en 0 en 5 er kosten i 715 8 — 1 Feitdhtl — seulbe 1800. — obligat — Samstag den 13. Uovember. M133. ese .* r Anzeiger. Anthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2 Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. 7 Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aufnahme eines blinden Kindes aus dem Kreise Friedberg in die Blinden-Anstalt zu Friedberg. Das Großherzogliche Kreisamt Nach einer Mittheilung des Vorstandes der Blinden- Friedberg heimathberechtigtes, blindes Kind im Alter von wenigstens 12 und hoch und zu verpflegen. Sie wollen sich dieserhalb vejahenden Falls genaue Auskunft über dessen Familien- und Vermög Friedberg an die Großherzoglichen binnen 8 Tagen berichtlich äußern, ensverhältnisse ꝛc. geben. Friedberg den 10. November 1869. Bürgermeistereien des Kreises. Anstalt dahier liegt es in der Absicht desselben, ein unvermögendes, im Kreise stens 15 Jahten unentgeldlich in die Anstalt aufzunehmen ob sich ein solches Kind in Ihrer Gemeinde befindet und Trapp. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 54 enthält: I. Edikt, die Fortsetzung des XX. Landtags betr. Dasselbe lautet: Ludwig III. von Gottes Guaden Groß⸗ herzog von Hessen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. Nachdem Wir weschlossen haben, daß die durch Unsere Entschließung vom 75. Juli laufenden Jahres vertagten Verhandlungen des zwanzigsten Landtags mit dem 29. November laufenden Jahres wieder beginnen sollen, so verkünden wir solches hierdurch öffentlich und gesinnen an Unsere getreuen Stände, daß Sie Sich an dem festgesetzten Tage zur Aus⸗ übung Ihrer verjassungsmäßigen Rechte wieder in Unserer Refidenz vereinigen mögen. Urkundlich ꝛc. 4 II. Bekanntmachung Großberzoglicher Commission für Postangelegenheiten, den Personencours(hier die Personen— geldsätze) zwischen Gedern und Hanau veir. III. Bekanntmachung derselben Behörde, die Personen⸗ zost zwischen Bensheim und Worms resp. Heppenheim ind Lorsch betreffend. Mit dem 1. k. M.? als dem Tage der Betriebs Eröffuung der Eisenbahn zwischen Bens heim und Rosengarten(Worms), werden sowohl die bis⸗ her täglich zweimal zwischen Bensheim und Worme, als auch die bisher dreimal täglich zwischen Heppenheim und gorsch unterhaltenen Personenposten aufgehoben.(Schl. f.) — Die Pensionirung des Obersten Laue und des Oberstlieutenants Scholl ist nunmehr wirklich erfolgt. Die Portepeefähnriche Steinberger im 2. Inf. Regt., Mock, Mickel, Jäger und Frank im 1. Jägerbataillon, Weinmann, Hanesse und Thomas im 4. Inf.⸗ Regiment wurden zu Lieutenants in ihren Regimentern und bezw. ihrem Bataillon, sowie der Portepeefähnrich Dietz zum außerordentlichen Lieutenant des Gr. Artillerie-Corps ernannt. — Den Ende dieses Monats wieder zusammen— tretenden Ständen wird, den Wünschen der Kammer entsprechend, auch das Schullehrerpensionsgesetz vorgelegt werden. Man hofft zuversichtlich, daß es von derselben wohlwollenden Gesinnung diktirt ist, welche seit einiger Zeit dem Stande gerecht zu werden und frühere Schuld abzutragen sucht. — Unsere Soldaten sollen ihr seitheriges Brod behalten, einmal weil die Ersparniß, welche durch Einführung des schlechteren preußischen Brodes erzielt würde, von zu geringem Belange ist, dann auch wohl deßhalb, weil sie durch Herabsetzung der täglichen Ration von 2 auf 1⅝%0 Pfund schon genug verkürzt sind. — Die„A. A. Ztg.“ theilt die jüngst hier erfolgten Pensionirungen mit und bemerkt dazu: Man fragt sich, wie soll das enden? ganz ab- gesehen von anderen Fragen, die zum Theil nur eine personelle Bedeutung haben. Der Brunnen der dem Kriegsministerium bewilligten Bausch⸗ summe soll jetzt schon spärlich genug fließen. Von den Ersparnissen der durch die Militärconvention vorgesehenen selbstständigen Verwaltung ist längst keine Rede mehr und der Tag wird nicht aus⸗ bleiben, an welchem das Kriegsministerium mit den bewilligten Mitteln die Geschäfte nicht weiter führen kann. Will man es dahin bringen? Soll die Militärconvention bankrott gemacht werden, um die hessische Division dem norddeutschen Bun— 0 5 0 10 8 desheer ganz einzuverleiben? Man begegnet viel- fach der Meinung, daß Preußen dieß anstrebe. Preußen. Berlin. Der Entwurf des preußischen Unterrichtsgesetzes bestimmt über die Besoldungsverhältnisse der Lehrer, daß Lehrer an den öffentlichen Volksschulen in den Städten unter 10,000 Einwohnern freie Wohnung oder eine enisprechende Entschädigung und ein Einkommen von mindestens 200— 250 Thlr., Rektoren an Bürgerschulen nicht unter 400— 6000 Thlr. außer freier Wohnung erhalten sollen. In Städten über 10,000 Einwohnern können diese Minimal⸗ sätze nach Bedürfniß bis auf das Doppelte erhöht werden. Bei mehrklässigen Schulen sind die Ge— hälter für die einzelnen bestimmten Stellen unter angemessener Abstufung so zu erhöhen, daß der Durchschnittssatz der Gehälter den Minimalsatz um ein Achtel übersteigt, doch soll es auch frei— stehen, die Gehälter nach dem Dienstalter der Lehrer zu erhöhen, so daß es in dreißigjähriger Dienstzeit auf das Doppelte des Minimalsatzes steigen kann. Die Lehrer auf dem Lande erhalten freie Wohnung nebst Wirthschaftsraum und Brenn— bedarf oder eine angemessene Entschädigung dafür; ferner an Land, Naturalien oder Geld so viel als zu ihrem standesgemäßen Unterhalt erforderlich ist. Die Höhe dieses Diensteinkommens und die Grundsätze, nach welchen Landdotationen und Naturalien zu berechnen sind, werden für jede Provinz durch Beschluß des Provinziallandtages, vorbehaltlich der Bestätigung Seitens der Staats— regierung, festgestellt. — Die Führer der Fortschrittspartei haben in Folge der tumultuarischen Störung der zur Berathung des Antrages über allgemeine Ent— waffnung und Verminderung der Militärlast des norddeutschen Bundes einberufenen Versammlung eine öffentliche Erklärung erlassen, in welcher sie vor der gesammten Bevölkerung Berlins Ein— ruch erheben gegen ein Treiben, welches that⸗ * U sächlich das Versammlungs recht, diese Grundlage des allgemeinen Wahlrechts, vernichtet, und welches zugleich dem Volke die Möglichkeit raubt, in einer Frage von höchster internationaler Wichtigkeit, in einer Frage, deren Lösung für den Frieden, den Erwerb und die Freiheit der Völker ent— scheidend ist, seiner Ueberzeugung Geltung zu ver— schaffen. Vor Allem fordern wir, heißt es am Schluß, die Vereine, welche politische Gegenstände verhandeln, dringend auf, sobald als möglich zusammen zu treten, um ihrerseits Zeugniß ab- zulegen, damit der Ausdruck der öffentlichen Meinung dieser großen und freisinnigen Stadt nicht durch kleine, aber wohlgeschulte, bald der staatlichen, bald der kirchlichen Reaktion dienst— bare Corps gefälscht werde. — Auf die oben erwähnte Versammlung be⸗ züglich gibt der Eigenthümer des Versammlungslokals folgende Erklärung ab:„Das Haus war don Dr. Löwe gemiethet, während Herr Tölcke(einer der Lassalleaner) ganz ohne mein Wissen darin eine Versammlung bei der Polizei angemeldet batte und so jene peinlichen Auftritte herbeiführte. Ich werde deßhalb auch gegen Herrn Tölcke die Klage wegen Hausrechtsverletzung einreichen.“ — Der Schillerpreis von 1000 Thlrn. nebst der Golddenknünze wurde vom Könige nach dem Vorschlage der Prüfungscommission dem Verfasser des Trauerspiels„Sophonisbe“, Emanuel Geibel verliehen. — Von Elbing aus wird eine Petition um Aufhebung der Klöster an das Abgeordnetenhaus in folgender Fassung gerichtet:„Die Exeignisse in Moabit haben uns gelehrt, daß die Wieder⸗ berstellung der Klöster nur geeignet ist, den reli— gtösen Frieden und die Eintracht zu stören, in der die verschiedenen Confessionen bisher in unserem Vaterlande lebten. In Erwägung dieses Um⸗ standes; ferner in Erwägung, daß die Einrichtung der Klöster und das ganze Klosterwesen einer längst vergangenen, in ihren religiösen Anschauungen uns nicht mehr verständlichen Zeit angehören; in Erwägung, daß die Klostergelübde und das Klosterleben in völligem Widerspruch mit dem Geiste unserer Zeit, der ein Geist der Freiheit und Arbeitsamkeit ist, stehen; endlich in Erwägung, daß der heutige Zweck der Klöster die Ausbreitung des Ultramontanismus und der päpstlichen Herr- schast ist, stellen die Unterztichneten den Antrag: das hohe Haus der Abgeordneten möge, dem noch immer zu Recht bestehenden Gesetze vom 30. Okt. 1810 gemäß, die völlige Aufhebung der Klöster in Preußen beschließen.“ Sachsen. Dresden. In der Abgeord⸗ netenkammer wurde der Antrag der Fortschritts⸗ partei auf Abrüstung mit großer Majorität an⸗ genommen. Ein von der national liberalen Partei eingebrachtes Amendement, es möge dabei die nothwendige Rücsicht auf die Machtstellung und Sicherheit Deutschlands genommen werden, wurde abgelehnt. Bayern. Das von der Volkspartei für die Landtagswahlen erlassene Programm bezeichnet als Ziel der Bestrebungen in der deutschen Frage die freie Vereinigung aller deutschen Stämme zu einem auf Volkssouveränität beruhenden Bundesstaat. Aschaffenburg. Eine im„Schützenhofe“ stattgefundene Arbeiterversammlung behufs der Gründung eines Arbeitervereins nach Schulze- Delitz'schem Systeme mußte polizellich geschlossen werden, weil die in der Versammlung anwesenden Lassalleaner die Schulzeaner nicht zum Worte kommen ließen. Wien. Oesterreich. Der Kaiser von Oesterreich ist nach 11 stündigem Ritt, begleitet von Beduinen, Häuptlingen und einer aus 800 Reitern bestehenden Carawane, aus Jaffa in Jerusalem eingetroffen. Nachdem er das heilige Grab besucht, stieg er im österreichischen Hospiz ab. — Aus Brünn wird gemeldet, daß der vom Grafen Hompesch verwundete Bürger, Müller, soweit hergestellt sei, daß er das Krankenhaus verlassen habe und an öffentlichen Orten sick zeige. Er oder resp. seine Frau soll im Vergleichswege einen Betrag von 12,000 fl. als Entschädigung erhalten haben. Die Schlußverhandlung wird in kurzer Zeit stattfinden. Der Graf ist gegen eine Caution von 20,000 fl. auf freien Fuß gesetzt. Frankreich. Paris. Wa versammlung des ersten Wahlbezirks kündigte Rochefort, welcher unbestritten der populärste Mann des Augenblicks ist, seine Absicht an, seinen Wählern von acht zu acht Tagen während der Sessionsperiode Bericht zu erstatten und gemein- schaftlich mit ihnen alle jeweilig nöthig werdenden Schritte zu berathen;„denn“, fügte er bedeutungs voll hinzu,„wenn die Umstände mich zwängen, mein Mandat auf die Straße zu tragen, so würden meine Wähler, welche an dieser Ent⸗ schließung theilnahmen, mir folgen und das Ding mit mir zu Ende führen müssen.“ Enthusiastische Zustimmungsrufe folgten dieser Apostrophe; der anwesende Polizeicommissär löste die Versammlung auf,„weil ein Appell an die Revolte nicht statt⸗ haft sei.“ Die Wähler antworteten mit dem Rufe:„es lebe Rochefort!“ und strömten zwischen den auf dem Boulevard aufgestellten zahllosen Polizeiagenten hindurch nach anderen Theilen der Stadt. In einer zweiten Wahlversammlung wurde auf die öfteren Unterbrechungen des Polizei- Commissärs gar nicht geachtet und derselbe schließ⸗ lich von dem Präsidenten zur Ruhe verwiesen, „weil es nicht Sache der Polizei sei, an der Discussion theilzunebmen.“ Der verdutzte Polizei— beamte fügte sich dieser Bemerkung. — Nachdem Ledru⸗ Rollin durch ein kurzes Schreiben an die Wähler des dritten Be— zirks sich bereit erklärt hat, seine Wahl zum De— putirten, aber ohne Eidesleistung, anzunehmen, hat er nun auch ein größeres Manifest an seine Wähler gerichtet, worin er sich über die Gründe seiner Eidesverweigerung ausspricht. — Das„Pays“ schreibt an seiner Spitze mit gesperrten Leitern:„Candidaten des„Pays“: 1. Bezirk: Henri Rochefort; 3. Bezirk: Ledru⸗ Rollin; 4. Bezirk: Armand Barkds; 8. Bezirk: Felix Pyat.“ Mit diesen Herren, führt Herr Paul de Cassagnac in dem nachfolgenden Artitel aus, werde die„Lösung“, welche er wünsche, be— schleunigt. Es braucht nicht gesagt zu werden, daß diese Lösung des Hrn. Cassagnac eine neue Auflage des 2. Dezember ist. — Am Abend des 8. nach 11 Uhr zogen ande⸗thalb tausend Menschen mit dem Rufe:„Hoch Rochefort“ mitten durch die Stadt und begleiteten den Gefeierten bis zu seiner Wohnung im Hotel de France in der Montmartrestraße. Die Polizei schritt nicht ein und hinterher war Alles wieder ruhig. Die Ordnung ist durchaus nicht gestört worden. Dänemark. Kopenhagen. Das unter dem 10. Sept. erlassene Verbot gegen die Ein- sührung von Hornvieh aus den Ländern des nordd. Bundes ist am 10. d. aufgehoben worden. Italien. Florenz. Das Befinden des Königs ist fortwährend in der Besserung begriffen. 14 Bad⸗Nauheim. Dem Vernebmen nach hat In einer Wahl- jährliche Hauptversammlung ab, wobei der gedruckte 36. Rechenschaftsbericht für das Jahr 1868 an die Mitglieder des Vereins verlheilt wurde. Die Zahl dieser beträgt jetzt 110, wovon 47 in Laubach wohnen.— Aus dem Berichte ist zu ersehen, daß das Aktivvermögen der Anstalt Ende 1868 183,217 fl. 30 ½ kr. beträgt, die Einlagen aber oder die Schulden sich auf 136,184 fl. 15 ½ kr. belaufen. Diese werden mit 4 Prozent verzinst.— Ausgeliehen waren Ende 1868: 1) gegen gerichtliche Hypotheken und 4½ Proz. Zinsen, ohne Verpflichtung zur Zahlung von Tilgungs⸗ quoten, 100,5 19 fl., 2) gegen Handscheine mit Gemein de⸗ bürgschaft und 10 jähriger Tilgung 17.098 fl., 3) gegen Handscheine mit Privatbürgschaft auf ein Jahr 12,446 105 4) gegen Handscheine mit Hinterlegung von coursmäßigen Effekten E067 fl., 5) in Staatspapieren 23,033 fl., 6) durch Ankauf von Güterkaufgeldern 9315 fl. Es ist beschlossen worden für die Folge bei Erwerbung solcher Kaufgelder nur 4½ Proz. Zinsen und 2½ Proz. Hebgebühren in Abrechnung zu bringen.— Der Verein ist keine Aklien⸗ gesellschaft, er ist unter Protektion Sr. Erlaucht des Herrn Grafen von Solms-Laubach gegründet und bisher fort⸗ geführt worden, und betreibt seine Geschäfte unter Garantie der Gemeinden des Bezirks. Im Jahre 1841 betrug das Vermögen oder der Reservefonds der Sparkasse 1800 fl.; Ende 1868 aber 47,036 fl. 15½ kr. Sobald derselbe 50,000 fl. erreicht haben wird, trilt Werwendung der 4½%½ ñͥ prozentigen Zinsen dieses Kapitals ein, nach Verhältniß der Seelenzahl der betheiligten Gemeinden und zur Förderung und Unterstützung der dem Sparkassebezirk zu Gute kommenden wohlihätigen Anslalten. Der Vorstand, welcher jedes Jahr neu gewählt wird, besteht aus einem Direktor, dessen Stellverteter und einem Ausschuß von 12 Mitgliedern. Zum Direktor wurde erwählt: Herr Kammerrath Weber und zum Stell— dertretet des Direktors: Herr Dr. Steinmetz. Frankfurt Vor einigen Abenden wurde in der Bockenheimergasse ein Frauenzimmer von einem Kutscher überfahren und siarb au demselben Abend in Folge der Verletzungen. Der alsbald verhaftete Kulscher wurde seiner Haft entlassen, nachdem sich ergeben halte, daß er alles Mögliche zur Verhütung des Unglücks gethan. Der Vorgang wird folgendermaßen geschildert: Der so be— klagenswecthe Unfall war durchaus nicht in Folge des raschen Fahtens des Kutschers, sondern lediglich durch die plötzliche Bestürzung der Verunglückten entstanden. Als der Kulscher sah, daß die Dame noch rasch über die Straße gehen wollte, hielt derselbe ein und erst nachdem er sich überzeugt hatte, daß die Dame stille stand, wollte er weiterfahren. In demselben Momente versuchte die Dame, abermals vor den Pferden vorbei zu kommen, wobei dieselbe von der Deichsel an der Schläfe erfaßt und umgeworfen wurde, ein Unfall, den der Kulscher ob- gleich er die Pferde zusammen riß, nicht mehr verhüten konnte. Darmstadt. Die jüagste Handelsvereinssitzung de— baltirte die Frage des Oetroi. Die Versammlung beauf⸗ tragte den Vorstand:„eine Adresse an den Stadtvorstand zu erlassen, welche sich für allmählige Abschaffung des Octroi und Beseitigung desselben als Schutzzoll gewisser Gewerbe ausspricht. Diese Declaration soll in einer zu diesem Zweck zu berufenden Bürgerversammlung zur Unterschrift aufgelegt werden!“ Worms. Vor Kurzem wurde dahler ein in seiner Art seltener Dieb zur Haft gebracht. Derselbe ging hier zu einem Uhrmacher um sich eine Uhr repariren zu lassen. Während des Geschäftes 5 sich Lokal und Uhren und verstand hierbei auf kuünsigeübte Weise unbemerkt eine andere Uhr in seine Tasche wandern zu lassen, die er sofort wieder dem nächsten Uhrmacher veräußerte, um in Besitz von Geld zu kommen. Bei diesem wurde reicher geerntet und mehrere Uhren mitgenommen, die er ebenfalls veräußerte, indem er sich für einen Uhren händler ausgab. Die Polizei mischte sich schließlich in den Handel. Bingen. Ein Landmann in Wald Algesheim machte beim Graben einer Grube einen sehr merkwürdigen Fund. Er stieß nämlich auf das Grab eines jedenfalls sehr an⸗ gesehenen Heerführers. Das bezeugen ein etwa zwei Fuß langer Stab, ein Armring und eine Armspange von ganz reinem Golde und sehr kunstvoller Arbeit. Diese drei Gegenstände haben einen Gesammiwerth von 600 fl. Außerdem fanden sich noch Urnen, Sattelverzierungen 1c. von Bronze. Kassel. Sicherem Vernehmen nach ist auf der„Bebra⸗ Hanauer⸗Eisenbahn“ die Einrichtung getroffen worden, daß im Lokalverkehr„Abonnementsbillets“ für die drei Wagen⸗ klassen von einem bezw. drei Kalendermonaten, sowie, was uns besonders empfehlenswerth erscheint,„Schüler⸗ billets“ zum Zwecke des Schulbesuchs für die dritte Wagen⸗ eklasse zu erheblich ermäßigten Fahrpreisen ausgegeben werden. Es wäre sehr zu wüunschen, wenn diese dankens⸗ werthe Anordnung, welche Eltern mancher Sorge über⸗ unser Kurocchester unler der Leltung seines Direktors, heben würde, recht bald auch auf manchen anderen Bahnen Herrn Edmund Neumann, Nizza erhalten, um während des Winters die Concerte, Ballmusiken ꝛc. im großen Casino(Cercle international) daselbst zu erckutiten. Es ist dies eine, sowohl das Orchester⸗ personal als seinen Dirigenten ehrende Anerkennung ihrer gethan. ein Engagement nach getroffen würde und namenilich möchten wir dieß für die Main⸗Weserbahn wünschen. Paris. Kaiserin Eugenie hat, bei dem Abschiede von Constantinopel das Füllhorn ihrer Gnaden reichlich auf⸗ Dem Sultan verehrte sie zwei große prachtvolle Leistungen, und ist es erfreulich daß unser valerländisches Vasen von Sevres, dem Großvezier ein Thee⸗ Service Badeorchester selbst in weiter Ferne lohnende Beachtung als derselben Fabrik, Reif Pascha eine schöne Jagdflinte gefunden hat. 8. Laubach. i 5 zu Laubach, welche im Jahre 1833 für die des damaligen Landgerichisbezirks Laubach, Einartshausen, Freienseen Solms Ilsdorf, Laubach, Ruppertsburg, Wettlerfeld, Ju— heiden, Trais⸗Horloff, Utphe und Wohnbach gegründet würde, hielt am 1. Okleber in Laubach ihre ordeniliche!“ der Die Spar⸗ und Leihkasseanstal! 12 Orte nämlich: Gonterskirchen, Lardenbach, und ihre Photographie, Kiamyl Bey eine goldene, mit 5 e geschmückte Tabaudre, Muzaver Bay ein Paar Hemdknöpfchen, der armenischen Kirche einen äußerst werth⸗ be Gobelin-⸗Teppich, den frauzösischen Wohlihäligkeiis⸗ Anstallen von Coustanlinopel hinkerließ sie 17 000, denen der kürkischen Provinzen 40.000, denen Egyptens 20 000 Fr., m dienenden Personale der Paläste und ber Geistlichkeit Moscheen 60,000 Francs ꝛc. Sagen aus der Wetterau. Von Heinrich Hensler. 7. Vom Stillug. Auf den Höhen des Waldes von Schotten ist ein Platz, der Heillug heißt und sein Namen von einem Götzen hat, welcher Lug hieß, dessen sechzig Ellen hohes Bildniß einst hier stand. Der oberste Theil dieser Bildsäule war ein un gemein großer Ochsenkopf von getriebenem Kupfe, welcher hohl war und des Nachts glühte, so daß man ihn weit und breit sehen konnte. a In dem Knopfe des Kirchthurms des Städtchens Schotten hat man vor langer Zeit eine alte Urkunde gefunden, nach welcher dieser Lug ein Landgott gewesen, den unsere Vorfahren verehrt hätten. 8. Dit Sage von dem Altenburgskopfe bei Schotten. Nicht weit von Schotten, etwa eine Viertel stunde entfernt, liegt ein Berg, dessen Spitze den Altenburgskopf heißt, auf welchem vor langer Zelt ein gewaltiges Schloß stand, dessen Bewohner die ganze Gegend ringsumher mit eiserner Hand beherrschte. Nichts war davon übrig geblieben, als ganz oben eine Oeffnung wie ein Kellerloch, welche tief in die Erde hinabging. Das Innere des Berges tönt hohl und dumpf, wenn man darauf tritt und die Leute, welche dahin kamen, waren begierig, was da unten sein möge. Einige glaubten, es sei dieses ein Burgverließ gewesen, es wurde, da man mit einer langen Stange den Boden nicht erreichte, eine zweite Stange daran gebunden, da aber auch damit die Absicht nicht erreicht wurde, band man nach und nach viele Stangen aneinander, aber immer gelangte man nicht auf den Boden des unterirdischen Gemaches, das man nun für einen tiefen Keller hielt, in welchem Schätze aufbewahrt seien. Auch hier erzählt die Sage so ziemlich dasselbe von einem Schäfer, was wir in der 1. Sage von dem Bauer Rösel mittheilten, doch heißt es zum Schlusse, es seien„kluge Leute“ aus Frank- furt mit einem Erdspiegel und einer Wünschel⸗ ruthe gekommen und hätten zur Nachtzeit den Schatz gehoben und in ihre Heimath gebracht. Daher hätten die Frankfurter ihren großen Reichthum. „Das Rezept wie der geneigte Leser auch so tin Aurioser Eugel werden kann, 5 3111 im Lahrer Hinkenden Boten“)— eine Frossetzung der vorjährigen Geschichte von der Bahnwarkewitiwe— ist wahrhaft rührend, ohne darum süß und schwächlich zu werden. Es giebt hier keinen Vergleich, man kann den Hinkenden nur mit sich selbst vergleichen. Sagen wir also, es ist die ungezwungene männ⸗ liche Herzlichkeit des Hinkenden, mit welcher er das Gllick der Bahnwartswiltwe über die reichen Gaben, (über 2000 Thaler) schildert, die von überall her zu⸗ sammengeströmt sind.“(Konstanzer Zeitung.) (0) Zu haben bei allen Buchhändlern und Buch⸗ bindern. 8 Bitte! Joseph Schuhmann III. Wittwe in Ockstadt betraf das Unglück ihren einzigen Sohn und Ernährer in einer Sandgrube zu verlieren. Dem Sohne sowohl als auch dessen früher verstorbenem Vater gebührt das Lob steter Red⸗ und Rechllichkeit und Arbeitssamkeit. Mit aufrichtigem Danke würde die arme Wittwe gewiß aner⸗ kennen, wenn man für dieselbe Mittel zufammenbrächte, daß sie in ihren alten Tagen nicht der Noth ausgesetzt it. Man hat für die entfernt wohnenden Verschütteten im Plauen'schen Grunde gespendet, warum nicht auch für eine arme Witwe in der Nähe, welche sich ihres Sohnes und Ernährers, ihrer einzigen Stütze im Alter, beraubt sieht. Zur Empfangnahme von Beiträgen erklären sich auf Ersuchen bereit: Ockstadt und Friedberg. Gröninger, Bürgermeister. Epplsé, Lehrer. G. Schulhof. M. Mondigler 1. Lobalgewerbverein. Sitzung den 13. November, Abends 8 Uhr. Besprechung über die Ausstellung von Arbeiten der Handweiker und Fabrikarbeuer, über die Gewerbschule und Einführung des Schulzwanges für die Fortbildungsschulen. Der Vorstand⸗ neee, 0 0% l 10 90 und 3000 außer neue 2 6 breit dangstofle 4 Vorhangstoffe s 5, 12k. br. mit Bogen, 12, 14 kr. u. höber,) Abgepußte u br. mit Bogen, 15, 16 kr. u. löher, NN. f i 1 L 2½, 5 ¼ br. mit Bogen, 18 kr. u. höher. 3½ u. döher. Shirting Chiffons Madapolam . 7 kr. an. 10 kr, an. 12 kr. an. Jiqués— Satin— Doppeltuch 12 kr. an.. gy. 12 K. on. sligusé-Bettdechen von fl. 2. 24 an, sictoria-Pettdechen auf 4 Seiten Franzen, größte Sorten von fl. 3. 30 an, lonsen, Corsetten, Crinolinen. Mull für Kleider. und ¼ breites Schützleinen gebleicht, farbig. einene Hetten-Kragen und Manchetten. b derleinen von 10—12, 15 kr. „bein Leinen von 14—16, 18 kr. nlttücherleinen von 15 kr. an. Ellen breite Betttücher, Leinen(ohne Naht), von 40 kr. per Elle an. emdenleinen(Handgarn) von 15 kr. an. eine Leinen von 18, 24 kr. und höher. Jonas Schloß, Frankfurt: 34 Neuekräme 34 dem Braunfels gegenüber. Leinen⸗, Weißwaaren⸗ und Hemden⸗Fabrik. Strvietten per ½ Dtzd. von fl. 1. 30 an. 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Fertsch. 3112 Nachruf an unseren lieben dahingeschiedenen Vater Johann Philipp Jung. Schlaf süß in kalter Erde, Nichts störe Deine Ruh', Und Rasen grün und duftend Oeck' Deine Asche zu.— Weint nicht um mich Ihr Lieben, Ich rub' so sanft, so schön; Dort oben in lichten Wolken, Dort giebt's ein Wiederseh'n!!— New⸗Nork den 9. Octoder 1869. Verloren 3143 habe ich am Abend des 11. d. beim Auslöschen der Straßenlaternen mein Portemonnate, Geld und eine Quittung des hiesigen Rentamtes enthaltend. Um Rück⸗ gabe gegen eine gute Belohnung bittet Peter Döll. 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Herren⸗Garderobe- und Damenconfection⸗Fabrik. Machkirchweihsfest. 3116 Nächsten Sonntag den 14. d. M. findet zur Feier der hiesigen Nachklrchweshe Tanzmuflk slatt. ür gute Spelsen und Getränke l ist bestens gesorgt. Ergebenst ladet eln Ilbenßadt. Louis Bernhardt, Gastwirth. Mei Bindernagel& Schimpff in Frlebberg ist erschienen und zu haben: 5* Predigt am Meformatiunssest(31. October) 1869 in der Durghirche zu Friedberg gehalten von Dr. K. Köhler, Professor und Pfarrer. Auf Verlangen für die Hemeindeglieder in den Druck gegeben. Preis 6 kr. Zur Nachricht. 2 Uhr verlegt. DD. Weckerling. n G. A. Velte, vorm. C. Huppuch, 3081 3086 Meine Sprechstunde habe ich auf die Zeit von 1— Vis-ü-vis der Post in Friedberg. Pelzwaaren& Kappenlager, reichhaltiges Sortiment, sowie grote Auswahl in Filz, und Seidenbüten neuester Facon. 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Ihr vorilgltceg Malz, Eytract⸗Gesundheitsbier hat mi so vortrefflich gemundet, dast ich bald um gefällige Uebrsendung von weiteren 25 Flaschen und Brust, Malz Jucker ersuche. Johann Zoerb, Oekonom. 3100 Des Hoflieferanten Jobann Hoff's Filiale in Kölu. Niederlagen bei Jof. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. 10 C arl N ense„zur Reichskrone“, Fried bergerstr. 7, in Frankfurt a. M. 3107 empfiehlt sein Lager in Wheeler& Wilson's geräuschlosen Original-Nähmaschinen, deren Vor züglichkeit genügend bekannt ist. Ferner: Nähmaschlnen, Eystem Singen, für Schneider, Schuhmacher ic. Nähmaschinen, System Wheeler& Wilson, von fl. 60 an. Handnähmaschinen. System Ailcox& Gibs, zu fl. 20. und fl. 25. Fur sammtliche Maschinen wird Garantie geleistet. von fl. 80 an. Dieselben sind besonders praktisch 5a——....8—rß5t. . eee r A * f iederkran 3133 Abendunberhaltung Sonntag den 14. November im Saale dee Potel Trapp. Beginn 7½ Uhr. Es wlid ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß nur Mitglieder Zutritt baben, Krtedberg. Der Worst and. Nachkirchweihe zu Steinfurth. 3124 Nächsten Sonntag den 14. d. M. sindet bei mir gut besetzte Tanzmusik statt, wozu ch böflichst einlade. Steinfurth ven 12. November 1869. H. Rosenbecker's Wittwe, Wirthschafts-Cröffaung, 3123 Sonntag den 14. d. M eröffne ich meine Wirlh⸗ schaft in dem nächst der Winkelmüble und nahe am Sauerbrunnen gelegenen ehemalig Mee u'schen Hause, was ich blerntit zur öffentlichen Kenntniß bringe. Schwalbelm den 11. November 1869. Conrad Stamm. Einladung 3138 Saͤmmtliche Gesellen Friedhergs, welche gesongen sind sich an einem„honneten Gesellenball“ zu be⸗ thelligen, werden auf Sonntag den 14. 5. M., Abends 7½½ Ubr, zu einer Besprechung in das Nebenzimmer des Herrn Gaflwirth Hang zur Stadt New ⸗ANork elngeladen. 4m Gesellen Friedbergs. Mitteldeutscher Gartenbau- Verein, 3135 Oie monatliche Versammlung findet Mittwoch den 17. November, Nachmittags 2 Uhr, im Haß haus zum Einhorn in Gleßen statt. Tagesordnung: f 1) Vortrag über Einrichtung einer Gartenanlage mit specieller Berücksichtigung der Obsse, Wemüse- und Blumenzucht, 2) Vortrag über Spectal-Culturen. 3142 bon den Einwohnern kried— 9 0 berge ist zum Landtagsabgeord— . neten wählbar?— Oie Ver, ossentlichung der Namen dleset Wäblbaren halten für seht wünschenswerth 3 Mehrere Urwäbler 3139 Auf die Annonce Volkswirthschaftliches in Oberbessischen Anzeiger erlauben sich dle Bierbrauer Frtedberge vorläufig Folgendes zu erwiedern: Da wir leder den Einsender nach dem Worklaht des Straf, gesetzbuches nicht gerichtlich belangen können, so bleibt uns nur die Presse ungerechten Vorwürfen entgegen, zutreten. Vor allen Fingen ersuchen wir deßbalb den derrn Anonpmus seinen Namen zu nennen, wenn et ein Ebrenmann sein will, und Bewelse vorzuh ringen, ansonsten wir annehmen mülssen, daß er nicht Volks wirthschaftliches bezwecken wollte, sondern durch falsche Behauptungen unsern Geschaften Schaden zuzufügen. 41 2 Schellfische! 3114 jede Woche frisch aus der Nordsee,, neuer Lapperdan und Stocksische, hoh, ländische Vollhäringe und Sardellen, englisce Bücklnge zum Rohessen und zum Backen, russische Sardinen und Caviar itallenischer Eitronat und Orangeat, Krachmandeln und Tafelrosinen bei Wilh. Fertsch. rr —— ö—— Kirchliche Anzeigen füt Friedberg. Evangelische Geweinde. Pfarramtewoches Herr Diglonus Meyer* 25. Sonntagen ach Trinitatis Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Candidat Outh. Nachmittags: Herr Pfarser Schwabe, Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags; Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Mickel, Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 26. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 10 Uyr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½ Uhr Ghristeulehre und Andacht. 9121 Emme reiche und geschmackvolle Auswahl in Portefeuillewaaren, dabei be— sonders zu Geschenken gekignete vollständige Garnituren, bestehend aus Etuis, Porte⸗ GE. Oppenheimer. monngie und Feu empfehle bestens Beginn des Gottesdsenstes an den Wochentage Morgens 7½ Uhr. — Verantw. Red.: Hermann Schimpf. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 46 und eine Beilage.) Verst 9132 an, f Partie versle 91020 Rech WN aug. der! und fort 1 1 23 Beilage. Ober M 133. hessischer Anzeiger. Hofraithe- und Güter- Versteigerung. 395 Dienstag den 16. November d. J., Vormittags gbr, sollen im hiesigen Rathhause auf wlederholt frei⸗ ulligen Antrag des Friedrich Jacob Schäfer dahier d demselben gehörenden Immobilen, bestehend in einer er geräumigen Hofralthe mit Scheuer, Stallungen, üuntergebäuden, Hofraum und pausgarten in der Ludwigs saße, sodann mehrere Grabgärten Ackerland und Aiesen in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung auf schsjährige Zahltermine uochmals öffentlich meistbielend unsteigert werden. 5 1 Dau! Flurschütze Kopp dahier besitzt ein Verzeichniß der rundftücke und ertbelit jede gewünscht werdende Auskunft. Friedberg am 10. Novem er 1869. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Immobiliar-Versteigerung. 294 Dienftag den 16. November l. J., Vormittags Uhr, sollen in dem biesigen Rathhause die nachstehend rrzeichneten Immobillen, dem unter Curatal slehenden (Gristian Müller gebörend, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 6 41. 41. Grabgarten vor dem Mainzerthor, 7 45. 352. Acker zieht durch den Bockweg, 9 42. 388. Acker im Greßwartfeld, 9. 100. 167. Acker daselbst, Grasgarten im Rosenthal, nentlich meifibietend verfteigert werden. Friedberg den 10. November 1869. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgerichts Friedberg Fou car. bersieigerung ausrangirter Bekleidungsstücke. 232 Mittwoch den 17. d. M., von Vormittags 9 Ubr werden im vierten Stock der Klostercaserne eine gurtie ausrangirter Militär Bekletdungsstücke meistbietend bersteigert. Friedberg den 11. November 1869. Die Bekleidungs⸗Commission 1. Jäger⸗Batalllons Daudistel. Helz Versteigerung. 302 Montag den 15. d. M., Mittags 1 Uhr, sollen olf den ßiesigen Gemeindewiesen über 100 Stück ume, Erlen, Eschen, Weiß- und Selbweiden, zu zuenn⸗ und Werkholz brauchbar, versteigert werden. der Anfang ißt auf der Kubweide bet der Schegwiese. Rödgen b. Fr. am 10. November 1869. Großherzogliche N Rödgen b. Fr. o 1. Veröffentlichung. 9%01 Durch Ansage einer Gaslestung zur Beleuchtung zi hiesigen Synagoge find verschiedene Lampen, Lüstres ud kleinere Leuchter entbehrlich geworden und werden tAlig abgegeben. Friedberg. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde. Für denselben: B. Ger i de l. Armenverein zu Friedberg. 29 Indem wir den nachstehenden Auszug aus der Jechnung unsres Vereins für 1868 veröffentlichen, laden vir alle hiesigen Einwohner, die demselben noch nicht dagehören, zum Beitritt unter dem Bemerken ein, daß der Verein schon seit 20 Jahren in hiesiger Stadt besteht und sich namentlich in Unterdrückung des Hausbettels tert und fort als sehr erfolgreich bewiesen hat. A. Einnahme. 1 Kassevorraty aué 1867 97 fl. 2 Kapitelzinsen 22 ) Beiträge der Mliglieder 429„ 52½ kr. 3 Ae Zusammen 550 fl. 29 ½ kr. B. Ausgabe. 1 Verwaltungskosten 140 fl. 35½ kr. 2 Ständige Unterstützungen an Arme aus der Umgegend N e 9 Einmalige Unterstützungen 1 55 4 Stadtgeschenk an 2863 durchgereiste Handwerksbursche 230„ 54„ Ausgeltehene Kapftalien r Zusammen 493 fl. 34½ fr. Ab sch lu h. 1. Die Einnahme 550 fl. 29½ kr. 2. Die Ausgabe 493„ 34/½„ Nerglichen, bleibt Kassevorrath 56 fl. 55 ke. Friedberg, 11. November 1869. Für den Vorstand: Steinberger. Fabriklager Pariser Pendules und Taschenuhren unter Garantie. L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter, 211m. Freiheit, Eck der Judengasse. 211. In die Mathildenstiftskasse zu Friedberg 3049 können jeden Mittwoch, Vormittags, Kapitalien bis zu 1000 fl. zu 4% Zinsen eingelegt werden. Friedberg den 1. November 1869. Sehrt. LIEB IGS FLEISCH-EXTRACT aus ERAT-BENTOS(Süd-Amerika) LIEBIG'S FLEISCH EXTRACT COMPAGNIE, LONDON. Grosse Ersparniss für Haushaltungen. 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M., Vormittags 9 Uhr, sollen in biesiger Strafanstalt die abgängig gewordenen Gegenstände, als: 95 Bettteppiche. 2 Wasserglasfässer, 2 Oelfässer, a ½ Ohm haltend, 3 Oelkasten, 30 alte Stahlblätter für Weber, alter Kroppen, circa 1½ Centner altes Eisen, u* alte Feilen und Hobeleisen, eine Parthie Eßkümpfchen von Blech, circa 6 Centner alte Lumpen öffentlich an den Meiflbietenden versteigert werden. Marienschloß am 9. November 1869. Großherzogliche Lagdeszuchthaus⸗Casse Schäfer. Bekanntmachung. 3141 Montag den 15. November J. J., Vormittags 9 Uhr, wird im biesigen Ratbause die Lieferung von zwei Dienstmänteln für die Nachtwache und Feldschützen an den Wenigsinehmenden in Accord gegeden werden. Friedberg den 12. November 1869. Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg e Repskuchen! flets srisch von der Müblt bel 2011 2 Wilh. Fertsch. 2 2 8 3 7 8 8 2 22 . heim 5 2 5 8.85 —.— 8. 2. Die nächsie Nr. 7 des neuen, VI. Jahrganges 38 28 wird enthalten: 8 EL 2 2 Kloster Roßdyk Novelle von Hans Tha au.(Schluß.) Das Kreuz un Walde. Criminassk'zze i Engelcke.— Das Wunder der Zabl. Von br. Wilb. Hamm.— Aus dem Leben eines Doesschulmeisters. Mit der Illustration: Der heimtückische Schneeball. Von Ollo Seitz.— Die Lebens-Versicherungs-Gesellschaft „Albert“ in London. Von Th. Coßmann.— Am Familen⸗ tische Die Kunst auf dem Lande. Zu dem Bilde Nach der Natur. Von E. Bosch. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel und Schimpff nn Frlecberg. enkrank Augenkranken 3106 ist das weltberühmte wirklich ächte Dr. White's Augenwasser von Traugott Ehr⸗ hardt in Großbreiteabach in Thüringen, à Flo⸗ con 36 kr. bestens zu empfehlen. Dasseide ist mit allerhöchst Furstl. Concession belieben und hat fich seit 1822 wegen seiner unübertrefflichen Heilkraft elnen großen Weltruhm erworben, welches Tausende von Attesten bescheintgen Aufträge hierauf übernimmt Herr Joseph Hoff⸗ mann in Friedberg. 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