ich auf dadt und Vebnung k., 1 so⸗ Schimpff me 1 1869. Donnerstag den 18. März. M 32. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 1 Friedberger Inkelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. N Auf den wöchentlich dreimal erscheinenden„Oberhessischen Anzeiger“ kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 5 sub 2. Nr. 6 sub 1. Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung des Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke betressend. Bekanntmachung, den Nachtrag zu den Statuten der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft betreffend. N sub erordnung, die Bezeichnung gleichnamiger Ortsbürger in den durch den Friedensvertrag mit Preußen erworbenen Landestheilen betreffend.— Nr. 7 15 g. 5 9 90 9 f Bekanntmachung, den Hufbeschlag der Pferde betreffend. Friedberg den 15. März 1889. zub 2. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p. Betreffend: Die Abnahme des Verfassungseides vom 1. Quartal 1869. Friedberg am 16. März 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Donnerstag den 1. April d. J., Vormittags 11 Uhr, findet die Abnahme des Verfassungseides auf dem Rathhause dahier statt. kaden Sie hierzu die jungen Bürger vor; die noch im Rückstande befindlichen bei 1 Thaler Strafe und senden Sie Vorladungsbescheinigung vor dem Termin ein. Trapp. Ein l Die verehrlichen Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Dienstag den 23. März, Nachmittags 3 Uhr, zu einer landwirthschaftlichen Besprechung hierher auf das Rathhaus ergebenst eingeladen. Gegenstände dieser Besprechung sind: 1. Der Hafer ist bekanntlich das sicherste und wohl auch lohnendste Sommergetreide, welche Regeln empfehlen sich bei seinem Unbaue und welches sind die ertragreichsten Hafersorten? Herr Dr. Henkelmann wird etwa 18 verschiedene Hafersorten am Halme vorzeigen. r 9„ 2. Warum soll der Landwirth Buch und Rechnung führen und wie sind solche für mittlere und kleine Güter am zweckmäßigsten einzurichten? 3. Worin besteht die vielfach gerühmte Kartoffelbaumethode von Guͤlich und ist dieselbe auch für unsere Verhältnisse anwendbar? 4. Vortrag über die verschiedeuen Rindviehracen Deutschlands, von Herru Dr. Henkelmann gehalten, der sich auch bei Beant⸗ wortung der Fragen 2 und 3 wesentlich betheiligen wird. Butzbach den 10. März 1869. H eich terer. Hessen. Darmstadt, 15. März. Die zweite Garnisons-Gebäude u. Dienstwohnungen 95,612 fl.; Funktionen bei der hiesigen Gemeinde wieder er— Kammer fährt in der Berathung über das Militär— budget fort. Nach den von Dumont und Fink mit Zugrundelegung der früheren Verpflegungs- ensätze berechneten einzelnen Posten werden be⸗ villigt für die Infanterie: 566,196 fl., für die Reiterei: 184,829 fl., für die Artillerie und Train: 111.805 fl., für die Pionniere: 13,853 fl., ür die Landwehr Stämme und Uebungskosten: 3,337 fl., für andere Formationen und vermischte Ausgaben: 77,465 fl. Von diesen Summen kommen jedoch noch 15,8 20 fl. in Abzug, welche bei anderen Ausgaben vorgesehen sind, sowie ferner 55,000 fl., welche Ersparnisse an der Geld- verpflegung und durch spätere Einstellung der Rekruten sich ergeben. Ein weiter beantragter Abzug für die einjährig Freiwilligen wird jedoch abgelehnt. Als weitere Ersparnisse an der Geld- verpflegung und durch spätere Einstellung der Rekruten berechnet sich für die hessischen Truppen in Verhältniß zu den norddeutschen Truppen die Summe von 55,000 fl., welche Summe gleich; falls gegen 24 Stimmen von der angegebenen Verwilligung abgezogen wird. Verwilligt wurde serner: für Naturalverpflegung der Truppen 764,604 fl., wozu jedoch, nach Antrag von Dumont, die durch Ersparnisse an den Geldver⸗ pflegungen in Abstrich gebrachten 55,000 fl. zur Erhöhung der Löhnungen dem Kriegsministerium zur Verfügung gestellt werden, da nach dem preußischen Verpflegungsreglement der Soldat, an- statt der früheren 2 Pfd. Brod täglich, nunmehr nur noch 1¼ Pfd. bezieht; für Bekleidung und Ausrüstung der Division und zur Verwaltung der Montirungsdepots 225,391 fl.; für Servis⸗ und Garnisons-Verwaltungswesen 3201 fl.; für Ver- raltung und bauliche Unterhaltung der Kasernen, für größere Kasernen-Retablissements- und Neubau— theilt worden. Bedürfnisse an sonstigen kleinen Garnisonsanstalten 11,660 fl.; für Unterhaltung und Erwerbung von Uebungeplätzen 1110 fl.; und endlich für Manö- verkosten und zur Vergütung von Flurbeschädi⸗ gungen 4690 fl. Vor Schluß der Sitzung bringt der Abg. Wernher noch folgenden Antrag ein: „Unter Festhaltung der Beschlüsse der Kammer über die Spetialetats der Militärausgaben, soweit dieselben speciell hessische Einrichtungen betreffen, als jährliche Ausgabe für Militärzwecke in der Periode 18691871, die Summe von 3,066,919 fl. zu bewilligen, welche Summe der durch die Militärconvention bedungenen Contingentszahl der Friedensstärke von 7789 Mann, multiplicirt mit der Aversionalsumme von 225 Thlrn. per Mann, entspricht. Die dem Budget für 1868 beigefügte Verwahrung, daß die Bewilligung nicht zur Er— höhung der Gagen und Löhne verwandt werden dürfe, ist hiermit zurückgenommen.“ Die Berathung wird sodann bis morgen ausgesetzt. — Oeconomierath Dr. Krämer hat Seitens des Königl. Preuß. Unterrichtsministeriums einen ehrenvollen Ruf zur Uebernahme der landwirth— schaftlichen Professur an der Universität Kiel er— halten, denselben jedoch abgelehnt. — In Folge des bekannten Teufelstreites war dem Prediger der deutsch-katholischen Gemeinde zu Mainz, Hrn. Hieronymi, wegen einer herausgegebenen Broschüre von großh. Ministerium untersagt bei der hiesigen Gemeinde zu fungiren. Nachdem die bisherigen Gesuche von Seiten der Gemeinde und des Predigere um Zurücknahme dieser Maßregel erfolglos waren, ist jetzt auf ein Immediatgesuch an den Großherzog Hrn. Hiero— nymi die Erlaubniß zur Ausübung geistlicher — Die von Darmstadt bis Gernsheim vollendete Riedbahn wird am 1. k. M. dem regel- mäßigen Personenverkehre übergeben werden. Probefahrten finden bereits zu Ende dieser Woche statt; für das größere Publikum soll ebenfalls eine solche in nächster Woche folgen. Offenbach. Auch in unserer Stadt wird sich ein Protestanten-⸗Verein bilden. Vorberathende Schritte waren schon vor einiger Zeit geschehen, bis es uns gelang, am vorigen Dienstag einen ausführlichen Vortrag des Herrn Advokaten Ohl zu hören, über Zweck und Nothwendigkeit der Errichtung von Zweigvereinen an allen bedeuten den Orten. Preußen. Berlin. Das Programm für die vom 22. bis 27. April hier stattsindende in- ternationale Conferenz aller auf dem Boden der Genfer Convention vom 22. August 1864 stehen⸗ den Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger ist publieirt worden. Die Theilnahme an der Versammlung ist nicht auf die Delegirten der Vereine und der Regierungen, welche der Genfer Convention beigetreten sind, beschränkt, sondern es ist Jedermann zu derselben zugelassen. — In der Reichstagssitzung vom 15. d. fand die zweite Berathung des Gesetzentwurss, die Maßregeln gegen die Rinderpest betreffend, statt. Das Amendement Laskers, die Absperrungsmaß⸗ regeln im Interesse der persönlichen Freiheit ein— zuschränken, wurde verworfen und der Gesetzent⸗ wurf im Wesentlichen nach der Regierungsvorlage angenommen. Ferner genehmigte die Versamm— lung die von Hoberbeck und Rabenau beantra- Resolution, mit Bavern, Württemberg, B und Hessen Verhandlungen zum Erlasse eines gemeinschaftlichen Gesetzes zur Abhaltung und Unterdrückung der Rinderpest einzuleiten. Der Gesetzentwurf, betreffend die Feststelluug des Nach- trags zum Etat des norddeutschen Bundes von 1869, wurde nach zweiter Lesung angenommen. Hiernach belaufen sich die fortdauernden Ausgaben auf 100,800 Thlr., die einmalige auf 9000 Thlr. Die Einnahmen sind auf 4000 Thlr. berechnet. Die Mittel zur Deckung des Deficits werden durch Beiträge der Bundesstaaten, nach Maßgabe ihrer Bevölkerung, aufgebracht. — Im Reichstag wurde der Antrag Lasker's auf Redefreiheit der Mitglieder der Einzellandtage trotz Bismarck's Widerspruch mit 140 gegen 51 Stimmen angenommen. — Ueber den Gesundheitszustand des Augen- arztes Professor Dr. von Gräfe wird aus zu⸗ verlässiger Quelle mitgetheilt, daß derselbe ein durchaus befriedigender ist und dem berühmten Manne gestattet, in heiterster Laune bei bestem Wohlbefinden größere Ausflüge zu unternehmen. Am 15. April gedenkt er wieder in Berlin fune— tionsmäßig einzutreffen. 0 — Der Herzog Christian von Schleswig— Holstein-Augustenburg, der Vater des Prinzen Christian, starb dieser Tage auf dem Schlosse Primkenau in Schlesien. Köln. Von den wegen des Theaterbrandes verhafteten Personen— im Ganzen zehn— sind mehrere in Freiheit gesetzt worden, so daß sich jetzt nur noch vier, und zwar die angebliche Brandstifterin und drei Männer, in Haft befinden. Sachsen. Dresden. In Lem bekannten Dienstmänner⸗Prozeß sind nach beendeter Verhand— lung von den letzten noch in Untersuchung befind- lich gewesenen October-Tumultuanten sechs ganz freigesprochen und sechs andere, je nach ihrer Betheiligung, zu 1“ Tagen Gefängniß bis zu einem Jahre Arbeitshausstrafe verurtheilt worden. Bayern. München. An der hiesigen polytechnischen Hochschule wird nun auch ein Cursus für Landwirthschaft errichtet. Die dadurch mit der landwirthschaftlichen Schule in Weihen- stephan hervorgerufene Concurrenz wird nur die besten Folgen haben. Oesterreich. Wien. Im Abgeordneten⸗ haus begann die Debatte über das Landwehr— gesetz. Die Ausschußmajorität empfiehlt die An⸗ nahme der Regierungsporlage, wonach die Land— wehr den Militärbehörden untersteht. Die Aus— schußminorität bingegen beantragt vollständige Sonderung der Landwehr vom stehenden Heere, analog der Einrichtung der ungarischen Honveds. In der Generaldebatte sprachen die Linken und die Polen für die Minoritätsanträge. Der Lan— desvertheidigungsminister Graf Taase vertheidigte die Regierungsvorlage. — Der Reichsrath lehnte nach einer mehr- stündigen Debatte fast einstimmig den Antrag ab: über das Landwehrgesetz zur Tagesordnung über— zugehen. — Die„Presse“ meldet, daß Victor Ema⸗ nuel den Marquis Pepoli beauftragt habe, dem Kaiser Franz Joseph für die freundschaftlichen und verwandtschaftlichen Gefühle, welche dieser dem Könige zu seinem Namensfeste durch den Baron Kübeck hatte ausdrücken lassen, zu danken. Lemberg. Ein gräßliches Ereigniß fand am 7. d. Abends 8 Uhr auf der Promenade dahier statt. Mehrere betrunkene Husaren excedirten in einer Schenke. Die herbeigerufene Infanterie⸗ Patrouille führte sie ab. Unterwegs auf der Brücke, gegenüber dem Appellationsgebäude, zogen die Husaren vom Leder und stellten sich zur Wehre. Der Patrouilleführer konnte sich keinen Rath schaffen und commandirte, von Säbelhieben stark bedrängt, schließlich„Feuer“. Drei Schüsse wurden auf die renitenten Cavalleristen mitten unter die spazierende Menge, größtentheils Damen, abgefeuert. Ein Husar siel mit zerschmettertem Schädel und war auf der Stelle todt, ein an— derer wurde schwer verwundet. Die Scene war schauerlich, und es verfloß eine halbe Stunde, bis die auf dem Platze Gebliebenen weggeschafft wurden. Unterdessen schritten die Passanten durch die Blutlachen, denn die Stelle lag gerade außer ⸗ halb des Bereiches unserer sehr schwach leuchten⸗ den Gaslaternen.* 5 Frankreich. Paris. Der„Public“ de⸗ mentirt die Nachricht, daß die französische Regle⸗ rung in Betreff der belgischen Angelegenheit den Mächten Mittheilungen gemacht habe. Die Frage, welche eine wirthschaftliche bleibe, gebe zu der⸗ artigen Mittheilungen keine Veranlassung. Großbritannien. Im Oberhause ging Graf Russell nach einer Hindeutung auf die vom Parlamente für den Volksunterricht geneh- migten Summen dazu über, die erzielten Erfolge mit denen anderer Staaten zu vergleichen, und gab der Ansicht Ausdruck, daß England und Irland bezüglich ihter Schulen weit hinter Deutsch— land und den Neu-England-Staaten der Union zurückständen. 5 Spanien. Madrid. An der Kundgebung zu Gunsten der Abschaffung der Militär-Aus hebung betheiligten sich ungefähr 3000 Personen unter dem Rufe:„Es lebe die Föderativ- Republik!“ Eine Störung der Ruhe und Ordnung fand da— bei nicht statt. — In der Sitzung der Cortes machten die Minister den Abgeordneten Pierrad und Orense den Vorwurf, sie hätten bei der am 14. d. ver- anstalteten Kundgebung die Rebellion gegen die Ent— scheidungen der Cortes und zerstörende Grundsätze dem Volke gepredigt. Auf diese Vorwürfe erklärte Pierrad, er übernehme volle Verantwortlichkeit für Alles, was er bei dieser Demonstration ge— sprochen, während Orense die Behauptung auf— recht hält, die Manifestation habe einen durchaus friedlichen Charakter gehabt. Figueras und Andere erklärten, daß die Republikaner sich der Entschei— dung der Cortes über die Regierungsform fügen würden. Portugal. Von Lissabon wird gemel— det, der Herzog v. Montpensier habe erklärt, er würde die Königswürde in Spanien nur dann annehmen, wenn er durch eine respectable Majo— rität gewählt würde, indem er keine Wahl wolle, die nur ein Vorwand für den Bürgerkrieg wäre. 2 Friedberg.(Schluß. Siehe Nr. 31 des Anz!) Nachdem der Redner die Hauptkstützen des Laplace'schen Systems noch einmal aufgezählt, daß nämlich die fernsten Planeten die größesten sind(weil die ersten losgelös'ten Ringe naturgemäß die bedeutendsten waren), daß dieselben zugleich die geringste Dichtigkeit ihrer Masse zeigen(weil nach dem Centrum des Sonnenkörpers hin die Masse sich arst mehr und mehr verdichtete), daß die Schwingungs— geschwindigkeit der Planeten in dem Maaße abnimmt, als sie der Sonne näher sind(eine Drehung der Erde um sich selbst erfordert 24 Stunden, eine solche des Saturn nur eiwa 10 Stunden) ꝛc., kommt er zu dem Haupt⸗ resumé: Das Laplace'sche System von der Entstehung der Planeten ist unantastbar. Wolle man daraus die Con- sequenzen ziehen, daß der Sonnenkörper demnach einst allmählich erkalten und endlich aufhören werde, die Erde zu erleuchten und zu erwärmen, so daß alles Leben auf derselben erstarren müsse, so sei darauf zu antworten: Ja, das werde gewiß einmal geschehen, wenn auch erst nach Millionen von Jahren. Ven Verblendung und Be⸗ schränktheit zeuge es aber, wenn man vor dem Natur- forscher und seinen Zahlen ein geheimes Grauen empfinde. Der Naturforscher suche nur, unablässig ringend, nach der Wahrheit(der fast erblindete Kirchhoff in Heidelberg), und seine Zahlen seien das Ergebniß von Berechn ingen, die von sicheren Grundlagen ausgingen, so sicher, daß jene Zahlen(Redner weis't auf einen Schiffsalmanach hin mit über 100,000 solcher Zahlen als den sicheren Führer auf der endlosen Wüste des Oceans) Hunderitausenden schon das Leben gerettet. Der Vortrag schließt mit einer jene Beschränltheit cha— raktertsirenden Parabel und einem Appell an die Schule der Zukunft.— Herr Direktor Schwabe leitet seinen Vortrag(über die neuere religiöse Lyrik) ein mit einer kurzen Betrachtung über die Entwickelung des evangelischen Kürchenliedes. Luther hatte nach schwerem Ringen im Augustineikeoster zu Erfurt endlich Trost und Frieden gefunden in der lebendigen Zuversicht zur Gnade Gottes. Dieses neue Lebensprinzip findet als ein Ausjauchzen des seiner Ver— jöhnung mit Gott gewissen Herzens Ausdruck in dem Lied:„Nun freue dich, liebe Christeng'mein!“ und Tau⸗ sende von Seelen in Deutschland und über Deuischlands Geänzen hinaus jubelten, wie von einer schweren Last befreit, diesen Klängen enigegen. Dadurch war der Anstoß gegeven zur ersten Periode der evangelischen Liederdichtung. Es waren Freudenliedec, die in objektiver Weise die großen Thaten Gottes priesen und sich um die großen Centren: Gott, Gnade, Versöhnung, Erlösung drehten. Mit dem Ansange des 17. Jahrhunderts schließt diese Periode ab. Die nachfolgenden Zeiten, insbesondere die drangsasvollen Zeiten des 3 jährigen Krieges waren dazu angethan, den — Blick nach Innen zu kehren und einen N25 tiefgefühlter Lieder enistehen zu lassen. Die besten Kirchenlieder, die Klag⸗, Trost⸗ und Vertrauenslieder, die Gesänge eines Paul Gerhardt zumal gehören dahin. Indessen gewann eine starre Rechtgläubigkeit immer mehr Raum, der die rechte Gläubigkeit abhanden gekommen war, und dagegen suchte der von dem edlen Spener begründete Pietismus anzukämpfen. Derselbe gerieth jedoch auf Ab⸗ wege. Er bewegie sich auf zu enger Grundlage, wandte sich ängstlich von allem Weltlichen, das er für sündlich hielt, ab und fühlte sich nur in kleineren Conventikeln behaglich. Wie er darum die von seinem Stifter beab— sichtigte Mission der Läuterung des inwendigen Menschen und Verklärung aller Lebensbeziehungen burch die Macht des tiefreligibsen Gefühls nicht erfüllen konnte, so ver— flachte sich allmählich die von ihm erzeugte Lyrik und wurde zur Karrikatur. Den Höhepunkt des Lächerlichen und Abgeschmackten erreichte ein Gesangbuch, das Lieder für alle möglichen Stände und Zustände enthielt, für Minister, höhere und niedere Beamte, Offiziere, Studen⸗ ten ꝛc., selbst für einen zum Richtplatz zu führenden De— linquenten, von ihm selbst zu singen, mit eingelegten Casualstrophen, je nachdem er gerädert, gehängt, geköpft oder arkebusirt werden sollte. In dieser lächerlichen Ver⸗ flachung zeigen sich schon die Spuren der nachfolgenden Periode der Aufklärung. Wiewohl dieselbe einiges Ge⸗ diegene producirte, wie die verdienstvollen Lieder eines Gellert, so zeichnet sie sich hauptsächlich aus durch heillose Verwässerung der vorhandenen Schätze. Gesangbücher wurden fabricirt. Wie bet Katechismen wurde dafür eine Einheilung mit bestimmien Ueberschriften geschaffen, und nun unter dem Vorhandenen nach zu den Ueberschriften Passendem gesucht. Da sich das nicht finden wollte, so wurde beschnitten, ausgemerzt und an die Stelle des Gulen pocsieloses Machwerk gesetzt. Erst die neuere Zeit trüt im religiösen Leben wie in der religiösen Lyrik gleich- mäßig an die Lösung der doppelten Aufgabe heran: Wie finde ich Heil und was hab ich an meinem Theil zu thun, daß das Heil sich verwirkliche und verallgemeinere? Ein Novalis, ein E. M. Arndt, ein Max v. Schenkendorf traten auf. Welche Kraft und Tiefe in dem Arndi'schen Gesang:„Wer ist ein Mann? der beten kann und Gott dem Herren vertraut!“ und in dem Schenkendorf'schen: „Erhebt Euch von der Erde, ihr Schläfer aus der Ruh!“ Hieran reiht sich Albert Knapp und Spitta, die mit Glück das alte, ächte Kirchenlied reproduciren. Von be— sonderer Bedeutung erscheinen dem Redner für die neuere religiöse Lyrik zwei Dichterinnen, die Katholikin Annette von Droste-Hülshoff und die Evangelische Meta Häußer— Schweitzer. Erstere ist in hohem Grade anregend, ja aufregend; ganz eigenartig tritt sie uns entgegen mit ihrem feinen Natursinn einerseits, ihrer Neigung zum Geister- und Gespensterhaften andererseits. Volle Befriedigung aber gewährt sie nicht. Die Form ist oft ungefügig und un⸗ geschmeidig, es gelingt der Dichterin vielfach nicht, die Geister zu bannen, die sie heraufbeschworen, und der In— halt erscheint vorherrschend düster gefärbt, zu reich an Dissonansen. Meta Häußer dagegen zeigt in ihren Schöpfungen ein friedliches, harmonisch fühlendes Gemüth, und versteht es trefflich, ihren Empfindungen den ent⸗ sprechenden, wohllautenden Ausdruck zu geben. Die hervorragende Stellung, die der Herr Redner auf dem Gebiete des evangelischen Kirchenliedes einnimmt, ist zu bekannt, als daß hier die Bemerkung am Ort wäre, wie auch dieser Vortrag überall den feinen Kenner und scharfen Kritiker bekundete. Es möge darum nur noch erwähnt sein die wohlthuende Weihe, mit der er über seinen Gegenstand sprach und die seelenvolle, die Zuhörer mächtig ergreifende Art des Vortrags der Citate aus den vorgeführten Lyrikern. Gedern. Auf dem in voriger Woche dahier abge⸗ haltenen Markte wurden einem jüdischen Einwohner von Kirchbracht 90 fl. aus der Tasche entwendet. Der Be⸗ stohleue erhängte sich in Folge dessen in einem Wäldchen zwischen hier und Merkefritz. Gießen. Vor einigen Abenden brachten die vereinigten Corps der hiesigen Studentenschaft dem Prof. Leuckhard einen glänzenden Fackelzug. Frankfurt. Nach den geschehenen Anmeldungen wird der Früh jahrs⸗Pferdemarkt stärker als alle seine isherigen Vorgänger befahren werden. Die bis jetzt eingelaufenen Anmeldungen zeigen schon, daß 1300 Pferde, darunter fast die Hälfte edlere Racen, zum Verkauf stehen werden. Daß es an Käufern nicht sehlen wird, darf bei dem hiesigen, so günstig situirten Markte als gewiß voraus⸗ gesetzt werden. Darmstadt. Die Verloosungscommission für den April⸗Viehmarkt zu Darmstadt hat ihre Organisation vollendet und an 124 Vertaufssiellen 18,000 Loose ab- gesetzt. Das erste Vorderau bis zu 13,000 ist an die Mitglieder des Viehmarklcomites veriheilt. Jüt dit nothleidenden Zuden in Westrußland. Für den zahlreichen Besuch bei der am 13. d. Mts. abgehaltenen Abendunterhaltung sagen wir unsern ver⸗ bindlichsten Dank. Es blieb uns, nach Abzug der un⸗ vermeidlichsten Kosten ein Reinertrag von 54 fl. Der Vorstand des Thalia-Vereins. Bei Mayer Hirsch hier ist weiter eingegangen: Aus Fauerbach bei Butzbach durch Herrn Fröhlich 5 fl.— Frau S. Kitzenstein 2 fl. 30 kr.— Frau Z. Grödel Wiw. f 48 kr Bei der Expedition: Von Frau Dr. Reuner 1 fl.— Herrn Pfarrer Buchhold in Ossenheim 1 fl. Dank den edlen Gebern, fernere Beiträge nehmen ent⸗ gegen die Expedition dieses Blattes und das Comits. 60 oll chen, ttt 81% f Fran. chlag nigung den 19. , Stuben, hunben De⸗ ten „ ecttinigien . Leucvard Bekanntmachung. 14 Im Firmen ⸗Register des unterzeichneten Gerichts pur b* folgende Einträge vollzogen: 0 ) Aus der von Dr. Wilbelm Uloth zu Naudeim und Bau⸗Commissär Deinrich Ferdinand Mergard aus Marburg unter der Firma»Wilb. Uloth“ dabter betriebenen Backsteinfabrikation und Fabr'kation von künfflichem Mineral- Wasser und chemischer Producte ift der erstgenannte Thellhaber unterm 1. d. M. ausgetreten; Heinrich Ferdinand Mergard betreibt das Geschäft für alleinige Rech⸗ nung unter der Firma»Ztegelei am Bahnhof zu Naubeim und Nauheimer Mineralwasser-Anstalt“ weiter und bat dem Konrad Wilhelm Born⸗ scheuer, dermalen dahier, Procura ertheilt. 2) Dr. Wilbelm Ulotb von Naubeim betreibt seit 20. December v. J., resp. 1. Dec., dabier das Apotbekergeschaft und eine Fabrik künstlicher Mineral— Wasser und chemischer Producte unter der Firma „Dr. Ulotb.“ g Nauheim am 12. März 1869. Großberzogliches Landgericht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Bekanntmachung. 321 Dienstag den 23. März d. J., Vormittags 10 Ubr, ollen in dem Bellersbeimer Markwald 34 Stück Eichen⸗Baustämme, 7000 Cubikfuß enthaltend, öffentlich inter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werden en Bedirgungen versteigert werden. Die Zusammenkunft ift im Districte Elsenkaute. Obgleich das Holz seiner allgemein bekannten Güte galber keiner Anpreisung derarf, wird nur bemerkt, daß i für diesmal Stämme I. Qualität find. Bellersbeim den 15. März 1869. Der Markmeister Bo pp. Bekanntmachung. 15 Die am 12. d. Mts. in den Freiherrlich von franckenstein'schen Walddistricten Allmey, Köhler— splag ꝛc. abgehaltene Holzverfteigerung hat die Gꝛneh- nigung erhalten. Die Abfuhrscheine können von Freitag den 19. d. Mis. an bet Frh Rentamte Ockstadt abgeholt derden. Die Abfuhr des Holzes darf nur bet voll⸗ sändig tocknen Wegen stattfinden. Ockstadt am 15. März 1869. Der Freiherrl. v. Franckenstein'sche Oberförster Wiha y. d, Holz ⸗Versteigerung. 822 Montag den 22. März, Vormittags 9 Uhr an— sungend, sollen in den Langen batner Gemeindewald, Otstrict Hühnerpfad, nachfolgende Holzsortimente öffent- ch veisteigert werder: 1 5 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 2 85„ Prügelbolz, 3) N, Eichen⸗ u. Biürken⸗Stockholz, 43) 1600 Stück Eichen- und Birken Wellen, 5) 48„ Eichen Stämme von 537 Cubikfuß, 6) 4„ Pflugrehen und 4 Wetter, 7) 1150 Gebund Ginstern. Auf vorschriftsmäßigen Bürgschein wird das Hol; lis Martinitag d. J. geborgt. Ziegeypberg am 13. März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Langenhain J Rumpf. Holz-Versteigerung. 17 Dienstag den 23., Mitiwoch den 24. und Donner⸗ ag den 25. März l. J. kommen in dem Stockbelmer Gemeindewald, District Strutt, zur Versteigerung: 1 Stecken Buchen⸗Scheltholz, Eichen · 260 7. 2„ Buchen⸗Prügelholz, 27 1 Eichen⸗„ 6 1 Kiefern⸗ 5 2* Buchen⸗Stockholz. 58/„ Eichen- u. Kiefern⸗Stockholz, 4 4 Buchen Retsholz, 109 45 Eichen⸗ 5 25 2 Kiefein⸗ Stämme Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz von 9496 Cubikfußf Inhalt, 10— 18“ Durchmesser und 10—52“ Länge, vorzüglich zu Eisenbahnschwellen geeignet. Am J. und 2. Tag kommt das Stammbolz und am J Tag das Brennholz zur Versteigerung. Zusammenkunft im Ort. Stockheim am 13. März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterel Stockheim Ma i. Dr. Pattison's 22 5 1 Gichtuatte. lindert sofort und bellt schnell Gicht und Rheum atis men aller Art, als: Gesichts-, Brust⸗, Hals-, und Zahn⸗ schmerzen, Kopf-, Hand- und Antegtcht, Gliederreißen, Rücken- und Lendenweh. In Packeten zu 30 kr. und halben zu 16 kr. bei J. A. Windecker. 544 Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Nidda. 775 Dienstag den 23 und Mittwoch den 24. I. M. soll in den Domanlalwalddiftrikten Klausekopf, Schmittenhang und Buchkopf nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung kommen: Scheitholz Prügelholz Stockholz Rels holz Holzart: S 1 1 e n. Buchen— 51½ 272 31 406 Eichen 7 6 58 10 94 Nadelholz— 491 2 9 Aspen 8 111 63— 193 20 Stück Eichen⸗Stämme, von 5½ 10“ Durchmesser, 15—35“ Länge mit= 164 Cubilfuß, 3% Nadelholz: ß„ 7 10„ s„„„ 4„ Aospen⸗ 15„ 12—14½“ 4 15-307„„55 5 81„ Eichen⸗Stangen„ 4 900 2 15—35“„ 522 7 5 N„ 3— 4“ 5 120„5 77 89„ Nadelholz„* 2½.— 4“ 7 25-45“„„= 244 77 Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags präcis 9 Uhr in dem Distrikt Klausekopf auf dem Hainbornsweg. Das Stamm- und Stangenholz kommt sämmtlich Dienstags zum Ausgebot, dagegen das in den Distrikten Schmitterbhang und Buchkopf fitzende Windfollholz, Mittwochs und zwar in dem Diftrikt Klausekopf. Nidda den 9. März 1869. 0 Gtoßherzogliche Oberförfterei Nidda . 668 11300 Centner Eichen⸗Lohrinde der 1869er Ernte, aus den auf dem Taunus und in der Wetterau gelegenen Staats-, Gemeinde, und Privat Waldungen des Großh. Hess. Forstamts Friedberg, sollen Mittwoch den 31. März d J. Vormittags 10 Uhr, zu Friedberg i d. Wetterau, im Trapp'schen Gasthofe, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Entrindungskosten des meist 20 jährigen Stockausschlags übernehmen die Wald— eigenthümer. Nähere Auskunft ertheilen die einschlägigen Forstbeamten und Gemeindevorstände; das Forstschutzpersonal ist angewiesen, jeder Zeit auf Anmelden, die Lohschläge vorzuzeigen. Markt- Anzeige. 816 Der diesjährige erste Schweinemarkt dahier wird Freitag den 19. d. Mts. abgehalten, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Rodheim am 13. Marz 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim Jae o bi. 820 Samstag den 20. d. M., Abends 7 Uhr, hält das landwirthschaftliche Kränzchen von Melbach, Soͤdel und Wölfersheim eine Hauptversammlung dahier in dem Saale des Gast— wirths W. Philippi ab. Gegenstände der Berathung sind: 1) landwirthschaftliche Buchführung und 2) die Ernährung der Pflanzen. Sowohl die Mitglieder des Vereins als auch alle Freunde der Landwirthschaft werden hierdurch freundlichst eingeladen. f Melbach am 15. März 1869. Keil, Buͤrgermeister. 840 Zum Abonnement auf das mit dem 1. April 1869 beginnende Neu- Abonnement für den Frankfurter Anzeiger Ae weer e ben F ein„ Abonnements-Preis per Quartal: 1) in Frankfurt a. M. von der Verlags-⸗Expedition zu beziehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bapern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowie in den Staaten des Norddeutschen Bundes außer Preußen 27 Sgr.— 1 fl. 35 kr. 3) in ganz Preußen: 1 Thlr. 2¾ Sgr. = I fl. 55 kr. Erscheint täglich außer Montags. Dieses Blatt bringt, ohne irgend wie Partheizwecke zu verfolgen, in möglichst gedrängter Weise eine vollständige Uebersicht der Ereignisse auf der Weltbühne und sucht in der Schnelligkeit seiner Mitthellungen keinem anderen größeren Blatte nachzusteben. Außerdem enthält dasselbe wöchentliche Berichte üder die Fluctuatlonen der Staatspapiere, Colontalwaarenberichte, und die Preisnotirungen der hiesigen Productenbörse und des Vieh— markts, ebenso wie es die Resultate der jeweiligen Staatslotterie-Ziehungen mittheilt. Auch bringt es regelmäßig dle für das größere Publikum Intetesse bietenden Bekanntmachungen der Behörden. Die läglich beigegebenen Famili nbl 5 tter zu dessen Mitarbeitern die bellebtesten Schriftsteller Deutschlands zählen, werden sich E 0 nach Verhältniß ihres Raumes mit Allem befassen, was im Bereich der Belletrtsttk, der Kunst und Wissenschaft liegt. In erate find bei dem ausgebreiteten Leserkreis dieses Blattes von dem günftigsten Erfolg für den Aufgeber.— Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt a. M. im März 1869. Bestellungen nehmen an alle Poflämter und in Frankfurt a. M. die Expedition, Buchgasse 3. Bekanntmachung 0 Arbeits-Versteigerung. 830 Mittwoch den 31. März d. J., Nachmittags 832 Die am 11. d. Mis. dahter abgehaltene Arbeits⸗ 1 Uhr, werden auf dem Burgwalle circa 50 Haufen Ausputzholz sowie 6 Eschenstämme von 7— 12“ 25—307 Länge. 8 Ahorn- und Ulmenstämme von 6—8“ Durchm. und 20-25“ Länge, 0 50 Tannenstangen von 20 25“ Länge, 17 Ulmen- und Eschenstangen von 10— 20“ Länge, 1 starker Eschenstock, zu Werkholz brauchbar, öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Friedberg den 15. März 1869. Großherzogliches Rentamt Friedberg kee Durchmesser und Dank sagung. 836 Allen unseren Freunden, die uns am Tage unseres fünfzigjäbrigen Jubelfestes mit ihrem Besuche beehrt baben, sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank und bitten, uns auch fernerhin ihre Freundschaft zu bewahren. Schwalhelm am 17. März 1869. Martin Relmer. Margaretha Reimer, geb. Dieß. versteigerung ist genedmigt, was hiermit den Accordanten bekannt gemacht wird. Bönstadt den 15. März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt Geibel. Saupt- Depot euglischer Original-Landwirthschaftlicher Maschinen und Geräthe, 751 als: Häckselmaschine, l, 2. 3 Schneider, Hafer⸗ quetsch., Maͤh⸗ und Sämaschine, Rüdenschneider, Oel- kuchenpresser, Rasenmäbmaschine, Pfläge, Eggen ze. ꝛc. zu Fabrikpreisen bet Joh. Fachs, gr. Galusstr. 9 in Frank furt a. M. Preiscourant werden franco zugesendet. Ein braver ordentlicher Zunge 737 wird ais Kellnerlehrling gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Ackerbauschule zu Friedberg. 833 Nächsten Samstag den 20. d. M., von Vormittags 9½ Uhr und Nachmittags von 2 Uhr an, findet in dem Saale der drei Schwerter dahier die öffentliche Prüfung der Ackerbauschüler statt, mit welcher zugleich eine Ausstellung von circa 135 Getreidesorten, 180 Obstsorten, Modellen, Apparaten und sonstigen Lehrmitteln verbunden wird. Indem wir die Eltern der Zöglinge, die Herren Landwirthe und Lehrer des Kreises, sowie alle Freunde der Landwirthschaft dazu ganz ergebenst einladen, sehen wir einer recht zahlreichen Bethei— ligung entgegen. Friedberg, 15. Marz 1869. Anzeige. Meinen geehrten Kunden und Allen an Augenschwäche Leidenden die ergebene— 605755 ichere Dr. Henkelmann. 828 daß ich seit dem 16. d. M. dahier eingetroffen bin und im Hotel Schott wohne. Sprechstunden Morgens von 8—9 Uhr, Nachmittags von 12—2 Uhr. Hof⸗Optikus L. Lehmann aus Wiesbaden. Friedberger Bergbau- Gesellschaft. 831 Die diesjaͤhrige General-Versammlung der Herren Actionäre der Friedberger Bergbau— Gesellschaft findet Mittwoch den 31. März 1869, Nachmittags 3 Uhr, im Hotel Trapp in Friedberg i. d. Wetterau statt. Nach F. 23 der Statuten müssen diejenigen Herren Actionäre, welche als stimm— führendes Mitglied theilnehmen wollen, ihre Actien wenigstens drei Tage vor der Zu— sammenkunft am Sitze der Gesellschaft in Friedberg bei Herrn Director Stifft oder bei dem Bankhause Carl Kalb Sohn in Wiesbaden deponiren und dient die Bescheinigung der Hinter— legung der Titel als Einlaßkarte in die Versammlung. Friedberg i. d. Wetterau den 18. März 1869. Der Grant Geschäfts- Empfehlung. 834 Einem geehrten Publikum empfehle ich mich zur Anfertigung von landwirthschaftlichen Maschinen, als: Häckselmaschinen, Kartoffel-, Dickwurz- und Schrotmühlen ic. Gußeiserne Pumpen. Reparaturen billigst und schnell. Nähmaschinen verschiedener Construction, sowie Reparaturen an denselben werden sorgfältigst ausgeführt. Heinrich Mondigler, Mechaniker, N n ch st de m Bahnhof. Geschäfts-Empfehlung. 837 Zum Schneiden von Stammholz per[J! 1 kr., Brennholz je nach Schnitt bis zu 40 kr. per Stecken, Stangenholz zum Einzaunen von Gärten per 5 lfd.“ 1 kr., ferner im Aufertigen von Kisten und Kistchen aller Art zu moͤglichst billigen Preisen halte ich mich stets empfohlen 2. Rodaug. F ue n er da b r i 5 Versteigerungs Anzeige. Montag den 22., Dienstag den 23., Mittwoch den 2/. u. Donnerstag den 25. März, 823 jeden Tag Vormittags 9½ Uhr und Nachmittags 2½ Uhr, werden in Auftrag des Herrn Victor Fay und wegen Geschäftsaufgabe nachverzeichnete sehr gut gehaltene Mobilien und Wirthschafts⸗Utensilien, als: Möbel in Nußbaum: 5 Causeuses, 5 Canapees, verschiedene Polster Stühle, 10 ovale und 5 eckige Tische, 24 Nachttische, 16 Waschtische, 20 Spiegel, 8 Kleiderschränke, 5 Secretäre, 2 Spieltische, 2 Damenschreibtische, 3 Commoden, 8 Sessel, 1 engl. complettes Bett und 32 complete Betten, ferner Leinengeräth: Tischtücher, Servietten, Vorhänge, Bett- und Sophavorlagen, Cocoslaufer, Tischdecken, große und kleine Wirthstische, 1 Buffet, 7— und Strohstühle, Kleiderhängen, 3 Uhren, Rouleaur, Kupfer, Messing, Porzellan, ein⸗, Wasser⸗, Bier- und Seidelgläser, Kofferstühle, Garderoben, Ofenschirme, Küchen⸗Utensilien, Messer, Gabeln, neusilberne Huiliers und in Holzgestellen, Wein⸗Kühler, neusilberne Eß⸗ und Kaffee⸗ löffel, diverse Gas, Lüstres, 1 Eisschrank, 1 Eiskiste, 1 Geraͤthpresse, 1 Stoßkarren, 1 großes und 2 kleine Wirthsschilder, 1 großer Kaffeebrenner, serner Gartenmödel, als: Kische, Stühle, Bänke, Laternen, Glocken, Gaseandelabres, 1 eiserne Geldliste, 1 verschiedene Gegenstände in der Behausung a 5„Zur Ostendhalle“, Hanauer Landstraste 38, oͤffentlich gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert. Frantfurt a. M. im März 1869. J. Ruttmann, Ausrufer. Obige Gegenstände können 8 Tage lang, vor der Versteigerung, Vor- und Nach- mittags angesehen werden. a Gaslampen mit großer Steinkohlenkasten und sonstige 819 Wicken zu sehr billigen Prelsen bei Jiederkranz. a Tanzkränzchen im Saale des Hotel zu den drei Schwertern. Beginn 7½ Uhr. Friedberg. Der Vorstand. Hankfurter Pferdeloose 818 zu 1 fl. 45 kr. find zu haben bet Jakob Stern ech Usagasse. Wagendiele 838 von jeder Länge und Brette sind stets vorräthig. L. Rodaug, Fo urn lr Fabrik. ö Die als vorzüglich bekanate Schwarze Kaiser-Cinte ist in Flaschen à 8 und 14 kr, stets zu haben bei Bindernagel& Schimpff. Für Confirmanden 801 emxfeble eine schöne Auswahl gestickter Taschen⸗ tücher, Manschetten, Kragen, Halsbinden, Corseten und Crinolines, Haudschuhe ꝛc. ꝛc. zu billigen Preisen. K. Friedrich neben der Post. Hoggen-& Weizenkleie, 735 bester Qualttät, empfiehlt billtast 2 Löb Straus. Ein Schmiedgeselle 821 findet dauernde Beschäftigung bei. Ehr. Ritzel, Hof ⸗ Schmied. Zur Aussaat 805 reine Wicken. Erbsen und Hafer bei L. Stern neben dem Landgericht. 667 empfiehlt zu der nächsten Aussaat Bad Nauheim. Jacob Schimpf. Ein braves Mädchen, 839 welches bürgerlich kochen kann, wird auf Ostern in Dlenst gesucht. Näberes bei der Expedition d. Bl. Ein braves Dienstmädchen 829 wird zu Ostern gegen guten Lohn auf einen Hof hesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 50 bis 60 Ctr. gutes Hen 825 hat zu verkaufen. g Reichelsheim. Küfer Kornmann. 826 150 Etr. Heu, 15 Etr. Grummet, 17 Stecken Buchen ⸗Scheitholz J. Classe hat zu verkaufen Pfarrer Erdmann zu Langenhain. Reine und Erbsen Jakob Stern Usagasse. Korn 8 fl. 40 tr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 6 fl.— kr. Korn 9 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 45 kr. Korn 9 fl. 7 kr.; Gerste 7 fl. 54 kr.; Hafer 5 fl. 43 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 16 fl.— kr.; Kartoffeln 2 fl. 15 kr. 8 fl. 53 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 10 kr.; Kartoffeln 2 fl. 24 fl.— tr. Frucht preise. per Malter. Friedberg, 17. März. Waizen 11 fl. 25 tr., Frankfurt, 15. März. Waizen 11 fl. 50 tr.; Grünberg, 13. März. Waizen 11 fl. 32 tr.; Mainz, 12. März. Waizen 11 fl. 43 tr.; Korn — kr.; Roggenstroh per 100 Gebuns Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Kleelaamen