* * 480 119. 1869 Donnerstag den 14. Januar. 1 5 s l 9 er Anzei Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsiag. N 85 1 4 1. 2 Amtlicher Theil. Betreffend: Das Landgesit, insdesondere ple Bedeckung der Stuten durch die Landgessütsbeschäler für 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Sie werden binnen 8 Tagen ihren Bedarf an Bedeckscheinen auher einberichten. Bei dieser Veraulassung weisen wir Amtsblättern des vormaligen Groß herzoglichen Vorschriften bezüglich der Einführung eines Sprunggeldes und legentlich der Prüfung der jährlichen Verzelchnisse über das zu erhebende Sprunggeld erianert werden vorschristswidrigem Zustande vorgelegt werden. zeichuisse nicht deutlich geschrieben, ausgestellte Scheine hierin nicht ein worden seien ꝛc. Ministeriums des Innern und der Justiz Nr. Namentlich Friedberg am 12. Januar 1869. Bürgermeistereien des Kreises. Ste zur pünktlichen Befolgung der in dem Regierungsblatt Nr. 54 von 1836 und in den 75 von 1836 und Nr. 52 von 1837 erlasscnen Sicherung der Erhebung desselden hiermit an, damit nicht, wie schon so oft ge⸗ mußte, diese Verzeichnisse wieder in mußte bei Gelegenheit dieser Revision mehrfach gerügt werden, daß die Ver— getragen, dieselben mit Datum und Nas ensunterschrift nicht versehen rea p. Hessen. Darmstadt. liche Regierungeblatt Nr. C5 enthält: I. Gesetz, die Erhebung der Stgatcauflagen in den ersten sechs Monaten des Jabtes 1869 betreffend. II. Bekanntmachung Großberzogl. Finanzministersiums, den Ausschlag der direkten Steuern und B inäge zu den 1869 beiteffend. III. Befanntmachung Großberzoglicken Ministeriums der Finanzen, die neue Benitirung der Eichenschälwal⸗ dungen betressend. IV. Bekanntmachung Großb. Commilsion für Post⸗ Angelegenbeiten, den Personengeld tarif auf dem Personcn— posicourse zwischen Gießen und Nidda bett ffend. V. Ordeneverleibung. S. K. H. der haben allrenädigst zu verleiben geruht: am S. Oct. Musikmeister in dern 8. Inf.⸗ Regt. Schäfer die goldere Verdiensimedaille des Ludewig Ordens. VI. Diensinachrichten. S. K. H. baben allergnädigst geruht: am 9. Dec. Pfartamtscandidaten Höfeld aus Darmstadt die evangel. Pfarrstelle zu Klecstadt,— dem ev l. Pfsarramtecan⸗ didaten Müller aus Langen die evangel. Pfarrstelle z Gensingen— und dem evangel. Pfarramtscandidaten Wiener aus Monsbeim die zweite resormirte Pfarrstelle zu Groß Umstadt zu übertragen;— an demselben Tage den von dem Herrn Grafen v. Schlitz genannt v. Görtz auf die evaugel. Pfartstelle zu Hartershausen präsentirten cvangel. Pfarrer zu Hußzdorf Heß kbestätigen;— am 12. Dec. dem zweiten evangel. Schule zu Bleichenbach Diehl die erste (vangel. Schulstelle daselbst— und dem gewesenen Schul— lehrer an der evangel. Schule zu Buchenau Muth die zweite ev. Schulstelle zu Geiß⸗Nidda zu übertragen;— am 17. Dec. den Districtseinnehmer der Disttictsein⸗ nihmerei Schlitz Spahr in gleicher Diensteigenschaft im die Schullehrer an der Districtseinnehmerei Richen zu versetzen,— den Steuer— ausseher Kabey in Vensheim zum Districtscinnchmer der Districteeinnehmerei Schlitz;— am 18. Dec. den Kreis— bauausscher⸗Aepiran'en Braun von Daubringen die Bau— aufseherstelle zu Wimpfen mit dem Charakter als Kreis— bauauf'eher zu verleihen. VII. Charakterertheilunßen. S. K. H. der Großberzog baben allergnädigst geruht; am 15. Oct. dem seither in Engegement gestandenen Operniegisscur Ludwig Cramolini den Charakter als Hefepernregisscur zu verleihen. VIII. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Dec. den zweiten Negistrator kei dem Hofgerichie der Provinz Slarkenburg Georg Conrad Schnell, unter Anerkennung einer langjährigen treu geleisteten Dienste,— und am 12. Dec. den Schullehrer an der karhel. Schule zu Eich Sieger in den Ruhestand zu versetzen. IX. Gestorben: am 14. Nov. der Militärpensionaͤr Vormuth zu Lautern. — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 66 enthält: I. Bekanntmachung Großherzeglichen Ministeriums des Innern, das Octoi der Stadt Mainz, ins besondere Octtoi ven Oelkuchen betreffend. U. II. Bekauntmachung Großherzo hlicher Commission für Bost Angelegenheiten, den Personengeldtrrif auf dem Per⸗ sonlenpostcourse zwischen Butzbach und Laubach, beziehungs⸗ veise zwischen Butzbach und Grünberg botressend. III. B. tanntmachung derselben Behörde, die Ecrich— ang einer Personen-Annahmestelle für den Dieburg Erbacher Persouenposicours betreffend. W f IV. u. V. Bekanntmachungen, die Verlündigung gericht— her Anzeigen in der Provinz Rheinhessen beir. VIII, Goncuttenz für: die resormiite Pfarrstelle zu ach mii einem Gehalte von Das Großherzog⸗serste«vangelische Schulstelle zu Nieder⸗Wöllstadt, u 8 5 Großberzog dem f 5 der Großherzog dem ev. gel. 061 fl. 23 fr.; die it einem 389 fl. 4 kr.; Nieder en Gemeiuderath zu Wöllstadt sicht das Präsentasiene recht zu dieser Stelle zu. — Die abermalige Neuwahl eines Abgeord— neten im Wagolkreise Heppenheim zur zweiten 8 f Mun Kammer ist für nächsten Monta Di Kosten der Staals⸗ und Prorinzialstraßen jür das Jahr ächsten Monte 9 anberaumt. Die erfolgte Wahl des Staatsrathes v. Blegeleben wurde kürzlich von der Kammer staltgehabler Ir— regularitäten halber für ungültig erklärt. Hr. v. Biegeltben wird auch bei dem bevorstehenden Wahlgange wieder candidiren Der Generol⸗ Sekretär der land wirthschaftlichen Vereine, Oeko⸗ nomierath Krämer, ist indeß von anderer Seite in Aussicht genommen. In der Kürze kommt der Preß prozeß gegen den früheren Redakteur der„Hess. Volksblätter“, Gries, welcher wegen Beleidigung des Königs von Preußen in beiden Instanzen zu vier Wochen zu] Gefangniß verurtheilt wurde, vor dem Cassations- hof zur Verhandlung. Preußen. Berlin. Die Conferenz von Vertretern norddeutscher Festungsstädte behufs Fest— stellung von Beschwerden über das Rapongesetz für diese Stelle zuf und behufs Berathung über eine zu sreffende Ab hülse ist am 11. d. in Berlin zusammengetr ten. Würtemberg. Stuttgart. Auf den Würtembergischen Staatsbahnen werden die Eisen⸗ bahnwagen dritter Klasse nun gleichfalls geheizt werden und sind die desfallsigen Einrichtungen bercits in Ausführung begriffen, so daß dieselben, da sie sich nach der Construktion derselben vor- zuge weise dazu eignen, gewiß zu den angenehmsten auf deutschen Bahnen gehören werden. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ schreibt, die Berichte des Fürsten Metternich con- statiten eine dem Frieden günstige Disposition der Conferenz. Mit der dritten Sitzung derselben werde ihre Arbeit wahrscheinlich beendet sein. — In der Josephstädier Cavalleriecaserne zu Wien haben großartige Schlägereien zwischen Husaren und Ulanen stallgefunden. Es soll ein wüthendes Scharmützel gewesen sein, indem mit Lanzen, Säbeln und Pistolen attakirt wurde. Ein Dutzend Verwundungen, darunter eine tödtliche, war das Ergebniß der Affaire. — In den nächsten Tagen wird das Ab— geordnetenhaus seine Sitzungen wieder eröffnen. Nach offizlösen Versicherungen wird der Minister— Präsident den parlamentarischen Repräsentanten Oesterreichs die Erklärungen geben, daß Dalma— tien im Complex der diesseitigen Länder verbleibt. Demnächst wird auch die galizische Frage das Abgeordnetenhaus beschäftigen. Die Resolutlson des galizischen Landtags, welche die Vertagung der Kaiserreise veranlaßte, ist sowohl dem Mini sterium, wie dem Kaiser vorgelegt worden. Dr. Giskra hat sich bis jetzt nicht dazu herbeigelassen, die Forderungen der Polen, welche für Galizien eine Souderstellung beanspruchen, dem Reichsra h vorzulegen. Die polnischen Mitglieder des öster⸗ kreichischen Abgeordnctenhauses drohen mit ihrem Austritt aus dicsem, wenn das Ministerium sich weigere, die Resolution des Landtags vor den Reichsrath zu bringen. Der Erzbischof Litwinowicg, Metropolit von Lemberg, bat an die griechisch⸗kafholische Geistlichkeit seiner Dibzese ein Rundschreiben er— lassen, in welchem er die Priester auffordert, die Fried höse der Gemeinden nicht mehr als Vieh- weiden und Düngerstätten zu benutzen; die Laien seien mit Recht über solchen Unfug empört und die Religion leide darunter. — Der griechisch-türkische Conflikt hat die Hoffnungen der pelnischen Actionspartei auf einen Krieg gegen Rußland wieder aufgefrischt. Eire große Anzahl der polnischen Emigranten soll deß⸗ halb aus Frankreich, England und der Schweiz sich nach Galizien begeben haben. Schweiz. Die Bebörde in Schaffhausen hat mehreren Frankfurtern das Bürgerrecht ertheilt, gleichzeitig aber beschlossen, künftighin nur solche Bewerber zu berücksichtigen, welche entweder schon im Canton niedergelassen sind oder sich voraus— sichtlich niederlassen werden. Es stimmt dieß mit der Praxis überein, welche z. B. die Stadt Zürich von Anfang an gegenüber solchen Begehren eingehalten hat. Frankreich. Paris. Von verläßtlicher Seite wird über den Verlauf der ersten Conferenz— sizung Folgendes gemeldet: Die Bevollmächtigten der Pariser Vertrage mächte, erkannten es als erste Pflicht, den Beiheiligten die ersolgte Constituirung der Conserenz zur Kenntniß zu bringen. Die in dem türkischen Ultimatum sormulirten Reclamationen sind von nun an der Prüfung der Mächte unter⸗ worfen, die sich der Ueberzeugung hingeben, daß die Regierungen des Sultans und des Königs von Griechenland sich auf das Gewissenhafteste aller Schritte enthalten werden, welche den Status quo verändern oder die Aufgabe der Mächte er- schweren können. Paris. Die Conserenz ist zusammen⸗ getreten. Die franz. Blätter machen sich zur Unterhaltung ihrer Leser einstweilen viel zu schaffen mit den einzelnen Gesandschaftspersönlichkeiten. Der lürkische und griechische Gesandte besonders erregen die Aufmerksamkeit des Publikums. Ihre außere Erscheinung, ihre Vergangenheit, ihre seit— herigen Leistungen auf diplomatischem oder wissen— schaftlichem Gebiet finden eingehende Besprechung. Auf diese Weise entschädigt man sich dafür, daß mam über die Verhandlungen vorerst nichts Positives erfahren wird, da die Verabredung getroffen ist, darüber bis zum Schluß der Conferenz strenges Geheimpiß zu bewahren. Wenn gleichwohl bereits verlautet, daß an die Türkei und an Griechenland die Aufforderung wäre erlassen worden, den Status quo bis auf Weiteres aufrecht zu erhalten, oder daß der griechische Gesandte gegen die ihm zugedachte Rolle einer bloßen Auskunftsperson Protest erhoben habe, so machen derartige Mit- tbeilungen eben keinen Anspruch auf Zuverlässig keit. Sie zeigen nur, mit welcher Gespanntbeit die Oeffentlichkeit auf die Confserenz hinblickt. Welches Ergebniß wird dieselbe haben? Der Plan zu derselben ist unter günstigen Auspicien gereift; von allen Seiten erging man sich in friedlichen Versicherungen. Inzwischen berechtigt doch Mancher⸗ lei zu ernsten Bedenken. Dazu gehören die fort— währenden Rüstungen der Türkei und Griechen- lands, die Volksstimmung in Rumänien und Serbien, die neuerdings in den betreffenden offi— ziösen Organen ausgebrochene heftige Polemik zwischen Preußen und Oesterreich und manches Andere, was auf Sturm deutet. Doch betreten wir nicht das Gebiet der Vermuthungen. Die stärkste Pression auf die Conferenz wird jedenfalls das allgemeine Friedensbedürfniß der Völker und die Furcht ausüben. Es ist des Zündstoffs so viel in der Welt, und der militärische Apparat in allen Staaten Europa's ist so riesig groß, daß das Entsetzen davor unverkenubar ist, den Feuer- brand in jene Zündmasse zu werfen und diesen Apparat in Bewegung zu setzen. Völker und Dynastie möchten dabei vernichtet werden. — Gutem Vernehmen nach verlangte der griechische Bevollmächtigte in der ersten Conferenz- Untersuchung der Beschwerden der Griechen über die Verwaltung Kreta's einzusetzen, beseitigt. Spanien. Die„Madrider Ztg.“ berichtet: Von den Gefangenen in Malaga sind 600 be— gnadigt worden, andere 230 sehen ihrer Abur— theilung entgegen.— Die Provinz Andalusien und der Platz von Cadix sind zu ihrem Normal- zustand zurückgekehrt, der Belagerungszustand ist aufgehoben.— Marschall Peim hat an die General- kapitäne der Provinzen ein Circular erlassen, worin er dem Gerücht entgegentritt, als beabsichtige die provisorische Regierung, die Bürgermiliz aufzuheben. Das Gerücht sei falsch und verläumderisch. Die Regierung betrachte die Miliz als die stärkste Stütze der Freibeit, werde indessen unbeugsam gegen die vorgehen, die ihre Waffen gegen die neue Ordnung der Dinge gebrauchten. Uebrigens seien nur die Attentate von Cadix und Malaga zu beklagen. Madrid. Der„Imparcial“ meldet, daß in Seoilla bei einem Bankett der austretenden Mit— glieder der Municipalität, dem alle Civilbehörden beiwobnten, der Beschluß gefaßt worden ist, ein Telegramm an den Marschall Espartero zu richten, in welchem ihm mitgetheilt werden soll, daß alle Repräsentanten der bei dem Bankett vertretenen Corporationen und Comite's den Wunsch hegen, daß er zum Staats Chef proklamirt werde, welches auch die von den Cortes gewählte Regierungsform sein möge. f — Viertausend„Freiwillige der Freiheit“ von Barcelona haben ihre Dienste angeboten, um sitzung, derselben mit gleicher Befugniß wie die Türkei beiwohnen zu dürfen und zeigte an, daß er nach Athen telegraphiren würde, um sich zu instruiren, ob er an der Conferenz mit berathen⸗ der Stimme theilnehmen oder sich zurückziehen solle. Trotzdem soll ein befriedigendes Resultat der Conferenz in Aussicht stehen. — Sçéguier bildet noch immer das Tages— gespräch; wie man versichert, wird sich derselbe in die Liste der Pariser Advokaten einschreiben lassen. Daß die liberale Presse für Herrn Séguier enthusiasmirt ist, erscheint begreiflich, und es wird den Witzen des„Public“ und seiner Collegen nicht gelingen, die Scharte so ohne weiteres aus- zuwetzen. nach Cuba zu gehen und für die Erhaltung der Insel Cuba im Besitze Spaniens zu kämpfen. Italien. Florenz. In San Giovanni di Perficeto(Provinz Bologna) und Cento(eben— daselbst) wurden von mehreren Tausend Bauern das Gemeindehaus und die Präfektur verwüstet, die dort aufbewahrten Archive verbrannt, die Telegraphen zerstört und mehrere Häuser geplün⸗ dert. Das dahin gesandte 28. Jägerbataillon wurde von den Aufständischen mit Flintenschüssen empfangen, dieselben wurden aber nach einem kurzen Kampfe, in welchem es mehrere Todte und viele Verwundete gab, gezwungen, in die Berge zu flüchten. — Der Expräsident der Sccessionisten, Jefferson Davis, der sich seit einiger Zeit hier aufhält, wird dieser Tage Paris verlassen, um sich nach Nizza zu begeben. — Prinz Napoleon ist erkrankt. Sein Ge⸗ sundheitszustand flößt Besorgnisse ein. Dieser Tage besuchte ihn der Kaiser, sowie der Gemahl Isabella's von Spanien, woraus der Schluß gezogen wird, daß der Prinz die freundschaftlichen Gefühle theile, welche die Tuilerien noch immer für die Ex⸗Königin zur Schau tragen. — Der„Armee-Moniteur“ sagt in seiner Jahresrevue: Der gegenwärtige militärische Zu— stand Frankreichs setzt es in die Lage, allen Even— tualitäten gegenüber zu treten. Wir sind jetzt stark genug dazu. Wir leben mit allen Mächten Europas in so vollstäudiger Harmonie, daß wir derjenigen Macht, welche einen ungerechten Krieg unternehmen und uns zwingen wollte, den Degen zu ziehen, leicht begegnen könnten. — Von Paris wird gemelvet, man glaube dort auf das Bestimmteste zu wissen daß bezüglich eines engeren Anschlusses Braunschweigs an Preußen Verhandlungen gepflogen wurden, die indeß vorläufig suspendirt sind. Mit Sicherheit behauptet man, die Angelegenheit werde nach er⸗ folgter Schlichtung des griechisch-türkischen Con⸗ fliktes wieder aufgenommen und binnen kürzester Frist, jedenfalls noch vor Juli, zum befriedigenden Ende geführt werden. — Man versichert, die Conferenz-Mächte seien sionen beharren sollte. a Großbritannien. London. Die„Mor- entschlossen, ohne Rücksicht auf Griechenland weiter zu verhandeln, wenn dasselbe auf seinen Präten- proklamirt haben. — Die„Gazetta uffiziale“ vom 10 d. sagt: Gestern herrschte in allen Provinzen Ruhe; die Mühlen werden wieder eröffnet; die Mahlsteuer gebührend entrichtet. — Die„Ital. Correspondenz“ meldet: Bei der ersten Sitzung der Conferenz in Paris hat sich der griechische Bevollmächtigte zurückgezogen, nachdem er gegen die Stellung, welche ihm die Conferenz in Vergleich zur Türkei eingeräumt, Protest erhoben hätte. — Dasselbe Blatt meldet ferner, daß die Großmächte gemeinschaftlich Vorstellungen an di— griechische Regierung gerichtet haben damit die— selbe den in der ersten Sitzung der Conferenz erhobenen Protest zurücknehme. Donaufürstenthümer. Fürst Karl er⸗ hielt ein eigenhändiges Schreiben des Sultans mit der Versicherung der Fre indschaft und des Wohlwollens für den Fürsten. Gleichzeitig liefen Glückwünsche des Großveziers ein zu den guten Beziehungen, welche zwischen der rumänischen Re— gierung und der Pforte walten. Serbien. Belgrad. Das offiziöse Blatt „Einheit“ meldet den Schluß der Universität und aller Gymnasien in Athen. Die Mütter bewaff— neten ihre Kinder, welche sich begeistert in den Waffen übten. Amerika. Nach Berichten aus Mexiko vom 8. d. richtete ein Erdbeben in Colima und Manzanillo beträchtlichen Schaden an Eigenthum an; Menschenleben sind nur wenige zu beklagen. — Aus Cuba wird gemeldet, daß die Auführer des Aufstandes die Emancipation der Sklaven * Friedberg. Der am 11. d. Morgens 62! bahier ningpost“ schreibt, der Vertreter Englands bei der abgegangene Gießener Localzug verunglückte bei Ginnheim Confecenz habe durch die unzweideutigste Erläu⸗ terung der Lage des Streites den russischen Vor in Folge eines an einem Güterwagen vorgekemmenen Achsenbruches. Drei Güterwagen wurden zerstört; Menschen⸗ leben sind keine zu beklagen. In dem Zuge befanden sich, schlag, eine internationale Commission behufs der wie gewöhnlich am Montag Morgen, viele hiesige Ein⸗ wohner und Leute aus der Umgegend, welche erfreulicher⸗ weise mit dem Schrecken davonkamen, abgesehen von einigen barten Kopfnüssen, die es in Folge des hefligen Anpralles gegeben haben soll, wie uns von einem ebenfalls glücklich enlkommenen Mitreisenden erzählt wird. * Friedberg. Wiederholt haben wir das begreiflicher⸗ weise für uns höchst erzpfindliche Malheur gehabt, unsrem werthen Gönner, dem hiesigen Correspondenten des„Wetter— auer“, allzu Vieles und Breites im„Oberhessischen“ auf⸗ zulischen, wie mit einem seiner bereits dagewesenen „geflügelten Worte“ er sich jüngst aue zudrücken beliebte, in der menschenfreundlichsten, wohlwollendsten Absicht gegen uns, — das ist bei ihm ja selbstverständlich. Sollten wir uns deßhalb nicht unbegrenzter Freude hingeben dürfen, so es uns vergönnt ist, ihm heute doch einmal etwas auch für ihn jedenfalls Genießbares auftischen zu können,— wenn es der von ihm decretirten Bescheidenheit eines Kreisblattes überhaupt gestattet sein kann, sich der höchsteignen Schreib— weise und schönen Redensarten des verehrten Gönners zu bedienen, ohne dessen Mißfallen auf's Neue über sich herauf zu beschwören. Das wollen wir aber gewißlich nicht, wir gedenken und hoffen im Gegentheile ihm etwas aufzutischen ganz warm, woran er selbst Geschmack finden und seine Freude haben kann und haben muß, wenngleich es abermals viel sein, breit und groß und schwer und lang ausfallen wird und er, wenn's beliebt, dabei auch noch sein Felt hat. Es kann ihm sicher nicht Alles Wurst sein, was wir heute auftischen: wir theilen indeß nur mit, was und wie es uns selbst auf⸗ getischt worden ist: Dieser Tage wurde vom Metzger⸗ meister W. Heß dahier ein Schwein geschlachtet, welches nicht weniger als 105 Zoll(262 5 Centimcter) Länge, 70 Zoll(175 Centimeter) Umfang und 530 Pfund Fleischergewicht hatte. Dasselbe war, von englischer Race, drei Jahre alt und auf dem Büdesheimer Hofe durch die sorgfältige Zucht und Mastung des Hrn. Pachter Draudt daselbst zu dieser seltenen Größe gebracht worden. Ein noch lebender trauter Genosse desselben, der noch schwe rer geschätzt wird, soll demnächst dem gleichen Geschicke ver⸗ fallen und in Wurst und Solberfleisch aufgetischt werden.— Das ist doch wirklich etwas zum Auftischen. So großes Schwein hatte sicher noch selten Einer! Lich. Seit dem 4. d. wird dahier ein elfjähriges Mädchen, Ceroline Süssel, vermißt, ohne daß man über sein Verbleiben irgend welche Spuren gefunden. Nach det veröffentlichten näheren Beschreibung des Kindes hat dasselbe blonde Haare, blaue Augen, stumpfe Nase und trug goldene Ohrringe mit blauen Steinchen, eine schwarze, roth ein⸗ gesaßte Kaputze, ein braunes Beiderwandkleid, neue Schnür⸗ schuhe, helle graue Strümpfe und ein veilchenblaues Halstuch. Grünberg. Das Marklprotokoll hiesiger Stadt gibt über den Verkehr auf den Woch enmärkten des verflossenen Jahres folgende Resultate. Es wurde verkauft: 7116 Malter Waizen, 5281 Mlir Korn, 3381 Mltr. Gerste, 4939, Mltr. Hafer, 434 Mltr. Ersen, 722 Mltr. sonstige Früchte, einschließlich Samen und Lein und 2170 Mltr. Kartoffeln. Der Gesammdverkehr stellt sich daher auf 24,043 Mltr. mit einem Verkaufspreis von 227099 fl. 44 kr. Gegen das Jahr 1857 wurden mehr abgesetzt 267 Mltr. Korn, während alle übrigen Frachtgattungen und zwar Waizen um 51 Mltr., Gerste um 221, Hafer um 891 Mlir. Erbsen um 320, soystige Früchte um 32⁵ und Kartoffeln un: 527 Mltr. zurückgeblieben. Der Erlös, welcher in 1867 zusammen 275,922 fl. 36 kr. betrug, war daher um 48822 fl. 52 kr. geringer. Aus dem Kreise Lauterbach wird gemeldet, daß am 5. d. der als Roumeiser im Walde beschästigt ge wesene, 64 Jahre alie Heinrich Lerch 1. von Wallenrod in der Nähe des letzten Ortes am Wege liegend, todt, mit einer Wunde am Kopfe und mit vielen Spuren empfangener Hiebe am Körper, aufgefunden wurde. Durch die sofort eingeleitete Uniersuchung und durch die Section bat sich ergeben, daß Lerch in Folge der ihm zugefügten Verletzungen verschieden ist. Als muthmaßlicher Thäler ist ein mit ihm im Walde beschäfligt gewesener, mit Lerch in Wortwechsel gerathener Holzhauer, Namens Johannes Felsing von Wallenrod, gefänglich eingezogen worden. Bei Pest sollen im Stadtwäldchen am Neujahrstage sieben krabbeinde Maikäfer gefunden worden sein, und die„Bozener Zig.“ berichtet, daß am Küchelberge bei Meran am 1. Jumar sast reife Erdbeeren gepflückt worden seien. In Wien lamentiren Wirthe, Fleischer und Zucker⸗ bäcker über das feblende, Eis; dagegen zeigen die Märkte einen Ueberfluß an eßbaren Schnecken. Guten. Arpent: Ein gewöhnlicher Magen dreht sich herum über dies e ß bar. Ein gesandt N. Friedberg Ueren den Schreibunterricht des Lebrers J. Wolff, der in nächster Woche hier eintreffen wird, desen wir aus Frankfurt: Mancher hat sich durch den Mangel einer schönen Handschrift eine vortheilhafte Stelle verscherzt. Andere haben durch ihre schöne Haudschrist in dem ersten an einen Fremden gerichteten Briefe ein gün⸗ stiges Vorurtheil für sich erweckt. Wer nun diese Lebens⸗ erfahrungen beachtet, der wird jene Lücke, die nur zu häufig aus einem ungenügenden oder nicht fleißig ben itzten Unterricht zurückbleibt, auch in den, vorgerückteren Jahren auszufüllen bemüht sein, und eine ihm hierzu sich bielende Gelegenheit bereitwillig und dankbar ergreisen. Eine solche Gelegenheit bietet sich jetzt hier in der Person des geschickten und geübten Lehrers, des Herrn J. Wolff, der seine Tüchtigkeit, wie in vielen Städten Deutschlands, auch hier in den überraschendsten Erfolgen bewährt hat. In seinem lee, hihen, Velfl vor d . 0 öffent. S 2709 Unterrichle versähet er als ein denkender, methodischer Pädagog, dem die Gabe zu lehren angeboren isl. Dabei saßt er in der Schreibekunst, die ex seinen Schülern nicht äußerlich auszudrängen, sondern aus ihnen heraus zu eut— wickeln sucht, den praktischen Zweck in's Auge. Er bringt es in der kleinen Zabl von 8 Lehrstunden dahin, daß seine Schüler eine feste, ansprechende, geläufige Hand schreiben lernen, und dieser Vorzug wird ihnen bleibe 0 und sich er⸗ höhen, wenn sie, nach den Anweisungen, die ihnen Herr Wolff ertheilt, die unter seiner Leitung begonnene Uebung foctseen. Er führt sie in das Gebeimniß der Schreibe kunst ein, und es ist ihre eigene Schuld, wenn sie dasselbe nicht verwerthen. Die von ihm herausgegebenen Vorlagen dienen noch besonders dazu, die Nachübungen, die er dringend empfiehlt, zu unterstützen. Zugleich erklärt er sich bereit, die Handschrift aller seiner Schüler nach Be⸗ endigung des Lehrcursus, so lange sie es wünschen, unent— geltlich zu beaufsichtigen. „ Der Welthandel. Illustrirte Monatshefte für Handel und Industrie, Länder- und Völkerkunde. Dieselbe erscheint in Monatsheften à 27 kr. und gewährt dem ge— sammten Handelsstande, sowie allen, weiche an dem auf weiten Bahnen sich bewegenden Weltverkehr Theil nehmen oder sich dafür interessiren, ein getreues Bild seines Wachsthums und zeigt im Fortlause der Schilderungen den Einfluß, welchen derselbe auf das Wohl und Wehe der Menschheit, auf das ganze Culiurleben ausübt.— Besonders auch dem jüngern Handelestande wird diese Lektüre ein Sporn werden, nach jener Vervollkommnung theoretischer und praktischer Kenntnisse zu trachten, welch ihn in den Stand setzen, mitthätig zu sein an jenen großen Zielen, welchen der in riesigem Wachsen begriffene Welthandel nachgeht, bei dessen Betrachtung vor dem oft enggezogenen Gesichtskreis dem strebenden Menschen eine neue Welt der Thäligkeit und Unternehmungsalust sich er schließt.— Auch für die belehrende Unterhalsung inncr— halb der Grenzen, in welchen sich die Zeitschrist bewegt, ist hinreichend gesorgt und in dem anhängenden Theile Miscellen, Monatschronik und Handelsübersicht, finden sich die Referate über alle Vorkommnisse auf dem gesamm ten Hanbelsgebiet. Kirchliche Dekanntmachung. 98 um bel Trauungen in der hiesigen Stadt⸗ kirche in Zukunft de Störung zu vermeiden, haben wir Folgendes angeordnet: 1. Es soll bei Trauungen nur der Haupteingang der Kirche geöffnet werden. 2. Kinder, welche nicht in Begleitung von erwachsenen Angebörigen kommen, unt Personen, welche nicht so gekleidet find, wie es sich für die Tbeilnahme an einer gottes dienstlichen Handlung geziemt, sollen nicht zugelassen und nöth'genfalls an der Kirchtbüre zurückgewiesen werden. 3. Diejenigen welche der Trauung beiwohnen, sollen nicht in den Gängen der Kirche und insbesondere nicht in der Umgebung des Altars, sondern in den Kirchen bänken ihren Piatz nebmen. Dabei ist jedoch die vorderste Bank auf beiden Sciten des mittleren Ganges zunächst dem Altare für die Angehörigen des Brauspaares un— besetzt zu lassen. 4. Ee wird erwartet, daß dle der Trauung Bet ⸗ wohnenden ibre Plätze nicht veclassen, devor der Segen gesprochen und die Handlung völlig beenoigt ist. Vorstehende Bestimmungen gelten auch für die Trau ungen in der Burgkirche, soweit sie hier anwenddar find. Wir glauben die Erwartung aussprechen zu dür en, daß die Glieder der Gemeinde diesen Anordnungen im In— teresse der kirchlichen Ordnung gern nachkommen werden. Friedberg am 22. Dezember 1868. Der evangelische Kirchenvorstand. Arbeits⸗Versteigerung. 93 Die zur Fortsetzung des Banquelt. und HGossen- pflasters in der Oriodurchfahtt in Berstadt erforder— lichen Materialien, ale 1) 10 Cubikklafter Pflastersteine zu brechen, abzurlchten, anzufabren und aufzusetzen und 2) die Anlieferung und das Messen von klaͤfter Pflastersand, sollen Montag den 1. Februar d. J., Morgens 10 Uhr anfangend, in dem Wirthslocal des Peinrich Oiefen— dach daseldst unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstnehmenden öffent— lich in Accord gegeben werden Die Steigliedbaber bezüglich der Sandlieserung baben vor der Verfsieigerung Proben totes Materials vor zuzeigen, wenn ihre Gebote Berücksichtigung finden sollen. Villingen den 10. Januar 1869 Pfarrer, r, Gemelndebaume! iter. Holz⸗ Versteigerung. 97 Donnerstag den 21. Januar l.„Vormittags 10 Ubr, sollen im Walddisteikt Luder 95 Ilbenftadt 37 Stecken Buchen- u. 1 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 1 und 2 S' ecken Eichen Prügel 10 Cubtk⸗ 4 1 holz, 17½ 4 5 Siockholz, 1„ Eichen 1 1000 Stil Buchen Wellen, 75„ Eichen und 50 Saalweiden Wellen 3. Etichenstämme von 30— 40 Fuß Länge und 11—15 Zoll mittlerem Ducchmesser, 3 Buchenstämme von 21— 35 zuß Länge und 17-22 Zoll mutleren Durchmasser, 3 Buchen- Erdstöcke, zu Kummethölzenn und 4 Kurschstämme, zu Tischlerholz geeignet, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Schloß Jibenstadt am 12 Januar 1869. Gräflich v. Leiningen Westerburg'sche Rentei N10 6. nl N stei 51 Holz- Versteigerung. 104 Kommenden Dienstag als den 19. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr ansangend, soll in dem Bellersheimer Markwald nachbenanntes Holz, alo 33 Stück Eichen Bausfämme, 5000 Cubilfuß haltend u. 3500 Cubikfuß Fichten⸗Stangen und Stamm golz unter den bei der Verßteigerung bekannt gemacht werden den Bedingungen meistbietend verpeigert werden. Bellersbeim den 11. Zanuar 1869. Dei Mackmetster B o p p. Große wollene und seidene Halstücher bei K. Friedrich, neben der Post. 2709 Arbeits-Versteigerung. 94 Dienstag den 19. Januar, Morgens 10 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Oppersbosen für 62 fl Zimmerarbeit und 4 fl. Schmiedearbeit einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gambach am 10. Januar 1869. Schneider, Bezirks Bauaufseher. Brod! Erste Sorte 12˙% kr., Zweite Sorte 10˙% kr. Löb Strauß. Ein müblirtes Zimmer 87 mit Cabinet ist zu vermiethen. Zu erfragen bet der Expedition d. Bl. Gefunden 95 wurde auf dem Weg zwischen Nauheim und Frledberg eine Kaputze und kann dieselbe gegen Erstattung der Inseratgebübren an den Eigenthümer zurückgegeben werden von . Hofmann, Kappenmacher. ollene Hemden, Unterjacken« Unterhosen 1600 101 bet zu billigen Preisen bet K. Friedrich neben der Post. Ein Schreinergesell Lehrling knnen sogleich in Arbeit Schmidt. 103 und ein treten bei Assenheim. Karl Ausverkauf 102 von Porzellan- und Glaswaaren ꝛc. wegen Geschäfloagufgade bei A. He v pe, Nauhei m. 99 Am verflosseyen Dienssag Mittag wurde den Knechten vom Hofgut Uphe im Bahnhof Friedberg ein grauer Pferdeteppich vom Wagen entwendet; wer 75 5 so Auskunft geben, daß der Thäler gerichllich belang werden kann, erhält eine gute Belohnung. Gräflich Laubach'sche Guto verwaltung Utphe. —* tar- Versteigerun El 5 11 92 auf Oppelehausen bei Altenstadt, Dienstag den 26. und Muütwoch den 27. Jenuar Anfang früd 9 Uhr Ee kommen zur Versteigerung: Pflüge. Eggen, Kelten, Zässer, Handgeschtrte, Körbe, Brenn, Werk- und Bau holz Leitern, Küchen und Hausgetätbe, Oefen. Derd, gaschkessel, Betten, Moͤbel, We bzeug ꝛc. 2c.— Spreu wird fortwährend billig aus der Band ab, Necded, ebenso eme Einrichtung zu 5 Schweinställen von Holz. — F—u—ä——— ͤ— Sr—— ᷣ——— Fru chtpreise Per Malter. Friedberg, 13. Januar. Waizen 11 fl. 30 kr., 8 fl. 45 fr.; 1 7 fl. 45 kr.; Haser 6 fl.— kr. Frankfurt, Imuar. Watzen 11 fl. 50 kr.; 10 fl.— kr.; Wed— fl.— kr.; Haser 9 fl. 10 kr. Grünberg, 9. Januar. Waizen 11 fl. 32 tr.; Korn 8 fl. 43 kr.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 3 fl. 16 kr.; Molter 7 fl. 55 kr.; Erbsen 10 fl.— ki.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 15 fl. 15 kr.; Kartosseln— fl.— kr. Mainz, 9. Januar. Waizen 11 fl. 43 kr.; Korn 9 fl. 3 kr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 35 kr.; Kartoffeln 2 fl. 30 tr.; Roggenstroh per 100 Gebun⸗ 24 fl.— kr. Kor Kor 100 Mittwoch den 20. Januar, Morgens 9 Uhr, lasse ich in meiner Wohnung dret Pferde, zwei große Erndte— Wagen, einen eleganten Schlitten, Rettzerg, Pflüge, Eggen, überhaupt viele zut Oeconomie gehörige Gegen- flände, Alles in besten Zustand, öffentlich gegen Vaar— zahlung versteigern. Melbach, im Januar 1869. anbelm K tren II. Allr 7 Evangelische Gemeinde. Getaufte: 3. Januar. Dem Bürger zu Lindheim, Kr. Büdingen, und Oekonomen dapier Ferdinand Friedrich Morell eine Tochter, Karoline Louise, geb. den 16. Dezember 1868. 3. Januar. Dem Bürger zu Alsfeld und Bahnhofs⸗ Inspections-Affistenten dahier Justus Hill ein Sohn, Johann Bernbard August Adolf, geb. den 6. Dez. 1868. Beerdigte: 9. Januar. Konrad Schneider, Muskeller eim zweiten Gtoßb. Inf.⸗ Reg., Sohn des Ortsbürgers Johann Pbilipp Schneider zu Dortelweil Kr. Vilbel, alt 21 Jahre 1 M.nat, 20 Tage, 4 den 8. Januar. 9. Januar. Sophie Becker, ged. Storch, Wittwe des verstorbenen Großh. Schullehrers Wilhem Becker zu Beienheim, alt 49 Jabte 24 Tage, f den 7. Januar. 9. Januar. Werner v. Veltheim, Herzoglich Braun schweigischer Kammeijunker und Assessor bei der Kreis— direction in Wolfendilttel, alt 40 Jahre, t den 7. Jan Auszug aus dem Civilstandsregister der israel. Religions- gemeinde zu Friedberg. 1868. Geborene: 30. Juli. Dem biesigen Bürger und Weißgerber⸗ meiner Moses Scligmann ein Sohn, David. 10. August. Dem diesigen Burger und Fruchthändler Liebmann Stern eine Tochter, Emilie. 5. Sept. Dem biesigen Bürger und Pferdehändler Wolf Bendheim ein Sohn, Moritz. 1. October. Dem biesigen Bürger und Kaufmann Edudtd Hirsch ein Sohn, Emil. 9. Octoder. Dem biesigen Dart er und Fellhändler Leopold At steln eine Tochter, Taͤubchen Thekla. 18. October Dem diesigen Bürger und händler Louis Rappolt ein Sohn, Eduard. 20. October Dem hiesigen Bürge machemeister Moses Mainz eine Tochter, 7. November. Dem diesigen Bürger und Weiß gerbermetster Woses Stern eiae Tochter, Spda. 10. November. Dem Religsonslehrer S. Morgen⸗ stern ein Sohn, Adolf. Frucht und Schub ⸗ Clara. Gestorbene: 7. Auguff. Frau Fanny Strauß, geb. Kaufmann, Ebefrau des hiesigen Burgers und Handelomannes L. Strauß II., alt 40 Jahre. 15. August. Frau Doichen Aron, geb. Imrod, Eße⸗ frau des bief. Bürgers und Zellpändlerg Herz Aron, alt 30 Jabre und 6 Monate. 19. Auguft. Adelheid Ehrmann aus Düdelsbeim, alt 12 Jahre und 2 Monate. 7. Sept. Frau deudle Groͤdel, geb. Cassel, binter⸗ lassene Witiwe des vecst. bies. Einwohners Hirsch B 15 l, alt 82 Jabte October. Moritz Bendbeim, Söhnchen des hies. Burgers und Pfervehaͤndlers Wolf Bendbeim, alt 30 Ta ge 20. October. Eduard Rappolt, Söoͤbuchen des dies. Bürgers und Fruchthändsers Louis Rappolt, alt 2 Tage. 16. November Frau Pauline Maper, ged.„tied mann, Ebefrau des bies. Bürgers und Fruchthändlers David Mapex, alt 23 Jahre. g 9. Dezember. Spda Stern, Töchterchen des bies. Bürgers und Weißgerbermeisters Moses Stern, alt 32 Tage. 20. Dezember. Bürgers und Handels mannes Mendle Jahre. Sara Garde, Tochter des hiesigen Garde, all 30 Zusammenstellung aus dem Jabre 1868 Cs wurde getraut 1 Paar.— Geburten 21.— Gestorben sind 13, und zwar 4 unter und 9 über 10 Jahre alt(7 Frauen, 2 Madchen). . Bestellungen auf den„Oberhessischen Anzeiger“ für 1869 beliebe m 12 an baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Nach Aufhebung unseres Vertrags mit der Post kann der Anzeiger nach auswärts auch durch Privatboten bezogen werden. Die Expedition. 96 Die Nummer 3 Ihres geschätzten Blattes enthält ein Inserat Jur Nachricht für die Versicherten der Rheinischen Versicherungsgesellschaft in Mainz, wonach das Großh. Friedensgericht in Oppenheim die Rheinische Versicherungs-Gesellschaft mit ihrer Klage gegen Georg Bauer III. auf Zahlung der am 30. August v. J. fällig gewesenen Prämie abgewiesen hat. Durch die Art und Weise, wie dieses, übrigens noch nicht einmal rechtskräftige, Urthei des Oppenheimer Friedensgerichts zur Kenntniß des Publikums gebracht wird, könnten manche bei der Rheinischen Gesellschaft Versicherte zu dem Glauben verleitet werden, als sei es nun— mehr eine ausgemachte Sache, daß ihre mit derselben abgeschlossenen Versicherungsverträge als erloschen zu betrachten seten. Um dem vorzubeugen, erachten wir es für angemessen, darauf hinzuweisen, daß das Großh. Friedensgericht zu Nieder-Olm einige bei der Rheiaischen Gesellschaft Versicherte, welche, trotzdem ihre Policen noch mehrere Jahre zu laufen haben, sich in Folge der eingetretenen Veränderungen der Exfüllung ihrer Verbindlichkeiten gegen die genannte Gesellschaft entziehen zu können glaubten, zur Zahlung der Prämien und Tragung der nicht unerheblichen Prozeßkosten verurtheilt hat. Diese Uctheile haben die Rechtskraft beschritten. Uebrigens konnen die Interessenten der Rheinischen Gesellschaft bezüglich ihrer mit dieser geschlossenen Versicherungen vollkommen beruhigt sein, da nicht allein das nahezu noch in 900.000 fl. bestehende Vermögen dieser in Liquidation begriffenen Anstalt, welches nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches nicht eher unter die Actionäre vertheilt werden darf, als bis sämmtliche Policen abgelaufen sind, oder doch ausreichende Sicherheit beim Staate dafür hinterlegt worden ist, sondern auch das gesammte, in Acht Millionen Gulden bestehende und wirklich begebene Grund-Kapital der Providentia, welche laut Erlaß Großh. Ministeriums vom 20. November v. J. Geschaftsnachfolgerin der Rheinischen Gesell, schaft geworden ist, für alle von Letzterer geschlossenen Versicherungen gemeinschaftiich haftet. Die Sicherheit der Interessenten der Rheinischen Gesellschaft ist sonach nicht nur keines— wegs geringer geworden, sondern hat sich im Gegentheil bedeutend vermehrt. Mainz den 10. Januar 1869. Möbel Transport 7 G. L. JANSEN T 2525 per Bahn oder auf der Landstraße, einzelne Moͤbelfuhren über Frankfurta M.] Land, sowie das Abholen von Möbeln von der Bahn, besorge mittelst TDT großer, geschlossener Federwagen bei Garantie, prompter und billigster N Bedienung. G. L. Jansen, Broͤnnerstraße 17 Frankfurt a. M. 29 Das früher Supp'sche Wohnhaus(Gaftbaus zum Maulbterbaum) auf der breiten Straße neben Herrn Buchhändler Seriba, will der Unterzeichnete wegen Ab zug verpachten oder gegen vorthellhafte Bedingungen verkaufen. Diese Localitäten, mit neu bergestelltem Hofraum, eignen sich ibrer schönen Lage balber, zum Betriebe eines Ladens, sowie auch eines jeden anderen Geschäftes. Kauf- oder Pachtlicbhaber wollen sich gefälligst an mich wenden, arch gibt Herr Liebmann Adler hier die — unde Wirthschaftsverpachtung. Ein starker Junge 63 Der Unterzeschnete ist gesonnen, seine Wirthschaft 26 kann mit oder one Lehrgeld in die Lehre treten bei mit oder ohne vollständige Brauerei, Gartenwirtbschaft ri itzel, S huyd Kegelbahn auf 9 Jahre aus der pand iu ver⸗ Fritz Ritzel, Schmiedemeister pachten. Bemerkt wird. daß dem Pächter auch 15 Morgen 66 Die unterzeichnete Hebamme sucht fortwährend Acker und Wiesen dabet gegeben werden können. Lieb tüchtige Schepkammen, dieselben erhalten gute Stellen baber können die Bediagungen einschen bei und schnelle Verwendung. ö Rockenberg. 3 E. Soldan, Joh. Georg Landvogt I., Ballonplatz 3 in Darmdadt. Gerstenwirth. 4 5 Achlag. 0 8 Maschi 5 aer l, Friedberg. Geschw. Schloß. Ein braves Dienstmädchen dg gesucht. Näheres bei der Expedition d. Bl. Der Kalender des Lahter Hinkenden Auflage ea. Million. N 0 N e 8 erschienen N und ö bei 1 N allen . Buchhändlern 75 und N Huchbindern N zu 2 5 haben. I —— Preis 11 kr. Haupt⸗Agentur: Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Friedberg. Im Gashaus zu den drei Schwertern. Donnerstag den 14. und Frestag den 15. Januar 1869. Große Vorstellungen anglo-amerikauischen Künstler⸗ Gesellschaft, unter Direktion der Gebrüder Matula, k. k. russische und k. schwedische Hofkünftler. Die Vorstellungen befleben in pbpfikalischen Expert⸗ menten, magischen und cquilibriflischen Produktlonen, Gymnaftik, Ballet ꝛc. Preise der Plätze: Erster Platz 30 kr., zweiter Platz 18 kr., Galerie 9 kr. Kinder unter 10 Jahren zahlen auf dem ersten Platz 18 kr. und auf dem zweiten Platz 12 ke. Tages⸗Billets zum ersien Platz à 24 kr., zum zweiten Platz à 15 kr. sind vorher im Theaterlocal zu baben. Billets sind nur an dem Tage gültig, an welchem sie gelöst werden. Kasseöffnung 6½ Uhr.— Anfang 7½ Uhr. Das Nähere der Tageszettel. Es finden nur 4 Vorstellungen flatt. Gebrüder Matula. Verantw. Red.: Hermann Schimpfs. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 165 der Mitgethellt von* 5 8 8. Iindhelnser. Cours. J. e 5 f. b. k. 9 153 C. —. 5 1 47 54 69 6. 13. Januar 1868. Cours der Staatspapiere. 8 5 400 e ö„ 300 v. 1860% 79 ¼ 6. Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lst. 63 G6. 0 Gr. Hess. 4% Obligat. 91 7¼ö P. N 42„ 100 Pr. v. 1864 14 6. 2 50% Nat.-Anl. 1854 53½ G. ö 5 3½0% Obligation. 87 P. Schwed. Thlr. 10-L. II p. 5 5% steuerfrele Oblg. 52½ G. Nassau 4½0% Obl. b. Rtb. 94½ P. 2 Bad. 35 fl. Loose 53½ p. Preussen 4½% Obligat. b. Rh.] 934, F. 5 i do 86½ G. 2 Kurh. 40 Th7.-L. b. k. 50 G. 1 40 do. do.— Kurhess. 40% Obl. b. E. à 105 861% 6. Er. Hess. 50 fl. L. b. 4.—— Bayern 50% Obligation. 102 6. Frankf. 3½0% Obligat. 81% P. 2 27 8 43½ C. 5 4½0%/ Jähr. b. Rth.] 95% 6 5 30, 40 N ie Nass. 25 fl. L. b. R. 38 ¼ P. 5 4% do do 90 F. Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 12 84 G. Lene. b. B. Wwürtemb. 4½0% Obl. b. kt. 94½ 6 Finnland 4½0% Pfdbr. I. k. 105 77½ b I Titoscn. 7 — 40% do do—— Schweden 4½% O. 1. R. à 105 87½ P 182 1 Doppelte 9 50 Baden 40% Obligat. 94½ P. 5 4½0%/ Pfb, 1 1905—— 2 Preuss. Frled-d or- 9 5859 — 4% Obligat. 863% P. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 79½ G. oll. f. 10 Stücke 5 9 54—56 Voll einbezahite Eisenbahn- Actien und Prioritkten. 1*.* f 1 b Fraues-Stüe s— 4/0 Bayr. Ostbahn 125¾ P. 3% ir. C. P.& 5/2. fr. 228 kr. 1. 2 Apt, e 25 11 32 85 00 2 50% sächsische Pfandbr. b. R.—— ö 50% Tos. Ceutr.-Eisenb.-Pr. 485,5 G.— Russ lẽulperiales a ö 5 9 19—51 3% Oesterr. St-Elsenb.-Prior. 535, G. ö 50% Elisabethbahn-Prior.% 77 6. Geld pr. Zoll- Pf 9 81. 60% Oest. üg. St. u. Lomb. E. B. 97 P. 30, 0 do. neueste Emiss. ¼ 75½½ d. 2 Hchh Slub pr. 2 Pf. 5 3 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 45 G. f 0 4½% Hess. Lud wiesb.-Prior. 94½ G. 1 8 Preiss Kassellsch. ö„ Wiener Wechsel- Cours 98 6. N U Dollars in God 1 5 2, Fü An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Auskunft über» orloosungen, Couponus- Zahlungen. s. W. Bedienung und ertheilt gerne jede gewünsch e . H. 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