Dienstag den 9. Februar. essischer A! 16 zeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Verwendung der eingehenden Feldftrafdritttheile zur Besoldung des Aufsichtspersonals im Jabre 1867. Friedberg am 5. Februar 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Auf Anstehen Seiteus der Feldschützen weisen wir Sie an, die im Jahre 1867 eingegangenen Strafdritttheile, insoweit es in Folge unserer anderen Verfügungen noch nicht geschehen sein sollte, an die betreffenden Feldschützen sofort ausbezahlen zu lassen. Trapp. Hessen. Darmstadt. Das Schuledikt von 1832 enthält keine Bestimmungen über die Pensionirung der Schullehrer, und wenn es auch durch die schon auf dem 7. Land tag erfolgte Be⸗ willigung eines Schullehrer Pensionsfonds und durch die Bestrebungen der Behörden seither in den meisten Fällen möglich geworden war, den pensionsbedürftigen Lehrern angemessene Ruhegehalte zu gewähren, so wurde doch der Mangel eines Gesetzes sehr empfunden, durch welches die Rechte der Lehrer auf Pension und die Verbindlichkeit der Gemeinden, eventuell des Staates, zur Auf bringung der Pension geregelt werden. Der auf dem 17. Landtag vorgelegte Gesetzentwurf, welcher indessen nur eine Abhülfe in letzterer Beziehung bezweckte, kam nicht zur Erledigung. Um dem dringenden Bedürfniß Abhülfe zu schaffen, bean— tragen die Abgg. Goldmann, Hallwachs und Fink, die Regierung um Vorlegung eines Gesetzentwurfs, welcher die Frage nach beiden Beziehungen regelt, zu ersuchen. * Friedberg. Die neueste „Hess. Kirchenbl.“ bringt folgende Offene Erklärung. Wir die unterschriebenen Geistlichen erklären hiermit öffentlich, daß ein gewisser Mitzenius, Mitprediger zu Darmstadt, in seinem Libell:„Luther und die Kirche unsrer Tage“, einem Product nicht nur des Unglaubens, sondern auch der Unwissenheit und Unreife, frevelhafte Lästerungen gegen Gott und seine heilige Kirche ausge⸗ sprochen hat. Dieser Mensch hat sich dadurch des geist⸗ lichen Amtes, das er belleidet, ganz und gar unwürdig gemacht, und muß desselben so lang er nicht öffentlich Widerruf leistet, so gewiß enisetzt werden, als wir von der obersten Kirchenbehöͤrde unsres Landes eine schwere Ver⸗ fündigung in dieser Sache nicht erwarten dürfen. L. W. T. G. Bichmann, lutherischer erster Pfarrer und Stiftsdechant zu Lich. Georg Koch, lutherischer Pfarrer zu Welterfeld. C. Bichmann, lutherischer Pfarrer zu Ettingshausen. W. Zinßer, lutherischer Pfarrer zu Münster. Schick, erster lutherischer Pfarrer zu Laubach. H. Die tz, lutterischer Pfarrer zu Lardenbach. Schwörer, lutherischer Pfarrer zu Nummer des Ruppertsburg. K. Draudt, zweiter lutherischer Pfarrer zu Laubach. * Gjeßen. Wie in anderen Städten des Landes hat auch hier die Agitation zur Herbei— führung einer kirchlichen Verfassung für die evan⸗ gelische Landeskirche des Großherzogthums Hessen resp. zur Gewinnung einer Presbpterial- und Synodalverfassung begonnen. Im hiesigen Anzeiger laden eine Reihe der geachtetsten Männer, darunter die ganze theologische Fakultät, zu einer Zustim- mungserklärung zu der Adresse des evangelischen Vertins zu Darmstadt ein. „Aus Oberhessen. Dieser Tage sand in Gleßen eine Conferenz der Verwaltungen der brei hier zusammentreffenden Eisenbah— der Main⸗Weser-Bahn, Köln Gießener(Mindener) und Oberhessischen— statt, wobei vorbehaltlich der Ratificationen specielle Verabredungen üben bie Anschlußverhältnisse der neuen oberhessischen Bahnen und die Vereinigung des Dienstes der— selben mit dem der anderen Bahnverwaltungen, hesonders und enger mit dem der Köln Mindener, „ bem nämlichen Statsonsgebäude getroffen wor— ben sind. Mainz Der dießjährige Fastenhirtenbrief des Bischofs verbreitet sich über das allgemeine Concil, welches in diesem Jahre in Rom eröffnet wird, und über das fünfzigjähcige Priesterjubiläum des Papstes, welches durch eine eigene kirchliche Feier begangen werden soll Preußen. Berlin. Die„Kreuzzeitung“ schreibt: Nach der vor einer Woche erfolgten Mit⸗ theilung einer großen Preußen befreundeten Re— gierung bedroht Mörderhand wiederum das Leben des Grafen Bismarck;(11) ein aus Hannover gebürtiger Student wird als mit der Ausführung des Attentats betraut namhaft gemacht.(22) — Vom Bundesgesetzblatte des Norddeutschen Bundes ist das 3. Stück vom Jahre 1869 er- schienen. Dasselbe enthält Nr. 230) Verordnung vom 29. Januar, betreffend die Einberufung des Bundesrolhs des norddeutschen Bundes zum 15. Februar d. J.; Nr. 231) und 232) Er- nennungen: des preuß. Generalconsuls Grafen v. Keyserling in Bukarest zu solchem des nord- deutschen Bundes, der bisherigen Consularägenten Liepmann in Oran, Bronde in Bouau, Rhein- bolde in Philippeville zu Viceconsuln des nord— deutschen Bundes. — Der berühmte Augenarzt Hr. v. Gräfe hat, wie die„Zukunft“ hört, einen neuen Anfall seiner früher so glücklich bewältigten Lungenaffection erlitten, welcher ihn zu einem längeren Aufenthalte in südlichen Gegenden nöthigen wird. Corsica ist dazu gewählt worden.— Wie die„B. B.⸗Z.“ aus bester Quelle hört, wird der Gewerbe-Ord— nungs⸗Entwurf eine der ersten Vorlagen für den Reichstag des Norddeutschen Bundes bilden und im Zusammenhange mit derselben auch das Preß— gewerbe als Bundesangelegenheit seine Regelung finden. — Das Abgeordnetenhaus nahm den Antrag des Abg. Kosch, betreffend die Eidesablegung der Juden, mit dem Zufsatze der Commission an, daß das Gesetz nur da Gültigkeit haben solle, wo bisher den Juden eine besondere Eidesableistung vorgeschrieben war. Hannover. Großes Aufsehen erregt hier die neuerdings gegen den Rektor Gitter mann zu Esens wegen mangelhaften Kirchenbesuchs und unterlassener Theilnahme am Abendmahle einge— leitete Untersuchung. Herr Gittermann erfreut sich in seiner Vaterstadt sowohl, wie in der ganzen Provinz Ostfriesland allgemeiner Achtung. Weimar. Dem„Dr. J.“ wird von hier telegraphirt: Als vor einigen Abenden der Groß— herzog, aus dem Theater kommend, durch die Schillerstraße fuhr, schlug ein Conditorgehülfe mit dem Schirm in den Wagen Sr. königl. Hoheit. Der Thäter, welcher sinnlos trunken war, wurde vom Leibjäger festgenommen. Bayern. München. Die Ausschüsse der Abgeordnetenkammer beantragen für die sofort auszuführenden neun Bahnlinien: Regensburg— Donauwörth-Offingen, Nürnberg-Ansbach-Crails— heim⸗Gränze, Schweinfurt Meiningische Gränze, Gemünden-Obersinn-, München-Büchloe-Memmin⸗ gen⸗Gränze, Aschaffenburg⸗Miltenberg, Ingolstadt- Augsburg, Rosenbeim Mühldorf, Nürnberg⸗Hers⸗ bruck-Bayreuth, die Gewährung eines Credits von 90 Millionen. — Bli der gegenwärtig hier statthabenden Versammlung der Abgeordneten des süddeuischen Eisenbahnverbandes sind vertreten: die bagerische Staatsbahn, die bayer. Ostbahnen, die österr. Staatsbahn, die österr. Südbahn, die österr. Elisabethbahn, die böhmische Westbahn, die würt⸗ tlembergische Staatsbahn, die badische Staatsbahn, die pfälzischen Bahnen, die hessische Ludwigsbahn und die Frankfurt⸗Hanauer Bahn. Bei den ge— pflogenen Verhandlungen wurden Vereinbarungen bezüglich des gegenseitigen Wagenüberganges ge⸗ troffen und die Ausgabe von Rundreisebilleten zu ermäßigten Taxen beschlossen. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ er- wähnt ein in Finanzkreisen colportittes Gerücht über ein angeblich von Rußland ausgehendes Projekt: die Pforte solle aus(igener Initiative, gegen eine von den Pariser Vertrags mächten zu garantirende Entschädigungssumme, Kreta an Griechenland cediren. — Das„Tagblatt“ meldet unter Reserve: Die österreichische Regierung habe dem Grafen Bismarck von dem gegen ihn von einem Studenten beabsichtigten Attentate Kenntniß gegeben, jedoch mit dem Bemerken, daß Inzichten, welche die österreichische Regierung liefern könnte, kaum ge— statteten, der Sache einen ernsten Charakter bei⸗ zulegen.(1) — In Wieliezka steht es gegenwärtig sehr schlecht; die Pumpmaschinen sind durch neue Un⸗ fälle außer Thätigkeit gesetzt und das unterirdische Wasser dringt immer weiter vor. Frankreich. Paris- Das„Journal de Paris“ sagt:„Man spricht viel von einem Briefe, den unlängst der Kaiser Napoleon an den Papst Pius IX. geschrieben haben soll und in welchem Napoleon III. dem heil. Vater verspricht, duß das französische Occupationscorps dem deu menischen Coneil eine Ehrengarde zur Verfügung stellen würde.“— Von anderer Seite wird diese Mittheilung bereits widersprochen. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein Schreiben des Herrn Duruy an die Akademie der Wissenschaften, welches sich auf das große astronomische Ereigniß von 1874, den Venus⸗ durchgang, bezieht. Frankreich wird zur Beobachtung dieser Erscheinung eine Expedition nach Vandie⸗ mensland ausrüsten. Der Unterrichts minister fügt hinzu, daß der Kaiser dieser Expedition den Cha- rakter eines großen wissenschaftlichen Feldzuges über alle Fragen, welche auf dem Ocean und in der andern Hemisphäre studirt werden können, zu verleihen wünsche. — Es sind ziemlich beunruhigende Gerüchte über die Lage in Algier in Umlauf: in der Provinz Oran soll ein Aufstand ausgebrochen sein, unter den Beduinen hätte sich die Sage verbreitet, daß Frankreich in einen Krieg mit seinem östlichen Nachbarn verwickelt und daß der Marschall Mae-Mahon am Rhein zurückgehalten, die Gelegenheit zu einer Schilderhebung also günstig wäre u. s. w. — Das„Journal offleiel“ meldet aus Algier vom 4. Februar, daß die Insurgenten auf ihrer Flucht nach dem Süden sich aufgelöst hätten. Dieselden würden fortgesetzt verfolgt und sei die Hoffnung vorhanden, sie gänzlich unschädlich zu machen. — Der Griechenland gewährte Aufschub ist Sonntag Nacht zu Ende gegangen. Der„Con- stitutionnel“ sagt: Wenn bis dahin keine Antwort Walewski's abginge, so würde die Conferenz das negative Resultat constatiren, die Türkei die Freiheit ihrer Action wieder gewinnen, aber sie würde eine zuwartende und desensive Haltung einnehmen.— Der„Public“ theilt mit, daß die zu London lebenden Griechen be räcktliche Capi⸗ talien ansammelten, um eine republikanische Be— wegung in Griechenland zu begünstigen. — Marquis de Moustier, Exminister der aus- wärtigen Angelegenheiten, ist gestorben. — Ein Manifest Isabella's fordert die Spanier auf, mit ihr das Werk der Wiedergeburt Spaniens, der Duldsamkeit und der Freiheit zu unternehmen. Spanien. Madrid. Die„Madrider Zeitung“ veröffentlicht ein Dekret des Ministers des Innern, nach welchem der Wittwe des Gou- verneurs von Burgos eine Pension von 1500 Thlrn. ausgesetzt wird. — Wie die„Reforma“ meldet, wäre in Burgos die Entwendung eines auf hunderttausend Francs geschätzten Diamanten und einer werth— vollen Magdalena, beide aus der Kathedrale, entdeckt worden. Eine große Anzahl kostbarer Gegenstände, die aus einem hiesigen Nonnenkloster verschwunden waren, wurden, nach der„Corre— spondencia“, in Folge einer von der Sicherheits- behörde vorgenommenen Haussuchung bei dem Priester(Presbitero) desselben Klosters vorgefun⸗ den und derselbe in Einzelhaft gebracht. — Wie berichtet wird, werden die fünf In- dividuen, welche an der Ermordung des Gouver neurs von Burgos betheiligt sind, diese Woche hingerichtet werden.— Die Regierung hat die Erlaubniß zum Bau einer Synagoge gegeben. — Die Situation klärt sich allmählich insofern, als man nach den nun bekannten Wahlresultaten auf die Zusammensetzung der Cortes schließen kann. Darnach steht nunmehr fest: die Monarchisten werden über dreimal so viel Stimmen gebieten, als die Republikaner. Somit wäre gegründete Hoffnung auf baldige völlig geordnete Zustände, wenn nur Eins nicht wäre: der Mangel an einem Kronprätendenten, der allen Parteien genehm wäre. Das ist's, was die„Iberia“ drückt, wenn sie sagt:„In der That, die Frage, ob zwischen den verschiedenen liberalen Parteien Harmonie oder Versöhnlichkeit herrschen werde, ist für die spanischen Freiheiten eine Lebens- oder Todesfrage.“ Daß man dies auch anderwärts fühlt, davon zeugt das Gerücht, es bereite sich im Schooß der beiden Hauptparteien eine Art Compromiß vor, über den man im Publikum allerlei Vermuthungen hegt. Italien. Rom. Die über das Befinden des Papstes verbreiteten ungünstigen Gerüchte sind durchweg erfunden. Der Papst celebrirte am Tage„Mariä Lichtmeß“ persönlich. Griechenland. Aus Athen wird vom 2. d. gemeldet: Die Minister wollen ihre Porte- feuilles unter der Bedingung behalten, daß das Protokoll der Conferenz verworfen werde. Der König hat verschiedene politische Notabilitäten über die Aufregung des Volkes befragt. — Die Demission des Cabinets Bulgaris ist eine Thatsache. Der König ist entschlossen, die Deklaration der Paxiser Conferenz anzunehmen. Volks aufläufe finden statt, dieselben bezwecken, den König in seinem Entschlusse wankend zu machen und ihn zu der Wiedereinsetzung des Ministeriums Bulgaris zu bewegen. — Eine neuere Depesche vom 3. lautet: Der König nahm die Demission des Ministeriums an und beauftragte den Deputirten Jaimis, ein neues Cabinet zu bilden. Dasselbe ward folgendermaßen zusammengesetzt: Jaimis Präsident und Inneres, Sontros Krieg, Trigetas Marine, Petrali Finanzen, Avierino Cultus, Sarava Justiz, Delyannis Aeußeres. Das neue Ministerium stimmt der Deklaration zu. 5 — Spätere Nachrichten besagen, das Mini- sterium Jaimis sei schließlich gescheitert. Der König berief von Neuem Bulgaris.— Valeritis wurde vom König beauftragt ein neues Ministerium zu bilden, ist jedoch ebenfalls an dieser Aufgabe gescheitert. Dem Minister des Aeußeren wurde ein neuer Aufschub von acht Tagen gewährt, innerhalb welcher Antwoct zu ertheilen ist, ob das Protokoll angenommen wird oder nicht. — Nach Depeschen aus Athen vom C. d. ist noch kein Ministerium zu Stande gekommen, die Aufregung dauert fort. Der König soll ein Manifest an das Volk vorbereiten, worin es heiße, daß Griechenland, von allen Mächten verlassen, für den Augenblick nachgeben müsse, und die Griechen aufgefordert werden, sich ruhig zu ver— halten. Türkei. Die„Turquie“ veröff ntlicht das Nationalitätengesetz. Nach demselben könnten türkische Unterthanen sich nur mit Ermächtigung des Sultans im Auslande naturalisiren lassen; ohne diese Ermächtigung werden die im Auslande naturalisirten, aber in der Türkei wohnenden türkischen Unterthanen nach wie vor als solche angesehen. Donaufürstenthümer. Bukarest. Das ganze Ministerium hat seine Demission eingereicht, welche der Fürst angenommen hat. Ein neues Ministerium ist noch nicht ernannt; man erwartet aber folgende Combination des Cabinets: Joan Bratiano, Ghila, Cogolnitscheano. Amerika. Newyork. Baron Gerolt, der norddeutsche Bundesgesandte, und Herr Seward arbeiten einen neuen Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und dem norddeutschen Bunde aus. Es wird bceabsichtigt, einen nord— deutschen Bundesbeamten in Newyork zu stationiren, der in Verbindung mit einem zu diesem Behufe“ ernannten Beamten der Vereinigten Staaten und unterstützt von einem Commissärcollegium die In⸗ teressen nordd. Auswanderer wahrzunehmen hat. — Nachrichten aus Havanna bestätigen die Meldung von der Niederlage der Insurgenten in Bayamo und ihrer Flucht in die Berge. Wit es heißt, plünderten sie vor ihrem Abzuge die Stadt und steckten sie darauf in Brand. h. Friedberg, 8. Februar. Wie seit vielen Jahren. so auch in diesem Winter bereitet der Gesangverein Lieder⸗ kranz den Mitgliedern durch seine Abendunterhaltungen viel Freude und heiteren Genuß. Mit besonderem Humor aber waren die gelungenen Aufführungen des gestrigen Abends durchwebt, wollte man doch die Faschingszeit nich! ganz ohne Huldigung verstreichen lassen. Durch die hier⸗ durch erzeugte vergnügte Summung, sowie durch die tüchtige Musik unseres Jäger⸗ Bataillons fühlte man sich zahlreich dazu animict, sich in wogendem Tanze zu dreh'n bis in die späte Nacht hinein. Friedberg. Vor einigen Nächten fand in der hie⸗ sigen Gasfabrik eine kleine Explosion statt, welche einigen, jedoch nicht erheblichen Schaden anrich tete. Friedberg. Der Knecht eines hiesigen Oekonomen ist gestern in tragischer Weise ums Leben gekommen. Mil dem Füttern der Pferde beschäftigt, wollte derselbe ein ihn bedrohendes bissiges Pferd züchtigen, stürzte ader in dem selben Augenblicke todt zu Boden, wahrscheinlich in Folge eines Herzschlages. Der Fall erregt um so lebhaftere Theilnahme, da der Bursche als sehr zuverlässig und brav belobt wird, der seine hülfsbedürftigen Angehörigen, einen lahmen Vater, eine alte Mutter und eine ltaubstumme Schwester, mit seinen sauer verdienten Ersparnissen nach Kräften unterstützte. Mainz. Die gefälschten Makulaturscheine des Gr. Hess. Papiergeldes neuester Emission scheinen noch nicht ganz aus der Circulation verschwunden zu sein, da dieser Tage ein solcher ohne Trockenstempel und mit nachge⸗ mach ter Unterschrift des controlirenden Beamien dahier an⸗ gehalten wurde. Diese Falsifikate lassen sich bei einiger Aufmerksamkeit leicht erkennen: 1. auf der Vorderseite: an dem Fehlen des Trockenstempels unten links; 2. auf der Rückseite an der nachgemachten Unterschrift des controlirenden Beamten. Diese nachgemachten Namen können lauten: Bader, Beck, Uebelshäuser, Guntrum oder Winter. Die falschen Scheine sind(als Makylaturscheine und gleich den ächten von einer Platte stammend) den letzteren narür⸗ lich im Drucke vollkommen gleich. In Guntersblum ist eine Frauensperson auf schreck⸗ liche Weise ums Leben gekommen. Die Arme hatte im Keller Petroleum geholt und sich dabei die Kleider be— schüttet. Sobald sie nun in der Küche an das Feuer trat, entzündeten sich die Kleider und die Unglückliche lief in l wo sie jämmerlich verbrannte. karburg. Dic gauf Amöneburg wahrgenommene Erscheinung hat solgende Ursache: Amöneburg besteht aus einem Basalikegel. Zwischen den Säulen dieses Basalts befinden sich Lufträume, deren wärmere Temperatur bei der stattgehabten Kälte bemerkbar war und deren Aus— strömen eben nur bei Kälte beobachtet werden kann. Auf— fallend hierbei ist allerdings der hohe Wärmegrad, der sich an diesen Stellen zeigtz er ist wahrscheinlich noch eine Folge des heißen Sommers.(2) er Mannheim, 5. Febr. Der Absatz der Loose zur hiesigen Pferdemarkt-Lotterie nimmt guten Fort- gangz durch Erlaß des Großh. Hessischen Ministeriums des Innern vom 30. Januar d. J. Nr. 1165 ist der Verkauf dieser Loose im ganzen Umfange des Großherzog— thums Hessen erlaubt worden. Die Anmeldungen don Pferden zu dem am 4., 5. und 6. April 1869 stattfinden⸗ den 1. Frühjahrs⸗Haupt⸗Pferdemarkt sind bereits namhaft, ebenso macht der Zugang von Mitgliedern zu dem neu gegründeten pfälzischen Rennverein erfreuliche Fortschritte. Das dlesjäbrige Pferderennen findet am 2. Mai statt. Würzburg. Kürzlich machte ein Knabe eine sehr gefährliche Spaziersahrt auf dem Main. Derselbe stellte sich auf eine lose Eisscholle, die mit ihm in die Strömung lib, wo er beim Durchfahren durch's Loch herunterfiel. Man warf ihm eine lange Stange zu, allein er verschwand in den Wellen. Weiter unterhalb sah mau die Stange gegen das Ufer zutreiben, erwischte sie, zog sie heraus und mit ihr— den daran krampfhaft sich klammernden, bereits bewußilosen Knaben. Durch rasche, zweckmäßige Hülfe wurde er aber glücklicher Weise wieder ins Leben gerufen. Weimar. Vor einigen Nächten ist dem hiesigen Postamie der sogenannte Fahrpostbeutel entkommen, welcher eine Summe baaren Geldes von nahe an 3500 Thlr. und gegen 62000 Thlr. in Wechseln enthielt. Berlin. Die Geschichte mit dem Kinderraub in hiesiger Stadt klärt sich nachträglich dahin auf, daß es die eigene, mit dem Vater in Ehezerwürfnissen befindliche Mutter war, die sich des Kindes auf offener Straße be⸗ mächtigte. In Amerika sucht man die Schrecken der Todes⸗ strafe in humanster Weise zu mildern. Zu Rom, im Staate Newyork, wurde kürzlich ein Mörder nach einer gänzlich neuen Methode durch den Strang hingerichlet. Nan ließ den Delinquenten am Galgen Chloroform ein⸗ albmen und als Besinnungslosigkeit eintrat, riß ihm der Scharfrichter den Boden unser den Füßen fort, so daß der Tod ohne die mindesten Anzeichen von Schmerz ein⸗ trat und der Puls nach Verlauf von 12 Minuten zu ichlagen aufpöcle. „„ Folgendes Eisenbahnunglück erzählen eng⸗ lische Blätter: Die indischen Eisenbahnen baben gegen eigenthümliche Hindernisse zu kämpfen. In Europa ver⸗ irrt sich zwar auch manchmal eine Kuh oder in Schaaf auf die Schienen, doch selten wird dadurch die Loco motive aus dem Geleise geschleudert. Bei Sahibgunge aber ver⸗ unglückte im Dezember ein Güterzug dadurch, daß ein Elephant sich ihm in den Weg stellte. Das Thier wurde von der Lokomotive zwar arg mitgenommen, behauptete aber doch das Schlachifeld insoferne,(I) als die Locomotive mit einem Dutzend Güterwagen über den Damm geschleu⸗ dert und zerschmenert wurden.(11)(Wir haben's hier wohl eher mit einem fürchterlichen Bären, als mit einem Elephanten⸗Ungethüm zu thun.) Kür die unglücklichen dem Hungertode preisgegebenen Juden in Westrußland sind folgende Gaben eingegangen: Bei Herrn L. Adlee von Herrn J. A. Nauheim 5 fl. 15 kr.; L. Fürth 5 fl.; L. Oppenheim 1 fl. 30 kr.; Jakob May 5 fl.; A. Maaß 1 fl.; Elias Mayer 1 fl. 30 kr.; Geschwister Schloß 1 fl.; L. Adler 30 kr.; Elise Hanau und E. G. 1 fl. 30 kr.; A. Löser 1 fl.; Mayer Schwarz 1 fl. 45 kr.; Davit Mayer 1 fl. 10 kr; Mos. Stern 24 kr.; R. Reichen⸗ berg 30 kr.; Liebmann Stern 30 kr.; Witt. Hanau 24 kr.; im Ganzen 27 fl. 58 kr.— Bei Herrn Jacob Goldbeck von Gebe. Löb 2 fl. 30 kr.; Stahl Wiliwe 2 fl.; M. Meyer l fl. 10 kr.; Löb Strauß 3 fl. 30 kr.; M. Reiß 3 fl. 30 kr.; B. Stern 1 fl.; M. Löser 1 fl.; Hirsch Grödel 2 fl.: Jos. Strauß 1 fl.; J. Butzbach 30 kr.; J. Goldbeck 1 fl.; Mayer Hirsch 2 fl.; Ung. 1 fl. 45 kr.; Ung. 1 fl.; Ed. Hirsch 1 fl.; L. Arnstein 1 fl.; M. Arnstein 1 fl.; Ed. Grödel 36 kr.; Samuels Witiwe 24 kr.; L. Leopold 36 kr.; Gebrüder Bendheim 3 fl. 30 kr.; J. Nußbaum zu Nau⸗ beim 3 fl. 30 kr.; K. Nruhof 36 kr.; Becker und Engel 5 fl.; im Ganzen 41 fl. 7 kr.— Bei Herrn L. Herz von Herrn Philipp Garde 1 fl.; S. Lindheimer 7 fl.; G. Schulhof 5 fl.; L. Herz 5 fl.; M. Nußbaum 3 fl.; H. G. zu Nauheim 1 fl. 35 kr.; S. Strauß 36 kr.; M. Garde 30 kr.; S. Garde 18 kr.; E. Ehrmann 1 fl.; im Ganzen 24 fl. 59 kr. Den edlen Gebern unsern Dank aussprechend, können wir nicht umhin, obgleich wir gewöhnt sind, bei allen Gelegenheiten, wo es gilt Unglückliche zu unterstützen, ohne zu fragen welcher Confession sie angehören, sie in den Esten Reihen zu finden, hier ihre Bereitwillig⸗ keit besonders anzuerkennen, da wir bereits schon einmal in der Lage waren, ihre Mildthätigkeit für diesen Zweck in Anspruch zu nehmen. Zur Entgegennahme weiterer Beiträge erklärt sich be⸗ reit Das Comité. 900 Aufl nner Verkauf auf den Abbruch. 220 Montag den 22. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, soll auf dem Fürstlichen Hof zu Weckes heim ein von gutem Eichenbolz erbautes und mit Ziegeln gedecktes, zweiftöckiges Stallgebäude, 69“ lang und 207 tief, auf den Abbruch öffentlich verkauft werden. Hungen den 22. Januar 1869. Fürffliches Rentamt Hungen Demme. Die Spar- und Leihkasse zu Lich betr. 290 Der Vergleich der Gläubiger vom 18. März 1867 ift nun obergerschtlich bestätlat worden. Auch ist von Großherzoglichem Ministerlum des Innern der Beschluß der General-Versammlung genebmigt worden, daß ferner bin alle Gläubiger die Rechte der Mitglieder des Sparkasse Vereins haben.— Ich lade demgemäß alle Gläubiger der Spar- und Leibkasse dahier hiermit ein, Montag den 1. März l. J. Morgens 10 Uhr, in dem Ratbbaussaale hiesiger Stadt zu erscheinen, zur Aus übung der Rechte der Vereinsmitglieder und zur Wahl einer neuen Verwaltung. Ich bemerke zugleich, daß alle Gegenstände oder Vorschläge, welche Vereine, mitglieder bei dieser Zusammenkunft zur Berathung ge⸗ bracht wünschen, nach den Statuten, vorber schriftlich mit Gründen belegt mir vorgelegt werden müssen und zwar längstens bis zum 20. Februar. Gegenfalls können solche Gegenstände mit dem Ausschuß nicht berathen, und auch der Versammlung zur Entscheidung nicht vorgelegt werden. Einen übersichtlichen Bericht über den Vermögens ftand der Kasse werde ich bei dieser Gelegenheit der Ver— sammlung vorlegen. Lich den 25. Januar 1869. Der Director der Spar- und Leibkasse Weder. Bekanntmachung. 304 Freitag den 12. Februat d. J., Vormittags 11 Ubr, werden auf dem Büteau des unterzeichneten Rentamts 27 Malter Korn auf dem biesigen Speicher und 25 1 Hafer zu Stammheim lagernd ͤffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzablung ver— steigert Friedberg den 20. Januar 1869. Großberzogliches Rentamt Friedberg Lin deck. Bekanntmachung. 30 Rückständige Forderungen an Zöglinge unserer Anffalt aus dem laufenden Unterrichtsbalbfahr wollen innerhalb der nächsten 4 Wochen um so gewisser bei uns angemeldet werden, als andernfalls nicht auf unsete * zur Berichtigung derselben gerechnet werden ann. Friedberg, 1. Februar 1869 Großherzogliche Seminar-Direction Steinberger. Obethessische Eisenbahnen. Seetion Gießen. Vergebung von Bauarbeiten. 357 Nachstehende Bauarbelten werden hiermit zur Sub⸗ misston ausgeschrieben: 2. Die Erd-, Maurer-, Steinhauer⸗, Zimmermanns, Dachdecker Verputz⸗, Schreiner-, Schlosser, Glaser⸗ und Tüncher⸗ Arbeiten an 9 Bahnwartswohnungen und 8 Wächterbäuschen, ferner d. die Erd⸗, Maurer-, Steinbauer-, Zimmermanns, Schlosser⸗, Dachdecker, Spengler⸗ und Verputz⸗ Arbeiten für das Stationsgebäude zu Großen⸗Buseck. Die Pläne, Kostenanschläge und Bedingnisse können auf dem Sectionsbüreau dahler eingesehen werden, wo auch die Submissionsformulare zu erhalten sind. Offerten find längstens bis zum 14. Zebruar, Abends 6 Ubr, daselbst einzurcichen und wird bemerkt, daß sämmtliche Submittenten, unter welchen die Wahl vor behalten wird, während der darauf folgenden 4 Wochen an ihre Offerten gebunden find Gleßen den 1. Februar 1869. Holz-Versteigerung. 332 Donnerstag den 11. l. Mi6., werden im Münflerer Gemeindewald, Difsriet Schwe ir zel, öffentlich verstelgert: 5 7 Stecken Eichen- und Nadelholz, Scheit. und Prügelbolz, 15/„ desogl. Stocholz, 1600 Wellen Buchen- und Eichen⸗Reisholz, 5200„ Nadelholz-Retsholn, 25 Stück Eichen- ꝛc. Stammbolz bie 11“ Durch⸗ messer und 24“ Länge, 7„ Nadelbolz⸗Stammholz bis 307 Länge, 10„ Eichen- und Birken ⸗Stangenbolz, 2872„Nadelholz Bohnenstangen. Zusammenkunft Morgens ½ Uhr in Munster. Münsler am 2. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeislerei Münster Reine ck 384 Frucht Versteigerungen. Die 1868er Fruchtvorräthe des Großherzoglichen Rentamts Nidda kommen 1) von dem Spelcher zu Bingegheim bet Gastwirth Winter daselbst, 2) von dem Speicher zu Nidda auf dem Gemeindehause daselbst, in nachstehenden Terminen, jedesmal um 10 Vormittags, zur öffentlichen Verstelgerung: stroh zum Ausgebot. Nach beendeter Fruchtversteigerung vom 17. Februar d. J. kommen zu Bingenheim 79 Gebund Reichels helm(. d. W. im Januar 1869. Großherzogliches Rentamt Nidda 2 Versteigert werden 25 Vom Tag der Versteigerung steig 4 8 Speicher zu 18 6 9. Wagen Korn Herde Pat 2 Mitr. Welte. Mtr. Mitr. 1 Bingenheim Mittwoch den 17. Februar 23 208 204 38 2 Nidda Donnerstag„ 18. 1— 70 38 57 3 Bingenheim Mittwoch„ 17. März 23 208 204 38 4 Nidra Doynerssag, 18. e 5 Bin genheim Mittwoch e api 23 208 204 38 6 Nidda Donnerstag„ 22.„— 70 38 57 Korn- at a dun r lee a 8 7 *— Aulle ge— 8 2 age 70000 emp. inmibus.* 70,000 Exempl. IIlustrirtes Familienblati. 90 Mit Nr. 1 des neuen Jahrgangs 1869 beginnen zwei höchst spannende Erzählungen. Die eine: 3 2 3 71 In der Nesidenz. Ven Friedrich Friedrich, hat die tragi-komischen Erlebnisse und Abenteuer eines jungen Provinzialen zur Folie, der in die Netze der Gauner Berlins gefallen ist und der Liebe eines edlen Mädchens seine endliche Befreiung aus der Umgarnung der Schwindler und Abenteuerinnen verdankt.— Die zweite Erzählung: Anno 1803, aus der Feder eines der beliebtesten deutschen Romanschriftsteller, schildert auf dem historischen Hinter⸗ grunde der Anncxion einer freien Reichsstadt durch Preußen, das Liebeleben eines jungen Offieiers, welcher der brutalen und raffinirten Rache seines Nebenbuhlers, eines ehemaligen kleinstaatlichen Militär⸗Despolen, zum Opfer fällt. Diesen Erzäblungen schtießen sich an: Aus den Erinnerungen einer deutschen Schau⸗ spielerin.— Die Naben, Criminal⸗Erzählung.— Friedlos, Geschichle eines Dorfmädchens. — Londoner Gaunerleben u. s. w. u. s. w. Wir werden auch fernerhin bestrebt sein, durch Schuderungen öffentlicher Charaktere, interessante Reiseabenteuer, Skizzen aus der Natur und dem Leben, erheiternde und humoristische Genrebilder u. s. w. dem Inhalte des Omnibus entsprechende Mannigfalugteit zu verleihen. Gesundheit u. langes Leben zu vermitteln haben sich die mit so großem Beisalle aufgenommenen Aufsätze Aus der Mappe eines Naturarztes zur Aufgabe gestellt, indem sie gegen das übliche Medicamenten-System energisch zu Felde ziehen. In dem neuen Jahrgange treten sie auf das ptaktische Gebiet über und beginnen mit den Merven⸗ krankheiten und deten naturgemäßer Heilung. Besiellungen auf den„Omnibus“(er erscheint jeden Sonnabend) nehmen alle Buch⸗ handlungen, sowie alle Postanstalten des norddeuischen Bundes, Süddeutschlands, Oesterreichs, der Schweiz und Rußland entgegen. Preis vierteljährlich 48 kr. llamburg. Omnibus-Expedition. Vergebung von Bauarbeiten. 301 Die zur Herrichtung einer Wobnung im Schulhaus im Schullehrerseminar zu Friedberg erforderlichen Bauarbeiten, veranschlagt: fl. kr. Maurerarbeit, Arbeltslohn und Material 127 15 Ste inhautrarbeit 21 48 Zimmerardbeit 163 31 Hachdeckerarbeit 20— Schreinerarbelt 222— Schlosserarbeit 164 43 Glaserarbeit 17 21 Weißbinderarbeit 422 39 sollen auf dem Submissionswege an die Wenigffsordern— den vergeben werden. Plan, Voranschlag und Bedtagungen liegen von heute an auf dem Büreau der unlerzeichneten Stelle offen, woselbst auch die Offerten mit der Ausschrift: „Submission zur Uebernabme der... Arbeiten bei Perrichtung einer Wohnung im Schulhaus im Schul⸗ lebrerseminar zu Friedberg“ versehen, verstegelt und frankirt bis spätestene Mittwoch den 10 Fedruar d. J., Vormittags 10 Uhr, eingereicht sein müssen. Frtedberg den 30. Janvar 1869. ee ee Friedberg e u 9. 3414 Es kann ein Junge das Spenglerhandwerk erlernen. F. Benz, in Frankfurt a. M. gr. Bockenheimergasse 26. 700 Gulden liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen Näheres bei Adam Steinhäuser. 400 berelt. Stamm- und Brennholz-⸗Ver⸗ steigerung. 306 Im diesigen Stadtwalde, Difirset Bauwald, werden folgende Holzsortimente öffentlich an den Meiftbletenden versteigert, und zwar: Donnerstag den 11. d. Mts., von Morgens 9 Uhr ab, 64 Eichen⸗Baustämme von 7 bis 71“ Lange und 15 bis 30“ Durchmesser, und Freitag den 12. d. Mt., von Morgens 9 Uhr ab, 51 Stecken Eichen⸗Scheldholz, 80„ Eichen⸗Prügelbolz, 60 Eichen⸗Stockholz, und 1948 Wellen Eichen⸗Reisbolz. Nauheim am 4. Februar 1869. Großberzogliche Bürgermeisserei Naubeim. J. E. d. B.: Geberinger. in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 395 Kunftigen Montag den 15. und Dienstag den 16. d. M. Morgeng 9 Ubr, sollen im Diftriet„Lanz ⸗ berg“ zunächst dem Müblsachser Hof, auf dem Mühliveg anfangend, versteigert werden: 974 schöͤne ßichten⸗Baubolzstaͤmme von 5½ bis 13“ Durchm. und bis 100 Länge S 29215 Cbk.-guß, 3431 flalke und schoͤne Fichtenssangen bis zu 5 Zoll Durchmesser und 75 Länge, wodet auch Popfen⸗ stangen ꝛc. zc., 17170 Cubikfuß. Lich am 9. Februar 1869. Fürstliche Obetfoͤrsterel Lich Eigenbrodt. Vorlesungen im Saale des Hotel Trapp. 385 Donnerstag den 11. Februar. Bergrentmeister Nebhuth: Ueber die Arbeiterfrage. Eigenthümlich— aber wahr! um mit Herrn Baist zu reden, Triumph in Büdingen, scheint sie am letztverflossenen Freitage keinen des Herrn Buff scheinen denn doch zu begreifen, 401 Die Buff'sche Parthei feiert, Triumph in Großkarben, aber in Nauheim Triumph gefeiert zu haben. Die Anhänger warum sie bei ihren Wahlversammlungen immer nur ihre F wollen, wo es der Geschäftswelt kaum möglich des Herrn Buff zu hoͤren. Charakteristisch ist, ein Schalk neunt dem Schreiber Dieses den Herrn Baist als ersten Commis-Voyageur und den Herrn v. Rabenau als ersten Attachée des Herrn Buff— und die berechtigten Eigenthümlichkeiten der Provinz Oberhessen hervorgehoben werden, welche Aber jetzt kommt die Vertretung eines Oberhessen erheischen. eigenthümlich Der standesherrliche Herr Graf v. Solms⸗ Herr v. standesherrlichen wünschte Beamte, Herr Hofgerichtsrath Buff, erklärt, daß er nicht reden werde.— vertreten??? *) Daß die Regierung Herrn Buff wünscht, ein Landrichter die Bürgermeister in diesem Sinn Diener die Verbreitung des Buff'schen Aufrufs befördern, so ist dieses keine Frage mehr. billig ausverkauft: werden. ich besonders aufmerksam. Der Stand Laubach hat bis jetzt nichts, der standesherrliche Rabenau aber so gut wie nichts bis jetzt 0 0 J thumlichkeiten gethan— vielleicht werden die Herren noch mit. Vergnügen Zeit finden, ihre Vorrechte zu vertreten— und der dritte nun, von Wer soll denn also die Eigenart und Eigenthümlichkeiten Großer Ausverkauf. 398 Künftigen Friedberger Jahrmarkt am 10. Februar schöue Seiden: und Sammet Bänder, Besätze, Knöpfe, Auf sehr schöne Taffetbänder inmallen Breiten mache reunde und zu einer Zeit ist, sich einmal loszureißen, um die Lobredner daß von den Begleitern des Herrn Buff— immer und wiederholt die Eigenart — aber wahr! zur Vertretung der berechtigten Eigen⸗ der Regierung“) ge— hat bewiesen und wenn ich nicht irre, auch unterliegt keinem Zweifel mehr, denn wenn instruirt und Gerichts- und andere sollen wieder eine Parthie sehr Spitzen ꝛc. ganz spott⸗ befiudet sich wieder auf dem Jahrmarkt. Julius Cohn von Bockenheim. b Preisen Herren⸗Hosen von fl. ⸗Westen„— 42 „ Joppen 7 5„an, 7 ertige Herren- Aleider in allen Sorten empfiehlt unter vollständiger Garantie zu den billigsten festen 1.— kr. an, Herren-Röcke von fl. 6.— an, „ 3. 48„an, Elegante Anzuge von fl. 14.— an. Kinder-Anzüge in allen Sorten. Bestellungen nach Maß werden ohne Erhöhung in kürzester Frist ausgeführt. E. Richter in Gelnhausen. „ Ueberzieher von fl. 11.— an, EE ⁵—˙e!.. ⅛—w ö 88 Das mad. Friedrichshaller „ Bitterwasser (welches sich besonders zur Brunnenkur im Hause und zwar auch im Winter ganz vorzüglich eignet!) ist ein altb ewährtes, mild eröffnendes und kräftig auflösendes Heilmittel. Ee bessert den Appetit, die Verdauung und Ernährung, verscheucht hypochondrische Gemüthsstim- mung, schafft Lebens- und Arbeitslust. Es heilt Catarrhe der Verdauungs- und Brustorgaue und hat namentlich bei langwierigen Unterleibsleiden ausser- ordentliche Erfolge. So ist seine vorzügliche Wirkung bei Verstopfung, Hämorrhoiden, Stockungen im Uuterleibe, Blutwallungen zu Kopf und Brust und Entzündungen der Gebärmutter allgemein anerkannt. Auch bewährt es sich gegen Dickleibigkeit, Rippenfellentzündung und die Be- schwerden der Schwangerschaft, sowie als Unterstützungs- mittel gegen Syphilis, bei Molken- und anderen Kuren. Dieses Alles leistet dasselbe in kleinen Gaben, ohne dass eine berondere Diät oder eine Unterbrechung der Berufs- geschäfte erforderlich ist Zu baben nebst gedruckten Gebrauchsanweisungen in allen Mineralwasser handlungen und Apotheken. Friedriehs hall bei Hildburghausen Die Brunnendirection C. 0p pe!& Comp. — Beka 4 4 nntmachung. 386 Altes Eisen(Schmelz und Guß), sowie alle andern Sorten Metalle werden zu den höchslen Pre sen angekauft. Die Metalle Handlung S. W. Hammel, Vilbelergasse 29, in Frankfurt a. M. S 391 Montag den 15. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung von 120 Siecken Buchen- und 14 15 Kiefsern⸗Scheitholz„ unter den bei der unterzeichneten Garnisonverwa tung zur Einsicht offen liegenden Bedingungen durch Sou⸗ mission in Accord gegeben werden. Fertedberg den 6. Februar 1869. Großherzogliche Garnisonverwaltung Friedberg Ni schwltz. Bekanntmachung. 392 Freitag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen nachveizeichnete Gegenstände, als: 1 Hobelbank, mehrere Hodel, 2 Schneidgeschirre, mehrere Stemmeisen, ein Schraubfsock, 1 Bundaxt, 1 Winkeleisen, 1 Bobrgeschirr zu Guß öffentlich gegen gleich baare Zahlung an den Meistbictenden verstelgert werden. 1905 Ossenheim den 7. Februar Jakob Lehr. 315 ein freundliches Logis, 1 Stiege boch, bis Anfang Mai beztehbar, bei ac. Heß, Nebger gase Eine gut gehaltene Chaise 393(tt billig zu verkaufen bei 3 Bad Nauheim. Joh. Mörler, Kutscher. Ein Kindermädchen, 390 das Liebe zu Kindern hat, wird zum als baldigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Alles schon da gewesen. Ein Oberhesse muß es sein, Den wir zum Reichstag wählen, Ein Mann von unserm Fleisch und Bein, Ein Chrtst mit Lelb' und Seelen. Ein Doctor von Berlin, ei weih! Macht großen Schmus und viel Geschrei, Kennt nichts von Oberhessen,. Will uns zu Preußen pressen. Die Elgenheiten, deren find So viel im hess'schen Sumpf, Bufft Dr. Oppenbeim geschwind Uns aus mit Rumpf und Stumpf. Und uns're Interessen gar? Wle litten die wohl Noch! Zum Geler mit dem preuß'schen Aar! Wir kennen nur Welß⸗Roth. Za! Hessen find wir, echt und recht, (Und Deutsche obendrein) Für Deutschland's Elnbelt heißt's„geblecht“, Drum nimmt sie uns nicht ein. „Herabsetzung der Steuerlast“ Steht im Programm zu lesen. Von denen, die es abgefaßt, Heißt's:„Sie sind da gewesen.“ 399 Ein Oppenheimer. 403 In C. Scriba's Buchhandlung iß wieder zu haben: ö Schwurgerichtsverhandlung gegen Peter Feuerbach. Preis 3 ke.— 377 Frische untergährige Bierhefe, per Maas 3 kr., ist jeden Tag zu haben in der Brauerei von Ph. Windecker. Zu vermiethen 387 ist der obere Stock meines Hauses in der Nähe der Elsenbahn Fr. Hilbrecht's Wutwe. Der Pfandschein ese Herrenkragen bei K Friedrich neben der Post in Friedberg 345 bester Qualität, zu sehr billigen Preisen bei Jacob Stern, wohnhaft bei F. Müller Usagasse. 389 Ein mit Comptolr⸗ Arbeiten vertrauter sunger Mann wird gesucht von Philipp Windecker. Todes⸗Anzeige. 396 Am 7. d. M. verschied nach kurzem Kranken⸗ lager mein vielgeliebter Gatte Friedrich Wilhelm Zobel. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittags 3 Uhr statt. Die trauernde Gattin. Dauksagung. 397 Freunden und Bekannten, welche unsere liede Mutter, Schwiegermutter und Schwester Elisabethe Bücking von Alsseld zur letzten Ruheflätte geleiteten, sagen wir unsern tief⸗ gefüblten Dank. Friedberg den 8. Februar 1869. Die trauernden Hinterbliebenen. CCC ͤ Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Beerdigte: 31. Januar. Elisabeth Battenfeld, geb. Koch, Wittwe des Großberzoglichen Steuerboten Georg Battenfeld dahier, alt 80 Jahre 8 Monate 16 Tage, f den 29. Jan. 4. gebr. Karl Jakob Wühelm Weißbrod, Söhnchen des bies. Bücegers und Poliztidieners Peter Weißbrod, Ein ordentliches Mädchen, 402 das kochen kann, wird gegen guten Lohn gesucht. Näheres bel der Exped. d. Bl. alt 4 Monate 26 Tage f den 2. Februar. Verantw. Red.: Hermann Schirapff. Druck und Verlag von Schimpf. Binderndae!& Weizen-KAleie, 8 Hun schust Meß, herschi rstatte weile Bahn städter — üb Wads demzu der ol hufe Beit ei nahn eltsd Abg. Berüg Grund versam vinzia selben Dekor des Minis hat,. 1857 Eomm Gegere e Herten Hießt Rreist Direll Duin Daun (bang Meist. Neun Berge daß di ferente Neiist der da zu berg er guz born d über di Vent Land eine ei —