NN * 00 8 u er 1 ender N 1 1869. Donnerstag den 11. November. 132. hessischer Anzeiger. Inthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sriedberger Intelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 52. sub. 1. Bekanntmachung die Steuervergütung bei der Ausfuhr von inländischem Branntwein betreffend. Nr. 53. sub. 1. Verordnung, die Ausführung der Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund vom 21. Juni 1869 betr.— sub. 2. Bekanntmachung, die Correspondenz nach Belgien, insbesondere Postanweisungen betr. Friedberg am 9. November 1869. Großherzogliches Kreisamt Friedberg 23 Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 36. Nr. 368. Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bund und dem Großberzogthum Baden betreffend Einführung der gegenseitigen militärischen Frei⸗ zügigkeit. Vom 25. Mai 1869.— Nr. 369. Bekanntmachung, Vom 25. October 1869.— Nr. 370— 375. betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrath des Norddeutschen Zollvereins. Die Ernennung von Consuln betreffend. i Betreffend: Die Obsterndte im Jahre 1869. Friedberg am 9. November 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unserer Auflage vom 26. v. M. im Rückstande sind, solche umgehend zu bewerkstelligen. in Nr. 126 des Oberh. Anzeigers noch oN Betreffend: Dae Mathildenstift, hier die Vertheilung der für Industrleschulen verwilligten Summen. Friedberg am 5. November 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, in welchen sich Industrieschulen befinden. Die Generalversammlung des Mathildenstifts des Kreises hat n ihrer Sitzung vom 25. October d. J. beschlossen, 1250 fl. für Industrieschulen dergestalt nach der Seelenzahl der betreffenden Ge— meinden zu vertheilen, daß an diejenigen Gemeinden, welche Industrie⸗ schulen haben, Auszahlung des ertragenden Antheils erfolgt, der Antheil der übrigen Gemeinden aber, die solche nicht haben, in den Kassen verbleiben und hiervon denjenigen Gemeinden, in deren Industrie— schulen Außerordentliches geleistet wird, außerdem auf Nachsuchen noch besondere Gratisicationen zu Theil werden sollen. . eo ue een Assenheim 25 fl. 42 kr.— Bauernheim 7 fl. 22 kr.— Beienheim 12 fl. 7 Ir; — Bönstadt 18 fl. 2 kr.— Bruchenbrücken 17 fl. 45 kr.— Dorheim 23 fl. 12 kr. — Dorn⸗Assenheim 20 fl. 50 kr.— Fauerbach b. Fr. 16 fl. 19 kr.— Friedberg 149 fl. 10 kr.— Ilbenstadt 27 fl. 32 kr.— Melbach 15 fl. 3 kr.— Nieder⸗ Florstadt 39 fl. 22 ke.— Nieder⸗Mörlen 24 fl. 4 kr.— Nleder⸗Rosbach 16 fl. 2 kt. — Nieder ⸗Wöllftadt 31 fl. 41 kr.— Ober ⸗Florstadt 7 fl. 24 kr.— Ober⸗Mötlen 39 fl. 6 kr.— Ober⸗ Rosbach 38 fl. 52 kr.— Ober⸗Wöllstadt 25 fl. 32 kr.— Ockftadt 33 fl. 58 kr.— Ossenheim 9 fl. 24 kr.— Reichelsheim 26 fl. 13 kr.— Bei dieser Vertheilung erträgt es Ihren Gemeinden die in nach— stehendem Abdruck bemerkten Beträge, welche sie dem Gemeindeein— nehmer unter Ord. Nr. 44 des Voranschlags in Einnahme decretiren und controliren lassen wollen. Die Verwendung erfolgt nach Maßgabe unserer Verfügung vom 26. Februar 1855 an die Schulvorstände(Intelligenz⸗Blatt Nr. 17 von 1855). Dir zn d er a d en; Södel 19 fl. 38 kr.— Weckesbeim 12 fl. 48 kr.— Wobnbach 19 fl. 32 kr.— Butzbach 80 fl. 31 kr.— Fauerbach v. d. H. 17 fl. 58 kr.— Gambach 43 fl. 24 kr.— Griedel 24 fl. 48 kr.—— Hoch Weisel 21 fl. 10 kr.— Kirch Göns 19 fl. 58 kr.— Langenhain 16 fl. 56 fr.— Maibach 7 fl. 16 kr.— Münster 9 fl. 32 kr.— Münzenberg 29 fl. 2 kr.— Nleder-Weisel 41 fl. 40 kr.— Oppershofen 19 fl. 42 kr.— Ostheim 15 fl. 10 kr.— Pohl⸗Göns 15 fl. 56 kr.— Rockenberg 39 fl. 58 kr.— Steinfurth 29 fl. 48 kr.— Trais⸗Münzenderg 7. Betreffend: Das Malbildenstift, hier die Vertheilung der für Indußiieschulen für 1869 verwilligten Summen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg derjenigen Gemeinden, welche Industrieschulen errichtet haben. an die Schulvorstände , Indem wir Jynen von vorstehender Verfügung an die betr. Großherzoglichen vezüglich der Verwendung der verwilligten Betrage auf unsere Verfügung vom 26. Febr. Ihren Berichten wie vorgeschrieben entgegen. Friedberg am 5. November 1869. Bürgermeistereien Kenntniß geben, verweisen wir 1855, Int. Bl. Nr. 17, und seben am 1. Juli 1 Ter a h p. r n 5 Betreffend: Die Circulation der K. K. Oesterreichischen Sechskreuzerstäcke aus den Jahren 1848 und 1849. Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß die K. K. Oesterreichischen Sechskreuzerstücke mit den Jahreszahlen 1848 u. 1849, welche im Großherzogthum keinen gesetzlichen Cours haben, Friedberg den 9. November 1869. bei unserer Kasse unter keinen Voraussetzungen mehr angenommen werden. Großherzogliche Distrits-Einnehmerei Friedberg e. 5 Hunsinger, Finanz⸗Accessist. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog vermittelt werden. Die Einzahlung erfolgt auf ein ges Einlieferer zenaue Auskunft zu geben, welchen Betrag der⸗ liche Regierungsblatt Nr. 53 enthält: I. Verordnung d. d. 1. Nov., die Ausführung, der Wewerbeordnung für den Nordd. Bund vom 21. Juni 1869 betreffend. N „II. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission zür Postangelegenheiten, die Correspondenz nach Belgien, usbesondere Postanweisungen betr. Dieselbe lautet: Mit Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 21. August 868, Regierungsblatt Nr. 48, bringen wir hierdurch zur fentlichen Kenntniß, daß vom 1. k. M. an die Zahlungen dis 200 Fres. im Wege ber Postanweisung nach Belgien wöhnliches Post⸗Anweisungs⸗Formular. Der Coupon darf darf nur zur Angabe des Geldbetrags, sowie des Namens und Wohnorts des Absenders benutzt werden. Weitere Angaben auf dem Coupon sind unzulässig.— Der Ab⸗ sender hat den Betrag, welchen er nach Belgien überwiesen zu sehen wünscht, auf der Postanweisung in Franes und Centimes— und zwar sowohl in Zahlen als in Buch⸗ staben anzugeben. Der Vordruck... Thlr... Gr... Pf. u. s. w. muß daher vom Absender entsprechend abgeändert werden.— Die Postanstalt redueirt den in Franes und Centimes angegebenen Betrag in die Thaler- resp. in die Süddeutsche Gulden-Währung und ist im Stande, dem selbe in Frances und Cenümes in die Postanweisung ein⸗ zurücken hat, falls derselbe eine in deutscher Währung be⸗ messene Zahlung nach Belgten zu leisten wünscht.— Die Gebühr deträgt: a. für Summen bis 100 Franes 14 kr., b. für Summen über 100 dis 200 Franes 28 kr. und ist vom Absender im Voraus zu entrichten. 111. Bekanntmachung, den Personenposteours(hier die Personengeldsätze) zwischen Büdingen, Altenstadt und Nieder-Wöllstadt betreffend. IV. Diensinachricht. Am 25. September wurde dem Conrad Sames aus Langsdorf das Patent als Geometer der ersten Klasse für den Kreis Nidda ertheilt. — Anläßlich der 50 jährigen Jubelfeier des Hoftheaters wurde Inspektor Ernst Pasqué und dem Hoftheater⸗ Dramaturgen Dr. Carl Dräxler⸗Manfred die goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft, Kunst it., dem Hofmaler und Hoftheatermaler Ernst Schnittspahn und dem Hofmusikmeister Wilhelm Niederhof das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. Theater-Direktor Tescher wurde zum Geheimen Hofrath ernannt. — Dem„Fr. J.“ wird von hier berichtet: Nunmehr ist auch die Penstonirung des Obersten Laue, Commandeurs des 3. Infanterieregimentes, und des Oberstlieutenants in der Feldartillerie Scholl erfolgt. Ersterer hat gleichzeitig den Charakter„Generalmajor“ erhalten, wodurch der Zufriedenheit mit den von ihm geleisteten Diensten — wenigstens auf Seiten seines groß herzoglichen Kriegsherrn— Ausdruck gegeben ist. — Der Abg. Goldmann ist zum Referenten über das Gesetz, den Ausschlag der Communal⸗ steuern auf die Einkommensteuerkapitalien betreffend, bestellt worden. Preußen. Berlin. In der vom Abg. Löwe(Calbe) für letzten Sonntag einberufenen Versammlung zur Berathung der Entwaff⸗ nungsfrage waren circa 2000 Personen er— schienen. Nach einer kurzen Ansprache des Abg. Löwe sollte zur Wahl des Büreaus geschritten werden, allein fortdauernde tumultuarische Störun⸗ gen durch zahlreich anwesende Mitglieder des Lassalle'schen Arbeitervereins, welche auf eine Stunde später im gleichen Lokale eine Versamm⸗ lung anberaumt hatten, ließen es dazu nicht kommen. Löwe sah sich deßhalb genöthigt, die Versamm⸗ lung zu schließen, ohne daß die beabsichtigte Re— solution: An unserer Volksvertretung ist es, mit der Forderung auf Abrüstung voranzugehen und den Parlamenten anderer Völker zuzurufen:„Wir wollen den Frieden, lasset uns gemeinsam wirken für den Frieden“, zur Verlesung kommen konnte. Die Störung der Versammlung ist um so mehr zu bedauern, da dem Löwe'schen Antrage ein Gedanke zu Grunde liegt, dessen sich alle Cultur⸗ völker bemächtigen müssen, um aus eigener Ktaft und Initiatise durch die Macht der Ueberzeugung eine solche Pression auf die Regierungen zu üben, daß sie allmahlich unwiderstehlich wird, und in⸗ sofern hat man es hier nicht mit einer Parteifrage zu thun, sondern mit einer Frage, die alle freiheit- lichen Elemente des Volkes ohne Unterschied im innersten Lebensnerv berührt.— Unmittelbar nach Auflösung obiger Versammlung tagten in dem⸗ selben Lokale die Lassalleaner und nahmen folgende Resolution an:„Die Abgeordneten der Fort⸗ schrittspartei haben durch die Agitation für eine tdeilweise Abrüstung, und zwar auf diplomatischem Wege, eine Halbheit begangen. Die Abgeord— neten der Fortschrittspartei verdienen das Ver— trauen der Arbeiterklosse wegen des erwähnten Vorgehens in der Abrüstungefrage, sowie wegen ihrer Haltung in der Frage der direkten Wahlen nicht, sind vielmehr sammt der ibnen anhängenden Bourgevisie aufs entschiedenste zu bekämpfen.“ Die Berichte über diese Versammlungen sprechen von stattgehabtem großem Tumult, sebr ausgedehnten Hinausschmeißere ken und heftigen Prügeleien, welchen die Polizei ruhig zugesehen habe. — Die Commission des Landtags für Handel und Gewerbe genehmigte die Regierungsvorlage, betreffend die Aufbehung der in Frankfurt be⸗ stehenden Feuerversicherungsanstalt, mit unwesent⸗ lichen redaktionellen Aenderungen in der Vorab— stimmung. 5 — Den„H. N.“ wird von hier telegraphirt, daß im Ministerium des Innern demnächst eine Novelle zum Preßgesetz zur Berathung kommen wird, welche den Preßgewerben Erleichterungen, u. A. im Punkte der Cautionen, gewähren soll. — Wie die Blätter berichten, ist von Seiten der preußischen Regierung in den letzten Tagen eine Aufforderung an die übrigen zum Norddeut⸗ schen Bunde gehörigen Regierungen ergangen, vorläufig keine Prämienanleihen zu coneessioniren, da Angesichts der angestrebten gesetzlichen Regelung dem Hoftheater Oeconomie- deutschen Regierungen sich empfehle. der Frage ein gemeinsames Verhalten aller Nord- Die„B. B. Z.“ glaubt, daß diese Aufforderung keinen praktischen Erfolg haben werde, da man in be— stimmter Weise aus Dresden berichte, daß die sächsische Regierung unter Vorbehalt der Zustim⸗ mung ihrer Landesvertretung bereits eine ganz bestimmte Zusicherung Betreffs einer Prämienanleihe von 6¼ Millionen Thalern zur Beschaffung des Kapitals füt die Bahn Chemnitz Aue Adorf er⸗ theilt habe. Königsberg. Ein heftiger Orkan hat be⸗ deutenden Schaden angerichtet. Ein großer Theil der niederen Stadt ist überschwemmt; die Wiesen vor der Stadt sind meilenweit unter Wasser gesetzt und der Verkehr nach dem Lande zu bedeutend gehemmt. Hannover. Zur Celler Denkmals-Angelegen⸗ heit wird der„Ztg. f. Nordd.“ aus Berlin ge— schrieben:„Wie ich aus sicherer Quelle erfahre, sind sowohl der Generallieutenant v. Schwartz koppen in Hannover als auch der Oberstlieutenant v. Rex in Celle vom Könige versetzt worden. Außerdem soll die Herstellung des Denkmals auf Kosten des Königs bereits angeordnet sein.“ Fulda. Am 8. d. ist der Zug 9 mit dem Güterzuge bei Neukirchen zusammengestoßen. Zwei Maschinen, zwei Waggons zertrümmert, einige Passagiere verwundet. Frankfurt. In Betreff der Besteuerung der Branntweinbrennereien wird demnächst dahier wieder eine größere Versammlung abgehalten werden. In den maßgebenden landwirthschaft— lichen Kreisen ist man nämlich der Ansicht, daß bei einem etwaigen Stillschweigen die gesetzgeben— den Faktoren sehr leicht zu der Ueberzeugung kommen könnten, man habe sich mit den neuen Einrichtungen ausgesöhnt, finde sich wohl unter dem übermäßigen Steuerdruck und sei von der früheren Anficht, die neue Branntweinsteuergesetz— gebung werde den Ruin des Brennereigewerbes nach sich ziehen, zurückgekommen(die meisten um⸗ liegenden Oeconomen haben zu brennen aufgehört); daß von alledem eben das Gegentheil der Fall sei und man den nach wie vor gerechtfertigten Wunsch hege, dieser außergewöhnlichen Ueberbür— dung entgegen zu treten und dem gemäß diesem Wunsche einen energischen Ausdruck geben müsse. Die desfallsige Versammlung fladet zu Anfang des nächsten Monats statt. Wiesbaden. Die Regierung ist nun auf den Vorschlag, für Wiesbaden eine Kurtaxe zu erheben, eingegangen und hat in dieser wichtigen Angelegenheit fast durchweg die Anträge des Gemeinderaths genehmigt. Die Erhebung der Taxe beginnt wahrscheinlich schon vom nächsten Jahre an, damit ein Kurfonds gebildet ist, wenn das Spiel eingeht, was in drei Jahren erfolgen wird. Innerhalb dieser Zeit soll ein Fonds ge⸗ bildet werden, welcher die zu Kurzwecken erforder— lichen Mittel deckt. Baden. Wie man der„Bad. Landesztg.“ schreibt, ist die Unterhandlung mit Hrn. Dupressoir zu einem glücklichen Ende geführt worden und ist derselbe auf die ihm von der Regierung gestellten Bedingungen betreffs der Verlängerung des Spiel pachtes auf weitere zwei Jahre eingegangen. Oesterreich. Wien. Die italienische Re- gierung soll sich in der süddalmatinischen Angelegen⸗ heit besonders freundlich für Oesterreich erwiesen haben; auf die Anfrage, ob die Beförderung von zwei Bataillonen des Tyroler Kaiserjägerregiments auf der Eisenbahn durch Venetien nach Triest ge⸗ stattet würde, sei sogleich eine bejahende Antwort erfolgt. — Von dem Einmarsch österreichischer Truppen auf türkisches oder montenegrinisches Gebiet ist nicht mehr die Rede. Oesterreich hat erklärt, daß es von der bezüglichen Bewilligung der Pforte keinen Gebrauch machen werde, da es keinen An- laß zu Differenzen geben wolle, die aus den ver⸗ schiedenen Auffassungen des Pariser Tractats von 1856 hervorgehen könnten. — Die colossalen Schwierigkeiten, welche die österreichischen Truppen bei dem dalmatinischen Correspondenz der„N. Fr. Pr.“ wie solgt ge⸗ schildert:„Man muß dieses struppige Stiefkind der Natur sehen, um einen Begriff von der Schwierigkeit militärischer Operationen zu bekom. men. Am Meere zieht sich ein schmaler Saum hin, der einige Städtchen und Dörfer trägt, hundert Stunden von der Meeresküste hört die gewöhnliche Weltordnung auf und es beginnt ein Felsenchabs, als ob die Erde an diesem Pune zusammengestürzt wäre und ihre Trümmer— us, wirthbare Felsenzacken und feuchte Weitungen— zur Pein und Qual der Menschheit übrig gelassen bätte. Diese Erdtrümmer haben keinen grünenden Baum, keinen sastigen Grashalm, Alles ist düster und kärglich. Das ist die Bocca bei schönem Wetter. Denke man sich aber einen Regen, der in civilisirten Ländern Wolkenbruch genannt wird und sich von diesem nur dadurch unangenehm unterscheidet, daß er tagelang währt— und man bat die Berge Süddalmatiens im schlechten Weller, Und unter solchen abscheulichen klimatischen Ver hältnissen begann der Aufstand. Seit Menschen⸗ gedenken erinnert sich Niemand eines so zeitlichen Beginnens der Regen- und Windschauer des Herbstes.“. — Wie die„Wiener Abendpost“ schreibt, ist am 6. d. der internationale Congreß zu Kairo eröffnet worden. Dreißig Mitglieder waren an⸗ wesend, darunter die Vertreter von Oesterreich, England, Frankreich und dem Nordbunde. Die Repräsentanten wurden von dem Vicekönig empfangen. — Der steckbrieflich verfolgte Kassier der Züricher Bank ward bei seinem Uebertritt auf das österreichische Gebiet verhaftet. Es wurden 38,000 Francs bei ihm vorgefunden. Cattaro. Am 5. d. trafen die Truppen, ohne auf großen Widerstand gestoßen zu sein, vor Pobori ein, welches beschossen wird. Die Jusurgenten haben Fort Stanjewitsch in die Luft gesprengt. Die Zuppa unterwarf sich bis auf drei Ortschaften. Budua. Eine Truppencolonne unter Oberst Fischer nahm am 7. nach einem mehrstündigen Kampfe Pobori, während eine vom Oberst Schön ⸗ feld befehligte Abtheilung über Maina, ohne Widerstand zu finden, vorrückte. Die Insurgenten unterwarsen sich oder wurden zersprengt. Bei diesen Operationen wurden die Orte Pobori und Maina, deren Bewohner sich bei der verrätherischen Ueberrumpelung des Forts Stanjewitsch betheilig! hatten, theilweise niedergebrannt. Der bewaffnete Widerstand im Gebirge zwischen Cattaro und Budua ist nunmehr gebrochen. Frankreich. Paris. Seit der Ankunft Henri Rochefort in Paris ist überall nur von ihm die Rede, alle anderen noch so wichtigen Ereignisse treten in den Hintergrund. In den öffentlichen Versammlungen, in welchen er erschien, wurde er mit großem Enthusiasmus begrüßt. Eine Versammlung zu La Chapelle hat ihn zum einzigen Candidaten des ersten Wahlbezirks er— klärt. Nach Beendigung der Versammlung haben etwa 500 Personen Rochefort bis zur Chaussee von Clignancourt begleitet, wo er in einen Wagen stieg. Es gab einige Rufe, viele Stadtsergeanten waren da, Unordnungen fielen nicht vor. — In Paris ist Ledru-Rollin trotz seiner anfänglichen Weigerung als Wahlcandidat auf— getreten und wird höchst wahrscheinlich gleich Henri Rochefort mit ungeheurer Majorität gewählt werden; auch wird die Regierung schwerlich den gegen Ledru-Rollin ertheilten Verhaftsbefehl auf recht erhalten. Was Rochefort betrifft, so hal derselbe auf den„Geleitsbrief“ des Kaisers fol, gende drastische Antwort im„Rappel“ veröffen— licht:„Das freie Geleit ist eine Einbildung, Naß hat mir nicht von einem freien Geleit gesprochen, ich hobe ein solches nie gesehen. Wenn die Re- gierung den schlechten Geschmack gehabt hätte, mir ein solches anzubieten, so hätte ich wahrschein⸗ lich geantwortet, daß ich mir nichts daraus mache, frei zu sein, und daß ich nicht geleitet sein wolle, und ich hätte ihr nicht minder wahrscheinlich ihr freies Geleit in's Gesicht geworfen. Diese Er- klärung war, wie ich glaube, nothwendig, um Aufstand zu überwinden haben, werden in einer meine Undankbarkeit zu entschuldigen, welche heute —— — — ä————— — nig tom 8 König Friese Das gelrel Befind standet dürfe lange 7 gingen die bez gemach danken sie jeh At schastlh 16. N slände landw. ist dure WN Hessen slallfin“ Fr Quelle l 1 , W 5 Agen e prangt& t Pobor g perrälbena 6 1 be ch be —ͤ—ũAͥͥ—— 111 22 1 7 1 eh* i den— N 1 sessen wird fltfinden. un Bad⸗ Nauheim zadicaler ist als jemals.“— Man sieht hieraus, welche Sprache gegenwärtig der kaiserlichen Regie- nung gegenüber in Paris geführt werden kann. — Nach den Aeußerungen Pariser Blätter über den Krankheitszustand des Königs Victor Emanuel hofft man im Palais Royal auf keine Genesung mehr, und man befürchtet sogar, daß der Prinz Napoleon, welcher nach Italien ab⸗ zereist ist, ihn nicht mehr am Leben trifft. Auf die Lage der Dinge in Italien wird der Tod Victor Emanuel's nicht ohne Einfluß bleiben.— Mittlerweile sind günstigere Berichte eingetroffen, dergl. Florenz.) Spanien. Die Verschmelzung der Progres— isten und Demokraten unter dem Namer der ra- dicalen Partei ist als Thatsache anzusehen. Prim hat die Häupter der monarchischen Demokratie in den progressistischen Club eingeführt, wo sie mit auschendem Beifall empfangen wurden. Italien. Florenz. Die Nachrichten über das Befinden des Königs lauten zwar in manchen Beziehungen widersprechend, nach allen aber scheint der Zustand desselben ein sehr bedenklicher zu sein. Bom 7. wird ein sehr heftiger Fieberanfall ge— meldet; es zeigte sich ein Frieselausschlag. Der Zönig empfing das Abendmahl. Die Nachrichten om 8. lauten etwas günstiger: Der Zustand des tönigs hat sich seit Mitternacht gebessert, der frieselausschlag hat noch nicht nachgelassen.— Das neueste Bülletin vom 8. d. meldet eine ein— zetretene wesentliche und fortschreitende Besserung im Zefinden des Königs. Die Krisis wird als über— zanden, die Gefahr als beseitigt angesehen. Doch ürfte die gänzliche Wiederherstellung des Königs inge dauern. * Friedberg. Aus mehreren Orten des Umgegend ingen uns in den letzten Tagen noch Mittheilungen über ze bezüglich der in voriger Woche statigehabten Erdstöße machten Wahrnehmungen zu, für welche wir bestens nken. Wir glauben dieselben zurücklegen zu sollen, da jetzt doch etwas verspätet kommen dürften. Aus Oberhessen. Der Ausschuß des landwirth— haftlichen Vereins der Provinz Oberhessen wird am 3. Nod. in Gießen eine Sitzung halten. Hauptgegen— inde der Berathung werden sein: 1) die Anstellung eines undw. Wanderlebrers für die Provinz Oberhessen,(die Stelle durch die Berufung des Herrn Leisewitz an das Polytech— tum erledigt); 2) die Anstellung eines Culturingenieurs at Oberhessen; 3) der Fortbestand der Ackerbauschule zu riedberg; 4) die landw. Interessenvertretung.— Der zusschuß des Vereins hat Herrn Bürgermeister Jacobi Rodheim v. d H. wegen sciner erfolgreichen Thätig⸗ t für Verbesserung des Betriebs der Landwirihschaft Verdienstmedaille II. Cl. zuerkannt. Frankfurt. Zur Constituirung einer landwirth⸗ waftlichen Versuchsanstalt für das Großerzogthum am 30. d. M. dahier eine Versammlung i 1 *e Frankfurt. Hiesige Blätter melden aus zuverlässiger Luelle, daß die Vermessungen und sonstigen Vorarbeiten für den Rhein-Main⸗Canal von Mainz nach Frankfurt rüstig vorwärts schretten und sich äußerst günstig gestalten. Es wird nach Vollendung dieses Unternehmens wieder reges Leben in den hiesigen Hafen kommen und den in ihrem Verdienste stark geschädigten Färchern wird sich eine neue lohnende Beschäftigung bieten. Offenbach. Vor wenigen Tagen ist ber Reisende einer Portefeuillefabrik auf und davon gegangen, nachdem er zwei hiesige Geschästshäuser mittels falscher Wechsel, das eine um 1000 fl., das andere um 200 fl., betrogen hatte. Mainz. Dr. Ph. H. Külb, früher Stadibibliothekar und städtischer Historiograph, ist dieser Tage dahier gestorben. Darmstadt. Zu der gelegentlich der 50 jährigen Jubiläumsfeier des Hoftheaters am Sonniag stattgehabten Festvorstellung war der Andrang so groß, daß Billete mit 7, 8 fl., sogar in einem Falle mit 10 fl. bezahlt wurden. In Großgerau haben die Erdbeben der vorigen Woche am Sonntag noch einige Nachspiele gehabt, jedoch waren dieselben nicht von der Heftigkeit der früher wahr— genommenen.— Die„Darmst. Ztg.“ meldet vom 9. d.: Nach eben uns zukommenden Nachrichten aus Großgerau haben die Erdstöße daselbst, obwohl die Intensität derselben nicht mehr die gleiche wie zu Anfang des Monats ist, noch nicht nachgelassen. Gestern Mittag wurden 4 Stöße, heute Nacht fünszehn, heute Morgen zwischen 6 und 7 Uhr drei schwächere Stöße beobachtet. Die Stöße haben eine verticale Richtung. Nach amtlichen Erhebungen sind bis jetzt 61 Schornsteine eingestürzt, und mehrere Häuser haben in Folge der Erderschülterungen so bedeutende Sprünge erhalten, daß die Einziehung neuer Wände nöthig sein wird. Während der Erschütterungen herescht stets voll— ständige Windstille; heftiger Sturm pflegt denselben vor— auszugehen und zu folgen. Aus Aschaffenburg wird gemeldet, daß der Münche— ner Courierzug seit Kurzem geheizte Personenwagen führt. Es ist zu diesem Behufe ein eigener Wagen im Zuge eingestellt, in welchem die Dampfheizung vor sich geht. Von diesem wird mittelst Gummischläuchen der Dampf in eiserne Rohre geleitet, welche sich unter den Sitzplätzen der Personenwagen befinden. Die Wärme in dem Coupé ist eine vollständige und gleicht der Zimmerwärme. In Wartenburg(Osipreußen) hat sich ein grauen— volles Gerücht verbreitet und findet durch die Verhaftung des Betreffenden eine Art von Bestätigung. Der dortige Todtengräber soll seit 6 Jahren einen Handel mit Schweinen getrieben haben, die er mit den eben beigesetzten Leichen gemästet haben soll! Die Särge hat er als Brennmaterial benutzt. Die gerichtliche Untersuchung wird herausstellen, was daran Wahres ist. Mittheilungen aus dem Pttein der Gustav-Adolf-Stiftung. 1 Eine größere Anzahl Herren haben an die evangelischen Bewohner Darmstadis und Bessungen's einen Aufruf zur Unterstützung der evangelischen Gemeinde in Madrid er— lassen, den wir hier mit dem Bemerken mittheilen, daß sämmtliche evangelische Geistlichen des Dekanats Friedberg sich bereit erklärt haben, freiwillige Beiträge zu dem gleichen Zwecke in Empfang zu nehmen. „Die politischen Veränderungen in Spanien haben in diesem Lande, in welchem, um von früheren Zeiten zu schweigen, noch vor wenigen Jahren Männer ihrer evan— gelischen Gesinnung wegen zu den Galeeren verurtheilt wurden, endlich der Sache des reinen Evangeliums die Thüre geöffnet. Eine evangelische Gemeinde hat sich unter vielfachen Gefahren in Madrid bereits gebildet; Hunderte von Spaniern bekennen sich zu bieser in steter Zunahme begrissenen Gemeinde, an deren Spitze neben zwei Geist⸗ lichen, eingebornen Spaniern, Kaufmann Mohrmann, ein geborner Hesse, wirksam ist. Ein gemietheter Betsaal ist für die stark besuchten Gottesbienste nothbürflig hergerichtet, aber er genügt nicht; was darum vor Allem Noth thut, ist der Bau einer Kirche. In Amerika und England haben Sammlungen zu diesem Zweck begonnen, in Berlin und Heidelberg haben Comite's zu gleichem Zweck sich gebildet, die Studenten in Leipzig haben an alle evangelische Stu— denten Deutschlands einen Aufruf erlassen, um für den Kirchenbau zu Madrid zu fammeln, der Gustav-Abolf— Verein hat die hochwichtige Sache zu der seinigen gemacht, „Evangelische Mitbürger! die Erbauung einer evange— lischen Kirche in der Hauptstadt Spaniens ist eine That, für welche alle Bekenner des Evangeliums eintreten sollten. Darum sind auch die Unterzeichneten, wenn auch verschie— denen Richtungen angehörend, aber einig, wenn es das gemeinschaftliche Interesse und die Ehre ber evaugelischen Kirche gilt, zusammengetreten, um auch an ihrem Theil dem großen Zweck zu dienen und dort eine evangelische Kirche bauen zu helfen, wo der Glaubenshaß so viel Blut vergossen hat. An Euch, liebe Mitbürger, richtet sich nun unsere Bitte: Kommet herzu und helft uns, damit auch unsere Vater— stadt unter den evangelischen Städten deutschen Namens steht, welche den spanischen Glaubensgenossen die helfende Bruderhand reichen, welche dem Evangelium in diesem vor kurzer Zeit noch so dunklen Lande Bahn brechen halfen. Jeder der Unterzeichneten ist bereit, Gaben dafür in Empfang zu nehmen. Diese Gaben werden wir dem Hauptrerein der Gustav-Adolf-Stiftung unseres Landes übergeben, um durch seine Hand, die sich seit länger als einem Vierteljahrhundert der bedrängten Glaubensgenossen annimmt, sie an den Ort ihrer Bestimmung gelangen zu lassen, damit sie im Geist der Geber verwendet werden.“ Ueber Heller'sche Spielwerke. 3089 Wer sich oder Andern eine dauernde Freude be reiten will, rathen wir, ein Werk aus der Heller'schen Fabrik in Bern zu beziehen; Tausende as größte derartige Etablisse⸗ ment, welches existirt und welches sich durch seine außer— ordentlichen Leistungen einen Ruf erworben, der sich in die fernsten Gegenden erstreckt, so daß allenthalben nach Heller'schen Werken gefragt wird. Wir rathen aber Jedermann zu ditektem Bezug, da vielfach andere für seine Werke ausgeboten und veriauft werden. Jedes Werk ist mit seinem Namen versehen. 4 0 1 Herr Heller wird diesen Winter versuchsweise eine Vertheilung von Prämien im Betrage von Frs. 15,000 in der Art vornehmen, daß Jeder, welcher während der Monate November bis Ende März 1870 von ihm ein Werk bezieht, je nach der Summe desselben eine dder mehrere nummerirte Karten erhält und dadurch an der Prämienziehung Tbeil nimmt. Das Prämen-Verzeichniß nebst Prospektus wird mit den Preis-Couranten auf Verlangen Jedermann franco zugesandt. Die Prämienziehung wird Anfangs April durch amtliche Urkundspersonen staltfinden und Jedem Theilnehmer die Zishungsliste zugesandt. Wir erachten es als Pflicht, auf bevorstehende nachtszeit das Tit. Publikum ganz besonders auf Etablissement aufmerksam zu machen. Eine besondere Ankündigung findet nicht statt. Weih⸗ obiges Oeffentliche Bekanntmachung. 4.20 Nachdem gegen den Gastwirth Karl Henke! das zur formellen Concurs- (kennung erfordertiche Verfahren eingeleitet worden ist, i zur Einziehung seiner Ausstände und Quittirung der ihlungen der hiefige Stadtschreiber Schutt als bestellter ywvisorischer Massecurator foctan allein berechtigt. Bad-Nauheim am 27. October 1869. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim J. B. d. Schuittspahn, Landgerichts-Assessor. (afer⸗ und Stroh⸗ Lieferung. 3536 Freitag den 12. November l. J., Vormittags Uhr, wird in hiefigem Rathhause die Anlieferung den 3 Fuder Waizenftroh und 20 Malter Hafer an den Venigsineymenden versteigert. Friedberg den 8. November 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg Foucar. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 305 Dienstag den 16. November d J., Vormittags Uhr, sollen im hiesigen Rathhause auf wiederholt frei— nllligen Antrag des Friedrich Jacob Schäfer dahier demselben gehörenden Immodilten, bestehend in einer ar geräumigen Hofrasthe mit Scheuer, Stallungen, kuntergebäuden, Hofraum und Hausgarten in der Ludwigs llaße, sodann mehrere Grabgärten, Ackerland und Wiesen in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung auf lachs jährige Zahltermine nochmals öffentlich meistbtetend bersteigert werden Flurschütze Kopp dahier besitzt ein Verzeichniß der Erundstücke und erthellt jede gewünscht werdende Auskunft. Friedberg am 10. Novem er 1869. Hroßherzogliches Ortsgericht Friedberg Fou ca x. Moguntia Versicherungs-Gesellschaft in Mainz. 3087 Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, ZBlitzschlag und Explosion zu festen, billigst gestellten Prämien. Zur Aufnahme von Versicherungen empftehlt sich die Agentur zu Reichelsheim Gg. Nohl, Agent der Moguntia. Immobiliar-Versteigerung. 3094 Dienstag den 16. November l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem hiesigen Ratbhause die nachstehend 600 Gulden, 3040 im Ganzen auch getrennt, können Ende Jauuar verzeichneten Immobilien, dem unter Curatal stehenden 1870 aus der Kirchenkasse zu Wickstadt gegen gericht⸗ Christian Müller gehörend, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 6. 41. 41. Grabgarten vor dem Mainzerthor, 105 45. 352. Acker zieht durch den Bockweg, 9. 42. 388. Acker im Großwartifeld, 9. 100. 167. Acker daselbst, 2. 245. 309. Grasgarten im Rosenthal, öffentlich meistbietend versteigert werden. Frtedberg den 10. November 1869. In Auftrag 0 Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgerichts Frtedberg en Buchen ⸗ Scheitholz, 3100 in größeren und kleineren Partbien, empsiehlt die Steinkohlenhandlung G. H. Freundlieb. liche Sschetheit ausgeliehen werden. Jibenstadt am 3. November 1869. Margraf, Kirchenxechner. Fa fser⸗Auszug Kaiser⸗Auszug, 3053 das feinste Mehl, empfehle ich bestens auf bevor⸗ stehende Festtage zur Verwendung von feinen Gebäcken. L. H. Strauß. Ein möblirtes Zimmer 3056 bat zu vermiethen K. Ferch, Uhrmacher. Unterhosen, in bester und schwerster Qualität, empfiehlt billigst Heinrich Diehl, Usagasse Nr. 354 3098 Bei Vindernagel 8 Schimpff in Friedberg ist erschienen und zu haben: 3091 Ein Pariser Schrlftsteller sucht gegen billiges 180 Honorar Schüler für den Unterricht im Französischen, r e d 1 · ö Spanischen und Italienischen, nimmt, jedoch nur— . solche, die das Französische schon begonnen haben. Auf a 2 8 Verlan übt uch Unterricht in Nauheim u am Reformationsfest(3l. October) 1869 in der Burghbirche zu Aritdberg bugs. Kate del de Erb v. l.— 5[Erwiederung. Dr. K. Köhler Professor und e. 8 3097 Wenn der Verfasser des in Nr. 131 d. Bl. ent* 2 5 5 0 haltenen Inserats ⸗Volkswirthschaftliches⸗ einen Vergleich Auf Verlangen für die Gemeindeglieder in den Druck gegeben. zwischen den Frucht und Broppreisen des Jahres 1e Preis 6 kr. mit den jetzigen anstellt, der ihm einen so auffallendn Unterschied ergibt, so muß bemerkt werden, daß damalz nur ene Sorte Brod bestanden, welche sich lediglich 7 5 i 2 M 9 nach dem Kornpreise richtete. Unsere Behörde sah da⸗ * Hofapotheke zum* ohren* E ein, daß die biesigen 5 Schaden leben 8 8 8 5. 5 5 5 müßten, indem zu dem Brod auch Watzenmehl verw 3000 Empfehle mein reichhaltiges Lager in den feinsten 99003 Gee dee deen verfügte b daß 8 8 1. orten Brod gebacken werden sollten, für welche neue LI Ii 0- 1 Normen aufgeßtellt wurden. Wenn sich der Herr Ver⸗ C ine ischen C het S r ten. fasser erwähnten Inserates nun die Mühe nehmen und 2 Nur durch den directen Bezug ist es mir möglich eine reine, ächte neue Waare um solche Norm auf hiesigem Kreisamt, oder del irgend einem Bäcker, einsehen will, so wird er finden, daß dieseg außerst billige Preise zu liefern; ferner feinsten Zeylon- und Java- Zimmt, Vanille, Brot nach den in seinem Artikel angegebenen Frag „* U— 2 1 3 2— 22 neue Mandeln u. s. w. Wilh. Sturmfels, preisen nicht 17 kr. sondern 19, kr kosten würd Be f dek Gleichzeitig wäre dabet auch zu ersehen, daß der gegan⸗ 5 Hofapotheker. wärtige Brodpreis von 16 kr. zu/ Waszen und 1 f err Korn und nach den Fruchtpreisen vom Monat Octobek 0 l berechnet, ein der früheren Norm ganz enisprechender 8 r it und somit die Aufbebung der Polizettere nicht benutzt id peclaflta wird, die Brodpreise über Gebühr hinaufzu⸗ und für schrauben, wie sich der Herr Versasser zu urtheslen zal D 8.— Pie 1 Was aber auch die Veranlassung des bea 18— VI In errn„Volkswirthschaftlers zu dieser volksunwirth⸗— 85 F E S C N L S C 1 II E I 8 schaftlichen Zablenaufftellung gewesen sein mag, ob ö Göpel⸗Dresch⸗Maschinen, Schlagleisten oder Stiftensy stem mit und ohne Strohschüttler es aus eigenen Interesse, daß die erwähnten Producte 1 werden von uns aufs rascheste geliefert. zu kostspielig für ihn sind, oder ob ibn das allgemeine Regt Hand⸗Dresch⸗Maschinen jederzeit zur Ansicht vorräthig. Interesse dazu bewogen, es ist für den Bäcker und gewiß 4 Dumpf⸗Dresch Maschinen aus der ersten Fabrik Englands. für Alle, die gerecht urtheilen, wahrhaft empörend, daß Dasse 2460 J. P. La N 4 C in M hei es stets Leute gibt, die ihn bei jede Gelegenhest zum 10 PF. nz“ Comp. in aunheim. 5 5 n etz 1 5 Gegenstand der Aufstachelung benutzen und ihn der Ver⸗ 1d 5. 2 D 2 5 achtung und Verhöhnung seiner Mitbürger dadurch preis⸗ 9. J. 5 8 3 N F I ĩ ͤ 0 geben, denn kein anderer Geschähtsmann ist diesem mehr war 5 5 a 8 FFF ausgesetzt, als der Bäcker. Möge man daher die Vor⸗ 5 5 60 A Borrätbig bei allen Buchbändlern und Buchbindern: 2 urtheile, die man gegen den Bäcker hat, einmal ent⸗ dierd 2 1 7 G D H ssis f H f fernen und ihn in jeder Beziehung, gleich andern Ge · St ür a 2 ustav dolfs Kalender 80 E 1 cher aus reund werben, die für das Leben ebenso nothwendig find und Ni 25 1 Jahrgang. 18 7 O. 48. Jahrgang. andere Prozente abwerfen, unbebelligt lassen. Neft . Mit Marktverzeichniß und trefflichen Bildern. Preis nur 8 Kreuzer. 55 7 ĩͤ 5 l e eee e 55 5 e 5. 8s 8s ses 55. 8e 8e ge ge g 8e s. F r u ch 15 rei se. Post Per Malter. geld 2 X* 7 7 8„ N 8 0 U Friedberg, 9. Nov. Waizen 11 f e ‚ Fur Branntweinbrenner und Bierbrauer* Kor! 8 fl. 15 te.; Gerste 7 fl. 45 kr.; Hafer 5 fl.— kr. vost 3090 2 Brennkessel, 112 Maas und 70 Maas haltend, fehlerfrei, 1 Braukessel, gegen e e ee e i 0 10 Ohm haltend, sehr bauchig, neuester Form, erst kurze Zeit in Gebrauch, ist sehr billig zu eee, eee 41 fl. 10 5 8 verkaufen oder gegen altes Kupfer zu vertauschen. Korn S fl. 15 kr.; Gerste 7 fl. 5 kr.; Hafer 5 fl. 91 15 Nidda. 5 8 Molter 7 fl. 40 kr.; Erbsen 10 fl. 42 kr.; Wicken— 0 P b A 8 m 575 5 Saamen 18 fl. 22 kr.; Kartoffeln 2 fl.— kr.. fu 7 3—— 2 a Mainz, 6. Nov. Waizen 11 fl. 23 tr.; Korn Schule für confrmirte Mädchen. P Stein kohlen,, ed e. N. 2 e 3096 Weger eingetretener Hindernisse kann der Unger. 3000 in ganz vorzüglicher Oualdt, ron 2 germ Kartoffeln 3 fl.— tr.; Roggenstroß ver 100 Gizuns An richt erst am 15. November begtunen und können An. an frei in's Haus geliefert, empfiehlt dilligft die Stein⸗ B f wir meldungen dazu bis dahin noch bei Herrn Ermus kohlenhandtung G. H Freundlieb Deramw. Red.: Hermann Schimpff. geschehen. Der Vorstand. 2 35 8 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 2. % Del An- N Perkauf pon Staatspapieren lerer e n: S. Hirschhorn in ies 5 5 5 Provision 5 in Friedber. 5. f wur 55 von Staatspapieren 4 5 N b ben 5 1 2 a 7 ö 9 N 2% An- und Verkauf Coupe eie, bckergt bilüget J. A. Nuuhieim in Friedberg. — 5— Ar Frankfurter Börse.(Nach dem Syndicats- Coursblatt.) 9. November 1869. f 5 et Staats papiere. Vollbz. Actien, Priorit.& Obligat. entf Preussen 4 /% r 83% E. ö Baden 4½% Obligat. à 105 93 F. 30% Franßfürter Bank à fl. 50 120 P. i* 5 0.—— 8 40% 0. 85% P. 40% Darmstädter Bank à fl. 250 301½ P. 301 6. 8 Frankfurt 3½0% Obligat. 80½ P Gr. Hess en 40% Obligat. 527% 5 30% Oesterr. Nat.-Bank-Actien 675 150 8 sst 5 1 6 6. n 3½% do. 89 P. 88½ b. 50% Oesterr. Cred.-A. Oe. W.% 212½ 2,216 b. 1 Nassau 4½0% lie 93½¼ P. 93 6. Oesterr. 50% 88 5 64½ G. 10595 3 1 4 4 5 122% ½% ö. 5 1 0. 8— 0 t.-Anl. 1894 5/. 570% Hess. Ludw.-Pr. Obl. 1. fl.—— Kurhessen 40/0 Obligat. à 105 84½ P. 5 50% Anl. steuerf. 66 5%—— 50% Elisab.-B. Pr.-Obl. 1 Em./ 74½ G. beh Bayern 30% Obligat. 101% P. Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 12 85½ P. 50% Elisab.-B. Pr.-Obl. 2 Em /½ 72 G. Eir 5 4½%/ Jähr. e. Finnland 4½0/ O. 1. R. à 105 99 G. 60% Oest. süd. Lomb. E.-B. i. fr. 74.— erz 5 2 do 86½¼ P.. Schweden 4½0% Obl. Thir à 05 86 ¼ P. 30% Oest. Süd. St. Lomb. E.-B. Pr. 478/ P./ b. Sachsen 5% Obligat. à 105— 5 4½0% Obl. i. L. A fl. 12 85/ G. 30% Oesterr. St-Els. Pr.-Obl. I. fr. 56 P. f Würtemb. 4¼/ Odligat. 255 8 N.-Amer. 60% Bonds 1882r v. 62 89¼// b. 3% Liv. Pr.-Obl. Lit C., D.&/ 2 31 P. ½ G. der 8 40% do.—— 5 60% Bonds 18851 v. 65 87¼ 88 b. 1 5% Tose. Centr E.-B. Pr.-Obl., 50½ P. sch. 25 Kurhess. 40 Thi.-L. 5 3 Amsterdam k. 8. 100 ½ C. 8 Preuss. Kassensch. fl. 1 44/8—45%% Nass. 25 fl.-Loose 8 28 Augsburg E 993/ 6. 1— Preuss. Friedrichsd'or„ 9 58—59 erft 40% Bad. P.-L. Thlr. 100 103% P. ½ 6. 33 Berlin Thlr. k. S. 105½ B. 2 Pigiglen„ 9 47-49 M Badische 35 fl.-Loose 3% 2 gremen Thlr. k. S. 978 B.— 9 Doppelte„ 9 48—50 5 gbr. Hess. 90 fl. Loose 178 ½ P. 178 C. 8 Cöln Thlr. k. S. 105½½ B. 7 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54—56 lie 2 5 25„ 1 2 Hamburg M. B. k. S. 88% B. Ducaten. 8„ 5 36-38 elne 2 Oesterr. fl. 250 v. 1839—— I 2 Leipzig Thir k. S. 105 B. 2 5 al marce„ 5 37-39 x 2„ 40% 250 v. 1854 71 ½ P. 0 London Lst. k. S. 119 6. 20 Franes-Stüeke 9 28—29 su — 5% 500 v. 1860/ 765/ P.— München fl. k. S. 99¼ 6.— Engl. Sovereigns„ 11 54—58 5 —„ 100 fl. v. 186 1 h. W. 111 10/ 111 b. 9 Paris Fr. 200 k. S. 94 /¼/ b. 3 Russ. Imperiales„ 9 48—50 da — 100 Pr.-L. v. 1858 150 P. 1 Wien ö. W. k. S. 955 ½ b. S 5 Franes-Thaler—— l Schwed. Thlr. 10-L. 1* Bankdisconto 40% G. ö Dollars in Gold 227 ½⁰½—28 ½ kei 22 le 2777 S. Lindheimer Jöhne An- und Verkauf aller Werthpapiere unter Zusicherung reeller Bedienuns. 885 de in Frankfurt a. M. Zeil 29. Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. w. wird gerne ertheilt. fi