dren üder 1 abnwaggen tonnersttij pla ö I gegen! n- Nrußen. fut 2 = u. Aeees Tabt.- 40 rest. — cihtilanßil lan aalen, burt , zan la, nigen pu! 2 134. Dienstag den 16. November. essischer Anzei Cr. enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberger Zntelligenzblatt. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. betreffend: Die Ausgleichung der im Jahre 1866 entstandenen Kriegskosten. Das Großherzogliche Kreisamt Da nur wenige von Ihnen unserer Ve zit zur sofortigen Erledigung in Erinnerung. O e Das nachstehende Verzeichniß der für Friedberg am 13. November 1869. Amtlicher Theil. Friedberg den 15. November 1869. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. rfügung vom 26. v. M., Anzeiger Nr. 126, entsprochen haben, so bringen wir dieselbe hier— T ea d. f fentliche Nachricht. 1869 eingegangenen Waisenhausbüchsengelder bringen wir zur offentlichen Kenntniß. 5 Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a pp. Ver zeichen i 5 er die vom 12. November 1868 bis dahin 1869 in dem Büreagu Großherzoglichen Kreisamts Friedberg, sowie in den Gemeinden des Kreises Friedberg eingegang nen freiwilligen milden Gaben für arme Waisen. 1) Assenheim 1 fl. 8¾ kr.— 2) Beyenheim 30 ke.— 3) Bodenrod 30 ke. 4) Bönstadt 1 fl. 8½ kr.— 5) Bruchenbrücken 1 fl. 30½½ kr.— 6) Butzbach fl. 14 kr.— 7) Dorheim 5 fl. 57 kr.— 8) Dorn Assenheim 9 kr.— Fauerbach v. d. H. 3 fl. 35 kr.— 10) Fauerbach b. Fr. 1 fl. 45 kr.— 11) sedberg 26 fl. 39 kr.— 12) Gambach 2 fl. 22½ kr.— 13) Griedel 1 fl. 6 kr. — 14) Hausen mit Oes 22 kr.— 15) Hoch⸗Weisel 44 kr.— 16) Ilbenstadt 2 fl. 25 kr.— ) Kirch⸗Göns 1 fl. 14½ kr.— 18) Langenhain mit Zlegenberg 30 kr.— 19) 25) Nieder-Mörlen 6 fl. 15 kr.— 26) Nieder⸗Rosbach 34 kr.— 27) Nieder⸗ Weisel 1 fl. 20 kr.— 28) Nieder⸗Wöllstadt 3 fl. 3 kr.— 29) Ober⸗Florstadt 15 kr. — 30) Ober Mörlen 2 fl. 45 kr.— 31) Ober Rosbach 3 fl. 51¼ kr.— 32) Ober⸗ Wöllftadt 2 fl. 2 kr.— 33) Ockstadt 1 fl. 6 kr.— 34) Oppershofen 1 fl.— 35) Ossenheim 43¾ kr.— 36) Ostheim 20 kr.— 37) Pohl⸗Göns( fl. 43½ kr. — 38) Reichelsheim 2 fl. 25 kr.— 39) Rockenberg 4 fl. 2½ kr.— 40) Rödgen 51 kr.— 41) Södel 56 kr.— 42) Staden 30 kr.— 43) Steinfurt 8 fl. 35½ kr. faibach 18 kr.— 20) Melbach 1 fl. 36 kr.— 21) Mün urg 30 kr.— 23) Nauheim 22 fl. 30 kr.— 24) Nieder ⸗Flotstadt 1 fl. 30 kr.— — 24) Weckesbeim 24 kr.— 45) Wickstadt 8 fl. 45¼ kr.— 46) Wisselsbeim 47 kr. ster 48 kr.— 22) Münzen⸗ g 5 — 47) Wölferheim 1 fl. 22 kr.— 48) Wohnbach 39 kr.— Zusammen 146 fl. 59½ kr. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog: be Regierungsblatt Nr. 54 enthält(Schtuß): IV. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog ben allergnädigst geruht: am 7. Oktober den Feldwebel 3. Insant.⸗Regiment, Wöll, zum dritten Landgerichts⸗ ener bei dem Landgerichte Langen zu ernennen;— am . Okt. den von dem Herrn Fürsten zu Ysenburg und dingen auf die erledigte dritte evangelische Pfarrstelle Büdingen und der damit verbundenen evangelischen ffarrstelle zu Herrnhaag präsentirten Pfarramtscandidaten lein aus Eudorf für diese Stelle zu bestätigen;— an mselben Tage dem Pfarramts-Candidaten Hardt aus tenstädten, im Königreich Preußen, die erledigte dritte angeliche, Pfaxrstelle zu Offenbach zu übertragenz— am 5. Oktober den von sämmtlichen Rievesel Freiherrn zu senbach auf die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Meiches, äsentirten Pfarramts-⸗Candidaten Schrimpf aus Schlech⸗ nwegen für diese Stelle zu bestätigen. V. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu ugenheim mit einem Gehalte von 951 fl. 15 kr.— die itte evangelische(erste Mädchen ⸗) Schulstelle zu Lich zt einem Gehalte von 612 fl. 53 ke. nebst einer Heizungs⸗ urgülung von 40 fl.; in dem Gehalte ist eine Vergütung um 100 fl. für Ertheilung von französischem Unterricht (Athalten; dem Herry Fürsten zu Solms Lich steht das zräsentationsrecht zu dieser Stelle zu. ö — Wie die„Hess. Landesztg.“ hört, wird ch behufs Erledigung verschiedener ins Gebiet zer Gesetzgebung einschlagenden Gegenstände der Aus schuß zweiter Kammer am 22. d. M. ver⸗ summeln. Nach den gewordenen Mittheilungen lll der Antrag des Abg. Hallwachs, die aftpflicht der Eisenbahn betr., noch in dieser Kitzungsperiode zur Berathung gelangen. — Nach amtlicher Zusammenstellung des bei Großherzoglicher Hauptstempelverwaltung im Jahre 1868 debitirten Stempelpapiers wurden für Stem ullpapier und Spielkartenstempel 596,814 fl., für Atempelgebühren von ausländischen politischen deitungen 3307 fl. und für Stempelvisagebühren Rheinhessen 2071 fl., zusammen 602,192 fl. ingenommen. Im Jahre 1867 stellte sich die Gesammteinnahme auf 576,997 fl., in 1866 auf 21,720 fl. Seit dem Jahre 1861 hat sich, im Vergleich zu 1868 die Einnahme für Stempel herhaupt um 108,238 fl. oder 18 Proz., die⸗ mige für Zeitungsstempel um 1085 fl. oder 33 Prozent gehoben. aus dem preußischen Staatsministerium entschieden, norddeutschen Strafgesetzen die Todesstrafe und die Strafe des Verlustes des Adels wegfalle. — Das„Central-Hülfscomite im Plauen⸗ schen Grunde“ hat in einer Plenarversammlung bezüglich der Verwendung der eingegangenen Gaben — Die Nachricht eines hiesigen Blattes, es folgende Grundzüge festgestellt: Von der Zahlung werde in den höchsten Kreisen die Frage der fer-⸗[des baaren Capitals an die Hinterlassenen der neren Stellung des Grafen Bismarck ventilirt, verunglückten Bergleute soll abgesehen, vielmehr man habe sich für Ausscheiden des Bundeskanzlers die Gesammtsumme der gesammelten Gelder(welche incl. der bei der k. Kreisdirektion eingegangenen dessen Vorsitz Graf Eulenburg übernehmen solle, Beträge jetzt die Höhe von ca. 400,000 Thaler wird in„bestunter richteten“ dabei betheiligten erreicht hat) mit Ausnahme eines kleineren, als Kreisen als gänzlich anhaltlos bezeichnet. Dispositionsfonds für außerordentliche Fälle zu — Der greise Abgeordnete Berger(Posen) reservirenden Theils, in einen Leibrentenfonds ver⸗ ist vor einigen Wochen durch den schnell dahin- wandelt werden. Als Unterstützung aus diesem fahrenden Wagen der Prinzessin Karl überfahren Leibrentenfonds wird den Wittwen(und denselben worden. Derselbe hat jetzt, wie die„Elbf. Z.“ gleichgestellten Müttern ꝛc.) der Verunglückten für mittheilt, Beschwerde wegen polizeiwidrigen Fahrens die Dauer ihrer Lebenszeit eine jährliche Rente und fahrlässiger Körperverletzung erhoben. Der gewährt, während für die Kinder bis zu ihrem Hof der Prinzessin Karl hat von dem durch den 14. Jahre eine jährliche Erziehungsbeihülfe aus⸗ prinzlichen Wagen veranlaßten Unglücksfall nicht geworfen wird, wie denn auch jedes dieser Kinder wonach die Competenz der Schwurgerichte auf polttische Berbrechen und Vergehen, sowie auf Preßvergehen ausgedehnt werden soll, wurde in der Schlußberathung vom Abgeordnetenhause an— genommen. die mindeste Notiz genommen und sich nicht einmal beim Austritt aus der Schule einen Betrag zur veranlaßt gefunden, nach dem Befinden des Ver- Beschaffung eines Confirmationsanzuges und beim letzten sich zu erkundigen. So schreiben selbst die Mündigwerden noch ein kleines Capital erhalten soll. Preußen. Berlin. Der Antrag Eberth's, Berliner Blätter. — Mittheilungen aus Berlin zufolge soll die Aufhebung des Sequesters über das kurfürstlich— hessische Haus- und Fideicommiß vermögen demnächst bevorstehen. Die betreffende Vorlage dürfte dem Landtag noch in dieser Session unterbreitet werden. — Von den 20,000 Ersatzpflichtigen, welche von der hiesigen Kreis Ersatzeommission in diesem Jahre gemustert sind, wurden etwa 3200 für den Dienst als brauchbar befunden. Es war also durchschnittlich nur der stebente Mann dienstfähig. — Von Berlin meldet man:„Die Nach- richt von der aus Anlaß der Celler Denkmal- Affaire erfolgten Versetzung des Generallieutenants v. Schwarzkoppen in Hannover und des Oberst— lieutenants v. Rex in Celle wird an zuständiger Stelle als irrthümlich bezeichnet.“ Sachsen. Dresden. Die Abgeordneten- kammer nahm einstimmig den Antrag an: die Regierung möge dahin wirken, daß aus den Baden. Karlsruhe. Durch eine Ver— ordnung des großh. Finanzministeriums ist, nach dem Vorgang der bapyerischen, würtembergischen und großh. hessischen Regierung, auch den hiesigen Staatskassen die fernere Annahme von österreichi— schen Sechskreuzerstücken mit den Jahreszahlen 1848 und 1849 unbedingt untersagt worden. Die erste Kammer nahm den von der Abgeordnetenkammer bereits angenommenen Gesetz— entwurf über einige Verfassungsänderungen mit Einstimmigkeit an. Derselbe führt allgemeine, geheime aber indirekte Landtagswahlen ein. Oesterreich. Wie mehrfach gemeldet, wer— den alle Führer des Aufstandes in Dalmatien, die den Oesterreichern in die Hände fallen, alsbald gehenkt. Der Wiener„Wanderer“ meint dazu: „Die Aufrichtung von Galgen ist ein Act, der weder das Gemeingefühl des Staatsbürgers kräf— tigen, noch den ritterlichen Geist in der Armee stählen und erheben kann. Er ist auch keineswegs geeignet, greifbare Vortheile und irgendwie aus- giebigen Nutzen zu bringen: das sollte man aus der Praxis von 1849 doch schon gelernt haben. Oder wüßte man einen Grund anzugeben, aus dem zu schließen wäre, daß dieselben Kraftmittel, durch welche Haynau den Einwohnern von Brescia Liebe zu Oesterreich einflößen wollte, auf die Bocchesen angewandt eine ganz entgegengesetzte, der Sicherheit des Staates zuträgliche Wirkung üben werden?“ Wien. Der Vorschußfonds für unbemittelte Offiziere der k. k. Armee hat bereits den Betrag von 400,000 fl. erreicht. Der Kaiser hat 100,000 fl. dazu gespendet, die vier Erzherzoge Leopold, Ernst, Sigismund und Rainer je 5000 fl. Der Feldmarschalllieutenant Graf Festetics gab ebenfalls 5000 fl. dazu. — Auf Intervention des Ministers Giskra bei dem Kriegsminister sollen die standrechtlichen Hinrichtungen in Budua und Cattaro keine Fort⸗ setzungen erhalten. Die drei Risanoten, welche zum Galgen verurtheilt wurden, sind angeblich dabei ertappt worden, wo sie von einem Felshang Steine auf die Truppen hinabschleuderten. Franrreich. Paris. Der„Rappel“ mel det, daß Beaumont, Flourens, Gambon, Rochefort nach London abgereist sind, um Ledru⸗Rollin zu bewegen, nach Paris zu kommen. Demselben Journal zufolge hätte Carnot die Annahme einer Candidatur abgelehnt. — Das„Journal offiziel“ meldet, die Kaiserin sei aus Oberägypten in Kairo wieder eingetroffen und werde nach Alexandrien abreisen. Sie er— freue sich der besten Gesundheit.— Am 13. ds. fand beim Auseinandergehen einer Wahlversamm⸗ lung eine Demonstration gegen Rochefort statt. Mehrere Anhänger Rochefort's wurden auf dem Boulevard Poissonniere verhaftet. Die Ruhe ist wiederhergestellt. — In öffentlicher Versammlung versicherte Rochefort, Ledru⸗Rollin weigere ich, nach Paris zu kommen. Er werde erst kommen, wenn er gewählt sei. Carnot wird gegenüber Rochefort als Candidat auftreten. — Der Prinz und die Prinzessin Napoleon wären bei ihrer letzten Reise nach Compiegne beinahe ums Leben gekommen. Sie befanden sich nämlich auf dem Eisenbahnzuge, der zwischen Bourg und Amberieux aus den Schienen sprang. Indessen kamen sie mit dem bloßen Schrecken davon. — Einem aus Wien datirten Telegramm des „Constitutionnel“ zufolge hat Rußland den Ca- binetten von Wien und Konstantinopel anzeigen lassen, daß die bezüglich des Gerüchts einer ge⸗ meinsamen militärischen Operation Oesterreichs und der Türkei gegen Dalmatien gegebenen Erklärungen die russische Regierung vollkommen befriedigt! hätten. — Die„France“ veröffentlicht einen Hirten; brief des Bischofs Dupanloup, welcher erklärt, Friede in der Wahrheit und Friede in der Liebe sei das Werk des Concils. Der Hirtenbrief widerlegt Diejenigen, welche von einer Scheidung zwischen Religion und Gesellschaft, zwischen Kirche und Vaterland reden. Er sagt, die in Fulda versammelten deutschen Bischöfe hätten eine Sprache geführt voll Milde und Majestät, die wahre Sprache der katholischen Kirche.„Ichzwiederhole gern mit ihnen, daß die Kirche keine Partei ist und in Frieden mit den Menschen leben kann, um überall und immer zu segnen, ohne andere Feinde als die, welche auch die Feinde der Nation sind, dae Laster und der Irrthum.“ Der Bischof erklärt, er stimme im Voraus den Entscheidungen des Oberhauptes der Kirche und des Concils bei. Spanien. Madrid. Das Urtheil gegen die der Aufruhrstiftung und des Hochverraths an— geklagten Deputirten ist ergangen. Dasselbe lautet gegen Caimo und Suner 9 Capdevila(beide auf französischem Boden) auf Todesstrofe, gegen Ameller auf lebenslängliche Verbannung und gegen Serra— clara auf zwölfjährige Einschließung, Der abgetretene Marineminister Topete wurde mit 133 gegen 5 Stimmen zum Viceprä⸗ sidenten der Cortes erwählt. — Der Bischof von Havanna ist in Cadix festgenommen worden. Man fand beträchtliche Summen bei ihm, die für die Unterstützung der Carlisten bestimmt waren. — Die Uneinigkeit in Betreff der Candidatun des Herzogs von Genua dauert fort. Die Oppo sition der Unionisten gegen jeden minderjährigen König erscheint unüberwindbar. Man versichert, daß die Candidatur des Herzogs von Genua nicht bis zur öffentlichen Diskussion kommen werde. Italien. Die Besserung im Befinden des Königs schreitet in so günstiger Weise vor, daß er schon einige Augenblicke das Bett verlassen konnte. 11 Friedberg. Auf Wunsch vieler Gemeindeglieder ist eine von Hrn. Pfarrer Dr. Köhler am diesjährigen Reformationsfeste(31. Okt.) gehaltene Predigt von dem⸗ selben in den Druck gegeben worden und bei den Ver⸗ legern dieses Blattes à 6 kr. zu haben. Diese Predigt verdient die Beachtung und Beherzigung der Gemeinde⸗ glieder in hohem Grade, denn sie muß geeignet erscheinen, im ernsten Hinblick auf die gegenwärtig sich entwickelnden Vorgänge in der protestantischen Kirche selbst, wie in dringend gebotener Würdigung der dem Protestantismus von Seite seiner Widersacher drohenden, nicht zu unier⸗ schätzenden Gefahren, manchen lauen und erkalteten Glau⸗ bensgenossen aus seiner Glrichgültigkeit aufzurütteln.— Der Hr. Versasser sagt in den der Predigt vorausgeschickten einleitenden Worten: Man hat mich aufgefordert, die nachfolgende Predigt den Gliedern der hiesigen evangel. Gemeinde im Druck vorzulegen. Ich entspreche dieser Aufforderung, ohne der Predigt andere Vorzüge zuzuschreiben als den, daß sie einige wichtige Zeitfragen bespricht, und daß sie dies mit dem Ernste thut, der in der Sache liegt, und mit der Offenheit, die zwischen dem Prediger und der Gemeinde immer obwalten soll. Ich übergebe sie den Gemeindegliedern mit der Bitte um ernste und ver— trauensvolle Würdigung. Darmstadt. Nachdem in der Nacht vom 11. auf den 12. in Groß-Gerau fünf Erderschütterungen, darunter eine sehr heftige um 5s½ Uhr Morgens, wahrgenommen worden, wurden am Abend des 12. abermals zwei Erschütle⸗ rungen, eine um 6 Uhr und eine um 9 Uhr, beobachtet. Am 13. Nov. Morgens um 3 Ubr erfolgte eine hefligere, die auch in Darmstadt wahrnehmbar war. Darmstadt. Die Eröffnung der hiesigen Waaren⸗ und Productenbörse ist auf Dienstag den 23. November, Mittags um 12 Uhr, in der mititleren Etage des„Caffé Stamm“ festgesetzt, und wird von da an wöchentlich Dienstags um dieselbe Zeit und in demselben Lokale ab⸗ gehalten werden. Für die Erleichterung und coulante Abwickelung der Geschäfle aller Art, sowie für das Ein⸗ treffen der telegraphischen Preisnotirungen der Haupt- vörsenplätze ist von dem provisorischen Börsenvorstand hin⸗ reichend Sorge getragen. Coblenz. Das erste und eleganteste Hotel unserer Stadt, der weithin bekannte Gasthof„Zum Riesen“, ist an die Gebrüder Eisermann in Bremen für die Summe von 225,000 Thlr. mit Inventar käuflich über⸗ gegangen. Kassel. In einer unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Nebelihau abgehaltenen Versammlung, betreffend die Ju⸗ dustrie⸗Ausstellung vom Jahre 1870, wurden, nachdem der Ankauf des Wittenberger Ausstellungsgebäudes ge⸗ nehmigt, in den Ausschuß für die Oberleitung aus den vier von den Aclionären zu wählenden Vorsitzenden Ober⸗ bürgermeister Nebelthau, Fabrikant Keerl, Bauunsernehmer Becker und Siadtrath Henze ernannt. Paris. Von Zeit zu Zeit ist es interessant, dit Massen von Lebensmitteln zu berechnen, welche täglich in dem Nlesenleib der Haupistadt an der Seine ver. schwinden. Paris verschlingt gegenwärtig jeden Tag nicht weniger als 986,234 Kilogramme Brod und 4994 Sack Mehl; 175,132 Ochsen, 45,678 Kühe, 143,428 Kälber, 1,068,082 Hämmel sind erforderlich, um für die Be⸗ völkerung, welche sich gegenwärt g, Alles in Allem, auf 2 150,916 Köpfe beläuft, den Jahresbedarf an frischem Fleische zu liesern. Dazu kommen noch das geselchte Fleisch, von dem im Durchschnitt jeder Pariser täglich 56 Gramm verzehrt, und 20,730,206 Kilogramm Geflügel und Wilbpret jährlich. Für Fleisch figurirt in dem Jabresbudget der Welistadt cine Ausgabe von über 200 Million Francs. Jetzt noch die Fische, und zwar 26,89 534 Kitogr., worunler allein an frischen Seefischen 19,874.69 4 Kilogramm, Kactoffeln 52602684, Kraut 40,981,200, gelbe Rüben nicht weniger als— 41,101,920, Grünzeug 25 200.0, Salat 12,060,000 Kilogramm, Melonen so⸗ gar 624 000 und Gurken 7,080 000, Käse 5 und Butter 20 Millionen Kilogramm. Die Feinschmecker schlucken unter Anderem jährlich 148,840 Kilogramm Gäuseleber und getrüffeltes Wild 148,000, Paffeten 570,000 Kilo⸗ gramm ꝛc. Der Senf kostet 461,000, Pfeffer 559,000 Sauerkraut nur 252,000 Francs. Dagegen kommen die Trüffeln auf 1,100.00 Franes zusteyen, Kaffee 16,500,000. Chocolade 600/000 Frances und Thee ebeusoviel. 228,240 Hectolitres Wein und dann das Bier, der Branulwein Und der Apfelwein, zusammen für 245 Millionen Frs. im Jahre. In Petersburg wird gegenwärtig ein colossaler Proceß über ein falsches Testament verhandelt, bei welchem über ein Object von 1½ Millionen Rubel zu entscheiden ist und gegen 200 Zeugen auf ihren Eid vernommen werden müssen. Auch der Senator Obolenskl war als [Zeuge vorgefordert worden. Er berief sich aber auf das Vorrecht seiner Raugklasse und verweigerte zu erscheinen Der Gerichtshof beschloß daher sich in feierlichem Zuge mit allen Arrestanten, Predigern, Gendarmen und Ge⸗ richisdienern durch die Straßen in die Wohnung bes Fürsten zu begeben. Verloosunge u. Lütticher 100⸗Fr.⸗Loose von 1868, Ziehung vom 2. November. Zahlbar vom 1. April 1870 ab bei der Communal⸗Casse zu Lüttich und Jacques Exrerg Oppenheim in Brüssel. Nr. 67813 à 25,000 Fr., Nr. 33041 61824 77827 à 1000 Fr., Nr. 13784 34781 55026 65271 à 500 Fr., Nr. 6372 22349 26899 33719 40689 44089 61268 76314 91066 99473 à 200 Fr., Nr. 1365 2570 4981 5820 6331 6945 9221 10941 13751 1400 19282 23450 26797 27069 30630 30853(2) 328ʃ6 44291 46775 50446 50576 59111 64475 79882 80379 82841 83607 84110 94110 101509 102070 102797 103336 112175 113311 114545 116244 à 100 Fr. Stockholm, 5. Nov.(10 Tylr.⸗Loose von 1860.) Bei der am 1. und 2. Nov. stattgehabten Ziehung wurden, außer den bereits gemeldeten, noch folgende Gewinne ge⸗ zogen: 150 Thlr. auf Nr. 41604 54293 69804 und 120274; 60 Thlr. auf Nr. 19973 55388 71451 80835 98572 163091 187030 225927 226252 und 232888 35 Thlr. auf Nr. 5177 15904 17800 19211 20484 36193 86231 91573 103786 123619 147159 152437 166787 174749 174816 182782 193917 196457 200336 und 239705; 25 Thlr auf Nr. 10970 13530 285252 35835 37587 42062 49851 57764 64220 78734 80854 87359 91726 104642 105410 108549 112569 110397 116710 118082 118683 123702 131159 131246 136102 136960 145708 154999 155987 164718 17054 174612 184164 188314 204198 205309 211045 und 214117. Die Zahlung erfolgt am 1. Februar k. J. Literarisches. O Kompaß für Auswanderer von Eduard Pelz, Mitglied der Amerikanischen Elhnologischen Gesell⸗ schaft, der Amerikanischen Statistischen Gesellschaft und der Historischen Gesellschaft in Peunsylvanien. Mit vier Karten und einer Abbildung. Fünfte, ver⸗ mehrte und verbesserte Auflage. Leipzig, Verlag von Weber, 1869. 1 Vorstehendes Werkchen anzuzeigen ist ein Vergnügen. Es begegnet wirklich„einem allseitig gefühlten Bedürfniß“. Wie manche von Tausenden, die alljährlich der Heimath den Rücken wenden, wissen auf die Frage: Wohin? kaum mehr zu autworten als: Nach Amerika! In nairer Zu⸗ versicht und rührender Unwissenheit steuern sie dem neuen Lande entgegen, als wenn, wären sie nur einmal dort, es nicht fehlen könnte und Alles gut sein müßte. Mit Wehmuth sehen wir sie schelden. Sie kennen kaum die nächsten Berge und wagen sich in die große, weite Welt! So lang das Schiff sie trägt, ist's trotz Seekrankheit und Schiffskost und Zwischendecksannehmlichkeit noch gut. Aber man kömmt an und landet. Und nun wohin? Mit offenen Armen träumte man empfangen und wer weiß welchem Glück entgegengeführt zu werden, und wie kalt und ibeilnabmlos wogen die Massen vorüber! Keine Seele kümmert sich um den beläubt dastehenden Fremdling. Doch nein, dort nahen Biedermänner mit freundlichem Händedruck. Von etler Menschenliebe getrieben, sagen sie, widmen sie Zeit und Kraft dem Wohl der Neuangekom⸗ menen und gehen ihnen mit Rath und Thal zur Hand. Armer Mann, du bist Beutelschneidern und Seelenverkäufern in die Hände gefallen. Wie wirst du dich ihren Netzen entwinden?— Obiges Büchelchen gibt Antwort auf alle Fragen, über welche den Auswanderungsluftigen vor Allem Auskunft noththut. Es läßt alle mögliche Auswanderungsziele die Revue passiren und kommt zu dem Schluß: Die Nord⸗ weststaaten der nordamerikanischen Union, Minnesota zu⸗ mal, sind der deutschen Auswanderung vor Allem an⸗ zurathen. Dabei spricht der Verfasser nicht von Hörensagen; genaue, während eines vieljährigen Aufenthalts in Amerika gesammelte Kenntisse über alle einschlägige Verhältnisse berechtigten ihn, hier das Wort zu ergreifen. Auch räth er Niemand absolut zu auszuwandern.„Wer nicht den inneren Drang und die Kraft dazu in sich verspürt, der bleibe, wo er ist“, sagt er. Aber recht hat er, wenn er geltend macht, daß der Thatsache einer fortwährenden Auswanderung im riesigen Maaßstabe gegenüber es Pflicht der Regierungen, sowie aller Unterrichteten und Wohl⸗ meinenden sei, dieselbe nach Himmelsstrichen hinzulenken, wo die Bedingungen zum Emporkommen der Kolonisten und zur Erhaltung und Verbreitung deutscher Sprache und deutschen Wesens gegeben sind. Zwar wird man niemals ausschließlich auf die Angaben eines Buches einen Lebeusplan gründen, wenn es auch, wie das vorliegende, durch Ton und Juhalt noch so sehr Vertrauen erweckt; was uns abec als das Wichligste erscheint, das ist die Verbreitung geläuterter Anschauungen über das Auswan⸗ derungswesen und eingehender Kenntnisse über Klima, Fruchtbarkeit und sonstige Verhästmisse derjenigen Länder, die im Auswanberungsfalle in Beiracht gezogen werden können. Es wird dann immer seliener vorkommen, daß es gewissenlosen Emissären gelingt, ehrliche Deutsche unter falschen Vorspiegelungen nach Brasilien, Peru oder wer weiß wohin zu verlocken und sie daun im Elend verkom⸗ men zu lassen.— Dazu scheint vorliegender„Kompaß für Auswanderer“ ganz besonders geeignet, und wir hielten darum eine ausführlichere Anzeige desselben bet der Wich⸗ ligkeit des Gegenstandes gerade in diesen Blättern für ge⸗ boten und behalten uns vor, darauf zurückzukommen. K—r. Bei Beginn des Winterhalbjahrs seien die Herren Elementarlehrer noch auf ein Werkchen aufmerksam gemacht, das in der Hand der Schüler ein ireffliches Mittel nicht bemerk chens! Kleine! fühten Daß b Lust ul wilden Cremp von Das f Schimt — 3018 Konrad liches! Heberse meldun Art ax hat in anher dieser definit äußert sorisch Conti werde Vollm, det e werde 8 3036 nannte für die Rannse Grun Gesetzt beantre Urkund abgibt, um eine sichere Grundlage für den ersten Lese⸗ mnterticht zu gewinnen. Es heißt: Müllers Lautir⸗ wogen, hat aber nicht die Form großer Wandtafeln, sondern es ist ein Heftchen, 16 Seiten zählend 18 1 Druckbogen), das den gesammten Lautirstoff innerhalb des leinen Alphabets umfaßt. Trotzdem ist der Druck, wenigstens zu Anfang, sehr groß, und daher so recht für die Anfänger im Lesen geeignet. Was aber das Werkchen desonders empfehlenswerth macht, ist die Einrichtung, daß die Elemente des Lautirens, zweilautige Verbindungen, hier hauptsächlich gepflegt werden, was sonst in den Fibeln nicht geschieyht. Die Anordnung und Aufeinanderfolge der Laute ist bedingt durch ihre Leseleichtigkeit, und wird stets wom Leichteren zum Schwereren sortgeschritten. Auch tritt ein 4 oder slautiges Wort unvorberettet aus; jedes dieser Wörter ist in kleineren, ohne An- oder Auslaut, schon wagewesen: z. B. ehe„warm? gelesen wird, kommen vor die beiden Wörter„war“ und„arm“.— Wir wollen nicht weiler in den Inhalt eindringen, sondern nur noch bemerken, daß eine sorgfältige Durcharbeitung des Heft— chens mit den A-B-⸗C⸗Schützen nicht verfehlen wird, die Kleinen recht gründlich in eine beliebige Fibel einzu⸗ jühren; denn dies ist ja der Zweck des„Lautirbogens“. Daß die Schüler die geringen Schwierigkeiten desselben mit Nust und Liebe überwinden, braucht nicht erst versichert zu werden.— Der Pieis ist für das einzeln genommene Exemplar 4 kt., bei Einführung in Schulen und Abnahme won wenigstens 20 Exemplaren das Exemplar 3½ kr. Das Heftchen kann bezogen werden durch Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Jusstellung von selbstperfertigten Arbeiten der Handwertzer und Fabrikarbeiter aus dem Groß- herzogthum gessen Im Jahre 1870 wird in London eine Ausstellung von rzeugnissen kleiner Handwerker, Gesellen und Fabrikarbeiter stattfinden und werden an derselben Handwerker aus fast aller Herten Länder sich betheiligen. Auf ergangene Einladung zur Betheiligung entschieden sich Männer ein⸗ zelner Gewerbvereine dahin, daß eine solche Ausstellung im Großherzogthum selbst stattfinden solle, aus der dann einzelne Arbeiten zur Londoner abgesandt werden könnten. 5 Bestreitung der Kosten dieser Ausstellung hat das inisterium einen Beitrag von 1000 fl. bewilligt und ein Ausschußmitglied des Landesgewerbvereins 500 fl. zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung wird im Frübjahr 1870 in Darm⸗ stadt abgehalten. Aufnahmsfähig in die Ausstellung sind alle Erzeugnisse der Klein-Gewerbe, der Fabrik-Industrie, der Kunstgewerbe, sowie landwirthschaftliche Maschinen und Gerätbe. Die Aussteller können Erzeugnisse liefern, welche sie entweder ganz oter nur theilweise selbst ver— fertigt baben. Der Termin für die Anmeldung beginnt mit dem 1. Dezember 1869 und läuft mit dem 15. Febr. 1870 ab. Sämm liche auszustellende Gegenstände müssen bis zum 15. April 1870 fertig und zur Absendung bereit sein. Die Transportkosten der zugelassenen Ausstellungs⸗ gegenstände von den Orten der Erzeugung dis nach Darmstadt und von da wieder zurück, übernimmt der Großh. Landes gewerbverein. Mit der Ausstellung wird eine Verloosung ausgestellter Gegenstände verbunden. Die Vorstände der Lokalgewerbveretne nehmen die An- meldungen zur Betheiligung an der Ausstellung aus ihren beir. Orten und Destrikten entgegen. Auch eine Ausstellung von Lehrlingsarbeiten soll damit verbunden werden. Jeder Lehrling, welcher sich an der Ausstellung betheiligen will, hat ein auf gegebenes Arbeitsstück, welches nach der bereits zurückgelegten Lehrzeit bemessen wird, anzufertigen; doch stebht jedem Lehrling auch noch frei, eine selbstgewählte Arbeit zu liefern, welche verkäuflich ist oder zur Verloosung genommen werden kann. Diese einzuliefernden Lehrlings— arbeiten müssen ohne fremde Beihülfe angefertigt werben und, daß dieses geschehen ist, muß von den Lehrherren bescheinigt werden. Durch diese Ausstellungen soll den kleineren Handwerks⸗ meistern und Gesellen ꝛc. Gelegenheit gegeben werden, ihre Fertigkeiten, ihre Erfindungsgabe, ihre Leistungsfähigkeit in Erzeugung von Industriegegenständen einem größeren Publikum vorzuführen, ihre eigenen Namen als Verfertiger und Arbeiter bekannt zu geben und dem Arbeiterstaud, durch Vergleichung der Einzel-Leistungen seiner Berufs- genossen, Gelegenheit zur Belehrung und Anregung zum Wetteifer in technischer Ausbildung zu geben. Zu wünschen ist, daß die Betheiligung eine möglichst allgemeine weche; wer hierzu geneigt ist, erfährt von den Vorständen der Lokalgewerbvereine Näheres. (Eingesand t.) Inseratenwesen. Für Alle, die ein Interesse haben, irgend etwas der Welt bekannt zu machen, seien es Kaufleute, Fabrikanten, Kleinhändler, Vorsteher von Instituten und Lehranstalten jeder Art, Verwaltungsbehörden ꝛc. gibi es kein besseres Mittel als die Veröffentlichung durch die Zeitungen. Es ist für den Einzelnen, der sich auf diesem Wege bekannt machen will, mit vielen Umständen und Kosten verbunden wenn er direkt mit den Zeitungen verkehren will,— er erreicht durch die Annoncen-Bureaux viel einfacher und billiger seinen Zweck. Die Vortheile, welche ihm durch dieselben geboten, sind zu bekannt, als daß sie noch besonders hervorgehoben zu werden brauchten. Als eines der bedeutendsten Geschäfte dieser Art können wir die weitverzweigte Firma G. L. Daube& Cie. in Frankfurt 4. M., Stuttgart, München ꝛc. sehr empfehlen da dieses Haus an aufmerksamer Be⸗ sorgung von Inseraten-Aufträgen und Gewährung der höchst möglichsten Vortbeile nichts zu wünschen übrig läßt. Edictalla dung. 018 Ueber den Nachlaß des verstorbenen Ortsdieners Konrad Penkelmann zu Münster, hat Großherjog⸗ iches Hofgricht der Provinz Oberhessen in Folge dessen Jeberschuldung förmlichen Concurs erkannt. Die An- neldung und Speztificatlon von Ansprüchen jedweder ÜUrt an diese Rachlaßmasse mit etwaigen Vorzugsrechten vat in dem auf Freitag den 3. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, unher bestimmten Termin bei Meidung Ausschlusses von sieser Masse zu geschehen. Alsdann soll auch wegen tefinstiver Bestellung eines Masseverwalters wegen Ver⸗ lußerung der Masse, Genehmigung stitberiger provi⸗ vrischer Maßregeln und zur gütlichen Erledigung dieses Concurses verhandelt und Beschluß gefaßt werden und werden dieserhalb, die nicht oder mit nicht gehöriger Vollmacht erscheinenden Gläubiger ale dem Beschlusse ter 5 Mehrheit derselden beigetreten angesehen erden. Butzbach den 23. October 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Di. Gilmer, Fresentus, Landrichter, Landgerichts⸗Assessor. Edietalladung. 936 Die in Nr. 126 des Oberhessischen Anzeigers ge⸗ nnnten Grundbesitzer der Gemarkung Hoch-Weisel haben ir die, bei ihren Namen nach Flur und Nummer ge⸗ nannten Items in das neu errichtete, dortige rundbuch vor dessen Offenlegung gemäß art. 30 des zesetzes vom 21. Februar 1852 die Erwerbtitel beizufügen vnantragt, ohne sich barüber durch gerichtlich- besftätigte arkunden ausweisen zu können, während sie deren Erwerb urch Kauf, Erbfolge, Ersitzung, Tausch, Schenkung be— geinigt haben; demnach werden Alle, welche an jene Items unsprüche haben, zu deren Geltendmachung bin nen 4 gochen vor unterzeichnetem Gerichte aufgefordert, als anst sie damit ausgeschlossen und die genannten Grund⸗ sitzer als vermuthete Eigenthümer dem Antrag gemäß ngetragen werden sollen. Butzbach den 11. September 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichts-Assessor Petroleum ꝛc. Lieferung. 976 Mittwoch den 1. Decembur 1869, Vormittags ) Uhr, soll die Lieferung des Bedarfs an Petroleum und Lichtern für die Garnison Butzbach auf das erste galbjahr 1870 auf dem Bilreau der unterzeichneten Ver⸗ maltung, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen legen, durch Soumissien vergeben werden. In den emzureichenden Soumissionen ist anzugeben, daß von ten Bedingungen Kennniß genommen. Butzbach den 6. November 1869. Großherzogliche Garnison-Verwaltung Sch abel, Wachtmeister. Versteigerung ausrangirter Bekleidungsstücke. 882 Mitiwoch den 17. d. M., von Vormittags 9 Uhr o, werden im vierten Stock der Klostercaserne, eine Jurtie aus: angirter Militär Bekleidungsstücke meistbietend bersteigert. 3 riedberg den 11. November 1869. Die Bekleidungs⸗Commission 1. Jäger-Batatllous Daud f ffel. Verste i gerung. 3147 Die zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg erforderlichen zerschlagenen Decksteine für 1870 sollen in den unten bemerkten Terminen und Orten an die Wenigstnebmenden in Accord gegeben werden. 5 Deir V ei stse i gerung 85 Namen 8 S S 8 i 3 der 6 Ta g. Stunde. Ort. Local.* Bauaufseher. 1J Montag den 22. Nov.) U. Morgens Butzbach Brauerei von J. Melchior 1 u. 16[Hölzer u Einhäuser. 2 J Otenstag den 23. Novsd U. Morgens“ Nauheim Gasthaus zum Partsers 2 u. 15. Weide u. Einbäuser. of 3 Mittwoch den 24. Nov. 10 U. Morgens Melbach Gasthaus von Philippi 17 u. 18[ulsböfer und Stein. 4 Donnerstag d. 25. Nov.) u. Morgens Albenstadt Chausseehaus 4, 6 u. 7 Sebi.— und onrad. 5[Freitag den 26. Nov. 9 U. Morgens Vilbel Gasthaus zum Engel 5 Schäfer. 6 Denselben 2 U. Mittags Ober⸗Eschbach Brüsseler Hof 13 Michel. „7 Samstag den 27. Nov.sS U. Morgens Steindach Gasthaus zum Schwanen 14 Michel. 8[Montag den 29. Nov. 10 U. Morgens Ober⸗Rosbach Wirthschaft v. G. Ruppel 3 Kreß. 9 Dienstag den 30. Nov. 10 U. Morgens] Reichelsbeim Po 19 Kornmann. 10] Mittwoch den 1. Dec.(10 U. Morgenef Stammbeim Wirtbschaft von Metzler 10 Jäger. 11 Denselben 3 U. Mittags Altenstadt Gasthaus zum Adler 8 Dingeldein. 12 Donnerstag d. 2. Dec. 9 U. Morgens Lindheim Gasthaus zum 1 9 u. 11 Rüger. aus 13[Freitag den 3. Dec eg u. Morgens“ Büdingen Gasthaus zum Stern 12 Klepensteuber. Friedberg den 11. November 1869. Bekannt m a ch ung 3152 Die Anfuhr des Salzes von der hiesigen Saline in die Niederlagen zu Nidda und Ortenberg soll für das Jahr 1870, an den Mindestfordernden vergeben werden und ist dazu Termin auf Freitag den 19. d. M., Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Salinenamtslocal an— beraumt worden. Bad⸗Nauhelm den 10. November 1869. Großberzogliches Salinenamt Naubelm Agent Ge such. Für eine renommirte Feuer-Versicherungs⸗ Gesellschaft wird gungen für Friedberg und Umgegend eim thätiger Agent gesucht, dem man anf Wunsch auch die Agentur einer der bedeutendsten Lebens— Versicherungs⸗Gesellschaften übertragen würde. Franko- Offerten wit Referenzen sind an die Exped. d. Bl. zu richten. 3030 r 1 FFFCCCEECCC0CCCo 4 2 2 N 22 5 5 Epileptische Krämpfe 1343 peilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. K i- lisch in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— 5 Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt Schöne 3144 zu Frucht, Mehl ꝛc. ꝛc. offerirt (Fallsucht) 1 C. F. 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Der Lahrer Hinkende Bote für 1870* Auf Verlangen für die Gemeindeglieder in den Druck gegeben. 05 ist erschlenen und zu baben 9 E„ n l 1 5 ändlern und Buchbinder. E. Cella Preis 6 kr in Als el v. us 1 2 5 2 7 G 2 5 Enthll 8 in ladung. Frisches Eigelb 3158 Die Bewod ner biesiger Stadt werden hlermlt in Kenntniß gesetzt, daß, wie in dem vorigen, so auch in 3455 1 Lolh z 1 tr., 4 Loth a 3 kr., 9 Loth à 6 h, 5 dem bevorstehenden Winter eine Reibe von populär ⸗ wissenschaftlichen Vorlesungen dahier ver⸗ 18 Loth à 12 kr., täglich bei 3 0 anftallet werden wird. Die Vorträge werden an einem noch zu bestimmenden Wochentage jedesmal Abends um Trapp& Münch. Uhr im Saale des potel Trapp stattfinden und im Monat Dezember ihren Anfang nehmen. Bis jetzt find 5 8 7 5— olgende Vorträge zugesagt: 1 4 1 8 1 Ueber die wirthschaftlichen Bezeehungen des Famtlienlebens(Gergrenemeiste and; 111 v. Hutten, 2 U 0 ige reinerge k kl ein Lebensbild aus dem Zeitalter der Reformation(Seminarlebrer arr). E. M. Arndt, zur; Erinnerung an seinen 100. Geburtstag den 26. Dezember d. J.(Professor Dr. Köhler). Ueber Noon og eng e pd inven sosch Armenpflege, vom geschichtlichen Gesichtspunkte aus(Director Steinberger). Ueber Geschmacks⸗ 9 5 10 aug, dildung in der Erz ehung(Seminaxlebrer Soldan). Die Erdbeben und ihre Ursachen(Reallebrer]— Fournir Fa br 1. Klein). Herculanum und Pompesi(Reallehrer Dr. Bender). Die Bedeutung des Wassers als Trink⸗ und Brauchwasser für dle öffentliche Gesundbeitspflege(Kreisarzt Dr. Lorenz). Der Prediger Salomo 9 (Seminarlehrer Stamm). 4 gelte Der Eintrittspreis für alle Vorlesungen beträgt: für ein Einzelblllet 1 fl., ein Familienbillet a 2 Personen 1 1 fl. 45 kr., ein solches für 3 und mehr Personen 2 fl Indem man das Unternehmen auch für diesmal der Tbeilnahme des Publikums aller Stände empfiehlt, 3117 in bester und schwerster Qualität, 5 J wird bemerkt, daß die Einzeichnungeliste im Laufe dieser Woche in Umlauf gesetzt werven wird. billigst Heinrich Diehl, usagasse Nr. 3514. 7 1 Int. bete zum Mohren! Salbandschuhe, 1Hofapotheke zum Mohren! 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Kunsigärtner, alt 50 Jabre 29 Tage, 1 den 11. Nob T0 axheim.— 0 9 N Zu haben Vi d 18 Schi Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 0 nbauer. indernage chimpff. Druck und Verlag von Bindernagel&. Schimpf, 1 a6. Aetggcl Nodbang i nalnit. u Negißt N uhe 9 1 rt 67 nrad Heß den Nun tuten rg Bahet 0 Nove nd t 8 1869. Donnerstag den 18. November. M135. Oberhessischer Anzeiger. anthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jnkelligenzblall. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Reglerungsblatte sind zu publieiren: Nr. 54. Frledberg am 15. November 1869. sub. 1. Edikt, die Fortsetzung des XX. Landtags betreffend. Großherzogliches Kreisamt Friedberg o Zetrefsend: Die Ausführung des Gesetzes vom 6. Junk 1853, die Verfiherung der Gebäude gegen Feuersgefahr und die Vergülung der Brandschäden. Fiedberg am 15. November 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die oßherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 28. Dez. 18 5, Int.-Blatt Nr. 1 von 1856 und den§. 1118 von Küchler's Handbuch . Aufl., beauftragen wir Sie, diejenigen Geschäfte, wenn es noch nicht geschehen sein sollte, mit dem Gemeinderath alsbald vorzunehmen, ie Ihnen der Art. 11 des rubricirten Gesetzes übertragen hat. Binnen icht Tagen sehen wir Ihren Anträgen oder Berichten, daß keine zu Weise zu veröffentlichen, damit diejenigen, die es berührt, sich vor Strafe schützen können.. Art. 178. Die Eigenthümer der Gebäude find verbunden, bis zum 1. Dez. des Jahree, in welchem der Bau vollendet wurde, oder wenn der Bau erst im Dezember vollendet wurde, bis zum Ende des Jahres sowohl die Aufnahme neu errichteter Gebäude in die Brandversicherung, als, wenn die Hauptdimenfionen der Gebäude wesentlich erweitert oder verringert worden sind, die angemessene Oberst v. Frankenberg⸗Ludwigsdorf, ist Dberst v. Lyncker, Oberstlieutenant Stamm lellen sind, entgegen. Gleichzeitig empfehlen wir Ihnen, den nachstehend abgedruckten Art. 178 des Polizeistrafgesetzes in Ihren Gemeinden auf geeignete getreffend: Die Beltretbung der Gemeindeintraden in den Gemeinden des Kreises Friedberg für 1869. — Vergl. Gesetz vom 6. Revision des Versicherungsanschlags zu btantragen.“ Die Unterlassung dicser Anzeige ist mit einer Strafe von 1 dis 3 fl. zu ahnden. Juni 1853(S. 453 des Regbl., insbesondere Art. 10.) Friedberg am 15. November 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweisung auf unser Ausschreiben vom 26. August 1852, Amtsblatt Nr. 2, und 25. März 1854, Amtsblatt Nr. 7, sehen wir innen 8 Tagen Ihren Berichten, nach Vernehmung des Gemeinde innehmers, darüber entgegen, ob nunmehr Rückstände der Gemeinde das Beitreibungs verfahren eingeleitet worden st oder nicht, und letzteren Falls warum nicht. oder gicht. Nachlässigkeiten auf die sämmtlichen Sie werden sowohl im Mahn- als im Pfandhefehl die Verfall— zeit der einzelnen Gefälle angeben lassen, damit wir controliren konnen, ob das Zwangsverfahren zu rechter Zeit eingeleitet worden ist in dieser Beziehung müßten wir strenge rügen. Tra ip. Hessen. Darmstadt. Nach der„N. Pr. Ztg.“ ist Generalmajor und Chef des General- abes 8. Armee⸗Corps, Frhr. v. Schlotheim, ehufs Uebernahme des Commandos über die Froßh. Hess. Cavallerie-Brigade nach Darmstadt ommandirt worden — Der bisherige interimistische Commandeur es Großh 1. Inf.⸗Regts., der Königl. Preuß. um Commandeur des 1. Westphäl. Inf.⸗Regts. Nr. 13 ernannt worden. — Von den zur Dienstleistung in der preuß. Armet commandirten hessischen Stabsofsizieren sind ind Major Bechstatt zurückbeordert und Oberst⸗ jeutenant v. Gründler zu einem preußischen Regiment commandirt worden. Laubach. Der Abgeordnete des dritten oberhessischen Wahlbezirks zum norddeutschen Bunde, Ditto Graf zu Solms-Laubach, hat das Mandat mit folgender, an seine Wähler gerichteten eklärung niedergelegt:„Nachdem ich das steben— igste Lebensjahr zurückgelegt habe, fand ich, mit Rücksicht auf die fühlbare Abnahme meiner Kräfte, aach reiflicher Prüfung mich verpflichtet, unter den 23. Oktober d. J. Großherzogliches Ministerium des Innern davon in Kenntniß zu setzen, daß ich nein Mandat zum norddeutschen Reichstag und um Zollparlament nieperlege und das Ministerium u ersuchen, eine Neuwahl zu der nächst bevor⸗ ehenden Versammlung des norddeutschen Reichs. ages und des Zollparlamentes für den dritten oberhessischen Wahlkreis anordnen zu wollen.— Ich halte mich nunmehr noch für verpflichtet, den- enigen meiner Mitbürger, denen ich die mir zu Theil gewordene ehrenvolle Auszeichnung zu danken hatte, unsere Provinz Oberhessen im norddeutschen Reichstag und im Zollparlament mit zu vertreten, meinen innigen Dank für das mir bewiesene Ver- trauen auszudrücken.— Indem ich von der Theil- nahme an dem öffentlichen Leben zurücktrete, habe ich nur den Wunsch, daß die durch die Verhält- nisse herbeigeführte Neugestaltung des Vaterlandes dereinst die Wiedervereinigung ganz Deutschlands unter einer, die wahre Freiheit und Einigkeit der beutschen Volksstämme begründenden Verfassung herbeiführen möge.— Gott segne die Provinz Oberhessen, das ganze Großherzogthum und unser großes, gemeinsames Vaterland.“ Preußen. Berlin. Im Herrenhaus wurde bei der Schlußberathung des Gesetzentwurss über das Großjährigkeitsalter§. 1, das Groß— jährigkeitsalter auf das 21. Jahr festsetzend, nach der Regierungsvorlage übereinstimmend mit dem Abgeordnetenhaus angenommen. F. 2 mit Amen dement Goßler, wonach das Gesetz mit dem 1. Juli 1870 in Kraft tritt, angenommen. — Das Herrenhaus nahm den Antrag des Grafen Münster(die Ertheilung der Concession zu einer Prämien- Anleihe ist mit dem Staats- wohle unvereinbar) in der Schlußberathung an. Der Finanzminister hielt das Prinzip aufrecht, daß der Staat zur Ertheilung der betreffenden Concession berechtigt sei. — Die Gesetzentwürfe, betreffend die Auf— hebung besonderer Vorschriften bei der Intercession der Frauen und betreffend die Verpflichtung der Gemeinden zum Ersatz des bei öffentlichen Auf— läufen verursachten Schadens in den neuen Pro— vinzen, werden pleichfalls angenommen. — Dem Abgeordnetenhause überreichte der Finanzminister einen Gesetzentwurf, betreffend die Consolidation preußischer Staatsanleihen, ferner einen Gesetzentwurf wegen Aufhebung der Mahl— und Schlachtsteuer in mehreren Städten. 0— Ueber die Verschlimmerung des Gesundheits⸗ zustandes des Grafen Bismarck bleibt die„A. Z.“ trotz aller Dewentis bei ihren ersten Mittheilungen. Sie tritt jedoch auch mit versteckten Anklagen über schwere Pflichtvernachläßigung des Grafen hervor, welche eine Verstimmung in den böchsten Kreisen gegen den Bundeskanzler erkennen lassen. Es sei dort die Ansicht zum Durchbruch gekommen, daß zwischen dem Ausscheiden des Grafen aus dem preußischen Ministerium und zwischen der Leitung des Staates von Varzin aus die Entscheidung hunaufschiebbar sei. Als eventueller Nachfolger wird Graf Eulenburg bezeichnet. — In Kurhessen nimmt der Synodal— streit größere Aufmerksamkeit in Anspruch. Der kürzlich vom Amte suspendirte Pfarrer Vilmar in Melsungen, dem gleichzeitig alle kirchlichen Funktionen untersagt wurden, stellt sich auf den Boden des Vereinsrechtes und kündigt Vorlesungen an, um so seine Anhänger um sich zu versammeln. In Kassel hat der Consistorialrath Hoffmann seine Stelle als Consistorialrath niedergelegt und als Motiv dafür angegeben, daß er die Verant— wortlichkeit für die erfolgten Suspendirungen nicht mit übernehmen könne. Sachsen. Dresden. Das„Dresdener Journal“ bezeichnet es als unbegründet, daß vor— behaltlich der ständischen Ermächtigung mit einem Consortium bereits ein Uebereinkommen wegen Uebernahme des Restes der 5 Proz. Anlsihe vom Jahre 1866 abgeschlossen sei. Bayern. München. Der„Don.⸗Ztg.“ wirt geschrieben: die in Fulda versammelt gewesenen deutschen Bischöfe hätten ein geheimes Memorandum an den Papst gerichtet, in welchem sie ihn be— schwören, von weitgehendan Planen abzustehen. Unterschrieben hätten dieses Memorandum nicht: die Herren Bischof Martin von Paderborn, Bischof * 6 Stahl von Würzburg und Domcapitular Molitor von Speyer im Namen des Bischofs Weis. — Das von der bayerischen Volkspartei aus ⸗ gegebene Wahlprogramm stellt u. A. auch folgende Forderung auf:„Verweigerung aller Mittel für stehende Heere; Einführung des Miliz- Systems.“ N l — Der Wahlkampf ist ein äußerst hartnäckiger gewesen, nur in wenigen der 71 Urwahlbezirke wurde eine absolute Majorität beim ersten Wahl⸗ gang erzielt. Gegenwärtig werden weitere Seru⸗ tinien vorgenommen. — Die Antwort der biesigen juristischen Fa⸗ kultät auf die Anfrage des Fürsten Hohenlohe in Betreff des Coneils ist dahin zu resumiren: Durch Dogmatistrung der Sätze des Syllabus und der Unfehlbarkeit des Papstes wird an und für sich eine Veränderung der verfassungs- und gesetzmäßigen Beziehungen zwischen Kirche und Staat nicht be— wirkt. In Anbetracht jedoch, daß man voraus- sichtlich dieser Dogmatisirung auf gesetzlichem Wege praktische Wirksamkeit zu verschaffen versuchen würde, wäre durch dieselbe das bisherige Ver⸗ hältniß zwischen Kirche und Staat prinzipiell um- gestaltet und beinahe die gesammte Gesetzgebung bezüglich der Rechtsverhältnisse der kath. Kirche Bayerns in Frage gestellt. Aus Baden. Aus dem Handelsministerium ist wegen des dienstlichen Verhaltens der Bediensteten der Verkehrsanstalten, insbesondere der jüngeren Fahrpostbeamten, eine scharfe Aufforderung er— gangen, die sich, gestützt auf begründete Klagen, dahin gipfelt, daß sämmtliche Bedienstete bei allen ihren Amtshandlungen stets als oberste Richtschnur ihres Verhaltens den Grundsatz sich zu vergegen- wärtigen haben, daß Post, Eisenbahn und Tele⸗ graph, als im Dienste des Publikums stehende Anstalten, vor Allem den Interessen des letzteren mi! gutem Willen und ohne Zögern gerecht zu werden sich bestreben müssen. Karlsruhe. Die Abgeordnetenkammer dis— kutirte in siebenstündiger sehr lebhafter Debatte das Gesetz über Einführung der obligatorischen Civilebe und der bürgerlichen Standes beamtung. Eine Abstimmung fand noch nicht statt. Oesterreich. Wien. Der Erzherzog Ludwig Viktor, jüngster Bruder Franz Josiphs J., wird neuerdings als Candidat für den spanischen Königsthron genannt. Vor dem Herzog von Genua hat er Das voraus, daß er schon 27½ Jahre alt ist. Die Mutter Ludwig Victors, die fromme Erzherzogin Sophie, soll aber entschieden gegen das bezügliche Projekt sein. — In Prag ist ein Klempnerlehrling von 17 Jahren zu 5 jährigem schweren Kerker wegen Hochverraths verurtheilt worden. Grund der An- klage war ein von dem Angeklagten geschriebener und in das Haus eines Bürgermeisters geworfener Zettel, auf dem in czechischer Sprache mit Blei— flift geschrieben stand:„Auf zum Tabor nach Votrant, ergeben wir uns nicht, erschlagen wir den Kaiser, vernichten wir die Regierung, Verder— ben den Deutschen, zum Heile!“ Ein mitangeklagter Realschüler wurde freigesprochen. Frankreich. Paris. die Beschuldigung, die Kaiserin angegriffen zu haben, mit den Worten vertheidigt hatte: er habe als Franzose nicht sagen lassen köanen, daß, so lange das salische Gesetz gilt, ein Weib über Unter Hochrufen ging die Der Tumult setzte sich noch Als der Wagen Rochefort's, von einem Vive la Lanterne! rufenden Haufen Frankreich herrsche. Menge auseinander. auf der Straße fort. begleitet, am Boulevard Poissonniere ankam, dampfer„Albany“ ist mit einem Regiment In: wurde er dort mit Pfeifen empfangen. Das fauterie und Material für Küstenbefestigung nach Gefolge verstärkte nun seine Wagen wendete sich eben nach der Rue Poissoniere als ein Geschwader von Stadtsergeanten den Zu gang derselben sperrte; die Kette öffnete sich, un den Fiakre passtren zu lassen, schloß sich abe unmittelbar darauf und der Wagen fuhr, seines Es Geltits entledigt, ohne Hindernisse weiter. Eine Versammlung in der Rue Doudeauville, in der Rochefort die Botschaft von Ledru-Rollin mittheilte, wurde polizeilich aufzelöst, nachdem Rochefort sich gegen Hochrufe und der kam zu einigen Arxestationen, um 12 Uhr war vollständige Ruhe wieder hergestellt. — Ein Manifest, unterzeichnet von 27 De putirten, Mitglieder der Linken, worunter sich die Deputirten Gambetta, Bancel, J. Favre, J. Simon befinden, bezeichnet die Interpellationen und Re⸗ formvorschläge, welche die Linke in der nächsten Session des gesetzgebenden Körpers einzubringen beabsichtigt. Die Unterzeichner verlangen Ab⸗ schaffung des Militärgesetzes; sie fordern ferner, daß das Recht der Entscheidung über Krieg und Frieden der Nation zurückgegeben werde, ver urtheilen das imperative Mandat, durch welches die Deputirten in allen Fragen an den Willen ihrer Wähler gebunden sind, und bezeichnen das ellgemeine Stimmrecht als das richtige Mittel, die den Gewählten ertheilte Vollmacht zu widerrufen. — In einer in der Rue Dondeauville statt- gehabten Versammlung von ca. 3000 Personen wurde das Manifest der Linken durch Zischen und Pfeifen verhöhnt. Die Versammlung erklärte, mit Ausnahme von drei Stimmen, Gambetta habe das Volk verrathen und sein Wort gebrochen. — Die Versammlung von Wählern des ersten Bezirks, welche in der Rue de Levis in Batignolles abgehalten wurde, war die am stärksten besuchte der ganzen Wahlperiode; mehr als 4000 Personen haben an derselben Theil genommen. Der große Magnet dieser Sitzung war wieder Henri Roche— fort, welcher unter gewohntem Beifall eine län⸗ gere Erklärung abgab an deren Schluß er sagte: „Ich bin, wie ihr wißt, in London gewesen, um mich mit Ledru-Rollin zu verständigen. Ich wollte selbst den Mann aufsuchen, auf den man in der Folge rechnen sollte. Ich habe mich überzeugt, daß dieser Mann nicht auf der Höhe der Mission steht, die man ihm anvertrauen wollte. Ich habe mich bereits auf den Vorwurf geäußert, die Kaiserin und den kaiserlichen Prinzen angegriffen zu haben. Ich wiederhole: ich habe die Kaiserin nicht als Weib, sondern als Souveränin angegriffen, weil ich glaube, daß die Verfassung ihr nicht das Recht gibt, den Vorsitz im Ministerium zu führen.“ (Lebhafte Zustimmung.) Außerdem gab Rochefort später noch die Erklärung ab: Er wolle die Her⸗ ausgabe der„Lanterne“ fortsetzen, so lange die⸗ selbe noch der demokratischen Sache, namentlich auf dem Lande, nützlich sein könnte, so lange die Regierung die Soldaten nach heißen Ländern in den Tod schicke, se lange sie Gehälter von 2 und 300,000 Francs austheile, während das Volk Hungers sterbe, so lange man in Compiegne täg⸗ lich für Feste 60,000 Franes ausgebe, während es Frauen aus dem Volke gäbe, die nur 25 Sous verdienen u. s. w. — Mehrere Soldaten, welche öffentlichen Wahlversammlungen beiwohnten, wurden in Ge⸗ wahrsam genommen und dann nach Algier ver— bracht, um dort„mit guten Empfehlungen“ in andere Regimenter gesteckt zu werden. — Die Kaiserin wird am 25. oder 26. in Frankreich zurückerwartet. trotz dringender Vorstellungen nicht nach Paris kommen, um jeden Conflikt zu vermeiden. Was er wolle, sei Emancipation des allgemeinen Stimmrechtes. — Am 11. d. M. fand in Compiegne ein Ministerrath statt. Nach demselben hielt der Kaiser zu Pferde im Park eine Revüe über die Regimenter der Zuaven und Garde⸗Carabiniers ab. — Der Gesandte des norddeutschen Bundes, Freiherr v. Werther, hat dem Kaiser seine Be— glaubigungsschreiben überreicht. Großbritannien. London. 7 nagt worden. Italien. Florenz veröffentlicht ein Amnestiedeeret. digt alle wegen politischer Vergehen Verurtheilten 1 — Der„Reveil“ veröffentlicht einen Brief von Ledru⸗Rollin, worin derselbe erklärt, er werde Ein Tele⸗ gramm aus Néwyork meldet: Der Unionskriegs- San Domingo abgegangen, um von der Samana— Bucht Besitz zu ergreifen.— Die Eröffnung des Parlaments ist auf den 10. Januar weiter ver⸗ Die officielle Zeitung Dasselbe begna— Gemeine Verbrechen, Vergehen in der National- garde und bei Gelegenheit der Einfü 2275 Mahlsteuer wegen Widersetzlichkeit Verurthellte sind ausgenommen. 4 brachten Notizen sollen gegenwärtig 550 junge Amerl⸗ kaner auf deutschen Universitäten studiren und über 1000 amerikanische Knaben und Mädchen deulsche Schulen und Schulpensionate besuchen. Butzbach. Wie der„W. B.“ meldet, hätte am 10.8. bei einem hiesigen Bäcker durch Kohlenoxydgas leicht ea großes Unglück entstehen können. Man hatte die glühen. den Kohlen aus dem Backofen in den in der Wirthsssube befindlichen Ofen geschͤpft und bildete sich bier, da die zur Verbrennung der großen Menge Kohlen nöthige Luft⸗ ventilation fehlte, das verderbliche Gas. Ein Kind wurde zuerst ohnmächtig und während man beschäftigt war, diesem zu helfen, fielen noch 5 Personen in kurzer Zeit nach ein⸗ ander bewußttos zu Boden. Jetzt erst ahnte man die Ur⸗ sache davon, öffnete Thür und Fenster und schleppte all. Personen aus der Stube. In ftischer Luft erhollen sie sich nach kürzerer oder längerer Zeil wieder, auch das Ki kam nach den angestellten ärztlichen Belebungsversuchen wieder zu sich. Frankfurt. In den Localnachrichten liest man: Am Samstag wurde ein des Landes verwieseees Individunm über die Gränze gebracht. Als er in seine Heimath, ein, benachbarte hessische Gemeinde, kam, stellte er sich seinem Bürgermeister vor und eebrach demselben kurz darauf dessen Kleiderschrank, nahm den ganzen Inhalt und verabschie— dete sich unter Hinterlassung verschiedener Spuren und eines Zettels, worauf er Besserung versprach. Frankfurt. Am 12. d. tagte dahier im Bürger- verein das Comite zur Erbauung eines Hauses auf dem Altkönig. Vertrcten waren die Städte und Orte Franuk⸗ surt, Offenbach Hanau Darmstadt, Wiesbaden, Homburg, Soden, Steinbach, Oberhöchstadt und Königstein. Von den„sieben vorgelegten Plänen fand derjenige des Herrn Architekten Peipers von bier den meisten Beisall und dürfte derselbe ausgeführt werden. Darmstadt. Die„Hess. Landeszeitung“ meldet aus Reinheim, daß der berüchtigte J. Müller von Ober- Ramstadt, welcher wegen versuchter Tödtung eines Gendarmen im dorligen Bezirksgefängniß inhaftirt war, enisprungen ist. Er hatte sich nämlich Streichhölzer zu verschaffen gewußt, damit seinen Strohsack in Brand ge— setzt und alsdann Feuer gerufen. Als der Gefängniß⸗ wärter erschien überwältigte ihn Becker und stürmte ganz leicht bekleidet(er trug z. B. nur Schlappen) ins Freie. Friedberg. Nach den von verschiedenen a B Derselbe scheint bereits den vorderen Odenwald, unsicher zu machen, denn ein in der Nacht vom 15.— 18. d. in Groß-Bieberau verübter Einbruch, der von großer Frech⸗ heil zeugt, ist unzweifelhaft auf den schwer belasteten Conto des Entwischten zu setzen. Mainz. Zweimal kurz hintereinander befand sich das hiesige Theater in Feuersgesahr, jedesmal wurde sie jedoch frühzeilig entdeckt, daß es moͤglich war, dieselbe zu beseili⸗ gen, bevor das Publikum davon Kenntniß erhielt. Paris. Nach Allem zu schließen, wird mit der Rück⸗ kehr der Kaiserin Eugenie aus Konstantinopel eine neue Aera orientalischer Moden das durch Reifröcke und Cyignons so tief entartete Europa beglücken. So wird die Cultur wieder einmal aus dem Osten nach dem Westen zucückgetragen werden! Einstweilen geht die Souveränin Mode bereits mit einem Staatsstreich um, der nicht Ge— ringeres bezweckt, als die kleinen und großen seitherigen Kopfbedeckungen, welche kaum mehr den Namen Hüte ver⸗ dienen, durch ein neues System zul ersetzen, das wenigstens dem weiblichen Antlitz, in welcher Periode immer, mehr Reiz verleihen als entziehen wird. Der„Sport“, der in derartigen Dingen sehr gründlich zu Werke geht, gibt folgende Beschreibung des Zukunfts-Kopsschleiers:„Eine Sammtibinde in Form eines Diadems oder eine Blumen⸗ guirlande wird auf die Stirne gesetzt und über diesen Kopsputz breitet sich bis in den Nacken ein in kunstgemäßen Kaputze aus. Oer Schleier kann auch durch ein Netz von feinen Chenillen ersetzt werden. Der Kopf, der auf diese⸗ Weise von Sammt und Spitzen umwallt ist, bringt einen poelischen Effekt hervor, und beinahe alle Frauen, welche diesen neuen Putz tragen, müssen zum mindesten hübsch aussehen.“ Diese letztere Aussicht wird unfehlbar der neuen Mode eine unwiderstehliche Verbreitung verschaffen. George Peabody ist der Name eines weltbekannten amerikanischen Millionärs und Wohlthäters, der am 4. d. M. zu London nach kurzem Krankenlager im 75. Jaht seines Lebens gestorben ist. Mit ihm ist ein edle Mensch, ein„Schätzer der Menschheit“ geschieden. Amerika und England, die ihn zu gleichen Rechten als den Ihrigen betrachteten, wissen viel von seiner beispiellosen Wohlthätigkeit zu erzählen, beide haben ihm bei Lebzeiten Denkmale errichtet, und beiden gab er selber, bei Lebzeiten noch, den bei weitem größten Theil seines durch eigene Kraft und Thätigkeit erworbenen Vermögens.— Von einer englischen Auswanderer-Familie abstammend, die im Jahre 1620 von den englischen Küsten abfuhr, ward er im Jahre 1795 in dem kleinen Orke Danvers, Massachusetts, geboren. Seine Schul Falienwurf gelegter Schleier gleichsam in Form einer sich z theilt die Bollim 9 In ger Das 9 den erf Reicht dürfni und da er feine ligt ha 7 a 0 stehend' keit ger Englar das ge das ei nur di 37/36 sollen Oegedg 9⁵ 3161 an beg ldung kann unmöglich sehr gründlich gewesen in, da er schon als elfjähriger Knabe als Lehr- larsche in eine Spezereihandlung trat.— Nach göherem ausschauend, ergriff er mit 16 Jahren audig die Aufforderung seines Bruders David, dessen Schnittwaaren Handlung einzutreten. hider brannte diese bald darauf ab und beide brüder standen auf dem Trockenen. Da wendete sich an seinen in Columbia angesiedelten Onkel ohn Piabody, der ihn denn auch wirklich in en Geschäft nahm.— Das Frühjabr des Jahres 312 war bereingebrochen, die Engländer bedrohten ne Hauptstadt der jungen Republik, und die uhrige Jugend griff zu den Waffen, um sich den neiwilligenschaaren einreihen zu lassen. George teabody, der ein Gleiches that, diente nun als intillerist mehrere Monate. Nach dem kurzen eldzug, den auch der Onkel mitmachte, kam unser george in das Engrosgeschäft des reichen Riggs. hit jedem Jahre wurde dieses Haus größer und lit jedem Jahre George in ihm angesehener, bis schließlich im Jahre 1830, da der alte Riggs sc zur Ruhe setzte, als Aeltester unter den Be⸗ teiligten die oberste Führung übernahm. In neser Stellung lebte er bis zum Jahre 1837 in Laltimore, ein angesehener, reicher Kaufmann. zm genannten Jahre siedelte er nach London über. das Haus George Peabody& Comp zählte bald zu im ersten fremden Bankfirmen Londons. Peabody's Leichthum wuchs, sein Ansehen stieg, seine Be— urfnisse aber blieben mäßig wie nur je zuvor, id da er am Junggesellenstande festhielt, konnte e seinem Wohlthätigkeitssinne, den er früb bethä— t batte, immer größeren Spielraum einräumen. —„Mehr als fürstlich“ und„ohne Beispiel da— schend“ hat Königin Viktoria seine Wohlthätig— in genannt, als sie ihm bei seiner Abreise von angland nach Amerika(1856) eigenhändig für dis große Vermächtniß(250,000 Pf. St.) dankte, des er den Armen Londons hinterließ.— Um mr die größeren Posten aufzuführen, die in seinem — fromme Menschen versichern auch im himm— lischen— Hauptbuche eingetragen stehen, erwähnen wir: eine Gabe von zwei Million Dollars für die Erziehung Weißer und Schwarzer in den amerikanischen Südstaaten; 625,000 Dollars zur Gründung verschiedener Schulen und Museen in den Nordstaaten und weitere 100,000 Pf. St. für die Armen Londons. Zusammen mit anderen Stiftungen und einem Kapital von zwei Millionen Dollars, das er seinen Verwandten einhändigte, dürfte dieser Mann in seinem Leben kaum weniger denn zwei Millionen Pfund Sterling verschenkt haben. Wie viel er in seinem Leben verschenkte, ohne daß die Welt davon wußte, wird man wohl nie erfahren, obwohl nicht im geringsten daran zu zweifeln ist, daß sich in seinen Privatconti Alles sauber gebucht finden wird.— Ein schlich— teres Auftreten und ein einfacherer Hausstand, als er hatte, läßt sich kaum denken. Sein Kammer— diener war mindestens so alt wie er und das Stubenmädchen, das zuweilen auf dem Flur sicht— bar wurde, noch viel älter. Eigene Pferde hielt er nur einmal während eines Sommers, nachdem er am Vormittag eine Million Gulden verschenkt hatte, konnte er verdrießlich werden, wenn er am Abend deren zwei in Whist verlor. Er war pünktlich und sauber is seinem ganzen Thun; jeder Zoll ein Kaufmann, aber der groß angelegte, solide, durch und durch frei von jeder Aengstlichkeit, weitausschauend und umfassend in seinen Ansichten über Leben, Sterben, Bücherweis— heit, Kunstgeschmack, individuelle Thätigkeitssphären, Religion und Politik.— Sein Denken war mathematisch geordnet und an seinem„Zweimal zwei macht vier“ vermochte nichts zu rütteln. Dies und sein fester Glaube an die Zukunft der amerikanischen Union waren die am wenigsten verrückbaren Punkte seines Denkvermögens. Das war der Mann, der die Augen schloß und dem seine Landsleute demnächst die letzte Ehre erzeigen werden. Die höchste aber, nach der sich ein Mensch sehnen kann, die Ehre, nach dem Tode von seinem Vaterlande betrauert zu werden, ist ihm zwiefach vorbehalten. Denn auch England betrachtet ihn als seinen Bürger und theilt sich mit Amerika in die Trauer um seinen Verlust.— Auf Anordnung der Königin wird die Leiche Peabody's nach Amerika verbracht. Bis zum 26. d. M. bleibt dieselbe in der Westminster⸗ Abtei, um dann an Bord der Fregatte„Inconstant“ die Reise nach der Heimath anzutreten. Einem Kabeltelegramm zufolge hat der amerikanische Marineminister den Befehlshaber der amerikanischen Flotte in den europäischen Gewässern, Admiral Radford, angewiesen, Kriegsschiffe zur Begleitung der Leiche Peabody's nach den Vereinigten Staaten abzuordnen. Eingesandt. Dem Wunsche mehrerer Urwähler entsprechend, stellen wir unter Zugrundelegung des im Großberzoglichen Re gierungsblatte seiner Zeit zur öffentlichen Kenniniß ge brachten Hauptverzeichnisses nachstehend die Namen der zu und Landtagsabgeordneten wählbaren Einwohner Friedbergs zusammen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit dieser Zu— sammenstelluug zu machen: Baur, Stadipfarrer. de Beauclair, Kreisassessor. Bechstein II., J., Lederhändler. Bender, Ad., Rentier. Bichmann, pens. Major. Bitsch, Rendant. Brentano, Postmeister. Burk, J., Hofbrauer. Dr. Diegel, Professor. N Nik., Metzger. Falk, Ernst, Müller. Ferisch, W., Kaufmann. Hauß, pens. Major. Hecht, Chr., Agent. Herpel, Forstmeister. Keim, Distriktseinnebmer— Kettinger, Rentier. Kümmich, W., Kaufmann. Lindeck Rentamtmann. Mack II., H., Kaufmann. Dr. Matthias, Direktor. Dr. Möller, Direktor. Dr. Pfeiffer, pens., Stabsarzt. Philippi, Gg., Bierbrauer. Philippi, Mart., Conditor Rappolt, J., Fruchthändler. Reitz, Landrichter. Reuß, Kreioe⸗Baumeister. Schober, Stenercommissär. Dr. Schwabe, Direktor. Seyd, Ludw., Hofg.⸗Advoka. Simmerock, Ph., Bierbrauer Steinberger, Sem.-Direktor. Trapp, Regierungsrath. Walz, Fr. Carl, Bierbrauer Walz III., Joh., Gastwirth. Windecker, Ph., Bierbrauer Anschütz. Major. Jäger, Major. Bekanntmachung. 336 Mitwoch deu 24. d. M., Vormittags 9 Ubr, len in hiesiger Strafanstalt die abgängig gewordenen Ergenstände, als: 95 Bettteppiche, 2 Wasserglassässer, 2 Oeilfässer, 2 ½ Ohm haltend, 3 Oelkasten, 30 alte Stahlblätter für Weber, alter Kroppen, 5 circa 1½ Centner altes Eisen, „ 54 7 alte geilen und Hobeleisen, eine Parthie Eßkümpschen von Blech, circa 6 Centner alte Lumpen sentlich an den Metfibtetenden versteigert werden. Marilenschloß am 9. November 1869. Großherzogliche Laadeszuchthaus Casse Schäfer. Ursteigerung getragener Bekleidungen und 5 Reitzeugstücke. 31 Mittwoch den 24.1 M., von 9 Uhr Morgens u beginnend, werden in der Reitercaserne dahier aus⸗ n girte Militärgegenstände, als: Mäntel, Waffen⸗ zölte, Tuchbosen, Zwilchjacken Mützen ꝛc. ꝛc., sowie alte Witzeugstüce gegen gleich baare Zablung öffentlich isteigert. 1 Herren Bürgermeister der Umgegend werden er—⸗ let, dies in ihren Gemeiaden gefälligst bekannt zu en. f Butzbach den 15. November 1869. In Auftrag ger Bekleidungs- Commissien Großherzoglichen ersten Reiter Regiments Fretherr von Wedekind. Bekanntmachung. Freitag den 19, November l. J., Vormittags Uhr, werden an biesigem Rathhause folgende Gegen end 1.8 0 59 de: 2 kupferne Waschkessel, 1 Schaflamm utlich meistbietend versteigert. Friedberg den 16. November 1869. Großherzogliches Ortogericht Friedberg 7 Fou car. Zu vermiethen le vollständige Wohnung in dem oberen Stocke % in der Burg befindlichen Morell& Hertwig'schen druses. Auskunft erthellen 5165 Trapp& Münch. 5 1Hofapotheke Empfehle mein reichhaltiges Lager in Chinesischen 3000 zum Mohren! den feinsten Thee-Sorten. Nur durch den directen Bezug ist es mir moglich eine reine, ächte neue Waare um äußerst billige Preise zu liefern; ferner feinste neue Mandeln u. s. w. n Zeylon- und Java- Zimmt, Vanille, Wilh. Sturmfels, Hofapotheker. Spee i 2907 Unser Absatz, welcher vor einem Jahre schon unserer Maschinen zu beeinträchtigen. Folgendes find unsere neuen Preise: für Patent-Futter-Schneidmaschinen. wodurch es uns möglich ist, unsere Verkaufspreise zu ermäßigen, ohne die bekannte Güte und Solidität fl. 40 für die beliebte Maschine für 20 à 30 Stück Vieh und Pferde, 2 Schnittlängen ohne Wechselräder, ganz von Eisen, „ 68„ eine größere Maschine, 3 Schnittlängen, „ 88„ die größte Maschine für Handbetrieb franco jeder Eisenbahnstatten Garantie 3 Jahre, Probezeit 14 Tage. Abbildungen und Peschteibungen werden auf Wunsch gesandt. J. P. Lanz 4 a lität 900 Stück jährlich betrug, hat sich seitdem verdoppelt, Comp. in Mannheim. Oeffentliche Aufforderung. 3166 Zum Zwecke einer gütlichen Verständigung zur Abwendung förmlichen Coneurses über das überschuldete Vermögen des Conrad Stengel von Ostheim werden dessen gerachtsunbekannte Gläubiger auf Freitag den 24. Dezember d. J., Vormittags 9 Uhr, unter der Aufforderung hierher geladen, ihre Forderungen alsdann spersfieirt anzugeben unter der Bedrohung, daß die nicht erscheinenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden zustimmend angesehen werden sollen. Butz bach den 10. November 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichts- Assessor + Zu verkaufen 3163 hat 1 Feuerheerd und 2 Oefen mit Rohr Seminarlehrer Wahl. — 72 Coneurrenz⸗Eröffnung. 3168 In dem Landeszuchthaus Marlenschloß ist eine Aufseherstelle mit einem Gehalte von 300 Gulden zu besetzen. Der Anzunkhmende muß ein kräftiger, un verheiralheter Ercapitulant, mit guten Zeugnsssen selner Militär und Ortsbehörde verseben, im Rechnen und Schreiben bewandert und fähig sein, der Küfer⸗ oder Schlosserwerkstätte vorzustehen. Marienschloß den 15. November 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direetion Knispel. 3153 Zur bevorffehenden Saison empfehle mein gut aͤssortirtes Lager aller Sorten Pelzgarnituren, sowie Kappen ꝛc. Georg Bayer, Fahrstraße in Bad Nauheim. Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß unsere Leihbibliothek u. d. mit folgenden neuen Werken ergänzt wurde: Schwartz, Mar. Soph., Sämmtliche Armand, In Süd Carolina und] Marlitt, Goldelse. auf dem Schlachtfelde von Wunden Mühlbach, L., Kaiser Alexander und]„ Werke. 44 Bde. salza. 4 Bde. sein Hof. 4 Bde. Spielhagen Fr., Gesammelte Brachvogel, A. E., Der blaue Cava-]— Eine Welt des Glanzes. 3 Bde. Werke. 12 Bde. lier. 3 Bde.— Frankreich gegen Deutschland. Temme, J. D. H., Der Domherr. Dixon, W., Seelenbräute. 2 Bde. 5 Bde. 4 15 5 Trewtetlelbere Wide Galen, Ph., Gesammelte Schristen. 1 e„ Silz von der Trenk, Freiherr Friedrich. Sagte, Fr. 0 Die Missionäre. Pan B50/ Dit, Misdienen Friedrichs des Großen zehnjähnig 3 Bde. 1110 2 1 Gefangener zu Magdeburg. 3 Bde. Hackländer, Eigene und fremde Reuter, Fr., Sämmtliche Werke. Winterfeld, D., Ein gut⸗ Well. 2 Bde. 13 Bde. müthiger Mepbisto. 2 Bde. Marlltt, Geheimniß der alten Mam⸗[Schir mer, A., Die Spionin. 4 Bde. Willkomm, E., Die Welt des sell. Bde.— Verschollen. 3 Bde. Scheines. 2 Bde. T Französische und englische Werke in größerer Auswahl. Lesegebühren per Tag 2 kr., per Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr. Abonnements können zu jeder Zeit erfolgen. 28 20. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Mein Putz- und Mode-Ge schäft 2802 erlaube ich mir bierm't für die Wintersalson in empfeblende Erinnerung zu bringen. Aufträge werden bei reellen Preisen geschmackvoll und möglichst rasch ausgeführt. Friedberg. K. 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Hirschhorn in Kriedberg 2447 An- n Verleuuf von Staatspapieren, . A. Naulein in Hiiedbeig Coupons etc. besorgt billigst Frankfurter Börse.(Nach dem Syndicats- Coursblatt.) 16. November 1869. Staatspabier e. oollbz. Aciien, Priorit.& Obligat. reussen 4%% Obligationen 93 G. Baden 4/¼2% Obligat, à 100, 93 F.%% Frankfurter Bank 4 fl. 900 12/ 0. 1 3 5 1 8 5 ö do. 859,1 P. 0,0 Darmstädter Bank à fl. 250 303 P. 302½ G. 20% gat. 80% P Gr. Hessen] 4% Obligat. 92/8 G. 30% Oesterr Nat-Bank-Aetien 684 6. 13 5 7 do 9530 6. 5 3½0% do. 88 P. 5% Oesterr. Crea-A. Oe W. ½% 222½ à 21½ b. assau 40% /o Obligat. 2. Oesterr. 50/ Met. v. 1859 1. Ls.—— 1½% Bayer. Ostbahn à fl. 200,123 P. 22% 6. 8 005 l do.. 5 995% P. 50% Nt.-Anl. 1854.58—— 4½% Hass. Lud w- Pr. Obl. i. fl. 94½ G. Kurhessen 000 Obligat. à 1058/8 P, 2 50% Anl. steuerf. 668/80—— 50% Elisab-B Pr.-Obl. 1 Em, 6½ 74½ P. Bayern 5% Odile. 101¾ 6 Russland 30% Obl. i. L. à fl. 1285 ½ P. 83 G. 50, Elisab.-B. Pr.-Oll 2 km ½ 72/8 P. 5 35% ½ lahr. 989102 6. Pinnland 4¼% O. 1. R. 4105 98/ p. 5 G6. 60% Oest. süd. Lomb. E.-B. i fr. 74—— 5 2 5 do. 4 85¼% 6. Schweden] 4½% Obl. Thir à 105 86 b. u. G. 30% Oest. Süd. St. Lomb. E.-B Pr. 48 ½ P. Sachsen 2 en. 2 105—— 5 4½0% Obl. 1 L. à fl. 12 85% G. 30% Oeésterr. St-Ets. Pr.-Ool. i. fr. 56 557% p. Wartemb. 4 /o Obligat. 92 P. N.-Amer. 60% Bonds 1882r v. 620 891 f 89 b. u. G. 30% Liv. Pr.-Obl Lit C., D.&9/ 2 3% P./ 6. 1 4% 40. 855½ P. 60% Bonds 18857 v 65 C77 b. 50% Tse Cet-B b-Obi„ 552 K. 2 0 Ruthees: 40 1h.-L. N 205 41 ii 1 0 Amsterdam k. 8. 100%/ b. 5 Preuss. Kassensch. H. 47 40%½ 5. 2 51 5 3 1 g 2 augsbuig k. S. 998/ 8. 5 Preuss. Friedrichsd'or„ 9 58—99 8 1 5 15 r. 1 8 e 8 Berlin Thlr. k. S. 1 B. 8 pistolen.„ 9 4749 8 8 1„ 35 fl. Loose 56 P. 18 Breusen Thlr. k. S. 97¼ B.— 5 Doppelte„ 9 48—50 7 r. Hess. 50 fl.-Loose——— 1 8 Cöin Tulr. K. S. 105 B. 7 Holl, fl. 10 Stücke„ 9 54—56 2 5 4 1839 5 0 1 2 Hamburg M. B. k. S. 88¼½ ½ b Duestenng!?!? 51 5 36— 38 5 0 1 5 6 1 1 Leipzig Thlir k. S. 105 B.— 5 al mare„ 537-39 2„ 4e 0 240 v. 1854 ¼ 71½ b. 1* London Lst. k. S. 119¼% ½ b. 20 Franes- Stücke„ 9 28— 29 3 2„ 5% 500 v. 1860s% 77½ P. 2 München fl k. 8. 993/ 6.— Engl Sovereigns 11 54-58 100 fl. v. 186 Th. W. 114 b. 113 6. 8 Paris Fr. 200 k. S 94%// b 3 Rnoss. Imperial„ 9 48—50 2 7 0 1 1 85 aris 5 8/ /¼8 b. 2 uss. Imperiales 5 2„ 100 Pr.-L. v. 1858 149¾ P.*— Wien 6. W. k. S. 55 6 G. 12 5 Frances Thaler 5 I Seuved. Tbli. 10-L. 12% f.% 2 Bankdiscon“o 40% G. Dollars in Gold 22728 2777 S. Lindheimer Söhne in Frankfurt a. M. Zeil 29. An- und Verkauf aller Werthpapiere Auskunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. s. w. wird gerne ertheilt. — unter Zusicherung reeller Bedienung. U Lehrlingsstelle! 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