wazlung 29.150. t Gesell⸗ ld, 140. Agtanftalt ung, 15. 50. zung dee * ad, 22. 15. arttrung. rt, 28. 155.10 1 . 4 Mit dem neuen Jahre nehmen wir bei dem„Anzeiger“ eine kleine Umänderung des Titels in„Oberhessischer Anzeiger vor. Schon bei Vergrößerung des Blattes haften wir diesen Titel in Aussicht genommen, erfuhren aber noch kurz vor Ausgabe der ersten Nummer, daß in Marburg ein ebenso benanntes Blatt bereits erscheine. Das Marburger Blatt hat mittlerweile einen andern Titel angenommen, was uns um so mehr veranlaßt, den gleichsam in der Notbtaufe gegebenen Namen des unsrigen wie geschehen zu ändern, da auch diese Benennung des Anzeigers in Wort und Schrift bei dem Publikum bereits vielfach bisher schon in Anwendung gekommen ist. Die Redaktion. 1869. Dienstag den 5. Januar.„ 1. 2 Oberhessi ciger. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Znkelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Sandgruben in den Gemarkungen des Kreises Friedberg. Friedberg am 29. Dezember 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an Großherzogliche Polizeiverwaltung Nauheim, den Großherzoglichen Polizei-Commissär in Wickstadt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir beabsichtigen das im Abdrucke nachstehende Polizeireglement zu erlassen, hierüber baldigst noch entgegen. nnn sehen aber vorher Ihrer gutachtlichen Aeußerung 3 t für den Betrieb der Sandgruben in den Gemarkungen der Gemeinden des Kreises Friedberg und die Ueberwachung derselben. Mu Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 14. Dezember, nach Anhörung der Localpolizeibehörde und auf Grund des Art. 283 des Polizeistrafgesetzes wird hierwit verordnet: 1. Wer Sand durch unterirdischen Abbau gewinnen will, hat bei uns um die Erlaubniß dazu nachzusuchen. Alle Sandgruben— besitzer sind verpflichtet, innerhalb dreier Monate vom Erscheinen dieses Reglements in dem Oberhessischen Anzeiger an die Strecken und Abbaue ihrer Sandgruben von einem, in seinem Fache er— fahrenen Techniler, dessen Bestatigung bei uns nachzusuchen ist, mark— scheiderisch aufnehmen zu lassen. Ueber die Aufnahme sind zwei mit einander übereinstimmende Pläne zu fertigen, von welchen der eine auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei der betreffenden Gemarkung niederzulegen ist, der andere in der Verwahrung des Sandgruben— Besitzers zu bleiben hat.* 2. Grenzen mehrere Sandgruben an einander, so ist den Besitzern gestattet, sich zur Anfertigung eines gemeinschaftlichen Grubenrisses, welcher auf den Großherzoglichen Bürgermeistereten niederzulegen ist, zu vereinigen. Die durch die Anfertigung der Grubenrisse entstehenden Kosten sind von den einzetnen Grubensstzern nach Maßgabe der Größe des von ihnen in Betrieb genommenen lagsweisen Zahlung auf die betreffenden Gemeindekassen ange wiesen — Grubenfeldes zu bezahlen. 3. Die Grubenrisse sind in dem Maßstab von 1: 1000 anzu⸗ fertigen. Auf denselben ist sowohl die Lage und Größe dee zum Grubepfelde gehörigen Aecker, der Wege und der in der Nähe be— findlichen, anzugeben, als auch die Schächte, Strecken und Abb aug, 8 l Die Grenzen der Aecker, die Wege und Kuuststraßen sind mit rothen Linsen zu bezeichnen, die Schächte und unterirdischen Baue mit schwarzen Linien. 4. Der von den Sandgrubenbesitzern erwählte und von uns bestätigte Techniker, welchem wir erforderlichen Falles specielle Instruction ertheilen werden, hat nach erfolgter erster Aufnahme zu⸗ gleich den Abbau und Betrieb für das laufende Jahr mit den Sand⸗ grubenbesstzern zu berathen und festzustellen und darüber ein kurzes Protokoll aufzunehmen, das nach von uns genommener Einsicht dei der Großherzoglichen Bürgermeisterei der betreffenden Gemarkung aufzubewahren ist. Die Sandgrrbenbesitzer sind gehalten, den Betried nach Maßgabe der protokollarischen Feststellung ordnungsgemäß aus⸗ zuführen. Sollten Abweichungen nothwendig werden, so ist uns daruber Anzeige zu machen und vorher unsere Genehmigung zu erwuken. Willkürliche Abweichungen werden bestraft. 5. Alljahrlich findet durch den jeweiligen von uns bestätigten Techniker eine Reviston des Deiricten ere Fortführung der Grubenrisse und die Berathung und Feststellung des für das nächste Jabr ein⸗ zuhaltenden Betriebs statt. Das desfallsige Protokoll ist uns mit⸗ zutheilen und wird nach erfolgter Genehmigung auf der de treffenden Großherzoglichen Bürgermeisterei aufbewahrt. Die Kosten dieser Beaufsichtigung sind von den Sandgruben⸗ Besitzern nach Maßgabe der Größe ihres Abbaufeldes zu bezahlen. Die desfallsige Rechnung wird mt unserer Ermächtigung zur vor⸗ und es werden hierauf die einzelnen Beträge von dem Gemeinde⸗ rechner von den Sandgrubeubesitzern erhoben, 6. Von Gemeindewegen und Kunststraßen müssen die Abbaue der Sandgruben mindestens 40 Fuß entfernt dleiben. 7. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen diests Reglements werden nach Maßgabe des Artikels 283 des Poltzeistrafgesetzes mit 1 bis 10 fl. bestraft. Friedberg am 29. Dezember 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg e Oetreffend: Die Einführung des Polizeistrafgesetzes in den neu erworbenen Landestheiten, hler: Verbot, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße herumlaufen zu lassen.(Art. 256 des Poltzeistrafgesetzes.) ann und die Großherzoglichen Bürgermeistereien Dorheim, Dorn-Assenheim, Rödgen, 7 * an die Großherzogliche Polizeiverwaltung Nauheim Friedberg am 28. Dezember 1868. n Reichelsheim und Schwalheim. Unter Bezugnahme auf das nachstehende, für auf, dasselbe alsbald öffentlich bekannt machen noch besonders darauf aufmerksam zu machen. ihre, Gemeinden in Kraft tretende, Localreglement rubr. Betreffs, geben wir Ihnen zu lassen, daß dies geschehen berichtlich anzuzeigen und die Ihnen untergebenen Polizetoffieianten Tera p p. 4 Localregle ment, das Verbot, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße herumlaufen zu lassen, betreffend. Auf Antrag der Localpolizeibehörden und mit Genehmigung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 7. Dez. 1868, zu Nr. M. d. J. 12297 wird hiermit bestimmt! Es ist untersagt, Hunde, von welcher Art sie auch sein mögen, zur Nachtzeit ohne Aufsicht auf den Straßen herumlaufen zu lassen.« Zuwiderhandlungen werden auf Grund des Artikels 236 des Polizeistrafgesetzes mit 30 kr. bis zu 2 fl. bestraft. Friedberg den 28. Dezember 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tour a p p. Betreffend: Taubstummenstatistit im Großherzogthum Hessen ꝛc. ꝛc. 2 1 Wir sehen der Einsendung der entgegen. Friedberg am 31. Dezember 1868. e an die sämmtlichen Schulvorstände des Kreises. vorschrists mäßigen Berichte in rubr. Betreffe, soweit solche nicht bereits erfolgt ist, binnen 14 Tagen Ter a p p. 5 5 Hessen. Darmstadt. Die 2. Kammer der Stände wird zur alsbaldigen Berathung des von der Regierung vorgelegten Militärpensions- gesetzes in 14 Tagen wieder zusammentreten. Boraussichtlich werden nur wenige Sitzungen stattfinden und die Kammer sich dann abermals vertagen. — Die mehrseitig verbreitete Nachricht, das hessische Papiergeld aus den Jahren 1848 und 1855 verliere mit diesem Jahre seine Gültigkeit, ist irrig. Bis jetzt ist der Termin noch nicht bestimmt, an welchem die Einlösung bei großh. Staats- schulden-Tilgungscasse erlöschen soll. — Das„Frankf. Journ.“ bezeichnet die Mit⸗ theilung mehrerer Blätter, daß die Anlegung des Bahnhofs der Ludwigsbahn-Gesellschaft für deren bestehende und im Bau begriffene Linien in einer vergleichsweise beträchtlichen Entfernung von dem Main⸗Necker⸗Bahnbof dahier beschlossene Sache sei, als unrichtig. Die Frage sei nochmals dem Mini- sterium des Innern zur Berathung und Bericht⸗ erstattung in das Cabinet üderwiesen worden. — Durch Aller höchstes Dekret vom 23. Dec. wurde Chemiker Dr. Wilhelm Hallwachs von hier zum außerordentlichen pharmaceutischen Mit⸗ gliede bei Gr. Obermedicinal⸗ Direktion, unter Verleihung des Titels als„Ober- Medicinal Assessor“, ernannt und demselben die Stelle eines ständigen Commissärs für die Visitationen der Apotheken, Materalien- und Spezereihandlungen, der Essigsiedereien und Weinfabriken übertragen. — Am 29. Dec. fand unter außerordentlichem Zudrang des Publikums die Verhandlung gegen Joh. Glöckner und Genossen von Nieder-Ramstadt, wegen Beleidigung des Kirchenraths Vogel durch die Presse, statt. Der Beweis der von den Be⸗ schuldigten behaupteten Thatsache, daß Vogel in der Kirche und Schule massenhaste Prügel, auch im Ornat, ausgetheilt, wurde durch eine Menge Zeugen vollständig erbracht, und es erfolgte völlige Freisprechung der Angeklagten. » Friedberg. Der hiesige Correspondent des„Wett. Boten“ hat sich auch zum Beginne den neuen Jahres bemüßigt gefunden, uns ein Zeichen seiner liebenswürdigen Nachbar⸗Existenz zu geben. Wir sind es bereits gewohnt, von Zeit zu Zeit in vieser Weise von ihm beehrt— wir wollten sagen— bedacht zu werden, werden uns aber auch im neuen Jahre nicht entschließen können, bis zu dem Ton herabzusteigen, in welchem derselbe im„Wett. Boten“ verkehrt und sich so recht wohl dabei zu fühlen scheint. Wir wollen ihm seine Behaglichkeit nicht weiter stören, es wäre wahrlich auch jammerschade für Zeit und Mühe, sich auf derartige Aislassungen näher einzulassen, wenn auch mehr als anderthalb Dutzend Exem⸗ plare seines Blattes, incl Freiexemplaren, in Friedberg und nächster Umgebung gehalten werden sollten.— Man merkt die Absicht des Corre spondenten und— wird nicht verstimmt, sondern hat bei gut conservirtem Humor für ihn noch ein heiteres Prost Neujahr! Preußen. Berlin. Die„Prov.⸗Corresp.“ meldet vom 30. Dec.: Frankreich hat an alle Mächte, welche den Pariser Vertrag unterzeichnet haben, auch an die Türkei und Itakien, die Ein⸗ ladung zur Conferenz erlassen, deren allseitige Annahme zweifellos i'. Die Conferenz soll sich Rausschließlich damit befassen, den gegenwärtigen Zwist zwischen der Türkei und Griechenland zu lösen, und die sonstigen orientalischen Angeletzen⸗ deiten bei Seite lassen. — Der„Staatsanzeiger“ publicirt ei ze Ver; ordnung vom 22. d. auf Grund des Art. 61 der Bundesacte, wonach die in Preußen über die Heranziehung der activen und nicht activen Militärpersonen und der Hinterbliebenen derselben, sowie der Militär⸗Speiseeinrichtungen und ähnlicher Anstalten zu den Communalauflagen geltenden Vorschriften im ganzen Bundesgebiete, soweit sie in demselben noch nicht Geltung haben, hiermit eingeführt werden sollen. Oberlahnstein. Nach wiederholten Be— richten, die von bier aus dem„Rh. K.“ zukamen, hat der hiesige Gesellenverein mit dem kathol. Kaplan an der Spitze eine Art Schreckensherr⸗ schaft en miniature etablirt. Namentlich sind es die Mitglieder des Gewerbevereins, die seiner Fehme verfallen scheinen. Falls die Einzelheiten, die über das Treiben dieses Vereins verlauten, auf Wahrheit beruhen, ist es kaum begreiflich, wie von Seiten der Sicherheitsbehörde demselben bis jetzt kein Ziel gesetzt worden ist. Elberfeld. Die dahier ins Leben gerufene Agitation für Beibehaltung der confessionellen Schulen hat eine Gegendemonstration hervor- gerufen, indem nun eine Adresse„für confessions⸗ lose Schulen“ cireulirt. Wiesbaden. Der Kursaal ist nuamehr geschlossen und damit auch dem„Glücksrad“ auf dem grünen Tische auf drei Monate Halt geboten. Bis zur letzten Stunde sind die Tische von s. g— Geschaäftsspielern besetzt und man glaubt bemerkt zu haben, daß nie eine so große Anzahl dieser „ständigen Kunden“ hier gesehen wurde, als in diesem Jahre. — Die k. Regierung hat dem Verwaltungs- rath der Hessischen Ludwigsbahn zu Mainz ge— stattet, zu dem projektirten Baue einer Eisen bahn von Mainz über Wiesbaden, Schwalbach und Diez nach Betzdorf die nothigen Vorarbeiten innerhalb des hiesigen Regierungsbezirks aus- zuführen. Oesterreich. Wien. Während aus Bukarest die Nachricht kommt, daß die rumänische Regierung die Forderung der Pforte, dem Ver— treter Griechenlands in Bukarest die Pässe zuzu— stellen, entschieden zurückgewiesen habe(diese Nach richt bringen die Pester Blätter), vernimmt man aus Belgrad, daß die serbische Regierung sich auf den Krieg vorbereite. Man spricht von einem Manifeste an die Stammesgenossen in Bulgarien, Bosnien, Montenegro und der Herzegowina. — Nach hiesigen Blättern sprachen sich in Belgrad wie in Bukarest die offiziösen Organe immer deutlicher für die Unterstützung der Griechen aus. Der„Romanul“ sagt:„Was gischehen soll, wird geschehen, trotz aller Beschwichtigungs— versuche der Diplomatie, und wer dabei zertrüm⸗ mert werden wird, daruber kann gar kein Zweifel sein.“ N Frankreich. Paris. Das Organ der kaiserlichen Regierung, der altbekannte„Monteur“ trägt nun den Titel:„Journal officiel de“Empire frangais“. — Die„France“ sagt in Betreff der aggres⸗ siven Sprache der preußischen und russischen Journale gegen Oesterreich: Solche Gereiziheiten gehen schnurstracks wider die gesammte Lage der Dinge und die friedlichen Absichten der Groß— mächte und erscheinen folglich ebenso unzeitgemaß als unpolitisch. — Der„Constitutionnel“ hält seine Behaup⸗ tung, daß das türkische Ultimatum auf Andringen Englands das einzige Programm der Conferenz bilden würde, aufrecht. Die Einladungen an die Türkei und Griechenland seien bereits am 29. Dezember abgegangen. — Die„Liberte“ veröffentlicht ein aus Paris, 21. December, datirtes, an die spanische Regierung gerichtetes Schreiben des Bruders des Gemahls der Königin von Spanien, Jufanten Heinrich von Bourbon, woria er den Ehrgeiz des Herzogs von Montpensier lebhaft bekämpft, den Ruhm Washington's höher erklärt als den Cäsar's, und verlangt, als einfacher Bürger nach Spanien zurückzukehren und in die Marine wieder eingetheilt zu werden. — Das„Journal officiel“ bestätigt, daß die Conferenz am 9. Januar zusammentreten wird. — Der Kaiser sagte am 1. Jan. in seiner Ansprache an das diplomatische Corps: Ich empfange mit Vergnügen Ihre Glückwünsche und konstatire den Geist der Versöhnlichkeit, welcher die Mächte beseelt und erlaubt, die Schwierig— keiten zu ebnen, so oft sie auftauchen. Das Jahr 1869 wird, so hoffe ich, wie das Jahr 1868, die Befürchtungen beschwichtigen und den Frieden befestigen können, welcher den civilisicten Völkern so nothwendig ist. — Die„Agence Havas“ meldet aus Madrid vom 2. d.: Gestern Morgen hat Caballero, unter- stützt von Kriegsfahrzeugen, die Insurgenten Malaga angegriffen und Maas ge Unter den Truppen herrscht großer Enthustasmus; dieselben haben durch den Kampf wenig gelitten, während die Verluste der Insurgenten beträcht⸗ lich sind. Großbritannien. London. Die„Times“ nimmt in ihrem Citpyartikel Veranlassung, der Nachricht zu erwähnen, daß die griechische Legis⸗ latur bedeutende Summen zu Kriegszwecken votirt. „Sollte der Krieg abgewendet werden“— so sagt sie—„und die beabsichtigten enormen Ausgaben nicht erforderlich sein, wäre es wünschenswerth, daß die griechische Regierung die fraglichen Fonds zu einer Dividendenzahlung an die Besitzer ihrer Bonds verwende, die seit etwa 40 Jahren auch nicht einen Schilling erhalten haben.“ — Das stürmische Wetter, welches in den letzten Tagen des Jahres viel Unheil an den Küsten und auf dem flachen Lande anrichtete, dort eine lange Reibe von Schiffbrüchigen veranlaßte, hier Pflanzungen verwüstete und Gelände arg beschädigte, war schließlich in einen förmlichen Orkan umge— schlagen, der die Straßen Londons beinahe un⸗ wegsam machte. Spauien. Madrid. Im Laufe des Monats Januar werden von Cadix 10,000 Sol- daten zur Verstärkung der Garnisonen von Cuba und Portorico abgehen. 8 — Es kommt die Nachricht vom 1. Januar, daß, nachdem in Malaga in den Straßen ge— kämpft worden, Caballero die Ordnung wieder hergestellt bat. Zwei Bataillone Nationalgarde sind treu geblieben. Die neue Gemeindevertretung von Madrid hat Senor Ribero zum Alcalden gewählt. — Das„Sieele“ berichtet über das republi⸗ kanische Meeting, das am 28. Dec. in Madrid abgehalten wurde. Die von 6000 Personen be⸗ suchte Bersammiung sprach sich mit der ganzen Gluth spanischer Begeisterung und spanischen Hasses für die Republik und gegen die Monarchie, gleichviel für welchen Prätendenten, aus, und bekräftigte ihre Abstimmung bei jeder Frage durch die Formel:„Wir schwören!“ Zuletzt sahen sich die die Masse aufregenden Red er veranlaßt, die Menge zu beruhigen, um zu verhindern, daß nicht gleich zu den Waffen gegriffen wurde. Donaufürstenthümer. Die Uebersied⸗ lung von Griechen nach Odessa hat begonnen. Aus Constantinopel find 60 Personen angekommen. — Ein griechisckes Handlungshaus, dessen Chef russischer Unterthan ist, hat 300 griechische Schiffe angeszuft. r Türkei. Konstantinopel. Nachrichten vom 29. Dec. melden, Petropolaki habe sich mit seinen Freiwilligen den türkischen Behörden unter⸗ worfen. Die lürkische Armee in Thessalien wird bis zu 50,000 Mann vermehrt werden.— Vom 30. Dec. Mittags wird telegraphisch gemeldet, daß nach authentischen Nachrichten die sogenannte provisorische Insurgenten⸗Regierung und alle In⸗ surgenten auf Kreta ihre Unterwerfung der Pforle angezeigt haben. — Die Pforte hat die Einladung zur Confe⸗ renz erhalten. Sicherem Vernehmen nach soll Fuad Pascha die Pforte repräsentiren. Der Tag des Zusammentritts der Conferenz ist noch nicht bestimmt. 8 — Die„Turquie“ meldet: 1200 Freiwillige, die sich unterwarfen, wurden auf türkischen Schiffen von Kreta nach Griechenland transportirt.— Der amerikanische Gesandte Morry erhielt von seiner Regierung Befehl, die griechischen Unter- thanen nicht unter seinen Schutz zu nehmen. Griechenland. Athen. Die Pforte wird die, den hellenischen Unterthanen gewährte Frist, um die Türkei zu verlassen, ua um drei Wochen verlängern. — Der griechische Gesandte ist aus Konstan⸗ tinopel angekommen. Im Piräus ist eine grie⸗ chische Fregatte eingelaufen. Die griechische Re⸗ gierung verlangt in einer Proklamatton die Unterstützung des Volkes. N — Ueber das Ende des Aufstandes auf Kreta schreibt man der„Allg. Zig.“ aus Syra 1 vom 10. December:„Die Pacification der Insel ist als vollendet anzusehen. Die wenigen Insur⸗ genten und griechischen Freiwilligen, welche sich noch nicht unterworfen haben, mußten sich auf die höchsten Gipfel der Berge flüchten, wo sie von Hunger und Kälte aufgerieben werden, denn der Winter herrscht auf Kandia bereits mit großer Strenge, und die Berge sind mit Schnee bedeckt. Nußland. Petersburg. Das„Journal de St. Petersbourg“ wünscht, daß Griechenland zur Conferenz zugelassen werde, um das Anseben der griechischen Regierung gegenüber der erregten Bevölkerung zu erhöhen. Dasselbe Blatt drückt die Hoffnung aus, Griechenland werde Mäßigung zeigen und anderseits auch die Türkei das Ulti— matum oder die für die griechische Regierung ver— letzenden Punkte desselben vor Beginn der Con- ferenz zurückziehen. — Als Beweis freundschaftlicher Beziehungen zwischen Rußland und Italien wird die Erthei— lung eines der höchsten russischen Orden an den Grasen Menabrea, Minister-Prasidenten des florentinischen Cabinets, aufgefaßt. Amerika. Der Winter hat hier endlich in aller Form Einzug gehalten; sämmtliche Canäle, viele Häfen und schiffbare Flüsse sind geschlossen; namentlich im Nordwesten ist die Kälte sehr in— tensiv; der Mississippi und Missouri nebst ihren Nebenflüssen sind von einem Ufer zum andern zugefroren. — In Cuba hatten die Insurgenten gute Fortschritte gemacht. Sie hatten die große Stadt Olgin eingenommen und belagerten sämmtliche Städte der östlichen Inselhälfte. Die provisorische Regierung hatte sich in Raydmo etablirt. — In Lima drohte einmal wieder eine Revolution auszubrechen; an der Spitze derselben stand der Vicepräsident, und die Regierung war von der Verschwörung unterrichtet. Präsident Volta hatte erklärt, daß er den ersten eingefangenen Verschwörer sofort erschießen lassen wolle. Asien. endlich die Thür gewalisam geöffnet wurde. mordversuch gewesen sein soll, zahlten die menses beginnen. Wir verweisen auch an dieser Stelle auf die bezügliche Ankündigung im Inserateniheile der heuligen Nummer. * Friedberg. Mit dem neuen Jahre sind die Re— kruten zu ihren Regimentern eingetreten. Dieselben wur— den in den verschiedenen Garnisonsorten des Landes den betreffenden Corps zugelheilt und mit der Eisenbahn an den Ort ihcer Bestimmung befördert. Frankfurt. In der verfloss enen Neujahrsnacht er⸗ eigneie sich ein sehr beklagenswerihes Unglück, indem ein fünfjähriger Knabe um Mitternacht aus dem vierten Stock auf die Straße fiel und augenblicklich tobt war. Die Eltern halten sich nach Sachsenhausen begeben und das Kind, von dem sie glaubten, es werde fortschlafen, allein gelassen. Als Mittecnacht herankam und der Lärm das Kind weckte, machte es das Fenster auf, um auf die Straße zu seben, und hürzte herab Offenbach. Am Sylvestexabend starb dahier Hert J. Pirazziu sen., eine auch in weiteren Kreisen bekannte und allgemein geachsete Perfönlichkeit. Offenbach. Als des Mordes des am Chnistabend bei Rumpenbheim erschlogenen Poriefeuille Arbeiters Boos verdächtig ist ein Schreinergeselle von dort in Haft ge⸗ nommen worden. Der Verhaftete stand früher bei dem Vater des Erschlagenen hier in Arbeit und wurde in Folge eines Woriwechsels und Abzugs wegen verdorbener Arbeit seiner Zeit ent eassen. Er scheint also seine Rache auf den Sohn feines ehemaligen Meisters übertragen zu haben Darmstadt. Hiesige Blälter berichten von einem Vergiftunge versuche, welcher einen mehr komischen als tragischen Ausgang genommen. Vor Kurzem, so erzählt die„Hess. Lozig.,“ kam ein fremder Herr in Begleitung einer Dame in eine hiesige Apotheke, stellte sich als Pholo— graphen vor und verlangte eine Quantität gelöstes Cyenkali. Der betreffende Provisor, welcher alsbald Unrath witterte, gab staul ees Verlangten eine Dosis Brechweinstein. Tas Pärchen enisernie sich und trank im Gasthof, wo sie die Thüre von innen verschlossen und den Schlüssel zum Fenster binausgeworfen haben, den Giftbecher. Bald stellten sich die Wirkungen in doppelter, wenn auch nicht erwünschter Weise ein. Das Bedienungszpersonal, durch das Gestöhn ausmerksam geworden, wollte zu Hülse eilen, was dei der verschlossenen Thüre nicht möglich war, bis Hier fand man die Lebensmüden in einer jammervollen Versassung, hoch und theuer, daß dies ihr erster und letzter Selbst— respektable Zeche und verließen mit einem der nächsten Babnzüge die Säle, welche sie viel Geld und Schmerzen gekostet. Darmstadt. Die auch vom„Anzeiger“ gebrachte In der Nähe von Smyrna fand] Nachricht, daß dei der Taufe des jungen Prinzen Herzog am 21. Decbr. ein unglücklicher Zusammenstoß] Ernst von Gotha zugegen gewesen sei, bedarf der Verich— zwischen zwei ägyptischen Dampfern statt. Der eine derselben, ein Postdampfer, ging mit Mann- schaft und 220 Passagieren zu Grunde. Australien Die Maoris auf Neuseeland verübten schreckliche Grausamkeiten und ermordeten fünfzig europäische Familien. „Friedberg. Am Morgen des 2. Januar wurde auf det Nain⸗Weserbahn zwischen den Stationen Nauheim und Butzbach, in der Nähe des Wegüdergangs nach Stein⸗ furt, der Leichnam eines fremden Mannes gesunden. Die näheren Umstände berechtigen zu der Annahme, deß der, wie es heißt, aus Waldmichelbach Gebürtige den Tod gesucht. N » Friedberg. Die in diesem Blatte jüngß an⸗ gekündigten Vorlesungen werden nächsten Donnerstag den 7. d., Abends 8 Uhr, mit einem Vortrage des Herrn Professor Dr. Köhler über die Propheten des alten Testa⸗ lülgung. da derselbe weder anwesend noch Pathe war. Darmstadt. In biesigen Blättern ist eine Reihe von Vorlesungen angekündigt, welche zum Besten der durch die finnländische Hungerenoth zu Waisen gewordenen Kinder durch die Herren Pfarrer Schlosser, Seminarlehrer Stamm, Dr. Rieger, Piarter Dr. Krätzinger, Professor Dr. Gaß, Prosessor Dr. Schwabe und Professor Dr. Köhler an den Diennagen der nächsten Wochen gehalten werden sollen Heidelberg.„Wie der liebe Gott heut zu Tage Wunder machte ist der Titel einer eben so einfach als er— greifend geschriebenen Erzählung im Kalender des Lahrer Hinkenden Boten, in welcher das Schicksal einer Bahnwarts-Familie geschildert wird. Die Wirkung auf die zahlreichen Leser des Kalenders ist eine so außer— ordentliche, daß von allen Seiten Beisteuern für die in der Nähe von Heidelberg lebende Bahnwartswiltwe mit ihren 7 Kindern eingehen. Wie wir vernehmen, hat der Verleger den Erzähler der Geschichte benachrichtigt, daß er der Wit ewe zu Weihnachten als erstes Geschenk 1200 fl. übergeben könne. Aus dem Breisgau. Statt einer mit ber vorge⸗ schritanen Jahreszeit halrwegs vereinbarten Witterung, haben wir seit circa 8 Tagen zunehmenden Sturm, ber sich am Weihnachtsfeste derart steigerte, daß viele Bäume eniwurzelt und sonstige Zerstörungen durch ihn veranlaßt wurden. Ju der Nähe von Gülenbach, an der sogenannten „hohlen Tanne,“ entwurzelte derselbe gestern Abend einen schweren Stamm und warf ihn mit solcher Heftigkeit auf den gerade die Höhlung passirenden Postwagen, daß der Wagen gänzlich zertrümmert und Conducleur und Postillon verwundet wurden. Schweiz. Als Curiosum erhält der„Bund“ folgende lelegraphische Nachricht:„Auf offener Terrasse vor dem ⸗Holel du Parc“ zu Lugano sitzen wie zur Sommerzeit die fremden Gäste, gemüthlich der Zeitungslettüre sich widmend. Zwei Engländer haben sich auf dem Rasen ge⸗ lagert und beschässigen sich mit Malen und Lesen; die Damen promenireu unier dem Schutz ihrkr Sonnenspirme. % Ratlserliche Pietät. Zu der Sammlung, welche veranstaltet ist, um dem Erzherzog Ferdinand Max, dem unglücklichen Kaiser von Mexiko, in Triest ein Denk⸗ mal zu errichten, hat auch der Schöpfer des mixikanischen Drama's, Napoleon, einen Beitrag von 3000 Francs gezeichnet. 8 Verloosungen. Darmstadt, 2. Januar. In der heute begonnenen Ziehung der Großherzoglichen 50 fl.-Loose wurden solgende Nummern gezogen: Nr. 25,896 und 111.271 je 1000 fl. Nr. 37 927, 50,457, 56,274 98.618, 111,296, 112.770, 122.873, 126,528 je 400 fl. Karlsruhe, 30. Dec. Bei der heute stattgefundenen 92. Gewinnzievung der badischen 35 fl. Loose erbielien nachstchenee Nummern je 1000 fl.: Nr. 3084. 88.837 110,508, 114.977, 211,988, 265,119, 37172 5, 393,276, 393 298. b f W Wien, 2. Januar. Bei der heuligen Ziehung der österreichischen 250 ⸗fl.⸗Loose von 1854 fiel der Hauptireffer mu 200,000 fl. auf Serie 3026 Nr. 47, der zweite Tresser mit 40,000 fl. auf Serie 1232 Nr. 75, der drilte Treffer mit 20,000 fl. auf Serie 519 Nr. 14. Auf Serie 519 Nr. 16 und Serie 1232 Nr. 41 fielen je 5000 fl. Außerdem wurden folgende Serien gezogen: 497 992 1186 1739 1750 1798 2295 2347 25792071 3502 3523 f;* rsassung, 3570 und 4067. doch froh darüber noch am Leben zu sein, verhießen sie Brüssel.(100 ⸗Fr.-Loose von 1853.) Bei der am 31. Dezember staltgefundenen Gewinnziehung wurden fol⸗ gende Nummern mit deu beigesetzten Gewinnen gezogen: auf Nr. 57141 25,000 Fr.; auf Ne. 15971 10,000 Fr.; auf Nr. 2534 15995 16519 16796 17664 19222 53478 35058 55403 und 69210 je 900 Fr. Die Zahlung erfolgt am 31. März. i 7 Theater in Friedberg. (Eingesandt.) Allen Kunst⸗ und Thealerfreunden zur Nachricht, daß uns in dieser Woche ein bedeutender Kunsigenuß bevor⸗ steht. Minwoch den 6. Januar findet das Benesiz unseres beliebten Komikers Herrn Car! Stotz statt, wobei ihn sein Bruder, Herr Otto Stotz vom Stadttheater zu Frankfurt, unterstützen wird. Die Wahl der Stücke ist folgende: Die Sucht nach Abenteuern, Posse mit Gesang in 3 Akten von Nestroy, ferner: Spandau und Amertka, oder seine Dritte, Vaudeville von E. Pohl, sowie auf Ver⸗ langen die Wiederholung der lebenden Bilder: Die drei Musikanten. Welche Stellung Herr O. Stotz seit 16 Jahren in Frankfurt einnimmt und welcher allgemeinen Beliebtheit er sich erfreut, dürfte wohl jedem Theater⸗ freunde bekannt sein. Sicher wird diese Benefiz⸗Vorstellung eine hoͤchst interessante und zwerchfellerschütternde werden und wir können unserem Benefizianten mit Gewißheit ein überfülltes Haus versprechen. Mehrere Theaterfreunde. Bekannt ma chung. Die Hebregister über die directen Steuern für 1869 liegen bei den betreffenden Groß— herzoglichen Bürgermeistereien gesetzlich offen, solche sind jedoch nur für die ersten 6 Monate executorisch erklärt, daher Steuer und Einkommensteuer nur fürs halbe Jahr vorausbezahlt werden können. Die Erhebung der Hundesteuer erfolgt im Monat Februar 1869 Die Befugnisse des Großberzoglichen Finanzaccessisten Hunsinger für die Diensthandlungen der Districis⸗Einnehmerei Friedberg— Nr, 90 de 1868 des Anzeigers für Oberhessen— bleibt in bisheriger Weise fortbestehen und eben so bleiben die Zahltage auf Dienstag und Donnerstag in jeder Woche festgesetzt und beginnt das Mihn verfahren jeden Monat vom 15. ab. Großherzogliche Districts-Einnehmerei Friedberg Bekanntmachung. 9 Die abgehaltene Polzversteigerung vom 14. u. 5. Dez. 1868 im Nleder⸗Welseler Gemeindewald hat die Geneymigung erhalten und ist der erste Fahrtag auf Mitwoch den 6. Januar 1869 beftimmt worden. Nieder⸗Weisei den 2. Januar 1869. Großherzogliche 1 Nieder⸗Weisel te ute. Palmkuchen oder Palmmehl. 3177 Von den landwirthschaftl. Vereinen anerkanntes, zur Fütterung, statt Oelkuchen, ergiebigeres Muücherzeug⸗ niß, hält stets frisches Lager duckt von der Mußle A. Stahl Witwe. 14 Bekanntmachung. 15 Die am 30. Dezember v. J. im Ober Rosbacher Gemeindewald abgebaltene Holzversteigerung ist geneh— migt, sowohl das Beennholz ale auch das verkaufte Stammholz. Der erste Fahrtag ist auf den 7. d. M. bestimmt. Ober Rosbach am 2. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach Feinsten Vorschuß Bekanntmachung. 3094 Nach mißlungenem Güteversuch ist über das Vermögen des Zimmermeisters Wilhelm Habn in Kiltanffädten der sönmnliche Corkurs erkannt worden. Es werden deßbalb sämmtliche Gläubiger des Genannten aufgefordert, ibre Ansprüche den 12. Januar k. J., Vormittags 9 Uhr, det unterzeichneter Gerichtastelle— Schloßstraße Nr. 28— mit dem erforderlichen Beweis versehen, anzumelden und zu begründen Die Ausbieibenden werden von der Masse ausgeschlossen und mangelhafte Anmeldungen zurückgewiesen 1 Das Praklufid Dekret wird nur durch Anschlag im Gerichtelokal puditeirt. Panau am 10. December 1868. Königliches Amts Gericht Abtheilung II. C fer. „dt Stoerckel, K.-A. Bekanntmachung. 3215 Ber der Gemglude⸗ Einnehmerel Assenbeim ist der Zabltag euf Dienstag in seder Wocde fest gesetzt und werden an diesem Tage Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, Zahlungen angenommen und effectulrt. Außfer diesem Tage ist auf die Anwesenbeit des Gemeindeeinnebmers mit Beffimmtbeit nicht zu rechner. Assenbelm den 29. Dezember 1808. — Bestellungen auf den„Oberbessischen Anzeiger“ für 1869 beliebe man baldigst zu machen, damit in der Jusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. 2 Nach Aufhebung unseres Vertrags mit der Post kann der Anzeiger nach auswärts auch durch Privatboten bezogen werden. Die Redaction. Geschäftsbuͤcher von König& Ebhardt in Hannover C. C. Weis, gegenüber dem Hotel Trapp. vorräthig bei Vorlesungen im Saale des Hotel Trapp. 8 16 Erste Vorlesung Donnerstag den 7. d. M., Abends präcis 8 Uhr, Prof. Dr. Köhler über die Propheten des alten Testamentes. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Eintrittskarten gestattet. Geschäfts Empfehlung. 24 Einem geehrten Publikum mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die seither für Rechnung meines Vaters geführte Fournir- Fabrik und Grobholzschneiderei mit Activa übernommen habe und dieselbe in gleicher Weise für eigene Rechnung weiter betreibe. Gleichzeitig empfehle meine nunmehr im besten Zustande befindliche Piocksage, sowie Kreis— sagen zum Schneiden von Brennholz und Aufschneiden von Prügel und Stangenholz zum Einzaͤunen von Gärten u. drgl. Friedberg den 1. Januar 1869. L. Rodaug. Vergebung von Bauarbeiten. 3180 Die zur Einfriedigung des Hofes des Schul⸗ lehrerseminares zu Friedberg erforderlichen Bau— arbeiten veranschlagt: Maurkrarbeit 102 fl. 26 kr. Steinbauerarbeit 29„ 2 Schlosserarbeit 350, N Weißbinderarbeit, Pflafterarbeit 150„—„ sollen auf dem Submissionswege an die Wenigstfordern⸗ den vergeden werden. Pläne, Voranschlag und Be— dingungen liegen ven beute an auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offrn, woselbst auch die Offerten mit der Aufschrift: Submisfion zur Uebernahme der... Arbeiten bei Einfriedigung des Hofes des Schullehrecseminars zu Friedberg verseben, versiegelt und frankirt bis späteftens Montag den 11. Januar 1869, Vormittags 10 Ubr, eingereicht sein müssen. Friedberg am 22. Dezember 1868. Großhe zogliches Kreisbauamt Frtedberg RO u ß5 Holz⸗Versteigerung. 3194 Aus den Freihr. v. Fran ckenßein'schen Wald⸗ dilricten Kreuztannen, An der Sanskaut, Klappertannen, Tannenwlese, Heide und An der Straße kommen zur öffentlichen Versteigtrung: 1) Donnerstag den 14. Jannar. 1½ Stecken Nadel-Schertholg, 2 1 Eichen⸗Prügelbolz, 27 5 Nadel⸗ 557 2 5 Eichen⸗Stockholz. 137 ¼¼„ Nodel⸗ 75 129 Wellen Eschen Reis botz, 10780 5 Nadel Reis holz. Die Zusammenkanft findet Morgens 9 Uhr im Driffrict Klappertannen zunächst dem Viebtrjeb statt. 2) Freitag den 15. und Samstag den 16. Jan. 431 Weißtannen Stämme) von 5½“ dis 27“ mitt 93 Kiefern Stämme lerem Durchmesser und?“ 26 Fichten Stämme bis 85“ Länge, 4 Eschenstämme von 61½ bis 9“ mittlerem Durch⸗ mesfer und 15 bis 25“ Länge, 30 Weißtannen Stangen/ von 3 bis 5“ mittlerem 33 Kiefern Stangen Durchmesser und 20 bis 5 ßichten⸗Stanzen ö 507 Länge, zusammen 21213 Cubikfust Nadelholz u. 41 Cubik⸗ fuß Eschen holz. 5 Die Zusammenkunft findet statt Freitag den 15. Jan. Morgens 9 Uhr, im Disirict Klappertlannen zunächst dem Viehtrieb und Samffaa den 16. Januar, Morgene 9 Uhr, auf der Abtriebofläche im District Kreuztannen Bemerkt wird, daß an diesen beiden Tagen ungefähr gleiche Quantlläten Stammholz zum Auegebol kommen, und daß Freitags mit Verssesgs rung der Kesfernstämme der Aufang gemacht und hierauf mit der Verstetgerung der Weißtannen und ßichlen fortgefahren wird Credtt für beide Versteigerungen bis zum 1. Sept. 1869. Ockstadt am 27. Dezember 1868. Wilbrand, Rreiberrlich v. Frau ckenstein'schet Oberförster. Schmiedekohlen 20 vorzüglicher Qualität frisch angekommen bei G. H. Freundlieb. Holz ⸗-Versteigerung. 10 Montag den 11. und Dienstag den 12. Jan. 1869, Vormittags um 9 Ubr anfangend, werden in hiesigem Oemeimdewald, District Filzhardt, nachfolgende Holz⸗ sortimente verfleigert: 1 1 Stecken Nadel Scheltbolz, lie„ Prügelbolz, 3) 31„„ Stackbolz, 4) 7500, Stück„ Wellen, 5) 268„ Ktefern-Baustämme 3599 Cubilfuß haltend, 6) 4144„ Kiefern- Stangenholz zu Sparren ge⸗ eignet 7) 6403„ Zichren⸗(Kreuztannen) Bobnenstangen. Das Kiefern Bau und Stangenbolz wird am ersten und das Brennholz und Bohnenstangenholz am zweiten Tag versteigert und liegt nur 10 Minuten ven Ziegen— berg und der Haupistraße ent ernt. Gegen genügende Bürgschaft wird das Holz bis Ende September 1869 geborgt. Fauerbach v. d. H. den 30. Dezember 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach Phllip pes. Ein freundliches Logis, 18 baddigst beziehbar, hat zu vermietben Konrad König. Fett⸗ Stückkohlen, 21 unübertre flich für Herdfeucrung, brennen sparsam, schmutz- und geruchses selbst in nicht für Steinkobten— brand eingerichseten Feuerstellen, à 40 kr. per Centner, empfiehit— G. H. Freundlieb. Aiversal-Magenliqueur 2583 von Carl von Metternich in Mainz, in Flaschen zu 24 fr., 45 kr. und fl. 1. 24 fr. bei Ph. Dan Kümmich. Ein möblirtes Zimmer 3204 für ein oder zwei. F. Lang, ue Anzeige. 3212 Meinen geebrten Kunden diermit die ergebene Anzeige, daß ich vom 1. Januar an keinen Wein aus dem Hause ohne Miebringung von Flaschen verabsolgen werde. L. C. Trapp Nachf. Ein kleines Familien-Logis 23 wird bis zum 1. April zu miethen gesucht. Näheres det der Exped. d. Bl. Ein Zapfjunge 22 und ein Knecht können sogleich eintreten bei Ph. Windecker. Aus der Wetterau. 17 An die Stelle des verstorbenen Wendel zu Butzbach wird ais Vertreter des Friedberg⸗Büdinger Wahlkreises in den Berliner Reichstag im Frankfurter Journal— andecweitigen, unbekannten Keäften gegenüber— Justiz⸗ rath Dr. Geyger in Assenbeim in Vorschlag ge⸗ bracht und als geeignete Perfönlichkeit bezeichnet.— Der Mann ist recht! Dr. Geyger dem Fortschrütt buldigend— bat Ver⸗ ständniß für seine Zeit!— mit Land und Leuten bekannt, weiß et was Noth thut;— und mit Tüchtigkeit und Willen, das Herz auf dem rechten Fleck, wird er an geeigneter Stelle seine Schuldigkeit thun.— Wähler, die sich für diesen Mann aus ihrer Mitte entscheiden, werden ihr Vertrauen gerechtfertigt sehen!— 8 Die Freunde des Lahrer Hinkenden Boten werden gebeten, beim Jahreswechsel ire Bestellungen auf die Dorfzeitung des Hinkenden Boten bei einer Buchhandlung oder bei der Post oder auch bei der Expedition in Lahr zu machen. Dteselbe erscheint in vier wöchentlichen Lieferungen zu 12 kr. oder in Wochen⸗ nummern zu fl. 2. 24. jährlich. Die Prämie„Winter⸗ freuden“(Stahlftich) ift ein Kunstwetk im schönften Sinne des Wortes und wird mit den nachfolgenden (Frühlingslust) u. s. w. eie berrlichste Zimmerzierde bilden. 0 Aechte Mathias-Kohlen! 19 Das Befle, was die Rubrgegend liefert, frisch an ⸗ gekommen bei Eduard Ruths. Kuh⸗ und Nindfleisch, 14 das Pfund zu 13 ke., verkauft 2 Joh. Hanstein III. 12 Unterzetchneter empfiehlt sich in der Anfertigung von Cylinder-Blasebälgen jeder Art, für Messerschmiede von 36 fl. an. W. Burk in Butzbach. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. Mittwoch den 6. Januar. Mit aufgehobenem Abonnement. Zum Benefiz für Hrn. Carl Sto tz. Gastspiel des Herrn Otto Stotz, erster Komiker vom Stadttheater zu Frankfurt, aus Gefälligkeit fur den Benefiztanteg. Die Sucht nach Abendteuern, oder Doctor und Friseur. Posse mit Gesang in 3 Akten von Friedrich Kalser. Hlerauf auf allgemeines Verlangen: Die drei Dorfmusikanten. Lebende Bilder, nach den Hosemann'schen Zeichnungen in 4 Tableaur. Arxangirt von C. Stotz.( Tableau: Der Gang zur Stadt. 2 Tableau: Die Kirmeß. 3. Tableau Die Schlägerei. 4. Tablean Feierabend. „ Zum Schluß: 3 N 2 Spandau und merika, oder Seine Dritte. Vaudeville mit Gesang in 1 Akt von Emil Pohl. W. Kern, Tyeater-⸗ Director. * Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Beer digte: 27. Dezember.(Au Nauheim,) Eva Christine Steitz, Tochter des dermolen zu Naußelm wohnenden biesigen Bürgers und Schneidermeisters Johannes Steitz II., alt 21 Tage, 1 24. Dezember. N 28. Dezember.(Zu Nauteim.) Marie Adele Steitz, Tochter des dermalen zu Nanbeim wohnenden hiesigen Bürgers und Schneldermeisters Johannes Steltz II., alt 283 Tage 1 26. Oezember. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag ven Bindernagel& Schimpff. 5 b — 0 nie —— gelt! kurch aufge Betr. Grun Gem geben Bett also wird June bereit straf Bet