Ulm bt ier darben dan Ar bel Kam el Trapp. Used Sturmfesz dun n d fit ctzendorf, — agtlegt abel Hessen igten tpang. ind Nassau 1859 1869. Jamstag den 7. August. M9. Oberhessischer Anzeiger. 2 uubült die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— —— Amtlicher Theil. Belreffend: Das Departement⸗Ersatzgeschäft des Jahres 1869. Einer Benachrichtigung der Großherzoglichen Departements, Ersatz⸗Commission im Bezirk der I. Infanterie-Brigade Nr. 49 wird „as rubricirte Geschäft für den hiesigen Kreis Mittwoch den 29. und Donnerstag den 30. September d. J., Vormittags 8 Uhr beginnend, nuf dem hiesigen Rathhause vorgenommen werden. Unter Bezugnahme auf§. 98 der Militär⸗Ersatz⸗Instruction setze ich Sie hiervon mit em Auftrage in Kenntniß, sämmtliche Militärpflichtige, welche bei em diesjährigen Kreis-Ersatz-Geschäft gemustert worden sind, und war durch besonders zuzustellende Vorladungen, die Ihnen zugesendet werden, hierzu zu beordern. Daß dies geschehen, haben Sie sofort unter Namens⸗Angabe einzuberichten. Nur die wegen körperlicher Jebrechen auf ein Jahr zurückgestellten Militärpflichtigen sind nicht u beordern.(§. 98 pos. 6 der Militär⸗Ersatz Instruction.) Hierbei nache ich noch ganz besonders darauf aufmerksam, daß nach dem vorliegenden Geschäftsplane das Departement-Ersatzgeschäft in der Veise vorgenommen wird, daß am ersten Tage— Mittwoch den 9. September— alle Militärpflichtige, welche als dauernd unbrauch— ar bezeichnet, oder zur I. und II. Klasse der Ersatz-Reserve in Vor⸗ chlag gebracht worden sind, ebenso alle von den Truppentheilen vor eendeter Dienstzeit entlassenen Soldaten und die Reclamanten, eren Arbeitsunfähigkeit zur Sprache kommt, und am zweiten Tage — Donnerstag den 30. September— die für brauchbar und ein— zellungsfähig erachteten Militärpflichtigen zur Vorstellung kommen. Zei Beorderung der Militärpflichtigen ist hierauf Rücksicht zu nehmen und sind dieselben noch besonders auf die nachstehend abgedruckte Zestimmung über die Folgen der Nichtgestellung auf⸗ nerksam zu machen und anzuweisen, die Lovsungs⸗ und Gestellungs⸗ üteste mit zur Stelle zu bringen. Diejenigen Schulaspiranten, welche bei dem Kreis-Ersatzgeschäft, weil sie die Staatsprüfung für das Schulfach noch nicht bestanden jaben, auf Grund des Art. 44 der Militär-Ersatz⸗Instruction zurück— testellt worden sind, haben ihre Zeugnisse über bestandene Seminar— wüfung mit vorzulegen. Zum Schlusse bemerke ich noch, daß nach§. 96 der Militär⸗ Ersatz⸗Instruction auch Sie dem obigen Geschäfte beizuwohnen haben ind daß Sie daher, um rechtzeitig beginnen zu können, sich mit den zur Vorstellung kommenden Militärpflichtigen vor dem Beginne des Geschäfts, also vor 8 Uhr, im Aushebungslokal einzufinden haben. Der Civilvorsstzende der Kreis⸗Ersatz⸗Commission es. 176. Strafe für unterlassene Meldung zur Berichti⸗ bung der Stammrolle, bez. für unterlassene Gestellung zu den Musterungs⸗ oder Aushebungs⸗Terminen. 1. Militairpflichtige, welche die im§. 59. vorgeschriebenen An— und Abmeldungen zur Berichtigung der Stammrollen unterlassen, nerden auf den Antrag der mit Führung der Stammrolle beauftragten Tehörden mit Geldstrafen bis zu 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gesängnißstrafe zu substituiren ist. 2. Militairpflichtige, welche der nach den Vorschriften der§§. 71., 98. und 115. erlassenen Aufforderung: sich zur Musterung oder Aus- übung vor die Kreis-, Departements- oder Marine-Ersatz,Commission des Bezirks, in welchem sie nach§. 20. gestellungs pflichtig sind, zu stllen, keine Folge leisten, oder bei Aufrufung ihrer Namen im Musterungs⸗ oder Aushebungslokale nicht anwesend sind, werden auf den Antrag des Civil⸗Vorsitzenden der Kreis, bez. Departements.(Marine.) LrsatzCommission mit einer Geldstrafe bis zu 10 Thalern belegt, welcher n Falle des Un vermögens Gefängnißstrafe zu substituiren ist. Friedberg am 2. August 1869. 3. Unabhängig von den vorstehend ad 1. und 2. gedachten Strafen werden die Militärpflichtigen, welche die Anmeldung zur Stammrolle unterlassen, oder sich nicht vor die Ersatz⸗Behörden stellen, durch die in den nachstehenden§§. 177. bis 179. enthaltenen Be⸗ stimmungen betroffen, über deren Anwendung lediglich die Ersatz⸗ Behörden zu entscheiden haben. §. 177. Folgen der unterlassenen Anmeldung zur Stamm⸗ rolle, bez. der unterlassenen Gestellung zu den Muste⸗ rungs- oder Aushebungs⸗Terminen. 1. Militairpflichtige, welche die im§. 59. vorgeschriebene Mel⸗ dung zur Eintragung ihres Namens in die Stammrolle unterlassen haben, können je nach dem Grade der Fahrlässigkeit oder Absichtlich⸗ keit, welcher die unterlassene Anmeldung zuzuschreiben ist, unter Verlust: a. der Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen,“) b. des aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruchs auf Zurückstellung bez. Befreiung vom Militairdienst, vorzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden.(§. 21., 7.) 2. Militairpflichtige, welche ohne einen genügenden Entschul⸗ digungsgrund der Aufforderung, sich zur Musterung bez. Aus hebung zu stellen, keine Folge leisten, verlieren: a. die Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen,“) b. den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurückstellung bez. Befreiung vom Militairdienst. Wer ohne irgend einen genügenden Entschuldigungsgrund bei Aufrufung seines Namens im Musterungs⸗ bez. Aushebungs-Locale nicht anwesend ist, verliert die vorstehend ad a. gedachte Berechtigung. Alle diese Militairpflichtigen werden wie die unter Passus 1. bezeichneten vorzugsweise zum Militairdienst herangezogen event, als unsichere Heeres pflichtige nach Vorschrift des§. 179 behandelt. 3. Die zur vorzugsweisen Einstellung designirten Militairpflich⸗ tigen können bis zu den gewöhnlichen Aushebungen in ihrer Heimath verbleiben. §. 178. Anwendung der Vorschriften der 88. 176. und 177. auf disponibel gebliebene Militär pflichtige. Militärpflichtige, welche in den Vorjahren ihrer Loosnummer nach disponibel geblieben, sind den im§. 176. enthaltenen Straf⸗ bestimmungen unterworfen; die Vorschriften des§. 177, finden jedoch nur in dem Falle auf sie Anwendung, wenn sie in dem Aushebungs⸗ bezirk, in welchem sie zur Zeit der unterlassenen Anmeldung zur zur Stammrolle oder zur Zeit der unterlassenen bez. verspäteten Ge⸗ stellung nach§. 20. gestellungspflichtig waren, dei dem Zurückgreifen auf die Disponiblen ihrer Altersklasse, ihrer Loosnummer nach in der vorgeschriebenen Reihefolge ebenfalls zur Aushebung gekommen wären.““) Sobald sie diernach zur Einstellung gelangen muͤssen, gehen sie auch der Vergünstigung verlustig, welche pe aus etwaigen Rekla⸗ mationsgründen erwachsen würde. „) Verlust der eventuellen Berechtigung, welche aus der etwa berelts er⸗ dane I ee erwachsen ist, ef.§. 178. 3. B. der Milltairpflichtige A., 1855 geboren, ist 1875 in Teltow dis⸗ ponibel Artern. Derselbe verzieht nach Berlin. In Berlin wird im Jahre 1876 auf die Disponiblen des Jahrganges 1855 zurückgegriffen, es würde der K. in Gemäßbelt der Vorschristen des§. 23. zur Einstellung gekommen sein, wenn er sich geslellt hätte. Da Letzteres nicht geschehen, was sich aus dem Loosungs- und Geslellunge⸗ Attest ergeben wird, so wird er in der Folge vorzugsweise zur Elnstellung gebracht. Def fentliche Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die dorch u Wohlthätigkeit von Menschenfreunden gegründete Anstalt für Plödsinnige im Großherzogthum Hessen h Monat September dieses Jahres in dem in der unmittelbaren Nähe nserer Stadt neu erbauten Hause ihre Wirksamkeit eröffnet. Gesuche um Aufnahme von Seiten der Vertreter von Blöd— Auzeige. sinnigen(Eltern, Vormünder, nächste Verwandte, Gemeinde vorstand) sind unter Anschluß 1) eines Geburtsscheins des aufzunehmenden Kindes, Weiner von der betr. Burgermeisteret oder sonstigen Ortsbehörde auszustellenden Bescheinigung uͤber Heimath, Religion, Familien- und Vermögenysverhältnisse desselben und seiner nächsten An— gehörigen, und 9 halten des aufzunehmenden Kindes bei dem unterzeichneten Vereinsvorstaude in Darmstat einzureichen. Ueber die Aufnahmebedingungen, sowie über die Leistungen der eines ärztlichen oder sonst sachverständigen körperlichen und geistigen Zustand desselben, und bisherige Entwickelung, sowie üder Zeugnisses üder den dessen Veranlassung N Anstalt wird alsdann sofort weitere Mittheilung erfolgen. Regulativ über die Aufnahme von P 1. Die Anstalt ist zunächst für die Angehörigen des Großherzogthums Hessen Wenn es der Raum gestattet, sollen aber auch Ausländer darin auf⸗ bestimmt. genommen werden. Zunächst können nur Kinder zwischen dem nahme finden. 3. Die Anstalt und sind desfallsige Vormünder, nächste Verwandte, anzubringen.“) 4. Dem Gesuche Kindes, d. eine von der betreffenden zustellende Bescheinigung über Heimath, Reli nisse des Kindes und seiner nächsten Angehörigen, 5 doch sonst sachverständiges Zeugniß über den körperlichen 5. Entscheidung über die Aufnahme erfolgt Gesuche von Seiten Bürgermeisterei oder 9— dessen Veranlassung und bisherige Entwickelung, sowie über das allgemeine erhalten des Kindes. 5. Das für das aufgnommene Kind zu entrichtende Pfleggeld, worunter die Leiftungen begriffen ist, wird bis auf Weiteres nach Maßgabe der besonderen Vechältnisse in jedem einzelnen Falle durch Vereinbarung ) und den um Aufnahme Nachsuchenden festgesetzt. in vierteljährigen Vorauszahlungen an den Rechner der Vergütung für alle in§. 10 genannten zwischendder Direktion 6. Dasselbe wird Austalt entrichtet. 2 Vereins zur Gründung einer Idioten⸗Anstali“ sich deßhalb zu wenden hat. 4) Vorerst dem in der Note zu Be Betreff der Vertreter der Idioten(Eltern, Gemeindevorstand) bei dieser Direktion zu Darmstadt sind beizulegen: a, ein Geburtsschein des aufzunehmenden Religion, Familien- und Vermögensverhält⸗ o, ein wo möglich ärztliches oder Bis auf Weiteres ist die Direkton noch in den Händen des„Vorstandes des zu Darmstadt, aun welchen man §. 3 genannten Vereinsvorstand. und 14. Lebensjahre Auf⸗ durch die Direktion der 8. stens 3 Paar wollene, sonstigen Ortsbehörde aus⸗ 9 und geistigen Zustand des⸗ Ria en unt end: Den Ausbruch der Klauenseuche unter dem Rindvieh zu Vilbel. Nach einer Benachrichtigung Großherzoglichen Kreisamts Vilbel ist in Vilbel und Gro gebrochen und Stallsperre angeordnet worden, was wir zur offentlichen Kenntniß bringen. Friedberg den 6. August 1969. Mit Rücksicht auf die immer noch beschränkten Mittel kann vorerst nur eine geringere das allgemeine Ver- 5. und 14. Lebensjahre Aufnahme finden. Darmstadt den 26. Juli 1869. Der Vorstand des Vereins zur Gründung einer Anstalt für Blö im Großherzogthum Hessen N Grundsätzen die Heimathger der Anstalt besonders vereinbart Ausbildung erreicht haben sollte, A. sta Anzahl von Kindern 2 n. 4 * v. Bechtold. fleglingen in der Idioten⸗Anstalt zu Darmstadt. 7. Bei Unvermögenden hat zunächst, pflichtige Angehörige vorhanden find, nach den bei der Armenversorgung geltenden neinde für den Pflegling unterstützend einzutreten. auch sie außer Stande, so wird je nach dem einzelnen Fall der Verein selbst auf eigene Kosten sich des Kindes annehmen. 8. Die Kosten des Transportes des Pfleglings in die Anstalt mit ausreichen der Kleidung sind von den zur Verpflegung Verpflichteten zu tragen. Jedes Kind hal bei seinem Eintritt in die Anstalt an Kleidern mitzubringen: einen dreifachen Anzug, bestehend aus Ober- und Unterkleidern, 3 gute Hemden, 6 Paar Strümpfe, 0 2 Paar Stiefel oder Schuhe, 3 Taschentücher, 1 Mütze, Wird nach den vishertigen Verhältnissen und Bebürfnissen des Kindes eine besondere, von der im Allgemeinen üblichen abweichende Verpflegung beansprucht, o soll dieselbe gegen besondere Vergütung auch verabsolgt werden. 10. Dem aufgenommenen Kinde Die Kosten der Rückreise bei der Entlassung un wird, oder wenn Juni 1869. mach ung. g5⸗Karben die Klauenseuche unter dem Nindvieh aus⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a pop. Hessen. Darmfladt. Die Gerichtsaccessi⸗ sten Christoph Arnold aus Wald ⸗ Michelbach und Karl Rühl aus Groß⸗Umstadt wurden zu Landgerichts⸗Assessoren in Offenbach; die Gerichts⸗ Accessisten Gustav Scriba aus Nieder⸗Beerbach und Adolph Stammler aus Battenberg zu Stadtgerichts⸗Assessoren in Gießen; der Gerichts- accessist Aug. Bergsträßer aus Reinheim zum Landgerichts ⸗Assessor in Groß-Gerau; der Gerichts ⸗ Accessist Paul Störger aus Darmstadt zum Landgerichts⸗Assessor in Alsfeld; der Landgerichts Assessor Karl Suppes zu Nauheim zum Land. gerichts⸗Assessor in Schotten; der Gerichtsaccessist Friedrich Schnittspahn aus Lampertheim zum Landgerichts- Assessor in Nauheim; der Bezirks⸗ gerichts⸗Sekretär Viclor Kösterus in Michelstadt zum Landgerichts ⸗Assessor in Ortenberg; der Gerichtsaccessist Dr. Otto Trapp aus Gießen zum Bezirksstrafgerichts Sekretär in Michelstadt ernannt. — Eine am Montag stattgehabte Arbeiter- Versammlung war sehr zahlreich besucht. Als die Einladenden gaben sich die Lassalleaner Studiosus Rüdt aus Heidelberg und die Arbeiter Hau⸗ stein und Häußer aus Offenbach, sämmtlich der Schweitzer'schen Richtung angehörig, zu er ⸗ kennen. Die Versammlung währte wohl lang, kam aber zu keinem Beschluß. Die Maschinen⸗ bauer und die Mitglieder des Arbeitervereins wollen sich nun über die Beschickung des Eisenacher Congresses verständigen. * Friedberg, 6. Aug. Des Großherzogs K. H. hat sich heute Vormittag nach Darmstadt begeben zur Begrüßung des Königs von Sachsen und wird heute Abend hierber zurückkehren. Preußen. Wiesbaden. Trotz der von Seiten der städtischen Behörde erhobenen Remon⸗ stration gegen die Belegung der Stadt Wiesbaden mit Einquartierung während der Kurzeit hat die Militär ⸗ Behörde mehrere Hundert Mann Sol⸗ daten bei den Bürgern auf 11 Tage einquar- tieren lassen. Sachsen. Dresden. Ueber die Gru ⸗ benexplosion im Plauen'schen Grunde berichtet das„Fr. J.“: Am 3. August früh 4 Uhr fuhren die Bergleute, wie es auf allen andern Kohlen⸗ gruben im Plauen'schen Grunde geschieht, auch in die beiden, am Fuße des Windberges gelegenen, zu den freiherrl. Burgker Werken gehörigen Nach⸗ barschächte:„Segen Gottes“ und„Hoffnung“ bei Potschappel. Von den 446 Arbeitern, welche nach und nach in die Tiefen niederstiegen,(das „Dresd. Journ.“ gibt die Zahl auf 326 Mann an), waren sebr viele am Sonntagabend vorher bei einem Fäßchen Bier noch recht heiter gewesen und hatten keine Ahnung, daß sie mit dem nächsten Morgengrauen ihrem Tode entgegengehen würden. Noch weilten sie keine halbe Stunde in den über 1000 Fuß tiefen Gängen, als sich mit Blitzes⸗ schnelle das unten angesammelte Gas entzündete und zwar mit solcher Macht, daß es alle Sicher⸗ heitsthüren, welche die Ventilation vermitteln und zugleich die Verbreitung des Wasserstoffs beschrän⸗ ken, sofort zertrümmerte und den ganzen unter- irdischen Bau derart erschütterte. daß er zusammen⸗ stürzte und beide Förderschächte verschüttet wurden Dies war das Werk eines Augenblicks, der 1000 Müttern und Kindern den Gatten, Vater und Ernährer raubte! Ein herzzerreißendes Bild an der Unglücksstätte! Großväter, Großmütter, Frauen und Kinder standen händeringend, weinend und schreiend an den Barrieren, die sie von den beiden Schächten fern hielten, um die 24 Mann, die ununterbrochen an der Rettung ihrer Came⸗ raden arbeiteten, nicht zu stören. Der Jammer wurde durch diese Rettungsversuche noch erhöht, als es nach unendlicher Anstrengung gelang, drei der Unglücklichen ans Tageslicht zu bringen und die von Hoffnung, Angst und Thränen erfüllten Blicke der in einiger Entfernung harrenden Menge die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leichen gewahrten. Nur drei von den 446 Arbeitern waren dem schauerlichen Grabe entronnen und diese Glücklichen waren bei dem Tagesschachte zu— nächst postirt gewesene Bergjungen. Sie eilten in Angst so schnell als möglich die schief aufsteigende Ebene, durch die auf Schienen die Berghunde hereingelassen und herausgezogen werden, empor. Die herausgebrachten Todten und die drei Berg jungen waren die Letzten unter den Anfahrenden und dem Ausgang am nächsten. Tiefer unten lag Alles in Trümmern und Rettung außerhalb der Gränzen momentaner menschlicher Macht; denn von Seiten der gegenwärtigen Fachmänner wurde ausgesprochen, daß vielleicht 4—6 Wochen ver⸗ gehen dürften, ehe es wöglich würde, zu den Ver⸗ schütteten zu gelangen!! Von den Beamten befin⸗ den sich sechs(zwei Obersteiger und vier Unter; steiger) mit in der Grube; unter den Letzteren die drei Brüder Bär. Welche Gewalt die Ex⸗ plosion entwickelt hatte, sah man auch an den auf der erwähnten schiefen Ebene herausgeschleu⸗ derten„Hunden“, kleine Karren, die mit zusam⸗ mengebogenen 1½ Zoll starken eisernen Achsen ziemlich zu Tage lagen. Die 15—20 Leute, welche man bis jetzt erst gefunden, sind größtentheils gräßlich verstümmelt, zwei sogar ohne Kopf, auf⸗ gefunden worden. Eine eigentliche Verschuldung scheint Niemanden zu treffen. Oberanfahrer Zobel fand um 4 Uhr des Morgens bei seiner ersten Untersuchung die Gruben zwar in derselben dumpfen Schwüle wie die Tage vorher, an welchen man sie, trotz der 900 sächs. Ellen Tiefe, als von det Außenwärme erhalten glauben konnte, und als dann die Obersteiger ebenfalls keine andere Wahr⸗ nehmung machten, konnte man das Anfahren sämmtlicher Bergleute immerhin für gefahrlos halten. Nur 60 80 Mann, welche das Sonn- tagsvergnügen die Arbeit des ersten Wochentages hatte verschlafen lassen und die erst nach geschehenet Katastrophe eintrafen, sind vom sämmtlichen Acbeits⸗ personal der Freiherrlich v. Burgk'schen Kohlen. bergwerke gerettet worden. Das Unglück if, wenngleich in natürlicherer Weise denn jenes von Lugau vor zwei Jahren, welches Nach und Fahr lässigteit verschuldet hatte, entstanden, doch eln dreifach größeres, in Deutschland vollkommen un. erhörtes. Es ist ein unsägliches Elend über Tausende hereingebrochen, und lauter denn Je ruft hier die Stimme des Unglücks zur Mild⸗ thätigkeit auf! Oesterreich. Wien. In der Jahresper⸗ sammlung der Vertreter der österreichischen Gustav— Adolph-Stiftang wurde mitgetheilt, daß im vorigen Jahre 5 evangelische Kirchen und 12 Schulen nen errichtet wurden; im Ban begriffen seien 15 Pfarr⸗ und 33. Schulhäuser. Der Verein zählt in Oesterreich 49,000 Mitglieder. Auf Antrag des Hrn. Steudel(Landtagsabgeordneter und Gemeinde⸗ rath von Wien) wurde beschlossen, den gerade in Hermannstadt versammelten Vertretern des Pros 9 im Fall nicht andere alimentatiens⸗ 9 1 wovon wenig: 2 Halstücher. wird ohne besondere Vergütung von der Anstalt vollständige Verpflegung verabreicht, also neben Erziehung und Unterricht: Wohnung, Kost, Wartung, Unterhaltung der Kleidung, Wäsche, mit erforderlichen Medicamenten. der Beerdigung sind zu ersetzen. 11. Die Enllassung aus der Anstalt erfolgt: a. auf Verlangen Desjenigen, der dag blödsinnige Kind in der Anstalt untergebracht hat; b. durch Entscheidung der Direktion (Borstand) mit dem erreichten 18. Lebensjahre, falls nicht das weitere Verbleiben in das Kind einen so hohen Grad von daß sein Verbleiben in der Anstalt unnöthig erscheint, oder wenn es der Vorstand im Interesse der Anstalt für nöthig findet. 12. Das Pfleggeld wird für den entlassenen Pflegling nur bis zum Tag der Entlassung, für einen verstorbenen bis zu dessen Todestag berechnet. Darmstadt den 1. ärztliche eiern 0 1 ö 14 Aerzte Tan bis eine Klost berti * 2 2 5 1* 5 ee 2 2 2 3 1—— 1 2 3 ** 2 —— — 2 —— testantismus einen telegraphischen Gruß zu senden. Die nächste Jabresversammiung soll in Salzburg stattfinden. — Sämmtliche demokratische Vereine Wiens sprechen sich für die gänzliche Aufhebung der Klöster aus. Ein Linzer Blatt macht darauf auf. nerksam, daß unter dem Bischof Rudigier die Zahl der Klöster in Oberösterreich von 18 auf 56 gestiegen ist.— Man ist hier mit der Bildung eines Comite's beschäftigt behufs Einberufung einer Volksversammlung zum Zwecke der Dis- eussion über die Klosterfrage und Resolutionsfassung, die Aufhebung derselben betreffend. Krakau. Die Untersuchung der Krakauer Klosteraffaire wird mit aller Energie geführt. Die bis zum 30. Juli aus derselben gewonnenen Details, von denen sich, wie begreiflich, die meisten der Oeffentlichkeit entziehen, werfen ein schreckliches Licht auf den Zustand der geistigen Verwilderung, die in jenem Nonnenkloster herrschte. Die Vor steherin des Klosters, Marie Wenzyk, ist seit ihrem 20 Jahre, heute bereits 16 Jahre im Kloster. Man sieht es ihren weichen Zügen kaum an, welche Grausamkeit und Härte jenes Weib be— herrschen, wenn sie selbst kaltblütig zugesteht, sie habe früher aus Mittheilungen einzelner Nonnen erfahren, daß Barbara Ubryk als verrückt ein- Zesperrt sei, sie habe selbst(trotz ihres 16 jährigen Aufenthaltes im Kloster und trotzdem, daß sie bereits zweimal Oberin war!) blos zweimal in ähre Zelle gesehen und sie daselbst belassen, weil sie die Übryk so von ihrer Vorgängerin über— nommen und weil der Ordensgeneral aus Rom werboten habe, die Kranke anderswohin zu geben! Wenn möglich, so klingen die Aussagen der zweiten änhaftirten Nonne, der Theresia Közierkiewicz, moch empörender und roher. Man sieht es diesem Weibe an, daß es bereits 38 Jahre ihres Lebens üm Kloster verlebte. Wie diese Nonne, die vitr- mal zu je drei Jahren Klostervorsteherin war, Hehauptet, sei Barbara Ubryk im neunten Jahre ühres Aufenthaltes im Kloster„unruhig“ gewor— den, habe öfters an Krampfanfällen gelitten und ei daher in Haft gehalten worden. Weil die Aerzte die Schädlichkeit des Lichtes für sie aner⸗ kannten, so hätte man das Fenster in der Zelle dis auf eine kleine Oeffnung vermauern lassen— eine Arbeit, die, nebenbei bemerkt, der frühere slostergärtner Casimir Gregorczyk im Auftrag der Bertits verstorbenen Vorsteherin Zdziarska vornahm. Im auf die„liebe Schwester“ Kozierkiewicz zurück- zukommen, so gestand sie selbst, daß die Übryk n der Zelle, in der man sie fand, 20 Jahre zu⸗ vrachte, in's Irrenhaus jedoch nicht übertragen wurde, weil der General aus Rom dies unter- sagte und sie selbst der Meinung war, Barbara Abryk werde nach dem 50. Jahre„ruhiger“ werden! Barbara Übryk wurde, wenn selbe in ihrem Kerker lärmte, öfter von zwei oder drei tonnen und dem Beichtvater durch körperliche Mißhandlung zur Ruhe gebracht. Der Geistes⸗ zustand der Barbara Übryk hat sich bedeutend hebessert. Hauptsächlich ist ihre geistige Verwil⸗ verung, die eine Folge der so langen Einsamkeit zu sein scheint, von ihr gewichen. Seit einigen Tagen spricht sie in zusammenhängender Rede und seginrt allmälig ihre so traurige Vergangenheit zu vergessen. Auch ist sie gegenwärtig ein Muster „on Reinlichkeit, hat eine fast kindische Freude, wenn man ihr weiße Wäsche gibt und hat seit hrem Aufenthalte im Irrenhause weder Wäschte noch Bettzeug beschäbigt. Spanien. Madrid. Der„Imparcial“ laubt zu wissen, daß Don Carlos auf alle seine Entwürfe verzichtet und seinen Anhängern befohlen habe, sich zurückzuzsehen, weil das Land der Be⸗ wegung nicht entsprochen habe.— Man dementirt lategorisch das Gerücht von Unterhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und der spanischen Regierung, um zur Anerkennung der Unabhängig⸗ keit von Cuba zu gelangen. Der neue Gesandte der Vereinigten Staaten in Spanien hat durch- aus keine Misston dieser Art von seiner Regierung erhalten und die spanische Regierung ist weit entfernt von jeder Idee dieser Art. Türkei. Die„Turquie“ meldet die Abreise von Hassan Effendi, Adjutanten des Großveziers, nach Aegypten. Derselbe ist Ueberbringer eines Schreibens des Sultans an den Viceckönig von Aegypten, in welchem kategorische Aufklärung ver— langt wird über die Zurückziehung der ägyptischen Truppen aus Kreta sowie über die Unterhand— lungen dee Vicekönigs auf seiner Reise durch Europa. Für den Fall, daß die Aufklärungen nicht befriedigend ausfallen sollten, erklärt der Sultan, die Pforte werde bezüglich Aegyptens auf die Ausführung des Firmans von 1841 zurückkommen. Amerika. Newpork. Die Regierung hat auf 15 Kanonenboote, welche für Spanien im Bau begriffen waren, Beschlag gelegt, da der peruanische Gesandte dieselben als zu dem An— griffskriig gegen Peru bestimmt bezeichnete. 2 Nauheim. Die Ausstellung von amerikanischen opto⸗ plastischen Ansichten im Alten Kurhaus in Nauheim können wir dem Besuch des Publikums auf's Beste empfehlen. Die Aufstellung ist so gelungen angeordnet, daß man sich der Täuschung vollständig hingeben kann, als stehe man theils auf einem hohen Thurm und sehe über das Häuser⸗ mier von New⸗York, Baltimore und Philadelphia hinweg bis an den meilenweit entfernten Horizont, oder man stehe dicht vor einzelnen bedeutenden Bauwerken dieser Silädte, von denen uns das Kapitol in Washington, die katholische Kirche in New⸗Pork besonders angesprochen haben. Noch interessanter sind aber eine Anzahl Ansichten vom Niagara— falle und der über ihn führenden Hängebrücken, unbestritten das genialste und großartigste Bauweck unserer Zeit. Da alle diese Ansichten in den natürlichsten Farben dargestellt sind, so scheint Alles vor unseren Augen zu leben, und je länger wir unseren Blick darauf richten, um so plastischer trin auch jeder Stein, jedes Blatt hervor. Alle diese amerikanischen Ansichten sind vor ungefähr 10 Jahren von einem französischen Photographen an Ort und Stelle aufge⸗ nommen worden, und zwar nut in diesen einzigen Exemplaren, so daß in der That etwas Aehnliches nicht wieder gesehen werden kann. Der Intendant der New- Yorker Firma Kornfield hat sich durch Ausstellung derselben in Europa den wohlbegründeisten Beifall erworben. Derselbe ist stets im Saale anwesend und macht mit der größten Bereit; willigkeit den Cicerone bei dieser Wanderung zu den Sehenswürdigkeiten der westlichen Hemisphäre. Außer diesen amerikanischen Ansichten sind noch zwei sogenannte Revolver⸗Siereoskope aufgestellt. Auch diese sind in den natürlichsten Farben, deßhalb von einer Wahrheit, daß man sich unwillkürlich plötzlich in dieselben versetzt glaubt. Der Eintrittepreis ist im Verhältniß zu dem dafür Ge— botenen ein sehr bescheidener, so daß sich auch Unbemittelte diesen Genuß und zugleich Erweiterung der Kenntnisse unserer Erde verschaffen können. Frankfurt. Vor den Assisen steht eben eine aus 13 Mitgliedern bestehende Räuvberbande, die seit October 1867 bis Dezember 1868 14 Diebstähle und einen Dicb⸗ stahlsversuch ausführt, darunter mehrere Raubanfälle. „Frankfurt. Die diesjährige Herbstmesse beginnt für den Großhandel wie für den Kleintandel am Mitiwoch den 25. August und endigt mit Dienstag den 14. Sept. Das Auspacken der Waaten darf schon am Montag den 23. und Dienstag den 24. August geschehen. Für Leder beginnt die Messe den 1. Sept. Darmstadt. Nach den„Hess. Volksbl.“ fahndet die Polizet eben auf einen Industrieritter, der kürzlich in einem der ersten Frankfurter Hoiels abstieg und sich für einen Ritiergutsbesitzer Stahr aus Rosen ins Fremdenbuch einschrieb. Er bat den Oberkellner um Wechselung eines 100 Thaler⸗Scheins, that nachdem ihm das Geld vorge⸗ zählt worden war, als ob er den Schein auf seinem Zimmer gelassen und strich unter dem Versprechen, sofort nach seiner Rückkehr von einem pressanten Gang den Schein einzuyängigen, das Geld ein. Der Oberkellner schöpfte Verdacht, verfolgte den Fremden und nahm ihm den größten Theil des Geldes wieder ab, während der Schwindler selbst entkam. Man vermuthet in ihm einen gewissen Stieber aus Ohlau, ber unter verschiedenen Namen genau dasselbe Monöver dreimal mit alücklichem Ersolg in Dresden, Breslau und Ratibor ausgeführt hal.— Zwischen Heidelberg und Frankfurt wurde dieser Tage dem Rentier Goffray aus Parlo in dem Mittagszug das Portefeuille mit 4300 Franks gestohlen. Der müthmaß⸗ liche Thäter, auf dessen Entdeckung 1000 Franks Be⸗ lohnung gesetzt sind, ist ein Unbekannter, welcher, obgleich er ein Billet bis Frantsurt hatte, hier in Darmstabt aus⸗ gestlegen ist. Mainz. Die hiesigen Schuhmachermeister haben in einer stark besuchten Versammlung Maßregeln gegen das dem Handwerkerstande heutzutage zugemuthete lange Borgen berathen und sich darüber versländigt, wie un⸗ billigem Verlangen in dieser Beziehung oder gewissen⸗ losem Vorenthalten des verdienten Lohnes entgegen zu treten sei. Folgende Resolutionen wurden von den An— wesenden angenommen:„1) Der Handwerker(speciell ber Schuhmacher), welcher kein Capitalist ist und seine Zahlungen selbst in kurzen Zeitabschnitten zu machen hat, kann eben⸗ falls nur Credit geben in vierteljährigen Terminen(oder zu den Messen und Neujahr); 2) Leuten, welche nur ein wöchentliches oder monatliches Einkommen haben, kann auch nur ein wöchentlicher oder monatlicher Credit gewährt werden; 3) säumige(d. h. gemahnte) Schuldner sollen in ein sogenanntes schwarzes Buch eingetragen werden zur Warnung anderer Geschäftscollegen.“— Ein gräß⸗ licher Unglücksfall bildet das Thema allgemeinster Theilnahme. Ein hiesiger Lohnkutscher wollte am Samsiag bei dem Hagelwetter etwas an dem Kändel seines Hauses aufräumen und fiel dabei unglücklich von der Leiter Eine Tochter desselben sollte zu den ärztlich verordneten Auf⸗ schlägen Eis aus dem Keller der hiesigen Actienbrauerei holen. Auf dem Rückwege gerieth das blühende Mädchen, wie es scheint geblendet, an einen der Faßsörderungs⸗ schächte und stürzte über 100 Fuß tief in die untersten Gewölbe hinab. Sie war augenblicklich eine Leiche. Herrieden, 2. Aug. Die Lufppellen ziehen etwas schneller über Europa; nachdem uns ein Wellenthal wieder den noch immer ersehnten Regen brachte, zieht be⸗ reits ein Wellenberg von Irland her, um uns den Himmel wieder aufzuheitern. Die Hitze der letzten Tage war an manchen Orten ungewöhnlich groß. Nordamerska hatte in letzter Zeit bei ruhigem Luftmeer und mäßiger Bewölkung ebenfalls einige warme Tage. Berlin. Ein höchst trauriger Fall von Blutverglistung, wird von Berliner Blättern gemeldet. Einer der be⸗ rühmtesten Berliner Aerzte, Prof. Böhm, secirte vor seinem Auditorium einen Leichnam und verwundete sich dabei so geringsügig an der Hand, daß er davon nicht die geringste Notiz nahm. Am darauf folgenden Morgen war die Hand jedoch schon so angeschwollen, daß der Ge⸗ heimerath v. Langenbeck eine Operation vornehmen mußte, bei welcher sich herausstellte, daß eine Blutvergiftung ein⸗ getreten. Es war von dem in der Leiche befindlichen Gift etwas in die kleine Wunde gekommen, die sich der Arzt bei der Section zugefügt hatte. Trotz aller ange⸗ wandten Mühe der degabtesten Aerzte Vetlins ist der Kranke seinen Leiden erlegen. Er starb bei voller Be⸗ finnung, indem er als Arzt sein Schicksal genau voraussah. Paris. Die Garderobe der Fürstin Metternich, der Gemahlin des österreichischen Botschafters in Paris, besteht nach dem„Figarro“ aus: 120 schweren seidenen Roben, 194 Morgenkleidern, 60 Promenadanzügen, 60 Mäntel, 50 Shawls, 152 Untertöcken 280 Hemden und anderen unnennbaren Bekleidungsstücken, 365 Paar Strümpfen, 156 Paar Handschuhen, 50 Paar Stiefelchen und Schuhen, 70 Gürteln und Schleifen in allen nur denkbaren Farben, 64 Brochen, 72 Paar natürlich ächten Ohrgehängen, 31 Fächern und 24 Sonnenschirmen.(Mein Liebchen was willst Du noch mehr?) Für die Wittwe und Kinder des im hiesigen Bahnhöfe verunglückten Justus Seifert von Oberwöllstadt werden, wie die Expedition d. Bl., auch die unterzeichneten Mitglieder des Hülfsvereins-Vorstandes gern milde Gaben in Empfang nehmen, und hoffen, daß die Theilnahme an der traurigen Lage der Familie, welche so plötzlich ihren Ver⸗ sorger verloren hat, ihnen solche Gaben werde zufließen lassen. Baur. Dr. Diegel. Fertsch. Foucar. Mayer⸗Hirsch. Meyer. Müller. Nau. Dr. Pilger. A. Rausch II. Bel der Expedition d. Bl. ist ferner eingegangen von: K. Renner 1 fl., Ungenannt 2 fl. 10 kr., Photograph Schmidt 1 fl., Hofgerichts⸗-Advokat Seyd 1 fl. 45 kr., Hofgerichts-Advokgt Curtman 1 fl. 45 kre., Districtsein⸗ nehmer Bitsch 1 fl., Bergdircktor Stifft 2 fl. Bürger⸗ meister Foucar 1 fl., Hauptmann Daudistel 1 fl., Lieufe⸗ nant Becker 1 fl., Hofgartendirektor Geyger 1 fl., Frau Theobald 1 fl. 45 kr., Kreisassessor Haas 2 fl. Lederschürzen für Damen und Kinder bet ö M. Seligmann, Weißgerber. Garantie für reine Cacao und Zucker. Lager der vorzüglichen Chocoladen des Hauses Franz Stollwerck& Söhne in Köln unterhalten örtedberg Wilh. Fertsch; in pungen A. Zuch und in Nauheim Ph. Jac. Weiß. 2272 Es werden Wiederverkäufer 2247(pefenhändler) von flüssiger Hefe, unter sehr güustigen Bedingungen für dieselben, gesucht. Mündliche oder schriftliche Anerbieten erbiftet die Hesen fabrik zu Oberrad Carl Hensler. Ein goldner Ohrring 2263 wurde verloren. Der redliche Finder wird ge beleu, denselben bel der Exped. d. Bl. abzugeben * 71* 2 selbständige 2255 Oeconomie-Inspectoren, 5 Verwalter, 2 Förster, 3 Gärtner, 1 Mühlenwerkführer, 2 Wirthschafterinnen werden günstig placirt durch das landwirthschaftliche Bürcan von E. Erler in Dresden. Mädchen, 2250 für Trinkhallen gesucht, Rosen⸗Apolbeke, Frankfurt a. M. Amerikanische Weltausstell im alten Kursaale in Bad Nauheim 2273. wird Sonntag den 8. August eröffnet und ist täglich von Morgens 10 Uh besagen die Programme. 20% ate . cet r bis 8 Uhr Abends zu sehen. Naͤheres Windecker's Felsenkeller. Sonntag den 8. Aug u st Concert, ausgeführt vom ganzen Musikcorps des hiesigen Jäger ⸗ Bataillons. Anfang ½4 Uhr.— Entrée 6 kr. M. Scheibel. Die Mineral wasser-Anstalt 1424 von Dr. Uloth in Bad Nauheim empfiehlt ihre Mineralwasser, Selters-& Soda⸗Wasser, sowie Limonade gaàzeuse. Zur Fabrikation wird nur natürliche, der Erde entströͤmende Kohlensäure verwandt. Niederlagen für Nauheim bei Ph. J. 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Reumer. bei 2159 vet 1 2 Auf obige Annonce bezugnehmend, empfeble ich mich im Anfertigen aller in das Spenglergeschäft einschlagenden Arbeiten unter Zuficherung prempter Bedienung. Bad Nauheim. Konrad Mai, Spengler. Aus den ansehnlichsten Lazarethen Europa's über die Wirkung der vorzüglichsten Heilnahrungsmittel. * 1763 Berlin, Lazareth der Kaiser⸗Franz⸗ Kaserne. Foff'sche Malzfabrikate baben äußerst beilsame Erfolge auf Kranke und Recon valescenten gezeigt.— Wien, K. K. Stadiphyfikus, Dr. Granichstätten: Die vom löbl. Wiener Magifirat mir zur chemischen Untersuchung ge⸗ sendete und von Herrn Prof. Kletzinsky chemisch untersuchte Hoff'sche Malz⸗Extract entbält Medi⸗ zinalbestandtheile, wodurch es bel Verdauungsschwäche, Brustaffectionen, Abmagerung, Zehrstebern heilsam i und wegen seiner berubtgenden, nährenden, flärkenden Eigenschaften mit großen und gewünschten Er⸗ B jolgen angewendet werden kann. Paris, Kais. Militär ⸗ Hospital: Die Hoff'schen Malzfabrikate erweisen fich als vorzüglichste Heilnabrungsmittel.— Peters burg, Kais. Hospital: Malz⸗Extraet und Malz Choco⸗ lode wirken erfreulich und schnell— Bologna, Haupt Hospital: Hoff sches Malz⸗ Extract verdient als Heilnabr ungsmittel höchste Beachtung.— Dr. Gürtler, Oberarzt in Jvansko, schrieb 30. März 1869: Ibr Malz Extract und Malz⸗Chocolade baben bei meinen Patlenten trefflich gewirkt, der quälende Husten bat nachgelassen, Appetit und früher mangelnder Schlaf find wider alle Hoffnung eingetreten. Des Hof ⸗ Lieferanten Johann Hoff's Filiale, Köln. Verkaufsstelle bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. Allaschinenöl! r la m mkohlen, 1 2216 1 mpfieblt in schöner. 2255 besper Qualität be With. Fertsch. zur schnellen Dampferzeugung, empfiehlt in schöner flückreicher Waare die Steinkohlenhandlung Mein Möbel-Lager G. H. Freundlieb. 1901 in einfacher und reicher Arbeit empfehle ich zu ee Fe Ein isr. 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Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens 6 Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Ech ell. Ppllivp Mogk III. 2269 iß zu verkaufen. Fried. Hilbrecht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. f (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 32 und eine Beilage.) Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. ug 1 905 Hettefft U die 0 Wartbol Belref Frledbe. sehr sch außere mit bet Hef sche Reg I. Ges der Provin II. Be des Großh chen Geh Wee Auewand III. der Fina Brauntw Bundesr der Bra Att. 2 de Bunde, d vom 9. 9 9 Windung machung b. J. 0 mungen und eg! die nach Nebrachl n sonügend ich Ma stotlet feln b. J. an Dineltion 1. kängseng