pestg. N 2 * . „ anlere lledt Alsseld zaserx 0 retsch. 2 M t Ministerien der Justiz und der Finanzen beschlossen 1869. Donnerstag den 11. Februar. N17. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. * Miedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag unb Samstag. Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Samstag den 13. d., Besprechung der nachstehenden Nachmittags 2 Uhr, zu einer Gegenstände u. s. w. in den Saal des Gasthauses in Friedberg eingeladen: 1) Soll der Landwirth von den künstlichen oder Hülfs-Dungmitteln Gebrauch machen oder nicht, welches sind die gangbarsten Sorten im Handel und wie ist deren Anwendung? Eingeleitet von Hrn. Dr. Henkelmann. 2) Welche Erfolge haben die im vorigen Jah schiedenen Anbauversuche mit Kartoffeln gehabt? 3) Welches ist die Ursache, daß in hiesiger Amtlicher Theil. erh. zu den drei Schwertern Alsdann findet statt. re vorgenommenen ver- Gegend die Erbsen im Ertrage so auffallend abgenommen haben und was kann geschehen, um diesen wieder in die Höhe zu bringen? 4) Sind in den letzten Jahren hinsichtlich des Samenwechsels beson— dere Erfahrungen gemacht worden und haben sich insbesondere ein— zelne Fruchtgattungen im Ertrage ausgezeichnet? 5) Wahl eines Ersatzmannes zu der Commission für Faselviehbesichtigung 6) Herr Kreisveterinärarzt Born wird am Schlusse einen Vortrag über das Währschaftsgesetz für den Viehhandel halten. Nieder⸗Wöllstadt den 9. Februar 1869. Stoll. Hessen. Darmstadt. Der Abgeordnete Hunsinger hat els Referent des ersten Aus- schusses über den dringlichen Antrag des Abg. Metz, die endliche vollständige Genehmigung der verschiedenen Eisenbahnlinien betreffend, Bericht erstattet. Derselbe beantragt, da durch die mittler— weile erfolgte Entscheidung aller Richtungs- und Bahnhofsfragen— mit Ausnahme der Darm— städter Bahnhofs Frage und der Schlitzer-Frage — über welch letztere erst nach Erledigung des Wadsack'schen Antrags entschieden werden kann, demzufolge, wenn erforderlich, nach den Verträgen der oberhessischen Eisenbahn⸗Gesellschaft zum Be— hufe der Führung der Bahn über Schlitz ein Beitrag aus Staatsmitteln verwilligt werden soll — ihre Erledigung gefunden, diese beiden Aus- nahmen sich aber dermalen nicht zu einer Thätig— keitsäußerung der Kammer eignen, den Antrag des Abg. Metz für erledigt zu erklären. — Die„Darmst. Ztg.“ berichtet, daß unter Berücksichtigung der auf die Zusammenlegung der Grundstücke sich beziehenden Beschlüsse der General- dersammlung der drei landwirthschaftlichen Pro— dinzialvereine vom 25. Sept. 1868 und des den- elben zu Grund gelegten Gutachtens des Großh. Dekonomierath Dr. Krämer, Großh. Ministerium des Innern in Uebereinstimmung mit den Großh. bat, eine Revision des Gesetzes vom 24. Dec. 1857 eintreten zu lassen und zu dem Ende eine Fommission zu bilden, welcher außer dem Großh. Generalsekretär der landwirthschafilichen Vereine aus folgenden Mitgliedern bestehen soll: den Herren Provinzial Direktor Dr. Goldmann zu Hießen, Hofgerichtsrath Dr. Kraft zu Gießen, Kreisrath v. Zangen zu Vilbel, Bezirksstrafgerichts⸗ Direktor Stein zu Gießen, Steuer-Commissär Dunsinger zu Hungen, Steuer⸗Commissär Rau zu Darmstadt, Steuer-Commissär Welsch zu Alzey, vangel. Pfarrer Landmann zu Rendel, Bürger— neister Eppelsheimer zu Wörrstadt, Bürgermeister Reuning zu Nidda und Bürgermeister Müller zu Hergershausen. Die Großh. Regierung wünscht, daß diese Commission aus ihrer Mitte einen Re- serenten ernenne, welcher einen Gesetzentwurf über Revision des erwähnten Gesetzes ausarbeiten möge, der dann von sämmtlichen Commissionsmitgliedern zu berathen wäre, so daß dann der Entwurf, wie ir aus diesen Berathungen hervorgeht, nebst Mo— ven den Großh. Ministerien zur Beschlußnahme über die den Ständen zu machende Vorlage durch Vermittlung der Großh. Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirihschaftlichen Ver— tine einzusenden sein würde. — Wie es heißt, sollen im Laufe des kom- menden Sommers für das 10. und 11. Armee⸗ Corps des norddeutschen Bundesheeres größere Manöver in der Gegend zwischen Marburg und Kassel in Aussicht genommen sein, an welchen auch die hessische Division Theil nehmen würde Weiter spricht man davon, daß nach Beendigung dieser Uebungen das erste und vierte Infanterie— Regiment ihre Garnisonen(Worms und Darm— stadt) tauschen würden und sich unsere Residenz alsdann der Anwesenheit eines„Garderegiments“ zu erfreuen habe. — Dem Gemeinderath der Residenz ist die Mittheilung zugegangen, daß in Folge der Militär-Organisation nach preußischem Modus Militärpersonen von Beginn dieses Jahres an Communalumlagen nicht mehr zu zahlen hätten. Der Stadtkasse würde hierdurch ein Ausfall von mehr als 8000 fl. erwachsen. Wie die„Hess. Ldsztg.“ berichtet, hätte der Gemeinderath von Darmstadt sich mit Einstimmigkeit und Entschieden— heit gegen die Befreiung der Militärpersonen von den Communalumlagen ausgesprochen, wenn— gleich man sich nicht verhehlt habe, daß ein solcher Protest wenig Aussicht auf Erfolg biete, da die höchste Instanz in Berlin sei. Die gleiche An- gelegenheit wird auch an die übrigen Garnisons— städte des Landes, Friedberg, Butzbach, Gießen, Offenbach und Worms, herantreten und dürften sich für dieselben gemeinsame Schritte empfehlen. — Die Einführung der allgemeinen Einkom- mensteuer soll nach dem Entwurfe der Staats- Regierung bis zum 1. Januar nächsten Jahres verschoben bleiben. Die Majorität des Finanz— ausschusses beantragte jedoch, um ein Deficit zu vermeiden, deren Einführung schon für das zweite Semester d. J. Friedberg. Bezüglich der neuesten Sen— sationsnachricht von einem Bündniß zwischen Frankreich, Italien und Oesterreich schreibt die „Weserzeitung“:„Man will von geheimen Schutz— und Trutz ⸗Allianz- Verhandlungen zwischen Paris und Florenz hören, in welcher Viktor Emanuel als Aufgeld Südtyrol geboten werde, welches Oesterreich, das natürlich mit von der Partie ist, aus freien Stücken herausgeben würde, in der Gewißheit, sich, nachdem Preußen niedergeworfen, Schlesien und was sonst sein Herz begehrt, nehmen zu können. In weiterer Ferne soll den Italienern auch Rom gezeigt sein; da aber die ultramontanen Freunde Napoleon's, wenn sie davon etwas er— führen, einen bösen Strich durch die Rechnung machen könnten, so müßte darüber wenigstens bis nach den Wahlen, wo die Hülfe des Clerus unentbehrlich ist, reiner Mund gehalten werden. Ob an diesem Gerüchte etwas Wahres ist, und wie viel, mag einstweilen auf sich beruhen; That— sache ist aber, daß davon gemunkelt wird.“ * Schotten. In einer am 4. d. dahier stattgehabten, von Vertretern unserer Stadt und der umliegenden Orte veranlaßten Versammlung zur Besprechung der Eisenbahn- Angelegenheiten wurde zunächst dem tiefen Bedauern Ausdruck gegeben, daß die bereits in Angriff genommene Eisenbahn-Linie Gießen⸗Gelnhausen nicht zwischen Schotten und Nidda, sondern unterhalb Nidda passire und so den Interessen unserts Vogels- berges keine Rechnung trage. Die Versammlung beschloß sodann eine Eingabe an Großh. Staats- Regierung mit dem Ersuchen, darauf zu dringen, daß bei dem Bau der neuen Bahn der für unsere Gegend am nächsten und für den Transport am günstigsten gelegene Ort Borsdorf als Haltestelle eingerichtet werde, und falls sich die Intensionen des Friedberger Comite's für eine Zweigbahn von da in der Richtung nach dem Vogelsberg verwirklichen sollten, Sorge tragen zu wollen, genannte Zweigbahn bis hierher fort zu bauen, im entgegengesetzten Fall aber in passender Ein⸗ mündung uns durch einen Schienenweg mit der Bahn Gießen ⸗Gelnhausen in Communication zu setzen. Mit Ausführung des Beschlusses resp. der Eingabe wurde das hier bestehende Comite betraut. Preußen. Berlin. In der Justizcom- mission erklärte sich der Regierungscommissär im Prinzip für die Freigebung der Advocatur. Die Commission beschloß, die Regierung zur Vorlegung eines Gesetzentwurfes aufzufordern, wonach die Ausübung der Advocatur für alle Landestheile nur von der Ablegung des Staats-Examens ab- hängig gemacht wird. — Die Betriebseinnahme sämmtlicher preuß. Eisenbahnen im Jahre 1868 belaufen sich auf 94 Mill. Thlr. oder etwa 8 Mill. Thlr. mehr als im Vorjahre. Weilburg. Die„Mittelrh. Ztg.“ berichtet einen neuen Beitrag zu der traurigen Wahr- nehmung, daß sich in neuester Zeit die Verbrechen gegen die Sittlichkeit bei den sog, höheren und gebildeten Ständen in wahrhaft erschreckender Weise mehren. Sie sagt: Seit etwa 10 Tagen hat sich der Pfarrer H. aus M. hiesigen Amts von da entfernt. Am Samstag ist in Folge Anzeige eine Untersuchung gegen denselben ein— geleitet worden, bei der sich herausgestellt, daß er schon seit eiwa 5 Jahren— wohl auch schon länger— Unzucht, sogar mit Kindern, getrieben habe; es werden haarsträubende Dinge erzählt. Steckbriefliche Verfolgung ist angeordnet. Bayern. München. Ein hiesiger Corre— spondent des„Nürnb. Kour.“ sagt über das * Werder⸗Gewehr, daß dasselbe, auch wenn es verrostet und eingestaubt ist, anstandslos weiter benützt werden kann, ohne gereinigt zu sein; überhaupt ist kein System bekannt, das im letzten Punkte so viel leistet, insbesondere im Feldgebrauche, wie das Werder-Gewehr. Leute mit Sack und Pack feldmäßig ausgerüstet machten bei den ersten Proben durchschnittlich 10 Schuß per Minute; dei sehr gewandten Schützen steigerte sich die Feuergeschwindigkeit bis auf 16 Schuß. Das Schnellfeuer ermüdet wenig; kräftige Schützen machten 60—80 Schüsse in einem Schnellfeuer hintereinander und hatten auf 300 Schritt Ent— fernung 90 Prozent Treffer, ohne besondere Er müdung zu verspüren, da sie nach 10 Minuten Pause ein weiteres Schnellfeuer eröffneten; die Trefffähigkeit des Gewehres ist vorzüglich. Das Zündnadelgewehr verhält sich wie 1: 3 zum Werder-Gewehre, welch letzteres in seinem Ge— sammtwerthe als Kriegswaffe überhaupt nicht leicht übertroffen werden wird. Baden. Ein Endchen des alten Censur⸗ zopfes, das noch bis in unsere Tage hineinragte: die Verpflichtung der Verlagsbuchhändler zur Ab— gabe eines s. g. Pflichtexemplars ihrer Verlags— werke ist dieser Tage entfernt, bezw. aufgehoben worden.—(Im Großh. Hessen besteht diese Verpflichtung noch und zwar sind drei Pflicht. Exemplare einzusenden, je eins an die Univer— sitätsbibliothek, die Hofbibliothek und die Biblio— thek der Stadt Mainz.) — Das Vorhandensein eines Gutachtens der „Mehrheit des Freiburger Domcapitels in Betreff der Bereitwilligkeit, eine Ergänzung der Candidatenliste vorzunehmen, wird nun sogar von den ultramontanen Blättern des Landes zugegeben, welche zugleich eine authentische Erklärung über diesen Zwischenfall in Aussicht stellen. Oesterreich. Wien. Privattelegramme aus Athen vom 8. melden, daß das neue Cabinet Zaimis die Deklaration der Conferenzmächte als Programm angenommen hat. — Der österreichische Botschafter in Rom, Graf Trautmannsdorff, hat vor Kurzem wieder eine Besprechung mit dem päpstlichen Staatssekretär Cardinal Antonelli gehabt und von neuem die Ueberzeugung erhalten, daß der Standpunkt der römischen Curie gegenüber den österreichischen Reformbestrebungen ganz der alte ist. — Man glaubt hier nicht mehr an den Mythus vom hannoverischen Attentäter, da nicht die geringsten positiven Anhaltspunkte gegeben werden. Im Feuilleton des„Wanderer“ wird der schreckliche Unbekannte als eine Erfindung des Grafen Beust humoristisch verarbeitet. Schweiz. Im Canton Solothurn sind innerhalb zwei Tagen 5000 Unterschriften für die Vornahme einer vollständigen Revision der Ver— fassung aufgebracht worden. Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ berichtet:„Der Senat beschäftigte sich am 5. d. mit den Interpellationen, betreffend die allgemeinen Wirkungen des Preßgesetzes. Die Regierung ergriff diese Gelegenheit, um aufs Neue die Grundsätze zu bekräftigen, von welchen sie sich bei der Anwendung der Gesetze über die Presse und das Vereinswesen leiten läßt. Sie erklärte, daß die in gewissen periodischen Blättern enthal⸗ tenen heftigen Angriffe in keiner Weise das Ver⸗ trauen der Nation in Einrichtungen erschüttert hat, auf welchen seit 18 Jahren das Gedeihen und die Größe des Landes beruhen.“ — Der Kaiser hat in einer Privataudienz den Minister des Aeußeren der Sandwich ⸗Inseln empfangen. Derselbe ist in einer Specialmission in Paris angekommen. — Das Gerücht von der Abdankung des Königs von Griechenland und die Rundschau der „Patrie“, welche die Zustände in den Donau— fürstenthümern als sehr ernst bezeichnet, wo die Actionspartei eine drohende Haltung angenommen haben solle, wirkten auf die Börse beunruhigend und bewirkten einen Rückgang der Renten und der türkischen Anleihe. — Die Königin Isabella läßt durch eine Zuschrift ihres Kammerherrn, des Grafen Ezpeleta, an die Journale das in mehreren Blättern unter ihrem Namen erschienene Manifest für apokryph erklären. — Bei dem Gefecht in Algier sollen die Chassepot-Gewehre wieder, wie bei Mentana, Wunder verrichtet haben. Der„Public“ sagt: „Die Gewalt des Chassepot-Gewehres soll schreck— lich gewesen sein; alle unsere Offiziere waren von ihr betroffen und da das Gefühl der Menschlich— keit den französischen Soldaten auch in der Gefahr niemals verläßt, so hat man sich förmlich entsetzt über die Wirkungen drei auf einander folgender Dechargen der neuen Waffe.“ — Der„Constitutionel“ meldet, daß das Ministerium Zaimis das Conferenzprotoll annahm. Großbritannien. London. Nach der „Morning Post“ hat der König von Griechenland die Absicht ausgedrückt, abzudanken und anbefohlen, Vorbereitungen zu seiner Abreise zu treffen, im Falle der Widerstand des Volkes fortdauere. — Das neue Jahr hat bereits 180 Schiff— brüche an den Küsten von Großbritannien und Irland aufzuweisen. Im irischen Kanal scheiterte während eines dichten Nebels der Postdampfer Prinz Alfred. Passagiere, Bemannung und Post wurden gerettet. — Die Königin wird diesmal das Parla— ment nicht persönlich eröffnen, da die Aerzte von einem solchen Schritt abrathen zu müssen glauben, weil die Königin an heftigen Migräneanfällen leide, und irgend welche Aufregung vermieden wissen wollen. — Eine Vergleichung der heutigen irischen Aus wanderungsstatistiken mit denen vergangener Jahre ergibt insofern ein günstiges Resultat, als daraus hervorgeht, daß die Bevölkerung sich nicht mehr durch den Abgang vermindert. Von dem Höhepunkte 214,425 Menschen, die im Jahre 1851 der Heimath Lebewohl sagten, ist die Zahl bis auf 64,961 für das Jahr 1868 zusammen⸗ geschrumpft. Noch das Jahr vorher war sie um 23,661 Seelen höher angegeben. Spanien. Isabella hat den Spaniern in Form eines Manifestes einen schönen Gruß geschickt und fragt dabei, wie's ihnen ginge. Sie meint, ihre lieben Spauier wären in den fünf Monaten nicht glücklicher geworden, und da wollte sie wieder kommen und ihnen zurückbringen Ruhe, Vermögen, Macht, die Oberherrlichkeit ihres Glaubens und noch viel schöne Sachen. Sie wolle auch gewiß recht geschickt sein, und auch der Alphons würde alle Tage bräver, und er hätte von ihr seine spanischen Brüder schon recht lieben gelernt. Zu— sammen wollten sie die ganze Affaire als einen schlimmen Traum ansehen, von dem nicht mehr die Rede sein solle.— Die Spanier werden freilich denken:„Die Botschaft hör' ich wohl; allein mir fehlt der Glaube.“ Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Angesichts der heftigen Opposttion der Kammern gegebene Demission des Ministeriums hat der Fürst, an dessen Loyalität und Patriotismus appellirend, nicht angenommen. Die Auflösung der Kammer ist wahrscheinlich. Als das Mini- sterium der Kammer ankündigte, daß der Fürst die Demission nicht angenommen habe, erhielt es von der entschiedenen Majorität der Kammer ein Vertrauensvotum. — In der Kammersitzung rief eine Inter- pellation über die Reactivirung des Generals Macedovski äußerst heftige Debatten hervor. Die extremt Partei stellte die Motion, die Reactivirung für ungesetzlich zu erklären. Der Ministerpräsident bezeichnete Ivan Bratiano und die extreme Partei als die eigentlichen Landesfeinde. Der Rücktritt des Ministeriums oder die Auflösung der Kammer erscheint nahezu unvermeidlich, doch ist letzteres das Wahrscheinlichere. Türkei. Konstantinopel. Der erste Kammerherr des Sultans, Djemil Bey, ein Sohn des Kriegsministers Namik, wurde abgesetzt. Der Kriegsminister selbst wurde durch Hussein Pascha, den jetzigen Gouverneur Candia's, ersetzt. Griechenland. Athen. Das neue Ca- binet hat bereits den Eid geleistet. Minister⸗ Präsident ist Zaimis, welcher zugleich das Ministerium des Innern übernimmt. Delyannis wird Minister des Auswärtigen, Averinos der Finanzen, Sontros des Krieges, Tringheta der der Marine, Sarava des Cultus und Petralis der Justiz. f Rußland. Ein kaiserl. Ukas ordnet an, daß nach Eintritt der Rekruten der gegenwärtigen Aushebung die überzähligen Soldaten der activen Armee, vorzugsweise aus den im Jahre 1863 Eingereihten bestehend, temporär zu entlassen seien. V. Friedberg. In der vorigen Nummer des Anzeigers geschah der am 7. d. im Saale des Hötel Trapp dahier stattgehabten Liederkranz-Abendunterhaltung freundliche Erwähnung. Es wurde hierbei jedoch weder des wackeren und süchtigen Dirigenten des Vereins, Herrn Seminar— lehrer Schmidt, noch der speziellen Ausführung der Gesangsvorträge gedacht, weßhalb man sich hiermit er- lauben möchte, noch Einiges zu bemerken. Die Wahl der Vorträge war eine der Faschingszeit sehr enlsprechende. Sämmtliche Gesänge wurden nicht nur mit großer Präcision vorgetragen, sondern man fühlte auch so recht die tüchtige Schule heraus und schön traten die Nüancirungen hervor, welche dem Gesange erst den rechten Ausdruck verleshen. Ueberhaupt bewiesen alle Piecen, in welch gediegenen Händen sich das Direktorium des genannten Vereins be⸗ findet und können wir nicht umhin, dem Gesangverein Liederkranz, sowie seinem wackeren Dirigenten für den uns bereiteten genußreichen Abend hiermit öffentlich unsern wärnisten Dank auszusprechen und die baldige Wieder⸗ holung einer ähnlichen Abendunterhaltung zu wünschen, S. Friedberg, 10. Febr. War das eine gelungene Geschichte gestern Abend, die Fastnachts-Abendunterhaltung des„Frohsinn“! Eine herzstärkende Zwergfellerschütterung. „Moritz Schnörche“ mit Sippe brap; der Kunstreiter⸗, der Erziehungs-Direktor und der„Herkules“ mit Umge— bung, sowie der Tannhäuser vortrefflich;„Lieb und Wein“ und„Kirmes“ durchaus nett;„Gebrüder Matula“ viel— versprechend; der kleine Paulo(Apropos,„Adelgunde“ ist doch wieder wohl?) und„die drei Nasen“ zum Bersten. Auch zum Tänzchen fand sich noch ein wenig Zeit; war es mittlerweile doch recht„früh“ geworden. Oeffentlich Dank für den schönen Abend! Einer für Alle. Bad Nauheim. Wahrhaft wohlthuend wirkt es auf das Gemüth, wenn wir bemerken, daß trotz der hochgehenden Wogen politischen Wahlgewühls sich auch noch Leute finden, welche ihre Gedanken praktischeren Dingen zuwenden. So erstand dahier seit Mitte Januar d. J. auf Anregung des Oeconomen Stoll und Dr. Siebert ein landwirthschaftlicher Local vere in, welcher am Abend des 6. d. seine erste fachliche Zusammen⸗ kunft bei Gastwirth Langsdorf hielt. Der Verein hat bereits seine Statuten, wählte seinen Ausschuß von 12 Mitgliedern und aus diesem Dr. Siebert zum Präsidenten, Oeconom Stoll zum Vicepräsidenten, Oeconom Peter Schäfer zum Secretär und Oeconom Christoph Grünewald zum Rechner, und zählt jetzt schon 76 der angesehensten Bürger Nauheims zu seinen Mitgliedern. Seine Ver⸗ sammlung vom 6. d. war sehr zahlreich besucht; man unterhielt sich über praktische Fragen der Landwirthschaft und verbannte der Vorsitzende ausdrücklich und überein⸗ stimmend mit dem Willen aller Anwesenden jede Dis⸗ cussien über die politische Tagesfrage. Die Gemarkung Nauheim umfaßt circa 5000 Morgen meist sehr gutes Areal. Der Verein wird daher bei gutem Zusammen⸗ halten gewiß recht gedeihlich wirken können, und zu- gleich das sicherste Bindemittel sür Nauheim mit den an⸗ erkannt vorzüglichen Leistungen des landw. Kreis- und Provinzial⸗Vereins sein. In 14 Tagen wird der junge Verein seine zweite Zusammenkunft haben. Frankfurt. Am letztverflossenen Sonntag sprang ein Dienstmädchen, welches man schon seit drei Tagen am Mainufer am Untermainthor hatte in auffallender Weise hin⸗ und hergehen sehen, an der Kleeblatt'schen Schwimm- anstalt in den Main. Die That wurde schnell bemerkt und gelang einem Knechte des Herrn Kleeblatt die Rettung der Unglücklichen, die sich jedoch erst nach einem Kampf mit derselben bewerkstelligen ließ. 5 Frankfurt. Hiesige Blätter melden, daß auf Grund der ersten technischen Vorarbeiten dieser Tage ein provi⸗ sorisches Comite in unserer Stadt zusammentreten wird, welches sich die Gründung einer Acliengesellschaft zur Er⸗ bauung einer Eisenbahn von hier nach Cronberg(via Röbelheim) zur Aufgabe gestellt hat. Die ersten Ergeb⸗ nisse einer vorläufigen Terrainuntersuchung sollen für die Unternehmer günstig ausgefallen sein Karlsruhe. Der in hiesiger Stadt schon längere Zeit schwebende Gasstreit ist nun dadurch beigelegt, daß die Stadt die Gasanstalt übernommen hal. In Folge dessen wird vom 1. März d. J. ab der Gaspreis von 1000 Cubikfuß engl. auf fl. 2. 54 kr. herabgesetzt werden. Leipzig. Der von Dresden hier angekommene Schnell⸗ zug ist am 7. d. vor Riesa in der Nähe von Langenberg durch ein nichtswürdiges Verbrechen schwer bedroht ge— wesen; ruchlose Hände hatten nämlich dort nicht nur ein Stück Schienen aus dem Geleise herausgebrochen und den Bahndamm hinuntergeschleudert, sondern auch noch zwei andere Schienen quer über das Fahrgeleise weggelegt. Zum Glück hat der Bahnwärter den Frevel noch rechk⸗ zeitig bemerkt und dem Zuge das Nothsignal gegeben, so daß dieser noch vor der unheilvollen Stelle hat halten können. Ein in der Nähe der letzteren herumlungernder Mensch, der angebliche Schlossergeselle F. aus Lauterbach, (welches 2) wurde als verdächtig von dem Bahnpersonal ergriffen und in Riesa der Behörde überliefert. 14 Oberhessische Eisenbahnen. Seetion Gießen. Vergebung von Bauarbeiten. mission ausgeschrieben: 357 Nachstebende Bauarbelten werden hiermit zur Sub⸗ 1 a, Die Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmermanns⸗, Auflage 70,000 Exempl. Omn IIIustrirtes Dachdecker, Verputz, Schrelner⸗, Schlosser⸗, Glaser⸗ 5 und Tüncher⸗ Arbeiten an 9 Bahnwartswohnungen“ und 8 Wächterbäuschen, ferner b. die Erd⸗, Maurer- Steinbauer, Zimmermanns⸗ Schlosser⸗, Dachdecker, Spengler- und Verputz Arbeiten für das Stationsgebäude zu Großen-Buseck. Die Pläne, Kostenanschläge und Bedingnisse können auf dem Seectionsbüreau dadier eingeseben werden, wo auch die Submisstonsformulare zu erbalten sind. Offerten find längstens bis zum 14. Februar, Abends 6 Uhr, daselbst einzureschen und wird bemerkt, daß sämmtliche Submittenten, unter welchen die Wahl vor- behalten wird, während der darauf folgenden 4 Wochen an ibre Offerten gebunden sind Gießen den 1. Februar 1869. Der Sections- Ingenieur H. L i p. p o,. de — Az Versteigerun blz⸗Versteig 9 in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 395 Künftigen Montag den 15. und Dienstag den 16. d. M. Morgens 9 Ubr, sollen im Dislriet„Lanz⸗ berg“ zunächst dem Mühlsachser Hof, auf dem Mühlweg anfangend, versteigert werden: 974 schöne Fichten⸗Bauholzflämme von 5½½ bis 13“ Durchm. und bis 100“ Länge= 29215 Cbk.⸗Fuß, 3431 flarke und schöne Fichtenffangen bis zu 5 Zoll Durchmesser und 75 Länge, wobei auch Popfen⸗ stangen ꝛc. ꝛc.,— 17170 Cubikfuß. Lich-am 9. Februar 1869. Fürstliche Oberförsterel Lich Eigenbrodt. —* 7 0 Holzversteigerung. 340 In dem Fürstlichen Thlergarten bei Hungen kommen Montag den 15. d. M., Morgens 10 Ubr 349 Stämme Eichenholz— 10553 Cubikfuß, 22 Buchenhosz= 319 5 14 1 gemischtes Holz= 243„ und Dienstag den 16. d. M., Morgens 10 Uhr, 56 Stecken Eichen-, Buchen- und gemischt Scheitholz, 1712„ 1 17„„ Prügelholz, 110* 0„ 10 Stockholz, 547 resp. Schichten Buchen, v. gemischt Reisholz Zum öffentlichen Verkauf. Hungen den 2. Februar 1869. Fürstliches Rentamt Hungen Demme. — 418 Alle Diejenigen, welche Ansprüche an Philipp Streb II. von Rockenberg baben und nicht Hppothekar— gläubiger find, sollen solche dei Meidung Auoschlusses von der Masse im Termine Freitag den 19. d. Mts., Vormittags 9 Ubr, Dahter spezifiziren und zugleich zur weiteren Verhandlung wegen Durchführung des in Aussicht genommenen Arrangements, worüber Einsicht in hiesiger Registratur genommen werden kann, dahier erscheinen, als sonst von den Ausbleibenden augenommen werden wird, daß sie ssich den Beschlüssen der Mehrheit der Creditoren an— schließen. Butzbach den 5. Februar 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gllmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Aufforderung 416 Die Joh. Schmidt's II. Eheleute von Trails Münzenberg beabsichtigen das nachstehende in der dafigen Gemarkung gelegene Grundstück Flur VII. Nr. 451, welches sie in der Ehe erkauft haben wollen und welches ihnen im ersten Theil des Grundbuchs zu— eschrieben ist, worüber sie aber eine Elgenthumsurkunde micht besitzen, zu veräußern. Rechtliche Ansprüche an dlese Parzelle sind bei Strafe sstillschweigenden Ausschlusses und sofortiger Beslätigung des Kaufbriess binnen 4 Wochen dahier vorzubringen. Butz bach den 8. Februar 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer. Bekanntmachung. 415 Ole am 3., 4., 5. und 6. Februar in den Frei— bertlich v. Franckenstern“ schen Walddistricten»Am Engelsborn“ und„Mörler Unter“ abgehaltene Holz— wersteigerung hat die Genehmigung erhalten. Der Termin für den ersten Fahrtag wird bekannt gemacht werden, sobald die Herstellung der Abfuhrwege beendigt ist. Die Abfuhrschelne können von nächster Woche an bei dem Frb. Ru ntamte Ockstadt abgebolt werden. Ockstadt am 8. Februar 1869. Der Frelherrliche Oberfärßer Wilbrand. ö ö In der Nesidenz. Auflage 70,000 Exempl. amilienblatt. ibus. 90 Mit Nr. 1 des neuen Jahrgangs 1869 beginnen zwei höchst spannende Erzählungen. Die eine: Von Friedrich Friedrich, hat die tragi-komischen Erlebnisse und Abenteuer eines jungen Provinzialen zur Folie, der in die Netze der Gauner Berlins gefallen ist und der Liebe eines edlen Mädchens seine endliche Befreiung aus der Anno aus der Feder eines der beliebtesten deutschen Romanschriftsteller, Umgarnung der Schwindler und Abenteuerinnen verdankt.— Die zweite Erzählung: 3 1. 9 180a, schildert auf dem historischen Hinter⸗ grunde der Annexion einer freien Reichsstadt durch Preußen, das Liebeleben eines jungen Offteiers, welcher der brutalen und raffinirten Rache seine Militär⸗-Despoten, zum Opfer fällt. s Nebenbuhlers, eines ehemaligen kleinstaatlichen Diesen Erzählungen schließen sich an: Aus den Erinnerungen einer deutschen Schau⸗ spielerin.— Die Raben, Criminal-Erzählung.— Friedlos, Geschichte eines Dorfmädchens. — Londoner Gaunerleben u. s. w. u. s. w Schilderungen öffentlicher Charaktere, inte . Wir werden auch sernerhin bestrebt sein, durch ressante Reiseabenteuer, Skizzen aus der Natur und dem Leben, erheiternde und humoristische Genrebilder u. s. w. dem Inhalte des Omnibus entsprechende Mannigfaltigkeit zu verleihen. Gesundheit u. langes Leben zu vermitteln haben s ich die mit so großem Beisalle aufgenommenen Aufsätze Aus der Mappe eines Naturarztes zur Aufgabe gestellt, indem sie gegen das übliche In dem neuen Jahrgange treten sie auf das prakti krankheiten und deren naturgemäßer Heilung. Medicamenten-System energisch zu Felde ziehen. sche Gebiet über und beginnen mit den Nerven⸗ Bestellungen auf den„Omnibus“(er erscheint jeden Sonnabend) nehmen alle Buch⸗ handlungen, sowie alle Postanstalten des norddeutschen Bundes, Schweiz und Rußland entgegen. Süddeutschlands, Oesterreichs, der Preis vierteljährlich 48 Kr. Hamburg. — Omnibus-Expedition. 0 2 2 Bekanntmachung. 414 Da wegen des bevorstehenden Umbaues eines Theils unserer Localitäten sämmtliche Seminarissen während dee 1. Quartals des kommenden Sommersemesters aus- quartiit werden müssen, so ersuchen wir alle hitsigen Einwohner, welche Wohnungen zu vermiethen haben, sich in den nächsten Wochen unter Angabe, wie viele unserer Zöglinge sie aufzunebmen im Stande sind, ent weder persoͤnlich oder schriftlich bet uns anmelden zu wollen. Friedberg am 8. Februar 1869. Großherzogliche Seminar-Direction. Steinberger. Holz⸗Versteigerungen in den Gräfl. Solms-Laubach'schen Waldungen 404 Donnerstag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr/ nach Zusammenkunft bei der Löbsacksmühle bei Freien seen, sollen im District Peterswald und Stockwiese, nahe bei Freienseen: 4771 Cubikfuß Fichtenstammholz in 205 Nummern von 6—11“ Durchmesser, 263 Fichten⸗Stangen von 4—6“ Durchmesset, 2610 Stück Fichten⸗Bohnenstangen. Freitag den 19. d. M., Vormittags 9 Ubr, nach Zusammenkunft am Kleineicher Feld, im District Ils— dorfer Wald: 130 Stück Etchenstämme von 20— 60“ Länge und 8-19“ Durchmesser— 7930 Cubikfuß, und Montag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, nach Zusammenkunft bel der Löbfacksmühle bei Freien⸗ seen, im District Kreuzseenerberg bei Freienseen: 400 Stecken Buchen⸗-Stammholz I. und II. Klasse, 30** Stockholz, 200 15 7 Reiser zur meistbiettuden Versteigerung kommen. Laubach am 7. Februar 1869. Gräfliche Forstverwaltung. Bekanntmachung. 405 Die in hiesigem Gemeindewald am 2. Febr. l. J. abgehaltene Holzversteigerung wird mit dem Bemerken genehmigt, daß der ersse Fabrtag später bekannt gemacht wird, indem wegen grundlosem Wege das Holz eben nicht abgefahren werden kann. Assenheim den 8. Februar 1869. Großherzogliche Wee Assenbeim B eè si. Ein braver Junge kann dauernde Beschäftigung finden in der Buchdruckerei Friedberger Hülfsverein. 406 Die Jahres-Versammbung des Hülfsvereins, in welcher der Jahresbericht erstattet, die Ergänzungs- wahl des Vorflandes vollzogen und die Vereinssache besprochen werden wird, wird Mittwoch den 17. Febr., Abends 6 Ubr, im Hotel Trapp stattfinden. Alle Mit⸗ glieder werden hiermit zur Bethelligung freundlichst ein⸗ geladen. Diejenigen Mitglieder des Hülfsvereins, welche für ibre Dienstboten die Gesindeprämie deanspruchen, werden ersucht, die erforderlichen Zeugnisse über Treue, Fleiß und unbescholtenen Lebenswandel während einer mindestens fünffäbrigen ununterbrochenen Dienstzeit dem Unterzeichneten dis zum 1. März zu übergeben. Für den Vorstand: Ba ur. Holz-⸗Versteigerung. 417 Dienstag den 16. Februar, Morgens 10 Uhr an⸗ fangend, sollen für die Gemeinde Wölsersbeim, Distrikt Hinterwalt, 12 Eichen-Baustämme, 1220 Cubikfuß haltend, 1 Buchen⸗Stamm, 108 Cubikfuß haltend, 40 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 95, 1„ Prügelbolz, 44%%„ Stocktolz, 1125 Stück Buchen-Wellen, 3 Stecken Eichen⸗Scheitbolz, 5½ 9„ Prugelbolz, 5 55„ Stockholz, 375 Eichen Wellen, 2 Stecken Weichbolzreiser. Mittwoch den 17. Februar, Morgens 10 Uhr an⸗ sangend, sollen im Distrikt Neuenwald und Limberg 70 Stecken Nadelholz-Prügel, —*.t 3 desgl. Stockbolz, 82 o Reiser verkauft werden. Oie Zusammenkunft ist den ersten Tag am Wald⸗ baus, den zwelten Tag im Hainchen am Eingang des Waldes. Wölfersheim den 9. Februar 1869. Großberzogliche Bürgermetsterei Wölfersheim Heyer. Eine größere Hostaithe iue größere Hostaithe, 249 an der Hauptstraße gelegen, mit bübschen Räumlich⸗ eiten, worin früber Wirtbschaft betrieben worden, is unter günstigen Zablungsbedingungen aus freier Hand zu verkanfen.— f Kaufllebbaber wollen fich gefälligst an A. Schmidt in Echzell wenden. Einen Laden 409 auf der breiten Straße, mit oder ohne Wohnung von Bindernagel& Schimpff. 4 N 2 Ein Lehrling 351 wird in ein hiesiges Spezerei⸗ Geschaͤft gesucht. Näheres bel der Exped. d. Bl. hat zu vermiethen S. G. Katzenstein's Wittwe. Beichstagswahl. 413 Auf den Wunsch vieler Wähler wir Woche im hiesigen Wahlkreis anwesend sein stattfinden, zu welchen alle Wähler hiermit Am 14. „ 15. in Reichelsheim in der Post, Abends 7 Uhr, „ 16. auf dem Okarber Sauerbrunnen, Abends 6 Uhr, „ 17. in Rodheim in der Nickel'schen Wirthschaft, Abends 7 Uhr, „ 18. in Butzbach im Joutz'schen Gartensaale, Nachmittags 5 Uhr, 19. in Münzenberg bei Herrn Jäger, Nachmittags 5 Uhr, „ 20. in Vilbel in der Stadt Cassel, Abends 7 Uhr, „ 21. in Friedberg in den drei Schwertern. Nachmittags 3 Uhr. Die Wahlkomite's von Friedberg und Butzbach. in Büdingen bei Herrn Knaf zum Hirschgraben, Nachmittags 3 Uhr, d Herr Dr. H. B. Oppenheim in der nächsten und werden an folgenden Tagen Versammlungen eingeladen sind. Soeben erschien das erste Heft einer neuen vollständigen(Cotta'schen) Ausgabe von Göthe's Preis des ganzen Werkes fl. 6. Das erste Heft kann bei uns eingesehen werden. Werken. Bindernagel& Schimpff. Lebensversicherungs 248 Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt Durch einen reichen Zugang an neuen Versicherungen(3085 Personen mit 5,885,000 Thlr.), welcher größer war als in irgend einem der früheren Jahre, ist die Zahl der Versicherten auf die Versicherungssumme auf der Bankfonds auf etwa gestiegen. Bei einer Jahreseinnahme von 2,760,000 Thlr. waren nur 1,217,300 Thlr. für 694 gestorbene Versicherte zu vergüten, welcher Erwartung zurückbleibt und den Versicherten eine abermalige hohe Dividende in Aussicht stellt. In diesem und den nächsten vier Jahren werden nahe an 5 Zwei und drei Viertel Millionen Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten vertheilt, was für das Jahr 1869 eine Dividende von 39 Vrozent ergibt. Versicherungen werden vermittelt durch Hofge richtsadvokat G. Trapp II. in Friedberg. Ortseinnehmer Louis Höhler in Büdingen. Domänenpfandmeister Müller in Nidda. bank f. D. in Gotha. im Jahre 1868 waren überaus günstiger Art. 33,100 Pers., 60,450,000 Thlr., 15,350,000 Thlr. Betrag wesentlich hinter der rechnungsmäßigen Holz- Versteigerung. 419 Montag den 15. d. M., Morgens 10 Uhr anfangend, werden in dem hiefigen Gemeindewald, Diftriet Sau— ftalltöppel und Eichberg nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert: 1 Stecken Buchen Prügelholz, 2) 507% 1 Eichen⸗„ 3) 10½ 1„ Stockholz, 4) 1 4 Nadel⸗ 8 5) 7700 Stück Buchen ⸗Wellen, 6) 850„ Eichen⸗„ 7) 425„ Nadel„ Bau-, Werk und Nutz bolz: 8) 19 Stück Eichen⸗Stammholj 122 Cbk.⸗Fuß haltend, 9) 67„ Kiefern⸗Stangenholz 80„ 7 Es wird noch bemerkt, daß das Holz gegen vor— schriftsmäßige Bürgscheine bis zum 1. September d. 3. geborgt wird. Die Zusammenkunft ist in loco Maibach. Maibach den 8. Februar 1869. Großherzogliche kürgermeisterei Maibach Phillip pi. Bekanntmachung. 410 Freitag den 12. d. M., Vormitlags 10 Uhr an⸗ fangend, läß: der Unterzeichnete Erbschafts halber 2 Kühe, 1 zweijährigen Stier, 1 Karren, Pflug und eine eiseine Egge öffentlich versteigern. Maibach den 8. Februar 1869. Heinrich Enders III. Zu ver kauf e n 420 1 Jagdgewehr mit doppeltem Lauf, 2 schöne Degen, 1 Schnellwage, 1 Metzgerwage, groß und klein kupfernes Kochgeschitr u. s. w. Alles in sehr gutem Zustand. S Mändle Garde. Die als vorzüglich bekannte ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu haben bei Schwarze Kaiser-Cinte“ Zwei Logis 407 find zu vermietben breite Straße Nr. 9. Ein weißes Schooßhündchen 408 wird zu kaufen gesucht. 1. sch ‚˖ 0 ö 501 in Selde, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bet K. Friedrich, neben der Post. Mobiliar-Versteigerung. 411 Freitag den 12. d. M., Morgens 10 Uhr, wollen die Konrad Heck's Eheleute zu Weckesheim nach⸗ stehende Gegenstände wegen Aufgabe ihrer Oeconomie meifibtetend gegen Baarzahlung versttigern lassen; 2 Pferde(sehr gut im Zug), 1 Kuh, 2 vollständige Pferdegeschirre, 1 Paar Sill, einspänniges Geschirr, 1 vollständiges Reilzeug mit Sattel, 1 Egge, 1 Spitz⸗ pflug, 1 Schaufelpflug(sehr gutem Gang), 1 Wagen (ein- und zweispännig zu gebrauchen), 1 Pfuhlfaß, mehrere Raufe, mebrere Leitern, 1 Paar Dunggur, 1 Gestell mit Sitz auf einen Wagen, mebrere Tische und Bänke zur Wirthschaft geeignet, 1 gußerner Stedkessel, 1 Strobbank, 4 Schweintröge, 6 Pferde⸗ und Kubkrippen, eine Quantität Spreu, 2 schwere Hemmketten, 8 bis 10 leichtere Kelten, 2 Telpel⸗ tücher, mehrere Kartoffelsäcke, 1 gebrauchtes Klavier, eine große Parthte Mist, überhaupt sonssige Haus- und Oeconomiegeräthschaften, sowte einen Nußbaum zu Möbeln geeignet. a Weckesheim den 8. Februar 1869. In Auftrag H. Heck. 389 Ein mit Comptoir Arbeiten vertrauter junger Mann wird gesucht von Philipp Windecker. — Dauksagung. 412 Die Angehörigen der verstorbenen und am Sonntag den 7. l. M. zu Grabe getragenen Industrielehrerin Jacobi zu Rodheim fühlen sich gedrungen, allen Denen, welche die Verstorbene während ihrer Krankbeit so treu verpflegt und der zahlreichen Leichenbegleitung, durch die sie ein ehrendes Zeugniß der Liebe zu der Verewigten bethätigten, hiermit ihren herztichsten Dank zu sagen. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 9. Februar. Waizen 11 fl. 40 tr., Kor! 8 fl. 40 tr.: Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 6 fl.— tr. e 8. Februar. Waizen 11 fl. 50 kr.; Kor! 9 fl. 45 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 15 kr. Grünberg, 6. Februar. Waizen 11 fl. 20 kr. z Korn 8 fl. 48 kr.; Gerste 7 fl. 48 kr.; Hafer 5 fl. 37 kr. Molter 8 fl. 40 kr.; Erbsen 9 fl. 50 kr.; Wicken— f. — kr.; Saamen 16 fl. 20 kr.; Kartoffeln 2 fl. 12 kr. Mainz, 5. Februar. Waizen 11 fl. 46 kr.; Korn 8 fl. 45 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 13 kr. Kartoffeln 2 fl. 24 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Bindernagel& Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpil. Mitgetheilt von 1 I Oest. 250 fl. b. R. 1839160 P. S. Lindhelnner. Cours. 2 0 1807„» 1854 73 P 5— 100 Pr. L. 1858 158 ½½ G. 10. Februar 1868. Cours der Staatspapiere. 8 5 500, v. 1860% 81/4. Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lst. 647/ JJ. U Or. Hess. J/% UI 91⁸ 3 400 kr v. 1804 12ʃ½ 6. 5 50% Nat.-Anl. 1854 54½ 6.* 3½% dean.. 2 schred. Tir. 10-L. 11 d 5 5% steuerfreie Oblg.523¾ G. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 94 G. 5 bad. 35. Leose Sa treussen 4¼ö% Obligat. b. Rth. 94 ½ P. 5 4% de do 86 P. 2 Kurh. 40 Enle-E. be. 56 ½ 6. f 4% do. do. 87% 6 Kurhess. 40% Obl. b. R. à 10586 ¾ P. 2. Hess. 50 fl. L. b. K. 164% G. Bayen 50% Obligation. 102% 6 Frankf. 3½% Obltgat. 81 P. 12 e et e ee 15 4½0% ½ Jahr. b. Rth. 955% 6 9 30% 40 72% C. 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 38½ P. * 40% 40 do 893% 6 Russland 5% 0bl. I. L. à fl. 12] 84 P.. Würtemb. 4½0% Obl. b. Rtn. 94 F. Finnland 4½d0% Pfdbr. I. R. 10578 ½ P. Pistolen. 9 46—48 5 4% 40 do— Schweden 4½% O. 1. R. à 105 86¼ P.*„ Doppelte„ 9 47—49 Baden 4½0% Obligat. 93% P. 0 4½% Pfb. 1. R. à 105 83 ½ 6.— Preuss. Friedrd'or„ 9 57—58 2 4% Obligat. 1803¾ P. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882[ 80¾ G. 8 Holl. fl. 10 Stäcke* 9 54—56 oll einbezahlte Eisenbahn- Aetfen und Prioritäten. 2 20 Fre 60 24—28 4½% Beyr. Ostbahn 127/ 6. 2% Liv. C. P.& b. fr. 228 kr. 2 dl. 3 usl. Sovereiens.„ 11 52—56 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.—— 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 50 G. Russ. Imperiales„ 9 47—49 5% Oesterr. St.-Elsenb.-Prior. 55 ½ C. 5% Elisabethbahn-Prior.% 77% P. f 2 Sold pr. Zoll-Pf.„—— 80% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 973 G. 50% do. neueste Emiss. 6%, 74/5 G. I Hchh. Sb. pr. Z. Pf.„—— 30% Sest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 46/8 P. 1 4½% Hess. Lud wigsb.-Prior. 96 P. preuss. Kassensch.„ 1 44¼ö— 40 Wiener Wechsel- Cours 97/8 G. ö— Dollars in Gold ö 226 ½— 27 ½ Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Auskunst über Verloosungen, Coupous- Zahlungen u. s. W. Bedienung und ertheilt gerne jede gewünsckze . Lindheimer in Friedberg. Näheres bei der Exp. d. Bl. ichn kärur krford für d (Hey Abges lich! die! Anlr pol Hahn — Bund