Donnerstag den 2. September. 2 102. 8 N . 9 8 berhessiscer Anzeiger Inthält bie amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samßag. Hriedberger Intelligenzblalt. ——— Für den Monat September kann Verlags ⸗ Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. auf den„Oberhessischen — — Anzeiger“ bei der Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 40. sub. 1. Gesetz, die privatrechtliche Stellung der Erwerbs- und Wirthschafts⸗Genossenschaften betr.— sub. 2. Verordnung, die Stellvertretung n Mllitärdienste betr.— sub. 3. Bekanntmachung, die Stellverttetung bei der diesfäyrtigen Truppenergänzung betr.— sub. 4. Bekanntmachung, die Beherbergung on Refraetären und Deserteuren insbesondere Legitimation der Soldaten betr. Friedberg den 29. August 1869. Letreffend: Die Beitreibung der Commuxalgelder für 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Aus den eingelangten Handbuchsauszügen haben wir ersehen, daß bis jetzt zur Beitreibung der Communalgelder für 1869 fast nichts eschehen ist. aufzugeben und daß sie ihre Schuldigkeit thun strenge zu überwachen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Dar g pep, Friedberg am 30. August 1869. Wir weisen Sie darum bei eigner Verantwortung an, den Gemeinde⸗Einnehmern die sofortige vorschrifismäßige Beitreibung Bei Einlangung der Pfandbefehle werden wir in dieser Beziehung controliren, ob die Rechner ihre Schuldigkeit gethan haben. r e Hessen. Darmstadt. Am 24. August der pensionirte Sekretär bei der vorhinigen Direktion der Main⸗Weser⸗Eisenbahn zu Gießen, goseph Mopat, reactivirt und zum Sekretär bei ter Ober ⸗Bau⸗ Direktion mit dem Amtstitel als dberbauseerktär und der Bau-Aspirant Heinrich Lalman aus Düsseldorf zum Kreisbaumeister zes Kreisbauamts Alzey ernannt worden. Preußen. Berlin. Dem„Frankf. Beob.“ nürd unterm 28. August von hier geschrieben: Jon dem panischen Schrecken, den die hiesige Lörsenwelt durch die plötzlich gefallenen Pariser Fourse davongetragen, kann man sich keine Vor— ellung machen. An der Ecke der Linden-Pro— genade und der großen Friedrichsstraße vor der Franzler'schen Conditorei, welcher Platz im Jahre 1848 als„politische Ecke“ eine so große Rolle ielte, pflegt die„Abendbörse“ abgehalten zu zerden; gestern gestaltete sich diese zu so wild uwegten Scenen, wie sie kaum im Jahre 1848 der vorgekommen. Bei den ersten Depeschen— hhunende Verwunderung, bei der nächsten bereits de Gewißheit, daß der Kaiser todtkrank sei, bei e folgenden, daß er— das Zeitliche gesegnet babe. Jetzt flohen die Speculanten nach allen Seiten, das Feld blieb eine halbe Stunde leer, in sich alsbald wieder mit dichtgedrängten, leb— faßt gesticulirenden und wild durcheinander schreien— n Gruppen zu beleben. Tausende standen Kopf i Kopf gedrängt auf dem Trottoir, dem Fahr- dg und an der Promenade. Die Circulation var völlig gehemmt, mühsam arbeitete sich der Lagen des Königs hindurch, verwundert schaute er König auf das Treiben. Viel Geld war in iin wenigen Stunden verloren und gewonnen vorden, denn alle Welt wollte verkaufen und nur l größeren Häuser, die durch Privatnachrichten u der Lage waren, alle jene Gerüchte als Er— füdungen anzusehen, hielten fest. Ihre vielfach algestrebten Versuche, ihre sicheren Nachrichten zu zu breiten, schlugen gänzlich fehl. Inzwischen ist nach verlässigen Nachrichten, die nicht nur aus Gschäftskreisen stammen, das Befinden des Kaisers durchaus zufriedenstellend; es ist hierher telegraphirt würden, daß er diesen Morgen ausgegangen sei.(2) A der Börse gab es heute vielfach trübe Gesichter. — Der„A. A. Z.“ entnehmen wir nach- sehende Mittheilung:„Eine preußische Replik auf it Beust'sche Depesche vom 15. August ist am 1 August an den Frhrn. v. Werther abgegangen. Jeses von Hrn. v. Balan gezeichnete Aktenstück soll im Ton weniger schroff als die Thile'schen Depeschen gehalten sein, in der Sache selbst aber auf dem Standpunkt der letztern verharren.“ — Die„Nordd. Allg. Zig.“ schreibt:„Es bestätigt sich, daß der diplomatische Meinungsaus⸗ tausch zwischen dem hiesigen und dem österreichi⸗ schen Cabinet mit der jüngsten Depesche des Grafen Beust ihren Abschluß erreicht hat. Wie verlautet, beabsichtigt die preußische Regierung nicht, den von Beust angeregten Schriftwechsel fortzusetzen.“ — Die Volksversammlung in der Tonhalle, betreffend die Klosterfrage, war von 2000 Per— sonen besucht. Resolutionen wurden angenommen für Abschaffung der Klöster und Ausweisung der Jesuiten unter ausdrücklicher Verwahrung, daß mit diesem Beschlusse gegen keine Religion, welche es auch sei, agitirt werden solle. — Wie die„Neue Evangel. Kirchenzeitung“ meldet, ist zum Nachfolger Hengstenberg's Professor Dr. Dillmann in Gießen berufen worden, der die Stelle(Professur für altes Testament) ange- nommen hat und seine Vorlesungen bereits nächsten Winter beginnen wird. Die„Kreuzztg.“ befürchtet, daß Hengstenberg durch ihn nicht„voll ersetzt werden könnte“. — Wie die„Tribüne“ schreibt, hat die Affaire Fournier mit dem erstinstanzlichen Urtheil sein Ende erreicht, da weder der Staatsanwalt noch Fournier selber appellirt hat. Herr Fournier wird also die auf der Kanzel so pomphaft an- gekündigte Beweisführung von der Lügenhaftigkeit der elf meineidigen Zeugen doch lieber auf sich beruhen lassen. Kassel. Nach der„Hess. Morgenztg.“ ist der seitherige Direktor der Main-Weserbahn, Geh. Reg.⸗-Rath v. Schmerfeld, zum Direktor der Niederschlesisch-Märkischen Bahn(Direktionssitz Berlin) ernannt; wahrscheinlich werde Regierungs- und Baurath Jandicke, technisches Direktions-⸗ mitglied der eben genannten Bahn, an seine Stelle treten. Die Regierung hat zum Bau der Bahn— strecke Salzschlirf-Fulda die Genehmigung ertheilt. Sachsen. Nach einer amtlichen Mittheilung der Kreisdirektion beträgt die Zahl der im Plauen— schen Grunde verunglückten Bergleute 276, von denen 274 zu Tage gefördert sind, die der Wittwen 208 und die der Kinder 639. Als ein sprechen— des Zeugniß für die sittlichen Zustände, welche unter der Arbeiterbevölkerung des Plauen'schen Grundes herrschen, verdient hervorgehoben zu werden, daß sich unter den hinterlassenen 639 Kindern nur vier uneheliche befinden. Bayern München. Der vollständige Calalog der internationalen Kunstausstellung ist nunmehr erschienen. Derselbe enthält in 3386 Nummern 1631 Gemälde, 760 Carions, Zeich⸗ nungen, Kupferstiche, Aquarell-⸗ ꝛc., 392 plastische Werke, 596 Architekturen und 7 Glasgemälde. Am Schlusse des Catalogs befindet sich ein Dis⸗ positionsplan des Ausstellungsraumes. Die Lokal- Industrie-Ausstellung war an dem Geburts- und Namenstage des Königs von über 3000 zablenden Personen besucht. Von dem Comite wurden bereits 1500 Gegenstände zur Verloosung angekaust. Aus Würzburg meldet man eine große Aufregung, welche dadurch entstand, daß seit vier⸗ zehn Tagen zahlreiche Drohbriefe mit Hinrichtungs⸗ Iüustrationen an die angesehensten Mitglieder der jüdischen Gemeinde, namentlich an den Rabbiner, versendet werden. Wenn die Würzburger Garnison ins Schweinfurter Lager abgezogen sei, dann werde es losgehen und das Wucherervolk mit Gottes und Marias Hilfe aus Würzburg verjagt werden. Die Angst der also Bedrohten ist groß, sie riefen den Schutz der Regierung an und bereits verkündet ein offiziöser Artikel in den Würzburger Blättern, daß die nachhaltigsten Vorkehrungen gegen etwaige Ruhestörungen getroffen seien. Oesterreich. Wien. Die Reichsraths⸗ Delegation und die ungarische Delegation hielten eine gemeinschaftliche Sitzung ab, worin die noch unerledigten Differenzen bezüglich des Reichsbudgets im ungarischen Sinne erledigt wurden. Krakau. Die Oberin des Carmeliterinnen- klosters und deren Stellvertreterin sind in Folge gerichtlichen Beschlusses auf freien Fuß gesetzt. Schweiz. Der„Berner Bund“, das be⸗ deutendste Blatt der Schweiz, spricht sich neuer⸗ dings in Bezug auf die Frankfurter Ausweisungs⸗ geschichte folgendermaßen aus:„Die ungünstige Stimmung(Schweizer Blätter) gegen diese(Frank- furter) Neubürger(der Schweiz) hat ihren Grund in der Meinung, daß es Leute seien, die, derb herausgesagt, aus bloßen Judenängsten vor Flinte, Pulver und Blei den Militärdienst scheuen. Aber vor drei Jahren Dienst in der Linie des stehenden Heeres und nachheriger Reservedienstpflicht würde auch ein Jeder von uns, der sonst mit Lust und Liebe seine militärischen Pflichten erfüllt, zurück- scheuen. Wer kennt alle diese Neubürger, und mit welchem Recht schieben wir ihnen gerade so — c niedrige, unmännliche Beweggründe unter? Ver⸗ setze man sich doch einmal in Gedanken in die gleiche Lage, wie sie Frankfurt über sich hat er⸗ geben lassen müssen; man denke sich, Genf werde auf widerrechtliche Weise ohne Kriegserklärung durch einen Gewaltstreich von Frankreich annexirt, der Republik ein Ende gemacht, die junge Mann⸗ schaft zur Conscription für das stehende Heer derangezogen und zum Eid der Treue gegenüber dem Kaiser gezwungen— welcher Genfer Patriot würde nicht jeden Ausweg ergreifen, um sich und seine Söhne, soweit nicht der unmittelbare Zwang Macht hat, jeder Berührung und Unterordnung unter ein solches Regiment zu entziehen?“ Bern. Der norddeutsche Bund hat die Er— klärung abgegeben, daß er an der Conferenz über vie Gotthardtbahn theilnehmen werde. Der Bun⸗ desrath hal die Conferenz auf den 15. September nach Bern einberufen. Frankreich. Paris. Die Kaiserin wird, nach dem„Journal officiel“, ihren Aufenthalt in Ajaccio um einen Tag verlängern und am 3. Sept. nach Paris zurückkehren. — Der Zustand des Kaisers flößt nach wie vor große Besorgnisse ein, und die Bulletins, welche das offizielle Blatt bringt, verscheuchen keineswegs die überau herrschende Unruhe. Uebrigens vernimmt man bis jetzt nichts Bestimmtes über den eigentlichen Gesundheitszustand des Kaisers. Man weiß zwar, daß er nicht bloß rheumatische Schmerzen hat, sondern auch von anderen Leiden geplagt ist. Aber man erfährt keineswegs, in wie weit sie seine ganze Constitution angegriffen haben, und wie lange es noch dauern wird, bis die„rheumatische Krisis“ ihr Ende erreicht hat. Sicher ist, daß der Kaiser höchst abgespannt und matt ist. Dem Ministerrathe wohnte er zwar an, lag aber auf einem Sopha, und schenkte den Verhandlungen, die allerdings nicht sehr wichtig waren, nur geringe Aufmerksamkeit. — Prim hat, wie die„Gazette de Frante“ vernimmt, bei seiner Ankunft in Paris am letzten Samstag eine Audienz beim Kaiser nachgesucht, dieselbe konnte ihm indeß nicht bewilligt werden. Dagegen ist der Marschall von dem Minister des Aeußern empfangen worden und er hat seinerseits dem italienischen Gesandten am hiesigen Hofe, Ritter Nigra, eine Audienz ertheilt, welcher ihn von der Candidatur des Herzogs von Aosta auf den spanischen Thron unterhalten wollte. Man versichert, fügt die„Gazette“ hinzu, daß der Marschall Prim dieser Candidatur nicht abgeneigt ist Belgien. Brüssel. liegen und sich des Reitens zu enthalten. Spanien. Ministerrathe zur Erwägung überreicht. — Die spanische Kriegsflotte hat in der letz⸗ tern Zeit einen bedeutenden Aufschwung genommen und befindet sich jetzt schon in einem arsehnlichen Die Gesammtzahl ihrer Schiffe ist Zustande. gegenwärtig die folgende: 7 Panzerschiffe mi zwischen 6 und 40 Kanonen und von 500 bis 1000 Pferdekraft; 6 große Schraubendampfer mi 30 bis 40 Kanonen und von 360 bis 380 Pferde kraft; 10 kleinere mit 3 bis 5 Kanonen und von 80 bis 100 Pferdekraft; 2 große Transportschiffe 8 Raddampfer mit 3 bis 18 Kanonen und von 150 bis 200 Pferdekraft; endlich noch mehrer große Segelschiffe. Seesoldaten. Außerdem sind aber den Schiffswerften im Bau begriffen und nahe ihrer baldigen Vollendung. Zu diesem, in Europ stationirten Theile der Kriegsflotte kommt noch ein anderer gleichfalls sehr bedeutender Theil i außereuropäischen Meeren, namentlich in den Ge— Die„Independence belge“ meldet zwar, daß der Zustand des Kaisers Napoleon sich gebessert habe, versichert jedoch gleichzeitig, daß eine Krankheit der Vorsteherdrüse denselben nöthigt, auf einer chaise longue zu Dem„Impartcial“ zufolge hat der demokratische Abgeordnete und Vicepräsident der Cortes, Christino Martos, ein Schreiben an den Kriegsminister gerichtet, worin er die Nutz⸗ losigkeit der Todesstrafe für politische Verbrechen nachweist; Prim hat diese Auseinandersetzung dem Die Bemannung dieser Schiffe besteht aus ohngefähr 7000 Matrosen und 3600 auch noch mehrere größere und kleinere Kriegsfahrzeuge auf wässern der ae Colonien in Westindien (Cuba und Portorieo); der canarischen Inseln und der Philippinen. Die eigentliche Gesammt⸗ zahl der die spanische Kriegsflotte bildenden be⸗ waffneten Schiffe belief sich im verflossenen Jahre schon auf 119. Dieselben führten circa 1090 Kanonen und ihre Bemannung bestand aus nahezu 9500 Seesoldaten aller Grade, 14,780 Matrosen und 140 Mechanikern. In den Seearsenalen waren ungefähr zwischen 400 und 500 Wächter beschäftigt. Unter den obenerwähnten Kriegsschiffen befanden sich damals 7 gepanzerte, während jetzt deren Zahl auf 8 gestiegen ist. Endlich ist die Kriegsflotte jetzt auch noch um drei große Dampfer mit entsprechender Kanonenzahl, Pferdekraft und Bemannung stärker geworden. Solche Machtver⸗ haͤltnisse müssen Spanien den Charakter einer achtunggebietenden Seemacht verleihen. Türkei. Konstantinopel. Obwohl des Vicekönigs Antwort als in der Form befriedigend befunden ist, beabsichtigt der Großvezier den— noch ein Schreiben an ihn zu erlassen, worin er ihn anweist, die Land- und Seemacht nur innerhalb der durch den Ferman von 1841 fest⸗ gestellten Gränzen zu halten und der Pforte regel mäßig vierteljährlich ein Budget vorzulegen, und ihm zugleich die Auferlegung neuer Steuern, so- wie den direkten Verkehr mit auswärtigen Regie⸗ rungen untersagt. Amerika. Die Beschlagnahme der fünfzehn Kanonenboote, die auf Bestellung der spanischen Regierung in Newyork gebaut worden, hat die Spanier in Wuth, die Cubaner dagegen in die höchste Freude versetzt. Ein Brief des Präsidenten Cespedes aus Cuba an die cubanische Junta in Washington sagt, wenn die Unlons-Regierung gegenüber den Cubanern und den Spaniern gleiches Maß anwende und den Letzteren nicht gestatte, die Vereinigten Staaten zu einem Kriegsentrepot zu machen, so seien die Insurgenten vollkommen zufrieden und würden mit den Spaniern schon fertig werden. Die Nachrichten über die Kämpfe auf der Insel lauten constant den Cubanern günstig. Frankfurt. Hter ist ein weiblicher Industrteritter aufgetaucht. Derselbe lockt durch Darreichen von Confi⸗ turen kleine Mädchen um sich und zieht ihnen die Ohr dure aus. Auf dem Römerberg gelang es ihm an reien. Offenbach. Ein provisorisches Comite ladet, gestützt auf 40 Beulrüitserklärungen, zur Gründung eines Kauf⸗ männischen Vereins in hiesiger Stadt ein. Das⸗ selbe beabsichtigt nach§. 1 des provisorischen Statuten: eniwurfs a) Fortbildung, namentlich im kaufmännsschen Wissen, Hebung und Verbreitung kaufmännischer Kenninisse; d) Förderung des genossenschaftlichen Sinnes und der Zusammengehörigkeit unter den Mitgliedern.§. 2. Als Mittel zur Erreichung dieser Zwecke dienen: a) Vorträge, Vorlesungen und Besprechungen, welche vorzugsweise kaufmännische und volkswirihschaftliche Gegenstände, dann Fragen aus dem Gebiele des commerciellen und industriellen Lebens berühren; d) Vereinigungen zur Pflege einzelner Wissenschasten. Worms. Am Samstag den 28. d. begann dahier mit der Abhaltung des Turntages das siebente miitel⸗ rheinische Turufest. Es waren 180 Vertreter der einzelnen im Verbande befindlichen Vereine anwesend. Als Mit⸗ glied in den deulschen Turnausschuß wurde Herr Bömper von Mainz gewählt. Als Vorort und nächsten Festort wurde Darmstadt erwählt. Am Sonntag zogen die Vereine mit ihren Fahnen in die Feststadt ein. Der Empfang der Gäste war etwas kühl und es berrschte unter der Einwohner⸗ schaft nicht die fröhliche und entgegenkommende Fesistimmung wie in Hanau. Gießen ꝛc. Viele Vereine begaben sich am Sonniag Abend schon von Worms wieder hinweg. An dem t Preissurnen bethelligten sich 120 Turner. Worms. Auf privattiche Anzeige, daß sich gegen⸗ wärlig gewisse hirsize Persönlichkeiten mit Ausgabe falscher Sachsen⸗Meiningen'scher Halbguldenstücke befassen, gelang »ses am 29. d. der hiesigen Polizei, den Verdächtigen wilk⸗ lich auf die Spur zu kommen und sie zu verhaften. Bei einem derselben fand sich noch eine Anzahl solcher falschen Geloͤstücke vor, und bei sofort vorgenommenen Haus⸗ suchungen wurde bei Letzterem auch glücklicherweise die in Lumpen eing. wickelte Gießform, bestehend in gut aus⸗ geführten Gypsabdrücken, sowie ein kleiner Vorrath von Biei vorgefunden, und waren dadurch die oder der Thäter ihres Verbrechens vollkommen überwiesen. 5 Aus Baden kommt von dem kleinen Bade Antogast, nicht weit von Allerheiligen, Petersthal, Oppenau ꝛc. ge⸗ n legen, die Kunde einer schaurigen That. Am letzten 3 Samstag wurde, im Walbesdickicht verscharrt und mit Laub bebeckt, der Leichnam des Freiburger Kaufmanns 5 digen Instrumente beigebrachte, mehr oder mind Wunden. Die Stiefel, die Uhr mit Kette, die Brieftasche ꝛc. fehlen, so daß mit Sicherheit des Hochwaldes verübt wurde. 14 Tagen nach Antogast Tag aufgehalten und da such von Verwandten nach dem nahen Ri 70 Von der Zeit an, wo er zu dieser Tour aufbrach, Herr sic kommen, hatt die Absicht geäußert, zum oldsau zu ge man ihn lebend nicht mehr gesehen. Von dem Bremen. 5 Nordpool⸗ Expedition in Bremen hat einen dringenden Aufruf erlessen, um die für die Expedition erforderlichen Mittel, resp. die Schulden, welche contrahirt werden mußten, um die rechtzeitige Abfahrt zu ermöglichen, vollends ge⸗ deckt zu sehen. Die Kosten des Unternehmens ssellen sich im Gauzen auf 80,600 Thlr. Es sind bis jetzt 35,600 Thlr. eingegangen. Demnach fehlen noch 45,000 Thlr. Davon sind sogleich 22.400 Thlr. zu entrichten. 2 Wien. Eine wahre Musterkarte von Syrafen erlitt der demnächst aus dem Militärverbande zu entlassende 31 Jahre alte Zimmermaler Jos. Kerschbaum, Urlauber des 49. österr. Linie Infant.⸗Reg. Er wurde während seiner zehnjährigen Diensizeit zweimal zum Tode verurtheilt, war durchgehend im Stocktzause einquartiert und überstand 605 Stockstreiche. Noch als Civilist wurde er im Jahre 1856 zu Wiener⸗Neustadt wegen Verbrechens des Dieb⸗ stahls und Uebertretung des Betruges zu vier Monaten schwerem Kerker verurtheilt, zu Baden 1867 wegen Dieb ⸗ stahl zu einem Monat strengen Arrest, zu Wiener⸗Neu⸗ stadt im selben Jahre wegen Verbrechens des Diebstahls zu 8 Monaten schwerem Kerker, beim Militär im Jahre 1859 wegen Betruges zu 45 Stockstreichen, und wegen Diebstahls zu 50 Stocksreichen, 1861 ebenfalls zu 60 Stock⸗ streichen, 1862 wegen Desertion und Diebstahl zu(0 Stoc⸗ streichen und wegen zweiter Desertion und Diebstahl zu 75 Stockstreichen und 6 Monaten durch Eisenanlegen und einmal Fasten in jeder Woche verschärften Stockhausarrest, 1864 wegen Diebdstahlsversuch zu 30 und 20 Stockstreichen und 45. Stunden Separathaft in Eisen und wegen dritter Desertion und Diebstahl zu 75 Stockstreichen und ein⸗ jähriger durch Anlegung von Eisen und zweimal Fasten in der Woche verschärfter Haft, 1866 wegen vierter Deser lion und Verbrechens des Betruges zum Tode durch Erschießen verurtheilt, im Gnadenwege zu 75 Stockstreichen und eine jährigen durch Anlegung von Eisen und dreimal Fasten und hartes Lager in der Woche veischärften Militärgefängniß, 1867 wegen fünfter Desertion, Verbrechens des Diebstahls und Vergehen der Veruntreuung zum Tode durch Erschießen verurtheilt, im Gnadewege zu 75 Sdockstreichen und 10 Monaten durch Anlegung von Eisen und dreimal Fasten, bartes Lager und Einzeluhaft in der Woche verschärftem Gefängniß und wegen Diebstayls zu 30 Stockstreichen, end⸗ lich 1868 wegen Diebstahl und Theilnahme an der Ver⸗ untreuung zu 70 Stocksreichen, über Erkenniniß vom 16. Jänner 1869 wegen Verbrechens des Diebstahls, zu 13 Monaten schwerem Kerker, verschärft durch einen Fasltag in jedem Monat. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agenf. Newyork, 28. August.(Per transatlantischen Tele⸗ graph.) Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Hansa, Capt. E. Brickenstein, welches am 14. August von Bremen und am 17. August von Southampton abgegangen war, ist heute 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. Newyork, 28. August.(Per transatlantischen Tele⸗ graph.) Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Berlin, Capt. C. Undütsch, welches am 11. August von Bremen und am 14. August von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens woylbehalten in Baltimore an⸗ gekommen. Southampton, 30. August. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Union, Capt. F. Dreyer, welches am 19. August von Newyork abgegangen war, ist heute 5 Uyr Morgens wohlbehalten unweit Cowes eingetroffen und hat um 8 Uhr die Retse nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt außer der Post 138 Passagiere und volle Ladung. * Actienschwindel Das Außerordentlichste, was wir beireffs Actienschwindels noch gehört haben, erzählt „Newyork Nation“. Mariposa ist der Name eines Gutes in Californien, auf dem sich ein werthvolles Queckfilber⸗ bergwerk befindet. Ernst gehörte dasselbe dem General Fremont, der es als Sicherheit einem Creditoren gab, mil der Bedingniß jedoch, nach Bezahlung einer Summe von 300,000 Doll. in Gold si ben Ahtel des Grundbesitzes zurück zu bekommen. welchem mehrere angesehene Männer waren, gebildet, Zufall um nur 10 Millionen Dollars dieses werthvolle schäft wäre, Actien dieser Gesellschaft zu kaufen. Directoren gelang 28, die schon voraus unter sich ver⸗ theiltlen Aclen in Fotge dieser Reclame zu einem Course von 60— 75 pCt. an der Böcse zu verkaufen und den Erlös von 5—6 Millionen in die Tasche zu stecken. Das Geschäft des Publicums war brillant. Die Compagnie Maißiß, eines jungen, blühend schönen, als glücklicher n Gatle in den besten Vechältuissen lebenden Mankzes, gefunden. Der Körper zeigte sieben mit einem dreischnei⸗ bälle große Dibidenden gezahlt, wenn nicht einige kleine Schwierigkeiten zu überwinden gewesen wären. Für's Erste halte die Gesellschaft kein Geld zum Bergwerksbetrieb! Ware, auf einen Raubmord geschlossen werden kaun, der bier im Dunkel hat man noch keine Spur, doch gibt das Abhandenkommen der Effecten Hoffnung auf die Entdeckung des Mörders. Das Comite süt die zweite deutsche Die Zeitungen sprengten aus, daß dieses Institut durch verpfändete Gut Maxiposa gekauft, und es das beste Ge: Den „ . Im Jahre 1863 wurde nun eine Mari⸗ posa⸗Actiengesellschaft mit einem Verwaltungsrathe, unter Bran amen der Hau! sinb ber wieder zu Edhardt i Bönfadt rosch in Weckesheit Fauerbach von dorlie L. Kofy in Ossenh Korndörf Konrad Keller! 1 fl. 12 Gerhard Keller 30 kr. L dete welle hölle sie keine Bergwerte zu betraten. Was zeschad nun? Es wurden Pfandbriefe im Belause von 500,000 Dollars zur öffentlichen Subscription aufgelegt! und vom Publicum zu par! gezeichnet. Dies Geld„ wie das frühere, wanderte ebenfalls in die Tasche der Directoren. Nach einigen Monaten kam eine zweite Emission von Ofandbriesen im Betrage von 2000000 Dollars heraus und dies geschah unter dem Votwande, die Minen ener⸗ ischer betreiben zu können. In solcher Weise emitlirke dle Gesellschaft um 18,000,000 Dollars Papiere auf ein Besitz⸗ bum, das sie nie besaß und für welches sie nicht einen Heller zahlte. In diesem Jahre erst kam die Wahrheit an as Tageslicht, die Compagnie fallirte und die Verwal⸗ ungsrälhe haften die Frechheit für fällige Steuern und Herichtskosten von den Actionären noch 300,000 Dollars u verlangen, die selbe in ihrer Einfalt zahlten. Verloosun gen. Braunschweig, 31. August. Bei der beutigen Brämienziehung der Braunschweiger 20 Thaler ⸗Loose fiel ver Hauptgewinn von 20,000 Thlr. auf Serie 7059 Nr. 63 erner ein Gewinn von 5000 Thlr. auf Serie 8105 Nr. 46 und ein Gewinn von 2000 Thlr. auf Serie 930 Ur. 40. Karlsruhe, 31. August. Bei der heutigen Serien⸗ ziehung der badischen 35 fl⸗Loose von 1845 wurden olgende Sexten gezogen: 5321 5693 6149 4015 757 006 7951 679 4945 3836 67672408 4477 4928 3922 275 2943 2349 3659 2229 4539 1192 7585 2123 610 „952 2661 709 1090 1830 5313 5975 4321 4529 2034 302 7890 7915 3896 3380 1244 364 4501 5196 2436 5677 2796 1869 2019 6161. Für die Hinterbliebenen ver im Plauen'schen Grunde verunglückten Bergleute ünd der Expedition zu den bereits bescheinigten Gaben wieder zugekommen: J. A. Windecker 24 kr., Ifarrer Sckhardt in Dorheim 1 fl., Hot. 1 fl., Fr. Heimburg in Zönstadt 1 fl. 45 kr., Accessist B. 1 fl. 10 kr., Mosche⸗ osch in Ossenheim 2 fl., von einem Landwirth aus Veckesheim 1 fl. 45 kr., A. in Assenheim 2 fl., F. B. in Fauerbach 30 kr. Durch Lehrer Nagel in Ossenheim on dortigen Schulkindern gesammelt 1 fl. 54 kr., Frau . Kopp in Ossenheim fl. Durch Bürgermeister Maul m Ossenheim gesammelt von Georg Maul 1 fl., Ferdinand Forndörfer 1 fl., Heinrich Frick 30 kr., Georg Kopp 1 fl., Tonrad Höres 18 kr., Georg Walther 1 fl., K. F. W. Teller 1 fl. 45 kr., H. F. Keller 1 fl., Gg. Fr. Kopp fl. 12 kr. Georg Weisensee 48 kr., Jakob Görg 12 kr., Serhard Dietz 12 ke., Konrad Maul 24 kr., Fr. Wilhelm Teller 1 fl. 30 kr., Höres Wittwe 1 fl. Kaspar Stumpf 6 kr., Bartholomäus Schwalb 24 kr., Jakob Krick 12 kr., Gerhard Görg 1 fl., Alcxander Schäfer 6 kr., Heinrich Schmidt 6 kr., Philipp Väth 30 kr., Fr. Schäfer J. fl. 30 kr., Johannes Völcker 24 kr., zusammen 17 fl. 59 kr. Elise Dietz auf der Riedmühle 1 fl., Frau Rentmeister Filius in Melbach 30 kr., Forstmeister Herpel 1 fl. 45 kr., Ungenannt 30 kr. Im Ganzen bis jecht bei der Expe⸗ dition eingegangen: 237 fl. 46 kr. Aus dem Jahresbericht über die auf Selbsthülse gegründeten deutschen Erwerbs- und Wirthschasts⸗ Gtnossenschaften für 1868 entnehmen wir, daß auch in diesem Jahre wieder die Genossenschaften an Zahl und Ausdehnung gewonnen haben. In 1867 wurden nur 1707 Genossenschaften aufgezählt und deren Gesammt⸗ zahl auf circa 1900 geschätzt, während in diesem Jahre 1558 Vorschuß- und Creditvereine, 206 Rohstoff⸗, Gewerks⸗, Magazin- und Produktiv- Genossenschaften in einzelnen Gewerben und 555 Consumvereine namentlich bekannt sind und die Summe aller in Deutschland bestehenden Exwerbs— und Wirthschaftsgenossenschaften auf circa 2600 nicht zu hoch geschätzt wird. Die Bewegung hat sich auch nach Oesterreich fortgepflanzt, wo nach Freigebung des Vereinslebens seit der Krise von 1866 sehr viele Vereine entstehen und auch im Rheinlande scheint man das Versäumte auf diesem Felde rasch nachholen zu wollen. Die Summe aller von den Genossenschaften gemachten Geschäfte in 1868 werden nach den vorliegenden Abschlüssen auf circa 210—220 Mill. Thaler geschätzt. Der Kassenumsatz beziffert sich auf mehr als das Doppelte und die Mitgliederzahl beläuft sich auf nahezu eine Million. Das eigene Capital derselben wird auf mindestens 15 Mill. Thaler, die Summe der anvertrauten Gelder und des Waarencredits auf 40—42 Mill. geschätzt. Die von 666 Credit- vereinen vorliegenden Rechnungsabschlüsse weisen nach, daß 1868 an Vorschüssen 139,247,793 Thlr. ausgegeben, an eigenem Capital in Reserve und Geschäftsantheilen 10,231,457 Thlr. angesammelt wurden und 33,709,037 Thlr. an fremden Geldern in den Vorschußvereinscassen coursirten und zu Geschäften verwendet wurden.— Was der Bericht zur Belehrung und Rechtfertigung, sowie über die weitere Ausbildung des Genossenschaftswesens auf Grundlage des Genossenschaftsgesetzes vom 4. Juli 1868 und des organischen Statuts den Vereinen ans Herz legt, glauben wir hier übergehen zu sollen; bemerken wollen wir nur in dieser Be⸗ ziehung, daß sich die Gründung von sog. Unter⸗ oder Provinzialverbänden ausgezeichnet bewährt hat. Die Zahl derselben beträgt jetzt schon 26. Die deutsche Genossenschaftsbank von Sörgel, Parristus und Comp. in Berlin hat ihr Capital auf 500,000 Thlr. vermehrt und ist so in den Stand gesetzt worden, ihrer Aufgabe dem mit der bankmäßigen Entwicklung der Vereine immer steigenden Bedürfniß nach Bankeredit abzuhelfen, zu genügen. Ein Zweiggeschäft in Frankfurt a. M. für die Genossenschaften in den Ländern südd. Währung ist nach dem Bericht bis jetzt noch nicht gelungen, wohl aber bestimmte Aussicht vorhanden, „daß das zur soliden Fundirung eines solchen Zweiggeschäfts erforderliche Capital in der nächsten Zeit durch Zeichnungen der süddeutschen Genossen— schaften gedeckt und so die Ausdehnung der Wirk— samkeit unseres Centralgeldinstituts auch auf den bezeichneten Theil unseres Vaterlandes in frucht— barerer Weise, als bisher, ermöglicht sein wird“. Aus dem statistischen Theile des Jahresberichtes müssen wir uns des Raumes wegen auf die aller— wichtigsten Angaben beschränken. Der mit der Anwaltschaft in Correspondenz getretenen Vorschuß— Creditvereine sind 666 mit 256,337 Mitgliedern. Die Geschäftsantheile betragen 9,365,502 Thlr., die Reserven 865,955 Thlr. Im Ganzen sind, wie der Bericht hervorhebt, die Geschäftsergebnisse sämmtlicher Vorschuß- und Creditvereine sehr be— friedigend. Aus der Statistik entnehmen wir, daß 131 Rohstoff-, 22 Werk-, 37 Magazin- und Rohstoff- und 47 Produktiv⸗Genossenschaften, in Summa 237, bei der Anwaltschaft angemeldet sind. An Consumvereinen zählt der Verband 555; hiervon kommen 237 auf Oesterreich, 157 auf Preußen, 91 auf Sachsen, 19 auf Würtemberg, 12 auf sächsische Herzogthümer, 11 auf Bayern, je 6 auf Hessen und Baden, 5 auf Braunschweig, je 3 auf Hamburg und Mecklenburg- Schwerin, 2 auf Anhalt und je 1 auf Oldenburg, schwarz⸗ burgische und reußische Fürstenthümer. Grummetgras⸗Versteigerungen. 4414 Das 1869er Grummetgras von den Großherzoglichen Domantalwiesen des Rentamts Nidda kommt unter en vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Versteigerung. Bingenheim am 28. August 1869. Größe der Versteigerungstermin. 8 Gemarkung. Wiesen 8 6 0. Ort d. Zusammenkunft. Morgen Lißberg 89 Donnerstag den 2. September, J Gaßtwirth Weigand Mann. Vormittags 10 Uhr, Dauern helm 2 Donnerstag den 2. September, J Gastwirth Weith. Nachmittags 4 Uhr, Gettenau 5 Samstag den 4. Sepiember, Gastwirth Bach. Mittags 12 Uhr, Bisses 4 Samftag den 4. September, Bürgermeister Hinkel. Nachmittags 6 Uhr, Nidda 85 Montag den 6. September, Secwiese. Vormittags 10 Uhr, Echzell 97 Dlenstag den 7. September, Echzeller Teich. Vormittags 9 Uhr, Dienstag den 7. September, Gastwir th Steffan. Mitiags 12 Uhr, Berstadt 24 Mittwoch den 8. September, Gaftwirth Vögler Wittwe. 5 Vormittags 11 Uhr, Bingenheim 40 Donnerßag den 9. September, J Brühlwiese. Vormittags 10 Uhr, Deuchelhelm Donnerstag den 9. September,[ Im Ried. Mittags 12 Uhr, Leldhecken 8 Samflag den 11. September, Gaftwirth Diehlmann. Nachmittags 3 Uhr, Blofeld 30 ae den II. September, J Brüblwlese. achmittags 4 Uhr, Unter⸗Schmitlen 7 Montag den 13. Seplember, Auf der Wiese. Vormittags 9 Uhr, Salzhausen 15 Montag den 13. September, Am Gesundbrunnen. Vormittags 11 Ubr, Großherzogliches Rentamt Nidda W. leer. Agenten 1466 für den Verkauf unserts unübertrefflichen Cement, un Thonwagren, Porzellan ꝛc. auszubessern, werden srsucht für Friedberg und Umgegend. F. E. Dietrich& Cie., Dresden, Weiße leinene Caschentücher, 270 Manschetten mit Kragen, Herren— kragen, sowie Vorhemden und Hosen— träger bei K. Friedrich neben der Poff. Edictalladung. 2412 Jobann Jacob Lenz III. Wittwe von Nledetr⸗Weisel beabsichtigt mit ihren beiden Kindern nach Amerika auszuwandern. Rechtsansprüche an die⸗ selbe find binnen 4 Wochen bei Großberzoglichem Land⸗ gericht Butzdach anzumelden und zu begründen, widrigen. falls iht die Entlassungsurkunde ertheilt werden wird Friedderg den 27. August 1869. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Aufforderung. 2419 Forderungen und Ansprüche an den Nachlaß des Hof ⸗Kappenmachers Peinrich Frank von Friedberg, zuletzt in Gletzen, find binnen 14 Tagen bier anzumelden, widrigenfalls sie dei Ausesnandeiseßung der Verlassen⸗ schaft nicht berücksichtigt werden. Gießen den 28. August 1869. — Stadtgericht Gleßen u b l. Bekanntmachung. 2411 Ote an das Freiherrlich von Francke nste ln'sche Rentamt Ockhsta dt einzuzahlenden und mit dem 31. d. fälltg werdenden Holzgelder aus den dieejährigen Polz⸗ Verffeigerungen werden wegen Beurfaubung des Unter⸗ zeichneten bis zum 15. September l. J. geftündet, was hiermit zur Kenntniß der Bethelligten gebracht wird. Kisstngen den 28. August 1869. Trössch, Rentamtmann. Grummetgras- Versteigerung. 2418 Freitag den 3. Seplember d. J., Vormittage 10 Uhr, soll im biesigen Rathhause das Gemeinde⸗ Grummetgras öffentlich meistbietend versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 31. August 1869. Groß berzogliche Bürgermelsterei Fauerbach d. Fr. Hhrter. Flaschen-Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 ke., det a 2 Binderuagel& Schimpf. —— geschäftliche und gesellige Leben. Ein f Formular- und Muster-Guch zur Abfassun Contracten, Vorräthig bei Bindernagel u aller Gattungen von Briefen, machten, Quittungen, Wechseln 0 Aufsätzen. Mit genauen Regeln über Briefstyl überhaupt und jede einzelne Briefgattung insbesondere, einer Anweisung zur Orthographi und einer möglichst vollständigen Nebst einer Auswahl von Stammbuchsaufsätzen F re md w Bearbeitet von Dr. L. Kiesewetter. 19. verbesserte und vermehrte Auflage. ud Sch imp ff in Friedberg und Nauheim: Neuer praktischer Univerlal-Vrietsteller für das Gerträgen, Te stamenten, Voll⸗ „ Aunweisungen und andern Geschäfts⸗ e und Interpunction Zusammenstellung aller üblichen Titulaturen. und einem ö rter buche. Preis 54 kr. lichen Materialien, als: „Schachtpfähle, Rüböl, Groß⸗ und Kleineisen, Nägel, auf dem Submissionswege an den Wenigstfordernden vergeben werden. Die Offerten müssen längstens bis zum angeführten betreffend“ versehen, n jederzeit eingesehen werden können. „Lieferung von welcher auch die Lteserungsbedingunge Grube Weckesheim den 23. August 1869. * Material-Lieferung. 2369 Montag den 6. September d. J., Nachmittags 2 Uhr, soll dahier der Bedarf an nachstehenden, zum Betriebe der Braunkoblengruben Weckes heim, Dorn⸗Assenheim und Wölfersbeim pro 1870 erforder⸗ Drahlfsifte, Putzwolle und Steinkohlen“ Termine versiegelt, frankirt und mit der Aufschrift: del der unterzeichneten Stelle abgegeben sein, bei Fürstliche Berg⸗Verwaltung Kröber. Laufend gewesene Versicherungen im Jahr 1868 Prämien⸗ Einnahme im Jahr 1868 1962 Die Gesellschaft übernimmt zu billigen. Feuersgefahr und gewährt namentlich bei landwirthschaftlichen Versicherungen den Versicherten erhebliche Begünstigungen. empfehlen sich die Agenten: Magdeburger Feuerversicherungs Vollständig emittirtes Grund-Kapital Baar vorhandene Reserven lt. Nechnungs⸗Abschluß Zum Abschluß von Versicherungen und A. Damm in Friedberg und F. Jäger in Münzenberg. Gcselscafl fl. 8,780,000.— kr. pro 1868„ 8,113,705. 238, 77 14,491,732, 193.. 7,369,716. 28, Versicherungen gegen * festen Prämien Ertheilung jeder gewünscht werdenden Auskunft Eine große Parthie 2417 neue und gebrauchte Lederriemen in verschledenen Sorten, nebft einer großen Parthie Kummete und Geschirr⸗ riemen habe erhalten und verkaufe dieselben, um damit schnell zu räumen, zu außerordentlich billigen Preisen. Eduard Grödel. Friedberg. KRegenschirme K. Friedrich, 501 in Seide, Alpaka und Baumwollt, zu sehr billigen 2415 Unterzeichneter hat sichl in Södel practischer Arzt niedergelassen Hause des Herrn ät h. Södel den 1. September 1869. und wohnt e 4 An A el Dr. Melsheimer. 2413 sucht Einen Lehrl fl. 3,000,000. 2 Grundkapital Frankfurter Lebens- Versicherungs- Gesellschast. „ 2,021,146. 20. Ernst Philippi, a Gerbermesster. 9 Ne — 5 28 e 8 10 — 11 i * 2— 825 2 2 2 A 2 E 8 2 8 — 2= 2 28 2 5 5 8 S 5 „„ * 0 2* 5 8² 1 N 2 2 8 1 2 2 2 S 2„ 0 5 a e 2 R 8 S 88 2** 8 2 r „ S*— 83 * 2 D e— 2 2 2 D— a 2 5 8 5 90 1 8 8 8 S S 7 — E 82 A 22 S, 1 S SSG r 8 2 88.* 8 85 2— 4 2 2 Ss SSS Es » 8 , 28 S 2 2 2 8— 2 2 2 2 S8 2 8 e S425 2 8 28* 2 f 2 2 2 2 2—+ — 2 2 75 e— 1 29— 2 2 8 . 2 2 2 ——— 2 2 2—— 8 2 82 2 2283 2 2 2 2 A 2 — 2 8.— — ö— * 8 N 22 S E E. ö—. Korn Friedberg,(. Sept. 8 fl. 20 tr.; Gersie 7 fl. 50 kr.; Haser 6 fl.— kr. Frankfurt, 30. August. Waizen 12 fl.— kr. z Korn 9 fl. 15 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 10 kr. Grünberg, 28. August. Waizen Korn 8 fl. 1 kr.; Gerste 6 fl. 54 kr.; Hafer 4 fl. 56 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 17 fl. 30 kr.; Kartoffeln— fl.— kr. Mainz, 27. August. Waizen 12 fl. 18 kr.; 8 fl. 23 kr.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 33 kr.; Kartoffeln 3 fl. 30 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 19 fl.— kr. Per Malter. Waizen 1 Frucht preise. 1 fl. 45 krez 11 fl. 16 br.; Korn Preisen bei neben der Post in Friedberg. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Mitgetheilt von S. Lindheimer Söhne in Frankfurt a. M. Co urs. 1. September 1869. Cours der Staatspapiere. Oesterreich 50% Met. 1859 i. Lst.] 65½ G. Gr. Hessen 4% Obligat. 92 P. 4 50% Nst.-Anl. 185455 6. 8 3½% Obligation. 87 ½ d. 5 50% steuerfreie Oblg. 50% 6. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 93 G. Preussen 4 ½0% Obligat. b. Rth. 94 P. 5 40% do do 85/8 P 55 40% do. do.—— Kurhessen 40% Ob!. b. R. à 105 84 ½ P. 0 Bayern 50% Obligatien. 101% P. Frankfurt 3½0% Obligat. 80% P N 5 4½0% ½ jähr. b. Rth. 93 P. 5 30% do 72 6. ö 7 0 do do 87¼ P. Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 12 84½ G. Würtemb. 4½0% Obl. b. Rth. 92/8 P. Finnland 4½0% Pfdbr. 1. R. 105 76½ P. 8 4% do do 86 P. Schweden 4½% O. 1. R. 3 105—— Baden 4½0% Obligat. 93½ P. 5 4½0% Pfb. 1. R. à 105 83½ P. 1— 40% Obligat. 85/ P. N.-Amer. 6% St. 1. E. 1882 88% G. 6 Doll einbezanite Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 4½j% Bayr. Ostbahn. 126 ¼ 6. 77% LI. C. P.& D/. fr. à 28 kr. 33/ P. 6 4½% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 94 F. 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 54½ P. 30% Oesterr. St.-Elsenb.-Prior. 57½ G. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 75½ P. 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 100 6. 50% do. neueste Emiss./ 74½ P. 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 49% 6 4½% Hess. Lud wigsb.-Prior. 95 G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfehlen sich bestens Auskunst über Verloosungon, Coupons- Zahlungen u. s. X. Wiener Wechsel- Cours 98 G. J; Oest. 250 fl. b. R. 1839—— „ 250,„ 1854 73 P. „ 1000 Pr. L. 1858—— S„ 500, v. 1860% 80 ½ 0. 2100 Pr. v. 1864 17 6. Schwed. Thlr. 10-L. 12 P 2 Bad. 35 fl. Loose—— 21% Bad. à 100 Tol. 102½ P. 2 Kurh. 40 ThI.-L. b. R. 57 P. 2dr. Hess. 50 fl. L. b. R. 175 G. 2 8 2„„ 44 ½ G.* I Ness. 25 fl. L. b. R. 38 F. b Pistolen fl. 9 50—52 2 5 Doppelte„ 9 51—53 5 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58½—59½ Holl. fl. 10 Stücke„ 9 5455 DI Rand-Ducaten„ 5 38—40 20 Franes- Stücke- 9 32½⁰—33½ 2 Engl. Sovereigns.„ 11 56— fl. 12. Russ. Imperiales„ 9 51—53 2 Gold pr. Zoll-Ff.„—— „ Hchh. S ilb. pr. Z. Pf..„—— Preuss. Kassensch.„ 1 44—45½ SI pohars in Geld„ 228—29 unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilen gerne jede gewünschte S. Lindheimer Söhne in Frankfurt a. M. Zeil 29. ing b 92 Megierunt J. Gi Bund ale zum gordde Johthums. klan des Oleg von uudaung welche m gehdtigen wird das gleich eit deulschen iebrgen Anwendun beteils vo Hetheiligte II. G ihums üb! in den in neuerworb III. 0 bei Mainz bakressend N alteren g Kette v. unten, lehrerin Anstreng Wasser Gunder haft an hätte zie der Elssa Lebensges Mit der Mlergnäd höchfter 0 mäß gedre N Kriegoko oehiefsen VI Finanze länoche Nittheilt heim ein es die diner 2 Wirdere gerlchle mann Eflaru Arche