eben 1869. Famstag den 10. Zuli. M 79. berhessischer Anzeiger. ele Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstiag und Samfag. g un; donäͤth 2————— 0 * geschnitten 2 1 e e, Amtlicher Theil. »daug, Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren:. 3 Nr. 30. sub. 1. Bekanntmachung, die Besteuerung des Zuckers betr.— sab. 2. Bekanntmachung, die Besleuerung des Branntweins beir. . Friedberg den 6. Juli 1869. Großherzogliches Kreisamt Friedberg ge! Betreffend: Das Gemeinde Rechnungswesen, hier die Einsendung von Handbuchsauszügen für 1869. Friedberg den 8. Juli 1869. . N 5 2 2*„*„ 7 77 7* 7 — Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Da bis jetzt nur wenige von Ihnen unserer Verfügung vom 3. Mai d. J. entsproch en haben, so bringen wir dieselbe hiermit in Erinnerung Ute und erwarten sofortige Erledigung. 44 0 Tur a pp. Zetreffend: Die Regulirung der Ortsuhren. 8 Friedberg den 8. Juli 1869. in der pol Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. — Da die in obigem Betreff bestehenden Bestimmungen— enthalten in Nr. 49 des Intelligenzblattes von 1855— nicht überall pünktlich rover Junse ingehalten werden, obwobl wir durch Ausschreiben vom 8. October 1861 und 27. Januar 1866 in Nr. 80 des Intelligenzblattes von 1861 und Segen en Nr. 10 von 1866 dieselben in Erinnerung gebracht haben, so lassen wir solche abermals in Abdruck unter dem Anfügen nachfolgen, daß wir ei gegen Verhoffen wieder eintretenden Versäumnissen gegen die Schuldigen mit Dieciplinstrafen vorgehen werden. Hinkel i. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der dem Kreise Friedberg neu einverleibten Gemeinden wollen sich mit diesen Bestimmungen auch ekaunt machen und in ihren Gemeinden das Nöthige wegen der genauen Einhaltung anordnen. 8 Trapp. —— g Cut Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter in den Ptovinzen Starkenburg und Oberhessen. 1 Darm stadt den 26. Mai 1855. ietalwass⸗ Nachdem die Einrichtung getroffen ist, daß die Uhren sämmtlicher 5) An den Orten, wo sich keine Eisenbahn⸗Stationen, wohl aber n neben, Stationen der Main-Neckar⸗ und der Main- Weser-Eisenbahn täglich mit] Poststationen befinden, find die Orts⸗Uhren zweimal wöchentlich, Dienstags Hülfe der Bahntelegraphen und, soweit eine telegraphische Correspondenz und Freitags, nach den Uhren der Postbureaus zu richten, bei welchen awasset nuit einzelnen jener Stationen nicht besteht, auf andere geeignete Weise jedesmal die Zeit durch die mit Beaussichtigung der Ortsuhren beauf- n übereinstimmendem Gang nach Frankfurter Zeit erhalten werden, so soll tragten Beamten an den genannten Tagen zu erheben ist. siese Einrichtung dazu benutzt werden, eine periodische Regulirung 6) An den Octen, wo sich weder Eisenbahnstationen noch Post⸗ er Ortsuhren in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen herbeizu⸗ stationen befinden, sind die Orts⸗Uhren ebenfalls nach den Bureau⸗Uhren zen führen. Zu diesem Behufe sind in Uebereinstimmung zwischen den Groß- der betreffenden Poststationen zu richten. Zu diesem Behufe haben die rei ins Paub. erzoglichen Ministerien des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern von einer Poststelle abgehenden, oder bei ihren Rundgängen einen Postort und des Innern folgende Bestimmungen getroffen worden, zu deren Voll- berührenden Bezirksboten, insofern sie mit Uhren versehen sind, diese bei ., in größen a. 5 ee 5 g 5 a 5 2. * ug, insoweit sie Vorschriften für die Postbeamten enthalten, diese die er- ihrem jedesmaligen Ab- oder Weitergehen in ihrem Bestellbezirk nach der Schimpf. zorderlichen Weisungen unverzüglich erhalten werden. Uhr des Postbureaus zu richten und hiernach an jedem Orte des Rund⸗ —— 1) Die Postbureaus an Orten, wo sich Eisenbahnstationen befinden, gangs der von der Ortspolizeibehörde dazu bestimmten Person, welche sich i se. gaben täglich nach zwölf Uhr Mittags die Postbureau-Uhren nach den Eisen- zu diesem Endzwecke auf dem Bürgermeisterei-Bureau einzufinden hat, die 8 ahnstations-Uhren richtig zu stellen. richtige Zeit zum Behufe der Richtung der Orts-Uhren mitzutheilen. h f 0% 2) Bei den Postbureaus, von welchen Eilwagen oder Reitpost— 7) An denjenigen Orten, welche von einer Post passirt werden, in 3 e Sourse abgefertigt werden, hat der Post⸗Expeditionsbeamte die von dem welchen sich aber keine Postexpedition befindet, hat sich eine von der Orts- 1 dane 9 b ö Sonducteur oder Postillon mitzunehmende Cours-Uhr, nachdem er solche polizeibehörde dazu bestimmte Person wöchentlich zweimal(Dienstags und 1. 7 1 risch aufgezogen, kurz vor dem Abgange dieser Fahrten nach dem neuesten[Freitags) entweder bei der Personen⸗Annahmestelle des Orts, oder an e., Stand der Postbureau- Uhren zu reguliren. der Stelle, wo im Vorbeifahren ständig Zeitungen oder Briefpackete ab⸗ * . 1 1 3) Die Posteonducteure haben sofort die Burkau-Uhren sämmt- gegeben werden, oder falls auch eine solche Stelle sich nicht an dem Orte — 3 f, Ken Icher Poststationen der von ihnen befahrenen Route in ihrem Beisein nach befindet, an einer an der Poststraße liegenden, von der Polizeibehörde zu „e er Cours-Uhr richten zu lassen. In den Fällen, in welchen die Post⸗bestimmenden und der Postverwaltung zu bezeichnenden Stelle einzufinden, per 100 Gchund⸗ vagen nicht von Conducteuren begleitet sind, sondern die Postillons die] um von dem Conducteur oder Postillon nach der bei dem Wagen befind- Sours-Uhren mit sich führen, haben die auf der Fahrt berührt werdenden] lichen Postuhr die richtige Zeit zu erfragen und hiernach alsbald die b Expeditionen die Bureau Uhren nach den bei den Postwagen befindlichen[Orts-Uhr zu richten, oder richten zu lassen. „ Scheaul. Fours Uhren zu richten. Indem wir Sie von diesen Bestimmungen in Kenntniß setzen, be⸗ 4) An Orten, wo sich Eisenbahn⸗Stationen befinden, sind die Orts- auftragen wir Sie hiernach den Ortspolizeibehörden die erforderlichen 188117. Uhren mindestens zweimal wöchentlich, Dienstags und Freitags, einige[Weisungen zugehen zu lassen und den richtigen Vollzug derselben gehörig 7 4% Minuten nach 12 Uhr Mittags nach der Eisenbahnstations-Uhr durch zu überwachen. f 5 8675 vie mit Beaufsichtigung der Orts⸗Uhren beauftragten Beamten zu richten. Wee v. Lehmann. * 1 N* 1 119 6 7 N s Hessen. Darmstadt, 8. Juli. Zweite Daß aber ein preußischer Commandeur diesesf George, verschiedene Bestimmungen der Trank⸗ („. Fammer. Der Gesetz- Entwurf, die Folgen Correktionsmittel bei gemeinschaftlichen Massen— steuergefetzgebung betr., findet seine Erledigung 50% b. zer wegen gemeiner Vergehen gegen Militär- übungen verhänge, sei allerdings nicht ausgeschlossen.] dahin, daß die Regierung ersucht wird, eine 170%. PVersonen erkannten Strafen betreffend, bildet[ Dumont erhebt Protest hiergegen und will das Aenderung des Tranksteuergesetzes dahin zu ver⸗ 2. leute den ersten Gegenstand der Berathung Kriegsministerium dafür verantwortlich machen, anlassen, daß bei Wirthen und Weinproduzenten, —— ind kommt hierbei die unglaublich klingende wenn eine körperliche Züchtigung über einen hess. welche zugleich Weinhändler sind, der Füllwein . E Thatsache zur Sprache, daß damit die gesetzlich Staatsbürger verhängt werde. Es laufe dies der in einer dem wirklichen Bedarf entsprechenden a 1 inzulässige Prügelstrafe für unsere Soldaten wieder hessischen Verfassung zuwider und habe das Kriegs- Weise berechnet wird. Schließlich wird nach 1 · angeführt werden soll. Abgeordneter Dumont Ministerium die volle Verantwortlichkeit einer einem Antrag des Abg. Freiherrn Riedesel 3 5 achtet die Frage an die Regierungscommissäre, Verletzung derselben zu tragen. Das Resultat das Fohlengeld aufgehoben und das Sprunggeld 1 41 ub die einzuführenden preußischen Gesetze eine der Abstimmung ist Annahme des Gesetzentwurfs auf 3 fl. 30 kr. erhöht. g 2 Psrperliche Züchtigung erlaubten? Er erhält hier-— also Prügelstrafe!— nur 6 Abgeordnete geben„Friedberg. Des Großherzogs K. p., . auf von Stabsauditeur Verbier die Antwort, ihre Stimme dagegen ab. Die Kammer geneh- dessen Anwesenheit in hiesiger Stadt wir uns seit „ daß eine solche allerdings nicht ausgeschlossen, infmigte sodann die Verwendung von 30,000 fl. dem 16. v. M. schon erfreuen, begab sich am der letzten Zeit in Preußen aber beinahe nichts gegen 4 Stimmen für Umbau des Gymnasiums Morgen des 8. d. nach Darmstadt zur. 15 zorgekommen sei und ein hessischer Commandeur und verwarf die Bewilligung von 120,000 fl. der dortigen beiden Infanterie⸗Regimenter, 18 ede 772 ne solche Strafe gewiß nicht verhängen werde. für einen Neubau. Ein Antrag des Abgeordneten auf dem Ererzierplatze vorgenommen wurde. en Nachmittag verweilte S. K. H. in Jugenheim und kehrte am Abend hierher zurück. O Friedberg. Die erste Kammer unserer hess. Stände hat den vom Abg. Kritzler ge⸗ stellten und von der zweiten Kammer angenom- menen Antrag auf Aufbesserung des Gehaltes älterer Volksschullehrer mit 8 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Vergeblich vertheidigte der Präsident, Graf v. Erbach⸗Fürstenau, mit warmen Worten diese Aufbesserung; vergeblich wies Prälat Dr. Zimmermann auf den jetzt schon ein- getretenen Mangel an Schulamts-Aspiranten und auf die Thatsache bin, daß hinsichtlich der Be⸗ zahlung der Lehrer nur Preußen und Mecklen⸗ burg(J) hinter Hessen stehe, vergeblich machte er geltend, daß die höhere Besoldung durch die ge— steigerten Lebensbedürfnisse und die geforderte höhere Bildung bedingt sei.— Auf alle Billig ⸗ denkenden muß diese Abstimmung einen peinlichen Eindruck machen; den Lehrern ist dadurch eine wohlberechtigte Hoffnung wieder in die Ferne gerückt. Es ist wahr, die Kammern waren in dieser Session mehr als je in der Lage, viel, mitunter sündhaft viel Geld zu verwilligen, und mancher Steuerzahler athmete leichter auf, wenn hie und da eine Forderung abgelehnt oder redu— cirt wurde. Wenn aber gegen Ersparnisse, die von der ersten Kammer gefordert werden, von vornherein das Bedenken sich geltend macht, ob dieselben auch am rechten Orte möchten verlangt sein, so werden in unserem Falle insbesondere nur äußerst Wenige für dit Behauptung einstehen mögen, der Aufwand von 500 fl. für eine Lehrtr⸗ besoldung sei ein unnöthiger und überflüssiger. Im Volke und bei allen Wohimeinenden lebt eine andere Ueberzeugung, die Ueberzeugung nämlich: Wenn irgend eine Forderung gerechtfertigt war, so war es diese. Die Frage liegt einfach so: Soll es mit der Volksschule vorwärts gehen oder nicht? Wem freilich Volksbildung als eine gleich— gültige oder gar lästige Sache erscheint, der wird die Frage verneinen; das Volk selbst aber, die große Masse der Steuerzahler, deren Kinder auf die Volksschule als ihre Bildungsstätte hingewiesen sind, hat ein wohlbegründetes Recht auf Hebung dieser Bildungsstätte. Frhr. v. Riedesel meint zwar, es sei in der letzten Zeit genug geschehen. Ist dem wirklich so? Wir sind die Letzten, die verkennen, was wirklich geschehen ist. Aber sind dadurch die Schulstellen in der That, den heutigen Geldwerth in Betracht gezogen, besser geworden, als sie vor 30 Jahren und früher schon waren? Wir bestreiten dies ganz entschieden. Es ist da mit gegangen wie jenen Nordpolfahrern, die mit Schlitten auf dem Eise nach Norden vorgedrungen und endlich gewahr worden sind, daß die ganze Eismasse, während sie mit aller Anstrengung vor- wärts drangen, rückwärts nach Süden sich bewegte. Es kann hier nicht die Rede sein von den Vica⸗ riaten, die geben keinen Ausschlag. Aber die definitiv besetzten Schulstellen werden zu zählen sein, die nicht mindestens ihre 200- 300 fl. ein⸗ trugen, und das zu einer Zeit, wo die Preise aller Lebensbedürfnisse mehr als um die Hälfte niedriger waren als jetzt. War das nicht ebenso viel und mehr als jetzt 500 fl.? Ja noch mehr. Damals gab es selbst auf dem platten Lande eine Anzahl Stellen, die weit mehr, bis zu 1000 fl. ein- brachten. Man hat, wo sie existirten, dies nicht für zu viel gehalten, sonst wären sie wahrscheinlich nicht so reichlich dotirt worden. Erst der neueren Zeit, war es vorbehalten, solche Stellen mehr und mehr verschwinden zu machen; man hat sie be⸗ schnitten, hat aus einer zwei gemacht. Und vor so und so viel Jahren war man nicht der Meinung, daß es so herrlichgut mit den Schuldotationen stünde, im Gegentheil, man wollte eben mit der Aufbesserung erst eigentlich beginnen.— Gra Görz hat ein anderes Bedenken: Die Revolution buhle mit dem Lehrerstande, dem Drängen müsse Einhalt gethan werden. Sollte damit gesagt sein, daß der weiteren Entwickelung der Volksschule Einhalt geboten werden müsse, so wäre dies ein vergeblich Bemühen. Der Staat der Zukunft kann nicht existiren ohne eine tüchtige Volksbildung. Im Uebrigen wäre es wenigstens erklärlich, wenn — der Lehrerstand in die Arme der Revolution ge⸗ trieben würde; denn kein Stand in der jetzigen Gesellschaft ist im Verhältniß zu den Anforderungen an die Qualität seiner Leistungen kärglicher bezahlt als gerade der Lehrerstand. Die Lehrer unseres Landes aber dürfen eine Insinuation, als lieb⸗ äugelten sie mit der Revolution, mit gutem Ge⸗ wissen zurückweisen. Sie werden sich auch durch einen Kammerbeschluß nicht entmuthigen lassen, in treuer Erfüllung ihrer Berufspflichten fort zuarbeiten. Sie leiden in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht an anmaßlicher Selbstüberhebung; sie fühlen, daß wenn ihre Bildung ihrer jetzigen Stellung mehr als entspricht, dieselbe gleichwohl noch vielfach mangelhaft erscheint im Vergleich zu der hohen Aufgabe ihres Berufes. Sie werden auch ferner der Ueberzeugung sich nicht verschließen, daß die thatsächliche Anerkennung, deren ein Stand in seiner Gesammtheit ganz und vollständig sich würdig erweist, ihm für die Dauer nicht vorenthalten werden kann. Mainz. Die Gesellschaft Jesu hat, wie all- jährlich, auch in diesem Jahre den Katalog ihrer Mitglieder im römischen Gebiet veröffentlicht. Darnach hat sich von 1844 bis 1869 die Zahl der Mitglieder verdoppelt. Im Jahre 1838 lebten 3067 Jrsuiten in allen Ländern der Welt. Das Jahr 1844 weist eine Vermehrung der Mit⸗ gliederzahl um 1072 Personen auf, indem der Orden in diesem Jahr 4139 Angehörige zählt e Am 1. Januar 1869 beläuft sich die Zahl der Jesuiten auf 8584. In Deutschland, Frankreich, Oesterreich, Belgien und den Niederlanden war die Zahl der Väter der Gesellschaft 641 im Jahre 1838; im Jahre 1868 aber, also gerade 30 Jahre später, belief sich die Zahl der Jesuiten in den genannten Ländern auf 2190. Preußen. Berlin. Wie verlautet, soll der Finanzminister beabsichtigen, den Etat, welcher bis daher ein Ganzes bildete, für das Jahr 1870 in zwei Abtheilungen zu theilen, von denen die erste die„nothwendigen“ Ausgaben, die zweite die„nützlichen“ enthalten wird, und so dem Land— tage vorzulegen. Lehnt der Landtag nun die Bewilligung der verlangten Einnahmeerhöhungen ab, so würde der Etat für die nützlichen Aus gaben einfach zu den Acten gelegt werden, das beißt die Staatskasse leistet nur Zahlungen für das Militär, sowie die nothwendigsten Ausgaben für die Verwaltung. Höchst. Auf dem rechten und linken Main- ufer finden gegenwärtig für das Projekt der An- legung eines Mainschifffahrtscanals von Frank— furt a M. nach dem Rheine zu Vermessungen und Untersuchungsarbeiten statt. Zur Vornahme dieser Arbeiten hat die Frankfurter Handelskammer die Concession erwirkt. Bayern München. Die„Correspon— denz Hoffmann meldet: In der Bundesliquida— tions Commission haben sich sämmtliche Bevoll mächtigte nach Darlegung des Standpunktes ihrer Regierungen über die Behandlung des vormaligen Bundesfestungs-Eigenthums gegen die Theilung des Materials in Natura oder durch Verkauf und Erlösrepartition ausgesprochen, weil solches weder im Interesse der süddeutschen Staaten, noch ohne große Opfer durchführbar wäre. Frankreich. Paris. Folgendes ist der Wortlaut der Interpellation des Tiers-Parti, wie er wahrscheinlic) im gesetzgebenden Körper gleich nach dessen Constituirung niedergelegt werden wird:„Wir wünschen die Regierung zu inter pelliren über die Nothwendigkeit, der Stimmung des Landes zu entsprechen, indem sie dasselbe auf eine wirksamere Weise an der Leitung seiner Ge— schäfte theilnehmen lasse. Die Schaffung einer Ministerverantwortlichkeit und das Recht für den gesetzgebenden Körper, die organischen Bedingungen seiner Arbeiten und seiner Beziehungen zu der Regierung zu reguliren, würden nach unserer Ansicht die Hauptmaßregeln zur Erreichung dieses Zweckes sein.“ — Zur belgischen Eisenbahnfrage bringen Pariser Blätter folgende Aufklärungen: Es han— delt sich in diesem Momente durchaus nicht mehr um eine Convention zwischen dem Staate Frank— lediglich um die Aufstellung als Norm derje reich und dem Staate Belgien, nN Grundsätze, welche einem Vertrage als dienen können, der später von den franzö und belgischen Eisenhahn⸗Gesellschaften a ist und den alsdann die beiden Staaten mehr anfechten zu wollen sich verpflichten. 8 also morgen oder übermorgen unterzeichnet werden soll, ist nichts als eine Art Protokoll, welches di⸗ Basen der später abzuschließenden Eisenbahn-Con⸗ vention der betreffenden Gesellschaften aufstellt. — Napoleon scheint gegenwärtig gute Miene zum bösen Spiel zu machen, indem er eine Art Verständigung mit der Opposition sucht und sogar vor einer Berührung mit der äußersten Linken nicht zurückschreckt. Es wird nämlich berichtet, daß unter den am 5. d. bei Hofe Eingeladenen sich auch die Herren Ferry, Gambetta, Leferre, Portalis, Kératry befanden, welche jedoch so wenig Takt hatten, die Einladung abzulehnen. An- derwärts weiß man sich besser, nicht so linkisch unhöflich, zu benehmen, und schlägt eine so freund⸗ liche Einladung nicht aus. Großbritannien. London. Oberhaus. Specialdebatte der Kirchenbill. Das Amendement Cairn's, betreffend die Reservirung des Ueber schusses der Kirchenrevenuen zur zukünftigen Ver- fügung des Parlaments anstatt dieselben wohl⸗ thätigen Zwecken zu widmen, wurde krotz des ernsten Widerspruchs Granville's mit 150 gegen 90 Stimmen angenommen. Das Haus genehmigte ferner sämmtliche noch übrigen Paragraphen und schloß somit die Spezialberathung. Die Bill muß nunmehr noch die dritte Lesung passiren. Spauien. Madrid. Die Ministerkrisis ist als beendet anzusehen. Zu Ministern wurden ernannt: Zulla für Justiz, Martos für öffentliche Arbeiten und Bercerra für die Colonien. Serbien. Belgrad. Die von einer Commission entworfene Verfassung gewährt Minister⸗ verantwortlichkeit, Preßfreiheit, Gleichheit aller Bürger, Gemeinde-Autonomie und Unabhängigkeit der Gerichte. Der Senat bleibt ein der Re— gierung berathend zur Seite stehender Körper, die Skuptschina theilt die Letzislative mit dem Fürsten. Die Repräsentanten werden auf 4 Jahre gewählt, eine Anleihe von der Regierung darf nicht ohne Einwilligung der Skuptschina gemacht werden. Amerika. Newpyork. Die Feier der Unabhängigkeits Erklärung wurde in den nörd⸗ lichen Staaten mit großem Enthusiasmus began; gen. kerang der suͤdlichen Staaten der ofssziellen Feier gegenüber ein sehr apathisches. „Friedberg. Die wiederholt besprochenen, zu Wölfers⸗ heim stattgehabten Excesse zwischen dortigen Einwohnern und preußischer Einquarlterung betressend, erhalten wir von unserem ersten Herrn Berichterstatter eine in die Details eingehende Widerlegung der unter dem Motto„der Wahr⸗ heit die Ehre“ erschienenen Berichtigung. Der Einsender hält darin seine Darstellung der beklagenswerthen Ereig- nisse, als durch die glaubwürdißsten Zeugen festgestellt, aufrecht und erklärt die Darstellung jener Berichtigung für eine Verdächtigung der Wölfersheimer Bürger. Wir glauben um so mehr, hier auf diese Angelegenheit nicht weiter eingehen zu sollen, da der Herr Beischterstatter eine von Wölfersheim aus beautragle gerichtliche Untersuchung in Aussicht siellt, welche jedenfalls Wahrheit und Klarheit über diese Vorfälle bringen wird. Frankfurt. Das Project unsere Stadt durch eine Wasserleitung aus dem Vogelsberg mit gutem Wasser zu versehen, ist jetzt seiner Ausführung um einen Schritt näher gerückt, indem von Seiten der Staatsregierung die Con⸗ cession zur Vornahme der nöthigen Vermessungsarbeiten ertheilt wurde, welche unter Leitung des Hrn. Ingenienrs“ Schmick ausgeführt werden sollen. Fraukfurt. Vor Kurzem entfernte sich von hier ein 11järhiger Knabe, ohne daß man ermitteln konnte, wohin sich derselbe begeben hatte. wieder habhaft geworden, indem die Miltelrh. Zeitung aus Dillenburg meldet: Dieser Tage traf ein Knabe von 10— 12 Jahren, gut gekleidet, mit einem Schulranzen auf dem Rücken, in Gesellschaft eines Handwerksburschen hier ein“ und suchte in der hiesigen Herberge Untejkommen. Der selbe gehörte einer angesehenen Familie in Frankfurt au.“ Er war in der Schule bestraft worden, und da er die Strafe, die ihn in Folge dessen zu Hause erwartete, be— fürchtete, zog er es vor, das Weite zu suchen. Er kam auf seiner Flucht glücklich bis Wetzlar, wo ihm das Geld ausging; er versuchte nun seine Schulbücher zu verkausen, was ihm jedoch nicht glückte, dagegen wurde ihm von einem Herrn wegen seines gesälligen Aussehens die Eisem Hingegen war das Verhalten der Bevöl⸗ Es scheint, daß man nun seiner“ welch dige de — 5 2069 nebst bessert 1001 finden zeichne dülhe. eulbel Mäde lispee D 2062 neue 1 Oberhaut Amendemr des Uebe 1 von a dährt Minifn Hleichheit alu Unabbaͤngigle ber N. det Norpe t u* u aul Ane ttung w tz china gema Die Feier de in den nö iasmus biget an der Bert zsgziellen Za dahn bis Herborn bezablt. Von da an wanderte er zu Fuß hierher, versetzte hier seinen Schulranzen und wan⸗ derte wieder weiter, angeblich den Weg nach Bremen suchend. Sein geängsteter Vater war ihm nachgereist und i es den Bemühungen des königl. Landrathsamts hier gestern gelungen, den Knaben in Brilon anhalten zu lassen. Offenbach. Es coursirt dahier das unheimliche Ge⸗ rücht, daß kürzlich ein Scheinsodter beerdigt worden sei. Ein hier wohnender Arbeiter von auswärts ohne Familie habe beim Schützenseste des Guten zu viel gethan, sei vom Schlage gerührt und bereits nach 24 Stunden, während welcher die Leiche im Friedhofshäuschen gelegen, nach ärztlicher Bescheinigung des Todes bestattet worden. Bei der Bestattungsrede des fungirenden evangelischen Geist⸗ lichen nun habe dieser Geräusch im Sarge wahrzunehmen gemeint und diese Wahrnehmung auch den Todtengräbern, welche als einzige Begleitung umherstanden, mitgetheilt; diese sollen jedoch(so erzählt man) kurzweg erklärt haben: der Mann sei„so todt wie Einer“, und ihn darauf ohne Weiteres eingeschaufelt haben. Hiermit will sich jedoch die öffentliche Meinung durchaus nicht beruhigen, man ver⸗ langt strengste Untersuchung, um volles Licht in die Sache zu bringen, damit der Wiederkehr ähnlicher entsetzlicher Möglichkeiten mit allen Mitteln vorgebeugt werde. Worms. Die Schützengesellschaft in Worms hat burch einstimmigen Beschluß die Abhaltung des 5. mittel⸗ rheinischen Bundesschießens im Jahre 1871 in Worms angenommen. In der Versammlung wurden gleich 1200 fl. zur Deckung eines etwaigen Deficits gezeichnet. Aus Herrieden wird der„Fränk. Zig.“ berichtet: Noch herrscht über sast ganz Europa die Polarströmung, auch ist das Luftmeer dabei wieder sehr ruhig, und namentlich sind die Luftwellen so niedrig, daß die Baro— meterdifferenzen am 2 Juli nur 11.3mm, 755.7 Haparanda und 76¼0 Lyon entzifferten. In der Regel deutet dies auf den Einteilt einer Reihe schöner Tage, doch in diesem Jahre alteritt die abnorme Richtung des Europa von Südwest nach Nordost durchziehenden Luftthales sowte ber durchschnittlich mittlere Stand des Luftoceans diese Vor⸗ hersage, wenigstens ist bald wieder eine Unterbrechung des jetzigen guten Wetters möglich. Lohalgewerbpereins-Sitzung Samstag den 10. Juli. Tagesordnung: 1) Rechnungsabhör der Mäbchenschule, 2) Beschickung der Genetalversammlung in Mainz. Deer Mio r st a n. Flaschen⸗Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr., bei Bindernagel& Schimpff. Hofapotheke zum Mohren. 2059 Zum Einmachen von Früchten empfehle einen ganz vorzüglichen reinen Weinessig nebst den feinsten Gewürzen, sowie Pergamentpapier zum Zubinden der Glaser als besseren Ersatz für die Blasen. Hofapotheke von Wilhelm Sturmfels. Durchsichtige Glycerinseife! 1789 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilh. Fertsch. Junge Mädchen, 1961 welche hiesige Lehranstalten desuchen wollen, finden von Mitte August an in der Familie der Unter⸗ zeichneten freundliche Aufnabme und gründliche Nach— dülfe in ihren Unterrichtsgegenständen. Nähere Auskuuft ertbeilen gütigst die Vorfleherin des Hoffmännischen Mädcheninstituts, Fräulein Grein, sowie Herr Schul⸗ inspector Dr. Fridolin Wagner. Darmstadt. F. 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Juni, Nachmittags 2 Uhr, in Friedberg.(Bei günstiger Witterung auf dem Ossen⸗ heimer Jagdhaus, Nachmittags 3 Uhr.) Zur gefälligen Beachtung für ein verehrliches Publikum! 2039 Wir finden uns veranlaßt, dem verehrlichen Publikum, mit Rücksicht auf die öffentlichen Anzeigen, die in jüngster Zeit wieder in unseren Localblättern mit Offerten und Empfehlungen zu billigen Waareneinkäufen auftauchen, den Werth solcher Anzeigen ins wahre Licht zu stellen. Alle diese bramarbafirenden, Ankündigungen, welche den Ausverkauf, wegen Geschäftsaufgabe, wegen Umzug u. dergl. und darum den Preis 25% unterm Einkauf ausposaunen, sind wetter Nichts als auf die Leichtgläubigkeit des Publikums berechnet und müssen ino Gebiet des marktschreterischen Humbugs und Schwindels verwtesen werden, wohin sie gehören.— Findet sich ein Käufer durch solche Anzeigen verlockt, so wird er bald gewahr, daß die spottbillig ausposaunte Waare das un⸗ brauchbarste, erbärmlichste Schundzeug ißt, und einmal im Ladeng, werden ihm dann auch die besseren Waaren⸗ sorten vorgezeigt, die er dann schließlich zu einem hohen Preise erhandelt, zu spät merkend, daß er seinem seit⸗ herigen reellen Geschäftsmanne, zu seinem eigenen Schaden, untreu geworden ist.— Waaren, die durch längeres Lagern Noth gelitten baben oder außer Mode gekommen find, werden von Zeit zu Zeit von jedem soliden Geschäftsmanne zurückgesetzt, ohne als Köder verwendet zu werden mit 10%, zuweilen noch mehr unter dem kostenden Preise verkauft, nachdem die resp. Käufer in lopaler und nicht in humbugiöser Weise unterrichtet worden find.— Bei diesem wahren Sach- verhalte dürfen wir wohl von dem verehrlichen Publikum voraussetzen, daß es denn doch vorzieht, seine Waaren⸗ bedürsnisse bei bekannten und soliden Geschäftsleuten, und nicht bei Marktschrelern, zu bezieben. Mehrere Manufacturwaarenhändler Friedbergs. Repskuchen! ssets frisch von der Mühle bei 2 4 Wilh. Fertsch. Hofapolheke zum Eugel. Lager sämmtlicher Mineralwasser 2024 genau nach Dr. Struve, dem am meisten renom⸗ mirten Fabrikanten. 1— 1 2 Selters⸗& Sodawasser 2 Flasche 4 kr., ½ Flasche 5 kr. frei ins Haus. C Görtz, Hofapotheker. 2011 1990 in der Burg, destehend in 4 Zimmern, 1 Küche mit Spelsekammer, Magdstube und Kammer, Waschküche und zwei Holzställen nebst einem Gärtchen am Hause, ist bis zum 1. October zu vermiethen. Näheres ist bet derrn Martin Mondigler J. zu erfahren. 2058 Trinkha per Glas nur 2 kr. 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Juli, Abends 7 uhr, Concert, ausgeführt von einer Abtheilung des Musikcorps des hiesigen Garde— 2061 Jäger⸗ Bataillons. Entrée 6 kr. Windecker's Felsenkeller. Sonntag den 11. Juli Concert, ausgeführt vom ganzen Musikcorps des hiesigen Jäger Bataillons. Illumination der beiden Gärten nebst Feuerwerk. Wiener Exportbier. M. Scheibel. Schwalheimer Brunnen. 2030 Bei günstiger Witterung Sonntag den 11. Juli Kirschenfest mit Harmonie⸗ und Tanzmusik, wozu ergebenst einladet Georg Bailly. 1 75 dl öblirtes 5 — UMene Häringe! in freundliches möblirtes Zimmer 75 hat c d 5 sdachdec ü N 2 Schneider, Hofdachdeckermeister 4861 bei Wilh. Fertsch. in der Burg. a 2054 2040 Nächsten Sonntag den 11. Juni findet bei Unter⸗ zeichnetem ein Preiskegelschieben statt. Der erste Preis beträgt 30 fl. u. s. w. Ober⸗Ros hach. Winter, Gaßwirtb. 2041 Künftigen Sonntag den 11. Jult wird das Kirschen⸗ fest dahier gefeiert, verbunden mit Tanzbelustigung. Kirschenkuchen ist bestens gesorgt, und ladet höflichst eln Chausseebaus bei Ilbenstadt, 8. Jult 1309. Gottfried Mörschel. Kirchliche Anzeigen für riedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. 7. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Jost. Nachmittags: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakouus Mayer. Nachmittags: Herr Candidat Schmidt. Sonntag den 18. Juli Abendmahl in der Stadtkirche, Katholische Gemeinde. 8. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 8 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: Um halb 2 Uhr Christenlehre und Andacht Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens 6¼ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs-Blatt Nr. 28 und eine Beilage.) Preiskegelschieben. Für gute Speisen und Getränke, sowie für vorzüglichen 1 200, Die petden auf pelle: 11 10 öffentlich m off del l W Mi soll dabier 150⁰⁰ ‚ 90 0 gach den Kirschenfest. den Bebint Mari Deff 2036 Na Wilheln wohnhaft, it, werde N botbeftimn Zusprüche kechle gelt Masse aue In die Arrangem und Ma waltung werden. Die Vollmacht den Veschs angtsehen. Frsed 1 6 2034 bberschl Eheleute in peschez und über vagen sol ih Anna Nocemajeor Fried enn 0 2087 D Friede in Land, seigert 16 ötsel 1 W ant aun v SIS Mm an S nei ben. et del nd döflichst einlan Weitzel. ieben, endet bel Lale Der ert Ni r, Gafwillt. — — Ititdbttt t. diezel; 1111 1010 zetkircht eiche l 7 ig ud nate la, 1 hessischer Anzeiger. M 79. ö N N 1 Holz⸗Versteigerung. 206 Dienstag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, sdlen in dem Freiherrlich v. Rothschüld'schen Walde utenberg 5400 Stück Eichen⸗Schälwellen, W„ Stämmchen kfentlich meistbletend versteigert werden. Okarden den 5. Juli 1869. Der Frelberrliche Revierförster Hilgen reiner. Holz⸗Versteigerung. 207 Dtenstag den 13. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, — 45 auf dem Großberzoglichen Dorbermer Berg— terke: 71 Stecken altes Grubenholz, 7 Haufen Zimmerspäne Fentlich meifibietend versteigert. Dorbeimer Bergwerk den 5. Juli 1869. Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch. Lieferung für das Landeszuchthaus. 28 Mittwoch den 21. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, sil dahier die Lieferung von 1500 Centner Ruhrer Steinkoblen, Feltschrot erster Qualität und 30 Ceniner Schmiedegries, luch den auf unserem Büreau zur Einsicht offen liegen⸗ im Bedingungen durch Soumission vergeben werden. Marienschloß den 7. Juli 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Directlon Kulspel. Deffentliche Aufforderung. 435 Nachdem über das Vermögen des Metzgermeisters Bilbelm Bieler von Friedberg, dermalen in Nauheim wohnhaft, der förmlsche Concursproceß erkannt worden „ werden dessen Gläubiger aufgefordert, in dem auf Mittwoch am 1. September l. J., Morgens 9 Uhr, lerbestimmten Liqutdationstermin ihee Forderungen und zusprüche jeder Art anzumelden, auch eiwaige Vorzugs⸗ uchte geltend zu machen, widrigensalls sie von der Nasse ausgeschlossen werden. In diesem Termin soll wiederholt der Abschluß eines wmrangements veisucht, eventuell ein Gläubigerausschuß ind Massecurator definitiv gewählt, sowie über Ver⸗ taltung und Versilberung der Masse Beschluß gefaßt rerden. Die weder persönlich erscheinenden, noch durch Be⸗ kollmächtigte genügend vertretenen Gläubiger werden als n Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen. Friedberg am 28. Juni 1869. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. 10 Ei e e u ng 034 Forderungen und Ansprüche jeder Art gegen den werschuldeten Nachlaß der Peter Birte ck's stheleute von Assenheim, find Mittwoch den 11. August l. J., ö Morgens 9 Uhr, welchem Termine zugleich ein Arrangement versucht und über die Behandlung dieser Sache beschlossen vierden soll, bei Meidung Ausschlusses von der Masse Issp. Annahme der Zustimmung zu den von der Gläu⸗ ligermajorität zu fassenden Beschlüssen, anzumelden. Friedberg den 1. Jult 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 237 Die Lieferung des für das Bezirksgefängniß zu trtedberg auf ein Jahr erforderlichen Brennholzes soll Freitag den 16. Juli l. J., Vormittags 11 Ubr, im Landgerichtslocal an den Wenigsinehmenden ver⸗ feigert werden. b Friedberg am 8. Juli 1869. ee ie Landgericht Friedberg . Mein Möbel-Lager 1001 in einfacher und reicher Arbeit empfehle ich zu den billigsten Preisen. Sommer⸗Jalousien, zeuster Confruktton, für in und außer den Fenstern, werden inch Maß mit allem Zubehör zu Fabrikprelsen beliefert. Bad Nauheim. H. Blensdorf, Hof⸗Tapezier. Ote Fuhrleute wollen die Gegenscheine, Gegenscheins erforderlich. Dorheimer Bergwerk den 23. Juni 1869. billigen Preisen: Kleiderstoffe in Poplin und Rips in schönsten u. modernsten Dessins von 12, 14, 16 u. 18 kr. Thibet, braun, blau und pence, von 26 kr. an. Schöne Lüstre 14, 16, 18 und 20 kr. Doppel⸗Luüstre per Elle 15, 16 und 18 kr. Carrirte Baumwollzeuge per Elle 11, 12 u. 14 kr. Dieselben in braun per Elle 8 kr. Aechtfarbige Jaconets, neueste Dessins, per Elle 12 kr. Bareche in allen Farben per Elle 12 kr. Carrirte Seidenzeuge per Elle 45 kr. Schwarzen Taffet per Elle fl. 1. Roth und schwarze Cachemirdecken zu fl. 1. 45. und' fl. 2. 30. Möbeldamast, rein wollener, in allen Farben, per Sopha⸗Ueberzug 6 Ellen, fl. 8. Vorhänge in Ramage von 12 kr. an bis zu den feinslen Tuͤllbordüren, per Fenster 10 Ellen, 20. Handtücher per Dutzend von fl. 2. an. Sommermäntel, Auswärtige Aufträge nehmen gegen Postvorschuß expedirt. convenirende Friedberg. Proben können nicht versenden, Artikel jederzeit gegen Umtausch zurück. Becker& Engel. Braunkohlen- Verkauf. 1890 Für die gegen Credit zu beziebenden Braunkohlen beglnnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Bergwerk mit dem 1. Juli 1869 eine neue Creditperiode laufend bis Ende September und verbunden mit einer Zablungs⸗ frist bis Ende December d. J. Der Preis der Kohlenklötze ist wie selther 12 kr. Klötze. Holzkoblen werden, sowest der Vorrath reicht, der gemessene Centner zu 16 kr. verabfolgt. der Consumenten wird es liegen, wenn sie sich vorher durch wollten, ob die gewünschte Koblenquantität gerade voträthtg ift. welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenscheine notirt werden können. Bei Zahlung der Credlisumme an Großherzogliche Bergkasse zu Frledberg ist gleichfalls die Vorzeigung des für den Ceniner— 14 Stück Im Inleresse Anfrage bet der unterfertigten Stelle vergewissern Großherzogliches Bergamt Dorheim tor ch. I 0 S ch 2042 In Folge unseres baldigst bevorstehenden Ueberzugs in unseren neu errichteten Laden offeriren wir einem werthen Publikum nachfolgende Artikel zu den beigesetzten außergewöhnlich Teppichzeuge in rein Wolle per Elle 24 kr. / breite Bettzeuge, ächtfarbig, schon von 2 kr ang. Hausmacher-Leinen von 16 kr. an. Weißen Shirting per Elle 8. kr. Halb Leinen per 30 Ellen fl. 3. Rein Leinen„ 30„ fl. 8. (sowie in allen feinen Qualitäten.) 3 Elle Betttuch-Leinen von 48 kr. an. Tischtücher von fl. 1. bis zu den feinsten. Servietten per Dutzend von fl. 3. 30 an. Weiße leinene Taschentücher per halbes Dutzend . 1, 12. Weiße baumwollene Taschentücher per halbes Dutzend 45 kr. 2 Elle breiten Bettzwillich von 34 kr. an. 2 Elle breiten Buckskin per Stab von fl. 3 an. Ein Parthie baumwollen Hosenzeug per 4 Ellen 48 kr. Mantillen, Tuch und seidene Paletots verkaufen wir, um damit unser Lager völlig zu räumen, bedeutend unter dem Preis. nach wie vor gerne entgegen, dieselben werden prompt nehmen jedoch etwaige nicht 1094 / engl. Pfd-Topf 1 engl. Pfd-Topf A fl. 2. 54. 4 589. mit schönem gegen Nässe hallbaren Glanz, farbe) und der reine Glanzlack. 2 2 2 9* 2 9 125* 5 Liebig's Fleisch-Extract aus Süd-Amerika(Fray-Bentos) der Liebig's Fleisch- Extract Compagnie, London. Grosse Ersparniss für Haushaltungen. Augenblickliche Herstellung von kräftiger Fleischbrühe 2u ½ des Preises derjenigen aus frischem Fleisch, Bereitung und Verbesserung von Suppen, Saugen, Gemüsen eto. Stärkung für Schwache und Kranke. Goldene Medaillen auf der Pariser Ausstellung is6z u. Havre Ausstellung 1868. 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Sturmfels. nn,, y. für kommende Saison die Muslercollection su feinen so. wohl als in billigen Damenkleiderstoffen soliden Geschäftsleuten zu übergeben. wollen ihre Anfragen sofort schristlich an die Expedition dieses Blattes richten. 1991 Ein Frankfurter Manufacturwaarengeschäft wünscht Nur solche, die einen lohnenden Absatz hlersür haben, 2050 zwei neue Klelderschraͤnke, mebrere alte Kommoden, Küchenschränke und Beitstellen u. s. w. bat billig zu ver⸗ kaufen Heinrich Wagner, Schreinermeister. Bekanntmachung. 2038 Bei der heute stattgefundenen Verloosung der landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthschaften des Mechanikus Johannes Fillmar dahler find folgende Nummern gezogen worden: 91. 456. 558. 668. 778. 784. 1125. 1345. 1348. 1349. 1707. 1787. 1789. 1815. 2234. 2383. 2686. 3075, 3391. 3538. 3547. 3551 3601. 4377. 4693. 4962. 4995. Wir bringen dieses mit dem Bemerken zur öffent⸗ lichen Kenntniß, daß die betreffenden Gegenstände gegen Zurückgabe der Loose von heule an innerhalb 14 Tagen bier abgeholt werden müssen, und nach Ablauf dieser Zeit anderweit darüber verfügt werden wird. Friedberg den 8. Juli 1869. A Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg Foucar. Hofraithe-Versteigerung. 2055 Montag den 19. Juli d. J., Vormittags 1 Uhr, sollen in hitsigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobtlien der Frau Dr. Borgendeimer, Marie, geb. Schweitzer, in der e Gemarkung Friedberg Nr. Klftr. Flur. 3. 76. 22.2. Hofraithe in der Vorstadt zum Garten, 3. 77. 2.6. Grabgarten daselbst, 3. 78. 146. Hofraithe daselbst, auf freiwilligen Antrag und unter sehr vortbeilbaften Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 8. Juli 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. g Mübel-Versteigerung. 2048 Dienstag den 13. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung der Lehrer Kirch ner's Witwe, aupistraße Nr. 177, dahier: a 7 nußbaumner Kleiderschrank, 1 Schreibpult mit Glasaufsatz, 1 Kommode, 6 Robhrstühle, 2 Tische, 1 Sopha, l tannene Betistelle, 1 Unterbett, Deckbette, Kissen, 2 große Spiegel und Portraits, sodann 2 mehrere Kisten, Koffer, Haus⸗ und Küchengeräth⸗ aften, 1 öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Bad Nauheim am 8. Juli 1869. Der Stadtschreiber Schutt. Bekanntmachung. 2066 Die unterm Heutigen in dem Gräflichen Revier Wickstadt abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Dienstag den 13. l. M. sest⸗ esetzt. . Bias am 8. Juli 1869. Gräfliche Oberförsterei Assenheim Schallas. Arbeits⸗Versteigerung. 2026 Montag den 12. d. M., Vormittaga 9 Uhr, soll in der Wilhelm Philippi'schen Wirthschaft zu Melbach das Zerschlagen von 6 Cubik⸗Klafter Steinen zum Ein⸗ decken der Ortsstraße wenigstnehmend dersteigert werden. Melbach am 6. Juli 1869. In Auflrag Großherzogliche Bürgermeisterel Melbach Keil. Holz ⸗Versteigerung. 2027 Nächsten Montag den 12. d. M., von Morgens 8 Uhr ab, wird im hiesigen Stadtwalde, District Raud, nachverzeichnetes Eichen⸗Schälholz, und zwar: 213 Stecken Prügelholz, 15075 Wellen Reisholz, 587 Stück Stangenholz und 187 Läste Allexiesholz öffentlich an den Meistbietenden verfleigert. Bad Nauheim am 6. Jult 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad Nauheim 3d Geberinger. 3 3 vdt. Schutt. Faseleber⸗Versteigerung. 2051 Dierstag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Melbach ein der Gemeinde zu⸗ stehender schwerer Faseleber, englischer Race, meistbtetend versteigert werden. 5 Melbach am 7. Juli 1869. Großherzogliche eee Melbach 5 Faselochs ⸗Versteigerung. 2049 Dienfsag den 13. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Büreau des Unterzeichneten ein der hlesigen Gemeinde zuftehender Faselochs, welcher zum Schlachten geeignet ist, versteigert werden. Nleder⸗Mörlen den 8. Juli 1869. 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Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß dem Herrn Eberhard Walther Dachdeckermeister in Assenheim, eine Agentur obiger Gesellschaft übertragen wurde, den selben auch die gesetzliche Bestätigung ertheilt worden ist. Mainz den 8. Juli 1869. Die Section Earl Haack. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von Anträgen au Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billi und fest sind, so daß die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben Assenheim den 8. Juli 1869. Eberhard Walther, Agent Die Mineralwasser-Anstall 142⁴ von Dr. Uloth in Bad Nauheim empfiehlt ihre Mineralwasser, Selters-& Soda-Wasser, sowie Limonade gazeus Zur Fabrikation wird nur natürliche, der Erde entströmende Kohlensäure verwandt un liefere ich vermittelst eines neuen, eigens für meine Zwecke construirten Apparates ein Fabrik welches sich durch Reichhaltigkeit an Kohlensaure, Wohlgeschmack und Billigkeit vortheilhat auszeichnet. 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