Dienstag den 16. Februar. f 2 19. erhessischer An; ee 5.. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 1 N 124* 2 N Amtlicher Theil. * MM zetreffend: Die Ertheilung der polizeilichen Erlaubniß für herumziehende s. g. Künstler zu ähren Produc— Friedberg den 13. Februar 1869. Rün 1 tionen auf Jahrmärkten, Kirchweihen ꝛc. dc. ——— Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg— an Großherzogliche Polizeiverwaltung Nauheim, den Polizeicommissär in Wickstadt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. f In neuerer Zeit sollen mehrfach Klagen darüber laut geworden. Kleinhändlern und ähnlichen herumziehenden Individuen ausdrücklich 0 ein, daß auf Jahrmärkten, Kirchweihen u. s. w. von s. g. herum— verboten ist, zur näheren Ermittelung und berichtlichen Anzeige auf— gehenden Künstlern auch Kinder, oft in dem zartesten Alter, bein fordern, welche Wahrnehmungen in den gedachten Beziehungen in egel hren Schaustellungen verwendet und— abgesehen von den schweren Ihren Gemeinden gemacht worden sind, sehen wir zugleich Ihrer a. Nißhand dlungen, die diese unglücklichen Geschöpfe zu erdulden haben,— gutachtlichen Aeußerung darüber entgegen, ob und welche weiteren , drem sittlichen Verderben entgegen geführt werden. Maßnahmen etwa zu treffen sein möchten, um die Verwendung von und Indem wir Sie unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom Kindern unter 14 Jahren bei Schaustellungen ꝛc. ꝛc. zu verhüten. Al 4. Ap-il 1854— Nr. 34 des Intelligenzblattes— wonach das Ter a p p eine Nitnehmen schulpflichtiger Kinder auf Reisen von Schauträgern, 5 „ — An die Herren Landwirthe des Kreises. Pichlah In der am 13. d. M. dahier abgehaltenen Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirke vereins, Sektion Friedberg, wurden gegen at) zs Mißrathen der Erbsen Sgamenwechsel und eine Düngung mit Superphosph at empfohlen und ale vorzügliche Erbsensorten * Grödel. den kleine frühe, grüne Felderbse(Preis pro Centner 7 fl. 54 kr.) und die große weiße Riesenerbse(Preis pro Centner 5 fl. 39 kr.) gerühmt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein hat es übernommen, für diejenigen Landwirthe, welche geneigt sind, bei der Eitücher berannahenden Frühjahrsbestellung von vorgenannten Erbseusorten Gebrauch zu machen, den Bezug derselben zu vermitteln und die Trans— en, Herten R 4 Ebenso erbietet sich der Verein zur Beschaffung echten Oberndörfer Runkelsaamens und aufgeschlossenen Peru-Guano 1 8 fl. 3 ** Indem ich dieß hiermit zur öffentlichen Keuntuiß bringe, bemerke ich noch, daß man sich in Betreff des Bezuges von Runkelsaamen an herrn Bürgermeister Stoll zu Nieder-Wöllstadt und wegen Bezugs von genannten Erbsensorten und Pern-Guano an Herrn Dr. Henkel⸗ * nann dahier in den nächsten 8 Tagen zu wenden hat. ill Friedberg den 14. Februar 1869. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg Trapp. e Salien de“ — 8 Hessen. Darmstadt. An Stelle des] Wie der Referent, so empfahl auch der Correferene] für die Verwendung des kurhessischen Staats- 0 snon-Jängege Zeit in Folge außerordentlicher An⸗[die Annahme der Vorlage. Finanz-Ministerschatzes sei so, wie es von dem hessischen Com- 2.„ sengungen keldenden Hrn. Dr. Fischer, Direktor[von der Heydt verlas ein Schreiben des munallandtag entworfen warde, dom König ge⸗ * J Wen dr lechnischen Schule, ist der Ingenieur Herr Frankfurter Oberbürgermeisters, wonach die Bür- nehmigt worden „ Scat, J. Waibler provisorisch mit dem Direktorium gerschaft auf weitere Contessionen hoffe, ohne— Die Session des Bundesraths des nord⸗ detraut worden. welche ihre Zustimmung zu dem Gesetzentwurffdeutschen Bundes wird am nächsten Montage, Bad Em* Friedberg. Die Neuwahl eines Reichs- nicht erreichbar sei. Der Finanzminister und der 15. Februar, beginnen.— Der Reichs ag dürfte, —ů(kgsabgeordneten für den zweiten oberhessischen Minister des Innern schlagen vor, nachdem sie nach der„Prov.-Corr.“, vor Ablauf der ersten 5 Pahlkreis wurde durch Entschließung Geoßherzogl.[ die Genehmigung des Königs eingeholt, Frank-[Woche des März eröffnet werden. geige. Pinisteriums des Innern auf Montag den furt noch 750,000 fl. zu erstatten, sofern die Wiesbaden. Der neueste hiesige„Anzeiger“ „ 1 März el J. anberaumt. Von Seiten der Eisenbahneinnahmen die Ausgaben um so viel bringt die Ankündigung von 13 Concoursen und n baceffenden Großherzoglichen Kreisämter ist eine übersteigen, dagegen könne die Hälfte des Desicits 70 Zwangsversteigerungen, was im Vergleiche A 1 . 7 dtßfalisige Verfügung an die Bürgermeistereien des nicht übernommen werden. Abgeordneter Ebnersmit früheren Jahren nicht sehr für unsere jetzigen 0%, a bal Pahlkreises gelangt. vertrat die Ansprüche Frankfurts, ebenso Virchow. Zustände spricht.— Nachdem erst kürzlich ein Sieben wu Mainz. Am 12. d. kam vor dem Ober-JDie Abstimmung über den Punkt 7 des Artikels Postexpeditor Unbehend aus Ransbach mit tagt grichte dahier der bekannte Prozeß gegen L. Bam- 1 und über den Art. 12 ist ausgesetzt, um vorher 10,000 Thlrn. flüchtig geworden, wird neuerdings Virtban berger und Genossen zur Verhandlung. Der die Delegirten Frankfurts anzuhören; die übeigen fein gewisser Philipp Dickel aus Girkhausen, Lortrag des Staatsprokurators Bellue befür⸗ Paragraphen bis zu 14 sind angenommen. welcher in der Gegend von Dillenburg und Chalk zortete im Wesentlichen Aufrechterhaltung der— Die Franlfurter Deputation ist hier an- Herborn Betrügereien bis zum Betrage von heren Erkenntnisse, eventuell Straferhöhungs gekommen und hatte eine Conferenz mit dem 80,000 Thlrn. verübt hat, wegen Wechselfälschung, Feen igen Bamberger. Die Zulassung resp. das An- Finanzminister. Die Verhandlungen der Budget- betrügerischen Bankerotts und Betrugs verfolgt. ten des Wahrheitsbeweises wurde nicht bestritten. Tommission sind bis Montag Abend auf Antrag Bayern. Munchen. Der Abg. Kolb ee ie Verkündigung des Urtheils wurde auf den des Abg. Dr. Ebner ausgesetzt worden. Wenafshat am 10. d. folgende Motion in den Einlauf —, März vertagt. bis dahin ein Rezeß auf dem Wege der direkten der Kammer gebracht:„Es sei die Bitte zu stellen —— Preußen. Berlin. Die Budgetcom- Verhandlung zwischen der Regierung und derum Vorlage eines Gesetzentwurfs noch an den e ussion, trat in Berathung über das Gesetz in] Stadt Frankfurt nicht zu Stande gekommen ist, gegenwärtigen Landtag, durch welchen bezüglich 1. van betreff der Auseinandersetzung mit Frankfurt.] werden die Verhandlungen der Budgeteommissionf der Landtagswahlen folgende Grundsätze zur 1 der Referent Abg. Schröder bekämpfte in der fortgesetzt. Annahme gelangen: Allgemeines direktes Wahl— Jenerale Debatte das Zöpfl'sche Gutachten und— Das Herrenhaus genehmigte die beiden recht, Wählbarkeit jedes volljährigen unbescholtenen raus ihhrte aus, daß durch die Wiener Congreß-Akte Vorlagen der Regierung wegen Vermögensbeschlag- Staatsangehörigen ohne Rücksicht auf Steuer— eum, bel. ib Siadt Frankfurt zu einem Staate geworden, nahme der depossedirten Fürsten. Graf Bismarck zahlung, geheime Abstimmung, gesetzliche Fest— eee in Preußen erobert habe. Damit sei die Landes- ergriff mehrmals das Wort und führte aus, daß stellung und Verkleinerung der Wahlbezirke, so .. Birf Ananz⸗ und Militärhoheit und mithin auch dersdie Verträge mit den Letzteren nicht Privalver-[daß in jedem derselben nur Ein Abgeordneter zu günmis] A sitz ber Gebäude, die für Staats. und Militär- träge, sondern Staatsverträge seien. Diese hätten wählen sei, Aufhebung des Instituts der Ersatz— ecke veywendet worden, auf Preußen über- sie aber nicht gehalten. Sicherlich würden auchs männer und Abkürzung der Wahlperioden, endlich gangen. Dadurch 1 der Gemeinde kein andere Staaten vertriebenen Fürsten kein Geld Ausdehnung des Bezugs der Taggelder auch auf ar warnt Milust, mithin gebühre ihr auch keine Entschäpi zahlen, wenn dieselben das Geld benutzten, ums die in der Stadt München wohnhaften Kar ner . ng, dagegen sei der Stadt als Entschädigungsim Auslande Legionen zu bilden. Preußen habe mitglieder.“ 0 ö 0 1 e vertragsmäßig übernommene Amortisation durch die Annexionen nicht Eroberungen gesucht,— Die in der Abgeordnetenkammer einge⸗ 1 usung der Eisenbahn⸗Anlagen die Summe sondern Wahceung seiner Sicherheit für die Zukunft.“ brachten Anträge auf Abänderung des Landkags 1 7 0,000 fl, ale Ent schädigung zu gewähren.— Die„Börsenztg.“ meldet, das Reglement! wahlgesetzes auf Grundlage des allgemeinen direkten 12 e f 100% Wahlrechts wurden mit 92 gegen 48 Stimmen abgelehnt.—— Würtemberg. Stuttgart. Wie in gut unterrichteten Kreisen versichert wird, haben die Bestrebungen des Fürsten Hohenlohe, ein Bündniß der süddeutschen Staaten auf Grundlage selbständiger Verträge zu Stande zu bringen, noch keine bestimmte formelle Gestalt angenommen, und hat das bisher in dieser Richtung Geschehene weder hier noch in Karlsruhe eine Geneigtheit gefunden, welche irgend eine Aussicht auf einen realen Ersolg eröffnen könnte. Oesterreich. Wien. Es geht wieder ein unheimliches Schwirren von Sensationsnachrichten durch die Luft. Kaum ist die eine verklungen, so wirbelt es an einer andern Stelle. So schreibt dieser Tage das Wiener„Vaterland“ mit sehr geheimnißvoller Miene:„Seit einigen Tagen werden hier auf Grund angeblicher exacter Pariser Nachrichten Gerüchte verbreitet, welche eine Schwenkung der großen europäischen Politik im kriegerischen Sinne in nächste Aussicht stellen, oder doch mindestens eine allgemeine politische Beun— ruhigung annonciren. Es sind uns ähnliche An- deutungen schon in vergangener Woche zugegangen.“ Frankreich. Paris. Die Nachrichten der Pariser Blätter aus Athen vom 9. d. stimmen darin überein, daß die Ruhe in der griechischen Hauptstadt keinen Augenblick gestört war. Die „Liberte“ sagt, daß in Griechenland Alles vor— über und daß den Aufregungen der letzten Tage eine sichtliche Beruhigung gefolgt sei. — Das„Officielle Journal“ meldet, daß Fuad Pascha in Nizza gestorben ist. Sein Tod wird aufs Lebhafteste bedauert, da er unter den Staatsmännern der Türkei eine fühlbare Lücke hinterlassen wird. Spanien. Madrid. Die Eröffnung der Cortes fand in feierlicher Weise statt. Serrano sagte in seiner Ansprache: Nach Zertrümmerung der alten Fesseln seien die Volksvertreter berufen, ein neues Staatsgebäude aufzuführen. Die Finanzlage sei zwar schwierig, doch hoffe die Regierung, daß die Cortes durch tiefgreifende Reformen der Staatsadministration Abhülfe schaffen werden. Sie hoffe ferner, daß die Cortes die regierungsseitig proklamirte Religions-, Preß- und Unterrichtsfreiheit und das Versammlungsrecht sicherstellen werden. Die Sclaverei solle abzeschafft werden, doch ohne Ueberstürzung und ohne Ge— fährdung der Wohlfahrt der Antillen. Die aus- wärtigen Beziehungen seien befriedigend und mit einigen Staaten intimer geworden. — Ein weiteres Telegramm aus Madrid sagt: Die Eröffnung der Cortes hat inmitten einer großen Begeisterung stattgefunden. Beim Eintrilt der Mitglieder der provisorischen Regierung in den Sitzungssaal erhoben sich die Mitglieder des diplomatischen Corps, die Deputirten, die Zu— schauer der Tribünen, die Damen mit inbegriffen, von ihren Sitzen. Die republikanische Fraktion allein blieb sitzen. Während der Ceremonie wur— den in der Straße San Geronimo(in welcher der Congreß.-Palast gelegen ist) einige Flinten— schüsse von verdächtig aussehenden Bauern abge— feuert, welche sofert verhaftet wurden. Eine Commission des republikanischen Centralcomites hat sich zum Ministerpräsidenten begeben und denselben im Namen ihrer politischen Glaubensgenossen gebeten, in der Affaire von Burgos kein Blut vergießen zu lassen. Italien Florenz. Die„Corr. italienne“ widerspricht die von einigen Journalen mitgetheilte Nachricht, daß die italienische Regierung in Unter— handlung stehe wegen Abschlusses eines Bündnisses für den Fall von Kriegseventualitäten. Türkei. Konstantinopel. Der Schah von Persien ist mit einer Armee in südöstlicher Richtung gegen Bagdad abgegangen. Die Pforte sandte 10,000 Mann an die persische Gränze. — Dem Vernehmen nach soll der türkische Botschafter in Paris, Djemil-Pascha, durch Edhem⸗Pascha ersetzt werden. Der interimistische Kriegeminister Khalil-Pascha ist zum Großmeister der Artillerie und Minister für Kriegsmaterial ernannt worden. — Es wird eine Proklamation des Sultans an seine Unterthanen erwartet, in welcher die Pforte ihr Vertrauen äußere, die im Jahre 1850 aufgestellten Prinzipien, welche zugleich eine Bürg— schaft für die Unabhängigkeit der Türkei und für die Ruhe Europas seien, auch fernerhin trium— phiren zu sehen. f Griechenland. Athen. Das Programm des Ministeriums setzt die Sachlage auseinander, constatirt die Schwierigkeiten derselben, erklärt seine Zustimmuug zum Conferenzprotokoll und kündigt neue Parlamentswahlen an. a — Das Ministerium lehnte die Errichtung einer Nationalgarde ab und hat eine außerordent— liche Truppenaushebung angeordnet. Im Uebrigen herrscht vollkommene Ruhe. — Die Truppen haben Ordre erhalten, ihre Kriegs-Aufstellungen zu verlassen und ihre früheren Standquartiere wieder einzunehmen. — Eine Proklamation des neuen griechischen Ministeriums schließt mit den Worten:„Nachdem die Insurrektion auf Kreta erstickt war, kam es zu Negociationen, hervorgerufen durch das Ulti— matum der Türkei. Eine Weigerung gegenüber den Entscheidungen der Conferenz hätte nothwendig zum Kriege geführt. Wir hatten aber weder eine kriegsbereite Armee noch eine Flotte. Nachgiebig— keit ist unter solchen Umständen Pflicht, um die Zukunft Griechenlands nicht aufs Spiel zu setzen.“ Amerika. Washington. Präsident Johnson hat den Dr. Mudd, den Complicen des Booth bei dem Morde Lincoln's, begnadigt.— Der Congreß hat in vereinigter Sitzung die Urwahlen für die Präsidentschaft, aus denen Grant als Präsident und Colfax als Vicepräsident her— vorging, für gültig erklärt. Newyork. General Grant erwiderte auf die Mittheilung der von Seiten des Congresses erfolgten Wahlratifikationen: Er werde ökonomi— schen Grundsätzen ergebene Minister wählen, lehne jedoch, bevor er den Senat davon in Kenntniß gesetzt, eine Nennung der Namen ab. * Friedberg. In der Nacht von Freitag auf Samstag wüthete auch hier aus Südwest ein orkanarliger Sturm von selcher Heftigkeit, wie wir sie noch nie beobachtet haben. Es schien, als wenn die Wände der Häuser der Gewalt des bheranbrausenden Sturmes weichen müßten. Dächer und Schornsteine, sowie größere Bäume wurden wieder stark miigenommen. Von mehreren Seiten theilt man uns mit, daß man leichte Erderschütterungen glaubt wahrgenommen zu haben. Von Mainz wird eine gleiche Beobachtung gemeldet. Frankfurt. Am gestrigen Tage, den 14. d., hat die Eröffnung der Biebricher Wintergärten, nun Frankfurter Palmgärten, statigefunden und haben die Taunus- und hessische Ludwigsbahn ermäßigte Fahrpreise bewilligt. AE Die Weinsteuer. Der Antrag des Abgeordneten George be— zweckt die Beseltigung der Weinsteuer, beziehungs— weise die Feststellung eines anderen Modus zur Erhebung derselben. Es handelt sich dabei in erster Linie um die Tranksteuer und Zapf— gebübren der Weinhändler und Weinwirthe, die der Staatskasse cinen jährlichen Ertrag liefern von beiläufig 300,000 fl. Es ist offenkundig, die Art der Erhebung derselben ist eine schwerfällige und lästige; die bis in's Kleinste gehendeß immer- währende Controle ist für den Geschäftsmann äußerst unerquicklich und reizt zur Defraudation, H abgesehen von den vielen Fällen, wo aus Un— kenntniß der gesetzlichen Bestimmungen oder bloßer Nachlässigkeit dieselben übertreten werden, und dann ärgerliche Untersuchungen und Strafen nach— folgen. Die Feststellung eines bequemeren Er— hebungsmodus— denn an ein Schwindenlassen dieses Einnahmepostens ist bei unsern heutigen Staatsbebürfnissen nicht zu denken würde darum ebenso sehr im Interesse der Steuerpflich— tigen als der Erhebung sein. Der von dem George'schen Antrag gemachte Vorschlag hierzu verdient in ernstliche Erwägung genommen zu werden. Es ist in der That nicht abzusehen, wie nicht, ähnlich wie bei der Abschätzung zur Einkommen⸗ steuer, die Bedeutung jedes einschlägigen Wein— geschäfts sestgestellt und darnach der Steueransatz dafür gemacht werden könnte, wodurch alle Keller— Visitatlonen und alles Unliebsame, was sich daran klebt, auf einmal fortsielen. In zweiter Linie erscheint die Tranksteuer, die von Privaten, welche für ihren Bedarf Wein kaufen, mit 2 fl. per Ohm entrichtet wird. Ihr Betrag ist auf jähr⸗ lich 18 20,000 fl. veranschlagt. Der George⸗ sche Antrag beabsichtigt eine Ueberweisung der— selben auf die Weinproducenten als Weinbergsteuer; andere Vorschläge wollen sie, schon ihrer Unbe— deutendheit wegen, ganz in Wegfall gebracht wissen. Uns scheint weder das Eine noch das Andere räthlich. Obgleich nicht unmittelbar von der Sache berührt, wissen wir doch, daß Grund und Boden bereits genugsam belastet und daß besonders der Weinbau mit saurer Arbeit und schwerer Mübe verbunden ist, die sich oft eine Reihe von Jahren hindurch nicht lohnt, so daß, kommt einmal eine gute Ernte, der Weinbauer gezwungen ist, von der Kelter weg zu verkaufen und dem Weinhändler den Gewinn für sein kost— bares Produkt zu überlassen. Den Producenten noch weiter mit einer Steuer belasten, für die er sich nicht, wie der Händler und Wirth, durch Aufschlag auf die Waare schadlos halten kann, scheint unthunlich. Gegen das Zweite wäre Folgendes einzuwenden: Alle und jede Steuer, die auf Getränken ruht, sei es Branntwein, Bir oder Wein, zahlt schließlich der Consument, der Trinker. Wer sind nun die Leute, die ihren Wein vom Flaschengestell im eigenen Keller holen, um sich daran zu laben? Natürlich die günstiger Ge— stellten. Wäre es nicht ungereimt, wenn die die herrliche Gottesgabe steuerfrei oder doch nur mit der verhältnißmäßig geringen Abgabe belastet, die der Weinhändler als Ersatz für seine Steuer, daraufschlägt, genießen sollten, während der geringere Mann sein Bier oder sein Schöppchen Wein, das er vom Wirth kauft, dick versteuern muß? Die Einkommensteuer möchte zur Aus- gleichung dieses Mißverhältnissts nicht angeführt werden können, schon darum nicht, weil eine Aus— dehnung derselben auf alles Einkommen, des kleinen wie des großen, in Aussicht steht; eine Uebertragung aber der betreffenden 18,000 fl. auf die Abgabe der Weinhändler und Weinwirthe wäre fast naiv zu nennen, denn das hieße den geringen Mann an der Steuer mitzahlen lassen für den Wein, den der Wohlhabendere trinkt. Eher als all dies erschiene eine Erhöhung der verhältnißmäßig geringen Tranksteuer, die von Privaten für Wein zu entrichten ist, gerechtfertigt, und für ihre Erhebung dürften entweder andere Wege aufgesucht werden oder es beim Alten sein Bewenden haben müssen. Tür die hülssbedürftige Familie des verunglückten Friedrich Zung von Wisselsheim gingen kei uns ein: von Chr. Hofmann's Wiltwe 30 kr.; von Director Dr. Matthias 1 fl.; von Ph. Garde 1 fl.; Ungenannt 1 fl; von J. A. Nauheim hier 1 fl.; Unge⸗ nannt 30 fl.; von Kreisrath Dieffenbach 30 kr.; von Frau Schff. 1 fl. f Mit herzlichem Dank'für die empfangenen Gaben sind wir zur Entgegennahme weiterer Beträge gerne bereit. — Die Expedition. Kür die nothleidenden Zuden in Westrußland ist ferner eingegangen: Bei Hrn. L. Adler von den Herren Hauptmann Hofmann 1 fl. 45 kr., Leopold Goldbeck 1 fl.; Bei Herrn J. Goldbeck durch Herrn E. Hirsch von Herren Hofgerichtsadvokat Curtman 3 fl. 30 kr. und J. B. in 1 fl.; von dem Herrn K. Roßmann in Wölfersheim 1 fl. 45 kr., Georg Hanau 1 fl. 45 kr., N. Schott in Burggräfenrod 1 fl. Bei der Expedition dieses Blattes von Chr. Hoffmann's Wittwe 30 kr.; von Gebrüder Grödel 5 fl.; von Kreisrath Dieffenbach 30 kr. Dank den edlen Gebern, fernere Beiträge nehmen ent⸗ gegen die Expeditivn dieses Blattes und das Comiis. Brief kasten. Hrn.? in B. Sie haben keinen Grund, sich über die Nichtaufnahme Ihrer noch dazu nur chiffrirten Einsendung zu ereifern. Der„Anzeiger“ kann und will kein Partei⸗ blatt sein und ist es nicht, das wird jeder vorurtheilofreie Leser zugestehen. Wollen Sie Ihren Artikel gedruckt lesen, so geben Sie uns Auftrag zum Abdruck im Inseraten⸗ theil, dort haben auch andere, die Reichtagswahl betreffende Einsendangen, selbstverständlich mit Zustimmung der Ein⸗ sender, gegen Bezahlung Platz gefunden. Andernfalls unterbleibt der Abdruck.— Wollten wir auf den weileren Inhalt Ihres Schreibens eingehen, so hälten wir allenfalls nur zu sagen: Urtheilen Sie über den Anzeiger ungenirt wie Sie wollen, halten Sie von demselben ganz nach Belieben was Sie wollen und wenden Sie sich mit Ihrem Artikel an wen und wohin Sie vollen;— wir gedenken uns mit Ihnen nicht weiter zu befassen. Die Red. eines I e dire J. Idahier Gad det J. werde 0. 5ettiglidin in raflan Holz⸗Versteig erung. 449 Donnerstag den 18. d. Mts. kommen im Gemeinde⸗ wald Ockstadt, sog. Jungenwald, nachstehend verzeich— nete Holzsortimente zur Versteigerung, als: 1 Stecken Scheidholz, Buchen, 49„ Prügelbolz, Buchen, 14.„ Birken-Eichen, 7„ 1 Aopen, 598%„Stockholz, Buchen, N„ K Birken⸗Eichen, 6„* Aspen, 7950 Stück Wellen, Buchen, 500*„ Birken-⸗Eichen, 200 5 2 Aspen. Die Zusammenkunft iß im Schlag selbst. Anfang der Versteigerung 9½ Uhr. Ockftadt den 11. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt rö nin ger. Holz⸗Versteigerung. 50 Im Licher Stadtwald, Districten Ettingshäuser— sopf. Lindenseif, Sauloch und Kronau, kommen Mittwoch en 17. und Donnerfiag den 18. d. M. nachverzeichnete Dolzsortimente zur Versteigerung: Mittwoch den 17. Februar: 186 Stecken Buchen, Eichen-, Nadel“, Scheit und Prügelbolz. 115„ desgleichen Sfockholz, 9880 desgleichen Wellen. Donnerstag den 18. Februar: 107 Etchen⸗, Buchen und Nadelholz⸗Stämme von 5-19“ Durchmesser und bis zu 70˙ Lange, 1007 Eichen-, Buchen- und Fichtensfangen. Der Anfang ist jedesmal Morgens 8 Uhr an der Ebaussee nächst dem Nieder⸗Bessingerfeld. Lich den 11. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterel Lich Helm Mühle ⸗Versteigerung. 25 Donnerficg den 18. 1. M., Vormittags 11 Ubr, „ll auf Antrag des Eigenthümers die ganz nabe bet Nünster, Kr. Friedberg, gelegene s. g. Hessenmühble ummt Occonomiegebäuden und circa 4 Morgen Ge⸗ ände einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Segen der Bedingungen und etwaigen Einsichtnahme er Gebäulichketten ꝛc. wolle man sich an den Unter— zeichneten wenden. Münffer am 10. Februar 1869. Großherzogliches Ortsgericht Münfler Reineck. Holz ⸗Lieferun 91 Montag den 15. d. M., Vormittags 11 Ubr, soll de Lieferung von 120 Stecken Buchen⸗ und 14 4 Kiefern⸗Scheitholz unter den dei det unteczeichneten Garnisonverwa tung ur Einficht offen liegenden Bedingungen durch Sou— nüffion in Arcord gegtben werden. Friedberg den 6. Februar 1869 Großherzogliche Garnisonverwaltung Friedberg Ni sch witz. Oeffentliche Aufforderung 6 Konrad Musch, Schuhmacher in Nieder- (dlorstadt, und dessen Ehefrau, baben zur Abwendung * Concursprozesses über ihr Vermögen um usammen— hrufung ihrer Gläubiger zum Zwecke des Abschlusses enes Stundungs⸗ oder Nachlaß Vertrags gebeten. Dte Gläubiger derselben werden deshalb aufgefordert, ce Ansprüche Mittwoch am 3. März l. J., Morgens präcis 10 Uhr, dhier anzumelden, als sonst von den ausbleibenden Gläubigern angenommen wird, sie ssimmten den von r Mehrhelt der Erschienenen in obiger Beziehung gefaßt werdenden Beschlüssen bel. Friedberg am 9. Februar 1869. Großberzogliches Landgericht Frledberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerlchts⸗Assessor. Holz ⸗Versteigerung. 109 Greitag den 19. d. M., Morgens 10 Uhr anfangend, scllen in birsigem Gemeindewald versteigerl werden! — Stecken Buchen⸗Scheitbolz, 16 2 7 Prugelbolz, 8„ Sitoctholz, e 11 Eichen Reiser, 50 Stuck Eschen-Stämme, 1110 Cubilfuß, 1„ Stangen 16 1 Wobnbach den 13. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterel Wohnbach ali Ein austelliger, junger Mann, becher fließend schreibt, kann gegen entsprechende Be— aplung sofort bei uns eintreten. Zeug nisse er— vuanscht. 0 453 Trapp& Münch. Assenheim den 14. Februar 1869. 476 Die Wahlbewegung fuͤr den Reichstag scheint in dieser Woche einen noch nicht da gewesenen hohen Grad erreichen zu sollen. Die heute in Assenheim abgehaltene Volks— versammlung war sehr zahlreich besucht, obwohl wir erst am Anfange der Woche stehen, in welcher an jedem Tage der Herr Candidat Oppenheim, oder dessen Anhänger eine Wahl aus— geschrieben haben. Herr Bürgermeister Best von Assenheim präsidirte auf Voͤrschlag der heutigen Versammlung, in welcher zuerst der Herr Justizrath Dr. Geiger auseinandersetzte, was ihn dazu veranlaßt, als Candidat für den Reichstag aufzutreten und aus welchen Gründen er sich nunmehr bewogen fühle, als Candidat zurückzutreten. Es ist nicht zu ver⸗ kennen, daß der Vortrag auf die Anwesenden einen großen Eindruck machte, dem denn auch Herr Landgerichts-Assessor Steinberger von Friedberg in beredten Worten Ausdruck verlieh. Derselbe knüpfte hieran eine längere Rede, in der er ausführte, daß das Programm des Herrn Buff ihm in einer Beziehung viel zu-specifisch-preußisch ausgefallen sei, indem in dem— selben die preußische Führugg all zu sehr betont und hierdurch unter Umstäuden die Einigkeit Deutschlands, aber jedenfalls nur ein schwarz-weißes oder ein Großpreußenthum herbeigeführt werde. Im Weiteren wies er jedoch nach, daß diese Befürchtung durch den weiteren Inhalt des Programms, in welchem die Selostständigkeit der Einzelstaaten und die Eigenart der einzelnen Volksstämme für die Entwickelung Deutschlands hervorgehoben wird, vollständig beseitigt werde und empfahl schließlich den Anwesenden den Herrn Buff als einen Mann aus ihrer Mitte, von ganz unabhängiger Stellung und einer großen Intelligenz, der für die Interessen unserer Provinz und des deutschen Vaterlandes das Herz auf dem rechten Flecke habe, als Abgeordneten in den Reichstag zu wählen. Die Herren H. Bechstein und Weiß von Friedberg vertheidigten, namentlich der Letztere, die Candidatur des Herrn Oppenheim; es wurde wie gewöhnlich darauf sich berufen, daß Herr Buff kein Redner, daß er deßhalb nicht im Stande sei den Anforderungen, welche man an einen Abgeordneten zu stellen habe, genügend zu entsprechen, daß er als Politiker sich noch nicht bethätigt habe und daß er bei verschiedenen Versammlungen seinem Programm nicht einmal treu geblieben sei. Herr Stein— berger widerlegte schlagend diese, zu Gunsten des Herrn Oppenheim versuchten Aus führungen, er belehrte die Anwesenden, daß der Herr Oppenheim, obwohl er sich schon mehrmals die größte Mühe gegeben, ebensowenig, wie der Herr Buff einer politischen Corporation angehört, daß derselbe in der letzten Zeit bewiesen habe, daß er ein ganz guter schlagfertiger Redner und sehr wohl im Stande sei auch im mündlichen Vortrage den Interessen seiner Wähler gehörigen Ausdruck zu geben, und daß ein Mann von so entschiedenem Character wie Herr Buff sicher⸗ lich von seinem Programm nicht abweichen werde. Nachdem für und gegen die beiden Candidaten Oppenheim und Buff noch Weiteres ven weniger Erheblichkeit vorgebracht, auch geltend gemacht worden war, daß Herr Buff auf dem Großkarber⸗Brunnen selbst erklärt, daß derjenige, der den Herrn Oppenheim wähle, nicht schlecht wähle, wogegen bemerkt wurde, daß eine solche Erklärung den biederen Sinn und den edlen Charakter des Herrn Buff ganz besonders darthue, wurde die Versammlung, da Niemaad weiter das Wort verlangte und nuchdem Herr Born von Friedberg noch kurz hervorgehoben, daß es ganz unerklärlich sei, sei, warum ein Mann, wie der Herr Oppenheim noch nicht in Preußen gewählt worden wäre, von dem Vorsitzenden geschlossen. Wir irren nicht, weng wir beifügen, daß die An⸗ wesenden mit wenigen Ausnahmen für die Wahl des Herrn Buff bei dem Schlusse der Verhandlung sich entschieden hatten und daß ohne Zweifel ein entscheidendes Wort von Seiten des Herrn Dr. Geiger die gänzliche Niederlage des Herrn Oppenheim besiegeln wurde. Verstei Holz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Ach. 477 Künftigen Montag den 22. d. M., Morgens 9 Ubr, sollen im Distriet„Dard“ auf dem Muschendeimer 2650 Wellen. Weg zunächst Lich anfangend, gleichzeitig versteigert öffentlich miiftbietend versleigert werden. I] werden: Zusammenkunft und Anfang Vormittags 10 Uhr im 11 Bekannt m a sch unn 464 Donnerstag den 18. Februar d. J. soll im Rockenberger Markvald der fiscalische Markholz⸗ Antheil pro 1869, als: 372 Stecken Buchen-Scheitholz I. Classe 53*„ Prügelholz„„ und Stecken Buchen- und Eichen⸗Scheitholz, Forshäuschen. 134 J. deogl. Prügelbolz, Arnsburg am 11. Februar 1869. 12⁵* desgl. Stockholz, Großherzogliche Oderförflerei Münzenberg 2575 Wellen desgl. Reisbolzj, Traut wei n. 138 flarke und schöne Eichen⸗Baukolzstämme bis zu 8 31“ Duüurchmesser— 9590 Cubikfuß, Jagd Verpachtung zu Nieder- Weisel.“ g dae rr 405 Donneistag den 18. Februar 1869, Vormitiags elch 8 8 1809. ungen 36 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhaus die der Ge— 1 1 Fürffliche Obersörßzerei Lich meinde Nteder⸗ Weisel zustehenden Jagden, nämlich: 8 Eigenbrodt Jagden in der Gemarkung circa 4000 Morgen Feld a. ace e Sn Für Unterleibsbruchleidende. „ einer anderweitigen Verpachtung auf 6 Jahre öffentlich meistbietend ausgesetzt werden. Nieder-⸗Weisel den 11. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermetsterei Nieder-Weisel Reuter. Bekanntmachung. 467 Mittwoch den 17. Februar 1869, Vormittags 10 Uhr, werden von den auß dem herrschaftlichen Speicher zu Reichelsheum lagernden Früchten 100 Malter Korn, 100„ Gerste, 80„ Hafer auf dem Gemeindehause daselbst an den Meiftbietenden gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg den 14. Zebruar 1869. Großherzogliches Rentamt Friedberg iind e c. Bekanntmachung. 471 Den Steigerern der gestrigen Holg-Verfleigerung in den Domantalwalddistricten Westerfeldscher-Wald und Katzenstirn— wird hierdurch die erfolgte Genehmigung dieser Verstelgerung mit der Anordnung bekannt ge macht, daß die Abfuhrscheine von Oienstag den 23. d. M. an bei Grohberzoglichem Rentamt Friedberg in Empfang zu nehmen sind. Ober⸗ Rosbach den 13. Februar 1869. Großherzogliche Oberförsteret Ober Rosbach Bin g mann. 148 Ibre ausgezeichnete Bruchsalde hat mich von meinem 23 jährigen Bruchleiden vollständig geheilt. Da mein Bruder auch am gleichen Uedel leidet, so bitte ich um 6 Töpfe, halb von der gewöhnlichen Sorte, halb von der stätkern. Obschon wir von den ersten Aerzten um— geben sind, so haben wir noch Keinen gesunden, der einen Bruch so radikal zu heilen im Stande ist, wie Sie. Empfangen Sie dafür die herzlichste Danksagung. Paris den 7. Oktober 1867. Haff ter, patissier, von Weinfelden. Diese durchaus unschädlich wirkende Bruchsalbe vou Gottl. Sturzenegger in Herisau(Schweiz) ist in Töpfen zu fl. 3. nebst Gebrauchsanwetsung und Zeugnissen ächt zu bezieben, sowohl durch den Erfinder selbst als durch Herrn J. B. Lindt, Apotheker, Schnur⸗ gasse 58, in Frankfurt a. M. 472 Vom Mittwoch auf Donnerstag Nacht wurde von Fauerbach v. d H. bis Köppern ein grauer Mantel verloren. Der redliche Finder wird gebeten denselben bei der Bürgermeisteret Fauerbach v. d. H. oder bei der Expedition d. Bl. gegen eine Belohnung abzugeben. 2* Ein Pferd, 473 zu jeder Arbeit brauchbar, steht zu verkaufen del Anton Möbs IV. Nieder ⸗Mörlen. Vorlesungen im Saale des Hotel Trapp. 468 Donnerstag den 18. Februar. Seminarlehrer Soldan II.: der Resultate, welche die Beobachtung der Reichstagswahl. 483 Auf den Wunsch vieler Wähler ist Herr Dr. H. B. Oppenheim in dieser Woche im hlesigen Wahlkreis anwesend und werden an folgenden Tagen Versammlungen stattfinden, zu welchen alle Wähler hiermit eingeladen sind. Ueber die Sonne mit besonderer Berücksichtigung letzten totalen Sonnenfinslerniß geliefert hat. Am 16. auf dem Okarber Sauerbrunnen, Abends 6 Uhr, „ 17. in Rodheim in der Nickel'schen Wirthschaft, Abends 7 Uhr, „ 18. in Butzbach im Joutz'schen Gartensaale, Nachmittags 5 Uhr, „ 19. in Münzenberg bei Heren Jager, Nachmittags 5 Uhr, „ 20. in Vübel in der Stadt Cassel, Abends 7 Uhr, „ 21. in Friedberg in den drei Schwertern, Nachmittags 3 Uhr. Die Wahlkomite's von Friedberg und Butzbach. Friedberg. Der Correspondent der„Hess. Volksbl.“, der sich bemüssigt fand, seine Stylübung auch in diesem Blatt abdrucken zu lassen, muß jedenfalls kein Friedberger Kind sein, sonst hätte er wissen muͤssen, daß Friedberg schon mehrere katholische Gemeinderäthe, ja sogar schon einen katholischen Beigeordneten hatte, er hätte fernerhin wissen müssen, daß die Herren Trapp II., G. Philippi, J. Falk und andere Wähler der ersten Klasse, die zugleich Unter— zeichner des Aufrufs für Herrn Dr. Oppenheim sind, bei der letzten Gemeinderathswahl durch ihre Stimmen dem ersten Israeliten einen Sitz im Gemeinderath verschafft haben. Aus diesen Proben der Unkenntniß und Unwahrheit des betr. Artikels mag man auf den übrigen Inhalt desselben schließen. Wer sagt dem Mann, daß Herr Ur. Oppenheim der regierungs feindlich? Candidat l ist, dann müsse Herr Buff ja der regierungs angenehme Candidat seinz— Herr Buff versicherte aber in Okarben, Nauheim und Butzbach feierlich, er sei kein Regierungs- candidat, er konne und wolle es nicht sein, ja man nenne ihn in Darmstadt den„Bismarck“, er stehe auf demselben Standpunkt wie Herr Oppenheim u. s. w. Wenn also Herr Oppenheim der regierungs feindliche Candidat ist, dann muß es Herr Buff noch mehr sein, denn es ist jedenfalls für die Regierung nicht sehr schmeichelhaft, wenn einer ihrer Candidaten bei allen Gelegenheiten sich öffentlich von ihr lossagt und entschieden dagegen verwahrt, mit ihr etwas zu thun zu haben. Auch die Angabe, Herr Dr. Oppenheim bewerbe sich als guter Ge⸗ schäftsmann gleichzeitig, um eine Candidatur in Posen, ist eine jesuitische Verdrehung des Sachverhaltes; die Candidatur ist eine für das preußische Abgeordnetenhaus, nicht für den Reichstag und das ist denn doch ein Unterschied. a theidiger und Beschützer des Herrn Buff in Reden und Artikeln können der Sache desselben nur Schaden bringen; ihre Unwahrheiten werden vor aller Welt sofort blosgestellt und das Polk urtheilt in seinem schlichten Verstande nach dem bekannten Sprichwort:„Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist.“ 480 8 Beichstags wahl. 479 Donnerstag den 18. Februar J. J., Nachmittags 4 Uhr, findet eine Wahlbesprechung in Assenheim im Gasthaus zum weißen Roß statt und wird Herr Hofgerichtsrath, Buff derselben beiwohnen, weßhalb alle diejenigen, welche sich für dessen Wahl interessiren hierzu g Zur Wahl! 482 Als Ilustration zu der Thätigkeit der s. g. Fortschrittspartet in dem gegenwärtigen Wahlkampf und der Lauterkeit der von ihr hierbei benutzten Mittelchen, diene nachstehendes Histörchen:(Wir werden deren noch mehrere bringen.) Zu dem bettlägerig kranken Bürgermeister von Sch. kam ein Jünger des Fortschritts und brachte bei demselben bie Reichstagswahl zur Sprache, indem er ihm als Neuigkeit mit— theilte, der gesammte Beamtenstand, alle Bürgermeister und Advokaten hätten sich nunmehr entschieden, den H. B. Oppenheim zu wählen, da Herr Buff auf ein Mandat verzichtet und sach selbst auf des ersteren Seite ge⸗ schlagen hätte. Der Bürgermeister nicht in der Lage sich weiter erkundigen zu lönnen, glaubt dem Biedermann und läßt sich sogar zum Unterschreiben des Wahlaufrufs der Fort— schrittler bereden; wird aber doch mißtrauisch und als er erfährt, daß er getöuscht ist, wider— ruft er in öffentlicher Erklarung im Anzeiger seine Unteeschrift. Na, was sagst du deun dazu?! Guter Landmann sei auf deiner Hut! Einer der die Wahrheit liebt! A Ce((b& o Go. Ge Cee He(e 5 7 t 5 75 N 35 2 72 5 95 97 0 41 bel K Friedrich 9 5 2 a 912 5 ben de „Uauheimer Albumblatt! elle 2 1 1 4 2 I dall! in Friedberg I 461 Gefährlich ist's, den Len zu wecken— 5 R l 75 Wie's schon in Schiller'es Glocke heißt; 2 r 7 2 8 8 0 7* i 0 1 1* Doch Mehr zum Lache ald zum Schrecken,, g 5 605 Ist jedenfalls der Mensc 8 lift 6 475 Für. resp. der ce Diensiherrschaft 7 91 4 owie den Herten Vürgermeister, sarrer und Lehrer l Zum A s Abru 5 ö. 5 1 N 0 Zum Andenken an den 5. Februar 1869 Amte Schuljugend zu Getedel, welche unserem un— GG C o o- Co& Ge N C G C G 2vergeßlichen verunglückten Sohn, 6—. 1 8. 8 5 17 1. 5 J 47 f 9 8752 Musketien Peter Waldschmidt 17 der Tanbstummen-Anstalt in Emde 1 N 405 0 15 0 1 ö 1 5 0. ii d acan weile Lehre telle wieder zu be am 40. v. Me. lgte Ehre durch Begleitung zu sezen, welche k 1 mung mit einem Gehalt seiner Ruhestätte erzeichlen, hlermit unseren tlesgefühl— von 400 dortrt ist werber um dies 1 ink 0 wollen fich ig st bei der D. on 1 An h Wa bel Alsfeld am 12. Februar 1869. stalt melden. Ole ttauernden Eltern unb Geschwister. Emden den 8. Februar 1869 ee eee eee l Die unreellen und ungeschickten Ver- Ein gebrauchtes Villard 474 steht zu verkaufen bei Witwe Abrie Nangeim. Ein kräftiger junger Mann 478 wird als Hausbursche gesucht. Joh Bechstein II. Brodpreise vom 16. bis 28. Februar. Für Friedberg, Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛce. Preise vom 16. bis 28. Febr. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 7 18 kr. Schweinesleisch pr. 2 17 ki Kuhfleisch, gem. 17 Leber- u. Blutwurst 20 „. Rinbfleisch, gem. 17 Bratwutst 99 Ham melfleisch 15„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 15„[Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Dörrlleisch 1 Keil und Carre—„ Schinken 26 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 32 Hammelsfett 18„ Schmalz, unausgl. 28 Ausnahmspreise bei: H. Blum Bratwurst 24 kr., Schinken 24 kr., Schmalz, ausgel., 28 kr., unausgel. 26 kr.— Bei A. Engel Schwartenmagen 28 kr., Dörrfleisch 26 kr.— Bei H. Engel Schmalz, ausgel., 28 ki., unausgel. 26 kr.— Bei N. Engel Schmalz, ausgel., 28 kr., unausgel. 26 kr., Kammstick 18 kr.— Bei P. Engel Schwartenmagen 28 kr., Dörrfleisch 26 kr. — Bei H. Gerth Bratwurst 24 kr.— Vei W. Heß Bratwurst 24 kr., Dörrfleisch 26 kr., Schmalz, ausgel., 28 kr.— Bei L. Kreuter Bratwurst 24 kr.— Bei W. Reuß Bratwurst 24 kr. Schmalz, unausgel., 26 kt. — Bei J. Ruppel Bratwurst 24 kr.— Bei A. Vogt's Erben Rippen oder Carrebraten 19 kr.— Bei C. F. Walz Dörrfleisch 26 kr.— Bei J. Walz III. Dörr⸗ fleisch 26 kr.— Bei Ph. Windecker Dörrfleisch 26 ke., Kammstück 19 kr.— Bei J. Wind's Wiltwe Brat⸗ wurst 24 kr., Dörtfleisch 26 kr., Schinken 28 kr., Schmalz, ausgel., 28 kr., Kammstüct 18 kr.— Bei Joh. Hanstein III. Kuh- und R nofleisch 13 kr., Ochsenfleisch 15 kr. Für Nauheim: Ochsenfleisch pr. F 18 kr., Sch weinefleisch pr. 2 17 Kuhfleisch, gem. 15 Leber- u. Blutwurst 24 N „ungem. 12 u. 14„ Bratwurst 2 Hammellleisch 10„ Schwartenmagen 24 Keil und Carre— 5 Cervelatwurst 1 Kalbfleisch 13„ Fleischwurst 8 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Nierenfett 20„ Doörrfleisch 5 Hammelssett 16„ Schinken 2 Ä Schaaffleisch 15„ Solpesfleisch 18 Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelessen 28 kr. Ausnahmspreise: Bei D. Fritz Blul⸗ und Leberwurst 20 kr.— Bei Jamin Kalbfleisch 12 kr., Hammel- und Schaffleisch 14 kr., Fleischwurst 26 kr., Bratwurst 26 kr., Schwartenmagen 26 kr.— Bei H. Klinkersuß Schwartenmagen 28 kr., Bratwurst 28 kr.— Bei H. Langodorf Bratwurst 28 kr., Schwartenmagen 26 kr.— Bei Hirsch Löb Kuhfleisch 14 kr.— Bei Samuel Löb Kuhfleisch 12 kr., Nierenfett 16 kr.— Bei J. Rosen⸗ thal Kuhfleisch 12 kr., Nierenfett 16 kr.— Bei Krauch (Chausseehaus) Leber- und Blutwurst 20 und 24 N Schmalz, unausgelassen, 26 kee, Schmalz, ausgelassen, 28 kr., Schwartenmagen, geräucherter, 26 kr., Fleisch⸗ wurst 24 kr., Bratwurst, geräucherte, 26 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. Z 18 kr. Schweinefleisch pr. 8 17 kr. Kuhfleisch, gem, 14 Leber- u. Blutwurst 20 Rinofleisch, gem., 14„ Bratwurst. Hammellleisch 15 Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 17 Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 10„ örnsleisch 8 Schaaffleisch—„ Schinken 20 Nierenfett 20„ Schmalz, ausgel. 30 Hammelsfett 18„ Schmalz, unausgel. 28 Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 9. Februar. Ambrostus Stephan Fellner, Schneider dabier, beimathb. zu Neudorf in Baiern, und Maria Elisabetha Meinhard aus Wallenrod im Kreise Lauterbach. Getausfste: Dem Schueider dahter Abam Rampe ein Sohn Karl Friedrich Georg, geb. den 21. Januar. 7. Februasr. Dem Bürger und Fuhrmann Toblas Arzt ein Sohn Heinrich Ludwig, geb. den 17. Jan. ö 7. Februar. Dem Bäcker dabier Johann Christoph Trumpscheller ein Sohn Heinrich Kark geb. den 16. Jon. Beer digte Elisabetha Bücking aus Alssesd, nach Amerika gusgtwanderten Bürgers Bücking IV., f den 5. 7. Februar. Che⸗ und Febr., ö 7. Februar. frau dec! Ztegeleibesitzers Peiursch alt 88 Jahre 27 Tage. 9) Februar, sriedtich Wi* Zobel, hies. Bürger und Jahre 10 Tage, T deu 7. Febr,⸗ daher A Großhe Nr. M N Was 5 Bette Henan. werden —— assat Groß sdegen Meg Meet agg wolf Appel Hründe werurtl * wirtest Or. L dem Auch kräfte Wiren 9 Eehu. init dach g 1 Hur u einge Taufe init ht d Macht eras Uesege Hande ung lardif sem Merge, np Vene Wucht 1 Nö b le N hen 0