. pracht, Lattune die Elle. die Elle. die Elle. dit Ele. die Elle. die Elle willich, Flanell Preisen. d. M., Dessine ond g statt nen de⸗ erfolgt eden n einjährig freiwilligen Militärdienste betr.— Nr. N „Zu den drei Schwertern“ dahier vorgenommen werden. 1869. Dienstag den 6. April. 39. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zntelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf den wöchentlich dreimal erscheinenden„Oberhessischen Anzeiger“ kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 8. sub 1. Worms betreffend. Bekanntmachung, den mit dem Königreich Italien abgeschlossenen Schifffahrtsvertrag.— sub 2. Die Errichtung eines Freihafens zu Nr. 9. sub 1. Bekanntmachung, den mit der Republik Liberia abgeschlossenen Freundschafts- und Handelsvertrag betr.— sub 2. Bekanntmachung, die Vernichtung von eingezogenen Grundrentenschetnen betr.— sub 3. machung, die Correspondenz nach der Schweiz betr. dub 1. Bekanntmachung, Postanweisungsverkehr mit den vereinigten Staaten von Amerika betr.— sub 4. Bekannt⸗ Gesetz, die Einführung der in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen über die Sicherung und den Erwerb des Grundeigenthums bestehenden Gesetze in den durch den Friedensschluß mit Preußen neu erworbenen Gebietstheilen betr.— sub 2. Verordnung, die Maturitätsprüfungen an den Gymnasien betreffend. Friedberg den 2. April 1869. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 6. Nr. 245. Bekanntmachung des II. Verzelchnisses derjenigen höheren Lehranfalten, welche zur Ausstellung von Zeugnissen über Qualification zum N 251. Die Bestellung von Consuln betr. 246—250. Die Ernennung von Consuln betr. g Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Haushaltungsetat des Norddeutschen Bundes für das Jahr 1869.— Nr. 252—257 B. elan n t Betreffend: Das Kreisersatzgeschäft sür das Jahr 1869 im Kreise Friedberg. Das diesjährige Militär-Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg wird vom 19. bis zum 27. April d. J. im Saale des Gasthauses Die Muste⸗ rung findet an folgenden Tagen statt: Montag den 19. April d. J., Vormittags präcis 8 Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Assenheim, Baueru— heim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt, Bruchenbrücken, Butzbach, Dorheim, Dorn-Assenheim. Dienstag den 20. April d. J, Vormittags präcis 8 Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Fauerbach v. d. H., Fauerbach b. Fr., Friedberg, Gambach. Mittwoch den 21. April d. J., Vormittags präcis 8 Uhr, für die Milstärpflichtigen aus den Gemeinden: Griedel, Hausen mit Des, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt, Kirch-Göns, Langenhain mit Ziegen— berg, Maibach, Melbach, Münster, Münzenberg. Donnerstag den 22. April d. J., Vormittags präcis 8 Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Nauheim, Nieder— Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder-Weisel, Nieder— Wöllstadt, Ober⸗Florstadt. Freitag den 23. April d. J., Vormittags präcis 8 Uhr, für die Mllitärpflichtigen aus den Gemeinden: Ober-Mörlen, Ober— Rosbach, Ober⸗Wöllstadt, Ockstadt, Oppershofen, Ossenheim, Ostheim, Pohl⸗Göns, Reichelsheim. Samstag den 24. April d. J., Vormittags präcis 8 Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Södel, Staden, Steinfurth, Trais-Munzenberg, Weckes— geim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim, Wohnbach. Die Loosziehung findet 5 Montag den 26. April d. J. Jatt. ö Dienstag den 27. April d. J., Vormittags präcis 8 Uhr, erfolgt die Klassifizirung der Reservisten. Hierbei haben nur diejenigen Reservisten und Landwehrmänner zu erscheinen, welche mit Rücksicht auf ihre besonderen häuslichen und gewerblichen Verhältnisse ein Besuch um zeitweise Zurückstellung hinter den letzten Jahrgang ihrer Kategorie begründen zu können glauben. Unter Bezugnahme auf die Verordnung vom 21. April 1868, das Bundesgesetzblatt vom 9. November 1867, wegen der Verpflichtung zum Kriegsdienste und unter Hinweisung auf die Militär-Ersatz— Instruction vom 26. März 1868, Regierungsblatt Nr. 21, namentlich 8. 20 dieser Instruction, werden sämmtliche Militärpflichtigen aus dem Kreise Friedberg, wozu selbstverständlich auch alle Die⸗ senigen gebören, welche bei voriger Musterung brauch⸗ bar befunden, aber wegen hoher Loosnummer, oder Na ch n. wegen ungenügender Größe nicht zur Einstellung ge⸗ kommen, sowie Diejenigen, welche auf ein Jahr zurück⸗ gestellt worden find, gehören, diese mit ihren Loosungs- und Gestellungs Scheinen(§. 71 der Militär-Ersatz-Instruction hiermit aufgefordert, sich an den vorbezeichneten Tagen im Saale des Gast— hauses„Zu den drei Schwertern“ dahier, jedesmal Morgens präceis 8 Uhr, zur Musterung und Loosziehung einzufinden. Von den Militärpflichtigen wird erwartet, daß sie reinlich und in ordentlichem Anzuge erscheinen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche ohne genügenden Ent; schuldigungsgrund sich nicht stellen, haben sich der in den nachstehend abgedruckten§§. 176, 177 und 178 der Militär-Ersatz-Instruction angedrohten Nachtheile zu gewärtigen. Entbunden von der personlichen Gestellung sind diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder denen Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Militärdienste ertheilt worden ist.„ Wenn von einem Militärpflichtigen, oder fuͤr einen solchen, von seinem Vater, sciner Mutter eine Zurückstellung resp. Befreiung vom Militärdienste nach den§§. 43, 44, 45 der Militär-Ersatz Justruction verlangt wird, so ist dieses Verlangen, wenn ses noch nicht gestellt sein sollte, sofort bei Großherzoglicher Bürgermeisterei zu stellen, welche alsbald nach Vorschrift des Reglements vom 12. Mai v. J., Rgsbl. Nr. 26, vor dem Musterungstermin das vorschriftsmäßige Protokoll mit Beurkundung der behaupteten That— sachen einzusenden hat. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsun— fähigteit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der be— treffende Familienangehörige sich seibst persönlich im Termin vor der Kreis-Ersatzcommisston einzufinden. Leidet ein Militärpflichtiger an Gebrechen, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit ꝛc., so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers 1c. nachzuweisen. Das Vorhandensein von Epilepsie ist durch eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 3 Die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungs pflichtigen Militärpflichtigen, die auswärts sich aufhaltenden, schriftlich auf Grund der ihnen kurzer Hand wieder zugehenden Stammrollen, zu der Musterung einzuladen. An s den Musterungstagen haben die betr. Großherzogl. Bürgerweister oder Beigeordneten mit den Militärpflich⸗ tigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die letzteren zu der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und, wie oben schon bemerkt, reinlich gekleidet sind und waͤhrend des Musterungsgeschafts ein ansländiges, ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher An ⸗ schauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, beziehungsweise des Gerichts, vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ferner ob, darauf aufmerksam zu machen, wenn ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Friedberg den 22. März 1869. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreis-Ersatz⸗ Commission des Kreises Friedberg Trapp. §. 176. Strafe für unterlassene Meldung zur Berichtigung der Stammrolle, bez. für unterlassene Cestellung zu den Musterungs, oder Aushebunges⸗ Terminen. 1) Militärpflichtige, welche die im§. 59. vorgeschriebenen An- und Abmeldungen zur Berichtigung der Stammrollen unterlassen, werden auf den Antrag der mit Führung der Stammrolle beauftrag⸗ ten Behörden mit Geldstrafen bis zu 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu substituiren ist. 29 Militär pflichtige, welche der nach den Vorschriften der§§. 71. 98. und 115. erlassenen Aufforderung: sich zur Musterung oder Aushebung vor die Kreis-, Departements oder Marine⸗Ersatz⸗ Commission des Bezirks, in welchem sie nach§. 20. gestellungs— pflichtig sind, zu stellen, keine Folge leisten, oder bei Aufrufung ihrer Namen im Musterungs- oder Aushebungs⸗Lokale nicht an- wesend sind, werden auf den Antrag des Civil-Vorsitzenden der „Kreis-, bez. Departements,(Marine) Ersatz⸗Commission mit einer Geldstrafe bis zu 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu substituiren ist. 3) Unabhängig von den vorstehend ad 1. und 2. gedachten Strasen werden die Militär pflichtigen, welche die Anmeldung zur Stamm— rolle unterlassen, oder sich nicht vor die Ersatz⸗Behörden stellen, durch die in den nachstehenden§§. 177. bis 179 enthaltenen Bestimmungen betroffen, über deren Anwendung lediglich die Ersatz⸗ Behörden zu eatscheiden haben. §. 177. Folgen der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle, bez. der unterlassenen Gestellung zu den Mustérungs— oder Aushebungs Terminen. 1) Militärpflichtige, welche die im§. 59. vorgeschriebene Meldung zur Eintragung ihres Namens in die Stammrolle unteclassen haben, können je nach dem Grade der Fahrlaͤssigkeit oder Absichtlichkeit, welcher die unterlassene Anmeldung zuzuschreiben ist, unter Verlust: a) der Berechtigung, an der Loosung Theil zu neh nen,“) b) des aus etwaigen Reklamationsgründen erwachsenden An, spruchs auf Zurückstellung bez. Befreiung vom Militärdienst, vorzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden.(§. 21., 7.) 2) Militärpflichtige, welche ohne einen genügenden Entschuldigungs⸗ grund der Aufforderung, sich zur Musterung bez. Aus hebung zu stellen, keine Folge leisten, verlieren: a) die Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen,“) b) den aus etwaigen Reklamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurückstellung bez. Befreiung vom Militärdienst. Wer ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund bei Aufrufung seines Namens im Musterungs- bez. Aushebungs Lokale nicht anwesend ist, verliert die vorstehend ad a. gedachte Berechtigung Alle diese Militärpflichtigen werden wie die unter Passus 1. bezeichneten vorzugsweise zum Militär-Dienst herangezogen event, als unsichere Heerespflichtige nach Vorschrift des§. 179. behandest. 3) Die zur vorzugsweisen Einstellung designirten Militärpflichtigen können bis zu den gewöhnlichen Aushebungen in ihrer Heimaih verbleiben. §. 178. Anwendung der Vorschriften der 88. 176 und 177 auf disponibel gebliebene Militärpflichtige. Militärpflichtige, welche in den Vorjahren ihrer Loosnummer nach disponibel geblieben, sind den im§. 176 enthaltenen Strafbe⸗ stimmungen unterworfen; die Vorschriften des§ 177. finden jedoch nur in dem Falle auf sie Anwendung, wenn sie in dem Aus hebungs— bezirk, in welchem sie zur Zeit der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle oder zur Zeit der unterlassenen bez. verspäteten Gestellung nach F. 20. gestellungspflichtig waren, bei dem Zurückgreifen auf die Disponiblen ihrer Alterskasse, ihrer Loosnummer nach in der vorge- schriebenen Reihefolge ebenfalls zur Aushebung gekommen wären“ 5). Sobald sie hiernach zur Einstellung gelangen müssen, gehen sie auch der Vergünstigung verlustig, welche ihnen aus etwaigen Rekla— mationsgründen erwachsen würde. „ Verlust der eventuellen Berechtigung, welche aus der etwa bereits erhaltenen Loosnummer erwachsen ist, ef.§. 178. *) Z. B. der Militärpflichtige A., 1855 geboren, ist 1875 in Teltow disponibel geblieben. Derselbe verzieht nach Berlin. In Berlin wird im Jahre 1876 auf die Disponiblen des Jahrganges 1855 zurückgegriffen, es würde der A. in Gemäßheit der Vorschriften des§. 23. zur Einstellung gekommen sein, wenn er sich gestellt hätte. Da Letzteres nicht geschehen, was sich aus dem Loosungs- und Gestellungs-Attest ergeben wird, so wird er in der Folge vorzugsweise zur Einstellung gebracht. Belreffend: Das Beweiden der Wiesen. Friedberg den 4. April 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Da in vielen Gemeinden in Bezug auf das Beweiden der Wiesen großer Unfug getrieben, namentlich hierbei die in dem Art. 6 des Gesetzes vom 7. Mai 1849 und den Wiesen⸗Polizei-Ordnungen für das Beweiden derselben durch die Schafe bestimmte Zeit nicht ein⸗ gehalten wird, so beauftragen wir Sie, bei Vermeidung unangenehmer disciplinarischer Ahndung, diesem Unfuge zu steuern und die gegen Trapp. die Vorschrift handelnden Schäfer zur Anzeige bringen zu lassen. Hessen. Darmstadt. Vor dem großh. Bezirkestrafgericht dahier tam am 2. d. eine An⸗ klage gegen den Redakteur der„Hess. Landesztg.“ Dr. Wilk zur Verhandlung, indem derselbe be⸗— schuldigt war, durch einen, auch mittels Separat⸗ abdruck massenhaft verbreiteten Artikel„Mainzer Militaria“ die preußischen Truppen beleidigt resp. zum Ungehorsam aufgefordert zu baben. Der Beschuldigte hatte den Beweis der Wahrheit durch eine große Anzabl Zeugen mit vollkommenem Er- folge angetreten. Hofgerichtsrath Emmerling I. führte die Vertheidigung. Nach lebhaften Repliken und Dupliken zog sich der Gerichtshof zur Urtheils⸗ fällung zurück und erkannte nach längerer Be⸗ rathung auf Freisprechung, da einestheils der. Be⸗ weis der Wahrheit erbracht, andererseits nur eine erlaubte, wenn auch scharfe Kritik geübt worden. — Der„Darmst. Ztg.“ entnehmen wir fol⸗ gende Mittheilung: Zuverlässiger Nachricht zufolge hat die zur Bearbeitung der Ausgleichung der im Jahr 1866 erwachsenen Kriegslasten bestellte Commissiox heute ihr Geschäft geschlossen, und die das Resultat enthaltende sehr umfangreiche Veröffentlichung durch das Gr. Regierungsblatt befindet sich bereits in der Druckerei. Als defi— nitives Gesammtresultat können wir einstweilen Folgendes mitthrilen: Die definitiv und rechts kräftig festgestellten Kriegskosten, welche in 1866 durch fremde Truppen in dem Großherzogthum verursacht worden sind und zur Ausgleichung kommen, betragen im Ganzen 651290 fl., wovon die Gr. Hauptstaatskasse, als noch von andern Staaten an dieselbe ersetzt, zu übernehmen hat 32657 fl. 48 kr., so daß zur Ausgleichung ver⸗ bleiben 618632 fl. 12 kr., wornach sich für 1 fl. des pflichtigen Steuercapitals der beir Gemeindeu und Gemarkungen von 1807 2,3350042 kr. oder rund 2½½ kr. als Schuldigkeit ergaben.— Aus der in dem Regierungsblatte erscheinenden gemarkungsweisen Uebersicht ist hiernächst zu ersehen, wie viel für jede Gemeinde oder besondere Gemarkung ihre Schuldigkeit beträgt, was sie hierauf getragen und in der Ausgleichung herauszuzahlen oder zu empfangen hat. Preußen. Berlin. Graf Bismarck ist am 1 d. Abends hierher zurückgekehrt. In Gumbinnen, dem Amtssitze des be— kannten Regierungspräsidenten Maurach, haben am Mittwoch und Donnerstag kleine Krawalle stattgesunden; vor dem Regierungsgebäude kamen Zusammenrottungen vor, auch wurden gegen viele Privatpersonen Exeesse verübt. Bayern. München. In der Akgeord⸗ netenkammer wurde die Militärereditvorlage mit 1,100,000 fl. bewilligt. Der Antrag Völk's auf eine Bewilligung von 770,000 fl. ward abgelehnt. In der Reichsrathskammer ward das Maß und Gewichtsgesetz einstimmig angenommen. Bei der Berathung über die Gemeindeordnung wurde dem Abgeordnetenhause überall nachgegeben und die Kammer beharrte nur auf den Beschlüssen bezüg— lich der Umlaͤgevertheilung und dem Abstimmungs— recht der Höchstbesteuerten. Fürst Hohenlohe, Quadt, Fürst Oettingen-Spielberg und Pappen— heim erklärten, von dem Recht auf Umlagebefreiung keinen Gebrauch machen zu wollen. Oesterreich. Wien. Ein Privattelegramm der„Presse“ meldet, daß die Pforte und Persien übereingekommen sind, durch eine gemischte Com⸗ mission eine Grenzberichtigung vornehmen zu lassen. Dadurch ist die Gefahr eines bewaffneten Zu— sammenstoßes jedenfalls vermieden. — In Pest beschäftigt man sich mit Com- binationen über eine Vereinbarung zwischen der Deakpartei und der gemäßigten Linken. Schweiz. Bern. Die italienische Regie- rung und der norddeutsche Bund haben mittelst Note dem Bundesrath angezeigt, daß sie sich in Betreff der Eisenbahn⸗Verbindung zwischen Deutsch⸗ lang und Italien für die Gotthardtbahn definitin entschieden haben. Gens. In Folge von Arbeitereinstellungen haben Tumulte stattgefunden. Fünf Personen wurden verhaftet. Die seitens der Arbeiter ge⸗— machten Versuche, sie zu befreien, blieben frucht⸗ los. In der Stadt herrscht große Aufregung gegen die internationale Arbeiterassociation. — Eine von 4000 Bürgern unterzeichnete und an die Genfer Regierung gerichtete Adresse verlangt, daß die Regierung dem terroristischen Auftreten der Internationalen gegenüber eine ener⸗ gische Haltung annehmen möge. Frankreich. Paris. Der Minisier des Innern erklärte im gesetzgebenden Körper, daß die Regierung, nachdem die Preßfreiheit und Ver— sammlungsfreiheit gewährt seien, gegenüber den Bewegungen der Opposition nicht unbewaffnet bleiben könne. Sie werde deßhalb den Grundsatz den jedoch ae hedunge kldung u l Hestellagz fen auf die ber vorge- baten“). geden sie gen Nekla⸗ 1809 es. dem Art.“ nicht ein, die gegen p. — alttlegram und Perf chte Cos tn zu lassa nit an- I det 11 ische Regt ben niit z de sih u. 5 Dau 12 def ili nüellunge der offiziellen Candidaturen beibehalten, aber ihn mit Mäßigung anwenden. — Die seit mehreren Tagen erwartete Wahl⸗ Broschüre„Ein Brief an einen Wähler“ ist nun erschienen. Nachdem sie an den Vorschlag eines Congresses erinnert hat, sagt sie:„Der Respekt vor der Nationalität mußte den Kaiser von be waffneter Einmischung in Deutschland abhalten. Es lag ihm nicht ob, die alte deutsche Verfassung, die auf den Verträgen von 1815 gegründet war, zu unterstützen und zu vertheidigen. Er brauchte sich von dem Augenblicke an, wo das französische Interesse nicht bedroht ward, nicht mehr der Ent- wickelung neuer Geschicke jenseits des Rheins zu widersetzen. Er intervenirte als Schiedsrichter und der Friede ward geschlossen.“ — Bei der Discussion über das Budget im gesetzgebenden Körper verlangt Thiers für das Land die Freiheiten, die ihm gestatten, die Fragen über Krieg oder Frieden, welche die Welt beun— ruhigen, zu entscheiden. Minister Rouher ant⸗ wortet: Der Friede sei nothwendig für die Ent— wicklung der Civilisation, der Freiheit und Größe des Landes. Die Regierung mache die größten Anstrengungen, um den Frieden auf dem Con- tinent zu erhalten; eine Gefährdung des Friedens würde nicht von der Regierung ausgehen, sondern vielmehr durch jene Reden entstehen, welche die inneren Institutionen untergraben und der Achtung dieser Institutionen nach Außen schaden. — Nachdem Freĩre⸗Orban eine Conferenz mit Lavalette abgehalten, ist Ersterer vom Kaiser empfangen worden. Die Situation ist noch immer gespannt, indessen Aussicht auf einen Ausgleich vorhanden. Großbritannien. Kohlenbergwerk in der schlagende Wetter stattgefunden. In der Grube, aus welcher bereits 20 Leichen herausgezogen worden sind, waren 200 Menschen beschäftigt. London. In einem Nähe Wigans haben Italien. Florenz. Die Gerüchte über die Unruhen sind sehr übertrieben. An verschie⸗ denen Orten haben Aufstandeversuche Statt ge- funden, aber ohne Zusammenhang. Mazzini war gegen die Bewegung, deren Führer sich von ihrer Machtlosigkeit überzeugen konnten, dean sie haben sast gar keinen Anklang bei der Bevölkerung ge— funden, besonders bei der ländlichen nicht. Aus Rom wird geschrieben: Bis jetzt sind an die katholischen Souveräne noch keine Ein— ladungen zum Concil erlassen worden. Man merkt nämlich, daß es schwierig ist, diejenigen einzuladen, welche sich der Gunst Roms erfreuen, ohne auch alle übrigen einzuladen; und wenn man Einladungen an Alle schickt, muß der König von Italien eingeschlossen werden. Egypten. Aus Cairo wird ein aber— maliger Mordversuch gegen den Vicekönig gemel— det. Unter seinen Sessel im Theater war eine Bombe gelegt worden. Rechtzeitig gewarnt, unter— ließ der Vicekönig den Theaterbesuch. Verhaftungen wurden vorgenommen. Aus dem Kreise Friedberg. Ein schon seit mehreren Monaten vermißter Einwohner aus Oppersbofen Namens Johs. Sulzbach wurde vor einigen Tagen in der Weiter bei Nockenberg aufgefunden. Gießen. Vor dem Schwurgericht der Provinz Ober— hessen vom II. Quartal 1869 werden nachbemerkle An— klagen zur Verhandlung kommen: Montag den 5. April, Morgens 9 Ubr, gegen Heinrich Stock von Wallenrod, wegen ausgezeichnelen Diestahls, Landostreicherei, Confita⸗ tionsbruchs ꝛc.; Vertheidiger Großberzogl. Hofgerichis; Advokat Hensler.— Dienstag den 6. April, Morgens 8 Uhr, gegen Wolf Meininger von Mittel-Gründau, wegen Raubs; Vertheidiger Großherzogl. Hofgerichts— Advokat Dr. Muhl.— Mittwoch den 7. April, Morgens 8 Uhr, gegen Joh. Klee von Queck, wegen Brandstiftung; Veribeidiger Großherzogl. Hofgerichts-Advokat Dr. Reatz. — Donnerstag den 8. April, Morgens 8 Uhr, gegen a) Ludwig Schmidt von Betzenrod, b) Johannes Vöhls Ehefrau von da, wegen Meineids resp. Verleitung zu diesem Verbrechen, sowie wegen Diebstahls; Vertheidiger für Schmidt Großherzogl. Hofgerichts⸗ Advokat Labroisse und für Vöhls Ehefrau Großherzogl. Hofgerichts-Abvolat Kraft.— Freitag den 9. April, Merge 8 112 gegen Heinrich Schäfer von Beltershain, wegen Diedftahls und Landstreicherei; Vertheidiger Geoßh. Hofgerichts⸗Abvokat Thorwart.— Samstag den 10. April, Morgens 8 Ühr, gegen Joh. May III. von Nieder⸗Mörlen, wegen doppelter Ehe; Vertheidiger Großh. Hofgerichts⸗Advokat Krauskopf. Berlin hat nun auch selne Schnurrbartfrage. Die„Kreuzzeitung“ enthält nämlich folgende Mittheilung: „Mehrere Zeitungen bringen die Nachricht von großer Unzufciedenheit unter den königlichen Tänzern über eine Verordnung gegen die Schnurrbärte, welche Seitens der General-⸗Intendantur der königlichen Schauspiele ergangen sein soll. Die Notiz kommt einestheils sehr verspätet, da diese sogenannte Verordnung bereits Anfangs November erlassen worden; anderutheils enthielt letztere nur eine erneute Hinweisung auf das Theater-Reglement, welches durch Kulscherschnurrbärle oder clownartiges Verkleben derselben immer mehr überschritten wurde. Allerdings haben sich einige bebarlete junge Balleifiguranten veran⸗ laßt gesehen, Se. Maj. den König mit der Bitte zu be⸗ belligen, die kostbaren Lippenverzierungen conserviren zu dürfen; doch selbstredend konnte dies überdreiste Ansuchen eine Aenderung des zu Recht bestehenden und allerhöchst bestätigten Theater-Reglements nicht herbeiführen.“ f Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Saxonia Capt. Meyer, welches am 17. März von Hamburg via Hävre abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 11 Tagen 2 Stuaden wohlbehalten in New⸗Hork angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff Allemania Capt. Bardua, trat am 31. März wiederum eine Reise via Häore nach New-Yock an, und hatte außer einer starken Brief und Packet Post volle Ladung, 44 Passagiere in der Cajüte und 603 im Zwischendeck an Bord. . Verloosungen. Wien. In der am 1. April staligefundenen Ziehung der 250 fl.⸗Loose vom Jahr 1854 wurden folgende Ge— winne gezogen: Serie 2740 Nr. 49 140,000 fl., Serie 1642 Nr. 38 20,000 fl. Wien, 1. April. Bei der heutigen Ziehung der Creditloose wurden folgende Gewinne gezogen: Serie 3965 Nr 32 200.000 fl., Serie 930 Nr. 54 40,000 fl., Serie 547 Nr. 48 20,000 fl., Serie 596 Nr. 3 und Serie 2955 Nr. 29 je 5000 fl. Außerdem wurden fol⸗ gende Serien gezogen: 67 1238 1575 1918 2061 2371 3486 3597 3796 3825 und 3895. ser-Bahn. NN n alen machung. 954 Die Lieferung der zur Fundamentirung der Läute werke erforderlichen 243 Stück Quadern soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Offerten find mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Quadern zur Fundamentirung der Läutewerke⸗ bis zum Submissionstermin: Montag den 12. April d. J., Vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, in welchem dfe⸗ selben in Gegenwert der etwa erschienenen Submtttenten eröffnet werden sollen. Später eingehende Offerten bleiben unberücksichligt. Die Lieserungsbedingungen können auf dem Büreau der Betriebs⸗Inspectoren zu Cassel, Gießen und Frank- furt a. M. eingeseben, auch von denselben oder unserer Kanzlei unentgeltlich bezogen werden. Cassei den 24. März 1869 Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. 8 0 Holz- Versteigerung. 987 Montag den 12. April, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherrl. v. Rothschild schen Walde„Alten- berg“ öffentlich meistbietend versteigert werden: 3800 Stück Birken⸗Prügel⸗ und Reisholz⸗Wellen, 5000„ Eichen- gemischte K 1 2000„ 3 lange Wellen(Faschinen). Letztere eignen sich zu Bohnengerten. Okarben den 30. März 1869. Der Freiherrl. Revlerförster Hilgenreiner. Lieferung für das Landeszuchthaus. 988 Mittwoch den 14. April J. J., Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 14 Ceatner frischer Butter in Ausgeboten von je 1 Centner öffentlich ver— steigert. Marienschloß den 30. März 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direktion Knispel. 1200 Gulden, 1001 ganz oder getrennt, llegen auf gerichtlich beftätigte Hypotheken zu 5% zum Ausleihen bereit. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Oeffentliche Aufforderung 1059 Forderungen und Ansprüche jeder Art an den concursfälligen Nachlaß des Jobannes Konrad Roth von Nieder⸗Florstadt sind Donnerssag den 27. Mai l. J., Morgens 10 Uhr, bei Meidung des Ausschlusses von der Masse dahier anzumelden. Friedberg den 27. März 1869. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landlichter. Landgerichts-Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 1060 Auf Ansuchen des hiesigen Bürgers und Zimmer— meisters Johannes v. Bashuisen werden dessen säͤämmtliche bekannte und unbekannte Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen und Ansprüche, wie zur Eingehung eines Nachlaß⸗ und Stundungsvertrags auf Freitag den 23. April d. J., Vormittags 9 Uhr, unter dem Anfügen hierher vorgeladen, daß die Be— schlüsse der Mehrheit der auftretenden Gläubiger auch für die übrigen Gläubiger als dindend angesehen werden sollen. Nauheim am 2. April 1869. Großberzogliches Landgericht Nauheim Urrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts Assessor. Güter⸗ Verpachtung. 1070 Mittwoch den 7. April d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiefigem Rathhause zwei städtische Güterffücke, Flur 6 Nr. 13= 73 Klafter und Flur 6 Nr. 14 = 90 Klafter, am sog. Homeper neben der Frankfurter Chaussee auf drei 3 Jahre öffentlich meistbitend ver⸗ pachtet werden. Friedberg den 3. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. Holz ⸗Versteigerung. 1010 Donnerstag den 8. April J. J. kommen im Ge— meindewald Ockstadt nachverzeichnete Dolzsortimente zur Versteigerung, als: 9¾ Stecken Kiefern-Prügesholz, 7600 Birken Eichen Durchforstungs wellen, 1650 Kiefern- Zellen, 1213 Gebund Ginstern. Anfang der Verstetgerung ist um 9 Ubr. Die Zu— sammenkunft ist au dem Jagdhaus, wächst dem Kuh- tränksbrunnen, Ockstadt den 1. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterel Ockstadt Grön lnger. Bekanntmachung. Holz⸗Versteigerung in den Domanial-Walddistrieten Kellerderg und Katzenstirn der Oberförsterei Ober- Rosbach. 995 Freitag den 9. April d. J. werden in den oben⸗ genannten, bei Ober- Rosbach gelegenen Walddistricten an den Meistbietenden öffentlich versteigert: 1¼ Stecken Nadel-Prügelbolz, 2¼ Stecken Nadel⸗ Stockholz. Wellen Buchen-, 12175 Wellen Eichen⸗ und Birken⸗, 690 Wellen Nadel⸗Reiserholz, 12 Stämme Fichten in 121 Cubikfuß, 17 Stangen ⸗„„ 64 15 Um 8 Uhr Morgens wird in Ober⸗Rosbach, zum Fortgehen in den ½ Stunde entfernten Wald, ein Zeichen mit der Glocke geläutet. Ober⸗ Rosbach, 26. Marz 1869. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach Bingmann. Hofraithe⸗Versteigerung. 1069 Mittwoch den 7. April d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in biefigem Ratbdause die dem Konrad Diehl J. dahier gebörige, auf dem Marktplatze neben der Hof⸗ apotheke gelegene Hoftaithe nochmals öffentlich meist⸗ bietend verffeigert und dei enisprechendem Gebot dem Meiftbietenden alsbald die Genehmigung ertheilt werden. Friedberg am 5. April 1809. Groß berzegliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. Holz ⸗Versteigerung. 1058 Freitag den 9. d. M., Vormittags 9 Ubr an⸗ fangend, soll im hiesigen Stadtwalde, Distriet Sommer⸗ berg, folgendes Holz meiftbdietend versteigert werden: 54 Stecken Buchen- und Kiefecn⸗Scheitholz, 35 5 desgl. rügelbolz, 75½ 5 desgl. tockbolz, 2020 Wellen Kiesern⸗Reisholz, 180 Stämme Kiefern Bauholz und 3 Stück Kiefern⸗Stangen. Die Zusammenkunft ist am Eingange der Haupt⸗ schneise am Garküchenplatz, wobei bemerkt wird, daß mit dem Brennholz angefangen und Mittags mit dem Stammbolze fort esetzt wird. Buß bach am 2. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach Küche l. 350 Faselochs-Versteigerung. 1064 Freitag den 9. d. M., Vormittags 11 Ubr, soll der der Gemeinde gehörige Faselochs un biesigen Ge— meindehaus öffentlich versteigert werden. Ober- Wöllstadt den 3. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Wöͤllstadt Feu erb a ch. Hamburg-Amerihanische Packelsahrt-Actiengesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und New-Hotk Havre anlaufend, vermittelst der Postdampfschiffe 3 14. April, Westphalia, Mittwoch, 28. April, 21. April, eee, 7 r*„Sonnabend, 1. Mai, Die mit» bezeichneten Schiffe laufen Havre nicht an D Passagepreise: Erste Cafllte Pr. Ert. Rihlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Ert. Rthlr. 55. 1071 Nähere Auskunft ertbeilt die alleinige Special Agentur Frie dberg Christ. Hecht. Ausverkauf. 1072 Wegen Aufgabe meines Waaren-Geschäfts verkaufe ich Tuch, Buckskin und Manufactur— Waaren unter dem Einkaufspreise.: l Friedberg. S. Lindheimer. 0 Morgens. Cimbria,* Speecia lität für Patent-Futterschneid-Maschinen. 1057 Unser Absatz, welcher vor einem Jahr schon 900 Stück jährlich betrug, hat sich seltdem verdoppelt, wodurch es uns möglich ist, unsere Verkaufspreise zu ermäßigen, ohne die bekannte Güte und Solidität unserer Maschinen zu beeinträchtigen. Folgendes find unsere neuen Preise: fl. 49 für die beliedte Maschine für 20 à 30 Stück Vieb und Pferde, 2 Schnittlängen ohne 8 Wechselräder, ganz von Eisen, „ 68„ eine größere Maschine, 3 Schnittlängen, „ 88„ die größte Maschine für Handbetrieb franco seder Eisenbahnstation, Garantie 3 Jahre, Probezeit 14 Tage. Abbildungen und Peschreibungen werden auf Wunsch gesandt. 8 J. P. Lanz& Comp. in Mannheim. PFPFPP—— Koͤlnische Hagel⸗Versicherungs-Gesellschaft. Grundkapital Drei Millionen Thaler wovon Zwei und eine halbe Million begeben. 4 0 Die Reserven betragen 312,248 Thlr. 19 Sgr. Prämien⸗Einnahme im Jahre 1867 Thlr. 452,285. 25 Sgr. 4 Pfg. Prämien⸗Einnahme im Jahre 1868 Thlr. 623,895. 8 Sgr. 8 Pfg. 1062 Die so fundirte Gesellschaft versichert gegen Hagelschaden Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Fensterscheiben zu festen Prämien, wobei Nachzahlungen nicht stattfinden. Dieselbe hat, wie früher, so auch in dem vergangenen Jahre sämmtliche Schäden prompt und zur Zufriedenheit der Betroffenen regulirt und binnen längstens vier Wochen nach deren Feststellung die Entschädigungsbeträge voll ausbezahlt. Der Geschäftsstand der Gesellschaft gewährt die Garantie dafür, daß sie auch fernerhin ihre Verpflichtungen so prompt als voll— ständig erfüllen wird. Die Unterzeichneten geben auf Verlangen über die Gesellschaft weitere Auskunft und erbieten sich zur Aufnahme der Versicherungs-Anträge. Im April 1869. Fritz Hecht in Friedberg. Chr. Funk in Hungen. Carl Löffler in Gambach. Aug. Neuning in Nidda. Renteiverwalter Stahl in Kloppenheim. Mörschel, Gemeinde⸗Einnehmer Altenstadt. L. Ph. Mayer in Rödelheim. Holz ⸗Versteigerung. 1061 Montag den 12. April sollen in dem Ostheimer Gemeindewald nachstehende Holzsortimente öffentlich meißbietend versteigert werden: Holz-Versteigerung. 1067 Freitag den 9. April l. J. kommen in dem Ge⸗ meindewald zu Oberau solgende Holzsortimente zur Versteigerung: 3 5 Stecken ee 69 Stämme Eichen ⸗Bau⸗ und, von 9 bis 7 5 rügelholz, 42 Fuß Lä 8 bis 27 Zo 5 3 4030 Se ed 3 Fuß Länge und Zoll Durchmesser 100 Kiefern Stangen, von 25 Fuß Länge und 2 Zoll Durchmesser, 9 Fichten Stangen, von 35 bis 40 Fuß Länge 4) 50 Etchen⸗ 5 5) 3350 Nadel⸗Wellen, 60 1 Buchen⸗Stamm, 11 Cubikfuß, und 3 bis 4 Zoll Durchmesser, 7 1 Nadel⸗Baustamm, 5„ 3 Stecken Elchen⸗Scheitholz, 80 2 Eichen⸗Stangen, 23 5 2„ Kiefern- 5 Die Zusammenkunft ist in dem Distrikt Maibacher 13 75„ Prügelholz, Wald am Bletterthal präcis Morgens 10 Uhr. 2„ Eichen⸗Stockholz, Ostheim am 3. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim Ein braver Hächerbursche 1073 kann sogleich eintreten bei Frledberg. Martin Philippi. Ein Bäckerbursche 1065 kann sogleich in Arbeit treten. Näheres zu er⸗ fragen bei der Expedition d. Bl. 7„ Kiefern- 1 500 Eichen⸗ und Kiefern⸗Wellen. 5 Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr am Ein⸗ gang des Waldes an der von Leltenstadt nach Rommel⸗ hausen führenden Straße. Oberau am 3. April 1869. Großberzogliche Bürgermelsterei Oberau Hacker. Ein braves Mädchen 1033 wird Unterftu 0 each Näheres 1 bb n be. n Nauheim. 1066 um verkehrten Ansichten im Publicum zu be⸗ gegnen, erkläre ich, daß der imposante Erbruch meines Dauses am 3. d. bel einbrechender Nacht nicht Contre⸗ bande, sondern nur dem behaupteten Rechte einer wehr ⸗ losen Frau galt. a Frau Philipp Nicolaus Wittwe. Zu vermiethen 983 ist das von perin Hofgerichtsadvokat Jöckel be⸗ wohnte Logis meines Qauses a 5 Ph. Diener, Schlossermeister, Bahnhofsstraße. Lehrlings-Gesuch. 1068 Ein mit lüchtigen Schulkenntulssen ausgerüsteter junger Mensch, welcher sich dem Assecuranzfache zu widmen beabsichtigt, kann unter günstigen Bedingungen auf der General- Agentur der Magdeburger Feuerver⸗ sicherungs⸗Gesellschaft in Frankfurt a. M. in die Lehre treten. Näheres bel II. Hahn, Frankfurt a M., große Gallusstraße 3, im 1. Stock. 125 Stück Mutterschafe 1063 mit Lämmern(reines Vieb), sowohl zusammen als auch in einzelnen Parthieen, hat zu verkaufen Hofgut Büdesheim. 5 K. Draudt. 1066 Zwet an einer Thorhalle gewesene, in gutem Zustande befindliche, große doppelflügelige Thore ud billig zu verkaufen. 0 Nauheim, Kurstraße, gegenüber der Trinkhalle. An Magenkrampf, Verdau⸗ ungsschwäche ꝛc. Leidenden 80 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr. med. Doeeks empfohlen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expeditton d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeeks in Barnsdorf (Pannover) verabfolgt. Zu vermiethen 1072 ißt der zweite Stock meines Hauses und kann derselbe sogleich bezogen werden ö C. Söllner, Metzger. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 29. März. Georg Sellin, hles. Bürger und Schuh⸗ machermeister, ein Witlwer, und Anna Margarethe Reinhard von Frankfurt a. M., Tochter des verst. dastgen Bürgers und Schneidermeisters Carl Christian Reinhard. 29. März. Franz Ludwig Friedrich Althaus von Lasphe, Reg.-Bez. Arnsberg, Sohn des verst. dortigen Bürgers und Schäfers Ludwig Althaus, dermalen als Schneider zu Frankfurt a. M. wohnhaft, und Jacobine Küntzebach, Tochter des bies. Bürgers und Lohndieners Johann Jost Küntzebach. (Nachträglich.) 4. März zu Wehrheim. Johann Georg Falck, Müller, Sohn des hies. Bürgero und Müllers Ernst Falck, und Karoline Sophle Allendörser von Wehrheim, Tochter des Fabrikanten Philipp Allen dörfer daselbst. Gerten 5 28. März. Dem hiesigen Bürger und Schriftsetzer Reinhard Wilhelm Lang ein Sohn Karl Helnrich Ludwig, geb. den 11. Februar. 8 28. März. Dem bies. Bürger und Glasermeister Johannes Bieler ein Sohn Johann Georg, geb. den 27. Februar. 28. März. Dem hies. Bürger und Seilermelster Franz Stadelmann eine Tochter Anna Johanna Wil⸗ helmtne, geb. den 2. März. 29. März. Dem bies. Bürger und dandarbelter Georg Caspar Petri eine Tochter Charlotte Marie, geb. den 11. März. 29. März. Dem Bahn Ingenieur bei der Maln⸗ Weser⸗Bayn Ludwig Christian Friedrich Heyl eln Sohn Ludwig Wilhelm Eugen, geb. den 5. März. 29. März. Dem Leistenmacher John Anzer, Bürger Wilhelm Heinrich, geb. den 24. November 1868. Beerdigte: 28. März. Regine Elisabeth Henriette Engel, Tochter des hies. Bürgers und Metzgermeisters Heinrich Engel II., 11 Jahre 11 Monate und 22 Tage alt, den 26. März. ö Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. der Vereinigten Staaten von Nordamerika, ein Sohn