1 1869. 1 E 5 N e 1 Samstag den 16. October. 121. 010 Neien *% Sihält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. frech, Oberhessischer Anzeiger. Sritdberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samftag. n g Gonder N Das Großherzogliche Kreisamt — Nachstehend theilen wir Ihnen eine von Großherzog! roßberzogliche Regierungsblat Nr. 47 zur öffentlichen Kenn Jabrgaagtt. 6000 1 N* Die in dem Ausschrei alßer Wirksamkeit. Be Zufolge Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des G Nin isteriums vom 24. Januar 1865(Reg. Bl. nigegen das Sprunggeld, einschließlich der an die Landesge fl. 30 kr. erhöht werden, was hierdurch im Einverständniß mit Großherzog Darmstadt, den 28. September 1869. — Amtlicher Theil. treffend: Das Landesgestüt, insbesondere das Fohlen⸗ und Sprunggeld. Friedberg an die Großherzoglichen u t m bags nnen a ch S. 33) eingeführte Fohlengeld für die vom 1. stütsdiener zu entrichtenden Gebühr lichem Minist hetreffend: Die Prüfung und Ueberwachung von Dampfkesseln. Das Großherzogliche Kreisamt Ein großer Theil von Ihnen befindet Nr. 111 des Anzeigers für Oberhessen und Friedberg an sich noch im Rückstan wird solche ohne Verzug erwartet. ichem Ministerium der Finanzen beschlossene Bekann tniß gebracht wird, im Abdruck zu ben vom 18. Februar 1865, Amtsblatt Nr. 2., bezüglich des Fohleng n g. roßherzogs soll das nach der B erium des Innern zur öffentlichen Kennt Großherzogliches Ministerjum der Finanzen. die Großherzoglichen Bürg de mit Erledigung der Auflage in un Friedberg den 13. October 1869. Bürgermeistereien des Kreises. tmachung, welche durch das r Nachricht mit. eldes enthaltenen Bestimmungen treten hiermit Ter a p p. ekanntmachung des unterzeichneten an fallenden Fohlen abgeschafft, vom 1. Januar 1869 an auf niß gebracht wird. Januar 1870 von je 24 kr. v. Schenck. (gez.) Friedberg den 15. October 1869. ermeistereien des Kreises. serm Aus schreiben vom 20. v. M. K r 0 bio ö Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche legierungsblatt Nr. 47 enthält außer der bereits nitgetheilten Verordnung: II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Finanzen, is Landgestüt, insbesondere das Fohlen⸗ und das Sprung⸗ ld betreffend. Zufolge Allerhöchster Entschließung Seiner zöniglichen Hoheit des Großherzogs soll das nach der kanntmachung vom 24. Januar 1865 eingefübrte uhlengeld für die vom 1. Januar 1870 an fallenden wylen abgeschafft, dagegen das Sprunggeld, einschließlich ir an die Landgestütsdiener zu entrichtenden Gebühr von 2⁴ kr., vom 1. Januar 1869 an auf s fl. 30 kr. er⸗ ght werden. III. Bekanntmachung der Großh. Commission für zost⸗Angelegenheiten, den Personenpostcours(hier die Per⸗ inengeldsätze) zwischen Brensbach und Dieburg betreffend. Iv. Bekanntmachung derselben Behörde, die Personen⸗ zeostcourse(hier die Personengeldsätze) zwischen Breusbach ind Darmstadt, sowie zwischen Brensbach und Reichels⸗ zzim betreffend. 1 Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben klergnädigst geruht: am 14. Sept. dem Schulamts⸗ Ispiranten Kerz aus Hechtsheim die erledigte 3. kathol. chulstelle zu Kastel zu übertragen;— am 15. Sept. en Saalwärter Holdenreuter zum Hoflaquaien zu ernen⸗ en:— am 18. Sept. den Schullehrer zu Worms, Joh. Nenges, mit Belassung in seinen bisherigen Dienst⸗ ind Gehaltsverhälinissen als städtischen Schullehrer zum inspektor der Stadtschulen zu Worms,— den dermalen s Stationscontroleur des Zollvereins verwendeten Haupt⸗ llamts⸗Controleur, Zollinspektor Ruckelshausen, zum Fauptzollamts⸗Rendanten unter Belassung des ihm ver⸗ gehenen Charakters als Zollinspektor, zu ernennen,— den Zauptzollamts⸗Assistenten 1. Klasse bei dem Hauptzollamt Jorms, Gölz, in gleicher Diensteigenschaft, unter Ver⸗ zihung des Charakters als Revisionscontroleur, an das „auplzollamt Darmstabt zu versetzen,— den dermalen ls Assistent bei dem vereinsländischen Hauptzollamt vamburg verwendeten Affistenten 2. Klasse, Süsbeck, zum 5 auptzollamts⸗Assistenten 1. Klasse,— den Hauptzollamts⸗ issistenten 2. Klasse bei dem Hauptzollamt Mainz, Bischoff, um Hauptzollamts⸗Assistenten J. Klasse bei dem Haupl⸗ dlamt Offenbach,— den Hauptzollamts⸗Assistenten 2. Alasse bet dem Hauptzollamt Mainz, Brunner, zum Hauptzollamts⸗Assistenten 1. Klasse bei diesem Hauptzoll⸗ amte,— den Hauptzollamts⸗Assistenten 2. Klasse bei dem hauptzollamt Mainz, Grimm, zum Haupizollamts⸗Assi⸗ zenten 1. Klasse bei dem Hauptzollamt Worms,— den berrechnungs⸗Revisor Hisserich zum Dirigenten ber ersten zustificatur-Abtheilung der Ober-Rechnungskammer,— en Protocollisten bet dem Hofgerichte der Provinz Star⸗ zuburg, Schmitz, zum zweiten Reglstrator bei diesem zerichtshofe, mit Beibehaltung seiner Stelle als Proto⸗ ollist, zu ernennen,— und dem Registrator bei der Ober⸗ zoll⸗Dixektion, Zollinspektor Eckhardt, die etatsmäßige iebenstelle eines Sekretärs unb Registrators bei der Münz⸗ zeputatton zu verleihen;— an demselben Tage dem ezirksgerichtsrath und seitherigen ersten Untersuchungs⸗ ichter bei dem Bezirksgerichte Mainz, Friedrich Lehne, Sprengel des genannten ersten Untersuchungsrichters für den N chtsrath und seitherigen Vezirks gerichts,— dem Bezirksgeri zweiten Untersuchungsrichter bei dem Bezirksgerichte Mainz Ludwig Schön, unter Belassung seines Richteramts, die Funktionen eines zweiten Untersuchungsrichters für den Sprengel des genannten Bezirksgerichts— beiden auf die Sauer von weiteren drei Jahren, vom 17. Oktober l. J. an gerechnet,— zu übertragen;— am 20. Sept. den Ministerialkanzlisten erster Klasse bei dem Ministerium des Innern, Metz, zum Mintsterialkanzleünspektor bei diesem Ministerium— und den Mintsterialkanzlisten 2. Klasse dei dem Ministerium des Innern, Korn, zum Ministerial⸗ Kanzlisten 1. Klasse bei diesem Ministerium,— und am 28. Sept. dem Schullehrer an der 4. kath. Schulstelle zu Gonsenheim, Grebner, die erledigte 3. kath. Schulstelle daselbst,— am 29. Sept. dem Schulamtsaspiranten Berger aus Büches die evangelische Schulstelle zu Groß⸗ Steinheim zu übertragen;— am 29. Sept. den Ministerial⸗ Protokollisten bei dem Ministerium des Innern, charak⸗ terisirten Ministerial⸗Registrator, Köhler, zum zweiten Ministerial⸗Registrator bei dem genannten Ministerium, — und am 1. October den Stationsvorsteher der Station Frankfurt der Main⸗Weser⸗Eisenbahn, Lauteschläger, zum zweiten Registrator bei der Ober⸗Steuer-Direktion zu er⸗ nennen.— Am 29. Sept. wurde der seitherige kathol. Pfarrer zu Ober⸗Ingelheim, Peter Koser, zum katholischen Pfarrer zu Gau⸗Algesheim ernannt. VI. Charakterertheilungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. Sept. dem Spezerei⸗ und Colontalwaarenhändler Windecker zu Friedberg den Charakter als„Hoflieferant“,— am 27. Sept. dem Weiß⸗ binder Fäller zu Langen den Charakter als„Hosweiß⸗ binder“— und am 28. Sept. dem Möbelfabrikanten Nachmann zu Mainz den Charakter als„Hofmöbelfabrikant“ zu verleihen. VII. Dienstentlassungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. August den ordent⸗ lichen Professor in der evangelisch⸗theologischen Fakultät der Landes⸗Universität, Dr. Dillmann, auf sein Nachsuchen, von seinem Dienste vom 30. Sept. d. J. an, zu entlassen; — am 14. Sept. den evang. Pfarrer zu Nieder-Florstadt, Görtz, von der Verwaltung des Dekanats Friedberg, auf sein Nachsuchen, zu entheben. VIII. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht; am 15. Sept. den Sberförster der Oberförsterei Mombach, Heimburg, auf sein Nachsuchen und mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit,— am 18. Sept. den Oberförster der Ober⸗ försterei König, Loos, temporär und bis zur Wiederher⸗ stellung seiner geschwächten Gesundheit,— den Forstwart der Forstwartei Jägerhaus, Wildmeister Kreuter, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste,— am 20. Sept. den Ministerial⸗ kanzleiinspektor bei dem Ministerium des Innern, Kanzlei⸗ rath Schneider, auf, sein Nachsuchen, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste,— am 25. Sept. den Hof⸗ offizianten Stürz,— und am 29. Sept. den Ministerial⸗ Registrator bei dem Ministerium des Innern, Wilhelm Reuling, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner enter Belassung seines Richteramts, die Funktionen eines langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. IX. Concurrenz für: die epangelische Schulstelle zu Groß-Eichen mit einem Gehalt von 378 fl. 49 kr. nebst 4 Stecken Buchen⸗Scheitholz zur Heizung des Schullokals; — die evangelische Pfarrstelle zu Schwickartshausen mit einem Gehalt von 1491 fl. 49 kr., auf welchem eine Be⸗ soldungsabgabe von jährlich 100 fl. ruht, die jedoch durch Mehrerlös aus der Verpachtung von Pfarrgelände gedeckt ist;— die evangelische Pfarrstelle zu Wald⸗Uelversheim mit einem Gehalte von 792 st. 25 kr.;— die evangel. Pfarrstelle zu Hofheim mit einem Gehalte von 582 fl. 5 kr.;— die evangelische Pfarrstelle zu Rothenberg mit einem Gehalte von 1085 fl. 59 kr., dem Herrn Fürsten zu Leiningen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die erste evangelische Knabenschulstelle zu Langen mit einem Gehalte von 622 fl. X. Gestorben: am 20. Juni der Rabbiner des Rab⸗ binats Bingen Dr. Sobernheim in Bingen;— am 13. Aug. der pensionirte Schullehrer Berntheusel zu Bingenheim; — am 19. Sept. der Schullehrer Probst an der 1. kath. Schule zu Budenheim;— am 22. Sept. der Landgerichts⸗ diener und Gesangenwärter Andreas in Bad Nauheim; — am 29. Sept. der Großh. Medicinalrath Dr. Neu⸗ schäfer zu Grünberg;— am 1. Oct. der Schullehrer Kühn zu Arheilgen. — Die neue Eisenbahnstrecke Worms⸗Bens⸗ heim wird dem Vernehmen nach am 20. Oktober dem Verkehr übergeben. Preußen. Berlin. Im Abgeordneten⸗ hause schlug Braun vor, die Staatsregierung auf— zufordern, ein Gesetz betreffs der Beseitigung des Concessionswesens für Prämienanleihen innerhalb des norddeutschen Bundes einzubringen. Der Finanzminister erklärte, er sei gleichfalls für eine gesetzliche Regelung dieser Angelegenheit. Die Regierung habe ihre Bedenken gegen die Prämien⸗ anleihen fallen lassen, um die preußischen Papiere an die ausländischen Börsen zu bringen, Die Staatsregierung werde das Landtagsvotum ge⸗ bührend berücksichtigen. — Von Seiten der Fortschrittspartei wird im Abgeordnetenhause ein Antrag auf Reform des Preßgesetzes eingebracht werden, wonach die Ver⸗ pflichtung von jeder Zeitung vor der Ausgabe ein Exemplar bei der Ortspolizeibehörde hinter- legen zu müssen und die Stellung einer Caution bei Herausgabe eines Blattes aufgehoben werden soll. Ferner sollen Platten und Formen nicht mit Beschlag belegt werden dürfen, auch die Ent⸗ ziehung der Befugniß zum selbständigen Betriebe eines Preßgewerbes durch richterliches Erkenntniß nicht mehr stattfinden. Ebenso wird die Verweisung der politischen und Preßvergehen an die Schwur⸗ gerichte verlangt. Der Antrag wird zwar erfolgen, e doch glaubt man nicht an eine Annahme desselben von Seiten des Herrenhauses und der jetzigen Regierung. Sachsen. Am 13. d. hat in dem Städtchen Lichtenstein eine große Feuersbrunst stattgefunden. Ungefähr 40 Häuser brannten nieder; die öffent⸗ lichen Gebäude wurden gerettet. Ueber die Ent⸗ stehung des Brandes hat noch nichts verlautet. Bayern. München. Die„Correspondenz Hoffmann“ meldet: Die Bundesliquidationscom- mission hat ihre Schlußsitzung gehalten; nach Er- ledigung sämmtlicher ihr zugewiesenen Aufgaben hat sie sich für aufgelöst erklärt. Schweiz Der Bundesrath hat, wie die „Berner Tagespost“ meldet, seine Intervention zu Gunsten eines Theils der Frankfurter Aus⸗ gewiesenen eintreten lassen, nämlich in allen Fällen, wo das Familienhaupt mit allen Angehörigen die Entlassung aus dem preußischen Unterthanenver⸗ bande erwirkt hat. Frankreich. Paris. Der Kaiser ist am 12. d. nach Compiegne gereist, wohin ihm die Minister am Donnerstag folgen werden. Der Kaiser wird bis zum 24, d. M. in Compiegne verweilen. — Wie die„Reforme“ meldet, ist in einer Versammlung von Delegirten der Wahlcomites des Seine⸗Departements beschlossen worden, von den Pariser Deputlrten Erklärung zu fordern über die Haltung, welche dieselben am 26. Oktober zu beobachten gedenken. — Mit Bezug auf die jüngst stattgefundene Auflösung der öffentlichen Versammlung zu Belle— ville sagt das„Journal offiziel“: Gemäß der Bestimmungen des Gesetzes vom 6. Juni 1868 sei der Polizeipräfekt befugt, jede öffentliche Ver⸗ sammlung aufzulösen, sobald sie einen Charakter annehme, der eine Störung der Ordnung und eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit be— fürchten lasse. So oft Ruhestörungen der Art vorkommen werden, sei die Regierung entschlossen, von den Bestimmungen dieses Gesetzes Gebrauch zu machen. — Es bestätigt sich, daß der Leichnam des Vaters Kinck in einem elsässischen Walde, in der Nähe von Soultz, aufgefunden wurde. Man er— wartet denselben in Paris. — Eine weitere Nachricht aus Soultz berichtet: „So eben hat man die Leiche Kinck Vaters auf das Stadthaus gebracht; sie ist im Walde zwischen Ollwiller und Watwiller in einem mit Sand und trockenen Blättern zugedeckten Loch gefunden worden.“— Von anderer Seite wird die Auf— findung der Leiche Kinck's widersprochen. Großbritannien. London. Nachrichten aus Bombay vom 6. October melden: Der eng— lische Consul Kirk in Zanzibar hat einen Brief von dem Afrikareisenden Livingstone von See Banglewo, datirt 8. August 1868, erhalten. Livingstone schreibt, er habe die Quellen, welche er für diejenigen des Nil halte, zwischen dem zehnten und zwölften südlichen Breitegrade gefun— den. Sein Gesundheitszustand sei befriedigend. Weitere Nachrichten aus Bombay vom 11. d. theilen mit, daß dort ein Brief Kirk's aus Zan— zibar veröffentlicht wurde, in welchem derselbe die Ankunft der Caravane anzeigt; Livingstone befinde sich in Ufisi. Spanien. Dec„Siecle“ würdigt die Er⸗ eignisse in Spanien folgendermaßen:„Die In— surrektion greift um sich. In Catalonien, wo 18 Deputirte, unter denen Joaristi, mit ebensoviel Banden im Felde stehen, ist die Bewegung all— gemein; in Arragonien operiren die drei Depu⸗ tirten: Blanc, Noguero und Castejos mit Corps von Freiwilligen. Die Insurrektion in Saragossa, die bei Gelegenheit der Entwaffnung der Miliz ausbrach, scheint noch nicht bewältigt, die Ver— bindungen zwischen dieser Stadt und Madrid sind immer noch unterbrochen. In Andalusten setzten die zwei Deputirten Paul und Salvocchea ihre Operationen mit Erfolg fort. Bejar ist im Aufstand; die telegraphische Verbindung mit Valencia, wo ebenfalls eine Bewegung ausgebrochen, ist abgeschnitten. Ueberall verstärken sich die Banden und nehmen an Zahl und Kühnheit zu. In Madrid hat man große Vorsichts maßregeln getroffen; alle Polizeiagenten waren, mit Gewehren und Revolvern bewaffnet, im Ministerium des Innern contentrirt, während die Truppen sich inf ihren Kasernen bereit hielten. In Barcelona wird ein regelmäßiges revolutionäres Bulletin publicirt, welches sich zur Hauptaufgabe stellt, die falschen offiziellen Nachrichten zu dementiren. Die Republik ist auf verschiedenen Punkten des König⸗ reichs ausgerufen worden.“ Madrid. 1400 Insurgenten in Catalonien haben die Waffen niedergelegt. Die Munitipalität in Ternel hat die Republik proklamirt. Die In- surgenten von Valencia zogen sich in einen Theil der Stadt zurück und befestigten sich daselbst. 18 Bataillone Truppen halten die übrige Stadt besetzt. Kein Truppentheil ist abgefallen. Der Gouverneur von Catalonien meldet, daß sich in der Provinz Tarragona 1800, in Gerona 3000, in Lerida 600 und in Barcelona 600 Insurgenten unter⸗ worfen haben. Türkei. am 13. d. in Konstantinopel ein. vom Sultan glänzend empfangen. und Illumination. Die Kaiserin der Franzosen traf Sie wurde Abends Diner * Aus der Wetterau. Wir erwähnen an dieser Stelle nochmals, daß Montag den 18. d. M. Mittags 12 Uhr der Obst- und Gartenbauverein eine Generalver⸗ sammlung im Gasthaus zum Einhorn in Gießen halten wied, wozu derselbe nicht allein seine Mitglieder, sondern auch alle, welche sich für das Gedeihen des Vereins in⸗ teressiren, einladet. 1 Södel. Auch von hier ist ein Unglücksfall, ähnlich dem neulich von Ockstadt gemeldeten, zu berichten. Am 8. d. wurde nämlich ein in einer Sandgrube beschäftigter Arbeiter von der herabstürzenden Erdmasse verschültet und starb in Folge dessen nach einigen Stunden. Ein aber⸗ maliger Beweis, wie dringend geboten eine strenge polizei⸗ liche Beaufsichtigung des Bebaues der Sandgruben erscheint. Aus Kirchgöns wird gemeldet, daß vor einigen Nächten die dortigen Bewohner durch Feuerlärm aus dem Schlafe geweckt wurden. Es brannsen mehrere Stroh⸗ haufen in der Nähe des Ortes. Man wurde rasch Herr des Feuers und rettete den größten Theil der bort befind— lichen bedeutenden Menge Strohes. Frankfurt. Wie hiesige Blätter melden, passtren seit Eröffnung des eisernen Stegs denselben täglich circa 3000 Personen. Ems. Ein hiesiger Arzt fragte den Tag nach der kürzlich dahier verspürten Erderschütterung seinen Kutscher: „Nun, Johann, haben Sie heut Nacht das Erdbeben auch gehört?“— Antwort:„Ach, Herr Doktor, wenn man im Hinterhaus wohnt, hört man gar nicht, was auf der Straße vorgeht.“ Einfluß der Dreschmaschinen und des Vitriols auf Saatweizen. (Von Lehrer Eppls in Ockstadt.) Ende October v. J. steckte ich in jeden von vier breiten, irdenen Töpfen, die mit kurz vorher beregneter Gartenerde gefüllt waren, 80 Waizen⸗ körner. Um diese vor dem Vogelfraß zu schützen und doch der Luft auszusetzen, stellte ich die Töpfe an ein geöffnetes Fenster innerhalb des Zimmers. Nach Verlauf von 23 Tagen gelangte ich zu folgenden Resultaten: In jedem Topfe waren die Körner einen Zoll lang über die Erde gewachsen; abwärts gingen bei jedem Pflänzchen drei Würzelchen. Zwei davon waren ca. einen Zoll lang, das dritte hatte jedesmal über einen Zoll Länge. Im Topfe Nr. 1 befanden sich 8 0 Körner, die mittelst eines Dreschflegels ihren Aehren entzogen und nicht vitriolt waren. Alle 80 waren aufgegangen. Im Topfe 2, der von demselben Weizen, aber vitriolt, enthielt, waren 70 Körner aufgegangen. Fünf davon zeigten, zwar noch in die Schale gehüllt, deutliche Spuren der Keimung; sie wären — was sicher anzunehmen ist— später noch auf gegangen. Die übrigen fünf zeigten auch nicht die geringste Spur von Keimung. Es sind dem⸗ nach 6 durch Vitriolen keimunfähig geworden. Im Topfe 3 staken Körner, die mittelst der Dreschmaschine gewonnen, als Saatgut zubereitet, aber nicht vitriolt waren. Hiervon waren 71 auf— gegangen. An den neun übrigen gewahrte ich nicht die geringste Spur von Keimung; demnach waren hiervon 113 in der Keimkraft gestört. m Topfe 4, der dieselben Körner faßte, vr No; 3, mit dem Unterschiede daß sie wie Sag, gut vitriolt waren, waren 48 aufgegangen, zeigten deutliche Keimspuren, macht also 46 f. ammen. An den übrigen 34 war nicht dg mindeste Anzeichen für Keimung zu entdech Hier waren also 42 8 keimunfähig gemacht. Man ist der Ansicht, durch die Dreschmaschine würden die Körner mehr oder weniger zerquels aufgeschlitzt und deren Keimchen blosgelegt. Fin, dann vor der Saat am Weizen das so nöthsg Vitriolen statt, wodurch den sogenannten Bran sporen die Fortpflanzungskraft genommen win so werde auch das zarte Keimchen vom Vitiit angegriffen und seines Wachsthums benommen. Hieraus ließe sich nun bezüglich der Gewinnun des Saatgutes, resp. Saatweizens die Regel en nehmen, daß man zum Saatgut keine Körner, u. mittelst der Dreschmaschine gewonnen wurd verwenden solle. Sagen aus der Wetterau. Von Heinrich Hensler. 4. Die Adamsbahn am Altkönig Der äußere Ring des Altkönigs(Altkönsg Altking), dieses majestätischen Berges des Taunus mißt etwa 2000 Schritte und hat nach Südt⸗ zu eine Art Vorwerk, das, wenn es nicht genaue untersucht wird, ein dritter besonderer Ring z sein scheint. Bei sorgfältiger Betrachtung wir! man sich überzeugen, daß dasselbe mit dem äußeren Ringe zusammenhängt. Letzterer besteht größten, theils aus kleineren Steinen. Der innere Ring dagegen, welcher etwa 1400 Schritte mißt, besteh meistens aus großartigeren Steinen, man möcht sagen Felsen. Von demselben bis zum Gipfel sin etwa gegen 200 Schritte. f Wenn man gegen den Gipfel kommt, so zeig sich ein alter Weg, den man die Aams bah! oder Adams bahn nennt, und von dem di Sage folgendes erzählt: Nach altem Glauben schläft der Wald am ersten Tage des Jahrs, und wenn im ganze Jahre, die Sonn- und Festtage ausgenommen Jedermann in demselben Holz hauen darf, so muff man ihn an diesem Tage ruhen lassen. Es wan aber einst ein Mann, der hieß Adam;— deln dünkte sich klüger als andere Leute, und glaub! nicht, was sie glaubten. „Was geht das mich an,“ sagte er,„ob diu Wald schläft, oder nicht;— ich will ihn schon wecken!“ f Damit zog er am Neujahr mit seinem Schlitten aufwärts in den Wald und holte sich, von Nin manden gestört, das beste Holz, das er finden konnte. Das legte er auf seinen Schlitten, ban! es fest und begann damit heimwärts den Ber hinab zu ziehen. Bald gelangte er damit an einen so steilen Ort, daß er den Schlikten nich mehr aufhalten konnte und mit ihm in eine schrecl liche Tiefe fiel. N Als er nicht nach Hause kam, wurden dit Seinigen ängstlich und suchten überall nach ihin in dem Walde;— endlich fanden sie ihn tot neben seinem umgestürzten Schlitten liegen. Von ihm hat die Bahn, welche er hinab gestürzt war, den Namen Aams- oder Adams bah erhalten. Für die Hinterbliebenen der im Plauen'schen Grunde verunglücken Bergleute sind bei dem Vorstande des Hülfsvereins noch eingegangen! von Großherzogl. Bürgermeister Muth und 12 Ein wohne von Beienheim 2 fl. 39 kr. Der Vorstand des Hülfsvil, eins erklärt seinerseits die Sammlung für geschlossen um wird den Ertrag derselben, 111 fl. 50 kr, an das Centrg.“ Hülfscomité zu Döhlen bei Dresden absenden. Bei der Expedition gingen noch ein: durch Herm Pfarrvicar Schneider in Reichelsheim von H. Mühl“ und G. Röhm das. 24 kr. Gesammtbetrag der bei un eingegangenen Gaben 362 fl. 40 kr., welche Summe wir an das Central-Hülfscomits zu Döhlen bei Dresdal abgesendet haben. Wir erklären gleichzeitig die von u veranstaltete Sammlung für geschlossen. Die Expedition. 94 1 * Güter Ver 11 Uhr, sollen im hiesigen Rathhause auf freiwilligen Antrag der Frau Heinrich Müller II. Wiltwe dahler deren nachbeschriebene Güterstücke: Gemarkung Friedberg. glur, Nr; Nlftr.. 10. 64. 198. Acker im Lachenfeld, 10. 288. 344.„ Krummgewann, 10. 294% 294.„ daselbst, 11. 200. 283.„ Lachenfeld, 12. 215. 182.„ Straßbeimergrund, öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 15. October 1869. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Mobiliar ⸗Versteigerung. 2865 Montag den 18. Oetober und nötigenfalls den folgenden Tag, Vormlitags 9 Uhr anfangend, werden auf freiwilligen Antrag der Heinrich Witzels Erben in Nieder ⸗Mörlen folgende Gegenstände, als: 1) 2 trächlige Fahrkühe, 1 Schwein; 2) circa 10 Mltr. Waizen, 10 Mlir. Korn, 12 Mllr. Gerste, 15 Mtr. Hafer und 1 Mltr. Erbsen; 3) circa 15 Zeuiner Heu und eine Parthte Spreu; 4) Tische, Stühle, 1 Küchenschrank, 1 Kleiderschrank, 2 Kisten, 1 Kommode, 1 Schränkchen mit Aussatz, 1 Bettstelle, 1 vollständiges Bett mit Ueberzügen, 1 Waschbütte, 1 Waschkessel, eine Parthie Schälholz (Stecken und Wellen) 2 Baumstämme, zu Werkholz sich eignend, verschtedenes Zinn und sonstige Haus- und Küchengeräthe; Verschiedene Bäckereigerächschaften, als: Backtrog, Kuchen ⸗ Bleche, Mehlwage ze. 1 zweispänniger Kuhwagen mit Dung⸗ Horden und Ernteleitern, 1 Schaufel und 1 Spitzpflug, 1 eiserne Egge, eine Frucht⸗Fegemühle und sonstige Oekonomie⸗ Gerätbschaften; 7) Eine Parthie Dung, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung im Sterbehause wersteigert werden. Zugleich werden Alle, welche an den dahier verlebten Bäcker Heinrich Witzel Forderungen zu machen haben aufgefordert, solche binnen 14 Tagen bei Unter⸗ lzeichnetem einzureichen. Nieder⸗Mörlen, am 13. October 1869. In Auftrag: 50 60 Großherzogliches Ortsgericht Nieder⸗Mörlen Mes bs, Vorsteher. 2 8 2 2 3 25 7 82 Daheim 2 2 8 1 8 2s Die nächstie Nr. 3 des neuen, VI. Jahrganges S S Ä wird enthalten:= 8 7 [Kloster Roßdpk. Novelle von Hans Tharau.— Blätter zaus meinem Herbarium. Von Dr. Rob. König. IV. Mufikalische Nachbarn. Zu den Bildern von A. Ober⸗ länder: Der Geiger und der Flötenbläser.— Im Ester⸗ (hazykeller Wiens. Von Friedr. Bücker.— Aus Graf Bismarcks Meisterjahren. Von Dr. Rob. Köntg. Mit 25 Illuftrattonen Park von Varzin in Mondschein. Von W. Simmler. Bismarck in seiner Familie. Auf der Jagd in Schönbrunn. Auf einem Balle Bismarcks. Am Strande von Blarritz.— Klimatische Kurorte. II. Afacclo. Von Dr. Rich. Andree.— Am Familten⸗ ulsche: Der deutsche Erbauer der Niagarahängebrücke. — Die Mont⸗Cenisbahn und der Mont Cenistunnel mach chinefischen Berichten. Daheim⸗Expedition in Leipzig. Zu beziehen durch Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 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Waxweiler, den 29 Juni 1868. P. J. Knuppen, Sattler. 2881 3 1 1 1 2 3 e 7 Ben ae z. Sen g e Für die bevorstehende Wintersaison empfehle nebst meinem reichhaltigen Putz und Modewaaren Lager fertige runde und Capot⸗Hüte in schönster Auswahl Elise Hanau, geb. Simon, vis-A- vis der Post. 2878 Internationale Ausstellung Amsterdam 18 69. Liebig's Compagnie Fleisch- Extract erhielt wiederum wie bei allen früheren Ausstellungen die höchste Auszeichnung, nämlich N Das grosse Ehren-Diplom (über der goldenen Medaille stehend). und Dr. M. VON PETTENKOFER zu achten, um sicher zu empfangen. London, October 1869. 43, Mark Lane. Das Publicum wird hierin einen neuen Beweis der vorzüglicheren Qualität des Extracts der unterzeichneten Compagnie verglichen mit allen ähnlichen in den Handel gebrachten Producten erkennen und durch Gegenwärtiges wiederholt ersucht, auf das Certifleat mit den Unterschriften der Herren Professoren BARON J. VON LIEBId zu sein, das ächte Liebig's Compagnie Fleisch-Extract Liebig's Extract of Meat Compagnie(Limited). Neue hol. Vollhäringe! 2159 bei Wilh. Fertsch. 2767 Unterzeichneter(wohnhaft bei Herrn Lederhändler Heil) ist jederzeit bereit Privatpraxis anzunehmen. Butzbach den 5. October 1869. Dr. Güngerich, Großh. Militär ⸗Veterinärarzt. Oefen und Heerde, 2870 für Steln⸗ und Braunkoblen, sowie Holzbrand, Wollene Hemden, wollene ind baumwollene Unter jacken Unterhosen 218 zu verschiedenen Preisen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. E. Neue Linsen! 2872 in reicher Auswahl, billigst bei Louis Weis, Hund ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Uuiversal-⸗AMagenligueur 33 von Carl von Metternich in Mainz, in Flaschen zu 24 fr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bei Ph. Dan. Kümmich. Geschaͤlte Erbsen, 2874 Linsen und Bohnen bei J. A. Windecker. 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Wo 2 2866 Ein älteres, zuverlässiges und einfaches Frauen⸗ zimmer, am liebsten Wittwe, wird als Haushälterin auf eine Oeconomie in der Nähe gesucht. Zu erfragen bei Herrn Gasthalter Simon, drei Schwerter in Friedberg. * 10* Ein gesitteter Junge, 2869 welcher die Metzgerprofession zu erlernen wünscht, kann unter vortheilhaften Bedingungen in die Lehre treten. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Ein ordentlicher Junge, 2877 der die Schuhmacherei erlernen will, mit oder ohne Lehrgeld, kann sogleich in die Lehre treten bei Louis Leopold, in Friedberg. Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß unsere g Leihbibliothek u. a. mit folgenden neuen Werken erganzt wurde: Armand, In Süd Carolina und Matlitt, Goldelse. Schwartz, Mar. Soph., Sämmtliche auf dem Schlachtselde von Langen-⸗[ Mühlbach, L., Kalser Alexander und Werke. 44 Bde. salza. 4 Bde. sein Hof. 4 Bde. Spielhagen, Fr., Gesammelte Brachvogel, A. E., Der blaue Cava]— Eine Welt des Na ned 3 Bde. Werke. 12 Bde. lier. 3 Bde.— Frankreich gegen Deutschland. Temme, J. D. H., Der Domherr. Dixon, W., Seelenbräute. 2 Bde. 5 Bde. 4 Bde. Galen, Ph., Gesammelte Schriften. 8 ö 6 von der Trenk, Freiherr Friedrich, Skeskeer Fr. de Misionäte. Mil ten bur J 8, Die Milltonene] Friedrichs des Großen zehnfährig 3 Bde. Haut. File f Gefangener zu Magdeburg. 3 Bde. Hacländer, Eigene und fremde] Reuter, Fr., Sämmtliche Werke. Winterfeld, A. D., Ein gut⸗ Welt. 2 Bde. 13 Bde. müthiger Mephisto. 2 Bde. Marlitt, Geheimniß der alten Mam-[Schirmer, A., Die Spionin. 4 Bde. Willkomm, E., Die Welt des sell. 2 Bde.— Verschollen. 3 Bde. Scheines. 2 Bde. Französische und englische Werke in größerer Auswahl, Lesegebühren per Tag 2 kr., per Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr. Abonnements können zu jeder Zeit erfolgen. Bindernagel 8 Schimpff. Friedberg. 25 Heute Abend Wiener Export⸗Bier, Laberdan, Schellsisch, Bücking und Hirschragout„% M. Hertlein. Kirchweihfest zu Ilbenstadt. 28349 Sonntag den 17. und Montag den 18. d. M. findet zur Feier der Kirchweihe dabier gut besetzte an z men s i in meinem Saale statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Ergebenst ladet ein Ludwig Bernhardt, Gasthaus zu den drei Haasen. Vorschuß- und Credit-Verein zu Beichelsheim. 2859 Sonntag den 17. d. M., Mittags 3 Uhr, General⸗Versammlung im Gasthaus zur Lilie daselbst. Neue Stoffe für Herren⸗Ueberzieher, fauge Regenmäntel, Haus⸗Jacken un Paletots biligst bei S. Hirschhorn. 2882 Das Wohlergehen der Kinder ist der Eltern Leben. 2860 Müttern, denen das Glück, ihre Kinder stillen zu können, nicht gegeben ist, wird von den Aerzten mit Recht zur Ernährung ihrer Kinder das Johann Hoff'sche Malz Chocoladen⸗Pulver als bester Ersatz der Muttermilch empfohlen. 8 Meine fünf Monat alte sehr zarte und schwächliche Tochter, welche die Muttermilch entbehren mußte, und durch Dlarrhöe ganz abgemagert war, hat sich durch den alleinigen Gebrauch Ihres Chocoladen— Pulvers gut erhalten und gekräftigt. Dr. J. Kabrkel, k. k. Regimentsarzt in Kecskemet. 5 Wilen, Neubau, Zellergasse 48, den 13. Juli 1869. Meine ¼ Jahr alte Tochter litt nach ihrer Entwöhnung mehr als 8 Wochen an Appetttlosigkeit, Unverdaulichkett und Diarrböe. Ungeachtet der An— wendung der besten Nährmittel magerte das Kind zu meinem Schrecken ab; ich sah mit Schmerz das allmälige Erlöschen des Lebens meines geliebten Kindes, als ich auf Ihre Malzfabrikate aufmerksam wwurde und einen Versuch mit dem Malz⸗Chocoladen-Pulver machte, Zu meinem freudigsten Erstaunen gedeiht das Kind sichtlich. wird kräftig und beginnt schon auf den Füßen zu steßen. a Wilhelmine Poppe,: k. Beamtengattin. „Daß kleine Kinder, deren Lebensende oft schon von den Eltern klagend erwartet wird, durch den Genuß der Hoff'schen Malz⸗Heilfabrikate(nämlich Malz⸗Extract⸗Gesundbeilsbier und Malz⸗Gesundheitsbier⸗ Chocolade) wunderbar schnell wieder aufkommen, davon habe ich mich in Stargard einige Male über— zeugt ꝛc.“ Wolff, Kaufmann in Potsdam, Nauenerstr. 49. Das Malz⸗Chocoladen⸗Pulver von Johann Hoff, Hoflieferant in Berlin, ist un⸗ streitig das Beste, was man den sehwachen Verdauungskräften der zarten kranken Ge⸗ schöpfe bieten kann.(Ischeler Badezeitung.) Des Hoflieferanten Johann Hoff's Filiale in Köln. Niederlagen bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. 5 1 2 V Eine Partie Garderobe⸗Halter 2883 habe unter dem Preise eingekauft und verkaufe solche zu 1 fl. bis 1 fl. 12 kr. Ballkränze in eleganter Auswahl, sowie weiße Glace⸗Handschuhe zu 36 kr. bei Frau L. Hirsch. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 42 und eine Beilage.) Turnverein. 2886 Sonntag den 17., Abends 8 Ubr, zur Fele 5 18. October gemüthliche Zusammenkunft im oberen Le des Herrn Carl Walz.— Preis⸗Kegelschieben. 2891 Das Stechen um die Preise beginnt Sonug den 17. d., Nachmittags 2½ Uhr. ö Bad Nauheim. D. Fritz. Airchweihe s 2 ß zu Steinfurt. 2867 Sonntag den 17. und Montag den 18. Octo G0 findet zur Feier der hiesigen Kirchweihe Tanzmuff Ne statt, ausgeführt von einer Abtheilung der Gießt agel Militärmufik, wozu freundlichst einladet i Heinrich Rosenbecker II. Wittwt Kir chweihfe zu Melbach. 1 2868 Sonntag den 17. und Montag den 18. d. 0 findet das biesige Kirchweihfest statt, wozu freundlich ‚ einladet W. Philippi. 1 „deo 18 30, 3ʃ Obst- Gartenbauperem 1 7 2842 Montag den 18. d. M., Nachmittags 2 U gemacht wird in dem Gasthaus zum Einhorn in Gießen iesähr Generalversammlung des Vereins gehalten, zu welch dt de die Mitglieder desselben und Solche, welche es werds d Ii wollen, hierdurch eingeladen werden. Auch Schellsisch 2855 jede Woche frisch aus der Nordsee bei Wilb. Tertsch. ö Winterhandschuhe 1 aß 2819 in scöönster Auswahl billigt bei Fi K. Friedrich neben der Poßt in Friedders, ph — i 2 1 Danksagung. 15 2885 Wir fühlen uns verpflichtet, unsten tiefgefüßllg. 1 Dank für die liebevolle Theilnahme bei dem Lesch a elt degängnisse unseres Gatten, Vaters und Schwietzervan ch Lud mig Bechtold 0 auszusprechen. Die trauernden Hinterbliebenen ieee — weite Brodpreise vom 16. bis 31. October ide Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzb 16 Frie unverändert. 1 Fleisch/ ꝛe Preise vom 16. bis 31. Oct 5 Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzb ache unverändert. gen Kirchliche Anzeigen fur Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. ö ö 21. Sonntag nach Trinitati((— Gottesdienst in der Stadtkirche 4 Vormittags: Herr Candidat Orth. 9 0 0 Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. N a! Gottesdienst in der Burgkirchen Ae Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gi Nachmittags: Fällt aus. an Sonntag den 24. October Erndtedankfest und Abende mahl in der Siadtkirche. 15 Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 22. Sonntag nach Pfingsten. Beginn des Gottesdienstes an den Jh Morgens 7¼ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimyff. 1 reg — * M121. , O berhellischer Anzeiger. Pfuͤnder-Versteigerung zu Friedberg. an Donnerstag den 28. Oktober l. J., Vormittags 7 Uhr anfangend, sollen in biesigem Rathhause die bis diesem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und iht ausgelösten oder renovirten Pfänder der biesigen fand⸗ und Leih Anstalt, bestebend in Gold Silber, 1 ipfer, Zinn, Weißztug, Manus und Frauenkleidern, urth ldnen und fildernen Taschenubren, sowie sonstigen „ igenß änden, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung lag den 4d 0 ersteigert werden. 5 5 ehe 1a Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Auslösung und tilt usnmenovatson der Pfänder nur an den hlerzu bestimmten dabei dn e agen, Dienstag, Donnerstag und Samstag stattfinden cker II. Nun, en, und daß das Pfandhaus vom 26. Oktober bis zur „ Witswendigten Versteigerung geschlossen bleibt. 5— Die Gros berzoglichen Bürgermeistereien des Kreises iedberg werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ge⸗ andeangebörigen bekannt machen zu lassen. Friedberg den 8. Oktober 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Feuer nag den 18. l. ee Obligations Verloosung. Philipp 226 Bei der heute stattgehabten Verloosung der tial⸗Obligationen der Gemeinde Arms heim wurde 1869 gezogen die Nr. 1, 3, 5, 6. 13, 22, 26, 27, Auberegz 21, 36, 52, 56, 57, 59, 67, 75 76, 80, 83, 84 S 90, 9, 93, 96, 98, 99, 100, 101, 102, 105, 106, 17, 108, 111 u. 122, welches mit dem Anfügen bekannt gmacht wird, daß der Betrag derselben(uebst dem der tes jährigen Coupons) von heute an bei der Gemeinde E ie dahier in Empfang genommen werden kann, und er Zinsenlauf derselben vom 1. Januar 1870 aufhört. ach wird wirderholt bemerkt, daß die Obligation hach. W̃ 2 Nachmittags 21 Wer m Gießen ce chalten nee, weich 1 —— . 33 schon pro 1867 und Nr. 2 pro 1868 zur Zurück⸗ „ ulung gezogen wurde. E 1 Armshbeim am 29. September 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Armshelm Zim lich. Bekanntmachung. schuse 2.4 Diejenigen, wesche mit Bezahlung der 9 1. Sept. Lerbfer bei 8b. Ferie J. fälligen Holzgelder aus dem Gräflichen Revier Ickstadt noch zukücksteben, werden hiermit aufgefordert imen 10 Tagen Zablung zu leisten, widrigenfalls ene bes Jnangs verfahren eintreten wird. Wickstadt den 10. October 1869. Gräfliche Forstkasse daselbst. ung. Güter Verpachtung. n eee de Montag den 18. October d. J., Vormittags 11 „ den e sollen in biesigem Ratzhause nachgenannte dem i belnigten Armenfond dahier zustehende, Martinitag d. J ethsälligen Güterstücke g f 123 Klaster Grabgarten bei der vormals Kleln'schen Wohnung auf dem Haagk, 95„ 5 am Schlültzenrain, 3 5,8„ Acker in Fauerbacher Gemarkung, N ee sechs Jahre öffentlich meistbietend verpachtet en. 9 31. Ober Zriedberg am 15. October 1869. Zutzban Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg Fouc ar. r.. I B F g 56%% Bekanntmachung. iu. Sutz ach Die Bezahlung der schon Ende August l. 3. 18 3 7 0 diesfäbrigen Holzversteige⸗ r rd innerhalb 14 Tagen umsogewisser gewärtiget, Te Aae Umfluß dieser weiteren Frift das gerichtliche nverfahren sofort in Anwendung kommen muß. Yckstadt den 14. October 1869. Frhr. v. Franckensteinisches Rentamt Ocksladt Tro f 1. 1 fich, dh 712169 Jaselvieh-Versteigerung. tte“ 2 Diengag der 19. l. M., Mittags 12 Uhr, sol 1 der hiefigen Gemeinde gehörender, zum Schlachten deht! Uneter Faselochse und ein Eber auf dem Rathhause c Fulich melstbietend versteigert werden. Gambach am 13. October 1869. Großherzogliche Bürgermeisterel Gambach Uug-Austoll Friedberg. al kianmende Verstopfungen und Fehler an ihren gm und Ühren sofort auf unserem Bureau anzuzeigen, ellen für alsbaldige Abhülfe gesorgt werden kann. 2 tureanstunde von 1 bis 2 Uhr Mittags. 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