icht. n publikum der 2. d. N werde. Au dien d. N mei ergebe turm, Darmfiabt der hiesen zu tiper St. ends 7 lx, mn Sitei lehrt th, Le niit ge, arm sogleich 1869. Samstag den 17. April. 1 44. Oberhessischer Anzeiger. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt, Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Be Christian von Rainrod ist gewiesen worden. Friedberg den 13. April 1869. Heil Amtlicher Theil. Nan tem a ch wegen Verfehlung gegen die Dienstbotenordnung aus diesseitigem Kreise auf 1 n g-. 5 Jahr aus⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt. Das Großberzogliche Regierungsblatt Nr. 11 enthält: I. Gesetz, die Ausdehnung der über das Pfandrecht und andere Vorzugsrechte der Gläubiger in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen bestehenden Gesetze auf die durch den Friedensvertrag vom 3. September 1866 er⸗ worbenen Gebietstheile betreffend. II. Verordnung, die Localabtheilungen der Werth- und Schadenersatz⸗Tarife bei Forstfreveln betreffend. III. Verordnung, die polizeiliche Aufsicht über die Riedbahn betreffend. IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Unterstützung der bedürstigen Familien zum Dienste einberufener Reserve- und Landwehr-Mann⸗ schaften betreffend. V. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 20. Jan. d. J. hat sich der einjährig Freiwillige Gesreite Heinrich Schreger aus Darmstadt bei Gelegenheit der Rettung eines Knaben, welcher zuf dem großen Wooge durch das Eis gebrochen war, durch muthvolles und ent— schlossenes Benehmen ausgezeichnet. VI. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial— Direktion Oberhessen, die Wahl der Geschwornen in der Provinz Ovberhesseu für 1870 betreffend. VII. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial— Dirrktion Ieheinhessen, die Wahl der Geschwornen in der Provinz Rheinhessen für 1870 betreffend. VIII. Bekanntmachung Großh. Commission für Post⸗ Angelegenheiten, die Correspondenz nach Schweden betr. IX. lukersicht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürsnisse der israelttischen Religionsgemeinden des Kreises Mainz. X. Uebersicht der für das Jahr 1869 von Großherzog— lichem Mintsterium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-⸗Bedürfnissen in den Ge— meinden des Kreises Gießen.. XI. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 26. März dem Commerzienrath Franz Schott zu Mainz die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj dem König von Bayern verliehenen Ritter⸗ kreuzes erster Klasse des Verdienstordens vom heiligen Michael zu ertheilen. XII. Namens veränderungen. XIII. Ertheilung von Erfindungspatenten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht, nachstehende Erfindungspatente zu ertheiten: am 20. März dem Civil⸗ Ingenieur Peter Barthel aus Büttelborn auf das durch Beschreibung näher erläuterte Verfahren um Benzol aus Steinkohlengas abzuscheiden;— dem Direktor des Eisen— noerks Kaiserslautern F. C. Euler zu Katserslautern auf die durch Zeichnung, Beschreibung und Muster näher er- läuterte Methode zur Darstellung von feuerfesten, unzer⸗ Erechlichen gußeisernen Kochgeschirren;— dem Mechaniker Jos. Vict. Combe zu Rouen auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines hydrau— lischen Apparates zum Pressen von Horn, Leder und Inderen Stoffen;— am 23. März d. J. dem Jacob Weitzel V. in Ober⸗Ingelbeim auf die durch Beschreibung Zäher erläuterte Composition zur Umhüllung von Dampf⸗ zesseln, Dampfleitungsröhren c.;— dem Maschinenmeister Victor Pohlmeyer zu Belzdorf auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construklion eines Ein⸗ pritzers zur Förderung heißen Wassers für Kesselspeisung; — am 3. April dem Maschinensabrikanten Joh. Philipp klein in Offenbach auf die durch Zeichnung und Beschrei⸗ dung näher erläuterte Vorrichtung zum selbstthäligen Auf legen der Haare auf die Blasmaschine für die Hutfabrikation, ämmtlichen auf deren Nachsuchen und unter dem Vor⸗ dehalte, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekaunt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, dem F. C. Euler währeno des nächsten Jahres, den übrigen während der rächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums. XIV. Dienstnachrichten. S. R. H. der Großherzog zaben allergnädigst geruht: am 20. März dem Schullehrer u der evang. Schule zu Hartmannshain Rambaud die rlebigte evang, Schulstelle zu Eckarbsborn,— dem Schul— amts⸗Aspiranten Bernhard aus Muschenheim die erledigte evang. Schulstelle zu Burkhardsfelden zu übertragen— und den von dem Herrn Fürsten zu Solms-Brannfels auf die erledigte evang. Schulstelle zu Bellersheim präsen⸗ tirten Schulamts⸗Aspiranten Bangel aus Wölfersheim für diese Stelle zu bestätigen;— an demselben Tage dem Schulamts-Aspiranten Schopp aus Wonsheim die erledigte evang. Schulstelle zu Undenheim zu übertragen;— am 23. März dem Pfarramtscandidaten Fischer aus Gundern⸗ hausen die evang. Pfarr- und Schulstelle zu Busenborn zu übertragen;— an demselben Tage den Professor an der Königlich Preußischen Gewerbe- Akademie zu Berlin Rudolf Werner zum ordentlichen Professor an der poly technischen Schule, insbesondere für das Lehrfach der Maschinen-Baukunde— und am 25, März den Lehrer an der Königlich Preußischen Gewecbe⸗Akademie zu Berlin, Dr. Otto Roquette, zum ordentlichen Professor an der polytechnischen Schule, insbesondetre für das Lehrfach der Geschichte, der deutschen Sprache und Literatur zu ernennen; — am 27. März dem Schulamts-Aspfranten Greb aus Flaschenbach die evang. Schulstelle zu Holzmühl zu über⸗ tragen;— an demselben Tage dem evang. Pfarrer zu Horrnweiler Georg Fuchs die evang. Pfarrstelle zu Appen⸗ heim zu übertragen:— am 3. April den Ministerial⸗ secretär I. Klasse Ottmar Göring zum. Mitglied der Prüfungs-Commission für das Finanz- und technische Fach zu ernennen. XV. Charakterertheilung. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst gerubt: am 23. März dem Lehrer an dem evang. Schullehrer⸗Seminar zu Friedberg Carl Thurn den Charakter als Professor der Musik zu verleihen. XVI. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. März den Schullehrer an der 3. evang. Schulstelle zu Wimpfen am Berg Ludwig Usinger,— am 20. März den Kanzleidiener bei dem Obergerichte der Provinz Rheinhessen Wilhelm Rausch, auf deren Nachsuchen,— den Bibliothekar an der städtischen Bibliothek zu Mainz Dr. phil. Philipp Hedwig Külb,— am 27. März den Schullehrer an der ersten Elementarschule zu Schlitz Johannes Konrad Bechtold unter Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen treu geleisteten Dienste, auf sein Nachsuchen— und den Schul⸗ lehrer an der zweiten Klasse der Stadimädchenschule zu Gießen Friedrich Carl Beck, unter Anerkennung seiner viel⸗ jährigen treuen Dienste;— om 31. März den Locomotiv— sührer bei der Main⸗Neckar-⸗Eisenbahn Nikolaus Dieter, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellurg seiner an⸗ gegriffenen Gesundheit;— am 3. April den Ortseinnehmer 2. Classe Georg Wilhelm Leo zu Neu-Ysenburg unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste, auf sein Nachsuchen. XVII. Concurrenz für: die erledigte Pfarrstelle zu Grebenau mit einem Gehalte von 581 fl. 45 kr. XVIII. Gestorden sind: am 26. Februar der Schul⸗ lehrer Burt zu Crainfeld;— am 15. März der Schul⸗ lehrer Ringelshäuser zu Reinheim;— am 25. März der Großherzogliche Ober⸗Rechnungsrevisor der 2. Justificatur⸗ Abtheilung der Großherzoglichen Ober-Rechnungskammer Gerhard zu Darmstadt;— am 27. März der Großberzogl. Oberförster Baltz zu Darmstadt;— am 11. April der Großh. Hauptzollamts⸗Rendant Hisgen zu Offenbach. — Das Gr. Regierungsblait Nr. 12 enthält: Bekanntmachung, die Ausgleichung der Kriegskosten des Jahres 1866 betreffend. Die Kriegskostenschuld im Betrage von 618,632 fl. 12 kr. vertheilt sich, nach Ver⸗ hältiniß des Gesammt-Steuerkapitals für 1867, auf die einzelnen Provinzen, wie folgt: Starkenburg 214.335 fl. 41 kr., Oberhessen 171,974 fl. 46 kr., Rheinhessen 232,321 fl. 45 kr., und sind bekanntlich für einen Gulden des pflich— tigen Steuerkapitals rund 2½ Kreuzer beizutragen. Die getragene Kriegslast bettägt in Starkenburg 485,782 fl. 49 kr., in Oberhessen 49 975 fl. 5 kr., in Rheinhessen 115,532 fl. 6 kr. Herauszuzahlen sind von einzelnen Gemeinden Starkenburgs 48,940 fl., Oberhessens 135,678 fl. 36 kr., Rheinhessens 160,537 fl. 6 kr.; zu empfangen in Starkenburg 320,387 fl. 8 kr., Oberhessen 18,678 fl. 55 kr., Rheinhessen 43,747 fl. 27 kr. — Die Landgerichts-Assessoren Emil Weber in Schotten und Hermann Langsdorff in Offenbach sind in den Ruhestand versetzt worden; letzterer auf Nachsuchen wegen geschwächter Ge— sundheit bis zu seiner Wiederherstellung. — Rittmeister v. Sanders im 1. Reiter⸗ Regiment, sowie Rittmeister v. Ricou vom 2. Reiterregiment sind zu Majors ernannt; Oberst— lieutenant und Landwehrbezirkscommandant Pabst hier und deßgleichen Gandenberger in Gießen haben den Charakter als Oberst, sowie der Haupt— mann in Pension Herpel als Major erhalten. — Die hessische Ludwigsbahn denkt an noch weitere Vergrößerung des Bahnnetzes in Hessen. Bekanntlich tritt Hessen seinen Antheil an der Frankfurt⸗Offenbacher Bahn an Preußen ab, und dieselbe soll bis Hanau weitergeführt werden. Der Verwaltungsrath der hessischen Ludwigsbahn hat nun mit der preußischen Regierung Verhand- lungen eingeleitet, wonach die auf dem rechten Mainufer laufende Frankfurt- Hanauer Bahn in den Besitz Preußens übergehen, die hess. Ludwigs⸗ bahn dagegen aber die Frankfurt- Offenbacher Bahn mit dem Rechte des Weiterbauens bis Hanau und der Einmündung in die dort zusam⸗ mentretenden Bahnen erhalten soll. Kommt dieser Tausch zu Stande, dann beabsichtigt die hessische Ludwigsbahn eine Bahn von Offenbach nach Babenhausen zu bauen und hierdurch ihre bereits begonnene sogenannte Odenwaldbahn direct mit Frankfurt in Verbindung zu setzen. — In Folge Ministerialerlaß ist die bisherige technische Schule nunmehr geschlossen und tritt mit Beginn des Sommercursus die polptechnische Schule ins Leben. Die Anstalt kann jedoch nach der vorgeschriebenenen Organisation zur Zeit noch nicht eröffnet werden, da einzelne Lehrerstellen noch unbesetzt sind; die allgemeine Schule, die Ma— schinenbau- und die chemisch-technische Schule sind jedoch bereits ins Leben getreten. — Die am 22. d. in Berlin beginnende Conferenz in Angelegenheiten der Vereine für die Pflege verwundeter und erkrankter Krieger im Felde wird von Seiten des hiesigen Hülfsvereins durch dessen Präsidenten, den großh. Hofgerichts⸗ Assessor Dr. Weber, beschickt werden. Hofgerichts⸗ Advocat A. Buchner II., welcher den hiesigen Verein auch früher in Würzburg und anderen Orten vertreten, wird denselben begleiten. Friedberg. Der Commandeur unserer Division, Prinz Ludwig, war am 16. d. hier anwesend und nahm die Inspicirung unserer Garnison vor.— Wie verlautet, sollen Mitte August die Manöver der Hessischen Division dies- mal in der Provinz Oberhessen und zwar vor- nämlich in den Kreisen Friedberg und Büdingen abgehalten werden. Die Uebungen dauern dis zu den ersten Tagen des Septembers. H. Mainz. Wir verfehlen nicht das auswärtige Publikum auf die Verhandlungen aufmerksam zu machen, welche kommenden Dienstag den 20. d. vor dem hiesigen Schwurgerichte stattfinden werden — es wird nämlich die Anklage gegen Schäfer von Bretzenheim wegen des Verbrechens des an seiner Frau verübten Giftmordes verhandelt. Die Verhandlung bietet voraussichtlich in psychologischer Beziehung interessante Momente dar und gibt Material zu einer Vergleichung mit dem Prozeß gegen Jacobi und Chorinsky. Die Vertheidigung ist, wie wir hören, in den Händen des Herrn Dr. Lambinet, der sich schon bei verschiedenen Gelegenheiten als bedeutender Redner ausgezeichnet haben soll Ob er diesmal seiner Aufgabe ge- wachsen sein wird, darauf werden wir spaͤter zurückkommen. Wir unterlassen nicht daran zu erinnern, daß dieser junge Gelehrte namentlich auf dem Juristentag zu Wien durch einen Toast die allgemeine Aufmerksamkeit erregt hat. Im Preußen. Berlin, 13. April. Reichstag gelangte heute der Bundeshaushaltsetat für 1870 zur ersten Berathung. Präsident Del⸗ brück theilt mit, daß drei Entwürfe zur Erhöhung der eigenen Einnahmen des Bundes dem Bundes rathe vorliegen, nämlich in Betreff der Brannt— weinsteuer, der Aufhebung der Portofreiheit und der Einführung des Wechselstempels. Die beiden ersten Vorlagen werden dem Reichstage in dieser Woche zugehen, das Wechselstempelgesetz jedoch noch nicht. Was die Zehn⸗Millionen-Anleihe betreffe, so glaube er nicht, daß die Bundes- Regierungen Willens seien, die Matrikularbeiträge um diese Summe zu erhöhen. Die Ueberweisung des Etats an die Commission wird abgelehnt. — Die„Prov.⸗Corresp.“ begrüßt die Rede Lavalette's als ein Ereigniß, welches segensreichen Einfluß auf die Stimmung in Europa ausüben werde. Diese Aeußerungen des Ministers, kurz vor den Neuwahlen, seien zugleich eine neue Be— währung der selbstbewußten inneren Kraft der kaiserlichen Regierung und da sie ersichtlich dem Geiste des französischen Volks entsprechen, eine wirkliche Friedensbürgschaft. — Die Auswandernng ist fortwährend außer— ordentlich stark. Vorige Woche gingen 2000, vor einigen Tagen 1000 Personen hier durch nach Hamburg und Bremen. Weitere Zuzüge sind bis ia den Spätsommer angesagt. Siegen. Die Stadt Siegen hat ein großes Brandunglück betroffen. Der Klubb, ein Complex von 26 Häusern, im Mittelpunkt der Stadt, in einer Doppelreihe mit der Rückseite aneinander gebaut, der älteste Stadttheil, ist ein Raub der Flammen geworden und nur noch ein Schutthaufen. Das Feuer, dessen Entstehen bis jetzt noch un— bekannt ist, griff mit einer solchen rapiden Schnelligkeit um sich, daß in kaum einer halben Stunde die 26 Häuser sämmtlich brannten. Marburg. Sanitätsrath Dr Horstmann, seit langen Jahren an unserer Universität als Privatdocent thätig und namentlich das Fach der gerichtlichen Medicin in ausgezeichneter Weise ver⸗ tretend, ist zum Professor ernannt worden. Bayern. München. Die Nachricht des „Wiener Fremdenblattes“, daß Preußen verlange, daß die süddeutschen Staaten ihm auch im Frie⸗ den den Oberbefehl über die Truppen übertragen sollen, ist, wie aus bester Quelle versichert wird, gänzlich unbegründet. Baden. Mannheim. Nach einer Corre- spondenz des„Schw. M.“ aus Chicago will Friedrich Hecker demnächst Deutschland besuchen. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ meldet, daß der Kaiser durch den demnächst nach Florenz zurückkehrenden österreichischen Gesandten Baron v. Kübek dem Könige von Italien das Großkreuz des Stesans⸗Ordens und dem Kronprinzen Hum⸗ bert das goldene Vließ übersendet. Letzteres besitzt Victor Emanuel bereits. — Die polnische Fraktion des Abgeordneten— hauses hat, wie verlautet, in einer stürmischen Clubsitzung beschlossen, daß sämmtliche polnische Abgeordnete, wenn die Hauptpunkte der Resolution des galizischen Landtags auch von dem Plenum des Abgeordnetenhauses verworfen werden, an den ferneren Berathungen nicht mehr theilnehmen und in die Heimath zürückkehren sollen. Schweiz. Beyn. Das eidgenössische Militär- Departement hat den Bericht über seine Geschäfts⸗ führung im Jahre 1866 veröffentlicht. Laut demselben betrug die schweizerische Armee am 31. Dezember v. J. im Ganzen 200,020 Mann, von denen 35,138 Mann auf den Auszug, 50,559 auf die Reserve und 64,323 auf die Landwehr kommen. Nach den Waffengattungen vertheilen sie sich, wie folgt: 2044 Genie, 868 Pontonniere, 451 Guiden, 4070 Dragoner, 14,116 Scharf schützen und 160,336 Mann Infanterie. Mit Inbegriff von 15,000 Peabodygewehren waren ultimo Dezember im Ganzen 126,993 Stück vor⸗ räthig. Die ordentlichen Ausgaben endlich betrugen im Jahre 1868 2,300,000 Fr., die außerordent⸗ lichen 140,000 Fr. — Der Bau der St. Gotthards-Bahn ist also definitiv beschlossen, und zwar will man die tiefe Linie mit einem Tunnel einer Uebergangs— linie vorziehen. Dieser lange Tunnel würde, zwischen Göschenen und Aiolo, eine Länge von 14,300 Meter haben und in 8 Jahren vollendet werden können. Man rechnet bei der tiefen Linie auf größere Sicherheit, Regelmäßigkeit und Be— quemlichkeit des Betriebs und auch um viermal geringere Betriebskosten, als bei der oberen Linie. Frankreich. Paris. Im gesetzgebenden Körper erklärte der Kricgsminister Marschall Niel bei Vertheidigung der Nützlichkeit der großen Militär-Commando's, in achttägiger Frist 600,000 Mann auf den Kriegsfuß stellen zu können, constatirt aber die Beurlaubung von 28,000 Mann des Contingents und von 11,000 Freiwilligen in die Heimath. — Der„Constitutionnel“ veröffentlicht einen Brief Persigny's, datirt den 13. April, worin derselbe die Gerüchte über angebliche ministerielle Combinationen welche Persigny anriethe oder an welchen er Theil habe, dementirt.— Der gesetz— gebende Körper verwarf ein Amendement, welches Beseitigung der kaiserlichen Garde und Herab— setzung des Efsectivstandes der Armee verlangte. „ Die spanische Regierung hat mit den Häusern Gebr. Sulzbach in Frankfurt a. M. und Oppenheim, Alberti und Comp. dahier, im Vereine mit der Banque de Paris, der Société générale, Mallet und der von Stern repräsentirten Gruppe eine Anleibe von 250 Millionen effektiven Franken in 3 proc. Exterieurs abgeschlossen. — Ein Beleg für die Verschwendung von Staatsgeldern in Frankreich möge in folgenden übertrieben hohen Gehalten gefunden werden. Es erhalten: der Herzog von Magenta etwa 140,000 fl. jährlichen Gehalt und daneben noch Dienstwohnung, Pferderationen und soastige Neben-Einnahmen; der Marschall Vaillant 110,000 fl.; Marschall Niel etwa 90,000 fl. u. s. w. u. s. w. ä Belgien Brüssel. Hiesige Blätter zeigen eine bedeutende Verschlimmerung in dem Zustande der Ex-Kaiserin von Mexico an. Man muß sie streng bewachen und das Schloßgitter in Laeken schließen, da sie erst unlängst einen Fluchtversuch gemacht hat. Großbritannien. London. Das be⸗ kannte rad icale deutsche Blatt„Hermann“, welches seiner Zeit Prof. Kinkel dahier gründete, ist aus Mangel an Mitteln in andere Hände über⸗ gegangen und wird von jetzt an diese Zeitung für Preußen und den Nordbund eintreten. Spanien. Von allen Provinzen Spaniens ist es Andalusien, und unter allen andalusischen Städten wieder Sevilla, wo der Versuch dem Grundsatze der Glaubensfreiheit und freier Re— ligionsübung Geltung zu verschassen bis jetzt den meisten praktischen Erfolg gehabt hat. Zur Abend⸗ andacht am Charfreitag waren in der evangelischen Kapelle nicht weniger als 500 Personen versam— melt, und 180 empfingen das Abendmahl. Am Ostersonntag war der kleine Saal überfüllt, so daß man, wie in Madrid, sich bald nach einem größeren Raum wird umsehen müssen. In Se— villa und Cordova, sowie in anderen Theilen Andalusiens, geht diese religibse Bewegung schon deßhalb rascher als im übrigen Spanien, weil der Boden schon seit länger vorbereitet war. — In Ex wiederung auf eine Anfrage erklärt Serrano, amtliche Kenntniß von einer Depesche zu haben, nach welcher die Lage auf Cuba sich verschlimmert habe.— In einer Versammlung von Progressisten erklärte Prim Maßen, daß er niemals einer bourbonischen oder tarlistischen Restauration dienen werde, und for⸗ derte die Anhänger der September Revolution zum festen Zusammenhalten auf, damit die Freiheit keinen Schaden leide. Portugal. Lissabo n. Sämmtliche Blätter tadeln energisch die Abfassung des Tele gramms der portugiesischen Regierung bezüglich dee Weigerung Dom Fernando's. Italien. Florenz. Die„Italia militare“ veröffentlicht den Entwurf einer neuen Armeeorga⸗ nisation. Die Armte soll danach künftig einge: theilt werden in die Activ⸗Armee und die Reserve. Gesammtmacht 620,000, wovon 400,000 Mann die Activ⸗Armee bilden. Die Bildung der Reserve soll provinzweise geschehen. Rußland. Nach einem Circularschreiben der geheimen Polizei in Warschau an sämmtliche Polizei- und Zollbehörden an der österreichischen und preußischen Grenze soll es wiederholt vor— gekommen sein, daß im Ausland erschienenen, in Rußland aber wegen hochverrätherischer oder revelutionärer Tendenz verbotenen Büchern Titel blätter und einige Anfangsseiten erlaubter Schriften vorgedruckt waren, wodurch die Bücherrevisoren getäuscht und die verbotenen Drucksachen ohne weitere Beanstandung nach dem Innern Rußlands und Polens spedirt wurden. Das Rundschreiben empfiehlt daher den Grenzbehörden die schärfste Ueberwachung dei Einfuhr von Büchern. 5 Friedberg. Die Vorbereitungen zu der nahe bei Darmstadt unter dem Protectorat der Frau Prinzessin Ludwig zu gründenden Blödsinnigen⸗Anstalt sind jetzt so weit gediehen, daß dieselbe voraussichtlich im August d. J. eröffnet werden wird. Zum Lehrer und Vorsteher dieser Anstalt ist, nachdem Hr. Taubstummen⸗Lehrer Billasch dahier ein ihm gemachtes vöchst ehrenvolles Anerbieten Familienverhältnisse wegen abgelehnt hat, Hr. Lehrer Roth von Ober⸗Seemen, ein in jeder Beziehung tüchtiger Schumann von dem Vorstande des Vereins für Gründun einer Idioten-Anstalt ernannt worden. Derselbe wird si zum Zwecke der genaueren Bekanntmachung mit der Er⸗ ziehungsweise der Blödsinnigen demnächst zu einem länge⸗ ren Aufenthalte in die Blödsinnigen Anstalt zu Langen⸗ hagen bei Hannover begeben.— Wenn man bedenkt, daß einige Hundert Blödsinnige in unserm Lande und zwar saft alle in den ärmlichsten Verhältnissen sich beftuden, so wird man gewiß die baldige Eröffnung der genannten Anstalt mit Freuden begrüßen, und wied jeder nach Ver ⸗ mögen dazu beitragen, daß die Aust ill, welche ausschließ⸗ lich durch milde Beiträge unterhalten werden soll, in den Besitz der Mitiel kommt, welche erforderlich sind, um schon von vornherein einer großen Anzahl, später aber allen diesen Unglücklichen Hülfe angedeihen lassen zu können. Es wird darum gebeten, den Collecteur der An⸗ stalt, welcher sich gegenwärtig in unserer Stadt befindet, von wo er sich in alle Orte unserer Provinz begeben wird, nicht leer aus dem Hause ziehen zu lassen. Auch die kleinste Gabe wird mit Dank angenommen. * Friedberg. In der Nacht vom 15.— 16. d. wurde in einem Bosquek des hiesigen Bahnhofes ein eiwa 8—10 Tage altes Kind aufgefunden. Dasselbe war in ein weißes Kopftissen gehüllt. Man hat den kleinen Passagier, wie verlautet, vorläufig in dem hiesigen städtischen Krankenhaus untergebracht. Friedberg. Am Donnerstag⸗Abend hald 9 Uhr beobachtete man hier und in Nauheim in nordwestlicher Rich⸗ tung eine sehr lebhaft rothe Färbung des Himmels, welche längere Zeit sichtbar war; höchst wahrscheinlich ein Nordlicht. E. Nauheim. Die Badesaison hat hier bereiis be⸗ gonnen, wenn vorläufig auch nur von unserer Jugend srequentirt. Bei einem Spaziergange nach Friedberg am Nachmittage des 14. d. sahen wir nämlich einen Trupp Knaben in den jedenfalls noch etwas kühlen, bescheidenen Wellen der Usa zwischen hier und Friedberg herumplätschern. Die früben Badegäste schienen Schulknaben zu sein. Man darf wohl annehmen, daß die Bäder ohne elterliche Er⸗ laubniß genommen werden, was oen Einsender zu dieser öffentlichen Mittheilung an die betreffenden Eltern veranlaßt. Frankfurt. Der zweite Pferdemarkttag fiel erheb⸗ lich desser als der erste aus. Tüchtige Lücken wurden in den Pferdebestand der Händler geschlagen. Auch unter den auf den öffentlichen Plätzen aufgestellien Arbeits- pferden mittleren und leichteren Schlags wurde aufgeräumt; namentlich hatten sich viel Landleuke zur Deckung ihres Bedarfs daselbst eingesunden. Frankfurt. Nach den statistischen Ausweisen der norddeutschen Postverwaltung war der Briefverkehr im vorigen Jahre von allen Orten des norddeutschen Post⸗ bezirks in Frankfurt iaativ am stärksten, denn auf jeden Einwohner kamen durchschnitllich 54 Briefe. Mainz. In der heutigen Assisen⸗ Sitzung wurde gegen Ernst Blum, 20 Jahre alt, früher Spenglerlehrling, jetzt ohne Gewerbe zu Mosbach in Baden wohnhaft er⸗ kannt. Derselbe war angeklagt, zu Bingen in dem Hotel zur Belle vue, wo er unter dem Namen eines Baron von Katz einlogirt war, zum Nachtheil eines neisenden Engländers zwei Koffer erbrochen und daraus verschtedene wiederholter 1207 Obe dfea 7 448 ter, Wie run fenbaus ud 9 Uhr ber Nich de, welche Werthpapiere, baares Geld, einige Effecten, mehrere Schmuckgegenstände, Alles im Werthe von 993 fl., gestohlen zu haben. Der Angeklagte, welcher der That geständig war, wurde für schuldig erklärt und in Betracht, daß derselbe bereits viermal wegen Diebstahls Bestrafung erlitten, a einer geschärften Zuchthausstrafe von 5 Jahren verurtheilt. Bei Osthofen wurde ein Knabe von 11 Jahren durch den Schnellzug erfaßt und beide Beine und der Kopf abgefahren. Der Unglücksfall rührte daher, daß der Knabe noch vor dem heranbrausenden Zuge über die Schienen binweglaufen wollte. f Aus Heilbronn schreibt die„N. 3.“ vom 13. April: Gestern wurde im Spital einem Dienstmädchen von 31 Jahren eine Nähnadel aus dem Bauche geschnitten, welche dasselbe als achtjähriges Kind verschluckte. Bis vor einem halben Jahr hatte die Person keinerlei Beschwerden, die Nadel war längst vergessen, da erschienen heftige Schmerzen im Leib und im linken Schenkel. Die Nadel ist ganz schwarz, doch so gut erhalten, daß man sie sogleich zum Nähen benützen könnte. Dem Mädchen geht es ganz gut. „ Als ein gutes Mittel, Erbsensaaten vor den Angriffen der Sperlinge und Mäuse zu sichern, wird gerathen, sie mehrere Stunden in einer mit Wasser verdünnten Lösung von gewöhnlichem Kamin⸗ ruß liegen zu lassen. Besser noch als dies soll es aber sein, wenn man sie in eine ziemlich starke Lösung von Aloe's nur während zwei Stunden legt. In Folge bessen saugen die Samen eine ziemliche Quantität dieser äußerst bittern Substanz in fich, welche den doppelten Vortheil haben soll, die Keimung der Samen zu befördern und ihrer Bitterkeit wegen alles Ungeziefer fern zu halten. Verloos ungen. Wien. Bei der am 15. April staltgesundenen Serien⸗ und Gewiunztehung der österreichischen 100 fl.-Loose wur⸗ den folgende Nummern gezogen: Serie 368, 606, 905, 1508, 1582, 1757, 2811, 2847. Der Haupttreffer von 220,000 fl. fiel auf Serie 905 Nr. 79; 15,000 fl. auf Serie 1508 Nr. 913; 10,000 fl. auf Serie 1757 Nr. 3; 5000 fl. auf Serie 368 Nr. 72. 200 Nach den Analysen des berühmten Chemikers Mr. Payen zählt die Cacaopflanze zu den nahrhastesten Probukten der Erde. Dieser Gelehrte sagt, daß eine gute Tasse Bouillon von Rindfleisch 28 Gramm Nährstoff ent⸗ halte, während sich in einer Tasse mit Milch zubereiteter reiner Chocolade 188 Gramm nährende Vestandtheile vorfänden. Nach einem englischen Blatte hätte eine ärztliche Unter⸗ suchung der Chocoladen 70 verschiebener Fabriken von Lendon und Paris eine Verfälschung der Waare in 39 derselben erwiesen, ein gewiß trauriges Resultat! Da auch in Deutschland eine unverfälschte Chocolade zur Seltenheit geworden ist, so verdtent besonders hervorgehoben zu werden, daß sämmtliche Cacgo-Präparate des Hauses Franz Stollwerck& Söhne in Cöln als durchaus frei von jeder Beimischung garantirt sind und wegen dieser Eigen⸗ schaft von den Aerzten vielseitig empfohlen werden. In ben haupfsächlichsten Geschäften Deutschlands sind diese Chocoladen vorräthig. Hofraithe⸗Versteigerung. 1206 Freitag den 23. April d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiefigem Rathbause die den Christtan Müller's Eheleuten zustehende Hofraithe am Usathor, Flur II. Nr. 261, 2870 Klafter enthaltend, öffentlich meistbietend versteigert werden, unter dem Anfügen, daß bei ent⸗ sprechendem Gebot die Genehmigung alsbald erthellt werden soll. Friedberg den 16. April 1869. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg du ea. Hofraithe⸗-, Scheuer- und Grab— f garten-Versteigerung. 1205 Montag den 19. April d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Ratbbause auf wiederholt freiwilligen Antrag der Frau Heinrich Rübsamen Wlw. dahier die derselben zustebende Hofraithe, Scheuer und Grab— garten nochmals öffentlich meistbietend verffeigert werden. Friedberg den 16. April 1869. Großberzegliches Ortsgericht Friedberg F o ne r. Mobiliar- Versteigerung. 1204 Mittwoch den 21. April d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse wer verstorbenen Georg Wilhelm's Ebeleute ge— börenden Mobillen, bestehend in Tischen, Stühlen, Bett— stellen, Schränken, Commoden, Belttwerk, Kleidern, Weiß Zeug, einer Ziege und sonstigen Haushaltungsgegenständen, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 16. April 1869. Großberzogliches Ortsgericht Irledberg Foucar. Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Solms-Rödelheim'schen Wal— dungen. 1207 Donnerstag den 22. April l. J., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Revier Bainhards, District Ober- und Unterwald, nachverzeschnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 34 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 8„„ Eiern 1 20„ Buchen⸗Stockholz, 22255„ Eichen⸗ 7 90„ Buchen⸗Reisbolz, 10„ Eichen-„ 12„ Nadel- 5 900 Wellen* 1. 200 Fichten⸗ Stangen von 3 bis 5 Zoll mittleren Durchm. und 20 bis 30 Fuß Länge. Zusammenkunft Vormittags präcis 9 Uhr am Forst⸗ vaus Bainhards. Wickstadt den 15. April 1869. Gräfliche Oberförsterei Assenheim Schal lags. F. W. den Kräuter⸗Brust⸗Syrup. 30 Ein sich steis am besten bewäbrendes, dabei an⸗ genehmes Hausmittel gegen veralteten Husten, Heiserkeit, rheumatische und chronische Catarrhe, Lungen ⸗ Entzündungen, Entzün⸗ düngen per Luftröhren und des Kehlkopfes, überhaupt gegen alle Hals⸗ und Brust⸗ Affec⸗ tionen. 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CCCCTCTCCCCCTCCccc Zur bevorstehenden Aussaat 1013 empfehlen alle Sorten Kleesamen, als: Rother, Luzerner, Weißer in vorzüglicher Qualität, reine Wicken, Erbsen sowie Hafer und Gerste. May& Oppenheimer. Ein gutes Zugpferd 1160 ift zu verkaufen. Näheres der Expedition d. Bl. illi 0 Jur gefälligen Peachtung. 1159 Da ich im Laufe dieses Sommers mein Haus an die Oberhessische Elsenbahn abtreten muß, so mache ich meine geehrten Kunden, sowte ein geehrtes Peblikum darauf aufmerksam, daß ich diesen Sommer keine Pelz Gegenstände zur Aufbewahrung annehmen kann. dungen im April 1869. S. Wolf. Goldleisten. 1106 Eine neue Sendung in schönster Waore ist ein getroffen, wesche ich zu sehr billigen Preisen absetze; ferner wird das Einrahmen von Bildern zc. ꝛc. prompt fund billigst besorgt. Louis Weis neben Herrn Pb. Windecker. 1197 Mehrere gebrauchte 5 10 88 einthürige Kleiderschränke hat zu verkaufen Ph. Demeil, Hosschreinermerster. Brod! 4. Sobek 2. Sorte 10 kr. 1209 L H. Strauß. Gustav Weck, Uhrmacher in Hungen, gegenüber der Post, 1193 empfiehlt unter jahrelanger Garantie eine neue und schöne Auswahl in Wand-& Caschenuhren, Cplinderubren von 10 fl. an, Wanduhren mit Schlag⸗ werk und 36 flündigem Werk, von 2 fl. 48 kr. an. Alle Reparaturen in Uhren, sowie in Gold und Silberwaaren werden unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung prompt ausgeführt. Zu einem Mealschüler 1194 kann noch einer in Loft, Pflege und Aufsicht genommen werden. Auskunft ertheilt die Expeditton. Emser Pastillen 55 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals- und Brust⸗ leiden, wie gegen Magenschwäche find stets vorrätbig in Friedberg in der Hof Apotheke von C. Wahl,„ Naubelm dei Perrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden nur in etikettirten Schachteln versand:. Ainigliche Prunntuptrwallung zu Bad, Ems. Ein Scheuerthor, 1192 sowie eine eichene Treppe, deide noch in gutem Zustande, sind zu verkaufen dei J. Diener in Ockstad! Verkauf Haus- Verkauf. 1184 Wegen Familtenverbalinssse ist in Offenbach eln Wohnhaus nebst Hintergebäude in schönster Lage der Stadt zu verkaufen, in welchem seit mehreren Jahren eine Wirthschaft nebst Spezereigeschäft mit Vortheil be- trieben worden ist und welches sich namentlich auch zum Belrteb einer Bäckeret eignet. Die Bedingungen sind vorthellhaft und kann der größte Theil des Capitals stehen bleiben. Franco Offerten unter B. G. 514 desorgen Herren Haaseustein& Vogler in Frankfurt a. M. a Felsenkeller von G. Philippi. Eröffnung der Gartenwirthschaft Sonntag den 18. April mit Entrce. Concert und Ballet Kirchweihfest zu Nieder-WMöllstadt. 1182 Sonntag den 18. und Montag den 19. April zur Feier der Kirchweihe Tanzmusik, wozu freundlichst einladet Adam Arnold. Vorschuß⸗ und Creditverein. 1180 Sonntag den 25. April, Nachmittags 3 Uhr, findet im Saale der„Drei Schwerter“ die statutenmäßige Generalversammlung des hiesigen Vorschuß⸗ und Creditvereins statt. Friedberg, 15. April 1869 Der Vorstand. Einladung. 1186 Die Mitglieder des landwirthschaftlichen Kränzchens der Orte Södel, Melbach und Wölfersheim beabsichtigen Samstag den 17. d. M., Abends 7½ Uhr, die für den Monat April bestimmte Generalversammlung zu Södel in dem Saale des Gastwirths Schneider abzuhalten. 8 Es werden hierzu die Mitglieder und sonstigen Freunde der Landwirthschaft ergebenst eingeladen. Gegenstände der Besprechung sind: 1) Aufzucht des Kalbes, 2) Die Guülich'sche Kartoffelcultur und 3) Anbau von Luzerner Klee. 6 Södel, 14. April 1869. Reitz. Strohhüte und Jonnenschirme 1201 in großer Auswahl billigst bei Friedberg. Geschwister Schloß. 0— 7 77 An unsere Mitbürger! * 1200 In dem Inserate 623 des Oberbessischen Anzeigers vom 27. Februar d. J. unterzeichnet „Mehrere Bürger“ ist bezüglich der Betheiligung der hiesigen Gemeinderäthe an der damaligen Wahlbewegung gesagt worden:„Es wäre besser, dieselben bekümmerten sich mehr um städtische Angelegenheiten, als daß sie unter deren Hint⸗ ansetzung Wahlagitationen und Politik trieben.“ Indem wir glaubten, den hierin liegenden Vorwurf der Vernachlässigung der uns durch das Vertrauen unserer Mit— bürger übertragenen Pflichten nicht mit Stillschweigen übergehen zu dürfen, haben wir dieser— hald gerichtliche Klage erhoben, sind aber, soider Erwarten, wiederholt abgewiesen und beschieden worden, daß in dem in Rede stehenden, gegen den Gemeinderath gerichteten Inserate etwas Strafbares nicht gefunden werden könne. Da wir hiernach, gegenüber dem uns öffentlich gemachten Vorwurfe der Hintansetzung der städtischen Angelegenheiten, d. h. Vernachlässigung unserer beschworenen amtlichen Pflichten als Gemeinderäthe, die erhoffte richterliche Ahndung nicht erlangen konnten, so sehen wir uns genöthigt den Weg der Oeffentlichken zu betreten und— im Bewußtsein, jederzeit für die Rechte und das Wohlergehen der Stadt und Bärgerschaft nach besten Kräften gewirkt und die uns anvertrauten Gemeindeinteressen nach allen Seiten und gegen Jedermann, ohne Scheu und ohne Ansehen der Person, verfochten zu haben— fordern wir den oder die Ein⸗ sender des Inserates 623 hiermit auf, für den uns gemachten Vorwurf Beweis zu erbringen, widrigenfalls wir jenes Inserat für das Machwerk eines ehrlosen Verläumders erklären.— J. Bend— 3 Gemeinderathe der Kreisstadt Friedberg: Bender Falck Wilh. Fertsch Grödel. Pfeffer. G. Philippi. RNausch II. K. Reuß II. Noßbach. Nuths. Seriba. A. epa J. Steinhauer. 2 G. Trapp II. Das Neueste in 2 Strohhüten, Sonnen- und Regenschirmen, 879 sowie allen sonstigen Putz und Modeartikeln empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Strohhüte in großer Auswabl und zu lehr billigen Preisen bei Heinrich Diehl, usagasse. Ein braver Junge, 1132 welcher die Metzgerei erlernen will, kann sogleich 1151 eintreten. Näheres bel der Exped. d. Bl. e Gustav-Adolph's⸗ zu Dorf ⸗ Gill. 1199 Mittwoch den 28. l. M., Morgens 10 Uhr be⸗ ginnend, seiert der Solmser Zweigverein der Guftav⸗ Adolph⸗Stiftung sein Jahresfest in der Kirche zu Dorf⸗ Vorstandes des Zweigvereins und der Gemeinde Dorf. Gill L Hofmann, Pfarrer. euerwehr. 18. April, Morgens rücken sämmtlicher Fr. Roßbach. Keiwillige 1203 Sonntag den präcis 6 Uhr, Aus⸗ 0 Mannschaften. * Ta ich L„ g 2 Canzunterricht. 1161 Ich erlaube mir hiermit einem geehrten Publikum die Anzeige zu machen, daß ich Donnerstag den 22. d. M. einen Tanz- und Anstandscursus eröffnen werde. An⸗ meidungen werden bis dahin bei der Expedition d. Bl. angenommen. Um geneigten Zuspruch bittet ergebenst Adam Sturm, Tanzlehrer aus Darmstadt. Offene Lehrlingsstelle! 1178 Ein mit tüchtigen Schulkenntnissen versehener junger Mann aus guter Familie kann am 1. Juni d. 3. Fest Gill. Um zablreiche Belbeiligung bittet Namens des in die Lehre treten bei Wilh. Fertsch. Tapeten, 1105 eine große Auswahl nach den neuesten Mustern von 6 kr. an bis zu den feinsten, sowie eine frische Sendung Fenster-Rouleaur ift eingetroffen und empfiehlt zu billigen Preisen Louis Weis neben Herrn Ph. Windecker. lle Sorten Mehl L. H. Strauß. Corseten& Crinolines 210 be— K. Friedrich neben der Post. Frisches Eigelb 5 Stück à 3 kr., 1 1 7. 7. 6 7. 18„. 9 1 25„ 7 12 7 täglich von 7—12 Uhr Vormittags und von 2—7 Uhr Nachmittags 1195 bei Trapp 8 Münch. Frühlattig 1185 hat zu verkaufen J. Tönges in der Burg. 4—5 tüchtige Weißbinder 1147 werden gegen hohen Lohn gesucht. 15 Naubeim. Aug. Höpfner. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 18. April 1869. Evangelischt Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. eachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Fällt aus. Sonntag den 25. April Burgkirche. 5 5 Katholischt Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. Dritter Sonntag nach Ostern. Vormittags: 8 Uyr hl. Messe und Predigt. 5 Nachmittags: Kein Gottesdienst wegen der Ersteommunion⸗ feier in Nauheim. An den Wochentagen beginnt der Gottesdienst Morgens 6½¼ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Abendmahl in der Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpil. (Hierzu Unterhalts- Blatt Nr. 16 und zwei Beilagen.) Be! Gre des habe elwa Pro Ihn