lenz v0 f N, Herren⸗ d Hosen det Poß po. au Etrick⸗ un! e Artkel billig Schloß. der id mir dontdal, n ang 5 Nuit 1nd. * 7 illen net kellung d. en Salzes d buich ihre dh 1d 814% II 9. sind sten pelbelt d po 7 Weit Schoch Ja Em dag Dette 1 „ 1 s 1 Diͤenstag den 14. September. M 107. 1 berhessischer Enn. nzeiger. Gbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für den Monat September kann auf den Verlags- Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr, abonnirt werden. „Oberhessischen Anzeiger“ bei der FLetreffend: Uebereinkunft vom 12. Mai 1869. Amtlicher Theil. Ausführung der zwischen dem Norddeutschen Bunde und Italten wegen gegenseitigen Schutzes der Rechte an literarischen Erzeugnissen und Werken der Kunst abgeschlossenen Friedberg den 13. September 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg % Großherzogliche Polizeiverwaltung Nauheim, die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Indem wir im Abdruck nachstehendes Rescript Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 3. d. M. zu Nr. M. d. J. 8751 zur — öfentlichen Kenntniß bringen, geben wir Ihnen auf in vorkommenden Fällen sich genau darnach zu bemessen. In Beurlaubung des Kreisrathes: Haas, Kreisassessor. Jas Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter der Provinz Oberhessen und Großherzogliches Kreisamt Mainz bezüglich der Gemeinden Kastel und Kostheim. Indem wir Sie darauf aufmerksam machen, daß die zwischen urn Norddeutschen Bunde und Italien wegen gegenseitigen Schutzes de Rechte an literarischen Erzeugnissen und Werken der Kunst unter zen 12. Mai d. J. abgeschlossene Uebereinkunft— Bundesgesetzblatt d. J. 1869 Nr. 28 S. 293 ff.— mit dem 28. August l. J. in Haft getreten ist, bemerken wir das Nachstehende: 1) Zu Art. 3 der gedachten Uebereinkunft. Die von Italienischen Urhebern, ihren gesetzlichen Vertretern oder chtsnachfolgern in Berlin bei dem Königlich Preußischen Ministerium e geistlichen Angelegenbeiten angemeldeten und eingetragenen Werke wrden im„Leipziger Buchhändler⸗Börsenblatt“ regelmäßig bekannt gmacht werden. 2) Zu Art. 12 der gedachten Uebereinkunft. Denjenigen innerhalb der zum Norddeutschen Bunde gehörigen Gbietstheilen des Großherzogthums wohnhaften Verlegern und Sorti— umtshändtern, welche Italienische, noch nicht zum Gemeingut gewor— tene Werke in Abdrücken, Uebersetzungen, Nachbildungen ꝛc. veröffent— let, oder letztere zum Vertrieb übernommen oder mit der Veröffentlichung eder Herstellung solcher Werke begonnen haben, wird auf Grund der im Art. 12 der Uebereinkunft vom 12. Mai d. J. getroffenen Abrede zur Erleichterung eines künftigen Nachweises der Rechtmäßigkeit der betreffenden Publicationen anheimgegeben, bis zum 28. Novem- ber 1869 diese Vervielfältigungen ꝛc. bei der zuständigen Großher⸗ zoglichen Bürgermeisterei, beziehungsweise der zuständigen Lokal-⸗Polizei⸗ behörde, anzumelden. Dieselbe wird, wenn sie sich von der Richtigkeit der gemachten Angaben überzeugt hat, die angemeldeten Exemplare von Büchern, musikalischen und artistischen Werken auf Verlangen mit einem Stempel versehen. Ebenso wird den Inhabern von Cliches, Holzstöcken und ge⸗ stochenen Platten zu nicht autorissrten Vervielfältigungen Italienischer Werke anheimgegeben, dieselben bis zum 28 November 1869 ber der zuständigen Großherzoglichen Büͤrgermeisterei, bezw. der zuständigen Lokal⸗Polizeibehörde, anzumelden, welche sie in ein Verzeichniß ein⸗ tragen und eine Bescheinigung über den vollzogenen Eintrag ertheilen wird.— Die von den eingetragenen Clichés ꝛc. genommenen Abdrücke können bis zum 28. August 1873 eine Stempelung erhalten. Darmstadt den 3. September 1869. Dal wig f. Rautenbusch. Hessen. Darmstadt. Der Großherzog ha am 20. Juli den Ministerialrath in Pension, Friherrn v. Preuschen, auf sein Nachsuchen von de Funktionen eines Mitgliedes des General— Awitoriats enthoben; am 21. Juli: den Mini- stenalsekretär 2. Klasse Schenck zum Stabsauditeur mer Vorbehalt demnächstiger Festsetzung seiner Miennetät als solcher ernannt; am 30. Juli be— U daß der Secretär des General-Auditoriats ever, wegen Verminderung des Personalbestandes eu Militär- Justizbeamten, unter Verleihung des hnrakters als Auditeur und Festsetzung seiner Aiennetät als solcher auf den 3. Juni 1868 olle Penston zur Disposition gestellt werde, sowie uf der überzählige DivisionsAudileur Schenck aten seiner Dienstleistung bei der Division die Funktionen eines Sekretärs des General⸗Audito⸗ tas übernehme; ferner an demselben Tage: den Krüsveterinärarzt des Kreisveterinäramtes Erbach, Ir Rudolph Güngerich, zum Assistenz-⸗Veterinär⸗ a im 1. Reiter⸗Regiment ernannt; am 2. Aug.: din Commandanten der Residenz, Oberst Kehrer, it Pension und Beibehaltung seiner seitherigen Fuktionen zur Disposition gestellt und demselben, ter Versetzung zur Suite der Infanterie, den Grrakter als Generalmajor verliehen; den Lieu— nent Scholl im 2. Reiter-Regiment zum Ober— tuenant in diesem Regiment, den Hauptmann herrn v. Schäffer⸗Bernstein in der Feldartilletie an Batteriechef ernannt, den Oberlieutenant Laurer in der Feldartillerie zum Hauptmann, den Iantenant Arnold und den Lieutenant Rothe, beide in der Feldartillerie, zu Oberlieutenants he ⸗ ihm bewilligt und sind seine deßfallsigen Funk⸗ fördert; die Vicefeldwebel Möser vom 1. Land— wehr⸗Regiment, Schünemann vom 1. Landwehr— Regiment, Grodhaus vom 1. Landwehr ⸗Regiment, Sponagel vom 4. Landwehr Regiment, zu Lieu⸗ tenants der Reserve der Feld-Artillerie ernannt; am 20. August: dem Oberstabsarzt Dr. Plagge den Rang des Majors verliehen; am 26. Aug.: den Ober-Appellations⸗ und Cassations-Gerichts⸗ Rath Dr. Zentgraf zugleich zum Mitglied und Rath des General-Auditoriats ernannt; am 1. Sept. die nachgesuchte Enthebung des Majors Schenck von seiner gegenwärtigen Stelle als Commandeur des 1. Bataillons 4. Landwehr⸗Regiments geneh- migt, denselben unter Rückversetzung in den Ruhe- stand zur Disposttion gestellt und ihm die Er— laubniß ertheilt, seine seitherige Uniform weiter zu tragen, sodann Hauptmann v. Wachter vom 1. Jäger ⸗ Bataillon unter Commandirung zum 4. Landwehr Regiment mit der Führung des 1. Bataillons dieses Regiments beauftragt, demselben den Charakter als Major verliehen und ihm ge⸗ stattet, die Uniform des 4. Landwehr Regiments zu tragen. — Wie die„Franks. Zig.“ aus guter Quelle hört, hat der hessische Gesandte in Berlin, geh. Legationsrath Hofmann, der zugleich in Gemein- schaft mit dem geh. Steuerrath Ewald Hessen⸗ Darmstadt im Zollbundesrath und resp. Reiche— rath vertritt, mit Rücksicht auf die colossale auf ihm ruhende Geschäftslast um Entbindung von der letzterwähnten Stelle gebeten. Sein Gesuch ist tionen Hrn. Ewald übertragen worden. * Friedberg. In einer ihrer letzten Num- mern bespricht die„Main⸗Zeitung“ die von Seiten des Herrn Regierungsrath Trapp dahier gelegent- lich des Scheidens S. K. H. des Großherzogs aus Oberhessen an die Bewohner des Kreises ge— richtete Veröffentlichung und nimmt Veranlassung sich über die Fassung derselben mit wahrhaft kin⸗ dischem Gebahren aus zulassen. Wir glauben dem für längere Zeit beurlaubten Herrn Regierungsrath Trapp es schuldig zu sein, hier einfach darauf aufmerksam zu machen, daß genanntes Blatt die erwähnte Veröffentlichung gänzlich sinnentstellend gebracht hat und gerade an die unvollständig gegebene Stelle ihre albernsten Bemerkungen knüpft, welche nach Vorstehendem gänzlich ohne alle Berech⸗ tigung und Begründung erscheinen und nur auf die Redaktion genannten Blattes zurückfallen müssen, die für derartigen lächerlichen Klatsch ihre Spalten offen hält.— Die meisten Leser des„Oberh. Anz.“ werden wohl noch in der Lage sein die erwähnte Veröffentlichung des Herrn Regierungsrath Trapp in der Nummer vom vorigen Dienstage nachlesen und sich überzeugen zu können, wie vollständig unbegründet und unzutreffend sich alle von der Main-⸗Zeitung ausgehenden faden Bemerkungen und Ransdglossen erweisen. Auf diese näher ein— zugehen, dünkt uns nach vorstehend Bemerktem durchaus überflüssig; erwähnen wollen wir nur noch, daß wir der Redaktion der Main-Zeitung 5—T“ —— —————— . 5 die betreffende Nummer des„Ober. Anz.“ mit einem Exemplar der heutigen Nummer übersandten und zunäͤchst abzuwarten haben, ob und wie diese bemüht sein wird, ihre ebenso abgeschmackten als gehässigen Auslassungen zu berichtigen. Gleßen. Das Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der hiesigen Landesuniversität im Winterhalbiahre 1869/70 gehalten und am 1. Nov. ihren Anfang nehmen werden, ist dieser Tage aus- gegeben worden und in Nr. 252 der„Darmst. Zig.“ abgedruckt. Die Immatriculation beginnt am 25. Oktober. Preußen. Berlin. Sowohl Vir cho w als Schulze⸗Delitzsch widerrufen durch öffent⸗ liche Erklärung die Mittheilung, daß sie bei der projeklirten Herausgabe des neuen Blattes, das als Organ der Fortschrittspartei von Neujahr ab erscheinen soll, betheiligt seien. — Die„Newyorker Times“ vom 26. August bringt die Mittheilung: Vom Kanzler des Nord⸗ deutschen Bundes, Graf Bismarck, ist dem Grafen Oscar Reichenbach und Dr. Adolf Lasard in Berlin, wie dem Parlamentsmitglied Mr. J.. O'Beirne und Mr. J. George Cook in London, unterm 12. August eine Coneession zur Legung eines neuen atlantischen Kabels zwischen Deutsch⸗ land und den Vereinigten Staaten ertheilt wor⸗ den. Die hiesigen Blätter wissen noch nichts von der Sache. — Der„Nat. Ztg.“ schreibt man aus Nord⸗ schleswig: Die dänische Propaganda bei uns be⸗ ginnt jetzt wirklich Ernst zu machen mit der Ab⸗ stimmung wegen Abtretung der nördlichen Distrikte an Dänemark. In jedem Kirchspiel soll eine öffentliche Abstimmung nach vorhergegangener An⸗ meldung bei den Behörden und unter Controle eines Notars stattfinden. Jeder mündige Mann soll stimmen dürfen und die„Abstimmungstom⸗ missäre“ von der Bevölkerung gewählt werden. Inzwischen ist an den Landrath in Apenrade, der Angesichts der Vorbereitungen zu der Demonstra⸗ tion bei der Regierung Instruktionen eingeholt hat, eine Verfügung der Regierung in Schleswig ergangen, welche zwar noch Zweifel in den Ernst der Agitation setzt, für eintretende Fälle indessen ein energisches Vorgehen seitens der Behörden anordnet. Versammlungen mit dem bestimmt aus⸗ gesprochenen Zweck der Abstimmung sollen auf der Stelle, solche, deren Zweck nicht sogleich erkennbar, dann aufgelöst werden, wenn die Rede auf diese Abstimmungsaugelegenheit kommt. — Nach der von dem Centralbureau des Zollvereins veranstalteten Abrechnung über gemein⸗ schastliche Einnahmen an Ein ⸗ und Ausgangs⸗ abgaben für das 1. und 2. Quartal beläuft sich der Betrag dieser Abgaben im ganzen Zollverein nach Abzug aller Unkosten auf 10,883,849 Thlr., wovon auf das 1. Quartal 5,442,684 Thlr. und auf das 2. Quartal 5,441,165 Thlr. kommen. Es sind vereinnahmt worden vom Norddentischen Bunde 9,589,122 Thlr., Luxemburg 62,607, Bayern 446,550, Würtemberg 204,904, Baden An den Einnahmen haben einen Antheil: der Nordd. Bund von 8,38 1,072 Thlrn., Baden von 407,351 und Es haben mithin herauszuzahlen der Nordd. Bund 1,208,050 Thlr., Luxemburg 5787 und Hessen 15,849 Tylr. und mithin zu empfangen über den Betrag ihrer eigenen Einnahme: Bayern 926,165 Thlr., Würtemberg 404,265 und Hessen 176,391 Thlr. Hessen von 160,542 Thlrn. 300,435 und Baden 3086 Thlr. Frankfurt. diesem beantwortet worden und zwar ablehnend Hamburg. hafte Arbeiterexcesse stalt. ebenfalls ihr Zerstörungswerk ausübten. Im Akt der Nothwehr wurde von dem Direktor auf einen Die Vorstellung des Frank⸗ furter Magistrats an den Minister des Innern um Zurücknahme der Ausweisungsmaßregel ist von Am 7. d. fanden hier pöbel⸗ 2— 300 strikende Ar- beiter der Lauenstein'schen Wagenfabrik drangen in dieselbe ein, mißhandelten die dort nech an- wesenden Arbeiter, begaben sich sodann in eine gegenüberliegende Wirthschaft, wo sie die Mobilien demolirten und zogen schließlich nach der neuen Lauenstein'schen Fabrik auf Rothenburgsort, wo sie in der Wohnung des technischen Direkters Arbeiter gefeuert und derselbe verwundet. Als die Poliz ankam, hatten sich die Excedenten schon entfernt, in der darauf folgenden Nacht wurden jedoch 16— 18 derselben verhaftet. Laut „Fremdenblatt“ hat auch am Abend des 9. ds. wieder ein Arbeiter⸗Exceß stattgefunden Die Polizei war gezwungen, mit blanker Waffe einzuschreiten. Es gab 20 Verwundete; 60 wurden verhaftet. Bayern. München. Die von der„Donau- Ztg.“ und dem„Volksboten“ gebrachte Nachricht, daß die Verträge wegen des Eintritts Bayerns und Badens in den norddeutschen Bund dem Ab- schlusse nabe seien, ist bestem Vernehmen nach falsch.— Fürst Hohenlohe hat auf der Rückkehr von seinen in Schlesien gelegenen Gütern Wien berührt, woselbst er eine Zusammenkunft mit dem Grafen Beust hatte. — Die Angabe eines hiesigen Blattes, die Civillisteverwaltung des Königs von Bayern werde ein Anlehen von 1,500,000 fl. aufnebmen, ist falsch und unbegründet. Würtemberg. Stuttgart. Der„Staats⸗ Anzeiger“ sagt, an den Miltheilungen des„Bulletin international“ und der„Frankf. Ztg.“ über an⸗ gebliche Verhandlungen wegen des Eintritts Würt⸗ tembergs in den Nordbund, der Militärconvention und der Fortdauer der diplomatischen Vertretung Würtembergs sei kein wahres Wort. Oesterreich. Wien. Die„N. Fr. Pr.“ enthält einen Bericht, welcher das Befinden des Kaisers Napoleon seit seinem neuern Erkranken fast Tag für Tag verfolgt. Wir erseben daraus, daß die Befürchtungen am Hofe am 31. August, noch ernster und größer waren als an der Börse. Die Krise an jenem Tage war bedenklich. An diesem Tage wurde Gentral Leboeuf nach Saint⸗Cloud beschieden, und am nämlichen Abende noch wurden allerlei Vorsichtsmaßregeln von Seiten des Kriegsministeriums ergriffen. In aller Stille concentrirte man Truppen in der Umgebung von Paris, ein Beweis, daß man die Situation für weit besorgnißerregender ansah, als die Regierungs- blätter sie darstellten. Frankreich. Paris. Der Kaiser ist am 9. d. ausgefahren und zwar bis Villeneuve l'Etang, drei oder vier Kilometer von St. Cloud. — Ein aus St. Cloud vom 8. September datirtes und am 10. im„Journal officiel“ er- schienenes Dekret des Kaisers macht das Senatus⸗ consult vom 6. Sept. bekannt, zuglrich mit Auf⸗ zählung der Budgetartikel, die dem Senatusconsult beigefügt sind. — Der„Rappel“ will wissen, daß der Prinz Napoleon von seiner Rede 100,000 Abdrücke an⸗ fertigen läßt. — Wie das„Memorial diplomatique“ meldet, hat die französische Regierung definitiv beschlossen, keinen besonderen Vertreter zum ökumenischen Concil zu schicken, und dieselbe Enthaltung wäre von den anderen Regierungen, namentlich von Oesterreich und der Schweiz, zu gewärtigen. — Der Kaiser und dit Kaiserin sind am 10 d. gegen 4 Uhr im Bois de Boulogne er⸗ schienen und dann nach Paris bis zu den Boule⸗ vards gefahren. Die Wagen waren ohne Escorte. — 11. Sept. Ueber den Gesundheitszustand des Kaisers verlautet, daß derselbe nach der gestrigen Spazierfahrt keine Ermüdung verspürt, die Nacht gut geschlafen und heute gegen Mittag einem Ministerrath präsidirt habe. Wie die„L berte“ sagt, ist der Kaiser heute nach Paris gekommen, um durch seine persönliche Anwesenheit die Wieder- herstellung seiner Gesundheit zu bezeugen. Heute Nachmittag zwischen 3 und 5 Uhr hat er wieder „einen Spaziergang im Park von Villeneuve gemacht. — In Folge der sehr merklichen Besserung des Kaisers, sagt die„Patrie“, ist es wahrschein⸗ lich, daß die Reise nach dem Orient zur Aus; führung kommt. Man trifft auf der kaiserlichen Jacht„l' Aigle“ alle nötbigen Vorkehrungen, und wenn, wie Alles hoffen läßt, keine weitere Behin- derung eintritt, schifft sich die Kaiserin den 5. Oct, in Toulon ein, um sich direkt nach Konstantinopel zu begeben. Der Palast von Beyler⸗Bey, der die e Kaiserin aufnehmen soll, hat eine ganz neue die Feste, welche er veranstaltet. (Departement Hautes⸗Pyrences) melden, daß sener Gegend am 11. d. Morgens um 5 U 15 Minuten ein heftiger Erdsloß verspürt wurde. — Mehrere Blätter unterhalten sich von der Eventualität einer Abdankung. Von unterrichtetet zu erwarten sei; wenigstens habe er dies früher gelegentlich selbst wiederholt ausgesprochen. Großbritannien. London. Die Panik an den Börsen des Festlandes gibt dem„Dail die von der Krankheit des Kaisers der Franzosen ihren Ausgangspunkt nimmt und Napoleon III. als den Friedensengel preist, welcher mehrfach den europäischen Krieg abgewendet habe und auch jetzt zwischen Preußen und Oesterreich als Schrauk dastehe. Spanien. Madrid. Es herrscht hier vollkommene Ruhe. Die Regierung hat an Prim in Vichy telegraphirt, es sei unnöthig, daß er seine Rückkehr beschleunige. — Am 10. d. fanden in Paterna de Rivero, Provinz Cadix, bedeutende Ruhestörungen statt. Ein Sergeant der Civilgarde wurde verwundel. Der Nilitärgouverneur von Cadix brach mit Truppen nach Paterna auf, um die Ruhe wieder herzustellen. — Die von den Cortes eingesetzte perma— nente Commission hat es für nothwendig er⸗ kannt, daß die Regierung energische Maßregeln ergreife, um Cuba für den Staat zu erhalten. Vom 12.— 15. September sollen Verstärkungen dorthin abgehen. — Es wird versichert, daß die Idee, die Regentschaft des Marschalls Serrano um drei Jahre zu verlängern, Boden gewinnt. Die einflußreichen Mitglieder der unionistischen, progressistischen und demokratischen Partei und sogar gewisse Republikaner würden diese Idee lebhaft unterstützen, in Folge der Schwierigkeiten, welche die Wahl eines Monarchen darbietet. Italien. Rom. Das Corps der in der Mehrheit aus Deutschen und Schweizern bestehen⸗ den Carabinieri esteri verlor während der beiden letzten Monate durch Abschiede und Desertionen unter allen die meisten Mannschaften, so daß der frühere Etat von 1700 auf 1100 herabsank. Frankfurt. Die Gartensvaugesellschaft„Flora“ dahier hat beschlossen, am 17. Sept. eine Hauptversammlung mit Ausstellung von Blumen, Gemüsen, Oost und Garten- geräthschaften ꝛc. in den Sälen der„Harmonie“ zu ver⸗ anstalten. Die zweite Wander versammlung des„Verbandes Rheinischer Gartenbauvereine“ wird am 19. Sept. zu Mainz und Anfangs October wie alljährlich ein Preis⸗ graben für Gärincrlehrlinge staitfinden. Frankfurt. Da der heurige Pferdemarkt ungewöhn⸗ lich spät fällt, so sind die Erwartungen auf ein groß⸗ ratiges Resultat desselben nicht allzu hoch gespannk. Man erwartet jedoch einen guten Mittelmarkt, da bei der zur Zeit wieder zu Tage getretenen Neigung, einen feinen Pferdebestand zu besitzen, die Händler wohl nicht Unrecht gelhan haben werden, gerade mit seinen Pferden den Markt flärker als sonst zu befahren. Der Looseabsaßt zur Marktlotterie ist ein sehr guter und kommt demselben die Messe sehr zu statten, während der Begehr von Loosen von auswärts nicht minder rege ist. Darmstadt. Im Palais der Princessin Ludwig von Hessen und unter deren Ehrenpräsidtum fand gestern die zahlreich besuchte erste Generalversammlung des von iht ins Leben gerufenen und unter ihrem Protectorate stehen⸗ den Frauenvereins für Krankenpflege im Großherzogihum Hessin stalt. Aus dem umfassenden Geschäftsbericht übe das seitherige Wirken und den gegenwärtigen Bestand Vereins ist zu ersehen, daß dieser auf den reinsten Hum nitätsprincipien ruhende, allen engherzig⸗ confessionellel Standpunkten fernstehende Verband bertits eine Anzah der tüchtigsten Krankerpflgerinnen herangebildet hat und fortwährend heranbildet, die schon in Weise am Krankenbette gewirkt haben. Eigenliche Vet handlungen sanden nicht statt, indem die zur definttiven An⸗ nahme vorgelegten provisorischen Satzungen stillschweigendt Zustimmung erhielten. 5 Darmstadt. Die Summe des von dem arrelirken Conrad Müller geführten Geldes schrumpft rasch auf einen kleinen Betrag zusammen und ist nun amtlich festgestellt auf 1300 fl.(also nicht 10,000 fl. oder gir 40,000 fl. wle die ersten Berichte angaben,) womit die Angaben des Arrestan⸗ ten übereinstimmen. Doch hat Müller nach den Nollzen orientalische Ausstattung erhalten. Der Sultan seines Taschenbuches 800 fl. an einen Bekannten geliehen. nacht überdieß unerneßliche Vorbereitungen fur Nachrichten aus ber Grafschaft Bigorre Seite wird aber versichert, daß ein solcher Akt von dem Kaiser Napoleon, so lange er überhaupt noch die Kraft habe, über sich zu verfügen, nicht! Telegraph“ Stoff zu einer längeren Betrachtung, der hingebendsten Fßertie zr en f 5 dieferung von Steinkohlenödfen ec. — dig 1 Oonnerssag den 16. d. M., Vormittags 11 Ubr, en, d vlrd un I 1. die Lieferung von 5 Saar⸗Defen Nr. 3, NN.. veranschlagt zu 75 fl.— kr. Lt dun 2. die bei dem Umsetzen ꝛc. von 5 Oefen c vez 505 erforderliche Arbeit, und zwar: 5 2) Maurerarbeit, veranschlagt zu d) Schlosserarbelt 3„ 30„ e) Weißbinderarbeit 3%— uf dem Soumissionswege in Accord gegeben. Bedingungen nebst Voranschsag und resp. Zeichnung nnen auf dem Büreau der unterzeichneten Garntson⸗ . Berwaltung eingesehen werden. — Friedberg den 6. September 1869. a Großberzogliche Garnsson Verwaltung Friedberg Nischwi zz. Versteigerung auf den Abbruch. 2509 Freitag den 17. September, Vormittags 10 Uhr, ollen auf dem Gräfl. Oeconomiehof in Petterwetl: 1) das Wohnhaus Nr. 92, einstöckig, mit Knsestock l von Eichenholz, 27“ lang, 24“ 9“ breit, 70 2) das Wobndaus Nr. 93, einstöckig, von Holz, 24“ lang, 24“ 9“ breit. 1 3) das zweistöckige Paus mit Stall Lit. A., 20“ 5“ a lang, 157 breit, der 1. Stock von Russensteinen, der 2. Stock von Holz erbaut, daß auf den Abbruch öffentlich meiftbietend verstetgert werden. Assenheilm den 7. September 1869. Die Graͤfliche Bau-Verwallung HDechler. Hofraithe⸗Versteigerung. 2409 Mitt woch den 13. October d. J., Vormittags 1 Ubr, sollen im biesigen Rathhause die den Peter franz Schmittners Eheleuten dahser zustehenden Immobilien, nämlich: Gemarkung Friedberg. wende Flur. Nr. Klftr. 1 II. 27„ 30„ 4 473. 22½0. Hofraithe in der Stadt fsentlich meistbietend versteigert werden. Ju erdaltr Friedberg am 2. August 1869. rstant In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Obst- Versteigerung. stischt 2532 Donnerstag den 16. September d. J., Vormittags Uhr anfangen, soll das sämmtliche städtische Obst an f Ort und Stelle in den Obstbaumanlagen öffentlich meist⸗ Joke sletend versteigert werden. Die Verfleigerung deginnt ˖ um Vieinalwege nach Nauheim in der Vorstadt zum darddiett Darten. ** Friedberg am 13. September 1869. * Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fo uc ar. N Aepfel ⸗Versteigerung. 2524 Freitag den 17. l. M., Morgens 10 Uor an- a engend, sollen die der Gemeinde zugehörigen Aepfel, 1 nrca 60 Malter, an Ort und Stelle meistbietend ver⸗ guft werden. Wölfersheim den 10. September 1869. 5 Großherzogliche Bürgermeißeret Wölfersheim 1 Heyer. O bligations-Perloosung. * 526 Bei der heute flattgehabten Verloosung der 3 Hartial Obligationen der Gemeinde Spiesheim wurde 1 ie Nr. 94 zu 100 fl. zut Rückzahlung gezogen. 1 Der Inhaber dieser Obligation wird hiermit auf⸗ i ber sufordert, gegen Rückgabe derselben und der noch un jun richt fälligen Zinscoupons den Betrag am 31. Dezember 4 reh 3. bei dem Handlungshause J. Lindheimer zu f 1 Frankfurt a. M. in Empfang zu nehmen, indem mit . flesem Tage der Zinsenlauf aufhört. * Spiesheim den 7. September 1869. I Großherzogliche. Spiesheim a un g. 8 o Gras ⸗Versteigerung. f 2525 Von den nachbenannten Gräfl. Solms⸗Laubach'schen 7 Wiesen soll das diesjährige Grummeigras öffentlich ver⸗ e steigert werden, und zwar: ö 1) Mittwoch den 15. September, Vor⸗ mittags 9 Uhr, von 31 Morgen in den Stockwiesen lei Lich in 31 Loosen Zusammenkunft an der Stock— brücke. 2) An demselben Tage, Nachmittags 3 Uhr, n circa 6 Morgen in der Gemarkung Trais-Münzenberg n 13 Loosen. Zusammenkunst bel der Mühle in Trats, Wünzenberg. Arnsburg den 10. September 1869. Trautwein, Oberförster. 826 Gulden 92 Vormundschaftsgelder liegen zum Ausleihen bereit. In Auftrag. Bollonier. 2458 Bei Unterzeichnetem 5— und zwar: Pianinos zu 280 fl. und 300 fl. Clavier Instrumente zu Jedermanns Ein sicht und zu nachstehenden Preisen aufgestellt, And . Neue Tafel⸗Claviere von 200 fl. bis 240 fl. mit englischer Mechanik. Gebrauchte Claviere von 120 fl., 130 fl und 140 fl mit englischer Mechanik. Gebrauchte Claviere von 40 fl., 60 fl. 70 fl. mehrere zu 80 fl. und zu 100 fl. Flügel zu ganz billigen Preisen. Kaufliebhaber ladet ergebenst Friedberg im September 1869. ein. C. L. Glück. Arbeiter -Geluch. 2534 Ein tüchtiger Mann findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung in der Nauheimer Gasfabrik. gearbeitet haben. Bad Nauheim den 12. September 1869. Solchen Leuten wird der Vorzug gegeben, welche schon in einer Gasfabrik Die Direction. Speecia lität für Patent-Futterschneid-Maschinen. 2540 Unser Absatz, welcher vort einem Jahr schon 900 Stück fährlich betrug, dat fich seitdem verdoppelt, wodurch es uns moͤglich ist, unsere Verkaufspreise zu ermäßigen, ohne die bekannte Güte und Solidität unserer Maschinen zu beeinträchtigen. Folgendes find unsere neuen Preise: fl. 49 für die beliebte Maschine für 20 à 30 Stück Vieh und Pferde, 2 Schuittlängen ohne Wechselräder, ganz von Eisen, „ 68„ eine größere Maschine, 3 Schnittlängen, 5188 „ die größte Maschine für Dandbettieb sranco feder Elsendahnstation, Garantie 3 Jahre, Probezeit 14 Tage. Abbildungen und Peschrtibungen werden auf Wunsch gesandt. J. P. Lanz& Comp in Mannheim. * ( ͤ 2529 Donnerstag den 16. d. M., Mittags 1 Uhr, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfel und Birnen, öffentlich versteigert werden. Dorheim den 11. September 1869. Großberzogliche 1 1 Dorheim e u 5 Vergebung von Schleußenbauarbeiten. 2532 Freitag den 17, d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Bürtau Großberzoglicher Bürgermeifteren Nieder⸗ Mörlen die Anfertigung mehrerer Stau— schleußen für die Gemeindekunstwiese daselbst, ver anschlagt: Steinhauerarbeit 312 fl. Zimmerarbeit 2 Schlosserarbelt 8 öffentlich wenigstnehmend vergeben werden, und find Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 13. September 1869 In Auftrag Großherzoglicher Bürgermeisteret Nieder⸗Moͤrlen Greb, Gi. Wiesen⸗Commissär. Aepfel- Versteigerung. 2535 Donnerfsag den 16. d. M. sollen die der Gemeinde zustehenden Aepfel, circa 100 Malter, abtheilungsweise versteigert werden. Schwalheim am 13. September 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Schwalhelm e 206 Fertige Herren- und Knabenkleider. Anzüge nach Maß. Sillige Preise. L. Fischer, Hauptwache 1, Frankfurt a. M. Mailänder Frs. 0. Loose 2517 besorgt à fl. 4. 30 kr.(Ziehung am 16. Sept. c.), sowie den An- und Verkauf sämmtlicher Obligationen und Staatsloose ꝛc. ꝛc. Eduard Hirsch. Coupons jeder Art werden besimöglichst ein— gelöst. 8 dun uo m nd ag Mond 1 OS zzuhlusd zd ugog 1 un ute maul u edu unk usboogß 1 pls mu gez uin: Lesaucheur- Patronen, 2537 geleimte Doppel-Culots und Schlußscheiben bei Friedberg. Ad amm. Ein ordentliches Dienstmädchen 2502 für eine Oeconomie wird gesucht. Näheres bel der Exped d. Bl. Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unter jacken Unterhosen 218 zu verschiedenen Preisen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Ein kleines Logis 1985 in der Mansarde, aus Zimmer, Kammer und Küche bestehend, ißt an eine einzelne Person sofort zu vermiethen. Anmeldungen bei der Exped. d. Bl. Crausparent-Glycerinseise 44 zu allen Preisen Wilh. Sturmfels. Bei Bindernagel& Schimpff in Irsedberg und Nauheim ist wieder vorräthig; Neuster Caschen-Kahrplan — ee Jommer- für die g Mittel- Rheingegend, Hessen, Nossar, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. — — — 5 W——— Sc % Die Main⸗Zeitung macht, wie's den Anschein hat, mit zwangsweise requirirtem Humor in Nr. 212 ihren Lesern ein Artikelchen„Aus Hessen“ zurecht, in welchem sie einen aus Veranlassung der Abreise des Groß. herzogs aus Friedberg durch den großherzogl. Regierungsrath Trapp im„Oberhessischen Anzeiger“ veröffentlichten amtlichen Erlaß in grammatikalischer wie in stplistischer Beziehung einer beinahe geistreich ausgefallenen Kritik unterzieht und dabei sich sichtlich abhärmt schlechte Witze mit ihren desten zu verwerthen. Ihr guter Wille soll anerkannt werden, aber bedenklich schwach ist sie sicher, die„M.⸗Z.“; sie faselt, wie das ihr so häufig passirt, wieder einmal recht lustig in's Blaue hinein mit ihren sprachgelehrien Forschungen und ihrer stplistischen Gewandtheit, denn ihr niedliches Artikelchen, das jedenfalls unter den Piqguanterien und Nippsächelchen der„M.⸗Z.“ ein bescheidenes Plätzchen finden wird, etwas näher in Betracht gezogen, zeigt die vermeinte Lächerlichkeit— ganz auf ihrer Seite— nämlich auf Seite der„M.⸗Z.“, Ihrer, wie gesagt, beinahe geistreich aus⸗ gefallenen,— und wit das ja nicht anders erwartet werden darf— von Sprachkenntniß und von Gelebrsamkeit im Allgemeinen übersprudelnden Kritik legt sie einen in den„Hess. Volksblättern“ jedenfalls doch nur durch unbegreifliches Versehen unvollständig wiedergegebenen Abdruck des erwähnten Erlasses zu Grunde— ob wissentlich und absichtlich, das weiß die„M.⸗Z.“ jedenfalls am Besten und dem Publikum muß sie seine eigene Ansicht darüber erlauben— ohne sich vorher überzeugt zu haben, ob sie es bei der ihr selbst unglaublich dünkenden Fassung nicht lediglich zu thun hat mit einem groben Druckfehler, deren unliebsame Existenz— von Druckfehlern zu reden— in ganz bevorzugter Weise der M.-Z. bei ihren intimen und unzertrennlichen Beziehungen zu dieser weit verzweigten Genossenschaft durchaus nicht unbekannt sein kann. Die„M. 3.“ richtet ihre schulmeisterlichen Zurechtweisungen vornehmlich gegen die von ihr eitirte Schlußfassung jenes Erlasses, allein— sie hat in ihrer Oberflächlichkeit sich selbst recht derd beohrfeigt, denn verstümmelt ist der erwähnte Erlaß wiedergegeben, es fehlen in dem Eitate der„M. Z.“ mehrere im Original⸗Abdruck befindliche, den betreffenden Schlußsatz vollständig und richtig ergänzende Worte, wie sich Jedermann, und auch die„M.⸗Z.“ selbst, durch Vergleich mit dem Abdruck im„Oberh. Anz.“ über⸗ zeugen kann. Sonach zerfallen die hierauf bezüglichen Auslassungen vollständig in Nichts und die „M.-Z.“ hat das für sie freilich nicht mehr seltene Vergnügen sich selbst lächerlich gemacht zu haben. Weiter anlangend den von Main ⸗Zeitungswegen beanstandeten Gebrauch des Wortes„ver⸗ sichern“ in Verbindung mit einem Accusativ, wird der Vocativus und Sprachgelehrte der„M.⸗Z.“, der hier seinem Dativ nur Geltung zuerkennen will, auf Beckers Schulgrammatik pag. 467 ver⸗ wiesen, woselbst er die benöthigte Belehrung findet, wie sich dieses Wortes unsere Klassiker: Göthe, Schiller, Lessing u. A. bedient haben und er wird dann erfahren, daß es auch mit seiner ausge kramten Sprachkenntniß in diesem Punkte eitel Stückwerk ist;— auch hier befindet sich die Lächer⸗ lichkeit— ganz auf ihrer Seite— nämlich auf Seite der„M.⸗Z.“— wenn sie's nicht übel nehmen will. Was endlich das so sehr betonte„Warum?“ der„M.⸗Z.“ betrifft, so kann dieselbe, ohne daß von verschiedenen naheliegenden„Warum?“ an die„M.⸗Z.“ hier Gebrauch gemacht werden soll, schwerlich dagegen etwas haben, wenn die Sache ihr gegenüber abgemacht wird mit dem kurzen„Ei darum“, womit man kindlich albernen Fragern zu dienen pflegt. Was kann es die„M.⸗Z.“ geniren, wenn dem Großbherzoge der Aufenthalt in Friedberg zugesagt hat. Sie kann sich durch das„Warum“ ebensowenig incommodirt fühlen, als dadurch, daß in dem erwähnten Erlasse vom„hohen Namenskage“ die Rede ist. Die edle Dreistigkeit der M. Z. gehört indeß dazu, wenn sie glaubt, irgendwie Beruf und Befähigung zu haben, in Bezug auf deutsche Grammatik(die„M..“ druckt dieses Wort gestern erst mit einem mi!) und Styl, wie hinsichtlich der Richtigkeit der Ausdrucksweise und der Correctheit des Druckes ein maßgebendes Urtheil abgeben zu können, oder es werde das gar von ihr erwartet,— denn wahrlich: so stümperhaft und fehlerhaft wie die Spalten der„M.⸗Z.“ die Correctur Tag für Tag passiren, geschieht's bei keinem Blatte und selbst dem kleinsten Blättchen weit und breit nicht,— das kann, wenn's nicht geglaubt wird, mit dem Rothstifte bewiesen werden. Kann doch jeder Leser, der sich die Mühe nehmen will, auf die vielen und unsinnigsten Druckfehler der Splitterrichterin „M.⸗Z.“ zu achten, sich sehr bald überzeugen, daß in deren Spalten die Druckfehler sic) geradezu nachlaufen. So darf man sich denn auch nicht wundern, wenn selbst das erwähnte, 15 Zeilen, schreibe fünfzehn Zeilen, lange kritisirende Attikelchen„Aus Hessen“ nicht einmal auch in Bezug auf Druckfehler desinficirt wurde, steht doch alldort zu lesen Zeile 5 v. u. Seitens statt Seines, und somit gestaltet sich auch dieser mit Leichtfertigkeit gepaarte Main⸗Zeitungs⸗Unsinn in grausame aber wohlverdiente Selbstverhöhnung des eigenen Blattes. Auf die Angriffe und Auslassungen der„M. Z.“ nach dem bier Dargelegten noch Weiteres zu erwiedern, das wird Niemanden zugemuthet werden können,— es ist genug des grausamen Spiels! Pferde⸗ und Fohlenmarkt zu Frankfurt a. M. am A., 3 und 6. October 1869. 2282 Die vollffändig für 400 Pferde hergerichteten, neuen prachtvollen Stallungen, umgeben mlt schönsten Musterplätzen, welche noch durch eine große bedeckte Reitbahn vermehrt wurden, find zur Aufstellung feinerer Pferde bestimmt. N 125 2 e 3 nii am 4. Ockober nebst Vertbellung von Ehren⸗Prelsen an die Befitzer der Prämiirung besten zu Markt gebrachten Pferde und Foblen. Verloos am 6. October öffentlich vor Notar und Zeugen von 61 der schönsten Veit⸗ ung und Wagenpferde, 10 vollständige vier⸗ zwei⸗ und einspännige Equi⸗ pagen, nebst completten Geschirren, sowie sonstigen Reit⸗ und Fahr⸗Requisiten im Werth von ca. fl. 70,000, wenn 40,000 Loose vergriffen find. Anfragen und Bestellungen auf Stallungen sowte auf Loose, Letztere 2 Thlr. 1.(fl. 1. 45) per Stück peitebe man franco au den Seeretair des unterzeichneten Vereins, Herrn C. Kappel, zu richten, wo auch Uebernehmer einer größeren Anzahl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Aufträgen für Loose ist der Betrag franco mit deutlicher Angabe der genauen Avresse beizuftigen. Falls die Zusendung franco und recommandirt gewünscht wird, find die erforderlichen Marken einzusenden. g Auewärlige Theilnehmer, welche ihre Loose durch das Seeretarkat direct beztehen, werden, falls ihnen ein größerer Gewinn zufällt, davon— soweit thurlich— mittelst Telegramm in Kenntniß gesezt. Der Vorsitzende des Landwirthschaftlichen Vereins Dr. Georg Haag. Vollständige Umzüge 2067 per Bahn oder auf der Landstraße, einzelne Möbelfuhren über Land, sowie das Abholen von Möbeln aus den Eisenbahnwaggons in Frankfurt a. M. besorge bei Garantie prompt und dilligst mittelst großen ge⸗ Möbel Transport] G.LOAN SEN Frankfurt 0* 1 Die neuesse Numnter denk „Wahren Sal ö er Preis: 6 kt., 15 10. igen 7 sst vorräthig bet 5 r ee e Bindernagel& Schimpff in Friedberg u. Nauheim. 12 615 6 ANN 2528 Sounkag den 19. September findet bei mir zu Erbstadt ein 5 f statt, wozu reundlichst einladet Friedrich Empter, 501 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bei f K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Billard, 2527 ein gebrauchtes, aber noch in gutem Zustande erhaltenes, ist billig zu verkaufen. 3 Neuer Bürgerverein Frankfurt a. M. Ein Portemonnaie, 2531 mit einigem Geld, wurde am vorigen Sonnsag in der Usagasse verloren. Der redliche Finder wolle dasselbe bei der Exped. d. Bl. abgeben. Ein vollständiges Logis 2530 im untern Stock meines Hauses ist zu vermiethen und bis 1. Dezember zu bezieben. Friedrich Schäfer, Messerschmied. Aepfel 2536 werden von heute an gekauft von Georg Ulrich am Bahnhof. Annonee. 2522 Einem geehrten Publikum empfehle ich mich im Anfertigen von allen vorkommenden Pußarbeiten neuester Fagon für bevorstehende Salson; mit Zusicherung reellster. und billtgßer Bedienung sehe ich einer zahlreichen Be⸗ stellung entgegen. Friedberg den 10. September 1869. 88 Friedericke Stenner, Modiste. Fauerbacher Thor Nr. 528. Limburger Käse, 2515 6, 8, 10 kr. das Pfund, bet N Friedberg. A. Stahl Wittwe. Epileptische Krämpfe gensene f 1343 heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. K i lisch in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. Eine Ladeneinrichtung 2538 hat zu verkaufen Friedberg. Ad. Damm. Kirchen buchsaus züge. Evangelische Gemeinde. 5 Getauft e: 65 5. Sept. Dem hiesigen Pfarrer und Professor am Margaretha Johanna Sophie Elisabeth Anna, geb. am 12. Auguft. 1 5. Sept.(Auf dem Braunkohlen- Bergwerk bel rechner Johannes Karl Kreuder ein Sohn Johann Daniel Heinrich, geb. am 16. August. Beerdigte: 9. Sept. Johann Philipp Jung, hies. Bürger und Schreinermeister, alt 62 Jahre, 5 Monate 6 Tage, gest. am 7. September. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. schlosseren Federwagen. Bestellungen oder Frachtbriefe erbitte Brönnerstraße 17, Frankfurt a. M. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. ob“, Einladung. Preis Scheibenschießen Gastwirrh. Negenschirme evang. Predigerseminar Dr. Karl Köhler eine Tochter Ossenheim.) Dem bies. Bürger und Gräflichen Berg⸗ 1 9 1 Hef Cünberuf einer auc im Mun 10 50 kissenen 0 Mitt Stände im Jah abgewol jollamt steueram steukramt Haupzol Hauptzo wärtig wird sie den Ver zustehent Preise! einzulös ein, Ge Grundst Zweche Zeit wn 9. Bech dem je! sammen Beralhi laufet, recht de für die am 9. Großhe Schafe 70,756 42481 Gegen en ein, Hengsten un 808 9 uhren 00 erhe 90101 falssisc gangene