6 1869. Dienstag den 14. Dezember. 146. „Oberhessischer Anzeiger. Enthält bie amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsla g, . U——————— f Amtlicher Theil. chloz 2 2 2. Einladung. I Betreffend: Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg. N Die Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden zur W diesjährigen Generalversammlung desselben, welche u Guß 0 Donnerstag den 16. December Il. J., Nachmittags 2 Übr, eis auf dem Rathhause in Friedberg abgehalten werden soll, hiermit eingeladen. nen Zur Verhandlung kommen Mittheilungen über den Rechenschaftsbericht von 1868 und 1869, Berathung über Verwendung der 8 Vereinsmittel in 1870, Rechnungsablage, Wahl der Ausschußmitglieder. c Auch wird Herr Kreisveterinärarzt Born einen Vortrag über die„Maul- und Klauenseuche halten. el Friedberg den 12. December 1869. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg ne Tria ip p. hosen Hessen. Darmstadt. Das Großberzogliche Bahn einerseits und der Main-Neckar- und links- in dieser Antwort zu, daß sie der Bank gestattet Regierungsblatt Nr. 56 enthält: mainischen Bahn andererseits und fragt, in habe, die Notenaus gabe, jedoch nur auf den drei— vinleg I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Janern welchem Stadium sich diese Angelegenheit befinde, fachen Betrag des dermalen eingezahlten Aktien- e eue der Hessischen Ludwigge] Forstmeister Hoffmann verliest gleichfalls kapitals zu vermehren, sie hält sich indeß durch 8 1 0 ⸗Gese 0 end. 0 a a ö 5. 1 uche II. Wetanntmachung derselben Behörde, Abänderungen eine Interpellation, ob die Regierung davon die Statuten der Bank hierzu berechtigt und N. er Arzneimitteltaxe betreffend. Kenntniß habe, daß die Bediensteten der Ludwigs glaubt, daß nach keiner Richtung aus diesem n III. Bekanntmachung Großb. Ministexiums der Finanzen, Bahn, insbesondere die Locomotivführer und] Schritt eine Gefahr erwachsen werde. Wernher 000 u 6 1 der Uebergangsabgaben Hetzer und Weichenwärter öfters genöthigt würden, stellt im Namen der Interpellanten den Antrag, 1 0* 0 etreffe K 4 1 5 1 1 5* 4 6 0 IV. e l Großherzogliche Commission fü! 24—36 Stunden ununterbrochen im Dienste zufdie Kammer wolle erklären, daß der Bank eine 9,000, Vost-Angelegenheiten, den Personenposteours(hier die Per-(sein, so daß es vorgekommen sei, daß derartige s vermehrte Ausgabe von Banknoten nur durch en enl⸗ phengeldsätze) zwischen Herbstein und Ruppertenrod resp. Bedienstete vom Schlafe übermannt worden seien, einen Akt der Gesetzgebung gestattet werden solle Auskunft Gießen betlressend. während der Zug schon im Gange gewesen und und führt in längerer Rede aus, daß in dem von V. Bekanntmachung Herselden Behörde, den Personen⸗ Fan 905* f * eee eee n dadurch Menschenleben in die größte Gefahr ge- der Regierung geschehenen Schritt eine große Ge— 5 ind Wörrstadt u resp. Wöllstein betreffend. brachte hätten, eventuell, ob die Regierung Schritte fahr für den Einzelnen sowohl, als für die Staats- nmission VI. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Lauterbach, gethan, derartigen Ungehörigkeiten vorzubeugen. finanzen liege. Dumont beantragt noch weiter, e 0 1 3. Klasse in der— Es wird sodann die Berathung über den die Kammer wolle die von der Regierung der emeinde Maar für 186 elressend. 1 8 9. 0 1 1 f. g„ 1 C 1 un, VII. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Bensheim, Gesetzesentwurf, den Steuersuß bei außerordent⸗[Bank gegebene Erlaubniß der Vermehrung der * lie nachträgliche Umlage zur Bestreltung der Vedülrfnisseb lichen Steuerausschlägen und Communelumlagen[Noten als verfassungswidrig erklären und dagegen 1 4. N. ler ifraelitischen Religionsgemeinde Seeheim für 1869 betreffend, wieder aufgenommen. Nach langer[Verwahrung einlegen.— Einem Gesetzentwurf Fate te ach n Debatte, an welcher sich eine große Anzahl der füber die Hundesteuer stimmt die Kammer in der Bekanntmachung Gr. Kreisamts Ossenbach, 8 9 5 11. 700 5* 7 g l. susschlag der auf die Gemarkungen Hanauer Kobersiadt, Abgeordneten betheiligte, wird zur Abstimmung Weise zu, daß den Gemeinden gestattet wird, Mitielbick und Wolfsgarten repartirten Kriegskosten aus geschritten, und hat dieselbe folgendes Ergebniß: außer der seitherigen Staatshundesteuer von fl. en bringt 866 betreffend. 2 ö Art. 1 wird nach der Regierungsvorlage gegen voch eine weitere Gemeinde-Hundesteuer von 1 aetleldelt IX Namens veränderung. S. K. H. der Großherzog. 9 Stimmen angenommen, Art. 2 wird sowohl nach f bis 3 fl. auf jeden Hund, mit Ausnahme der— 1 laben allergnädigst geruht: am 11. Nov. dem Joh. Wilh. Reazer 1 7 9 217 e g waaten Schmidt zu Darmstadt zu gestatten, statt des bisherigen Fassung der Regierung als nach der des Aus- jenigen, der Hirten, zu legen.— Eine weitere *** e U 1* 1 f 9 1 1 7 N te linftighin den Famillennamen Vötlinger zu führen. schusses gegen 5 Stimmen abgelehnt, auch werden die] Gesetzesvorlage lautet: Die Regalitätsabgabe von X. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben verschiedenen Amendements verworfen, so daß nun-[dem Bergbau auf Eisensteine und Braunkohlen 10 N.. e ee eee. ee mehr gar kein Maximum des einem Steuerpflich⸗ ist, mit Wirkung vom 1. Januar 1869 an, auf⸗ felassung 5 1 1 8 Serre tigen in Ansatz kommenden Einkommensteverkapttals gehoben. Die Kammer stimmt ohne Diskussion um Lehrer au der Realschule zu Michelsiadt zu ernennen; festgestell. ist. Ar“. 3 nach dem Regierungsentwurffund einstimmig zu. Der Präsident verkagt hier- — am 12. Nov. dem evangel. Pfarrer zu Hopfmannsselbf wird abgelehnt gegen 14 Stimmen und nach auf das Haus bis zum Januar nächsten Jahres. Jodemer, die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Augersbach] Antrag der Ausschußmehrheit gegen 18 Stimmen Preußen. Berlin. Im Abgeordneten- ee 1250 ee angenommen. Es wird also der Einkommensteuer bause wurde die Petition, die Aufhebung der lütholische Schulstelle zu Ilbenstadt präsentirten katholischen pflichtige, der abwechselnd an verschiedenen Orten Zeltungsstempelsteuer betreffend, der Regierung Schullehrer zu Ludwigshöhe Nicolai für diese Stelle zus des Inlands wohnt, mit seinem ganzen Einkom- zur Berücksichtigung überwiesen. Der Neglerungs— U ställgenz— am 16. Nov. dem Schullehrer au der van men nur an seinem Hauptwohnort zugezogen. commissär erklärte, die Regierung beabsichtige, die chen We eee 1 Art. 4 wird gegen 8 Stimmen bejaht und gilt“ Steuer aufzuheben, sobald die Finanzlage es ge— * 5 ebigte evangelische Pfarrstelle zu H e gegenwärtige Gesetz nur für die Jahre 1870 fstatte. Der Antrag von Miquel und Lasker, die XI. Concurrenz für: bie evaug. Pfayrstelle zu Rüssele⸗ßund 1871.— Die Abgg. Oechs ner und Ausdehnung der Competenz des norddeutschen im mit einem Einkommen veranschlagt zu 1765 fl.[ Dumont überreichen am Schlusse der Sitzung Bundes auf dae gesammte bürgerliche Recht be— der künftige Geistliche hat, so lange die Stelle so viel“ noch eine Interpellation folgenden Inhalts: Die treffend, wurde in zweiter Berathung mit großer einträgt, einen Gehalt von 1850 fl. nebst freier Wohnung* 0 ene c b. l Regierung habe zugegeben mit der ihr verwilligten Majvrität angenommen. ind Genuß der Accibenzien zu beziehen;— die evangel. 25 0*. Schulstelle zu Rödgen mit einem jährlichen Gehalt von] Pauschsumme für Militärpersonen auszukommen. Sachsen Dresden. Ein Dekret der 00 fl. 7½ kr. nebst einer Vergütung von 25 fl. für] Es werde nun eine Antwort darüber erbeten, ob Regierung fordert 500,000 Thaler für den Auf— Keizung des Schullekals; 45 zweite.. der Regierung auch jetzt noch, angesichts der fort-[bau des Hoftheaters. 55 n den 92 fl. 40 ke. für Hale bes während erfolgenden Pensionirungen höherer Offi— Bayern München. Das Ministerium Schullokals;— die evangel. Schulstelle zu Wetlsaasen ziere, diese Pauschsumme genügend erscheine und ist noch immer nicht ergänzt. Schubert und nil einem Gehalt von 300 fl. nebst 4 Stecken Holz zurfob dem Lande nicht unerschwingliche Lasten in] Feder haben die Annahme eines Portefeuilles de— heizung des Schullokals;— 15 fünfte wan Aussicht stünden? Ferner, da die Pensionirungen finitiv abgelehnt. 1. zum Theil jüngere noch leistungsfähige Offiziere Oesterreich. Wien. Die beiden Häuser der jeweilige Inhaber der Stelle ist außerdem in Bezug getroffen, ob dieselben aus rein militärischen Grün— des Reichsraths hielten am 11. d. ihre Eröffnungs⸗ is Mapy'schen Legats. den erfolgt seien. sitzungen. Der Präsident des Herrenhauses, Fürst — 10. Dez. 2. Kummer Zunächst inter— 11. Dez. Es lief heute die Antwort der Auersperg, bezeichnete in seiner Erössnungsrede ullirt der Abg. K. J. Hoffmann das Staats- Regierung auf die neuliche Interpellation der als die oberste Aufgabe des Reicheraths den Anisterium wegen Verzögerung der von der Abgg. Wernher, Wise ow, Kraft und Schutz der Verfassung. Er betonte die Nachtheile, neußzischen Regierung herzustellenden Bahnver-[Dumont bezüglich der Notenemissson der Bank welche die fortgesetzten Schwankenge t sich Andung bei der Luisa zwischen der Offenbacher für Süddeutschland ein. Die Regierung gestehtsbrächten; die böchste Pflicht sei nunmehr Ausdauer. Frankreich. Paris. Die Aussichten für Ollisier zur Erlangung eines Ministerporte⸗ feuilles sind wieder in weitere Ferne gerückt. Der Kaiser hat sich nämlich von dem durch Olliviers Anregung veröffentlichten Programm des rechten Centrums empfindlich betroffen gefühlt und beson⸗ ders Anstoß an der Zuversicht genommen, womit in diesem Manifeste von dem„parlamentarischen Regimente“ gesprochen werde. Noch mehr aber tritt ihm der Einfluß der Kaiserin entgegen, welche sich gegen Vertraute geäußert haben e werde nie ihre Zustimmung zu einem Ministerium Ollivier geben“, wie sie überhaupt aus ihrem Mißmuth über die Wendung, welche die Politik seit ihrer Abreise genommen habe, kein Hehl machen soll. — Im gesetzgebenden Körper protestirte Rochefort gegen die Bezeichnung„nait“, welche Tags zuvor der Minister Forcade auf den von ihm(Rochefort) eingebrachten Gesetzentwurf angewandt hatte. Er bezeichnet die Bemerkungen des Ministers als ein Seitenstück zu der Ironie, mit welcher„der Herr, der an der Spitze des Staates steht“ seinen, Rochefort's, Namen aufgenemmen hätte, als dieser in der feierlichen Sitzung vom 29. November aufgerufen wurde.(Ungeheurer Lärm.) Gleich- wohl, fährt Herr Rochefort fort, habe ich mich niemals so lächerlich gemacht, wie Derjenige, welcher auf der Küste von Boulogne mit einem Adler auf den Schultern und mit Speck im Hute spazieren ging.(Diese Worte Rochefort's erregten großen Tumult.) — In dem gesetzgebenden Körper wurden diplomatische Dokumente vertheilt, welche das Concil, das ottomanische Nationalitätsgesetz, die ägyptischen Capitulationen, die europäische Donau. commission, die tunesischen Angelegenheiten und Japan umfassen. Bezüglich Deutschlands sagt das Expose:„Die Lage des norddeutschen Bundes und der Südstaaten hat keine merkliche Aenderung erfahren. Die Fragen, welche die deutschen Ca; binette seit einigen Jahren beschäfligen, haben uns keine Ursachen gegeben, aus der Reserve heraus- zutreten, welcht wir während der Umgestaltung der Dinge jenseits des Rheins beobachtet haben. Unsere Beziehungen zu Deutschland sind stets freundlicher Natur gewesen.“ ägyptischen Capitulationen sagt das Expose:„Im Einverständniß mit dem Cabinet von London haben wir in Konstantinopel eröffnet, daß die Zustimmung zu der von dem Khedive vorgtschla⸗ genen Enquete keineswegs die Absicht einschließe, irgend ein Abkommen ohne die türkische Regierung oder im Gegensatz zu den Rechten des Sultans zu treffen.“ —„Figaro“ sagt, eine an den Gesandten Frankreichs in Rom, Marquis v. Banncrille gerichtete Note des Justizministers erkläre, daß es schon vom religiösen Standpunkte aus nicht zeit gemäß erscheine, die Frage der päpstlichen Unfehl barkeit aufzuwerfen; in politischer Hinsicht aber heiße es nichts anderes, als Frankreich von den Verpflichtungen entbinden, die es durch das Con cordat übernommen habe. In Betreff der Entlassung der Minister oder irgend eine Modi⸗ fikation im Ministerium.. Marseille. Am Jahrestag der unbefleckten Empfängniß Mariä und am Tage der Eröffnung des Concils in Rom fand hier eine Illumination statt, welche eine Bande von 1000— 1500 Mann zu stören versuchte. Die Schaar durchzog unter Lärm und Absingen der Marseillaise die Straßen und zertrümmerte vor dem Palais des Bischofs und vor der Präfektur die Gascandelaber. Die Schildwache vor dem ersteren Gebäude wurde leicht verwundet. Es fanden etwa sechszig Ver⸗ haftungen statt. Spanien. Madrid. In den Cortes stellte Marschall Prim jede Absicht eines Staals⸗ streiches in Abrede. Er erklärte, die Candidatur des Herzogs von Genua sei von einer überaus starken Majorität der Bevölkerung gebilligt worden. Die Richtigkeit der Nachricht, daß die Herzogin von Genua gegen die Candidatur ihres Sohnes sei, bestreitet der Ministerpräsident und fügt hinzu, die Proklamation werde nächstens erfolgen. Der Deputirte Castelar hielt eine heftige Rede gegen die Regierung, das Haus Savoyen und den Kaiser von Frankreich. Italien. Rom. In seiner Allocution an die„Väter des Concils“ drückt der Papst seine Freude aus über die Ankunft der Bischöfe, welche nach Rom gekommen seien, um allen Menschen den Weg Gottes zu lehren und mit dem Papste unter den Auspicien des heiligen Geistes die salsche menschliche Wissenschaft zu richten. Es sei nothwendig, daß die Kirche gegen die gottlose Verschwörung kämpfe, aber sie habe nichts zu fürchten, denn sie sei stärker als selbst der Himmel(d). — Nach einer Depesche der„Correspondenz Italienne“ aus Neapel wurde das dort tagende Concil der Freidenker wegen beleidigender Kund⸗ gebungen gegen den Kaiser von Frankteich von den Behörden aufgelöst. Amerika. Newyork. Die spanischen Kanonenbooie, welche mit Beschlag belegt waren, sind freigegeben und gehen nach Cuba ab. Aegpten. Cairo. Jede Befürchtung, daß die türkisch⸗ägpptische Differenz Anlaß zu einem Conflikt geben könne, darf als beseitigt be- trachtet werden. Der Ferman des Sultans ist unter Beobachtung der vorgeschriebenen Gebräuche und unter dem Donner der Geschütze der Citadelle verlesen worden, ein Zeichen daß der Khedive sich sämmtlichen Bestimmungen des Fermans fügt. * Bad⸗ Nauheim. Dieser Tage ist die Ernennung des Herrn Stadischreiber H. Schutt zum Bürgermeifler unserer Stadt dahier eingetroffen; der bisherige Beigeord⸗ nete Herr Gebringer wurde als solcher neu bestäligt. Frankfurt. Das gute deutsche Wort„Köchin“ scheint vor den Augen der Dienstboten keine Gnade mehr „zu haben. In dem Inseratentheile eines hiesigen Blattes sucht eine„anständig gesetzle Kochdemoiselle“ eine Stelle. Frankfurt. In der chirurgischen Klinik des Herrn Dr. Bockenheimer wurden im abgelaufenen Jahr nicht „weniger als 1125 Personen, von Verpflegungstagen, behandelt, befanden sich 740 männliche und 385 . weibliche. denen 26 mit über 600 Unter den Behandelten Aus „Frankfurt und dessen Ortschaften waren 294, Kurhessen 141, Nassau 163, Homburg 18, Großherzogthum Hessen 3 16 kr. weiterung der Frankfurt. Bei dem Bau der Palmgärten ist ein bebauernswerthes Unglück passirt, indem der Ingenieur, welcher mit der Anlage der Heizung beschäftigt war, durch das Herabrutschen eines Stück Mauerwerks erschlagen wurde. Zwei andere Arbeiter, welche in demselben Ge⸗ wölbe sich befanden, kamen unversehrt davon. Berlin. Die Verhaftung eines hiesigen Wirthes, des Pächters des Colosseums, erregt hier großes Aufsehen. Derselbe steht im Verdacht mit Hülfe seiner Schwester deren Mann, seine eigene Frau und seine eigene Mulker mittelst Arsenik vergiftet zu haben. Die Untersuchung der Leiche des erst kürzlich eines plotzlichen Todes verstorbenen Schwagers des Verhafteten hal Arsenikvergistung ergeben. Die Ausgrabung der Leichen der beiden Frauen ist bereits angeordnet und wird deren Obduktion noch in dieser Woche stattfinden. Wenn auch die furchibaren Verbrechen noch nicht als erwiesen zu betrachten sind, so sollen doch die Verdachtsgründe erheblicher Natur sein. ee it noch, daß eine räumliche Verloosungen. f Brüssel, 1. December.(100-Fr.⸗Loose von 1856.) Bei der heute stattgefundenen Zlehunßz fielen auf folgende Nummern höhere Gewinne: auf Nr. 54095 25,000 Frs.; auf Nr. 38666 10,000 Frs.; auf Nr. 10603, 13443, 22660, 25407, 34983, 44478, 51140, 56984, 67685 und 68882 je 900 Fr.; auf 1602, 2555, 6433, 7469, 15163, 23313, 28278, 32451, 36110 und 52767 je 500 Fr.; auf Nr. 15177, 53406 und 62861 je 300 Fr.; auf Nr. 1500, 11156, 11734, 15831, 17807, 23235. 26833, 27393, 28074, 32335, 32931, 41496, 50899, 53558 und 60508 je 200 Fr. Die Zahlung erfolgt am 1. März k. J. „Wir glauben, 3429 daß dieser Kalender“) den Katholiken keinerlei Gefahr bringt, wohl aber, daß er zum Nachdenken anregt, und das ist es, was man in ultramontanen Kreisen fürchtet, man fürchtet das freie Wort und den freien Gedanken.“ „) Der„Lahrer pinkende Bote für 1870. Zu haben dei allen Buchhändlern und Buch⸗ Bitte! In der Nacht vom 7. auf den 8. d. M. ist dem Joh. Weis dahier sein Wohnhaus mit Stall und Scheuer auf den Grund niedergebrannt. Fast Nichts rettete die unglückliche Familie als das nackte Leben und das Vieh aus dem Stall, keinen Halm von Heu, Stroh ꝛc., was bei dem in unserer Gegend ohnehin hereschenden Futtermangel doppelt drückend ist. Wie will der Mann seine Familie und sein Vieh den Winter durchbringen und nächstes Frühjahr die Aussaat bestellen?! Wer die Ver⸗ hältnisse der geringeren Bauersleute auf dem Lande kennt, der weiß, was das sagen will. Die Brandkassenentschädigung kann nur zum Wiederaufbau der Hofraithe verwandt werden und wird da nicht ausreichen, und die Wohlthat anderweitiger Feuerversicherung ist leider, ohne daß dem Einzelnen villigerweise daraus ein Vorwurf gemacht werden könnte, noch nicht durchgreisend in unsere entlegenen Dorf⸗ schasten gebrungen.— Das Feuer ist von ruchloser Hand angelegt. Der Thäter ist bereits ergriffen und überführt. An der trostlosen Lage des armen Abgebrannten ändert das leider nichts; das Bubensück seines Feindes, ihn an den Bettelstab zu bringen, ist gelungen, wenn dem Manne keine Hülfe wird. Darum ergeht an gute Menschen die dringende Bitte um Unterstützung. Helft, daß die ohne Schuld in's Elend gestürzte Familie sich aufraffe und durcharbeite! Ueber Empfangnahme und Verwendung Eurer milden Gaben wird demnächst Rechen⸗ schaft erfolgen. Wingershausen im Vogelsberg, am 9. Dec. 1869. F. Briegleb, Pfarrer. Auf das an uns ergangene Ersuchen erklären wir uns gerne zur Eutgetennahme milder Gaben bereit und be⸗ scheinigen gleichzeitig den Empfang solgender Beträge: — Der„Public“ dementirt categorisch di e! Württemberg 18, Frankreich 11 ꝛc. 282, Bayern 75, altpreußische Provinzen 3 /, Schweiz, An Geschenken und N. B I fl, H. S. I ff. Die Expedition. Faselochs ⸗Versteigerung. 3431 Freitag den 17. d. M., Rathhause verkauft werden. Wölfersheim den 10. Dezember 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Wölfersheim Heye r. Vormittags 11 Ubr, soll ein der Gemeinde Wölfersheim gehörender, zu schwer gewordener, rolhgescheckterßaselochs, zum Schlachten geeignet, meistbietend gegen baare Zahlung auf dem Waaren⸗Versteigerung. 10 Uhr anfangend, Waaren⸗Verfteigerung der Frau S. Witwe fortgesetzt und kommen zum Ausgebot: und baumwollene Strümpfe, Socken, a wollene und baumwollene Aermel, sowie sonstig Gegengände. Faselochs ⸗Versteigerung. 3430 Donnerstag den 16. d. M., Mittags Uhr, wird ein der Gemeinde dahier gehöriger Faselochs, zur Zucht im Gemeindehaus öffentiich meistbietend untauglich, verstetgert. Ober Rosbach am 11. December 1869. Großherzogliche Vürgermeisteret Ober⸗Ros bach Blecher. Eine freundliche Wohnun 3406 bei der Exped. d. Bl. in der besten Lage der Stadt, zum Betriebe eines jeden Ladengeschäftes geeignet, ist zu vermiethen. Näheres Auch kommen einige Möbel zur Versteigerung. Friedberg den 10. Dezember 1869. 5 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg 8 3379 liegen in der Kirchenkasse zu Reichelsheim gege gerichtliche Hypothek zum Ausleihen bereit, Für den Kirchen-Vorstand Schneider, 3417 Mittwoch den 15. Dezember l. J., Vormittags wird in hlesigem Rathhause die G. Katzensteins wollene Herren- und Damenjacken, Uunterhosen, wollene Badehosen, Bek agnt machung 3426 Die seit November 1867 dahter bestandene Firma „Ehrmann& Comp.“ ist nach Anzeige der Gesellschafter erloschen, was heute im Firmen Register eingetragen worden ist. Friedberg am 2. November 1869. . eee Friedberg e i tz. e 3291 Reichhaltig assortirtes Lager in Herren- und Knabenanzügen, Ueberzieher, Jacquets, Schlaf⸗ röcke, Hosen und We sten für die Wintersatson. Anzüge nach Maß. Billige Preise, reelle Be⸗ 1 dienung. 2 Fischer, g Hauptwache 1, Frankfurt. M Ein Billard, * 1 5 Herrenkragen 2% bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg, 3404 vollständig noch in gutem Zustande, hat in Auf⸗ trag billig zu verkaufen S. Garde, Ju den g a Mittelrhein. Zeitung. nstalt durch Neubau beabsichtigt wird. 1 Nicht zu übersehen. Gottespfennigen wurden der Klinik überwiesen 763 A. r⸗ 5 1 1 12 — Oef 3435 J und 7 der fen don Gl hoddetun ugstech unter de den Aut In Beffellu eines O masse v. kannt g. person Manda Beilrltt 5 a6 * Ba In Sachen des Ebristian Klein II. von Wohnbach, Klägers gegen seine Ehefrau Friederike, geb. Peeb daselbst, dermalen in Amerika Beklagte Ebescheidung beit. 3019 Der abwesenden Ehefrau des Chrtistian Klein II. don Wohnbach, Friederike, geb. Heeb, wird hiermit er⸗ öffnet, daß ihr Ehemann wegen ihrer böslichen Ent⸗ fernung am 21. d. M. eine Klage auf Ehescheidung erhoben habe und daß sie sich auf dieselde, deren Ein⸗ sicht guf dem Actuaxiat geftattet ift, binnen drei Monaten von beute an zu erklären babe, gegenfalls der Inhalt der Klage für eingestanden angenommen und untec Ausschluß mit Einreden weiter wle Rechtens erkannt werden wird. Alle weiteren Verfügungen werden nur durch An⸗ schlagen an die Gerichtsthüre publicirt. Hungen den 27. October 1869. Großberzogliches Landgericht Hungen UHreör le. Oeffentliche Aufforderung. 3435 Nachdem über das Vermögen des Gastwirths und Salzwiegers Peter Heß II. von Bad Nauheim der förmliche Concursproceß erkannt worden ist, werden dessen Gläubiger zur Anmeldung und Begründung tbrer Forderungen, sowie zur Geltendmachung etwaiger Vor⸗ zugsrechte auf Freitag den 18. März ke Morgens 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile des ftillschweigend eintreten⸗ den Ausschlusses von der Concursmasse, geladen. 5 In der etwähnten Tagfahrt soll sodann über die Beftellung eines Massecurators, sowie über die Wabl eines Gläubiger-Ausschusses und Verfilberung der Concurs⸗ masse verbandelt werden, was unter dem Anfügen be⸗ kannt gemacht wird, daß bezüglich der weder in Selbst⸗ person erscheinenden, noch durch gehörig bevollmächtigten Mandatarien vertretenen Gläubiger der ftillschweigende Beitritt zu den von der Mehrheit der Erschienenen auch bezüglich eines etwa zu Stande kommenden Arrangements gefaßt werdenden Beschlüssen unterflellt werden wird. Bad⸗Naubelm den 10. Dezember 1869. Großberzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Holz⸗Versteigerung. 3432 Freitag den 17. Dezember l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, will Philipp Römig III. von Ober⸗ Rosbach in seinem Privatwald nachstehendes Holz öffent⸗ lich meistbietend versteigern lassen: 38 Fichtenstämme von 5— 11“ Durchmesser und 15—45/ Länge, 460 Cubiksuß haltend 60 Fichtenstangen von 2— 5, Durchmesser und 15—45 Länge, 209 Cudbikfuß haltend, 110 Stück Baum pfähle, 37„ Bobnenftangen. f e Zusammenkunft Morgens 9 uhr an der Stein- Brücke in der Sang. Ober Rosbach den 11. Dezember 1869. Philipp Römig III. Auffloßen, Verdauungs- Harngries. Vorräͤthig in it Gebr.⸗Anw. à 30 kr. nur allein ächt in Friedberg bet Hofapotheker C. 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Todesanzeige. 3442 Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung von dem Ableben unseres geliebten Gatten, Vaters und Schwiegervaters 5 Johannes Htlerontmus, welches nach kurzem Leiden Samstag Abend 11 Ubr erfolgte. 55 Beerdigung Dienstag den 14. d., Morgens 9 Ubr. 5 Die Hinterbliebenen. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 5. Dezember. Johann Philipp Wilhelm Stappelton, Bürger zu Darmstadt und Hauptzollamtsdiener zu Offen⸗ bach, ein Wittwer, und Eva Marie Frank, Tochter des hiesigen Bürgers, Schreinermeisters und städtischen Holz⸗ messers Friedrich Frank. anf 5. Dezember. Dem Director der Friedberger Berg⸗ bau-Gesellschaft Friedrich Ernst August Stift eine Tochter Emilie Friederike Anna Hermine, geb. den 8. October. 5. Dezember. Dem Brigadier bei der Großherzogl. Gensdarmerle dahtler Nicolaus Hannes eine Tochter Marie Margarethe, geb. den 8. November. Beerdigte: 5 6. Dezember. Johaun Christoph Weckerling, hies. Bürger und Schlossermeister, 66 Jahre, 8 Monate, 28 Tage alt, 1 den 4. Dezember. 7. Dezember. Maria Katb. Heß, geb. Hitzel, Wittwe des Rentamtsdieners Joh. Heinrich Heß, 59 Jahre weniger 7 Tage alt, u den 5. Dezember. Katholische Gemeinde. 10. Dezember. Der Gardejäger Johannes Schroth von der 3. Compagnie 1. Jägerbataillons aus Lämmer⸗ spiel, Kreis Offenbach, 21 Jahre alt, F den 8. Dezember. Lager aller chemisch., physikal., pharmaceut. ꝛc. Apparate und Geräthe, Flaschen, Verantw. Red.: Hermann Simpff. Medieinglas und Verpackungsgefäße von Glas, Steingut und Thon. Druck und Verlag von Binder natzel& Senf, (Hierzu eine Beilage.) Preisen. 1. Ein braves Dienstmäͤdchen Chtistbaun-Confect in circa 40 verschiedenen Sorten, für Wieder⸗ Portwein⸗ f I Rum de Jamaica, Rum ⸗ Punsch⸗ Arac de Batavia. 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