en Lehter nicht dern daß auß don Stunden ler in der en, wie wir's a dies gewiß a Unterricht dendel werdg ale wöchenlltz die Mitchn l die Anfrage, A feder Kasse micht defimmt t Birger. rme 2 der No. ig. lags 10 U eztn Auigah gerälhe, alk: 1 eulg gebraut sal 18609. Bailly. 1869. Samstag den 15. Mai. M 56. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. S——— Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 15. snd. 5. Uebersicht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Friedberg betr. Friedberg den 13. Mai 1869. Betreffend: Die Communalumlagen in den Gemeinden des Kreises Friedberg für 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie werden, da Ihnen die Communalsteuerregister unter Couverte] gegen die in den Hebregistern enthaltenen Ansätze binnen der ersten zugehen, mit Bezug auf das Ihnen unterm 26. März 1853, Int. Bl. Nr. 27, mitgetheilte hochste Ausschreiben Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 3. September 1852 alsbald bekannt machen lassen, daß die Communalsteuerregister zu Jedrrmanns Einsicht 8 Tage in Ihren Gemeinden offen liegen, unter dem Anfügen, daß Beschwerden Groß herzogliches Kreis amt Friedberg. Trapp. Friedberg den 12. Mai 1869. 4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei uns angebracht werden müßten, und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden könnten. Ueber die erfolgte Bekanntmachung werden Sie eine Notiz in der Registratur niederlegen. Ter a p p. Hessen. Darmstadt, 11. Mai. Zweite Kammer. Eine Vorlage großh. Ministeriums des Innern um Bewilligung von 120,000 fl. für Neubau eines Gymnasiums in Darmstadt ist ein- gelaufen. Gegenstand der Berathung ist der Gesetzentwurf„die Pensionsgesetze der Offiziere und oberen Militärbeamten betr.“ Art. 1 des Gesetzentwurfs zählt die dermalen in Preußen geltenden Normativbestimmungen auf, welche nun⸗ mehr für die Offiziere und höheren Militärbeamten unserer Division in Wirksamkeit treten sollen. Nach Antrag des Ausschusses wird Art. 1 mit 31 gegen 6 Stimmen angenommen, dabei jedoch der Vorbehalt gemacht, daß die erwähnten Be⸗ stimmungen im Anhang des Gesetzes abgedruckt werden. Art. 2 bestimmt, daß diejenigen Ossiziere und Militärbeamten, welche, wenn ihre Pensioni⸗ rung vor Publication des Gesetzes ersolgt wäre, einen höheren Pensionsbetrag als nach dem nun einzuführenden Gesetz erhalten hätten, auch diesen höheren Satz bekommen sollen. Zu diesem Artikel sind von Seiten verschiedener Ausschußmitglieder verschiedene Anträge gestellt. Einstimmig beantragt der Ausschuß die Ablehnung des Artikels in der Form der Regierungsvorlage. Nach längerer Debatte, in welcher die Regierungscommissäre Verdier und v. Herget für die Vorlage der Re- gierung sprachen, die Abgg. Volhard, Dumont und K. H. Hoffmann II. gegen dieselbe, werden bei der Abstimmung Art. 2 in der Regierungsvorlage, sowie alle Amendements verworfen; demnach haben also bloß die Preußischen Penstonssätze Geltung. Art. 3 bestimmt, daß, wo in den einzuführenden preußischen Bestimmungen dem König das Recht der Entschließung vorbehalten werde, bezüglich der hessischen Pensionäre der Landesherr zu entscheiden habe. Der Artikel wird angenommen. Art. 4 hebt die dem neuen Gesetz entgegenstehenden hessischen Bestimmungen auf; derselbe wird mit einigen Aenderungen des Ausschusses gegen 8 Stimmen angenommen, in der Fassung der Re- gierung verworfen. Das von dem Ausschuß beantragte Ersuchen an die Regierung wegen Classificirung der Militär⸗Veterinär⸗Aerzte in dem Penstons tarif das Erforderliche vorzukehren, wird gegen 6 Stimmen angenommen. — 13. Mai. In der heutigen Sitzung der 2. Kammer wurde zunächst der neugewählte Ab- geordnete der Stadt Alsfeld, Justizrath Kolb, vereidigt, und nahm derselbe seinen Sitz ein. Unter den neuen Eingaben erwähnen wir eine solche des Landes lehrervereins, die, Bezug nehmend auf den Antrag der Abgg. Goldmann, Fink und Hallwache, die Kammer ersucht, bei Gr. Regierung auf Vorlage eines allgemeinen Schullehrer-Pen⸗ sionsgesetzes hinzuwirken. Es beginnt sodann die vollständig ausgebeutet sein wird und es geboten Berathung über die den Hauptetat der Militär- erscheint, die dortige Gegend fernerhin mit Brenn- Verwaltung für die Finanzperiode 1869/71 be— lreffende Recommunicalion der 1. Kammer. Das Haus beschloß bei den das Kriegsministerium be— treffenden Tit. 1, 2 und 3 mit allen gegen 9 Stimmen dem Beschlusse der 1. Kammer(Ver⸗ willigung einer runden Summe von 25,000 fl.) beizutreten. Bei Tit. 4„Kriegszahlamt“ wurden die angeforderten 4035 fl. in Uebereinstimmung mit der 1. Kammer gegen 14 Stimmen verwilligt, und war dieser, dem früheren enkgegengesetzte Be— schluß hauptsächlich durch die Erwägung veranlaßt, daß die Beamten dieser Behörde nach dem neuen Pensionsgesetze auf die preußischen Pensionen an— gewiesen sind, und demgemäß auch die preußischen Gagen und Servissätze beziehen müssen. Bezüg- lich der Tit. 9 und 10„Militärjustizverwaltung“ befinden sich beide Kammern in Uebereinstimmung. Zu Tit. 12 und 13„Besoldung des Comman— danten“ und Platzmajors der Residenz Darmstadt beharrte die Kammer gegen 14 Stimmen auf ihrem früheren Beschlusse(Verwilligung von nur 1400 fl. und Servis für einen Platzmajor und von 525 fl. für sachliche Ausgaben.) — In der Einleitung zu dem Rechenschafts bericht über die abgelaufene Finanzperiode spricht sich Abg. Wernher in nachfolgender Weise über die finanzielle Lage des Großherzogthums aus: „Mit 1865 endigt sich die volle Selbständigkeit der Finanzverwaltung des Großherzogthums, für deren Erfolge und Mißerfolge wir bis dahin allein verantwortlich waren. Der Friedensver⸗ trag vom September 1866, der Eintritt der Provinz Oberhtssen in den norddeutschen Bund mit seinen Consequenzen, die Uebergabe der Post und theilweise des Telegraphen an die Krone Preußen, die Militärconvention, der Steuervertrag über die Besteuerung von Bier und Branntwein, die gemeinsame Besteuerung des Tabaks, Salzes und Zuckere im Zollverein, die Fesisetzung der Gränzzölle nach den mit Majorität gefaßten Be— schlüssen des Zolltages, der Verzicht Hessens auf das Rheinschifffahrtsoctroi und die Mainzölle haben den Händen der Regierung und Stände des Großherzogthums die alleinige Selbstbestim- mung über die wichtigsten Einnahmen und Aus- gaben entnommen und die Perantwortlichkeit für diese Ausgaben und Besteuerungen, sowie deren Folgen auf die Schultern derjenigen hohen Per- sönlichkeiten und Corporationen gelegt, welche darüber, diesen Verträgen gemäß, künftig zu ent— scheiden haben.“ — Die„Main-Zeitung“ berichtet: Da in nächster Zeit das Dorheimer Braunkohlenlager material zu versorgen, so will die Regierung in der Gemarkung Melbach ein etwa 1200 Klafter langes und 25—59 Fuß mächtiges Braunkohlen⸗ lager für Rechnung der Staatskasse in Angriff nehmen und verlangt zu diesem Zweck einen Credit von 37,000 fl. — Die Bahnstrecke Worms⸗Darmstadt, resp. Worms Gernsheim wird schon am 28. d. M. dem Verkehr übergeben. — Der Lehrer an der Königlich Preußischen landwirthschaftlichen Akademie zu Poppelsdorf und Privatdocent en der Königlich Preußischen Universität Bonn, Dr. Hugo Thiel, ist zum ordentlichen Professor an der polßtechnischen Schule insbesondere für das Lehrfach der Land- wirthschaft ernannt worden. Preußen. Berlin. In dem Reichstage wurde der Antrag Waldeck's auf Gewährung von Diäten für die Abgeordneten in dritter Lesung bei Namensaufruf mit 110 gegen 100 Stimmen verworfen. — In der Reichstagssitzung sand die dritte Berathung über das Portofreiheitgesetz statt. Das⸗ selbe wird mit einem Amendement, welches auch den Gemahlinnen und Wittwen der regierenden Fürsten Portofreiheit zugesteht und der Resolution Forkel's, welche die Vorlage eines Gesetzentwurfs fordert, der die Befreiung von Telegraphengebühren nach den Grundsätzen des Portofreiheitsgesetzes regelt, angenommen. Schleswig. Den H. N. wird geschrieben: „Die Auswanderung nimmt in unserer Provinz ungemein zu; in den letzten drei Monaten sind von der Regierung 700 Auswanderungs⸗Erlaub⸗ nisse an Einzelne und ganze Familien ertheilt worden.“ Kassel. Der deutsche Volksverein hat eine Einladung zu einer Versammlung auf den 21. d. erlassen,„welche an erster Stelle über die Mittel und Wege berathen soll, die geeignet sind, den Fortbestand der Landescreditcasse in ibren bis⸗ herigen wesentlichen Grundlagen zu sichern.“ Frankfurt. Die hiesige Handelskammer hat in einer am Samstag Abend abgehaltenen Sitzung beschlossen, eine geeignete Persönlichkeit nach Berlin zu schicken, um dort Vorstellungen gegen die Ein- führung einer Wechselsteuer zu machen. Ihre Wahl ist auf einen der Landtags- Abgeordneten von Frankfurt, Herrn Dr. Ebner, gefallen, der denn auch ausgerüstet mit einem reichen Material, das die Unzweckmäßigkeit und die Schäden jener Steuer in überzeugender Weise darthun soll, nach Berlin abgereist ist. — 1 g Wiesbaden. Die biesigen Mitglieder der Handelskammer haben in einer am 9. d. statt. gehabten Berathung beschlossen, in einer besonders zu berufenden Sitzung eine Petition um Ableh⸗ nung sämmtlicher dem Reichstag unterbreiteter Steuero jekte in Antrag zu bringen. Bremen. Die Vertreter des hiesigen Co mite's für die Nordpolexpedition und die aus Bremerhaven, Oldenburg, Göttingen, Gotha, Hamburg und Kiel hier anwesenden Förderer des Unternehmens haben in einer stattgehabten Ver⸗ sammlung den Beschluß gefaßt, daß die Expedition am 7. Juni mit einem Begleitschiff von 200 Tons in See gehen soll, welches so ausgerüstet ist, daß mit ihm eine Ueberwinterung ermöglicht werden kann. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ Baron v. Beust, meldet, daß der Reichskanzler, ein Rundschreiben an die auswärtigen Vertreter Oesterreichs erlassen habe, worin er aufs Bündigste erkläre, daß das auswärtige Amt an der Ver⸗ öffentlichung der Depesche des Grafen Bismarck an Hrn. v. d. Goltz unbetheiligt sei. — Da das vom niederösterreichischen Landtag beschlossene Gesetz zum Schutze der nützlichen Vögel nicht gehörig besolgt wird, so hat der Wiener Thierschutzverein einen gedruckten„Mahnruf“ an die Vorstände von 1580 Gemeinden und 1050 Volksschulen versendet Die Wiener Marktpolizei ist heuer in derselben Richtung besonders thätig. In den letzten Tagen wurden spekulativen slova⸗ kischen Bauern über 400 Singvögel, darunter 96 Nachtigallen, confiscirt und im Prater frei⸗ gelassen. — Der consessionelle Ausschuß des Abgeord— netenhauses hat seine Thätigkeit mit der Annahme der Rechbauer'schen Anträge abgeschlossen, das Haus möge die Regierung auffordern, gleich im Beginn der nächsten Session einen Gesetzentwurf über die gänzliche Aufhebung des Concordats vorzulegen; ferner möge das Haus beschließen, daß der von dem confessionellen Ausschuß aus- gearbeitete Gesetzentwurf über die Einsührung der obligatorischen Civilehe in den ersten Tagen der nächsten Session auf die Tagesordnung gesetzi werde. Frankreich. Paris. Nicht weniger als vierzehn Versammlungen fanden am 10. d. M. in Paris statt. Diese Zahl mag eine Vorstellung von der hiesigen Wahlbewegung gebea. Die Wahl ⸗ Circulare erscheinen nach der Reihe. Aufsehen erregt das Wahlschreiben von Renan, der im Seine und Marne⸗ Departement als Candidat auftrat. Renan spricht sich gegen die Revolution, gegen den Krieg und für die Reform aus. Die Idee des Krieges wird überall mit Nachdruck be ⸗ kämpft, und es ist unmöglich, daß Napoleon III. durch so vielfache und energische Kundgebungen nicht beeinflußt werden sollte. In der Umgebung des Kaisers wird fortwährend davon gesprochen, daß die Zeit der Mittelpartti gekommen und daß unmittelbar nach den Wahlen die Regierung in die Hände Ollivier's als erstem Minister gelegt werden soll. — Das„Frankf. Journ.“ schreibt in Bezug auf die bevorstehenden Wahlen zum gesetzgebenden Körper: Paris ist in einer Aufregung, wie es sie lange nicht erlebt hat. Die Wahlen nehmen alle Geister in Anspruch. Selbst die friedlichen Bürger und Krämer, die gewohnt sind, nur nach dem jährlichen Nutzen zu schauen, den ihre Geschäfts⸗ bücher ihnen beim Abschluß zeigen, sind mißmuthig geworden über den Zustand der Unsicherheit, des Mißtrauens, der vom persönlichen Regimente des Cäsarismus unzertrennlich ist; sie möchten ihrem Unwillen gegen die Regierung gern Luft machen. Diese kennt die Stimmung der Bürger ganz wohl und darum auch hält sie fürs Erste mit der Ver⸗ öffentlichung ihrer eigenen Candidaten hinter dem Berge. Ihre Aussicht auf Erfolg in der Haupt stadt ist so gering, daß sie schon recht sehr damit zufrieden wäre, wenn der persönliche Gegner Rouher's, Emil Ollivier, der aber in wohlbekannter, vertraulicher Beziehung zum Staatsoberhaupte steht, oder Augustin Cochin, ein clericaler Anhänger des nion nationale“, aus der Urne hervorging. Die Wahlen von 1869 haben eine unberechenbare Bedeutung. Jahre. Diese Zeit möchte Napoleon III. langsam benutzen, seinen Thron durch einzelne Concesstonen zu befestigen, wohl gar populär zu machen. Das Gebäude des Kaiserthums, an dem er allein nur baute, würde er, wenn er seine Dynastie genügend festgestellt glaubt, mit liberalem Säulenschmuck krönen: Parlamentarismus, Minister verantwort- lichkeit, ja selbst mittelst weiterer Ausdehnung der Preßfreiheit und des Versammlungsrechts. Genügt ihm das, so mag er vor Ablauf der nächsten Legislatur, wenn sein Sohn das 20. Jahr er⸗ reicht hat, abdanken und seinen Nachfolger regieren sehen. Der Cäsarismus wäre damit neu begrün det. Auf dies Ziel hinsteuernd, sucht sich der Kaiser eine dynastische Oppositionspartti selbst zu schaffen, darum läßt er sich einen kleinen Zwang anthun von den liberalisirenden Ehrgeizigen, die nur für seine Zwecke arbeiten. Deßhalb gibt er aus seiner Schatulle Gelder her zur Gründung von Zeitungen, denen nur kurzes Leben bevorsteht und die viel kosten, deßhalb freut es ihn heute, wenn seine besten Anhänger ein bischen Opposition treiben. Der Pariser versteht aber das Spiel und wird darauf Antwort geben bei den Wahlen. — Es verlautet, daß die Reise der Kaiserin nach dem Orient mit Rücksicht auf die mit einem solchen Unternehmen verbundenen Kosten, welche auf nicht weniger als 2,400,000 Franes ange- schlagen werden, wahrscheinlich unterbleiben würde. — Hagelwetter hat im Aude⸗Departement unge- heuere Verwüstungen angerichtet. Fünfundzwanzig Gemeinden sind heimgesucht worden. Die ap⸗ proximativen Verluste betragen 1¼ Millionen. Auch das Arrondissement Muret ist vom Hagel arg heimgesucht worden, welcher eine Strecke von fünf Kilometern ruinirt hat. Spanien. Madrid. Die Cortes haben mit 180 Stimmen gegen 48 den Artikel 28 be— züglich der Verpflichtung angenommen, die jedem Spanier obliegt, das Vaterland mit den Waffen zu vertheidigen, wenn er durchs Gesetz dazu be⸗ rufen wird, und im Verhältniß seines Vermögens zu den Staatsausgaben beizutragen. — In der Cortessitzung erklärte der Justiz⸗ minister auf eine an ihn gerichtete Interpellation des Abgeordneten Ochoa: er habe einen Priester ins Gefängniß setzen lassen, weil derselbe am Schlusse einer Predigt ausgesprochen habe: Tod den Prolestanten, den Ketzern, welche für die Freiheit der Religiousbekenntnisse gestimmt haben. Italien. Florenz. Das neue Ministerium soll nunmehr in folgender Weise zusammengesetzt sein: Menabrea, Conseilpräsident und Aeußeres; Ferraris, Inneres; Cambray Digny, Finanzen; Filippo, Justiz; Bertole Viale, Krieg; Ribotti, Marine; Minghetti, Agricultur; Mordini, öffent⸗ liche Arbeiten; Bargoni, Unterricht. Friedberg. Wir haben noch von einer schönen Feier zu berichten, welche am 11. d. M. theils in Over⸗ Rosbach, theils hier stattsand. Es beging nämlich an jenem Tage Herr Oberförster Bingmann zu Ober⸗ Rosbach sein 50jähriges Dienstjubiläum. Geboren den 30. August 1797 zu Ober⸗Rosbach, machte er im Alter von 16 Jahren schon als freiwilliger Jäger den Feldzug von 1814 nach Frankreich mit und verwaltete seit dem 11. Mai 1819 die Oberförsterei Ober-Rosbach mit einer einzigen Unterbrech ing von 1824 bis 1832, während deren ihm die Oberförsterei Rainrod im Forste Scholten übertragen war. Am Morgen des Festtages versammelten sich zu Ober⸗Rosbach die Forsibeamten des Forstes Fried⸗ berg, das gesammte Forsischutzpersonal der Obersörsterei Ober⸗Nosbach und die Vertreter der sämmtlichen wald— besizenden Gemeinden dieser Oberförsterei, begaben sich in geordnetem Zuge in die Wohnung des Jubilars und statteten diesem dort ihre Glückwünsche ab. Zugleich überreichte ihm der dazu beauftragte Forstmeister des Forstes Friedberg ein Decret Sr. Königl. Hoheil des Groß- herzogs, durch welches ihm der Charakter als Forstmeister verliehen wurde und sprach ihm den Glückwunsch der Großh. Oberforst⸗ und Domänen-Direktion aus, worauf von Seiten der walobesitzenden Gemeinden ihm und seiner Gemahlin, die am nämlichen Tage ihren 71. Geburtstag feierte, unter schöner Ansprache des Herrn Bürgermeisters Gröninger zu Ockstadt, werthvolle Andenken an diesen Tag überreicht wurden. Die meissen der in Ober-Rosbach Erschienenen geieiteten sodann den Jubilar zu einem Fest⸗ liberalisirten Kaiserthums oder auch der Freund des kaiserlichen Vetters, Guérvult von der„Opi— mahl, welches in dem sinnig ausgeschmückten Saale des Trapp'schen Gasthoses zu Friedbert stattfand, und zu Die Kammer dauert wieder sechs ein welchem sich noch viele Verwandten, Se. en en genossen des Gefelerten, sowie ihm naht stehende alten. Hier brachte einen mit Begeisterung aufgenommenen Toast auf Se. Königl. Hohcit den Großherzog aus, der auch hi erworbene Verdienste so ehr ll nn Herr Fermer Herpel 5 iese Verdienste, sowie den Lebensgang des Jubilars näher und schloß mit ei ebenfalls warm aufgenommenen Hoch auf denselk err Bürgermeister Gröninger versscherte ihn nochm der Dankbarkeit der waldbesitzenden Gemeinden und Herr Beigeordneter Grödel von Friedberg sprach als Gerberei⸗ besitzer sich sehr anerkennend über die Hebung der Loh⸗ rindenproduktion in dem Dienstbezirk des Jubilars aus. Unter diesen und anderen Kundgebungen der lebhaftesten Sympathien für den Jubilar, für welche dieser gerührt dankte, sowie unter den Klängen der Musik des hiesigen Jägerbataillons wurde der Tag im heitersten Zusammen⸗ sein der Festgäste verbracht und man trennte sich am Abend mit dem allgemeinen Wunsche, daß dem Jubilar die ihm eigene, in solchem Alter ungewöhnliche Rüstigkeit noch recht lange erhalten bleiben möge. +. Friedberg. Gestern Nacht hatten wir abermals das für uns seltene Phänomen eines Nordlichtes. Zwischen 11 und 12 Uhr beobachtete es Einsender dieses mit einigen Freunden. Der Himmel erschien nach Nordwest in einem rosenrothen Lichte, ähnlich dem Wiederscheine von hell⸗ rothem bengalischen Feuer. Es schossen dabei wechselnde hellere Strahlen am Himmel hin. Dieselben gingen bald radienförmig von einem Mittelpunkte aus, bald waren dieselben parallel, dann wieder vereinigten sie sich zu einem kometenartigen Streifen. Dabei war die Farbe des Ganzen bald hell⸗ und bald dunkelroth. Als wir gegen 12 Uhr die Beobachtung aufgaben, zeigte es sich noch immer, wenn auch nur noch schwach. Darmstadt. Eine auch in weiteren Kreisen wegen seines köstlichen Humors bekannte und beliebte Persönlich⸗ keit, der pensionirte Oberlieutenant Herzinger, ist nach langen, schweren Leiden dieser Tage dahier gestorben. Heidelberg. Die ersten Kirschen sind dahier auf dem Markte und verspricht man sich eine sehr reiche Erndie, da die Bäume in hiesiger Gegend außerordentlich voll hängen. Vom Rhein. Die romantisch gelegene Marxburg oberhalb Braubach hat der Direktor der Handelsschule Dr. Rolloffs in Moselweiß bei Coblenz in Pacht genommen und wird derselbe die inneren Räume prachtvoll zum angenehmen Sommeraufenihalte herstellen lassen, während die Regierung die Instandhallung der äußeren Fagaden übernehmen und ausführen wird. Kassel. Am 11. d. feierte hier Herr A. Reunert das seltene Fest des 101jährigen Geburtstages. Unter den Gratulanten befand sich auch der König von Preußen, jerner der Oberpräsident der Provinz, der Stabtrath zc. durch Zuschriften vertceten; die Königin sandte eine Tasse mit dem Porttät des Königs; der tsraelitische Verein für Krankenpflege, dessen Vorsteher Herr Reunert noch heuie ist, erschien mit einem großen, schön gearbeiteten silbernen Pokal. Durch ihr Erscheinen am Festtage aus Leeds in England und Hamburg erhöhten drei Kinder des munteren Greises ihm die Fesisreude. Er selbst hat sich heute ein dankbares Andenken im Herzen der Bürger Kassels gesetzt, indem er 100 Thaler für israelitische und 100 Thaler für christliche Arme der Stadt Kassel schenkte und zur Vertheilung übergab; weitere 100 Thaler erhielt der Verein für Krankenpflege. 1508 Die Anfrage in Nr. 55 des„Oberh. Anz.“, den Unter ⸗ richt im Französischen in der Stadischule dahier betreffend, veranlaßt den Unterzeichneten, der diesen Unterricht ertheilt, zu nachstehenden Bemerkungen. Es sind für diesen Unter⸗ richt im Ganzen vier Stunden wöchentlich vorgese hen. die sich, da derselbe mit dem 10. Jahre beginnt, auf vier verschiedene Abiheilungen vertheilen. Wenn es nun selt⸗ her ohne allzu große Benachtheiligung der Einzelnen öster möglich war, diese vier Abtheilungen in drei zusammen⸗ zuschmelzen, so kamen für den direkzen Unterricht bei jeder Abiheilung immer nur 1¼ Stunden wöchenllich. Daß aber diese Zeit absolut unzureichend ist, muß unum⸗ wunden zugegeben werden. Bei Schulkundigen steht es außer Frage, daß vier Unterrichtsstunden wöchentlich für jede Abtheilung(oder Klasse, der Name ist hier gleich⸗ gültig) im Französischen ein Maß sind, das im Inkeresse der Sache wohl erweitert, ohne Beeinträchtigung derselben aber kaum verkürzt werden kann. Und daß in den Eltern⸗ kreisen man über die Unzulänglichkeit der dem Französischen in der Stadischule gewährten Zeit nicht im Unklaren ist, veweist eben die erwähnte Anfrage. Trotz allen Fleißes kann dabei das erwünschte Ziel nur unrollkommen er⸗ reicht werden, ein Zustand, der für Lehrer wie Schüler gleich wenig erquicklich ist, da beiderseits die Befriedigung entbehrt werden muß, die nur ein erfolgreicher Unterricht gewührt. Findet man aber ein solches Verhältniß auffällig und wünscht Abhülse, so ist man jedenfalls in feinem Recht. In einer Stadt, deren öffentliches Schulwesen der männlichen Jugend Gelegenheit darbietet zur Er⸗ lernung von Griechisch, Latein, Französisch und Englisch, kann das Verlangen nichts Befremdliches haben, daß bei dem öffentlichen Unterricht sür die weibliche Jugend wenigstens dem Französischen eine genügende Stätte ge⸗ währt werde.— Uebrigens darf nicht unerwähnt bleiben, daß der verehrl. Schulvorstand dieser Angelegenheit bereits seine wohlwollende Ausmerksamkeit zugewendet und ge— eignete Abhülfe in Aussicht gestellt hat. Friedberg am 13. Mai 1869. Bitsch, Lehrer. alt 9 e d. . sodit be l m 1 u n dame cis. Josch ie Mit dinign bwest in einem deine von del dabei wechselnde en gim8en bald us, dald waren Men sie sich zu wer die Fade lreld. Ale wir , zeigte es sic . u Krrisen wegen liebte Persoͤnlich⸗ inge, in nach gcsurden. d dadier auf den d reiche Erndy lich voll hängen zent Matrbur t Hendelsschu Dach genommn ptachwoll zun nen, währen ußcren Fagaben A Keunert bat e. Unter den en Preußen, r Stabtalh. die eint Tad ic Bettin fi Anett noch heut btiuten sülberne * aus Lechs. r des munter 41 sich beute el t Kassels gesch nd 100 Tralt Genlit und zu Act tthielt en 1464 Ich ersuche Diejenigen, welche mir noch Beträge für gekaufte Waaren schulden, um Bezahlung bis Ende dieses Monats. Friedberg den 11. Mai 1869. S. Lindheimer. Herrn Fenchelhonigfabrikanten L. W. Egers. Breslau. Essen, Reg.-Bez. Düsseldorf, 25. April 1869. 1473 Senden Sie mir gef. per Bahn unter Erbebung von Nachnahme oder nach Ihrem Belteben per Post 15—20 Flaschen von Ihrem Fenchelbonigextract. Die Sendung vom 21. Februar 5. o. bat an mir eine solche Wirkung gehabt, daß mich Nachbarn und Bekannte gebeten haben, diese Bestellung zu üdernebmen. Schon nach Verbrauch der ersten Flasche als Fortsetzung meiner Kur war ich hergestellt; Husten ist gänzlich weg, und wünschte ich, daß Sie sich überzeugen könnten, mit welcher kolossalen Stimme ich wieder begabt bin. Für mich persönlich habe ich also nichts, nur einige Flaschen als Hausmedizin für meine Kinder bei Huffenanfällen nötbig. Das Uebrige if für Belannte und da ich keine Provision von denselben nehme, beanspruche ich ketnen Rabatt, sondern nur die Sendung in so guter Waare wie die erfle. Mit Hochachtung Johann Volz, per Adresse des Herrn Bauunternehmer Franz Schmidt. Der Schlesische Fenchelbonig Extract von L. W. Egers in Breslau ist allein ächt zu haben bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Strohhüte und 1201 in großer Auswahl billigst bei Friedberg. Sonnenschirme Geschwister Schloß. Arbeits⸗Versteigerung. 1512 Mittwoch den 19. Mal, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Ostheim nachfolgende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Accord gegeben werden, nämellch: 1 1 1) Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 7 3) Cbaussirarbeit 4 20⁰ 6 15 2) Maurerarbeit 16 1 4) Steinbrecherarbeit zu Mauersteinen— 50 dtsgl.„ Chauffirsteinen 45 6) Sandlieferung 60 7) Kalklieferung 80 8) Steir beifuhr 250 9) Brücken⸗Deckplatten zu liefern von?“ Länge und 6“ dick 21— 10) Mauerdeckelfleire zu liefern 60— 11) Steinschwellen aus Rockenberger Brüchen zu liefern 7— 12) Steinsetzen und Sandmessen 30— 13) Steinklopferarbeit 48— Butzbach am 13. Mai 1869. Der Bezirks- Bauaufseher au ee. Aepfelwein, 1495 2 kr. per Schoppen, derzapft Heinrich Engel. Chemisches Fleckenwasser, 1501 beseitigt fast jeden Fleck, es übertrifft Benzin bedeutend. 0 0 2 Maiweinessenz. Engel Apotheke in Friedberg C. Görtz 1*— 0 Goldleisten. 1511 Eine neue Sendung in schönster Waare ist ein— getroffen, welche ich zu sehr billigen Pieisen absetzt; ferner wird das Einrahmen von Bildern ꝛc. ꝛc. prompt und billigst besorgt. Louis Weis neben derrn Ph. Windecker. Für Bürgermeister und Feuerwehrleute. 1496 Meine bekannten hänfernen Spritzenschläuche und Feuerelmer bringe ich bei Bedarf in gefällige Erinnerung. Friedberg den 12. Mai 1869. G. F. Dieterich, Seilermeister. 1214 Der bekannte Kräuter⸗Liqueur„Daubitz“ a fabricirt vom Apotheker R. F. Daubitz, Berlin, Charlottenstraße 19, vortreffliches Hausmittel bei allen Magenbeschwerden zef., ist u stets frisch und 5 ächt vorrathig bei J. A. Windecker in Friedberg. 2 2 Ein Faß Oe 1493 wurde auf dem Wege zwischen Dornassenheim und Reichelsbelm gefunden. Näheres zu erfragen bei Ehr. Hanstein auf dem Haagk. Strohhüte in großer Auswabl und zu sebr billigen Preisen bei Heinrich Diehk, usagasse. Maiweinessenz Wilh. Sturmfels. 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Am Dienstag Nachmittag ist vor dem anz Concert im Garten. dür gute Spelsen und Getränke ist bestens gesorgt und ladet ergebenst ein Ockstadt, 15. Mai 1869. Katharina Steyer. Tanzmusik zu Ockstadt 1494 am zweiten und dritten Pfingstfeiertage, wozu ergebenst einladet arl Hermes. Bockenberg. 1476 In meinem Saale findet am Pfingstmontag große Tanzbelustigung statt, Mufik vom Großberzogl. 2. Infanterie ⸗Regiment, wozu ergebenff einladet Georg Landvoigt, Gastwirth zur Gerste. Achte Wanderversammlung 1492 des oberhessischen Bienenzüchler-Vereins, Mittwoch den 19. d. M., ven Morgens 8 Uhr ab, auf dem ere Todesanzeige und Danhsagung. 1 1488 Allen Freunden und Bekannten widmen wir biermit die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen nach seinem unerforschlichen Rath⸗ scblusse gefallen hat, unstren innigst geltebten Sohn, Bruder und Neffen Ludwig Nausch nach nut kurzem Kranksein und nur wenige Tage vor seiner Confirmation unerwartet aus unserer Mitte in ein besseres Jenseits abzurufen. Indem wir Alle, die unseren so herben Schmerz zu er⸗ messen wissen, um stille Theilnahme bitten, sagen wir zugleich allen Denjenigen, insbesondere den Herren Geistlichen und Lehrern nebst Mit⸗Con⸗ firmanden, welche dem so früh Dahingeschiedenen den letzten Liebesdieust erzeigten und denselben zur Ruhestätte geleiteten, unseren innigslen tiefge⸗ fühlten Dank. Friedberg den 13. Mai 1869. Die trauernden Hinterbliebenen. Brodpreise vom 16. bis 81. Mai un verändert. Fleischpreise vom 16. bis 31. Mai. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Nauheim: Ochsenfleisch pr. 7 20 kr., Schweinefleisch pr. Z 17 kr., Kuhfleisch, gem. 16„ Leber M. Blutwurst 24 „ ungem. 12 u. 14 5 77 „ Bratwurst 8 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 26„ Keil und Carre 18„ Cervelatwurst 6 8 Kalbfleisch 13„ Fceischwurst 1 Keil und Carte—, Gerkacherler Speck 32„ Rierenfett 20„ Doörrfleisch—„ Hammelssett 16„ Schinken. 9 Schaaffleisch—. Soslpeifleisch 5 * Schmalz, ausgelassen— kr., unausgelsssen 28 kr. Ansnahmspreise: Bei W. Bieler Hammelssett 20 kr. — Bei D. Fritz Blut- und Leberwurst 20 kr., Schwarten⸗ magen 24 kr., Bratwurst 24 lr.— Bei Samuel Löb Kubfleisch 14 kr.— Bei Sam. Rosenthal Kuhfleisch 17 kr., Nierensett 16 kr.— Bei Krauch(Chausseehaus) Schweinefleisch 16 kr., Dörrfleisch 24 kr., Solperfleisch 17 kr., Schinken 26 kr., Leber- und Blutwurst 20 kr. Schwartenmagen 24 kr., Cervelatwurst 44 kr., Fleisch— wurst 24 kr., Braiwurst 24 kr., Schmalz, ausgelassen, 28 kr., Schmalz, unausgelassen, 26 kr. die nächste Nummer erscheint der Pfingstfeiertage wegen erst Donnerstag den 20. Mai. auheimer Tei 5 Ning hin 8. 2 21 5 741* haus. 1442 Montag den 17. und Dienstag den 18. Mai, als am zweiten und dritten Pfingstfeiertage, findet in meinem Saale gutbesetzte e Canzmusik Den statt. Für gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt und lade zu recht zahlreichem Besuche ergebenst ein Carl Kramm. 1502 Von heute an wird Lagerbier Adolf Engel, Brauerei„Zum deutschen Haus“. Bad Nauheim. 1456 Am zweiten und dritten Pfingstfeiertage findet in meinem Saale Tanzmusi k statt, wozu freundlichst einladet D. Fri tz. Ossenheimer Wäldchen. 1470 Auf Pfingsten, als am zweiten und dritten Feiertage, Harmonie und Tanzmusik, wozu freundlichst einladet G. F. Korndörfer. Soolbad Salzhausen. 1479 Eröffnung des Bades am 15. Mai, des Kursaals am zweiten Pfingsttag mit Ball. H. W. Seum's Wittwe. Casè Concordia in Frunhfurt u. M. Am., 2. und 3. Pfingstfeiertage Große Militär-Concerte von der ganzen Capelle des königl. preußischen Füsilier⸗Regmts. Nr. 34 unter Leitung ihres Capellmeisters Herrn A. Parlow. Brillante Gas ⸗Illumination des ganzen Gartens. Anfang 4 Uhr. Entrée à Person 15 kr. Mädchen-Justilut Zu Friedberg. 1503 Das neue Schuljahr beginnt Montag den 31. Mai. Die Lehrkräfte bestehen aus den Herren: Musterschullehrer Störger, Reallehrer Klein, Pfarrer Meyer, Seminarlehrern Soldan und Süß, einer Französin, Frau Keller, Frau Zinßer und dem Unterzeichneten. Ein reichhaltiges physikalisch chemisches Cabinet und eine Bibliothek ausgewählter Jugend— schriften stehen dem Unterricht erläuternd und ergänzend zur Seite.— Hiesige Familien nehmen auswärtige Schülerinnen gegen Honorar von 200 bis 300 fl. in Kost und Logis. Mit Beginn des Schuljahres beabsichtige ich 4 Elementarklassen zu errichten, wofür ich Anmeldungen bis zum 27. Mai an mich gelangen zu lassen bitte. Der Unterricht an diesen in Zapf genommen bei 1500 zu bildenden Klassen ist unter die Herren Volksschullehrer Weinel und Süß, Fräulein E. Zinßer und dem Unterzeichneten vertheilt. Das Honorar beträgt p. Quartal für die 6= und 7 jährigen Kinder 5 fl., fär 8, und 9 jährige 7 fl. Näheres über diese Erweiterung meiner Schule in einer dem Anzeiger beigelegten ausführliche ren Ankündigung. Am 31. Man finden sich die oberen Klassen um 7 Uhr, die Elementarklassen um 9 Uhr in ihren Schulzimmern ein. Ziußer In Umtausch gegen die neueste, 11. Auflage Brockhaus' Conversations-Lexikon wird je ein Exemplar einer älteren Auflage des Werks mit 17 fl. 30 kr. in Zahlung angenommen. Ein Prospect über die Umtauschbedingungen ist i Eriedberg bei Bindernagel& Schhmpff zu haben. eee Strohhüte, FJonnen- und Regenschirme, 879 sowie alle senstigen Putz- und Modeartikel empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. 1499 Auf Grund der Feuerlöschordnung für die Kreis ⸗ stadt Friedberg ist angeordnet worden daß nächsten Dienstag den 18. d. M. als am dritten Pfingsttage, Vormittags um 8 Uhr anfangend, eine allgemeine Probe der städ⸗ tischen Feuerlösch-Anstalten vorgenommen werden soll, und werden sämmtliche Feuerlösch-Mannschaften biervon in Kennt, iß gesetzt und aufgefordert, mit ihren Abzeichen und in völliger Ausrüstung auf dem Sammel⸗ platze am Rathhause sich hierbei pünktlich einzustellen. Die Führer werden ersucht, eine Viertelftunde früher auf dem Rathhause zusammen zu kommen. Friedberg, 12. Mai 1869. Der Ober⸗Brandmeister Ruths. Die freiwillige Jeuerweht wird, wie sich von selbst versteht, bet der vorstehend bekannt gemachten Probe ebenfalls mitwirken. Fr. Roß bach. 1440 Das Jahresfest des Rettungshauses zu Arnsburg bei Lich soll auch dieses Jahr wieder, wie gewöhnlich, am dritten Pfingstfeiertage statt⸗ finden, und zwar am Vormittag die öffentliche Schul⸗ prüfung, am Nachmittag die Festpredigt. Als Festredner baben zugesagt Pastor W. Baur aus Hamburg und Pfarrer Werner aus Lohra. Alle Gönner und Freunde der Anstalt werden hierdurch berzlich eingeladen. Der Vorstand. Aepfelwein 1417 1. Qualität, vorzüglich zu Maiwein, per Schoppen 3 kr. bei J. üller. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 16. Mai 1869. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Hers Pfarrer Diegel. Pfingstsonntag. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Hech ler. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirchen Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Orth. Pfingstmontag. Gottesdienst in der Stadtkirche; Vormittags: Herr Diakonus Meyer. 1 (Confirmation der Knaben und Abend mahl.) Nachmittags: Herr Pfarrer Die gel. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Fällt aus. Nachmittags: Herr Candidat Schmidt. Am Pfingstmontag beginnt der Vormittagsgottesdienst um 9 Uhr, der Nachmitiagsgotiesdienst um 2 Uhr. Mittwoch nach Pfingsten, Vormittags 9 Uhr, Prüfung der Confirmanden(Mädchen) in der Stadtkirche. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. Feier des heiligen Pfingstfestes. Pfingstsonntag. Vormittags: 10 Uyr Hochamt und Predigt. Unter bem Hochamt empfangen die diesjährigen Erst⸗ communicanten die heilige Communion. Nachmittags: 2 Uhr feierliche Vesper. Pfingstmontag. Vormittags: 8 Uhr Hochamt mit Segen. Nachmittags: Fällt aus. i An den Wochentagen beginnt der Goktesdienst Morgens 6 ¼1 Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 20 und eine Beilage.) asten ert, mit ihren dem Sammel: 0 eimzugelen. Hunde früher duntifet krweht der derfthend 1 oßbach. dauses zu Jabt wiedtr, iertage fiatt⸗ ntliche Schul⸗ Als gestredner demburg und und Fte unde adtr. zerdand. det Schoppen Müller. icdberg. tkircht bal) g tirche! anencbl 2 Uhr. Ur, Prüfung krche. geit. 5 15 e 6. übrigen a Ober Beilage. hessischer Anzeiger. M 56. Bekanntmachung. Versleigerung von Ressbolz und Ginstern in der Ober- foͤrsterei Ober⸗Rosbach. 1402 Montag den 24. d. M., werden in den Schlägen Nr. IX, XV, XVI des Großberzogl. Domanialwalds Burgwald, an dle Meistbletenden öffentlich versteigert: 14400 Wellen Eichen, 1000„ weiches Laub- und Stockholz, 5800 Gebund Ginstern. Steigliebhaber werden eingeladen, sich Morgens 8 Ubr am Forsthaus Winterstein zu versammeln. Ober⸗ Rosbach den 4. Mal 1869. Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach Bin gmann. Holz⸗Versteigerung. 1455 Donnerstag den 20. d. M., Morgens 9 Uhr, soll in dem Fürstlichen Herrngarten bei Villingen nachverzeichnetes Stammbolz, als: 227 Stück Eichen, zusammen 12435 Cubikfuß, darunter 36 Stämme von 20— 25“ Durchmesser und 25-50“ Länge, 4 Stück Buchen⸗Stämme und 18 Stangen zu⸗ sammen 261 Cubikfuß, 9 Stück gemischtes Holz zusammen 196 Cub.⸗Fuß 3„ Nadelholz⸗Stämme und 22 desgl. Stangen 96 Cubikfuß, sodann Freitag den 21. d. M., Morgens 9 Uhr, ebendaselbst a) 16 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 49 Stecken Prügel, 40 Stecken Stockholz, 14 Schichten und 123 Stecken desgl. Relser, b) 100 Stecken Buchen ⸗Scheitbolz, 145 Stecken Prügel, 51 Stecken Stöcke, 111 Schichten und 303 Stecken desgl. Reiser öffentlich verkauft werden. Hungen am 10. Mai 1869. Fürstliches Rentamt Demme. Vergebung von Bauarbeiten. 1487 Die zur Restauration des Innern der Kirche zu Dorn⸗Assenheim erforderlschen Bauarbeiten, ver⸗ anschlagt: Maurerarbeit zu F Schreinerarbeit. Schlosserarbeit 18„— sollen auf dem Submissionswege an den Wenigsinehmen⸗ den vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Stelle offen, woselbst Offerten mit der Aufschrift: „Submissson zur Uebernahme der Arbeiten bei per⸗ siellung der Kirche zu Dorn⸗Assenheim“ versehen, versiegelt und frankirt bis spätestens Montag den 24. Mal, Vormittags 10 Uhr, eingereicht sein müssen. Friedberg den 13. Mai 1869. e Friedberg e u 5. Vergebung von Schreinerarbeit. 1507 Mittwoch den 19. Mai d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiesigem Ralhhause die für die Großh. Realschule dabier erforderlichen neuen Subsellten öffent⸗ lich an den Wenigsifordernden in Accord gegeben werden. Frledberg am 14. Mar 1869. Großherzogliche Bürgermelsteret Friedberg Fou car. Waaren ⸗Versteigerung. 1504 Mitiwoch den 26. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in blesigem Rathhause eine große Parthie Waaren und sonstige Gegenstände, als: Meerschaumspitzen, Messer, Notizrücher, Bilderbücher, Albums, Reißzeuge, Farbekasten, Griffel, Formular⸗ Papiere, verschledene Kinderspiele Parfüme rie · Waaren, eine Parthle Tabak, 5 Glasschränke, Ofen, eine Gaselnrichtung, elne Parthie Eigarren⸗ kasten, 25 große Kisten, elrca 100 Stück Flaschen, öffentlich meistbtetend gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg den 14. Mat 1869. In Auftrag Oroßberzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Arbeits ⸗ Versteigerung. 1483 Donnerstag den 20. Mat, Nachmittags 1 Uhr, soll im biesigen Gemeindebause die zur Fertigung einer neuen Treppe und zum Dielen der Wobnsiube in der 1. Lehrerwohnung vorkommende Zimmer⸗ u. Schreiner arbeif, sowle verschtedene Maurerarbeiten daselbst; ferner: die Planirarbelt eints Stückes Bleinalweges, öffentlich vergeben werden. Södel am 12. Mai 1869. ume. Bürgermeisterel Södel . 1412 Montag den 10. Mai d. J. beginnt auf dem der Verkauf neu geformter Kohlenklötze. Gleichzeitig beginnt eine neue Credilpertode. Ossenhelmer Bergwerk den 5. Mai 1869. Draunhkohlen- Verkauf. Gräflichen Braunkohlen⸗ Bergwerk bei Ossenheim Der Preis à Centner— 14 Stück Klötze beträgt 12 Kreuzer. 0 N Gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine wird bis Ende dieses Jahres Credit, verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende März 1870, geftattet. Der gemessene Centner Holzkohlen kostet 16 Kreuzer. werden können, so wolle man sich vorher durch Anfragen vergewissern, ob die gewünschte Quantttät vorhanden ist. Da indessen nur geringe Quantitäten abgegeben Gräfliche Bergverwaltung Cbelius. 1486 Es sollen versteigert werden: II. 36„ 40 5* Stangen„ Nur das Brennholz in dem Distriet führenden Vietnalwege. Nidda den 12. Mai 1869. 31 Stück Eichen⸗Stämme von 13-32“ Durchmesser, Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr in dem Holzschlage, der unmittelbar an den von Glashütten nach Eichelsachsen führenden Vieinalweg grenzt. 1 Mittwoch den 26. l. M. in den Distrieten Hüttenköpfel, Leiserschlag, Seekopf, Klafterwald, Ruttens, Forstmiesenkopf, Eisenkopf und Rabenkopf. 6 ½ 3 Stück Elchen⸗Stämme von 8—11“ Durchmesser, 20—30“ Nadelholz⸗Stämme von 5½— 10½“ Düurchmesser, *. Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Nidda. I. Dienstag den 25. l. M. in dem Distriet Streithainerborn Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Holzart. Sience ein Buchen 334 106 10⁵ 257 Eichen 54 22 26 26 10-35“ Länge mit= 2242 Cubiksuß. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reis holz. Holzart. t el een Buchen 80 33 63 167 Eichen 2 4 2 57½ Aspen 2 3— 35 ½ Nadelholz—— 10 Länge mit= 55 Cubikfuß, i 15— 100 Länge mit= 952 Cubiksuß, 35- 557. 76 7— Hüttenköpfel, sowie das Stamm- und Stangenholz in den Diftrieten Forstwiesenkopf und Klafterwald kommt an Ort und Stelle zur Versteigerung, alles übrige Holz soll dagegen in dem District Hüttenköpfel, gegen 10 Ubr Vormittags, zum Ausgebot kommen. Zusammenkunft um 9 Uhr oberhalb Streithain, auf dem von Glashütten nach Eichelsachsen Großherzogliche Oberfoͤrsterei Nidda Georgi. Güter-Versteigerung. 1506 Freitag den 21. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hlesigem Rathhause der zum Nachlasse der Georg Wilhelm's Wittwe dahter gehörende Acker, 237 Klafter, am Taubenrain, nochmals öffentlich freiwillig versteigert und bei entsprechendem Gebot dem Letztbietenden die Genehmigung ertheilt werden. Friedberg den 14. Mal 1869. Großherzogliches Ortsgericht Frledberg Foucar. Pfandhaus-Versteigerung zu Friedberg. 1505 Montag den 14. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hiefigem Rathhause die bie zu diesem Termin die Verfallzett erreicht habenden und nicht ausgelösten oder renovirten Pfänder der hiesigen Pfand und Leih- Anstalt, bestehend in Gold, Suber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns⸗ und Frauenkleidern, goldnen und sfilbernen Taschenuhren, Schleßwaffen, einer Parthie Bücher und Papier, sowie sonstigen Gegen⸗ fländen, öffentlich meisibietend gegen Baarzahlung ver⸗ fteigert werden. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder nur an den hierzu beflümmten Tagen Dienstag, Donnerstag und Samstag stattfinden kann und daß das Pfandhaus vom 10. Juni d. J. die zur beendigten Versleigerung geschlossen bleibt. Die Großherzoglichen Bürgermeistereten des Kreises Friedberg werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ge⸗ meindeangehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. zrtedberg den 14. Mal 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedbert Foucar. feng 3490 Nächsten Dienstag den 18. d. M., Vormit⸗ tags 11 Ühr, soll auf der Gemeindestube dahier die diesjährige Grasnutzung auf dem israel. Friedhof oͤffent⸗ lich meifibietend versteigert werden. Friedberg den 14. Mat 1869. Der isratl. Gemeindevorstand. Für denselben Maper Hir sch, I. Vorsteher. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 127(acögerstraße 8. und Sachsenhausen, Dreikönigs⸗ siraße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt federzelt Augenkranke auf. Unbemtitelte zu ermäßigtem Presse und unentgeldlich. Mobiliar-Versteigerung. 1497 Nächflen Donnerstag den 20. d. M., von Vor⸗ mittags 9 Uhr ab, wird sämmtliches Mobiliar des Heinrich partmann II. und dessen Ehefrau Katharine, geb. Wolff hier, namentlich Möbel, Bettwerk, Welß⸗ geräth, Acker⸗, Haus⸗ und Küchengeräthschaften in dessen Wohnung, Mittelgasse Nr. 298, öffentlich an den Meist⸗ bietenden zwangsweise versteigert. Nauheim am 14. Mat 1869. 3—— Nauheim . E. d. V.: Der dienstälteste Gerichtsmann Geberinger. Holz-Versteigerung. 1482 Donnerstag den 20. und Freitag den 21. l. M., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, soll im hlesiß en Stadtwald in den Districten Zipfen, Pfingsiweide, nach⸗ verzelchnetes Holz meistbietend versteigert werden, als: 37‘ Stecken Buchen Scheitholz, 11„ Eichen-, Kiefern- u. Aspen⸗ Scheitholz, 11½* Buchen Prügelholz, 41* Eichen⸗, Kiefern u. Acpen⸗Prügelholz, 41707„ Buchen⸗Stockbolz, 47¹70* Eichen-, Kiefern- u. Aspen ⸗Stockholz, 6100 Wellen Buchen-, Elchen⸗, Kiefern⸗ u. Ae pen⸗ Re is holz Stämme Fichten⸗ und Kiefern ⸗Bau⸗, Werk⸗ und Nuß holz, 1 Stamm Eichen ⸗ Bauholz von 28“ Durchm. und 203 Cubikfuß enthaltend, 75 Stück Kiefern⸗Stangen und 2 Gebund Buchen Erbsenreiser. Die Zusammenkunft ist im Diftzict Schrenzer am Lachenbrunnen. Butz bach den 11. Mai 1809. emen Wan Bußbach e l. Arbeits-Versteigerung. 1468 Künftigen Dienstag den 18. d. M., Vormittags 10 Ubr, werden die nachfolgenden, dei der Reparatur des Klrchthurmes daßier vorkommenden Ardeiten, als 1) Soreilnerarbelt, veranschlagt zu 100 fl. 2) Weißbinderarbeit 32„ 3) Dachdeckerarbeit 108„ veraccordirt. Nieder⸗öllfadt den 12. Mai 1869. Großherzogliche Bürgermelsterel Nieder⸗Wöollstadt Sto ll. Clace-Handschuhe A.. Liebig's Fleisch-Exträct aus Süd-Amerika(Fray- Bentos) 1094 der Liehig's Fleilsch-Extraet Compagnie, London. Grosse Ersparniss für Haushaltungen. Augenblickliche Herstellung von kräftiger F. eischbrübe. Bereitung und Verbesserung von Suppen, Saugen, Gemüsen etc. Stärkung für Schwache und Kranke. Goldene Medaillen auf der Pariser Ausstellung 1862 u Havre Ausstellung 1868. Nur ächt, wenn jeder Topf mit Unterschrift der Herren Professoren Baron J. von Liebig und Dr. M. von Pettenkofer versehen. Detail-Preise für ganz Deutschland. 5 1 engl. Prd-Topf ½ engl. Pfd-Topf/ engl. Pfd-Topf J engl. Pfd-Topf A fl. 5,33. a fl 2 54. A fl. J. 36. à 54 Krz. Zu haben in den meisten Handlungen und Apotheken. In Bad Nauheim bei Ph. J. Weiss. w. Luhrländer Nachsolger in Frankfurt a Al., 23 Vilbelerstraße 23, dem Pfau gegenüber. 5 breite ächtfarbige Cattune, rosa lila, gelb, braun à 10 kr. die Elle, dabei die pracht⸗ vollsten Couverten und Decken ⸗Muster. 5 breite ächtfarbige Glanz⸗Meubles-Cattune, mit brillanten Bordüren à 10 kr. die Elle ferner eine Parthie Meubles⸗Cattune 5 breite schwere ächtfarbige Bettzeuge, meistens türkischroth à 15 kr. die Elle. / breite Reste Leinen JJVVVFVCCCC à 12 kr. die Elle. Schweren schwarzen Mooreens zu Unterröcken 5 à 24 kr. die Elle. / breiten weißen Piqauuneee. aA s kr. die Elle. Blau Gedrucktes, schwerste Qualitle A 12 kr. die Elle. à 12 kr. die Elle. 9% breite feine Mull(Organdins)))) j 0 Schwarzen Orleans, Mixed, Grosgrains, /,/ Hausmacher Leinen, Zwillich, Barchend, Tischtücher, Servietten, Handtücher, rothen und weißen Flanell, weiß u. grauen Barchend u. 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M., Vormittags 8 Uhr an⸗ fangend, werden in dem biesigen Gemeindewald in verschledenen Districten nachstehende Holzsortimente meist⸗ bietend versteigert: 3 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 22 Nadel⸗ 7 4 „ Buchen⸗Stockholz, n Nadel⸗ 4 1475 Wellen Buchen⸗Relsholz, e„ vorzüglicher Qualttät, ede. 4 100 7 Weichbolz⸗ 27 Nadel⸗Stammholz von 266 Cubllfuß, 387 Nadel-Stangenholz zu Sparrn, Garten pfählen ꝛc. von 436 Cubiksuß. Die Zusammenkunft ist in loco Hoch⸗Weisel und wird noch bemerkt, daz das Buchen- zuerst und dann das Nadelholz zur Versteigerung gebracht wird. Hoch Weisel am 11. Mai 1869. Großherzogliche n Hoch⸗Weisel d b x. Emser Pastillen 55 seit einer Reihe von Jahren unter Leitang der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals und Bruf⸗ leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vorräthig in Friedberg in der Hof Apotheke von C. Wahl,. Naupeim bei Herrn Ph. J. Weiß. . Pastillen werden nur in etikeltirten Schachteln versand:. Königliche Prunnenverwaltung zu Bad⸗ Ems. 1485 Denjenigen Militärpflichtigen, welche bei der diesjährigen Musternng ein Marschloos gezogen und sich bei der nächsten Truppen⸗Er⸗ gänzung vertreten lassen und der Vermittelung des Herrn Dr. Ferd. Vogel in Darmstadt sich bedienen wollen, ertheilt auf Anfrage nähere Auskunkt Friedberg den 12. Mai 1869. Kreisbüreaugehülfe Fink. Di e Gräfl. Hofgärtnerei Assenheim 1465 empfiehlt Gemüse⸗ u. Sellerte⸗Pflanzen, Monat⸗ rosen, Verbenen, Heltotrop, Geranien, Zinerarien, Cal⸗ zeolarien, Fuchsien und Florblumen billigst— Be⸗ stellungen nimmt der Gräfliche Renteidtener Rahn ent⸗ gegen und werden sofort effectuirt. Preisverzeichnisse 1471 Unübertreffliche Vorzüglichkeit der Johann Hoss'schen Malz⸗Kräuter⸗Selfen, documentirt durch nachfolgende Anerkennungsschreiben. An den Hof⸗ Lieferanten ꝛc. Johann Hoff, Berlin, Neue Wilhelms flraße 1. i Elberfeld den 19. April 1869. Geehrter Herr! Schon selt längerer Zeit haben wir Ibre Toiletten-Seife in Gebrauch und finden dieselbe so unüberttesfiich, daß wir sie gar nicht mehr entbehren können. Schicken Sie mir umgehend ein Dutzend Stück Jyrer Molz⸗Kräuter⸗Toiletten⸗Seife. Freifrau Aug. v. d. Heidt. Berleburg, 10. November 1868. Ihre Malzseife ist mir unentbehrlich geworden, und finde ich die selbe namentlich bel Bädern vortrefflich. Gräsin zu Sayn⸗Wittgenstein. Preis der allerfeinsten Toiletten Seife 7½— 10 Sgr. per Stück. Preis der allerfeinsten Bäder. Seife 5— 10 Sgr. per Stück. Des Hof Lieferanten Johann Hoff's Filiale, Köln. Verkaufsstelle bei Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. Mühle-Versteigerung. 1457 Dienflag den 18. l. M., Vormittags um 10 Uhr anfangend, lassen Johannes Seibel IV. Eheleute von Nieder Rosbach ihre Mühle, die sogenannte Harbmühle, bestehend in Wohnhaus, Scheuer u. Stallung, Hausgarten, sowie circa 10 Morgen Ackerland und Wiesen dei der Mühle, dester Lage, wegen Familien. Verhältnissen meifibletend versteigern. Die Mühle liegt zwischen Nieder⸗Rosbach und Rodheim und wird mit dem Erbauen eines Vicinalwegs von Nieder-Rosbach bis hinter die Mühle in diesem Jahre noch der Anfang gemacht. Die Müble selbft hat in dem trockensten Sommer fsändtig Quellwasser mit 19½“ Gefäll. Die Mühle geht in Guß oberschlächtig.. Nieder- Rosbach am 8. Mai 1869. Johannes Seibel IV. Tapeten, 448 per Stück von 7 kr. an bis zu den seinsten empfiehlt Bad Nauheim. C. Horn, Tapezier. * Wohnungs-Veränderung. 1362 Meinen geehrten Kunden und Geschäftsfteunden hiermit zur Nachricht, daß ich meine seitberige Wohnung verlassen, und nunmehr bel Herrn Hofmetzger Söllner (Metzgergasse 322) wohne. ö 3 Friedberg. Heinrich Präfried, Buchbinder. Epileptische Krämpfe ces 1343 heilt der Speeialarzt für Epilepsie Dr. O. K i l- 7 lisch in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. f autrel-& Garkensand, 1484 Schlackensand von heute an fl. 5. pro Cubik⸗ Klaster, wenn er auf dem Platze aufgeladen wird, und fl. 6, pro 400 Centner frei Waggon. Main⸗Weser⸗Hütte, Stalion Lollar, 12. Mal 1869. Anzeige. 1459 Um einem vielverbreiteten Gerede eiligst zu ent⸗ gegnen, zeige ich hiermit meinen Freunden und Bekannten, ganz besonders aber meinen geehrten Kunden hiefiger Stadt und Umgegend ergebenff an, daß wenn auch die Zurückberufung meines Mannes zu seinem Regimente slatifinden sollte, ich dahler verbleibe und nach wie vor mein Geschäft als Kleidermacherin fortbetrelben werde. Ich bitte deßhalb Alle, mir das schon lange Jahre geschenkte Wohlwollen auch ferner nicht zu versagen. Julie Plitt, geb. Schütz. Aufforderung. 1478 Es ist noch eine großere Anzahl von Schuldnern der Frau Hofapolher C. Wahl's Wittwe im Zahlungs⸗ rüdstande. Unter Bezug nahme auf die von mir im Herbste vorigen Jahres erlassene öffentliche Aufforderung, in welcher ich darauf aufmerksam gemacht, daß mir Frau Hosapotheker Wahl Generalvollmacht zur Einziehung ihrer sämmtlichen Ausflände ertheilt, ersuche ich daher alle Diejenigen, welche meiner Auftraggeberin noch verpflichtet sind, um so mehr binnen 14 Tagen ihren resp. Verbindlichkeiten nachkommen zu wollen, als ich sonst genöthigt stin würde, gerichtlich gegen dieselben vorzugehen. Friedberg den 12. Mai 1869. Eduard Trapp IV., Hofgerichtsadvokat. Für Lehrer. 1474 Ein Harmonium(vieroctavig) ganz neu und noch nicht gesplelt, i um den halben Werth zu verkaufen bei Octrolerheber Roloff am Wallthor in Gießen. Ein Bäckerlehrling 1420 wird gesucht von G. Witzell. Nauheim. ich v vom richt übe gele fand solch lehre Schi unte in e gese that oft in d kan eine weit für den entss den sucht der nah 10 ihre gegen verhit tage Spre Gese nich Stil erst welg aufg aus sein Schu heile angef, unsere lenden hafte aber N Unter striche dacht. bei d t Leilung der a Salzen det durch ire don und Iruß, t find stettz delzele vor 5d. J. Weiß ten Schachteln Bad Em. welche Marschlog Truppen Vermittelung u Darustakt auf Anfrage senhein nen, Monal⸗ attatien, Cal⸗ en— Se⸗ ttt Nahn ent; tte ptrieicnift N 0 N eilig zu ell and Stlannten kunden diefe wenn auch dit 15 Nigimente 2 bach wit bot reiben werdt. langt Jahr 11 persagen. b. Schü. Madchen⸗Institut. Mit Beginn des neuen Schuljahres am 30. Mai beabsichtige ich vier Elementarklassen zu errichten, so daß nun Kinder jeden Alters vom 6. Jahr an von mir aufgenommen werden. Diese neue Ein— richtung soll in Folgendem näher begründet werden. Es muß zwar anerkannt werden, daß in unserer Volksschule überhaupt und so auch in den Elementarklassen derselben Tüchtiges geleistet wird. Indessen treten hier wie in allen Volksschulen Miß— stände auf, die auch der tüchtigste Lehrer nicht beseitigen kann. Einen solchen sehe ich 1) in der zu großen Schülerzahl. Unsere hiesigen Elementar— lehrer gestehen es gewissenhafter Weise selbst ein, daß die befähigteren Schüler, während eine von ihnen längst begriffene Sache mit den unteren Bänken immer und immer wieder vorgenommen werden muß, in einzelnen Lehrstunden unbeschäftigt sind und in Folge davon, ab— gesehen von den Unarten, welche die Langeweile erzeugt, sich an Un— thätigkeit und Gedankenlosigkeit gewöhnen, woraus es sich erklärt, daß oft solche Schülerinnen, die Anfangs die besten Leistungen versprachen, in den oberen Klassen plötzlich zurückbleiben. Diesem Uebelstande kann meiner Ansicht nach nur dadurch abgeholfen werden, daß man einestheils die Schülerzahl vermindert, anderntheils den Lehrstoff er— weitert, wobei ich mir jedoch vollständig bewußt bin, wie nothwendig für kleine Kinder ein längeres Verweilen bei manchen Lehrgegenstän— den ist. Ich möchte darum, der Einrichtung in unserer Volksschule entsprechend, vier Elementarklassen errichten. Dieselben können nach den hiesigen Verhältnissen von je höchstens 10—12 Schülerinnen be— sucht werden, für welche der Lehrplan noch durch Erzählungen aus der Geschichte und Französisch erweitert werden soll. Gegen die Auf— nahme des letztgenannten Lehrgegenstandes schon bei Kindern unter 10 Jahren sprechen sich eine Anzahl unserer Lehrer aus. Ich halte ihre Ansicht für den Ausdruck eines sehr berechtigten Widerwillens gegen das nur die Oberflächlichkeit befördernde, alle tiefere Bildung verhindernde Betreiben der französischen Sprache, wie es uns heutzu— tage in vielen Mädchen-Instituten entgegentritt, wo die deutsche Sprache als Nebensache behandelt und in allen Lehrstunden, selbst in Geschichte, Mythologie und Literatur, französisch parlirt wird, so daß nicht einmal die durch einen Lehrgegenstand hervorgerufene sittliche Stimmung in der Muttersprache ihren Ausdruck finden darf, sondern erst ins Französische übertragen werden soll— in ein Französisch, welches häufig, weil ohne Grammatik, ohne Ordnung im Gedächtniß aufgehäuft, seinen formal bildenden Werth ganz verloren hat und aus demselben Grund auch in praktischer Verwerthung nicht von Dauer sein kann. Diese Art Französisch zu lernen wird kein einsichtsvoller Schulmann billigen. Dagegen kann ich die Ansicht durchaus nicht theilen, wornach das Französische überhaupt vorm 10. Jahr nicht angefangen werden soll. Hören wir darüber eine Autorität, die von unseren Lehrern gern als eine solche angenommen wird, den bedeu— tenden Pädagogen Raumer, welcher sehr energisch gegen das fratzen— hafte Französischlernen nach Hamilton und Ollendorf aufgetreten ist, aber gleichwohl sich so ausspricht:„Die Mutter kann den französischen Unterricht unmerklich beginnen, indem sie den Mädchen, während sie stricken, täglich einige französische Wörter vorsagt und sie ihrem Ge— dächtniß durch öftere Wiederholung einprägt.“ Was nach Raumer bei den kleinen Kindern die Mutter zu thun hat, soll bei meinen 6jährigen Schülerinnen(nachdem die anderen Lehrstunden gehalten, die Kinder unter Aufsicht ihre Schularbeiten gefertigt und eine Freistunde gehabt haben) in einer Strickstunde durch eine Französin oder eine andere gesetzte Dame, die der französischen Sprache mächtig ist, geschehen. Raumer fährt in dem betreffenden Kapitel fort: „Später legt die Mutter dem Kind die gelernten Wörter gedrückt zum Abschreiben vor und prägt dann allmälich die Deklinationen und regelmäßigen Conjugationen dem Gedächtniß ein. So sollen auch bei mir, erst nachdem das Kind die deutschen Buchstaben zu Sätzen zu— sammenzustellen gelernt hat, die französischen Buchstaben in der Schönschreibstunde eingeübt und die gelernten französischen Wörter niedergeschrieben werden, während in der Strickstunde neben den Wörtern auch die Deklinationen später die regelmäßigen Conjugationen und die gebräuchlichsten leichteren Redensarten mündlich eingeübt werden, womit also der Anfang zum Französischsprechen gemacht wäre. Bis zum 9. Jahr können die Kinder auf diese Weise ohne Mühe und Anstrengung in der Strickstunde gegen 1500 Wörter, eine ziemliche Anzahl Redensarten und das Wichtigste aus der Formen— lehre wissen. Dann beginnt der eigentliche französische Unterricht in wöchentlich 4 Stunden(2 bei der Fränzösin, in welchen Lectüre und Conversation; 2 bei mir, in welchen die grammatischen Regeln durch Exerzitien geuͤbt werden), wodurch dann die Stufe des Fran— zösischverstehens erreicht würde, von der Raumer sagt:„Haben die Mädchen durch Auswendiglernen von Wörtern und Phrasen, Deklina— tionen und Conjugationen ꝛc. einen gewissen Reichthum von Wörtern und Wendungen sich angeeignet, und die Mutter hat sie nur einiger— maßen zum Französischsprechen angehalten, so werden sie nöthigenfalls besser sprechen, als solche Mädchen, die einzig zum Parliren abgerichtet wurden und sich hierbei in dem ganz engen Kreis gewisser Redens— arten bewegt haben.“ Gegen diese Art des Französischlernens, wie ich sie nach dem Gesagten einzuführen beabsichtige, wird kein Ver— nünftiger Etwas einzuwenden haben. Die Ansicht, wornach Mädchen überhaupt kein Französisch lernen sollen, glaube ich nicht berücksichtigen zu müssen, da dieselbe auf einer vollständigen Verkennung oder Miß— achtung unserer socialen Zustände beruht und deßhalb auch nur noch eine sehr geringe Vertretung findet. 2) Außer dem Gesagten habe ich noch andere Beweggründe zur projektirten Erweiterung meiner Anstalt. Es ist natürlich, daß unter den vielen Kindern, die in der Volksschule aufgenommen werden müssen, immerhin wenigstens einige mit sittlichen Aus wüchsen sind und darum auf andre einen nachtheiligen Einfluß ausüben müssen. In neuerer Zeit wird von allen namhaften Pädagogen häufig darauf hingewiesen, daß man die Kinder gerade im fruͤhesten Alter vor rohen Einflüssen bewahren müsse, weil sie in diesem Alter besonders empfäng— lich sind und gehabte Eindrücke fest sich einprägen. Man mißverstehe mich nicht dahin, als ob ich eine Trennung der Kinder nach den Berufsständen der Eltern beabsichtige, denn es ist meine feste Ueber— zeugung, daß einer Schule, die nach dem Grundsatz einer solchen Trennung entstünde, ein wesentliches Bildungsmoment für's Leben fehlen würde. Auch was diesen meinen 2. Beweggrund anlangt, habe ich bestehende Ansichten zu widerlegen. Leicht wird mir dies mit derjenigen, wornach es für Kinder wohlhabender Eltern besonders bildend sein soll, auch in der Schule das Elend der aͤrmeren Klassen kennen und empfinden zu lernen. Diese Ansicht beruht einfach auf einem Irrthum, denn erfahrungsgemäß wird den armen Kindern gegenüber, die überdies vorzugsweise wegen Mangel an Fleiß ꝛc. Veranlassung zu Tadel geben, mehr der Hochmuth als das Mitgefühl genährt. Was aber die Meinung derjenigen betrifft, welche es für eine Pflicht der gesitteten Stände halten, ihre Kinder in der Volks— schule auf weniger gesittete einen bildenden Einfluß ausüben zu lassen, so ist dies mehr ein schöner als praktischer Gedanke, denn erstens wird der Erfolg ein sehr zweifelhafter und die Gefahr vorhanden sein, daß der Einfluß der ungesitteten Kinder der überwiegende wird; und ferner werden die Austretenden auch immer eine solche Minder— zahl bilden, daß der Schule in Bezug auf ihren sittlichen Stand auch nicht der geringste Nachtheil erwächst; und drittens würde der geringe Nachtheil, der allenfalls für die weniger befähigten und ge— sitteten Kinder entstehen könnte, bei weitem durch den Vortheil auf— gehoben, der fuͤr sie daraus erwächst, daß der Lehrer in Folge der Verminderung der Schülerzahl sich mehr mit den Einzelnen beschäf— tigen kann. 3) Noch ein 3. Beweggrund leitet mich bei der beabsichtigten Gründung der Elementarklassen: Eine Schule wie die meinige bleibt unzweifelhaft Bedürfniß für Friedberg, und wenn ich auch den fort— währenden Besuch derselben wohl als einen Beweis dafür ansehen darf, daß man mit den Leistungen derselben nicht unzufrieden ist, so sind diese doch bei weitem nicht der Art, daß sie den Anforderungen entsprechen, die ich selbst an meine Schule stelle. Ein Hauptgrund hiervon) liegt darin, daß meine Schülerinnen bis dahin eine ver— schiedene Vorbildung hatten, indem eine Schülerin bereits Französisch angefangenzhatte, die andere nicht; eine aus der 4., die andre aus der 5. Klasse der Volksschule eintrat. Zum Schluß muß ich noch darauf hinweisen, daß es fur eine derartige Schule wie die meinige, von Nachtheil ist, wenn die Vorsteher wie die seitherigen ihre Leitung nur als ein Uebergangsstadium zum Staats- oder Kirchendienst be⸗ trachten müssen. In dem Maße, in dem die Zukunft der Schule gesichert erscheint, wird auch dieser Uebelstand gehoben werden, da ich für diesen Fall einem Beruf, den ich lieb gewonnen habe, nicht wieder entsagen wurde. Nach dem Gesagten hoffe ich einer recht regen Theilnahme an meinem Unternehmen entgegensehen zu durfen. Die Lehrfächer werden in den entstehenden Klassen in der Weise vertheilt, daß die Herren Volksschullehrer Weinel und Seminar⸗ lehrer Süß Lesen, Rechnen und Schreiben und meine Schwester Emma, die eine Reihe von Jahren an bekannten höheren Schulen zu Cannstadt und Frankfurt als Lehrerin in unteren und mittleren Klassen fungirt hat und vortreffliche Zeugnisse über ihre Befähigung besitzt, den größten Theil des übrigen Unterrichts übernimmt. Ich selbst werde nur in 8 Stunden mich mit den Elementarschülerinnen beschäftigen und dadurch für die oberen Klassen mehrere Stunden gewinnen, da ich seither genöthigt war, einige 7, 8 und 9 jährige Kinder, deren Eltern sie der Volksschule nicht übergeben wollten, in wöchentlich 12 Stunden ohne scharfe Klasseneintheilung in den Elemen⸗ tarfächern zu unterrichten. Das Honorar beträgt in den Elementarklassen vierteljährlich: für 6⸗ und 7jährige Kinder 5 fl. „,„ Yiährige„ 7 fl. Außerdem zahlt jedes Kind fur Bibliothekberechtigung 1 fl. beim Eintritt und pro Quartal 24 kr. Zinßer. lob. von hier dem inet bilteff V mige raeli Büdi 1 Umla den * Bezit fallin Mille 116 ö Nord