den neuessen det Post. 1 aer mit ode beige tson ———— ent Axzeigt mehreren z ausgtliehen tldmakler. 1869. Samstag den 10. April. M41. Oberhessischer Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Armntlicher Theil. Betreffend: Die Bezahlung von Marsch- und Meilengeldern an einberufene Heerespflichtige. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Von der Großherzoglichen Divisions- Intendantur sind uns die erforderlichen Tabellen für Sie über Zahlung der Marschcompetenzen an einberufene Heerespflichtige zugekommen, welche wir Ihnen unter Couvert zugehen lassen. Sie werden sich vorkommenden Falles darnach bemessen und den Gemeinde-Einnehmern Auszüge der sie betreffenden Orte zustellen. Friedberg am 6. April 1869. T p g. Hessen. Darmstadt. Die„D. Ztg.“ bringt folgende Mittheilung: Die auf dem gegen— wärtigen Landtage bezüglich der Reform der Ver— fassung der evangelischen Kirche des Großherzog— thums gestellten Anträge verschiedener Abgeordneten sind von dem Referenten des zweiten Ausschusses, Herrn Abg. Zentgraf, dem Gr. Ministerium des Innern zur gefälligen Meinungsäußerung seiner Zeit mitgetheilt worden. Die vor einigen Tagen von Sr. Excellenz dem Herrn Ministerpräsidenten von Dalwigk hierauf ertheilte Antwort lautet sicherem Vernehmen nach dahin,„daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog auf eine den kirchlichen und religiösen Bedürfnissen der evang. Bevölkerung entsprechende Aenderung der inneren Verfassung der evangelischen Kirche des Großherzogthums einzugehen geneigt sind, und daß zur Ausführung dieser Allerhöchsten Intention bereits die geeigneten Einleitungen getroffen sind.“ — Nächsten Sonntag wird die feierliche Ein— weihung der Eisenbahnstrecke Daerr mstadt⸗ Gernsheim der Riedbahn stattfinden. Der Güterverkehr soll auf dieser Strecke am 13. l. M. eröffnet werden, während über den Beginn des Personendienstes Näheres noch nicht bestimmt ist. — Die erste Kammer bat die Zuziehung der Actiengesellschaften und der Mitglieder des groß— berzoglichen Hauses zur Einkommensteuer, insoweit diese nicht bezüglich der letztern aus einem aus der Staatskasse fließenden Diensteinkommen her— rührt, verworfen. — Die großh. Staatsanwaltschaft hat gegen das freisprechende Erkenntniß des Bezirksstrafgerichts in Sachen der preußischen Regierung gegen die Redaktion der„Hessischen Landesztg.“ Appellation angezeigt. Worms. In einer am 5. d. dahier abge— haltenen Conferenz protestantischer Männer aus Hessen, Rheinbayern, Nassau, Frankfurt und Baden wurde über die Berufung einer Versamm— lung südwestdeutscher Protestanten nach hier be— rathen und festgesetzt, daß dieselbe am 31. Mai d. J. stattfinden solle. Es werden dabei folgende zwei Fragen verhandelt werden: 1) Die Stellung der deutschen Protestanten zum bevorstehenden sogen. ökumenischen Concil und zu der gegen— wärtigen ultramontanen Agression überhaupt; 2) die kirchliche Verfassungsangelegenheit, mit besonderer Beziehung auf die hessische Landeskirche.“ Vo raussichtlich werden Dr. Schenkel die Frage 1, Advocat Ohly die Frage 2 behandeln. Preußen. Berlin. In der Sitzung des Reichstag vom 6. d. stand u. A. der Antrag des Abg. Hagen auf der Tagesordnung. Dieser Antrag lautet:„Der Reichstag wolle beschließen, zu er— klären: die Verordnung des Bundespräsidiums vom 22. Dec. 1868, betr. die Einführung der in Preußen geltenden Vorschriften über die Her anziehung der Militärpersonen zu Communal- Auflagen im ganzen Bundesgebiet(Bundes- Gefctzblatt von 1868 Nr. 35), ist durch den Art. 61 der Bundesverfassung nicht gerechtfertigt, und ist dieselbe daher, insofern sie der verfassungs— mäßigen Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags entbehrt, als eine rechtsverbindliche Norm für die einzelnen Bundesstaaten nicht zu erachten.“— Graf v. Schwerin beantragt, eine Commission von 21 Mitgliedern zu ernennen und derselben den Antrag des Abg. Hagen, so wie die den Gegenstand betreffenden Petitionen mit dem Auftrage zu überweisen, die Rechtsgültigkei: der Verordnung vom 22. Dec. 1868 zu prüfen. Die sächsischen Abgg. Günther, Gebert und Ackermann erklären sich übereinstimmend für den Antrag Hagen. Wenn man Einheit haben wolle, dann hebe man die Steuerfreiheit in Preußen auf, führe aber nicht nie gekannte Steuerbefreiungen ein. v. Seydewitz ist gegen den Hagen'schen so— wie gegen den v. Schwerin'schen Antrag.— Für den Antrag Schwerin sprechen die Abgg. Braun, v. Blanckenburg, Schwarze(Dresden) und Lasker. Der Letztere sagt: Nichts habe das Vertrauen zur Bundes-Regierung bezüglich ihrer Bundes- verfassungstreue mehr erschüttert als diese Ver— ordnung. Wir hören die Klagen über nöthig, diese Klagen durch Steuerbefreiungen noch zu vermehren. Einführung daß das Bundespräsidium nicht berechtigt gewesen, diese Verordnung zu erlassen, erklärt er sich mit dem Antrage Schwerin einverstanden, welcher denn auch mit großer Majorität angenommen wird. — Im Reichstag stellte Hennig zu F. 6 der Gewerbeordnung den Antrag, den Bundeskanzler zur Vorlage des Gesetzentwurfes aufzufordern, wodurch unter Absehen von jedem Nachweise des Bedürfnisses der Betrieb des Apothekergewerbes und der Arzneimittelverkauf für das Bundesgebiet einheitlich geregelt werde. Die Resolution wird, nachdem Bundescommissar Michaelis eingehende Erwägung versprochen, vom Hause angenommen. — Der Bundesrath hat in seiner Sitzung vom 7. d. den Antrag Sachsens auf Errichtung eines obersten Handelsgerichtshofes in Leipzig angenommen. — Das Gerücht von der bevorstehenden Bil— dung eines preußischen Uebungslagers am Rhein wird als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet Kassel. In Kurhessen, wo im Jahre 1850 der Schimmel von Bronzell zu historischer Be— rühmtheit kam, haben nun auch mehrere Pferde vom Geschlecht der Isabellen als politische Todten⸗ opfer herhalten müssen. Die preußische Regierung ließ in Folge des bekannten Beschlagnahmegesetzes eine Anzahl Isabellen aus dem kurfürstlichen Ge— stüte Beberbeck versteigern; ein ehemals hessischer Offizier erstand sie(man sagt für kurfürstliches Geld) und— ließ ste unmittelbar nach der Ver— steigerung erschießen. So berichtet die„Hessische Volkszeitung.“ Hamburg. Die von einigen patrlotischen Hanauern ausgesetzte Prämie, welche alljährlich am 5. April, als dem Jahrestage von Eckern— förde, dem besten Zögling der deutschen Seemanns— schule ertheilt werden soll, wurde dießmal dem noch der Antragsteller Abg. Hagen nachgewiesen, abzusenden. Se emannsschüler Philipp Hahn aus Nürnberg zuerkannt. Demselben überreichte der Direktor der Anstalt in Gegenwart der versammelten 44 Zöglinge und sämmtlicher Angestellten ein See— fernrohr als Prämiengeschenk. Oesterreich. Wien. Hiesige Blätter mel⸗ den, daß ein Erlaß des Kriegsministers, betreffend eine weitere Reducirung des Armeebestandes und Verschiebung der diesjährigen Assentirung auf den Herbst, behufs Erzielung weiterer Ersparnisse im Armeebudget, bevorstehe. — Verläßlichen Berichten aus Florenz zufolge sprach Victor Emanuel dem österreichischen Ab— gesandten, General Möring, den Wunsch aus, am Wiener Hofe einen Besuch abzustatten. Die „N. Fr. Pr.“ fügt als Gerücht hinzu, der Kaiser werde diesen Besuch im Laufe des Sommers erwidern. — Erzherzog Ludwig Victor, der jüngste Bruder des Kaisers, ist nach Italien abgereist und wird dem Sccundizjubilar Pius IX. ein eigen— den händiges Gratulationsschreiben Franz Jofeph's I. Militärstaat mehr als genug und es war nicht überreichen.— Der akademische Senat von Prag von hat, trotz dem Proteste der Doctorencollegien, be⸗ Nachdem schlossen, eine Ergebenheitsadresse an den Papst Dieselbe hat 88 Unterschriften, größtentheils von Theologen, erhalten. — In Galizien haben wieder Extesse gegen die Juden stattgefunden. Der von ultramontanen Fanatikern aufgehetzte Pöbel drohte den Israeliten, welche am Sonntag ihre Kaufläden öffneten, mit dem Tode und erzwang durch Steinwürfe 1c. die Sperrung derselben. Die Säbel ungarischer Husaren trieben endlich die Excedenten ausein— ander. Man besorgt, daß diese Vorgänge das Signal zu einer allgemeinen Judenhetze in Ga— lizien werden könnten. Es leben in diesem König⸗ reich eine halbe Million Israeliten. Schweiz. Bern. Im Bundesrath machte der Bundespräsident die Eröffnung, daß auch die badische Regierung der Erklärung Italiens und des norddeutschen Bundes hinsichtlich der Gott— hardtbahn beigetreten ist. Frankreich. Paris. Die Rede, welche Thiers am 2. d. in der Sitzung des gesetz— gebenden Körpers zu Gunsten der Freiheiten des Landes gehalten, war eine seiner glänzendsten, in welcher der Redner bewies, daß in Frankreich von wirklicher Freiheit keine Rede sein kann, daß sie weder für die Wahlen, noch für die Presse, noch für das Individuum, noch für das Parlament besteht. Am Schlusse der von großer Erregung und lebhaftem Beifall begleiteten Rede sagte Thiers: Es ist mir erlaubt, für das Land zu sprechen; ich habe das Recht, zu sagen, daß, wenn das Land mit Ungeduld seine Freiheiten zurück verlangt, man dieses ihm verzeihen kann; es verlangt nicht das Gut Anderer, es reelamirt das Seinige. Wenn die Freiheit nur das Recht der Kritik wäre, so könnte man warten; aber in der Zeit, in welcher wir leben, hat die Freiheit etwas Dringliches. Betrachten Sie das Schau— spiel, welches die Welt darbietet. War die Welt nzeiger. . je beunruhigter und beunruhigender? Wer hat diese Lage geschassen? Wir nicht. Bei den Er⸗ eignissen, die bevorstehen, welche Haltung wird Frankreich annehmen? Ich weiß es nicht. Wenn ich die Ehre hätte, Ihnen meinen Rath zu zeben, so würde ich Ihnen zum Frieden rathen; ich würde Ihnen rathen, demselben nur dann zu entsagen, wenn ganz unerträgliche Ereignisse Frankreich dazu zwingen, wenn es die ganze Welt als Verbündete haben würde. Wem steht es aber zu, einen solchen Beschluß zu fassen 2 Frankreich allein! Es darf nicht dem ausgesetzt sein, daß, wenn es eines Morgens aufsteht, seine Kin- der den Befehlerhalten, an die Gränze zu marschiren. Die Freiheit bedeutet also heute, daß die Nation über Krieg und Frieden entscheiden muß. Es ist ihr Recht, ihr theuerstes Interesse ihrer Existenz! — In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers vom 6. d. unternahm es Garnier-Vagès, die Amendements der Opposition, welche Vermin— derung der Militärausgaben verlangt, zu ent— wickeln. Er zählt alle Nachtheile des Systems des bewaffneten Friedens auf: Ruin in den Finanzen, Störung in den Geschäften, nie endende Unruhe. Dieses System kostet Frankreich für seine Armee und Marine mehr, als die Armee und Marine dem norddeutschen Bunde und Oesterreich zusammen kosten. 643 Mill. auf Seiten Frank reichs stehen 481 auf Seiten Oesterreichs und Preußens gegenüber. Redner schlägt vor die Waffenübung in die Jugenderziehung mit auf— zunehmen, so daß jeder Franzose von 21 Jahren im Stande sei, das Vaterland mit zu vertheidigen. Man brächte dann nur 1 Jahr oder 18 Morate bei den Fahnen zu, um sich an das militärische Leben zu gewöhnen. Durch eine solche Armeec— organisation würden ungeheure Ersparnisse möglich. — Der„Public“ sagt, daß die politischen Beziehungen zwischen Paris und Berlin weniger als je einen gereizten Charakter, welcher die von Speculanten verbreiteten kriegerischen Gerüchte rechtfertigen könnte, darböte. — Die Wahlen für den gesetzgebenden Körper werden wahrscheinlich am 23. Mai stattfinden.— Nachrichlen aus Spanien lassen es in Folge der Weigerung Don Fernando's, die Krone Spaniens anzunehmen, als wahrscheinlich erscheinen, daß Serrano und Topete ihre Demission geben werden. Man beschäftige sich nach diesen Nachrichten in Madrid mit den Vorbereitungen zur Einsetzung eines Direktoriums. Großbritannien. London. Die Frage wegen Aufrechterhaltung der süddeutschen Allianz— verträge mit Preußen wird von dem hiesigen „International“ wie folgt besprochen:„Die offi— ziellen Pariser Blätter bestreiten hartnäckig die von uns gebrachte Nachricht, daß Preußen daran denke, auf die mit den süddeutschen Staaten im Jahr 1866 abgeschlossenen Allianzverträge zu ver- zichten. Wir beharren auf unserer Behauptung, daß die Frage angeregt ist und sagen, daß das Berliner Cabinet nur um deßwillen dieselbe ver— ließ, weil es die Gewißheit erlangte, daß der französischen Regierung diese Genugthuung keines- wege hinreichte, um ihre Besorgnisse vor einer gänzlichen Aufsaugung Deutschlands durch Preußen zu beschwichtigen. Was Oesterreich betrifft, so hat das Wiener Cabinet in Berlin andeuten lassen, daß es durch das Projekt in keiner Weise berührt werde, und deßhalb auf seine Verwirklichung keinen Werth lege.“ Spauien. Madrid. Die Cortes haben die Verfassungsdebatte begonnen. Der portugie— sische Gesaͤndte hat Befehl erhalten, der Regierung mitzuthetlen, Fernando verweigere kalegorisch die ihm angebotene spanische Krone. — Obgleich die Revolution alles Mögliche gethan hat, um den Elementarunterricht zu be⸗ fördern, scheint es mit den Schulen doch nicht nur nicht vorwärts, sondern entsetzlich rückwärts zu gehen. Der„Siglo“ bringt die fast unglaub-⸗ liche Mittheilung, daß seit dem September v. J. an 2700(7) Schulen ihre Thätigkeit eingestellt haben. — In der Sitzung der Cortes bestätigte Sagasta die Nachricht von der Weigerung des Königs Ferdinand, die spanische Krone anzunehmen. Italien. Florenz. Der König hat dem Kaiser von Oesterreich den Annunciata- Orden übersendet. Amerika. Nach dem neuesten Havanna- Almanach zählt die Insel Cuba 1,370,000 Ein⸗ wohner, von diesen 764,500 Weiße und 605,500 Farbige. Von letzteren sind, einschließlich einer großen Zahl Chinesen, 226,000 frei, die übrigen Sclaven. „ Friedberg. Wir verfehlen nicht, die Leser dieses Blattes auf die vom 11. bis 15. April in Mainz statt⸗ findende Blumenausstellung des Rheinischen Garten⸗ bauvereins aufmerksam zu machen. Mainzer Blätter be— richten darüber: Daß diese Ausstellung in jeder Beziehung eine gelungene wird, dafür bürgen die tüchtigen vereinigten Kräfte und insbesondere der wohlerworbene, bei so vielen Ausstellungen bewährte Ruf der Mainzer Gärtner. Welchen Werth auf diese Ausstellung gelegt wird, beweisen die von Seiten des Großherzogs von Hessen, des Königs von Preußen, des Großherzogs von Baden, des Prinzen Ludwig und der Prinzessin Alice(der Protectorin des Mainzer Vereins), des Gartenbauvereins in Baden, der Mainzer Frauen und der Stadt Mainz ausgesetzten und in sehr werthvollen Gegenständen bestehenden Ehrenpreise, die bis zum Schlusse der Ausstellung in der Halle aus⸗ gestellt bleiben. Die Fruchthalle selbst wird in einen prachtvoll decorirten Saal verwandelt, in dessen Miste ein mächtiger Springbrunnen emporsteigt. Den Hintergrund bildet eine Alpenlandschaft als Fernsicht. Einen magischen Eindruck wird das am 15. April in der glänzend er— leuchteten Halle abgehaltene Abendeoncert machen. Noch sei erwähnt, daß die hessische Ludwigsbahn für den 13. April den Besuchern der Ausstellung freie Rückfahrt bewilligt hat. Giesten. Weitere Verhandlungen des Schwurgerichts: Montag den 12. April, Vormittags 9 Uhr, gegen Bern— hard Schmidt von Gambach, wegen Verführung zur Un⸗ zucht; Vertheidiger Großherzogl. Hofgerichts-Advokat Barth. — Dienstag den 13. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Peter Joseph Witzel von Nieder-Mörlen, wegen Körper— verletzung mite tödtlichem Erfolg; Vertheidiger Großherzogl. Hofgerichts-Advokat Weidig.— Mittwoch den 14. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Fölsig von Wallen— rod, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Ver— theidiger Großherzogl. Hofgerichts-Advokat Engelbach II. — Donnerstag den 15. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Feldschütze Pfaff von Fraurombach und Fuldmüller Fischer von da, wegen Bestechungz Vertheidiger für den ersteren Großherzogl. Hofgerichts-Advokat Hirschhorn, für den letzteren Großherzogl. Hofgerichts-Advokat Steinberger.— Freitag den 16. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Grill III. von Ober-Rosbach, wegen versuchter Ver— giftung; Vertheidiger Großherzogl. Hofgerichts-Advokat Diery.— Montag den 19. April, Vormittags 9 Uhr, gegen Georg Schmelz II. von Großen-Linden, wegen Bersuch der Töͤdtung, sowie wegen Körperve 9 Vertbeidiger Großherzogl. Hofgerichts⸗Abvokat Dr. Gp g Darmstadt. Der mit 717 Stück befahrene Zucht⸗ viehmarkt war von Käufern äußerst belebt und ging ber Verkauf flott zu guten Preisen von Statten. Da über 16,000 Loose verkauft waren, se wurde für ca. 8000 fl. Vieh angekauft, welches zur Verloosung gekommen. Das schönste Vieh hatten Schönberger und Haas von Groß⸗ Bieberau, sowie Gütlich vom Weilerhof, Mayer in Bessungen und C. Nitsert von hier, Musterexemplare Metzger Frommann von hier geliefert. Die Pferde, meistens sehr schön, 200 Stück fanden gleichfalls guten Absatz und wurden 6 Stück für die Verloosung acquirirt. Köln. Die„Köln. Zeitung“ bringt bezüglich des dortigen Theaterbrandes vom 16. Februar die Mittheilung, daß die Annahme, an der dem Brande zum Opfer ge⸗ sallenen Familie des Theaterkassirs Backhaus könne mög⸗ licherweise ein grausiger Raubmord verübt und das Theater nach der That nur in Brand gesteckt worden sei, um das Verbrechen zu verdecken, habe nunmehr eine praktische Unterlage bekommen und zwar durch vertrauliche Mit⸗ theilungen, welche die als Brandstifterin sich selbst an⸗ klagende Ursula Schmitz im Arresthause einer Mitge⸗ sangenen gemacht. Den fraglichen Mittheilungen zufolge hätte das Verbrechen schon früher verübt werden sollen, dann aber habe man für besser gehalten, das Gastspiel der Hedwig Raabe(15. und 16. Februar) abzuwarten, das eine sehr bedeutende Einnahme in Aussicht gestellt habe. Diese Zeit war von den angeblichen Raubmördern wirklich sehr klug gewählt, denn es waren außer den ein⸗ gezogenen Abonnementsgeldern auch noch die Tages⸗Ein⸗ nahmen von Sonntag und Montag im Verwahrsam des Kassicers, weil am 16. Februar die Gagen ausgezahlt werden sollten. In der Hauptsache gehen die vertraulichen Geständnisse der Ursula Schmitz dahin:„Ich und mein Franz Joseph und noch Einer haben es gethan.“ In einigen der zur Untersuchung gezogenen Theaterarbeitern vermuthet man die Mitschuldigen der ꝛc. Schmitz. ür die nothleidenden Juden in Westrußland ist bei Mayer Hirsch hier weiter eingegangen: Ungenannt 1 fl.— Alexander Maaß 1 fl.— Aus der Sparbüchse der Johanna und Emma Nußbaum in Nauheim 3 fl. 30 kr.— Durch A. Maaß gesammelt bei einem Beschnei⸗ gungsseste 5 fl. 42 kr.— Eine Wette von S. G. u. N. 45 kr.— Ungenannt 1 fl. 12 kr.— Durch Leopold Schiff in Ober-Erlenbach in der dortigen Gemeinde gesammelt 17 fl. 30 kr.— Bei J. Goldbeck durch A. Nauheim: Von Pfarrer Becker in Bruchenbrücken 1 fl. 10 kr.— Von Frau Groß Wittwe 1 fl. 45 kr.— Von Bernbeck 1 fl. 10 kr. Bei der Expedition: Von Fräulein Renner 1 fl.— Von Frau H. 1 fl.— Von Anton Schöpff I., Anton Schöpff II. und Konrad Schöpff in Pohlgöns 3 fl. Sitzung des Local-Gewerbvereins Samstag den 10. April, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: 1) Rechnungsabhör; 2) Wahl des Vorstandes und des Ausschusses N. Vorsta nd. II. Die Realschule zu Friedberg. 1) Zur weiteren Belehrung des Publicums lassen wir hier noch einige Notizen folgen, welche die veränderten Einrichtungen unsrer Realschule betreffen. Bisher wurden 10 jährige Schüler“) in die unterste Classe aufgenommen, welche die Nummer IV. hatte; mit dem 11. Jahre traten diese Schüler bei regelmäßigem Verlaufe der Dinge II. Classe, mit dem 13. Jahre in die J. Classe, in die III. Classe, mit dem 12. Jahre in die welche aus einem zweijährigen Cursus bestand, so daß der Schüler mit dem vollendeten 15. Jahre die ganze Anstalt durchlaufen hatte.— Mit dem neuen Schuljahre werden Y jährige Schüler in die Vo rschulelasse VIb. aufgenommen, während mit dem 15. Jahre der Eintritt in die neue Oberclasse, der Austritt aus derselben mit dem vollendeten 16. Jahre erfolgt.— Die bisherige J. Classe wird in zwei einjährige Classen getrennt, und, wie wir in dem ersten Artikel andeuteten, hoffen wir Vorschulclasse(resp.— classen) erreichen zu könne in der Folgezeit eine vollständige Abtrennung der n. So wird dann eine Veranschaulichung der drei Zustände: des jetzigen, des neueintretenden und des gehofften sich durch nachstehende Tafel er⸗ möglichen. Für das Alter von 0 9101011121213 13—144—15 15—16 war bisber Classe F e 7 bree wird demnächst Classe Fee * 3 Vorschule 0 2 5 N 5 wird in Zukunft Classe n V IV III 11 1 enn 0 i „) In Folge unsrer ersten Darstellung kamen Anfragen an uns, ob jetzt, zu Pfingsten 1869, schon bei der Aufnahme dieser 10 jährigen Kenntnisse im Französis chen verlangt würden: Mein! erst mit nächstem Jahre. 20. Ein andrer Punet betrifft das Schulgeld. Bisher hatten diejenigen Schüler, deren Eltern nicht in Friedberg wohnen, ein höheres Schulgeld zu entrichten als die Friedberger Kinder. Diese Ausnahmestellung der auswärtigen hört bei der neuen Einrichtung auf, alle Schüler zahlen das gleiche Schulgeld, und zwar in der Classe VIhb ein jährliches Schuldgeld von 12 fl. 0 7 Vla„ 2 5„ 14„ * V 77 7 7„ 16 7 a 1. in 1 5„e vierteljährig im Voraus an ie„ 1 e den Stadtrechner. 1 II. 105* 7 Den 7 1 5* 11% 1 24„ Friedberg im April 1869. Dir. M öller. 108ʃ daß in Tau werde N dueisan 01 — folgen, Schüler“) aten diest te in die and, so em neuen nit den Len deten „, wit ung der dit drei Taftl k- — ler Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphospbate) ur Düngung des Getreldes, für Rüben, Wiesen, Zemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w. in nei Sorten. Phosphorit Phosphat, das rohe Knochenmehl srsetzend, Hülfsdünger.. Gedämpftes Knochenmehl,(gquanifirt) in seinem imd gröberem Pulver, für Getreide u. s. w.(zur Naschinen⸗ und zur Handsaat.) ö Griesheimer Guano(Kali⸗Dünger) feines Pulver, ür Getreide, Reps, Tabak, Kartoffeln, „opfen u. s. w. 3 5 f Weinberg Guano(Weinderg⸗Dünger). Wiesendünger(Kal'⸗Dünger). Peru Guano Phosphat.(Gesäuerter Peru⸗ Zuano. Sedan Guano. Backer Guano. i Mischungen von Superphosphaten mit Kali⸗ Alzen. Fes cheumebi⸗ Sodagyps, fein gemablen. 8 Reichthum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkeit. 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E. e Bayern 50% Obligation. 101½ G. Frankf. 3½0% Obligat. 81½ P. 2-f 25„ R. 36 5 5 4 4½0% ¼ lähr. b. Rth. 95¾ P. 5 30% do 73 P. 5 Nass. 25 fl. L. b. 5 5 4⁰ do do 88¾ P. Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 12 83½ d. ELLE.. B. 5 Värtomb. 4½0% Obl. b. Rth. 93 G. Finnland 4½% Pfdbr. 1. R. 105 77¾ P.. J Pistolen fl. 9 46—48 5 40% do do 85 6. Schweden 4½ͥ%% O. 1. R. à 105 86½ P. A 5 Doppelte„ 9 47—49 Baden 4½ö% Obligat. 93½ G. 5 4½0% Pfb. 1. R. à 10583 ½ G. 2 preuss. Friedrd'or„ 9 57½—58½ 5 40% Obligat. 85% P. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 8100⁵ G. hol. f. 10 Stäcke„ 9 2952 Toll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 8 n Ste, 20030 % Beyr. Ostbahn 127 C. 7% II. C. P.& P/ Z. fr. 5 28 Fr. T 77e d. 2 Engl. Sovereigus.„ 11 537 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 93½ G. 50% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 55 P. Russ. Imperiales» 9 47—49 % Oesterr, St-Eisenb.-Prior. 54½ G. 5% Elisabethbahn-Prior.% 74½ G. old pr. Zoll. Pf.„—— 4% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 97¼ G. 1 5% do. neueste Emiss.% 72½ G. I chh. SlIb. pr. Z. Pf.„——. 50% Ost. Süd. St. u. Lomb. E. B. 45% G. 1 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 96 ½ P. 1 Preuss. Kassensch.[„ 1 445 8 45.76 Wiener Wechsel- Cours 949% 6. Dollars in Gold„ 2 27½—28½ Fur An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s.. jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg. —ꝛ——ůj—— 8 — treich⸗Sertett der Musik des hiesigen Jäger- Pataillons Samstag den 10. April 1869, um 7 Uhr anfangend, Reichs krone. F. Walz. 1129 in der goldenen Entrée à Person 6 kr. Fortschrittsverein. 1126 Sonntag den 11. d. M., Nachmittags 4 Uhr, findet im Local des Herrn Conrad Bingel in Dor heim eine Versammlung der Fortschrittspartei statt, zu der alle Gesinnungs— genossen eingeladen sind. 24 2 Dad Nauheim. 9 1112 Sonntag den 11. d. M. findet . an zmus ik statt, wozu freundlichst einladet D. F r i tz. e Das Neueste in 2 Strohhüten und Zonnenschirmen 1 879 empfiehlt in schöner Auswahl zu reellen Preisen 5 5 K. Friedrich, neben der Post. 1008 Mein Waarenlager ist wieder auf's Vollltandigste assortirt und empfehle ich besonders eine große Auswahl der leuesten Kleiderstoffe, one Jaquets und Paletots in Seide und Wolle; ferner die neuesten Stoffe für Herrenanzüge zu sehr billigen Preisen. — 6 Mayer J. Hirsch. 22 t I Damen-Madellhüte 1026 sowie Herrn⸗, Damen- und Kinder⸗Strohhüte nebst Sonnenschirme empfiehlt in großer Auswahl zu möglichst billigen Preisen Elise Hanau Drei Atteste. 1127 Selt längerer Zeit litt ich selbst an einem starken Husten und an Heiserkeit, welche Uebel nach verschiedenen in Gebrauch gezogenen Mitteln nicht weichen wollten, und ich bescheinige hiermit, daß ich von diesen Uebeln, nach Gebrauch von Johann Hoff'schem Brust Malz⸗Zucker vollständig befrelt worden bin. Schwerte, im Januar 1869. Wilh. Probst, Hagenerstraße. Mit wendender Post erbitte mir von Ihren Brust⸗Malz⸗ Bonbons, aber so schleunigst als möglichst, zu spediren ein Kranker jammert sehr darnach, mein Vorrath ist zu Ende. Warendorf, 8. März 1869. Mit Achtung. J. Schnell. Ihre Malz⸗Gesundheits⸗Chocolade ist mir als Stärkungsmittel gut bekommen, und wünsche neuerdings eine Quantität hiervon per Post. Niedeit bei Luxemburg, 28. Februar 1869. E. Wolff, Rentner und Gutsbefitzer. Herrn Hoflieferauten Johann Hoff's Filiale in Köln, Comödienfir. 26. Dépot in Bad Nauheim bei Apotheker Dr. W. Uloth. Sonnenschirme 1016 à 1 fl. 12 kr., bis zu den clegantesten, garnirte und ungarnirte Herrn- und Damen— hüte, Corseten, Crinolins, Handschuhe für Constrmanden babe zu sehr billigen Preisen in großer Auswahl. Frau L. Hirsch. Kurhessische Wicken A. Stahl Wtw. Jas Ueueste 1121 in Tuch und Bukskin, billige Stoffe für Confirmanden, Damen-Paletots in Tuch und Seide, Kleiderstoffe und alle in dieses Fach einschlagende Waaren empfehle ich in reichhaltiger Auswahl. Seligmann Hirschhorn, 1122 billigst bei Sektion Friedberg, f 1124 Mittwoch den 14. April 1869, Nachmittags 2 Uhr. Kleesamen 1036 18681 Luzerner, Nothklee un! Incarnat, sowie reinste Wicken zar Aus saat in schönster Qualität und billigstem Preis bel Wilh. Fertsch. Verloren 1108 wurde am 6. d. M. vom biesigen Bahnhof dur die Burg und von da nach Ockstadt eine Brille. Der redliche Finder wolle dieselbe an die Exp. d. Bl. abgeben. Tapeten, 1105 eine große Auswahl nach den neuesten Musten von 6 kr. an bis zu den feinsten, sowie eine frischt Sendung Fenster Rouleaur ft eingetroffen und empfiehlt zu billigen Preisen Louis Weis neben Herrn Ph. Windecker, A i Neige. 1117 Meine Wohnung befindet sich nunmehr in dem seither von Herrn Hof dachdecker Betz bewohnt gewesenen Hause hinter der Stadtkirche. Zugleich diene zur Nachricht, daß ich mich der Be⸗ sorgung schriftlicher Arbeiten, Stellang von Vormand⸗ schafts- und sonstigen Verwaltungs Rechnungen ꝛc. 20 unterziebe, Kaufschellings- und andere Ausstände einkaufe, wie auch die Einforderung und Erhebung von Aus- ständen besorge. Ich übernehme die Verwaltung von Erbschafts- und sonstigen Vermögens-Massen und bin auf Erfordern bereit, entsprechende Sicherheit zu leisten. Friedberg am 10. April 1869. J. P. Müller. Zeugniß. ich einer nähern Prüfang unterworfen und nachdem ich mich von ihrer vortrefflichen Compofition überzeugt, keinen Anstand genommen, sie meinen Patienten zu empfeblen! Ich beschelnige biermit öffentlich, daß ich der Caramellen günstige Wirkung bei selbst langwierigen Catarrben, ganz besonders bei Reizhusten wahrzunehmen vielfach Gelegenheit hatte. Districtsaczt Dr. Walloth. In verfiegelien Packeten mit Gebrauchsanweisung à 14 kr. stets auf Lager in Friedberg bei J. A. Windecker und bei Wilh. Fertsch, in Assenheim bei Carl Bauer, in Bellersbeim bei B. Stern Sohn, in Butzbach bei Val. Wießler, in Ber⸗ stadt bei Ehr. Eichelmann Sohn, in Hungen bei A. Buch und in Nauheim bei Ph. Jac. Weiß. Tapeten 999 mit den neuesten Mustern zu sehr billigen Preisen bei Georg Groß. 7 2 a N Glacé- Handschuhe 1130 sowte Handschuhe fil d'Ecosse 2c. 2c. bet K. Friedrich neben der Post. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonutag den 11. April 1869. Evangelische Gemeinde. Pfsarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Weckerling. Nachmittags: Herr Candidat Schaub. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Fällt aus. Katholische Gemeinde. Samstag um 3 Uhr Nachmittags Andacht und Beichte. Zweiter Sonntag nach Ostern. Fünfzigjährige Priesteriubiläumsfeier Seiner Heiligkeit Papst Pius IX. Vormittags: 10 Uhr Hochamt, Predigt und Te Deum. Nachmittags: ½'2 Uhr Christenleyre und Andacht. Der Gottesdienst in der Woche beginnt Morgens 1/7 Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Friedberg. Ludwigsstraße 118. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 15 und eine Beilage.) Lehrereonferenz, 3047 Die Stollwerck schen Brust⸗Bonbons habe 940 Bit Flut fe den orm Bonbons e end nachden! übern panienten nilich, daß! da langwienn NU I. Walloth. aug dannen 1 dei J. 1 Affenben del B. Sten „I Zeil, bilgen Peril 4 Groß. fa se u. 1. cats der pi fitdbett 1869. . kant ötkircht Ja reti * 47 bene. Y berhessischer Anzeiger. M41. Hofraithe-Versteigerung. 946 Montag den 10. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathbause die Hofraithe des Wilhelm Bieler dahter Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. g 0 2. 641. 22,3. Hofraithe in der Stadt, a öffentlich zwangsweise an den Meiftbietenden versteigert werden. 5 Frtedberg den 25. März 1869. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Fetedberg Foucar. kain⸗Weser⸗ B Main⸗Weser⸗ Bahn. Bekanntmachung. 101 Vom 15. d. Mis. an kommt auf der Main⸗Weser⸗ Bahn im Local Verkehr ein Tarif für die Beförderung »on baarem Gelde, Papiergelde und geldwerthen Vapteren in Anwendung, welcher auf allen Güter⸗Expe⸗ nitionen der Main⸗Weser⸗Bahn zum Preise von 1 Sgr. as Exemplar zu erhalten ist. Damit die Adressaten den Bestimmungen des Ab- cnitts 6 der Anmerkung nachkommen können, werden ergleichen Sendungen bis auf Weiteres nur zu den achverzeichneten Zügen des derzeitigen Fahrplans zur Jeförderung angenommen: der Richtung von Cassei nach Frankfurt zu Zug 8 55 f und außerdem von Gleßen nach Frankfurt„„ u der Richtung von Frankfurt nach Cassel„„ imd außerdem von Frankfurt nach Gießen„„ Cassel am 2. April 1869. Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. Bettstroh-Versteigerung. 125 Samstag den 17. April e., Vormittags 8 Uhr, vird das alte Strob aus den Betten der hitsigen Ca— ernen öffentlich versteigert. Friedberg den 9. April 1869. Großherzogliche Garnisons⸗Verwaltung Nischwitz. una hung. 123 Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Keuntniß, daß der hiesige Bürger Franz Ruppel II. ale Flur⸗ shütze für die Gemarkung Friedberg bestellt worden ist, wie daß dessen Verpflichtung und Diensteinweisung lereits stattgefunden hat. Friedberg den 8. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. Hofraithe-, Scheuer- und Grab— gartenversteigerung. 192 Montag den 12. April d. J., Vormittags 11 Uhr, len in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Leinrich Rübsamen Wittwe deren nachbeschriebene Inmobilien Gemarkung Friedberg. Nur. Nr. Klftr. 2. 466. 3,5. Hofraithe in der Stadt, 2. 440. 16,9. Scheuer in der Stadt, 3. 20. 215. Grabgarten vor dem Mainzerthor, öfentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 1. April 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg ß o uc ar. een run 113 Nächften Montag den 12. d. M., Morgens 9 Uhr, werden im Hause der Frau Apotheker Kranz Wittwe, bnauptstraße Nr. 1, hier 2 Sopha, 9 Tische, 2 Kommoden, 18 Stühle, sechs Bettstellen, 1 Sprungfeder- und 1 dreitheiltge Matratze, 1 Sessel, 4 Spiegel, 3 Nachttische, 2 Kletderhängen, 1 Schreibtisch, 2 Uhren, 3 Lampen, 1 Fleischständer mit Schraube, 1 große Waschbütte, sodann 1 Partie Klsten, Körbe, Fässer, Welnflaschen, Krüge, Töpfe, Werg, Bettzeug und diverse andere Gegenftände entlich an den Meistbietenden versteigert. Naubelm am 6. April 1869. Der Stadtschreiber u t. Huiversal-Magenligueut von Carl von Metternich in Mainz, in kaschen zu 24 fr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bel Ph. Dan. Kümmich. XI. XV. .„5 2 1 Leere Fässer, s zu Regen und Pfuhl, In allen Größen bet Georg Groß. FZraunkohlenverkauf. 924 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großberzoglichen Dorheimer Berg— werke mit dem 1. April d. J. eine neue Creditperiode laufend bis Ende Juni 1869 und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende September 1869.— Der Preis der Koblenktötze ist wie seither 12 kr. für einen Centner— 14 Stück Klötze. Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen, damtt die einzelnen Bezüge in den Gegenscheinen notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung dee Gegenscheins erforderlich. Dorhelimer Bergwerk den 24. März 1869. Großherzogliches Bergamt Dorhelm. Storch. Mail be b We er st ei gerung 1114 Montag den 12. d. M., Nachmittags 1½ Uhr, werden folgende dem Employs Franz Schlingloff hier zustehende Mobilien, als: 1 wenig gebrauchtes Planino, 1 Seeretair, 1 Sopha, 1 Kommode, 1 ovaler Tisch, 6 gepolstette Stühle, 1 Eß⸗ und 1 Näbtisch, 6 Strohstühle, 2 große und 2 kleine Spiegel, 2 Bettstellen, 1 Matratze, 2 Kleider- schränke, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Pendüle, verschledene Portraits, Haus- und Küchengerätbschaften im Hause Fürstenstraße Nr. 195 abzugshalber öffentlich meistbietend versteigert. Nauheim am 8. April 1869. Der Stadtschreiber Schutt —* 5 50 1* Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1102 Nachverzeichnete Holzsortimente kommen zur öffent— lichen Versteigerung: 1) Donnerstag, den 22. d. Mts. in dem Distriet Klosterberg Stecken Buchen Scheitholz, N„ Prügelholz, 9 5 Eichen 5 146 ½„ Buchen⸗Stockholz, 12. Eichen„ 368„ Buchen⸗Reisholz, 29 5 Eichen 4 8 Aspen„ 2) Freitag, den 23. d. Mts., in demselben Distriet und dem District Großer Drepersch 85 Eiche nstämme von 6½—14½ Zoll Durchmesser und 20—70 Fuß Länge mit 2211 Cbkfuß, 4 Buch enstämme von 15—25½“ Durchmesser und 15—307 Länge, mit 312 Cbksuß, 26 Kiefernstämme von 7—14½“ Durchmesser und 25—83“/ Länge, mit 1185 Cbkfuß, sowie ferner: 1 Stecken Buchen-, 2 Stecken Eichen- und 14 Stecken Aspen Scheidholz, 1 Stecken Eichen- 5 Stecken Kiefern. und 7 Stecken Aspen-Prügelholz, 4 Stecken Eichen, 13 Stecken Kiefern- und 7 Stecken Aspen⸗Retisholz im Distriet Großer Drepersch. Die Zusammenkunft findet jedesmal im Distriet Klosterwald, auf dem Wippenbacher Weg, in der Nähe von Wippenbach, Vormittags 9 Uhr statt. Ortenberg am 6. April 1869. Großherzogliche Oberförsterel Ortenberg Marr. Holz ⸗Versteigerung. 1103 Montag den 12. April, Vormittags 9 Uhr, soll in dem Gemeindewald zu Nieder-Florstadt, Oistriet Heide, nachbezeichnetes Holz versteigert werden: 1) 113 Stämme Eichen ⸗Bau- und Werkbholz von 6 bis 24“ mitil. Durchm., 4616 Colfß. Aspen⸗Stamm, 10“ Durchmesser, 40“ Länge, 31 Cbksß. Y 1 3) 7 Kiefern⸗Stämme von 6 bis 9“ Durchmesser, 15 bis 39“ Länge, 117 Cbksß. 4) 723 Stück Kiesern Stangen, 1 bis 5“ Durchmesser und 18 bis 39“ Länge, 345 Cbkfß. 9 Stecken Elchen-Scheitholz, 12„ Buchen-„ 1„ Aspen⸗ 5 Dienstag den 13. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll versleigert werden: 11 Stecken Buchen-Prügelholz, 2„ Painkuchen⸗Prügelholz, 35„ Eichen⸗ 15 6 7 Aspen⸗„ 5„ Kiefer* 142„ Buchen Stockholz, 30„ Etchen⸗ 7 1„ As pen⸗ 7 3„ Kiefern— 75 3775 Stück Buchen-Wellen, 950„ Eichen⸗„ 50„ Asopen⸗ 7 200 Kiefern- Nieder Florstadt den 7. April 1869. Holz⸗Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. 1104 Es werden versteigert in der Forstwartet Langd: 1) Donnerstag den 15. April im Diffrict Hailoh. 7 Stecken Buchenscheit-, 8 Stecken Aspenscheitholz, 75„ Buchenprügel, 78 ½ Stecken Eichenprügel, 28 1 Nadelprügel, 5 7 Aspenprügel, 5„ Buchenstockholz, 11¾ Stecken Eichen⸗ stockholz, 4„ Nadelstockholz, 124 5 Buchenreiser, 55 Stecken Eichenreiser 26 Stecken Nadelreiser, 89 Eichenstͤmme von 5½— 10“ Durchmesser mit 859 Cbksß., Nadelstämme von 5½½— 11“ Durchm. und 20 bis 90“ Länge mit 1636 Cbksß. 1 Kirschbaum mit 25 Cbksß., 1 Aspenstamm„ 18„ 40 Eichenstangen mit 117 Cbkfß., 6 Buchenstangen„ 29 Wagnerbolz, 63 Nadelholzstangen mit 348 Cbksß. Das Nadelprügelholz ist großentheils in Schichten von 10˙ Länge aufgearbeitet. 2 Freitag den 16. April in den Distrieten Merloh, Katzenberg, Hegwald und Bieberwald. 1 Stecken Buchenschettholz 1. Cl., 68½ Buchenscheitholz 2. Cl. Stecken 5„ Asopenscheitholz, 84„ Buchenprügel, 2½ Stecken Eichenprügel 8„ Nadelprügel, 2„ Aspenprügel, 101„ Buchenftockholz, 195„ Buchenreiser, 3„ Etcchenreiser, 93* Nadel⸗ und Aspenreiser, 6 Eichenßämme von 9—17“ Durchm. mit 441 C.“ 13 Nadelstämme„ 5½—7“„ 218„ 5 Buchenstämme„ 14½—29“„„ 5 7 Nadelstangen mit 43 Cbkfß. Anfang der Versteigerung jedesmal Morgens präeis 9 Uhr, Zusammenkunft am ersten Tag im Distriet Hai⸗ loh, am zweiten Tag im Distetet Merlob bei den ersten Holznummern. Das in den Distrieten Hegwald, Katzenberg und Bieberwald zerstreut sitzende Windfallholz wird sämmtlich im District Merloh versteigert und wollen die Steig— liebhaber sich solches vorher don Gr. Forstwart Adolph in Langd vorzeigen lassen. Eichelsdorf den 7. April 1869. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf H pye n Arbeits-Versteigerung. 1120 Montag den 12. April l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen zu Nieder-Weisel in dem Gemeindehause nach⸗ stehende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Acgord gegeben werden; nämlich: Maurerarbeit, veranschlagt zu 104 fl.— kr. Steinhauerarbeit 160„— Schreinerarbeit 9 2 Schmiedearbeit„—„ Planir- und Handarbeit 15,— Steinbrecherarbeit n Steinbeisuhr 39„ 30„ Lieferung von Sand 19%— 7„ Kalk 25 Steinklopferarbelt 50% Die jährlichen Handarbeiten in den PVleinalwegen, veranschlagt zu 9 Buß bach den 8. April 1869. Der Bezirks- Bauaufseher S N Faselochs- Versteigerung. 1093 Dienstag den 13. April, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Büreau des Bürgermeisters ein der Gemeinde gehöriger Faselochs, welcher sich zum Schlachten eignet, verkauft werden. Berstadt den 6. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Florstadt Wagner. Großherzogliche Bürgermeifteret Berstadt Well Ausverkauf. 1072 Wegen Aufgabe meines Waaren⸗Geschäfts verkaufe ich Tuch, Buckskin und Manufactur⸗ Waaren unter dem Einkaufspreise. ö 5 N Friedberg. S. Lindheimer. Nürnberger Hof in Frankfurt a. M. (Eingang von der Schnurgasse und hinter dem Lämmchen.) Neu eingerichtetes Gasthaus.— Gute Speisen und Getränke.— Billige Logis.— Aufmerksamste Bedienung. 0 Fr. Hieronymus, Restaurateur. „Ich habe surehtbaren Katarrh“ 1100 hört man jetzt oft genug klagen,— aber selten wird sogleich dagegen gethan. Wir können auf Grund tausendfältiger Erfahrung als das beste und am schnellsten wirksame Mittel gegen alle kalarrhalischen Uebel, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, insbesondere auch bei Krampf- und Keuchhusten nur den Schlesischen Fenchel-Honig⸗Exlract ven L. W. Egers in Breslau angelegentlichst empfehlen. Bei veralteten Uebeln ist es gerathen, die Flasche vor jedesmaligem Gebrauch in warmes Wasser zu stecken und den Extract auf diese Weise erwärmt einzunehmen. Alles Saure, Fette, Scharfe, Gewürzhafte, starkgesalzene Speisen und erhitzende Getränke sind bei Katarrhen durchaus zu vermeiden, ebenso kalte, staubige oder rauchige Luft, auch enthalte man sich jeder Anstrengung des Sprachorgans. Zu bemerken ist noch, daß der echte Fenchel-Honig⸗Extract nur allein zu haben ist bei Jos. Hoffmann in Friedberg. W. Fuhrländer Nachfolger in Frankfurt a. 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Mts., Vormittage Schlafhaus im Sullehrerseminar hier, sowie die Zubehör zu 10 Mansardengauben von da im Schudebrerseminar⸗ hof hier öffentlich gegen Baarzahlung versteiger werden, wozu Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 8. April 1869. N een en Friedberg . B. d. K. 5 Schnitzel, Bauaccesfist. Oeffentliche Aufforderung. 1116 Die unbekannten Erben des verstorbenen Hütten⸗ inspectors Schminke zu Naubeim, vormals zu Vecker⸗ hagen, für welchen im Jahre 1857 in dem Zwangsver⸗ steigerungs verfahren zur Sache des Israel Katz Rosenthal zu Niedermeiser, Klägers gegen die Ebefran des Wirths Jean Samuel Massie, Marie Loutse, geb. Koch, zu Mariendorf, Verklagte, wegen hypothekarischer Forderung 150 Thaler nebst rückständigen Zinsen aus Obligation vom 23. October 1822 angemeldet worden find, werden aufgefordert, bei Ausschlußstrafe ihre etwaigen vom con⸗ currirenden Gläubiger als durch Zahlung längst erloschen bezeichneten Rechte an der vorbezeichneten Forderung in dem zur Verhandlung über den Vorzug dahier an- gesetzten Termin den 27. April d. J., Vormittags 10 Ubr, Ctzt. geltend zu machen. Veckerhagen den 13. März 1869. Königliches Amtsgericht Scheffer. Borsutzky. Prämtlirt in Paris 1867. Blutauswurf. 1097 Hiermtt bezeuge ich, daß ich durch die vorzügliche Wirkung des G. A. W. Mayer'schen Brust-Syrups — · 2 —— von einem überaus lästtgen Brustleiden, verbunden mit Pusten und Blutauswurf besreit bin und kann ich somit dieses vor⸗ treffliche Präparat jedem Brustleidenden besiens empfehlen. Podezobnen bet Stallupönen, im 1 Wohlschmeck November 1867. Buttler. Stets vorräthig bei Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. ungedme uta najola uagg Vor Verfälschung wird gewarnt! Naur — 4* 9 Mobiliar-Versteigerung 0 1109 Dienftiag den 13. April, Morgens 9 Uhr anfangend, werden in dem Saale des Philip pi'schen Zelsenkellers dahier nachfolgende, im besten Zustande erhaltene Möbel freiwillig durch den Unterzeichneten öffentlich meistbietend versteigert: 2 Stück Causeuse mit Stühlen und zwei Sesseln, Mahagoni, „ Sopha mit Stühlen, Nußbaum, „ französische Bettstellen, Mahagoni, „ tannene 5 lackirt wobei 2 franz., „ Sprungfederrahmen mit Roßhaarbetten und Polster, 5 „ Plümeaux und Kissen, 8 „ Nachttische, wobei 2 Mahagoni, „Waschtische, wobei 1 Mahagoni, „ Schreibkommode, Mahagoni, „Kommoden, Nußbaum, Pfeilerschränke, Mahagoni, „ Secretär, Mahagoni, „ Kleiderschrank, Mahagoni, „ Kleideischränke, lackirt, „ovaler Tisch, Mahagoni, 7 do. Nußbaum, 5 do. Tannen, 85 „ Küchenschrank mit Glasaussatz, „ große Goldrahmspiegel,— „ kleinere Schwarzrahmspiegel, „ rothe Colder, 10„ fast neue gestickte weiße Vorhänge, Verschiedene Teppiche und Vorlagen. Die Möbel können Montag den 12. April einge ⸗ sehen werden. Friedberg den 8. April 1869. Mayer Schwarz, Hostaxator. Ein braves Mädehen, 1015 welches die Putzarbeit erlernen will, kann sofort Frau L. Hirsch. Eine Partie gutes Heu re- ene ee * 1087 wird billigt abgegeben bei Zu haben in den meisten Handlungen und Apotheken, May& Oppenheimer. 10 Ubr, sollen mehrere Parthieen Abbruchholz vom —