Donnerstag den 16. September. 108. berhessischer Anzeiger. Znthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Err Für den Monat 7 September kann auf den„Oberhessischen Verlags- Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnitt werden. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Anzeiger“ bei der Hessen. Darmstadt. Ueber die Zeit der Einberufung des Landtages soll, entgegengesetzt aner auch von uns gebrachten Mittheilung, bis jetzt in Ministerium noch keine Entscheidung getroffen in, da eine Reihe von in der Ausarbeitung be⸗ riffenen Vorlagen noch so weit zurückständen, daß or Mitte November an einen Zusammentritt der Stände nicht gedacht werden könne. — Die Salzsteuer hat im Großherzogthum m Jahre 1868 einen Ertrag von 722, 751 fl. bgeworfen, wovon 273,872 fl. von dem Haupt- ollamt Darmstadt, 259,660 fl. von dem Salz⸗ rueramt Nauheim, 82,957 fl. von dem Salz⸗ eukramt Theodorshalle, 53,020 fl. von dem auptzollamt Bingen, und 25,357 fl. von dem Fauptzollamt Mainz vereinnahmt worden sind. — Da die Staatsschulden⸗Tilgungskasse gegen⸗ ärtig im Besitz bedeutender Geldmittel ist, so rird sie bei der am 3. Januar 1870 stattfinden⸗ en Verloosung der 50 fl. Loose von dem ihr ustehenden Recht sofort nach der Ziehung die reise unter Abzug eines Escomptes von 2 Proz. enzulösen, Gebrauch machen. — Auf Wunsch der Stände soll demnächst an Gesetzentwurf über die Zusammenlegung der Grundstücke zur Vorlage kommen. Die zu diesem zwecke besonders ernannte Commission hält zur eit unter dem Vorsitz des Geh. Staatsraths 1 Bechtold ihre Berathungen ab und wird sonach zem jetzigen, demnächst wieder auf kurze Zeit zu⸗ semmenkommenden Landtag der Gesetzentwurf zur Verathung vorgelegt werden können. Wie ver⸗ hütet, ist in dem Entwurf das Selbstbestimmungs⸗ ucht der Interessenten vollständig gewahrt worden. — Nach den Mittheilungen der Centralstelle ser die Landesstatistik des Großherzogthums betrug em 9. Dezember 1868 die Zahl der Pferde im Froßherzogthum 43,291, Rindvieh 287,554, Ichafe 187,234, Schweine 189,011, Ziegen 9,756, Esel und Maulesel 584, zusammen 24,812 Stück; Bienenstöcke zählt man 42,023. legen das Jahr 1867 erweist sich im Allgemei⸗ un eine Zunahme, ein Weniger findet sich nur bei sengsten um 22, Fohlen um 464, Fahrzugochsen m 808 und Esel um 46 Stück. Diese Thiere präsentiren einen Capitalwerth von 34,106,829 fl., yon auf Starkenburg 11,877,406 fl., auf Aberhessen 13,127,687 fl., und auf Rheinhessen 401,742 fl. kommen.— Weiter ist aus den tatistischen Mittheilungen zu ersehen, daß im ver⸗ zingenen Jahre im Großherzogthum 25,143 unde zu 2 fl. und 1519 Hunde zu 45 kr. ver- inert wurden, so daß die Gesammtzahl der Hunde 25,662, der Ertrag der Steuer 51,425 fl. 15 kr. bcträgt. Von diesem Betrage fallen auf Starken⸗ srg 22,539 fl. 45 kr., auf Oberhessen 17,162 fl. 3% kr. und auf Rheinhessen 12,723 fl. Die ehs größten Städte Darmstadt, Offenbach, äeßen, Mainz, Worms und Bingen verstenern 63 Hunde mit 8703 fl. 30 kr. — Nach der vom Justizministerium heraus- cgebenen statistischen Uebersicht der Rechtspflege n Großherzogthum ist seit 1866 die Zahl der brozesse an den Stadt- und Landgerichten der Hovinz Starkenburg von 10,811 auf 11,398, n Oberhessen von 9255 auf 9270, die Zahl der Jahnsachen in Starkenburg von 56,081 auf die Zahl der Conecurse in Starkenburg von 147 auf 164 gestiegen. Die Zahl der von den khein⸗ hessischen Friedensgerichten erlassenen Exkenntnisse ist von 9224 auf 9965, die Zahl der von den dortigen Bezirksgerichten verhandelten Prozesse von 969 auf 1257, die Zahl der Fallimente von 22 auf 38 gestiegen. Preußen. Berlin. Eine zweite Volks⸗ versammlung in Sachen der Klosterfrage war etwa 2900 Köpfe stark; die katholischen Vereine waren sehr zahlreich vertreten. Der Charakter der Ver sammlung war so tumultuarisch, daß sie resultat⸗ los nach halbstündiger Dauer geschlossen werden mußte und daß es in und vor dem Lokale zu Handgreiflichkeiten kam. — Das dem Landtag vorzulegende Unterrichts⸗ Gesetz soll dabei bleiben, daß die aus dem Schul⸗ geld herrührenden Einnahmen für die Verwaltung des Volksschulwesens nicht zu entbehren und daß demnach der letzte Satz des Art. 25 der Ver⸗ fassungsurkunde, welcher die Unentgeltlichkeit des Unterrichts in der Volksschule stgtuirt, aufzuheben sei. Schon in der verflossenen Sesston hat der Landtag sich sehr entschieden gegen diese Aufhebung ausgesprochen, und es müßte wohl mit Wunder⸗ dingen zugehen, wenn sich jetzt ein anderes Re⸗ sultat ergeben sollte. — Da der Ober⸗Kirchenrath das Verbot des Consistoriums gegen die Einräumung einer der städtischen Kirchen für die bevorstehenden Sitzungen des Protestantenvereins bestätigt hak, so hat der Magistrat die städtische Turnhalle für den betr. Zweck eingeräumt, deren Einrichtung und Aus- schmückung für die Versammlung ebenfalls auf städtische Kosten erfolgt. — Bei Decker in Berlin ist jetzt eine Ueber⸗ sicht des Flächenraums und der Einwohnerzahl des preußischen Staates und alphabetisches Ver⸗ zeichniß der Städte in demselben, mit Angabe der Civil- Einwohnerzahl nach der Volkszählung am Schlusse des Jahres 1867 erschienen, worin zum ersten Mal die neuen Provinzen mit eingereiht sind. Die Gesammtbevölkerung Preußens beträgt nach der letzten Zählung mit Militär und Land- bevölkerung etwas über 24 Millionen, davon die Civilbevölkerung der Städte 6,966,052 Personen. — Wiederum ist ein hiesiger Lehrer wegen unzüchtiger Handlungen, die er an einer zehn⸗— jährigen Schülerin verübt, verhaftet worden. Königsberg. Bei dem am 13. d. statt⸗ gefundenen Provinzialfeste brach durch den Andrang der Volksmenge das Brückengeländer des Schloß teichs. Es wurden bis Abends 10 Uhr 24 Todte aufgefischt. Hannover. Der Verkauf der Hannoverschen Staatsbahnen ist fast als vollendete Thatsache zu betrachten; Käufer ist ein durch die Darmstädter Bank vertretenes Konsortium. Düsseldorf. Eine dahier stattgehabte Ver⸗ sammlung der katholischen Vereine war, wenn man die auf derselben gehaltenen Reden in's Auge faßt, unzweifelhaft eine politische, denn nur nebenbei in den nicht öffentlichen Sitzungen wurden kirch— liche Fragen hehandelt, in den öffentlichen dagegen hohe Politik getrieben. Sie sah sich von der Polizei nicht ireommodirt, wie doch das andern Vereinen gegenüber in Preußen zu geschehen pflegt; „474, in Oberhessen von 58,968 auf 70,563, die Herren konnten ungenirt ihrem bewegken Herzen Luft machen und thaten es auch in sehr heftiger und ausgiebiger Weise. Frankfurt. Der durch Professor Frhrn. v. Leonhardi begründete Philosophen⸗Congreß wird dieses Jahr in den Tagen vom 26. Sept. bis 2. Oet. hier in Frankfurt tagen. Frankfurt. Den hiesigen Blättern hat eine Erklärung des demokratischen Wahlvereins bei— gelegen, welche„in Uebereinstimmung mit den namhaftesten seiner rechtsgelehrten Mitbürger in der Ausweisungsmaßregel, wie sie hier zur An⸗ wendung gekommen ist, eine flagrante Verletzung der ausdrücklichen Bestimmungen des bürgerlichen, wie des Staatsrechtes, namentlich aber eine un⸗ begründete und nicht zu rechtfertigende, weil durch⸗ aus unprovocirte und unmotivirte Beleidigung eines friedlichen Nachbarstaafes, endlich ein ent⸗ schiedenes Zuwiderhandeln gegen die natürlichen Forderungen der Gerechtigkeit, Sittlichkeit und Humanität erblickt.“ Hanau. Am 8. d. verschied hier Herr Dr. Hasse, Domprobst und Generalvicar, Vertreter des Bischofs von Culm bei der Bischofs-Conferenz zu Fulda, auf der Durchreise nach seiner Heimath begriffen, plötzlich am Schlagflusse. Die Leicht wurde nach dem Bischofssitze Pelplin verbracht. Würtemberg. Stuttgart, Der neue Bischof von Rottenburg, Dr. Hefele, erklärt die Mittheilung des„F. J.“ aus Fulda, wonach er auf Wunsch des Königs von Preußen ein Pro- memoria bezüglich des römischen Coneils ausgear⸗ beitet habe, für grundlos. — Den Ständen wird ein Gesetzentwurf, die Verfassungsrevision betr., vorgelegt werden. Oesterreich. Wien. Der Exkurfürst von Hessen läßt in einem Prager Blatte erklären, daß er weder direkt noch indirekt bei einer österreichi⸗ schen Bank betheiligt sei. Von mehreren Seiten war behauptet worden, daß er, wie der Exkönig von Hannover, zu den Gründern der„Wiener Bank“(deßhalb auch Fürstenbank genannt), deren Aktien von 285 auf 90 Gulden gesunken sind, gehört habe. Man erzählt auch, daß der Exkönig Georg V. der mit der Liquidation bedrohten Bank mit einigen Millionen zu Hülfe gekommen sei, da sehr viele Mitglieder des„königstreuen“ hannover⸗ schen Adels bei der Erhaltung dieses Instituts interessirt sein sollen. Schweiz. Bei der Gotthardt-Conferenz ver- treten den norddeulschen Bund der preußische Ge⸗ sandte v. Röder und der Oberbaudirektor Weishaupt. — Der Genehmigungsakt der Rigibahn (Luzern) enthält u. A. folgende Bestimmungen, die wohl fremde Reisende interessiren dürften: Die Verpflichtung zum Betrieb der Bahn beschränkt sich auf die Sommerzeit, bezw. der Zeit des Reisezudrangs. Die Gesellschaft hat sich hierüber mit der Regierung zu verständigen. Die höchste Personengebühr für die Bergfahrt bei einer Wagenklasse ist 5 Fr., bei zwei je 7 und 4 Fr., die Thalfahrt nur die Hälfte. Abonnementsbillete für 5 Doppelfahrten mit 30 Prozent Nachlaß. Für den Güterverkehr das Höchste 2 Fr. für den Doppel⸗Centner Gepäck, 1 Fr. 60 C. für andere Waaren. Frankreich. Paris.„Es scheint gewiß“, sagt die„Presse“ vom 11. d.,„daß der Kaiser sich in Bälde nach Biarritz begeben wird, wenn — D— das schbe Weiter anhält. Der General Lepie, Intendant der kaiserlichen Peust wird heute Abend Paris verlassen, um die für die Aufnahme und den Aufenthalt Sr. Majestät daselbst nöthigen Vorbereitungen zu treffen. Man glaubt jedoch nicht, daß der Kasser sich vor Ende nächster Woche dahin begeben kann.“— Der„Publik“ vernimmt mit Bedauern, daß den neuesten Entschließungen zufolge der gesetzgebende Körper erst Anfang Dezember, wo nicht gar Anfang Januar, ein- berufen werden soll, so zwar, daß das Ende der außerordentlichen Session von 1869 und die Session von 1870 in einander fließen würden. — Während der Telegraph die Nachricht brachte, daß Napoleon sich auch noch ein zweites Mal, am 11. den Parisern gezeigt habe, wird der„Köln. Zig.“ positiv versichert, daß er weder in Paris, noch im Park von Villeneuve gewesen, einmal des ungünstigen Wetters halber, sodann weil die Aerzte jeden Ausgang untersagt hatten! Während die ofstziösen Berichte die Besserung des Kaisers täglich Fortschtitte machen lassen, sprechen dagegen die Oppositionsblätter mit der größten Ungenirtheit von dem baldigen Tode des Monarchen. So der„Reveil“. Nachdem er eine Diagnose der Krankheit, die offenbar aus der Feder eines Sachverständigen berrührt, gegeben, schließt er den Arlikel mit den Worten:„Und schließlich in einem, in drei, höchstens in sechs Monaten wird die Lampe erlöschen, da es ihr an Oel gebricht, es müßte denn sein, daß ein unvorhergesehener Zu fall, auf den man beim Verlaufe chronischer Krankheiten immer gefaßt sein muß, sie plötzlich auslöscht.“ — Wie verlautet, soll der Minister der ver- einigten Staaten von Nordamerika der spanischen Reglerung wirklich eine Note Belreffs Cuba's übergeben haben In derselben wird nicht an- gekündigt, daß die Washingtoner Regierung schon jetzt die Insurgenten dieser spanischen Colonie als Kriegsührende anerkennen will, aber nicht verheim⸗ licht, daß, wenn die Lage auf der Insel sich nicht binnen Kurzem ändere, sie genöthigt sein werde, eine solche Maßregel zu ergreifen. — Aus St. Cloud wird der„Agence Havas“ unterm 13. d. berichtet: Der Kaiser befindet sich wohl; die gestrige Promenade hat ihn nicht er- mübet. Vor Verlauf von drei Tagen wird der- selbe seine gewöbnlichen Beschäftigungen wieder aufnehmen. Das Gerücht von einer Excurston des kaiserlichen Prinzen nach Nidvres und Allier ist unbegründet, ebenso die Angaben, der Hof werde sich nach Biarritz begeben. Amerika. Newyork. In vielen Theilen der Vereinigten Staaten herrscht gegenwärtig bei tropischer Hitze große Dürre. Es gibt Gegenden, wo seit 80 Tagen kein Tropfen Regen gesallen, wie denn seit dem 1. August nirgends viel davon verspürt worden. Mais und andere Spätsaaten 2 paß 112 verurs p e heit als unmöglich. 7. 145 Aus Melbourne meldet man, e von Diamantenlagern große acht habe. n Friedberg. Ver mehrere Tage herrschende Sturm: wind hat auch hier und in der Umgegend vielen Obst⸗ züchtern das Einernten von Aepfeln, Birnen und Zweischen erleichtert. Ein großer Theil des Obstes ist, noch nicht völlig reif, zur Erde gefallen. An den Bäumen selbst ist vielsach Schaden angetichlet und wie gewöhnlich haben Dächer und Schornsleine, welche ihren Standpunkt nicht mit aller Enischiedenheit zu wahren wußten, mehr oder weniger Noth gelliten. Der in Begleitung des Sturmes sich eingestellte Regen kam für Kartosseln, Kraut und Rilben sehr erwünscht, und so hat sich die Hoffnung auf ein reiches Ergebniß dieser Gewächse um etwas vermehrt. Butzbach. Der wegen des Diebstahles bei Postmelster Bender dahier in Untersuchungshaft befindlich gewesene Johann Luft aus Engelrod ist aucz dem Gefängniß durch gebraunt, ohne daß bis jetzt eine Spur pon seinem gegen- wärligen Aufenthalte aufgefunden werben kounte. Aus dem Vogelsberg. Ein entsetzliches Verbrechen wurde vor einigen Tagen in Freiensteinau verübt. Schon längere Zeit herrschte zwischen Mann und Frau einer Fa— milie daselbst ein beklagenswerthes Verhältniß, das aus der Goltlosigkeit der Trunksucht beider immer größere Nahrung sog. Schon einmal halte der Gatte der Gattin, sie zu erhängen, Arme und Hände gebunden; allein es wurde noch rechtzeitig bemerkt und der Frevelthat vorge— beugt— freilich nur vorgebeugt. Vor 14 Tigen war Kirmeß in Freiensteinau. Es ist Nacht geworden. Die drel Kinder, Töchter, sind beim Tanze, Vater und Mutter allein zu Haus. Da ergreift den Gatten, die Gattin vom Trunke taumeln sehend, abermals die alte Mordlust— und diesmal wird sie gestillt; die Gallin wird erwürgt. Nach zehn erscheint der Galtinmöeder im Tanzlocale. Von seinen Töchtern nach der Mutter gesragt, gibt er zur An; wort!„die liegt im Bett' und schläst.“ Er aber bleibt die Nacht bindurch unter wackrem Zuspruch des Glases bei Spiel und Tanz. Wohl um das Gewissen zu betäuben! Den andern Morgen 6 Uhr wird schleunigst der Arzt in des Verbrechers Haus gerufen„über Nacht sei plötzlich die Frau gestorben.“ Doch der erkeunt sosort eine unnatükliche, gewaltsame Todesweise an der Leiche. Auch das Volk hat gleich bei der ersten Kunde von dem plößlichen Tode jener Frau, rülckbaltlos sein Urtheil laut gefällt:„die ist nicht gestorben, sie ist von ihrem Manne ermordet worden.“ Die Fluchtversuche des Missethäters mußlen ihn natürlich noch in höherem Grade verdächtigen. Alsbald festgenom— men, wird er der gerechten Strase nicht entgehen. Frankfurt. Die gegen den Schmußöbriesschreiber August Götz eingeleitete Untersuchung gewinnt, dem Ver⸗ nehmen nach, bedeutende Dimensionen und sollen dem— selben durch gemachte Geständnisse noch andere Vergehen ur Last fallen, bei welchen keineswegs eine Verjährung hn vor Bestrafung schützen kann.— Die Klauenseuche unter dem Rindvieh hat leider auch in der hiesigen Ge— markung und in einigen benachbarten linksmainischen Orten Eingang gesunden. Frankfurt. In piesigen Blättern findet man sol⸗ gende Notiz: Ein französischer Gelehrter hatte jüngst dehauptet, daß vor mehreren Jahrhunderten der Schädel; inhalt bei den Menschen geringer gewesen sei als jetzt. Um die Wahrheit dieser Behauptung zu prüfen, stellte ein hiesiger Arzt, da sich eben hierzu sehr günstige Gelegenheit biete, an einer großen Masse(120) mehrere Jahrhunderte aller Frankfurter Schädel Messungen an und es stellt sich wenigstens dei den Schädeln unserer Vorfahren keineswegs ein Anhaltspunkt heraus, von welchem aus man die These des französischen Gelehrten hälte gerechisertigt finden können. leiden darunter sehr und Wassermangel droht vielen Städten. Am 21. August stieg das Thermometer in fast allen Theilen des Landes über 100 Grad Fahrenheit, ja 104 und 106 Grad werden aus manchen Gegenden berichtet. Philadelphia. Am 5. d. hat sich in dem Kohlenbezirke Avondale, welcher bei Plymouth in Pennsylvanien liegt, ein großes Unglück zugetragen. Als die Leute am genannten Tage einführen, gerleth ein 300 Fuß tiefer Schacht auf dem Grunde in Brand, wie es scheint, weil das Ge— bälke um den Ventilationsofen übermäßig trocken geworden war. In wenigen Minuten standen der Schlacht und die Gebäude oberhalb desselben in Flammen. Das Feuer wüthete mehrere Stunden, Trümmer und Asche stürzten in den Schacht hinein und füllten ihn. Drunten waren 202 Männer und Knaben; man kann nicht umhin, enzunehmen, daß sie sämmtlich umgekommen sind.— Am 9 hat man mit unsäglicher Mühe 202 Leichen an die Oberfläche gebracht. — Vom Kriegsschauplatz in Paraguay liegen Mittheilungen bis Ende Juli vor. Es war nach denselben am Ufer des Tebicuary zum Kampfe gekommen, wobei die Paraguiten angeblich 200 Todte und 11 Gefangene verloren. Die Alltirten büßten 60 Mann an Todten und Ver- Ein größerer Drang nach Fieiheit und Sclöostständigkein soll jedoch an den alt fretreichstädtischen Schädeln phreno⸗ logisch wahrnehmbar gewesen sein. Frankfurt. Im Auftrag des Magistrats wurde von Seiten des Bauamts eine aus Technikern, Medieinern und Pädagogen bestehende Commission niedergesetzt, welche den Auftrag hat, mehrere Systeme für die Schultische und Schulbänke zu prüfen und edentuell das beste bel den be⸗ vorstehenden Neuanschaffungen in Vorschlag zu bringen. Es ist seyr ersreulsch, daß dieser bisher nicht genug be⸗ achteten Angelegenheit jetzt an vielen Orten eine wohlbe— rechtigte größere Aufmerksamteit zugewendet wird. Darmstadt. Nach einer Bekannimachung, Großher- zoglichen Kreisamts Dieburg siud unter dem Rindvieh zu Groß⸗Umstadt mehrere Todessälle an Milzbrand vorge— kommen, und hat sich die Verwaltungsvehörde veranlaßt gesehen, bis auf Weueres Stall- und Ortosperre für die betreffenden Tyiergatiungen anzuordnen. Die Bürger— meisterei Groß Umstadt macht zugleich bekannt, daß die nächsthin in dieser Stadt ausgeschriebenen Vlehmärkte nicht abgebalten werden. Darmstadt. Letzten Freitag Abend gegen 7 Uhr wurde bei Major Kublmann, dem derzeitigen Vorstand der Einstandskasse eingebrochen. Den Dieben gelang es jedoch nicht, der in der Kasse vorhandenen Gelder hab— bast zu werden, dieselben mußten sich vielmehr mit der Munahme einiger alten Kleidungsstücke begnügen. Mainz. Das Indusirte-Ausstellungskokal in Mainz erunter. Vier Personen wurden nicht uneth ädigt. Einem Manne schnitlen die Scheib n an der Hand. durch i 1 Wadi im Bereich des Unfalles placirten Gegenständ e be igt. ö* 0 Hanau. Aug dem benachborten Kesselstabt em dag„Frk. J.“ folgende Vergiftung eines siebenmonatli Kindes inst Molphium; Das Kind war in Folge des Zahnftebers an Beusteutzündung erkrankt und bereits auf dem Wege der Besserung. Es sollte eine Verordnung d behandelnden Arztes wiederholt gemacht werden; der Apo Morphium, slatt Calomel. Morphium enthaltend, führte den Tod des Kindes herbei, gefallenen Irkthum. Das Geständniß des Gehülfen, eines jungen, sonst unbescholtenen Mannes aus Königsberg, erfolgte sogleich. Die gerichtliche Section der Leiche stellte alle Eischeinungen des Todes durch Opium außer Zweifel, sowie, daß die Brüstentzündung im Abnehmen war. Die Unz suchungshast wurde wohl wegen reuigem Geständniß des Thäters nicht verfügt und blteb derselbde einßtweilen i Function; doch kann die Strafe um so weniger ausbleiben, als der erschwerende Umfland vorliegt, daß der Gehülse sich Calomel und Morphium mit Zucker gemischt sedes in ein Gläschen füllte und beide, um sie bequem zur Hand zu haben, in eine Schublade stellte, die ihm zunächst war. Das Gesetz verbietet solche erleichternde Vorarbeiten und bestimmt, daß Morphium nur im Giftschranke stehen dürfe. Unbegreiflich bleibt es nur, daß der Gehülfe nicht vorher die Gistbezeichnung beobachtele, die er selbst auf das Glase chen gezeichnet halte, da er doch wußte, daß er das gefahr; bringende Gift neben das gleichfalls weiße Farbe habende Calomel stellte. Da beide mit zehn Theilen Zucker von ibm gemischt worden waren, so war doch das Lesen der Ausschrift vor dem Abwägen durchaus erforderlich! Hoffent⸗ lich dient dieser Fall sträflichen Leichtsiuns allen biegen Pharmaceuten zur Warnung und den Chess der Apotheken als Mahnung zu verschärfter Aussicht. Berlin. Der„Börsen⸗Zeitung“ wird berichtet: In Wien ist ein Kaufmann aus Minnesota angekommen, ein geborener Oesterreicher, um heirathslustige Mädchen anzu⸗ werben, die er contractlich drüben in Amerika zu verhei · rathen verspricht. Bis letzten Sonnabend Mittag war der „Bedarf“ von 215 Damen gedecktz daß er nicht die jüngste „Waare“ exportiren wird, geht daraus hervor, daß die jüngste der Brautwerberinnen 26 Jahre zählt. Luzern Am 9. Sept. d. J. wurde der Rigi, von Weggis aus bis zu seiner höchsten Spitze„Rigi ⸗Kulm“, welcher bekanntlich die respektable Höhe von 3800 Fuß repräsentirt, von einer jungen Dame, einer Madame Sell⸗ heim, der Gemahlin eines Hessen-Darmstädters, in der seit Jabren nicht vorgekommenen kurzen Zeit von 205 Stunden erstiegen. Wet die eminenten Steigungen des Rigi einmal persönlich näher kennen gelernt hat, wird gewiß nicht wenig erstaunen, wenn wir hinzufügen, daß genannte Dame in derselben kurzen Zeit— noch am nämlichen Tage— auch die Rücktour, ohne die geringen Beschwerden noch Unfälle zu erleiden, nach Luzern aus⸗ geführt bat. Paris. Der„Gaulois“ entwirft nachstehendes Portralt von dem kranken Napoleon: In selnem Gemache iß der Kaiser mit einem blaugeblümten Schlafrocke aus Selden⸗ zeug bekleidet, der tief hinabgeht und, nur an der Brust eiwas offen, eine Flanelljacke als einziges Panzerhemd sehen läßt; gelbliche Hosen und Maroquin- Pantoffeln completiren den Spitalsanzug. Er trägt weder eine Schlafmütze noch einen Lorbeerkranz. „ Der Häringsfang im großen Belte ißt, der „Körför Avis“ zufolge in der verflossenen Woche unge⸗ wöhnlich günstig ausgefallen. Jeden Morgen sind eirca 50 Böte von den benachbasten Inseln alle mit reichem Fang hier eingelaufen. Die Ankäufer für Kiel, der beste Markt für die Waare, sind in reger Thätigkeit gewesen, Häringe zu verpacken und per Postdampfschiff am selbigen Abend sortzusenden; doch jetzt ist eine Stockung eingetreten, da von Kiel gemeldet wurde, die Räuchereien bei Ellerbeck beseitigt werden. Es sind nämlich auch per Dampsschiff direet von Kopenhagen Häringe nach Kiel gesandt, da der Fang im Oeresund ebenfalls außerordentlich günstig ge⸗ wesen sei. Ueber die Ursachen der Sommerkälte. Die Frage über die Ursache der auffallend kühlen Witterung im Juni und zu Anfang Juli dieses Jahres hat nicht allein enge 10e liche Kreise beschäftigt, sonbern auch das gro Publikum interessirt und zu Erörterungen in öffent⸗ lichen Blättern Veranlassung gegeben. Wie immer in solchen Fällen sacht man zuerst die Gründe in außerirdischen Sphären, in kosmischen Vorgängen — baben die Gestirne ihren Einfluß über die Schicksale der Menschen eingebüßt, so beherrschen sie wenigsstens noch das Wetter! Der Mond, die Sonnenfinsternisse, endlich selbst die Sonnenflecken werden zuerst zu Rathe gezogen, wenn die Wit wurde am' Sonntaß bei dem aus Westen in heftigen Stößen brausenden Sturm der Schauplatz einiger Ver— wilstungen. Kurz nach Mittag hob der Sturm eines der großen Oberlichter in dem Bache der Fruchthalle aus und die dicken Glasscheiben slürzten die belrächtliche Höhe terung sich nicht ganz in normalen Bahnen be⸗ wegt. Dies ist die Nachwirkung einer antiquirten Naturforschung. Vor kurzem veröffentlichte die „N. Fr. Pr.“ eine Mittheilung, in welcher die thekergehülfe nahm aber aus Fahrlässigkeit vier Gran 1 Das erste Pulver, ½½ Gran Eine Untersuchung der übrigen Pulver constatirte den vor seien überfüllt und müßte der vorhandene Vorrath erst daß dit ander Verschtr Gssenbal — 1880 stelle be J. 1 erhobene 1) des NI. 15) det am 10) der der 150) de aN 18) der dein 0 und Au langen waren, Haupt fügung biermii 9 ur S. han nume . Alon/ . r kühle Witterung des heurigen Frühsommers mit der gegenwärtigen Zunahme der Sonnenflecken in Berbindung gebracht worden ist. Man hat schon öfter kühle Jahre und Perioden größerer Häufig⸗ beit der Sonnenflecken in causalen Zusammenhang zu bringen versucht, der Zahl der Sonnenflecken die Getreidepreise der einzelnen Jahre gegenüber⸗ gestellt. Allein man vergißk dabei, daß Einflüsse, die von der Sonne ausgehen, den ganzen Erdball reffen müfssen; daß z. B. durch weniger Wärme⸗ kahlen der Sonne(hervorgerufen durch Ver⸗ vunkelungen deren Oberfläche) die Gesammt- semperatur der Oberfläche eine Verminde⸗ ung erleiden müßte. Dies ist aber nicht der Fall. Im Gegentheile; die mühevollen Arbeiten unseres großen Meteorologen Dove in Berlin vaben nachgewiesen, daß die auf der nördlichen Halbkugel von dem Jahre 1729 bis 1865 ange⸗ tellten Temperaturbeobachtungen stets eine solche rusgleichende Vertheilung der Abkühlungen und Erwärmungen über einzelne Länderstriche ergeben, aß die Gesammttemperatur dadurch nicht ge— indert wird. Er hat daraus auch die tröstliche Bersicherung abgeleitet, daß in einer Zeit der Sisenbahnen große Hungersnöthe, wie sie das Mittelalter erlebte, nicht mehr eintreten können, denn eine Mißernze in dem innern Landstriche hat seitlich immer Gebiete mit günstiger Ernie liegen, wie das auch das Jahr 1867 neuerdings gezeigt. Woher kommen nun solche Abkühlungen und speciell die des heurigen Sommers. Es ist eine bekannte Erfahrung, daß im Sommer eine Zeit der Regen und der Abkühlungen bei vor⸗ herrschend westlichem und nordwestlichen Winden eintritt. Der Grund dieser Erscheinung liegt in der Wärmevertheilung auf der Erdoberfläche und dem Gegensatze von Land- und Wasserbedeckung gegenüber dem Empfange und der Abgabe der Sommerwärme. Im Winter erkaltet das Festland rasch, das Meer bleibt warm, und da wir das eine im Osten(den großen Länvercomplex Asiens im breiten Zusammenhange mit Europa), das andere im Westen(den großen atlantischen Ocean) haben, kommt uns dann die größte Kälte von Nordost, die größte Wärme von Südwest und West. Im Sommer kehrt sich das Verhältniß um: das Land erwärmt sich rasch, das Meer bleibt kühl, Winde, die vom Lande her wehen, bringen trockenes, sonniges und mithin warmes Wetter, Seewinde naßkaltes Wetter. Wenn nun im Frühsommer, im Mai und Juni, das Festland von Güropg und Asten rasch sich erwarmt, so bekommt bir schwere kalte Luft das Bestreben, in den erwärm⸗ ten Raum hineinzuströmen, und bringt Kühle und Feuchtigkeit über den Westen von Europa. Dieses Einströmen der kalten Luft von Nordwest her erfolgt um so rascher, deftiger, je plötzlicher sich die Wärme gesteigert hat. Eine solche plötzliche Wärme⸗Steigerung hatten wir schon im letzten Drittel des diesjährigen April und brachte einen solchen warmen Mat, daß die Mitteltem- peratur um 10. 6 den Durchschnitt von 90 Jah⸗ ren überstieg. Mit Beginn des Juni brach dann die kalte Luft mit Sturmeskraft in den hocher⸗ wärmten Raum. Dieses Einbrechen der kühlen West⸗ und Nordwestwinde, welche unsere Som⸗ merwitterung verderben, ereignet sich fast alljähr⸗ lich und ziemlich um dieselbe Zeit, um die der Sommerwende. Die 130 jährigen Beobachtungen in allen Theilen Deutschlands haben gezeigt, daß in der Zeit vom 13.— 21. Juni stets ein auf⸗ fallender Wärmerückgang stattfindet. In den späteren Sommermonaten wird die Wärmever— theilung über der ganzen nördlichen Halbkugel immer gleichmäßiger und die Witterung beständiger. Edictalien. 889 Bei den Depostten der unterzeichneten Gerichts elle befinden sich: I. Die nachstehend verzeichneten, noch zur Zeit nicht chobenen letztwilligen älteren Dispositionen: 1) des Peter Liebmann von Nieder⸗Wöllstadt, deponirt am 28. December 1828 und 2. Jult 1829, 2) der Sopbie Katharine, Heinrich Hofmanns Wittwe und des Johannes Schäfer in Assenheim, deponict am 21. Februar 1801, 8) der Marse Katharine Müller Wittwe zu Bruchen brücken, deponirt am 9. Januar 1802, ) des Johann Jakob Lehr zu Bruchenbrücken, depensxt am 28. März 1809, 1 6) der Charlotte Ernesline Jost von Kaichen, später zu Bruchenbrücken, deponirt am 5. December 1818 5) der Zacharias Garde's Eheleute von Friedberg, deponirt am 24. Januar 1826, 7) der Franz Schmidts Wittwe und Wilhelm Damb⸗ 3 Wittwe in Friedberg, deponirt am 11. Febr. 1 5 8) der Heinrich Zimmers Frau, geb. Goll, zu Flor⸗ stadt, deponirt am 13. März 1832, 9) der Michael Vorkachs Ebefrau, geb. Lohfink, von . letzt zu Florstadt, deponirt am 28. April 18325 0) der Johann Ludwig Rahns Ebefrau, geb. Windecker, in Friedberg, deponirt am 27. November 1834, ) des Johannes Göbel von Winnen, spater in Assen⸗ heim und nachher nach Amerika ausgewandert, depontrt am 14. Mai 1836, 1E) der Lorenz Majors Eheleute zu Belenheim, deponirt am 17. Februar 1837, 0 1) der Ludwig Pfeifers Eheleute von Melbach, deponirt am 18. September 1840, 10) der Anna Marie, Johannes Hofgesäß Wittwe zu Nleder⸗Wöllstadt, diponirt am 28. Auguft 1846, 15) des Johannes Rübsamen zu Ilbenstadt, deponirt am 4. Janxar 1850, % der Wilhelm Fegkeutels Ehelcute zu Ockstadt, deponirt den 1. November 1850, 1) des Philipp Iffland sen. zu Bruchenbrücken, deponirt am 21. März 1822, 15) der Isaak Rülbs Wittwe, geb. Strauß, zu Assen⸗ beim, deponirt am 29. Juli 1830. Da seitber im gewöhnlichen Wege theils über Leben uud Aufenthalt der Disponenten keine Auskunft zu er⸗ langen— theils deren Intestaterben nicht zu ermitteln uren, se werden sowohl jene als diese— sowie über⸗ suupt Alle, welche aus den genannten letztwilligen Ver⸗ icgungen Ansprüche für sich herleiten zu können glauben, hermit öffenteich aufgefordert, so gewiß im Termine Mittwoch den 29. September l. J., Vormittags 9 Uhr, aur Stellung geeigneter Anträge bezlehungsweise Er⸗ nung und Publication ener Testamente ꝛc ꝛc. fich liumelben und gehörig zu legitimtren, als sonst nach Ullauf dieses Termins die fraglichen Urkunden erhoben ud geöffnet— und insofern alsdann deren Inhalt ein dulteres amtliches Vorschreiten nicht nöthig machen sollte, lediglich zu den Acten genommen werden sollen II. Aufbewahrt sind ferner in der Depofitenkiste gende beide Obligauonen des vormaligen Schatzungs mes Friedberg: ) eine Schuld⸗ und Pfanb⸗Verschreibung vom 1. Jan. 1798, wonach die Gesammtdeputatlon des Stadt— Fried berg'schen Schetzungsamtes zur Bestreitung von Kriegskosten ein zu 5% verzinstiches Anlehen von 800 fl.(Achthundert Gulden) bei Postmelsster Jakob Ludwig Helmold aufgenommen und dem Gläubiger die jährlich bel dem Schatzungsamte ein— gehenden Revenuen und Gefälle zum Unterpfand beslellt hat— 2 eine solche vom 1. Jult 1799 über ein zu 40% verztusliches Anlehen von 375 fl.(Dreihundert und Siebenzig Fünf Gulden), bei den Kindern des Christopb Rübsamen dabier, Johann Heinrich, Anna Margarethe und Dorothea Rädsamen, aufgenommen und in gleicher Weise versichert,— ohne daß ein gerichtlicher Act oder eine Notiz darüber vorliegt, welche über den Deponenten und den Grund der Depofition zureichenden Aufschluß ertheilte.— Es ergeht deshalb an Jeden, welcher auf diese Urkunde Ansprüche zu haben oder aus ihnen oder dem Grund und Zweck ihrer Hinterlegung für sich herzulelten und nachzuweisen vermag, die Aufforderung, sich zu dem Ende in obigem Termine dabier einzufinden, als sonst deren Ausscheidung von den gerichtlichen Depofstten und Adregistrirung zu den Arten ebenfalls verfügt werden wird. Friedberg den 19. Juni 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei. Verloosung von Partial Obligationen. 2475 Bet der am 26. August l. J. stattgefundenen Verloosung der Bleichenbacher Partial⸗Obligatlonen find folgende Nummern zur Abtragung gezogen worden: I. Am 1. Januar 1870 rückzahlbar: Lit. A. Nr. 12 und 58 1000 fl. 7. B.* 9 200 1. II. Am 1. April 1870 rückzablbar: Lit. A. Nr. 47 500 fl. „ B.„ 58 und 29 400„ Inhabern dieser Obligattonen wird solches hierdurch mit dem Anfügen mitgetheilt, daß vom 1. Januar und 1. April 1870 ab die Kapitalten bei der hiesigen Ge⸗ meindekasse, oder bei S. Lindheimer in Frankfurt a. M. und H. Lißmann in Büdingen eihoben werden können, und daß von diesem Tage an keine weiteren Zinsen vergütet werden. Bleilchenbach den 30. August 1869. Großherzogliche n Bleichenbach ck e l. Vergebung von Schleußenbauarbeiten. 2532 Freiiag den 17, d. M., Nachmittags 1 Ubr, soll auf dem Büreau Großberzoglicher Bürgermeifterel Nleder⸗Mörlen die Anfertigung mehrerer Stau schleußen für die Gemeindekunstwiese daselbst, ver⸗ anschlagt: Steinhauerarbeit 312 fl. Zimmerarbeit 2„ Schlosserarbeit 35„ öffentlich wenigstnebmend vergeben werden, und find Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 13. September 1869. In Auftrag Großherzoglicher Burgermeisterel Nieder-Mörlen Greb, Gr. Wiesen-Commissär. Aepfel ⸗Versteigerung. 2544 Nächsten Freitag den 17. d. M., Nachmittags 1 Uhr, sollen die gemeingeitlichen Aepfel abtheilungs⸗ weise meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 14. September 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt Geibel. Aepfel ⸗Versteigerung. 2547 Montag den 20. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden die gemeinheitlichen Aepfel dahter in Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert. Ossenheim den 14. September 1869. Großherzogli he We Ossenheim a ul. Lieferung für das Landeszuchthaus. 2543 Freitag den 24. September J. J., Vormittags 10 Uhr, wird in dem Lan deszuchthaus Martenschloß zur Lleferung verffeigert: 1) 450 Malter Kartoffeln, 2) 25 Centner Koblraben, untererdige, 9* Zwiebeln. Dienstag den 28. September l. J., Vormittags 10 Uhr, wird für 1870 im Soumissionswege vergeben, die Lieferung von: 1) circa 48 Centner Weißmehl, Jure 7 Waizengrütze, 335 114 5 Reis, 4)„ 9„ geschälte Gerste, 5 7 14 1 Kaffee, 607 6 5 Nudeln, 777 21 7 gedörtte Zwelschen, 8)„ 70 Pfund Pfeffer, 9)„ 25 Maas Mohndt, 10)„ 6 Obm Efssig, 11)—b— 30 Maas Pellthran, 12„ 30* Lein 13) 40—„ Rüböt, 14)„ 7 Eentiner Kernseife 1. Qualtät(Muster einzusenden), 155„ 1 Centner Schmierseife, 16)„ 25 Ohm Petroleum, 17)„ 29 Centner Bohnen, 180 22* Erbsen, 1* Linsen, F— Salz, 21)„ 160 Ohm süße Milch. Die unter pos. 1 und 2, unter 3 bis 10, unter 11 bis 13 und unter 14 und 15 aufgeführten Gegenflände werden zusammen, die unter pos. 16, 17, 18, 19, 20 und 21 aber einzeln vergeben. Bedingungen und Proben sind in dem Directortal⸗ Büreau einzusehen und müssen die Soumissionen bis den 28. September, Vormittags 10 Uhr, in den vor diesem Büreau befindlichen„Soumissionskasten“ ver⸗ schlossen eingelegt sein. Marienschloß am 13. September 1869. W Landeszuchthaus⸗ Direction r Aepfel ⸗Versteigerung. 2542 Montag den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel, etrca 40 Malter, an Ort und Stelle meistbletend ver⸗ steigert werden. Betienheim am 11. September 1869. Großherzogliche n Belenheim ut b. Db tre anenge ven ng. 2541 Dienstag den 21. I. Mis., Mittags 12 Uhr, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in circa 200 Maltern Aepfel und 10 Maltern Birnen in Abthellungen meist⸗ bietend versteigert werden. Fauerbach v. d. H. den 11. September 1860. Großherzogliche Bürgermelsteret Fauerbach v. d. H. Philtyp ps. Ein Logis für eine kleine Famtlie ist zu vermlethen und kann Joseph Geck. Corseten& Crinolines 219 bes K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. 2549 sogleich bezogen werden. ——— 8 ä 7 Pw———— Ost 2552. Nächsten weihfest dahier statt, wozu freundlichst einladet enheimer Wäldchen. Sonntag, als am 19. d. M., findet bei. F. und Tanzmusik das Kirch⸗ Korndörfer. Wichtig für Nur was acht ist, 2142 Jedes schaal, sauer und trübe gewordene ursprünglich hell waren, glanzhell, fein moussirend gezeichnete Brauereien Deutschlands, geprüften berühmten Chemikern. von der Kunst⸗ und wissenschaftlichen Provinzial-Ausstellung Bei Bestellung bitte um genaue Angabe jedes einzelnen Fasses. Nähere Auskunft ertheilt Vierbrauereibesitzer! werden unter Garantie durch mein und schmackhaft hergestellt. Erfolg dieses Präparats beweist eine Masse Schweiz, Frankreich ꝛc. analysirt und begutachtet von Prämiirt im Jahre 1868 mit der großen Bronece⸗Medaille Versendungen nehme der Kürze wegen nach; Briefe bitte zu frankiren. Aug. Sigerist„Mengen, Mürtemberg. „Dit aeg Arpt pas g, „Wa sst vorrälhsg bel o 1 wlbls e Zindernagel& Schimpf f in Friedberg u. Nauhe m. 524 bit ue 25 114 c ieee N 9e 166 tub:* 18 120 u „1 bewährt sich. Lager, sowie auch neue Schenkbiere, welche unschädliches Mittel wieder Die Unschäͤdlichkeit, sowie der aus⸗ besitzender Zeugnisse von den größten Pleschen. der Zahl der Fässer und des Maas⸗Inhaltes Billard, 2527 ein gebrauchtes, aber noch in gülem Zuftande erhaltenes, ist billig zu verkaufen. Neuer Bürgerverein Frankfurt a. M. Hammelfleisch à Pfd. 15 kr., Keil u. Karre à fd. 17 kr. 2551 verkauft Söllner. Annonee. 2522 Einem geebrten Publikum empfehle ich mich im Anfertigen von allen vorkommenden Putzarbeiten neuester Fagon für bevorstehende Salson; mit Zusicherung reellster und bikligßer Bedienung sehe ich einer zahlreschen Be · stellung entgegen. Friedberg den 10. September 1869. Friedericke Stenner. Modiste. Fauerbacher Tbor Nr. 528. Limburger Käse, 2515 6, 8, 10 kr. das Pfund, bet 5 Friedberg. A. Stahl Wittwe. Ein fehlerfreies Pferd, 2548 zwei Wagen nebst Pferdegeschirr, find zu ver⸗ kaufen bei Fr. Schier, Bad Nauheim. Maurermeister. CTransparent-Glycetinseife 1447 zu allen Preisen Wilh. Sturmfels. Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.) in größter Auswabl bei 742 und Syhlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seidene Umknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bei Das Neueste in Halsbinden K. Friedrich neben der Post. 9 Zwirn! 5 4 2545 Wir fabriciren echte Hanfzwirne, schwarzweiß und grau in Strähnen zu 10 Gebind in langer Weise; da⸗ von ist das Stück von 4 Strähn für 2½ Sgr. Acten⸗ zwirn, auch feiner Bindfaden 2 Zollpfund für 15 Sgr. und zum Versuch zu jedem beliebigen Betrage gegen Post⸗Einzablung zu haben bei 5 J. C. Schmidt& Sohn in Wurzen. Herrenkragen bel K. Friedrich neben der Post in Friedberg FFF Todes ⸗ Anzeige. 2546 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten machen wit hiermit die traurige Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat unsere innigft⸗ geliebte Tochter und Schwester Malchen in einem Alter von 14 Jahren 32 Tagen nach einem sebr kurzen Krankenlaget von 1½ Tagen in ein besseres Jenseits abzurufen. Um fille Theilnahme bitten Nleder-Mockstadt, 14. Sept. 1869. die trauernden Eltern und Geschwister Aron Rosenthal. Bettchen Nosenthal. G. B. Strauß. Brodpreise vom 1 6.— 30. September. f — Bei Sam. ausgel. 28 kr., Kuhfleisch, gem., Rindfleisch, gem., Hammellleisch Keil und Carre Kal bfleiisch Schaaffleisch Nierenfett Hammelsfett Ochsenfleisch pr. 8 20 Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzbach unverändert.„ f 5— Fleisch/ ꝛ¶ Preise vom 16.— 30. Sept Für Friedberg* unverändert. 40 Für Bad Nauheim: 60 Ochsenfleisch pr. 3 20 kr., Kuhfleisch, gem.„ Leber⸗ u. Blutwurst 24% „ungem. 0„ Bratwurst Ser Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre 18„ Cetvelatwutst 40 J Kalbfleisch 16„ Fleischwurst 28 n Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Rierenfelt 20„ Dörrfleisch ans Hammelsfett 16„ Schinken 30„ Schaaffleisch—„ Solperfleisch— Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 28 kr. Löb Nierenfett (Chausseehaus) Schweiuefleisch 17 kr., Dörrfleisch 24 kr., Solperfleisch 17 kr., wurst 20 kr., Schwartenmagen 44 kr., Fleischwurst 26 kr., 0 V de 9 N % e 3„ 2 8 Schweinefleisch pr. 8 18 Ausnahmspreise: Bei W. Bieler Hammelsfett 20 kr. Schinken 26 kr. Bratwurst 26 kr., Schmalz, Schmalz, unausgel. 26 kr. 9 Für Butzbach: Schweinefleisch pr. 8 17 kr. Leber⸗ u. Blutwurst Bralwurst Schwartennagen 24 Geräucherter Speck 32. Dörrfleisch 26 Schinken 0 Schmalz, ausgel. 30. Schmalz, unausgel,. Ausnahmspreise: Kalbfleisch 13 kr. bet G. C. Fischer, G. W. Schneider.— Bei 14 kr, Hammelfleisch 165 kr., Schmalz, Jac. ku 16 kr.— Bei Krauch Leber⸗ und Blut⸗ 24 kr., Cervelatwurst 7274 20 1 4 Kobelt Kalbfleisch ausgel. 32 kr. Friedberg f Korx 8 fl. 20 kr.; Frankfurt, Grünberg, Molter 8 fl. 30 19 fl.— kr. Korn 9 fl. 10 kr.; Gerste — kr.; Saamen 17 fl. 15 Mainz, 10. 8 fl. 31 kr.; Gerste 7 fl. 35 f. Kartoffeln 3 fl. 30 kr. z Roggenstroh per 109 Gebund 00 Frucht preise. Per Malter. 125 4 15. Sept. Waizen 11 fl. 30 fr.; Gerste 7 fl. 45 13. Sept. 11. Sept. Korn 8 fl. 15 kr.; Gerste 7 fl. 8 kr.; kr.; Erbsen— fl. K kr. Kartoffeln— fl.— kr. Sept. Waizen Waizen 11 fl. 50 kr. — fl.— kr.; Hafer 8 fl. 45 kr. Waizen 11 fl. 20 kr.) 10 1 kr.3 Hafer 6 fl.— kr, Hafer 5 fl. 8 kr. Wicken— fl. 12, f. 1, ex: Bindernagel& Schimpff. CCCCTCCCCCCTCCTFTVTCCTCTFTbFCCCC Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schi mpff. 24 An- und Verlauf von Staatspapieren, Coupons etc. besorgt billigst Mitgetheilt von S. Lindheimer Söhne in Frankfurt à. M. Cours. 15. September 1869. Cours der Staatspapiere. Oesterreich 50% Met. 1859 1. Lst. 64 6 1 J Gr. Hessen 4% Obligat. 92½ F 5 50% Nat.-Anl. 18544—— 5 3½0% Obligation. 87½ P 5 50% steuerfreie Oblg.—— Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 920 P Preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 93½ P. 5 4% do do 85½ P 5 40% do. do.—— Kurhessen 40% Obl. b. R. àa 105—— Bayern 5% Obligation.—— Frankfurt 3½j% Obligat. 80½ P. 5 4½0% ½ jähr. b. Rth. 93½ 355 1 30% 0 72 G. 3 40% do de 87½ P. Russland 5% Obl. i. L. à fl. 1—— Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 91¾ 6. Finnland 4½% Pfdbr.. R. 105—— 5 40% do do—— Schweden 4½0% O. 1. R. à 10585 8 Baden 4½0/ Obligat. 925 P. 1 4½0% Pfb. 1. R. 3 10582 8 5 40% Obligat. 85 P. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 87 Doll einbezanlee Eisenbahn Actien und Prioritäten. 4½% Bayr. Ostbahn 125½ P. 30% Liv. C. D.& D/. fr. à 28 kr. 31 P. 4½% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 94 G. 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 508 G. 30% Gesterr. St-Eisenb.-Prior. 55½ P. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 74½ P. 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B.—— 5% do. neueste Emiss.%—— 30% Oest, Süd. St. u. Lomb. E. B. 48 P. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94% P. Wiener Wechsel- Cours 97/ G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfehlen sich bestens unter Zusich Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. W. 9 9 2 0 10 J. A. Nauheim in Friedberg. 6 est. 250 fl. b. R. 18391—— ö 2 250„ 1854 73 P 159 —„ 100 Pr. L. 188— S„ 300, v. 1860% 77 6. 1100 br. v. 1804 110% P. Schwed. Thlr. 10-L. 12 G. Bad. 35 fl. Loose 55% G. 24% Bad. 100 Thur. 191% f. Kurz. 40 Thl.-L. b. K. 55½ um. 2 or. Hess. 50 fl. L. b. B..— 0 2* 2⁵ 1„„ E 1 J Nuss. 25 fl. I., b. R. 40 7. 2 Pistolen fl. 9 49—51 2 5 Doppelte„ 9 50—52 2 preuss. Friedrd'or„ 9 58—59 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 34—56 DI Rand-Ducaten„ 5 38—40 220 Franes- Stücke 9 33—34 2[ Engl. Sovereigns.„11 56— fl. 12. 2 Russ. Imperiales„ 9 50—5 2 Gold pr. Zoll-Pf.„—— Achh. S Ilb. pr. Z. Ff.„ Preuss. Kassensch.„ 1 44¾—45 I pohars in Gold„ 2 28—29 erung reeller Bedienung und erth S. Lindheimer Söhne iy eilen gerne jede ge 11 Fetreff 2 urch die bürger a ö lan das u von 8— 145. Ocle — He Regierun J. Ges gegen Mil Aaltet: De immun uctper minen St ordnen 8 Korn 10 zun g .; Hafer 5 fl. 36 kr. n hende: 2 A ein be Feueklione onshar en mehr . A he geme 0 den 9 5 t. Haase des Hur Folge Ale Dauer msände 34 wer Verst chun 10 en Abe;