ffee e don ta. IN ca. weicht n. derti bötz Probtsendungn implatz 2 — 9. m ausgerüse tmanzsacht 2 Seringungn itger dtueng L. u die Len i. 6½ le is men 4% A* Ju Slitentin 1 16 kr. Man, % Pautlottt —— eu billig iu E senbahn. 1 Bändel, findet fi 1869. Donnerstag den 15. April. N 43. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienslag, Donnerstag und Samsflag. Amtlicher Theil. 1 Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 10. Nr. 262. Postvertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und Schweden. Vom 23/24. Februar 1869. Hessen. Darmstadt. Ueber die am 12. d. vollzogene Einweihung der Riedbahn ten hier bis Gernsheim berichten die hiesigen Llätter, daß an allen Stationen die Bewohner berbei geeilt waren, um Das anzustaunen, an vas noch vor wenig Jahren vielleicht Niemand 1 ganz Hessen geglaubt, die Verwirklichung grade deses Projektes. Im Zuge selbst befanden sich de Herren vom Verwaltungsrathe, die Spitzen ur Behörden, Mitglieder der ersten und zweiten lammer, die Gemeinderäthe der Stationsorte, an telcher der Zug Halt machte. Die kurze Rast Gernsheim wurde durch Spendung eines Früh— syoppens vorzüglichen Bieres, das im Zuge eis, ilt mitgeführt worden, angenehm verwerthet und zrück ging es dann raschen Fluges, diesmal ohne halten an den Stationen. Man vereinigte sich dann im Gasthof zur Traube dahier zu einem sestessen, welches in heiterster Weise verlief. — Mit dem 15. d. wird die Strecke der ur Riedbahn Darmstadt-Gernsheim für den gersonen„ Gepäck und Güterverkehr dem all— geneinen Verkehr übergeben. — Der Finanzausschuß der zweiten Kammer het bei Prüfung der Rechenschaftsablage gefunden, daß bei der Staatsschulden-Tilgungscasse eine sehr deutende Summe Depositen— mit den auf— gevachsenen Zinsen etwa 243,000 fl.— schon el langen Jahren, theilweise noch im vorigen Juhrhundert hinterlegt find, ohne daß Ansprüche herauf erhoben werden. Das umfassende Ver— echniß führt sehr bedeutende Beträge, insbesondere dus Rheinhessen(Erbschaften und Kriegsentschädi— ging von Frankreich) auf. Der Finanzausschuß zweiter Kammer beantragt die Veröffentlichung des Werzeichnisses und Erlaß einer Aufforderung an d Deponenten resp. die Behörden, welche die emterlegung angeordnet, innerhalb einer bestimmten Füist die entsprechenden Beträge zu erheben, Ybrigenfalls dieselben sonst als herrenloses Gut zum Besten der Staatscasse eingezogen werden len. Der Finanzaus schuß glaubt, daß dem Fiscus hierdurch eine Einnahme von mindestens 120,000 fl. erwachsen würde. Gießen. Professor Dr. R. Baltzer in Dresden ist als ordentlicher Professor in der h losophischen Fakultät der Landesuniversität, ill besondere für das Lehrfach der Mathematik laufen worden Preußen. Berlin. Zu dem Allgemeinen Dutschen Lehrertage, der für dies Jahr Berlin zu Versammlungsstätte sich ersehen hat, werden, nie der Zuschauer der„Kreuzztg.“ hört, auch zuei Abgesandte des in Leipzig bestehenden„All- gemeinen Deutschen Frauenvereins“ erscheinen, um in der Versammlung die Rechte der Frauen zu baltreten. Es sind dazu Frl. Schmidt aus Leipzig und Frl. Marie Calm aus Kassel designirt. — Die Nachricht, daß der italienische Prinz berzog Amadeus von Aosta in strengstem Incognito dahier eingetroffen sei, wird widerrufen mit dem gusatze, daß sich der Herzog in Neapel befinde. — Wie die„C. Z.“ hört, ist es gelungen, die Person, welche das neulich gemeldete Eisenbahn⸗ Unglück in Erkner(Berlin- Breslau) verursacht hn, zur Haft zu bringen. Der Bezücktigte ist ein früherer Eisenbahn-Arbeiter und soll die An— zeige von seinem eigenen Schwager gemacht sein. — In Beziehung auf die in Aussicht steben— den Gesetze über Steuererhöhung wird die Stim— mung im Reichstage von Tag zu Tag schwieriger. Der Bundesrath hat aus diesem Grunde, und weiter auch mit Rücksicht auf die im Süden des Nordbundes durch Petitionen zum Ausdrucke ge— lommene Stimmung in der Branntweinbesteuerungs— frage in dem betreffenden Gesetzentwurfe noch einige Aenderungen eintreten lassen, die denselben dem Geschmacke des Reichstages und der bethei— ligten Gewerbtreibenden entsprechender machen sollen, z. B. die Exportbonification und Erhöhung des Satzes, welcher von landwirthschaftlichen Brennereien per Monat abgebrannt werden dürfe. Demungeachtet kann man sich der an Gewißheit grenzenden Wahrscheinlichkeit nicht verschließen, daß diese Steuererhöhung im Reichstage durch— fallen wird. Dieser Umstand macht es zweiselhaft, ob dieses Steuererhöhungsprojekt überhaupt ein— gebracht werden wird. Die Petition einer großen Anzahl Landwirthe aus dem Süden des Nord— auf 4,248,000 Thlr., um 9 Proz. des Gesammt⸗ einkommens, hinaufgeschraubt. Hessen-Kassel von 1,021,000 auf 1,661,000 Thlr; um 12 Proz.; Nassau von 522,000 auf 1,029,375 Thlr., um 17 Proz.; Sachsen zahlt heute 4,781,000, statt 2,152,000 Thlr., 21 Proz. mehr! Sachsen⸗ Weimar 614,700, statt 192,000, 25 Prozent mehr! Sachsen-Meiningen 387,675, statt 106,000 Thlr., 20 Proz. mehr! Lippe⸗Detmold 244,125, statt 66,000 Thlr., 78 Proz. mehr!! Statt der früheren Totalsumme aller norddeutschen Staaten, 50,781,000 Thlr. wird jetzt bezahlt 60,313,725 Thlr. Zählt man sämmtliche Prozentsätze des Gesammteinkommens zusammen und sucht dann den mittleren Durchschnitt, so ergeben sich statt der früheren 15,3 Proz. jetzt 33,9 Proz.! Dabei ist aber nicht zu übersehen, daß Sachsen von sämmtlichen Einnahmen 38,7 Proz. auf's Militär verwendet, Anhalt 40 Proz., Reuß-Greiz 47,3 Proz., Reuß⸗Schleiz 66,5 Proz. und Lippe⸗Det⸗ mold 106,6 Proz., 6,6 Proz. mehr als es ein⸗ nimmt!! Woher da nehmen und nicht stehlen Zu den obigen 60 Mill. Thalern kommen aber bundes gegen Erhöhung der Spiritussteuer ꝛc. noch 10 Mill. für die Marine, die berühmte d d. Frankfurt a. M. 4. April ist durch den„deutsche Flotte“, und Alles Das reicht noch Abgeordneten Freiherrn v. Rothschild dem Prä— sidium übergeben worden. Kassel. Die„Hess. Morgenztg.“ berichtigt die Nachricht, daß ein ehemaliger kurhessischer Offizier, vermuthlich im Auftrage des Kurfürsten, bei der Pferde-Auction in Beberbeck zwei Isabellen— Hengste erstanden und dann erschossen habe, dahin, es seien zwei ausrangirte billig verkaufte Isabellen— Stuten getödtet worden,„wie das zur kurfürstlichen Zeit auch zu geschehen pflegte“. Frankfurt. Wie das„Frkf. J.“ berichtet, ist das Hinderniß, welches bisher der Conkessions— ertheilung für die oberhessischen Bahnen auf preußischem Gebiete entgegenstand, die Vereinbarung mit der Post, nunmehr beseitigt, und dürfte die Concessionsertheilung nunmehr in kurzer Frist erfolgen. Wiesbaden. Die hiesigen Schneidergesellen haben die Arbeit eingestellt und verlangen höheren Lohn. Der„Rh. K.“ bemerkt hierzu: Vor einigen Tagen zeigten sich die ersten Blüthen der Arbeits- einstellungen Seitens der Schneidergehülfen, indem sich dieselben vor Vergnügen über die erwarteten Lohnerhöhungen gegenseitig abprügelten, bis sie durch die Dazwischenkunft von Schutzmännern auseinander getrieben wurden. Gotha. Dr. Petermann hat die Nachricht erhalten, daß dieses Jahr zwei engl. Expeditionen unter der Führung Lamont's und Palisser's nach den Polargegenden abgehen werden. Schweiz. Bern. Der Bundesrath er theilte dem Oberst Hammer Vollmacht zur Unter— zeichnung des deutsch-schweizerischen Handelsvertrags. Baden. Mannheim.„Soldaten und Steuern“ ist, wie die„Mannh. Abendztg.“ schreibt, die tagtägliche Parole, ist das Gewisseste, was Deutschland überhaupt besitzt. Das Blatt stellt folgende Zahlen zusammen:„Das preuß. Kriegs— budget belief sich vor 1866 auf 40,106,000 Thlr.; seit der Gründung des Bundes zahlt Preußen 41,619,150 Thlr.; 1¼äp Prozent des Gesammt— einkommens mehr; Hannover ist von 3,266,000 nicht. Die„Einheit“ kostet ein schmähliches Geld.“ Karlsruhe. Von Seite der städtischen Verwaltung des Gaswerkes ist der Preis von 1000 Cubikfuß vom 1. Mai abermals herabgesetzt worden, von 2 fl 54 kr. auf 2 fl. 50 kr. Bei vermehrter Consumtion wird eine weitere Preis— minderung in Aussicht gestellt. Schon mit jenem Preise dürfte allerdings Karlsruhe jetzt von allen Städten das billigste Gas besitzen. Es ist damit aber zugleich der Beweis geliefert, mit welchem Gewinn die frühere Gasgesellschaft mit fast doppelt so hohen Preisen gearbeitet haben muß. Frankreich. Den alten Schullehrern des Kaiserreichs ergeht es nicht besser als ihren deut— schen Collegen, auch für sie ist kein Geld da. Es wurden nämlich im gesetzgebenden Körper noch 250,000 Frs. zur Unterstützung der alten Lehrer verlangt, allein da erhoben sich drei Minister und mehrere Regierungsbeamte, um den Staat gegen die Aufbürdung einer solchen Last zu vertheidigen, da das Budget ja schon 2000 Millionen fordere. Der Unterrichtsminister bedauerte, daß die ihm bewilligten 500,000 Fr. nicht ausreichen, um einem Schulmeister nach vierzig Dienstjahren eine Unterstützung von 1 Fr. per Tag zu gewähren. Der Staat ist eben zu arm dazu. Ein Zuschuß von 250,000 Fr. zu jenem Credit würde hin- reichen, die bezüglichen Pensionen auf 500 Fr. zu erböͤben, also gerade auf die Summe, wobei das Verhungern oder das Betteln nicht mehr ein unvermeidliches Schicksal ist. Es fanden sich 90 Abgeordnete für und ebenso viele gegen die 250,000 Fr. Nicht unmöglich war es jedoch, daß gleichzeitig mehrert Millionen als Theuerungszuschuß für die Pferde der Cavallerie bewilligt wurden. Paris. Der„Constitutionnel“ sagt: Die Erklärungen Lavalette's würden nicht ermangeln, in Berlin Eindruck zu machen, und die„Patrie“ ist der Ansicht, daß sie auf beiden Seiten des Rheine eine heilsame Wirkung hervorbringen würden.— Der„Etendard“ glaubt, daß Preußen, indem es sich dem Westen und hauptsächlich Frank- reich nahere, seinen alten Ideen einer Allianz mit Rußland entsagen und die Cartel⸗Convention mit diesem Staate nicht wieder erneuern werde. f — Im gesetzgebenden Körper btantragte ein Amendement Aushebung der großen militärischen Commandos. Kriegsminister Niel erwiderte darauf, das dies System den Vortheil darbiete, in acht Tagen den Friedensfuß in Kriegsfuß zu verwan- deln, ohne außerordentliche Contingente einzu- berufen und ohne das Ausland aufmerksam zu machen. Der Kriegsminister erklärte ferner, daß der zweite Theil des Contingents, mehr als 11,000 Mann per Semester, in ihre Heimath entlassen seien. Es sei weder für das Jahr 1869 noch sür 1870 ein Supplementar⸗ Credit nothwendig. Das Amendement gegen die großen Commandos ward bei der Abstimmung verworfen. — Der Kaiser hat an den Staatsminister einen Brief gerichtet, in welchem er sagt:„Am nächsten 15. August werden es hundert Jahre sein, daß der Kaiser Napoleon geboren wurde. Während dieser langen Periode haben sich wohl Ruinen angehäuft, aber die große Gestalt Napo⸗ leons blieb aufrecht. Sie ist es noch, welche uns beschützt. Sie ist es, welche es mir möglich macht, aus Nichts den hundertjährigen Geburtstag des Mannes zu feiern, welcher die Franzosen die große Nation nannte, weil er in ihnen jene männlichen Tugenden entwickelt hatte, welche Reiche zu grün— den vermögen. In dieser für mich heiligen Pflicht wird sich das ganze Land mit mir vereinen. Nach meinem Dafürhalten werden wir am Besten dieses nationale Jubiläum ehren, wenn wir den alten Waffengefährten Napoleons I. eine ihr Wohl— befinden vermehrende Gabe zuerkennen.“ Der Brief des Kaisers gibt die Mittel an, um jedem der Militärs der Republik und des ersten Kaiser— reiches eine Pension von 250 Frances zu gewähren. Belgien. Brüssel. Frere⸗Orban hat der Regierung mitgetheilt, daß er in Paris bleiben und noch nicht zurückkehren werde. — Die Unterhandlungen in Paris wickeln sich nach dem Plane Frötre-Orbans ab, wobei von der Ratification der Eisenbahn⸗Verträge Ab⸗ stand genommen wird. Die Lösung der Angelegen⸗ heit steht nahe bevor. Spanien. Madrid. Eine Carlisten⸗Bande hat den Versuch gemacht, die aus vier Compagnien bestehende Garnison von Seu de Urgel(befestigte Stadt in Catalonien) zu überrumpeln, wurde aber mit großem Verlust zurückgeschlagen. Italien. Die„Agenzia Stefani“ erklärt laut einem Telegramm der alten Wiener„Presse“ vom Samstag die Meldung von dem Eintreffen des Herzogs v. Aosta in Berlin für einen Irrthum. Rom. Der Papst hat am Morgen des 11. d. 7 Uhr am päpstlichen Altar von St. Peter vor einer unermeßlichen und tiefbewegten Versammlung eine stille Messe gelesen. Hierauf erfolgte das Tedeum und der päpstliche Segen vom Altar aus. Nach der religiösen Feier nahm Pius IX. mit den Würdenträgern des Hofs und dem diplomatischen Corps ein vom Capitel von St. Peter veranstaltetes Frühstück ein. Rom strahlte im Festschmuck; das Wetter war herrlich. Eine Amnestie ist gewährt, in welche auch die politischen Gefangenen miteinbegriffen sind. Rußland. Aus Kowno berichtet das „Fr. J.“: Noch hat die Noth der Israeliten im westlichen Rußland ihren Gipfelpunkt nicht erreicht. Der Hungertyphus wüthet in herzerschütternder Weise, überall fehlt es an Nahrungsmitteln, Wäsche und Kleidungsstücken. allein, wo mit unentgeltlicher Verpflegung von tausend Armen begonnen wurde, hat sich die Zahl der der Unterstützung Bedürftigen auf 4000 gesteigert. Amerika. Der amerikanische Congreß hat in deutlicher Beziehung auf Cuba die Resolution angenommen, daß jede factisch bestehende Regierung, insofern sie die Republik proklamirt, von den ver— einigten Staaten anzuerkennen sei. Gießen. Auf unserem Viehmarkte den 6. und 7. d. waren aufgceirieben: Rindvieh 1051 Stück und Schweine 1023 Stück. Die Preise des setten Viehs waren durch⸗ gängig eiwas höher als auf früheren Märkten; doch Am hiesigen Orte⸗ gingen namentlich fette Ochsen rasch ab. Nächster Markt den 4. und 5. Mai d. J. a Rödelheim. Das„Frkf. Journ.“ schreibt: Noch im Laufe dieses Monats wird Graf Otio v. Solms mit seiner Gemahlin seinen Stammsitz, ber seit siebenzig Jahren leer stand, wieder beziehen und hier seine bleibende Residenz nehmen. 1 Frankfurt. Der diesjährige Frühjahrspferdemarkt hat, vom herrlichsten Wetter begünstigt, am 12. d. begonnen. Wohl noch seltien mögen so viele schöͤne Pferde zu Markt gebracht worden sein, wie diesmal. Schon Samstag und Sonntag wurde lebhaft in Reitpferden gemustert und zu annehmbaren Preisen gekauft. In den Stallungen und auf den öffentlichen Plätzen standen bei Markibeginn 1278 Pferde. Die zur Eröffnung staltgehabte Prämiirung der besten zu Markt gebrachten Pferde zog außerordentlich viel Publikum an. Wit erwähnen hier noch, daß der zweile Preis, leichte Zugpferde, den Herrn Gebr. Bent⸗ heim aus Friedberg zuerkannt wurde und in einem Cigarrenkasten mit silbernen Pferden bestand. Frankfurt. Der hiesige Frauen-Verein zur Wohl⸗ thätigkeit hat im verflossenen Jahre seine Wirksamkeit in segensreicher Weise entfaltet. In 1118 Fällen ließ er seine Hülfe angedeihen. 179 Kindern ohne Unterschied der Re— ligion bereitete er fröhliche Christtage. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf 531, sie minderte sich leider gegen das Vorjahr um fünf. Neben den regelmäßigen Beiträgen flossen dem Vereine zahlreiche Geschenke im Gesammtbe— trage von 1414 fl. 23 kr. zu. Das Vereinsvermögen be— ziffert sich derzeitig auf 17,716 fl. 22 kr. — Frankfurt. Unter dem Namen„Marlha-Her— berge“ besteht dahier mit sehr erfreulicher Wirksamkeit eine Anstalt, welche den Zweck hat, weiblichen Diensiboten Auf— nahme zu bieten und für dieselben geeignete Stellen zu vermitteln. Im verflossenen Jahre fanden 614 Mädchen verschiedener Confessionen Aufnahme: 407 derselben er— hielten durch die Vermittlung der Anstalt Stellen, 132 hatten bereits eine Stelle, 36 gingen nach auswärts, 10 kehrten zu ihren Eltern zurück und 16 waren nicht zu empfehlen. 1891 Herrschaften wendeten sich an die„Martha— Herberge“ und begehrten von ihr weibliches Dienstpersonal. Die Einnahmen beziffern sich auf 4011 fl. 18 kr., die Ausgaben auf 3912 fl. 54 kr. Mainz. Vor den gegenwärtigen Assisen erschien auf der Anklagebank ein italienischer Orgelspieler, des Ver— brechens schwerer Körperverletzung angeklagt. Dersetve hatte am 28. October v. J. zu Castel einem Handwerks— burschen, als derselbe auf seine Frage, ob er ein Preuße sei, bejahte, die Nase total abgebissen. Er wurde für schuldig befunden und in 9 Monate Correktionshausstrafe verurtheilt er Mannheim. Der erste der beiden hiesigen Haupt⸗ Pferde- und Rindviehmärkte ist vorüber und kann dessen Resultat ein günstiges genannt werden. Der zweite Haupt⸗ markt findet am 3. und 4. Mai statt; an letzterem Tage wird Vormittags eine Versteigerung auf dem Markte ge⸗ kaufler Farren und Nachmittags eine Prämitrung vorzüg licher auf den Markt gebrachter Farren, Kühe und Rinder abgehalten. Abends gebt die 2. Verloosung von Rindvieh, landwirthschaftlicher Maschinen und Geräthe ꝛc. vor sich und sind dazu von den emittirten 32,000 Loosen noch circa 7000 Stück übrig, welche unter gleichen Bedingungen, wie vorhec, abgegeben werden. Der Maschinenmarkt ist auf die Tage vom 25. April bis 6. Mai bestimmt und find dazu bedeutende Anmeldungen erfolgt; die diesjährigen Pferde⸗Rennen fallen auf 2. und 3. Mai; für letztere sind fl. 4000 Preise ausgesetzt und versprechen Zahl und Namen der Theilnehmer daran einen besondern Erfolg. Düsseldorf. Vor einigen Tagen hatte der Leichen— bitler den Körper eines Kindes zum Kirchhofe getragen und der Todtengräber war ebeu im Begriff, denselben in die Gruft zu senken, als er im Sarge ein Geräusch ver⸗ nahm. Der Sarg wurde sofort geöffnet und der kleine, wieder lebendig gewordene Erdenbürger sorgsam in warme Tücher gewickelt und seinen staunenden Eltern zurückgebracht Schweidnitz. Die„W. 3.“ berichtet: Eine Granate, 1866 aus dem österreichischen Feldzuge von einem Knechte mitgebracht, ist jetzt Ursache eines Unglücks geworden. In der Styriusmühle des Hru. P. befindet sich zugleich sür das Eiablissement eine Privatschmiede. Drei Knaben, einer 11 Jahre, der andere 6 Jahre, und ein noch jüngerer hatten die Granate, die unter altem Eisen lag, entdeckt und als willkommenes Spielzeug hervorgeholt. Die Granate war der Vorsicht halber des Zunders beraubt und ausgebohrt worden, jedoch war dies mangelhaft ge⸗ schehen. Die Knaben beschäftigten sich nun damit, auf einem leer stehenden Amboß Pulverkörner herauszuklopfen und diese anzuzünden. Damit hatten sie sich schon eine Weile belustigt, als ein in der Schmiede beschäfligter Arbeiter, der hinzukam, zu ihnen sagte:„Wartet, ich will euch einen Spaß machen“, sich wieder entfernte und da— rauf, ein glühendes Stück Staabeisen an einer Zange haltend, zurückkehrte. Der 11jährige Knabe blieb beherzt stehen, der 6jährige stellte sich hinter ihn und der Kleine suchte Deckung hinter der Thür. Nun fuhr der Arbeiter mit dem glühenden Eisen in die Granate— ein furcht⸗ barer Knall erschütterte das ganze Gebäude. Die mangel⸗ haft ausgebohrte Granate war ctepirt, hatte die Zange des Schmiedes gebogen, über denselben hinweggeworfen und ihn zurückgeschleudert. Der Mensch soll, wie verlautet ums Gehör gekommen sein, sonst ist ihm merkwürdiger Weise nichts passict. Der älteste Knabe, der dicht bei dem Amboß stand, erhielt ein Stück Granate in den Unterleib, das ihm das Netz und die Dünndärme zerkiß, ein zweites zerschmetterie ihm die Schulter und ein drittes riß ihm die Finger einer Hand weg. Dem mittleren Knaben schlug ein Granalsplitter in den Oberarm. Der kleinste Anbaues, in welchem dies geschah, drang in den unteren Raum einer Sägemüßhle, in welcher sich wenige Augenblicke vorher viele Menschen aufgehallen alten. N New⸗Nork. Die tiesste Entrüstung erregen hier dun Enthüllungen über das, was an Bord des New-Horker Passagierschiffes„James Foster junior“ auf der Reise von Liverpool auf hier vorgegangen. Es wird dadurch so ziemlich Alles übertroffen, was jemals in der Art vor⸗ gekommen, wie starke Dinge uns auch in den letzten Jahren geboten worden sind. Alles war darauf angelegt, auf Kosten der Gesundheit und des Lebens der Passagiere zu sparen. Eine Räumlichkeit wurde ihnen angewiesen, in der sich noihwendiger Weise Miasmen entwickeln mußten. Gezwungen waren sie, in der Atmosphäre ihres eigenen Unraths zu vegetiren. Und dazu kam die gransamste, willkürliche Behandlung, welcher der Capitän passiv zu⸗ sah. Todtkranke wurden vom Lager, auf welchem sie hülflos lagen, aufs Verdeck gezerrt, um in Sturm und Regen zu arbeiten, und auf diese Weise wurden sie er⸗ mordet. Der Arzt gefiel sich darin, seine Patienten zu mariern und zu lödten. Und wie den Passagieren, so er— ging es dem größten Theil der Mannschaft. Der Capitän ist gestorben. Wenigstens erklärt dies einer der Rheder, wenn man sich auch sträubt, sein Zeugniß in dieser Be⸗ ziehung als vollgültigen Beweis anzunehmen. Aber das Schiff ist als„corpus delieti“ da, Leichen und Sterbende sind als redende Zeugen zugegen. Vorhanden ist die schuldige Compagnie. Im Gefängniß sitzen die zunächst an den begangenen Grausamkeiten Betheiligten. — Gemeinnütziges. „ Als Fliegensfalle, die das Zimmer zugleich ziert, empfehlen die„Fraundorfer Blätter“ den Hundskohl (Apocinum andros aemifoljum), eine aus Nordamerika stammende, immergrüne Staude, die sehr gut im Topfe wächst. Die Pflanze ist buschig, hat viele Zweige, die mit länglichen, bläulichgrünen Blätlern dicht bedeckt sind, und ist während des ganzen Sommers überschüttet mit blaß⸗ rothen, den Maiglöckchen ähnlichen Blumen, die einen köstlichen Orangenduft aushauchen. Die Staubfäden ent⸗ halten einen Honigsaft, den zu naschen die Fliegen die Blumen aufsuchen. Kaum aber haben sie davon genippt, so werden sie von den reizbaren Zähnen der Blumenröhre festgehalten und erdrückt. Fünf Fliegen können sich auf diese Weise nach einander in der Falle fangen, ehe die Blüthe welkt; da nun ein einziger Strauch bei 10 bis 20,000 Blüthen bringt, so kann dadurch ein ganz arliger Fliegenschwarm vertilgt werden. Die Foripflanzung des Hundekohls geschieht durch Samen, Stecklinge, ja selbsf durch Wurzeltheile. Junge Sämlinge müssen flark versetzt, Stecklinge in der ersten Zeit mit einem Glase bedeckt werden. Der Same, die Prise zu 30 kr., und Pflanzen, das Stück zu 1 fl., sind aus Frauendorf zu beziehen. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburg⸗Newyorker Post-Dampfschiff Hammonia, Capitän Meier, welches am 24. März von hier und am 27. März von Southampton abgegangen, ist nach einer ausgezeichne! schnellen Reise von 9 Tagen 20 Stunden am 6. April, 10 Uhr Morgens, wolbehalten in New⸗ York angekommen. Das Hamburger Post-Dampsschiff Holsatia, Capilän Ehlers, expedirt von Herin August Bolten, William Miller's Nachfolger, ging am 7. April von Hamburg via Hävre nach New⸗York ab. Außer einer ffarken Brief⸗ und Packelpost hatte dasselbe 90 Passagiere in der Cajülte und 632 Passagiere im Zwischendeck, so wie 600 Tons Ladung. Hamburg, 30, März. Die„Holsatia“, das der Ham⸗ burg-Amerikanischen Packetfahrt⸗Actien⸗Gesellschaft zuge⸗ hörende Dampfschiff, hat auf ihrer letzten Tour von New⸗ Dork nach Europa eine Geschwindigkeit entwickelt, wie sie noch kein Schiff bewiesen, und war diese ihre Reise die schnellste, welche jemals zwischen New- Pork und Europa gemacht worden. Die„Holsatia“, unter der stets vorzüg⸗ lichen Leitung des Cpt. Ehlers, verließ New⸗York am 9. März Nachmittags und legte folgende Distanzen zurück: 9.—10. März: 252 Miles; 10.—11.: 335; 11.— 12. 368; 12.—13.: 352; 13.—14.: 340; 14.—15.; 332; 15.— 16.: 352; 16.—17.: 348; 17.—18.: 340; 18.: 83. Zusammen 3102 Miles. Die Ankunft in Cowes erfolgte am 18. März, 7 Uhr Vormittags, so daß die Reisedauer nur 8 Tage 17 Stunden betrug, wie dergleichen noch nie erreicht wurbe. Von Cowes bis zur Elbe brauchte die „Holsalia“ nur 1 Tag 5 Stunden von New⸗Hork bis zur Elbe also total 9 Tage 22 Stunden. Die Durch⸗ schnittsgeschwindigkeit war 14½p Knoten per Stunde. Da die Differenz in der Entfernung zwischen New ⸗York⸗ Qucenstown(wo die englischen Dampfer einlaufen) und New-Pork-Cowes auf 20 Stunden angenommen wird, so ergibt dies für die„Holsatia“ 7 Tage 20 Stunden. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. 1 Geschäftsbericht pro 1. Quartal 1869. Einnahme. Ausgabe. fl. 21,852. 13 kr. Discontirte Wechfel fl. 23,346. Skr. „ 19,832% 20% Conto Corrent„ 168,357.—„ „ 3400.— Depositen 3095.—„ „ 14,764. 9, Darlehen u. Spareinlagen 7 13,191. 22, 5 0 Wechsel-Incasso nee Mitgliederzahl: 473. tam unversehrt davon. Der Luftdruck hob das Da. 6 0 und ein Stück. ati, Can William Mil 1 1809. Oeffentliche Aufforderung. 570 Jobann Georg Bullmann und dessen Ehefrau, Marie Elisabethe, welche als Fuldische Pachtersleute in Alexer⸗Flerstadt gelebt haben, find mit Hinterlassung solgender Kinder: 1) Anna Margaretha, 2) Job. Peter Adam Joseph, geb. den 11. Juli 1749, 3) Margaretha Katharine, geb. den 28. Sept. 1753, J) Anton Friedrich Joseph, geb. den 26. Sept. 1756, ängst verstorben. f Der Sohn Peter Josepb Bullmann verheirathete ich am 11. October 1774 mit der Tochter des Wirtbes peter Jacob Möbs und dessen Ebefrau Anna Marga⸗ etha von Nieder⸗Mörlen, mit Namen Margaretha, und etzte, da seine Ehe kinderlos blieb, in seinem letzten Willen zu Erben seines Nachlasses seine Geschwister, esp. Geschwister Kinder, nämlich seine an den Ver⸗ walter Jobann Peter Scheid auf einem von Wetzel! ichen Hose zu Eschersheim bei Frankfurt verheirathete Schwester Margaretha Bernharda, und die von seinem cchon früher verstorbenen Bruder, dem Fuldischen Pachter Andreas Joseph Bullmann und dessen Ehefrau Apol⸗ onia in Nieder⸗Florstadt zurückgelassenen Kinder: a. Marta Katharine Elisabeth, geb. zu Nieder-Flor— stant am 14. Augufi 1775, und b. Friedrich Zacharias, geb. zu Wetzlar am 1 cember 1777, geboren den 19. August 1747, 9. De⸗ in. Oa die beiden genannnten Kinder der Andreas zoseph Bullmann Eheleute schon im Jahre 1805, ur Zelt des Todes ihres Erdlassers Peter Joseph Zullmann adwesend waren, und keine Nachrechten ber deren Leben oder Aufenthaltsort bis fetzt einge— angt find oder deschafft werden konnten, so mußte das duen von ibrem Oheim von väterlicher Seite, Peter Boseph Bullmann, erblich zugesallene Vermögen bis ierber, wo beide abwesende Kinder das 90. Lebensjahr berschretten baben und nach gesetzlicher Vorschrift für dt oder verschollen erklärt werden können, curatorisch erwaltet werden. Nachdem uns hierorts auch von twaigen Leibes⸗Erben der deiden Kinder der Andregs zoseph Bullmann's Eheleute nichts bekannt ge⸗ vorden ist, deren gesetzliche Erben indessen nach slattge— undener Ermittelung wohl nur die Kinder oder Enkel er am 5. December 18.6 mit Tod adgegangenen, oben rwähnten Schwester ihres Vaters, der Ehefrau des Serwalters Johann Peter Scheid auf einem Hofe zu Eschersheim dei Frankfurt, Margaretha Bernharda, find, derden hiermit die Kinder der als Fuldische Pachtero— eute in Nieder Florstadt gelebt habenden Andreas zoseph Bullmann's Eheleute, Marie Kathatine Ell ubeth, und Friedrich Zacharias, oder deren etwaige eibes⸗Erben, oder alle diejenigen Personen, welche sonstige Erb- oder anderweite rechtliche Ansprüche daran lilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, diese gte Ansprüche an das seither hier curatortsch verwaltete Erbtheil der beiden mebrgevachten Kinder der Andreas koseph Bullmann Eheleute, welches sich nach der übgehörten letzten Curatel-Rechnung auf 1291 fl. be⸗ fiuft, sogewiß innerhalb einer, vom Tage dieser Ver⸗ kündigung in öffentlichen Blättern zu berechnenden Frist on drei Monaten dahier geltend zu machen und ge⸗ rig nachzuweisen, widrigenfalls jene beiden Kinder er Andreas Joseph Bullmann Eheleute für ver— chollen erklärt und deren hier bisher verwaltetes Ver— nögen den sich genügend legitzmirenden Erben oder onstigen Rechtsnachfolgern derselben überwiesen, oder 10 herrenloses Gut dem Fiscus überlassen werden soll. Nauheim den 17. gebruar 1869. Großberzogliches Landgericht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts Assessor. Holzversteigerung in der Overförsterei Ortenberg. 102 Nach verzeichnete Holzsortimente kommen zur öffent⸗ lichen Versteigerung: 1) Donnetstag, den 22. d. Mts. in dem District Klosterberg 274 Stecken Buchen Scheltholz, 74 ½ 17 7 Prügelholz, „ Eichen 9 146½„ Buchen⸗Stockhholz, 12 Eichen* 368„ Buchen⸗-⸗Reisholz, 29„ Eichen* 8 Aspen 1 2 Freitag,“ den 23. d. Mts., in demselben Distrlet N und dem Diflrict Großer Dreyersch 85 Eiche nstämme von 6½—14½ Zoll Durchmesser und 20—70 Fuß Länge mit 2211 Cbksuß, 4 Buch enstämme von 15—25½“ Durchmesser und 15-307 Länge, mit 312 Cblfuß, 26 Kiefer nstämme von 7—14½“ Durchmesser und 25-85“ Länge, mit 1185 Cbksuß, sowie ferner: 1 Stecken Buchen-, 2 Stecken Eichen⸗ und 14 Stecken Aspen-Scheldholz, 1 Stecken Eichen-, 5 Stecken Kiefern, und 7 Stecken Aspen-Prügelholz, 4 Stecken Eichen-, 13 Stecken Kiefern- und 7 Stecken Aspen⸗Relohosz im Distriet Großer Drepersch. Die Zusammenkuaft findet jedesmal im Distriet Kosterwald, auf dem Wippenbacher Weg, in der Nähe don Wippenbach, Vormittags 9 Uhr statt. Ortenberg am 6, April 1869. Großherzogliche Oberförsterel Ortenberg Mar x. Mobiliar ⸗Versteigerung. 1143 Freitag den 16 April d. J., Nachmittags 2 Ubr, sollen auf freiwilligen Antrag des Thomas Becker II. dabier wegen Aufgabe seines Haushalts nachverzeichnele Modilien, als: Commoden, Tische, Stühle, Schränke, Bettstellen, Bettwerk, eine Partie Kartoffeln, sowie sonstige Haus⸗ und Küchengeraͤthschaften f in der Hofraitbhe der Heinrich Lotz Wittwe in der Wolfenstraße dahier öffentlich meiftbietend gegen Baar- zahlung versteigert werden. Friedberg am 10. April 1869. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg ZSoucar. Versteigerung von Pflasterarbeit. 1155 Montag den 19. d. M., Mittags ½2 Uhr, soll die Fertigung des Gossenpflasters vor den neu erbauten Haͤusern an der Fronkfurterstraße zu Vilbel im Gasft⸗ haus zum Engel daselbst. Arbeitslohn veranschlagt zu 446 fl. und Dienstag den 20. d. M., Morgens ½9 Uhr, die Fertigung eines Stücks Gossenpflasters vor dem Hause des G. H. Heutzenröder zu Altenstadt im Gastbaus des Herrn Holzapfel daselbst, Arbeitslohn ver— anschlagt zu 60 fl., unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Friedberg den 10. April 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u 5 Befanntma chung. 1156 Die erfolgte Genehmigung der Holzversteigerung vom 9. d. M. in den Domanialwaldungen der bitfigen Oberförsterei wird hiermit bekannt gemacht und an— geordnet: daß die Abfuhrscheine vom 20. d. M. an— bei Großherzoglichem Rentamt Friedberg in Empfang zu nehmen find und die Tage der Ueberweisung resp. ersten Abfuhrtage, bestimmt find: in Katzenftirn guf den 21. d. M. im Kellerberg auf den 27. d. M. Ober⸗Rosbach den 12. April 1869. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Ros bach Bingmann. Holz-Versteigerung. 1158 Freitag den 23. d. M., Vormitlags 8 Uhr an fangend, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Lamsbardt, nachstehende Holzsortimente meistbietend versteigert: 1) 1 Stecken Eichen Scheitholz, 2 Buchen Prügelholz, . Eichen⸗ 5 4) 1 9 Nadel⸗ 1 5* Buchen⸗Stockholz, 6) 38„ Eichen⸗ 1 10 4 2 Nadel⸗ 1 8) 7550 Wellen Buchen-Reisholz, 2 Eichen⸗„ e Nadel- 11) 150 1 Weichholy„ Bau-, Werk⸗ und Nutzholz: 12) 13 Stück Eichen⸗-Stammhbolz von 107 Cb. Fuß, 13) 10—— Nadel⸗ 1 11124 14) 2„ Eichen⸗Stangenholz. 15) 156ä„ Buchen u. Birken⸗Stangenholz, 16) 8„ Nadel⸗ 1 Die Zusammenkunft ist an den drei Isselteichen. Hoch Weisel am 10. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch⸗Weisel Mohr. Bekanntmachung. 1162 Die am 5., 6. und 7. April in den Freiherlich v. Franckenstein'schen Walddistrieten Klappertannen, Kreuztannen u. s. w., sowie in dem Straßheimer Hübner⸗ walde abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt worden. Die Abfuhr des Holzes beginnt Donnerstag den 15. April. Ockstadt den 13. April 1869. Der Freiherrl. v. Franckenstein'sche Oberförster Wilbrand. Bekanntmachung. 1163 Die am 2. d. M. im Domanialwalddiftriet Vorderer und Mittler Köppel abgehaltene Holz— Versteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine vom 20. d. M. an bei Großherzoglichem Rentamt Friedberg in Empfang genommen werden. Der erste Fahrtag ist auf den 28. d. M. und das Ende des Abfahrtermins bis zum 11. Juni l. J. sest⸗ gesetzt worden. Nur bei trockner Witterung darf ge— fahren werden. Münsler den 15. April 1869. Großherzogliche Obetförsterei Hoch-Weisel So mmer. * 1 Bekanntmachung. 1157 Für die Gemeinde Ossenheim wird ein Gänse— hirt gesucht. Stelle wenden. Ossenheim den 12. April 1869. Großherzogliche Bürgermeistetei Ossenheim Maul Reflectirende wollen sich an unterzeichnete Bettstroh⸗Versteigerung. 1125 Samflag den 17. April e., Vormittags 8 101 wird das alte Stroh aus den Betten der hiesigen Ca sernen öffentlich versteigert. Friedberg den 9. April 1869. Großherzogliche Garnisons⸗Verwaltung Ni schwi tz. Holz ⸗Versteigerung. 1164 Freitag den 16. 1. M., Morgens 9 Uhr anfangend, soll im Gemeindewald Nieder- Rosbach nachver⸗ zeichnetes Gehölz, als: 250 Birken⸗ u. Eichen⸗Wellen, 7078 Nadel. Wellen, 79 Nadelstangen von 2 bis 4“ Durchmesser und 12 bis 20“ Länge, 580 Bobnenstangen meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist vor dem Burgschlag. Nieder⸗Rosbach am 13. April 1869. Großherzogliche n e Nieder⸗Rosbach 0 Für Unterleibsbruchleidende. 148 Ihre ausgezeichnete Bruchsalbe hat mich von meinem 235jährigen Bruchleiden vollständig geheilt. Da mein Bruder auch am gleichen Uebel leidet, so bitte ich um 6 Töpfe, halb von der gewöhnlichen Sorte, halb von der stärkern. Obschon wir von den ersten Aerzten um⸗ geben find, so haben wir noch Keinen gefunden, der einen Bruch so rodikal zu heilen im Stande ist, wie Sie. Empfangen Sie dafür die herzlichste Danksagung. Paris den 7. Oktober 1867. Haff ter, patissier, don Weinfelden. Diese durchaus unschädlich wirkende Bruchsalbe vou Gottl. Sturzenegger in Herisau(Schweiz) ist in Töpfen zu fl. 3. nebst Gebraäuchsanweisung und Zeugnissen ächt zu beziehen, sowohl durch den Erfinder selbst als durch Herrn J. B. Lindt, Apotheker, Schnur⸗ gasse 58, in Frankfurt a. M. Kleesaamen 667 empfiehlt zu der nächsten Aussaat. Bad Nauheim. Jacob Schimpf. Ein großer Damen-Koffer 1107 wird zu kaufen gesucht. Offerten wolle man an die Exped.-d. Bl. richten. Brodpreise vom 16. bis 30. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 71 13 kr. Zweite Sorte 4 8 11 tr. 5 1 2„ 67 0 77* 2* 5 ½„ „ 31%,„ 25/1* 5— 4** 2½ Loth Milchwaaren 1 tr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.— 30. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg unverändert. Für Nauheim: * Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. Z 17 kr., Kuyfleisch, gem. 16 Leber- u. Blutwurst 24„ „ungem. 12 u. 14„ Bratwurst. Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 28 Keil und Carre—„(Cervelatwurst 1„ Kalbfleisch 13„ Fleischwurst 28— Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Rierenfelt 20„ Doörrfleisch 9 Hammelsfett 16„ Schinken e Schaaffleisch 15„ Solpersleisch 18 * Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelsssen 28 kr. Ausnahmspreise: Bei D. Fritz Blut⸗ und Leberwurst 20 kr., Schwartenmagen 24 kr., Bratwurst 24 kr.— Bei Jamin Hammel- und Schaffleisch 15 kr., Fleisch⸗ wurst 26 kr., Bratwurst 26 kr., Schwartenmagen 26 kr. — Bei Samuel Löb Kuhfleisch 14 kr.— Bei J. Rosen⸗ wal Kuhfleisch 14 tr.— Bei Krauch(Chausseehaus) Leber- und Blutwurt 20 und 24 fr., Schmalz, unausgelassen, 26 kr., Schmalz, ausgelassen, 28 kr., Schwartenmagen, geräucherter, 28 kr., Fleischwurst 20 kr., Bratwurst, geräucherte, 26 kr.— Bei Wilh. Bieler Hammelfleisch 16 kr., Hammelsfett 20 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr.) Schweinefleisch pr. 8 17 tr. Kuhfleisch, gem, 14„ Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem, 14„ Bratwurst. Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 10„ Doörrfleisch 26„ Schaaffleisch—„ Schinken 28 Nierensett 8 Schmalz, ausgel. 30 Hammelssett 18„Schmalz, unausgel. 28„ Die Magdeburger Hagelversicherungs- Gesellschaft, Grund⸗Kapital: Drei Millionen Thaler, 08 in 6000 Stück Actien, wovon bis jetzt 3001 Stück emittirt sind, 1165 versichert Bodenerzeugnisse aller Art gegen Hagel Die Eutschädigungs⸗Beträge werden spätesten na die prompte Erfüllung dieser Verpflichtung wird durch den bedeutenden Geschäftsumfang, Gesellschaft 457,988 Versicherungen abgeschlossen und 5,326,659 Thaler Entschädigung nicht statt. Reserven der Gesellschaft verbürgt. Seit ihrem fünfzehnjährigen Bestehen hat die gezahlt. Die Versicherungs-Summe im Jahre 1868 betrug 59,788,007 Thaler. Die Unterzeichneten Agenten nehmen Versicherungs-Anträge gern entgegen, und werden jede weitere Auskunft bereitwilligst ertheilen. Friedberg im April 1869 Ad. Damm, Münzenberg„„„ W. Jäger, Alsfeld 5„ 77 H. Diehl, Duͤdelsheim 77 7„ Dauernheim„ Fleschenbach 7 77„ Fr. Schwarz II., Ch. Fr. Eckhardt. H. Berting, Gießen im April 1869 Echternach KHanstein, Grebenhain im April 1869 P. Jost, 4 Grünberg„„ Fr. Repo, Homberg„5„„ J. G. Rausch, Heldenbergen“,„„ L. Wertheimer, Lauterbach„ D. Stöpler, Schotten im April 1869 G. Ph. Eberts, schaden zu festen Prämien. s binnen Monatsfrist nach Feststellung derselben voll ausgezahlt; durch das Grund⸗ Kapital und die Nachschußzahlungen finden Lich im April 1869 Ph. Zimmer, Londorf 7 7„ r N Schmidt, Gedern„„ In St guch, N.⸗Erlenbach„ H. Heil, Ortenberg 1 5 /, Röth, Schlitz„„„ J. Fischer, Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Möbel Transport G. L. HANSEN Frankfurta M. III N——H 2525 per Bahn oder Land, sowie das Abholen von Möbeln von der Bahn, besorge mittelst großer, geschlossener Federwagen bei Garantie, prompter und billigster Bedienung. G. L. 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Für Einsteher. 1137 Das Agenturen- und Commissions⸗Geschäft von Josef Ehrlich in Mainz empfieblt sich den Herren Unteroffizieren, welche demnächst ihr Einstandsgeld empfangen werden, in ficherer und vortheilhafter Anlage ihrer Kapitalien durch erste Hppotheken mit wenigstens 6 Prozent Zinsvergütung. 4—5 tüchtige Weißbinder 1147 werden gegen hohen Lohn gesucht. Naube im. Aug. Höpfner. 1151 Jan die Oberhessische Eisenbahn abtreten muß, so mache ur gefälliger Beachtung. ich meine geehrten Kunden, sowie ein geehrtes Pablikum darauf aufmerksam, daß ich diesen Sommer keine Pelz— Gegenstände zur Aufbewahrung annehmen kann. Hungen im April 1869. S. Wolf. Rudolf Mosse offlèteller Agent sämmtlicher Zeitungen St. Gallen— Berlin— München befasst sich lediglich mit der prompten Beförderung von Annoncen jeder Art ohne Preis- Erhöhung, ohne Porto oder sonstige Spesen zu Original- Preisen. Bei grossen Aufträgen Rabatt. 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M., Abends 7½ Uhr, in die Wehnung des Herrn Löb Hermann Strauß eingeladen; die Beschaffung eines Religions lehrers betr. 5 Das Co mite. 1 Q a Ein braver Junge, 1132 welcher die Metzgerei erlernen will, kann sogleich eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bl. Ein gutes Zugpferd 1160 ist zu verkaufen. Näheres der Expedition d. Bl. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 14. April. Waizen 11 fl. 20 tr., Kor! 8 fl. 40 tr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 12. April. Waizen 11 fl. 35 kr. 3. Kor: 9 fl. 20 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 54 kr. Grünberg, 10. April. Waizen 10 fl. 50 tr.; Korn 8 fl. 43 kr.; Gerste 7 fl. 36 kr.; Hafer 6 fl. 15 kr.; Molter 8 fl. 15 kr.; Erbsen 10 fl. 15 kr.; Wicken 12 fl. 55 kr.; Saamen 16 fl.— kr.; Kartoffeln 2 fl. 26 kr. Mainz, 9. April. Waizen 11 fl. 28 tr.; Korn 8 fl. 34 kr.; Gerste 8 fl. 10 kr.; Hafer 6 fl. 29 tr.; e 2 fl. 12 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund . ** Zwei Ziegler 2 Gesellen 1111 wird für einen kleinen Haushalt einer größeren— Stadt gesucht. Eine Bewerberin vom Lande erhält den Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 1168 werden gesucht. Von wem? sagt die Exp. d. Bl. Vorzug. Offerten werden durch die Exp. d. Bl. erbeten. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Mitgethellt von; Oest. 250 fl. b. R. 1839 162 6. S. Limdhelmer. Cours. 5„ 250„1854 74 0. 5* 5„ 100 Pr. L. 1858 157 6. 14. April 1869. Cours der Staatspapiere. 5„ 500, v. 1860% 83½ 6. Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lst.] 65/ G. 1 Gr. Hess. 4% Obligat. 91¼½: P. 1„ 100 Pr. v. 1864 121% G. 1 50% Nat.-Anl. 1854 55 G. 1 5 3½0% Obligation. 84 6.— Schwed. Thlr. 10-L. 12 Pp. 5 50% steuerfreie Oblg. 51 ½ 6. Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 92 ½ P. 2 Bad. 35 fl. Loose 55 b. Preussen 40,% Obligat. b. Rth. 93% P. 5 40% do do 85¼ P 2 1 40 Ai. 7 5 5 0 do. do. 86 G. Kurhess. 4% Obl. b. R. à 105[ 85 P. J. e eee 4. He Bayern 50% Obligation. 101½ 6. Frankf. 3½% Obligat. 81¼ͤ P 2— 25„„„ 426. 3 4½0% ½ Jahr. b. Rth. 95½ P. 585 4 30% do 73 FP.— 8851 35 fl. L. b. Kk. 35%. 5 40% a0 do 88½ 6. Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 12 82½ P. ZDB Würtemb. 47 975 b. 755 5 2 Finnland 4½ Pfdbr. i. R. 0 808 P. 2 Pistolen fl. 9 46—48 7 10% 0 0 2 Schweden 20% O. I. R. 3 7 P. 2 8 Doppelte 9 47—49 Baden 4½0% Obligat. 93½ P. 3 4½0% Pfb. 1. R. à 105 83½ G. 2 Preuss. Friedrd'or 8 9 577½—58½ 5 4% Odligat. 853/ P. U N.-Amer. 60% St. l. E. 1882[87 ½ C. Holl. f 10 Stücke„ 9 5456 Toll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 15 0 40 4 8 4½j% Bayr. Ostbahn 127 6. 30% Liv. C. D.& P/ 2. fr. à 28 kr. ö 34½ 6. 2 Engl. Sovereigns. 1 11 54—58 40% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 93½ G. 50% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 55¼½ P. 2 Kuss. Imperiales„ 9 47—49 3% Oesterr, St-Eisenb.-Prior. 54½ G. 50% Eltsabethbahn-Prior.% 74¾ G. Gold pr. Zoll- Ff.—— 69% Oest. Süg. St. u. Lomb. E. B. 98 ¼½ P. 50% do. neueste Emiss.%[ 73½ G. I Hcnh. S ilb. pr. Z. Pf.—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 46 6. 1 4½% Hess. Ludwięsb.-Prior. 95% P. Preuss. Kassensen.„ 1 44/8—45½ 5 Wiener Wechsel- Cours 95½½ G. 1 Dollars in Gold„» 22 7½—28½ — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. s. w. 8. Lindheimner in Friedberg. 5 ö 1 N haben An de edit