ter Eranfheit Ober Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. don der Berlin-Potsdamer Eisenbahn-Direktion Entlassunge prüfung Samstag den 13. Februar. M18. essischer A 8 Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Holzadfuhrtermine und die Holzabfuhrscheine für die Gemeindewaldungen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Es ist mehrfach vorgekommen, und hat zu Anständen verschiedener Art Veranlassung gegeben, daß 1. die am Schlusse von Holzversteigerungen später ertheilte Genehmigung nichtöffentlich bekannt gemacht worden, ja öfters auf anderem Wege und der Abfuhrtermin nahezu Steigerer gelangt ist, und 2. Abfuhrtermin, Tag und Stunden Abfuhrscheins nicht eingeschrieben waren. abgelaufen war, vorbehaltene und erst erst zu einer Zeit, wo zu Kenntniß der schreiten. auf der Rückseite des 1 Betreffend: Den Voranschlag des allgemeinen evangelischen Kirchenfonds für 1869. Dasselbe an die evangelischen Kirchenvorstände des Kreises. Den in Abdruck nachstehenden Auszug über die repartirten Gelder für 1869 theilen wir Ihnen unter der Auflage mit, die einzelnen Beträge zur Zahlung an die einschlägigen Großherzoglichen Distriktseinnehmereien den betreffenden Kirchenrechnern in Ausgabe zu decretiren; Credit wird, soweit erforderlich, hiermit eröffnet. Zusammenstel lung Friedberg den 11. Februar 1869. Wir machen Sie daher auf die pünktlichste Einhaltung der desfallsigen Vorschriften.— Instruction vom 29. März 1837, Rgbl. Ne. 27 von 1837 f. 11 pos. VIII und IX und 5. 19 pos. III— aufmerksam, damit wir nicht zur Beseitigung der durch Ihre Ver⸗ säumnisse vorgekommenen Mißstände genöthigt sind, gegen Sie einzu— n Friedberg den 11. Februar 1869. Trapp. der auf die evangelischen Kirchen und milden Stiftungsfonds für das Jahr 1869 ausgeschlagenen Beiträge für kirchliche und geistliche Zwecke. Kirche zu Assenbeim 3 fl. 47 kr.— Kirche zu Bauernherm 1 fl. 6 kr.— Kirche zu Bönstadt 17 fl. 18 kr.— Kirche zu Bruchenbrücken 2 fl. dach 2 fl. 27 kr.— Kugelbaus zu Butzbach 1250 fl. 7 7 fl. 52 kr.— Kirche zu Fauerdach b. F. 2 fl. 14 kr.— Kirche zu Fauerboch v. d. HD. . 27 kr.— Stadikirche zu Friedberg 4 fl. 47 kr.— Burgkirche zu Friedberg 17 fl. 36 kr.— Pia corpora zu Friedberg 0 21 fl. 30 kr.— Kirche zu Florstadt 402 fl. 360 fl. 13 kr.— Kirche zu Gambach 5 fl. 14 kr.— Kirche zu Griedel 5 fl 40 kr. — Küche zu Hausen 20 kr.— Kirche zu Hoch⸗Weisel 33 kr.— Kirche zu Butz⸗ kt.— Kirche zu Dordeim 10 fl. 59 kr.— Kirche zu Langengain 23 fl. 57 kr.— Kirche zu Meldach 6 fl. 46 kr.— Kirche zu Munsler 5 fl. 27 kr.— Kirche zu Münzenberg 41 fl. 35 kr.— Kirche zu Naubeim 20 fl. 40 kr.— Kicche zu Nieder⸗Roshbach 1 fl. 40 kr.— Kirche zu Nieder⸗Weisel 28 fl. 54 kr.— Kirche zu Nieder⸗Wöllstadt 3 fl. 20 kr.— Kirche zu Ober⸗Rosbach 32 fl. 15 kr.— Kirche zu Ossenheim 1 fl. 27 kr.— Kirche zu Osthein 13 fl. 2 kt.— Kirche zu Pobl⸗Gönd 2 fl. 14 kr.— Kirche zu Reichelsbeim 95 fl. 30 kr.— Kirche zu Schwalheim 117 fl. 58 ki.— Kirche zu Södel 4 fl.— Kirche zu Staaden 132 fl. 28 kr.— Kirche zu Steinfurth 2 fl. 27 kr.— Kirche zu Trale⸗Münzenberg 20 fl. 41 k..— Kirche zu Weckes beim 10 fl. 27 kr.— Kirche zu Wohndach 145 fl. 20 kr. Hessen. Darmstadt. Auf der Tages ⸗ ordnung der für Mittwoch den 17. Febr Vor⸗ mittags 11 Uhr anberaumten Sitzung der zweiten ctammer sind folgende Berathungsgegenstände ver- eichnet: 1) Die in Folge der Ungültigkeitser⸗ lärung der zuletzt vorgenommenen Wahl weiter rforderlich gewordene Neuwahl eines Abgeordneten ür den XI. Wablbezirk der Provinz Starkenburg Heppenheim); 2) die durch das Ableben des Abgeordneten Professors Dr. Soldan erforder⸗ ich gewordene Neuwahl eines Abgeordneten für die Kreisstadt Alsfeld betr.; 3) der dringliche Antrag des Abgeordneten Metz, die endliche ollständige Genehmigung der verschiedenen Eisen⸗ gahnlinien betreffend. — Aus Veranlassung der in Nr. 35 des Zundesgesetzblattes veröffentlichten Verordnung zom 22. Dezember 1868„über die Einführung tes in Preußen bezüglich der Heranziehung der Militärpersonen zu Communalauflagen geltenden Borschriften im ganzen Bundesgebiet“ hat dem Bernehmen nach bereits zu Anfang v. Mts. der Abg. Goldmann eine Interpellation an die Gr. Regierung gerichtet, um zu erfahren, welche Schritte dieselbe im Interesse der durch die Ver- ündnung betroffenen Gemeinden und im Interesse ter Aufrechterhaltung der Gr. Steuergesetzgebung gethan habe oder zu thun gedenke. — Otto Roquette, bisher als Lehrer an ter königl. Gewerbeakademie zu Berlin thätig, hat einen Ruf als Prosessor der Geschichte, deut- schen Sprache und Literatur für die neue technische bochschule(Polytechnikum) in Darmstadt erhalten. — Wie es heißt, hat die Darmstädter Bank die von ihr zu emittirenden 7 Mill. Sprozentigen Prioritäten zum Course von 98 und mit einer Proviston käuflich übernommen. „ Friedberg. Die diesjährige öffentliche am hiesigen Schullehrer ⸗ Seminar findet am 8., 9. und 10. März, die gufnahmeprüfung neuer Zöglinge den 15 März und die folgenden Tage statt. Diejenigen Schul— präparanten, welche sich der Aufnahmsprüfung unterziehen wollen, haben sich spätestens 14 Tage vorher mittelst Vorlegung ihrer durch die betreffen⸗ den Schulvorstände auf dem Dienstwege einzusen— denden Zeugnisse anzumelden. Preußen. Berlin. Die„Prov. Corr.“ schreibt:„Die griechische Regierung hat eine Er- klärung bezüglich der Conferenzbeschlüsse noch nicht abgegeben. Wie jedoch betreffs des türkisch⸗ griechischen Streites jeder Grund zur Beunruhigung beseitigt ist, darf man auch alle sonstigen Behaup— tungen und Gerüchte über weiter drohende euro- päische Verwickelungen als vollständig grundlos betrachten.“ — Nach der„Köln. Ztg.“ wird der nord- deutsche Bund, bedacht auf Vermehrung seiner Bundeseinnahme, mit der Branntweinfabrikatsteuer den Anfang machen. Ferner liege es in der Ab— sicht, zuvörderst die Einnahme der Poslverwaltung dadurch zu erhöhen, daß die Portofreiheit sämmt— licher Verwaltungsbehörden aller Bundesstaaten aufgehoben wird, wodurch eine Vermehrung der Posteinnabmer um einige Millionen erzielt würde. Sicheren Anzeichen nach wird man hierbei noch nicht stehen bleiben. — Aus einer Andeutung in dem Hirtenbriefe des Erzbischofs von Köln ersieht man, daß sämmt- liche preußische Bischöfe sich vor Kurzem in einem gemeinsamen Schritte gegen die confessionslose Schule an höchster Stelle ausgesprochen haben. — Das Abgeordnetenhaus hat mit 202 gegen 137 Stimmen den Gesetzentwurf, die Aufhebung des Verfassungsartikels 25, die Unentgeltlichkeit des Volksschulunkerrichtes betreffend, abgelehnt. Königsberg. Nach dem Erscheinen von Dixon's Buch„Die Seelenbräute“ sind hier amt— liche Recherchen abgehalten worden, um zu er— mitteln, ob in Wirklichkeit die über den Mucker— Prozeß hier geführten Akten dem Verfasser als Unterlage bei seiner Arbeit gedlent haben. Kiel. In den preußischen Blättern spielt seit längerer Zeit eine Agitation für die Ver- legung der Universität Kiel nach Altona oder Hamburg. Dieselbe schützt wissenschaftliche Gründe vor; aber es liegt ihr in Wahrheit nichts zu Grunde, als der großpreußische Haß gegen den sog. Particularismus der Stadt Kiel und der Mehrzahl der Universitätsmitglieder, unter denen jedoch auffallenderweise von 38 Lehrern nur 12 geborene Schleswig-Holsteiner sind. 5 Kassel. Die Besoldungsfrage der städtischen Elementarlehrer hat nunmehr ihre definitive Er⸗ ledigung gefunden. Der Minimalsatz des Ge⸗ haltes wird hiernach auf 350 Thlr. jährlich sest⸗ gestellt und steigt von fünf zu fünf Jahren Dienst⸗ zeit um 50 Thlr. bis zum Maximalsatz von 700 Thlrn. Die Einreihung der Lehrer in diest Gehaltssätze wird sofort bewirkt werden. Frankfurt. In der am 11. d. stattgefun⸗ denen nicht öffentlichen Sitzung der Stadtverord⸗ neten-Versammlung, in welcher über die Receß⸗ Angelegenheit verhandelt wurde, ist auf Antrag der gemischten Commission, welche den Gegenstand zu begutachten hatte, der Beschluß gefaßt worden, nochmals eine Deputation, bestehend aus zwei Magistratsräthen und zwei Stadtverordneten, nach Berlin zu senden. Der Beschluß erfolgte nach langer lebhafter Debatte und geht dahin: 1) In neue Verhandlungen mit der Regierung zu treten; 2) zu diesem Ende zwei Commissäre zu wahlen, welche in Gemeinschaft mit zwei Deputirten des Magistrats sich nach Berlin begeben sollen; 3) diese Commission ist ermächtigt, ein Abkommen mit der Regierung vorbehaltlich der Genehmigung von Magistrat und Stadtverordneten abzuschließen. Als Commissäre wurden gewählt die Herren Dr. Rumpf und Gontard. — Auf naͤchsten Montag, den 15. Februar, wird eine Bürgerversammlung wegen der Rezeß— srage von Bürgern aller Parteien berufen werden Dieselbe soll im großen Saale des Saalbaues stattfinden. Wiesbaden. Auf eine Beschwerde hiesiger Anwälte, ihre Heranziehung zur Gemeindesteuer betreffend, hat die hiesige königl. Regierung eine Resolution ertheilt, worin ausgeführt wird, daß die Rechtsanwälte zur Zahlung der vollen Ge- meindesteuer verpflichtet, dagegen aber auch zur Tbeilnahme an den Gemeindenutzungen, den Ge— meinderechten und Versammlungen, sowie zur Uebernahme der Gemeindeämter berechtigt seien. Bayern. München. Das Gerücht. Graf Bismarck habe die Südstaaten aufgefordert, sich für den 1. April in Kriegsbereitschaft zu setzen, wird von der„Bayerischen Landeszeitung“ als unbegründet erachtet. — Die„R. Würzb. Ztg.“ schreibt: Ein ultramontanes Organ knüpft an die Zusammen— stellung der nach dem neuen Schulgesetze nöthig werdenden Mittel von Seite des Staates, des Kreises, der Stiftungen und Gemeinden mit In⸗ begriff aller Dienstgründe, Wohnungs ⸗Anschläge u. s. w., in Summa 5,582,486 fl., die höhnische Bemerkung:„Da heißt es stark blechen! das „Gescheidtwerden“ kostet heidenmäßige Opfer!“ Es wäre nun wirklich interessant, nachzurechnen, was das so beliebte„Dummbleiben“ kostet, und zu ermitteln, was, nachdem man nun weiß, wie viel die Lehrer und das Lernen kosten, die Geist⸗ lichen eigentlich nöthig haben. Es wird sich jedenfalls eine weit höhere Summe entziffern, trotzdem der Pfründebesitzer weit weniger sind. Um nun den Geldbeutel der Bevölkerung Bayerns zu schonen, macht genanntes Blatt den Vorschlag: Man addire die Bezüge der Lehrer und Geist— lichen der einzelnen Orte, dividire sie in gleiche Theile und theils sie gleichheitlich unter die Lehrer und Beistlichen wieder aus und es wird Viel erspart werden. Baden. Der„Bad. Losztg.“ wird von Freiburg berichtet, daß der Bisthumsverweser Kübel demnächst vom Papste zum Delegaten des apostolischen Stuhles mit außerordentlichen Voll“ machten für Baden ernannt werde. Rom habe Kübel beruftragt, der großh. Regierung das Verleihungsrecht über jene Pfründen, die seither dem Landesherrn unterstanden, zu künden und mit Vergebung aller Pfarreien und überhaupt im Sinne des Concordats entschieden vorzugehen.— Nachdem der Recurs gegen die Aufhebung des Klosters Lindenberg von großh. Staatsministerium als unbegründet zurückgewiesen worden ist, steht nunmehr dessen Vollzug im Laufe dieser Woche zu erwarten. Oester teich. Wien Hiesige Blätter ver— öffentlichen ein Telegramm aus München vom 10. Febr., worin allen anderslautenden Behaup— tungen gegenüber entschieden versichert wird, Fürst Hohenlohe sei mit aller Energie bestrebt, ein Bündniß der süddeutschen Staaten auf Grundlage selbständiger Verträge zu Stande zu bringen. — Ein Telegramm der„Presse“ aus Athen vom 9. Februar meldet: Das neue Ministerium berief die Kammer ein. Der diplomatische Ver⸗ kehr mit der Pforte wird nun gleichfalls wieder hergestellt, aber der bisherige, resp. frühere Ver⸗ treter durch einer anderen ersetzt werden. Pest. Auf industriellem Gebiete herrscht große Regsamkeit, besonders blühen, wie in Wien, auch hier die Actienunternehmungen. Zuckerfabriken und andere industrielle Etablissements werden auf Actien errichtet; Zweig⸗ und Verbindungsbahnen werden in großer Anzahl projektirt, namentlich auf der böhmisch⸗bayerischen Linie. — Der„Pester Lloyd“ berichtet, in Bukarest sei die ungarische Fahne insultirt worden. Eine Schaar habe die ungarische Fahne aufgepflanzt, Pereats darauf ausgebracht und dieselbe schließlich zerfetzt. Frankreich. Paris. Die Regierung hatte vom 6. bis 9. d. M. keine Nachricht aus Athen erhalten. Der„Etendard“ und die„France“ fragen, ob die Unterbrechung der Telegraphen— linien oder gewicktige Ereignisse daran Schuld seien.— Die„Patrie“ dementirt das Gerücht eines Bündnisses zwischen Italien, Oesterreich und Frankreich. — Das„Offizielle Journal“ berichtet: Durch ein neuerliches Dekret hat der Minister des öffent— lichen Unterrichts in Spanien die ausländischen Professoren ermächtigt, die Lehrstühle auf den Universitäten, sowie auf den anderen öffentlichen Unterrichtsanstalten der Halbinsel, einnehmen zu dürfen. — Die Regierung hat Nachricht von der Bildung des Ministeriums Zaimis, sowie von der Abreise Walewski's erhalten. Letzterer hat Athen am Montag verlassen und überbringt die Annahme der Conferenzdeclaration von Seiten Griechenlands. — Der„Moniteur“ veröffentlicht ein authen⸗ tisches Manifest der Königin Isabella, welches gegen die Cortes Constituaentes protestirt und die Absicht ausdrückt, eventuell zu Gunsten des Prinzen von Asturien abzudanken. Grosibritannien. London. Die„Mor⸗ ning Post“ vom 10. d. meldet: Das Ministerium Zaimis nahm das Protokoll mit der Beschränkung an, daß dasselbe nur rückwirkende Kraft in Bezug auf die Vergangenheit haben solle. Spanien. In Barcelona cursiren Flug⸗ schriften, in denen dem dortigen Gouverneur ein ähnliches Schicksal angedroht wird, wie dem von Burgos. Ueber Pamplona treffen fortwährend Waffensendungen in allen Theilen des Landes ein, und die Zahl der carlistischen und isabellinischen Agenten ist Legion. An der französischen Gränze halten sich, einer Iruner Correspondenz des „Pueblo“ zufolge, mit stillschweigender Genehmigung der französischen Regierung an 2000 Carlisten auf, die nur auf das Losungswort aus Paris warten, um sich zu bewaffnen und die Gränze zu über— schreiten. — Die Carlisten, welche im Begriffe standen, die spanische Gränze zu überschreiten, wurden in Bayonne internirt. Das Urtheil über die wegen des Meuchelmordes in Burgos Angeklagten lautet gegen einen auf Tod, gegen zwei zum Halseisen und lebenslängliche Zwangsarbeit. Zwei anderere wurden zu je 20 Jahren, zwei weitere zu je 12 Jahren verurtheilt. Italien. Aus Rom kommen nähere Nach— richten über die für das öcumenische Concil ge— machten Vorbereitungen. Es werden 900 Sitze eingerichtet, eine Estrade für die Redner und eine vergitterte Tribüne für die Geistlichen, die steno⸗ graphiren sollen. Der Papst wird zur Rechten die Cardinäle, zur Linken die Gesandten, wenn solche eintreffen, sitzen haben. Man rechnet auf's Eintreffen von 700 Bischöfen(es gibt deren un- gefähr 850, ohne die Bischöfe in partibus). Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Kammer verlangte mit 68 gegen 42 Stimmen, daß die Regierung die Ernennung des Generals Maudovyski annullire, sprach somit ein Tadels⸗ votum gegen das Ministerium aus. — Nachdem der Fürst die von dem Mini⸗ sterium eingereichte Demission nicht angenommen, sind beide Kammern aufgelöst worden. Türkei. Konstantinopel. Das„Journal impartial“ in Smyrna sagt: Die Kaufleute in Syra drohten den Geschäftsverkehr zu suspendiren, wenn Griechenland durch seine Weigerung die Sachlage verlängere. Griechenland. Athen. Graf Walewski ist am 8. d. mit einer durchaus befriedigenden Antwort aßbgereist. — Das neue Cabinet ist in folgender Weise constituirt: Zaimis, Präsident und Inneres; Soutzos, Krieg; Averinos, Finanzen; Petzali, Justiz; Sacabas, Cultus; Tringhetta, Marine; Theodor Delyannis, Auswärtiges. Das Programm des neuen Cabinets ist die Annahme der Decla— ration der Conferenz, welche unterzeichnet wer— den wird. Rußland. Die Berichte über den Noth stand Polens und Litthauens überbieten an Grau— sigkeit die Schilderungen von dem Elend, welches im vorigen Winter den größeren Theil der Provinz Preußen heimsuchte. In Kowno und Umgegend fordert der Hungertyphus seit Wochen in täglich zunehmender Anzahl seine Opfer. Die Lazarethe sind überall so überfüllt, daß seit mehreren Tagen schon Kranke zurückgewiesen werden müssen. Die Sicherheit von Personen und Eigenthum soll dort denn auch niemals gefährdeter gewesen sein, als zur Zeit. Diebstähle, Raubanfälle und Mordihaten seien an der Tagesordnung. Anstatt alle Sorgfalt auf die Hebung dieser Leiden zu verwenden, beschäftigen sich die Beamten in Litthauen nach wie vor mit der strengsten Ver- folgung des öffentlichen Gebrauchs der polnischen Sprache. Amerika. Newyork. Der Senat hat mit 40 gegen 16 Stimmen die Resolution an⸗ genommen, wodurch das Amendement zur, Con⸗ stitution beantragt wird, daß ein Unterschied im Wahlrecht weder wegen der Farbe, noch wegen Geburts-, Eigenthums⸗ oder Glaubensverhältnissen gemacht werden dürfe. — Der Schatzsekretär hat seinen gewöhnlichen Monatsausweis veröffentlicht und weist darin nach, daß am 1. Februar sich die Nationalschuld auf 2,662, 400,000 Doll. belief. Es stellt sich dabei eine Zunahme von 9,800,000 Dollar während des Monats heraus. Die Staatsausgaben über stiegen ebenfalls während des Monats die Ein⸗ nahmen um 16,000,000 Doll. — Die zwischen Reverdy Johnson und dem englischen auswärtigen Amte abgeschlossene Con- vention über die Alabamafrage hat allem Anscheine nach wenig Aussicht, im amerikanischen Senate bestätigt zu werden. Die mit der letzten Post eingetroffenen amerikanischen Blätter nehmen fast sämmtlich dem Vertrage gegenüber eine Haltung an, die dessen Annahme geradezu als unmöglich erscheinen läßt. * Friedberg. Am 11. b. sind dahier die einjährig Dienenden, welche im vorigen Jahre unter gleichem Datum zum Militär eingetreten waren, entlassen worden. Nur zwei derselben blieben zur demnächstigen Ablegung des Offizier⸗Examens noch im Dienst. Friedberg. Am Abend des 9. d. hatlen wu auch hier ein Gewitter mit viel Regen und heftigem Sturm. * Oppershofen. Vorige Woche trug man bier den ältesten Mann der Gemeinde zu Grabe. Derselbe hatte den spanischen Feldzug mitgemacht und war in spanische Gefangenschaft gerathen. Später kämpfte er unter Wellingtons Fahne. Mehrere Veteranen gaben dem Waffengesährten das letzte Geleit, an welchem sich da der Verstorbene ein allgemein geachteter und beliebter Mann war, sast die ganze Gemeinde betheiligte. „ Darmstadt. Ein Comite biesiger Damen ver⸗ schiedener Stände und Confessionen bat vor Kurzem in unseren Blättern einen Auftuf erlassen. in welchem zu Beiträzen für eine von ihm gegründete und dem Vec⸗ nehmen nach bereits in's Leben getretene„Krippe“ für Säuglinge armer Eltern aufgefordert wird. So sehr auch vielleicht eine derarlige Anstall bei vorsichtiger und richtiger Organtsation derselben der allgemeinen Unter⸗ stützung zu empfehlen sein würde, io hat es doch bei einem großen Theil der hiesigen Bevölkerung von vornherein Bedenken erregt, daß jenes Comite laut seiner öffentlichen Bekanntmachung die Abwartung und Pflege der Säuglinge den hiesigen barmherzigen Schwestern und die innere Verwaltung der„Krippe“ der Oberin derselben anvertraut hat. Eme große Anzahl sehr achibarer Männer aus allen Ständen der Residenz hat sich hierdurch veranlaßt ge⸗ sehen, eine gemeinsame Erklärung an die Bewohner Darmsiadis zu richten, in welcher es heißt: Bei aller Anerkennung des wohlthätigen Strebens der Damen jenes Comites können wir es doch nicht billigen, daß man die Funktionen und die ganze innere Verwaliung einer so ef an das Familienleben eingreifenden Anstalt, welche, wenn sie segensreich wirken soll, nur von der allgemeinen, von keiner consessionellen Rücksicht geleiteten Menschen⸗ liebe getragen sein muß, gerade einem kirchlichen Institul in die Hände gibt, welches in seinem Handeln nicht frei, sondern an strenge Glaubensnormen und Ordensregeln gebunden ist und welcher nach dem Wesen der von ihm vertretenen Kirche für diese Propaganda machen muß und wird. Da die erwähnten Männer weder Veranlassung zu einer Vermehrung der barmherzigen Schwestern in Darm⸗ siadt gegeben, noch überhaupt den Anschein hervorgerufen zu sehen wünschen, als ob die hiesige Bevölkerung irgendwie die Einbürgerung religiöser Orden in Hessen billige, so halten sie sich für verpflichtet, ibre Auffassung in Bezug auf diese Angelegenheit öffentlich kundzugeben und die Bewohner Darmstadts, au welche das Comite seinen Auf⸗ ruf um Gel dunterslützungen gerichtet hat, zu ernster Er⸗ wägung der Stellung, welche einem so verwalteten Institut gegenüber einzunehmen sein wird, aufzufordern. Bensheim. Der hiesige Gemeinderat hat für dle Volksschullehrer der Stadt eine Gehaltsaufbesserung be— schlossen. Der Lehrer der untersten Schule soll 200 Gulden Zulage, die übrigen Lehrer je 100 Gulden bekommen, so daß jetzt der Lehrer der obersten Schule 800 Gulden, die auderen drei Lehrer je 700 Gulden jährlich beziehen. Auch dem hiesigen protestant. Lehrer wurde eine Zulage von 100 fl. bestimmt, obwohl derselbe nur wenige Kinder zu unterrichten hat. l Bingen. Der des Mordes an dem Wirthe Diehl dahier dringend verdächtige Johann Kröhler aus Alzey auf welchen seither vergeblich gefahndet worden war, ist * gehen loch die W Johan ihn ei gewore. ein sole Auen“ wißhal — 404 Hat die d Wahl Herr andert seiner mun festgenommen und in das Gefängniß zu Mainz ab⸗ geliefert worden. Von der Lahn. Kürzlich kam vor den Assisen zu dämburg der Prozeß gegen eine Falschmünzerbande zur Vervandlung, welche durch die Thätigkeit der Polizei in Gießen ermittelt worden war, indem es dieser gelungen, zwel Mitglieder der Vande auf einem Viehmarkte zu Gießen bei der Ausgabe falscher Scheine zu verhaften, wodurch die Fesinahme der übrigen Angeklagten möglich wurde. Der Haupt-Angeklaate Nikolaus Hillerich aus Hadamar, wescher schon in den Jahren 1862-1867 ein jährige Zuchthausstrafe wegen Verferligung und Ver; breitung falscher Großh. Hessischer Fünf Guldenscheine ver⸗ büßte, lernte in der Strafanstalt den Joseph Philipps, won Waldernbach kennen und als Beide Ende 1867 sich wieder auf freiem Fuße befanden, beredete Philipps den Hillerich, falsche Banknoten zu fertigen; der Wilhelm Prester von Hasselbach, wolle die Mittel zur Anschaffung des für die Fabrikation nöthigen Materials vorschußen. Prester im Besitze eines Vermögens von 3000 Thlr., ischoß auch die nolhwendigen Fonds für Presse, Farbe 2c. wor und schaffte eine ächte Banknote der„Bank für Süd— deutschland“ à 10 fl. berbei, nach welcher Hillerich die falschen Noten fertigte. Die Presse befand sich abwechselnd lin den Wohnungen des Karl Wengeroth, zu Hasselbach, Philipp Karl Wagner, zu Wehrheim, und des Christian Dienstbach, zu Abhausen; Peter Wagner, zu Homburg, wurde ebenfalls beredet, die Presse ins Haus zu nehmen, er ließ sich aber nicht darauf ein. Philipps bemühte sich, Geschäftsleuse zum Ankauf falscher Bank⸗ moten(drei falsche für eine gute) zu bereden. Fritz Wagner und Johann Völpel, halsen das nöthige Malexial berbeischaff n und sie sowie Karl Philipp Wagner, ver— breiteten die meisten falschen Banknoten. Sämmtliche Angeklagte wurden für schuldig erkannt und zu Strafen won 12—5½ Jahren Zuchthaus verurtheilt, nur Peter Wagner zu Homburg erhielt wegen unterlassener Anzeige 14 Tage Gefängniß. Die dem ehemaligen Herzogthum Nassau angehörigen 8 Angeklagten haben zusammen 63 ½ Jahre Zuchthaus zu verbüßen. Gegen die Familie des Bäckers Friedrich Mangold zu Braunfels, welcher Hillerich nach seiner Angabe einen großen Theil der Falsifikate gegen ½ des Nennwerthes verkauft, steht die Verhandlung noch aus. In den Händen des Gerichts befinden sich die Wittwe des Friedr. Mangold und deren Tochter Johannette, der Sohn Karl Mangold hat sich dem gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren durch die Flucht entzogen. des „ Eine Gasexplosion und ihre verheeren⸗ den Folgen. Durch die vor einiger Zeit stattgehabten Gerichtsverhandlungen über eine im Mai vorigen Jahres n Berlin vorgekommene Gassexplosion ist erst näher bekannt geworden, wie bedeutend dieselbe war und wie leicht man in solches Unglück herbeiführen kann. Das Gas war in Iinem Verkaufsladen ausgeströmt, dessen Besitzer im Konkurs, tweßhalb der Laden geschlossen war. Vielleicht war nur ein Hahn nicht geschlossen, vielleicht nur eine ganz unbe— deutende schadhafte Stelle im Gasrohr die Ursache des Ausströmens des Gases. Aber dadurch, daß dieses mehrere Tage nacheinander fortdauerte, sammelte sich so viel Gas an, um eine Explosion möglich zu machen. Erst bemerkte man den Geruch nur in angrenzenden Räumen des unteren Stockwerks, ohne jedoch die Ursache zu ergründen. Später bemerkten andere Bewohner des Hauses im oberen Stockwerk auch Gasgeruch und ließen Leute von der Gas— fabrik holen. Diese wollten durch Ableuchten(an dem Rohr mit einem brennenden Licht berfahren) die schabhafte Stelle suchen und kamen dadurch dicht an den Fußboden, wo das Rehr vom unteren Stockwerk heraufführte. Muth maßlich war die Oeffnung durch die Decke etwas weit,— kurz, im Augenblick erfüllte ein Donnerschlag das Haus, dasselbe wurde theilweise zertrümmert und mehrere Per— sonen sosort getödtet, andere schwer verletzt.— Da immer noch vielfach der Gebrauch herrscht, der Ursache von Gas— geruch durch Ableuchten nachzuspüren, so wollten wir durch obige Miltheilung auf die große Gefahr aufmerksam machen, welcher man sich dadurch aussetzt. Sobald man Gasgeruch bemerkt, untersuche man erst alle Räumlichkeiten des ganzen Hauses ohne Licht, ob sich nicht irgendwo ein stärkerer Gasgeruch bemerkbar macht, überall öffne man Fenster und Thüren, und erst dann nehme man ein 1 74 nendes Licht zu Hülfe. Wenn die Möglichkeit vorliegt, daß Gas in hohlen Räumen der Zimmerdecke(da viele Weißbinder unter der Holzverschalung leere Räume zwischen dem Gebälk lassen) oder in Wandschränken u. s. w. sich angesammelt hat, so muß man das Gas vom ganzen Haus auf einige Tage absperren und dann erst mit größter Vorsicht die schadhafte Stelle suchen. Denn Gas in einem hohlen Raume, mit etwas Licht vermischt, eingeschlossen, wirkt wie Schießpulver, nur daß es in kleiner Menge nach einigen Tagen sich zersetzt. Möge also Jedermann stets an die Gefahren denken, die durch Sorglosigkent und Un- vorsichtigkeit entstehen können. e Neuerfundenes Pulver zum Feuer⸗ löschen. Der Erfinder, Herr Zaphle aus Brüssel, hat lürzlich in Lüttich folgenden interessanten Versuch gemacht. Er hatte einen Scheiterhausen, bestehend aus 140 Bündeln Reisholz, 3 Karren trockenem Holz, 12 Säcken Hobel— spähnen, 150 Kannen Petroleum und 225 Kannen Theer unter einer Bretterbude errichten lassen, welche an vier Ecken in Brand gesteckt und erst, nachdem das Feuer in voller Thätigkeit war, von der Feuermannschast angegriffen wurde. Ein einziger Wasserguß löschte die Flammen in einer Minute und in zwei Minuten war Alles beendet. Es wurde sodann noch ein zweiter Versuch gemacht, wobei das Feuer mit einer furchtbaren Wuth um sich griff und die Breiterbude mitnahm. Auch dieser Versuch lieferte dasselbe glänzende Resultat. „, Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner zu thun, und wenn sie Thronreden halten, haben die Tele- graphen einen großen Tag. Die Thronrede Napoleons setzte in Paris Hunderte von Beamten in volle Thäligkeitz die 1200 Worte, aus welcher die Rede besteht, gelangten in 14 Minuten nach London, in 45 Minuten nach Brüssel, in 69 nach Verlin, in 100 nach Florenz, in 110 nach Wien. Für London arbeiteten 4 Drähte, für die anderen Residenzen nur je einer, daher der Zeitunterschied. Die Apparate und die Linien waren schon Tags vorher sorg— sältig vorbereitet worden. % Preußen liebt den Kern, wirft aber auch die Schale nicht weg. Es hat kürzlich die Säcke und Fässer, in welchen im Jahre 1866 die Kriegsentschäbigungsgelder von Baiern ꝛc. eingesendet wurden, für 383 Thlr. verkauft „ Das vervehmte Hannöver'sche Kukukslied, dessen so oft in den Blältern Erwähnung geschieht und das schon so manchen Lehrjungen und selbst Dienstmädchen die wenig angenehme Bekannischast mit der preußischen Polizei machen ließ, lautet seinem ganzen staatsgefährlichen Inhalte nach: Der Kukuk sitzt in seinem Nest, Paßt auf, wo sich was holen läßt; Und haben ein paar Vögel Streit, Ist er zum Schlichten stets bereit. Doch willig thuts der Kukuk nicht, Er holt dann wo und was er kriegt. Wer Hilf' vom Kukuk sich erfleht, Ist werth, daß er zum Kukuk geht.— Kukuk! 2* Bitte 0 4 Der 21jährige Friedrich Jung von Wisselsheim ist in Friedberg, wo er als Pferdeknecht diente, am 7. d. in Folge eines Schlagansalls plötzlich gestorben. Er war der treue Ernährer seines gichtlahmen Vaters, sciuer schwachen Mutter und seiner verwachsenen arbeitsunfähigen Schwester. Im Namen dieser hülflosen Armen und im Vertrauen auf die menschenfreundliche Gesinnung vieler Bewohner des hiesigen Kreises wird hierdurch um Gaben der Barmherzig— keit dringend gebeten, für deren Verwendung der Geistliche und Bürgermeister in Wisselsheim Sorge tragen werden, und zu deren Empfang und Uebermittelung die Expedition dieses Blattes bereit ist. Kür die nothleidenden Juden in Westrußland sind ferner eingegangen: Bei Hrn. L. Herz v. Hrn. Director Dr. Matthias 1 fl.; bei Hrn. L. Adler v. Hrn. F. R. 1 fl.; bei Hrn. J. Goldbeck 3. Hrn. Ans. Strauß 1 fl.; in einem Brieschen ohne Unterschrift Postz. Cassel mit den Worten: von Jemand der keinen Unterschied in der Con⸗ fession macht, sondern alle Menschen, sei es nun Cörist, Jude oder Türke, für seine Brüder hält 1 fl. 45 kr.; durch Hrn. E. Hirsch v. A. B. dahier 2 fl.; bei der Expedition d. Bl. v. H. Schff. 1 fl.; von einem Gegner Oppen⸗ heim's, jedoch von keinem Judenhasser fl. Den edlen Gebern dankend, sind wir sowie die Expe⸗ dition dieses Blattes gerne bereit, weitere Gaben entgegen zu nehmen. Das Comits. Soeben erschien das erste Heft einer neuen vollständigen(Cotta'schen) Ausgabe von Göthe's Preis des ganzen Werkes fl. 6. Das erste Heft kann bei uns eingesehen werden. Werken. Bindernagel& Schimpff. Reichstagswahl. 154 Die„Assenheimer Urwähler“ wollen nun auch hervortreten. Im„Frankfurter Journal“ ist bereits eine Einladung an die drei Candidaten für die Reichstagswahl zu der am nächsten Sonntag hier stattfindenden Leider haben wir inzwischen davon Kenntniß genommen, daß herr Oppenheim in den nächsten 8 Tagen versönlich hier nicht erssheinen kann, da er bereits nat es ja schon lange gewünscht. Wahlversammlung erschienen. underweitig zugesagt hat. Indessen setzen wir einer Durchreise nach Büdingen einige Vertreter seiger Parthei dier zurücklassen wird. »rei Candidaten sind Geyger, Buff und Oppenheim. eine möglichst gemüthliche Unterhaltung führen. Mittags 3 Uhr, möge Sonntag den 14. l. M., rscheinen. Der„Wetterauer Bote“ im allgemeinen Interesse voraus, daß er bei ö Die Wir wollen über deren Qualification Wer sich für die Wahlagitation interefsfirt, im weißen Roß zu Assenheim Die Assenheimer Urwähler. Vorschuß- und Credil-Perein zu Reichelsheim. 430 Sonntag den 14. d. Mts., Mittags 3 Uhr, Generalversammlung im Gasthaus zur Lilie daselbst. Tagesordnung: Fesssetzen der 18681 Dividende u. s. w. Tapeten, pet Stück von 7 kr. an, bis zu den feinsten empfiehlt Bad Nauheim. Horn, Tapezter. Zu bermiethen “ Der uulere Stock meines Dauses Nr. 5. Werschiedene kleine und große Kapitalien 430 flax gegen gute Pypotbeken auszuleiben. Naheres bel Schwarz, Hoftarator. 1448 24 Auf den Abbruch 438 soll Mittwoch den 17. Februar, Vormlttags 10 Uhr, eln von Eichenholz erbautes Oekonomiegebäude, in der Burg zu Södel, auf Ort und Stelle einer wiederholten Verfteigerung an den Meistbtetenden aus— gesetzt werden. Nidda den 10. Februar 1869, W̃᷑ 4 i* 2K 1. 1 —.— 2 Ein Logis, 403 das bis den 26. März bezogen werden tafln, hal zu vermlethen H. Schutt. von 444 Nr. 20 hat die Steppdecke gewonnen. Heß. Ein Pferd, 428 giährig, zum Ackerbau wie zum Chaisensabren gleich gut geeignet, sowit verschiedene Oelenomiegeräth⸗ schaften zu verkaufen bei Bergmeisser Storch auf dem Dorheimer Bergwerke. Aerztliches Zeugniß. 435 Die Arabischen Gummi Kugeln von W. Stuppel, bereitet aus Wurzeln und Kräutern, welche sämmtlich den deilsamsten des Pflanzenreichs angebören, babe ich in letzter Zeit viel'ach bei ealar⸗ rbalischen Zuständen der Athmungsorgane, des Kebl⸗ kopfes und der Lungen, bei Keuchhusten, Bräune, Brust⸗ kiemme in Anwendung gebracht und zwar stets mit dem besten Erfolge, so daß ich dieselden Jedermann angelegent⸗ lichst empfehlen kann. Dr. Wirth, prakliscder Arzt in Alpirsbach. Dieselben sind vorräthig die/ Schachtel zu 14 kt., die ½ Schachtel zu 7 ke. dei J. A. Windecker in Frtedberg. Ein vollständiges Logis, 452 bie Mat beziehbar, bat zu vermiethen W. Gökus. Ueber 100 Ctr. Heu 432 und eine Parthie Grummet sind zu verkausen in dem Pfarrbose zu Münster bei Bußbach. zum 1. 455 Eine große Parthie — 2 Dick wurz verkauft Chr. Glockengießer. 91 11˙ R Ein braver Junge kann dauernde Beschäftigung finden in der Buchdruckeret Bindernagel& Schimpff — 32 kr. abonniren. Die Nummern vom Januar können, soweit der Auf den Oberhessischen Anzeiger kann man für die Monate Februar u. März bei den Poststellen mit 0 N 1 0 Non plus ultra! Höchst interessant für alle Naturfreunde. 440 Sonntag den 14. d. M. zum letzten Mal werden auf der Freiheit dahier zwei von der Landenge Panama stammende Albinos-Damen, 16 und 21 Jahre alt, zur Schau aus⸗ gestellt. Diese Menschengattung hat hellrothe Augensterne und schneeweißes Lufthaar. Ihre Augen stehen nicht still, sie sind in perpendiculärer Bewegung. Der Unterzeichnete macht darauf aufmerksam, daß derartige Albinos Damen hier noch nicht gezeigt wurden, welche von vielen Professoren und Augenärzten in Gießen genau unter sucht wurden und ihre Echtheit beattestirt haben. Entre à Person 6 kr. Kinder und Militär ohne Charge 3 kr. Es ladet ergebenst ein Phil. Jeuck. Reichstagswahl. Auf den Wunsch vieler Wähler wird Herr Dr. H. B. Oppenheim in der nächsten 413 Woche im hiesigen Wahlkreis anwesend sein und werden an folgenden Tagen Versammlungen stattfinden, zu welchen alle Wähler hiermit eingeladen sind. Am 14. in Büdingen bei Herrn Knaf zum Hirschgraben, Nachmittags 3 Uhr, in Reichelsheim in der Post, Abends 7 Uhr, „ 16. auf dem Okarber Sauerbrunnen, Abends 6 Uhr, „ 17. in Rodheim in der Nickel'schen Wirthschaft, Abends 7 Uhr, „ 18. in Butzbach im Joutz'schen Gartensaale, Nachmittags 5 Uhr, „ 19. in Münzenberg bei Herrn Jäger, Nachmittags 5 Uhr, „ 20. in Vilbel in der Stadt Cassel, Abends 7 Uhr, „ 21. in Friedberg in den drei Schwertern, Nachmittags 3 Uhr. Die Wahlkomite's von Friedberg und Butzbach. Waͤhlerversammlung. 459 Samstag den 13. d., Abends 7 Uhr, findet eine Wahlbesprechung in Ockstadt, im 451 Sonntag den 14. Februar l. J. soll in meinem Local, Mittags 3 Uhr, eine Besprechung bezüglich der Wahl eines Abgeordneten in den Norddeutschen Reichstag stattfinden, wozu ich die Interessenten der Umgegend ergebenst einlade. H. Thomas. Assenheim am 11. Februar 1869. Noch eigenthümlicher— und doch w och eigenthümlicher— und doch wahr! 441 Aus der Wetterau bringen die Hessischen Volksblätter nachstehenden Artikel: Bei der allgemeinen Theilnahme, welche in der Provinz Oberhessen die Reichstagswahlen genommen und der Erbitterung, mit der die Parteien aufeinander gehen, hört man mit Recht von besonnenen Leuten die Frage aufwerfen, woher eigentlich die auffällige Erscheinung komme, daß es das sonst so loyale Friedberg hauptsächlich sei, welches den regierungs feindlichen Candidaten Dr. Oppenheim aus Berlin durchzusetzen suche. Die Loyalität dieser guten Kreis stadt erklärte man sich bisher aus der nicht zu bestreitenden Bevorzugung, welche sie gegen andere Städte genoß und genjeßt. Durchwandert man die Straßen ber Stadt, so machen die zahlreichen groß herzoglichen Wapren über den Hausthüren einen sehr loyalen Eindruck und liest man ferner die Namen der Friedberger Unterzeichner des letzten Aufrufs der sog Fortschrittsmanner, so bemerkt man nicht weniger denn vier— allerdings als Gemeinderäthe verzeichnete— Hof-Fortschritts⸗ männer darunter, und mag doch wohl die“ Feindschaft gegen die Regierung nicht so sehr in's Fleisch gewachsen sein. Man behauptet beßhalb auch wohl mit Recht, daß viele sogenannte Fortschrittsmänner bon nur Einzelnen, die ein ausgeprägtes Particular-Interesse an der Durchbringung des Candidaten Oppenheim(der sich übeigens als guter Geschäfts mann unter der Hand noch um eine Candidatur in Posen bewerben soll) haben, ins Schlepptau genommen worden sind. Für diese Herren, theilweise selbsi noch Neulinge im Fortschritt, gilt es weniger um die Person des Herrn Oppenheim als um die Echaltung des national-liberalen Einflusses in Oberhessen, der allerdings durch den Durchfall des Candrdaten, der wie es scheint für Letzteren chronisch zu werden droht, eine bedeutende Schlappe in Oberhessen erhalten würde. Man har in einzelnen Blättern sich bemüht, aus der bei einer Veisammlung in Nauheim von einem Nedner der Gegenpartei gelegentlich gemachten Bemerkung, daß Herr Oppenheim mosaischer Religion sei, Capftal zu schlagen und dies namentlich im Friedberger Localblatt bis zur Wiederbelebung des häßlichen, die Nutznießer kennzeichnenden Rufes„Hepp-Hepp“ auszubeuten bersucht“). Das tlingt von dort aus in seiner gemachten Anwendung mehr als lächerlich, da wan ja weiß, daß ganz besonders die Fortschrittsmänner Friedbergs es waren, welche bisher die Wahl eines Israeliten in den Friedberger Gemeinderath verhinderten. Erst vor wenigen Monaten gelang es dem Zusammenhalten der Israeliten das zu erreichen, was ihnen aus obigem Grund seit 20 Jahren unmöglich war. Ebenso ist es bis heute keinem Katholiken gelungen, Mitglied des sortschrittlichen Friedberger Gemeinderaths zu werden. We solche Toleranz zu Tage tritt, da sollte man schweigen von„Heep-Hepp“. Glashause sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. *) Wir mussen bezüglich dieser den„Anzeiger“ belreffenren Stelle Verwahrung einlegen und uns die Anmerkung erlauben, daß es sich hier nur um en Inserat ein unfrem Blatte handeln kann und deßhalb elne Verantwortung uns nicht tifft. Die Red. des Oberhessischen Anzeigers. (Hierzu Unterhaltungs-Blatt Nr. 7 und eine Beilage.) Wer in einem orrath reicht, noch nachgeliefert werden. Casi Lasino. 1 445 Das nächste Damencasino wird nicht Sonn⸗ 90 tag den 14., sondern erst Sonntag den 21. Febr. abgehalten und findet dabei die vierte Theater⸗ 14 vorstellung statt. Der Vorstand. dun be 1 falle 1 Bescheudene Anfroge. 460 Ist düser Hörr Oppenheumer bereuts schon wüder 1 als Candüdo“ in dem polnüschen Wahlbezürk durch⸗ 90 gefollen, weul ör seune Wahlumtrübe in Oberhössen 4 wüder fortzusötzen belübt? E Ueber düser Geschwündigkeut muß ich wür söhr 2 wundern, sie erünnert an Eunen, der auch öwüg keune 7 Ruhe fünden kann. 5 0 Zwickauer 4 Leudensgefährte ves Hörrn Oppenheumer, 0 dem es auch in Börlin nicht glücken wollte 5 und nun beu den büderen Oberhössen seun 8 Heul probtrt.* soß 429 Trassirung, Discont& Accept-Cred. auf I ält, resg, fen bt Firma Cöln(Fabr.& Comm.- Gesch.). Näh. poste 0 6 Cöln N. L. Nr. 6. ber un 255 D Offerte **„8 in anstelliger, junger Mann, welcher fließend schreibt, kann gegen entsprechende Be—. zahlung sofort bei uns eintreten. Zeug nisse er⸗ Jag wü n scht. 2 ift Trapp& Münch. 1 ** Einschlag- X Maschinengarn, 78 sowie alle Sorten Strickbaumwolle billigst bet zrledberg. Geschw. Schloß. 0 462 Dos im Großherzogtbum Hessen eingeführte Fer- 46 1 mularpapier, mit vorzüglichem Papier und Druck, bringe bert lle in empfehlende Erinnerung. Flnzese Louis Weis neben Herrn Ph. Windecker. Fel 0 *. ö egenschi 5 8 10 N 1I.84⁰⁰ 382 in Selde, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen A000 Preista bet K. Friedrich, neben der Pot.* Zugelaufen 5 461 ist ein kleiner junger Pinscher mit gelbbraunen ben Daaren. Näheres bei der Exped. d. Bl. 47 5 2 Ait Aerztliches Zeugniß. 807 436 Die Wirkung der Stollwerck schen Brust⸗ Bonbons ist reizmildernd, nach Umständen krampfstillend, 14 vorzüglich aber gelinde auflösend und berubigend; daher die Anwendung derselben in allen calarrhalischen Hals- 0 und Beusibeschwerden und daherrührender Heiserkeit, nicht 1 als arzneiliches, sondern als diälisches Millel mit Recht in de empfohlen werden kann. 0 5 Dr. Kopp, Königl. Kreis-, Stadigerichts— 622 und Polizei Arzt. 1 96 Man findet die Stellwerck'schen Brust- Bonbons f echt in versiegelten Packeten mit Gebrauchçauweisung Pollant: à 14 kr. in Friedberg bei Wilh. Fertsch, in bahn Assenheim bei Karl Bauer, in Bellersbeim Ehn lei B. Stern Sohn, in Bub bach bei Val. Wießler, diele in Berstad bei Chr. Eichelmann Sohn, in Hungen 1 0 bei A. Buch, und in Nauheim bei Ph. Jac. Weiß. l 5 100 a Gelbe Kartoffeln 1 10 437 werden zum hoͤchsten Preise in grotzen und kleinen Arg Partien angekauft von Chr. Ulrich II. made ann in Friedberg. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 90 Evangelische Gemeinde. 0 Sonntag den 14. Februar 1869. 3 Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. 1 10 Gottesdienst in der Stadtkirche 105 Vormittags: Herr Candidat Walz. 34 50 Nachmittags: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche: Die Vormillags. Herr Pfarrer Bauf. enfdi (Abend mabl.) Walen! Nachmittags: Herr Candidal Reusch. 15 Wand Sonntag Abend um 6 Uhr Missionsstunde in der drte Burglirche. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. IA. Druck und Verlag von Bindernag een Schimpff. Beilage. Oberhessischer Anzeiger. M 18. e e e eee eee Nürnberger Hof in Frankfurt a. M. g derten 42 Die zur Erbauung eines Zwischenbaues zwischen — em Hauptgebäude und dem Schulbaus im Schullebrer⸗ ollen auf dem Submissionswege an die Wenigstfordern poste 5 en vergeben werden. Plan, Voranschlag und Be⸗ f Angungen liegen vom 15. d. M. an auf dem Büreau 5 er unterzeichneten Stelle offen, woselbst auch die Offerten mit der Ausschrift: „Submisfion zur Uebernahme der.„Arbeiten bei Erbauung eines Zwischenbaues im Schullebrer⸗ seminar zu Friedberg“ * Fro eminar zu Frredderg erforderlichen Bauarbeiten und 3 ge. seferungen, veranschlagt: eien— Mamerarbelt 163 8 a Onde Backsteinlieferung 29— Kalklieferung 36— VDür Sandlleferung 30— dig te Steinbauerarbeit 372 14 N Zimmerarbeit 451 44 Dachdeckerarbeit 112 5 Opeted, Schreinerarbeit 8 8 Schlosserarbeit 272 33 berge Glaserarbeit 16 46 E Weißbinderarbeit 176 52 — Spenglerarbeit 1 * zersehen, versiegelt und franklrt bis späteftens Donner⸗ gag den 25. d. M., Vormittags 11 Ubr, eingereicht sein Münch nlssen. — Friedberg am 11. Februar 1869. Groß herzogliches Krelsbauamt Friedberg fucdgac J. B. d. K. n Schnitzel, Bauaccessist. Schloß. l V 1 e, Holz⸗Versteigerung. 46 Montag den 22 Februar wird in den Frel⸗ Oo im serrilch von ßranckenftein'schen Walddistricten klentzeschlag und Riemen in der Gemarkung Ockstadt Sudectt. el Frtedbeig nachverzeichnetes Dolz versteigert: —— 11 Stecken Buchen⸗Prügelbolz, 2„ Bukken⸗„ * 67„ Nadel⸗ 1 Starkes U 10520 Wellen Buchen⸗Reisbolz. Durchforstungs⸗ 1256„Eichen ⸗ 7 holz, 12588„ Birken⸗* ut Nen 4100„ Nadel-* 5 21 Birkenstangen(Schippenstlele), schwächere Fichtenstangen(Bobnenstangen), stärkere*(Baumpfähle ꝛc. ꝛc.), 1 62 Gedund Erbsenreiser. . Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr auf m s. g. Viehtrieb zunächst den beiden oben genannten Tistricten statt. Credit bis zum 1. Sepitember 1869. liß Odftadt am 10. Februar 1869. 828 Wildran d, . Brust Freiberrlich v. Franckenstein'scher Obersörster. det. 0 Holz⸗Versteigerung i den Domanialwaldungen der Oberfoͤrsterei Ortenberg. n 2 Es werden versteigert Montag den 22. Febr. ir District Hain: Lendent Scheid holz. Prügelbolz. Stockholz. Neis holz. auweisug dol zart: lee n. tetsch Buchen 93 35 50 488 Lr 220 0 5 4— 4 „ le fern— ——! Eichen stämme von 10 und 13“ Durchm., 20 und 30“ Länge= 56 Cubikfuß. ! Hainbuche nstämme von 9— 15“ Durchm., 1040 1 Länge= 480 Cubikfuß, 71 1 Klesernstämme von 6— 11“ Durchmesser, 10— 407 ELerge= 281 Cubchhatz. 2 10 Dienstag den 28. Februar in den Districten rich M. Jae Biz. — Dann, Eschderg, Nohlplattenwald und Tannenwald: Scheitholz. Prügelholz. Reiohpolz. Stecken. 1 8 106 2. 2 4 1 2 10 . Holzart: Buchen Eichen Nadelholz Aspen 5 22 32 Fichten und Kleserngaämme von 6—14“ Durchm., 10-75 Länge 1479 Cubilsuß. dergleichen Stangen zu Sparren und Latten geeignet. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage auf der Aunflädter Chaussee im Han am alten Steiubruch, am welten Tag bet Gasiwirtb Ruppel zu Wallernhausen, nesmal Morgens früh 9 Uhr. Ortenberg den 9. Februar 1869. . Kate ee Ortenberg * ucdbelt⸗ 15⁰9 51“ 34 310 d k k. K. Friedrich . Aace-Haudschuhe, (Eingang von der Schnurgasse und hinter dem Lämmchen.) Neu eingerichtetes Gasthaus.— Gute Speisen und Getränke.— Billige Logis.— Aufmerksamste Bedienung. Fr. Hieronymus, Restaurateur. W. Fuhrländer Nachfolger in Frankfurt a. M., 23 Vilbelerstraßse 23, dem Pfau gegenüber. breite ächtfarbige Cattune, rosa, lila, gelb, braun à 10 kr. die Elle, dabei die pracht— g vollsten Couverten und Decken Muster. breite ächtfarbige Glanz⸗MeublesCattune, ferner eine Parthie Meubles⸗Cattune mit brillanten Bordüren à 10 kr. die Elle „ breite schwere ächtfarbige Bettzeuge, meistens türkischroth à 15 fr. die Elle. % breite Reste Lèeinen ee, enen Schweren schwarzen Mooreens zu Unterröckeeeeeeeeeeeens„ à 24 kr. die Elle. dreien weiden Wess e, Blau Gedrucktes, schwerste Qualität à 12 kr. die Elle. ¼ breite feine Mull(Or gandins). A 12 kr. die Elle. Schwarzen Orleans, Mixed, Grosgrains,%, 2 ö Hausmacher Leinen, Zwillich, Barchend, Tischtücher, Servietten, Haudtücher, rothen und weißen Flanell, weiß u. grauen Barchend u. Tricot zu Unterhosen, Futterstoffe zu den billigsten Preisen. W. Fuhrländer Nachfolger in Frankfurt a. M., 339 23 Viülbelerstraße 23, dem Pfau gegenüber. Eine große Parthie ächtfarbiger französischer Jaconets in den feinsten Dessins, 12 kr. die Elle.— Rothe, weiße, graue wollene Kolter, sehr dillig. Pferdemarkt zu Frankfurt a. M. i am 12., 13. und 14. April 1869. 431 Die vollständig für 400 Pferde hergerichteten, mit schönsten Musterplätzen umgebenen neuen prachtvollen Stal⸗ lungen find zur Ausstellung der seineren Pferde destimmt. — 33 am 12. April nebst Vertbeilung von Ehren ⸗Pretsen an die Beier Prämiirung der besten zu Markt—— Pferde.* 1 N Verloosung am 14. April öffentlich vor Notar und Zeugen von 62 der schönsten ii Reit und Wagen Pferde, 9 vollständige vier⸗, zwei ⸗ und einspännige Equipagen, Schlitten nebst completten Geschirren, sowie sonstigen Reit und Fahr Requisiten im Werthe von circa 70,000 fl., wenn 40,000 Loose vergriffen sind. 7 Anfragen und Befiellungen auf Stallungen, sowle auf Loose, Letztere à 1 Tol.(1 fl. 45 kr.) pet Stück, bellebe man franco an den Secretär des unterzeichneten Vereins, Herrn C. Kappel, zu richten, wo auch Uebernebmer einer größeren Anzahl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Aufträgen für Loose ist der Betrag tranco mit deutlicher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendung tranco und recommandirt gewünscht wird, sind die erforderlichen Marken einzusenden. ö Auswärtige Theilnehmer, welche ihre Loose durch das Secretartat direct deztehen, werden, falls ihnen ein größerer Gewinn zufällt, davon— soweit tpunlich— mlitelst Telegramm in Kenntuts gesetzt. Der Vorsitzende des landwlribschaftlichen Vereins: Dr. Georg Haag. Freund, Du nennest mir als höchstes Gut— gesund zu sein; Das ist es nicht, es ist: gesund zu werden! 0 me Lang Cenclteng ds Halsübel mit gänzlicher Heiserkeit 4. age ich mir durch Erkältung ein ich alle moglichen ärztlichen Peilwittel, ohne von meinem Uebel befreit zu werden, bis ich endlsch auf den Schlestschen Feuchel⸗ Honig Extract von L. W. Egers in Breslau kam. Nach Gebrauch von 6 Flaschen wär ich von meinem Uebel befreit und sage dafür meinen verbindlichsten Dank. Darsum bel Hüldes heim, 14. September 1868. Conrad Nammler. Der Schlesische Fenchel Ponig Extrakt ven L. W. Egers in Breslau ift nur echt zu baden del Jos. Hoffmann in Friedberg. Sand lieferung 427 Oie am 1. d. M. abgehaltene Verstelgerung be⸗ züglich der Sandlieferung zur Pflasterung der Banquette und Straßenrinnen in der Ortodurchfahrt in Berstadt ist nicht genehmigt worden und soll dieselbe wiederhol! Mittwoch den 17. d. M., Morgens 10 Ubr, in der Dtiesenbach'schen Wirtbschaft daselbst einer noch— maligen öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Indem wir Steigliebhaber biermit zur Versteigerung einladen, bemerken wir zugleich, daß die Aulteferung von 12 Cubik⸗Klafter loosweise vergeben wird. Villingen den 8. Februar 1869. Pfarrer, Gemeinde- Baumeister. rern 426 Montag den 22. Februar l. J., Mittags 1 Uhr, soll dite Wald- und Feldiagd in der Gemarkung Obbornbofen auf weitere sechs Jahre auf dem Gemelndebaus dahler öffentlich meistbletend verpachtet werden. Obbornhofen am 9. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermelsterei Obbornbofen Leschhorn. Versteigerungs ⸗ Anzeige. 443 Montag den 15. d. M. sollen die zum Nachlasse der verstorbenen David Löwenberg's Ebeleute ge- hörenden Vermögens-Gegenstände bestehend in: 1. Hofraithe(ein elnstöckiges Wohndaus), 2. Verschledene Mobilien, als: 8) 1 Klelderschrank, b) 1 Küchenschrank, o) 1 Kommode, d) 2 vollständige Betten, e) verschiedenes Haus- und Küchengeräthe, oͤffentlich meifidtetend verstetgert werden. Anfang der Versteigerung: Worgens 10 Uhr and wild die Hofratthe zuerst ausgeboten. Münzenberg den 10. Februar 1869. Großberzogliches Ortsgericht Münzenberg Jager. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 90(Krügerstraße 8. und Sachsenhausen, Dreiköͤnigs⸗ straße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jederzelt Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermaͤßigtem Prelse und unentgeldlich. Faselochs-Versteigerung. 423 Dienstag den 16. d. M., Nachmlttags 1 Uhr, soll im biesigen Gemeindebaus ein der biefigen Gemeinde gehöriger Faselochs, welcher sich zum Schlachten sehr gut eignet, öffentlich versteigert werden. Oder⸗Wöllstadt den 10. Februar 1869. Groß berzogliche Bürgermetsterei Ober- Wöͤllstadt Feuerbach Hofraithe-BVersteigerung. 457 Dienstag den 23. Februar d. J., Vormütags 11 Ubr, soll in biesigem Ratbhause auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Metzgermeisters Wilhelm Bieler die demselben zustehende Hofraithe: 5 Flur 2. Nr. 641. Klftr. 23,3. Hofraithe in der Ludwigestraße öffentlich meistbieterd wegzugshalber versteigert werden. Friedberg am 12. Februar 1869. 5 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg F duke a. Garten ⸗Versteigerung. 456 Montag den 22. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Ratbbause auf freiwilligen! Antrag der Frau Expeditor Zöller Wittwe ein der⸗ selben zussehendes Grundstück, Gemarkung Fräedberg Flur 2. Nr. 100. Klstr. 169. Gemüse⸗ u. Obstbaumgarten in der Langgasse, öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 12. Februar 1869. Großberzegliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. — 8 0 X 7 Holz⸗Versteigerung. 450 Im Licher Stadtwald, Dlstricten Ettingshäuser⸗ kopf, Lindenseif, Sauloch und Kronau, kommen Mittwoch den 17. und Donnerstag den 18. d. M. nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: Mittwoch den 17. Februar: 186 Stecken Buchen-, Eichen-, Nadel“, Scheit⸗ und Prügelbolz, 115„ desgleichen Stockholz, 9880 desgleichen Wellen. Donnerstag den 18. Februar: 107 Elchen⸗, Buchen- und Nadelholz-Stämme von 5—19“ Durchmesser und bis zu 70“ Länge, 1007 Eichen-, Buchen- und Fichtenstangen. Der Anfang ist jedesmal Morgens 8 Uhr an der Chaussee nächst dem Nieder⸗Bessingerfeld. Lich den 11. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Lich Ne I e lm. olz⸗Versteigerung. 424 Freitag den 19. Febr.(. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Walddistricte Jungfernwald: 10 3 Stecken Eichen Prügelholz, 20 1— Eschen⸗ 7 3 4 5 Fichten ⸗ 2 40 1½* Kirschen⸗ 5 2„ Eichen Stockholz, 60 6½ 17 Fichten⸗ 17 7) 800 Stück Bucher⸗Wellen, 8) 3050„ Eichen ⸗ 9) 100„ Eschen⸗„ ien D r ie„ AKefern:„ 13) 700 Fichten⸗ * 5 14 4 Eichen⸗Stämme von 11— 16“ mittlerem Durchmesser und 15—30“ Länge, 15) 4 Kirschen⸗Stämme, 16) 33 Fichten⸗Stämme von 5— 11“ mittlerem 7 Durchmesser und 30—70“ Länge und 17) 150 Stück Kiefern⸗Bohnenfangen öffentlich an den Meistbietenden verfleigert werden. Schloß Ilbenstadt den 9. Februar 1869. Gräflich v. e ee. Rentei o tz. Mühle ⸗Versteigerung. 425 Donnerstiag den 18. l. M., Vormittags 11 Uhr, soll auf Antrag des Eigenthümers die ganz nahe bei Münster, Kr. Friedberg, gelegene s. g. Hessenmühle sammt Oeconomiegebäuden und eirea 4 Morgen Ge⸗ lände einer öffentlichen Verßeigerung ausgesetzt werden. Wegen der Bedingungen und etwalgen Einfichtnahme der Gebäulichkeiten ꝛc. wolle man sich an den Unter⸗ zeichneten wenden. Münster am 10. Februar 1869. Großherzogliches Ortsgericht Münster Rein eck. Weiden ⸗Versteigerung. 458 Dienstag den 16, Februar l. J., Nachmittags 2 Uhr anfangend, werden eine große Parthie Welden, eirca 100 Haufen, an Ort und Stelle an den Meist- bletenden verstetgert. Der Anfang wird an der Galgenbrücke gemacht. Friedberg den 12. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg 5 o u e a r. eh Ver steig erg g. 449 Donnerstag den 18. d. Mts. kommen im Gemeinde wald Ockgadt, sog. Jungenwald, nachstehend verzeich⸗ nete Holzsortimente zur Versteigerung, als: 1 Stecken Scheidholz, Buchen, 49„ Prügelbolz, Buchen, 14½ 1„ Birken-Eichen, 7½„ 1 Aspen, 598„ Stockholz, Buchen, 90„ N Birken⸗Eichen, 6 5„ Aspen, 7950 Stück Wellen, Buchen, 500 99„ Birken⸗Eichen, 200„„ Aopen. Die Zusammenkunft iß im Schlag selbst. Anfang der Versteigerung 9½ Uht. Ockstadt den 11. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt Grö in ger. . 5 F. W. Bockius'schen Kräuter⸗Brusl⸗Syrup. r 30 Ein sich steis am besten bewährendes, dabei an— genehmes Hausmittel gegen veralteten Husten, Heiserkeit, rheumatische und chrontsche! Catarrhe, Lungen⸗ Entzündungen, Entzün⸗ ere ee düngen der Luftröhren und des Kehlkopfes, üderhaupt gegen alle Hals- und Brust⸗Affec⸗ tionen. Dieser Kräuter⸗Syrup in Flaschen zu 0 1 fl. 10 kr., 35 kr. und 24 kr. zu haben in Friedberg bei Jean Huber. Nauheim bei Jos. Werner. Butzbach bei A. Gimbel. Geschäfts- Empfehlung. 375 Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich als Weißbinder dabier etablirt habe. Unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung aller in dieses Fach einschlagender Arbeit, bitte ich um geneigten Zuspruch. Bestellungen beliebe man in meiner Wobnung, im Hause des Herrn Schreiner Jordis auf dem Haagk, abzugeben. ö Friedberg den 5. Februar 1869. J. Schmitt. Nachricht. 266 Ein sebr schönes Gut in der Wetterau von 200 Normalmorgen Acker und Wiesen mit den dazu gehörigen Wohn⸗ und Oecconomiegedäuden ist mit Inventar zu verpachten oder zu verkaufen. Das Gut liegt an einer frequenten Straße und sehr nahe an der von Gießen nach Gelnhausen dermalen erbaut werdenden Elsenbahn. Die Exped. d. Bl. sagt, bei wem das Näbere hierüber erfahren werden kann. „m—ẽH; Das natürl. Friedrichshaller „ Bitter wasser (welches sich besonders zur Brunnenkur im Hause und zwar auch im Winter ganz vorzüglich eignet) ist ein altbewährtes, mild eröffnendes und kräftig auflösendes Heilmittel. Es bessert den Appetit, die Verdauung und Ernährung, verscheucht hypochondrische Gemüthsstim- mung, schafft Lebens- und Arbeitslust. Es heilt Catarrhe der Verdauungs- und Brustorgane und hat namentlich bei langwierigen Unterlelbsleiden ausser- ordentliche Erfolge. So ist seine vorzügliche Wirkung bei Verstopfung, Hämorrhoiden, Stockungen im Unterleibe, Blutwallungen zu Kopf und Brust und Entzündungen der Gebärmutter allgemein anerkannt. Auch bewährt es sich gegen Dickleibigkeit, Rippenfellentzündung und die Be- schwerden der Schwangerschaft, sowie als Unterstützungs- mittel gegen Syphilis, bei Molken- und anderen Kuren. Dieses Alles leistet dasselbe in kleinen Gaben, ohne dass eine besondere Diät oder eine Unterbrechung der Berufs- geschäfte erforderlich ist. Zu haben nebst gedruckten Gebrauchsanwelsungen in allen Mineralwasser handlungen und Apotheken. 1 Friedriehshall bei Hildburgheusen. Die Brunnendirection C. 0ppel& Comp. 5 5 1 2. 1 Repskuchen! 60 stete srisch von der Mühle bei. f Wilb. Fertsch. 334 Den unteren Stock meines in der beflen Lage Butzbach's gelegenen Gasthofs zum Löwen beabfichtige ich auf eine längere Reihe von Jahren mit oder ohne Inventar, unter günfligen Be⸗ I dingungen zu verpachten und wollen sich Pachlliebhaber an den Unterzeichneten wenden. Butzbach. Jacob Sculburger. Uuiversal-Magenliqneut 33 von Carl von Metternich in Mainz, in Flaschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 fr., bei Oh. Dau. Fümmich. i e e i 3 N 343 Die Thonwaarenfabrik von Niegelmann& Cie. in Fechen⸗ mühle bei Hanau empfiehlt ä Hohlbacksteine, Drainröhren und Feuerfeste Steine. Nauheimer Koch- u. Diehlalz. Gebrüder Grödel. Weiße leinene Taschentücher, 270 Manschetten mit Kragen, Herren⸗ kragen, sowie Vorhemden und Hosen⸗ träger bei K. Friedrich neben der Post. 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