starke Buchen⸗Stͤmme bis zu 25“ Durchmesser = 1457 Cubikfuß, 684 Eichen⸗ und Buchen--Wagnerstangen. Lich am 19. Januar 1869. Fürflliche Oberförsterei Lich Eigenbrodt. Holz-Versteigerung. 151 Die am 11. d M. im diesigen Gemeindewalde abgehaltene Dolzversteigerung bat die Genehmigung er— balten, und ist der erste Abfabrtstag guf Donnerfiag den 21. d M. beßimmt worden. Die ortofremden Steigerer können am ersten Absahrtstage die Scheine beim biesigen Gemeinde Eiynebmer in Empfang nehmen. Ober Mörlen am 15. Januar 1869. Großbberzogleche Bürgermeisteret Ober-Mörlen Jeck e l. bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg Viehmärkte in Darmstadt. 149 Am ersten Die nst ag jeden Monats von März bis November finden Märkte für Milch⸗ und ee Schweine, Schafe, Arbeitsochsen und Pferde auf dem seitherigen Viehmarktplatz, nahe den Bahnhöfen und von diesen aus zugänglich, statt.(Fällt auf einen der ersten Dienstage des Monats ein israelitischer Feiertag, so wird der Markt um 8 Tage verschoben.) Die Fettviehmärkte finden auch in diesem Jahre unverändert jeden Mitt⸗ woch statt. Comite für die Viehmärkte in Darmstadt. Der Präsident ð u ch 8, erzoglicher Bürgermeister. Faule des Hotel Trapp. Pestalozzi's Leben und Wirken. Groß Dorlesungen im Donnerstag den 21. Seminarlehrer 155 Januar. S Soldan I.: Schnell- Schön-FSchreib- Unterricht. 106 Mehrfachen beifffforderungen entsprechend, werde ich nächsten Mittwoch am 20. d. M. hier eintreffen, um Erwachsenen, sowie an hiesigen Lehranstalten-Unterricht in der Kalligraphie zu ertheilen. Durch meinen nur achtstündigen Unterricht garantire jedem Schlechtschreibenden im Alter von 12—60 Jahren eine kleine und geläufige Handschrift. Wer sich hiervon nicht schon in den ersten 4 Stunden überzeugen kann, mag gratis aufhören. Das Honorar beträgt à Person 10 fl. in kleinerem Zirkel, 8 fl. bei 6 Personen, 6 fl. bei 10 Personen und wird nur nach vollsändiger Leistung des Versprochenen beansprucht. Sprechstunden vom 20. ab im„Hotel zu den drei Schwertern.“ Damen-Cursus besonders. J. Wolff. Lehrer der Kalligraphie und Taubstummenlehrer aus Frankfurt. Lertige Herren-Kleider in allen Sorten empfiehlt unter vollständiger Garantie zu den billigsten festen Pen C. Richter in Gelnhausen. Herren-Hosen von fl. 1.— kr. an, Herren-Röcke von fl. 6.— an, „ ⸗Westen„„— 42 an,„»Ueberzieher von fl. 11.— an, „„Joppen„„ 3. 48% an, Elegante Anzuge von fl. 14.— an. Kinder-Anzüge in allen Sorten. Bestellungen nach Maß werden ohne Erhöhung in kürzester Frist ausgeführt. Million. Bekanntmachung. Auflage ca. 2726 146 Freitag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, wird Der im Ober⸗Rosbacher Gememndewal d, Distriet Salz Kalender berg und alten Heegwald nachstehendes Holz öffentlich des meistbietend versteigert, als: 946 Stecken Kiefern⸗Scheitholz, Lahter 1 75 Prügelbolz, Hinkenden 43„ Stockholz, Boten 2685 Wellen„ Reiserholz, für 207 Kiefern-Stämme bon 15 bis 60“ Länge und 1869 6 bis 12“ Durchmesser und ist 74 Kiefern Stangen. erschienen Die Zusamwenfunft ist an der steinernen Brücke. und Ober⸗Rosbach am 14. Januar 1869. A bei Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach E allen Beule ch e r.* GBuchhändlern 7 0 und Arbeits Ve b erung.. Buchbindern 145 Donnerstag den 21. Januar l. J., Nachmittags n zu 1 Uhr, sollen zu Hoch⸗Weisel 47 dem Gemeinde daben dause nachfolgende Arbeiten und Lieferun en unter den—— Preis 11 kr. vor der Versteigerung dekannt gemacht werdenden Be— dingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: Pauft⸗ Aan Bindernagel& Schimpff in Friedberg. fle kr. 5 1 5. e schlag i zu 455 10 Für Unterleibsbruchleidende. eegtundbausteien— 148 Ihre ausgezeichnete Bruchsalbe hat mich von meinem 3) Brechen von Chausserdecksteinen 240— 235jäbrigen Bruchleiden vollständig geheilt. Da mein 4) Beisubr der Sleine 1229 Bruder auch am gleichen Uebel leidet, so bitte ich um 5) Steinau setzen und Messen 178— 6 Töpfe, halb von der 3. 5 71 0„hal gewöhnlichen Sorte, halb von 9. 900— der stärkern. Obschon wir von den ersten Aerzten um- 80 fla gen 54— geben find, so haben wir noch Keinen gefunden, der 9 ane 5 3 10— einen Bruch so radikal zu heilen im Stande ist, wie 10 Beifuhr„ 18— Sie. Empfangen Sie dafür die herzlichste Danksagung. 11 Kieslieferung 15 Paris den 7. Oktober 1867. Haff ter, patissier, von Weinfelden. 4 Diese urchaug unschädlich wirkende Bruchsalbe ke Der. 1 seher vou Gottl. Sturzenegger in Herisau(Schweiz) 2 2 ift in Töpfen zu fl. 3. nebst Gebrauchsar zweisung und Zwei gute tiugefahrene Zugpferde, Zeugnissen ächt zu beziehen, sowohl durch den Exfinder f selbst als durch Herrn J. B. Lindt, Apotheker, Schnur⸗ 110 worumer das eine siebenjährig ist, ftiehen aus 1 gasse 58, in Frankfurt g. M. freier Hand zu verkaufen. Gegen Bürgschaft werd Credit bis Bartbolomalag d. J. gegeben. Näheres zu eriragen nterhosen Jack 1 l en bei der Exper. d. Bl. 160 zu verschledenen Prelsen bei K. Friedrich, neben der Post. Butzbach am 14. Januar 1869. 156 Ein goldner Ring wurde gefunden. f Zu er⸗ halten im Armenhaus. Wieder eingetroffen: Des alten Schäfer Thomas seine zwanzigste Prophezeihung für die Jahre 1869 und 1870, 4 kr. Bindernagel& Schimpff. Fortschrittsverein. 158 Dienstag den 19. d., Abends 8 Uhr, Versammlung im oberen Lokale des 11 Windecker 5 Das 23 jährige Zubiläum 150 des Sängervereins Lieder 1 ranz dahler wird Donnerstag den 21, d. M., von Nachmittags 5 Uhr an, durch Concert und Ball in meinem Saale gefeiert und hiermit zu recht zahlreicher Betheiligung freundlichst eingeladen. Langen hain den 16. Januar 1869. Balthasar Wissig. Reichstagswahl betreffend. 154 Sollte es 19 zweckentsprechend sein, um bei den verschiedenen Wahlvorschlägen den richtigen berausfinden zu können, daß eine allgemeine, öffentliche Versammlung der Wähler veranstaltet und die verschiedenen Wahl- Candidaten eingeladen würden, sich dieser Versammsung vorzustellen und ihr politisches Programm zu eröctern und darzulegen. Hierdurch würde Jedermann Gelegen⸗ heit gegeben, durch eigne Anschauung sich sein Urtheil selbst bilden und seine Wahl, unbeirrt von sonstigen Einflüssen, treffen zu können. 157 Zu dem öffentlichen Wablaufrufe zu Gunsten des derrn Hokgerichtsrath Buff zu Gießen in Nr. 6 des Oberbessischen Anzeigers erkläre ich um etwalgen Mißverffändnissen zu begegnen, daß ich meine Zustim⸗ mung zu einem Wahlaufrufe für Herrn Hofgerichtsrath Buff nur unter der Bedingung ertbeilt habe, daß derselbe seinen Wählern gegenüber eist öffentlich auftrete, um beurtheilen zu können, ob auch die gehegten Sympathten für denselben in dem diesseitigen Wahlbezirk vorhanden seien. Da dies jedoch bis jetzt nicht 1 und wie ich mittlerweile erfahren, sämmtliche Mitglieder des Gemeinderatbhs meine Unterzeichnung unter Beifügung meines Amtscharacters beanstanden, ich aber großen Werth darauf lege mich mit meinen Collegen nicht in Gegensatz zu stellen, so ziehe ich maine Unterschrißt unter fraglichem Wahlaufruse vorerst zurück. Daß durch diese Erklärung meine persönliche Anficht und Neberzeugung in keiner Weise beeinflußt wird, dürfte seldstverständ⸗ lich sein. Friedberg den 18. Januar 1869. Der Großherzogliche Bürgermeister 8 o u ea Versteigerung. 111 Donnerftag den 21. Januar, Vormittags 9 Uhr anfongend, läßt der Unterzeichnete in seiner Behausung erbvertheilungshalber gegen Baarzabplung versteigern: 2 Kühe, 1 Rind, 1 Wagen, 2 Pflüge, 1 Egge, 1 Fruchtfegemühle, 1 Dickwurzmühle, Pferde; und Kuhgeschirn, Kelten und souflige landwirthschaftliche Gegenstände, sowie auch verschiedenes Möbel. Fauer bach bei Fr. Der 5 149 thun, Neues und Praktisches zu erternen die wöchentlich erscheinende Zeitschrift: frau“ für nur 48 kr. pro Quartal in der B von n 8 Schimpff in Fr r Jede 0 Pane der es darum 15 abonnire auf Die Haus⸗ Buchhandlung 152 Ein neuer, sehr schön und Schwarzischer Dampfapparat, für dessen Güte mehrere Jahre vertragsmäßig garantirt sauber gearbeiteter wird, ist unter günstigen Bedingungen billig zu verkaufen, oder gegen eine alte Brennerei zu vertauschen. Näheres zu erfragen in der Exped. d. Bi. NB. Benannter Apparat tist auch zur Spiritus⸗ Fabrication mit unbedeutendem Kostenaufwand sehr gut einzurichten. Um damit anßzuräumen 137 werden Kaputzen, Seelenwärmer, Winterbandschube, Unterbosen und Jacken, sowie Winterschuhe zu herab gesetzt billigen Preisen abgegeben dei Geschwister Schloß. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getauft e: 11. Januar. Dem bles. Bürger und Posthepiensteten Johann Wilhelm Geck eine Tochter Anng Barbara Johanna Maria Elisabetha, geb. den 19. Der. 1868. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimsoff. 9% an geha! unan 4 Ngie J. eh In des fol gelegene Auselde in herzogs machun Reichdt hissen! Beslim Vorschi in elne chrift Wahl 0 keinem halb de welchen zufülller, , fein, Ober def berschlo beratt J füge “gegen d ober y Liter 8 dat der mehrere 5 2 Aus geschi 10. 1 Wahl v Wahl 0 findet. ven allg Vahlvo Aueh Gtoshe