en 1869 Jamstag den 9. Januar. 3. — berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsiag. ——ůů— JN An 0 4 Amtlich — 2 Theil. Nachverzeichnete Gesetze ze sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: ide. Nr. 33. Nr. 196. Bekanntmachang, betreffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Norddeutscheg Bundes. Vom 23. Nov. 1868. 2 Nr. 197. Oesgteichen die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Zollverein. Nr. 198—200. Die Ernennung von Consuln betreffend. Nr. 34. Nr. 201. Gesetz, beireffend dte Quartierleistung ür die bewaffnete Macht während des Friedens zustandes. Vom 25. Juni 1868. Ni. 202. Die Abzweigung der Postverwalcungegeschäste für die Landdrosteten Aurich und O'nabtück und Zutbeilung zu Oldenburg. * Nr. 203 und 204. Wie Nr. 33. Nr. 196 und 197. npff Ar. 205211. Die Ernennung von Consuln 5. f a a N . Nr. 35. Nr. 212. Verordnung, betreffend die Einsübrung der in Preubzen geltenden Vorschriften üder die Heranziehung der Militärpersonen zu Communal- aus zun auflagen im ganzen Bundesgebiet. Vom 22. Dezember 186 8. 1 1 Herrn Nr. 213—215. Die Ernennung von Consuln betteffend. ne B b D üb HꝗdtStammnnolle je die f i„ ingen Betreffend: r dt Stammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu ersorder Fried berg am 6. Januar 1869. — Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz-Commission des Kreises Friedberg 25 Ne nenn . 10 Ich ersuche Sie, die Geburtelisten uber die im Jahr 1852 geborenen Personen, mannlichen Geschlechts, der Vorschrift des§. 2 des a b. Reglements vom 20. Mai v. J(in Nr. 30 des Reglements von 1868) Anlegung und Führung der Stammrollen, sowie die Anfertigung der bierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelisten betreffend, gemaß bis zum 15. Januar d. J. bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien 1 einreichen zu wollen.. Ter a p p, Harzer Setrefsend: Das Militärersatzgeschäft für 1869. 2 N Friedberg am 6. Jauuar 1869. —„ eee auser an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Mig von Unter Bezugnahme auf 5. 58, 59 und 60 der Milttatersatz. deren Eltern, Vormündec, Lehr,, Brod, und Fabrikherren zu diesen 12 tet! Instrultion für den Norddeutschen Bund, Regierungsblatt Nr. 21 Anmeldungen verpflichtet. Ich mache Sie weiter darauf aufmerksam, 35 und das Reglement, die Anlegung und Führung der Militar-Stamm- daß Sie sich nicht dabei degnügen dürfen, nur diejenigen Militär⸗ ler tollen, sowie die Anfertigung ters hlexzu erforderlichen Geburxis⸗ und pflichtigen, welche in den Geburtslisten ste hen, oder sonst angemeldet * Sterbelisten betreffend vom 20. Mai 1868, Regierungsblatt Nr. 30 werden, in die Stammrollen einzutragen, sondern, daß es Ihre Pflicht vom Jahr 1868, beauftrage ich Sie, in Ihren Gemeinden sofort zur( ist. gon Amts wegen zu ermitteln, weiche Militärpflichtigen etwa e offentlic en Reuntniß zu bringen, daß alle im Jahre 1849 geborenen außerdem vorhaaden sind und gestellungspflichteg sind und sse sogle ich * Militardienstpflichtigen, sowie Diejenigen, welche dieses Alter bereils[zur Anmeldung anzuhalten. Zugleich empfeble ich Ihnen in Ihren * uberschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben,[Gemeinden auf die schweren Nachthelie aufmerksam zu machen, die — 1 oder bei der vorigen Musterung zuruckgestellt worden find, und ent,[ Diejenigen treffen, welche die Anmeldung innerhalb des oben vor⸗ hel weder im Kreise ihr gesetzliches Domicil haben, oder sich als Schüler, geschriebenen Termins unterlassen und verweise, Sie in dieser Be⸗ U Dienstbote, Haus, und Wirthschaftebeamte, Handlungsdiener, Lehr— ziehung auf§. 176 und folgende der Militärersatz⸗Instruktion. e bel unge 1c. ic. in demselben aufhalten, sich behufs ihres Eintrags in Werden Reclamationen auf Zurückstellung, erhoben, so wollen 5 peb. die Stammrolle, während der Zeit pom 15. Januar bis 1. Februar Sie die Vorschriften des Reglements vom 12. Mat v. J., Regierungs- dei der Bürgermeistecei ihres gesetzlichen Wohnorts resp. Aufenthalts,[blatt Nr. 26, genau befolgen. Am 1. März d. J. erwarte ich Vor⸗ 1 orles unter Praäsentation eines Geburtsscheins, zu melden haben. lage der Stammrollen unter Beischluß der im§. 14 des Reglements Für diejenigen Militarpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind[ vom 20. Mal v. J. bezeichneten Beurkundungen, Tera v v. ct. 1* i.* —— Sees vt S. e as L A e — be⸗ Detrefsen d; Anmeldung und Prüfung der einjährig, Freiwilligen.: vaulhn Diejenigen Wehrpflichteten, welche als einjährig Freiwillige dienen für Diejenigen aus den Provinzen Oberhessen und Rteinhessen Ditzet wollen ünd im Groößberzobthum Hessen nach§. 20. der Militär- Etsatz— Mittwoch den 3. März k. J, f 9 205 1 Justrution für den Nordreuischen Bund vom 26. März dos(Regierungs: für Diejenigen aus den drei Provinzen, welche im Jahre 1852 geboren ⸗sind klalt Nr. 21.) gestellungs pflichtig sind, haben ibre Anmeldung schriftlich, Donnerstag den 4. März k. J., unter Berücksichtigung der§H§. 148. 149. 151. 152. 153. 154. und 155. jedeemal von Morgens 8 Uhr an. ln der rer erwähnten Militär- Ersatz⸗Istration bis zum 1. Februar k. J. bet Einesspezielle Vorladung erfolgt nichl 2 det unterzeichneten Er mmission einzureichen Die unterzeichnete Commisson macht außerdem auf folgende Bee! — Der Meldung sind beizufügen: stimmungen ausdrücklich aufmerksam: e A. ein Gebnelszeugniß(Taufschein); Die Berechtigung zum einjährig, freiwilligen Dieust darf nicht vor! b. eiße beglaubigte Einwilligung des Vaters ode 8 dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts 60 b. ein Unbeschslienheitszrugniß, welches für Zöglinge von chulen spätestens bis zum 1, Februar des Kalenderjahres Rachgesucht werden, in Ker.*(Gymnasien, Realschulen Progymgassen und hö 0 chulen! welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. — vo dem Dilertorß beziehungsweise, Rector, der betreff u Lehranstalt Miteder Anmeldung um, Zulasseng zum einjährigen, Dienst ist die T0 für alle übrigen jungen Leule von der Pol'z ebeigkeit zustel 10 Aufgabe des Rechts, au der Loosung Theil zu nehmen, wverbunde f . Der Nachweis der Qualification kgun durch Vorlegung vo chul Ausnabmsweise kaun der durchediegversäumte rechtzellige Anmeldung * Jeirgnissen öder durch Ablegung ciner besonderen Prüfung geführt werden verloren gegangene Anspruch durch Resolutien der Erfatzbehörden dritter Un ißt in beiden Fällen bei Verinss des Anspruchs auf eie Zulassung zum. Instanz wieder verliehen, werden, wenn der betheiligte Militärpstichtige est Anjährit freiwilligen Dienst vor hem 1. April pesjenigen, Kalenderjahres noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen apkrpflubtelnß war oder ver⸗ zi erbringtu, in welchen der Betreffende das 20. Lebensjahr vollendet.] möge seiner Loos-Nummer disponibel geblieben ist. Im letzteren Falle Da dir geugnisse und Bescheinigungen bei ben Acken zu verhlesben haben, darf diese Vergünstigung indeß nur dann eintreten, wenn der deßfallsige s sind dieselben in den geeigneten Fllen in beglaubigter Abschrift einzusenden.] Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welchergder betheiligte Militär⸗ Bei Nichtbeachtung der bestehenden. Verschristen oer verspäteter pflichtige zu concucriren hat, formirt wird. Kinreichung des Gesuchs wird der Anmelbuung keine Folge gegeben. Gesuche um Wieder vexleihung der durch versaͤumte rechtzeitige Mel⸗ . Die Prüfung derjenigen Wehrpflichtigen, welche nicht schon vorher[dung verloren gegangenen Berechtigung sind zan die zuständige Kreis Ersatz- 4 itzre Berechtigung scheine erhalten haben, findet dohier im Locale der Commission zu richten. * Handwerkerschule Kürchstraße Nr. 22. flatt und zwar: Darmstadt den 28. Dezember 1868. — für Diejenigen aus der Provinz Starkenburg Großherzogliche Prüfungs-Commissien für einjäbrig Freiwilltge: Dienstag den 2. März k. J, v. Grolman. Strecker. Betreffend: Ja Untersuchungssachen gegen Kaspar Bachmann von Nieder⸗Bessingen wegen Diebstahls. an die Großherzogliche Polizeiverwaltung Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Nauheim, den Großberzoglichen Polizei-Commissär in Bürgermeistereien des Kreises. Friedberg den 5. Januar 1869. . 4 Der Rubrikot wurde Mitte Oktober v. J. im Besitz einer Geldsumme von über 50 fl. betroffen, über deren rechtlichen Erwerb e sich nicht auszuweisen vermochte. Wir geben Ihnen daher hiermit auf in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen, daß, wer auf die gedachte Geldsumme Anspruch erheben und solchen beweisen konne, sich bei Großherzoglichem Landgerichte Lich, bei welchem die rubricirte Untersuchung dermalen anhängig ist, zu melden habe Trapp. Hessen. Darmstadt. Gegen die Leitung der Renten- und Lebens ⸗Versicherungs⸗Anstalt zu Darmstadt sind in jüngster Zeit sehr schwere Be⸗ schuldigungen wegen vorgekommener Unterschlagun— gen und Ungehörigkeiten in der Verwaltung der selben erhoben worden, welche sich besonders gegen den derzeitigen Direktor derselben, Obersteuerrath Hügel dahier, richten. Dieser erläßt nun in der „Darmst. Ztg.“ eine längere Erklärung, worin er an den Gerechtigkeitssinn des Publikums ap- pellirt und dasselbe bittet, sein Urtheil zurückhalten zu wollen, bis das Material beiderseits abgeschlossen vorliege und Bericht erstattet sei. Er schließt seine Erklärung mit der Bemerkung, daß durch die bisherige Verwaltung die Rentenanstalt wissent— lich um keinen Kreuzer beeinträchtigt worden und der Stand der Geschäfte, wie der letzte Rechen⸗ schaftsbericht nachweise, ein vollkommen zufrieden⸗ stellender sei.— Man ist begreiflicherweise unter diesen Unständen sehr gespannt, wie sich die Direktion gegen die erhobenen Beschuldigungen rechtfertigen wird. Preußen. Berlin. Die„Volkszeitung“ schreibt:„Soll das neue Jahr ein Jahr des wahren Friedens sein, dem man Vertrauen schenken darf, so müssen sich die Volksvertretungen der ge⸗ bildeten Staaten Europa's zu einem gemeinsamen Schritte auf der Bahn des Friedens verständigen, dessen Merkmal nicht die Rüstungen, sondern die Abrüstungen sein müssen. Sind die Friedens- Versicherungen der Cabinette mehr als barer Schein, so werden sie freudig dem Zuge der Völker folgen und gar leicht die Verständigung bewerkstelligen, welche ungefährdet zur Entlastung der Völker schreiten kann. Bannen wir nur selber unter uns den wahnwitzigen Patriotismus, der den Frieden durch die verstärkten Kriegsrüstungen garantiren will, so werden wir bald nicht mehr über den gleichen Wahn anderer Völker zu klagen haben, den wir mit dem Namen„Chauvinismus“ bezeichnen. Sind die Völker und ihre Bertre⸗ tungen sich nur ihrer wahren Aufgabe bewußt, so werden ihre Forderungen auch in den Cabinetten erfüllt werden müssen und das Jahr 1869 wird ein Jahr einer wahren Friedensepoche werden.“ — Die„Prov.-Corresp.“ theilt mit, daß die Conserenz am 9. d. ihren Anfang nehmen werde. Die preußische Regierung hat dem Grafen Solms eine besondeie Vollmacht für die Conferenzverhand⸗ lungen ertheilt. — Der„Börsencourier“ meldet aus zuver⸗ lässiger Quelle: Die Pforte habe auf Andringen der Mächte eingewilligt, den fünften Punkt des Ultimatums, betreffend das Versprechen Griechen lands, dem Völkerrechte und den bestehenden Ver⸗ trägen gemäß zu handeln, fallen zu lassen. Kassel. Eine Versammlung des deutschen Vollsvereins für Kurhessen ward bei Eröffnung sofort polizeilich aufgelöst, als der Vorsitzende er ⸗ klärte, die Versammlung gelte der Erinnerung der 1831er Verfassung. Marburg. Die Bestürzung, welche die be⸗ sprochene Verlegung der hiesigen Universität nach Frankfurt dahier hervorgerufen, hat an zustehender Stelle in Berlin Theilnahme gefunden, und sollen die Marburger in kurzer Zeit völlig darüber be⸗ ruhigt werden, daß das bestehende Verhältniß unberührt erhalten bleiben, ja sogar fur die Hebung und Förderung der Universität in gewünsch⸗ ter Weisc eingeschritten werden soll. Wiesbaden. Nach der„Mittelrh. Ztg.“ werden die über die Verwaltung des Curfonds schwebenden Verhandlungen in den nächsten Tagen ihren endgültigen Abschluß finden. Die betreffen ⸗ den Gelder, welche noch an hiesiger Landesbank deponirt sind, werden darnach in hiesiger Stadt verbleiben und hier ihre Verwaltung finden. Hamburg. Der wegen seines Cholera— Schiffes Leibnitz vielgenannte Auswanderunge— agent Sloman gibt, wie berichtet wird, sein Geschäft auf und wird dieser auffällige Beschluß in Verbindung gebracht mit der Verhaftung eines andern Rheders, Namens Heydorn, und des Ca— pitäns von dem Hepdorn gehörigen Auswanderer— schiff„Zanzibar“, das einen Criminalprozeß wegen schlechten Proviantes hervorgerufen hat. Oesterreich. Wien. Die neue gemein— same Handelsflagge für Oesterreich-Ungarn, welche vom 1. Januar 1870 an in Gebrauch kommen wird, bildet ein längliches Rechteck und wird aus drei gleich breiten horizontalen Streifen bestehen, der mittlere weiß, der obere roth, der untere roth und grün getheilt, im Mittelstreifen mit zwei gelb eingefaßsien Wappenschildern; der zur Flaggen- stange gekehrte Schild roth mit einem weißen Querbalken und von einer offenen Bügelkrone überragt; der auswärtige Schild, unter der ungarischen Stephanskrone, rechts vier weiße Balken im rothen Feld, ein aus einem gekrönten grünen Dreiberge hervorgehendes weißes Pa— triarchenkreuz zeigend. — Den Ungarn hat der„Magyar Ujsag“, das Organ der äußersten Linken, als Neujahrs- gabe aus der Ferne einen Brief Ludwig Kossath's gebracht. Der ehemalige Dictator bemerkt, daß er nicht zurückkehren werde,„weil er das Ungarn, das seine staatliche Existenz aufgeopfert hat, nicht sehen will, und weil jeder Schlag seines Herzens vor dem Gedanken schaudert, ein ungarisch öster— reichischer Staatsbürger zu werden.“ Im Uebrigen hofft Kossuth auf eine„Windsbraut“(wohl die orientalische Krise), die ihn an den heimathlichen Strand zurückführen soll. Frankreich. Paris. Man telegraphirt aus Madrid: Die amtliche Zeitung meldet, daß in Malaga die vollkommenste Ruhe herrsche. Die Stadt hat ihre gewöhnliche Physiognomie ange. nommen. Die Militärcommissionen sind in voller Thätigkeit. Man hat einen Theil der Gefangenen, deren Zahl bedeutend ist, eingeschifft, um sie leichter zu bewachen und um jedem Conflikt vorzubeugen. Schweden. Eine bemerkenswerthe Volks- versammlung zu Nevika hat die Einreichung einer Petition an den König beschlossen und beantragt: 1) vollkommene Religionsfreiheit und gleiches Stimmrecht zu allen öffentlichen Wahlen; 2) Ein- ziehung der ganzen eingetheilten Armee und Ein- führung der allgemeinen Wehrpflicht; 3) Verkauf des sämmtlichen der Krone gehörigen Bauernguts und Verwendung des auf diese Weise erzielten Geldee zur Tilgung der Staatsschuld; 4) gleich- mäßige Besteuerung aller Ländereien; 5) Ein- schränkung der Verwaltungsämter; 6) Verbesserung des Volksschuluntersichts, namentlich Errichtung einer Volksschule in jedem Kirchspiele. Spanien. Madrid. In einem auf Ver⸗ anlassung der jüngsten Agitationen erlassenen Cir- culär Sagasta's sagt derselbe, die Regitrung werde mit fester Hand die Ordnung aufrecht er⸗ halten, bis die Cortes zusammengetreten seien, deren Entscheidung ehrfurchtsvoll erwartet werde. — Zu Sevilla und Kery haben republikanische Kundgebungen stattgefunden, die Bevölkerung blieb ruhig, die Ordnung wurde nicht gestört. — Castelar macht fortwährend eifrige Rund reisen, und seine in der That hinreißende Bered— samkeit gewinnt ihm alle Herzen; er repräsentirt in der republikanischen Propaganda eigen der wesentlichsten Factoren. Prem bearbeitet im Stillen die Armee, um ihrer im geeigneten Augenblicke sicher zu sein. Wenn man zu allen dem die immer steigende Thätigkeit der bourbonischen Doppel- Reaction in Erwägung zieht, so kommt man zu dem Resultate, daß die Zukunft Spaniens so schwarz und trostlos vor unsern Blicken liegt, wie irgend möglich. — In Fexes wurde eine(ommunistische Ver- schwörung entdeckt. In Navarra sind carlistische Agitationen im Gange. Die ministerielle Zeitung „Iberia“ spricht sich gegen die Throncandidatur Montpensier's aus. — Man schreibt der„Corresp. Havas“ aus Madrid vom 2. Jan.:„Der General Cialdini ist noch hier. Obgleich man nichts Positives über die Mission weiß, die ihm übertragen sein soll, so ist doch kaum mehr daran zu zweifeln, daß er seine hat und daß sie mit dem zukünftigen Can⸗ didaten für den spanischen Thron im Zusammen⸗ hang steht.“ — In einem an die Gouverneure der Pro⸗ vinzen adressirten Circular schreiht Herr Sagasta den Umtrieben der Reaction die Aufstände von Puerto St. Maria, Cadix und Malaga zu. Das Circular spricht auch von Verschwörungen, die zu Pampeluna, Burgos und Bartelona entdeckt wor⸗ den wären und in denen die Betheiligung der Chefs der Familie Bourbon klar zu Tage träte. Herr Sagasta leugnet die Absicht der Regierung, einen Staatsstreich auszuführen oder die Bürger ⸗ miliz zu entwaffnen. 5 Portugal. Das„Jornal do Commereio vom 31. Dec. schreibt:„Wir erfahren, daß die Niederlage von Zambesia uns 12 Kanonen, 70,000 Flintenkugelpatronen, 200 Fässer Pulver und die Fahne des ersten Infanterieregiments ge⸗ kostet hat; 15 Offiziere blieben todt auf dem Platze, darunter Herr Valdez. Man zweifelt an Tode des Major Portugal und glaubt, daß er vom König Bonga gefangen zurückgehalten wird. Italien. König Victor Emanuel sprach sich kurzlich dem Magistrat seiner ehemaligen Hauptstadt Turin gegenüber dahin aus, daß die Prüfungen für Italien noch nicht zu Ende wären, daß es noch schwierige Zeiten durchzumachen hätte, aus denselben aber stark und überdies ganz voll⸗ ständig hervorgehen würde. In den Jahren 1858 und 1866 hielt der König ähnliche Reden, denen man damals keine große Bedeutung beilegte. Er sagte gleichwohl die Wahrheit. Ist das auch diesmal der Fall? 5 Griechenland. Daß die Volksstimmung in Griechenland ganz andere Ziele verfolgte, als sie von der Conferenz der Mächte werden vor⸗ gezeichaet oder gutgeheißen werden, zeigte auf's neue eine Proklamation, die von dem hellenischen Centralcomite dieser Tage erlassen worden ist. Es wird darin der heilige Krieg gepredigt gegen die Ungläubigen und der demnächstige Untergang der Türkenherrschaft verkündet.„Unser heiliges Banner wird von neuem auf der entweihten Sephienkuppel strahlen. Nachkommen der Sieger don Marathon und Thermopylae, verzaget d'rum nicht!“— Dem gegenüber steht ein Manifest der jungtürkischen Partei. Es ignorirt das Zusam⸗ mertreten der Conferenz nicht, nimmt vielmehr dieselbe zum Ausgangspunkt seiner Berachtungen. indem es meint, daß, falls eine Schlichtung des Streites nicht durch sie herbeigeführt werden könnte, nur zwei Fälle denkbar wären: ein allgemeiner Kreuzjug gegen die Türken, oder vollständige Neutralität aller christlichen Mächte, um bei dem türkisch-griechischen Kampf ruhige Zuschauer zu se a. Für den ersten Fall hätten die Jungtünken schon durch Ankauf von 25,000 Gewehren sich zu rüsten begonnen; auch würde dann, drohen sie, Wickstadt und die Großherzoglichen 51. wic L luis Jun Frlcg det b. Habeh 500 gu. f die det! Dey Vor mal a nord unse ub fache pen billet über Als et 1 von Verf Not Hl. schen der! Volke leute Sägt intel. alma Blidlt rauch gen sthen die L gesun hier der fil kiner noch flinken tinen tödter Welt stimm Curt lich. zum hab lande 9 Milt brrüch unter schwo Gran schuld Doll Eade dur alt; AA — S eise aan 1841232822 * der Kampf auf der ganzen Linie, auch in Algerien, zwischen Muselmaun und Christ ausbrechen. ußland. Petersburg. Die russische Telegrapden Agentur meldet aus Corfu vom 5. Januar: Nachrichten aus Athen zufolge werden Kriegs vorbereitungen getroffen und die Armee an der Landesgränze concentrirt. Truppenaushebungen haben begonnen. Die Regierung beabsschtigt 35,000 Mann irreguläre und 15,000 Mann reguläre Truppen aufzustellen. Aus Amerika. Die Nachricht, daß die Wahl des Generals Grant zum Präsidenten der Vereinigten Staaten eine gesicherte sei, hat in Deutschland überall freudigen Widerhall gefunden. Von dem geraden, ehrlichen Sinn und der staats— männischen Tüchtigkeit dieses berühmten Generals erwartet man für eine gesunde Entwickelung der nordamerikanischen Verhältnisse, bei denen so viele unserer deutschen Landsleute interessirt sind, alles Gute. Um so weniger schienen die deutschen Ur— sache zu haben, sich über die Wahl des Viceprä— sidenten Colfax zu freuen. Derselbe soll ein er— bitterter Feind der Deutschen, der Itländer und überhaupt aller aus. Europa Eingewanderten sein. Als solcher charakterisirt ihn auch seine Rede, die er 1855, als er eben von einer Versammlung des von ihm mitbegründeten, wegen seiner blutigen Verfolgung der Eingewanderten berüchtigten Know- Nothingordens zurückgekehrt war, in Indiana hielt. Fragliche Rede ist abgedruckt in dem deut— schen„Newporker Journal,“ und gibt uns ein in der Wolle gefärbtes Muster ächt amerikanischer Volksberedsamkeit. Ueber unsere deutschen Lands— leute läßt sie sich in folgenden wuthschnaubenden Sätzen aus:„Einige sagen, diese Ausländer seien intelligent; ja, intelligent. Wie im Namen des allmächtigen Gottes kann man so etwas sagen? Blickt auf den Deutschen, wie er seine Pfeife raucht, und wenn Ihr einen Strahl von Intelli— genz in jenem schmutzigen, blödsinnigen Gesichte sehen könnt' zeigt es mir!! Wir müssen die Landesgesetze ändern, um diese unwissenden, gesunkenen Bettler daran zu verhindern, daß sie hier Stimmen und Aemter halten Wie derum seht ihr einen schlappohrigen, großmäuligen, fischköpfigen Deutschen herankommen, direct von einer Hütte im Lande des Krautes, mit Bierschaum noch an seinem roßhaarenen Bart, und sein Athem stinkend von Knoblauch und Zwiebeln, genrg, um einen weißen Mann dreihundert Nards ab zu tödten, und ehe er sonst irgend etwas in der Welt sagen kann außer„Demokrat“, muß er stimmen, und seine Stimme zäblt so viel als Eure und meine. Das ist unerhört und abscheu— lich. Diese Ausländer, sie haben nicht mehr Recht zum Stimmen als die Thiere des Waldes und haben nicht den Verstand eines guten Neufund⸗ länder Hundes 1c.“ Newyork. In Washington will man die Mittheilung erhalten haben, die Mitglieder der berüchtigten Kuklux⸗Klan-Gesellschaft(die wildeste unter den demokratischen Parteien) habe sich ver⸗ schworen, den künftigen Präsidenten, General Grant, zu ermorden. — Zu Ende des Jahres 1868 betrug die Staate. schuld der Vereinigten Staaten 2,652,500,000 Dollars, somit um 1,750,000 Doll. mehr ale Ende November. Im Laufe des Monats Dezember waren die Ausgaben um 1,300,000 Doll. größer als die Staatseinnahmen. — Wahrhaft heillose Zustände herischen, wie die„Newporker Handelszeitung“ mittheilt, in Conway County in Arkansae, wo Alles drunter und brüber geht, blutige Kaͤmpfe tägliche Vor⸗ kommnisse sind und Niemand seines Lebens mehr sicher ist. Da die Berichte einigermaßen wider— sprechend lauten, hat der General Grant einen seiner Stabsoffiziere an Ort und Stelle gesandt, um sich von dem Stand der Sache zu unterrichten und ihm Rapport darüber zu erstatten. Friedberg. Auf Anregung des Pro- testantenvereins in Darmstadt wird auch! in hiesiger Stadt nachstehende Adresse an S. K. H. den Großherzog in Circulation gesetzt werden, in welcher um Herstellung einer den evang. Grund- sätzen entsprechenden Verfassung der evangelischen Kirche in Hessen gebeten wird. Wir bringen dicse Adresse ihrem Wortlaute nach zum Abdruck, um die wünschenswerthe rasche Circulation derselben zu fördern, in der Hoffnung, daß sie recht zahl- reiche Unterschriften finden wird. Die Adresse lautet: Aller durchlauchtigster G.eoßberzog! Allergnädigster Fürst und Herr! Durch Eoitt vom 25. März 1848 haben Ew. K. H. den von der ganzen evangelischen Bevölkerung des Landes mit hoher Freude und Dankbarkeit begrüßten Enischluß kundgegeben, eine weitere zeitgemäße Entwickelung der inneren Verfassung der evangelischen Kirche des Groß— herzogthums in der Art anzubahnen, daß namentlich den Gliedern des nichtgeistlichen Standes die ihnen gebührende Mitwirkung nicht länger vorenthalten bleibe. Schon durch weitere Allexhöchste Verkundigung vom 16. August 1848 geruhien Ew. K. H. die Commission zur Ausarbeitung eines Verfassunge-Entwurfs zusammenzusetzen, welcher so⸗ soct veröffennicht und dann einer aus Gliedern des welt— lichen und geistlichen Standes durch frete Wahl zu bilden⸗ den Synode zur Berathung vorgelegt werden sollte. Die Commission, zusammengesetzt aus Männern, welche in gleichem Maße das Vertrauen Ew. K. H. und der evan⸗ gelischen Bevölkerung des Landes besassen und zum Töeil dermalen noch im Dienst des Staates oder der Kirche häng sind, hal auch mit großem Eifer und Fleiß ihre Thälngkeit für endliche Befriedigung eines damals schon dringend hervorgetretenen Bedürfnisses der evangelischen Kirche begonnen und in kurzer Zeil zu Ende geführt, so daß schon in demselden Jayre der Versassungs⸗Eulwurf in seinen wesentlichen Thelen vollendet, dem Ministerium Ew. K. H. vorgelegt werden konntie. Von oa an ist jedoch die Anbahnung und Ausführung des Verfassungs⸗ werks in's Stocken gerathen und namentlich in bis jetzt die zur Berathung desselben in Aussicht gestellte Synode noch nicht zusemmenberufen worden.— Die Verhältnesse der evangelischen Kirche, aus deren weiser Berücksich igung die durch das Allerhöchste Edikt vom 25. März 1848 aus- gesprochene Enischließung Ew. K. H. hervorgegangen war, haben sich inzwischen nicht in einer Weise verändert, dat das Bedürfniß nach einer durchgreifenden Umgestaltung der Versassung der evangelischen Kirche weggefallen oder weniger dringend nothwendig geworden ware, vielmehr treten die Nachtheile der gegenwärtigen Consistorial-Ber⸗ jassung und des mit den evangelischen Principien nich! verträglichen gänzlichen Ausschlusses des Laienstandes von unmittelbarer Mawirkung del den wichlgsten kirchlichen Angelegenheiten namentlich in neuester Zeit in so erschrecken⸗ der Weise hervor, daß die schwersten Gefahren für die ge⸗ deihliche Forteniwickelung der evangelischen Kirche und ihren so wichtigen Einfluß auf die Culiur⸗Entwickelung unseres Volkes nicht mehr zu verkennen sind. Wie das Inieresse an dem Gedeihen einer jeden Gemeinschaft schwinden muß, deren Mitglieder nur Verdindlichkeiten tragen, aber bei der Regelung der Ledensfragen der Ge⸗ meinschaft nicht milreden dürfen, so tritt vollständige Gleichgültigken gegen die Religion und Kirche auf Seiten des Launstandes läglich mehr an die Stelle der warmen Theilnahme und Muwirkung aller Glieder, welcht ja gerade das Wesen des Prolestantismus bildet und denselben allein in voller Lebenskraft und Wirksamkeit erhalten kann.— Mögen auch die kirchlichen Behörden ven noch so wohl⸗ meinenden Absichten deseelt sein, so vestehen doch keine aus den Gliedern der Kirche herausgedildeten Organe, durch welche sie von den Gefüdlen, Wünschen und Bedütf⸗ nissen der evangelischen Bevölkerung eine genügende un⸗ mittelbare Kenntniß bekommen. Wo fteter wechselseitiger Verkehr zwischen den Gliedern der Kirche und deren Organe Vertrauen und gezenseitig förderndes Einvernehmen er⸗ zeugen sollie, besteht Eniftemdung, Mißirauen und Kälte, welche den Organismus lähmen und die Frucht eines gefunden Ledens unmöglich machen müssen. Bei einer solchen Lage der evangelischen Kirche, welcht auch bereits in andern deuischen Staaten von Segen de⸗ gleiteie Umgestallungen der Consistorial-⸗Verfassungen in Presbyterial⸗ und Synodal⸗Verfassungen hervorgerufen hat, richtet jedes mit redlicher Sorge um deren Wohl er⸗ füllie Mitglied derselben seine Augen vertrauensvoll zu dem Throne Ew. K. H., von wo der evangelischen Kirche unseres Landes in der Allerdöchsten Verheißung vom 25. März 1848 ein heiliges Pfand des ächt evangelischen Sinnes gegeben worden ist, welches von einem unvergeß⸗ lichen Ahn von Geschlecht zu Geschlecht im hessischen Fürstenhaus forterbt und in einer wahrhaft evangelischen Verfassung der Kirche nur ein noch festeres Band zwischen dem obersten Bischof der Kirche und deren Gliedern knüpfen wird. Wir richten an Ew. Königliche Hoheit die aller— unterthänigste Bitte: Ew. K. H. wolle die auf Grund Allerhöchst Ihres Edicts vom 25. März 1848 begonnenen Vorbereitungen einer zeitgemäßen Verkassung der evangellschen Kirche unseces Landes nunmehr Allergnädigst fortsetzen und abschließen lassen, und wegen Zusammenberufung einer aus freie Wahl hervorgegangenen und gleichmäßig aus weltlichen und geistlichen Ni'gliedern zusammengesetzten Synobe zum Zweck der Berathung und Feststellung der Ver⸗ sassulg die erforderlichen Maßnahmen Allergnädigst anordnen. In nefster Ehrerbietung verharren wir Ew. Königlichen Hoheit allerunterthänigste (Unterschriften.) Frankfurt. Der Verloosungs- und Actien-Kalender für 1869. herausgegeben von der Redaction des„Actionär,“ ist in der Jäger'schen Buchhandlung dahier erschienen und kann duich die Buchhandlungen bezogen werden. Er ent⸗ hält eine detaillirte Uebersicht über die Termine und die Ergebnisse der Ziehungen, sowie eine sehr ausführliche Statistit der Moviliarwertbe. Frankfurt. um verflossenen Donnerstag, Morgens um 5½ Uhr, wurde in der Näve Bornheims ein Eisen⸗ bahnbeamter von einem Kerl und einem Frauenzimmer angepackt. Durch die Hülfe eines Grenzwächters gelang es, wenigstens das Frauenzimmer zu verhaften. In ähnlicher Weise, wie dieser Eisenbahnbeamte, wurden fast an derselben Stelle und um dieselbe Zeit zwei Briesträger von einem Burschen mit blankem Messer attaquint, Letzterer leider jedoch nicht verhaftet, aber erheblich durch gebläut. Frankfurt. Wie aller Orten befinden sich auch die Bierbrauer unscrer Stadt in einer fatalen Lage. Der semmerliche Winter genattet denselben nur sog. Zapfbier zu brauen, an das Einsieden des Lagerbiers ist gar nicht zu denken. Die größeren Brauereibesitz r haben sich daher veranlaßt geseben, sich um Eis nach der Schweiz zu wenden. Theater in Friedberg. (Ein gesan dt.) Montag den 11. b. findet, wie wir aus sicherer Quelle entnehmen— die letzte Vorstellung, und zwar zum Vor⸗ theile des Herrn und der Frau Richter, start. Wir dürfen nicht unterlassen unser theatertiebendes Publikum auf diese Vorstellung besonders aufmerksam zu machen, als Herr Richter einer unserer beliebtesten Darsteller in dieser Saison war und auch Frau Richter sich als Musik⸗ lünstlerin besonders ausgezeichnet. Zu ihrem Benesize wählten dieselben die überall so gern gesehene, auf die Lachmuskeln der Zuschauer so gewaltig wirkende, Zwerg⸗ fell erschülternde Posse: Lumpact-Vagabundus.— Wir wünschen dem bescheidenen, anspruchslosen Künstlerpaare von Herzen ein recht volles Haus und sind überzeugt, baß diese, in diesjähriger Saison letzte Vorstellung unser Publikum in noch nie gesehener Menge in's Theater führen und somit ein der Kasse günstiges Resultat er⸗ zielt wird. Berlin. Der„Bazar, die bekannte Berliner Illustrirte Damen Zeuung, hat in diesem Winter seinen XV. Jahrgang beschlossen. Derselbe liegt als umfang⸗ und inbaltncicher Band vor uns und zeigt die Vorzüge, welche den„Bazar“ zum ersten Modeblatt der Welt erhoben, deutlicher denn je. Die Trefflichkeit der vielen Tausende von Abbildungen aus sämmtlichen Gebieten der weiblichen Toilette und Handarbeit, die Faßlichkeit der Veschreibungen, die Rücksicht auf das wabrbaft Nütz⸗ liche, sowie die ebensoviel Geschmack als Tüchrigkeit offen⸗ darende Vermeidung alles Excentrischen machen einen um so wohlihuenderen Eindruck, wenn man sich der Französischen Modezeitungen erinnert, welche vor dem Eischeinen des„Bazar“ auf diesem Gebiete den Ton an⸗ gaben, jetzt freilich durch das deutsche, in seiner Art ein⸗ zige Unternehmen völlig überflügelt und geschlagen sind. Auch der belletristische Theil des„Bazar“ dietet eine Fülle des Schönen und Nützlichen, zählt die füchtigsten Kräfte und klangvollsten Namen zu seinen Mitarbeitern. Kurz, der ungeheuere Erfolg des„Bazar“ ist ein wohl⸗ verdienter, und sein Einfluß auf die Frauenwelt ebenso unbestreitbar, als wünschenswerth. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. Sonntag den 10. Januar. Vorletzte Vorstellung. Auf Verlangen: Der Goldonkel, oder: Einer aus Californien. posse mit Gesang und Tanz in 3 Aklen und 7 Stldern von Pohl und Kalisch. Mufik von Conrad. Montag den 11. Januar. Zum Benesiz für Herrn und Frau Richter. Abonnement suspendu. Der böst Geist Fumpaci-Vagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt. posse mit Gesang in 3 Adihellungen und 1 Vorsplel von Nestrop. Musik von Kreuzer. Kern, Tdeater- Director. r Bestellungen auf den„Oberhessischen Anzeiger“ für 1869 beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zufendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Ezemplare geliefert werden können. Nach Aufhebung unseres Vertrags mit der Post kann der Anzeiger nach auswärts auch durch Privatboten bezogen werden. Die Expedition. Zum Würtemberger Hof. 71 Heute Abend und morgen Nordläander A k. G. Steinhäuser II. Geschäfts 24 Einem geehrten Publikum Empfehlung. Rechnung meines Vaters geführte Fournir Fabrik und Grobholzschneider ei mit Activa übernommen habe und diesesbe in gleicher Weise für eigene Rechnung weiter betreibe. Gleichzeitig empfehle meine nunmehr im besten Zustande befindliche Piocksäge, sowie Kreis- und doch auch keinen standesherrlichen Diener sagen zum Schneiden von Brennholz und Aufschneiden von Pruͤgel- und Stangenholz zum wälen wollen. Einzäunen von Gaͤrten u. drgl. Friedberg den 1. Januar 1869. L. Rodaug. 8 Die Freunde des Lahrer Hinkenden Boten werden gebeten, beim Jahreswechiel itre Bestellungen auf die Dorfzeitung des Hinkenden Boten bei einer Buchhandlung oder bei der Post oder auch dei der Expedition in Lahr zu machen. Dteselbe erscheint in vier wöchentlichen Lieferungen zu 12 kr. oder in Wochen- nummern zu fl. 2. 24. jäbrlich. Die Prämie„Winter⸗ sreuden“(Stablstich) ist ein Kunstwerk im schönsten Sinne des Wortes und wird mit den nachsolgenden ([Frühlingsluft) u. s. w. die herrlichste Zimmerzierde bilden. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 321 wird das rühmlochst bekannte Heilmittel des Dr. med. Doeeks empfoblen und ist— aus einer Breschüre, welche in der Expedition v. Bl. gratis ausgegeben wird, zu erseben. Das Mittel wird in balben und ganzen Kuren allein durch den Apothe'er Doeeks in Barns dorf (Pannover) verabfolgt. Das Futlecknochenmehl 67 bewährt sich als das kräftigste Futtermittel durch Etzie rung eines raschen Wachstbums junger Tdiere, so⸗ wie als Verbütungem'ttel gegen die Knochenbrüchigkett erwachsener Thiere und trächtiger Kübe. Die bei den Schweinen so bäufig vorkommende Mattigkeit der Beine wird öfters durch wenige Pfunde gehoben Die Anwendung ist bei fungen Schweinen 1 bts 2 Eßlöffel voll, bei jungen Rindern 2 bis 4 Eßlöffel voll täglich in die verschiedenen Futtertationen vertheilt. Dasselbe empfiehlt ver Pfund 5 kr., in größern Quantitäten billiger Reichelsheim t. d. Wetterau. Thomas Sprengel 66 Die unterzeichnete Hebamme sucht fortwährend tüchtige Schenkammen, dieselben erhalten gute Stellen und schnelle Verwendung. E. Soldan, Ballonplatz 3 in Darmdadt. zeichnete ist gesonnen, seine Wirthschaft i chaltsberpachtung 8 vollständige Brauetei, Gartenwirabschast bahn auf 9 Jahre aus der Hane iu ver⸗ ö ö 755 n Daat won 1 Were 2 0 ben werden kenn Lies tagungen einsel 81 — 5 5 IE org Landvogt VI., bees n w 19 n ver n. sorglen O A onne * könger ö ilschen Ph lipp von Ka bern in Rodberm. Oe erreichische perdeteppiche, 4. neue ud alte, find wieder zu baden dei M. c wa 3. Hoftaratbr. 73 Das von den Por terke⸗ Fähnr ichen Herren Fra nk und ger bewobnte Logis ist we ben deren 1 ve ler vom 1. Februar an arderwe ilig zu vermiethen. Schulhof. Repskuchen! 60 stets frisch von der Mühle bei 4 Wilh. Fertsch. Aecht Mathias ⸗Schmiedegries, Kessel⸗ und Maschinen⸗ Kohlen! 79 das Beßte, was die Ruhrgegend liefert, frisch an A bei Eduard Ruth. Cirea 30 Fu der 46 verschiedener Sorten Strob find zu verkaufen bet Bad⸗ Nauheim. Ehr. Grünewald III. Garantie für reine Cacao und Zucker. 51 Lauer der vorzüglichen Cbocoladen des Hauses Franz Stollwerck& Söhne in Köln unterhalten in Friedberg Wilh. Fertsch; in Hungen A Buch und in Nauheim Ph. Jac. Weiß. Ein Logis, 70 welches bis April bezogen werden kann, hat zu vermietben haller in der Vorstadt. aebi 1 4 Wildenhagen bei Grevismühlen. Herrn Daubitz Wobligeb. Ihr Liqueur bewährt sich bei mir und bei meinem Freunde so vortrefflich, daß ich Sie wiederbolt um eine ncue Seudung gegen beifolgenden Betrag ersuchen muß ꝛc. ꝛc. Dochachtungevol Gätcke, Lebrer. Seubersdorf, bei Gaotnsce Westpr. f Ew. Wohlgeb. bitte um Uebersendun von Flaschen Ihres schönen e welcher mit außerordentlich b bekommt ꝛc. 49 Traebenst R. a T. Todes ⸗„Länzeig 0 Peute Nacht 1! Uhr verschied nach schwerem 6 Leiden unsere geuebte Mutter und Schwesser Fr au Sephie Becker, „Slo ch, liesge!l eugt en jennten n und Vir⸗ deen mit der Bitte um stille Theünabme bier 5 durch anzeigen 5 riedberg am 7. Januar 1869. 8 Die Hinterbliebenen. e 15* 2 12 95 W Unterhaltungsblaft Nr 1 und Casino. 18 Sonntag den 10, Januar wird eln Damencasino abgebalten, zugleich findet in demselben dle 3. Theater⸗ a um 6 Uhr anfangend, statt. Der Vorsand. ö Fort schrittsverein. 05 Samstag den 9. d. M., Abende 8 Uhr, Versamm⸗ lung im oberen Lokal der Reichs krone Reichstagswahl. 72 Es scheint einige Verlegenheit bezüglich mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die seither für 25 Reichstage wahl eingetreten zu sein, näm⸗ lich bei Denen, gebenen Parole die nicht unbedingt der ausge— einzelner Agitatoren folgen Diesen Leuten kann geholfen werden, da sich Herr Hofgerichtsrath Wilhelm Buff zu Gießen zur Annahme eines Mandats fa e bereit erklärt hat. Wenn Unabhängig— keit der Stellung, tüchtiger Bürgersinn und J hervorragende juristische und allgemeine Bil dung eine Candidatur zu empfehlen geeignet ist, so dürfen die Wahler nur getrost den Na— men Wilhelm Buff, Hofgerichtsrath, auf ihre Stimmzettel schreiben. Friedberg den 6. Januar 1869. 62 Bei der neulichen Anwesenheit des für unsern Bezirk als Reichstags Abgeorrneten vorgeschlagenen Herrn Dr. B. H. Oppenheim aus Berlin nahmen meyrere Herren Gelegenheit über die mit dem 1. Jult bei uns einttetende Branntweinbesteuerung mit demselben zu sprechen und ihm die Gefahren, welche den kleinen Biennereien und dadurch indirect der Viehzucht in Ober⸗ hessen drohen, vorzustellen. Herr Oppenheim war bereits süder Hiese Verbältnisse durchaus unterrichtet und bat, wie uns mütgetbeilt wird, nach seiner Rückkebr nach Berlin veransaßt, daß einige Fachmänner des Abgeordneten⸗ hauses zusammengetre en find, um die Branntweinsteuer⸗ frage zu studiren und für Aufhebung des seitherigen Besteuerungssystems und für die Eenfübrung der Be⸗ steuerung des fertigen Productes zu wirken. Bet dem Einfluß und den vielseitigen Verbindungen des Herrn Dr. Oppenheim können wir seine Thältgkeit in dieser Sache nar willkommen heißen. N 70 ˖ In fn 57 In N.. I des Oberb. Anz. wird in einem Inserat „Aus der Weticrau“ der gräfliche Juffizrath Herr Dr. Geypger von Assendeim als Vertreser des zweiten Oberheffischen Wahlbezirks in Vorschlag gebracht. Im Falle dieser Vorschlag beherzigt wird, würde die Provinz Oberhessen folgende Vertretung haben: 1. Wahlkreis Gießen-Nidda derr von Rabenau zu Frtedelhausen. Schotten Derr Graf zu Selms⸗ Laubach. III. Wahlkreis Frierberg Büdingen gräfl. Justizrath Dr. Geyger in Assendeim. Wir antworten hierauf: Mein Liebchen was willst du noch mehr? Mebrere Bürger, welche sich für einen bürgerlichen Volksvertreter, wie sie denselben in der Person des Herrn Dr. Berlin zu II. Wablkreis Aisfeid B. H. Oppenbeim in interesfiren. finden giauben, Willi * Kirchliche Anzeigen für Itiebberg. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 10. Januar 1869. Missionsfest. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. Nachmittags: Herr Candidat Helm. Gottesdienst in der B zurgkirche: Vormittags: Herr Diakonus ee Nachmittags: Herr Candidat Hernemann. Verantw. Red.: Druck und Verlag von Hermann Schunpff. Binder nagel& chimpff. eine Beilage). — gell das se Belt werd. June Orie nach nachs 15 2 7 fu Bett in Anf auf gesch von Belt