— 1 bagt, sudtt ik Veitzel danses u Judt wied, tage saatt⸗ tliche Schul⸗ L Jesrednet zuudurg und urd Ftt unde adtr. or fand. petg. auf nahen Ir, zu einer laden. llc. ö Zabtikgteisen, er Bremet Weis. — 1869. Donnerstag den 13. Mai. M 55. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnersiag und Samstag. — Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 13. Nr. 273. Consularvertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und Italien vom 21. Dezember 1868.— Nr. 274. Consulernennung betreffend. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 15 enthält: I. Bekanntmachung Großb. Ministeriums den Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr. Im Laufe des ersten Quartals 1869 sind von des Groß⸗ herzogs Königlicher Hoheit nachstehende Stiftungen und Vermächtnisse bestätigt und hierauf die betreffenden Behör- den zu deren Annahme ermächtigt worden: 1) 3 Stiftung der Freiherrlich von Wamboltischen Familie Ak' die kath. Kirche zu Groß-Umstadt, im Decanate Dieburg, im Betrag von 120 fl. für die jährliche Abhaltung von vier heiligen Messen für Friedrich Erwin Freiherrn Wambolt von Umstadt und dessen Ehefrau Adolphine Hubertine, geb. Freiin von Eynatten;— 2) das Vermächiniß des Bene— ficiaten Johann Lulay zu Kirschhausen, im Kreise Heppen— heim, an die dortige Gemeinde im Betrag von 1000 fl. zur Erbauung einer Kapelle;— 3) die Stiftung der Magdalena Kimpling zu Ebersheim an die kath. Kirche daselbst, im Decanate Nieder-Olm, im Betrag von 960 fl. für die Abhaltung von zwölf Segenämtern;— 4) die Schenkung Ihrer Kaiserlichen Majestät der Kaiserin von Rußland im Betrage von 200 fl. an die Mathildenstiftung für die Provinz Starkenburg und im Betrag von 100 fl. an. die Kleinkinderschule zu Darmstadt;— 5) das Ver— mächtniß des zu Oppenheim verstorbenen Christian Naiser an den Hauptverein der Gustav-Adolph-Stistung im Großherzogthum Hessen im Betrag von 300 fl.;— 6) das Vermächiniß des katholischen Pfarrers Valennn Schropp zu Nieder⸗Roden an die katholische Kirche daselbst, im Decanate Dieburg, im Betrage von 100 fl. behufs Ab⸗ haltung eines Jahrgedächtnisses, sowie zur Unterstützung der Ortsarmen;— 7) die Vermächtnisse des zu Heppen⸗ heim verstorbenen emeritirten katholischen Pfarrers Joh. Seitz 1. an die katholische Kirche zu Wald-Michelbach, im Dekanate Heppenheim, im Betrage von a. 100 fl. behufs Abhaltung zweier Jahrtagsämter, b. 3000 fl. zur An⸗ schaffung von Katechismen ꝛc. für arme Kinder und Be⸗ streitung ber inneren Kirchenbedürfnisse aus den Zinsen dieser Summe, e 3500 fl. behufs Anschaffung des Deles für die ewige Lampe und Unterstützung armer Kranken aus den Zinsen dieser Summe, 4. 2035 fl. zur Verwen⸗ dung nach Disposition des katholischen Kirchenvorstandes zu Wald⸗Michelbach; 2. an die katholische Kirche zu Ast⸗ heim, im Decanale Darmstadt, im Betrag von 300 fl. behufs Abhaltung eines Jahrtagsamtes, sowie zur Unter stützung der Ortöarmen; 3. an die Landes⸗Waisen-Anstalt im Betrag von 200 fl.; 4. an die Waisen-Anstalt zu Neu⸗ stabt im Odenwalde im Betrag von 300 fl.;— 8) die Vermächtnisse des zu Darmstadt verstorbenen Renkners Georg Siener: a. an die katholische Kirche zu Darmstadt, im Betrag von 150 fl. behufs Abhaltung eines jährlichen Seelenamles, b. an das barmherzige Schwesternhaus zu Dar mstabt im Betrag von 100 fl.;— 9) die Vermächt⸗ nisse der zu Darmstadt verstorbenen Helene Happel: a. an das Mathilden⸗Landkrankenhaus zu Barmstadt im Betrag von 500 fl., b. an die Landes ⸗Walsenanstalt im Betrag von 500 fl., e. zu Gursten der Armen der Haupt- und Reßdenzstadt Darmstadt im Betrag von 500 fl.;— 10) die Schenkung ber poliuschen Gemeinde Heldenbergen, im Kreise Vilbel, an die evangelische Kirchengemeinde daselbst im Betrage von 300 fl. zur Errichtung eines Thurm⸗ und Gleckenbaues auf ihrem Bethause;— 11) die Schenkung des Bischofs von Mainz Frhrn. v. Ketteler an die kath. Kirche zu Kempten, im Delanale Bingen, bestehend in 3 Basreliefbilbern aus dem 17. Jahrhundert im Werih von 200 fl.;— 12) die Schenkung bes katholischen Kirchenbauvereins zu Ossenbach an die dortige katholische Kirche im Betrag von 430 fl.;— 13) die Schenkung des Ortsbürgers Adam Schmitt II. zu Ober-Olm an die katholische Kirche daselbst, im Dekanate Nieder-Olm, im Betrag von 120 fl. behufs Stistung zweier jährlichen Scelenämter für seine verstorbenen Ellern und Schwieger⸗ eltern;— 14) bie Schenkung(ines Ungenannteu an die katholische Kirche zu Mörlenbach, im Dekanate Heppenheim, im Betrag von 100 fl. mit ber Bestimmung, daß die Zinsen durch den Ortsgeistlichen alljährlich an arme An⸗ gehörige der Pfarrei verthellt werden sollen;— 15) die Schenkung ber Geschwister Kling zu Ocstrich an die kath. Kirche zu Frei⸗Weinheim, im Dekanate Ober- Ingelheim, für die Abhaltung von zwel Aemtern nebst Prebigten;— 16) bas Vermächiniß des in Mainz verstorbenen Rentners Joh. David Weick an die Central-⸗Armen⸗Anstalt der Stadt Mainz, bestehend in zwei Stück K. K. Oesterreichischen 5 Proz. Obligationen über je 1000 fl.;— 17) das Ver⸗ mächiniß des zu Mainz verstorbenen Rentners Johann David Wick an den Hospitenfonds zu Mainz zu Gunsten des St. Rochushospitals daselbst im Betrag von 14.000 fl. mit der Bedingung, daß aus den Zinsen dieses Kapitals eine lebenslängliche Rente von 600 fl. an seine Universal— erbin Franziska Arnold aus Eltville zu zahlen ist;— 18) die Schenkungen Ihrer Erlaucht der Gräfin zu Erbach-Fürstenau im Betrag von 200 fl. und Seiner Erlaucht des Grafen zu Erbach-Fürstenau im Vetrag von 100 fl. an die Kleinkinderschule zu Michelstadtz— 19) die Schenkung eines Ungenannten an die katholische Kirche zu Bingen, im Dekanate Bingen, bestehend in einem Schutz— überbau über ein Heiligenbild auf dem Rochusberge, im Werth von 950 fl.;— 20) das Legat der Margaretha Weber in Nieder-Hilbersheim ay die katholische Kirche daselbst, im Dekanate Gau-Bickelheim, im Betrag von 100 fl. für tie Stiftung eines Jahrgebächtnisses für sich und ihre Erben;— 21) das Legat der Johannes Steuer— nagel's Eheleute zu Frankfurt a. M. zu Gunsten der Armen der Kreiestadt Offenbach im Betrag von 200 fl.; — 22) die Schenkung der W. P. Heymann'schen Stiftung in Kopenhagen an die israelitische Religionsgemeinde zu Mommenheim, im Kreise Oppenheim, behufs Erbauung eines Frauenbades daselbst im Betrage von 350 fl.— In Folge Allerhöchsten Auftrags werden diese Stiftungen zum ehrenden Andenken der Slüifter dankend zur öffentlichen Kenntniß gebracht. II. und III. Uebersicht der für das Jahr 1869 ge— nehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Offenbach und des Kreises Alsfeld. IV.— VI. Uebersicht der für das Jahr 1869 geneh⸗ migten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedärf— nissen in den Gemeinden der Kreise Lauterbach, Friedberg und Bensheim. Darmstadt, 10. Mai. Zweite Kammer! Nach längerer Unterbrechung fand heute wieder eine Sitzung statt. Von neuen Eingaben sind zu erwähnen: Gesetzentwurf, die Maaß- und Gewichts- ordnung im Großherzogthum betreffend, ein weiterer das Nehmen von Zinsen von vertragsmäßigen Zinsen betreffend, serner ein socher, die Gestattung von Fristen für die Gemeinden zur Zahlung der Summen für Ausgleichung der Kriegsschäden betreffend. Dum ont interpellirt hinsichtlich einer kürzlich in Bensheim stattgehabten Beschlagnahme der Frankfurter Zeitung, indem er in dieser Be— schlagnahme eine Verletzung der hessischen Hoheits- rechte erblickt. In der darauf beginnenden Be— rathung der Tagesordnung wurde zunächst die Wahl des Abgeordneten Kolb für die Kreisstadt Alsfeld genehmigt und darauf die Neubauten auf dem Häuser Hof mit 2000 fl. bewilligt.— Die erste Kammer halte bei Berathung des neuen Einkommensteuergesetzes die Besteuerung der Aktien- gesellschaften abgelehnt, und wird diese Ablehnung auch heute wieder vom Regierungstische befür⸗ wortet, da zu befürchten stünde, daß das aus- wärtige Capital dadurch von unserem Lande ferngehalten werde. Nach kurzer Debatte beharrt die Kammer mit 29 gegen 11 Stimmen auf ihrem früheren Beschlusse.— Die Heranziehung der Großh. Familie zur Einkommensteuer bildete be⸗ kanntlich ebenfalls einen Dissens zwischen den beiden Kammern. Die zweite gibt heute nach und besteuert die Mitglieder des Großh. Hauses nur, insoweit sie ein Diensteinkommen aus der Staatskasse beziehen. Preußen. Berlin. Der Reichstag hält die zweite Berathung des Gesetzenlwurfes über die Beschlagnahme des Arbeitslohnes.§. 1 des Commissionsentwurfs(Vergütung für Arbeiten oder Dienste, welche auf Grund des Arbeiter— verhältnisses geleistet werden, darf erst mit Beschlag belegt werden, nachdem die Arbeitsleistung erfolgt und der Tag abgelaufen, an welchem die Ver— gütung zu entrichten war) wurde fast einstimmig angenommen; ebenso bei Fortsetzung der Berathung die§§. 2—5. — Im Reichstage wurde der Antrag Forcken— beck's, die dritte Budgetberathung von der Tages- ordnung abzusetzen und bis nach der Erledigung der Steuergesetzvorlagen aufzuschieben, trotz des Widerspruchs Delbrück's angenommen. Nachdem der Antrag Forckenbeck's, die Berathung der Ein— nahmen des norddeutschen Bundes und das Etat— gesetz von der Tagesordnung abzusetzen u. s. w. angenommen, folgt die Berathung der Ausgabe— Etats. Sämmtliche Ausgaben werden in dritter Lesung genehmigt, ebenso der Gesetzentwurf, den außerordentlichen Geldbedarf für die Bundes- marine und die Küstenvertheidigung betreffend. Das Cautionsgesetz für die Bundesbeamten wird in zweiter Berathung mit unwesentlichen Verän— derungen, sowie ferner der Postvertrag zwischen dem norddeutschen Bunde und dem Kirchenstaate in erster und zweiter Lesung angenommen. — Die„Nationalzeitung“, welche durch die vielen neuen Steuerprojekte in Aufregung versetzt ist, spricht namentlich ihren Unwillen darüber aus, daß die ehemals Reichs unmittelbaren in Preußen noch Freiheit von direkten Steuern, Porto- und Telegraphenfreiheit im ausgedehntesten Maße ge— nießen, und verlangt, daß man zuerst diese Pri vilegirten zur Besteuerung heranziehe, ehe man dem Volke neue Lasten auflegt.„Fremde Völker, sagt sie, werden Mühe haben, einen solchen Zu— stand zu begreifen, und man muß auch bekennen, daß er in unserem Zeitalter seinesgleichen nicht mehr hat. Man muß bewundern, wie die preuß⸗ Regierung den Muth dazu finden kann, immer neue Steuerpläne zu entwerfen und jeden noth⸗ wendigsten Lebensgenuß mit Abgaben zu belegen, während sie daneben die anstößigsten und durch nichts in der Welt zu rechtfertigenden Steuer- freiheiten der wohlhabendsten Personen und Familien fort bestehen läßt.“ — Der„Bürger- und Bauernfreund“ meldet: In Königsberg kam es vor, daß man eine Wittwe, tine Christin, da nach dem Tode des Mannes kein Testament vorgefunden wurde, aufforderte, dem Gerichte einen Vormund für ihre Kinder in Vorschlag zu bringen. Sie nannte einen geachteten Mann, einen Freund ihres verstorbenen Mannes, der aber ein Jude war. Das Stadtgericht gab den Bescheid: da der Herr so und so offenbar mosaischen Glaubens, könne er nicht angenommen werden. In einer Beschwerde gab die Dame zu, daß der von ihr gewählte Vormund ein Jude, und bat nochmals ihn zu bestätigen, da sie zu ihm ein besonderes Vertrauen habe. Der zweite Bescheid lautete abermals ablehnend. Sonderbar! nicht wahr? Wie die Sache zu Ende gegangen sein wird, darüber werden wir später berichten. Sachsen. Am 29. Juni findet eine von der Gemeinde in Leipzig angeregte israelitische Synode daselbst statt, zu welcher schon zahlreiche deuische Gemeinden ihr Erscheinen zugesagt haben. Die Einladung richtete sich an„Rabbiner, Ge⸗ lehrte und Gemeindevertretungen der Judenheit“. Periodisch wiederkehrende israelitische Gemeinde- tage und die Errichtung eines deutsch-israelitischen Gemeindeblattes nennt man als Theile der auf⸗ gestellten Tagesordnung. Baden. Karlsruhe. Der schon erwähnte Aufruf der demokratischen Partei in Baden ist von 23 Herrn unterzeichnet, welche sich als pro- visorisches Comite für die Gründung einer Wahl- reform⸗Liga bezeichnen, und trägt außer den bereits gemeldeten Unterschriften des Grafen von Berlichingen und des Staatsminister a. D. von Edelsheim eine Anzahl Namen, welche im badi— schen Lande den besten Klang als erprobte Volks- männer und treue deutsche Patrioten haben. Wir finden darunter Mittermaier, Venedey, Eichels⸗ dörfer, v. Feder, Eisinger, Uihlein, Hetterich, Junghanns, Eller u. A. Der Aufruf fordert gleich demjenigen der„katholischen Volkspartei“ Auflösung der Kammer, sowie Vorlage eines neuen Verfassungsgesetzes mit Einführung allge⸗ meiner, direkter und geheimer Wahlen an die neue; die jetzige Kammer könne nicht als eine wahre Volksvertretung gelten. Die im Jahre 1860 begonnene Reformarbeit wird als in Still— stand gerathen und die eingeschlagene politische Richtung als im Widerspruche mit der Landes- meinung befindlich bezeichnet, die abweichende Auffassung der nationalen Frage— deren Be— deutsamkeit nicht verkannt wird— betont, übrigens das Hauptgewicht der erhobenen Beschwerden auf die unerträglich erklärte Steuer- und Militärlast gelegt. Ein unmittelbares Mißtrauensvotum gegen das Ministerium ist nicht ausgesprochen. Angehängt ist dagegen eine Adresse an den Großherzog, welche an dessen verfassungstreue Gesinnung appellirt und die obigen Begehren wiederholt. — Das Gesuch des Prinzen Wilhelm von Baden um Enthebung vom Divisions-Commando ist jetzt vom Großherzog genehmigt und Kriegs- Minister v. Beyer bis auf Weiteres mit dem Divisions⸗Commando beauftragt worden. Oesterreich. Wien. Der Wiener Corre⸗ spondent der„Magdeb. Ztg.“ behauptet, es sei Frankreich gewesen, welches Oesterreich, wenn nicht zum Besitz, doch zum Inhalte der Fran- zosendepesche Bismarck Goltz verhalf. Er sagt: Preußen ließ dieselbe, wohl eben im Vertrauen auf ihre absolute Unverständlichkeit über Wien gehen, wobei sie in der jedem Telegraphisten be⸗ kannten Weise in Florisdorf, der nächsten Nord— bahnstation bei Wien, aufgefangen wurde. Den Chiffreschlüssel lieferte der damalige Minister des Innern, Lavalette aus Paris auf Bitten des Herzogs von Grammont; wie er denselben erlangt, das ist wohl sein Geheimniß! Im k. k. General- stabe fanden vor der Veröffentlichung des Docu⸗ mentes förmliche Berathungen statt, bei denen eine Minorität Widerspruch erhob. Bei dem Reichs- kanzler aber vorher anzufragen, hielt die Militär- partei für überflüssig. — Der Beschluß des Abgeordnetenhauses, daß in Wien eine landwirthschaftliche Hochschule errichtet werde, hat den Ackerbauminister veranlaßt, noch vor Thorschluß um die Bewilligung von 40,000 fl. zu jenem Zwecke zu ersuchen; außer ⸗ dem verlangt er 28,000 fl. zur Förderung der landwirthschaftlichen Bildungsanstalten in den ein⸗ zelnen Ländern. — In der Abgeordnetenkammer wurde das Recrutencontingentsgesetz für 1869, sowie das Gesetz, die Eheschließungen von Personen betreffend, welche keiner gesetzlich anerkannten Kirche angehören, angenommen. — Abgeordnetenhaus. Die Gesetze über Durchführung der Umwandlung der verschiedenen Schulbtitel der bisherigen allgemeinen Staatsschuld und das über die Ausprägung neuer Goldmünzen im Werthe von ganzen und halben Napoleonsd'or werden angenommen. — Auch die„Abendpost“ widerspricht der Nachricht von dem angeblichen Nichtvorhandensein der Heirathscautionen der Offiziere. Nach amt⸗ licher Nachweisung sei der vollständige Stand der gestellten Cautionen im Betrage von 69 Millionen vorhanden und können Ansprüche an denselben, falls der Grund ihrer Verpflichtung aufgehört hat, anstandlos befriedigt werden. — Die amtliche Zeitung veröffentlicht den sanctionirten internationalen Telegraphenvertrag und die Additional⸗Convention zwischen Oesterreich und Frankreich bezüglich der gegenseitigen Aus- lieferung von Verbrechern. Schweiz. Bern. Der Bundesrath erklärte dem norddeutschen Bunde, sowie Baden und Italien seine Bereitwilligkeit, in Betreff der Gotthardtbahn Unterhandlungen in Bern zu eröffnen. — Der Rhein ist seit der Nacht vom Samstag auf Sonntag im Fallen begriffen und die Gefahr einer abermaligen Ucberschwemmung ist vorüber. Frankreich. Paris. Der„Patrie“ zu- folge würde die gemischte französisch- belgische Commission gegen den 20. Mai in Paris zusam— treten und unter dem Vorsitze des Hrn. v. Fran- queville ihre Berathungen halten. — Seit einigen Tagen folgen sich in Paris höchst stürmische Wahlversammlungen, von welchen mehrere durch polizeiliches Einschreiten aufgelöst wurden. In einer derselben äußerte nach dem „Rappel“ der präsidirende Hr. Couvert inmitten der heftigsten Unterbrechungen, daß die Candidatur Baudin's in diesem Bezirk nichts anderes bedeute, als die Verurtheilung des Verbrechens vom 2. Dee. Hierauf folgte ein energischer Protest des Pollzei— Commissärs, welcher mit der Auflösung drohte. Es trat nun ein Redner auf, der, wie sich später herausstellte, ein Polizeibeamter war, und eine Lobrede auf den Kaiser zu halten versuchte. Er sprach:„Ja, Bürger, ich werde den Muth haben, es zu sagen: der Mann der seit zwanzig Jahren am meisten für Frankreich gethan hat, ist der Kaiser!“ Diesen Worten folgte ein furchtbarer Sturm. Da betrat der Wahlcandidat Baudin selbst die Tribüne und richtete folgende energische Ansprache an die Versammlung:„Es ist nicht Georges Baudin, welcher eure Stimmen begehrt, es ist der rächende Schatten der auf den Barri— kaden gemordeten Volkssouveränetät! Es ist ein Bürger und Familienvater, welcher euch um die Erlaubniß bittet, aufs Neue seinen Kindern und seinem Lande zu zeigen, wie man für die Freiheit und das Volk zu sterben weiß.“ Enthusiastischer Zuruf. In diesem Augenblick erscheinen, die Hand an den Degen gelegt, einige Vierzig Polizei— Sergeanten und werfen den Wahlcandidaten, die Mitglieder des Bureau und die Wähler auf die Straße hinaus. Zur selben Zeit, sagt der „Rappel“ weiter, ward eine andere Wahlver⸗ ammlung im 6. Bezirk aufgelöst. Hr. Jules Ferry sprach sich daselbst unter enthusiastischem Beifall mit Energie gegen die Centralisation aus: „Wir haben nicht 89 Präfekten,“ sagt er,„son— dern 89 Paschas, welche sich der Macht und aller Annehmlichkeiten der Paschas erfreuen; sie sind halb Offiziere, halb Sportsmen und mau vais sujets noch obendrein. Ihr Prototyp ist unser großer Präfect, der, welcher im Senate sagte, daß er Alles, Alles geopfert habe, sogar die Freuden der Familie.“ Die Tragweite dieser letzteren Anspielung kann nur Der ermessen, der sich aller der Gerüchte erinnert, die seit Jahren über das Familienleben des Seinepräfekten im Umlaufe waren. Spanien. Madrid. Cortes. Lorenzana erklärt, bevor Verhandlungen über die Abtretung Gibraltars eingeleitet würden, sei es nothwendig, daß Spanien den Rang einer Großmacht erhalte. — Der Plan, ein Direktorium zu ernennen, ist fast gänzlich fallen gelassen; die Liberalen, die Unionisten und theilweise auch einige Progressisten neigen zur Idee hin, daß man sofort einen König ernenne, nachdem man über den die Regierungs- form Spaniens betreffenden Artikel 33 der Ver— sassungsvorlage abgestimmt haben wird. Portugal. Lissabon. Ein Ausstands⸗ versuch von Seiten des Militärs ist fehlgeschlagen. Italien. Florenz. Nach telegraphischen Nachrichten wäre das Ministerium aus folgenden Personen zusammengesetzt: Menabrea, Conseilprä— sident; Minghetti, Aeußeres; Ferraris, Inneres; — Cambray⸗Digny, Finanzen; Bertole Viale, Krieg; Mordini, öffentliche Bauten; Mirabelli, Justiz.3 Ribotti, Marine; Largoni, Handel; Broglio, Unterrichtswesen. Eine neuere Nachricht, daß Senator Mirabelli und Abgeordneter Mordini den Eintritt in das Cabinet abgelehnt haben, wird bereits widersprochen und beigefügt, der Tag der Eidesleistrng für die neuen Minister sei schon bestimmt. — Ein Telegramm aus Livorno meldet von den Küsten des Mittelmeers einen neuen Unglücks. fall. Das der Compagnie Valery angehörige Paketboot„General Abbatucci“, welches von Marseille nach Civitavecchia ging, ist am 7. gegen 2 Uhr Morgens von einer norwegischen Brigg angestoßen und in Grund gegangen. Der Capitän und 54 andere Personen kamen am 8. Morgens, wie die Depesche meldet, ohne Kleider in Livorno an; 49 Passagiere und Seeleute fanden dagegen in den Fluthen ihr Grab, unter ihnen der Ge— neral⸗Intendant Le Cauchois mit seiner Frau und der röpische Generalconsul in Marseille. Frauen sind ertrunken. Frankfurt. Am ersten Pfingsiseiertage wird ein Extrazug der Bayeisch-Hanauer Bahn circa 400 Nürn⸗ berger, welche die Pfingsten über in Frankfurt und Um⸗ gegend eilen wollen, hierher bringen. Pfingstmontag unternehmen die Nürnberger Gäste einen Ausflug in's Gebirg und verbringen den Dienstag mit den Frankfurtern im Wäldchen. Darauf Heimfahrt. Mainz. Unsere Kartoffel, aus Amerika zu uns ge— kommen, geht nun als Handelsartikel nach Amerika! Die Herren Dreßler und Bender dahier haben in Schier⸗ stein ein Etablissement, in dem die Kartoffeln für den Versandt nach Brasilien präparirt werden, damit sie un⸗ beschäbigt die Sonnenlinie passiren können. Die Kartoffel wird abgesotten, geschält, in dicke Scheiben geschnitten und so stark getrocknet, daß sie fast wie geröstet erscheint; sie läßt sich später zu jeder Speise verwenden. Aus Rheinhessen. Am Samstag Nachmittags 2 Uhr entlud sich in der Gegend von Oppenheim ein schweres Gewitter. Der Blitz schlug daselbst in ein Haus, ohne jedoch weiteren Schaden zu thun. In Heidesheim wurde ein Mann, welcher mit seinen vier Kindern am Tische saß, von dem Blitz erschlagen, die Kinder blieben unbeschädigt. Ein in dem Zimmer befindlicher Hund wurde gelähmt, und das an der Wand hängende Gewehr keumm gebogen. In Gundheim schlug der Blitz in den Kirchthurm und verursachte erheblichen Schaden. Zum Glücke zündete der Blitz nicht. Von Zweibrücken meldet der„Pfälzer Kur.“: Am Mittwoch, 5. Mai, Abends 6½ Uhr, vernahm man in der Gegend von Zweibrücken ein wie von einem entfernten Kanonenschuß herrührendes Getöse, wobei in unmittelbarer Nähe des 2½ Stunden von Zweibrücken entfernten Dorfes Krähenberg ein Meteorit(Meteorstein) zur Erde fiel; derselbe schlug etwa 1½ Fuß tief in den Boden ein, war beim Herausgraben noch heiß und wiegt 31½ Pfund. Köln. Am Abend des 9. d. kurz vor 10 Uhr enk⸗ stand Feuerlärm. Gegen Norden erhob sich eine so hohe Feuersäule, daß die Kirchthürme der Stadt bis in ihre Details erleuchtet waren. Neben dem zoologischen Garten brannte das Aclientheater. Eine Stunde später war das⸗ selbe schon zusammengestürzt. Berlin. Die„Ger.⸗Ztg.“ schreibt:„In der Nacht des 27. April ist der Berliner Polizei eine Maschine in die Hände gerathen, die für die Besitzer von eisernen Geldspinden von der höchsten Gefährlichkeit ist. Es ist eine Bohr- und Feilmaschine, welche geräuschlos und schnell die Seitenwände der eisernen Geldspinden, und zwar mit der Arbeitskraft eines Menschen, durchschneidet, die bisher durch solche Verhällnisse gebotene Sicherheit mithin ganz illusorisch macht. Am Miftwoch Vormittag wurden auf dem Polizei-Präsidium Proben dieser Maschine von dem Erfinder selbst angestellt, welche die überraschendsten Re⸗ sultate geliefert haben. Mehrere Beamten der Polizei⸗ Hauptkasse, welche den Proben beigewohnt hatten, waren ganz erstaunt über dieselben.“ 14 Falsche sächsische Fünfthaler⸗Kassen⸗ anweisungen befinden sich seit einiger Zeit in Umlauf. Sie sind auf dem Wege der Lithographie so täuschend nachgemacht, daß sie äußerst schwer zu erkennen sind. Der Fälscher ist in der Person des Lithographen Wilhelm Schwarz in Görlitz ermittelt und zur Haft gebracht worden. „„ Zur Illustration der so vielfachen Steuerprojekte bringt die„Reform, das Bild: Ein Steuerbeamter packt auf der Straße einen Herrn an der Gurgel und schreit ihn an:„Herr! Wie können Sie sich unterstehen, zu athmen,— Sse haben ja das letzte Quartal Luft⸗ steuer noch nicht bezahlt!“ * Wie viel Geld(Münze) läuft in Deutschland um? Bis Ende 1867 waren in Norddeutschland an jetzt noch gangvaren Münzen geprägt worden 594,323,071 Thlr. (175 Mill. Gold⸗, 498 Mill. Silbercourant 17 Millionen Silberscheidzmünze, 2 Millionen Kupfermünze) u. einge⸗ zogen 61,923,508 Thlr., verbleibt also 532,395,422 Thlr. (173 Mill. Gold-, 442 Mill. Silber⸗ Courant, 14 Mill. Silberscheidemünze, 2 Mill. Kupferscheidemünze.) Alle 5 daher Di sucht, 8 Ar gefillzaen Beachn teme * der Ge. Frau und eilt. Alle 1 Pfund. 10 Ubr enl⸗ tine so hohe lis in ihre züchen Gatten zart wat bas⸗ Ju ber Nacht Nas hine in ven ciselnen . GG f und ichen ud wat mit . diehet mithin gan wurden 00 nt von dem benden N, 20 Posihel⸗ batten, weten usKassen“ in Umlauf. N HBrannkohlen- Verkauf. 1412 Montag den 10. Mai d. J. beginnt auf dem Gräflichen Braunkohlen⸗ Der Preis à Ceniner= 14 Stück Klötze beträgt 12 Kreuzer. Gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine wird bis der Verkauf neu geformter Kohlenklötze. Gleichzeuig beginnt eine neue Cxeditperlode. Bergwerk bei Ossenheim Ende dieses Jahres Credit, verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende März 1870, gestattet. Der gemessene Centner Holzkoblen kostet 16 Kreuzer. Da indessen nur geringe Quantitäten abgegeben werden können, so wolle man sich vorher durch Anfragen vergewissern, ob die gewünschte Quantttät vorhanden ist. Ossenheimer Bergwerk den 5. Mat 1869. Gräfliche Bergverwaltung Cbelius. Oeffentliche Bekanntmachung. 1453 Konrad Stengel von Ostheim ist wegen Trunksucht von Großberzoglichem Hofgericht der Provinz Oberhessen unter Curalel gestellt und find als dessen Curatoren Peter Schneider III. und Jacob Gatzert V. zu Ostheim beftätipt worden. Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, fügt man an, daß ohne Genehmigung der genannten Curatoren keinerlei Rechtsgeschäste mit Konrad Stengel gültig und bindend geschlossen werden können. Zur Feststellung des Vermögens, und Schuldenstandes fordert man sodann Alle auf, welche an Konrad Stengel noch irgend welche Ansprüche rechtlich bilden können, solche bei Meidung Ausschlusses im Darnine Dienstag den 1. Juni 1. J., Nachmittags 2 Uhr, dahier specisieirt geltend zu machen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden er— sucht, dies in ihren Orten ortsüblich zu vecöffentlichen. Butzbach den 5. Mai 1869. 5 Großberzogliches Landgericht Butzbach, Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter, Landgerichts-Assessor. Für Unterleibsbruchleidende. 148 Ibre ausgezeichnete Bruchsalbe hat mich von meinem 23 jährigen Bruchleiden vollständig geheilt. Da mein Bruder auch am gleichen Uebel leldet, so bitte ich um 6 Töpfe, halb von der gewöhnlichen Sorte, halb von der stärkern. Obschon wir von den ersten Aerzten um⸗ geben find, so haben wir noch Keinen gesunden, der einen Bruch so radikal zu heilen im Stande ist, wie Sie. Empfangen Sie dafür die herzlichste Danksagung. Paris den 7. Oktober 1867. Haff ter, patissier, von Weinfelden. Diese durchaus unschädlich wirkende Bruchsalbe vou Gottl. Sturzenegger in Herisau(Schweiz) ift in Töpfen zu fl. 3. nebst Gebrauchsanweisung und Zeugnissen ächt zu beziehen, sowohl durch den Erfinder selbst als durch Herrn J. B. Lindt, Apotheker, Schnur⸗ gasse 58, in Frankfurt a. M. Holz⸗Versteigerung. 1455 Donnerstag den 20. d. M., Morgens 9 Uhr, soll in dem Fürstlichen Herrngarten bel Villingen nachverzeichnetes Stammbolz, als: 227 Stück Eichen, zusammen 12435 Cubikfuß, darunter 36 Stämme von 20— 25“ Durchmesser und 25—50“ Länge, 4 Stück Buchen Stämme und 18 Stangen zu⸗ sammen 261 Cubikfuß, 9 Stück gemischtes Dolz zusammen 196 Cub.⸗Fuß, 3„ Nadelholz⸗Stämme und 22 desgl. Stangen 96 Cubikfuß, sodann Freitag den 21. d. M., Morgens 9 Uhr, ebendaselbst a) 16 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 49 Stecken Prügel, 40 Stecken Stockholz, 14 Schichten und 123 Stecken desgl. Reiser, b) 100 Stecken Buchen ⸗Scheitbolz, 145 Stecken Prügel, 51 Stecken Stöcke, 111 Schichten und 303 Stecken desgl. Reiser öffentlich verkauft werden. Hungen am 10. Mai 1869. Fürstliches Rentamt Dem me. 2* 8—* Epileptische Krämpfe wass 1343 heilt der Speeialarzt für Epilepsie Dr. O. K II- lisch in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt 1458 finden dauernde Arbeit bei Fr. Hanstein, Wagnermeister. Einen jungen Esel, 60% 3 Stammheim. otin Braun. Di e Gräfl. Hofgärtnerei Assenheim 1465 empfiehlt Gemüse⸗ u. Sellerie ⸗ Pflanzen, Monat⸗ rosen, Verbenen, Pellotrop, Geranien, Zinerarien, Cal⸗ eolarsen, Fuchssen und Florblumen billigst.— Be⸗ ellungen nimmt der Gräfliche Renteidiener Rahn ent⸗ 20 und werden sofort effectulrt. Preis verzeichnisse ranco. 10 Zimmergesellen 1463 können sofort in Arbeit ireten bei Nauheim den 12. Mai 1869. A. Schmidt, Zimmermeister. Nutzbringend für Land⸗ u. Ackerwirthe!!! Englischer Futter⸗Rüben⸗Samen. 1467 Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 1 bis 3 Fuß im Umfange groß, und 5, ja 10 bis 15 Pfund schwer, ohne Bearbeitung, denn sie verlangen weder das Hacken noch das Häusen, da nur die Wurzeln in der Erde wachsen, die Rübe aber wie eln Kohlkopf über der Erde steht. Das Fleisch dieser Rüben ist dunkelgelb, die Schale kirschbraun, mit großen, saftreichen Blättern. Vorzüglich kann man dann die Rüben noch anbauen, wenn man die ersten Vorfrüchte herunter genommen bat, 3. B. nach Grünfutter, Frühlingekartoffeln, Rapps, Lein und Roggen. Geschleht die letzte Aussaat in Roggen⸗ floppel und bis Mitte August, so kann man mit Be⸗ ftimmthelt einen großen Ertrag erwarten und mehrere hundert Wispeln anbauen. Auch wird der Versuch lehren, daß dieser Rüdenbau zehnmal besser ist, als der Runkel- und Wasserrüben⸗ Anbau, da nach der Rübenfütterung Milch und Butter einen feinen Geschmack erhalten, was bei Wasserrüben niemals der Fall ist; auch als Mastfütterung nimmt diese Rübe die erste Stelle ein. Das Pfund Samen von der großen Sorte kostet 2 Thlr., und werden damit zwet Morgen besärt. Der Extrag ist pro Morgen ca. 230 bis 260 Scheffel. Mittelsorte 1 Thlr. Unter ¼/ Pfund wird nicht verkauft. Es offerirt diesen Samen Ferdinand Bieck in Schwedt a. O. Frankirte Aufträge werden mit umgehen⸗ der Post expedirt, und wo der Betrag nicht beigefügt, wird solcher per Postvorschüß ent⸗ nommen. 20 12 Nauheimer Kurliste erscheint Zur gefälligen Beachtung 1 * Abonnementsbetrag weil den durch die Kurliste veröffentlichten 22 nur mit 3 kr. wird vornämlich Für die Geschäftshäuser und Etablissements in Nauheim Einzelne Nummern à 6 kr. Ständigen Annoncen kommt ausserdem noch ¼ Rabatt zu Statten. Anzeigen werden für die gespaltene Petitzeile oder deren Raum mit 4 kr. berechnet, Die Benutzung der Nauheimer Kurliste zu Anzeigen und Empfehlungen aller Art bei Aufträgen von Geschäftsfreunden in Nauheim und Friedberg Anzeigen die allseitigste und zuverlässigste Verbreitung unter den Kurfremden Nauheims ge- für die Saison bei der Expedition fl. 1. 30 kr.; bei den auswärtigen Poststellen um den während der Kurzeit wöchentlich einmal, je nach Bedürfniss auch öfter. und Friedberg von günstiger Wirkung sein, betreffenden Postaufschlag erhöht. sichert ist. Wir empfehlen desshalb genanntes Blatt zu recht zahlreichen Insertionen. Die Exped. Die Expedition der Nauheimer Kurliste. (Bindernagel& Schimpflf.) 23. Mai und bitten wir Anzeigen für diese Nummer rechtzeitig an uns gelangen zu lassen. Nauheim und Friedberg. die erste Nummer der„Nauheimer Kurliste“ erscheint Sonntag den Nauheimer Teich Pee 2 in in Saale e 1442 Montag den 17. und Dienstag den 18. Mai, als am zweiten und dritten Tanzmusik statt. Für gute Speisen und Oeiräufke wird bestens gesorgt und lade zu recht zahlreichem Besuche gag ein Carl Kramm. Bad Nauheim. 1456 Am zweiten und dritten Pfingstfeiertage findet in meinem Saale I Fauzmusi kn statt, wozu freundlichst einladet. D. Fer i tz. 1464 Ich ersuche Diejenigen, welche mir noch Beträge für gekaufte Waaren schulden, um Bezahlung bis Ende dieses Monate. 7 5 Friedberg den 11. Mai 1869. S. Lindheimer. Höchst empfehlenswerthes Andachtsbuch! 3038 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen; in Friedberg durch Bindernagel& Schimpff: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest- und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Musculus, Habermann, Arnd, Scriver, Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Franke, Schmolk, Stark, Cersteegen, Storr, Noos und vielen andern Wegen pe Achtzehnte Auflage. 416 Seiten. Oktavformat. Mit einem Stahlstiche. Elegant gebunden mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis: fl. 1. 24 kr. Gebunden ohne Goldschnitt 1 fl. 20 kr. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als 96,000 Exempl. über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher,“ unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden.— Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kern⸗ gebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in dem⸗ selben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Ver⸗ lagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest⸗ und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Zugleich besteht der bisherige, überaus billige Preis fort. Mühle-Versteigetung. 1457 Dienflag den 18. l. M., Vormittags um 10 Uhr anfangend, lassen Johannes Seibel IV. Eheleute von Nieder⸗Rosbach(hre Mühle, die sogenannte Harbmüble, bestehend in Wohnhaus, Scheuer u. Stallung, Hausgarten, sowie circa 10 Morgen Ackerland und Wiesen bei der Mühle, dester vage, wegen Familien- Verhältnissen meistbietend versteigern. Die Mühle liegt zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim und wird mit dem Erbauen eines Vieinalwegs von Nieder⸗Rosbach bis hinter die Mühle in diesem Jahre noch der Anfang gemacht. Die Mühle selbst hat in dem trockensten Sommer fländig Quellwasser mit 19½“ Gefäll. Die Mühle geht in Guß oderschlächtig. Nieder⸗ Rosbach am 8. Mai 1869. Johannes Seibel IV. Corseten& Crinolines Photographien 1460 in Visitkartenformat von erwachsenen einzelen Personen das halbe Dutzend von fl. 1. 12 kr. an, von Gruppen und solche jeder andern Art und Größe, zu entsprechend billigen Preisen, llefert Die photographische Anstalt von Friedberg. Carl Ludwig Reitz. Ludwigstraße Nr. 58, an der Allee. B Fkannt mah ung. 1454 Die Wasenmeisterei in der Gemeinde Reichels⸗ heim soll am 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf weitere dret Jahre vergeben werden. Desfallsige Offerten werden bis zu dem genannten Termin, jedoch nur schriftlich, angenommen und können die Bedingungen vorher eingesehen werden. Reichelsheim den 8. Mai 1869. Groß herzogliche N Relchels heim A. d Anzeige. 1459 Um einem vielverbreiteten Gerede eiligst zu ent⸗ gegnen, zeige ich hiermit meinen Freunden und Bekannten, ganz besonders aber meinen geehrten Kunden hlesiger Stadt und Umgegend ergebenst an, daß wenn auch die Zurückberufung meines Mannes zu seinem Regimente stattfinden sollte, ich dahter verbleibe und nach wie vor mein Geschäft als Kleidermacherin fortbetrelben werde. Ich bitte deßhalb All mir das schon lange Jahre geschenkte Wohlwollen auch ferner nicht z versagen. Julie Plitt, geb. Schutz. 1461 Es wird ge gewiß von allen Eltern, deren Töchter den französischen Unterricht in der Stadtschule besuchen, anerkannt, daß— wle von Sachverständigen versichert wird— die Kinder von dem betreffenden Lehrer nicht allein gründlich unterrichtet werden, sondern daß auch im Verhältniß zu ber sehr geringen Anzahl von Stunden viel geleistet wird. Wenn aber die Schüler in der franzofischen Sprache nicht so weit kommen, wie wir's in ihrem Interesse wünschen müssen, so hat dies gewiß nur darin seinen Grund, daß auf diesen Unterrichts⸗ gegenftand viel zu wentg Lehrstunden verwendet werden, denn während die Schüler der Realschule wöchentlich 4 franzöfische Stunden haben, erhalten diese Mädchen nur 2 Stunden. Man erlaubt sich deshalb die Anfrage, warum nicht auch in der Stadtischule in jeder Klasse 4 Stunden für den französischen Unterricht destimmt werden können. Einige Bürger. Sonnenschirme 1341 billigt bei K. Friedrich neben der Post. Versteigerung. 1462 Montag den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, verkaufe ich gegen gleich baare Zahlung, wegen Aufgabe der Wirthschaft, mein sämmtliches Wirthsgeräthe, als: Tische, Stühle, Bänke, Gläser, Flaschen ꝛc. Sämmtliche Gegenstände find noch wentg gebraucht. Schwälheimer Brunnen, 12. Mat 1869. a George Bailly. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 12. Mai. Waizen 10 fl. 50 kr. Korn 8 fl. 15 tr.; Gerste 7 fl. 50 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 10. Mai. Waizen 11 fl.—; Kor! 9 fl.— kr.; Gerste— fl.— kr.; 1 9 9 15 Grünberg, 8. Mai. Waizen 10 Korn 8 fl. 38 kr.; Gerste 7 fl. 10 kr.; Hafer 9 1. 5 Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl. 15 ki.; Wicken — kr.; Saamen 15 fl. 15 kr.; Kartoffeln 2 fl. 15 kr. Mainz, 7. Mai. Waizen 10 fl. 49 kr.; Korn 8 fl.— kr.; Gerste 7 fl. 43 kr.; Hafer 5 fl. 54 kr.; 5 2 fl.— tr.; Noggenstroh per 100 Gebune . kr. 5 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel&. Schirzwff,— 219 bet K. Friedrich neben der Pot. Schmid, Stellvertreter. Mitgetheilt von d I Oest. 250 fl. b. R. 1839 196 6. S. Linmdhe iner. Cours. 2„ 250,„ 1854 75% 6. ö„ 100 Pr. L. 1858 162 M. 12. Mai 1869. Cours der Staatspapiere. 8„ 500, v. 1860% 83½ G. Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lat. 757 G. Gr. Hess, 4% Obligat. 91½ 6 10⁰ br.. 864 121½ 6— 1 5% Nat.-Anl. 1854 55 8. 5 30)% Obligation. 86 13 dehved, Tpi. 10-L. 12½ f. 1 50% steuerfreie Oblg. 31 ¾ 0. Nals 4½7%½ Obl. b. Rh. 93. P. e een 704% 6 N Preussen 7% Obilgat. b. Rh. 94 P. 7% de d e n 100 wn. zien ee 5 4% ge. do. 86 G. Kurbess. 40% Obl. b. k. à 105 84% 6. 2 Mark. 40 Ful. E. b. kx. 38 ½ 0.. Bayem 50% Obligation. 101½ b Frankf. 2% Obligat. 82½ P. 2% Hess. 50 fl. L. b. k. 164½ d. 4 1½%% aich. ö. un. 25% r 5 e dee 72¼½ 6.—„% 25„„ 42½ 0. 8 40 o do 0. Russland J 59% Obl. 1. L. à fl 12 83% G. Z.. E. b. R. 36.8. Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 93 P. Finnland 4½% Pfdbr. 1. R. 105 77¼ P. Pistolen T. 7 5 5 4% do do 85¼ 6. Schweden 4 ½% O. 1. R. à 105 86 P. 2 5 Doppelte„ 9 50—52 Baden 4¼½0% Obligst. 93% G. 5 4½0% Prb. l. R. à 105 83½ d. 2[Preuss. Friedrd'or„ 9 57½—58½ 2 4% Obligat. 85 ö C. NL e888 Holl. f. 10 Stueke„ 9 54—56 V 1 1 D Ei e eee 2 342* Rand-Ducaten 5 5 38—40 oll einbezahlte senbahn- Actlen und Prioritäten. 20 Pranes- Stücke 32½—33½ 4½j% Bayr. Ostbahn 127 G. 30% Liv. C. D.& 5%/ä2. fr. à 28 kr. 34 6. 2 Engl. Sovereigns. 8 11 59—0. 12. 3. 4 Landbr. d. Frkf. Hyp.-B. 94½ G 5% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 54% P Russ. Imperiales» 9 50—52 3% Oesterr. St.-Elsenb.-Prior. 55¼ 6 5% Elissbethbahn-Prior.% 74½ 6 old pr. Zoll- Fl.—— 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 98¼ 6 do. neueste Emiss.%] 72½ G I Hchh. Silb. pr. Z. Pf.„—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 46% 6 4½% Hess. Ludwigsb.-Prlor. 957½ G Preuss. Kassensch.„ 1 44%—45½ Wieuer Wechsel- Cours 96 G. I bpohars in Gold„ 28—2 — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller e und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunft über Verloocsungeu, Coupous- Zahlungen u. s. w. Lindhe imer in Friedberg. — Gl Innert Muuba gelauft Oesege und 9 Gesch gelten mehr f unsere Nach 31 ge det V ftimm perde und! ung einen einzuf höher, sind 9 verschi der A Form Deba Verdi gitrun und der Ab sowie ao d. Mi. preuß. l eise . hebt fate einigt Sim gierun dunn ass 5 gegen 6