N geschult 1 4% Watte iu für 48 3. aug gelkefen a U g, it 1 dedker. lg. stigen Meh richt, daz et Adladun neten al, trichtlite At cum 5 1 Otten * 1869. Vonnerstag den 15. Juli. M81. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Inlelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samßag. ———— Auf das lll. Quartal l. J. kann man noch bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Betreffend: Gesammtimpfung imm Jahre 1868. Amtlicher Theil. Friedberg am 13. Juli 1869. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an die Schulvorstände zu Bauernheim, Beienheim, Ilbenstadt, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen, Ockstadt, Oppershofen, Ossenheim, Rockenberg, Staden, Trais-Münzenberg, Weckesheim, Wickstadt und Wölfersheim. Wir erinnern Sie wiederholt an alsbaldige Erledigung unsrer Verfügung vom 3. Juni d. J. e Hessen. Darmstadt. Das Großherzog liche Regierungsblatt Nr. 31 enthält: I. Verordnung, die Wiederholungen der Prüfungen betreffenb. Dieselbe lautet: Ludwig III. von Goltes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. Nachdem Wir far zweckmäßig erkannt haben, daß in Betreff der Wiederholung von ungenügend ausgefallenen Prüfun— Zen einer und derselben Kategorie übereinstimmende Nor— men für alle Facultäts⸗ und Staats⸗Prüfungen eingeführt werden, haben Wir verordnet und verordnen hiermit, wie folgt:§. 1. Wer dreimal eine Prüfung einer und der elben Kategorie nicht besteht, ist zu einer weiteren nicht auzulassen.§. 2. Die Bestimmung des Zeitraums zwischen der nicht bestandenen und der weiteren Prüfung ist dem Ermessen der betreffenden Prüfungs-⸗Commission überlassen; derselbe darf jedoch die Zeit von zwei Jahren bei Facul— (äts⸗Prüfungen, und die Zeit von drei Jahren bei Staals— Prüfungen nicht überschreiten.§. 3. Die Bestimmungen reten mit ihrem Erscheinen im Regierungsblaite in Kraft, und sind damit alle früheren Vorschristen und Observanzen, vie mit der gegenwärtigen Verordnung nicht im Einklange nehen, aufgehoben. Urkundlich ꝛc. ꝛc. II. Verordnung, die Einführung einer allgemeinen Einkommenste uer betreffend. Dieselbe lautet: Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ꝛc. c. Zur Vollziehung des Gesetzes vom 21. v. M. über die Einführung einer allgemeinen Eirkommensteuer vaben Wir verordnet und verordnen hiermit wie folgt: „ 1. Die Kürgermeistereien sind verbunden, darauf zu schten, daß sämmiliche im Bezirk der Gemeinde wohnende Zersonen, welche nach den Bestimmungen des Gesetzes als änkommensteuerpflichtig zu erachten sind, zur Kenntniß des Steuer⸗Commissariais gelangen. Dasselbe gilt in Bezug zuf diejenigen Personen, welche zwar im Bezirk der Ge— neinde nicht wohnen, doch aber nach den einschlägigen Sestimmungen in der Gemeinde veranlagt werden müssen. — Um der ihnen hiernach auserlegten Pflicht nachkommen und der Steuerbehörde das vollständige Material zur geantworiung der Frage, wer in der Steuerliste als ein— bmmensteuer pflichtig zu erscheinen hat, liefern zu können, ben die Bürgermeiste eien die geeigneten Nachrichten emzuziehen.§. 2. Zum Zwecke der Beschaffung dieser Nachrichten sind auf Verlangen der betreffenden Vürger weifterei zur Auskunftsertheilung in allen die Einkommen⸗ seuerpflichtigkeit berührenden Beziehungen der Befitzer be— bohnter Gebäude oder deren Stellvertreter hinsichtlich der Lewohner derselben, die Haushaltungevorstände hinsichtlich ter zu ihrem Haushalt gehörigen Personen und die Ge— nerblreibenden und sonstigen Arbeugeber hinsichtlich der ui ihnen beschäftigten, wenn auch anderwärts wohnenden Versonen verpflichlet.§. 3. Alle im Laufe des Jahres sntifindende Zu⸗ und Abgänge einkommensteuerpflichtiger bersonen haben die Bürgermeistereien nach den deßfalls attheilt werdenden näheren Vorschristen in ein Verzeichniß emzutragen, welches die auf die Steuerpflichtigkeit Bezug hubenden zur Kenniniß der genannten Behörden kommen— an Veränderungen so vollständig als möglich enthallen l. Am Schlusse des Jahres ist dieses Verzeichniß dem leuer⸗Commissartat zuzustellen. Aue züge daraus hinsicht⸗ lch ber ben Eintritt der Steuerpflichtigkeit im Laufe des hres begründenden Zugänge durch Anzug aus dem Zusland(Art. 7 des Gesetzes) haben die Bürgermeistereien an Schlusse jedes Monats, in welchem ein solcher Zugang sattgesunden hat, an das Steuer⸗Commissariam einzusenden. 9 4. Die Steuervecwallung kann Anordnung tressen, daß in denjenigen größeren Gemeinden, für welche sie es ir erforderlich erachset, vor der Steuerregulirung eine Hellständige Aufnahme des einke mmensteuerpflichtigen Per— secenstandes staufindet. Zu diesem Behuse sind die Vür⸗ dmeistereten verpflichtet, die daßfallsigen, ihnen von den Steuer-Commissarxlaten mitgetheilt werdenden Aufnabme⸗ Formularien den Haushaltungsvorständen beziehungsweise Eigenthümern bewohnter Gebäude auf Kosten der Ge— meinden zuzustellen und dieselben nach Ablauf von drei Tagen nach stattgesundener ordnungsmäßiger Ausfüllung, wieder abholen zu lassen. Sie haben sodann die einge⸗ zogenen Nolizen sorgfällig zu prüfen, nach Erforderniß zu vervollständigen und zu berichtigen und die Aufnahmevogen in kürzester Frist an die Steuer⸗Commissariate gelangen zu lassen nebst einem aus den gesammelten Materialien auszustellen⸗ den vollständigen geordneten Verzeichnisse der für einkom— mensteuerpflichtig zu erachtenden Personen.§. 5. Behufs der Wahl der Mitglieder der Einschätzungs-Commission für die Einkommensteuer der ersten Abtheilung, sowie der Eisatzmänner(Art. 18 des Gesetzes) wird die Ober⸗ Steuer⸗Direklion auf ergangene Entschließung Unseres Ministeriums der Finanzen jedem einzelnen Kreisamt Mitiheilung darüber machen, welche Mitgliederzahl für die einzelnen Steuer⸗Commissariate oder Theile von solchen durch den Bezirksrath des betreffenden Kreises zu erwählen ist. Die Kreioämter haben dann dafür Serge zu tragen, daß die Wahl im laufenden Jahr alobals nach dem Er— scheinen gegenwärliger Verordnung in künftigen Jahren aber spätestens bis zum 15. Juni des dem Steuerjahr vorhergehenden Jahres staufindekr. Die Wahl der Mit⸗ glieder für einzelne größere Gemeinden zu bildenden Ein— schäzungs-Commissionen wird von den Kreisämtern nach Maßgabe der ihnen von der Obersteuer-Dircktion gemachten Mittheilung über die Zahl der zu Wählenden gleichzeitig verenlaßt. Das Resultat von beiderlei Wahlen ist alsbald sowohl der Obersteuer-Direktion als den Vorsitzenden der Einschätzungs Co mmissionen mützutheilen.(Schl. f.) — S. K. H. der Großherzog haben zufolge allerhöchster Entschließung vom 1. d. M. gnädigst geruht, den Bahningenieur und zweiten Beamten der Bahnverwaltung Frankfurt a. M. Geßner zum Bahningenieur und Vorstand der Bahn- Verwaltung Darmsladt der Main-Neckar⸗Eisenbahn zu ernennen. — Am 12. d. verlas Geh. Staatsrath von Bechtold in der zweiten Kammer ein landesherr— liches Edikt, wodurch die Stände auf unbestimmte Zcit vertagt werden. * Friedberg 14. Jull, S. K., H. der Großherzog begaben sich heute früh nach Offen- bach zur Inspieirung des dortigen Militärs, von wo derselbe noch am Vormittag zurückkam, Worms. Um dem sehr fühlbaren Mangel an Arbeiskräften bei der jetzt eingetretenen Frucht- erndte einigermaßen abzuhelfen, sind Militärbe— urlaubungen angeordnet und vom 13. d. an von dem hier garnisonirenden Gr. Garde-Regimente eine größere Anzahl Soldaten mit 14 tägigem Urlaube in ihre Heimath entlassen worden. Preußen. Berlin. Der König ist am 11. d. M., Abends um 8 Uhr, nach Bad Ems abgereist. Kassel. Vor einigen Abenden fand eine Versammlung von etwa zweihundert Arbeitern, meist Lassalleanern, stalt, in welcher als Haupt- redner Herr Pfannkuch(Schreiner) auftrat, welcher über die Wirren und Zwiste sprach, welche seit Kurzem im allgemeinen deutschen Arbeiterverein durch den Uebertritt des Präsidenten desselben,! v. Schweitzer, zu der von der Gräfin Hatzfeld und Mende repräsentirten Partei veranlaßt wor⸗ den sind. Herr Pfannkuch ermahnte die Ver⸗ sammlung, bei der bisherigen Organisation des Vereins getreu zu halten, so lange nicht eine bessere eingeführt worden sei. Vielleicht werde eine solche durch den bevorstehenden Congreß des Vereins zu Stande kommen. Bayern. München. Dem„Nürnberger Corr.“ zufolge beabsichtigt das Cultusministerium beim nächsten Landtag eine Gehaltsaufbesserung der Lehrer zu beantragen und bei dieser Gelegen⸗ heit auch die Hülfslehrer an den Präparanden- schulen nach jeder Richtung hin günstiger zu stellen. Baden. Karlsruhe. Seit einigen Tagen finden bei der Infanterie, Reiterei und Artillerie Beurlaubungen statt, welche über die Erntezeit, also etwa vier Wochen dauern. Wie man hört, werden 20 Mann von jeder Compagnie(Schwa⸗ dron, Batterie] beurlaubt. Oesterreich. Wien. Die Reichsraths⸗ delegation wurde am 11. d. vom Reichskanzler Baron v. Beust eröffnet und wählte den Fürsten Karl v. Auersperg zum Präsidenten, Hopfen zum Vicepräsidenten. Der Präsident betonte in seiner Antrittsrede die Wichtigkeit und Lebensfähigkeit der Delegationen. Der Reichskanzler überreichte den Etats-Voranschlag für 1870.— Die un⸗ garische Delegation wählte den Grafen Majlath zum Präsidenten, Bito zum Vicepräsidenten. Der Präsident wies auf die wichtigen, den Delegationen obliegenden Aufgaben hin und brachte ein Hoch auf den König aus. Linz. Am 12. d. erfolgte die Schwurgerichts⸗ Verhandlung gegen den Bischof Rudigier. In Folge eines einhelligen Geschwornenverdikts wurde der Bischof wegen des Verbrechens versuchter Ruhestörung zu vierzehntägigem Kerker verurtheilt. Die Staate anwaltschaft hatte sechsmonatliche Haft beantragt. Schweiz. Laut Mitiheilung der Regierung von St. Gallen sind die Schadensschätzungen, herrührend von den Wasserverheerungen, nunmehr in diesem Kanton völlig bereinigt. Das Endergebniß erzeigt einen Gesammtschaden von 2,309,038 Fr. Frankreich. Paris. Der geheime Staats- rath und die Minister waren am 11. d. in St. Cloud versammelt.. — In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers vom 12. d. wird der Staatsminister Rouber eine kaiserliche Botschaft verlesen, welche die in Aus- sicht gestellten Reformen ankündigt. Nach den- selben soll von nun an die Funktion der Minister vereinbar sein mit einem Mandate für die De— putirtenkammer; als fernere Reformen werden angekündigt: die Erweiterung des Interpellations- rechtes, eine größere Controle des gesetzgebenden Körpers in Bezug auf das Budget und die Han⸗ delsverträge. Die gesammte Reform soll die wahre Verantwortlichkeit der Minister herstellen, und zwar wird die Reform durch ein Senatus⸗ consult und nicht durch eine Volksabstimmung ins Leben gerufen werden. Der Senat wird dem⸗ nächst zusammentreten, ein Ministerwechsel ist nicht beabsichtigt. Die Ankündigung dieser Reformen, deren Inhalt den Mitgliedern des gesetzgebenden Körpers bereits bekannt geworden ist, wird, nach der„Agence Havas“, von der Majorität desselben wie von dem linken Centrum„mit großer Genug⸗ thuung“ begrüßt.— Nachträglich erfährt man noch: In Folge des Ministerraths, der am 12 in St. Cloud nach Verlesung der kaiserlichen Er klärung im gesetzgebenden Körper stattgefunden hat, haben die Minister ihre Demissionen in die Hände des Kaisers gelegt, welcher dieselben an⸗ genommen hat. In Erwartung der Wahl ihrer Nachfolger werden sie fortfahren, die Angelegen⸗ heiten ihrer verschiedenen Departements zu besorgen. Brest. Capitän Sherard Osborne telegra- phirte am 12. d.:„Der„Great Eastern“ war gestern Nachmittag noch eine Tagereise von dem am äußersten Ende der Insel St. Pierre gelegten Uferende des Kabels entfernt. Das Schiff befand sich um 2 Uhr Nachmittags unterm 45.15 Gr. nördlicher Breite und 50.15 Gr. westl. Länge. Die Länge des versenkten Kabels betrug 2416 Seemeilen. Sobald der Nebel verschwand, zeigten sich in der Nähe des Schiffes die Daupfer „William Corry“ und„Gunare“, welche ihm entgegen gefahren waren. Man ersah hieraus, daß der„Great Eastern“ seinen Cours mit großer Richtigkeit eingehalten hat, und ist das Schiff jetzt, von den beiden Dampfern begleitet, auf dem Wege nach St. Pierre. Spanien. Madrid. Wie man versichert, werden Ardonnenz das Finanzministerium, Zorilla das Justizdevartement, Echegarray das Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Becera das Colonial⸗ amt übernehmen. Die übrigen Minister verbleiben im Amte. — Man versichert, die Unionisten würden Prim vollständige Freiheit lassen, das Ministerium zu reconstituiren. Man glaubt, daß Figuerola, Sagasta und Topete in ihren Aemtern bleiben werden. Ein Dekret der Regierung verordnet die sofortige Unisication des dritten Theiles der öffent. lichen Schuld, den Gesetzen von 1851, 1867 und 1868 gemäß. Amerika. Der canad ische Minister Rose ist in Washington eingetroffen und sind zwischen ihm und der Regierung Unterhandlungen über die Erneuerung dis Reeiprocitätsvertrags bezüglich der Fenierwirren eröffaet worden. Grant hat ihm in einer Untercedung die Untersuchung, even⸗ tuell die Verhaftung irländischer Amerikaner zu⸗ gesagt, im Falle dieselben England beunruhigen würden. Friedberg, 14. Juli. Heute Nichmitlag zwischen 1 und 2 Uyr brach in der Scheuer auf der Leiß wer'schen Ziegelei F uer aus. Der ꝛaschen thäigen Hülfe der hiesigen Feueiceor und der herteigee lien Bürger gelang es das Fuer bald zu dämpfen und auf seinen Herd zu beschlänken. Frankfurt. Der husise zoologische Garten hal in der leßz een Zeit wieber mehrfachen Zuwachs unter sen m Thierbestande erhalten und zwar diesmal durch Geburten. So kam im Frühjahr ein Affe zur Wat den die zäruiche Metier auf das Sorg⸗ fälligste pfl gte und d ssen erste Versuche, sich selbstau ig zu bewegen sie nun ängulich üverwochi. Auch das präch lige itibelanische Rind die Pak ma dem seiden. artigen Haar und cem 1 serdeschweif haren sich wieder um ein ge undes Kälbchen vermehrt. welches fast wie ein Pudelhund mit lockgem Hane dicht ve etzt in und munter einherspiingt. Au die aueländischen Hirscharten, jo be⸗ sonders der Axis hirsch aus Bengeilen, sowie der Schweinsheusch hben Nachwuchs geliefert. Da die sämmili hen Thiere so untergebracht sind, daß sie jederzerl von allen Besuchern ces Gartens geasecen werden können, ist keichliche G.legenheil zu Beobachtungen über iyr Fa⸗ mil en leben geboten. Darmstadt. Am 11. d. Nachts kurz nach 10 Uhr wurden wir eulch Feuettuf aufgeschrackt. Eds war nämlich in dem Hinterbau der Hoftathe der Gebrüder G elstus Feuer ausgebiechen, welches cicfen Bau auch bis auf die Umfassungemauan zernörte. Ta sosort Hulje am Pllitz war, gelang es, den Bland auf seinen Hero zu beschränten und ou Nachbarszäußer vor j oer Heschäeigun g zu bewahren. C Kassel. Kaum sino oie tenen, keiten Tage ees Juni voruber, so eilen aus allen Gegenden zaylzaiche Fremde, ja oft ganze Familien, nach unserer lieblichen Residenz, die zwar kein Fürstensitz mehr, dafür aber so recht eigentlich ein Sitz der Musen zu werden verspridht. Wie aber die reizende Lage und Umgebung unserer Stadt mit ihrer grandiosen Wilhelmshöhe, der Löwenburg, dem trefflich geleiteten Theater, der Kapelle,— meisterhaft geführt, welche Virtuosen ersten Ranges aufzuweisen hat und Mitglieder des chemeligen wellberühmten Garde⸗ Musikchors in sich schließ!;— ferner mit ihrer herrlichen Bildergalerie, dem Museum, dem Marmorbab, ihrer per⸗ manenten Kunstausstellung u. s. w. für jeden Fremden anziehend und fesselnd in bohem Grade ist, so scheint auch das jüngste der hiesigen Kunstinstitute, unser Conserva⸗ torium der Musik, gegründet durch einen innigen Verehrer unsers unvergeßlichen großen Tonmeisters, des General— Musikdirektors und Hoskapehmeistens Dr. L. Spohr, und sicherlich auch in seinem Geiste geführt, bereits den Magnet zu besitzen, der nicht allein aus hiesiger Stadt, oder aus der Nähe derselben, sondern sogar aus weiter Ferne(Kr. Posen) Schüler und Schülerinnen heranzieht, welche sich hier als Sänger und Sängerinnen für Bühne und Concert, als Lehrer und Lehrerinnen des Clavierspiels, Gesanges und der Harmonie, oder als Musiker irgend eines Faches oder Instruments ausbilden wollen. Möge auch diese neue Anstalt gleich unserer altehewürdißen Maleracademie sich sieis von Nah und Fern des regsten Zuspruchs junger Talente zu erfreuen haben; dann wird der Ruf der Kunst und iusbesondere der durch L. Spohr, den letzten der alten großen Tenmeister, gegründete musikel sche Ruf Kassels, „diesem schönen Fleckchen Erde“, ste s freudig wiederhallen. Aus Herrieden wird unterm 8. d. M. geschrieben: „Das eurepälsche Luftmeer bat nach längerer Pause wieder seine für diese Jahreszeit normale Position eingenommen ein Luftehal zieht von Irland nach dem baktischen Meere und ein Lufiberg vom Hafen von Gascogne her kommend erichte uns schönes Wetter. Freilich mußten wir durch die regelmäßig nach dem Dove'schen Gesetze erfolgte Drehung des Windes eine lüchtige Portion Höhenrauch mit in den Kauf nehmen, der schon fecit 3 Tagen die Luft verdunkel! und dem Sennenschein eine röthliche Farbe gibt. Während sich Europa nunmehr einer Sommerlemperatur ersreut, die vorgestern Morgens 6 Uhr nicht unter 11 Gnad fiel, ist es in Nordainerika wieder kühl und teüb; am 29. Juni. Morgens 6 Uhr, zeigte das Thermometer in Heario-Content nur 7 Grad. „ Jetzt wissen wir's, warum die Sing mäuse musiciren. Die lieblichen Töne entspringen nicht etwa dem Gefühl des Wohlbehagens, das Thierchen singt nicht sich und andern zur Freude: es singt, weil es nicht anders kann, weil es krank ist. Die Singmaus ha: Alhembeschwerden, in ihrer Leber finden sich Parasiten, die ein Krampfaihmen verursachen, dem die gedämpften voßhelartigen Töne ihr Enistehen verdanken. So behaupten einige Gelehrte, die das Leberlein mehrerer Singmäuse untetsucht haben. Ob jene Parasiien nicht in der Leber auch anderer Mäuse zu finden, und woher es kommt, daß die Töne nich: immer hörbar sind, da doch die Alhmung keine Unterbrechung erleidet, sagen sie uns nicht. Auch wäre es verwunderlich, daß die durch Krampfaihmen ent nehenden Töne zum Entzücken lieblich sein sollen. Da läß: sich die naive Meinung jenes Engländers eher hören, det unlängst eine Singmaus in seiner Küche entdeckt hal und einach dafür hält, dieselbe habe es seinem Kanarien— vogel abzeterut. Vor Jahrhunderten schon haben die Mäuse gepfiffen. Die Sage vom„Mäusetharm“ legt dem Buchof Hauo die Worte in den Mund:„Hört nar, wie die Mäuslein pfeifen.“ Was Wunder, wenn einige be— sonde ,s begabte Maus Indiwidnen es bis dalo zum Singen gebracht hälten? „ Aus dem Leben des französischen Depu⸗ tirten Ganberta. Die Laute von Cahors suchen mii nachfolgender Erzählung za erklären, warum der Abgeord⸗ nete des ersten Wahlbezirkes im Seine Departement Gam⸗ vetia, einäugig ist. Als Knabe war Gambeita von seinem Valer in das Seminer von Monlauban bei Cahors gg than worden. Wie alle Peusionäre und Gefangene, laugweilie er sich dort nicht wenig. Eines Tages erhielt der Vater folgendes Billet:„Wenn du mich nicht von bier sorinimmst, neche ich mir ein Auge aus.“ Welche Narrheir! dachte Vater Gamveita und gab ihm leine Antwort. Zwei Tage später erhielt er ein Schreiben von dem Vorsteher des Sem nars, in dem ihm angezeigt wurde, daz ein Sohn, wen er keine Nachricht von Hause erhieit, sich das Jedermesser in das Auge genoßen habe. Der Valer geht unverzüglich dahin ab, redet dem Sohne ins Gewissen und ermahnt ivn, das Seminarleden zu eriragen laub ion beruhigt und leist wieder ab. Am nächten Tege er⸗ bänt er ein neues Biller:„Wenn du mich noch nich! fort nimmst, steche ich mir das andere Auge aus.“ Diesmal gab der Vater nach. Lon Gambetta war, wie man aus dem Vorstehenden ersieyt, schon damals ein„Unversöyn— licher“. Die Sache kungt eiwas amerclanisch. % Oel für Thurmuhren, das in der Kälte nich lerstarrt in der Wärme nicht verflüchtigt nicht das Messing angreift: Man 8st Knochens in Benzin, seht es der Kälte aus und verdempft nach dem Abgießen das überflüfsige Benz en. r Gegen Ameisen. Man bestreue den Ameisen⸗ hauen bei trockenem Welter zuͤmlich ark mil Kochsalz und gieße sogieich Wasser darüber.— Sieie Beunruhung cer ameisen verneibt sie edenzalls ganz sichen;z auch können sie den Geruch des Sueinlohteniteers(vielleicht auch des Sieinöle) uicht vertagen.— Man wasche und presse einen broßen Vaceschwamm gehöcig aus, wockne ihn und besireue ihn mit gefsoßenem feinen weißen Zucker, und lege ihn in die Nähe der Ameisen. Haben sich die Ameisen darin zablreich gesammelt und genistet, dann bringe man den Schwamm in kochendes Wasser, in welchem sie getödtet werden. Darnach drücke man den Schwamm aus, trockne und bestreue ihn wie anfangs, verfahre wie oben so lange, bis alle vertilgt sind. Die zehn Gebote für den Bauer. Das eiste Gebot. Der Acker ist dein Brod⸗ korb, dein Schuldner, der dich mit Nahrung, Kleidung, Geld versorgen muß. Drum sollst du allen Fleiß und Aufmerksamkeit darauf verwenden, daß er nicht krank werde, sondern gesund bleibe und dir diene. Du sollst deine Aecker, wenn sie seucht und kalt sind, durch tiefe Wasserabzüge gesund und ertragsfähig machen. Bedenke, daß dein Acker nicht gesund ist, bis du mit dem Pflug einen Schuh tief fahren kannst und zu keiner Zeit des Jahres einen nassen Untergrund antriffst oder bis darin Getreidepflanzen zu jeder Zeit ihres Wachsthums wenigstens einen Schuh gesunde Ackererde antreffen. Das zweite Gebot. Du sollst nicht ruhen, bis deine Aecker einen Schuh tief durch den Pflug durchwühlt sind und bis du auf jedem Acker einen Schuh tief lockeren Ackerboden besitzest, auf daß deine angebauten Pflanzen deinen Dünger recht bezahlen und du für deine Arbeit reichlich belohnt werdest.(Anmerkung. Ein Acker von 300 Ruthen hat mehr eingetragen bei einer Vertiefung auf 7 Zoll 5 fl., bei 9 Zoll 7 fl. 35 fr., bei bei 11 Zoll 8 fl. 45 kr.) Das dritte Gebot. Du sollst zu allen deinen Saaten stets solche Werkzeuge anwenden, wodurch ihr Stand ein regelmäßiger, geordneter wird (Reihensaat), damit du Platz gewinnst, den Boden während des Wachsthums zu bearbeiten (zu behacken).(Anmerkung. Ein Acker von 300 Ruthen mit Reps in Reihensaat bestellt, ertrug 57 fl. 38 kr. mehr als ein anderer von gleicher Größe der breitwürfig besäet war.) Das vierte Gebot. Gedenke daran, daß du nur dann einen guten Ertrag von deinen Körnern, Kartoffeln, Rüben bekommst, wenn du den Acker reinigest von Unkraut. 5. Das fünfte Gebot. Du sollst nimmer zwei gleiche Gewächse auf einander folgen lassen, bi⸗ sonders nicht Halmfrüchte, wenn du vollkommene Ernte haben willst. Bedenke, daß jede Pflanze ihre eigenthümlichen Nahrungsmittel haben muß, wie eine Kuh und ein Schweig, oder ein Hund und ein Pferd nicht aus ein und derselben Schüssel fressen mögen. tief ganz Wenn also Korn auf dem Acker gewachsen ist und hat dasjenige mitgenommen, was ihm geschmeckt hat, und es kommt abermals Korn und will sich noch einmal an den Tisch setzen, so kann man sichs vorstellen, daß es schmal hergeht. Das sichste Gebot. Du sollst nicht zu dicht säen, sitzen, pflanzen, auf daß nicht die zu nahe aneinander stehenden Pflanzen einander erwürgen und erdrücken. 5 Das siebente Gebot. Du sollst frischen Dünger stets zu Futter- und Wurzelgewächsen anwenden, nie aber zu Halmfrüchten. Je üppiger deine Futtergewächse sind, desto besser, was nützt dir aber gefallene oder gelagerte Frucht? Das achte Gebot. Laß dich nicht gelästen, nur eine große Ackerzahl zu erwerben, halte nicht den für den gescheidtesten Bauer, der darauf aus- geht.— Wer die Erträge seines Besitztbums ver⸗ doppelt und verdreifackt, auf den darf man mil vollem Recht als ein Vorbild hinweisen. Das neunte Gebot. Du sollz so viel Futter bauen als möglich und einen Viehstand halten, der deinem Besitzthum angemessen ist— doch nich mehr als du reichlich füttern, gut züchten und pflegen kannst.— Du sollst Buch und Rechnung führen über Alles. a Das zehnte Gebot. Du sollst den vielen Dünger, den du erhältst, verständig behandeln, vermehren, verbissern, gut anwenden, d. h. zu rechten Zeit und auf die rechte Frucht, auf daß dir dein Land Früchte und Geld eintrage und du lange lebest auf Erden. —— 1690 N. Ebelleult Teras, b. Helau Berstaͤndig diemselben Fritdrich Scho geführt Contulse anderaun den ewe scwelsen, Und neff den ud. Gläubige btie n oba vu 00 Uumer ang be — PI U 91 * — Edietalla dung. 1565 Die Ebefrau des Johannes Hell von Fried⸗ derg, zuletzt auf der Brunnenmüble bei Nieder-Rosbach, Touise, geb. Döringer von Niederwetz, bei Wetzlar, ist Ainderlos mit Zurücklassung eines Testaments gestorben, in welchem sie ihren überlebenden Ebemann zum alleini⸗ gen Erben ernannt bat. Da die Geschwester der Testa⸗ krir mit unbekanntem Aufentbaltsorte in Amerika ab⸗ wesend find, so werden dieselben, oder ibre etwaige Leibeserden auf Antrag aufgefordert, binnen einer Frist von drei Monaten über die Ar erkennung des Teflaments sich zu erkzären, oder solches binnen gleicher Frist dahier anzusechten, als sons die Anerkennung unterflellt und dem Erden der gesammte Nachlaß Über⸗ wiesen wird, auch die über die zu diesem Nachlasse ge⸗ börigen Immobilien vorliegenden Veräußerungsverträge bestätigt und den neuen Erwerbern im Mutations-Ver⸗ zeichnisse zugeschrieben werden Friedberg den 4. Mat 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Neltz, Steloberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Edietal ladung. 1634 Nachdem mit dem Vereine deutscher Fürsten und Edelleute zum Schutze deutscher Auswanderer nach Teras, beziebungowesse dem Vertreter des Philipp Nleolaue Schmid t'schen Anleöneconsortiums eine Verständigung zur veraleichsweisen Erledigung der von demselben an die Petvatverlassenschaft des derrn Grafen Friedrich Eduard von Alt- Letningen-Westerburg arf Schlos Jebenßadt erhobenen Forderungen nicht herbei⸗ geführt werden konnte, so wird nach deshalb erkanntem Toncutse Liqutdattoastermin auf Mittwoch am 4. August l. J., Vormittags 10 Ubr, anberaumt, in welchem Forderungen und Ansprüche an den erwähnten Allodtal Nachlaß bei Meidung ffill⸗ schweigend eintretenden Ausschlusses, dabter anzumelden und netst etwatgen Vorzugsrechten näher zu begrün— den sind. In dem Termine soll vochmals die Güte versucht und über die weitere Behandlung der Sache Beschluß gefaßt werden und find die ausbleidenden oder durch Bevollmächtigte nicht oder nicht gebörig vertretenen Gläubiger den gefaßt werdenden Beschlüssen als bei⸗ kretend anzusehen. Friedberg am 22. Mal 1869. Gtoßberzogliches Landgericht Friedderg Reitz, Steinderger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Lieferung für das Landeszuchthaus. 2028 Mittwoch den 21. Juli l. Z., Vorm tags 10 Uhr, soll daher die Lieferung von 1500 Centner Ruhrer Steinkohlen, Fettschrot erster Qualität und 30 Centner Scmiedegries, nach den auf unserem Büreau zur Einsicht offen liegen den Bedingungen durch Soumission vergeben werden. Marienschloß den 7. Jult 1869. Gtoßherzogliche Landeszuchthaus⸗Directlon Edictalladung. 7084 Die Besitzer der unten bezeichneten Immobtlien wollen vor Offenlegung des für die Gemarkung Rockenberg neu errichteten Grundbucke ihre Erwecrbs⸗ tel in dasselbe eintragen lassen, vermögen aber den Etwerb urkundlich nich, nach zuweisen. Es werden raher lle Diejenigen, welche an diese Immobtlien Eigen⸗ Humsanspruche erheben zu können glauben, aufgeforder, eiche sogeweß binnen 3 Monaten dabier geitend zu machen, als sonst die bet eibenden Befitzer nach Maß gabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 us Grundbuch als vermutbete Etgenthümer, unter Bei schreiburg des Exwerbtitels»Erfitzung“ werden ein— teschrier en werden: Jobenn Georg Anfang VIII 525, Jacob A: selm 1. bIII 616, X11 96, Jakob Dietz 11., XII, 90 Philipp Eimer 1. VI 75 IX. 332, Deinrich Dietz VIII bI2. franz Landeogt II. IV 384, Job. Georg Landvogt IV. III 489 ¾, VIII. 539. VIII 540 und 541, Kil an Schäfer VIII 64 und 615, VII 628, Anton Schön KII89, Valentin Walter 1.772, X 1,38, X 1,49, XII 93, Wartholomdus Wei XII. 94, Franz Weil 1,122, Adam Wild IV. XII,95, VIII 63. Der Kugelbausfond zu Butzbach: 1,665. II. 101. 11,106. 11140. 111,115. 111.165 1II 174. 111 291. IV, 2. IV., 7. IV. 25. IV 134 IV 163. IV. 167. Iv. 232. IV. 270. IV., 417. V. 16. V.7I. V. 5. V, 104. V 21. F208. V 233. V. 208. V 312. V 339. vI 358. VI. 390. 1,392. VI 412 VII 310. VIII 42 VIII 31. VIII 60. VIII 250 VIII 318. VIII, 384. X 1,48. IX 370. IXx 292 X 113. XII177 XII. I74 XIII, 4. XIII. 22. XIII. 29. XIII 67. XIII, 76. XIII. IOS. XIII 33. XI V, 2. XIV 63. XIV. S3. XIV, 132. XIV I37. XIV. 202 XIV. 273. XVI XV 47 XVG3. XV. 64. XV 105. XV. 126 Xx V. 290. 16 2. 1,793. 11,176 11 244. 11 305. II 14. vII 34. vII 74. VII, 108. VII, 147. VII, 153. 1,167. vII,169. vil 192 Butzbach den 7. Juli 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Glmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Hofapotheke zum Mohren. 2059 Zum Einmachen von Früchten empfehle einen ganz vorzüglichen reinen Weinessig besseren Ersatz für die Blasen. nebst den feinsten Gewürzen, sowie Pergamentpapier zum Zubinden der Gläser als Hofapotheke von Wilhelm Sturmfels. 2056 Pisonisches Kaffe⸗Surrogat aus der Fabrik von Kobelt 8 Stadelmann ist die vorzüglichste Beimischung von Kaffee. und günstige Läuterung sind anerkannte Vorzüge dieser Specialität. Alleinige Niederlage bei Herrn Fr. Hilbrecht in Friedberg. Erhöhung des reinen Kaffeegeschmacks schüttler garz neuer Art conffrumt haben, Malchine nicht erschweren. Unsere künftigen Preise find: kosten, sie leisten dann das Doppelte. einftlehen sollen. Iland-Dresch- Maschinen mit Strohschüttler. 2086 Wir machen hiermit bekannt, daß wir zu unseren beliebten Ponk-Dresch⸗Masch'nen jetzt Strob⸗ welche ihrem Zwecke vollkommen entsprechen und Gang der fl. 88 ohne und fl. 125 mit Strohschüttler unter Garantie u. Vergütung der Eisenbahnfracht bei Baarzahtung nach 14tägiger Probezeit. Um fl. 40 bringen wir unsere Strohschüttler an die früher gelieferten Maschinen an. 25 Alle unsere Hand- Dresch. Maschinen können auch durch Göpel betrieben werden, welche 145 fl. Wir bitten um baldige Beslellung, wenn wir bei dem großen Absatz für rechtzeitige Ablieferung J. P. Lanz& Comp. in Mannheim. 7 d Pferde ⸗ Verstergerung. 2076 Freitag den 16. d. M., Vormittags 711 Uhr, ell in det Nettercaserne zu Butzbach ein zum Retiter⸗ dienst und rauchbar gewordenes Reupferd gegen Baar⸗ zahlung öffentlich versteigert werden. Butzbach den 11. Juit 1869. b, li fe. Rittmeifier und Schwadrons⸗Chef. Hofraithe⸗Versteigerung. 2055 Montag dea 19. Juli d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hüsizem Rathhause die nachbeschrtebenen Immobilien der Frau Dr. Borgendetmer, Marie, geb. Schwe ter, in der Gemarkung Friedderg Flur. Nr. Kiftr. 3. 76. 22.2. Hofralthe in der Vorstadt zum Garten, 3. 77. 26. Grabgarten daselbst, 3. 78. 146. Hofralide daselbst, auf freiwilligen Antrag und unter sebi vortbeilbasten Bedingungen öffentlich meistbirtend vetsteigert werden. Friedberg am 8. Juli 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. — 1 3 0 0 Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 2085 Mittwoch den 21. und Freitag den 23. d. M. kommen aus den Domanialwald⸗Disteteten Kruge berg und Haluwiesenrain zur öffentlichen Ver ⸗ sleigerung: 733½ Stecken ren 64 5 chen⸗— 33 1 Buchen Prügelholz, 18 5 Eichen ⸗ 5 177 1 Buchen⸗Stockbolz, 51 75 Eichen ⸗ 1 303 0 Buchen Reisbolz, 37 2 Eichen ⸗ 5 Die Zusamme kanft findet am ersten Tage im Disirict Krugeberg, an der„Damwiese“, am zweiten Tage im Distriet Hainwiesenrann, auf dem Viemal weg von Wallerabausen nach Eckartoboin, fedtemal Vormittags 9 Uhr, statt. Ortenberg am 8. Jult 1869. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg Nr e y. 20%4 Cine beretts eingeführte deuische Lebens veisicherungs Gesellschaft sucht für Friedberg einen tüch gen Vertreter. Adressen sub R. 5 poste restante Ca ssel zu senden. Ein kleines Logis 1985 in der Mansarde, aus Zimmer, Kammer und Küche bestehend, ist an eine einzelne Perlon sofort zu vermiethen. Anmeldungen bei der Exped. d. Bl. Lobn dauernde Beschäftigung. 50 Maurer 2087 finden auf Taglohn oder Accord gegen auten Bockenheimer Land⸗ straße 132 in Frankfurt a. M. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim 2095 in Frankfurt am Main. Saure phosphorsaure Kalke(Superpbospbate) zut Dungung des Getreldes, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w ta drei Sorten. Phosphorit- Phosphat, das rohe Knochenmedl etsetzend, dulnsdünger 2 Gedämpftes Knocheumehl,(guan firt) in feinem und Röderem Pulver, ser Getreide u. s. w.(zur Masckinen⸗ und zu- Dan saat.) Griesheimer Guano(Kali⸗Dünger) seines Pulver, für Getreide, Reps, Tabak, Kartoffeln, Hopfen u. s. w. a Weinberg Guano(Weinberc⸗ Dünger). Wiesendünger(Kuli⸗ Dünger). Peru- Guauo- Phosphat. Guano.) VPernanischer Guano. 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Steyer, wozu alle Mitglieder mit ihren Damen freundlichst eingeladen sind. Abgang mit Musik Nachmittags 3 Uhr von der Turn⸗ halle aus. Der Vorstand. Ossenheimer Wäldchen. 2091 Nächsten Sonntag den 18. d. M. findet Harmonie und Tanzmusik dahier statt, wozu freundlichst einladet G. F. Korndörfer. Poblogischer Garten in Frankfurt a. A. 2097 Sonntag den 18. Juli, von Morgens 6 Uhr bis Abends, ist der Eintrittspreis auf 12 Kreuzer per Person ermäßigt. Nachmittags 4 Uhr, Concert vom Musikcorps des Rheinischen Dragoner⸗ Regiments Nr. 5 Der Verwaltungsrath. 2088 Bei Gelegenheit der Mainzer Industrie-Ausstellung findet mit Genehmigung der Groß herzoglichen Regierung eine Verloos ung statt und ist die Zahl der Loose auf 25,000 je zu fl. 1 festgesetzt.— Die Verloosung findet am 15. September in dem Lokale des Gewerbvereins öffentlich statt und werden die Ergebnisse der Ziehung in der Frankfurter Zeitung, Frankfurter Journal, Mainzer Zeitung, Mainzer Anzeiger, Mainzer Wochenblatt, Mainzer Abendblatt und mittelst Ziehungslisten bekannt gemacht. Die Gewinne müssen längstens einen Monat nach der Ziehung gegen Ueber— gabe der entsprechenden Loose abgeholt werden; die nicht erhobenen Gewinne werden alsdann zu Gunsten des Schulfonds des Mainzer Gewerbevereins wieder verwerthet. Als Gewinne kommen zur Verloosung; sofern die Zahl von 25,000 Loosen vergriffen ist: Ein vollst Salon-⸗Ameublement im Werthe von[Ein eleganter Bronzelustre nebst 4 Wandarmen circa fl. 1800. im Werthe von ca. 300 fl. Eine elegante Equipage im Werthe von circa Ein Sopha nebst 2 Sesseln und 6 Stühlen fl. 1200. im Werthe von ca. fl. 300. Ein vollständiges Ameublement eines Speise— silberplattirtes Geschirr für 2 Pferde im zimmers im Werthe von cirea fl. 1000. Werthe von ca. fl. 300. Ein vollständiges Ameublement eines Schlaf- Ein elegantes Buffet im Werthe von ca. fl. 300. zimmers im Werthe von ca. 900. Ein feiner Porzellan-Ofen im Werthe von Ein Pianino im Werthe von ca. fl. 400. ca. fl. 250. Ein feuerfester Cassenschrank im Werthe von Zwei elegante Spiegel im Werthe von circa ca. fl. 400. af. 290. außerdem eine reiche Anzahl nützlicher Gebrauchsgegenstände — also im Ganzen fl. 19,000.— Loose sind zu haben: In Darmstadt bei Carl Gaulé, in Friedberg bei L. Weis, in Büdingen bei Steueraufseher Minzenberger, in Nieder⸗Mockstadt bei E. Hill, in Vilbel bei W. Cullmann, in Altenstadt bei Gebhardsbauer, Polizeidiener, in Nidda bei Burgermeister Reuning, in Gedern bei L. Stibbeling. Mainz, im Juni 1869. 5 Der Vorstand des Mainzer Gewerbevereins. Geübte Schuhmacher, Ein braver Bursche, 2070 besonders auf gute Mannarbeit, find a dauernde 550 lub n ede Beschäftigung 1 i 2077 welcher von der Schreinerarbest etwas versseht, fabrit von Dreschfeld& Wallerstein wrd zu sofortigem Eiattitt gesucht in Offenbach a. M. Trapp& Münch. 1 Ein im Werthe von fl. 11,000. Philippi's Felsenkeller. 2096 Samstag den 17. Juli 4 a 7 Coneert, ausgeführt von einer Abtheilung der hiesigen Jägermusik. Entrée 6 kr. Anfang 5 Uhr. Ziegenberg. 2092 Nächssen Sonntag den 18. d. M. findet bel Unterzeichnetem gutbesetzte Harmonie- und Tanz⸗ musik statt. Abends Beleuchtung des Platzes vor dem Hause und Feuerwerk. Ergebenst ladet ein J. Möckel. Rockenberg. 2083 Der Unterzeichnete erlaubt sich hierdurch ergebenst anzuzeigen, daß er sich als Thierarzt blerselbst niever⸗ atlassen hat.— Patienten können zur Pflege Aufnahme finden. Dr. Eisé, Thierarzt, wohnbaft in dem Gafthause zur Gersie. E ene Häringe! 1861 bei Wilh. Fertsch. Ein Lehrling 2025 wird gesucht von a Nieder⸗Wöllstadt. Bäcker Brauburger. Ein guter Wiener Flügel 2090 ist wegen Mangel an Raum zu verkaufen oder zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei der Exp. d. Bl. Eine große Parthie Mit 2093 verkauft Peter Lebeau. Brodpreise vom 16. bis 31. Juli. Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzbach unverändert. Fleisch/ 2c Preise vom 16.—31. Juls. Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzbach unverändert. f Ausnahmspreis: Bei Wilhelm Bleler in Bad Nauheim Hammels-Keil und Carre 18 kr. Fruchtpreise. per Malter. Friedberg, 14. Juli. Waizen 12 fl.— irx.; Kor! 8 fl. 50 kr.; Gerste 7 fl. 45 kr.; Haser 6 fl.— kr. Frankfurt, 13. Juli. Waizen 12 fl. 30 kr.; Kor! 10 fl. 10 kr.; Gerne— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 52 kr. Grünberg, 10. Juli. Waizen 11 fl. 40 kr,; Korn 9 fl. 4 kr.; Gerste 7 fl. 25 kr.; Hafer 6 fl. 12 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl. 40 kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 16 fl. 32 kr.; Kartoffeln 3 fl. 10 kr. Mainz, 9. Juli. Waizen 12 fl. 40 kr.; Korn 9 fl. 2 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 30 fr.; Fe 3 fl. 40 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund — fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schi myff. Mitgetheilt von* b Oest. 250 fl. b. R. 1839—— S. Lindhelmer Sölane in Frankfurt a. uV. CO urs. 2 250,„ 1854 74¼ p. i 55 100 Pr. L. 1858 156½ P. 13. Juli 1869. Cours der Staatspapiere.— 8 500 v. 1860% 85 ½ 0. Oesterreich 5% Met. 1859 i. Lst.] 66 ¼ 6. Gr. Hessen 4% Obligat. 91 ½% E N 2. 100 Pr. v. 186417 6. „ 5% Nat.-Anl. 1854 ö 55/8 6.. 1 3½0% Obligation. 87 P. 2 Schwed. Thlr. 10-L. 11¼ P. 5 50% steuerfreie Oblg. 52 6. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 925% P. 2 195 35 l. Loose 56 P. preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 93 ½ P. 5 4% doe do 857% P. 2% Bad. à 100 Tolr. 103 6. 5 4% do. 40 Kurhessen 40% Obl. b. R. à 1058539 f 6 Kurh 40 Tn. E. b. kl. 55½ P. Bepen 50% Obligation. 101½ P. Frankfurt 3½0% Obligat. 82½ P 2. Hess. 50 fl. L. b. k. 177 6. 7 4½% ½ Jähr. b. Rth. 94% P. 8 30% 115 72 G 112 88 25 185 5 46 ¼ 6. 3 40 0 do 88½½ P. Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 12 84½½ P. ZL. b. R. 1 38% 8. Würtemb. 4½0% Ob]. b. Rth. 927% P. Finnland 4 ½% Pfdbr. i. R. 105—— 8 Pistolen fl. 9 49—51 5 4%% do do 863 1 P. Schweden 4½0% O. 1. R. à 105 85½½% G 2 5 Doppelte„ 9 50—52 Baden 4½0% Obligat. 93¼ U. 5 4½0% Pfb. 1. R. à 105 83 FE. Preuss. Frieded'or-„ 9 58—59 1 40% Obligat. 85/ P. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882[67 f C 2 Holl. a. 10 Stäexke„ 9 54—56 * Toll einbezante Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 5 ee e 317% 0 8— 4½% Beyr. Ostbahn 124 6.%% Liv. C. P.& B/. fr. 4 28 kr. 33½ C. 2 Engl. Sovereigns.„ 1 57. 12.1. 4½% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 933/ P. 50% Tose, Ceutr.-Eisenb.-Pr. 53% G. Kuss. Imperiales„ 9 50—52 30% Oesterr. St-Elsenb.- Prior. 577) 6. 50% Elisabethbahn-Prior. 7 F. 12 Gold pr. Zoll-Pf.„—— 6% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 99½ G. 50% do. neueste Emiss.% 72½ G. I KHenh. Siib. pr. Z. Pf.—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 49 P. 4½0% Hess. 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