1869. Dienstag den 7. September. M104. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Crlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — —— 8— 1 Für den Monat September kann i Verlags Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. — „Oberhessischen auf den Anzeiger“ bei der Amtlicher Theil. Beim Scheiden Seiner Königlichen Hoheit, unseres allverehrten Großherzogs, ist mir der an⸗ genehme Auftrag geworden, den Bewohnern hiesiger Stadt für ihre Freundlichkeit und die Verherrlichung Seines hohen Namenstages warmen Dank auszusprechen, und sie wie die übrigen Kreisbewohner zu versichern, daf Ihm der Aufenthalt dahier so zugesagt habe, dast Aller höchstderselbe im nächsten Jahre hier wieder längere Zeit zu verweilen gedenke. Friedberg den 6. September 1869. Trapp, gRegierungsrath. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 4t. sub. 1. Gesetz, die Einführung der für den Norddeutschen Bund erlossenen Maas⸗ und Gewichtsordnung in den nicht zum Norddeutschen Bunde gehoͤrigen Theilen des Greßherzogthums betr.— sub. 2. Gesetz, die Einsuhrang der Gesetze des Großberzogtbums Über Versicherung der Gebäude gegen geuersgefahr in den in Zolge des Friedensvertrags vom 3. September 1856 neuetwordenen Gebieistdellen betr.— sub. 4. Gesetz, die Eintragung der neuen Erwerber in die alteren aus zwei Theilen beftehenden Grundbücher detr. Friedderg den 3. September 1869. Betreffend: Die elquidatlon der Vergütung für die an Königlich Preußische Truppen hergegebenen Quartiere. Groß berzogliches Kreisamt Friedberg T„ Friedberg am 3. September 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 4 von diesem Jahre tragen wir Ihnen auf, alsbald nach beendigten diesjährigen Herbst ⸗ Manövern die Liquidationen für die an Königlich Preußische Truppen geschehenen Lieferungen und für hergegebene Quartiere(Servisvergütungen) an uns einzusenden. nr Hessen. Darmstadt. Einundachtzig evangelisch⸗lutherische Geistliche, denen sich neun, theils reformirte, theils unirte Geistliche unter Re— servation bezüglich des Bekenntnisses angeschlossen, haben eine Ansprache an ihre Gemeinden im Druck erscheinen lassen, in welcher sie zunächst die Thätig⸗ keit des Protestantenvereins in der Angelegenheit des M tpredigers Mitzenius besprechen und sodann sich gegen die von diesem Verein erstrebte Art einer Synodal⸗ und Presbpierial⸗Verfassung ver⸗ wahren. — Die„Darmst. Zeitung“ schreibt: Das „Mainzer Abendblatt“ vom 1. l. M. nimmt von einem umlaufenden Gerüchte Notiz, als ob in Bezug auf eine Abtretung der Stadt Mainz an Preußen Verhandlungen obschwebten. Wir können aus bester Quelle die Versicherung geben, daß jenes Gerücht, welches uns bis dahin unbekannt war, vollständig aus der Luft gegriffen ist. Friedberg, 6. Sept. Nach länger als dreimonatlichem Aufenthalte in unserer Stadt hat S. K. H. der Großherzog dieselbe heute in der Frühe verlassen, um sich in die Residenz zurück zu begeben. Für die Bewohner Friedbergs und Umgegend muß es erfrtulich sein, zu vernehmen, daß S. K. H. im Laufe des nächsten Sommers wiederum für längere Zeit seinen Aufenthalt in unserer Stadt zu nehmen gedenkt.— Dem hie⸗ sigen Jägerbataillon, welches am Samstag in seine Garnison wieder einmarschirt war, wurde gestern Vormittag eine bis jetzt noch entbehrte, sehr schöne neue Fahne mit einer Ansprache von Seiten des Herrn Major Anschütz auf dem Paradeplatze in feierlicher Weise übergeben, worauf S. K. H. der Großherzog in der Uniform der Jäger erschien und mit der Suite die Fronte des im Paradtanzug aufgestellten Bataillons passirte. Am Mitlage ersreute sich die Mannschast eines festlichen Mahles, während das Offizier corps zur großherz. Tafel befohlen war. Am Abend fand großer Zapfen⸗ streich statt.— Die Uebergabe einer Fahne an das 2. Jägerbataillon erfolgt heute in Offenbach. Aus dem Kreise Friedberg. In der Frage der Zusammenlegung der Grundstücke im Großherzogthum Hessen hat der landwirthschaftl. Club zu Frankfurt a. M. in seiner Sitzung vom 5. v. M. einstimmig die nachstehenden Beschlüsse gefaßt, die bei der Aufmerksamkeit, welche man neuerdings dieser hochwichtigen Culturfrage zuge⸗ wendet hat, auch in weiteren Kreisen von Interesse sein dürften:„Die am 2. und 17. Mai d. J. zu Friedberg und Vilbel abgehaltenen Vetsamm⸗ lungen von Grundbesitzern aus den betreffenden Kreisen haben in einer, an die zweite Kammer der Stände des Großherzogthums Hessen gerich- teten, die Revision des Gr. Hess. Gesetzes über Zusammenlegung der Grundstücke betreffenden Ein⸗ gabe sich zu Anschauungen bekannt, welche mit den, auf Abänderung dieses Gesetzes gerichteten Vorschlägen in offenbarem Widecspruche stehen. Bei der allgemeinen Bedeutung, die derartige Kundgebungen dann in Anspruch nehmen, wenn dieselben, wie solches in der genannten Adresse geschehen, mittelst der Presse den weniger Urtheils- fähigen unter Hinzugabe ven Dekorationen poli- tischer Färbung mundgerecht gemacht werden, sieht sich der Club der Landwirthe zu Frankfurt a. M. zu nachfolgenden Resolutionen veranlaßt: 1) Das Bedürfniß der Zusammenlegung von Grund lücken ist, wie im südwestlichen Deutschland überhaupt, so speciell im Großherzogthum Hessen, abgesehen von ven in besonderen Verhältnissen begründeten Anforderungen einzelner Distrikte ein so allgemein dringendes, daß die gesetzgebenden Organe einer schweren Schädigung der landwirthschaftlichen In⸗ teressen sich schuldig machen würden, wenn sie die auf Einführung erleichternder gesetzlicher Bestim-⸗ mungen gerichteten Forderungen der landwirth⸗ schaftlichen Vereine ablehnen wollten.— 2) Der in der genannten Adresse hervorgehobene Miß stand der Benachtheiligung einzelner Theilnehmer beruht in ihrer Allgemeinheit auf gänzlicher Un- kenntniß des Verfahrens, und verkennt diejenigen Erfahrungen, die in ausgedehnter Weise in anderen Ländern gemacht wurden.— 3) Der in dem Gutachten des Herrn Oekonomieraths Dr. Krämer empfohlene Zwang mit Majorität nach Kopfzahl, Fläche und Steuercapital muß als ein ebenso folgerichtiger als unabwendbarer Bestandtheil eines Zusammenlegungsgesetzes betrachtet werden, dessen anscheinende Härte kaum ins Gewicht fällt gegen⸗ über den enormen Vortheilen, welche alle Theil-⸗ nehmer genießen.“ Mainz. In seiner zweiten Sitzung beschäf— tigte sich der volkswirthschaftliche Congreß aus- schließlich mit der Armengesetzgebung, ohne jedoch hinsichtlich dieser schwierigen Frage zu einem desi⸗ nitiven Beschlusse zu kommen. Die Versammlung nahm vielmehr einen Antrag auf Vertagung an und beschloß eine Commission von fünf Mitgliedern zu ernennen, welche über die Frage auf dem nächsten Congreß unter Zugrundelegung eines möglichst umfangreichen Materials berichten soll. Auf der Tagesordnung der dritten Sitzung stand Staatsschuldenwesen und Prämienanleihen, Referent Dr. Jung. Ueber den erslen Punkt wurde man nicht schlüssig; beim zweiten wurden die Anträge des Referenten mit 30 gegen 27 Stimmen ab- gelehnt und folgender Antrag von Weber und Pfeiffer angenommen:„Im Hinblick auf die eben von einigen preußischen Gesellschaften zu schließen⸗ den Eisenbahnanlehen erklärt der Congreß, daß die Zulassung ausländischer und die Ausgabe in- ländischer Prämien- und Lotterieanlehen dringend die Regelung durch eine gemeinsame deutsche Gesetz⸗ gebung erkordert, welche vor Allem die Möglich- keit der Privilegirung einzelner Unternehmungen ausschließen muß.“ In die Commisston zur Re- gelung der Armenfrage wurden gewählt: Becker (Dortmund), Böhmert, Emminghaus, Oppenheim, Wolff, in die ständige Deputation Braun, Faucher, Prince-Smith, Gustav Müller, Böhmert, Wolff, Emminghaus, Alexander Meper und Schulze⸗ Delitzsch. — Ditser Tage sind die Hessischen Militär- Sträflinge, welche seither in Babenhausen detinsrt — N — ä—————— waren, hler eingetroffen. Dieselben werden auf der Citadelle mit den preußischen Sträflingen ver · eint thre Strafen abbüßen. Mainz. Der Besuch der In dustrie⸗ Ausstellung ist fortwährend ein sehr zahlreicher. Wie man hört, mehren sich die Ankäufe ausgestell⸗ ter Gegenstände und die Bestellungen mit jedem Tage, eine gerechte Anerkennung, die den Aus⸗ stellern zur doppelten Freude gereicht, Die zur Verloosung bestimmten Gegenstände sind nun auch alle angekauft, wodurch mancher Industrielle ein Aequivalent findet für die Mühen und Opfer, vie er gehabt. Der günstige Abgang der Loose und die Vermehrung um 10,000 Stück haben natür- lich nach dieser Richtung bin die besten Dienste geleistet. Preußen. Berlin. Das Dominikaner⸗ Kloster in Moabit, an welches sich ein beträcht⸗ liches Grundstück mit einer Baumsckule anschließt, sollte, wie die„Voss. Ztg.“ mittheilt, gleichfalls zur städtischen Grund und Gebäudesteuer heran- gezogen werden. Es wurde jedoch die Zahlung der Steuer verweigert und dabei geltend gemacht, daß die Anstalt einem wohlthätigen kirchlichen Zwecke innerhalb der Hedwigs Gemeinde diene. In Moabit kraut die Polizei dem Frieden noch immer nicht. Nach wie vor bezieht eine stärkere Abtheilung der Schutzmannschaft dort noch die Nachtwache. Fulda. Wie verlautet, wird der Haupt. gegenstand der Berathungen der Bischofsconferenz die Disciplin im en zeren und weiteren Sinne sein. Als Protokollführer fungiren Dompropst Hasse und Domcapitular Molitor. Sonntag Nachmittag fand eine feierliche Prozession nach dem Kloster Frauenberg statt; die Festprevigt hielt der Bischof von Mainz. Frhr. v. Ketteler. Hamburg. Die hiesige internationale Garten- Ausstellung wurde am 2. d. eröffnet. Syndicus Merck hielt die Eröffnungsrede und sprach in der⸗ selben den Souveränen, Städten und Vereinen für die ausgesetzten Preise und sonstige Unter⸗ stützungen seinen Dank aus. Das zahlreich ver⸗ sammelte Publikum war durch die prachtvollen Einrichtungen überrascht und beftiedigt. Der Zu⸗ fluß der Fremden ist außerordentlich stark. Gotha. Die ersten Berichte über die deutsche Nordpolexpedition reichen bis zum 29. Juli. Das erste Eis wurde am 12. Juli unterm 74 Grad nördl. Breite, 10 Grad westl. Länge an⸗ getroffen. Am 29. Juli kam Ostgrönland in Sicht. Die Verhältnisse waren bedeutend anders, als im Jahre 1868, namentlich herrschte eine höhere Temperatur, constanter Wind, dabei fand man viel Nebel und loseres Eis. Die Aus; rüstung war im besten Stand. Die ganze Mann⸗ schaft war wohl. Baden. Heidelberg. Aus guter Quelle hört die„Karler. Ztg.“, daß von Seiten des Kaisers Napoleon III. eine Berufung zu einer ärztlichen Consultation an Herrn Professor von Chelius Sohn dahier gelangt war, jedoch wegen der alsbald eingetretenen Besserung am nächsten Tage dit Abbestellung eintraf. Karlsruhe. Die Einberufung des Land⸗ tages ist gutem Vernehmen nach auf den 23. Sept. und die Eröffnung desselben auf den 24. Sept. festgesetzt. Man spricht davon, es solle in der Kamwer die Frage: ob nicht die zweilährige Dienstzeit bei unserm Militär als genügend zu erachten sei, ernstlich erörtert und auf Grund vorliegender Begutachtungen unabhängiger Militärs befürwortet werden. Bei Berathung des Kriege⸗ Budgets wird wohl die Rede auf diesen Gegen⸗ stand kommen, voraussichtlich aber an der von der Ministerbank aus vertheidigten Nothwendigkeit dreijährigen„militärischen Gewöhnung“ scheitern. Schweiz. Bern. Der Berner„Bund“ berichte:„Der Bugdesrath hat eine Petition von 14 in der Schweiz naturalisirten Frankfurtern, welche seine Intervention gegen die bekannten Ausweisungsbeschlüsse anrufen, an das polit'sche Departement verwiesen, welches vorläufig noch Erkundigungen einziehen wird. Es dürfte sich bei denselben hauptsächlich darum handeln, ob die jetzt Ausgewiesenen sofort nach erfolgter Einbür⸗ gerung ihre Heimathscheine aus den betreffenden Cantonen bezogen, bei der Frankfurter Polizei deponirt und die Gestattung des Aufenthaltes nachgesucht haben. Sollte dies nicht geschehen sein, so würde sich dann die Sache für sie aller⸗ dings schlimmer gestalten. Frankreich. Paris. In der Sstzung des Senats vom 2. d. bezeichnete Segur d' Aguesseau die erwähnte Rede des Prinzen Napoleon als geeignet, einen betrübenden und ärgerlichen Ein⸗ druck hervorzurufen. Prinz Napoleon widersprach lebhaft und sagte, daß es nichts Anstößigeres gebe, als die angeführten Worte des Vorredners in seiner von der Versammlung applaudirten Rede. Er wies die Angriffe zurück und erklärte sich gegen den Bericht der Commission. Nachdem Chevalier, Maupas und Brenier gesprochen, wur- den die Artikel 1—4 der Vorlage von der Ver⸗ sammlung angenommen. — Der„Public“ sagt, das Projekt einer; Orient-Reise der Kaiserin sei als aufgegeben zu betrachten. Es ist indessen noch keine Verfügung in diesem Sinne getroffen worden. — Der Kaiser präsidirte am 4. d. einem Ministerrathe. Die Genesung desselben macht jeden Tag neue Fortschritte. — Der„Gaulois“ theilt mit, daß der Kaiser dem Marschall Prim sein Bedauern hat aussprechen lassen, ihn bei seiner Durchreise durch Paris nicht habe empfangen zu können; er verschiebe den Empfang auf die Rückkehr des Marschalls von Vichy. Belgien. Brüssel. Der„Independance belge“ zufolge befindet sich Kaiser Napoleon in einem Zustande großer Schwäche. Da derselbe dringend der geistigen Ruhe bedarf, so sucht der Ministerrath einen Ausweg, wie die Discussion im Senat auf gute Manier abgekürzt werden könnte. Italen. Rom. Die„Civilta Caltolita“ berichtigt ihre Erklärung vom 27. August(daß an 300 Beschöfe die Einladung zum Contil ab⸗ geschlagen hätten) dahin, daß die Zahl der Bischoͤfe, die abgelehnt hatten, bis jetzt 50 betrage. Türkei. Konstantinopel. Unter den Forderungen, welche in dem Schreiben des Groß⸗ vezirs an den Vicekönig von Aegypten gestellt werden, befindet sich auch diejenige, daß der Vice⸗ könig keine weiteren Anleihen in Europa ohne die Genehmigung des Sultans aafnehmen dürfe. Man erfährt, die Beilegung des Streites sei hauptsächlich den Bemühungen Frankreichs, Eng ⸗ lands und Oesterreichs zu verdanken. Die Bot- schafter Oesterreichs, Frankreichs und Englands sollen gemeinsam und in besonderem Auftrage dem Großvezier eindringliche Vorstellungen bezüglich ter Nothwendigkeit der Aufrechthaltung des ägyp⸗ tischen Fermans von 1840/41 gemacht haben. Amerika. Die in Newyork und in Con- necticut mit Beschlag belegten spanischen Kanonen⸗ boote befinden sich noch immer in Gewahrsam der Unionsbehörden, welche deren Weiterbau in⸗ dessen Nichts in den Weg legen. Der spanische Gesandte trägt sich fortdauernd mit der Hoffnung, die Loslassung zu erwirken, hat indessen bisher keine neuen Schritte gethan. Daß die Freunde der cubanischen Insurrection trotz der stricten Auf⸗ merksamkeit der Unions regierung unablässig bemüht sind, sich in den Vereinigten Staaten nach neuen Kräften für den Aufstand der„Perle der Antillen“ umzrthun, geht schon aus der Tbatsache hervor, daß jüngst wieder ein Flibustierdampfer in Phila⸗ delphia abgefaßt und nach Newyork transportirt wurde. Ueber die Unterhandlangen zum Ankaufe Cubas verlautet nichts weiter. In Homburg v. d. H. sst gezenwärtin ein etgen⸗ thümlicher Concu ns schwebend, nämlich der der israelitischen Gem inde zu Nieder⸗Uisel. Die zu dieser Concursmasse gebö igen Gegen gände, wie Thorarollen, Silvergeräshe Gebetbücher u. s. w. werden, trotzdem daß sie zum go tes⸗ dienstlichen Gebrauch bestimmt sind, dieset Tage öffentlich an den Meistdietenden gegen gieich baare Zahlung ver— steigert werden. Frankfurt. Ueber die bereits gemeldete Meuterei der um hiesigen Arresilokale gefangen gehaltenen Räuber⸗ bande entlehnen wir den Mittheilungen des„Fraukfurter Tagblatts“ nach Folgendes:„In der Nacht zum Mitwoch weisupten die drei Haupimatadore, mit ihrem ehemaligen Chef an der Spitze, einen Ausbruch. Derselbe war dahin vorbereitet: des Nachts den revidirenden Aufseher zu er⸗ drosseln und dann auf irgend eine Weise die Hofmauer zu übersteigen. Der Plan wurde von einem Mit genen verrathen und die drei Attentäter in Ketten geleg Doch fand man am Morgen, nachdem die Kerle die gan hindurch einen durch die Straßen weit schallenden Scandal gemacht hatten, die Ketten zersprengi vor den Zellensen. liegen. Bei der Nachmittags stattgehabten Dislocallon Bande vom Arresthause nach der Constabler Wache wurde in dem ersteren Gefänguiß eine förmliche Schlacht geliefert. Die Bande, nachdem sie in Erfahrung gebracht hafte, sie sole nach der Constabler Wache abgeführt werden, ver⸗ welgerte hartnäckig, den großen Arbeitssaal, in welchem sie sich befand, zu verlassen; sie bewaffnete sich mit allen vor⸗ gefundenen Instrumenten und empfing, unter der Drohung, Jeden niederzuschlagen, der sich zu nähern wagen wür de, die andringende Milttär⸗ und Schutzmannschaft beim ge⸗ walisamen Oeffnen der Thür mit einem wabren Hagel von Stuhl-, Tischbeinen, Bänken, Bügeleisen, zersprengten fetten, Messern und andern Handwerkszeugen, Der An⸗ griff war für die Mannschaft ein sehr gefährlicher und ge⸗ lang es erst in geraumer Zeit, nachdem einer der Haupt⸗ angreifer auf Seiten der Bande in Folge eines lebensge⸗ fährlichen Stiches in den Leib zusammensank und außerdem unzählige leichte Verwundungen stattgefunden hatien, sich der Bande zu bemeistern. Der ehemalige Chef der Bande blutete aus zehn Wunden, aber auch auf Seiten der Militär⸗ und Schutzmannschaft fanden mehrere Verwundungen und Quetschungen, nament ich durch stumpfe Instrumense und Wücfe, statt; hauphächlich zu bedauern ist, daß der In⸗ spector, det als Erster in der geöffneten Thür kämpfte und, nachdem der Sieg sich auf die Seite der requirirten Manuschaft neigte, der Wüth und Erbitterung dieser auf alle Weise steuerte, eine nicht unbedeutende Stichwunde in die rechte Hanb erhielt. Fünf Mitglieder der Bau de sind bereits nach Dietz abgeliefert Eines derselben(Schmiot) ist gegen Mittag seinen Wunden erlegen; der Rest befindet sich in wohloerwabhrtem Isolir-Gewahrsam auf der Con⸗ stablerwache, so daß es wohl zu ferneren Thätlichteiten von Seilen der Bande nicht kommen wird. Frankfurt. Der landwirtbschaftliche Monatsclub, welcher am 13. Sepiember hier tagt, wird sich unter An⸗ derem mit der Besprechung der Frage beschäftigen:„Was kann Seitens des Clubs für Landwirtbhe zu Franlffurt geschehen, die Tausch- und Handelsgeschäfte der Landwuthe hinsichtlich der Erzeugnisse des Ackervaues, namenilsch aber der Tyierzucht, günstiger für den Producenten zu slellen?“ Frankfurt. Wie verlautet, soll es gelun zen sein, den Ücheber der früheren und jetzt wieder massenhaft ver⸗ dreileten Schand⸗ und Schmußbriefe zu entdecken und zu verhaften. Als Thäter, welcher bereits geständig sein soll, wird ein hiesiger Kaufmann Namens Au gust Götz be⸗ zeichnet. Frankfurter Blätter berichten über die wahrhaft empötende Art und W ise, wie der Genannte sein verab- scheuungswerthzes Geschäft betrieb, folgendermaßen: August Götz, geständigermaßen der Verfasser einer großen Anzahl seit 1817 in hiesiger Stadt erschienener Pamphlete, wohnte either auf dem Sandwege und machte von hier aus durch anonyme Briese das ganze Viertel unsicher. Frauen hetzte er gegen ihre Männer, indem er durch anonyme Schand⸗ briefe es verstand, den Stachel der Eifersucht in ihrem Herzen zu erregen; die Männer gegen ihre Frauen; Eltern gegen ihre Kinder. Wo er ein stilles Familienglück be⸗ meikle, mußte es unter allen Umgänden zerstört werden. Götz versuchte sich seit 1847 zuerst auf dem Felde eines gemeinen Intriguanten, indem er an den in seiner damaligen Nachbarschaft wohnenden Schöffen und Senator Scharf Branddlohbriefe richtete, in Folge deren die Bürgerschaft alarmitt wurde und zur Sicherheit Nachis ein Feuerpiquet ausrücken mußte. Später wurden zu verschiedenen Zeuen, namentlich auf den sogenannten Wällen, Branddrohbriese gefunden, welche sämmilich von ihm herrühren sollen, bis er endlich zu Anfang dieses Decenniums die der gesammten dam iligen Bürger⸗ und Einwobnerschaft bekannten Schand⸗ briefe über eine Reihe geachteter Familien fabricirte und versandte. Götz hatte ein großes Nachahmungstalent. Eo konnte er die Unterschrift des Polizeisenators Speltz läuschend ähnlich nachmachen, und sandte ei, mit derselben versehen, veischiedene Steckbriefe gegen achtvare Personen in aus⸗ wärtige Zeiiungen. In Namen des Senats erkübnte er sich, an den Scharfrichter in Hannover zu schreiven und denselben zu ersuchen, mit seiner Guillotine hierher zu kommen, um einen Raubmörder zu köpfen. Der gule Mann ging in die Falle, schrieb an den Senat, eine Guillotine habe er nicht, wohl aber einen guten Block und ein scharfes Beil. Eine Masse Annoncen sandie er in auswärtige Zeitungen, welche eine große Anzahl hicsiger Personen in den Augen ihrer Mitbürger der Verachtung auszusetzen geeignet waren und den beireffenden Blättern große Unannchmlichkeiten bereiteten. Die Steine; welche er zur Anfertigung der Schandbilder und Briefe über die Familien der Herren von Guaita, Bernus. Krebs, Dr. Sau rländer, Fil. Innauschek, Mayer, Lutterroth dc. 2, benutzte, vergrub er in den Frankfurter Stadtwald und wurden dieselben gestern in seinem Beisein ausgegraben. Götz pausirte nun einige Zeit, bis er endlich, vom alien Teufel gelrieben, die Familie Wohlfahrt, welche in seiner Nachbarschaft auf dem Sandweg wohnte, zur Ziel schelbe seiner Schändlichkeiten nahm. Um den Verdacht von sich abzulenken, schrieb er Schmutzbriefe an sich selbst und brachte sie zur Polizei; er schrieb an die biesigen Zeitungs Expeditionen, keine Annoncen über die Familie Wohlfahrt mehr aufzunehmen, während er sie vorher selbst eingesandt hatte. Götz wucde gerade inmitien seiner verbrecherischen Thätigkeit ertappt. Doch nicht allein diese schweren An⸗ ligen schweben gegen denselben, sondern auch Wechselge⸗ schichten sind mit in die Uniersuchun bineingezogen. Eöß ist ein kleiner, hagerer, schwarzer Mensch und trägt eine können 9 Mona srelbende⸗ Oesehel permülhel. werblllels Zutz! Oef 2279 f concurgse Hadewaͤr des fill Masse, in ö dahier at gewählt, immun Forderon und Vir Beztehur werdend. anbeimge Fiuschwe anzugeige von den Schulen Bad Def 2870 8 Nerds Lureproc 2 sattel da N 0 led Oioß . ö Uu. 1 gegen 1 Schw m 1 Auguf n Ante chu ud dug ute. at Sen un i * 1 1 Brille, er lernte die Kaufmannschaft bei Gebr. Mayer und J ümliches N. u kt 1 e cd e 0 005 due a 1 i vadler v 58 Nane der erst noläbrige Ad. Wilh. Hugo Schrage aus Berlin. Derselbe veschäftigt sich gewerbsmäßig mit Anfertigung gefälschter Siegel und Legimationsurkunden; die Siegel sollen in ver Regel so täuschend nachgemacht sein, daß sie von den echten kaum zu unterscheiden sind. Vom Betteln und dem Zerkauf falscher Legitlmationspapiere felstet er seine Existenz; zur ab und zu geben ihm auch die Polizei und Gerichts dehörden freies Qugrfier. Bel seiner Verhaftung dahier wurden ihm fünf falsche Siegel verschiedener Polizeibehörden und vier falsche Reiselegitlmationen abgenommen. In Oesterreich wurde er kürzlich im Besitz von 11 sa elseuy n und 21 falschen Siegeln betroffen und deßhalb bestraft. a* f mistadt. Dem Herrn Professor und Hofmünz⸗ Medailleur Chr. Schnitzspahn dahier ist von der Jury der internationalen Kunstausstellung zu München“ de goldene Ehrenmedaille zuerkannt worden. Man wird sich um so mehr freuen, daß dem verdienten Künstler auch diese Auszeichnung zu Theil wurde, wenn man erwägt, daß auf 302 Nummern von Sculpturen, welche ausgestellt sind, überhaupt nur 8 Medaillen fielen. Aus dem Odenwalde wird ein versbegener Dieb⸗ stahl gemeldet, der in Glettbach bei Lindenfels in ber Wohnung des Joh. Katzemeier J. begangen wurde. Dem * N wurden zur Nachtzeit aus dem Zimmer, in elchem er, selne Fraß und noch eine dritte Person schlichen, die wer Schubladen seiner Kommode oder seines Schrelb⸗ puls mit 2000 bagren Gulden entwendet, ohne daß igen! Jemand in der Hofralthe, und namentlich auch die Eben⸗ erwäbnten etwas merkten. Noch hat man keine Spur des Thäters, Wäre derselbe einige Tage früher gekommen, so baͤtle ey 60008000 fl. mitnehmen können, welche damals in demselben Behaͤltniß aufbewahrt wurden. Bensheim. Die Bahnstrecke Worms-Bensheim wird im Laufe d. M. dem Verkehr übergeben werden. Edictalladung. 2287 Die Befitzer der im Oberhess. Anzeiger Nr. 81 näher bezeichneten Immobilien wollen vor Offenlegung zes für die Gemarkung Rockenberg neu errichteten Hrundbuchs ihre Erwerbatltel in dasselbe eintragen assen, vermögen aber den Erwerb urkundlich nicht nach uweisen. Es werden daher alle Diejenigen, welche in dlese Immobilien Eigentdumsansprüche erbeben zu önnen glauben, aufgefordert, sciche sogewiß binnen Monalen dabier geltend zu machen, als sonst die be— zelbenden Besitzer nach Maßgabe des Art. 29 des Zesetzes vom 21. Februar 1852 ins Grundbuch als sermutbete Etgenthümer, unter Betschreibung des Er⸗ verbttlels»Ersitzung“ werden eingeschtieben werden. Butzbach den 7. Jult 1869. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr, Gilmer, oͤn tiger, Landrschter. Landgerichts Assesser. Oeffentliche Aufforderung. 279 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das oncursfällige Vermögen deo hiesigen Bürgers und dadewärters Wilhelm Kirchner sind bei Ve meidung „ stillscweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Termine Freitag den 5. November d. J. Morgens 9 Uhr, hier anzumelden und zu begründen. Zugleich soll im nämlichen Termine die Gäte ver— sucht, in deren Entstehung aber ein Gläubiger Ausschuß wählt, sowie ein Massecurator bestellt und sollen Be⸗ unmungen über die Richtigkeit der angezeigt werdenden lorderungen und Ansprüche, sowie über die Veräußerung d Vertheilung der Masse getroffen, und die in dlesen deztebungen von der Mebrbeit der Gläubiger gefaßt derdenden Beschlüsse auch für die übrigen Gläubiger gez bindend angesehen werden. Der abwesende Schuldner wird gleichzeltig auf— glordert, im nämlichen Termine seine Rechte zu wayren, Adrigenfalls nach den Anträgen des für ibn in der seison des Runde Grodirers Johannes Kirchner den hier bestellten Curators verfahren werden wird. Schbeßlich wird insbesondere noch der ebenfalls ab- wsenden Ehefrau des Schuldners, Adele, geb. Martipi, aus Cr essier im Schweizer-Canton Neuschaten bierdurch abelmgestelll, ihre Ansprüche an die Masse, bei Meidung Afchweigenden Auoschlusses, damit im obigen Termtle aguzeigen, resp. nachzuweisen, welches Alles hier auch m den zum Theil abwesenden Kindern ersser Ehe des Schuldners gilt. 4 Bad Nauheim am 4. August 1869. a e eee Bad Nauhelm 1 Ur ch. 2 Deffentliche Aufforderung. 270 Heinrich Görg II. Ebeleute von Nieder⸗ Forfladt haben zur Abwendung des förmlichen Con⸗ 28 um Zusammenberufung ihrer Gläubiger bufs Abschlusses eines Nachlaß oder Stundungs⸗ trags gebeten. In dem Termine 7 retltag den 17. September l. 3., Morgens präcis 9 Ubr, 65 desbalb die Forderungen an dle schultnerischen Ehe- ute um so gewisser anzumelden und etwaige Vorzugs⸗ note geltend zu machen, als sonst von den ausbleiben n oder nicht gebörig vertretenen Gläubigern unkerstellt dd, sie stimmten den von der Mehrheit der erschenenen Odubiger in obiger Bezlehung gelaßt werdenden Be— shnssen bei. Frledberg am 20. August 1869. Großberzogliches Landgericht Frledberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. brummetgras- Versteigerung. 4% Mittwoch den 8. September l. J., Mittags! Uhr, l das der Gemeinde Nleder Rosbach, sowle der artet daselbst zuffebende Grummelgras, circa 11 Moigen, hlesiger Rathstube meifbietend verstetgert werden. Nieder Rosbach am 4. September 1869. Großberzogliche N Nieder Roobach 900 G ulden d legen in rer Lircher kasse zu Schwalbe lm en genügende Sicherbeit zu 5% zum Ausleihen bereil. Schwalheim den 27. Aagust 1869. Wiederholsd, Kirchenrechner. Bekannt 70 2404 Vom 1. September furt und zwischen Frank genommen: an wird ein Güterzug mit 11 Ubr 15 Minuten Abends in Frankfurt ab 30 Minuten.) Cassel den 26. August 1869. geberde Courterzag in Vilbel anhalten. In Folge dieser Aenderungen wird ein neuer Fabrplan für die Main⸗Weserr⸗ 1869, ausgegeben, welcher auf den Siatlonen zu erhalten ist. im a ch ung. Bahn. Personenbeförderung zwischen Gleßen u. Frank⸗ — — furt und Gießen mit folgenden Curszeiten in den Fahrplan vom 15. Jult auf- Von Gießen nach Frankfurt: Von Frankfurt nach Gießen: Abgang in Gleßen 6 Ubr 15 Min. Vormittags. Abgang in Frankfurt 12 Uhr 30 Min. Nachmsttage 17„ Lang Goͤns G.„. 23,„ 8„„Bockenheim 12 DW 42— 1 * 7 Butzbach 7 1 6 4 0*„Bonames 117 3* 2„ Nauheim(Bad) 7„ 29„ 1*„Vilbel 12. 11* 1„ rden T.„ 48**„ Dortelwell 1„%„ „„ Nd.⸗Wölffadt 8„ 7„ 5„„Groß Karben 1% 4 1 3„ Groß Karben 8„ 22„ 7 ö*„ Nd.⸗Wöllfladt 1„ 58„* 1„ Dortelwell— e 5 N Riener 2„de, 1 „ Vilbel„ 1 5„ Nauheim(Bad) 2„ 39„ 5 7* Bonames 9* 1 17 0. 17 Buß dach 3 7 9 6* 17„Bockenbeim Nn 1 1„ Lang-Göns 3„82, 5 Ankunft in Frankfurt 9„ 30„ 8 Ankunft in Gießen 38 814505 4 Ven gleichem Datum an wird bis auf Weiteres und vorbebaltlich lederzeitigen Widerrufs der um (Abgang in Vilbel 11 Uhr Bahn, gültig vom 1. Sept. Königliche Direction der Main Weser⸗ Bahn. 2459 Das dilesfäbrige Grummetgras von den Fre sletaeruna⸗ Grummetgras-Versteigerung. (herrlich Löw'schen Wiesen kommt zur öffentlichen Ver— Nieder ⸗Florstadt den 2. September 1869. —— 2——————————— — Größe — der 5 2 7 3 Gemarkung. Wiesen. Versteigerungstermin.[Ort d. Zusammenkunft. 2 Morgen 1 Nieder⸗Mockstadt. 20 Dlenstag den 7. September 1809, bei perrn Gaffwirth Schöhl. Vormitta js 10 Ubr, 2 Bauernbeim. 9 Mittwoch den 8. September 1869,„„ 1 Hoͤres. Vormittags 8. Ubr, 3 Nieder⸗Florstadt. 90 Mittwoch den 8. September 1869,„„„ Wagner. Nachmittags 1 Übe, Neaszenges Loͤw'sche Rentei TTT f Vergebung von Bauarbeiten. 2450 Die zur Einrichtung der Steinkohlenseuerung in dem Garnison Lazareih zu Frier berg erforderlichen Arbelten und Lieferungen, veranschlagt: Maurerarbelt 41 fl. 48 kr. Vefensteferung ic ic. 432„ 35„ Lieferung von Stelpkohleugefäßen 56„ 40„ Schlosserarbeit 10 18 Weißbinderarbelt 20 88 sollen auf dem Submissionswege an den Wealgfisordern⸗ den vergeben werden. Vofanschlag und Bedingungs⸗ heft liegen von heute an 8 Tae lang auf dem Bhteau des Garnison Lazareths offen, woselbsi auch die Offerten mit der Aulschrist „Suhmisslon zur Uebernahme der.. Arbeiten bei Einrichtung der Steinkoblenseuerung des Gar⸗ nison Lazarethes Friedberg“ versehen, ve siegelt und frankirt bis spätestens den 13. September d. J., Vormitiags 10 Uhr, eingereicht sein müssen. Frtedberg den 4. September 1669. Großherzogliche Garntson⸗Lazaretb Commifssion Steg maper, Obersieutenont y. Neitkearfutant. Dr. Stein bäußer, Stabsarzt. Grummetgras- Versteigerung. 2462 Dlenstag den 7. September d. J, Mistage 1 Uhr, wird auf dem Ratbbaus zu Ober Rosbach das Gras von circa 15 Morgen Gemeinde- und 3 Morgen Schaͤferer Wiesen in Ak thellungen öffentlich meistbictend verstelgert. Ober Rosbach am 3. September 1869 U Guts⸗ Verpachtung. 2440 Samisteg den 11. September l. J., Nachmittage 1 Ubr, sell df dem Ratpbause zu Buß bach dae dem Kugelbaussonde daseldst gebörige, in den Gemarkungen Gambach und Münzenberg gelegene Gut, bessehend in 44 Parzellen, einer öffentlichen Verpachtung unter den zuvor bekannt gemacht werdenden Bediugungen auf die nächsten 9 Jahre ausgesetzt werden. Buß bach den 2. Sepiember 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach Küche l. Bettstroh⸗ Lieferung. 2467 Für die Garnison Buß bach soll Donnerstag ven 23. d. M. der Bedarf an Beitsirob(Tornstro)) vom 1. October d. J. bie dabin nächten Jabres, um 10 Uhr Vormittags auf dem Bäteau der Gakusson Verwalt ng guf dem Wege der Soumission an den Wenigsinebmen⸗ den in Lieferung verceden werden. Die Bedingungen liegen auf genanntem Bürecau zur Elnsicht offen. Bußbach den 5 Sertember 1839. Großberzogliche Gargison Verwaltung Becker. 600800 nene Husfensteine oed l e. Cranspatent-Glycerinseise Großherzogliche Bürgermeisserel Ober-Rosbach Blecher. 14½ zu allen Pteisen Wilh. Sturmfels. Anzeige. 2 2350 Wegen baldiger Geschäftsübergabe verkaufe ich von heute ab bis zum 1. October d. J. mein Gesammtlager, bestehend in allen Arten Tuch⸗, Manufactur⸗ und Modewaaren zu Fabrikpreisen. Joseph Nußbaum. Durch directe Verbindung mit den ersten Fabriken der Schweiz und Paris sowie Pendules, 14 Tage heim den 20. August 1869. 2473 tann ich goldene und silberne Uhren, gehend, unter Garantie zu noch billigeren Preisen wie früher ablassen. 5 L. Hanau, Hof⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter, 211. Freiheit nächst der Burg. 211. Eisenbahn-Frachtbriefe Bindernagel 8 Schimpff in Jlicdbeng, Binderna ind zu haben bei Specialität für Dresch- Maschinen Göpel⸗Dresch⸗Maschinen, Schlagleisten⸗ oder Stiftenspstem mit und ohne Strohschüttler werden von urs auf's rascheste geliefert. Hand Dresch⸗Masch nen federzeit zur Ansicht vorräthig. Dampf ⸗Dresch⸗Maschinen aus der ersten Fabuk Englands. 2460 J. P. Lanz& Comp. in Mannheim. 3 1 2474 Zum Abonnement auf das mit dem I. October 1869 beginnende Neu⸗Abonnement für den Frankfurter Anzeiger laden wir ergeben st ein. ts Drels» Quartal. A in Tranffurt a. M. von der Nerlaas-Erpedition zu bezieben: ir. 2) in Baden, Bapern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowte in den Staaten des 1 Thlr. 23/ Sgr. a Norddeutschen Bundes außer Preußen 27 Sgr.= I fl. 35 kr. = 1 fl. 55 kr. Erscheint täglich außer Montags. Dieses Blatt bringt, obne irgend wie Partbetzwecke zu verfolgen, in möglichst gedrängter Weise eine vollftändige Uebersicht der Ereignisse auf der Weltbühne und sucht in rer Schnelligkeit seiner Mittheilungen keinem anderen größeren Blatte nachzusteben. Außerdem enthält dasselbe wöchentliche Berichie über die Fluctuationen der Staalspapiere und Markt- Berichte, die Preisnotirungen der hiefigen Productenbörse und des Vieh⸗ markis, ebenso wie es die Resultate rer jeweiligen Staatslottexie-Ziehungen mittheilt. Auch bringt es regelmäßig dle für das größere Publikum Interesse bietenden Bekanntmachungen der Behörden. Die täglich beigegebenen Familienblätter zu dessen Mitarbe'tern die beliebtesten Sckriststeller Deutschlands zählen, werden sich nach Verhältniß ihres Raumes mit Allem befassen, was im Bereich der Belletristik, der Kunst und Wissenschaft liegt. Inserate find bei dem ausgebreiteten Leferkreis dieses Blattes von dem günftigsten Erfolg für den Aufgeber.— Probeblättet auf Verlangen gratis. Frankfurt a. M. im Juni 1869. Bestellungen nehmen an alle Poflämter Eine sehr große Parthie 2446 goldene Ringe, Schlösser zu Haararmbändern, Brochen, Ohrringe, Medaillons ꝛc. ꝛc. habe ich bei Aufgabe eines Geschäfts sehr billig übernommen. L. Hauan, Hof⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter, 211. Freibeit nächst der Burg. 211. 3) in ganz Preußen: und in Frankfurt a. M. die Expedition, Buchgasse 3. 2464 Mitwoch den 8. September, Vormittags 10 Uhr 20 Fertige Herren- und. Knabenkleider. Anzüge Grummetgrac meistbietend versteigert werden. Nieder ⸗zlorstadt am 4. September 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Florstadt Wagner. [Grummetgras- Versteigerung. soll das der Gemeinde Nieder⸗Florstadt gehörende öbel⸗Lager. 2295 Alle Arten Möbel, für deren Güte garantlirl. find in großer Auswahl zu haben bet J. Pfesser. Hof⸗Möbelschreine t Tapeten, 2469 vas Stück von 6 kr. an bis zu den feinsten Muflern, bei Louis Weis. den Apotheken gegenüber. KRegenschirme 501 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Friedberg. Preisen bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg, Eine Haushälterin, 7 2465 in Küche und Hauswesen, Nähen und Feinbügeln gewandt und erfahren, wird von einer evang. Familie auf dem Lande zur Stütze den Hausfrau gegen gutes Salalr gesucht.— Off. bef. die Expedition d. Bl, sub. Nr. 2465. 5 2461 ist am vorigen Donnerstag in Vilbel elne weiße Dogge mit braunen Flecken. Der Eigenthümer kann dieselbe gegen Erstattung der Kosten bel Perg Kammerdiener Main zer im Marftall in Darm flad! in Empfang nehmen. PPP Todes-Anzeige und Panhsagung. 2466 Verwandten und Bekannten machen wlt hierdurch die schmerzliche Anzeige, daß unser inugfi⸗ geliebter Gatte, Bruder und Schwager, Schuhmachtrmeisttr Joh. Georg Nausch IV., am 1. d. M. nach kurzem Leiden in seinem 43. Jahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Zugleich sagen wir allen Denen, welche den Verblichenen zu seiner letzten Rubeflätte geleiteten, unsern innigsien tiefgefüblten Dank. Friedberg den 4. September 1869. Die trauernden Hinterbliebenen. CCC P Todes ⸗ Anzeige. 2472 Entkernten Freunden und Bekannten machen wir biert urch die traurige Wittbettung, daß der Allmächtige unser vielgeliebtes Töchterchen Amalie durch seinen heute in der Frübe um ½1 Ubr er⸗ folgten Tod in ein besseres Leben abgerufen hat. — Indem wir um stille Theilnahme für unsern grenz nlosen Schmerz bitten, verbinden wir da⸗ mit die Anz ige, daß die Beerdigung kommenden Mittwoch, Nachmittags 1 Uhr, statifindet. Nieder⸗Wöllstadt am 6. Sept. 1869. Heinrich Weith. Marie Weith, ged. Weisenborn. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getauft e: 29. August. Dem hiesigen Bürger und Bäckermels Franz Joseph Reitz Zwillinge, Karl Friedrich u, Deines nach Maß. Billige Preise. L. Fischer, Hauptwache 1, Frankfurt a. M. Einen Lehrling 2413 sucht Ernst Philippi, Gerbermeister. Epileptische Krämpfe eee 1343 bent der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. K i- lisch in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt 2412 3 2 5 Riemen, 2468 eine große Parthie neue und wentkg gebrauchte, auch einige Hundert zu Halsbändern für Pferde und Nindvieh billigst, um schnell zu raͤumen, bei Kankfurtet 7770 3 fl. 1. 45 kr. bet Jacob Stern, HH ͤ TTT Pferdeloose geb. den 2. Auguft. Beerdigte: N 3. Sept. Louise Fritz, Tochter des 1 bies. Bürgen, Gemeinderatbs und Pofdäckers Friedrich Karl Fritz, a0 20 Jahre 7 Monate 10 Tage, T am 1. September. 3 Sept. Johann Georg Rausch IV., dies. Bürgi! und Schubmachermeister, alt 42 Jahre 4 Monate, gib am 1. Sepiemder. Katholische Gemeinde. Getraute: 125 5. Sept. Georg Schmitt aus Fischbach, Am! König“ stein und Katharina Opper von Friedberg. Getaufte:. 5 Sept. Peter, Sobn von Johannes Metz Schnesg meister, heimalhberechnigt zu Weschnitz. Kceis Uindenfelt! Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Friedberg. Eduard Grödel. Usagasse. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff⸗ zwar d. werben, unter N Gebreche zu beord mache vorliegen Weise 20. Ser bar bez schlag g beendete deren? — Dor stellung Bei Be und su Besti merksa atteste 2 weil see haben, gestellt prüfung eishe und da zur Ve Geschä