ichen Ter A en, U No 1 10 eidene hel dn ker doi hen 1 prup, d, dabei a ten Husten, chron schi 2„Ent zün Jehlkopfez rust Affer 1 ascen g n uber. Werner Wubel — cteilt lachfolgtt, lachso iar! 4. 9 Kreuze 7 1869. Dienstag den 16. März. M31. ber essischer Anzeiger. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf den wöchentlich dreimal erf heinenden„Oberhessischen Anzeiger“ kann man für das zweite O Quartal l. J J. bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abünuiten Baelfkla nn t Betreffend: mach su n 8 Anzeige gegen Adam Krach von Hauswurz in Kurhessen wegen Verfehlung gegen die Dienstboten Verordnung. Adam Krach von Hauswurz in Kurhessen ist wegen Verfehlung gegen die Verordnung vom 7. April 1857, die polizeiliche Aufsicht die Dienstboten betreffend, auf ein Jahr aus Friedberg am 10. März 1869. über diesseitigem Kreise ausgewiesen worden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Die vom Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen pro 1869 beschlossenen Geldverwendungen betr. Nachdem Großh. festgestellte Budget genehmigt nnn a h me. Ministerium mit Sta 1 Vereinsfonds: 2 Zuschuß aus Gr. Hauptstaatskasse. 3520 fl. kr.— fl.— kr. ) Beitrag der Aachen Münchener⸗ beuewefcgt rungs⸗Gesellschaft, voraussichtlich„ 600„—„ 3) Mulhmaßliche Beiträge der Vereinsmitglieder—„—„ 2880„—„ 4) Ueberschüsse aus vorderen Jahren, baar und in Aus ständen(ungefähr) ei„ en% 5) Zinsen aus angclegten Capital ten(mutbmaßlich)„ 1 6) Beiträge der landw. Bezirksvereine zur Besol⸗ dung des Wanderlehrers, voraus fichtlich).—„—„ 600„—„ Summa 3520 fl.— kr. 8557 fl. 4¾ kr. B. Aus 9 g. K Deer„ eL fl.— kr. 320 fl.— kr 2) Kasse⸗ und Rechnungswesen Ke 2 100% 5 3) Viehpretsverkbeilungen zu Gießen u. Lauterbach—„—„ 1000— 4) Prämien für die schwersien Bullenkälber Vogels⸗ berger ꝛc. Rage n A 5 8 Unterffützung der landw. Bezirksvereine ens 6) Zur Unterftützung des Unterrichts im Hufbeschlag—„—„ 340„—„ 7) Kosten der landw. Zeitschrift 8„ 1400„— 8) Besoldung und Diäten des Wanderlehrers 1220„—„ 355»—„ 9) Subventson der Ackerbauschule zu Friedberg. 800„—„—„—„ 10) Reiseunterstützung an den Director derselben, Herrn Dr. Henkelmann—„— 100„—„ 110) Unterstützung an Solche, die den landw. Le ehr⸗ cursus in Darmstadt besuche nnn 1500„—„ 1 12) Zu Prämien an Lehrer, die landw. Fort⸗ bildungsunterricht ertheilen—„—„ 400—„ 13) Zur Unterstützung der Einführung guter landw. Maschinen und Geräthe et Fun 100„—, 14) Zur Vermittlung des Ankauf 00 von Berner Vieh und Bergamasker Schafen e en 15) Zur Uuterstötzung einer een Obslaus⸗ stellung in Gleßen en ebe 16) Für et 5 ge Mehrkosten beim Druck der landw. Zeitschrift 2818—„— 160„— 17) Als anthetlige Ne elfekosten vergütung fur Herrn e eee 160, 40 F„ ein eee Summe 3520 fl.— kr. 8557 fl. 4% kr. Bemerkungen A. zur Einnahme: bos. 1. Der Staatszuschuß kann sich um etwas vermindern, wenn für die vermehrten Bedürfnisse der Gr. Centralstelle aus dem— selben eine Beisteuer in Anspruch genommen werden muß.—(Ist in zwischen um 150 fl. gemindert worden.) Pos 7 D eser Betrag ist nur ein muthmaßlicher, indem hin— sichtlich der Größe desselben Seitens genannter Gesellschaft eine Ver— fügung noch 10 getroffen ist. pos. 4. Diese Ueberschüsse sind zumeist in 4½ pCt. papieren e deren muthmaßliche Zinsen in Staats- pos. 5. aufgenommen sind. B. zur Ausgabe: pos. 3. Die beiden Viehpreisvertheilungen sollen im kommenden Sommer in Gießen und Lauterbach abgehalten werden, und sollen auf jeder derselben 500 fl. als Preise zur Vertheilung kommen, die außer an Züchter von Rindvieh, Schafen und Fohlen auch an Züchter von Schweinen der reinen englischen oder englischen Bastard— racen verwilligt werden können. pos. 4. Für Prämiirung der schwersten Bullenkälber Vogels— Verfügung vom 13. Februar das vom Ausschuß des landw. Vereines von Oberhessen pro 1869 hat, wird dasselbe hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. berger Race gelten die Bestimmungen früherer Jahre, wonach bei Besichtigung und Wägung durch die von den Bezirksvereinen zu er— nennende Commission die Kälber noch im Besitze des Züchters sein mussen und nur zur Zucht verkauft werden durfen. Das Minimal— gewicht am 270. Tage nach der Geburt muß 350 Pfund detragen. pos. 5. Die Unterstützung der landw. Bezirksvereine, bestehend aus den Drittheilen der im Jahr 1868 wirklich zur Vereinskasse ein— gegangenen Beiträge ihrer Muglied er, wird nur an diejenigen Be— zirksvereine ausgezahlt werden, deren Vorstände sich vor Aufstellung des Budgets pro 1870 bei dem Vereinspräsidium deßhalb angemeldet und einen Nachweis über Verwendung der zuletzt empfangenen Geld— mittel erbracht haben, in welchem auch diejenigen Gelder aufgeführt sein müssen, welche den Bezirksvereinen Seitens der Aachen-Münchener Feuerversicherunz Gegeseuscaft zufließen. pos. 6. Junge Schmiede aus der Provinz konnen auch im Winterhalbjahr 1869/70 Unterricht im Hufbeschlag in Butzbach er— halten, wegen dessen Beginns noch besondere Bekanntmachung erfolgen soll. Unbemittelte Schmiede, die zum Besuche dieses Unterrichts eine Unter— stutzung bedürfen, haben sich an die landw. Bezirksvereine zu wenden. pos. 8. Auch für das mit 1. April d. J. beginnende Lehrjahr wird der Wanderlehrer für Oberhessen, Herr Leisewitz, seine Vorträge in den einzelnen Bezirksvereinen halten, die für jedes einmonatliche Engagement desselben, wegen dessen dieselben sich an das Präsidium zeitig wenden wollen, einen Beitrag von 60 fl. zur Provinzialkasse zu leisten haben. pos. 9 u. 10. Die hier vorgesehene Summe ist zur Subvention der Ackerbauschule des Herrn Dr. Henkelmann in Friedberg bestimmt, und an Bedingungen geknüpft, deren Erfüllung Cognition einer besonderen Commission unterliegt. pos. 11. Aus dieser Summe sollen an 20 Volksschullehrer oder auch anderweitige Befähigte Unterstützungen im Betrage von je 60 fl. zum Besuche des Unterrichtscursus in der Landwirthschaft für Volks— schullehrer gegeben werden, der im kommenden Sommer in Darmstadt stattfinden soll. Der Ausschuß behält sich die Auswahl unter den einsaufenden Bewerbungen vor. pos. 12. Lehrer, die landw. Fortbildungsschulen errichten und mit Erfolg an denselben wirken, können aus dieser Summe eine ent— sprechende Prämie erhalten, die auf rechtzeitige Anmeldung der Aus— schuß festsetzen wird, nachdem durch eine besondere Commission die Leistungen des betreffenden Lehrers geprüft worden sind pos. 13. Diese Summe kann verwendet werden zur Entschä— digung für Transportkosten an Fabrikanten oder Commissionäre, dle gelegentlich der Viehpreisvertheilungen neuere landw. Maschinen und Gerathe ausstellen. pos. 14. Dieser Betrag soll verwendet werden, um die Differenz zu decken, die entstehen kann, wenn das auf Kosten der Vereiuskasse anzukaufende und wiederum öffentlich zu versteigernde Vieh Berner und Bergamasker Race 1 niedrigeren, als den Einkaufs- und Trans- portkosten abgegeben werden muß. 1155 15. Diese Summe ist dem landw. Bezirksverein Gießen 1 is position gestellt worden, um damit die Kosten einer im Herbst 1 7 Gießen zu bewerkstelligenden Obstausstellung zu decken. Laubach, am 28. Februar 1869. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen. Otto, Graf von Solms-Laubach. der Hessen. Darmstadt, 13. März. II. Kammer. Zur Berathung gelangt Tit. 16 des Etats, Aus⸗ gaben für den Generalstab, und werden bewilligt zu Zwecken der Landestopographie mit 28 gegen 16 Stimmen jährlich 3000 fl. als nicht zu überschrei⸗ tende Aversionalsumme. Desgleichen verwilligte die Kammer mit 36 gegen 8 Stimmen jährlich 1000 fl. für die unter diesen Titel fallenden per- sönlichen Ausgaben. Zu Tit. 20(Gehalt und Löhnung der Truppen) fordert die Regierung für die Infanterie 637,444 fl. 36 kr., für die Reiterei 193,156 fl. 9 kr., für Artillerie und Train 131,202 fl. 57 kr., für Pionniere 15,805 fl. 51 kr., für Landwehrstämme und Uebungskosten 37,278 fl. 30 kr., und endlich für andere For- mationen und vermischte Ausgaben 84,199 fl. 17 kr. Regierungscommissär v. Herget bittet nochmals die Kammer, der Regierungsforderung beizustimmen. Der Partikularismus habe die Niederlage von 1866 verschuldet, und wenn die Sache nicht zu ernst wäre, könne er Dinge acten⸗ mäßig belegen, welche großes Lachen hervorrufen würden. Goldmann verweist auf die Ver— wendung preußischer Offiziere in der hessischen Division, welche die preußischen Gagensätze be— ziehen, und findet schon darin einen Grund für Bewilligung der Anforderungen. Außerdem sei die Kammer durch Annahme der Convention ver— pflichtet. Becker und Kempff erklären, daß ihnen, wie dem abwesenden Stockhausen, bei den Verhandlungen im Ausschuß über die Militär— Convention nicht in den Sinn gekommen sei, daß auch die Annahme der Gagen mit derjenigen der Militär— Convention Hand in Hand gehen solle. Dumont erinnert daran, daß ihm, resp. der Kammer, von Seiten des früheren Kriegsministeriums bei der Verhandlung über die Militär-Convention erklärt worden sei, daß die Entscheidung über finanzielle Fragen der Kammer verbleiben werde. Wernher fürchtet im Falle der Ablehnung Beschlagnahme der Biersteuer, Branntweinsteuer ꝛc. in Oberhessen und behauptet zu wissen, daß Repressivmaßregeln schon vor der Thür stünden. Volhard bittet die Kammer, sich nicht durch diese Bassermann— schen Gestalten schrecken zu lassen; was übrigens die Ansicht des Regierungscommissärs betreffe, daß die Verweigerung Ausfluß des Particularis— mus sei, so wolle er nur entgegnen, daß die Gagen keine Steine zum Bau einer Mainbrücke abgeben werden, sondern im Gegentheil die Ab— neigung gegen den von ihm gewünschten Eintritt in den norddeutschen Bund vermehren würden. Es sprachen noch für Verwilligung der Forderungen der Regierung die Abgg. Hallwachs und Dernburg sowie der Regierungs-Commissär Niepoth. Gegen dieselbe nehmen nochmals das Wort die Abgg. v. Gagern, v. Biegeleben, Volhard, Dumont und Fink, worauf zur Abstimmung geschritten wird. Das Ergebniß derselben war die mit 44 gegen 2 Stimmen er- folgte Ablehnung der in dem Etat gemachten An- forderung von 1,076,687 fl. 20 kr. Desgleichen wurde der Antrag der Mehrheit mit 24 gegen 22 Stimmen verneint, demzufolge die obige Summe, vorbehältlich der Abstimmung über die weiteren Ausschußanträge(verschiedene Abzüge deren Ge⸗ sammtsumme 77,522 fl. 57 kr. beträgt), genehmigt werden sollte. Verwilligt wurde dagegen, nach Antrag der Minorität, mit 28 gegen 8 Stimmen die Summe von 989,485 fl. 35 ½ kr., vorbehält⸗ lich der Abstimmung über die beantragten Abzüge, resp. vorbehältlich der Berichtigung nach Maß- gabe der Specialabstimmung. — Die erste Kammer der Stände beginnt Dienstag den 16. d. ihre Berathungen. — Vor Gr. Hofgerichte der Appellinstanz kam die Anklage des Geheimen Staatsraths Frank gegen die Redaktion der Mainzeitung zur Ver⸗ handlung. Das Urtheil wurde vertagt, nachdem die Verhandlungen mit einer kurzen Unterbrechung den ganzen Tag über gedauert hatten. * Friedberg. In Angelegenheit der von Hanau nach Frikdberg zu erbauenden Eisenbahn war vor Kurzem eine Kreisständische Deputation aus Hanau in Berlin anwesend, welche bei dem Könige und dem Kronprinzen eine Audienz gehabt. Beide hohen Herren sollen ein lebhaftes Interesse an dem Gedeihen der Hanauer Industrie bekundet und sich für die Wichtigkeit einer dieselbe fördern⸗ den Eisenbahn ausgesprochen haben. * Offenbach. In den letzten Tagen durchlief die frohe Kunde unsere Stadt, daß unsere Handelsschule(unter der Direktion des als Schulmann so tüchtig bewährten Dr. Nägler) die lange vorenthaltene Berechtigung erlangt hat, Qualifikationszeugnisse für den Einjährigen⸗Dienst im Norddeutschen Bund auszustellen. Die fernere Existenz dieser in weiten Kreisen bekannten Anstalt ist also gesichert, worüber sich unsere zahlreiche Kaufmannschaft sehr freut. Seit dem zehnjährigen Bestehen der Anstalt ist in unsere jungen Kaufleute ein ganz anderer Geist gekommen; die Schule hat sie vom blosen Routine zur Wissenschaftlichkeit gebracht. Diese Nachricht dürfte auch die Leser des Anzeiger interessiren, da unsres Wissens eine Anzahl junger Leute aus der Wetterau ihre Vor— bildung zum Geschäftsleben der Anstalt verdanken. Preußen. Berlin, 13. März. Reichs- tag. Präsident Delbrück beantwortet die Inter— pellation Wiggers wegen Gleichberechtigung der Israeliten dahin, daß diese Angelegenheit binnen Kurzem im Bundesrathe zur Beschlußnahme ge— langen werde. Es folgt die erste Berathung über den Entwurf des Reichstagswahlgesetzes. Twesten dermißt die gesetzliche Feststellung der Wahlbezirke, Präsident Delbrück hält dieselbe für unthunlich, weil nach§. 6 die Abgeordnetenzahl nach der Bevölkerung sestgestellt, daher alle drei Jahre geändert werde. Löwe spricht gegen die Aus- schließung des stehenden Heeres von der Wahl, Hasenclever gegen die Bestimmung, daß der Wähler 25 Jahre alt sein müsse. Graf Bismarck erklärt, die Regierungen würden zu wesentlichen Aenderungen des bestehenden Wahlgesetzes nicht die Hand bieten. Twesten bringt den Antrag ein, den Bundeskanzler zu ersuchen, er möge für die zur Bundescompetenz gehörigen Angelegenheiten eine geordnete Aufsicht und Verwaltung durch ver— antwortliche Bundesministerien namentlich für Aus- wärtiges, Krieg, Marine, Handel und Verkehrs— wesen, im Gesetzgebungswege herbeiführen. Es folgen noch einige persönliche Bemerkungen zwischen dem Abg. Schwerin und dem Bundeskanzler und wurde dann der Antrag auf Verweisung an eine Commission abgelehnt. Es beginnt nun die erste Berathung des Gesetzentwurfes, betr. die Beschlag— nahme des Arbeitslohnes. Nach einer Debatte, woran sich besonders Unruh, Waldeck,(welcher die Beschlagnahme noch nicht verdienten Lohnes für eine Knechtung der Arbeiter erklärt), Wagner (Neustettin) und Schulze betheiligen, wird die Verweisung an eine Commission von 16 Mit- gliedern beschlossen. Kronberg. In einer zur Besprechung des Frankfurt⸗ Kronberger Eisenbahnprojektes dahier stattgehabten Versammlung sprach man sich im Allgemeinen dahin aus, daß es sowohl Sache der Stadtgemeinde wie jedes einzelnen Bürgers sei, das gemeinnützige und die Interessen Kronbergs so sehr fördernde Unternehmen mit allen Mitteln zu unterstützen. Die specielltren Vorarbeiten zur detaillirten Ausstellung der Kostenvoranschläge sollen demnächst beginnen. Bayern. München. Laut bezirksamtlicher Meldung aus Feldkirch wurde daselbst der Post— dieb Becher verhaftet. Derselbe war im Besitze bedeutender, theilweise noch uneröffneter Geldpakete. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ mel⸗ det: Die französische Regierung ließ an die ihr befreundeten Mächte durch die in Paris accredi— tirten Verteter derselben Aufschlüsse über die bel— gische Streitfrage gelangen, um die Alarmgerüchte auf ihr richtiges Maß zurückzuführen und dar— zuthun, daß diese Streitfrage nicht entfernt zur Befürchtung ernster Verwickelungen Anlaß biete. — Wiener Blätter melden, daß ein günstiger Abschluß der handelspolitischen Verhandlungen zwischen Oesterreich und Großbritannien sehr nahe gerückt sei; es sei eine in den wesentlichen Punkten zustimmende britische Antwort auf die österreichi— schen Vorschläge eingetroffen und die Beibehaltung des Gewichtszolls angenommen. * Frankreich. Paris. Die Gerüchte von einer Annäherung zwischen Oesterreich und Italien werden hier höchst günstig aufgenommen. Man gibt sich alle Mühe, nachzuweisen, daß beide Mächte nach Beseitigung alles Dessen, was Grund zu Differenzen bieten konnte, eigentlich natürliche Bundesgenossen seien und ohne Zweifel mit der Zeit diesen Verhältnissen auch offiziell Rechnung tragen würden. 70 — In Folge der versöhnlichen Intervention Englands soll in dem Streite zwischen Frankreich und Belgien ein europäisches Schiedsgericht an⸗ genommen worden und die Situation friedlich sein. — Der„Etendard“ sagt, daß keine inter— nationale, sondern eine französisch-belgische Com— mission die zwischen beiden Staaten schwebenden wirthschaftlichen Angelegenheiten regeln werde. — Die„France“ sagt über den belgisch⸗fran⸗ zösischen Zwischenfall:„Nichts berechtigt zu dem Glauben, als habe sich die Situation verschlim— mert und als sei sie beunruhigend für die fran— zösischen Interessen.“ Belgien. Brüssel. Der französische Ge⸗ sandte Lagueronnidre ist zurückgekommen und bringt versöhnliche Instruktionen mit. Frankreich ver— zichtet auf den Vertrag der Luxemburger Ostbahn. Spanien. Madrid. In den Cortes hat Figuerola eine Gesetzvorlage, die Aufnahme einer Anleihe von 1000 Millionen Realen betreffend, eingebracht. 8 — Der Abg. Garrido verlangt die Ein— stellung der die Conseription vorberkitenden Maß— regeln; seine sehr animirte Rede ruft große Be— wegung hervor. Prim hält die Nothwendigkeit, eines stehenden Heeres aufrecht. Der Antrag Garrido's wird mit 112 gegen 69 Stimmen abgelehnt. — Man schreibt uns aus Madrid, daß ein Versuch gemacht ist, 6— 7000 Soldaten, die die Kaserne der Guardia bewohnen, zu vergiften. Die Ueberwachung eines Offiziers hätte das Complot vereitelt. Am 6. März wurde in eben derselben Caserne der Guardia, der größ ten von Madrid, Feuer angelegt. Das Feuer brach gleich— zeitig an vier Puncten aus; das Dach, die Ställe, die Magazine, Alles war in einem Augen- blick ein großes Feuer. — Das officielle Journal veröffentlicht ein Circular Figuerola's, worin derselbe anordnet, daß die Bedingungen des Handelsvertrags mit Frankreich von nun an auch auf Deutschland Anwendung finden. Italien. Florenz. Die„Opinione“ sagt: Einige Journale schreiben die Ankunft unseres Gesandten am Tuilerienhofe, des Ritters Nigra, in Florenz Unterhandlungen zu, die wegen eines gegen Preußen gerichteten Bündnisses zwischen Frankreich und Italien im Gange sein sollen; andere Journale versichern dagegen, Ritter Nigra werde als italienischer Gesandter nach London gehen. Diese Gerüchte sind beide gänzlich unbe⸗ gründet. Amerika. Washington. Washburne und Shofield sind zurückgetreten. Der Präsident hat hierauf Hamilton Fiß zum Staatssecretär, General Rawlins zum Kriegsministe, und Bout⸗ well zum Finanzminister, Washburne zum Ge⸗ sandten in Paris ernannt, welche Ernennungen vom Senat bestätigt wurden.— Ham. Fish aus Newyork, der in Stelle des zum Gesandten in Paris er- nannten Elihu B. Washburne vom Präsidenten Grant ins Cabinet berufen worden, ist ein sehr talentvoller, dem Fortschritt huldigender Politiker.“ Friedberg.(Fortsetzung.) Die letzte Vorlesung des Hrn. Klein über„Eutstehung unseres Sonnensystems? befaßte sich mit den Einwänden, die dem Laplace'schen System entgegengesetzt worden sind und werden. Das Kopernikanische System, nach welchem die Erde um die Sonne sich dreht, ist bereits 300 Jahre alt, die Beweise für die Richtigkeit desselben haben sich im Laufe der Zeit geradezu gehäuft, und dennoch hat es Leute gegeben und gibt noch solche, die seine Richtigkeit läugnen und wider⸗ legen zu können vermeinen. So ein gewisser Schmitz aus Köln, welcher herausdüstelte, daß die Sonne in der Form eines 8 um die Erde kreise; so ein gewisser Schöpfer, der sich alle Mühe gab, die Erde zum Stillstehen zu bringen; so vor Kurzem der Berliner Knak, der den Süllstand der Erde dekretirte. Diese Leute sind gestorben und werden sterben; das Kopernikanische System ist geblieben und * samte wütt daß benke voll berfüb lleberf entgegt Thalsa wendu beruht, neten! laufend wegen sich un zogenen anlang Virsuc allet G det Mi Theorie 802 nach! selden Landg gründe ertheil ton „u dem die fran. licht ein anordntt, tags mil tulschland one“ sagt: st unseret rs Nigra, igen int J jvische in sollen; tet Nigra J London lich ub ⸗ Wa lbburnt prastden us secttial, ungen vom Newyorl, atis kl“ wird bleiben. Wenn solche Anfeindungen das Kopernikanische System mit selnem 300 jährigen Wahrheitszeugniß er⸗ fahren konnte, so darf es nicht Wunder nehmen, wenn dem verhältnißmäßig noch neuen Laplace'schen System von der Entstehung des Sonnensystems ein Gleiches widerfuhr. Die Gegner lassen sich in zwei Gruppen heilen: in solche, die ihre Gründe aus dem Gefühl berleiten und solche, die Verstandesgründe dagegen vorbringen. Die ersteren stoßen sich daran, daß Alles, was sie sehen, die Berge und Thäler, die Pflanzen und Thiere, der ganze Erdkörper einstens soll Dunst gewesen sein. Ihnen gegenüber ist daran zu erinnern, daß ein wesentlicher Bestandtheil der Erde, die Atmosphäre, Dungd ist und dleiben wird, daß das Weltl⸗ meer aus Wasser bestebt, welches um einige Grade erhitzt, in Dunst sich auflös'l, ja daß Pflanzen- und Thierkörper nach kurzer Zeit der Existenz in einige Gasarten sich auflösen, die in alle Lüfte entweichen. Mil solchen Gegnern, die in schönen Illusionen nicht gestört sein möchten, sei nicht viel zu rechten. Etwas mehr Aufmerksamkeit ver⸗ dienten die, welche ihre Gründe dem Verstande entnehmen, obgleich damit nicht gesagt sein sollte, daß sie verständige wären. Das Fundament, worauf das Laplace'sche System derubt, wornach alle Planeten mit der Sonne vormals eine Dunstmasse gewesen, sei die Wahrheit, daß die hundert und etliche zwanzig Planeten sammt ihren Trabanten nahezu parallel mit dem Sonnen-Aequator um die Sonne und außerdem, wie die Sonne, von West nach Ost um sich selbst sich dewegten. Einzig die Monde des Uranus machten davon eine Ausnahme; ihre Bahn um diesen Planet stehe senkrecht auf dessen Bahn. Wie wenig es auf sich babe, diesen Umstand als Einwurf gegen die Richtigkeit des Systems benutzen zu wollen, zeige Folgendes: Wenn Hunderte von Neuten nach einem Punkt hin eilen, so nehme man mit Recht an, daß eine gemein⸗ same Ursache die Veranlassung wäre. Diese Annahme würde nicht im geringsten erschüttert, wenn man auch sähe, daß etliche Personen von jenem Punkt herkämen. Man denke einfach, letztere wollten nicht sehen, was dort vorginge, oder hätten's schon gesehen. In derselben Weise verführe man bei Feststellung jedes Thatbestandes, bei Neberführung eines Verbrechers z. B., ja es könnte im entgegengesetzten Fall von irgend welcher zuverlässigen Thatsache schlechterdings keine Rede sein.— Weitere Ein— wendung: Wenn das Laplace'sche System auf Wahrheit beruht, woher kommt es denn, daß die Bahnen der Pla— neten nicht vollständig, sondern nur annähernd gleich— laufend mit dem Sonnen-Aequator sind, und warum be— wegen diese Kérper nicht in vollständigen Kreislinien sich um die Sonne, sondern in etwas in die Länge ge— zogenen, sogenannten Ellipsen? Den ersteren Umstand anlangend, weis't der Redner auf einen interessanten Versuch französischer Physiker hin, die eine Kanone mit aller Genauigkeit so befestigten, daß der Lauf derselben mit der Mündung senkrecht nach oben gerichtet war. Der Theorie nach mußte eine daraus geschossene Kugel senkrecht steigen und in derselben Richtung wieder fallen— in den Lauf hinein. Die abgeschossenen Kugeln thaten es nicht; sie fielen in einer Entsernung von 20 bis über 100 Fuß nach allen Seiten hin zur Erde, ja einige davon wurden gar nicht aufgefunden. Oder: Man lasse eine Kette fer— tigen, deren Ringe von gleicher Dicke und S!ärke sein sollen. Trotz aller erdenklichen Sorgfalt und Geschicklich— keit des Schmiedes wird ihm leicht nachzuweisen sein, daß auch nicht ein Glied derselben dem andern völlig gleich ist. Schluß: Die kleine Abweichung der Planetenbahnen von der mit der Sonnenbahn parallelen Richtung ist gar nicht in Betracht zu ziehen. Daß aber die Planeten bei ihrer Bewegung um die Sonne nicht die Kreislinien ein— halten konnten, erklärt sich aus dem Gesetz der Anziehung. Darnach zieht nicht nur die Sonne die Planeten an, sondern diese ziehen sich im Verhältniß ihrer Größe und Schwere unter einander an, und daraus ergaben und er— geben sich Abweichungen von der Bewegungslinie. Man nennt dies Störungen. Dieselben sind keine Chimäre. Werden sie bei der Bahnberechnung nicht mit in Betracht gezogen, so findet sich der Planet keineswegs an dem Punkt des Himmels, den das Rechnungsergebniß bezeichnet, im andern Fall dagegen ja. Der Planet Neptun ist geradezu dadurch aufgefunden worden, daß ein Astronom behauptete: An dem und dem Orte am Himmel muß sich ein Planet befinden, der die und die Störung ver— ursacht. Die dahin gerichteten Fernrohre entdeckten den Neptun. Außerdem kommen aber hier auch noch die Kometen in Betracht, die mit ihren außerordentlich in die Länge gezogenen Bahnen als Körper von ungeheuren Dimensionen, aber geringer Dichtigkeit um die Sonne kreisen. Es läßt sich recht gut denken, daß ein solcher Komet von der Seite her gestoßen, zu einer Zeit, als dieser noch gassörmig war, und die oben erwähnte entgegengesetzte Bahnrichtung der dadurch gebildeten Monde bewirkte. Einen weiteren Einwand entlehne man von der Beschaffenheit des Mon— des, der entweder keine oder doch nur eine äußerst feine Atmosphäre habe. Da sage man denn: Ist der Mond aus einem von der Erde losgelös'ten Ring entstanden, so muß sich auf ihm dieselbe Almosphäre finden. Dabei wird übersehen, daß die Anziehungskraft des Mondes etwa fünfmal kleiner ist als die der Erde, daß erst in einer Entfernung von 900 Meilen von der Erde hinweg die Anziehung der Erde sich so abschwächt, daß sie der des Mondes gleich kommt, und daß demgemäß die Mond— atmosphäre dieselbe Dichtigkeit haben muß wie die unserer Erde in einer Entfernung von 900 Meilen. Daß aber bis dorthin die Atmosphäre sich unendlich verdünnt haben muß, wenn sie überhaupt so weit reicht, leuchtet ein, wenn man dacan denkt, wie fein die Luft schon auf hohen Bergen ist.(Schluß folgt.) Gießen. Während des letzten in hiesiger Stadt abge— haltenen Viehmarktes hat ein fremder Mann von einem Viehhändler eine Kuh für 42 Thaler gekauft und mit in einen Ring des Uranus einer„Norddeutschen Banknote“ à 1000 Thaler bezahlt. Der Viehhändler hielt die„Banknote“(eine Nachbildung des Papiergeldes) für falsch und veranlaßte bie Verhaftung des Käufers. Auf dem Polizei-Bureau erkannte man in ihm einen Mann aus Holzhausen, Amts Burbach, der schon sett vielen Jahren im Verdacht steht, daß er die Verbreitung falscher Preußischer Kassen-Anweisungen ge⸗ werbsmäßtg betreibe, bei dem aber die früher vorgenom⸗ menen Haussuchunigen ohne Erfolg geblieben sind. Der⸗ selbe besaß mehrere„Nordbeutsche Tausend-Thaler⸗Noten“ und eine werthlose„Fünf-Thaler-Note“ und außerdem viele galvanisch vergoldete, sehr fein, golbartig klingende Spielmarken von der Größe eines Zwanzig⸗Franc⸗Stücks, mit dem Bildnisse des Kaisers Napoleon. Es liegen Nachrichten vor, wonach seit einiger Zeit dergleichen Spiel⸗ marken als laufende Goldmünzen verbreitet worden sind, und auch der in Gießen verhaftete Mann steht in dem Verdacht, daß er diese Spielmarken als Goldmünzen hat ausgeben wollen.— Die„Norddeutschen Banknoten“ 2 1000 Thaler enthalten einige spaßhafte Bemerkungen und können nicht leicht für Papiergeld gehalten werden. Um so mehr fällt es auf, daß jener Mann mehrere solcher Scheine besessen hat. Frankfurt. Eine der größten Naturseltenheiten, die je in unserer Stadt zur Meßzeit ausgestellt war, wird, wie wir hören, hier nach dem Bleichgarten kommen, näm— lich ein Wallfisch von 40 Fuß Länge, 18 Fuß Körperum⸗ fang.— Zufolge näherer Erkundigung hat die Palmgarten⸗ Gesellschaft noch keine Entscheidung über die Direktion der Musilkapelle getroffen und ist daher die Nachricht, daß dieselbe Herrn Neumann übertragen worden sei, verfrüht. Offenbach. Der Schuldiener der hiesizen Stadtschule fand gestern in einem leeren Schulzimmer einen Knaben von sieben Jahren, welcher sich verkrochen hatte. Da der⸗ selbe am ganzen Körper Verletzungen hatte, so brachte er ihn der Polizeibehörde. Der eine Arm war dem Kinde zerschlagen und hoch geschwollen, die Nägel an den Fingern abgelockert, der Rücken aufgebrochen und bereits geeitert, er hatte Brandwunden am Körper und ein Loch im Kopfe. Die angestellte Untersuchung ergab, daß der Kleine der unebeliche Sohn eines Frauenzimmers aus einem benach⸗ barten Orte ist, die sich unlängst hierher verheirathet hat. Die Rabenmutter hatte das Kind seit Wochen schon mal— traiürt. Der Knabe wurde dem städtischen Hospital zur Pflege übergeben und seine Mutter, welche ihn seiner An⸗ gabe nach mit einem dicken Rohre öfters gehauen und auf eine heiße Platte gesetzt hatte in Haft gebracht. g Offenbach. Kürzlich ereignete es sich hier, daß im 85. Jahre seines Lebens ein hiesiger Bürger wenige Tage vor seiner Diamanthochzeit, zu deren Feier bereits alle Vorkehrungen getroffen waren, sanft entschlief. Der Hin⸗ geschiedene ist Herr Philipp Klein, dessen Name mik zu 0 8 der frühesten Gewerbtreibenden auf hiesigem Platze zählt. i Edictalladung. 302 Peinrich Corvinus von Staden beabsichtigt nach Amerika auszuwandern. Rechtsansprüche an den⸗ selben find binnen vier Wochen bei Großherzoglichem Landgerichte Altenstadt geltend zu machen und zu be— gründen, widrigenfalls ihm die Entassungs- Urkunde ertheilt wird. Friedberg den 27. Februar 1869. Groß herzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. 5 Oeffentliche Aufforderung. 733 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ laß der Philipp Adam Odenwäller's Eheleute von Ober⸗ Wöͤllstadt sind binnen einer zerstörlichen Frist von 14 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, bei dem unter⸗ jeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie bei der Berthellung des Nachlasses unter die Intestaterben der Verstorbenen nicht berücksichtigt werden können. Binnen gleicher Frist haben die Schuldner des Philipp Adam Odenwäller ihre Schuldposten an die Vormünder Philipp Brauburger II. und Johannes Hof II. von Ober⸗Wöllstadt um so gewisser abzuführen, als sie sich sonst gerichtlicher Belangung zu gewärtigen haben. Friedberg den 4. März 1869. re enen Friedberg 1 „ Hofraithe- und Güter⸗Versteigerung. 613 Freitag den 19. d. M., Mitlags 2 Uhr, läßt der jetzige Eigenthümer vie früher dem Jakob Meter ebörige Hofraithe und Grundstucke, wobei en 2½ orgen großer Steinbruch, öffentiich versteigern und lann bei annehmbarem Gebot der Zuschlag sofort er— theilt werben. Schwalheim den 12. März 1869. Großberzogliches Ortsgericht Schwalheim 5. Holz- Versteigerung. 808 Die am 11. d. M. wegen ungünsliger Witterung unterbrochene Holzversteigerung im hiefigen Stadtwalde soll Donnerstag den 18. d. M., Morgens 9 Uhr ansangend, fortgesetzt werden. Butzbach am 13 März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach Küche l. 5 Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Laubachischen Waldungen. 131 Montag den 22. März l. J. kommen in den Districten Altengericht und Wingerten bei Ruppertsburg: 600 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 160„„ Alfiprügelholz, 158*„ Stockholz, 500„„ Reisholz. 5 Schichten zu Latten und Baumstangen taug- liches Kiefern-Stangenhelz zur Versteigerung. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im District Alten- gericht bet den ersten Holznummern. Laubach den 7. März 1869. Gräfliche Oberförsteret Tub um. Bekanntmachung. S807 Jakob Map zu Frteoberg ist am 1. d. M. als Mitinhaber der unter der Firma„Map& Oppenheimer“ daselbst bestebenden Hande sgesellschaft ausgetreten und die seiner Ehefrau, Jeitchen, geb. Oppenheimer, ertheilte Procura für erloschen erklärt worden. Der andere Theil— haber Louis Oppenheimer von hier führt das Geschaft unter der seitherigen Jama für seine alleinige Rechnung weiter fort. a Vorstehendes ist heute unter O.⸗Nr. 47 des Handels- registers eing tragen worden. Friedberg am 10. Marz 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. 1 10 919 Loh-Versteigerung. 811 Donnerstag den 25. März J. J., Miltags 2 Uhr, werden dabier circa 600 Centger Loh von 20 jäbrigem Besland öffentlich versteigert Versteigerung eingesehen werden. Wehrheim den 13. März 1869. Der Bürgermeister a g. e n. Beachtenswerth! 172 Unterzeichneter besitzt ein vortreffeiches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezuftände ber Harublase und Geschlechtsorgane. Briese franco. Syecialalarzt Dr. Kirchhoffer Kappel bei St. Gallen(Schweiz). Proben können auf der 3.V 1* Holz⸗Versteigerung. 810 In den Gräflich Solms-Rödelheim'schen Wein Zn. 7 1 ieustag den 23. März l. J., Vormi 9 Uhr, im Ossenbeimer- Wäldchen: 3. 8 . Stecken Buchen⸗Scheitholz, 77 Eichen 5 8 Buchen Prügelholz, 4* Eichen⸗. On, Buchen⸗Stockholz, 6* Eichen ⸗„ 2 Buchen⸗Astreisbolz, 2500 Wellen Eichen⸗Schlagreiebolz, 35 Dornen, 3 Eichen⸗Stammabschnitte 13—50“ mittl. Durch⸗ messer, 15 17“ Länge= 445 Cudikfuß, 14 Welßtannen-Stämme 6— 10“ mttil. Durch⸗ messer, 20—60“ Länge= 229 Cudikfuß, 10 Stück Nadel- Nutzftangen. a 2) Mittwoch den 24. März l. J., Vor⸗ mittags 8 Uhr, im Revier Wickstadt, Distriet Haardt: 20 Stecken Buchen-⸗Scheitholz, 8 Eichen · 1 9 Buchen Prügelholz, 40„ Eichen⸗ 3 N 22„ Buchen Stockbolz, 5„ Eichen⸗* 50 50 Buchen⸗Reisholz, 109„ Eichen⸗ 3 300 Wellen diverses Rrisbolz. Zusammenkunft am ersten Tage Morgens präcets 9 Ubr am Ossenheimer-Jagdbaus und am zweiten Tage Morgens präcis 8 Uhr am Eingang in den Diflriet Haardt. Wlckstadt den 12. März 1869. Gräfliche Oderförsterei Assenheim Schallas. Warnung. 752 Ich warne hiermit Jedermann etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für nichts bafte. Bönstad. Heinrich Walz Wittwe. Wicken, Erbsen X Hafer 787 zur Aussaat bei J. L. Rappolt. Oeffentliche Aufforderung. 570 Johann Georg Bullmann und dessen Ebefrau, Marie Eltsabethe, welche als Fuldische Pachtersleule in Nieder ⸗Florstadt gelebt haben, find mit Hinterlassung folgender Kinder: 1) Anna Margaretba, geboren den 19. August 1747, geb. den 11. Juli 1749, 2) Zob. Peter Adam Joseph, 3) Margaretha Katharine, geb. den 28. Sept. 1253, 4) Anton Friedrich Joseph, ged. den 26. Sept. 1756, längst verflorben. Der Sobn Peter Joseph Bullmann verheirathete sich am 11. October 1774 mit der Tochter des Wirthes Peter Jacob Möbs und dessen Ehefrau Anna Marga⸗ retha von Nieder-Mörlen, mit Namen Margaretha, und setzte, da seine Ehe kinderlos blieb, in seinem letzten Willen zu Erben seines Nachlasses seine Geschwister, resp. Geschwister⸗Kinder, nämlich seine an den Ver⸗ walter Johann Peter Scheid auf einem von Wetzel“ schen Hofe zu Eschersheim bei Frankfurt verheirathete Schwester Margaretha Bernharda, und die von seinem schon früher verstorbenen Bruder, dem Fuldischen Pachter Andreas Joseph Bullmann und dessen Ehefrau Apol⸗ lonia in Nieder⸗Florstadt zutückgelassenen Kinder: 2. Marla Katharine Elisabeth, geb. zu Nieder-Flor⸗ stadt am 14. August 1775, und d. Friedrich Zacharias, geb. zu Wetzlar am 19. De⸗ cember 1777, ein. Da die beiden genannuten Kinder der Andreas Joseph Bullmann Eheleute schon im Jahre 1805, zur Zeit des Todes ihres Erblassers Peter Joseph Bullmann abwesend waren, und keine Nachrichten über deren Leben oder Aufenthaltsort bis jetzt einge⸗ langt find oder beschafft werden konnten, so mußte das ihnen von ihrem Oheim von väterlicher Seite, Peter Joseph Bullmann, erblich zugesallene Vermögen bis dierher, wo beide abwesende Kinder das 90. Lebensjahr überschritten haben und nach gesetzlicher Vorschrift für todt oder verschollen erklärt werden können, curatortsch verwaltet werden. Nachdem uns hierorts auch von etwaigen Leibes⸗Erben der beiden Kinder der Andregs Joseph Bullmann's Eheleute nichts bekannt ge⸗ worden ist, deren gesetzliche Erben indessen nach stattge⸗ fundener Ermittelung wohl nur die Kinder oder Enkel der am 5. December 18.6 mit Tod abgegangenen, oben erwähnten Schwester ihres Vaters, der Ehefrau des Verwalters Johann Peter Scheid auf einem Hofe zu Eschersheim bei Frankfurt, Margaretha Bernharda, sind, werden hiermit die Kinder der als Fuldische Pachters— leute in Nieder⸗Florstadt geledt habenden Andreas Joseph Bullmann's Eheleute, Marie Katharine Ell— sabeth, und Friedrich Zacharias, oder deren etwaige Leibes ⸗Erben, oder alle diejenigen Personen, welche sonstige Erb⸗ oder anderweite rechtliche Ausprüche daran bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche an das seither hier curatorisch verwaltete Erbtheil der beiden mehrgevachten Kinder der Andreas Joseph Bullmann Eheleute, welches sich nach der abgehörten letzten Curatel-Rechnung auf 1291 fl. be läuft, sogewiß innerhalb einer, vom Tage dieser Ver⸗ kündigung in öffentlichen Blättern zu berechnenden Frist von drei Monaten dahter geltend zu machen und ge— hörig nachzuweisen, widrigenfalls jene beiden Kinder der Andreas Joseph Bullmann Eheleute für ver⸗ schollen erklärt und deren hier bisher verwaltetes Ver- mögen den sich genügend legittmirenden Erben oder sonßigen Rechtsnachfolgern detselben überwiesen, oder als herrenloses Gut dem Fiscus üderlassen werden soll. Nauheim den 17. Zebruar 1869. Großherzogliches Landgericht Nauheim Ulrech, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 803 Nachdem die bekannten Gläubiger der Badewärter Wilhelm Kirchner Eheleute von hier mit diesen ihren Schuldnern gestern ein Arrangement abgeschlossen haben, werden hiermit alle etwaige unbekannte Gläubiger derselben dazu aufgefordert, so gewiß innerhalb 4 Wochen diesem Arrangement nachttäglich beizutreten, oder etwaige Einwendungen dagegen vorzubringen, widrigenfalls solches ohne Rücksicht hierauf in Vollzug gesetzt werden soll. Nauheim am 10. März 1869. Großherzogliches Landgericht Nauheim „Ur ch, Suppes, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. — 8 5 5 8 87 2288 Jeden Bandwurm 283” entfernt binnen 2 bis 4 Stunden vollständig, schmerz⸗ und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt auch Bleichsucht und Flechten und zwar brieflich Voigt, Arzi zu Croppenstedt.(Preußen) Für Confirmanden 801 empfeble eine schöne Auswahl gestickter Taschen⸗ tücher, Manschetten, Kragen, Halsbinden, Corseten und Crinolines, Handschuhe ꝛc. ꝛc. zu billigen Preisen. K. Friedrich neden der Post. 804 Ganz reine Wicken und Erbsen zur Aussaat empfiehlt billigst selben jeder Gläubige Erbauung und lagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Aufl hauptsächlich auch zu„Fest- und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— 3038 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart „ Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende Feiertage, Arnd, Scriver, Lassenius, Spentr, Achtzehnte Auflage. 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Für Nauheim: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. 7 17 kr., Kuhfleisch, gem. 16„ Leber- u. Blutwurst 24„ „ungem. 12 u. 14„ Braßbpurst 2 Hammelfleisch 15„ Schwarlenmagen 28„ il und Carre—„ Cervelatwurst 1 Kalbfleisch 13„ Fleischwurst 2 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Nierenfett 20„ Doörrfleisch 26 Hammelsfett 16„ Schinken 2 Schaaffleisch 15 Sol perfleisch 18 Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 28 kr. Ausnahmspreise: Bei D. Fritz Blut- und Leberwurft 20 kr., Schwartenmagen 24 kr., Bratwurst 24 kr.— Bei Jamin Hammel- und Schaffleisch 15 kr., Fleisch⸗ wurst 26 kr., Bratwurst 26 kr., Schwartenmagen 256 kr. — Bei Samuel Löb Kuhfleisch 14 kr.— Bei J. Rosen⸗ thal Kuhfleisch 14 kr.— Bei Krauch(Chausseehaus) Leber- und Blutwurst 20 und 24 kr., Schmalz, unausgelassen, 20 kr., Schmalz, ausgelassen, 28 kr., Schwartenmagen, geräucherter, 26 kr., Fleischwurst Löb Straus. 26 kr., Bratwurst, geräucherte, 26 kr. Getz? Dem Johannes Weisensee, Bäcker zu 7. März. Anna Karharina, geb. den 18. Februar. 12. März. Dem biesigen Bürger und Metzgermeister Jakob Ruppel ein Sohn Heinrich Jakob Guflav, geb. den 22. Februar. Beerdigte: 13. März. Cbleovea Christina Maria Anthes, Wittwe des verflorbenen ersten Sliftssehrers Johann Pbilipp Aythes zu Lich, alt 74 Jahre 3 Monate 23 Tage, A den 11. März. 13 März. Ernst Karl Philtpp Philippi, Sohn des hies. Bürgers, Hosconditors und Bäckermeisters Georg Martin Philippi, alt 21 Jahre 2 Monate 29 Tage, T den 11. Maͤrz. 13. März. Margaretha Wilhelm, hinterlassene Ede⸗ frau des hies. Bürgers und Taglöhners Johann Georg Wilhelm, geb. Schwalm, alt 54 Jahre 5 Tage, gest. den 11. Marz. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel e Schiurpi. Ober⸗Wöllstadt und Bürger zu Schwalheim eine Tochter b 2 Belt Laden vor srner derpfle Refru Abzug cbgel⸗ eipfl Rekru