t auf d allang ting d elnzuteitzg denden Ahe ang Irietkez ———— rung. aden werde t del Raus 1 Trapp. gten trat ind Nassel 1869 DVonnerstag den 5. August. 2 90. 1869. berhessisch er Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samssag. ———— Für die Monate August und September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags- Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Betreffend: Das Departement-Ersatzgeschäft des Jahres 1869. Einer Benachrichtigung der Großherzoglichen Departemenks— Ersatz-Commission im Bezirk der J. Infanterie-Brigade Nr. 49 wird das rubricirte Geschäft für den hiesigen Kreis Mittwoch den 29. und Donnerstag den 30. September d. J., Vormittags 8 Uhr beginnend, auf dem hiesigen Rathhause vorgenommen werden. Unter Bezugnahme auf§. 98 der Militär-Ersatz-Instruction setze ich Sie hiervon mit dem Auftrage in Kenntniß, sämmtliche Militärpflichtige, weiche bei dem diesjährigen Kreis-Ersatz-Geschäft gemustert worden sind, und zwar durch besonders zuzustellende Vorladungen, die Ihnen zugesendet werden, hierzu zu beordern. Daß dies geschehen, haben Sie sofort unter Namens- Angabe einzuberichten. Nur die wegen körperlicher Gebrechen auf ein Jahr zurückgestellten Militärpflichtigen sind nicht zu beordern.(S. 98 pos. 6 der Militär-Ersatz Instruction.) Hierbei mache ich noch ganz besonders darauf aufmerksam, daß nach dem vorliegenden Geschäftsplane das Departement-Ersatzgeschäft in der Weise vorgenommen wird, daß am ersten Tage— Mittwoch den 29. September— alle Militärpflichtige, welche als dauernd unbrauch— war bezeichnet, oder zur I. und II. Klasse der Ersatz-Reserve in Vor— schlag gebracht worden sind, ebenso alle von den Truppentheilen vor beendeter Dienstzeit entlassenen Soldaten und die Reclämauten, deren Arbeits unfähigkeit zur Sprache kommt, und am zweiten Tage Amtlicher Theil. Friedberg am 2. August 1869. — Donnerstag den 30. September— die für brauchbar und ein⸗ stellungsfähig erachteten Militärpflichtigen zur Vorstellung kommen. Bei Beorderung der Militärpflichtigen ist hierauf Rücksicht zu nehmen und sind dieselben noch besonders auf die nachstehend abgedruckte Bestimmung über die Folgen der Nichtgestellung auf⸗ merksam zu machen und anzuweisen, die Loosungs- und Gestellungs⸗ atteste mit zur Stelle zu bringen. Diejenigen Schulaspiranten, welche bei dem Kreis⸗Ersatzgeschäft, weil sie die Staatsprüfung für das Schulfach noch nicht bestanden haben, auf Grund des Art. 44 der Militär-Ersatz⸗Instruetion zurück⸗ gestellt worden sind, haben ihre Zeugnisse über bestandene Seminar— prüfung mit vorzulegen. Zum Schlusse bemerke ich noch, daß nach§. 96 der Militär— Ersatz-Instruction auch Sie dem obigen Geschäfte beizuwohnen haben und daß Sie daher, um rechtzeitig beginnen zu können, sich mit den zur Vorstellung kommenden Militärpflichtigen vor dem Beginne des Geschäfts,(176, 177, 178 der Militär- Ersatz Instructlon) also vor 8 Uhr, im Aushebungslokal einzufinden haben. Der Civilvorsitzende der Kreis- Ersatz-Commission rn n p: e Betreffend: Die Neubildung des Bezirksraths im Kreise Friedberg. t n h ü ng. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß als Mitglieder zum Bezirksrath des Kreises Friedberg: A. durch die 24 Hö chstbesteuerten: 1) Kammerdirector Justizrath Gepger in Assenheim, 2) Kammerherr Freiherr Wilhelm v. Löw zu Staden, 3) Konrad Heinrich Bausch zu Nieder⸗Wöllstadt, B. durch die Bevollmächtigten der Gemeinde vorstände: im Wahldistriete I. 1) Hofgertchtsadvocat Gustav Trapp II. zu Friedberg, 2) Holzbandler Eduard Ruths zu Friedberg, 55 8 II, 3) Friedrich Langsdorf zu Bad Nauheim, gewählt worden sind. Friedberg am 3. August 1869, im Wahldlftricte III. 4) Gr. Bürgermeister Georg Stoll zu Nieder⸗Wöllfladt, 5 1 IV. 5) Joseph Veith zu Ilbenstadt, 25 3 V. 6) Beigeordneter Heinrich Konrad Schaubach zu Nieder⸗ Florstadt, 1 2 VI. 7) Gr. Bürgermelster Keil zu Melbach, 1 5 VII. 8) Konrad Schudt zu Steinfurth, 5„ VIII. 9) Gr. Bürgermelster a Butzbach, 7 5 IX. 10) Fürstlicher Rentamtmann Mengel zu Griedel, „„ X. 11) Konrad Geibel III. zu Nleder⸗Gcisel, „„ XI. 12) Gr. Bürgermeister Jeckel zu Ober-Mörlen, 2 Großherzogliches Krelsamt Priedberg n Betreffend: Die Neubildung des Bezirkeraths im Kreise Friedberg. Friedberg am 3. August 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere vorstehende Bekanntmachung gleichen Betreffs geben wir Ihnen auf, die Namen der Gewählten öffentlich bekannt machen zu lassen und, daß dies geschehen, hierher anzuzeigen. D er a p p. Die Vieh-Preisvertheilung des landw. Vereins für Die zweite der diesjährigen Viehpreisvertheilungen soll zu Gießen um 7. September d. J. abgehalten werden; es werden auf derselben „00 Gulden zu Preisen und Wegvergütungen zur Verwendung ommen. Es können Preise erhalten: 1) Ausgezeichnete Fohlen, mit Ausnahme von Saugfohlen, und zwar a, solche, die vom Bewerber aus eigener Stute gezüchtet worden sind, von 15 bis 25 fl.; b. solche, die vom Bewerber gekauft, aufgezogen und mindestens ein Jahr im Besstze desselben sind, von 10 bis 20 fl. Diejenigen Fohlen, von denen durch Bürgermeisterei-Bescheinigung nachgewiesen ist, daß sie bis zum Alter von 2½ Jahren noch nicht tngespannt worden sind, sollen unter sonst gleichen Verhältnissen jedesmal den Vorzug erhalten. 2) Zur Zucht taugliche, im Besitz von Privaten befindliche 1. bis Zjährige Bullen und zwar: n. wenn dieselben vom Bewerber aus eigener Kuh gezüchtet find, von 15 bis 25 fl.; b. wenn dieselben vom Bewerber gekauft, aufgezogen und min— destens ein halbes Jahr im Besstze des selben sind, von 1020 fl. Oberhessen zu Gießen am 7. September 1869 betr. 3) Die besten im Besitze von Gemeinden(oder Gemeinde⸗Bullen⸗ haltern) befindlichen, nicht über 3 Jahre alten Zuchtbullen, von 10 bis 15 fl., welche den Bullenhaltern zu Gute kommen sollen. 4) Rinder von 2 bis 3 Jahren, die entweder sichtbar trächtig ind, oder erst kürzlich gekalbt haben, und zwar a. solche, die vom Bewerber aus eigener Kuh gezüchtet sind, von 15 bis 25 fl., und b. solche, die vom Bewerber angekauft, aufgezogen und min⸗ destens ein halbes Jahr im Besitze des selben sind, von 10—20 fl. Das schönste Rind erhält außerdem ein Halsband mit Glocke. 5) Ausgezeichnet schoͤne Schafböcke bis zu 10 fl.— Bezuͤglich dieser muß das Schurgewicht von letzter Schur angegeben werden; auch wird bei der Prämiirung Rücksicht darauf genommen, ob die Böcke Reinvieh oder Schmeervieh sind, und bei sonst gleichen Verhältnissen dem Reinvieh der Vorzug gegeben werden.— 6) Zuchtschweine reiner englischer oder englischer Bastard, Racen jeben Geschlechtes, und mindestens ein halbes Jahr alt, die aus dem Bewerber eigenthümlich gehöriger Zuchtsau gezogen sind, von 5 bis 10 fl.— Es tann nur wirklich preiswürdiges Vieh prämiirt werden. 5 ümer von solchem, denen wegen zu starker Concurrenz eine. Prämie nicht zuerkannt werden konnte, erhalten auf Verlangen, wenn sie 2 Stunden und weiter hergekommen sind, eine Wegentschädigung von 24 Kreuzern für einen Bullen, und von 12 Kreuzern für ein Fohlen, ein Rind, einen Bock oder ein Loos von mehreren Böcken, und ein Schwein oder ein Loos von mehreren Schweinen für jede Stunde Wegentfernung. Die Musterung des Viehes beginnt Vormittags 8 Uhr. Alle Bewerber haben Bescheinigungen(auf stempelfreiem Papier) darüder beizubringen, daß das zur Preisbewerbung vorgeführte Thier den in dem pos. 1 bis 6 incl. angegebenen Anforderungen entspricht, wideigenfalls sie bei der Prämiirung nicht berücksichtigt werden konnen. — Die Preisbewerbung ist für alle Kreise der Provinz Oberhessen frei und an keinen Bezirk gebunden.— Thiere, welche bei einer früheren Preis vertheilung bereits einen Preis erhalten haben, konnen auf einen weiteren Preis nicht mehr Anspruch machen.— Sämmtliches vergeführte Rindvieh wird durch die betreffenden Experten in 3 Abtheilungen aufgestellt werden, diese sind: 1. Schweizer, Englische und größere Niederungsschläge, II. Vogelsberger Vieh und III. Kreuzungsvieh.— Die einer Abtheilung angehörigen Thiere concurriren unter sich Mittel auf die einzelnen Abtheilungen je nach dem Ma 7. e preis würdigen Thiere 1 211 en; ein erster Preis aber soll in jede Abtheilung fallen, fal ern ein wirklich preis würdiges Thier in derselben vorgeführt ist; die Abthei in die die Glocke mit Halsband entfällt, wird bei der Vertheflung Preise zuerst vorgeführt. 5 1 naunt, und zwar drei für Prämiirung von Fohlen, Schafböcken und Schweinen, drei für die von Bullen und drei für die von Rindern. In der Regel sollen zu Prämien für Fohlen, Schafböcke und Schweine 150 fl., für Bullen 150 fl. und fär Rinder 200 fl. ver wendet werden; Ausnahmen hiervon sind den Experten nach dem Maße der Beschickung der einzelnen Abtheilungen gestattet, und Ueber⸗ schüsse aus einer Kategorie konnen in die andere übertragen werden. Indem der Unterzeichnete Vorstehendes zur öffentlichen Keuntniß bringt, ladet er zugleich die Vereinsmitglieder, sowie alle Freunde der Landwirthschaft zu zahlreicher Theulnahme an dieser Preisverteilung ein. Wesentlich könnte das Interesse an derselben erhöht werden, wenn, unabhängig von der Preisvertheilung, schönes Vieh und in⸗ teressante Gegenstände der landwirthschafilichen Industrie zur Ansicht ausgestellt würden.— Laubach am 16. Juli 1869. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen 8 — um Prämien, und es bleibt den Experten überlassen, die vorräthigen Otto, Graf zu Solms-Laubach. r e nee Der seitherige Nachtwächter im hiesigen Bahnhöfe, Georg Kohlmeyer aus Fauerbach b. Fr., bot am 28. v. M. im hiesigen Pfandhause ein Stück leinen Tuch zum Versatze an, bezüglich dessen ihm dort mitgetheilt wurde, daß es gestohlen sei. Da Kohlmeyer das Tuch wieder mitnahm und schon eine Viertelstunde darauf, nach— dem die Polizei eingeschritten war, nicht mehr im Besitze desselben zu sein behauptete, wurde gegen ihn eine Untersuchung eingeleitet und seine Verhaftung verfügt. Kohlmeper gibt vor, das Tuch am 27. v. Mts., Abends, auf dem Bahnhofe von einer unbekannten Frau unter dem Auftrage der Versetzung erhalten und es dieser am anderen Morgen sofort nach der Rückkehr aus dem Pfandhause wieder zurückgegeben zu haben. Die Frau soll der hiesigen Gegend angehören, oͤfters die hiesigen Wochenmärkte besuchen(ob als Käuferin, oder Verkäuferin läßt der A u. ff o eder u h g. Augeschuldigte dahin gestellt sein), sie soll gut gekleidet daher gehen und am 28. v Mis. von hier nach Bonames— woher sie Abends habe zurückkehren wollen, aber nicht zurückgekehrt sei— abgereist sein. Da im Interesse der Vertheidigung die Wahl der Mittel, durch welche die Wahrheit an den Tag gebracht werden kann, nicht allein nach dem mehr oder minder zweifelhaften Erfolg zu vestimmen ist, so wird hiermit an Alle, welche über das fragliche Verhältniß, nament⸗ lich auch über die angerufene Unbekannte, Mittheilungen zu machen im Stande sein könnten, die Aufforderung erlassen, dem unterzeichneten Gerichte unverzüglich das Betreffende zur Anzeige zu bringen. Friedberg am 4. August 1869.. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei tz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Die Experten werden vom Ausschuß des Provinzial⸗Vereins er⸗ 1 4 Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 33 enthält(Schluß): III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Nachtrag zu den Statuten der Hessischen Ludwigs⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft betr. IV. Bekannimachung Großh. Ministeriums der Justiz, die Bestellung von Rheinschifffahrtsgerichten betr. V. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Be⸗ stätigung einer Süftung betr. S. K. H. der Großherzog haben am 25. Juni l. J. die von den Erben des Marcus Reinach zu Mainz zu Gunsten anderer Israeliten in Mainz errichtete Stiftung zu bestätigen geruht und wird diese Stifung zum ehrenden Andenken der Stifter hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht VI. Oeffeniliche kennung einer edlen That. Am 12. Juni d. J. Nachmittags fünf Uhr spielten am Ufer des Rheins bei Weisenau mehrere kleine Kinder, wobei eines derselben, der 3⅝ Jahre alte Sobn des zu Weisenau wohnenden Maurers Rappinger in den Rhein fiel und von der an dieser Stelle sehr starken Strömung fortgerissen wurde. Auf das von den übrigen Kindern erhobene Ge⸗ schrei eilte der Schiffer Michael Anstat: I. aus Weisenau, welcher etwa 300 Schritte von dem Orte, wo das Unglück geschehen war, zufällig an dem Rhein stand, herbei, waif sich, als er das von Zeit zu Zeit wieder auftauchende Kind erblickte, in vollem Anzug in den an dieser Stelle sehr nesen und reißenden Strom und gelang es ihm in einer Euifernung von etwa 30 Fuß vom Ufer den Knaben welcher bereiis von den Umtehenden, da er nicht mehr auftauchte, für verloren gehalten wurde, glücklich zu er⸗ fassen und lebend wieder an das Land zu keingen.— In Folge Allerhöchster Egischließung S,. K. H. des Groß herzogs wird biese menscheufreundliche, mit Muih und eigner L'bensgefahr ausgeführte That des Michael Anstatt J., neben er'olgter Bewilligung einer Geldprämie, hiermit zu: öffentlichen Keuntniß gebracht.* VII. Eitheilung von Erfindungspatenten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. Juli dem Hamnierbesitzet Jacob Kurtz zu Nippberg ein Erfin⸗ dungepalent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuierle Junerschneibmaschine,— am 9. Juli dem Ingenieur W. Lehmann zu Nürnberg ein Eifindungs försterel Hoch-Weisel,— sowie am 13. Juli den Schul⸗ lehrer an der evangelischen Schule zu Wellsaasen Reuter, unter Belassung in seiner Eigenschast als Volksschullehrer, zum Lehrer an der Realschule zu Worms,— dann an schulden⸗Tilgungskasse, Balthasar Best, zum zweiten Mini: sterial⸗Buchbalter bei dem Ministerium der Finanzen,— und den Hauptzollamts⸗Assistenten 1. Klasse, Kleyer zu Offenbach zum Niederlage-Verwalter bei dem Hauptzoll⸗ amte Mainz zu ernennen. IX. Dienstenilassungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Juli den evangelischen Pfarrer zu Rumpenheim Weinrich auf sein Nachsuchen von der Pfarrstelle zu Rumpenheim zu enihebenz— am 13. Juli den Zollaufseher Weber zu Offenbach auf sein Nachsuchen seines Dienstes zu entlassen. X. Versetzung in den Ruhestand. S. K. H. der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 10. Juli den Oberförster der Oberfölsterei Babenhausen, Borkhausen, in den Ruhestand zu versetzen. XI. Concurtenz für: die evang., Pfarrstelle zu Pfung⸗ stadt, im Dekanaie Eberstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 1900 fl. nebst freier Wohnung und Bezug der Acci⸗ tenzien im Werthanschlag von, 80 fl. XII. Gestorben: am 6. Juli der pensionirte Professor Helm zu Bensheim. — Aus den von Seiten des Kriegsministeriums an die 2. Kammer dae ea betreffe Vornahme neuer Bauten U. Vikänderungen an Mili⸗ tärgebäuden ist zu entnehmen, daß zur Garnisonirung circa 24,000 fl. erforderlich sind, abgesehen von den Verwilligungen des dortigen Gemeindevor⸗ standes im Betrag von circa 45,000 fl. und kostenfreier Abtretung des nöthigen Geländes. Die Herstellung des Zeughauses in der Burg zu Friedberg beläuft sich auf circa 3000 fl. Für Herstellungen im Garnisonslazarethe zu Offenbach sind 1440 fl, für Babenhausen 2000 fl. und für Paten auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Luft xpausions Maschine, beiden auf Nachsuchen und un er dem ausdrücklichen Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Auwendung bereits früher bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, dem ersten während der nächten dlei dem letzten während den nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen. VIII. Diensinachrichten. ens S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Juli den Forstaccessisten Ditimar aus Lampertheim zum Oberförster der Ober— Butzbach 350 fl. vorgesehen. Außerdem werden für Herstellung eines Desinfektions- und Trocken- apparates im hiesigen Garnisonslazareth 1200 fl. nöthig sein. Diese sämmtlichen Ausgaben ist das Kriegsministerium jedoch verpflichtet, aus der ihm verwilligten Pauschsumme zu bestreiten.“ Gießen. Dr. theol. Dillmann hat den demselben Tage den Calculator 1. Klasse bei der Staais⸗ g von drei Schwadronen Reiterei in Babenhausen Preußen. Berlin. Die„Nordd. Allg. Zig.“ sieht in der in diesem Jahre eingegangenen erheblihen Mehreinnahme an Stempelgebühren egen das Vorjahr einen neuen Beweis für die Berechtigung der Hoffnung auf eine Verringerung des Defizits. Sie fügt jedoch hinzu, daß an eint völlige Beseitigung deffelben keineswegs zu denken ist. Sachsen. Dresden. In den Kohlen⸗ gruben des Frhrn. v. Burgk im Plauen'schen Grunde hat sich am 2. d. in Folge von Ent zündung sog.„böser Wetter“ ein großes Unglück ereignet. Gegen 400 Bergleute waren in dem Schachte eingeschlossen. Nachmittags wurden steben Leichen zu Tage gefördert. Weitere Nachrichten über diesen schrecklichen Unglücksfall melden, daß im Ganzen 321 Bergleute eingefahren waren. Man glaubt, daß alle getödtet sind. Bis zum 3. d. waren etwa 20 Leichen herausgeschafft. Würtemberg. ö Rottenburg gewählte Professor Dr. Hefele in Tübingen wird sich im Laufe dieser Woche nach München begeben, da der päpstliche Nuntius, Msgr. Meglia von Rom, mit der Vornahme des Informationsprozesses beauftragt worden ist, was eine baldige Erledigung unserer Bischofsangelegen⸗ heit in Aussicht stellt. 9 1 b Baden. Heidelberg. Die Regierung hat als Staatsunterstützung zu den Kosten det Juristentages 3000 fl. be willig. Oesterreich. In Prag und Lemberg ir culiren Petitionen um Auswelsung der Jesulten. reichen Protektion des Cardinals und Fürsten Schwarzenberg, und in Galizien haben ste an der hohen Aristokratie, besonders dem weiblichen Theile derselben, eine mächtige Stütze. 1 Wien. Die ministerielle„Presse“ meldet: „Die diesmalige Session der beiden Delegationen wird sehr lebhaft werden; es droht ein Conflikt zwischen beiden Vertretungskörpern, da die Ungarn einen 30 prozentigen Antheil an der Einkommen, steuer des Triester Lloyd fordern. Dann steht Fakultät zu Berlin nun definitiv angenommen. Ruf an Hengstenberg's Stelle in die thevlogische auch eine partielle Ministerkrists in Aussicht, weil Der zum Bischof von Die Lopoliten erfreuen sich sedoch der einfluß⸗ 5 werde bier bieten inden In d angeb Miche zwei Leichet dirt st Meng Oewi sich hervo männ lichst 7 hält persör Zusan ersche kaum 29 hund Wie a Kenne! Freunde de verteilung, di werden d und zur Ansig derdessen dader geber sie Adend gereist sen ttel, dure nicht alle unden f 8, nabe Reichs ⸗Kriegsminister Kuhn von der Bewilligung der Gagterböhung sein Verbleiben im Naß ängig macht.“ N 7 In Triest haben sich in der Nähe des Kapuzinerklosters Arbeiter zusammengerottet, welche den drohenden Ruf„Rieder mit den Mönchen“ vernehmen ließen. Das Kloster war jedoch durch Polizei und Militär gedeckt, da die Behörden von dem Vorhaben in Kenntniß gesetzt waren. Krakau. Bei der vorgenommenen gericht⸗ ichen Untersuchung des Carmeliterinnenklosters wurde den Eintretenden der Anblick von Ein- richtungen zu Theil, wie man sie nur im tiefsten Mittelalter zu Gesicht bekommen konnte. Im Refektorium befindet sich auf dem Tisch ein Men⸗ schenschädel zur besonderen Zier und Erbauung der Nonnen angebracht. Rechts von dieser Räum lichkeit ist das Bußzimmer, ein förmliches Museum won Marter⸗ und Folterwerkzeugen. Vor Allem nud da zwei schwere Kreuze, welche die Büßerinnen auf dem Rücken tragen müssen. Die Kreuze sind aus schwerem Holz und wiegen 80 Pfund. Da hängen ferner zwei schwere Marmiorsteine an langen Riemen, welche gegen die Brust der Sünderin geschwungen werden. Hierauf kommen einige Dornenkronen, welche man der Sünderin aufs Haupt drückt. Sämmtliche Dornenkronen sind mit langen, scharfen Nägeln bewaffnet. Der weitere Theil der Folterkammer wies lange und schmale Gürtel auf, welche sämmtlich mit einer Unzahl von Nadeln und Nägeln bewaffnet sind. Diese Güctel müssen in den nackten Leib der Sünderin eingeschnallt werden. Ferner sieht man da é mehrgeschwänzte Knuten, mit welchen die Nonnen im Falle der Widerspenstigkeit gepeitscht werden. In der Klosterkirche selbst befinden sich wier Särge mit eingedörrten Leichen. Die Särge bieten ihren Inhalt Jedermann zur Einsicht dar, ändem sie statt der Deckel Glasscheiben haben. In dem ersten Klostersaal steht wieder ein Sarg, ungeblich mit den Gebeinen des gebenedeiten Michael, des Begründers des Klosters; in dem zweiten Zimmer lagen witder drei eingetrocknete Leichen, von denen zwei noch ganz wohl conser⸗ wirt sind. In den Klosterkellern thürmt sich eine Menge von Särgen von dem Boden bis an das Gewölbe hinauf. In einem dieser Särge, der ich durch seine riesige Größe vor allen andern hervorthut, erblickte man eine ungewöhnlich große männliche Leiche ohne Kopf. Das ist die wesent⸗ lichste Ausbeute der Untersuchungscommission. Frankreich. Paris. Der„Rappel“ ent- hält einen Aufsatz unter dem Titel:„Was das persönliche Regiment kostet.“ Er gibt darin eine Zusammenstellung von Zahlen die nicht uninteressant erscheint. Im Jahre 1850 betrug das Budget aum 1500 Millionen, heute beträgt es etwa 2 Milliarden 400 Millionen, d. h. also neun⸗ hundert Millionen mehr als vor 18 Jahren. Wie vertheilt sich dieser Ueberschuß? Auf das Ministerium des öffentlichen Unterrichts kommt ein Plus von nicht viel mehr als 13 Millionen; auf die öffentlichen Arbeiten ein Plus von nur 6 Mill. Diese nützlichsten Ausgaben nehmen von jenen 900 Millionen kaum 19 Millionen fort. Dagegen bezieht das kaiserliche Haus jetzt über 35 Mill. während es im Jahre 1850 nicht existirte. Hier⸗ chei sind die 40 und einige Millionen Dotationen ffür die kaiserliche Familie und die Prinzen selbst⸗ werständlich nicht mit einbegriffen. Das Mini- sterium des Innern(Kapitol der Präfekten und Feldhüter) kostet jetzt über 232 Millionen, d. h. 96 Millionen mehr als 1850. Das Finanz- Ministerium zeigt ein Mehr von 303 Millionen. Das Kriegsministerium und die Marine verschlin⸗ gen 652 Millionen, d. h. ein Plus von 209 Mill. J. s. w. Solchergestalt, daß das Finanzministe- rium unter dem Kaiserreich z. B. für sich allein mit 997 Millionen) das ganze Budget, wie es dor 40 Jahren bestand, aufwiegt; daß die Finanzen, die Armee und die Marine zusammen 162 Mill. mehr kosten als sämmtliche Ministerien im Jahre 1853 und ungefähr 200 Millionen mehr als ämmtliche Ministerien unter der Republik. Im Jahre 1851 kamen auf den Kopf der Bevölkerung 40 Franken Steuern, unter dem Kaiserreich 60 Franken; die Bevölkerung hat sich, um ½6, das Budget um ½ vermehrt. — Der Inhalt des Senatusconsults ist im Wesentlichen folgender: Der Kaiser und der gesetz— gebende Körper haben die Initiative in Bezug auf die Gesetze. Die Minister härgen nur vom Kaiser ab, sind verantworklich, können aber nur durch den Senat in Anklagezustand versetzt werden. Die Minister können sowohl Senatoren als De⸗ putirte sein. Als Minister haben sie das Recht des Zutritts zu jeder Kammer. Die Sitzungen des Senats sind öffentlich. Der Senat kann die Modifikationen andeuten, welche ein Gesetz erfah- ren soll, und dasselbe behufs neuer Berathung dem gesetzgebenden Körper zurückschicken. Derselbe kann durch motivirte Resolution die Promulgation eines Gesetzes hindern. Der gesetzgebende Körper wählt sein Bureau und entwirft sein Reglement Der Senat wie der gesetzgebende Körper haben das Recht, die Regierung zu interpelliren, beide Körper können motivirte Tagesordnungen beschließen. Bevor ein Amendement zur Berathung kommen kann, muß es an eine Commission verwiesen und der Regierung mitgetheilt werden. Wenn die Regierung das Amendement nicht gut heißt, steht dem gesetzgebenden Körper die endgültige Ent— scheidung zu. Das Ausgabebudget wird capitel- weise votirt. Veränderungen des Zolltarifs können nur durch ein Gesetz erfolgen.— Bei Gelegen- heit der Vorlage dieses Senatusconsults im Senate sagte Roͤuher: Kein Souverän habe es besser verstanden, der öffentlichen Meinung zu folgen, als der Kaiser Napoleon. Rouher machte ferner darauf aufmerksam, wie das Reich der Autorität fortwährend in einer Umwandlung zum liberalen Kaiserreich begriffen sei. Nach den Worten des Kaisers sei das Kaiserreich volksthümlich genug, um sich mit der Freiheit vertragen zu können, und stark genug, um die Freiheit vor der Anarchie zu bewahren. Großbritannien. London. Gerücht⸗ weise hört man von einem Abkommen zwischen Spanien und Cuba. Danach würde Letzteres gegen eine Entschädigung von 100 Mill. Dollars, wofür die Vereinigten Staaten die Garantie über- nehmen sollen, seine Unabhängigkeit erhalten. — Die Krakauer Klostergeschichte macht in den Leitartikelspalten der Londoner Blätter die Runde. Die„Times“ erklärt mit Befriedigung, diese Schauergeschichte werde mithelfen, die Ab⸗ schaffung der kirchlichen Privilegien zu bewirken, welche es religiösen Genossenschaften, besonders in Oesterreich, möglich gemacht, sich fast vollständige Unabhängigkeit von der weltlichen Macht zu er⸗ obern. Glücllicherweise eien liberale Ideen in Oesterreich soweit durchgedrungen, daß weder Staatsmänner noch Volk in der Laune stien, sich von der Kirche beherrschen zu lassen, und dieser Vorfall werde wahrscheinlich nicht dazu beitragen, sie in ihrem Entschlusse wankend zu machen. Wenn geistliche Orden beibehalten werden sollen, so müsse man ihre Gebäude der Inspektion des Staates unterwerfen und ihre Regeln und Be- stimmungen denen det Stages anpassen. Diese Lehre habe man sich selbst in. Italien und Spa— nien zu Herzen genommen und Oesterreich werde wohl nicht lange aißf sich warten lassen und diesen Beispielen folgen. 4 Spanien. Madrid. Das Gerücht von der Zunahme der carlistischen Bewegung wird offiziell dementirt. Die„Gazeta“ sagt in dieser Beziehung: die aufrührerischen Haufen in der Manchg werden lebhaft verfolgt; in der Provinz Llone sind zwei neue Banden signalisirt, ander- wärts herrscht Ruhe.— Ein Rundschreiben des Staatsminssters an die diplomalischen Agenten sagt, daß die Regierung die Pflicht habe, den anarchischen Geist zu unterdrücken. Amerika. Newyork. Hiesige Blätter melden, einflußreiche Congreßmitglieverx bereiteten eine Bill vor, welche die Besteuerung der Coupons von in Europa befindlichen Bonds beantrage. * Friedberg. Abermals haben wir ein erschültern⸗ des Erelgniß zi verzeichnen, welches sich am 2. de gegen Abend im hiesigen Bahnhose zutrug. Die mit Verladen von Eisensteinen beschäftigten Arbeiter waren eben im Be⸗ griffe ihr mühevolles Tagewerk zu beschließen und wollen nut noch die belabenen Wagen aneinanderhängen, als bel diesem Zusammenschieben einer der Arbeiter, Justus Seifert güs Oberwöllstabt, das Unglück hatte, zwischen die Puffer zweier Wagen zu gerathen und so in jämmerlicher Weise zerdrückt und augenblicklich getödtet zu werben. Seine Kameraden merkten erst, was geschehen war, als der Unglückliche zwischen den Wagen heraus zur Erde fiel. Alsbald zur Stelle gerufene ärztliche Hülfe konnte nichts mehr nützen.— Seifert, welcher als ein braver fleißiger Mann geschildert wird, hinterläßt ein Weib und zwei Kin⸗ der in dürftigen Verhältnissen. Diese sehen sich ganz un⸗ erwartet ihres Ernährers durch einen plötzlichen und schreck⸗ lichen Tod beraubt und blicken mit Besorgniß in die Zu— kunft. Man kann sich leicht denken, welcher Jammer von Weib und Kindern die kleine Wohnung erfüllte, als man ihnen die Schreckensnachricht überbrachte. Wie wir hören, ist von mebreren Menschenfreunden dahier eine Sammlung füt die Hinterbliebenen veraustaltet worden, welcher der beste Erfolg zu wünschen ist. Aus der Wetterau. Die heftigen Regengüsse am verflossenen Samstag und Sonntag haben auch bei uns, und namentlich in den Niederungen am Hausberge, einigen Schaden angerichtet, so namentlich in den Gemar⸗ kungen von Fauerbach v. d. H. und Hochweisel u, a. O. Doch ist der Schaden nirgends beträchtlich und läßt sich leicht vergessen im Hinblick auf den wohlthäligen lange ersehnten Regen, der unsern Feldern so sehr Noth gethan. Schlitz. Den„Hess. Volkotl.“ wird von hier ge⸗ meldet: Vor circa 14 Tagen ist in der Nähe hiesiger Stadt, in einem kleinen Säckchen von ungebleichtem Leinen, in welchem sich noch drei 22½ Pfd. schwere Sand⸗ steine befanden, die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechtes gefunden worden, die eiwa schon 4 Wochen im Wasser gelegen haben konnte. Der Schädel war vollständig zerspliitert und um den Hals ein Stroh⸗ seil fesigeschlungen; der Sack, in welchem sich einige kleine Stückchen Steinkohlen fanden, war ohne jedes Zeichen und mit einem blau linenen Schärzenbändel mit Enden von grauer braun gestreifter Schnur zugebunden. Ueber die Mutter fehlen dis jetzt noch alle weiteren Anhalts⸗ punkie, doch wird es hoffentlich der Behörde gelingen, da hier offendar ein Verbrechen vorliegt, die Urheberin des⸗ selben zu ermitteln. Mainz. Am 31. Juli, Nachmittags gegen 3 Uhr, zogen aus Westen schwere Gewitterwolken über das Taunusgebirge und zu gleicher Zeit entwickelten sich solche Wolken in SW'ö über det Stadt Mainz. Beide Wetter entleerten sich mit wolkenbruchähr lichem Regen gegen 4 Uyr über Mainz mit nem furchlbaren Hagelschlag. Die Hagelkörner von 1½ Zoll Dicke waren die größten, die seit 50 Jahren hier beobachtet wurden. Viele Fenster und Oberlichter, Aleliers von Photographen und Scheiben von Treibbäusern wurden zertrümmert. Heidelberg. Bei der 25 jährigen Slüftungsfeier des hiesigen Siudenten⸗Corps„Rhenania“ befand sich unter den ehemaligen Corpeburschen auch ein preußischer Offizier d. aus Köln. Während dieser am Ende des Zuges rut ig in der Reihe dahinschreitet, stürzt sich plötzlich mit cinem Sprunge ein Mensch auf ihn, versetzt ihm einen tiefen Stich in den Hals und verschwindet unter der Menge, ehe sie nur recht weiß, was geschehen ist. Niemand hat ihn erkannt und dis jetzt weiß Niemand, wohin er ge⸗ kommen ist. Der Verwundete wurde sogleich in das academische Hospital gebracht. Die räthselhafte verbreche⸗ rische That beschäftigt natürlich die ganze Stadt im höoͤchsten Grade, aber dis jetzt hat noch Niemand den geringsten Aufschluß zu geben vermocht. Baden-Baden. Eine Pariserin, die sich gegen⸗ wärtig hier zur Kur aufhält, macht viel von sich reden. Die Dame ist eine reizende junge Wiuwe und cxecutitt während ihrer häufigen a in der reizenden vichtenthaler Allee tagiäglich die elstaunlichsten Toilette⸗ vatialionen auf der— Trauersaile. Man sieht, es ist ihr Einst mit der Trauer. Neulich nun näherte sie sich in Begleitung einer Freundin dem Roulettelische. Sie zog einen Louis und wollte ihn eben auf Roth setzen, ais sie plötzlich, wie von einem schmerzlichen Gewissensbiß gebin⸗ dert, innehielt und sich zu ihrer Genossin wendend, in er⸗ greisendem Tone sagte:„Nein, meine Theure, auf Schwarz!... Es ist ja erst so kuize Zeil ber, daß ich Alfced verloren habe. Basel. Am 31. Juli enilud sich dahier ein Gewitter mit einem großem Hagel untermischt, mit solcher Hestig⸗ keit, daß nach einer Richtung bin fast kein Daus von Zerstörung der Fenserscheiben verschont lieb. Auf den deiden Bahnhöfen sind nach der Wellerseite sämmtliche Fenster, Oberlichter und Gasbedachungen vollständig zer⸗ nümmert worden. Aus der Schweiz. Einer der tüchtigsten Alpen⸗ elubisten, der Engländer, Pfarrer Elliot, ist, vom Schreck⸗ orn mit zwer Walliser Führern zurückkebrend, verunglückt. Rach Aussage der Fübrer soll er sich entschieden geweigert haben, das Seil an sich vefestigen zu lassen, und alle Vor⸗ sicht und Mahnung nicht beachtet haben. Er stütze von einer ste len Felswand von meht als 7000 Fuß in die Tiefe und wurde als eine sormlose Masse gefunden und nach Interlaken gebracht. Jür die Willwe und Kinder des im hiesigen Bahnhöfe verunglückten Justus Seifert von Oberwöllstadt gingen uns solgende Gaben zu: Mina S. 2 fl., aus H's. Sparbüchse 30 kr., zusammen 2 fl. 30 kr. Gerne enisprechen wir der an uns gerichteten Bitte, zur Entgegennahme weiterer Gaben bereit zu sein. Die Expedition. Ser erer 1 e zur Nachricht, daß die verschiedenen Formularien zur nun gedruckt und bei uns zu haben sind. Einquartierung 111 eien Wir bitten den nöthigen Bedarf verlangen zu wollen. Bindernagel& Schimpf. 2233 Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich beauftragt bin, für die Maschinen⸗ Fabrik der Herren J. P. Lanz& Comp. in Mannheim Bestellungen auf ihre Fabrikate, bestehend in landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthen, als: Pflüge, Eggen, Mähmaschinen, Futterschneidmaschinen, Schrot⸗ mühlen, Rübenschneidmaschinen m vor Aden: Hand⸗ N. Göpel⸗Dreschmaschinen in bewährter ausgezeichneter Eonstruc⸗ tion, wie auch in Dampf ⸗Dresch⸗Maschinen der Fabrik der Herren Clayton, Shuttle,worth& Comp. entgegen zu nehmen.— Einzelne Theile der bereits bezogenen Maschinen werden Reparatur möglichst vermieden wird. Jede gewünschte Euskunft wird gratis gerne ertheilt. Rockenberg, 2. August 1869. Wilh. Meißstner. Wichtig für Vierbrauereibesttzer! Nur was ächt ist, bewährt sich. 2142 Jedes schaal, sauer und trübe gewordene Lager-, sowie auch neue Schenkbiere, welche ursprünglich hell waren, werden unter Garantie durch mein unschädliches Mittel wieder glanzhell, fein moussirend und schmackhaft hergestellt. Die Unschädlichkeit, sowie der aus⸗ gezeichnete Erfolg dieses Präparats beweist eine Masse besitzender Zeugnisse von den größten Brauereien Deutschlands, Schweiz, Frankreich ic., analysirt und begutachtet von geprüften berühmten Chemikern. Prämiirt im Jahre 1868 mit der großen Bronee⸗ Medaille nachgeliefert, so daß eine von der Kunst und wissenschaftlichen Provinzial-Ausstellung Pleschen. N Bei Bestellung bitte um genaue Angabe der Zahl der Fässer und des Maas-⸗Inhaltes jedes einzelnen Fasses. Versendungen nehme der Kürze wegen nach; Briefe bitte zu frankiren. Nähere Auskunft ertheilt Aug. Sigerist, Mengen, Waurtemberg. NB. Die Bestellbriefe bitte ich mit meiner Adresse versehen der Expedition dieses Blattes zu übergeben, von wo aus mir dieselben zugeschickt werden. Hofraithe⸗Versteigerung. 2190 Freitag den 13. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Rathbause die Hosraithe der Michgel Grödels Kinder dahier, nämlich: Flur. Nr. Klftr. 2. 505. 5,5 Hofrasthe in der Judengasse, erbabtbeilungshalber öffentlich meistbletend versteigert werden. Zrtedberg den 27. Juli 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fontaße⸗ o uc a r. Lieferung. 2193 Dienstag den 10. August, Vormittags 10 Uhr, wird der bei den diesjährigen in der Provinz Ober⸗ hessen vom 23. August dis 3. September statisindenden Hauptübungen für die Großherzogliche(25.) Diviston erforderliche Bedarf an Fourage auf dem Bürcau des Proviant⸗Amts, woselbst auch die Bedingungen vorher offen liegen, durch Summission in Lieferung vergeben. Darmstadt den 25. Jult 1869. L Groß herzogliches Proviant⸗Amt Becker. Grönrich. Arbeits⸗Versteigerung. 2232 Samstag ren 7. August, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Büreau des Großherzoglichen Bürgermeisters zu Münzenberg nachstebende Arbeiten und Lieferungen einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: 1) Mauretarbeit, laut Kostenüberschlag für 122 fl. 2) Weißbinderarbest 34„ 3) Schreinerarbeit 53„ 4) Zimmerarbeit 64„ 5) Schmiedearbeit 6„ 6) Liefern von Kalk 35„, „„ Russensteinen 3 „ Mauersteinen, Sand 30„ 8)„ 1 9) Messen des Sandes n. Aufsetzen der Steine 6 Gambach am 2. August 1869. a Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. 2234 Nächsten Sonntag den 8. d. M. findet bei mir gut besetzte Tanzmusik und Scheibenschießen statt, wozu ergebenst einladet Fauerbach v. d. P. Joh. K. Winter. Waizenerndte⸗Versteigerung. 2238 Fretiag den 6. August d. J., Nachmittags 5 Uhr, soll an Ort und Stelle am Soderweg die dleßjährige Waizenerndte von einem Grundstücd des Karl Renker, circa ½ Morgen haltend, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedderg am 3. August 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fo uc ar. O bst ⸗ Versteigerung. 2236 Samstag den 7. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gräflichen Hofgarten dahter Einige Bäume mit Sauerkirschen, 12 Bäume mit Pflaumen, 2„ Birnen, 1 Baum Mirabellen, sowie etwas Steinobst, für Branntweinbrenner geeignet, offen tlich versteigert werden. Schloß Ilbenstadt, 3. August 1869. Gräflich e e e Rentet ter a u. Arbeits⸗Versteigerung. 2239 Montag den 9. August.„ Mittags 12 Uhr, soll das Ausweißen und Aus n des Schulsaals in hiesiger Gemeindestube öffentlich versteigert werden. Weckes helm am 2 August 1869. uke hene Pee Weckesheim (lg er. — g 2* Joh. David Bilger in Frankfurt a. M., Vilbelerstraße 17, 2188 empfiehlt sein Lager feuerfester Cassaschränke mit Brama-, Tag-, Verschieb⸗ u. Vexirschlössern, Doppelt⸗ falze neuster und bester Constructlon. Gebrauchte Geldschränke und Kisten kauft und siehen mehrere sehr preiswürdig zu verkaufen. Ein Küfergeselle 2242 findet dauernde Arbeit bei Ech ze ll. Philipp Mogk III. Foulards, 1186 seldene Umknüpftücher und Halsbinden bel K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Turnverein. 2241 Frettag den 6. Generalversammlung. Diesenigen, welche das Mittelrbein. Turnsess in Worms besuchen wollen, werden ersucht sich einzufinden und anzumelden Casino. 2235 Da die auf letzten Montag bestimmte Pau wegen ungünstiger Wüterung nicht abgebalten wet konnte, wird dieselbe nunmehr auf Samstag den 7 August nach dem Osseuheimer Jagdhaus bestimmt Abmarsch, dei nur einigermaßen günstiger Witterung ½ 4 Uhr vom Bahnhof. Der Vorstand. Kisch gähthese E „Altmannsperger. Logis zu permiethen. 2237 Das seltber von Herrn Actuar Nau bewobnst Logis ist anderweit zu vermiethen und kann bis zun 1. November bezogen werden. 5 M. Philippi, Hof⸗Conpltor. 2243 bei Jucarnat-& weißer Mübsamen 2240 in frischer Waare empfiehlt billigst Fried. Hilbrecht. Empfehlende Erinnerung. 2229 Glace ⸗Handschuhe in allen Farben werden gewaschen, auf Veriangen in einer Stunde bei Kamm⸗ macher L. Ulrich, vis-i-vis dem Hotel Trapp. CTrausparent-Glycerinseise 1447 zu allen Preisen Wilh. Sturmfels. Ein gesitteter Junge 2122 kann unter vortheilhaften Bedingungen die Färbere erlernen bei A. Metzendorf, Schönfärber. Bericht über den dermaligen Stand der keclichen Angelegenheite Großherzogthum Hessen erflattet auf der Versammlung der vereinigten evang. Conferenzen aus beiden Hessen und Nassau zu Marburg am 2. Juni 1869 von Professor Dr. Köhler. Preis 14 kr. Ein Zapfjunge 2137 wird gesucht von f 10 30 Friedberg. C. Walz Fruchtpreise. 1 per Malter. 5 Friedberg, 4. August. Waizen 6. cor! 8 fl. 25 kr.; Gerste 7 fl. 40 kr.; Hafer 6 fl.— be Frankfurt, 2. August. Watzen 12 fl. 30 kr. Grünberg, 31. Juli. Waizen 11 fl. 40. k.; Korn 8 fl. 41 kr.; Gerste 8 fl. 2 kr.; Hafer 6 fl. 54 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— ki.; Wicken— ff. — kr.; Saamen 17 fl. 15 kr.; Kartoffeln— fl.— kt. Mainz, 30. Juli. Waizen 11 fl. 48 kr.; Kor 8 fl. 20 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 19 kt. es 3 fl. 30 kr.; Roggeustroh per 100 Gebun fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. In e Ohergähthese Vorräthig bei Vindernagel& Schimpff in Friedberg 45 kr. Kor! 9 fl. 20 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 8 kr. zwar d werden unter Gebre⸗ zu beo mache vorlieg Weise 0. Se bar be schlag beende deren — Di stellun Bel B und sir Be merfsar atteste g weil f haben, gestell prüfur Ersah⸗ d da zar Vi Geschö