1 te 1 in —— 2 Eden 2 4 1 Liagi f Ze Schw Narthrereunb anfang Stab doe, 2 bester Guoltadt, bes Ryterberg 2 Water. 14 kr. stet u in dera 8 und Naschen U Samstag den 4. September. 103. berhessischer Anzeiger. Intbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — — — den Für Monat September kann Verlags- Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche tegierungsblatt Nr. 41 enthält: I. Gesetz, die Einführung der für den norddeutschen Zund erlassenen Maß- und Gewichtsordnung in den nich! um norddeutschen Bund gehörigen Theilen des Großher— ogthums betteffend. Nachdem durch das in dem Gesetz⸗ lau des norddeutschen Bundes(Nr. 28) verkündigte Hesetz vom 17. August 1868 eine neue Maß- und Gewichts⸗ urdnung für den norddeutschen Bund erlassen worden ist, vdelche mit dem 1. Januar 1872 in den zum Bunde sehötigen Theilen des Großherzogthums in Kraft tritt, Sitd das durch jenes Gesetz besiimmte Maß und Gewicht leichzeitig und übereinstimmend mit den für den nord⸗ zutschen Bund getroffenen Anordnungen auch in den zorigen Theilen des Großberzogthums eingeführt. Die Anwendung der neuen Maße und Gewichte ist bekanntlich eteus vom 1. Januar 1870 an gestattet, insofern die Zetheiligten hierüber einig sind. II. Gesetz, die Einführung der Gesetze des Großherzog— hums über Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr n den in Folge des Friedensvertrags vom 3. Sept. 1866 euerworbenen Gebietstheilen betreffend. III. Gesetz, das Brückengeld und die Ueberfahrtzebühren ei Mainz, Worms, Oppenheim, Gernsheim und Kostheim (treffend. IV. Gesetz, die Eintragung der neuen Erwerber in die lteren aus zwei Theilen bestehenden Grundbücher betr. V. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 2. Juli l. J. fiel der 15 jährige Maurerlehrling Jost JZergmann von Weiterstadt in bewußtlosem Zustande in zer Nähe des Damenbades in den Woog bei Darmstadt, zetieth vollständig unter Wasser und wäre unfehlbar er⸗ tunken, wenn nicht die ihm rasch nachgesprungene Schwimm⸗ ehrerin Elisabethe Gunder ihn erfaßt und mit großer Anstrengung an das Land gezogen hätte. Obgleich das Jasser an jener Stelle nicht tief ist, so war Elisabethe Zunder doch in Lebensgefahr, weil Bergmann sich krampf— aft an sie anklammerte und sie leicht mit unter Wasser ätte ziehen können. S. K. H. der Großherzog haben er Elisabethe Gunder für diese menschenfreundliche mit vebensgesahr ausgeführte That das allgemeine Ehrenzeichen nit der Inschrist:„Für Rettung von Menschenleben“ Allergnädigst zu verleihen geruht. In Gemäßheit Aller⸗ söchster Entschlteßung wird dieses zur öffentlichen Kennt⸗ uiß gebracht. VI. Bekanntmachung Großh. Kreisamis Gießen, die Friegskosten, insbesondere diejenigen der Stadt Gießen etreffend. VII. Bekanntmachung Großherzogl. Ministeriums der Finanzen, die Sicuervergütung bei der Ausfuhr von in⸗ ändischem Branntwein betreffend. — Das„Frankf. Journ.“ bringt folgende Mittheilung: Nächsten Sonntag findet zu Oppen⸗ eim eine Volksversammlung statt, wobei Folgen- es die Tagesordnung:„Vorlage und Berathung miner Ansprache an die deulsche Nation behufs Wiedereinberufung des deutschen Parlaments.“ — Nach der„Hess. Ldszig.“ sind die Hof— gerlchtsadvokaten v. Wedekind, K. J. Hoff- mann und Dernburg wegen ihrer bekannten Erklärung über das Urtheil hiesigen Bezirksstraf— gerichts bezüglich des Metz⸗Fendi'schen Prozesses om Hofgericht als vorgesetzte Disciplinarbehörde in Untersuchung genommen. — Oeffentlichen Ankündigungen zufolge wird ger nächstjährige Unterrichts ⸗Cursus der Winter AUckerbauschule des landw. Vereins für die Pro— inz Starkenburg zu Darmstadt mit dem 1. Nov. J. eröffnet werden. Bei den an der Schule Sirkenden tüchtigen Lehrkräften und den reichen Lehrhülfsmitteln, welche neuerdings wieder eine vesentliche Vervollständigung erfahren haben, ürsten wohl alle diejenigen, welche die Erlangung iner grünplicheren Berufsbildung anstreben, auf ie dargebotene Gelegenheit mit Recht ausmerksam u machen sein. Die seither regelmäßig abgehal— enen öffentlichen Jahresprüfungen, die sich stets einer lebhaften Theilnahme Seitens des landw. Publikums zu erfreuen hatten, waren ein beredtes Zeugniß für die ersprießlichen Leistungen der jungen Anstalt, die sich durch ihre erfolgreiche Wirksamkeit selbst die beste Zukunft sichert. Wir vernehmen deßhalb gerne, daß für den nächsten Cursus,— den vierten seit dem Bestehen der Anstalt— eine recht zahlreiche Frequenz in Aus⸗ sicht steht und die sich mehrenden Anfragen eine noch umsänglichere Benutzung der Anstalt mit Bestimmtheit erwarten lassen. — Gerichtsaccessist Dr. A. Breidert ist der großherzoglichen Gesandtschaft in Berlin als Attaché beigegeben worden. — In der„Fr. Ztg.“ wird hervorgehoben, daß im Widerspruche mit§. 15 der durch das Regierungsblatt im vorigen Jahre verkündigten Militär⸗Ersatz⸗Instruktion, wonach das Ministerium des Krieges und Ministerium des Innern im Großherzogthum die Behörden sein sollen, unter deren gemeinschaftlicher Leitung die Ersatzangelegen- heiten stehen sollen, die kürzlich veröffentlichte Ver— ordnung über die Stellvertretung im Militärdienst uur von dem Kriegsministerium gezeichnet ist und weiter berichtet, daß das Ministerium des Innern in der That erst durch die Veröffenlichung hiervon Kenntniß erhalten habe. Sodann wird bemerkt, daß in der fraglichen Verordnung auch noch in— sofern eine Verletzung der gesetzlichen Bestimmung vorliege, als(abgesehen von dringenden Fällen) Gesetze und Verordnungen erst 14 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Regierungsblatt Gültig— keit haben sollen, dessenungeachtet aber die Ver- ordnung mit dem Tage des Erlasses in Kraft treten soll. * Friedberg. Des Großherzogs K. H. wohnte während der letzten Tage den Manövern in der Nähe Vilbels bei und kehrte jedesmal am Nachmittage per Extrazug hierher zurück. Auch zu dem heutigen Schluß-Manöver, bei welchem der König von Preußen ebenfalls erschienen war, begab sich S. K. H. in der Frühe. Wie ver— lautet fand nach Beendigung des heutigen Ma— növers gemeinschaftliches Frühstück der hohen Herrschaften und der Generalitäten in dem dazu hergerichteten, schön decorirten Wartesaale des Stationsgebäudes zu Vilbel statt, worauf der König von Preußen seine Rückreise nach Berlin antrat und der Großherzog gleichzeitig hierher zurückkehrte. Der Aufenthalt desselben in unseren Mauern wird sich dem Vernehmen nach noch bis zum 6. d. erstrecken, an welchem Tage die Rückkehr in die Residenz erfolgen soll. Mainz. Die Sitzungen des volkswirthschaft— lichen Congresses haben am 1. d. begonnen. Er- öffnet wurden dieselben von dem Präsidenten der ständigen Deputation, Prince-Smith. Karl Braun wurde hierauf zum Präsidenten, Advokat Anwalt Görz von hier zum Vicepräsidenten er— nannt. Die Tagesordnung bildeten die Aktien- Gesellschaften, Referent war Dr. Alex. Mayer aus Breslau. Die Versammlung beschloß: Das Erforderniß staatlicher Coneession für Bildung einer Actiengesellschaft ist zu verwerfen, weil der Staat weder die Bedürfnißfrage noch die Ver— trauensfrage in ausreichender Weise zu prüfen vermag. Es ist die Zurückführung der Bildung von Actiengesellschaften auf das wissenschaftlich zu— lässige Maß der wachsenden wirthschaftlichen Ein- sicht anzuvertrauen. Auf keinen Fall ist die staat⸗ liche Concession cumulativ mit dem System der Normativbedingungen in Anwendung zu bringen, da beide prineipiell einander ausschließen. Preußen. Berlin. Der diesjährige, nach Berlin ausgeschriebene vierte Protestantentag, welchem das Brandenburger Consistorinm für seinen Eröffnungsgottesdienst die Kirche verweigert hat, wird am 5. und 6. Oktober stattfinden. Am ersten Tage wird die namentlich für Preußen brennende Schulfrage auf die Tagesordnung kommen und durch ein Referat Dr. Holtzmann's, Professors der Theologie in Heidelberg, eingeleitet werden. Am zweiten Tage wird Dr. Schenkel als Mitglied des engeren Ausschusses den Bericht über die Wirksamkeit des Protestantenvereins in Verbindung mit einer Rundschau auf die kirchlichen Verhältnisse Deutschlands überhaupt erstatten. — Die„Prov. Corresp.“ meldet: Der König kehrt von Homburg am 3. Sept. zurück, geht am 5. nach Stettin, woselbst Aufenthalt und Abhaltung der Manöver bis zum 8. Statt findet; alsdann wohnt der König vom 9. bis 11. den Truppen⸗ übungen in Stargard bei, und am 11., Nach; mittags, erfolgt die Abreise nach Königsberg, woselbst er Aufenthalt vom 12. bis 15. nimmt. Von dort geht der König nach Elbing, woselbst der Aufenthalt bis zum 17. dauert. Alsdann findet ein Besuch bei Graf Dohna ⸗Schlobitten Statt und am 18. ist Rückreise nach Berlin. — Von der Telegraphen-Verwaltung des norddeuischen Bundes ist eine Statistik des tele graphischen Verkehrs im Gebiete des norddeutschen Bundes zusammengestellt worden. Hiernach waren 962 Stationen und 31 Filial⸗ Stationen vor— handen. Von diesen verarbeiteten 2 Stationen im Laufe des Jahres über 1 Million Depeschen, nämlich Berlin 2,864,879 und Frankfurt a. M. 1,108,028 Depeschen; zwei zwischen 1 und ½ Million Depeschen, nämlich Köln und Hamburg; 21 zwischen ½ Million und 100,000 Depeschen, von denen die meisten Depeschen zählten Breslau, Leipzig, Stettin, Hannover ꝛc.; 15 zwischen 100 50,000, 11 zwischen 50 und 40,000, 21 zwischen 40 und 30,000, 24 zwischen 30 und 20.000 Depeschen ꝛc. Die größte Mehrzahl der Stationen, nämlich 656, hatte eine Beförderung von 4000— 79 Depeschen abwärts. In Betreff der Einnahmen von beförderten Depeschen stehen unter den Stationen oben an Berlin mit 349,917 Thlr., Hamburg 240,598, Frankfurt a. M. 160,891 und Bremen mit 100,465 Thlr. Eine Einnahme von 100— 50,000 Thlrn. hatten nur Stettin, Leipzig und Breslau, von 50 bis 20,000 Thlr. Königsberg, Köln, Dresden und Danzig u. s. w. Die große Mebrzahl der Stationen(662) hatte eine Einnahme von 500 bis 7 Thlr. Der Verkehr der kelegraphischen Depeschen hat sich gegen das Vorjahr bedeutend gesteigert. Es wurden in 1867 aufgegeben 3,097,987, im letzten Jahre 4,304,600 Depeschen. Die Einnahme aus den Depeschen war von 1,562 117 auf 1,702,528 Thlr. in die Höbe gegangen. Im Jahre 1867 betrug die Brutto- Einnahme durchschnittlich pro Depesche 15¼ Sgr., — — e —— 5 . im letzten Jahre nur 13¼ Sgr. Der Haupt- verkehr der telegraphischen Depeschen fällt in die Monate Juni bis Oktober einschließlich, in welchen Monaten daher auch die Einnahmen größer als in den übrigen Monaten waren. Fulda. Zur Versammlung der deutschen Bischöse waren bis zum 31. Aug. erschienen: die Erzbischöfe von Köln und München, der Fürst⸗ bischof von Breslau, die Bischöfe von Passau, Eichstädt, Augsburg, Würzburg, Mainz, Rotten⸗ burg, Trier und Paderborn, der Weihbischof Kübel von Freiburg, der apostolische Vicar von Dresden, der Domcapitular Molitor von Speyer. Die österr. Bischöfe sind nicht erschienen. Am 1. d. waren ferner angekommen: die Bischöfe von Osnabrück, von Ermeland, der apostolische Vicar für Luxemburg; Domprobst Hasse für den Bischos von Culm; der Erzbischof ven Bamberg kaun wegen Krankheit nicht erscheinen. Das Pontisical⸗ amt celebrirte der Erzbischof von München. Hier⸗ auf wurde die Sitzung im Priesterseminar eröffnet. Den Verhandlungen präsidirt der Erzbischof von Köln. Sachsen. Dresden. Von den in London lebenden Deutschen sind für die Verunglückten im Hlauen'schen Grunde als„erste Rate“ 685 Thlr. eingelaufen. Bei der Hauptkasse in Döhlen sind bis jetzt 74,063 Thlr. eingegangen. Bayern. München. Die Bundesliqui⸗ dations⸗Commission beschloß, die zum faktischen Vollzug der beschlossenen Vertheilung und Ver⸗ äußerung des disponiblen Festungsmaterials er— forderlichen Weisungen zu ertheilen. Nach dem Einlaufen der Anzeige über den Vollzug der zu treffenden Maßnahmen wird die Schlußsitzung stattfinden. Baden. Mannheim. Die dahier statt⸗ gefundenen Verhandlungen über Herbeiführung gemeinsamer Bestimmungen bezüglich der Rhein- fischerei sind ohne Resultat vertagt worden, da von Seiten der Niederlande auf die Festsetzung einer ergiebigen Schonzeit nicht eingegangen wurde. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ mel⸗ det: In der kürzlich stattgefundenen Conferenz des Baron v. Werther mit Graf Beust erklärte der Erstere, ohne eine Note vorzulesen, daß Preußen den Schriftenwechsel für beendigt betrachte. Graf Beust nahm diese Erklärung mit Befriedigung entgegen und sprach die Hoffnung aus, der Ab- bruch des Depeschenwechsels werde der Anfang der gewünschten freundschaftlichen Beziehungen sein. Frankreich. Parise. Die Kaiserin ist auf ihrer Rückreise von Ajaccio in Toulon an- gekommen.— Der„Constitutionnel“ sagt, daß der Kaiser, dessen Gesundheit so eifreuliche Fort⸗ schritte gemacht hat, daß er seine gewöhnliche Lebensweise wieder aufnehmen konnte, wahrschein— lich die Reise ins Lager von Chalons antreten wird.— Man versichert, daß die Einberufung des gesetzgebenden Körpers Ende dieses Monats erfolgen wird. — Der„Moniteur universel“ hat ausführliche Nachrichten über das Befinden des Kaisers. Die rheumatischen Leiden nehmen merklich ab, die „unbequeme Krankheit“ ist fast gänzlich verschwun⸗ den und die Kräfte des Patienten nehmen so rasch zu, daß die Heilung vor Ende der Woche eine vollständige sein wird. Der Kaiser ging nach dem Frühstück über eine Stunde lang im Garten spazieren. — In der Senatesitzung vom 1. d. zollte Prinz Napoleon der Umwaadlune des Autoritäts⸗ Kaiserreichs in ein liberales Kaiserreich seinen Beifall, betheuerte seine Ergebenheit für den Kaiser und den kaiserlichen Prinzen, billigte das Senatus— consult, aber bedauerte, daß dasselbe Lücken ent haltt. Die Verantwertlichkeit der Minister sei schlecht definirt. Der Senat sollte eine zweite Kammer mit legislativen Befugnissen sein. Der Prinz wünscht den Senat gewählt zu sehen und will ebenso die Maires durch die Gemeinderäthe gewählt wissen. Der Minister des Innern ant⸗ wortete: auch er wünsche ein liberales Kaiserreich, aber das Vertrauen in die Freiheit schließe Klug⸗ heit und Maßhalten in der Entwickelung der Freiheiten nicht aus. Der Minister gab schließ⸗ lich die Erklärung ab, daß die Regierung die Meinungen des Prinzen über die Befugnisse und die Zusammensetzung des Senats nicht theile, ebensowenig die über die Ernennung der Maires durch die Gemeinderäthe. ö — Der„Rappel“ berichtet:„Der hauptsäch⸗ liche Vertreter der republikanischen Partei in Spanien, Emilio Castelar, verläßt Paris und kehrt nach Spanien zurück. Er ist voll Zuversicht für den nahe bevorstehenden Triumph seiner Sache.“ — Auf der amerikanischen Fregatte Sabine, welche sich gegenwärtig im Hafen von Cherbourg befindet, ist ein Complot entdeckt worden Zwei⸗ undzwanzig Matrosen, die sich am Capitän rächen wollten, hatten nämlich die Absicht, die Pulver— kammer in die Luft zu sprengen. Die Lunte, die mit der Pulverkammer in Verbindung stand, war bereits angezündet, als sie ein Schiffsjunge ent⸗ deckte. Der Capitän ließ sämmtiliche 22 Ver⸗ schwörer festnehmen und wollte sieben, welche das Kriegsgericht zum Tode verurtheilte, auf der Rhede selbst sofort an den Mastbäumen seines Schiffes aufhängen. Die französischen Behörden gaben dies aber nicht zu, worauf der Capitän die Anker lichtete und in die offene See hinausfuhr. Aber kaum hatte die Fregatte die Rhede verlassen, so baumelten schon die sieben Matrosen an den Mastbäumen. Großbritannien. London. Durch viele tausend Familien in England geht ein großes Wehklagen. Die große Lebensversicherungs-Gesell— schaft Albert hat plötzlich bankerott und viele Tausende unglücklich gemacht. Zahlreiche Familien- väter hatten der Bank ihre sauern Ersparnisse anvertraut, um sich ein halbwegs sorgenfreies Alter zu verschaffen oder ihren Kindern ein kleines Erbe zu hinterlassen. Das ist nun vorbei und der Schrecken um so größer, als der Schlag blitzschnell gefallen ist; nur wenige hatten eine Ahnung, daß die Verwaltung faul war. Spanien. Madrid. der Carlistenbanden sind verschwunden. vollkommene Ruhe in Spanien. — Die Regierung hat Nachricht erhalten, daß Don Carlos den definitiven Entschluß gefaßt hat, nach Spanien zu kommen. Die letzten Reste Es herrscht 3 Bad Nauheim. Vor wenigen Tagen fand der Badewärter Löschhorn dahier im hiesigen Park eine die bedeutende Summe von 1600 Thaler(meist in Kassen⸗ scheinen) enthaltende Brieftasche. Derselbe lieferte sie alo⸗ bald an den durch ihn erminelien Eigenthümer, Kaufmann W.... welcher im Hoiel de l'Europe wohnte, ab und erhielt von diesem nach Verlauf mehrerer Tage die ansehn⸗ liche Belohnung von 2 fl.— sage zwei Gulden! Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts in der Provinz Overhessen vom vierten Quartal 1869, für welches der Großherzogliche Hofgerichtsraiy, Herr Buff, zum Prä⸗ sidenten und der Großberzogliche Geheime Hofgelichtsrath, Herr Wortmann, zu dessen Stellvertreter ernannt worden ift, werden Monlag den 4. Ottober a. c., Vormintags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen, und es sind demzufolge in der heute stattgehablen öffentlichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichis dieser Provinz die Haupi⸗Geschwornen in foi⸗ gender Ordnung ausgeloost worden: 1) Conrad Dippel, Wirth in Liederbach. 2) Wilhelm Ferisch, Spezereihändler in Friedberg 3) Johannes Schudt, Müller in Muschen⸗ heim. 4) Heinrich Martini, Fabrikant in Bilbel. 5) Georg Philippi, Gastwirth in Friedberg. 6) Wilhelm Wenzel, Fabrikant in Lauterbach. 7) Pyilipp Jikob Weiß, Spezerei⸗ händler in Nauheim. 8) Ecwin Vlaunwarth, Ockonom in Stammheim. 9) Conrad Muyly II., Müller zu Allen⸗ dorf a. d. Lumda. 10) Heincich Schmiermund II., Land wirth in Over⸗Seiberienrod. 11) Wlyeim Faber, Gule⸗ besitzer in Gußen. 12) Freiherr Adalbert von Nordeck zur Rabenau in Friedelhausen. 13) Wilhelm Geyer, Justizrath in Assenheim. 14) Balthasar Becker, Bürgermeister in Kesselbach. 15) Theodor Wilte, Apothekec in Gießen. 16) Heinrich Zimmer II., Müller in Hrünberg. 17) Jo⸗ hannes Stephan, Müller in Hemmen. 18) Adolph Schtosser, Landwirch in Elpenrod. 19) Johann Geocg Landvogt VI., Bierbrauer in Rockenberg. 20) Conrad Ludwig Uhl, Gastwirch in Nidda. 21) Adam Fischer II., Müller in Hutzdorf. 22) Johannes Götz, Landwirth in Heegheim. 23) Conrad Nes VII., Bürgermeister in Wolf. 24) Conrad Reutzel II., Bürgermeister in Kefenrod. 29) Rudolph Klingelhöfer, Kammerdirector in Büdingen. 26) Friedrich Bender, Cigarrenfabrikant in Gleßen. 27) Eduard Ollens, Zeugfabrikant von da. 28) Jacob Schudt, Müller in Wetlerseld. 29) Johannes Schäfer II., Mühlenbesitzer in Zell. 30) Daniel Bender, Postmeister in Butzbach. Frankfurt. Die in dem hiesigen Gesängniß noch untelgebcachte, von den hiesigen Assisen jüngst abgeurcheilie Räuberbande hatte ein Complott zu ihrer Befreiung ge— schmiedet, was jeboch verrathen wurde. Den einzelnen Rädelsführern würden daher Ketten angelegt, deren Schlösser 0 sie jedoch wieder zu öffnen verstanden. Inzwischen den die Vorkehrungen getroffen, sie heute von hiet w bringen. Als dieses geschehen sollie, fingen die Bursc an zu revoltiren, warfen die Wächter und Soldaten ut Krügen ꝛc., rückten ihnen zu Leibe, so daß diese sich nöthigt sahen, der Gewalt Gewalt entgegenzusetzen, w der Räuber Schmidt und andere verwundet wurd während auch auf der anderen Seite Verwundungen vor⸗ fielen. Endlich gelang es, die Bande zu überwältigen und sie unschädlich zu machen. N »Darmstadt. Dem am verflossenen Sonntage bahier abgehaltenen ersten Verbandstag der Starkenburger Er⸗ werbs⸗ und Wirthschaftsgenossenschaften wohnte auch Schultze⸗Delitzsch, der Vater und treue Pfleger der deulschen Genossenschaften, bei. Der verehrte und ver⸗ diente Mann beging am genannten Tage seinen 61. Ge⸗ burtstag und so halten die Vertreter der Vereine die hohe Freude, demselben ihre wärmsten Glückwünsche aussprechen zu können, indem bei der Tafel Hofgerichts Advokat Ohl in einem begeistert aufgenommenen Toaste den Gefühlen der Verehrung und Dankbarkeit im Namen der Vereine herzlichen Ausdruck verlieh. 1 Darmstadt. Das nächste mittelrheinische Turufest wird nicht in Darmstadt, sondern, da Wiesbaden hiezu nachträglich sich bereit erklärte, in dieser Kurstadt staltfinden, Mainz Bei dem Besitzer eines der hiesigen Hotels langte vor einigen Tagen ein Telegramm aus der Schwelz au, des Inhaltes, daß Prinz Napoleon nebst Gefolge Nachmittags um 5 Uhr hier eintreffen werde, es sollten für ihn in dem Hotel acht bis zehn Zimmer in Bereit⸗ schast gehallen werden, auch ein Souper wurde bestellt. Kurz darauf traf nochmals ein Telegramm ein, welches berichligte, daß der Prinz nicht um 5 Uhr Nachmiltagg, sondern erst um 8 Uhr Abends hier eintreffe. Der Hobel⸗ vesitzer ließ die gwünschten Zimmer in Bereilschaft setzen, trug auch Sorge, daß die Vorzüglichkeit seiner Küche ihre alte Berühmtheit bewähre. Mittlerweile wurde es 8 Uhr, aber kein Prinz ließ sich sehen und der Wirth merkte, daß ihm Jemand einen Possen gespielt. Der Veclust, der dem⸗ selben dadurch entstand, wäre noch zu verschmerzen gewesen, wenn nicht an dem Tage der Fremdenverkehr so stark ge⸗ 9 wäte, daß der Wirth wohl an 80 Personen abwelsen mußte. Schweiz In Juterlaken ist der Besitzer des dortigen größten Holels vor einigen Tagen das Opfer eines Schwin⸗ dels geworden. Derselbe erhält nämlich von Genf aus eine Depesche folgenden Juhalts:„Ich bin bereit, vächsten Mosltag eine lilerarische Soirse zum Besten der Ueber⸗ schwemmten zu geben. Stehl Ihr Hotel zur Verfügung? Alexander Dumas.“ Der Hotelbesitzer hatte natürlich nichts Elligeres zu thun, als zu antworten, daß sein ganzes Eilablissement zur Verfügung stehe. Tags darauf(Sonntag 22. August) langte der Secretär von A. Dumas im Hotel an und erklärte, daß sein Herr nur dann die Vorlesung abhalten werde, wenn eine gewisse Summe garantirt sei. Nun gibt man sich alle Mühe, die betreffende Summe aufzubringen, und es gelingt den Anstrengungen des Hotel⸗ Inhabers und des Secretärs, circa 200 Billete 2 12 Fr. gegen baar zu veräußern. Man telegraphirt sofort nach Genf, daß nichts mehr im Wege stehe, und machte alle Vorbereitungen, um den gefeierten Schriststeller würdig zu empfangen. Aber Alles vergebens. Nächsten Morgen war der Secretär verschwunden, und auf lelegraphische Anfragen bei A. Dumas, der sich für einige Tage in Genf aufhiell, erklärte derselbe, daß ihm die ganze Sache unbekannt sei. Von dem Schwindler, der sich für den Seeretär ausge⸗ geben hat, ist keine Spur mehr zu entdecken. Selbstbewaff nung. (Eingesandt.) Der Ruf nach Selbstbewaffnung des Volkes ertönt gar oft in unserem deutschen Vaterland und wahrlich es ist eine herrliche Sache, wenn das ganze Volk sich selbst im Falle der Noth zu vertheidigen und einen von Außen drohenden Feind zurückzuschlagen weiß. Wie Viele aber sprechen und schreiben in begeisterter Weise Jahr aus Jahr ein von der Selbsibewaffnung des Volkes gegen außere Feinde, während sie auf einem anderen Gebiete, wir meinen auf dem der Bewaffnung des Volkes gegen einen gefährlicheren Feind, der im Junern des Landes Schaden auf Schaden bringt: das Feuer, eine un⸗ begceifliche Gleichgültigkeit an den Tag legen. Auch gegen diesen Feind gilt es, sich mit Löschmaschinen, Leitern und Beilen zu bewaffnen, auch hier gilt es, zu exercieren, damu man im Falle dec Noih geübte und schlagfertige Truppen ins Feld führen kann, auch hier muß ein ein⸗ heitliches Commando und milltärische Zucht obwalten, wenn man siegen soll. Wie traurig ist es aber noch an manchen Orten mit solcher Bewaffnung bestellt? Was die allen Flinten bei mangelhaften Armeen, das sind hit die alten und schwerfälligen Feuerspritzen, die, wenns brennt, den Dienst versagen; was dort Mangel an Munition, ist bier das fehlende Löschwasser, für welches nur zu ost nicht gesorgt ist; was dort die verkehrte Kriegs führung, ist hier das schlechte Commando, das in Brand⸗ N fällen enbweder gar nicht kristirt, weil jeder thut, was ihm behagt, oder doch häufig in Händen von ganz un? kundigen Leuten liegt. Und so sieht es denn gar krautig aus mit diesen Waffen und in diesem Kampf gegen den bösen Feind, der in j dem Jahr Millionen an Werth ver schiingt und dem selest mauches Menscheuleben zum Opfer fällt. Das Traurigste von Allem aber ist der Mangel an Gemeinsinn und an Bürgertugend, der sich in gar vielen Städien und Flicken noch zeigt. Bringt man wirklich nach langen Kämpfen gegen Vorurtheile aller Art eine Feuerwehr zu Stande, so fehlen doch mitunter gerade Wee nö! und dlch wehren 0 — Wien abten gl. Nummer. mit dem mit 50,00 Nr. 9 mit Nr. 80 mil famen noch i weiler Bei de in Dorhel dortigen! Für det im find bei de kijgegange Goörbelhein E. Neiß l Husch 1 Diehl 2 Alp. Web stüheien 900 de Einer 2408 un I 0 von b loschen J 3 ere für . ach W u i 7 1 Kürger, die si n 0 destrebungen der Feuerwehr anschließen sollten, stellen sich der Feuerwehr am meisten bedürfen, die Bürger⸗ haft, der besitzende Theil der Bevölkerung. Ole jüngeren ge mit Herz und Hand den gemeinnützigen mserümpfend zur Seite und überlassen den Schutz ihrer gabe fremden Kräften. Wo ist bei solchen Erscheinungen un Bürgersinn, die Opferfreudigkeit, der Gemeinsinn und de gegen äußere Feinde so sehr gerühmte Selbsibewaff⸗ zung? Greift selost zum Beil, stellt Euch selbst in die zeihe der Spritzenmänner und kommt der schönen und chebenden Bürgerpflicht, Euer und Eures Nächsten Hab und Gut gegen Feuer zu schützen, opferwillig nach! Werft e die unmännliche Verweichlichung und das Sprödethun gen eine so nützliche und nothwendige Sache! Solcher Veise möge ein besserer Sinn überall in unseren Städten und Flecken durchdringen und tüchtige ausgiebige Feuer⸗ tehren schaffen. Verloosung. Wien, 1. Sepiember. Bei der heute dahier staltge— ubten Ziehung der 1864er Loose wurden nachstehende zummern mit Hauptpreisen gezogen: Serie 3570 Nr. 37 rät dem Haupttreffer von 200,000 fl., S. 745 Nr. 100 rät 50,000 fl., S. 3729 Nr. 66 mit 15,000., S. 1242 . 9 mit 10,000 fl., S. 3729 Nr. 92 und S. 3175 e. 80 mit je 5000 fl. Außer den bier genannten Serien kmen noch heraus: Serie 1671, 2778, 2154 und 1096 Für die Wittwe und Kinder des verunglückten Justus Seifert i weiter eingegangen bei Prof. Diegel von A. Velte fl. Bei der Expedition eingegangen von Pfarrer Eckhardt n Dorheim 30 kr., durch Lehrer Nagel in Ossenheim von dutigen Schulkindern gesammelt 1 fl. 54 kr. Für die Hinterbliebenen dr im Plauen'schen Grunde verunglückten Bergleute suud bei den Vorstaudsmitgliedern des Hülfsvereins weiter ei gegangen: von Prof. Köhler 1 fl., H. Schudt auf der Esrbelheimer⸗Mühle 2 fl., A. Velte 1 fl., J. Huber 1 fl., Reiß in Echzell 1 fl., G. Hirsch in Mainz 2 fl., E. zusch 1 fl. N. N. 1 fl., aus Dornassenheim durch Ferd. Diehl 2 fl. 30 kr. Districts⸗Einnehmer Bitsch 1 fl., Actuar⸗ . Weber 45 ke. Zusammen 14 fl. 15 kr., mit dem st heren Betrag 76 fl. 41 kr. Humboldt Feier. Der 14. September d. J. ist der 100jährige Geburtstag Alexander's v. Humboldt. Allerorten in Deutschland bereitet man die würdige Feier dieses Tages vor. Und mit Recht. Denn Humboldt zählt unzweifelhaft zu den größten und edelsten Söhnen unserer Nation. Wenn auch von der jetztlebenden Generation vielleicht nur die Erleuchteten unter Denen, welche der Naturforschung hingegeben von den Segnungen Humboldt'schen Geistes zunächst berührt sind, die Größe dieses Mannes ganz zu würdigen vermögen, wenn auch wahr ist was die Eingeweihten sagen, daß zum völligen Verständniß der Bedeutung Humboldt's die Welt noch ein volles Jahrhundert der weiteren Reife bedürfe, so kann doch nicht bezweifelt werden, daß auch die Gebildeten unserer Tage in Alexander v. Humboldt bereits den großen Mann und größten Naturforscher erkannt und ihm in der Reihe der Verehrungswürdigsten unserer Nation und der ganzen Menschheit eine hervor— ragende Stelle eingeräumt haben. In der That bedarf es zur Würdigung der Verdienße Humboldt's des allergrößten Maaß stabes und zwar eines ganz neuen durchaus eigenartigen. Dieser große Mann war Zoologe, Botaniker, Mineralog, Geolog, Physiolog, Mathematiker, Astronom ꝛc. ꝛc., und alle diese Gebiete, deren jedes einzeln die Lebensaufgabe eines vollbegabten Geistes darstellt, durch selhstständige Forschungen bereichernd umfaßte er in einem Gesammtwissen, wie es vor ihm noch kein Naturforscher der Welt besessen hat Hier aber begann erst die eigentlichste Aufgabe dieses wunderbaren Geistes. Von diesem er— habenen Standpunkte eines Wissens aus, welches für gewöhnliche Kräfte geradezu unbegreiflich und unübersehbar ist, legte er den Grund zu dem ungeheuren Gebäude einer die Natur unseres ganzen Weltspstemes umfassenden Forschung, der kosmischen Naturforschung, zu einem Gebäude, für dessen Plan bisher seit der Grlechenzeit(und da in verhältnißmäßig viel kleineren Dimenstonen) in dem Kopfe keines einzigen Menschen zur Ent⸗ stehung Raum genug vorhanden gewesen ist und für dessen Ausbau die Kräfte der Menschheit für Jahrhunderte hinaus noch werden thätig sein müssen. Daß einem solchen Manne, der auch hinsicht⸗ lich seines Charakters unsere ganze und volle Liebe und Bewunderung herausfordert, die Huldigung seiner Nation nicht fehlen kann, ist wohl begreiflich. Und wie sich's denn allenthalben regt um diesem Drange gerecht zu werden, so wird auch in unserer Stadt, welche hier so wenig als bei anderen nationalen und edlen Zwecken zurückbleiben darf und will, eine würdige Feier dieses Tages be⸗ absichtigt. Das Fest wird in Vorträgen über das Leben und Wirken des großen Mannes bestehen, an welche sich am Abend eine gesellige Vereinigung bei Gesang, Instrumentalmusik und Restauration anreihen wird. Mit Rücksicht auf das mit dem Namen unseres großen Mitbürgers verknüpfte allgemeine nationale Interesse und in der dadurch begründeten Voraus⸗ setzung einer sehr vielseitigen Betheiligung sind die Eintrittskarten auf einen sehr niedrigen Preis gesetzt worden. Das Nähre über die Feier wird durch eine weitere Ankündigung in diesen Blättern demnächst mitgetheilt werden. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. Geschäftsbericht pro August 1869. Einnahme. Ausgabe. fl. 4991. 33 kr. Discontirte Wechsel fl. 7,109. 16 kr. „ 7,16 19 Conto Corrent 3383 „ 130 Depositen 5 48. 50„ „ 6,626. 45„ Darlehen u. Spareinlagen, 2,114.—. „ 545. 33„ Wechsel-Incasso„3,489, 10 Mitgliederzahl: 472. Repskuchen! steis frisch von der Müble bei Wilh. Fertsch. Einen vollstandigen Oecouomiewagen At und einen Sechpflug bat zu verkaufen A. Hanstein's Wittwe. 2 Tapeten, 20 Fertige Herren- und Knabenkleider. Anzüge nach Maß. Gillige Preise. L. Fischer, Hauptwache 1, Frankfurt a. M. 46 per Stück von 7 kr. an bis zu den feinsten empfiehlt Bat Nauheim. C. Horn, Tapezier. Uuiversal-uiggenligueur zlrschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 Fr. bet Wh. Dan. Kümmich. Lederschüͤrzen für Damen und Kinder bei M. Seligmann, Weißgerber. Gesucht! 4% 2—9 Stelnhauergesellen finden gegen guten Lohn mernde Arbeit. M. 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