g at 1 feier zn n Felt. det zazeu. tn n Dede nagel. Nedie c testen tung. b Ma 1glet. * Falch ing. 001 Nantes ö gleich baalt en mobchtl, 1 Schaulll⸗ 1000 det, aun, Man!, 47 N 7 ett bott, Dienstag den 10. August. N 92. Oberhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblalt. enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samßag. — Für die Monate August und September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags- Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. getreffend: Ote Aucarbeilung eines Gesetzentwurfs über Hülfskassen für Gewerbsgehülfen und Fabrikarbeiter. Amtlicher Theil. Friedberg den 7. August 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bodenrod, Dorn-Assenheim, Fauerbach b. Fr., Hoch-Weisel „Ilbenstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Jlorstadt, Ober-Rosbach, Rockenberg, Staden und Wisselsheim. Der Erledigung unserer Verfügung vom 30. Juni— erinnert am 21. Juli d. Vartboten entgegen. B E ba nme m a ch betreffend: Die Anschaffung und Unterbaltung des Faselviehes in den Gemeinden des Kretlses Friedderg. In der, in Nr. 58 des diesjährigen Oberhessischen Anzeigers veröffentlichten, Uebersicht äber den Zustaad der Faselochsen im Keeise hiedberg im Jahre 1869, ist die Haltung des del Gotthard Bommersheim in Dorheim eingestellten Faselochsen der dasigen Gemeinde„als r schlecht und nicht reinlich« bezeichnet worden. ut beeinflußte, so bringen wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg am 7. August 1869. J— sehen wir umgehend bei Meidung eines E n e u g. Da sich nun in Folge weiterer Verhandlungen herausgestellt hat, daß nicht allein eine alßere Verletzung, sondern auch innere Krankheit, ein Umstand, der der Besichtigungs-Commission nicht bekannt war, die Haltu ng des Fasels Großherzogliches Kreisamt Friedberg F 4*. Hessen. Darmstadt. Das Großbherzog⸗ ide Regierungsblatt Nr. 35 enthält: I. Gesetz, die Pensionirung der Gerichtsvollzieher in i Provinz Rheingessen betreffend. g II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums % Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, den zwi⸗ cn Hessen und den Vereinigten Starten von Amerika üneschlossenen Vertrag über die Staatsangehörigkeit der lis wanderer be ereffend. 3 III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums ie Finanzen vom 27. Juli l. J., die Creditirung der zguntweinsteuer betreffend. In Folge eines don dem dendesrath des norbdeutschen Bundes wegen Creditirung Branntweinsteuer am 3. Juli d. J. gefaßten, nach U, 2 des Vertrags zwischen Hessen und dem norddeutschen binde, die Besteuerung des Branntweins und Biets bete, um 9. April v. J., auf das ganze Großherzozthum An⸗ undung findenden Beschlusses haben die durch Bekannt⸗ machung des unterzeichneten Migisteriums vom 15. Juni . J.(Regierungsblatt Nr. 23) veröffentlichten Bestim⸗ mingen einer entsprechenden Aenderung zu unterliegen, ud nes werden demzufolge an Stelle dieser Bestimmungen i nachstebenden Vorschriften zur öffentlichen Kenntuiß gerracht.§. 1. Jidem Beennereis Inhaber, welcher der waltung elnen zahlungsfähigen Bürgen stellt oder sonst tetügende Sicherheit für zweimonailichen Steusnbetrag auch Maßgabe der Bestimmungen im F. 3 leistet, soll ge— sauet sein, die Maischbotlich- oder Branntweinmaterial— feier statt am Ende des Monats, an welchem sie fällig ist, zwei Monate später zu zahlen.§ 2. Brennerei In märn, die jährlich wenigsteus 1000 fl. in Maischbotuch⸗ r Branntwetnmalcrialsteuer entrichten, kann vom 1. Sept. F. an bis auf Weiteres von der großh. Ober-Steuer⸗ ziaktion ein Credit auf die zu entrichtende Steuer für lngstens sechs Monate gewährt werden, dergestalt, daß ie Credlifrist für die einzelnen Steuerbeträge mit dem Aang desjenigen Monats beginnt, für welchen jeder ein— zlue Steuerbetrag nach dem Gesetze fällig geworden ist, in die Ab'ragung nach Ablauf der bewilligten Frist von Auma zu Monat zu erfolgen hat.— Bet neu entstehen⸗ In Brennereien kann dieser Cledit bewilligt werden, wenn une der Einrichtung der Brennerei uns den Mitteln des Jtzers anzunchmen ist, daß die Bedingung der Entrich— ung von wenigstens 1000 fl. Steuer im Jahre werde llt werden. 6. 3. Die Bewilligung des Exedits nach letzt Leistung vollständiger Sicherheit voraus. Die⸗ i kann nach den deßfalls ertheilt werdenden näheren Te chrislen geschehen: 1) durch Deponirung von Werth⸗ ppseren auf Inhaber, 2) durch mit guten Unterschriften orsebene Wechsel, 3) durch Bestallung eines Faustpfandes % inem unter sicherem Mitverschluß der Steuerbehörde Jezten Brauntweinquantum, 4) auf andere annehmbare Jesse nach dem Ermessen der großherzoglichen Over— Ziluer⸗Direttion.§. 4. Unter Umständen, wälche einen Nufall an der crebilirten Steuer befürchten lassen, kann Ad auch vor Ablauf der Creditftist eingesordert werden, dos bie Crebitbewilligung von der Steuerbehörde auch dezzeit zurückgenommen werden kann. Wer den Bedin— gungen der Creditbewilligungen zuwiderhandelt, wer es Kopfkohl(Weißkraut) 340,258 Centner, Futter— namentlich versäumt, den creditisten Steuerbetrag recht- zeitig einzuzahlen, hat auf sernere Creditbewilligung keinen. 1 1 75 8 Ueber die geleisteten Steuerzallungen Heugras von Wiesen und Gras ärten 5,539,604 Anspruch. F. 5. kräuter(auf Heu reducirt) 2,523,290 Centner, haben die Brennerei-Inhaber Quittungsbücher nach vor-] Centner, Oehmd(Grummet 1,556,204 Centner 7* 1 geschriebenem Muster zu führen, die den Angestellten der Verwallung auf Verlangen vorgezeigt werden müssen. IV. Bekanntmachung der Großberzoglichen Commis— sion für Post- Angelegenheiten, die Personenpost zwischen Lampertheim und Mannheim, resp. Viernheim und Mann⸗ heim betreffend. V. Bekanntmachung Großherzogl. Kreisamts Mainz, die Zahlung des Beitrags, welchen die Gemeinde Ober— Olm zur Ausgleichung der Kriegskosten im Jahr 1866 zu leisten hat, betreffend. Darmstadet. Bestem Vernehmen nach, schreibt das„Frankf. J.“, ist die hiesige Bahn— hofsfrage in ein neues Stadium getreten, nachdem das ursprüngliche Projekt eine Reduktion in dem Sinne erfahren hat, daß von dem Platze vor der Stengel'schen Restauration ein kleinerer Theil, als ursprünglich beabsichtigt war, in Anspruch genommen und hierdurch dem von dem Groß— herzog ausgesprochenen Wunsche, die öffentlichen Aulagen nach Möglichkeit zu schonen, Rechnung getragen wird. Auch die Verhandlungen mit der Direknon der Main-Neckarbahn wegen käuflicher Ucberlassung des von der Ludwigsbahn-Gesellschaft seither pachlweise innegehabten Terrains sind wieder in Fluß gerathen und ist daher gegründete Hoff— nung vorhanden, daß diese für die Verkehrs— intercssen unserer Stadt und der ganzen Provinz höchst wichtige Frage eine den Wünschen aller Interessenten entsprechende Lösung baldigst erfahren werde. — Die statistische Centralstelle veröffentlicht die Erndteergebnisse in Hessen im Jahre 1868. Danach wurde Folgendes geerntet: Waizen 701,913 Malter, Korn(Roggen) 919,608 Malter, Spelz (Dinkel) 357,215 Malter, Gemischte Frucht 76,713 Malter, Gerste 906,076 Malter, Hafer 674,943 Malter, Hirsen 8329 Malter, Mais 4264 Malter, Buchwaizen 7936 Malter, Erbsen 52,107 Malter, Linsen 6895 Malter, Bohnen 7206 Malter, Wicken 14,757 Malter, Kohl(Reps) 9376 Malter, Mohnsamen(Mohn) 6628 Malter, Tabak 24,983 Centner, Hopfen 718 Centner, Cichorie 1550 Centner, Lein(Flachs) 12,571 Ctr., Hanf 6887 Ctr., Kartoffeln 8,616,543 Malter, Rüben aller Art 8,120,520 Centner, richtsstand sind aufgehoben. wird in erster Instanz von Amtsgerichten, Han— delsgerichten und Landgerichten, in zweiter Instanz von Landgerichten und Ober-Landesgerichten, in Wein 271,183 Ohm. Das größte Areal erfor⸗ derte Heugras 327,429 Morgen, Kartoffeln 266,002 Morgen, Oehmd 248,694 Morgen, Korn 235,084 Morgen und Gerste 206,433 Morgen, der Weinbau umfaßte 37,220 Morgen und ergab per Morgen 7,31 Ohm Wein. Preußen. Berlin. Der„Staats- Anz.“ bemerkt in Betreff des Entwurfs der Civilprozeß- ordnung für den norddeutschen Bund, welcher jetzt veröffentlicht worden ist:„Dieser Entwurf beruht auf der Voraussetzung, daß die Gerichtsverfassung im ganzen Gebiete des norddeutschen Bundes ein— heitlich geregelt wird. sätze dieser Gerichts- Organisation sind folgende: Die wichtigsten Grund Die Privatgerichtsbarkeit und der bevorzugte Ge— Die Gerichtsbarkeit letzter Instanz vom obersten Gerichtshofe ausgeübt. — Die Amtsgerichte sind mit Einzelnrichtern besetzt, die Verfassung aller andern Gerichte ist eine collegialische. Die Handelsgerichte bestehen aus einem rechtsgelehrten Richter, welcher den Vorsitz führt, und aus zwei kaufmännischen Richtern. Die Landgerichte erkennen als Gerichte erster In— stanz mit drei Richtern, alle höhern Gerichte mit mehr als drei Richtern. Zur Zuständiekeit der Amtsgerichte gehören alle Sachen bis hundert Thaler Wertb, ferner alle Klagen aus dem Mieths— verhältnisse, aus Viehhändeln und Alimentenklagen. Vor dic Handelsgerichte gehören die handels rechtlichen Streitigkeiten, alle Streitigkeiten aus Wechseln und aus dem Seerechte. Für alle übrigen Sachen sind in erster Instanz die Landgerichte zuständig. Als Gerichte zweiter Instanz stehen über den Amtsgerichten die Landgerichte, über den Landgerichten und Handels- gerichten die Ober-Landesgerichte. Die Rechts— anwaltschaft(Advokatur und Anwaltschaft) ist frei; sie ist nur von dem Nachweise des juristischen Stu— diums und Ablegung der juristischen Prüfung abhängig, vorbehaltlich jedoch der Frage, ob in Anwaltsprozissen(d. h. in Prozessen vor den Landgerichten und den höheren Gerichten mit Anwaltszwang) nur solche Rechtsanwälte als Vertreter der Parteien zuzulassen sind, welche bei dem Prozeßgerichte immatriculirt sind und an dessen Sitze oder in dessen Bezirke wohnen. Nach dem Entwurse der Prozeß ordnung ist das Ver⸗ fahren vor den erkennenden Gerichten öffentlich und mündlich. Das mündlich Vorpetragene bildet die Grundlage der richterlichen Entscheidung; in Anwaltsprozessen wird die mündliche Verhandlung durch Schriftsätze vorbereitet. Ueber Beweisfragen urtheilt der Richter nach freier Ueberzeugung; die gesetzlichen Beweisregeln sind abgeschafft, die Eides— zuschiebung ist nur in beschränktem Umfange ge— stattet. Der Prozeßbetrieb rubt wesentlich in den Händen der Parteien. Die Peorogation ist ohne Beschränkungen zulässig. Zustellungen erfolgen unter Mitwirkung des Gerichteschreibers durch Gerichtsboten oder Postboten; den Landesgesetzen ist jedoch die Zulassung von selbstständigen Gerichts- vollziehern vorbehalten. Unter Inland im Sinne der Prozeßordnung wird das Bundesgebiet, unter Inländer jeder Bundesangehörige verstanden.“ — Zu derselben Zeit, da in Oesterreich eine tiefgreifende Bewegung gegen die Klosterwirthschaft sich kund thut und die Aufhebung der Klöster mehr und mehr verlangt wird, ist in dem prote— stantischen Berlin die Gründung eines neuen Klosters gefeiert worden. In Moabit dicht bei Berlin ist am 4. d. mit feierlichem Pompe ein Kloster, das dazu bestimmt ist, eine Anzahl Do— minikanermönche aufzunehmen, eingeweiht worden. — Wie von vielen Seiten verlautet, wird der Kriegsminister beim nächsten Reichstage die Er⸗ höhung des eisernen Militär⸗Etats beantragen. Diese Nachricht überrascht darum so sehr, weil es vielt Leute gibt, die geglaubt hatten, mit 1866 sei aller Conflikt zu Grabe getragen, er könnte nicht wieder aufleben, weil die Armeeverwaltung hätte, was sie gebraucht, und vom Reichstag be— willigt werden wäre, was nöthig gewesen. Es scheint jedoch, daß die Bedürfnisse des Militär- ressorts in demselben Verhältniß wachsen, als sie! durch Mehrbewilligungen befriedigt werden. Graudenz. Man wird sich wohl noch allerwärts jener beklagenswerthen Opfer der mili— tärischen Disziplin erinnern, welche vor 9 Jahren der Compagnie des geisteskranken Hauptmanns v. Besser angehörten und wegen Verweigerung des Gehorsams in Folge der brutalsten Quälereien von Seiten des Letzteren mit schweren Festungs- strafen geahndet wurden. Von den 5 Untsroffi— zieren und 96 Gemeinen, die damals dies Loos traf, hat die größte Zahl bereits ihre Strafe verbüßt oder ist durch die Amnestie von 1866 freigeworden. Dieser Tage ist wiederum einer der Unglücklichen, der Füsilier Kollendt, entlassen worden. Derselbe hat jedoch noch den Rest seiner Militärpflicht abzuleisten. Gegenwärtig sitzen nur noch die beiden am schwersten Betroffenen, die Unteroffiziere Klatt und Kuhn, zu 19 ¼ resp. 15 Jahren Haft verurtheilt. Sachsen. Dresden. Nach amtlicher Feststellung beträgt die Gesammtzahl der im Plauen'schen Grunde angefahrenen und sämmllich getödteten Bergleute 209; dieselben hinterlassen gegen 1000 Wittwen und Waisen.— Nach neuerer Feststellung beträgt die Zahl der Verun⸗ glückten 272, wovon 9s bis jetzt herausgeschafft sind. Eisenach. Der vom 7. bis 9. d, dahier stattfindende social⸗ demokratische Congreß ist sehr zahlreich von beiden sich bekämpfenden Parteien besucht. Nach den vorausgegangenen sehr scharfen Besetzdungen ist man, trotz der an den Straßeg— ecken angeschlagenen Mahnung, jede Veraalassung zur Störung der Verhandlungen zu vermeiden, um den ruhigen Verlauf des Congresses besorgt und fürchtet Scandal. Bayern Wie man sich noch erinnern wird, wurde im Jahre 1866 ein bahyerischer Soldat, der, von Mainz kommend, auf der Sta— preußischer Hauptmann v. Fritsche, hat nun auf Ersuchen der Mutter des Verurtheilten sich mit einem Begnadigungsgesuch an den König gewendet, und wurde derselbe auch in Folge dessen aus dem Zuchthause Plassenburg entlessen, nachdem er die Hälfte seiner Strafe verbüßt hat. Würtemberg. Stuttgart. Mehrere Zeitungen bringen übereinstimmend die Nachricht, Ministerpräsident Freiherr v. Varnbühler sei zu einer politischen Conferenz bei dem Grafen Bismarck in Varzin gewesen. Baden. Bei den kommenden Herbstmanövern wird ein neuer Einquartierungsmodus zur An- wendung gebracht werden. Der Quartierträger soll künftig nichts mehr zu leisten haben, als das Quartier an sich, wofür er mit 6 kr. per Mann und Nacht bezahlt wird; die ganze übrige Ver⸗ pflegung dagegen übernimmt die Militärbehörde. Oesterreich. Wien. Die Klosteraffaire wird dem Vernehmen nach nicht blos zu admini⸗ strativen, sondern auch zu legislatorischen Maß; regeln führen. So soll, wie die„Presse“ hört, ein Gesetz vorbereitet werden, welches die Dis- ziplinargewalt der geistlichen Odern betrifft und dieselbe vollständig auf das Gewissensforum be— schränkt. Ferner steht, wie es heißt, ein Erlaß bevor, welcher eine Revision aller Klöster anerdnet; würden die Bischöfe sich gegen die Vornahme der Inspektion durch eine Commission, in welcher die geistlichen Behörden vertreten sind, sträuben, so würden die weltlichen Behörden allein vorgehen. — Die„Wiener Zeitung“ vom 7. d. veröffent⸗ licht bereits in ihrem amtlichen Theil eine Ver— ordnung des Cultus- und des Justizministers, wonach bischöfliche Erkenntnisse, welche auf Ein— schließung eines Priesters in eine geistliche Cot- rectionsanstalt lauten, nur insofern für wirksam erklärt werden, als die betroffenen Priester sich freiwillig fügen. Eine zweite Verordnung dehnt dies auf die von geistlichen Oberen inhaftirten Regulären beiderlei Geschlechts aus und ordnet strenge Controle bezüglich der Dauer der Haft wie des Haftlokals an. Prag. Wie ein hiesiges Blatt berichtet, hat die Commission, welche das Carmeliterinnenkloster auf dem Hradschin visitirte, bei genauerer Durch— suchung des Kellers eine mit Eisen beschlagene Thüre gefunden, von der die Vorsteherin nichts wissen wollte, indem sie angab, sie sei zwar durch mehr als 22 Jahre im Klostec, wisse aber trotz dem nicht, wohin die Thüre führe, und daß Nie- mand den Schlüssel zu derselben habe, obgleich die Beschaffenheit des Schlüsselloches den Beweis bot, daß die Thüre öfter geöffnet zu werden pflege. Die Commission ließ einen Schlosser holen und die Thüre von demselben öffaen. Die Thüre führte zu einem Gange. Die Commission trat in den Gang und ging etwa eine Viertelstunde durch denselben. In dem Gange fand die Commisston abermals zwei verschlossene Thüren; die eine schloß den Gang ab, die andere war zur rechten Seite des Ganges. Auch von diesen Thüren wollte die Oberin nichts wissen und sagte, sie habe keine Schlüssel. Es mußte daher abermals der Schlosser öffnen. Als man die Thüre rechts im Gange öffnete, stieß man auf einen kleinen Keller, in dem sich ein großer Vorrath von Wein befand. Als man die Thuͤre öffnete, welche den Gang abschloß, erblickte die Commission Treppen, welche zu einer neuen Thüre führten, und als die Commission diese öffnete, bemerkle sie, daß sie sich in der Capelle des St. Lorettoklosters——— der PP. Ca- puziner am Hradschin befand. — In den meisten hiesigen Klöstern waren bisher auf Ersuchen der Klostervorstände von den Behörden Sicherheitsmaßregeln getroffen zur Ver hütung von Demonstrattonen, welche die Kloster⸗ bewohner befürchteten. 1 Frankreich. Paris. Der Kaiser und die Kaiserin verbleiben bis zum 21. d. in Chalons, alsdann tritt letztere die Orientreise an, welche tion Stockstadt aus einem Eisenbahnwagen wäh— rend des Waffenstillstandes meuchlings auf einen preußischen Offizier feuerte und denselben schwer verwundet hatte, zu einer 5 jährigen Zuchthaus⸗ strafe verurtheilte. Der Verwundete, königlich drei Monate währen wird. Großbritannien, London, Die„Times“ vom 6. d. befürwortet eine diplomatische Ein— mischung, um die Differenzen zwischen der Pforte Worte herabgesetzt. Spanien. Madrid. amtliche„Gazetta“ meldet: Die einzig noch übrige und wenig zahlreiche Bande in der Landschaft Mancha, von dem Geistlichen Polo, Pfarrer in Alcabou, geführt, ist bei Iglesuela geschlagen worden. Der Führer hat sich dem Alcaden von Casar gestelt und für sich und die Theiluehmer der Bande Gnade erbeten. Amerika. Newyork. Der spanische Ge sandte hat gegen das Verfahren der Regierung, welche die für Spanien im Bau begriffenen Ka nonenboote mit Beschlag belegte, Protest eingelegt — Die Zahl der mit Bischlag belegten spa— nischen Kanonenboote beläuft sich auf dreißig, da die Behörde noch fünfzehn andere weggenommen hat, welche sich im Hafen Mystie(Connecticut) befanden. Die meisten dieser Schiffe sind noch nicht vollendet. Ihr Gehalt ist Sie tragen eine einzige Kanone. — Der Weiterbau der spanischen Kanonen boote wurde gestattet, aber das Auslaufen derselben gegen Peru verboten. Frankfurt. Dieser Tage wurde ein biesiger Com-“ missionär, als er von einem Ausflug nach Nauheim zukück⸗ kehrte, verhastet; derselbe soll Wechsel im Belaufe von fl. 20,000 gefälscht und das erhaltene Geld verspielt haben. Wie man vernummt, ist er seiner That geständig. Frankfurt. Die Assisen⸗Verhandlungen wegen der mehrerwähnien Räuberbande sind beendet. Gegen einen der Angeklagten erfolgte ein freisprechendes Urtheil, zwei erhielten 10 bis 12 Monate Gefänguißstrafe, den übrigen 10 Angeklagten wurde Zuchthaus von 5 bis 16 Jahten zuerkannt. Im Ganzen ertheilte das Urtheil 22 Monate Gesängniß⸗ und 99 Jahre Zuchthausstrafe. Eine unge— heure, vor dem Assisenhofe versammelte Menschenmenge bezeugte bei Bekanntwerden des Urtheils ihre große Ve⸗ friedigung. Frankfurt. Zu den am 21. d. M. begiurenden Weitrennen hat sich eine große Theilnahme kundgegeben. Die Zahl derer, welche um die Preise des rheinischen Renndereins concurriren, hat sich gegen srüher erheblich vermehrt und betheiligen sich diesmal auch Rennvereine, namentlich sächsische an dem Rennen. Lützellinden, Kreis Wetzlar. Am(. Ang. wurde dahier eine Kindtaufe gefeiert, welcher außer Vater und Mutter des Kindes 1 Großvater 2 Urgroßväter, 2 Groß⸗ mütter und 4 Urgroßmütter beiwohnten. Von der Bergstraße. Dieser Tage versuchte ein im Personenzug von Fraulfurt befindlicher Reisender sich bei Ladenburg aus dem Wagen zu stürzen, wurde aber durch zwei Mitteisende, daran verhindert. Kaum staud der Zug, jo eile der junge Mann über den Damm hinunter und suchte sich an einem Baum zu erhängen, was ihm jedoch nicht gelingen wollte, da das Sackinch zerriß. Als er sich hierauf verfolgt-sah, eilte er auf die Straße gegen Ilves⸗ heim zu, schnitt sich mit einem Messer in den Hals und sprang dann in den Neckar, aus dem man iyn tod berauszog. In dem Waggon waren Reisetasche, Stock und Schirm zurückgeblieben. Die Durchsuchung dieser Sachen ergab, daß der Ungläckliche, Küfer und Bierbrauer, aus Sonntheim bei Heilbronn gebürtig, im Begriffe war, nach Amerika auszuwandern. Ein abgeschlossener Schiffs⸗ vertrag und ein Wechsel von 80 Dollars auf ein New⸗ Yorker Bayguierhaus bewiesen dies auf überzeugende Weise. 5 Heidelberg. Der bei dem Fackeluug der„Rhenanig“ Verwundete ist außer Gefahr. Dem Verbrecher soll man auf der Spur sein und ruht der Verdacht auf einem Sludirenden, welcher mit genanntem Studentencorps schon mehrfache Collistonen hatte.— Die Bahn von hier nach Wimpfen⸗Heilbronn⸗Stuttgart ist jetzt eröffnet, indem die Strecke Rappenau⸗Wimpfen⸗Jagsifesd am 5. d. dem Ver⸗ kehre übergeben wurde. Großbritannien. In dem Jahresbericht des eng lischen Generalpostencisters für 1868 finden sich neben sonstigen höchst interessauten Detatls folgende merkwürdige Angaben über Verkehr in England. Die Zahl der unbe⸗ stelldaren Briefe betrug in 1867 3.618.888 Stück, während 1868 beinahe vier Millionen Briefe(3,815 309 Stüc unbestellbar waren. Darunter fanden sich 13 883 Briefe oh alle und jede Adresse und unter diesen sogar 281 Briese mit Geld i!! Ju 1868 wurden in Großbritannien uud Irland über achthundert und acht Millionen Briese aus gegeben d. heiwa vier und dreißig Millionen mebe als in 1867. New York. Amerikanisch⸗deutsches Kabel Die„New Hock Times“ vom 16. Juli sagt, nachdem es sich herausgestellt habe, daß atlantische Kabel ohne große Gefahr gelegt werden können und sich bei guter Verwaltung ausgezeichnet rentiren, sollte Amerika eines für sich habe und nicht von denjenigen beiben Regierungen abhängig sein, die amerikanischen Interessen am seindlichsten gegen überstehen. Das Kabel sollte mit Deulschland verbunden werden, als einer Macht, mit der die Vereinigten Staaten wohl niemals zu einer Collision kommen würden, und zu der sie weit wichtigere Beziehungen baben, als zu irgend und dem Vicekönig von Egypten beizulegen. einem andern Lande Europas. — Die alte englisch-amerikanische Kabelgesell“ schaft hat ihren Tarif auf 30 Shilling pro 10 Zeitungen zahlen die Hälfte. Die Verfolgung der carlistischen Banden wird energisch fortgesetzt. Die 170 Tonnen England schickt uns mehr sellen dag v. Milch Landy — sollen den 9 legen Selle 10 1 Ur N 9 . Aer aten derst 1 5 * 18 * en J Waaren, se heißt es in dem Artikel u. A., aber Deutsch⸗ land schickt uns großere Bevölkerung als alle andern Län⸗ der zusammengenommen. Wir bekommen mehr Neuig⸗ keiten aus Frankreich als aus Denischland, aber wir be⸗ stommen aus Deutschland in einer einzigen Woche einen werthvolleren Zuwachs unserer Städte als von Frankreich un einem Jabrbundert. Die New⸗Dorker Times empfiehlt, das Werk sofort in die Hand zu nehmen, damit es ver Ende nächsten Jahres vollendet wäre. % Annoncen-Schwindel. Die„Thür. Zig. enthüllt folgenden Annoncenschwindel. Wiederholt befindet sich im„Allgemeinen Anzeiger“ hier eine Annonce, nach welcher„Handarbeit, für Jedermann,“ welche Winter und Sommer geht, sich für männliches und weibliches Geschlecht eignet ꝛc. einen jährlichen Gewinn von 300 bis 700 Tblrn, bei 5 Stunden täglicher Arbeitszeit abwirft und nur 5 Thlr. Betrtebskapikal erfordert, nachgewiesen werden könne. Gegen Franco-Einsendung von wied Information durch den Kaufmann L. Rosenbdaum anulassende Ursachen scin. N 5 N n Berlin, Schönhauser Allee Nr. 110, ertheilt und ver- lrächligen Thieren gegenüber oft verabsäumt wird, das ist spricht derselbe doppelte Zahlung des Betrages als Ent— schädignug zurück, wenn die Information die Annonce nicht rechtfertigt.“ Angelockt durch diese glückderheißende und ein lucratives Geschäft versprechende Annonce wandte sich vor wenigen Tagen eine arme Handarbeiterin von hier brieflich an den Menschenfreund Rosenbaum und er— hielt als Antwort, unter Erhebung von einem Thaler Postvorschuß ein Druckschriftchen, in welchem als ein Ge— winn von 300 bis 700 Thalern abwerfend empfohlen wird „Briefcouveris anzufertigen“ und solche in Masse an sich findende Abnehmer zu verkaufen. Die bitter enttäuschte Briefschreiderin beklagt den Verlust ihtes sauer erworbenen Thalers. Möge diese Thatsache eine Warnung vor jener Schwindelei sein. alles Verschulden, das Verkalben durch von frember Hand zugefügte Gewaltthätigkeiten, durch Stöße, Schläge, rasches Jagen, ferner durch eigene Gewallthätigkeiten, Springen, Wälzen, Anstoßen an seste Gegenstände sowie durch eigen⸗ thümliche Körperbeschaffenheit der Thiere, z. B. durch Vollblütigkeit, Neigung zu Verdauungssehlern, Schwäche der Gebärmutter ꝛc., entstehen kann, so ist doch in vielen Fällen die Ursache des Verkalbens in einer Nichtbeachtung derjenigen Umstände zu suchen, welche ersahrungsmäßig diese Erscheinung bedingen. Hierher gehören namentlich die Verabreichung von allzukalter Tränke im erhitzten Zu⸗ stande, die starke Fütterung mit Schlempe und sauer gewordenen Biertrebern, das Weiden auf nassen Triften, überhaupt die Zufuhr don nassem Grünfutter, die Ver abreichung von Hahnensuß- und Schirlingsarten im Grünfutter und Heu von muütterkornhaltendem Stroh, von gefaulten Karloffeln und bereiftem Grünfutter; aber Rosbach 30 kr., Sel. Garde 30 kr., Bertha Schönthal 30 kr., Frau Katzenstein 4 fl., Ebuard Hirsch 1 fl., M Seligman 1 fl., Prosessor Dr. Diegel 1 fl., L. Arnstein 1 fl. 10 kr., Mayer⸗Hirsch 1 fl. 45 kr.— Bei B. Grödel: von Emmerich Hanstein 1 fl. 45 kr., M. Reiß 5 fl., Becker& Engel 3 fl., Meyer-Meyer 1 fl. 45 kr., Georg Hanau 1 fl. 45 kr., M. Nußbaum und dessen Mutter 4fl., August Nauheim 1 fl. 45 kr. Ungenannt 24 kr., 1 fl., 1 fl. 30 kr.— Bei der Expedition d. Bl.: Ungenannt 2 fl., von H. Bechstein 2 fl. a Kür die Wittwe und Kinder des im hiesigen Bahnhöfe verunglückten Justus Seifert von Oberwöllstadt werden, wie die Expedition d. Bl., auch die unterzeichneten nur einem Thlr.] angelegte Fußböden der Ställe können das Verkalben ver— Mitglieder des Hülfsvereins-Vorstandes gern milde Gaben in Empfang nehmen, und hoffen, daß die Theilnahme an der traurigen Lage der Familie, welche so plötzlich ihren Ver— sorger verloren hat, ihnen solche Gaben werde zufließen lassen. Baur. Dr. Diegel. Fertsch. Foucar. Dr. Köhler. Mayer-Hirsch. Meyer. Müller. Nau. Dr. Pilger. A. Rausch II. Bei der Expedition d. Bl. ist ferner eingegangen von: M. Landau 1 fl., Ungenannt 1 fl., H. B. 1 fl. 45., F. A. W. I fl., Pfarrer Bornagius in Fauerbach b. Fr. 30 kr C. Glück 1 fl. Von dem eingegangenen Gelde haben wir heute der Wittwe Seisert 20 fl. zur Bestreitung dringend nöthiger Ausgaben übergeben. Wir bitten freundlichst um Zuwen⸗ dung weiterer Gaben. Die Expedition. Vorschuß- und Credit-Perein zu Friedberg. auch zu warme oder warmfeuchte Ställe, zu abhängig Was aber ganz besonders den die Fernehaltung von verstaubtem Heu. Dasselbe ent— steht gewöhnlich dadurch, daß das Gras bei spät eintre— lendem Hochwasser sich mit Erdiheilchen behängt, die auch durch die größte Sorgfalt beim Heumachen nicht entfernt werden können und selbst nicht dadurch zu be seitigen sind, daß man das Heu vor der Verabreichung mit dem Flegel und der Schüttelgabel behandelt. Solches Heu erregt immer heftigen Husten und in Folge der dadurch ent— stehenden Erschütlerungen ist das Verkalben fast unver— meidlich. Will man so verstaubtes, wie auch in Folge feuchter Einbringung verschimmeltes Heu noch ohne Gefahr für den Gesundheitszustand der Thiere nutzbringend machen, so kann dies nur in der Art geschehen, daß man dasselbe zu Häcksel schneidet und es dann als Brühsutter benutzt. Landwirthschaftliches „ Das Verkaldben der Kühe ist eines von den mnangenehmen Vorkommnissen, deren der Landwirth nicht selten ausgesetzt. Es handelt sich dabei oft weniger um das verloren gebende Kalb, vielmehr um den bedeutenden Milchverlust. Wenn nun auch bei aller Sorgfalt, die der Landwirtb seinem trächtigen Thiere zuweist, also ganz ohne Jür die nothleidenden Inden in Westrußland R Einnabme. Ausgabe ist serner eingegangen: Bei dem Comite: von L. H. fl. 9 457. 45 kr. Discontirte Wechsel fl. 7,747. 13 kr. Strauß 5 fl., Ungenannt 18 ke., Ungenannt 18 kr., bei, 10,264. 33„ Conto⸗Corrent„„ einer fröhlichen Veranlassung 2fl.— Bei Mayer-Hirsch:, 875.—„ Depositen„ 600.— von Hofgerichts-Advokat Trapp IV. 1 fl. 45 kr., Nathan], 4,542. 38, Darlehen u. Spareinlagen, 8,107. 53„ Hammel in Ober-Rosbach 1 fl. 10 kr., Professor Köhler, 860. 25, Wechsel-Incasso„„ 1 fl., Amschel Strauß 1 fl., Isaak Hammel in Ober— Miigliederzabl: 472. 22 1 1— Grassamen-Lieferung. 2253 Dienstag den 10. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Büreau Großberzoglicher Bürgermeisteret Ober Mörlen der zur Einsaat von 15 Morgen Gemeinde⸗Kunflwiesen erforderliche Grassamen mit fünf Centner in nachstehendem, auf den Morgen berechneten Mischungsverhältniß an den Wenigstnehmenden vergeben werden: 1) Lolium perenne, Enaltsches Raygras 5 Pfund. 2„ italicum, Italtenisches„. 4 3) Alopeeurus pratensis, Wiesenfuchs⸗ schwanz= 3 0 4) Poa pratensis, Wiesenrtepengres 2 0 5)„ trivialis, Rauhes Viehgras 23 1 6) Festuea pratensis, Wiesenschwingel= 2 5 7) Dactylis glomerata, Knaulgras 22 1. 8) Phleum pratense, Tinotbeegras. 9) Festuca elatior, Hoher Schwingel S 1½„ 10) Agrostis stolonifera, Fioringras— 5 11) Holcus lanatus, Doniggras—— 5 12) Aathoxanthum odoratum, Ruchgras— ½„ 13) Trifolium pratense, Rother Wiesenklee S 1 2 14) 1 repens, Weißer Klee— 2 15) hybridum Schwedischer 5 Bastard Klee= 2 1 Zusammen S 33½ Pfund. Die Lieferungs-Bedingungen werden im Termin be— kannt gemacht und find lufttragende Uebernehmer hier— nit eingeladen. Friedberg am 5. August 1869. In Auftrag Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen Greb, G.. Wiesen⸗Commissär. Vergebung von Bauarbeiten. 2276 Die zur Unterhaltung der Burgkirche zu Frted⸗ Herg ersorderlichen Bauarbeiten, veranschlagt: Maurerarbeit 13 fl. 40 kr. Zimmerarbett 12 81% Dachdeckerarbelt 8% 38, Schreinerarbeit e e Schlosserarbeit 8 Glaserarbtit 25 M——„ Weißbinderarbelt 191% 24„ Spenglerarbeit 124% 36„ ollen auf dem Submissionswege an die Wenicgstfordern— den vergeben werden. Voransch'ag und Bedingungen legen von heute auf dem Bürcau ver unterzeichneten Stelle offen, woselbst auch die Offerten mit der Aufschrist: „Submission zur Uebernahme der Arbetten bei Her stelung der Burgkirche zu Friedberg“ versehen, versiegelt und frankert bis späteslens Dienstag ven 17. August 1869, Vormittags 10 Uhr, eingereicht ein müssen. Friedberg am 7. August 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Reuß Ulace- Handschuhe, Fr Hh * 1 1 Die Aunft- Färberei, Druckerei und Wäscherei 2 2 2 5 von J. Küchel in Homburg v. d. H. 1137 empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Agenturen, wo Muster zur gefälligen Ansicht offen liegen und Bestellungen prompt und rasch besorgt werden, befinden sich in Friedberg bei Herrn Schäfer, Messerschmied. in Butzbach bei Herrn B. Küchel II., Gerber. Allgemeine Versorgungs⸗Aunstalt im Großherzogthum Baden. 2171 Rechnungs-Ergebniß des Jahres 1868. Activstand des Vermögens nach. 37 der Statuten gesichert angelegt 8,889,427 fl. Kassenverkehr 9.927 700 fl. Verwaltungs Aufwand 2 60 pet der laufenden Einnahmen. Ertrag der Neben⸗Anstalten beiläufig 30.000 fl. Reiner Einnahmsüberschuß betläufig 50.740 fl. g P Nach den Rechnungs Ergebnissen wachsende Leibrenten. stand 6,536.382 Jabl der Thellelnlagen 11844. Zahl der vollen Einlagen 18,869. Nachzahlungen und Gutschriften 110,852 fl. Renten 7 fl.— 300 fl. aus einer vollen Einlage von 200 fl. Summe der für 1869 aus- zuzablenden Renten 311,07 fl. Versorgungsverträge. Renten und Kapitalien in vorausbestimmten Beträgen und Aussteuer⸗ verträge. Zahl der Verträge 367. Versichertes Capital 139,202 fl. Versicherte Rente 13,187 fl Dividende 224t1 pCt. des Deckungsscapitals. Lebensversicherungs-Verträge 1713. Versichertes Capital 3,462.692 fl. Versicherte Rente 3633 fl. Devsdende 15 pCt. des Deckungs Capitals, das ist bet der einfachen Lebensversicherung durchschnittlich A4 pt. der Prämie. Capital 132 568 fl. Sparkasse. Zabl der Betbeiligten 972. Hinterlegungskasse. Zahl der destehenden Hinterlegungsscheine 2671 mit einem Capital von 1.746.668 fl. Tontinenvere ne. Zahl der Ein zeschriebenen 802 mit 1435 Emlagen. Auoführlichereg entbält der Recheuschaftsbericht für 1868, welcher auf unserem Büreau zu Karls- rube und auswärts be! unseren Agenten und Geschäftstreunden erboden werden kann. Daselbst werden auch die Anftaltsflatuten und Prospecte abgegeben und Beitrittserklärungen zu neuen Verträgen entgegengenommen. Der Verwaltungs rath. Zum Abschluß von Verträgen empfiehlt sich der Agent Bitsch in Friedberg. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist wieder vorrätbig: Neuster Taschen-Jahrplan Vermögen Faselochs-Versteigerung. 2278 Mittwoch den 11. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll ein det Gemeinde zustehender schwerer Faselochs im hiesigen Rathhause verstetgert werden. Ober⸗Wöllstadt ü den 7. August 1869. Großherzogliche Bürgermeiflerci Ober Woͤllstadt Ren 39* N 7* 5* Epileptische Krämpfe ae 14 heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. K i ö liseh in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. 3 e eke eg Ee gu. J8edre Mb G Err red 5 Crauspatent-Glycerinseife für die Mittel⸗Rhein gegend, Hessen, Nossau, Frankfurt, Rhein-Preußen. 1447 Wilh. Sturmfels. zu allen Preisen NMit Aenderung vom 15. Juft 3 FFF N ee — außerdem eine 0 — also im Ganzen fl. 19,000— Amerikanische Weltausstellung im alten Kursaale in Bad Nauheim 2273 wird Sonntag den 8. August eröffnet und ist täglich von Morgens 10 Uhr bis 8 Uhr Abends zu sehen. Näheres besagen die Programme. 2277 Auf mehrfaches Zureden bin ich bereit, während meines hiesigen Aufenthaltes in den Sprechzimmern des Herrn Dr. Bode jun., Parkstraße 326 resp. neuer Marktplatz, Mittags von 4—5 Uhr, Augenkranken Eonsultationen zu ertheilen. Für Unbemittelte unentgeltlich. Bad Nauheim. Dr. J. Stilling, Augenarzt aus Cassel. Für 1870 ist berelts erschtenen und bet Binder⸗ nagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim vorräthig:. Preis: 14 kr. 2088 Bei Gelegenheit der Mainzer Industrie-Ausstellung findet mit Genehmigung der Groß— herzoglichen Regierung eine.. Verloosung statt und ist die Zahl der Loose auf 25,000 je zu fl. m festgesetzt.— Die Verloosung findet am 15. September in dem Lokale des Gewerbvereins öffentlich statt und werden die Ergebnisse der Ziehung in der Frankfurter Zeitung, Frankfurter Journal, Mainzer Zeitung, Mainzer Anzeiger, Mainzer Wochenblatt, Mainzer Abendblatt und mittelst Ziehungslisten bekannt gemacht. Die Gewinne müssen längstens einen Monat nach der Ziehung gegen Ueber— gabe der eutsprechenden Loose abgeholt werden; die nicht erhobenen Gewinne werden alsdann zu Gunsten des Schulfonds des Mainzer Gewerbevereins wieder verwerthet. Als Gewinne kommen zur Verloosung, sofern die Zahl von 25,000 Loosen vergriffen ist: Ein vollst Salon⸗Ameublement im Werthe von Ein eleganter Bronzelustre nebst 4 Wandarmen circa fl 1800. im Werthe von ca. 300 fl. Eine elegante Equipage im Werthe von circa Ein Sopha nebst 2 Sesseln und 6 Stühlen fl. 1200. im Werthe von ca. fl. 300. Ein vollständiges Ameublement eines Speise-⸗ Ein silberplattirtes Geschirr für 2 Pferde im zimmers im Werthe von circa fl. 1000. Werthe von ca, fl. 300. Ein vollständiges Ameublement eines Schlaf- Ein elegantes Buffet im Werthe von ca. fl. 300. zimmers im Werthe von ca. 900. Ein feiner Porzellan-Ofen im Werthe von Ein Pianino im Werthe von ca. fl. 400. ca. fl. 250. Ein feuerfester Cassenschrank im Werthe von Zwei elegante Spiegel im Werthe von eirca ca. fl. 400. ö 16% 000 reiche Anzahl nützlicher Gebrauchsgegenstände im Werthe von fl. 11,000. Loose sind zu haben: In Darmstadt bei Carl Gaulé, in Friedberg bei L. Weis, in Büdingen bei Steueraufseher Minzenberger, in Nieder-Mockstadt bei E. Hill, in Vilbel bei W. Cullmann, in Altenstadt bei Gebhardsbauer, Polizeidiener, in Nidda bei Buͤrgermeister Reuning, in Gedern bei L. Stibbeling. Mainz, im Juni 1869. 2 f f Der Vorstand des Mainzer Gewerbevereins. FE — Sichere Heilun g 1 für Magenleidende Aerztlich empfohlen! Maxein's Lebenswein 2274 unter der Devise:„Gesundheit und langes Leben sind die größten Glücks⸗ güter der Menschen.“ Hebt und regelt die Verdauung und bewährt sich vor⸗ züglich bei Schwäche zuständen des Magens. Bestes Schutzmittel gegen Bleichsucht und Blutarmuth, sowie aus der daraus bervorgehenden Entkräftung. N General-Depot: Quehl& Drinhaus, Cöln. In Friedberg zu haben bei Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. „ Nauheim„„ Ph. J. Weiß. Preis pro Flasche 12½ Sgr. Wichtig für Bierbrauereibestzer! Nur was ächt ist, bewährt sich. 2142 Jedes schaal, sauer und trübe gewordene Lager-, sowie auch neue Schenkbiere, welche ursprünglich hell waren, werden unter Garantie durch mein unschädliches Mittel wieder glanzhell, fein moussirend und schmackhaft hergestellt. Die Unschädlichkeit, sowie der aus— gezeichnete Erfolg dieses Präparats beweist eine Masse besitzender Zeugnisse von den groͤßten Brauereien Deutschlands, Schweiz, Frankreich ꝛc., analysirt und begutachtet von geprüften berühmten Chemikern. Prämiüirt im Jahre 1868 mit der großen Bronee Medaille von der Kunst und wissenschaftlichen Provinzial-Ausstellung Pleschen. Bei Bestellung bitte um genaue Angabe der Zahl der Fässer und des Maas-Inhaltes jedes einzelnen Fasses. Versendungen nehme der Kürze wegen nach; Briefe bitte zu frankiren. Nähere Auskunft ertheilt Aug. Sigerist, Mengen, Waurtemberg. NB. Die Bestellbriefe bitte ich mit meiner Adresse versehen der Expedition dieses Blattes zu übergeben, von wo aus mir dieselben zugeschickt werden. 501 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehe billigen Preisen bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. cdu oe ugs ao Daaudrts ] Ob zue ad nog 1% ue eee eee ur eee nt meg en ens inn getz Zimmerleute 2275 finden dauernde Beschäftigung dei W. Hancke, Zimmermeister, oberhalb des Sandwegs Ecke der Sand⸗ flraße, Frankfurt a. M. Zu verpachten 2276 ein sehr srequentes Spezereigeschäft unter guten Bedingungen. B. Hecht. Frankfurt a. M. Allerheiligengasse 83. 2277 Zu den bevorslehenden Manövern balte ich mein Lager von Schweizer⸗ und Limburger⸗ Käsen beflens empfohlen. Neinhold Heydecke, Fran kfurt a. M. Fahrgasse 115. Vorzügliche Jaaterbsen 2271 zu billigem Preis bei 8 Jakob Stern, usagasse. Ein Zapfjunge 2137 wird gesucht von C. Walz. Versteigerung. 2225 Mittwoch den 1. Sept. l. J., Vormitags 9 Uhr ansangend, läßt der Unterzeichnele 7 Pferde nebst Ge⸗ schirren, 2 Cbaisen, 1 Omnibus und 1 Oeconomie⸗ wagen, sowie sonstige Oeconomie-Geräthschaften dahier meifibietend versteigern. Lich den 1. Augufi 1869. Henzel. Posthalter. 2122 kann unter vortheilhaften Bedingungen die Färberel etlernen bei etzendorf, Schönfärber. Kirchen buchsauszüget. Evangelische Gemeinde. Beerdigte: (Nachtrag) 24. Juli. Heinrich Boller, bies. Bürger und Fuhrmann, alt 61 Jahre 6 Monate 9 Tage, gest. am 23. Juli. 3. August. Auguste Schnauber, Tochter des Groß⸗ herzoglichen Försters auf dem Forsthause Winterstein Friedrich Karl Schnauber, alt 35 Jahre 5 Monate 22 Tage, 1 den 1. Auguft. 4. August. Juflus Seifert, Ortsbürger zu Bracht bei Marburg und Taglöhner, wohnhaft zu Ober⸗Wöllstadt, alt 30 Jahre, T am 2 Auguft. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Idustrirter Familienkalender. Uegenschirme eee 5 1 Moornild Auspende während! und die 2 sub. J. Bettef! offen tlie auf der Deltef 1 herzog vom 6. Betreff 11863 0 ur offer Duval Innern perordn Ein gesitteter Junge gan aaget