* 18. Febr. Scmalz, ausgel. A kt.— 84 Anautgcl., 28 kt. — Sei A. Vegt!⸗ E.— Bei C. 5. 405 III. Dorr⸗ 1 deisch 2³ ke. 1 Sunne Bil Senn 28 kl., W K. N cuba 12 lauch — te., 1990 4 11 1 118 4 antenmag 75 5 Jartlu⸗ b, eenluchle, al, 17 17 4 1 n 2 ö 70 * 1e t ——ũ— 2 2 Dienstag den 2. Februar. . isch Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Beitreibung der rückständigen Beiträge zu den Bedürfnissen der Landjadenschaft in der Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden Fauerbach b. Fr., Hoch-Weisel, Nieder-Weisel, Ostheim und Melbach, Södel und Wölfersheim, sowie Griedel mit Rockenberg. Sie wollen dafur Sorge tragen, daß die in nachstehendem Verzeichniß erwähnten rückständigen Beiträge zu den Bedürfnissen der Landjudenschast der Provinz Oberhessen pro 1868 alsbald an deren Rechner Heß in Gießen berichtigt werden und, daß dies geschehen, Provinz Oberhessen pro 1868. berichtlich anzeigen. Friedberg den 29. Janvar 1869. — ie 1) Fauerbach b. Fr. 23 kr. Dieselbe desgl. auch noch den Rückstand bis incl. 1867 12 fl. 21 kr.— 2) Hoch Welsel 2 fl.— 3) Nieder⸗Welsel 9 fl. 18 kr.— 4) Ostheim 1 fl. 17 kr.— 5) Meldach, Södel(Beienbeim), Wölfersheim und(Weckesbeim) 8 fl. 1 kr. Hierauf wurde für(Weckeeheim und Belenheim) angeblich deren bierzu repartirten Antheilebetrag bezahlt durch deren Vorsteher 2 fl. 31 kr., somit von Melbach, Södel und Wölfersheim pro 1868 noch den Ref 5 fl. 30 kr. Dieselben desgl. noch Rückstand dis knel. 1867 89 kr. 59½ kr.— 6) Grtedel mit Rockenberg 6 fl. 17 kr. rtr Bekanntmachung. Nach Beschluß der Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg vom 19. Dezember v. J. sind wieder 100 fl. zur Unterstützung solcher junger, unverheiratheter Leute, die in den Ende Feb pomologischen Institute zu Reutlingen beginnenden Lehrcurs für Obstbaumwärter eintreten wollen, oder Anfange März d. J. in dem der Kasse des Bezirks-Vereins zu verwenden, ich fordere daher Lusttragende zur alsbaldigen schriftlichen Anmeldung bei mir unter dem Anfügen auf, daß den Anmeldungen Bescheinigungen über einige Uebung in der Baumcultur und besondere Liebe zur Erlernung der Obstbaumzucht, sowie guten Ruf und Alter anliegen müssen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen Persönlichkeiten vorschlagen. Friedberg den 30. Januar 1869. Vorstehendes in ihren Gemeinden thunlichst bekannt machen, selbst auch geeignete Der Director des landw. Bezirks⸗Vereins des Kreises Friedberg ill p. Hessen. Darmstadt. Das„Fr. J.“ schreibt: Die Abgg. Kraft, Heß, Wernher und Goldmann haben bereits auf dem vorigen Landtag einen Antrag gestellt, welcher die seit einer Reihe von Jahren desiderirte Ordnung der recht— lichen Stellung der Kirchen im Staate und der damit zusammenhängenden Verhältnisse herbeizu— führen bezweckte. Ueber denselben ist nicht einmal Bericht erstattet worden. Die Genannten hahen nunmehr die Ueberzeugung ausgesprochen, daß man entweder die bestehenden Gesetze vollständig an— wenden oder neue an deren Stelle setzen müsse, und daß es nichts nütze, einen wunden Fleck un— berührt zu laffen; hieran wird die Hoffnung geknüpft, daß die hess. Regierung sich nun nicht sänger selbst von der Gesetzgebung Oesterreichs überflügeln lassen würde und schließlich beantragt, die Regierung um baldigste Vorlage eines die rechtliche Stellung der Kirchen und der kirchlichen Vereine im Staat ordnenden Gesetzecentwurfs zu ersuchen. — Von Seiten des Abg. George ist der schon wiederholt gestellte Antrag über Aufhebung der Besteuerung des Weines oder mindestens die Beseitigung der lästigen Bezettelung, Aussicht und Controle durch Einführung einer anderen Erhebungs— art, nun abermals wiederholt worden. Derselbe erkennt an, daß unter den derzeitigen Verhältnissen die Einnahme für diese Steuer, jährlich zu bei— läufig 250,000 fl. peranschlagt, nicht entbehrt werden könne, falls aber eine Erhebungsweise nach dem Einkommensteuergesetz nicht zu ermöglichen, so stellt er eventuell folgenden Antrag: Die bisher erhobene Tranksleuer, von Privaten beigebracht, im Belauf von cirea 18,000 fl. soll auf die (39,127 Morgen) Weinberge des Landes aus- geschlagen werden. Die von Wirthen erhoben werdende Tranksteuerr und Zapfgebühr, eirca 230,000 fl. jährlich, sollen die Wirthe und Weinhändler in dem von ihnen bisher bezahlten Verhältnisse übernehmen. Die Beträge für die einzelnen Orte sollen nach 10jährigem Durchschnitt festgestellt und nach den Grundsätzen des Ein- lommensteuergesetzes jährlich vertheilt werden. Diejenigen, welche nur periodisch Wirthschaft be— treiben, sollen nach Maßgabe der bisherigen Er— fahrungen durch monatlich fixirte Abgaben be— steuert werden. — Der von dem Abg. Becker erstattete Be— richt über den Antrag des Abg. Fink, die Er— richtung von Fabrik- und Gewerbegerichten be— treffend, welchen die Schlichtung von Streitigkeiten der selbständig Gewerbtreibenden mit ihren Gehülfen und Lehrlingen über solche Ansprüche, welche aus den Arbeits- und Lohnverhältnissen herrühren, zu— fallen soll, betont, daß derartige Gerichte ein Bedürfniß nicht zu sein schienen. Da sie überdies durch die voraussichtlich alsbaldige Einführung der norddeutschen Prozeßordnung unnöthig würden, so beantragt der Ausschuß, die Einführung solcher Gerichte abzulehnen. Alsfeld. An die Stelle des Vertreters in der landständischen Kammer für Alsfeld, des kürz— lich verstorbenen verdienten Soldan von Gießen, wurde Hofgerichtsrath Schulz in Darmstadt durch einstimmige Wahl berufen. Worms. Der hiesige Stadtrath hat in Bezug auf die Besoldung der Lehrer an den städtischen Volksschulen eiustimmig den Beschluß gefaßt: Die an der hiesigen Communalschule an— gestellten Vicare erhalten bei ihrer Anstellung einen Gehalt von 400 fl; die definitiv angestellten Lehrer einen solchen von 600 fl. Definitiv an— gestellte Lehrer sowohl, als auch die Vicare steigen von zwei zu zwei Dienstjahren um je 50 fl. im Gehalt, so paß ein definitiv angestellter Lehrer nach zwölf Dienstjahren einen Gehalt von 900 fl bezieht. Nur den in anderer Weise an den Stadtrath gebieterisch herantretenden Anforderun- gen, welche die Stadtkasse in enormer Weise in Anspruch nehmen, dürfte es zuzuschreiben sein, daß nicht jetzt schon das Maximum der Besoldungen auf 1000 fl. festgesetzt wurde, wie dies in andern Städten unseres Landes schon geschehen ist. Preußen. Berlin. Die Berathung des Commissionsberichtes über die Beschlagnahme des Abg. v. Windtborst ist gegen die Vorlage. Seine Ausführungen gipfeln in folgenden Sätzen: Das in dem Vertrag definirte Vermögen ist Privatvermögen des Königs. Nach dem Völker- recht ist Privateigenthum selbst eines kriegführenden Fürsten unantastbar. Der Vertrag ist weiter nichts als ein Arrangement üder das Vermögen des Königs Georg; derselbe hat sich darin zu nichts weiter verpflichtet, und kann sein späteres Verhalten nicht in Betracht kommen. Ueberdies fehlt es hinsichtlich der behaupteten Agitation gegen Preußen, der angeblichen Welfenlegion an that— sächlichen Beweisen. Von Nothwehr kann keine Rede sein; glaubt man aber, der König habe sich einen Vertragsbruch zu Schulden kommen lassen, so lasse man die Sache vor den Gerichten zum Austrag bringen. Oder fürchtet man diese?— Darauf der Ministerpräsident: Die angezweifelte Legion existirt allerdings. Mit österreichischen Pässen begab sie sich nach der Schweiz und von da nach Frankreich. Die Zahl der Legionäre, die auf verschiedene Städte vertheilt sind, beträgt noch beiläufig 1400 Mann. Die ursprüngliche Regimentereintheilung ist dabei noch beibehalten; auch werden die Mannschaften von Korporälen exercirt. Daß dies ohne Waffen geschieht und daß sie vertheilt und von ihren Offizieren getrennt sind, verdanken wir der kaiserlichen Regierung, mit der Verhandlungen darüber gepflogen wurden. Diese Leute kosten jährlich an 300,000 Thaler. Der preuß. Staat hat keine Veranlassung sie zu füttern. Alle schlechten Elemente werden an sie herangezogen, es wird gehetzt und gewühlt, um den Glauben an ftiedliche Zustäude nicht auf— kommen zu lassen und das Ausland gegen das Vaterland in die Schranken zu rufen. Diesem Treiben ein Ende zu machen, ist unsere Schuldig— keit. Gegen den Commissions-Untrag sprachen die Abgg. Schulze und Virchow, dafür noch Waldeck. Nachdem noch von anderer Seite der Vortrag als ein völkerrechtlicher und nicht bloß vermögensrechtlicher bezeicynet, und vom Re— Vermögens des Kögigs von Hannover im Ab- gierungskommissär noch betont worden, daß die geordnetenhause führte zu interessanten Erörterungen Regierung den Weg der gerichtlichen Entscheidung nicht betreten könne aus dem einfachen Grund, weil sie in der Sache nie auf privatrechtlichem Standpunkt gestanden, wird die Vorlage mit 256 gegen 70 Stimmen angenommen. Mit Nein stimmen die meisten Mitglieder der Fortschritts— partei, ebenso einige hannöverische Abgeordneten, die meisten der letzteren enthalten sich jedoch der Abstimmung.— Die durch königliche Verordnung verfügte Beschlagnahme des Vermögens des Königs Georg ist damit bestätigt.— Ebenso fanden die Commissionsanträge über die Reglerungsvorlage eine große Majorität, die Beschlagnahme des kur— fürstlichen Vermögens betreffend. Graf Bismarck's Vertbeidigung der Vorlage stützte sich gleichfalls im Wesentlichen auf die preußenfeindlichen Agita— tionen, denen ein Ziel gesetzt werden müsse. Leider speculire man im Auslande noch immer, und nicht mit Unrecht, auf die Zerrissenheit und den Mangel patriotischer Gesinnung in Deutschland. — Das Abgeordnetenhaus genehmigte den mit dem Großherzogthum Hessen abgeschlossenen Staatsvertrag wegen der Eisenbahn Hanau-Offen-⸗ bach und Ankauf der Frankfurt-Offenbacher Bahn. Vor Sckluß der Sitzung verliest Johann Jacoby ein von Mayer und Freese erhaltenes Telegramm. worin die Behauptung des Grafen Bismarck, daß sie mit welfischen Agenten in Verbindung ständen, für unwahr erklärt wird. » Hanau. Der Kreislandtag hat dieser Tage beschlossen, wegen rascher Förderung des Hanau Friedberger Bahnbaues eine Deputation nach Berlin zu senden, welche in den ersten Tagen dorthin abgehen wird. Baden. Karlsruhe. Das M erum des Innern hat bezüglich des von dem Pfarramte St. Stephan in Konstanz verfügten Ausschlusses des excommunicirten Bürgermeisters Stromayer aus der Stiftungscommission entschieden, die Ver— fügung des Pfarramtes sei„unzuständig erlassen und daher ohne alle rechtliche Wirkung“ und Herr Stromayer bleibe nach wie vor Mitglied dieser Commission. — Von Heidelberg, von Mannheim, von Lahr und anderen Orten sind Zuschriften und Tele— gramme an den Bürgermeister Stromapyer in Constanz abgegangen, um ihm bezüglich der über ihn ausgesprochenen Excommunication Anerkennung und Hochachtung zu zollen. — In Berlin tiefe Stille, schreibt die„N. Bad. Edsztg.“ Aber der Engel, der da durchs Staatszimmer fliegt, bedeutet eine neue Steuer. Zunächst soll das Licht daran. Da auch unser Lämpchen noch im Bereich der Competenz des Zollparlaments glüht, so wollen wir zeitig die Abgeordneten des Südens an den alten Wächter⸗ ruf mahnen:„Bewahrt das Feuer und das Licht!“ Mannheim. Auch von Seiten der Israe— liten ist die Abstimmung wegen gemischter Schulen für solche ausgefallen, indem 322 Stimmen dafür stimmten und keine dagegen. Die Stadt prangte im Fahnenschmuck, Abends fand Festbankett statt. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ be⸗ stätigt die Absendungei nes griechischen Memoran⸗ dums an die Schutzmächte, fügt jedoch erläuternd bei, das Memorandum sei lediglich eine weitere Ausführung des Gedankengangs der Noten, welche Delyannis an Photyades Bey gerichtet habe. Neu hinzugefügt sei in dem Memorandum nur eine scharfe Klage über die Ausweisung griechischer Unterthanen aus dem Gebiet und den Häfen der Türkei, welche Maß regel als eine in Friedenszeiten unerhörte, den Grundsätzen des modernen Völker— rechts widersprechende bezeichnet werde. — Die„Presse“ bringt ein Telegramm, welches bestätigt, daß Walewski ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers Napoleon an den König Georg von Griechenland überbringe. Dasselbe betone, daß eine nachgiebige, versöhnliche Politik jetzt für Griechenland die weiseste wäre. — Das Herrenhaus nahm das Gesetz in Betreff der Einführung der Schwurgerichte für Preßdeliete in der, unwesentlich modificirten, Fassung des Unterhauses an. Der Justizminister befürwortete die Andahme des Gesetzes. — Wie die„N. fr. Pr.“ meldet, bestehen unter den Broßmächten Discrete Abmachungen, wonach für den Fall, daß das Resultat der Con- ferenz wirkungslos bleiben sollte, die collidirenden Staaten sich allein zu überlassen wären; die Mächte würden aber darauf bedacht sein, die all- fällige heiklige Situation vor der Ausbeutung durch hierzu notorisch geneigte Elemente zu behüten. Frankreich. Paris. Die„Patrie“ ver- nimmt, daß das griechische Cabinet in Folge der Nachrichten aus Paris in dem am 23. Januar abgehaltenen Ministerrath seine Dewission angeboten habe. Das Ministerium begriffe die Schwierig: keiten, in denen sich die Regierung befände, wenn sie den Wünschen der Mächte Widerstand leisten wolle, und glaube daher, keine Entscheidung in diesem Sinne treffen zu sollen. Die Demission des Ministeriums vermehre die Aufregung in Athen, wo man weder von dem definitiven Entschluß der Krone bezüglich der Bildung eines neuen Cabinets, noch von dem Protokoll der Conferenz etwas wissen wolle. — Die„France“ bringt folgende Mittheilung: „Es wird versichert, daß das Cabinet von Athen sich in offiziöser Weise an die Regi rungen von Rumänien, Serbien und Bulgarien gewandt hat, um zu wissen, welche Haltung sie einnehmen wer⸗ den für den Fall, daß der Krieg zwischen Griechen— land und der Türkei zum Ausbruch käme. Es hätte sich die Ueberzeugung verschafft, daß diese Staaten eine absolute Neutralität bewahren würden und daß keiner von ihnen sich geneigt zeigt, die kriegerische Politik zu unterstützen, auf welche die hellenische Regierung sich einlassen würde.“ — Das Gerücht von Eröffnungen, die das russische Cabinet der franz. Regierung im Hinblick auf ein engeres Bündniß zwischen beiden Höfen für gewisse Eventualitäten gemacht haben sollte, wird dementirt. — Der„Gaulois“ bringt wieder ein Alarm— Telegramm, das ihm aus Konstantinopel zu⸗ gekommen. Er läßt sich melden:„Glauben Sie mit Sicherheit an den Krieg, vielleicht in acht Tagen, spätestens zum Frühjahr. Es ist mir ge⸗ lungen, mir Einsicht in das griechische Blaubuch zu verschaffen und ich habe von den Documenten, die sich auf den Bruch zwischen der Pforte und Griechenland beziehen, Abschrift genommen. Die Haltung der verschiedenen Botschafter tritt nirgends klarer hervor.“ — Die„Patrie“ enthält die Mittheilung, dag allwöchentlich im Kriegsministerium von Offizieren der Armee militärische Vorträge ge⸗ halten werden, welche das höchste Interesse dar- bieten. Die wichtigsten Fragen der Armee-Organi⸗ sation, der modernen Taktik, der Bewaffnung, der Recrutirung, der militärischen Gesundheits⸗ lebre u. s. w. werden hier von Fachmännern be⸗ handelt. Eine große Menge Offiziere aller Grade, selbst Generäle, wohnen diesen Vorträgen bei, von denen verschiedene alsdann dem Druck über⸗ geben werden, um, unter die Truppencorps ver- theilt, dort als Grundlage und Modell für die Regimentsvorlesungen zu dienen. Belgien. Brüssel. Es geht hier das Gerücht, daß die Katholiken im Senat die Sus, cessionsfrage anregen und auf Grund der Consti⸗ tution die Einschreibung des Grafen v. Flandern in die Liste der Senatoren verlangen wollen. Schweden. Stockholm. Im Regierungs⸗ vorschlage, betreffend die Reorganisation der Armee, wird die Friedensstärke mit 36,000 Mana, die Stärke auf kleinerem Kriegsfuße mit 68,000 Mann und auf größerem Kriegsfuße mit 100,000 Mann angegeben. Ferner wird darin vorgeschlagen, die Wehrpflicht vom 20. bis zum 40. Lebensjahre dauern zu lassen, mit 10 Jahren Dienst in der Reserve und nach dem 40. Jahre im Landsturm. Spanien. Madrid. Die„Gaceta“ ver⸗ öffentlicht ein Dekret des Hrn. Zorilla, welches die Besitznahme aller Archive, Bibliotheken, Ca— binette, Sammlungen von Wissenschaftsgegenständen, Kunst⸗ und Literatur ⸗Sachen, die unter irgend welchem Rechts anspruch sich augenblicklich in den Kathedralen, den Kapiteln, Klöstern oder mili— tärischen Orden befinden, von Staatswegen ver— ordnet. Diese Gegenstände werden als National⸗ eigenthum betrachtet und der öffentl. Administration anvertraut, um unter die Nationalbibliotheken, Archive und Museen geordnet zu werden. Die Besitznahme ist nirgends als in Burgos auf Hindernisse gestoßen. — Der Aussage des Generals Lersundi zufolge ist die Insurrektion von Cuba noch weit entfernt, beendigt zu sein. Sie disponirt zwar nur über 34000 Mann sehr schlecht bewaffneter Truppen, allein die Natur des Terrains macht fast alle Verfolgung unmöglich. Der General Lersundi hat auf Cuba 35,000 Freiwillige orga— nisirt und bewaffnet, fast alles Spanier und fest entschlossen, sich bis aufs Aeußerste zu schlagen, um dem Mutterlande eine Colonie zu erhalten, an der ihr persönliches Vermögen hängt. Was die amerikanische Regierung betrifft, so ist sie weit entfernt, die Aufständischen zu unterstützen. — Die„Gaceta“ veröffentlicht mehrere Tele- gramme aus den Provinzen, welche die Entrüstung kundgeben, welche der Mord des Gouverneurs von Burgos hervorgebracht hat. — In einem an das spanische Volk gerichteten und von allen Ministern gezeichneten Manifest spricht die provisorische Regierung ihren Entschluß aus, an allen Urhebern, Anstiftern und Mitschul— digen des Verbrechens von Burgos, wer sie auch sein mögen, eben so schnelle als exemplarische Justiz zu üben. Die Regierung ruft ins Gedächtniß zurück, daß sie alle Rechte der Bürger sanctionirt hat und daß die religiöse Freiheit de facto ein⸗ geführt ist. Das Manifest sagt zum Schluß, daß bei Herannahen des Tages, wo die Cortes auf die Errungenschaften der Revolution das Siegel drücken werden, leicht vorauszusehen ist, daß die reactionären Machinationen zunehmen werden. Allein die Regierung fürchtet sie nicht, denn sie ist sicher, dieselben zu unterdrücken. Sie zählt hierbei auf die Unterstützung der Armee, der Marine, der Bürgermiliz und auf den Geist der Freiheit, der das Land beseelt. — Wie bereits bekannt, hat vor einigen Tagen der erste öffentliche Gottesdienst in der neu eröffneten evangelischen Capelle dahier, unter Anwesenheit eines zahlreichen Publikums, stattge— funden, Alles ging in der größten Ordnung vor sich. In Sevilla, Malaga und Granada bestehen übrigens bereits seit einiger Zeit anglikanische Capellen, in welchen regelmäßig öffentlicher Gottes- dienst gefeiert wird. Griechenland, das bisher unter allen Ländern Europas das einzige Land ohne Eisen⸗ bahn war, hat nun auch einen Schienenweg auf- zuweisen, einen kurzen zwar, indem er nur die Hauptstadt mit ihrem Hafenorte, dem Piräus verbindet. Die erste Locomotive ist am 13. Jan. d. J., als dem griechischen Neujahrstage, über diese etwas mehr als zwei Stunden lange Strecke gefahren. Türkei. Konstantinopel. Nachrichten aus Athen melden, daß das griechische Ministerium bezüglich der auf den Conferenzbeschluß zu erthei⸗ lenden Antwort verschiedener Meinung sei. Vier Minister seien für die Annahme desselben, drei, worunter Bulgaris, dagegen. — Briefe aus Athen melden, daß vermehrte Hoffnung vorhanden sei, Griechenland werde der Declaration der Conferenz zustimmen. Von Seiten Rußlands werde die Ertheilung einer ver- söhnlichen Antwort eifrig empfohlen. Frankfurt. Die Generalversammlung der Palmen⸗ garten Gesellschaft beschloß mit 469 gegen 91 Summen, die Biebricher Wintergärten auf das Bockenheimer Feld (Westend) zu legen. 87 Stimmen erbielt die Pfingstweide und 7 die Bornheimer Haide. Mainz. Von hier wird eine neue Art der Reclame gemeldet. Vor einigen Tagen waren nämlich die Passanten der großen Bleiche und Sackgasse nicht wenig erstaunt, auf dem Pflastec eine Unmasse papierner Cigarrentäschchen, je zwei Cigarren enthaltend, vorzufinden. Die Täschchen, in denen die Cigarren theilweise vertreten waren, trugen die Firma elnes hier wohnenden Spezerei- und Cigarren⸗ händlers.. Mannheim. In der„Mannh. Abendztg.“ ist zu lesen:„Es geschehen Wunder!“ Lahme gehen und Blinde werden sehend. Zu der heutigen Abstimmung hat sich ein blinder Einwohner unserer Stadt durch seine Frau hinführen lassen, und zwei andere sind auf Krücken her⸗ beigestolpert, um für die gemischte Schule zu stimmen. Ehre den Dreien! Würden die Stimmen nicht blos ge⸗ zählt, sondern auch gewogen, diese drei Ja wären schwer de Lag de Aa dischen ani anglilanische ger Gotles⸗ ag Strict Nachrichten Ministerium b trikei⸗ 01 g. Vitt salden, drei, daß relnchtit d ptrdt dal 811. Bon giert bel 8 „ amen“ 1 U in die Wagschale gefallen.— Dasselbe Blatt schreibt: Auf der Fahrt von Heidelberg nach Darmstadt sei jüngst ein Locomolivführer total betrunken gewesen. Der Zug ging vald äußerst rasch, bald so langsam, daß man glaubte, er werde jeden Augenblick stille stehen. Außer einer halben Stunde Verspätung, sei jedoch zum Glücke kein Unsall vorgekommen. 14 N Wien. Der Chef des Hauses Rothschild dahier, Anselm v. Roihschild, hat dem Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde 200,000 fl. zum Baue eines israelitischen Kranlenhauses, in welchem hundert Betten Raum finden sollen, angeboten. Es wird nur die Bedingung daran geknüpft, daß am Giebel des Hauses der Name des ver— storbenen Vaters, Salomon v. Rothschild, angebracht werde. Aus Lüttich wird ein abermals durch Petroleum herbeigeführte Unglücksfall gemeldet. Ein dortiger Ein⸗ wohner saß am veiflossenen Donnerstag Abends am Tische, sein zweijähriges Söhnchen auf dem Schooße haltend. Da in der auf dem Tische brennenden Petroleumlampe das Petroleum aufgebrannt war, zündete die Frau eine gewöbn— liche Lampe an, um die Petroleumlampe wieder zu füllen. Dabei näherte sie sich mit dem Lichte zu sehr der gefähr- lichen Flüssigkeit, diese entzündete sich und explodirte. Das vrennende Petroleum ergoß sich über den unglücklichen Vater und das Kind, deren Kleider sofort vom Feuer ergriffen wurden. Beide trugen so erhebliche Brandwunden davon, daß man an deren Aufkommen zweifelt.— Ueber— all sollte seststehende Regel sein: Die Lampe bei Tag zu recht gemacht! Falsche Thalerscheine. Die„Gladbacher Zeitung meldet, daß ein falscher preußischer Einthalerschein, ziemlich täuschend nachgemacht angehalten wurde. Das Papier des Falsificats ist lappig, der Buntdruck auf der Vorderseite zeigt keine klafen Buch staben, sondern nur verschwommene Zeichen. Eingesandt. Herr J. Wolff, Lehrer der Kalligraphie aus Frankfurt, hat uns durch seine Resultate, die er hier erzielte, wirklich überrascht. Schon nach vierstündigem Unterrichte war die Handschrift seiner Schüler der Art verschönert, daß man kaum glauben sollte, sie sei von Einem und Demselben geschrieben, wenn das Urtheil von glaubhaften Männern es uns nicht bestätigt hätte. Eine schöne Handschrift ist der beste Empfehlungsbrief und können wir darum Jebem, dem es auch nur im Mindesten um die Verbesserung seiner Schrift zu thun ist, rathen, die hier gebotene Gelegenheit bereitwilligst zu ergreifen. Der Wetterauer Zweigverein der Gustav- Adolph-Stistung. Die Ortsvereine des Wetterauer Zweigvereins der Gustav⸗Adolph-⸗Stiftung werden gebeten, die Beiträge für das Jahr 1868 sammeln und bis zum 15. März d. J. an den Rechner des Ver⸗ eins, Herrn Kaufmann Fertsch in Friedberg, gütigst einsenden zu wollen. Friedberg den 21. Januar 1869. Der Vorstand. Vergebung von Bauarbeiten. 301 Die zur Herrichtung einer Wohnung im Schulhaus im Schullehrerseminar zu Friedberg erforderlichen Bauarbeiten, veranschlagt: K. Maurerarbeit, Arbeitslohn und Material 127 15 Steinhauerarbeit 21 48 Zimmerarbeit 163 31 Dachdeckerarbeit 20— Schreinctarbeit 222— Schlosserarbeit 164 43 Glaserarbeit 0 21 Weißbinderarbeit 422 39 sollen auf dem Submisfionswege an die Wenigstfordern— den vergeben werden. Plan, Voranschlag und Bediagungen liegen von heute an auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offen, woselbst auch dle Offerten mit der Aufschrift: „Submission zur Uebernahme der... Arbeiten bei Herrichtung einer Wohnung im Schulhaus im Schul⸗ lehrerseminar zu Friedberg“ versehen, veisiegelt und frankirt bis spätestene Mittwoch den 10. Fedruar d. J., Vormittags 10 Uhr, eingereicht sein müssen. Friedberg den 30. Januar 1869. Großberzogliches Kretsbauamt Friedberg Re u Bekanntmachung. Holzversteigerung im Domanlalwald Westerfeldscher⸗ wald der Oberförsterei Ober Rosbach. 298 Freitag den 12. Februar d. J werden tu dem oben bedachten Walddistricte an die Meistbietenden öffentlich versteigert: 1 Stecken Birken, 33 Stecken Eichen Schetdbolz, 31„ Birken⸗ und Eichen, 6½ Stecken Nadel⸗Prügelholz, ½ Stecken Buchen, 6¼ Stecken Elchen⸗, 1½ „ Nadel-Stockholz, Wellen Buchen-, 10946 Wellen Eichen- und Birken⸗„ 850 Wellen Nadel Reiserholz, 24 Stück 15 bis 30“ lange Eichenstammabschntitte, 555 Cubikfuß enthaltend, 475 6„ 25 bis 35“ lange Nadelholz Stämme, 63 Cubikfuß enthallend, 7„ Nadelbolz⸗Stangen, und 8 Uhr Morgens wird in Ober-Rosbach— zum Fortgehen in den ½ Stunde entfernten Wald— ein Zeichen mit der Glocke geläutet. Erst wird das Brenn⸗ holz und nach dessen Beendigung das Bau-, Werk⸗ und Nutzholz ausgeboten. Ober Rosbach den 30. Januar 1869. Großherzogliche Oberförßerei Ober⸗Ros bach Bing mann Bekanntmachung. 304 Freitag den 12. Februar d. J., Vormittags 11 Ubr, werden auf dem Büreau des unterzeichneten Rentamts 27 Malter Korn auf dem biefigen Speicher und 25 5 Hafer zu Stammheim lager ad öffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung ver⸗ slelgert. Friedberg den 20. Januar 1869. . Großherzogliches Rentamt Frtedberg Lindeck Jagdverpachtun g 289 Die Ausübung der Jagd in der hiesigen Gemar— kung, auf 2628 Normalmorgen Feld und 691 Normal⸗ morgen Wald, soll Dienstag den 16. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, auf hiefigem Rathhause auf ander: weite sechs Jahre verpachtet werden. Wohnbach den 28. Januar 1869. Großherzogliche Bürgecmeisterei Wohnbach . Jagdverpachtung. 207 Montag den 15. Februar l. J, Vormittags 11 Uhr, soll die Ausübung der Jagd im Distriet Pinterwald, der Gemeinde Wölfersheim zugehörig, bei Wirth Wühelm Heyer daselbst auf 3 Jahre verpachtet werden. Wöỹlsersheim den 30. Januar 1869. Großberzogliche Bürgermeisteret Woͤlfersheim Heyer. 36 Preisen 6 Herren⸗Hosen von fl. 1.— kr. an, „Westen„„— 42% an, „Joppen„ 1 5 ertige Berren-Kleider in allen Sorten empfiehlt unter vollständiger Garantie zu den billigsten festen C. Richter in Gelnhausen. Herren-Röcke von fl. 6.— an, „ Ueberzieher von fl. 11.— an, „ 3. 48„ an, Elegante Anzuge von fl. 14.— an. Kinder-Anzüge in allen Sorten. Bestellungen nach Maß werden ohne Erhöhung in kürzester Frist ausgeführt. Auszug aus dem Handelsregister, 302 Laut heute vollzogenem Eintrag ift das Geschäft des Nathan Stern und Joseph Stern zu Stamm heim aufgegeben und diese Firma erloschen. Altenstadt den 28. Januar 1869. Großberzogliches Landgericht Allenstadt Dr. Stammler. Bekanntmachung. 310 Rückständige Forderungen an Zöglinge unserer Anstalt aus dem laufenden Unterrichtshalbjahr wollen innerhalb der nächsten 4 Wochen um so gewisser bei uns angemeldet werden, als andernfalls nicht auf unsere Mitwirkung zur Berichtigung derselben gerechnet werden kann. Friedberg, 1. Februar 1869 Großherzogliche Seminar-Dfrection Steinberger. Mobiliar- Versteigerung. 308 Donnerstag den 4. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Hoftaitbe des hiesigen Bürgers Konrad Diehl 1. auf dem Marktplatze verschledene Mobiltar⸗Gegenstände und zwar: Kommoden, Tische, Stüble, 1 Kleiderschrank, 1 Glas; schrank, 1 Ladentisch, 1 Waschtssch. Bettwerk, 1 Bücher gestell, eine Parihie rohe Wolle, eine Partbie neue Winterschuhe, eine Maskengarderobe, eine große Parthie neue Masken und sonstige Haushaltungs- gegenstände öffentlich freiwillig gegen Barzahlung verftelgert werden. Friedberg am 1. Februar 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg onen Holz-Versteigerung. 299 Freitag den 5. Februar, Morgens 9 Uhr an fangend, soll in dem Pobl⸗Gönser Gemeindewald, Difiriet Oberbauwald, nachverzeichnetes Gehölz ver- fleigert werden: 44½ Stecken Kiefern-Scheltholz, 18755 1 Prügelbolz, 93„ U Stockholz, 4000 Stück Kiefern-Wellen, 222„ Kiefern Bau-, Werk- u. Nutzholzstämme bis zu 60“ Länge und bis zu 14“ Durchmesser, 3330 Cubikfuß baltend. Bemerkt wird noch, daß des Vormittags das Brenn⸗ holz und Nachmittage das Bau-, Werk- u. Nutzholz zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist am Ebersgönser Weg im oberen Bauwald. Pohl⸗Göns den 30. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Pohl-Goͤns Schöpf f. Bekanntmachung. 300 Nächsten Mittwoch den 3. k. M., Vormittags 11 Uhr, werven in der Wohnung des Heinrich Hart— mann II. dahier: 2 Kube, 1 Wagen, 1 Egge und 2 Pflüge meifbtetend versleigert. Nauheim den 30. Januar 1869. e ebalies Seeg Naub eim U 7 Der dienställeste Gerichts mann Gebern ge x. Die Spar- und Leihkasse zu Lich bett. 290 Der Vergleich der Gläubiger vom 18. März 1867 it nun obergerichtlich bestätigt worden. Auch ist von Großherzoglichem Ministertum des Innern der Beschluß der General-Versammlung genebmigt worden, daß ferner⸗ bin alle Gläubiger die Rechte der Mitglieder des Sparkasse⸗ Vereins haben.— Ich lade demgemäß alle Gläubiger der Spar- und Leitzkasse dadier hiermit ein, Montag den 1. März l. J., Morgens 10 Uhr, in dem Ratbbaussaale hiesiger Stadt zu erscheinen, zur Aus⸗ übung der Rechte der Vereinsmitglieder und zur Wahl einer neuen Berwallung. Ich demerke zugleich, daß alle Gegenstände oder Vorschläge, welche Vereins- mitglieder bei dieser Zusammenkunft zur Berathung ge⸗ bracht wünschen, nach den Statuten, vorher schriftlich mit Gründen belegt mir vorgelegt werden müssen, und zwar längstens bis zum 20. Februar. Gegenfalls können solche Gegenftände wit dem Aueschuß nicht beraiben, und auch der Versammlung zur Entscheidung nicht vorgelegt werden. Einen übersichtlichen Bericht über den Vermögensstand der Kasse werde ich bei dieser Gelegenheit der Ver⸗ sammlung vorlegen Lich den 25. Januar 1869. Der Director der Spar- und Leihkasse Weder, Für Unterleibsbruchleidende. 148 Ibre ausgezeichnete Bruchsalbe hat mich von meinem 235 jährigen SBruchleiden vollständig gebetlt. Da mein Bruder auch am gleichen Uedel leidet, so bitte ich um 6 Töpfe, halb von der gewöhnlichen Sorte, halb von der stärkern. Obschon wir von den ersten Aerzten um⸗ geben find, so baden wir noch Keinen gefunden, der einen Bruch so radikal zu heilen im Stande ift, wie Sie. Empfangen Sie dafür die herzlichste Danksagung. Paris den 7. Oktober 1867. Haff ter, patissier, von Weinfelden. Diese durchaus unschädlich wirkende Bruchsalbe vou Gottl. Sturzenegger in Herisau(Schweiz) ist in Töpfen zu fl. 3. nebst Gebrauchsanweisung und Zeugnissen ächt zu bezieben, sowohl durch den Erfinder selbst als durch Herrn J. B. Lindt, Apotheker, Schnur⸗ gasse 58, in Frankfurt a. M. 152 Ein neuer, sehr schöͤn und sauber gearbeiteter Schwarzischer Dampfapparat, für dessen Güte mehrere Jahre vertragsmäßig garantirt wird, ist unter günstigen Bedingungen dillig zu verlausen, oder gegen eine alte Brennerel zu vertauschen. Näheres zu erfragen in der Exped. d. Bl.. NB. Benannler Apparat ist auch zur Spiritus⸗ Fabrication mit undedeutendem Kostenaufwand seht gut einzutichten. Eine prachtvolle Chaise 192 steht billig zu verkaufen bei Löb Strauß. * Die als vorzüglich bekannte Schwarze Kaiser-Cinte ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stels zu haben bet Bindernagel& Schimpff. 7 ohne Ausnahme nur solche Inserate in Nummer des Anzeigers Aufnahme finden können, welche Montags, 10 Uhr Vormittags bei Mittwochs und Freitags bis längstens der Erpedition abgegeben worden sind. der Inserate ist die rechtzeitige die Post nicht möglich. Wir machen das Publikum wiederholt darauf aufmerksam, daß der nächsterscheinenden“ 8 ö 2 Bei späterer Annahme Versendung der Blätter durch Porlesungen im Saale des Hotel Trapp. 296 Donnerstag den 4. Februar.* 8 f Seminarlehrer Stamm: Au gustinus, der Lehrer der abendländischen Christenheit. 291 Wir haben uns davon überzeugt, daß nach der dritten Stunde bei Herrn Kalligraph Wolf unser Lehrling Schäfer sehr wesentliche Fortschritte im Schönschreiben gemacht hat. Wir können deßhalb den Unterricht des Herrn Wolf Jedermann empfeheln. Trapp& Münch. 9 5 1— * 5 ö Zur Reichstagswahl. 311 Daß in Wahl- und Partheikämpfen uͤber die Schnur gehauen wird, ist natürlich und muß mon mit in den Kauf nehmen, wenn mar jedoch durch absicht liche Unwahrheiten die Gegner herabzusetzen sucht, so ist das kein redliches und erlaubtes Mittel. Ein Inserat in diesem Blatt und eine Beilage zum Frankfurter Journal sind in diesen Fehler der Un- wahrheit verfallen. Auf der Versammlung in Altenstadt haben die Anhänger des Herrn Dr. Oppenheim keine Niederlage erlitten, nicht sie, sondern die Gegner haben durch Herunterrufen ihre moralische Niederlage und ihre Wuth über den Verlauf der Ver⸗ sammlung kund gegeben; nicht Herr Baist, sondern Herr Metz hat die Ruhe hergestellt und letzterer war es, der durch sein Abwehren den Bürgermeister von Rodenbach vom Hinaus- werfen rettete und Thätlichkeiten verhinderte. Der Eindruck der Altenstädter Versammlung kennzeichnet sich am besten dadurch, daß unmittelbar nach derselben die augesehensten Männer Altenstadts und der Umgegend den Wahlaufruf für Herrn Oppenheim unterzeichneten. Wenn die Beilage des„Frankfurter Journals“ von einer in Nauheim erlittenen Niederlage der Anhänger des Herrn Oppenheim spricht, so werden die zahlreichen Theilnehmer dieser Versammlung die Läͤcherlichkest einer solchen Behauptung empfinden und constatiren, welchen bedeutenden Eindruck die Ruhe, Gediegenheit und wahrhaft staatsmännische Sicherheit der Ausführungen des Herrn Dr. Oppenheim, gegenüber dem Hepp⸗Heppruf eines vikarirenden Beamten, der gar kein Oberhesse und Wähler ist und dem augenverdrehenden Gesalbader eines gewissen Herrn gefunden hat, der noch auf dem Standpunkt des seligen Bundestags steht. Da man an Herrn Dr. Oppenheim nichts aussetzen und die Ueberlegenheit desselben über seinen Gegner nicht leugnen kann, macht man ihm zum Vorwurf, er habe in Altenstadt die Kurhessen mit uns verwechselt, er kenne also unsere Verhältnisse nicht. Herr Dr. Oppen⸗ heim hat in Alteustadt gesagt: wir gehörten auch jenem großen hessischen Stamm an, dessen Theile so viel hätten leiden müssen u. s. w.; er hat uns also keineswegs mit Kurhessen ver⸗ wechselt, sondern nur die Zusammenhörigkeit des hessischen Stammes betont. Wenn die Gegner keine stichhaltigeren Einwendungen gegen ihn machen können, keine anständigere und bessere Mittel als Herunter⸗ und Hepp-Hepprufe zur Verfügung haben, wenn sie bei ihren Versaum— lungen die Gegner ausschliepen, um über Abwesende unwidersprochen herfallen zu können, so kennzeichnen sie ihre Sache selbst als eine verlorene. Der gesunde Sinn des Volkes mag zwischen ihnen und den wirklichen Freunden des Volkes unterscheiden und wir sind überzeugt, daß es mit uns einen wirklichen Volks mann, einen Mann, der das volle Rüstzeng eines Abgeordneten hat, daß es Herrn Dr. Oppenheim wählen wird. FFF APP ooo Schnell-Schün-Schreibunterricht a. Erwachsene. 305 Mittwoch den 3. d. M. beginnt ein zweiter CEursus fuͤr Damen und Herren besonders. Durch meinen nur achtstündigen Unterricht garantire jedem Schlecht- schreibenden, im Alter von 12— 60 Jahren, möge dessen Handschrift auch noch so mangelhaft und unleserlich sein, eine schöne und geläufige Handschrift, die bei nicht grober Selbstvernachlassigung für die Lebensdauer anhält. Proben und Beweise Hiesiger sind in meiner Wohnung von 11 bis 2 Uhr einzusehen. Das Honorar beträgt im Zirkel von 10 Personen 5 fl. à Person, mit 5 Personen 8 fl., allein 16 fl., in Schulen mit Vielen 3 fl. Die geehrten Damen, die sich noch mit anschließen wollen, mögen sich Mittwoch, 2 Uhr Nachmittags, bei mir persönlich oder brieflich melden. J. Wolff, Lehrer der Kalligraphie. Gasthaus zu den 3 Schwertern. Ersparniß an Arbeit— Kein Porto!— Keine Spesen! 1 Annoneen jeden Umfanges werden von ung täglich für alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen angenommen und brompt— sehnell— billigst besorgt Eine 1 maltge Abschrist genügt für mehrere Zeitungen. Bet umfangreichen Aufträgen besondere Begünstigungen. Sachse& Comp., Annoncen- Expedition, Leipzig. Zern— Freslau— Cassel— Cöln— Stuttgart. . e Fortschrittsverein. 309 Mlttwoch den 3. d. M., Abends 8 Uhr, im hinteren Zimmer des Herrn G. Philipp zum steiner⸗ nen Haus. Erklärung. 313 Der in Nr. 12 des Oberhessischen Anzeigers abgedruckte Wahlaufruf zur Wahl eines Reichstags⸗ Abgeordneten ist ohne meine Zustimmung geschehen, weß⸗ balb ich meine Unterschrift hiermit zurückziehe. Schwalh eim am 1. Februar 1869. Der Großberzogliche Bürgermeister een 4 9 1 Brod! Erste Sorte 13 kr., Zweite Sorte 11 kr. 303 vom 1. Februar an bet Friedberg. Logis zu vermiethen. 306 Zwei freundliche bequeme Logis find in dem Löb Strauß. Spamer'schen Hause im Rosenthal zu vermiethen und können am 1. Mai d J. bezogen werden. Näheres G. Falck, Müller hier. Eine perfecte Köchin 312 wird zu Ende Februar in ein Gasthaus gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Ein reinliches Mädchen, 294 das Liebe zu Kindern und willig zur Hausarbeit, wird gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Balsbinden 742 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, eidene Uwknöpftücher und schwarze seldene Halstücher bel K. Friedrich neden der Paß. Zu verkaufen 293 ein Pferd, ein vollständiger schwerer Wagen und zwei vollftändige Pflüge bei 8 s Christian Höres Wittwe zu Ossenheim. zu erfragen bei Danksagung. 307 Allen Denen, welche unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter 9 geb. Ko ch, unseren herzlichssen Dank. artedberg am 31, Januar 1869. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchen buch sauszüge Evangelische Gemeinde. Getaufte: 24. Januar. Elisabeth, geb. am 8. Januar. — Beerdigte: 25. Januar. Chriftian Keller, Gefreiter bei der Id. Compagnie des II. Großberzoglichen Infanterle-Regi⸗ mentes, gebürtig aus Babenhausen im Kreise Diedurg, 19 Jahre 3 Monate und 25 Tage alt, 4 den 24. Jas, Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. —— Elisabethe Vattenfeld's Witwe, Eine uneheliche Tochter Chrissine ö 18 — * 2 Cub Ben Regt J June Prim Lubw Arme schenk e ef Auf 1 bes mächt sud v Sülstu betreff den:! zu ber don 1 2 die rank Nur sellun 5) bie Srolbe Grtäfn Mice Dolzoge Mulbe Tustolb. Sabi Lelroga 15 Enokte — 0 ö 8 01 8 9 0 ae das Geleit zur letzten Ruhestätte gaben, sagen mat ah f.