1869. Donnerstag den 4. Februar. nenden 'onta Auahme a 8 O ber he ssi sa er A k durch Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. en verein. 0 U Amtlicher Theil. — Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Da es in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß sich beurlaubte Mannschaften oder Bürgermeister für dieselben in rein militär ischen Angelegenheiten z. B. mit Gesuchen um Auszahlung von Einstandsgelb an Großherzogliche Division oder Großherzogliches Kriegsministerium gewandt haben, so weisen wir Sie an, die betreffenden Leute des Beurlaubtenstandes zu bedeuten, daß sie sich in allen militärischen Ange⸗ hiernach bemessen. a ug. 6 Nene Friedberg den 31. Januar 1869. legenheiten an ihre vorgesetzte Behörde, die Bezirks Compagnie resp. das Bezirks-Commando, zu wenden hätten. 1„ Betreffend: Die Ausführung des Reglemente über das bei Wuldschadensklagen einzuhaltende Verfabten. * N ae ffelbe a n Sie selbst werden sich ee Friedberg am 1. Februar 1869. Nan. Es stehen noch viele mit Ihren Berichten in obigem Betreffe zurück, weshalb wir deren Einsendung hiermit erinnern. 1 kr. Betreffend: Die Vornabme der Feuervifitation für das Jahr 1869. Dasselbe die Großherzogliche Polizeiwerwaltung zu Nauheim und den Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt. an die sel b Tera pp. Friedberg am 1. Februar 1869. en, Indem wir Sie beauftragen, die Feuervisitation unter Zuziehung der Feuervisitatoren nach bestehender Vorschrift vorzunehmen, Strauß. empfehlen wir Ihnen zugleich darauf zu achten, daß die Visitatoren hierbei ihr Augenmerk auch auf vorschriften, die so oft die Ursache von Bränden sind, richten und Zuwiderhandlungen zur Anzeige bringen. Nichtbefolgung der bestehenden Bau— ren p. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 3 enthält: ichen. gad dttnuttn m Naa I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Muller bin Innern, dahin lautend: Seine Großherzogliche Hoheit der — BDirinz Ludwig und Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin 4 zudwig von Hessen haben am 26. November 1868 den Köchin Armen der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt ein Ge— a ö chenk von 2000 fl. zugewendet. Seine Königl. Hoheit Faßtaus gegen, er Großherzog haben diese Schenkung Allergnädigst zu wa. d. estätigen geruht, und wird dieses, zufolge Allerhöchsten 3 zuftrags, hiermit zur öffentlichen Kenniniß gebracht. * dd 0 II. Bekannimachung Großherzoglichen Ministeriums N de eh, es Innern, die Bestätigung von Suflungen und Ver— a. zächtnissen betr.— Im Laufe des 4. Quartals 1868 ind von des Großherzogs Königlicher Hoheit nachfolgende Stiftungen und Vermächtmisse bestätigt und hierauf die elreffenden Behörden zu deren Annahme ermächügt wor— en: 1) das Vermächtniß des kathollschen Pfarrers Kraus zu Lersch an die kathol. Kirche zu Büdesyeim, im Beirag zon 100 fl. für die Abhaltung eines Engelamtes;— ) die Schenkung der deutsch-resormirten Gemeinde zu Frankfurt a. M. an die evang. Gemeinde zu Neu-Isen⸗ urg. im Betrage von 100 fl. als Beitrag zu den Her⸗ ellungskossen des dasigen resormirten Pfarrhauses;— ) die Schenkung Seiner Erlaucht des Grasen Botho zu Stolberg-Wernigerode und dessen Gemahlin, gebornen Gräfin zu Erbach⸗Fürstenau, an die evaugel. Kirche zu a Michelstadt zur Erinnerung au ihre vor 25 Jahren daselbnt * sollzogene Trauung, bestehend in einer Prachtbibel im Höres Villwe Write von 131 fl.,— 4) die Zuwendung der zu Schlitz .** zerstorbenen ledigen Elisabetha Weber an die cwangelisch e * ung. Stadikirche daselbst, durch Erbeinsetzung auf ihren 400 fl. leliragenden Nachlaß;— 3) die Schenkung der Mathilden⸗ sestung für die Provinz Starkenburg an das Mathilden⸗ kandkrankenbaus zu Darmstadt, im Betrage von 100 fl.; „Pole,— 6) das Vermächtniß des katholischen Pfarrers Marlin 5 Ir zu Castel an das bischöfliche Priestersaminar zu 1, im Vetrage von 200 fl.;— 7) Geschenk Ihrer 5% WVillme, Möten des Kaisers und der Kaiserin von Rußland * 4 das Matbilden⸗Landkrankenhaus, im Betrage von en ct 200 fl.;— 8) das Vermächiniß der Anna Schmitt zu * Nainz zu Gunsten der Amen daselbst, im Betrag von 400 fl.;— 9) die Schenkung eines Ungenannten an die töth. Kirche zu Büdesheim, im Betrage von 100 fl., be⸗ ufs Stiftung eines Anntwersariums für den verstorbenen „ beih. Pfarrer Oßwald zu Büdesheim;— 10) die Schen— ung Ihrer Erlaucht der Gräfin Botho von Stolberg— Vernigerode an dle evang. Kirche zu Schöllenbach, bestehend n einem gemalten Fenster im Werthe von 250 fl.— 10) eas Vermächtuiß des zu Herrnsheim verstorbenen Jhilspp Jꝛcob Butti an die kath. Kirche daselbst im Be— nage von 160 fl. behufs Stiftung einer Seelenmesse und Gunsten der Orisarmen;— 12) die Schenlung des „ lskürgers Peter Antoni zu Vechtheim, Namens feiner Leschwister an die latholische Kirche daselbst, im Betrage en 180 fl. behufs Stiftung dreier Scelenämter für seine A eter. 1490 1 ie znsanh ere nm a Keie Dien u istorbenen Eltern;— 13) bas Vermächtniß der zu e— fein zmmern verstorbenen Barbara Pauly an die kath. zärche baselbst im Betrage von 300 fl behufs Stiftung mph. on vler Scelenämtern;— 14) die Vermächtnisse der gen, im Betrage von 219 fl. 38 kr., an das Mathilden⸗ Witwe des Hosraths Dr. Marschall in Osseabach und ihres verstorbenen Ehemannes an das bürgerliche Hospital zu Offenbach, sowie die Kleinkinderbewahranstalt daselbst, im Betrage von 1000 fl; 15) die Schenkung der Veronika Pfeiffer zu Gießen an die dasige Armenkasse, im Betrage von 100 fl.;— 16) die Schenkung Seiner Durchlaucht des Fürsten Brund zu Ysenburg und Büdin⸗ Hospital zu Büdingen; 17) die Schenkung Ibrer Erxlauchten des Grafen und der Gräfin von Erbach-Erbach an die evang. Kirche zu Michelstadt, bestehend in einem Taufstein von weißem Saudstein im Werth ven 150 fl.; — 18) die Schenkung mehrerer Jungfrauen zu Worms an die evang. Kirchengemeinde daselbst, bestehend in dem Ertrag einer Verloosung mit 175 fl. für die Anschaffung einer Glocke für die Magnuskirche zu Worms;— 19) di Schenkung des Moritz Vloch aus Mainz an die israelt— usche Religsonsgemeinde zu Oppenheim, bestehend in einem sülbernen Thoraschmucke in einem Werthe von 100 fl.;— 20) die Schenkung eines Ungenannten an das St. Vin— cenz⸗ und Elisabeih⸗Hospital zu Mainz zum Bau eines neuen Hospitals, bestehend in 20 Stück fünsprozentigen Obligationen des Oesterreichischen National- Anlehens im Nominalwerth von je 1000 fl. mit Zinsen vom 1. Juli 1. J. an;— 21) die Schenkung Ißdrer Majestäten des Kaisers und der Kaisecin von Rußland an das Rettungs haus zu Hähnlein im Betrage von 200 fl.;— 22) die Schenkung des Freiherrn Philipp Wambolt von Umstad! zu Birkenau an die kathol. Kirche zu Dieburg, bestehend in einem dieser Kirche an verschiedenen um den Preis von 8000 fl. erkauften Grundstücken eingeräumten ewigen und ausschließlichen Nutzungorecht;— 23) die Schenkung des kalh Pfarrers zu Zornheim, Christoph Kempf, an die kath. Kirche daselbst, behufs Herstellung der Nebenaltäre, im Beirage von 130 fl.;— 24) die Schenkung eines Ungenannten aus Franksurt a. M. an die israelitische Religionsgemeinde zu Pfaffen-Beersurth, bestehend in einer Thora im Werthe von 100 fl.;— 25) die Schenkung der Anns Maria Schneider zu Bingen an die kath. Kirche daselbst, behufs Stistung eines Jahramtes im Betrage von 150 fl.;— 26) die Schenkungen Ihrer Erlauchten des Grafen und der Gräfin zu Erbach- Erbach an die evangel. Kirche zu Erbach, bestehend in einer Altardecke von rothem Tuch, einer Taufsteindecke mit Goldborde, so— wie einem vergoldeten Crucifix auf den Alter, sodaun für die Kirchhosscapelle einem in Holz geschnittenen Crucifix auf den Altar, Alles zusammen in einem Werthe von 200 fl.— In Folge Allerhöchsten Auftrags werden diese * Recesses mit Frankfurt gescheitert seien. Die Stadt Frankfurt babe das Gutachten des Professor Zotpfl eingesandt, und wollte auf Grund desselben unterhandeln. Der König habe dasselbe dem Krousyndicat unterbreitet, welches das Gutachten verwarf. Die Vorlage geht an die Budget- commission unter Hinzuziehung der beiden Ab— geordneten für Frankfurt. Die Hauptpunkte des Gesegentwurse sind: Alle 1866 zu Staatszwecken verwandten Gebäude und Liegenschaften verbleiben Staatseigenthum, incl, die zur Unterbringung des Frankfurter Militärs verwandten Gebäude; aus⸗ geschlossen bleiben jedoch die mit fremdem Militär belegt gewesenen Räumlichkeiten. Sämmtliche Eisenbahnen werden, ohne Entschädigung an die Stadt, Staatseigenthum, nur die Verbindungs- bahn verbleibt der Stadt. Alle Schulden, aus- genommen drei Posten, übernimmt der Staat, deßgleichen die Pensionen der Senatoren und Rathsschreiber, mit Ausnahme der von der Stadt besoldeten. Das Vermögen wird getheilt im Verhältniß von 11,940 zu 8060 Gulden. Die Einnahmen und Ausgaben pro 1866 verbleiben der Stadt, mit Ausnahme der von Preußen an den Zollverein zurückgezahlten Summen. Die Kirchen und Schulen sind von der Stadt zu unterhalten. — Der Generalstab der preußischen Armet besteht aus 174 Offizieren, worunter sich außer dem Chef z. Z. 1 Generallieutenant, 3 General- majore, 15 Obersten, 6 Oberstlieutenants und 49 Majore befinden— wozu außerdem noch 40 zu verschiedenen Dienstleistungen dem Generalstabe zugetheilte oder zu demselben abcommandirte Ofsi- ziere hinzutreten. — Der„Staatsanzeiger“ publizirt ein Gesetz vom 1. d., betreffend die Feststellung des Budgets. Hienach wird für das laufende Jahr der Staats- Stistungen zum ehrenden Andenken der Stifter dankend zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Preußen. Berlin. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 1. d. legte der Finanz minister gleichzeitig mit dem Minister des Innern einen Gesetzentwurf, betreffend die Auseinander— setzung zwischen dem Staat und der Stadt Frankfurt, vor. Der Minister gibt dabei einen Rückblick auf die bisherigen Verhandlungen und betont, daß die Versuche zum Abschlusse eines! (Schluß solgt.) haushaltsetat auf eine Einnahme von 167,536,494 Thlr., und eine Ausgabe von 167,536,494 Thlx., nämlich auf 162,650,057 Thlr. an fortdauernden, und 5,486,437 Thlr, an einmaligen und außer— ordentlichen Ausgaben normirt. Auch können in diesem Jahre nach Anordnung des Finanzministers verzinsliche Schatzanweisungen, längstens auf ein Jahr lautend, im Betrage von 13 Mill. Thlrn. ausgegeben worden, — Nach dem„Staatsanzeiger“ ist der Bun— desrath auf den 15. Februar einberufen.— Wie die„Kreuzzeitung“ meldet, ist die Einberufung des Zollparlaments auf Mitte Mai beabsichtigt. — Im Hannöverschen sollen, wie die„H. L. 3.“ sich aus dem Bezirke Stade mittheilen läßt, die preußischen Landgendarmen neuerdings angewiesen sein, auf dem Lande die in ihren Be— zirken gelegenen Kirchen Sonntags in einem regel- mäßigen Turnus zu besuchen. Der ausgesprochene Zweck dieser Vorschrift ist die Controle, ob die Ablesung des von Sr. Maj. König Wilhelm be— fohlenen Kirchengebets regelmäßig und unverkürzt geschieht. Düsseldorf. Vor einigen Tagen meldeten sich auf dem hiesigen Polizeiamte 3 Hannoveraner, welche aus der im Innern Frankreichs weilenden Welfenlegion desertirt waren. Denselben wurden die Mittel zur Weiterreise nach Hannover, um welche sie gebeten hatten, gewährt. Frankfurt. Wie die„Frankf. Zig.“ mit⸗ theilt, hat die königl. Eisenbahndirektion in Kassel auf die Miethe, welche der Pächter des Gast— hauses zur„Westendhalle“ an die Stadt Frank— furt zu zahlen hat, Anspruch erhoben und wie es heißt, dieselbe sogar mit Beschlag belegen lassen. Da die Westendhalle unzweifelhaft Eigenthum der Stadt Frankfurt ist und sogar in dem Receßentwurf als solches anerkannt ist, so sind wir— schreibt die „Frankf. Ztg.“— begierig, zu erfahren, welche Stellung die Frankfurter Behörden zu diesem neuen Versuch nehmen werden, das Privateigen— thum der Stadt Frankfurt dem preuß. Staate einzuverleiben. Bremen Man meldet der„Weser-Ztg“ aus Berlin: Griechenland habe die Erklärung der Conferenz vorläufig im Prinzipe angenommen, mache seinen formellen Beitritt jedoch davon ab— hängig, daß die Pforte die Initiative zur Wie— deranknüpsung der diplomatischen Beziehungen er— greife und die bereits ausgewiesenen griechischen Uytertbanen entschädige. An der Beseitigung der noch bestehenden Schwierigkeiten werde nicht mehr gezweifelt. Bayern. München. Die„Correspondenz Hoffmann“ erklärt die Nachricht der„N. fr. Pr.“, daß die baherische Regierung jetzt darauf hin— arbeite, das nationale Band zwischen dem Süden und dem Norden Deulschlands mit Außtracht— lassung der Bestimmung des Prager Friedens herzustellen, wonach die Errichtung eines Süd— bundes die Voraussetzung des nationalen Bandes bildet, für vollständig unbegründet. Baden. Karlsruhe. Das Staatsmini— sterium hat vergangenen Freitag durch den Staats— Anwalt gegen den Erzbisthumsverweser Kübel zu Freiburg und den Stadtpfarrer Burger zu Konstanz wegen Mißbrauchs des geistlichen Amts in Angelegenheit der Excommunication des Bürger⸗ meisters Stromapyer zu Konstanz beim Frei— burger Hofgericht eine Untersuchung einleiten lassen. Frankreich. Paris. Das„Journal de Paris“ erzählt, daß der Minister des Innern am 25. Januar ein Rundschreiben an die Präfekten gerichtet habe, um sie aufzufordern, die Maires und ihre Untergebenen wissen zu lassen, daß ihnen das„Journal officiel“ kostenfrei zugesandt würde und sie es daher ohne Weigerung anzunehmen hätten. Es scheint hiernach, daß sich verschiedene Beamte geweigert haben, das ihnen gratis zu— gehende Blatt anzunehmen. — Als im auswärtigen Amte die offizielle Nachricht von der Ankunft Walewski's in Athen eintraf, wurde daselbst wiederholt die An— sicht geäußert, man erwarte zwar, daß Griechen— land der Mächtedeklaration gegenüber Ausstellungen machen werde, um Zeit zu gewinnen, daß jedoch demungeachtet ein bewaffneter Conflikt nicht zu befürchten stehe, da Rußland Alles aufbiete, um das erregte Hellas zu beschwichtigen. Dagegen hält man eine Revolution in Griechenland für sehr wohl möglich, ohne indeß auch hiervon ernst— liche Folgen vorauszusehen. — Die„France“ und der„Constitulionnel“ erwähnen der Ministerkrisis in Athen und sehen einer günstigen Entscheidung entgegen. Die „Patrie“ sagt, da in Athen Anarchie herrsche, und die Regierung vergewaltigt werden könnte, so ergreife die Türkei militärische Maßregeln. — Das„Pays“ veröffentlicht folgende Ein zelnheit aus einer in der Pariser Vorstadt Belle ville abgehaltenen öffentlichen Versammlung, wie sie das Vereinsgesetz autorisirt hat. Der Redner Herr Avray sagt: Vor einigen Tagen fiel mir ein im Jahre 1844 geschriebenes Buch in die Hand, und wenn die Versammlung es mir gestattet, will ich ihr etwas daraus citiren:„Die arbeitende Hlasse besitzt nichts....(davon werden Sie Alle wohl etwas wissen) man muß sie zur Eigen— thümerin machen...“ Eine Stimme: Wir sind auf dem Wege, es zu werden. Herr Avray (liest):„Man muß sie durch die Association und Diseiplin aufrichten“. Eine Stimme: Was die letztere betrifft, so mache ich mir nicht viel daraus. Zahlreiche Stimmen: Der Verfasser? Eine Stimme: Louis Bonaparte. Hr. Avray: Der Prinz Louis Bonaparte. Eine Stimme: Nun das ist ja schön! (Beifall.) Herr Avray: Was aus dem Verfasser geworden ist, weiß ich nicht, er ist vielleicht ge— storben. Eine Stimme: Nein, er lebt noch, aber man muß hoffen, daß das Andere bald kommen wird. Man sagt mir, er hätte seinen Namen verändert.(Gelächter, Bravos.) — Im gqgesetzgebenden Körper interpellirte Benoist die Regierung über die Anwendung des Gesetzes über öffentliche Versammlungen und fragt, ob sie dessen Ausschreitungen verhüten werde. Baroche antwortet, daß sie alle legalen Mittel anwenden würde. Ollivier bedauert diese Er— klärung und glaubt, daß Ausschreitungen der Rede ganz ungefährlich seien. Nur Handlungen seien strafbar. Benoist zieht seine Interpellation zurück. Spanien. Ueber die Ermordung des Gou— verneurs von Burgos werden noch folgende Einzel— heiten gemeldet: Nachdem die provisorische Regie— rung Spaniens vernommen, daß die beträchtlichen Schätze, welche in den Kirchen an kostbaren Gegenständen und Kunstwerken aufgespeichert lagen, täglich aus denselben verschwänden, decretirte die— selbe, daß die Civilbehörden ein Inventarium derselben aufnehmen und sie, wo es nöthig schien, in die Staats-Museen überführen lassen sollten. Der Gouverneur von Burgos, begleitet von seinem Sekretär und dem Polizei-Commissär, begab sich nach der Cathedrale, wo ihn mehrere Mitglieder des Capitels erwarteten, um zur Aufnahme des Inventariums zu schreiten.- Eine zahlreiche auf— gewiegelte Menge foreirte die Kirchthüre unter dem Rufe: Es lebe die Religion! Es lebe Carl VII.! Als der Gouverneur sich der Menge zeigte, stürzte man sich auf ihn, bedeckte ihn mit Wunden und riß ihn in Stücke. Die Mörder trennten vermittelst eines Beiles den Kopf vom Rumpf, schnitten ihm die Ohren ab und, nachdem sie ihn an einen rothen Strick befestigt, schleiften sie den Cadaver bis auf den Platz vor der Kirche, wo er ihnen, nackt und verstümmelt, durch die Anstrengungen der Bürgerwehr entrissen ward. Madrid. Die„Epoca“ sagt: Die Idee die Ausübung der Staatsgewalt einem Direktorium anzuvertrauen, findet allgemeine Zustimmung. Wahrscheinlich wird dieß auch die definitive Re- gierungsform werden, denn selbst wenn die Cortes sich für die Monarchie entscheiden sollten, würde lauge Zeit vergehen, ehe man sich über die Wahl des künftigen Monarchen verständigen würde. — Zu Gunsten der Glaubensfreiheit hat am 31. Januar abermals eine Volksmanifestation in vollkommener Ordnung stattgefunden. Prim und Ortiz wiesen wiederholt darauf hin, daß die Glaubensfreiheit bereits eine Thatsache sei; die Regierung wolle jedoch den Cortes die Lösung der Frage von der Trennung der Kirche vom Staate überlassen. Italien. Florenz. Man schreibt aus Rom, der Papst sei gefährlich erkrankt. Die Re- gierung treffe Vorsichtsmaßregeln, um allen Even— tualitäten vorzubeugen. Türkei. Konstantinopel. Seward hat den amerikanischen Gesandten bevollmächtigt, wäh— rend des diplomatischen Bruches zwischen Griechen land und der Türkei denselben offiziell seine guten gen beider Regierungen anzubieten. 5 Amerika. Washington. Nach einem Telegramme vom 1. d. genehmigte der Congreß mit 110 gegen 62 Stimmen die Einbringung einer Resolution für Annexion aus Haiti und San Domingo. Frankfurt. Wie bereits früher gemeldet, verschwanden vor einiger Zeit drei Sachsenhäuser Mädchen, von denen das eine nach wenigen Tagen als Leiche aus den Wellen des Mains gezogen wurde. Die Leichname der beiden andern sind nun auch vor dem eisernen Gitter des Winter— hasens unter dem Eise aufgefunden worden. Daß seiner Zeit die Mädchen gemeinsam den Tod gesucht und ge⸗ sunden, sieht nun außer allem Zweifel. Vor der That halten sich die Lebensmüden mit ihren Schürzen zusammen— gebunden, um durch gemeinsamen Sprung in das Wasser gleichzeitig ihr Leben zu endigen. Der freiwillige Tod der Mäochen ist pfychologisch um so merkwürdiger, als sie, in guten Verhältuissen lebend, jeder Zeit ein heiteres Gemüth bekundeten und auch in gutem Rufe standen. Darmstadt. Dieser Tage wurde in hiesiger Stadl⸗ kirche ein blinder Mann getraut, ein Fall, welcher hier in diesem Jahrhundert noch nicht vorgekommen sein soll. Darmstadt. Hiesige Blätter sprechen von einem Selbsimorde, welcher vor Kurzem in der katholischen Kirche dahier vorgekommen sein soll, indem die Leiche einer jungen Dame aus den höchsten Ständen der Residenz an einem Engel erhängt dort gefunden worden sei. Man will diesen Seibsümerd mit der vor ewa einem Jahre erselgten Auf— findung einer Kindesleiche an derselben Stelle in Verbin⸗ dung bringen. Ob sich dieß bestätigt, darüber wird eine jedenfalls erfolgende Untersuchung Ausschluß zu geben haben. Mainz. In dem Gymnasialgebäude dahier ist ein betrübender Fall vorgekommen. Man hatte schon seit einigen Tagen in der Wohnung des Pedellen H. Sommer einen durchdringenden Gasgeruch verspürt, ohne jedoch hierauf besonders zu achten. Am Morgen des 30. Jauuar nun fanden die armen Eltern ihren hoffnungsvollen 18jährigen Sohn, in Folge der starken Gasausstcömung, todt in seinem Zimmer. Zwei Schweslern des Unglücklichen kamen wohl nur deßhalb mit dem Leben davon, daß die eine Erhrechungen belam, in Folge deren sie bei den Eltern Schutz suchten.— Einem ähnichen Schicksal entging vor eiwa acht Tagen der größte Theil der Bewohner eines Hauses nur durch rasche ärztliche Intervention. In beiden Fällen waren Brüche in den gußeisernen Hauptleitungen und Entweichen des Gases durch die Erde die Ursachen. Aus Amöneburg(Kurhbessen; wird gemeldet, daß daselbst an drei verschiedenen Stellen aus der Erde Rauch hervordringe. Das Thermometer soll bei der neulichen Kälte an diesen Plätzen 10 Grad Wärme gezeigt haben. , London ist mit dem 24. Dezember v. J. um ein schönes Stück unterirdischer Eisenbahnen reicher geworden. Von der Bahnstrecke nämlich, die den westlichen Rayon der Hauptstadt mit dem Centrum(Westminster) und dem Oßtende(City) verbinden soll, sind wieder 2½ Meilen dem Verkehr eröffnet worden. Dadurch ist es schon mög⸗ lich, von den westlichen Vorsiädten(Brompton und Ken⸗ sington) per Dampf bis nach Westminster-Abtei und dem Parlamente zu gelangen. Binnen einem Jahre dürfte aber auch das letzte Kettenglied des sogenannten inneren unterirdischen Bahnringes, nämlich die Strecke von Wesi⸗ minster nach der Ciiy fertig sein, die innerhalb des neuen Quai's längs der Tyemse hinläust, und damit wird ein Werk vollendet sein, dem sich kein ähnliches alter und neuer Zeit an die Seite stellen kann. Postalisches. Offene Briefcouverts statt Streifband Nach einer Bekanntmachung des General⸗Postamis eignen sich Drucksachen, welche nicht unter Streif- ꝛc. Band, sondern in offene Briescouverls gesteckt, versendet werden, zur Besörderung gegen die ermäßigte Taxe sowohl im norddeutschen Verkehr als auch im Verkehr mit Bayern, Württemberg, Baden, Oesterreich und der Schweiz nicht; dieselben werden wie unfrankirte Briefe(unter Anrechnung des Werthes der verwendeten Freimarken) behandelt und mit dem vollen Briefporto belegt. 5 Postscheine. Bezüglich der Beweiskraft eines Post⸗ scheins hat das Appellationsgericht in Eisenach sich wie folgt ausgesprochen:„Wenn dem Postschein auch der Po 2 anslalt selber gegenüber vollständige Beweiskraft unn 0 so ist dies doch nicht im Verhältniß zum Adressaten der Fall; indem bekanntlich der Postschein von der betreffenden Postbehörde auf die nackte und einseitige, wenn auch auf dem Briefe schristlich bemerkte Angabe des Briefs⸗ beziehent⸗ lich Backet⸗Aufgebers ausgesiellt wird.“ Dieser unbedenklich richtige Grundsatz legt dar, daß der Absender den be⸗ stimmten Beweis führen muß, daß der abgesendeie Brief den darauf vermerkten Inhalt gehabt habe, wenn daraus eine Folgerung gegen den Adressaten und Empfänger her⸗ geleitet werden soll. e Verloosungen. Wien, 1. Febr. Serienziehung der fl. 500 Loose von 7860. Serien-Nummer 85 230 779 792 1033 1050 2405 2567 2823 29503 3018 3022 3119 3264 3616 4413 4529 4557 4902 5041 5955 6496 6537 7415 7705 7849 7887 8338 8600 8886 9013 9544 9792 10552 10692 11040 11323 1146111501 11544 11839 11960 11967 12075 12581 12697 12743 12862 13173 13203 13533 13608 15275 15923 16906 17285 17494 17962 18009 18558. 0 Dienste als Vermittler der gemeinsamen Beziehun⸗ 2 2 00 1 Ordn.- Nr. * — N Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Nidda. s. t — 201 In dem Domantalwalddeftrlet Dorn sollen nachverzelchnete Holfsortimente versteigert werden: 5 1) Montag den 8. k. 12 Eichen⸗Stammpolz 148 Stück von 6—21“ Durchmesser, 20—55“ Länge mit 4093 Cubikfuß, d Nadel ⸗ 188„ 5½— 12“,„ ir Buchen⸗ 7 7 7 19—27“„ 13-307 77 7 65* (thellwelse zu Hackklötzen geeignet), a. Nadel⸗Stangenbolz 89 Stück von 4—5“ Durchmesser, 25—30“ Länge, mit 482 Cublikfuß. Das Eichen⸗Stammbolz ist mitunter vorzügliches Wagnerholz. 2) Dienstag den 9. k. M.: Scheitholz. Prügelbolz. Stockholz. Reisholz. Holzart:. 2 Buchen 79 26 30½ 108 Eichen 13 13½ 20½ 95 a Nadelbolz 34 62 94 Die Zusammenkuuft ist an beiden Tagen Vormittag s 9 Uhr auf dem von Nidda nach Gaubfaol führenden Vicinalwege, zugächst des Holzschlages. Nidda den 26. Januar 1869 Großherzogliche Oberförsterei Nidda Georgi. . Versteigerung von Straßenarbeiten. 326 Die Handarbeiten auf den nachstehenden . und Orten an die Wenigfinebmenden verfsetgert werden. 85 eien ite ee een e. 2 8 Namen 8 2 Abtheilungen— 8 8 1 I Tag und Stunde. Ort und Local. Benennung der Straßen.!“ 4 582 Bauaufseber. von 1 Montag den 8. Febr., eee Butz 253.3266 u. XxI.] Pötzer des Morgens gilbr zu Butzbach bach 266— 277,127. 2 J Denselben, Nach-[Gasthaus zum Pariser Gießen-Frankfurt(104116 X Einhäuser mittags 2 Uhr, Hof in Naubeim und Nieder-Mörlen Usigen 104— 12 und und und 1121-138558[ 1.[ Webde. Nun 3] Dienstag d. 9. Febr., Bierbrauerei Philippi Berstadt- Friedberg unds137— 151 und XVIIu. Alshöfer und 2 Morgens 10 Uhr, zu Melbach Rergwerkoßtraße 0,.—5,06 XIX. J Stein. nine 44 Mittwoch den 10. d., Wirtbschaft v. Brau⸗ Gießen⸗ Frankfurt 18454 und ö IV. I Vormittags 10 Uhr, burger zu Ober-Wöll⸗ 141—154 und 8 2 g g ladt 154-166 und g. Diehl und dei de 166—177 8 9* a und Friedberg⸗ Domburg 137—147[ III. Kreß. 9 5 Denselben. Nach Chaussee-Haus bei Ilbenstadt-Reichelsheim 167,68— 1760* Slipp. Ae mittags 2 Ubr. Ilbensladt und 176-190]. 1 6 Donnerstag d. 11. d., Wirtbschast von Metz-Schwalbeimerhof- Stüm-162 4-172 u el Usage. Morgens 11 Uhr, ger zu Stammheim pfer 172—183,52 ö Xx. Jäger. — und Ranstadt⸗Staden 191,36— 206 0 7225 Werte Rauh 1. 206—2ʃ454 n weite 7 Freitag den 12. d., Bürgermeister Koch Hirsfeld⸗ Hanau 340352 und] ix. Naurnberger. ant Laber. Vormittags 10 Uhr, zu Lindbeim 3 l 8 8 Samstag den 13. d., Chausseebaus b. Dor⸗ Gießen ⸗Frankfurt 207— 222,33][ v.] Schäfer. 5 Vormittags 9 Uhr, telweil und Vilbel Offenbach lu. 21922270. Friedberg den 30. Januar 1869. Groß berzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u ß. Edictal ladung. 0 206 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, rt daß der ledige Heinrich Ernst II. von Fauerbach 5 bei Friedberg wegen verschwenderischen Lebenswandels unter Curatel gestellt worden und daß iym in der Person des Heinrich Kammer, Land wirtb von dort, ein Curator beigegeben worden ift, durch den allein verbindliche Rechtageschäfte von nun an für jenen abgeschlossen werden können. Forderungen und sonstige Ansprüche an den Heinrich Ernfl II. find binnen 4 Wochen dahier anzuzeigen, widrigensalls sie bel der Vermögens ⸗Regulirung nicht berücsichtigt werden. FIrtedberg am 12. Januar 1869. Groß berzogliches Landgericht Friedderg etz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts- Assessor. E Versteigerung. 325 Montog den 8. Februar l. J., von Morgens 9 Uhr anfangend, werden in den Freiherrlich von Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck: 2¾ Stecken Klesern⸗Scheidholz, 0 9/%„ Birker-Prügelbolz. 42„ Kiefern Prügelbolj, 4„ Birken ⸗Stockholz, 28„ Kiesern⸗Stockholz, Wellen Buchen Relioholz, g 0„Birken- und Eichen⸗Relsholz, 270„ Apen Reis holz, 5775„, Kiesern-Reisholz, 27 Stuck 20“ langes Kiefern⸗Stammbolz, 207 ö 7 Cubikfuß haltend, „ 10“ langes Kiefern-Stangenholz, 144 0 Cubilsuß haltend, 2500„ Klefern-Bohnenstangen, und 725 Gebund Ginstern, an den Melstbletenden verstelgert. Die Zusammenkunft ist auf dem Hofe Hasselbeck, woselbst mit dem Verkaufe der Vohnenstangen der An— saug gemacht wird. 7 Frledberg den 2, Februar 1869. 1. In Aufteag der Fresherrlich von Mitter'schen Guteverwallung zu 1 Rlldesheim 1 Bekannt ma ch ung. 324 Montag den 8. Februar d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause zwei slädtische Güterstäcke, nämlich: 2 Viertel 6 Ruthen die 6. Abtbellung des Ackergartens, 92¼ Klafter die 7. Abthellung des Bockackers, für das Jahr 1869 anderweit öffentlich meistbietend verpachtet werden. Friedberg den 1. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg err. Holz⸗Versteigerung. 314 Donnerstag und Freitag den 11. und 12. Februar d. J. sollen in dem Gräflich Stollberg'schen Revier Ranfladt, District Pardt und im Wäldchen bei der Weidemühle, nachstehende Holzsortimente verstetgert werden: 47 Stecken Kiefern Scheitholz. 22 5 5 Stangeuprügelholz, 23 5 10 Stockholz. 219 7 Aflreis, 7 700 Kiesern Stämme, 10-75“ lang, 5½—23½“ dick mit 15729 Cubiksuß, 56 Klefern⸗Stangen, 15— 507 lang, 4—5“ dick mit 240 Cubikfuß. Den ersten Tag kommt das Brennholz und der größte Theil des Bauholtes im Otstriet Hardt, den zwetten Tag der Rest desselben und das Bauholz im Wäldchen bei der Weidemüßle zur Versteigerung. Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens um 9 Ubr in Ranstadt. Gedern den 1. Februar 1869. Gräfliche Oberförsterei Gedern Kirchner. ——*„—— Eine größere Hoftaithe, 249 an der Hauptstraße gelegen, mit hübschen Räumlich— ketten, worin früher Wlrtbschaft betrieben worden, ift unter günstigen Zahlungobedingungen aus freier Hand zu verkagsen. Kaufliebhaber wollen sich gefälllgst an A. Schmidt in Echzell wenden. und Fischerei-Verpachtung zu Friedberg. 323 Montog den 8. Februar d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause die der Stadt Friedberg zustehenden Jagden und Fischerei, nämlich: 1) die Jagd in der Stadt- Gemarkung, circa 2300 Morgen, 2) desgl. in der ehemaligen Burg-Gemarkung, elrca 185 Morgen und 3) die Fischerei auf der Usa innerhalb der Gemar kung Friedberg auf weitere sechs Jahre öffentlich meistbletend verpachtet werden. Friedberg am 1. Februar 1869.— Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg Noaoß Geschüsts-Empfehlung. 264 Einem bliesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich jetzt mein Geschäft für mich angefangen habe und alles billig und gut arbette. d 0 g Metne? i sagasse b 0 Straßen und Abtheilunzen sollen an den näher bestimmten Tagen Melne Wohnung befindet sich Usagasse bei Herrn Metzgermeister Gröninger. örtedberg den 27, Januar 1869. Adam Nampe, Schneidermelster. Mehrere Zimmer, 170 möblirt oder unmöblirt, 1 werden vermiethet von 5 5 Löb Strauß. Eine perfecte Koch ine perfecte Köchin 312 wird zu Ende Februar in ein Gasthaus gegen bohben Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. An verkfanten Au verkaufen 293 ein Pferd, ein vollständiger schwerer Wagen und zwei vollftändige Pflüge bei 5 G. Christian Höres Wittwe zu Ossenbelm. Ein junger Pinscherhand, 317 rotbbraun, auf den Namen Benno hörend, ist mit entlaufen. Oem Wlederbringer eine Belobnung. Friedberg L. Schultheis. Zu vermiethen 3¹⁰⁵ ein steundliches Logis, 1 Stiege boch, dis Anfang Mal beziehbar, bei Jae. Heß, Metzgergasse. Ein braves Dienstmädchen, 322 welches treu und fleißig ist, einer kleinen Haus⸗ baltung vorfleben kann, wird auf Petritag gegen guten Lohn gesucht. Näheres dei der Exped. d. Bl. 320 Meinen, einen alten Morgen baltenden, mit sehr guten Obstsorten depflanzten Burggarten, sowie ein kleines Stück Land auf dem Krämer und ein Tafel Klavier will ich aus freier Hand verkaufen. Dr. Pilger. Ein noch im guten Zustande befindlicher zweispanniger Wagen, 2 Ackerfill, 1 Schaufelpflug, 1 Spitzpflug, 1 Egge. 1 Pfuhlfaß(5 Ohm haltend) find zu verkaufen bel Konrad Eichler in Dorbeim. Million. . 8 75 oer 321 2726 Auflage ca. Der Kalender des Laoahtet Hinzenden Doten ** IV. erschienen und bei allen Huchhändlern und Huchbindern zu baben. Preis 11 kr. Schimpff Haupt-Agentur: Bindernagel& in Friedberg. ei K. Friedrich neben der Post. Glacée- Handschuhe: 42 Anzeiger kann man für die Auf den Oberhessischen 2 Monate Februar u. März bei den Poststellen mit 32 kr abonniren. Die Nummern vom Januar können, soweit der Vorrath reicht, noch nachgeliefert werden. 318 Im Anschluß an den von hier aus ergangenen von Büdingen aus der nachstehend abgedruckte weitere Aufruf ergangen, Mitbürger in Stadt und Der zweite oberhessische Wahlbezirk, zu welchem drei Candidaten in Vorschlag: Herr Dr. Oppenheim von Wir halten unter allen Umständen daran fest, unserer Art, Ruf in seiner richterlichen Stellung voraus geht, hat am 24. d. Mts. zu Büdingen vor einer gelegt, nach welchen er, sofern er in den Reichstag 1)„Ich betrachte die durch den Krieg von als die Grundlage der ferneren Entwickelung Deutschlands. gewählt werden sollte, reden und handeln würde. 1866 und die darauf folgenden Friedens schluͤsse geschaffene Lage der deutschen Dinge Aufruf zur Wahl des Herrn Hofgerichtsrath Wilbelm Buff zu Gießen ist in welchem auch Herrn Buff's Programm enthalten ist. Land! der Kreis Büdingen gehört, hat einen Reichstagsabgeordneten zu wählen. Es sind Berlin, Herr Juslizrath Geiger von Assenheim, Herr Hofgerichtsrath Buff von Gießen. daß es ein Oberhesse sein müsse, dem wir unsere Stimme geben, ein Mann von der unsere Stimmung, unsere Wünsche und Bedürfnisse keunt. Herr Hofgerichtsrat h Buff von Gießen, dem ein vortheilhafter zahlreichen Versammlung die Grundsätze dar— Sein Progeamm lautet: 2) Ich bin für den Eintritt Südhessens in den norddeutschen Bund und für die Ausdehnung des letzteren zu einem großen deutschen Vereinbarung. Bunde unter Preußens Führung auf dem Wege der freien Sache anerkenne, 3) So wie ich aber einerseits Preußens Beruf in der deutschen so bin ich doch andererseits entschlossen, für die Eigenart der einzelnen deutschen Stamme und insbesondere für unsere Selbstständigkeit einzustehen, insoweit solche mit der Bundesverfassung und einer starken Centralgewalt vereinbar ist. 4) Was das Verhältniß zu Oestreich, insbesondere zu unseren Stammesgenossen in jetzigen Zustande Europa's selbst nicht einmal für die aber unbeirrt von den schwankenden Meinungen des nicht der Einsicht verschließen können, daß ein nahes voͤlkerrechtliches verstandenen Interesse beider Länder liege. 5) In mneren Fragen bin ich hängigkeit der Kirche vom Staate, Trennung der Schule von der Kirche,— setzung der Steuerlast. Die Versammlung hat sich mit diesen Grundsätzen Kreises diese Mittheilung zu machen. ihren Beifall hat, demselben am Tage der Wahl ihre Männer in sich schließt, welche fähig und würdig sind, dieselbe im Reichstage zu vertreten. Büdingen am 24 Januar 1869. Eberling, Gemeinderath. Fendt, tr. Hölzinger, Gemeinderath. Knaf, Ortsgerichtsmann. Meyer, Decan. Dr. Oßwald, Gymnasiallehrer. Kreisarzt. Beigeordneter. Hanner, nächste Zukunft voraussehen, wie sich dasselbe gestalten wird. Tages von dem Standpunkte einer realen Politik aus, so wird man sich Bündniß Oestreichs mit dem deutschen Bunde in dem wohl⸗ für eine freiheitliche Entw'ckelung der Bundesinstitutionen, Verminderung des Wir laden hiernach unsere Mitbürger ein, sofern das von dem Stimme zu geben und damit Zeugniß abzulegen, Gemeinderath. Dr. Krämer, Gymnasial⸗Director. Wagner, Bürgermeister in Lorbach. so läßt sich bei dem Deutsch⸗Oestreich angeht, Geht man für Freiheit der Religionsübung, Unab- stehenden Heeres und Herab— einverstanden erklärt und die Unterzeichneten beauftragt, den Bewohnern des Wahlcandidaten aufgestellte Programm daß die Provinz Oberhessen selber Hölzinger, Bürgermeister. Karl röll, Bürgermeister in Rohrbach. Medicinalarzt Dr. Westernacher, Reichstagswahl. 326 Einem Ni; i d. Bl. erklärt Folgendes: Ich halte die Behauptung, daß die Oppenheim'sche Partei ein Altenstadt eine Nieder lage erlitten und nur meine Interventien die durch das Auftreten der Herren Führer der Gegner gestörte Ruhe wiederhergestellt habe, entschieden aufrecht. Bei der Nauheimer Versammlung war ich nicht anwesend; wie man aber dort über Herrn Buff hersiel, beweist zur Genüge, das(nach glaubwürdigen Mittheilungen)— mein College Trapp IV. zu Friedberg erklärte:„Herr Buff sei eine politische Null und nicht einmal im Stande, seinen Ideen in öffentlicher Rede einen verständlichen Ausdruck zu geben.“ Alle Wähler, welche Herrn Buff persönlich kennen, alle, die ihn als Assisenpräsidenten und als Redner bei den Wahlbesprechungen in Büdingen und Groß-Karben gehört haben, können sich schon an diesem einzigen Beispiele überzeugen: Wer lügt und verläumdet! Gießen den 2. Februar 1869. Th. Baist, Hofgerichts⸗Advocat. 330 Herr Hofgerichtsrath Buff in Gießen hat bei der am letztverflossenen Sonntage auf dem Selserbrunnen stattgehabten Wahlversammlung, als er auf die Person des Herrn Dr. Oppenheim zu sprechen kam, erklärt: „Die Wähler, welche ihre Stimme dem Herrn Dr. Oppenheim geben, treffen eine „gute Wahl. Als diese Stelle von einigen Herren beklatscht wurde und dies sonach ein Zeichen für die Parthei des Herrn Buff war, daß die Gegenparthei hier auch Zuhörer habe, fügte Herr Buff nach einer kleinen Pause hinzu: 1 „Trotzdem glaube ich, dat ein Oberhesse in Folge der berechtigten Eigenthümlichkeiten v der Provinz vorzuziehen ist.“ Wir fragen nun, ob Herr Buff nicht das Zugeständniß an die Parthei des Herrn Dr. Oppen⸗ beim gemacht hatte, daß sie eine gute Wahl getroffen? Und indem wir, um den Grund des Vorwurfs abzuschneiden, als haben wir einen Satz aus dem Zusammenhang gerissen, den Nachsatz, welcher zur Abschwächung des ersten Satzes dient, mittheilen, erlauben wir uns die zweite Frage: Was hat denn die Provinz Oberhessen vor den andern Provinzen des Norddeutschen Bundes für besondere und berechtigte Eigenthümlichkeiten und können, wenn solche verhanden, diese absolut nicht durch Nicht⸗Oberhessen eine ersprießliche Vertretung finden? anonymen Inserat in gegenüber der Unterzeichnete Geschäfts- Empfehlung. 245 Nachdem ich die Samenhandlung zum steinernen Haus in Frank a am N urt a. M., Markt Nr. übernommen habe, empfeble bet berannahender Saison den geehrten 1 85 obiger pandlung ere 91 Herren Oekonomen, Landwirtben und Gartenbesitzern alle Gattungen von: 9 Gemüse⸗, Blumen-, Feld-, Gras-, Klee- und Waldsamen en gros& en detail unter Zusicherung reellster und billigster Bedienung. Preisverzeichnisse steben gratis zu Dtensten. Georg Andreas. Erklärung. 320 Der Großherzogliche Bürgermelster Hensel in Schwalbeim hat ein Nr. 13 des„Oberhesfischen Anzeigers“ erklärt, daß der in Nr. 12 desselben Blattes abgedruckte Wahlaufruf ohne seine Zustimmung gescheben sei, weß⸗ halb er seine Untetschrift zuruckziehe. Unter welchen Einflüssen Herr Bürgermeister Hensel diesen Widerruf erlassen hat, wollen wir dahin gestellt sein lassen;— wir ersuchen Diejenigen, welche sich von der eigenhändigen Unterschrift des Herrn Bür⸗ germeisters Hensel in Schwalheim, welche er unter den gedruckten Wahlaufruf für Derrn Dr. Oppen⸗ beim gesetzt hat, überzeugen wollen, in dem Local des Herrn Buchhändler Seriba dahier das betr. Papier einzusehen. Güterverpachtung. 327 Der Unterzeichnete beabsichtigt seine in hiefiger Gemarkung btlegenkn Aecker aus der Hand zu verpachten Friedberg den 4. Februar 1869. J. Falck. Schriftliche Arbeiten 319 neßme entgegen, in sowie außer dem Hause, unter 5 Todes: Anzeige. 316 Es bat dem Allmächtlgen gefallen unsern lieben Gatten und Sohn Christian Neuß in Nieder⸗Weisel in seinem 24. Lebensjahre nach kurzem Leiden Mittwoch den 27. Januar in ein besseres Jenstite abz lufen. Dorheim, 1. Febr. 1869. Chr. Reuß V. Fruchtpreise. per Malter. Friedberg, 2. Februar. Waizen II fl. 45 kr., Kot! 8 fl. 40 tr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 6 fl.— kr. Frankfurt, I. Februar. Watzen 12 fl.— kr.; Kor! 9 fl. 50 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 20 kr. Grünberg, 30. Januar. Waizen 11 fl. 36 tr.; Korn 8 fl. 48 kr.; Gerste 7 fl. 40 kr.; Hafer 5 fl. 37 kr.; Molter 8 fl. 30 kr.; Erbsen 10 fl. 10 kr.; Wicken— fl. — tr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln— fl.— kr. Mainz, 29. Januar. Waizen 11 fl. 45 kr.; Korn Rafi. 5 kr. Gerste 8 fl. r.; Hafer 6 fl. Kartoffeln 2 fl. 30 tr.; Roggenstrob per 100 Gebund 24 fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. 1 kr. enig, vom und wu die erf Apira; kwangel hem ey Name — die dra kulsche 10— 1 Hauph. behmet ben dan zum ge 9 Amit a musluge Gnndid, Udlassen Uagen. vin Aer 2 kt. Hein Nau Aschdach N— N auf Anson Bach — 77 Aeuß, des 1