Cant, res dei det Erped. — 18. Mai. et zu· „ un— Suchnut) 1(. Schmalz, b 1 Dienstag den 4. Mai. 1 erhessischer Anzeig Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Für die Monate Mai und Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samftag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 11. sub 1. Gesetz, die Ausdehnung der über das Pfandrecht und andere Vorzugsrechte der Gläubiger in den Provinzen Starkenburg und Obechessen bestebenden Gesetze auf die durch den Friedensvertrag vom 3. Seplember 1866 erworbenen Gebtetstheile betr.— sub 2. Verordnung, die Lokal⸗Abthellungen der Werth⸗ und Schadencersatztarise bei Forsifreveln bett.— sub 3. und Landwehr⸗Mannschaften betr.— sub 8. Bekanntmachung, die Correspondenz nach Schweden beir. Nr. 12. Bekanntmachung, die Ausgleichung der Kriegskosten des Jahres 1866 betr. Friedberg am 30. April 1869. Bekanntmachung, die Unterstützung der bedürftigen Familien zum Diensie einberufener Reserven⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p „ Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 11. Nr. 263. Gesctz, Maßregel gegen die Rinderpest betreffend vom 7. April 1869.— Nr. 264— 263. Die Ernennung von Consuln betr. Nr. 12. Nr. 269. Verordnung, betreffend die Einberufung des Bundestaths des deutschen Zollvereins. Vom 17. April 1869.— Nr. 270. Die Belordnung von Beamten als Vereinsbeamte für Zollwesen betreffend.— Nr. 271 und 272. Die Ernennung von Consuln betr. Berichtigungen. Betreffend: Die Verwendung von einem Dritthell der eingehenden Polizeistrasen zur Besoldung des Auffichtspersonals. Friedberg am 30. April 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach den Ihnen kurzer Hand zugehenden Belegen haben Ihre Gemeinden dit nach stehenden Strafdritttheile eingegangener Polizei strafen bei den einschlägigen Großherzoglichen Districts-Einnehmereien zu empfangen, und zwar: Assenheim 40 kr.— Bruchenbrücken 2 fl. 40 kr.— Belenhelm 1 fl. 40 kr. — Butzbach 10 fl.— Fauerbach b. Fr. 1 fl.— Friedberg 51 fl. 56¾ kr.— Gambach 30 kr.— Hoch⸗Weisel 2 fl. 20 kr.— Nauheim 36 ½ kr.— Nieder- Florstadt 4 fl. 40 kr.— Nieder⸗Rosbach 1 fl. 10 kr.— Nieder Mörlen 3 fl. 10 kr. Sie werden diese Beträge in Einnahme decretiren und controliten lassen, auch fur die Erhebung Sorge tragen. wendung dieser Beträge geht Ihnen spater Verfügung zu. U * Betreffend: Die Krankenanstalt in Friedberg. n nin mn iche u — Nieder⸗Weisel 114 fl.— Ober⸗Mörlen 1 fl. 50 lr.— Ober⸗Wöllstadt 9 fl.— Ockstodt 2 fl. 30 kr.— Ossenheim 2 fl. 10 kt.— Oppershofen 1 fl.— Oftheim 43 fl. 40 kr.— Pohl ⸗Göns 2 fl. 30 kr.— Södel 3 fl. 10 kr.— Staden 1 fl. 30 kr. Wölfersheim 2 fl. 40 kr.— Wohnbach 50 kr. Ueber die Ver⸗ Ter a pp. Nd Friedberg den 2. Mai 1869. Wir sind veranlaßt, das Publikum auf pünktliche Einhaltung der Bestimmungen im§. 3 des Regulativs der hiesigen Kranken⸗ Anstalt für Geschäftsgehülfen, Lehrlinge und Dienstboten, vom 27. September 1860, die nachstehend abgedruckt sind, aufmerksam zu machen. §. 3. Den bereits vor Anmeldung Erkrankten ist der Beitritt versagt und es können solche Personen nur auf besondere Erlaubniß der Armen⸗Commission und unter der Bedingung des Ersatzes aller Ver— werden. pflegungs⸗ und Heilungskosten in dem hiesigen Hospitale verpflegt Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Tritt die Erkrankung ein, ehe die Anmeldung zur Kranken⸗ anstalt möglich war, so ist die erkrankte Person selbst und eventuell deren Heimathgemeinde, bei späterer Erkrankung aber die Dienstherr— schaft oder der Geschäftsherr zur Zahlung der Kosten verpflichtet. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 13 enthält: I. Gesetz, die Einführung(83) verschiedener Gesetze des Großherzogthums in den in Folge des Friedensver⸗ trags vom 3. September 1866 neu erworbenen Gebiets⸗ thellen betreffend. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Statuten der Obergessischen Eisenbahn⸗ Gesellschaft betreffend. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, die Aus⸗ siellung der Reisepässe betreffend. IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Organisation der Oberförsterei Eudorf, Jorstamtes Romrob betreffend. V. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post⸗ Angelegenheiten, die in Folge Eröffnung der Ried⸗ bahn eingetretene Veränderung der Postverbindungen und Eröffnung einer Postexpebition zu Biebesheim betreffend. VI. Bekanntmachung Großh. Kreisamtes Offenbach, die Nichterhebung einer Umlage 3. Klasse in der Gemeinde Dietzenbach für 1869 betreffend. VII. Uebersicht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreitung ber Bebürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden bes Kreises Heppenheim. VIII- XII. uebersicht der für das Jahr 1869 ge⸗ nehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürf⸗ nissen in den Gemeinden der Kreise Bübingen, Erbach, Vilbel, Heppenheim und Oppenheim. b XIII. Uebersicht ber für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bebürsnisse der israelitischen Religsonsgemeinden des Kreises Schotten. XIV. Abwesenheitserklärung. Durch Urtheil Großh. Bezirksgerichts Mainz vom 4. April und 13. Juni 1868 ist zur Constatirung der Abwesenheit von Peter Schlöder aus Gau-Bickelheim die im Art. 116 des Civilgesetzbuchs vorgeschriebene Zeugenvernehmung verordnet worden. XV. Namensveränderung. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 14. April dem Julius Theuerkauf zu Darmstadt zu gestatten, daß derselbe statt seines bisherigen, den Familiennamen Lich führe. XVI., Diensinachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: dem Schulamts-Asplranken Nicolai aus Ober-Mörlen die 3. katholische Schulstelle zu Hechtsheim im Kreise Mainz, dem Schulamts-Aspiranten Claus aus Heimertshausen die evangel. Mädchenschulstelle zu Homberg a. d. O., dem Pfarramts-Candidaten Decker aus Lißberg bie erledigte evangel. Pfarrstelle zu Heubach, zu übertragen, sowie am 14. April den Condueteur bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn Götz zum Zugmeister bei dieser Eisenbahn und am 17. April den Landgertchts-Assessor bet dem Landgerichte Groß⸗Gerau, Mittler, zum Landgerichts⸗ Assessor bei dem Landgerichte Darmstadt zu ernennen. XVII. Dienstentlassung. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. April den Hoflaqualen Lubwig Mattern seines Dienstes zu entlassen. XVIII. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: den Land—⸗ gestütsdiener Demmler,— den Schullehrer an der ersten kathol. Schulstelle zu Klein-Hausen Degen, unter Aner⸗ kennung seiner vieljährigen treuen Dienste, auf sein Nach- suchen,— und den Kammerlaquaien Schachtel wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. XIX. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Dexheim mit einem Gehalte von 1399 fl. 24 kr.;— die zweite evangel. Schulstelle zu Wenings mit einem Gehalte von 300 fl. nebst 4 Stecken Holz zur Heizung des Schul— lokals, dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die zweite kath. Schulstelle zu Ebersheim mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. nebst einer Vergütung von 40 fl. für Heizun des Schullokals. 4 9 ser Hens XX. Gestorben: am 29. März der pensionirte Schul⸗ lehrer Lynker zu Inheiden;— am 5. April der Schul⸗ lehrer Stellwagen zu Ofsenbach;— am 10. April der Schullehrer Veith zu Wickstadtz— am 11. April der evangelische Pfarrer Bergen zu Crainfeld. — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 14 enthält: I. Gesetz, die Aufgabe von seuergefährlichen und explo⸗ dicenden Gegenständen zur Beförderung durch die Post betreffend. Dasselbe bestimmt: Wer Schießpulver, Feuer⸗ werks⸗Gegenstände, Relb⸗ und Streichzünder, Schießdaum⸗ wolle, Phosphor, Knallsilber, Pyropapier, Sprengöl oder Nitroglycerin, Aether oder Naphta, Photogen, Petroleum oder andere leicht entzündliche Gegenstände oder ätzende Flüssigkeiten unter unrichtiger Deklaratlon oder mit Ver— schweigung des Inhalts der Sendung zur Post aufgibt, verfällt in eine Polizeistrase von 3—20 Gulden. II. Publicaston des zwischen dem Großherzogthum Hessen, dem Norddeutschen Bunde und dem Großherzog⸗ thum Baden am 31 Marz 1869 zu Berlin mit Zustim⸗ mung der Stände des Großherzogthums abgeschlossenen Staatsvertrages wegen anderweiter Regelung der Verhält⸗ nisse des Main-Neckar⸗Staats-Telegraphen. Derselbe tritt mit dem 1. Mai 1869 in Wirksamkeit. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Schenkungen an verschiedene Wohlthäligkelts⸗ Anstalten betreffend. IV. Oesseutliche Anerkennung einer edlen That. Am 9. Februar d. J. war ein elsjähriger Knabe in den Teich im Großherzoglichen Schloßgarten gesprungen und befand sich bereits dem Ertrinken nahe, als der in der Nähe be⸗ schäfligte Bürger und Heilgehülfe Johannes Muth aus Darmstadt auf das Hülfsgeschrei des Knaben berbeieilte, demselben indem er sich in das Wasser begab, einen Stock reichte, und ihn auf solche Weise glücklich an das Land brachte.— In Gemäßheil. Allerhöchster Enischlleßung Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs wird diese menschenfreund⸗ liche, mit Entschlossenheit ausgeführte That hiermit zur Darmstadt. Die Sitzungen der zweiten Kammer der Stände werden dem Vernehmen nach Montag den 10. Mai wieder beginnen, und sollen das Einkommensteuergesetz und das Militärbudget, die in der ersten Kammer zur Berathung gekommen sind, sowie das Militär- Penstonsgesetz als nächste Berathungsgegenstande in Aussicht genommen sein. 5 — Von Seiten des Ministeriums der Justiz ist der zweiten Kammer folgender Gesetzentwurf vorgelegt worden: Art. 1.„Von vertragsmäßigen Zinsen dürfen Zinsen nicht bedungen werden. Ist aber ein Zinsrückstand von wenigstens zwei Jahren durch Vertrag zu einem Capital erhoben worden, so ist es gestattet, von solchem Capital Zinsen zu bedingen.“ Art. 2.„Entgegenstehende privatrechtliche Bestimmungen sowohl in den Pro- vinzen Starkenburg und Oberhessen, als auch in der Provinz Rheinhessen werden aufgehoben, jedoch unter Aufrechthaltung der abweichenden Vorschrift des deutschen Handelsgesetzbuches.“ — Der Lieutenant bei der Feld⸗ Artillerie Schmidt ist zum Universitäts⸗Rentamtmann in Gießen ernannt worden. Preußen. Berlin. In die Commisston, welche über die massenhaft eingelaufenen Petitionen rücksichtlich der Erhöhung der Branntweinsteuer, resp. Einführung der facultativen Fabrikatsteuer, dem Reichstag Bericht erstatten soll, wurden folgende 14 Abgeordnete gewählt: Günther (Preußen), Knapp(Nassau), Friedenthal(Schle— sten), v. Hoverbeck(Preußen), v. Rabenau (Großh. Hessen), v. Hennig(Berlin), v. Arnim⸗ Heinrichsdorf(Pommern), Wehrenpfennig(Wal- deck), v. Grävenitz(Schlesien), Sembart(Sachsen), v. Salzwedel(Preußen), ten Dornkaat(Hanno— ver), Graf Kleist(Lausitz), Koch(Braunschweig). Die Commission wird ihren Antrag bei der zwliten Lesung des Gesetzes über Erhöhung der Branntweinsteuer, resp. Einführung der facultativen Fabrikatsteuer, im Hause einbringen. Nach der Zusammensetzung derselben unterliegt es keinem Zweifel, daß sie die Verwerfung der vorgeschla⸗ genen Steuererhöhung und Einführung einer facultativen Fabrikatsteuer nach der jetzigen Be— steuerung und Ausbeute von 7½ Prozent zu 50 Prozent Tralles entsprechendem Satze bean⸗ tragen, und daß dieser Antrag vom Hause an- genommen werden wird. — In der Sitzung des Reichstags erklärte bei Berathung des§. 157 der Gewerbeordnung, betreffend die Entziehung der Befugniß zu selbst⸗ ständigem Gewerbebetriebe, der Bundescommissär Delbrück, von der Beibehaltung der Bestimmungen über Concesstonsentziehung bei Preßgewerben sei das Zustandekommen der ganzen Vorlage abhängig, er selbst jedoch mit dem Amendement Wigard, die betreffende Frage vorläufig auszuscheiden, ein⸗ verstanden. Der 8. 157 wird abgelehnt und das Amendement Wigard's angenommen. Danach darf die Berechtigung zum Gewerbebetriebe, ab- gesehen von Concessionsentziehungen, weder durch richterliche noch administrative Entscheidung ent⸗ zogen werden. Ausnahmen finden nur bei auf Vereinbarung beruhenden Steuergesetzen statt. — Die Geschäftsordnungscommission des Ab⸗ geordnetenhauses beschloß: in Erwägung, daß die sofortige Freilassung des in Düsseldorf verhafteten Abgeordneten Mende die Lage seiner Mitverhafteten verschlimmern könnte, den Procurator in Düssel⸗ dolf zur Beschleunigung der Untersuchung auf⸗ zufordern, inzwischen aber die Beschlußfassung bis zum 5. Mai auszusetzen. — Die„Post“ bezeichnet als den Wunsch der Regierung, daß das Zollparlament noch im Lause des Monats Mat zusammentrete und höch— stens viert Wochen zusammenbleibe.— Wie die „Kreuzzeitung“ melbet, sind über den Beginn des Zollparlaments noch leine Bestimmungen getroffen. 11 — stverhandlungen mit England sollen nicht dat un Ace weil der Norddeutsche Bund z hohe Portosä hatte, sondern wegen der von süddeutschen gien verlangten Entschädigung für die even⸗ la tuelle Uebersendung des englisch⸗indischen Felleisens über den Brenner, welche Entschädigung in London als übermäßig zu rückgewiesen wurde. — Auf 36 deutschen Bahnen ist den Lehrern, welche den hier zu Pfingsten versammelten all- gemeinen deutschen Lehrertag bereisen wollen, freie Fahrt bewilligt worden, nur in Preußen ist für dergleichen Zwecke absolut kein Geld vorhanden. Der Handelsminister hat das Gesuch für die königlichen Bahnen in Preußen rundweg abgeschlagen, und als das berliner Lehrer-Comite sich darauf an den Cultusminister wandte, erklärte derselbe, daß er in dieser Sache nichts zu thun im Stande sei, da er keine Garantie für die Beschlüsse über— nehmen könne, welche auf dem Lehrertage gefaßt werden würden. Doch wolle er nichts dagegen haben, falls der Handelsminister dieserhalb bei ihm Nachfrage halten sollte. — Die neuen Steuern werden recht nett illustrirt durch die Auswandererstatistik. Nach dem Berichte des preußischen General-Consulats betrug die Zahl der nur über Bremen Ausge— wanderten während des vorigen Jahres 66,433 Personen, Davon kamen auf die preußischen alten Lande 25,306, Hannover 8187, Hessen 2270, Nassau 383, Frankfurt 40, Schleswig-Holstein 48, zusammen 36,234; ferner auf Bayern 3964, Wuürtemberg 3733, Hessen-Darmstadt 2459, Baden 2226, Oldenburg 1308, Sachsen 1177, sächsische Herzogthümer, reußische und schwarz— burg'sche Lande 1692, Lippe 703, Braunschweig 404, Bremen 370, Mecklenburg 167, Anhalt 88, Hamburg 32, Luxemburg 4, Lübeck 3, Birken⸗ feld 1; also aus Deutschland 54,752. Hannover. Die in letzter Zeit hier statt— gehabten Haussuchungen haben, wie sich jetzt als wahrscheinlich beweist, den Zweck gehabt, die Per— sonen kennen zu lernen, welche vom König Georg Unterstützungen erhalten. Bei dem Kaufmann Becker soll es denn auch der Polizei gelungen sein, eine ziemlich viele Namen enthaltende Liste solcher Personen aufzufinden. Wiesbaden. Das neueste Amtsblatt für den hiesigen Bezirk zeigt 15 Concurse aus Nassau an und 48 Zwangsversteigerungen gepfändeter Immobilien, f Sachsen. Leipzig. Auf der Magdeburger Bahn sind im Laufe des Monats April 1040 Auswanderer von hier nach Hamburg und Bremen befördert worden. Frankreich. Paris. Im Senat kam unter anderen Petitionen eine solche des Herrn Senépart in Paris zur Verhandlung, welche auf die Vertreibung der Jesuiten aus Frankreich an⸗ trägt. Die Commission empfahl,„da die Mit- glieder des Jesuiten⸗Ordens dem Gesetze gehorchen und sich in ihrem Unterricht den allgemeinen Regeln unterwerfen(2), übrigens aber ebenso gut wie alle anderen Bürger das Recht haben, sich in Frankreich aufzuhalten“, den Uebergang zur Tagesordnung, was denn schließlich auch geschah. — Die fraͤnzösischen und belgischen offiziellen Blätter veröffentlichen gleichzeitig das über die belgische Eisenbahnangelegenheit zwischen den Hrn. v. Lavalette und Fröre Orban abgeschlossene Protokoll. Der wesentliche Inhalt desselben ist: Belgien lehnt die Ratificirung der Eisenbahnver— träge aus principiellen Gründen ab, Frankreich schlägt vor, neue Exploitirungsverträge unter der Controle und der Autorität des belgischen Staates abzuschließen, welche Belgien unzweifelhaft zustehen. Eine Commission von sechs Mitgliedern soll auf Basis dieser Vereinbarung ernannt werden. — Es wird der„France“ aus Madrid ge— meldet, daß ein Bruch unter den Mitgliedern des Cabinets als sehr nahe bevorstehend betrachtet wird. — Die bis jetzt schon ausgegebenen Wahl— maniseste lassen deutlich den wiebererwachenden politischen Geist in Frankreich erkennen. In einem derselben werden namentlich betont die übertrie: benen Ausgaben des Kaiserreichs, die Anomalie eines Budgets von 2 Milliarden 300 mit dem man nicht einmal dahin gel a 6 1 re Ohne vom Staats ober 74,520 Fres. täglich erhält, 16,438 Fres. täglich kostet. zusammen 2739 Fres täg e zu sprechen, dat 1 5 den Sa erner 10 Minister mit „den Staatsrath mit Frcs. täglich, die Minister, die drei Präsidenten des Senates, des gesetzgebenden Körpers und des Staatsraths, die Mitglieder des Geheimen Raths, die Chefs der großen Armeecommando's erhalten alle je 100,000 Fres. Die Gehalte von 60,000, 50,000 und 40,000 Fres. sind im Ueberfluß vorhanden.. Italien Mailand noch neue Verhaftungen im Zusammenhang mit den mazzinistischen Umtrieben vor. Ein beträcht⸗ licher Theil der Compromittirten ist entflohen und man will wissen, daß sie nach Lugano gegangen seien. Ein anderer Theil hat sich der verrätherischen Gegenstände entledigt, und man hat bei den Bastionen vor der Stadt zahlreiche entleerte Orstai⸗Bomben gefunden. Es muß noch immer eine große Anzahl von Orsini-Bomben und eine Menge anderer Waffen in ihren Händen sein, da den Behörden erst einige 48 Bomben zur Hand sind. Unter dem Militär sind keine weiteren Ver— haftungen vorgekommen. Amerika. Einer Schätzung des„Newyork Herald“ zufolge hat Newyork gegenwärtig eine Bevölkerung von 1,119,000 Einwohnern. Von diesen sind 346,000 Deutsche, 336,900 Irländer und alle andere fremden Nationen sind durch nur 75,000 Köpfe vertreten, folglich kommt auf Amerikaner kaum ein Drittel der Bevölkerung. Hierbei ist allerdings zu bemerken, daß unter fremden Einwohnern auch deren Nachkommen bis zur zweiten Generation, also Kinder und Enkel, einbegriffen sind. Homburg. Man wird sich erinnern, daß vor einigen Monaten in Wien ein Cassenbeamter der Nord— bahn, Namens Schaschetzky, mit circa 135,000 fl. Deficit das Weite suchte. Vor einigen Tagen nun ist derselbe in Homburg verhaftet worden und befindet sich bereits auf dem Wege nach Wien. Vei seiner Verhaftung besaß übrigens Schaschetzky nichts mehr von dem unterschlagenen Gelde und sagte aus, er habe sich nach Homburg be— geben, um zu spielen und gewinnenden Falles den ganzen Schaden der Nordbahn zu ersetzen. Seinen Aufenthalt in Homburg soll er dadurch verrathen haben, daß er einen Bekannten, der ihm Geld schuldete, um Uebersendung von 500 fl. bat, um seine Operationen an der Bank wieder aufnehmen zu können. N Gießen. Unter den deutschen Städten haben sich für das Reitungswesen zur See im Großherzogthum Hessen besonders Gießen, Bingen, Oppenheim und Worms lheils durch einmalige Gaben, theils durch jährliche her⸗ vorgethan. Worms. Bei dem massenhaften Auftreten der Maikäfer in hiesiger Gemarkung hat sich die Nothwendig⸗ keit ergeben, zu deren Verminderung Maßregeln zu er⸗ greifen, weßhalb hier von der Bürgermeisterei d öffent⸗ lichen Kennkniß gebracht worden ist, daß eine Vergütung von 10 kr. per Kumpf eingelieferter Maikäser bezahlt werden soll. In Elberfeld hat der Commerzienrath Moritz Simons den ganzen Betrag eines Gewinnes in der preußischen Classenlotterie mit sast 50,000 Thlr. zu wohl⸗ thätigen Zwecken der mannigfachsten Art verwendet. Die Stadt hal hiervon 20,000 Thlr. erhalten, nämlich 1000 Thlr. für die Armenpflege überhaupt, 4000 Thlr. für ihr Krankenhaus, insbesondere um damit einen für die Spaziergänge der Riconvalescenten bestimmten Garten anzulegen, und 15,000 Thaler für das städtische Waisenhaus. Aus Münster meldet die dortige Zeitung einen Mord um 12 Silbergroschen. Sie schreibt: Ein Handwerks⸗ bursche wurde auf der Chaussee von Münster nach Wolbeck von einigen sogenannten Kesselflickern um Geld für Schnaps angehalten. Nachdem derselbe diesen 6 Sgr. gegeben, ver⸗ langten ste den ganzen Rest von dessen Baarschaft, in 12 Sgr. bestehend, und wie der Haudwerksbursche nicht sogleich zur Herausgabe eipwilligte, packten ihn die Strolche, schlugen ihn mit, einem Stock mehrmals über den Kopf und brachten ihm mit einem Messer eine lebensgefäbrliche Wunde in die Seite bei, wonach sie ihn beraubten und auf dem Wege liegen ließen. So fand man den Un— glücklichen Morgens halbtodt.— In das Krankenhaus gebracht, starbser bald darauf. Die Lundstreicher sind gesänglich eingezogen.“ Halle. Als Warnung für die Geschäftswelt enthält die zu Halle an der Saale herauskommende Zeitung vom 2⁴. April folgende Veröffentlichung, die auch in weiteren Kreisen Verbreitung und Beachtung verdient:„Die schwarze riren. Statt dessen haben wir Großwürdenträger, die mehrere hohe ahh geben einander ele b 7123 Fres. täglich, den Rechnungshof mit 4109 Es kommen immer wähtel sino, sesiselle von B. Auftg! Funde bis K Ohne ble Ba oberste 178 soll in Erben Flur 8 dent 7 1 in d 1a 115 8 0 1 Jaseloe meifibie entltertt noch immer den und eine aden sein, da en gur Hand deileren Ber ts„Newpoy. E urfig kine Von 00 Irländer d durch nur kommt rern. ant Au Bevölkerung. „daß unter lemmen bit und Enkel, d erchs auf astung besuf kerschlagenen Hembutg de⸗ It den U aden, daß el lebersendung et Bank wiebtt un haben sit cee m und Worm J shich hel um en bel 1 Nothwenbih⸗ then J. 4 jut Meni ut Bergiadung et bega Bande.“ Unter dicser Fektenang existiren hier eine Au⸗ e N aufman an 1 baben, n- 10 ohne Ges 15 0 le 00 mittel und ohne r ud, nichtodestoweniger aber unter der Maske der täl sehr zum Nachtbeile der hiesiten Geschäfte⸗ welt auswärtige Häuser zu bedeutenden Waarenlieserungen an sie ve anlassen. Zahlung ist von diesen Menschen, welche die Waaren sosort nach ihrer Ankunft zu Schlauder⸗ preisen loszuschlagen pflegen, nie zu erlangen. Nicht immer gelingt es, die Bestrasung der Schwindler herbei zuführen; ich erachte es daher für meine Pflicht, diese öffentliche Warnung zu erlasseu. In meinem Bureau sind die Namen der zur„schwarzen Bande“ gezählten Personen, sowie die der sog. Weißkäufer, d. h. Derjenigen, welche von der„schwarzen Bande? billig zu kaufen, den einzelnen Mitgliedern wohl auch bioweilen den Weg, aus- wärtige Häuser zu beschwindeln. näher zu bezeichnen pflegen, zu ersehen. Im öffentlichen Interesse ersuche ich das Publikum, von allen Geschäften der vorbezeichneten Art die Polizeiverwaltung oder mich auf das Schleunigste in Kenntniß zu sezen. Halle o. S. den 19. April 18609. Der Staatsanwalt.“ Gratz. Die„Tagespost“ berichtet, gegen einen Gutg— besitzer zu St. Martin sei dle strafgerichlliche Untersuchung eingeleitet, weil derselbe an einem vor seinem Hause be— findlichen Muttergottesbilde eine Vorrichtung angebracht batte, durch welche von Zeit zu Zeit den Augen dieses Bildes Wassertropfen entfielen und der Gutsbesitzer die durch diesen Schwindel herbeigelockten Leute um namhafte Opfer gaben betrogen habe. Zürich. Die HH. Ingenieur Näf in St. Gallen; E. Ischolte in Aarau und Director Riggenbach in Olten baben bei der Regierung von Luzern ein Concessionsge— such für Herstellung einer Rigibahn gestellt. Das System nach welchem gebaut werden soll, ist das Zahnstangen oder Zahnradsystem, welches in Amerika zuerst zu praklischer Anwendung gelangt ist und vollständige Sicherhest ge währet, indem so wirksame Bremsvorrichtungen angebracht sind, daß man den Zug auf und avwärts augenblicklich sesistellen kann. Am Rigi beabsichtigen die Unternehmer, von Vitzinau auszugeben. Die profectirte Strecke ist bet läufig 1 Wegstunde(16,000 Fuß) lang und kann in 1 Zeit stunde zurückgelegt werden, während der Weg von Wäggis bis Kaltbad zu Fuß 2 Stunden in Anspruch nimmt Ohne Ueberschreisung der Steigung von 25 pCt. kann die Baht bis auf den Kulm verlängert und bis vor das oberste Hotel geführt werden Landwirthschaftliche s. . Abgewd des gens der beim Melke 8— r. NN. Abends nach dem Melken der Schweif oben fest bei dem Geburtstheile mit einem dünnen Bindfaden gebunden, doch so, daß es nicht so sehr einschneidet, ebenso bei der Miite und an der Spitze des Schwelses und bis zum ersten Melken in der Früh so belassen. Wenn man nun melken will, so schneider man dann die Fäden um den Schweif auf und die Kuh wird schon ruhiger stehn; man bindet nach dem Melken wieder den Schweif nach obiger Art, bis die Kuh vollkommen ruhig beim Melken wird, was nach zweimaligem Binden des Schweises oft schon der Fall ist. „, Vergleichung einiger Nahrungsmittel in Hinsich ihres Gehalts an fleischbildenden Stoffen. Es haben fleischbildende Stosse: ½ Pfund srisches, setlfreies Ochsenfleisch so viel als 6 Hühnereier; ½ Pfund Kalbfleisch so viel als 5½ Hühnercier; ½ Pfd. Hammelfleisch so viel als 5 Hühnereser; 1 ½ Pfd. Speck so viel als 6 Hühnereierz 1 Schoppen Süßmilch so viel als 10 Schoppen Bier, als 2 Eierz 1 Pfund schwarzes Roggenbrod so viel als 1½½ Pfd. seines Weißbrod. Die nun folgenden Nahrungsmittel stehen nach der Rangord— nung ihres Fleischbildnergehalles: Schweizerkäͤc, Linsen, Bohnen, Erbsen, geschälte Gerste, Aeis, Sauerkraut, Kar tosseln, Spinat, Salat, Kopflohl, Möhren, weiße Rüben, Aepfel, so zwar, daß 10½ Pfund Aepfel so viel enthalten als 3 Pfund weiße Rüben, als 1½ Pfund Kartofseln, als 4 Loth Schotenfrüchte. Die in obigen Nahrungsmitteln enthaltenen Wärme erzeugende Stosse, als Fett, Stärke, Zucker, kamen hier nicht in Betracht. „ Wie der Papst lebt. Die Pariser„Union? bringt folgende Details über die Weise, wie Papst Pius IX, trotz seiner 77 Jahre den Tag zubringt. Der Papst sleht um 6 Uhr Morgens auf, kleidet sich rasch an, verrichten eine Andacht beim hochwürdigsten Gute und liest dann die Messe, worauf er noch einer zweiten Dankmesse, die ein Priester seines Hauses liest, beiwohnt. Sodann gewährt er dem Kardinal⸗Staatssekretär in öffentlichen Angelegen heiten und dem Major domus in Palastangelegenheiten Audienz, liest die zahlreichen Briefe, dte an ihn eingelaufen und üvergibt sie mit seinen Weisungen seinem Seeretär. Wäßbrend dieser Arbeit nimmt er ein leichtes Frühstück, bestehend aus Chokolade und Kassee und einem Glas m 0 Uhr beginnen dle eigentlichen Audienzen, um 2 Uhr dauern. Dieses n eit. Im Vatikan speist Wasseß ein. ö die 1 zum der Papst stets allein; die für seinen Mittags lisch beträgt täglich nicht mehr als einen Skudo(2 fl.). Um 3 Uhr fährt der Papst gewöhnlich vor die Stadt, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Zwischen 5 und 6 Ubr kehrt u er zurück und gibt wieder Audienzen, die manchmal bis 9 Uhr Abends dauern. Dann detet der Papst das Brevier und zieht sich 40 ich in sein ein⸗ saches, ungeheiztes Schlasgemach zu 8 Wir haben die„Victoria“, illustritte Muster und Modezeitung(Berlin, Verlag von A. Haack) bereits unserer Damenwelt mehrfach empfohlen. Sie enthält auch in der veuen Fortsetzung so vieles Schöne und für die Frauenwelt Interessante wie möglich. Die Ausstattung des Blattes ist durchweg korrekt und schön. Die Holz- schnitte von so vielem Neuen für die Damenwelt sind meisterbaft gearbeitet, die Schnittmuster zur Fertigung von Kleidern und Weißzeug sind leicht verständlich und sachgemäß. Ausgewählte Novellen und Erzählungen, Reiseskizzen und belebrende Aussätze, Räthsel, Rebusse, auch Compositionen beliebter Tondichter zleren das Blatt. Mode⸗ bilder und Abbildungen von tausenderlei Kleinigkeiten für das tägliche menschliche Leben, welches ohne Schneiderei und Slückerei nicht mehr existiren kann, sehr nützliche Recepte für alle Vorkommenheiten in Küche und Speise— kammer,— eine solche Leistung für den so höchst mäßigen Preis von 20 Sgr. pro Quartal lobt sich selbst. (Aachener Zeitung.) Verloosungen. München, 1. Mai. In der dritten Ziehung der bayerischen 4% 100 Tölr. Loose wurden folgende Gewinne gezogen: Nr. 107223 mit 175.000 fl., Nr. 107508 mit 28,000 fl., Nr. 46847 mit 10 500 fl., Nr. 76642 mit 2800 fl., Nr. 78259 28275 107201 und 107220 mit je 1400 fl., Nr. 12664 78257 78279 39458 86577 105099 119422 und 126400 mit je 700 fl. Wien, 1. Mai. Numwerziehung der 500 fl. Loose von 1860. Serie 11323 Nr. 10 300,000 fl., S. 5955 Nr. 3 50,000 fl., S. 779 Nr. 4 25,000 fl., S. 13608 Nr. 5 und S. 12743 Nr. 3 je 10,000 fl., S. 11967 Nr. 20 5000 fl Güter⸗Versteigerung. 1978 Montag den 10. Mat d. J., Vormittags 10 Ubr, soll in bissigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Erben der Georg Wilbelms Wittwe ein Grundstück: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Kiftr. 8. 145. 237. Acker gegen den Taubenrain oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 3. Mai 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Foucar. Mo 51 5 Holz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1981 Künftigen Montag den 10. d. M., Morgens präcis ½9 Ubr, sollen im Distriet ⸗Möuchwald, auf Schlagweg am Albacher Wald anfangend, ver— geit werden: Prügelbolz, 176 Stecken Eichen- und Tannen 1 69„„„ 77 Stockholz, 14675 Wellen Buchen- und Eichen Reisholz, 30550„» Tannen Forstreiser, meistens Bobnen⸗ stangen gebend, 156 Eschen⸗ Bab holzstämme 4470 Cubikfuß, 145 Tannen⸗ 7 4144 70 3174 Stück Tannen⸗Latten und Bohnenstangen. Lich am 2. Mal 1869. Fürstliche Oberförsterel Lich Eigen brodt. Faselochs- Versteigerung. 1368 Freitag den 7. Mal, Vormittags 10 Ubr, soll ein der Gemeinde Nieder ⸗Florstadt gebörender Faselochse, welcher zum Retlen zu schwer geworden, meiftbtelend versteigert werden.. Nlederßlorstadt am 30. April 1869. Großberzogsiche Bürgermeisterel Nieder-Florstadt Wagner. Eichen ⸗ Verkauf. 1372 Montag den 10. d. M., von 9 Uhr ab, läßt die Gemeinde Wißmar(1 Stunde von Gießen) in übrem Wald distrtete„Wäldchen“ 100 Eichenstämme(6000 Cubiksuß) zu sedem Gebrauche geeignet, in Stücken von 6 bis 40 Länge und 14 bis 40“ ODurchmesser ver— steigern. Crofdorf(Kreis Wetzlu) den 1. Mai 1869. Der Bürgermeister Colnot. I 1377 welches das Gewöhnliche kochen kann und ulcht mebr zu jung ist, wird in einen kleinen Haushalt gesucht, Näheres bei der Exped. d. Bl. theilen. Groß Nealschule zu Friedberg Großherzogl. Realschule zu Friedberg. 1315 Freitag den 7. und Samstag den 8. Mai werden die Prüfungen auf dem Nath⸗ hause(Anfang Morgens 8, Nachmittags 2 Uhr) stattfinden, zu welchen Schulfeierlichkeiten wir die Eltern und Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen.. 4421 5 Nachrichten über Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler werden wir nächstens mit Großherzogliche Direction der Realschule Dr. Möller. aus der„Mannheimer 1318 Spiegelglas Spiegelmanufactur“, belegt für Salonspiegel c., unbelegt zu Erkerscheiben ic. in allen Dimenstonen, kann durch Unterzeichneten zum Fabrikpreis bestellt und bezogen werden. Glas- Agenturen ⸗Geschäft von M. G. Staudt in Frankfurt a. M., große Gallusstraße 2. Holz ⸗Versteiget ung. 1369 Freitag den 7. Mat 1869, Morgens 9 Ubr an- fangend, sollen im Nleder-Welseler Gemeindewald, Oistriet Buchwald, Suderwald und Langscheld, nach verzeichnete Holzsortimente einer offentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: 5 Stecken Eichen ⸗Scheltholz, 20 Kiefern⸗ 7 1 7 Aspen⸗* W Buchen- und Eichen Prügelholz, 2 deogl. Stockbolz. 2000 Stück Buchen-Retsholz, 800„ Eichen 1200„ Niefern Relöholz Wellen, 1 Eichen Bauholz Stamm, 24 Stück Fichten-Bauholz, 517 Cubiksuß haltend, „„ Stangenholz, 162 Cubikfuß haltend, Die Zusammenkunft ist an den Steinbrüchen alter Kalk. Nleder⸗-Weisel den 30. April 1869. Groß herzogliche Bürgermeisterel Nleder⸗Wessel Re R ey —„ 4 0 4 Für Confirmanden 50 empfeble eine schöne Augwohl gestickter Taschen— tücher, Manschetten, Kragen, Halsbinden, Corseten und Crinolines, Handschuhe ꝛc. c. zu billigen Preisen. K. Friedrich neben der Post. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Deitadtie? 29. April. Jopannes Engel, diesiger Bürger und Metzgermeister, Sobn des verstorbenen bie. Bürgers und Meßgermeisters Christoph Engel und Chrisline Antonette Dorothea Jultane Menges, Tochter des bies. Bürgers und Wagnermeisters Johann Adam Menges. 29. April(zu Gießen). Jobaunes Ströher, Hautbolst im Großherzoglichen 1. Jäger⸗ Bataillon, beimalhberechtigt in Malchen, Kreis Bensheim, Sohn des Johannes Ströber zu Bischoffen und Marla Burkbardt, Tochter des 1 Bürgers und Schlossermeisters Johann Balthasar Burthardt zu Gießen. Getauste: 25. April. Dem bies. Bürger und Mällermelster Anton Vorbach eine Tochter Enma Ellsabeth, geboren den 27. März. 20. April. Dem dies. Bürger und Setlermeister Deinrich Friedrich Söllner eine Tochter Ellsabethe, geb. den 7. April. 25. April. Dem biesigen Bürger und Fabrikanten Dr. August Trapp ein Sohn Wilbelm Eduard, geb. den 3m. März. 25. April. Dem bies. Bürger und Wagnermeister ypledrich Wülbelm Haustein eine Tochter Anna Mar- garethe Jullane, geb, den 22. März. Beerdligte: 27. Npril. Marta Magdalena Pfeffer, geb. Bauer, Gbefrau des hies. Bürgers, Gemelnderathes und Hof Mobelscheiners Jobann Jakob Pfeffer, alt 62 Jahre 27 Tage, gest. den 26. April. Markt- Anzeige. Auf den Friedberger Wandkalendern ist für Friedberg ein Markt auf den 2. Mai statt auf den 12. Mai angekündigt, welches Versehen hiermit berichtigt wird. Osfenheimer Wäldchen. 1374 Auf Himmelfahrtstag Harmonie⸗Musik, ausgeführt von den Gebrüdern Schneider von Selters, wozu freundlichst einladet G. F. Korndörfer. Tanz Unterricht!! 1367 Ich erlaube mir hiermit die ergebenste Anzeige zu machen, daß mein Unterricht mit dem Heutigen begonnen und lade zu dessen Besuch ergebenst ein. Bei Schülern, die schon früher Stunden besuchten, findet eine Preisermäßigung statt Zugleich mache darauf auf⸗ merksam, daß ich einen Cursus für Kinder von 8 Jahren an eröffnen werde. Extra⸗Stunden für kleinere Gesellschaften und Einzelne ertheile ich zu jeder Tageszeit. Freundlichst einladend zeichnet Hochachtungsvoll a A. Sturm, Tanzlehrer. Das Unterrichtslocal befindet sich im Gasthaus„Zur Stadt New Nork“. hHüöchst empfehlenswerthes Andachtsbuch!“ 3038 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen; in Friedberg durch Bindernagel& Schimpff: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest⸗ und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von; Luther, Musculus, Habermann Arnd, Scriver, Lassenius, Spener, Nrumann, Arnold, Kranke, Schmolk, Stark, Cersteegen, Storr, Noos und vielen andern Gottesmännern. Achtzehnte Auflage. 416 Seiten. Oktavformat. Mit einem Stahlstiche. Elegant gebunden mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis: fl. 1. 24 kr. Gebunden ohne Goldschnitt 1 fl. 20 kr. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als 96,000 Exempl. über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden.— Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kern⸗ gebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in dem⸗ selben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Ver⸗ lagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest⸗ und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Zugleich besteht der bisherige, überaus billige Preis fort. in geschmackvollster Ausführung und fort— nverwelkliche Bouquets wahrend frischer Waare; ebense Aussleuergeschenle 1375 in großer Auswahl von Lurus⸗Artikeln und Gegenstände für den Gebrauch. Alex. Broders, Sasengasse 13 in Frankfurt a. M. Tafelglas⸗Bestellungen nach bestehendem Fabrik- Preis- Courant für die „Vopelius sche Glassabrik in Sidzbach“ 1317 nimmt Unterzeichneter entgegen. Preis⸗Courant der Fabrik, sowie Verzeichniß des Lagervorrathes werden, auf Verlangen, zugesendet. 5 Glas- Agenturen ⸗Geschäft N von M. G. Staudt in Frankfurt a. M., große Gallusstraße 2. Haasenstein& Vogler Zeitungs- Annoncen- Expedition in Frankfurt a. M. Filialgeschäfte: in Basel, Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien. 383 Annonce. 1371 Meinen Collegen, Vorgesetzten, Bekannten, Ge⸗ 1 Kraft 1 affee schäfts⸗ und sonstigen Freunden im Kreise Friedberg bringe ich hierdurch ergebenst zur Anzeige, daß ich am 20. d. M. von meiner seitherigen Station in Wölfers⸗ heim auf die hiesige Schulstelle im Kreise Nidda ver⸗ setzt worden bin, danke für alle mir während meines Aufenthaltes im Kreise Friedberg geleisteten Freundschafts⸗ dienste und sage hiermit herzlich„Lebewohl.“ Bellersheim den 30, April 1869. W'ᷓBangel, Lehrer. (von F. Heuer in Braunschwelg.) 1370 Zur Bereitung eines gesunden, wohlschmeckenden, billigen Caffee's als Zusatz. Preis per Packet 4 kr. bei J. A. Windecker in Friedberg. Cransparent-Glycerinseife * nn Ein seidenes Halstuch 1373 wurde verloren. Der redliche Finder wird ge⸗ beten dasselbe bei der Exped. d. Bl. abzugeben. Maiweinessenz 1379 ftisch bereitet ö Wilh Sturmfels. Zu vermiethen 1382 ist das Logis im zwelten Stock meines Hauses mit den dazu gehörigen Räumlichkeiten 2 P. Weißbrod. Berichtigung. In der Nr. 50 des Anzeigers find die Flelschpreise mit veröffentlichten bits zum 15. Mai: Ochsenfleisch 19 kr. bei sämmtlichen Meßgern. Kuh⸗ und Rindfleisch bei Joh. Hanstein 14 kr. Sonnenschirme 1341 in schöner Auswahl billigst bei K. Friedrich neben der Post. 1304 Bei Bindernagel K Schimpff in Fried⸗ berg ist vorräthig: ö Unifie ation Obligationen ꝛc. ꝛc. Preis: 21 kr. Danksagung. 1375 Die Bestürzung, welche der furchtbare Tod unseres theuren Sohnes und Bruders— Heinrich Hacker bei uns hervorrief, macht es uns erst jetzt möglich allen Denfenigen, welche bei diesem Trauerfalle uns ihre Theilnabme schenkten und insbesondere auch Denjenigen, welche durch ihre Betheiligung am Leichenbegängniß dem Verunglückten die letzte Ehre erzetgten, unseren tief⸗ gefühltesten Dank hiermit auszusprechen. Fauerbach den 2. Mai 1869. Die trauernden Eltern und Geschwister. Todes- Anzeige und Pauhsagung. 1376 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meinen unvergeßlichen Gatten Jacob Maurer in seinem 66. Lebensjahr nach längerem Leiden am 30. April, Nachmittags 5 Uhr, in ein besseres Jeyseits abzurufen. 8 Herzlichen Dank sage ich allen Denjenigen, welche dem Verblichenen die letzte Ehre erwiesen und ihn zur ewigen Ruhestätte geleiteten. Friedberg den 2. Mai 1869. Die trauernde Gattin Katharina Maurer. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Donnerstag den 6. Mai 1869. Evangelische Gemeinde. Himmel fahrts fe st. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags Herr Candidat Reusch. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Seminarlehrer Stamm. Nachmittags: Herr Candidat Sommerlad. Katholische Gemeinde. Mittwoch um 5 Uhr Nachmittags Beichte. Fest der Himmelfahrt Christi. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr Vesper. für Frted berg falsch angegeben und gelten die hier⸗ oder Führer zur Umwechslung Oesterreichischer Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 1380 billigst bei Wilh Sturmfels. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.