5 2 lden gewährt den der Pof. —— m ragen bel der —— Twolle Volk. 1868. n N W r N 5 25 i A 1 l 3 R 2 9 n N. J 2 1** ä 2 1 8 P. 9 B 5— 8*. e 5 N a 3 5 Samstag den 31. October. M 129.. „Anzeiger für Oberhessen. Friedberger Iutelligenzblatt. —— Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsta g. a Auf den„Anzeiger“ kann man für die Monate November und December abonniren. 5 Aus dem Großherzogli Nr. 54. sub 1. Verordnung, die . sub 2. Bekanntmachung, 1866 mit dem Nr. 56. sub 1 Friedberg den 28. Oktober 1868. Amtlicher Theil. n zu den Decanaten betr. rung der Königlich Preußischen Milltärgesetze betr. chen Regierungsblatte ist zu publiziren: Erhebung der technischen Schule zu Dormfladt zu einer p schluß der Großberzogtbümer Mecklenburg Schwerin und Mecklenburg Strelitz, der freien Sta Nr. 55 die Zuthellung der evang. Pfarreien in den zu Großberzogthum vereinigten Gebietsthetle 6 Bekanntmachung, die Einfüh olitechnischen Schule betr.— sub 2. Bekanntmachung, den An⸗ dt Lübeck, sowle mehrerer preußischen Enclaven ꝛc. ꝛc. an den Zollverein detr. Folge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. Sept. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Wir erwarten unverzügliche Erledigung der Auflage vom 25. v. 10. l. M. in Nr. 121 des Anzeigers. Die Ortsvorstände der meisten Dorn⸗Assenheim, Friedberg, Gambach, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt, Nieder⸗Rosbach, Nieder⸗ Weisel, Nieder⸗Wöllstadt, Ober⸗ Florstadt, Ober⸗Wöllstadt, Trais⸗Münzenberg, Wisselsheim und Wölfersheim. anstalt ic. ausgesprochen und erwarten wir den Beitritt auch Ihrer Gemeinden. Friedberg am 29. Oktober 1868. Betreffend: Die jährliche Aufnahme des Erndte⸗Ertrags in sämmtlichen Gemeinden des Großherzogthums, hier für das Jahr 1868. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Polizeicommissär zu Indem wir Sie davon in Kenntniß setzen, daß wir Ihnen heute die zur Aufstellung der rubricirten Uebersichten erforderlichen Formulare unter Couvert zusenden, tragen wir Ihren auf, den gegebenen Vorschriften pünktlich und gewissenhaft aufzustellen und bis zum 15. November d. J. unfehlbar mit Begleitungsberichten, in welchen Sie sich über die Herbstgewächse äußern wollen, anher einzu⸗ Auch über die Obsterndte sprechen Sie sich aus. Bei der Aufstellung dieser Uebersichten werden Sie keine anderen senden. ele diese Uebersichten nach Ansatz bringen. M. in Nr. 114 des Anzeigers, schon einmal erinnert unterm Gemeinden des Kreises haben sich bereits für Erhebung der Mathildenstiftung zu einer Bezirks⸗ Aa x Friedberg den 28. Oktober 1868. Wickstadt. wie die Normalmasse, als: Morgen, Malter, Simmer Kumpf, Gescheid, Mäschen und in der Spalte„Ganzer Ertrag der Gemarkung“ keine kleineren Bruchtheile als /, ½,/ Malter oder Centner in Es sind also Berechnungen achttheile, zehnttheile, sechstheile und dergl. zu umgehen resp. wegzulassen. Sie werden die größte sichten beachten und nicht unrichtige Berechnungen vorlegen, indem sonst Rückgabe zur Verbesserung erfolgen müßte. Punktlichkeit bei Aufstellung dieser Ueber⸗ Tyr a p p. e mee cn g. Dem seitherigen Heildiener Ludwig Friedberg den 27. Oktober 1868. Wilhelm Carl Leyerzapf zu Butzbach wurde heute auf Grund der von ihm bestandenen Prüfung die Concession als Heilgehülfe ertheilt Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt. In Bezug auf die nunmehr erfolgte landes herrliche Ent⸗ schließung über die Richtung der von der Lud⸗ wigsbahn projektirten Bahnlinien in Rheinhessen und Starkenburg vernimmt man, daß die betr. Bahnlinien folgende Richtungen nehmen werden. — Mainz⸗Alzeyer Linie. Dieselbe geht ab von Mainz durch das Gartenfeld nach Gonsenheim, Nieder-Olm, Nieder- und Ober⸗Saulheim, Wörr⸗ stadt, Wallertheim, Armsheim(mit Zweigbahn nach Flonheim), Albig, Alzey, Kirchheimbolanden. — Die Alzey-Binger Linie zweigt ab in Arms⸗ heim, berührt Gau Bickelheim, Sprendlingen, Gensingen, Kempten, Bingen. Von Monsheim gehen Abzweigungen nach Grünstadt⸗Dürckheim, sowie nach Wachenheim⸗Marnheim, zum Anschluß an die Rheinpfälzischen Bahnen.— Die Oden⸗ waldbahn gebt von Darmstadt nach der Halte⸗ station Rosenhöhe und von da nach Traisa⸗Nieder⸗ Ramstadt, Ober Ramstadt, Reinheim, Lengfeld, Wiebelsbach, Heubach(Abzweigung nach Groß- Umstadt, Kleestadt, Langstadt, Babenhausen), Höchst, König, Zell, Michelstadt, Erbach. — Die von dem wegen der Mitzenius'schen Angelegenheit constituirten Comite berufene Ver- sammlung fand am 28. Oct. Abends in dem Ritsertschen Saale unter dem Vorsitze des Ge⸗ N* 5 W 1 1 10 j 2 N* meinderathes Köhler statt. Als Redner traten auf Fabrikant Reuter und Hofgerichts⸗Advokat Ohlp. Eine Reihe von Anträgen des Comites bezüglich weitrer Schritte in der Angelegenheit wurden von der Versaumlung angenommen. Eine Stimme, die sich mißbilligend über das Mitzenius⸗ sche Vorgehen äußerte, erregte den Unwillen der Versammelten. Preußen. Berlin. Die„Provinzial⸗ Correspondenz“ bestätigt, daß Graf Bismarck der Eröffnung des Landtages nicht beiwohnen werde, da er seinen Aufenthalt in Varzin noch um einige Wochen verlängern wird. — Die„Prov. Corresp.“ spricht die zuver⸗ sichtliche Erwartung aus, es werde dem vereinten versassungsmäßigen Streben der Regierung und der Landesvertretung gelingen, eine Vereinbarung über das Staatshaushaltsgesetz noch vor Neujahr zu beendigen. Sie sagt, die dießmalige Session werde reich sein an wichtigen Vorlagen aus allen Gebieten des öffentlichen Rechts und der Verwaltung. Fulda. Nachdem eine technische Commission die Bauten der Hanau-Bebraer Bahn über den Distelrasen einer sorgfältigen Untersachung unter- worfen und die Haltbarkeit und Sicherheit der Dämme für zweifellos erklärt hat, wird die Er⸗ öffnung der Bahn für den Personen- und Local- srachtverkehr demnach am 1. Dezember stattfinden können. Bis dahin werden denn auch die Bahn- körper vollständig ausgebaut sein. Biedenkopf. Eine Petition in Schulsachen, die hier circulirt und zahlreiche Unterschristen findet, batte das Schicksal, durch einen über⸗ eifrigen Gendarmen, einen strammen Altpreußen, confiscirt zu werden. Landrath v. Strauß ver⸗ fügte natürlich sofortige Zurückgabe. Schwerin. Die Herren Bürgermeister in Mecklenburgischen Landen wissen sich gegen die Consequenzen des Freizügigkeitsgesetzes auf pfiffige Weise zu belsen. Nach demselben kann sich be⸗ kanntlich Jeder an jedem Orte aufhalten oder niederlassen, wo er eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen sich zu verschaffen im Stande ist. Dagegen verbarricadirt sich der Bürgermeister von Waren durch nachfolgenden merkwürdigen Erlaß:„Es wird hierdurch die Vorschrift in Erinnerung gebracht, daß kein hiesiger Hausbesitzer bei Vermeidung willkürlicher Strafe und sonstigen Einschreitens lediglosen Personen ohne zuvor ein- geholte Erlaubniß eine Wohnung vermiethen darf.“ Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ bringt eine neue Version über die Rede des Barons Beust. In Motivirung der Regierungsforderung von 800,000 Mann habe Beust die Beziehungen — . 1 2 zu den Westmächten und zu Italien als befriedi⸗ gend bezeichnet. Gegenüber Preußen halte Oester⸗ reich an dem Prinzip der Nichtwiedervergeltung fest, allein Oesterreich erfreue sich nicht immer gleicher Rücksicht von Seiten Preußens. Auch mit Rußland versuche Oesterreich die Unterhaltung freundschaftlicher Beziehungen. Aber in den Augen Vieler sei der unverzeihlichste Fehler Oesterreichs, daß es überhaupt wage, zu existiren. Im Falle eines preußisch⸗französischen Conflicts müsse Oester⸗ reich gerüstet sein. Im weiteren Verlauf seiner Rede habe Beust als bekannte Thatsache erwähnt, daß die Donaufürstenthümer nur ein großes Arsenal seien. — die erste Sitzung der Delegationen soll mit besonderem Glanze eröffnet werden. Um den Nationalstolz der Magyaren zu befriedigen, wird die ungarische Garde wieder hergestellt. Nur „ältere gediente Offiziere der Armee, geborene Ungarn adeliger Abkunft“, werden in dieses Corps aufgennommen, welches bei großen Feierlichkeiten in den glänzendsten Unisormen zu Pferd ausrücken wird. Sonst hat die kostspielige Affaire weiter keinen Zweck. Wenn für die Volksschulen eine bescheidene Summe verlangt wird, so hat der ungarische Finanzminister regelmäßig kein Geld. aber für aristokratische Spielereien fehlt es nie. — Dem Minister des Innern hat der un- garische Reichstag 100,000 fl. zur Ausrottung der Käuberbanden bewilligt, welche in den letzten Monaten immer frecher geworden sind; wenn sie in einem Comitat von den ungarischen Panduren und österreichischen Jägern zu sehr bedrängt wurden, so wanderten sie rechtzeitig in ein anderes aus. Ein ungarisches Witzblatt fordert nun den Minister des Innern auf, wohl Acht zu geben, daß ihm die Räuber nicht die zu ihrer Ausrottung be⸗ stimmten 100,000 fl. stehlen. Wenn man hört, daß jüngst in Syngedin, einer Stadt von 70,000 Einwohnern, der Postwagen auf dem Wege vom Bahnhofe zur Stadt von„armen Burschen“ (transleithanischer Volksausdruck für Straßen- Räuber) überfallen worden ist— der Postillon wurde durch einen Schuß schwer verwundet— so findet man jene Aufforderung ganz zeitgemäß. — Das„Oesterr. Correspondenzbureau“ meldet: Von competenter Seite wird versichert, daß Herr v. Beust im Wehrausschusse die bekannte gegen⸗ wärtige Lage Europa's lediglich zur Begründung des Umstandes heranzog, daß die Wehrkraft Oester⸗ reichs nicht hinter der anderer Staaten zurück bleiben dürfe. Die Rede sei rein objektiv gehalten und die Zeitungs⸗Commentare bezüglich eventueller Parteinahme für oder gegen eine fremde Macht beruhten lediglich auf Entstellung der Erklärung des Hrn. v. Beust. — Aus dem südlichen Tyrol und aus dem nördlichen Ungarn wird die Ankunft spanischer Jesuiten gemeldet. Die Collegien der österreichischen Ordensprovinz müssen selbstverständlich den Wei⸗ sungen des Ordensgenerals Beckr in Rom folgen und den aus Spanien verjagten Brüdern ein Asyl gewähren. Frankreich. Paris. Der„Gazette de France“ zufolge hätte die Königin Isabella die ehemalige Villa Furtado bei Roquencourt an- gekauft. — Mit Bitterkeit und Malice spricht der „Siecle“ von dem neuesten Tagesereigniß, der kaiserlichen Kartographie:„Wir sind,“ sagt er, „also weit stärker als vor zehn Jahren, weit einflußreicher, als vor drei Jahren; unser Ansehen, weit davon entfernt, abzunehmen, hat zugenommen; unsere Nachbarn sind geschwächt; wir zählen in Europa nur noch Verbündete; der einzige Neben⸗ buhler, der für uns etwa noch bestünde, ist isolirt, ohnmächtig. Was bedeuten aber alsdann die fieberhaften Rüstungen, die seit zwei Jahren ausgeführt werden? Welcher Grund für das Militärgesetz? Warum sich mit Chassepots und Mitrailleusen versehen? In welchem Interesse die Mobil⸗Garde? Wozu die neun Jahre Dienstzeit? Wozu die zwölfhunderttausend Bajonette, die wir fortan in der Reihe neben einander hinlegen können? und die Hunderte von Millionen, die zu diesem Zwecke aus gegeben werden? Von zwei Sachen die eine: entweder hat man das Land getäuscht, indem man behauptete, es bedürfe, um seine Sicherheit zu garantiren einer Verdoppelung seiner Militärmacht, oder man täuscht es heute, wenn man ihm sagt, daß die letzten europäischen Ereignisse, seiner Macht und seinem Ansehen einen Zuwachs gegeben haben.“ — Der„Moniteur“ veröffentlicht einen Vor⸗ trag des Kriegsministers Marschall Niel an den Kaiser und im Anschluß an denselben ein kaiserl. Dekret, durch welches eine speeificirte Liste von subalternen Aemtern in allen Zweigen der Ver⸗ waltung ausschließlich für die Civilversorgung vou Unteroffizieren, Corporalen, Brigadiers und gemeinen Soldaten vorbehalten wird, die 1) nach Zurücklegung ihres fünfjährigen Dienstes sich für eine zweite Periode von fünf Jahren hatten an⸗ werben lassen und während dieser Zeit sich gut aufgeführt hatten, oder 2) in Folge von im Kriege zugezogenen Wunden oder Körperschwäche ausgereiht werden mußten. — Der„Constitutionnel“ bespricht den Enthu⸗ siasmus, mit welchem das Institut der National- garde in den Departements aufgenommen worden sei, und sagt, man könne sich des Gefühls gerechten Stolzes nicht erwehren, wenn man sehe, wie so viele gute Bürger einen Theil ihrer Unabhängig; keit der Ehre opfern, die jungen Bataillone zu unterrichten, und der noch größeren, sie an die Gränze zu führen, wenn Krieg ausbrechen sollte Das Gefühl der Pflicht und der Hingebung für das Vaterland sei in Frankreich noch nicht erstorben. — Die Blätter melden die Abreise des Artillerie⸗Offiziers Mirbel, welcher als Vertreter Frankreichs bei der Petersburger Conferenz wegen Abschaffung der Explosionsgeschosse fungiren wird. — Der„Patrie“ geht in einem Privatbrief aus Lima die traurige Nachricht zu, daß ein neuer Unglücksfall zu denen, die das Erdbeben in Peru verursacht hat, hinzugekommen ist. Man hatte in Lima durch Subscription namhafte Summen für die Unterstützung der vom Erdbeben Heim⸗ gesuchten aufgebracht und ein Schiff, mit einem zahlreichen Contingent an Aerzten, barmherzigen Schwestern und freiwilligen Krankenwärtern aus⸗ gerüstet, mit einer ersten Summe von 3 Mill. Frs. abgesandt. Das Schiff hat Schiffbruch gelitten und ist mit allen Passagieren und Allem, was an Bord war, vollständig zu Grunde gegangen. Nur drei Matrosen wurden gerettet. Großbritannien. London. Der Cor⸗ respondent der„Pall Mall Gazette“ in Rom erklärt, aus sonst gut unterrichtetler Quelle die Nachricht zu haben, General Dumont habe von Seiten des französischen Kaisers an Cardinal Antonelli die Botschaft gebracht, die Unabhängig⸗ keit Roms und eine französische Besatzung in Civitavecchia sei nur um den Preis der Abtretung der Provinzen Velletri und Frosinone an Italien fernerhin zu erhalten. Antonelli habe gegen ein derartiges Uebereinkommen nicht viel einzuwenden gehabt; es sei indessen an dem non possumus des Papstes gescheitert. — In der Nähe von Mallon(Irland) ist ein heftiges Erdbeben verspürt worden. Die Häuser zitterten und viele Möbel wurden zer⸗ trümmert. — Eingetroffenen telegraphischen Nachrichten aus Newyork zufolge haben am vergangenen Sonntag in New⸗ Orleans Ruhestörungen statt⸗ gefunden, wobei 10 Personen getödtet wurden. Spanien. Madrid. Das Volk von Madrid hat das Schaffot auf dem Platze ver⸗ brannt, wo die Hinrichtungen stattfinden, als Kundgebung gegen die Todesstrafe. 5 — Die„Madrider Ztg.“ vom 24. publicirt das Decret des Ministers des Innern, die Preß⸗ freiheit betreffend. — Die Madrider„Epoca“ vom 25. meldet: „Heute früh fanden sich im Secretariat der aus⸗ wärtigen Angelegenheiten die Gesandten von Por⸗ tugal, England und Preußen ein und ließen dort eine Note ihrer respectiven Regierungen zurück, welche Herrn Lorenzana von der Absicht dieser Cabinette, mit der provisorischen Regierung von Madrid in diplomatische Beziehungen zu treten, in Kenntniß setzt. Der französische Botschafter schickte dann eine Note, welche in demselben Sinne gehalten war.“ — Es ist das Gerücht in Umlauf, daß die Königin Isabella zu Gunsten des Infanten Don Carlos abdanken werde.— Die Corteswahlen werden am 9. November beginnen. — Die Nachricht bestätigt sich, daß der päpstliche Nuntius in einer Conferenz mit Lorenzana die Anerkennung der neuen spanischen Regierung Seitens der päpstlichen in Aussicht gestellt habe. — Die Unruhen in Malaga sind recht ernst gewesen. Sie waren zwar zunächst Arbeiterunruhen, aber ein Kampf von einer halben Stunde, nach anderen Gerüchten noch viel länger, ist doch ein Beweis, daß die Sache tiefer lag und es wird behauptet, daß Frauen, die Geld verlangten, gewaltsam auseinandergetrieben wurden, worauf erst das Volk eine förmliche Revolte begann und die Waffen gebrauchte. — Es bestätigt sich, daß die Exkönigin, Marfori und der Pater Claret ihre Residenz in einem Palast der Elysäischen Felder in Paris nehmen werden, während Don Paco, Schwester Patrocinio und Meneses nach Rom gehen. — Der„Correspondencia“ zufolge haben mehrere von den reactionären Generalen, welche in den baskischen Provinzen zusammengekommen sind, den Befehl erhalten, sich nach andern Punkten zurückzuziehen, und einige von ihnen erhielten sogar den Befehl, sich ins Ausland zu begeben. — Der Pfarrer von Esposa hat, im Moment, wo er nach der Messe den Segen ertheilte, aus- gerufen:„Meine Brüder, die Jungfrau von Pilar bittet Euch darum, vertheidigt die Religion, die man uns rauben will, vertheidigt auch die mild⸗ thätige Isabella von Bourbon und glaubt nicht ein Wort von Dem, was die Revolutionäre sagen!“ — Die aus Lissabon eingetroffenen Nachrichten lauten dahin, daß der Herzog und die Herzogin von Montpenster von ihrem heftigen Wunsche, den Boden des Vaterlandes wieder zu betreten, zurück⸗ gekommen sind. Nachdem sie der Regierung er⸗ klärt haben, daß sie das Verdict der Nation respectiren und immer respettiren werden, wollen sie ihre Abreise um einige Tage zurückstellen, damit man nicht sagen könne, daß sie direct oder indirett auf den Gang der Ereignisse einwirken wollten. Rußland. Petersburg. Das„Journ. de St. Petersbourg“ weist in einem Artikel mit der Ueberschrist:„Frieden oder Krieg“ die Mög ⸗ lichkeit der Erhaltung des Friedens in Europa trotz der allgemeinen Rüstungen nach. — Bezüglich der Bildung bulgarischer Banden in Rumänien sagt der„Russische Invalide“: „Wir sind überzeugt, daß der Fürst von Rumänien Alles vermeidet, was zur Störung des europäischen Friedens beitragen könnte. Die Friedensstörer in Rumänien finden an Rußland keine Hülfe und mögen dort Unterstützung suchen, wo die orienta⸗ lische Frage künstlich wieder aufgerührt wird.“ Amerika. Newyork. Der Präsident hat durch den General Grant eine Ordre erlassen, in welcher er die Offiziere auf den Abschnitt „über die Präsidentenwahl“ in der Constitution aufmerksam macht und dringend die darin ent⸗ haltene Bestimmung hervorhebt, daß alle Offiziere des Heeres und der Flotte sich jedweder Ein⸗ mischung in die Wahlen zu enthalten haben. — Der französische Gesandte in Washington hat seinen daselbst ansässigen Landsleuten bekannt gemacht, daß sie durch den Beitritt zu politischen Clubs ihre Nationalität verwirken und keinen Anspruch mehr auf den Schutz der französischen Regierung haben. 1 Nauheim. Bei dem neulichen Brande in dem hiesigen Stationshause hat sich wieder deutlich gezeigt, was sich leider gar zu oft, auch bei sonstigen hiesigen Verhältnissen, nur zu sehr fühlbar macht, nämlich: daß Nauheim vor 15 Jahren noch ein schlichtes Dorf war und bis jetzt leider noch nicht allen Anforderungen und Wünschen zu genügen vermag, die man unter den jetzigen so sehr veränderten Verhältnissen an dasselbe, als eine neben stets wachsender Bevölkerung noch eines lebhaften Fremdenverkehrs sich erfreuende Badestabt, wohl zu stellen berechtigt sein edc in — 0* Paris Schwister de haben welche agekommen rn Punkten erzielten i begeben. u Noment, eilte, aus⸗ don Pilar ligion, die die mild⸗ aubt nicht re sagen!l achrichten Herzogin nscht, den n zurück rung er ⸗ tt Nation n, vollen nrüchellen, direct oder einwirken 75 u„Joum. Artikel nit dit Ng in Europa der Banden alide: Rumänien lopäischen nöstörer in Hülst und it orienta⸗ vird.“ prisbent rt trlasen/ „ Abcchnitt wansiution drin ent- Off gere get Ein- daben. Basbingten in bela politischen und feinen 2m jossshen mag. Hierher gehört nicht in letzter Linie die mangelhafte Organisation des Feuerlöschwesens. Es fehlte bei dem erwähnlen Brande gewiß nicht an gutem Willen und an Bereilwilligkeit zu helfen, aber es fehlte, dies wird Jeder zugeben müssen, an een Ineinandergreifen, be⸗ sonders zum Herbeischaffen des zum Löschen Unentbehr⸗ lichsten, nämlich des Wassers.— Wir sahen Alle nach der Brandstätte eilen, aber auch beinahe Jedes mit leeren Händen, keinen Handwerker mit seinem eiwa nöthigen Handwerke zeug; keine Leitern, keine Seile, keine Feuer⸗ elmer, nur wenige Güter und Haushaltungseimer wurden zur Brandstätte gebracht, bis endlich Wagen mit gefüllten Wasserfässern ankamen. Sogar Feuerhaken und Feuer— leitern, zu deren Herbeischaffung, soviel uns bekannt ist, doch eine Anzahl Bürger verpflichtet ist, kamen erst, nach⸗ dem der Brand beinahe gedämpft war, abgesehen davon, daß uns andere Reltungsapparate gänzlich fehlen. Was soll es geben, wenn ein Brand unter gefährlicheren Um⸗ ständen ausbrechen sollte? Sind die hiesigen Verhältnisse auch nicht der Art, um nach dem Beispiele größerer Städte eine vollständig organisirte Feuerwehr ins Leben rufen zu können, so liegt doch das dringende Bebürfniß vor, daß wir für den Fall eines ausbrechenden Brandes wenigstens einigermaßen organisirt sind und die dringendsten Anordnungen zu einer geregelten Hülfeleistung geschaffen werden. Wir dürfen nicht in Zweifel ziehen, daß bei einem Brandunglüc nicht jeder Bürger gerne eine ihm angemessene Funktion übernehmen werde, so z. B. haben wir Schreiner und Tapezierer in genügender Zahl, um mit denselben eine Mannschaft zum Ausräumen bilden zu können, mit welcher dasselbe viel geregelter und mit größerer Umsicht von statten gehen würde, als wenn Alles blindlings zu⸗ greift und anstatt zu retten geradezu unverantworllich demolirt. Hierzu gehört eine Anzahl Bürger, welche be⸗ siimmt sind, die ausgeräumten Gegenstände entsprechend unterzubringen und zu bewachen; Bauhandwerker werden zum Löschen und anderweitigen Retten der Spritzen⸗ mannschaft zugetheilt, wieder eine Anzahl Bürger über⸗ nimmt die Anordnungen zum Herbeischaffen von Wasser und schließlich wird eine Anzahl geeigneter Persönlichkeiten mit polizeilicher Befugniß ausgestattet, um mit der Orts⸗ polizei die nöthige Orgnung zu handhaben, resp. diejenigen zur Arbeit anzuhalten, welche müßig dastehen, oder die⸗ sellben wenigstens da ferne zu halten, wo sie nur hindernd im Wege sind. Denken wir uns zu dieser, natürlich näher zu organisirenden Eintheilung noch die Anschaffung und gehörige Instandhaltung der nothwendigsten Lösch⸗ und Rettungs- Apparate, so glauben wir vorläufig ge⸗ nügend gerüstet zu sein. Die dadurch der Stadtkasse enispringenden Ausgaben werden gewiß von unserer Stadt⸗ behörde, so sparsam sie sonst auch sein mag, gerne ge⸗ opfert werden.— Möge diese Andeutung und das bei oben erwähntem Brande so sehr gefühlte Bedürfniß dazu beitragen, daß diese Sache nicht, wie so manches Andere, wieder einschläft. Deßhalb rufen wir allen Denen, die es angeht, nochmals zu: frisch an's Werk, ehe es zu spät ist. Darmstadt. Nach einer Mittheilung der„M. Ztg.“ ist der am Montag Abend 11½ Uhr von hier nach Heidelberg abgegangene Eisenbahnzug einer großen Gefahr glücklich entgangen. Zwischen Eberstadt und Bickenbach waren mehrere Eisenbahnschwellen quer über das Schienen⸗ eleise gelegt. Der Zug fuhr mit voller Wucht darauf, die Lokomotive sprang 2 Fuß hoch in die Höhe, entgleiste jedoch glücklicherweise nicht. Eine der Schwellen hatte sich unter die Lokomotive eingeklemmt und wurde noch 200 Klafter weit mitgeschleift, bis man den Zug zum Stehen brachte. Die bereits eingeleitete Untersuchung wird hoffent⸗ lich die Thäter bald zur verdienten Strafe bringen. Mainz. Ein friedlicher Bürger ging am Sonntag Abend von dem eine Viertelstunde von bier entfernten Gemeindepartikel Zahlbach ruhig seines Weges. Ohne vorher eine Differenz mit irgend Jemanden gehabt zu haben, erhielt er plötzlich einen wuchtigen Säbelhieb von hinten her über den Kopf, der den Hut zum Theil durch⸗ drang und den Kopf noch erheblich genug traf, um an mehreren Stellen die Haut abzustreifen. Der Thäter ist entkommen, sein Festhalten hätte nach analogen Vorgängen auch kaum nennenswerthe Folgen gehabt. Es ist das freilich nicht der erste Fall des Gebrauchs der Waffe„aus eigenem Recht“. Mainz. Der hier erscheinende„Israelit“ erzählt Folgendes unter der Rubrik Spanien: Noch bis vor wenigen Jahrzehnten haben in Spanien heimliche Juden gelebt, die sich öffentlich zum Christenihume bekannten; ein deutscher Glaubensgenosse, welcher unter Napoleon den spanischen Feldzug als Offizier mitgemacht hakte, erzählte uns einst folgende merkwürdige Geschichte:„Ich war“, erzählte er,„einst in einem Hause einquartiert, in welchem das Haupt der Familie todtkrank darniederlag. Während ich mein Abendessen zu mir nahm, erschien ein Geistlicher, um dem Kranken die letzte Oelung zu ver⸗ abreichen. Dieser aber stieß mit letzter Kraftanstrengung den Geistlichen zurück und rief:„Schema Israel!“ Da ließ der Geistliche das hochgehobene Kreuz zur Erde niederfallen und rief: Haschem Elohenu!“ Ich aber legte Messer und Gabel nieder, erhob mich und sprach mit lauter Stimme:„Haschem Echad!“ War das eine Er⸗ kennungsscene! Kranker und Geistlicher waren beide heim⸗ liche Juden, die in dem fremden Soldaten ihren Brudey erkannten! Der kranke Hausherr erholte sich wieder und lebte noch einige Tage; er hatte, als er dann starb, den Trost, daß Glaubensgenossen ihm die Augen zudrückten.“ Aus Aschaffenburg wird gemeldet, daß dort eine scheinbar wohlorganisirte Räuberbande mit größter Ver⸗ wegenheit ihr sauberes Handwerk treibt. Trotz eifriger Nachforschungen hat man nichts von den Gaunern ent— deckt, die in vergangener Woche während einer Nacht fünf verschiedene nicht unbedeutende Einbrüche verübt. Aus Herrieden, 26. October, schreibt man der „Fränk. Zig.“: Der im nordöstlichen Europa befindliche Aequatorialstrom warf sich, gedrängt von einem vom sibirischen Kältepol kommenden Polarstrom, plötzlich mit sturmerzeugender Gewalt auf das Centrum unseres Erd— theiles, uns ein kleines Intermezzo von Regengüssen mit milder Temperatur bringend, wie überhaupt bei dem Schwanken der beiden Passate und den größeren Luftdruck— differenzen mehr unfreundliches und veränderliches Wetter zu erwarten sieht. München. Der König von Bayern han der deulschen Schillerstistug ein Geldgeschenk von 500 fl. gemacht. In Bremen fand am 24. Oct. eine Feier zu Ehren der deuischen Nordfahrt statt, wobei Professor Petermann anwesend war und nach Begrüßung durch den Bürger⸗ meister Duckwitz eine Ansprache hielt, die im Ganzen einen geringen Erfolg der Koldeweyi'schen Fahrt constatirte, aber sie als eine„nautische Kraftprobe“ bezeichnete und sehr nachdrücklich die Hoffnung auf eine größere Leistung dieser Alt in der Folgezeit aussprach. Erfurt. In einer Verfügung vom 7. Oct. warnt die königliche Regierung in Erfurt die Volksschullehrer dringend 1) vor öfterem Besuche der Wirths⸗ und Bier⸗ häuser und 2) vor unnöthigem Aufwande.„Wir setzen, heißt es, ausdrücklich fest, daß für keinen Lehrer eine Un⸗ terstützung oder Gehaltsverbesserung beantragt werde, der öfters Wirthshäuser besucht oder einen überttiebenen Auf⸗ wand macht. Jeder Lehrer hat von dieser Verfügung Ab⸗ schrift zum Verordnungsbuche zu nehmen.“—(Wieviel⸗ mal ist„öfters“? Aus der Schweiz lauten die Nachrichten über die aller Orten vorgenommenen Sammlungen für die Ueber⸗ schwemmten sehr erfreulich. Der König von Sachsen hat 300 Thlr. den Hülfsbedürftigen zur Verfügung gestellt.— In Lörrach, Großherzogthum Baden, sind in Folge eines in der„Stimme von Wiesenthal“ erschienenen Aufrufes bis zum 71. October 1582 fl. gesteuert worden.— Det kantonale Hülfsverein in Zürich hatte bis zum 26. October 74,723 Fr. und die Kirchensteuer vom 25. d. 55,618 Fr. ertragen, zusammen 130,341 Fr. Bei dem Hülfscomite zu Winterthur sind bis zum 25. d. 38,479 Fr. einge⸗ gangen; in Genf 119,124 Fr.; in Chur 15,000 Fr. Der schwelzerische Aoyd zeichnete 1500, die Bank 1000 Fr., die Königin Mutter von Bayern 1000 Fr., der Groß⸗ herzog und die Großherzogin von Baden 3000 Fr. Das Haus J. A. Beck in Augsburg hat 3000 Fr. eingeschickt. Aus Stuttgart 4004 Fr.; aus Frankfurt a. M. 21,800 Fr. „ Abschmelzen der Gletscher. Wie in den schweizerischen, so hat man auch in den österreichischen Alpen dieses Jahr eine auffallende Abschmelzung der unteren Enden der Gletscher beobachtet. Die Erforschung der österreichischen Hochgebirge ist wieder bedeutend vor—⸗ geschritten, besonders durch den wackeren Oberlieutenant Julius Bayer. Dieser König aller Bergsteiger hat im Sommer und Herbst d. J. in den Ortler- und Adamello⸗ Alpen nicht weniger als 93 Spitzen mit der durchschnitt⸗ lichen Höhe von 10,500 Fuß erstiegen, und zwar nicht als flüchtiger Dilettant, sondern als wissenschaftlicher Beobachter mit dem Meßtisch und Theodolith. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Holsatia, Capt. Ehlers, welches am 14. October von Hamburg via Southampton abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen 5 Stunden wohlbehalten in New⸗ York angekommen. Das Bremer Posidampfschiff Hansa, Capt. Oterendorp, welches am 10. October von Bremen vis Southampton abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Bremer Poftdampfschiff Bremen, Capt. Neynaber, welches am 15. October New⸗Pork verließ, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 78 Passagiere und 600 Tons Ladung. 2647 (Eingsdt.) Erwachsene, welche Englisch oder Franz. durch Selbsistud. erlernen od. sich darin vervollkommnen wollen, finden in dem briefl. Sprach⸗ und Sprech⸗Unterricht u. d. Methode Toussaint⸗Langenscheidt das anerkannt beste, in bereits 15 Aufl. bewährte(und ver⸗ hältnißmäßig billigste) Hilfsmittel. Bei den zahlteich vorhandenen, z. Th. von Druckfehlern und Irrthümern wimmelnden Nachahmungen möchte es im Interesse jedes Selbststud. liegen, bei d. Wahl des Lehrganges, dem er sich anvertrauen will, vorsichtig zu sein u. vor der Entscheidung Vergleiche anzustellen, event. den Beirath Sach⸗ verständiger einzuholen.— Brief 1 als Probe nebst Prospect ist in allen Buchhandl. vorrätbig. Für die Wasserbeschädigten in der Schweiz sind uns ferner folgende Gaben zugekommen. von: Kreis“ ralh Dieffenbach 1 fl.— Ungenannt 1 fl.— Pfarrer Buchhold in Ossenheim 2 fl.— H. B. I fl. 10 kr.— Zusammen 5 fl. 10 kr.— In Summa bis jetzt einge⸗ gangen 28 fl. 17 kr. N Um Zuwendung weiterer Gaben bittet Die Expe dition. jz:—— T———] ĩV—³—Wß;Vwwmͥͥ A——. 2659 Es scheint nachgerade, als ob von gewisser Seite alle sogenannten Geheimmittel zur Zielscheibe einer neidigen Kritik geworden seien.— Alles wird von zu untersuchen, als Schwindel erklärt. dieser Seite in denselben Tiegel geworfen und alles, ohne zu prüfen oder Die ehrbarsten, achtungswerthesten Persönlichkeiten, sowohl Aerzte als Laien, welche in Anerkennung oder aus Dankbarkeit ihr Lob öffentlich aussprechen, werden als bestochene Söldlinge bezeich⸗ net,— kurz man scheut oft sich nicht, selbst das Gute zu verdammen — Genau dieses Schicksal widerfährt der vielberühmten Unterleibsbruchsalbe des Herrn Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell, Schweiz, Art und Weise umzuspringen. und mit der Wahrheit guf eine empörende ungeachtet diesem Erfinder Tausende von Zeugnissen aus allen und jeden Ständen über deren vorzügliche Wirksamkeit zur Verfügung stehen. Es ist freilig wahr, daß auf dem Gebiete derartiger Mittel das Empfehlenswerthe vom Geringen oft schwer zu unterscheiden ist.— Wir nehmen indeß keinen Anstand, deim so häufigen Vorkommen von Unterleibsbrüchen, die bekanntlich oft einen sehr schmerzvollen und gefährlichen Charakter annehmen, dieses vortreffliche, total unschäd⸗ liche Mittel allen Bruchleidenden wärmstens zu empfehlen.— Diese Salbe kann in Töpfen zu 3 fl. Südd. sowohl beim Erfinder direct als bei den bekannten Niederlagen bezogen werden.“ Bad Nauheim. Polstermöbel, 105⁵³ elegant und solid gearbeitet Musterlager französischer Tapeten empfiehlt zu den billigsten Preisen H. Blensdorf, Hof⸗Tapezier. Jagd- K Neitunterhosen 2645 in ausgezeichneter Waare billigst bei Heinrich Diehl, Usagasse Nr. 354. 2663 Ein gefundener großer Schlüssel lann von dem Eigenthumer auf der Großherzoglichen Bürger⸗ melsterel Friedberg in Empfang genommen werden. 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Unsere seit Jahren bestehende, einer zahlreichen Betheiligung sich erfreuende Journal-Lele-Anstalt, hiermit zu lenken uns erlauben, bietet die reiche Auswahl auf welche wir die Aufmerksamkeit des Publikums 5 von denen viele mit schönen und interessanten Illustrattonen von 22 der besten und beliebtesten Unterhaltungsblätter, versehen find. a 5 Der Umtausch der Zeitschriften erfolgt jeden Samstag, wobet wir uns eine präcise und geregelte Circula⸗ tion der Hefte die angelegentlichste Sorge sein lassen. 9 15 8* 0 die näheren Abonnementsbedingungen stehen den Ein Verzeichniß der eircultrenden Blätter, sowie e Bindernagel& Schimpff. Interessenten mit Vergnügen zu Diensten. Restauration„Nürnberger Hof.“ u eingerichtetes Etablissement 2688 Der ergebenst Unterzeichnete empfiehlt sein neu e! 0 dem geehrten biesigen und auswärtigen Publikum zur gefälligen Rücksichtnahme. Parterre. Kräftiger Mittagstiseh à 14 und 1s kr. Table d'nhôte à 30 fr. von 12% Uhr im ersten Stock. Wein, Bier, Apfelwein ze. 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Aerztliches Zeugniß. 218 Euer Woblgeboren ersuche ich hiermit ergebenst, mir sür Patienten wiederholt 7 Töpfchen Ihrer böͤchst vorzüglichen Bruchsalbe zu senden, und zwar von der schwächeren Sorte 2 Töpfe, von der stärkeren 5 Töpfe. Die bis jetzt von Idnen erhaltenen Portionen baben lg gebabt, und ist mit⸗ im Hofe Hanauer Landstr Nr. 11 6 tli leich ba ahlung an den nie geabnten günstigen Erfo H aße Nr. 11 öffentlich gegen glei are Zah 9 9 günftig Aten ein Ne den Meistbietenden versteigert. Frankfurt a. M. im October 1868. 2 1 Ruttmann, Ausrufer. Kollwerck' sche Brust- Bonbons. 42639 Gegen Heiserkeit und Hustenreiz gibt es nichts Besseres. J uecht zu baben 2 Packet 14 kr. in Friedberg bei Wilhelm Fertsch in Nauheim bei Ph. Jac. Weiß. i und bei J. A. Windecker, in Assen heim bei Carl Bauer, in W 7 Große Auswahl in Bersta dt bei Chr. Eichelmann Sohn, in Hungen bei A. Buch, 2668 als: Kaputzen, Seelenwärmer, Unterjacken, Unterhosen, Handschuhe hin durch Sie der leidenden geworden, welches nicht nur allen Theorien spottet, sondern auch die bruchkravken Mitmenschen Ihnen mit nicht zu beschreibenden Worten dankend segnend ver⸗ pflichtet find. Steudultz. Stegendorf, Kreis Dapnau, Preuß. Schlesien, den 31. Juli 1867. Dr. Kraudt. Obige Salbe ist sowohl direet vom Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Canton Appenzell(Schweiz) in beziehen, als auch durch Herrn G. Bleicher, aroßberzogt. besfischer Hosbendagist in Mainz u. Or. Apotb. J. B. Lindt in Frankfurt Winter⸗Artikeln, Fe een en eee reis pr. To r. r.— gegen 5 05 7 dung des Betrags. Heilung, 2 5 Eutzündung, in weitaus den meisten Fällen sicher. Gebrauchs anweisung nebst weiteren Zeugnissen gratis. Neichbaltiges Herrentücher, sowie alle Sorten Winterschuhe empfehlen zu den billigsten Preisen Lager in Bruch ändern. Geschwister Schloß. Friedberg. Kirchliche Anzeigen für Kriedberg. Eine tüchtige Person W Wassethelles Expedition d. Bl. bei Wilh. Fertsch. d 224. a N + 2662 Ein noch ganz 0 Geschäfts Empfehlung. gutes Klavier 2648 Zur bevorstehenden Wintersaison erlaube lch mit ein reichhaltiges Lager, belebend in Kaputzen, Herren- und Damenhandschuhen, Stickereien, zu empfehlen. Petroltum 2661 gesetzten Alters wird zu sofortigem Eintritt in 2244 in unübertroffener prima Quolität nebst den dazu eine Küche gegen guten Lohn gesucht. Näheres bei der bebörigen Lampen aller Art zum Fabrikpreis, von schönem Aeußeren steht zu verkaufen. Näheres bei Joseph Schönthal in Friedberg, Usagasse. allen Sorten Wollen und Kurzwaaren in schönser 2642 Ein gefleckter Hund ist am 21. o. M. zu- Auswahl in empfehlende Erinnerung zu dungen. So.] gelaufen. Der Eigenthümer kann denselben gegen Er; dann erlaube ich mir auch mein Putzgeschäft vestens fiattung des Futtergeldes und der Inseratgebübren bei Heinrich Oberländer in Bruchenbrücken in Sountag den 1. November 1868. Reformationsfest. Evangelischt Gentindt. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkircher Vormittags: Herr Candidat Maul. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. (Abend ma hl.) Nachmittags: Herr Candidat Schäfer. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. K. Stemler. Empfang nehmen. Friedrichsdorf. (Hierzu U ———— Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. nterhaltungsblatt Nr 44 und eine Beilage.) her . Volk tige! tt erdiesel Döbfadt. —— n spotlet, Jun n mit zutut der ⸗ Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. 129. Verkauf einer Kalk- und Ziegelhütte in der Gemarkung Wölfersheim. 2519 Die Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen August Friedrich Reinbard zu Alt-Leiningen-Westerdurg zu— slehende, im besten Betrieb befindliche Ziegelhütte in der Gemarkung Wölfersheim soll nebst Grund und Boden, sowie dem zugehörigen Inventar erblich als freies Eigen— thum verkauft werden. Diese Ziegelhütte nebst Gebäude ist in dem Grund- buch eingetragen, wie folgt: 1) Flur VI Nr. 413, Acker auf der Röthe 51[◻Klftr. 2)„ VI Nr. 413/, Acker daselbst 182„ 3)„ VI Nr. 414, Ziegelbütte daselbft 28„ Zur Vornahme der öffentlichen Versteigerung dieser Objecte bat man Termin anberaumt auf Donnerstag den 5. November l. J., des Vormittags um 10 Ubr, in dem Gemeindehaus zu Wölfersheim. Die näheren, sebr günstig gestellten Bedingungen werden im Termin eröffnet, können aber auch schon vorher bei dem Unterzeichneten, wie auch bei Herrn Ortsgerichtsvorsteher Döringer zu Wölfersheim einge⸗ sehen werden. Darmstadt den 12. October 1868. Aung st. Großb. Oberdomänen⸗Regtistrator. Pfänder ⸗Persteigerung zu Friedberg. 2603 Montag den 9. November d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in diesigem Rathbause die bis zu diesem Termin die Verfallzeit erreicht babenden und nicht eingelösten oder renovirten Pfänder der hiefigen Pfand⸗ und Leihanftalt, destebend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns und Frauen-Kleidern, goldenen und filbernen Taschenuhren, sowie sonstigen Gegenständen öffentlich meifibietend gegen Baarzablung versteigert werden. Gleichzeitig wird den Interessenten der Pfand ⸗ und Leihanstalt hierdurch eröffnet, daß die Einlösung und Renovation der Pfänder nur an den hierzu beftimmten Tagen, Dienstag, Donnerstaß und Samstag stattfinden kann und das Pfandhaus vom 5. November d. J. an dis zur Beendigung der Versteigerung geschlossen bleibt, Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreisee Friedberg find gebeten dieses Ausschreiben im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Frledberg den 22. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg e be e Bekanntmachung. 2656 Die zur Concursmasse des Müllers Johannes Wissig von Lang⸗Gons gehörigen Immobilien sollen Samstag den 7. November l. J., Mittags 1 Uhr, auf dem Gemeindehause zu rang Göns zum letzten Mate versteigert werden. Dieselben bestehen aus einer Hoftrailhe, der Tochmühle, ½ Stunde von Lang Göns und beinahe 23 Normalmorgen bei derselben gelegenen Acker: und Wiesengelände. Der Kausschilling ist nach den Versteigerungsbedingungen in 3 Zielen, Petri 1869, Martint 1869 und Martint 1870 ohne Zinsen zu be⸗ zahlen, und wird bei der Versteigerung Gelegenheit stboten, die Mühle je nach Wunsch mit nur etwa 16 Morgen(eirca 14 Morgen Aecker und 1⅝ Morgen Witsen) oder auch mit einem größeren Complexe zu erweben. Der Zuschlag erfolgt sosort nach abgebal⸗ tener Versteigerung noch im Termine. Gießen den 28. October 1868. Großherzoglichos Stadtgericht! Gießen. Muhl Becker. Oeffentliche Aufforderung. 2657 Die Erben des Georg Jung II. ven Bön⸗ stadt baben die auf dessen Namen stebende, Bönstädter Gemarkung Flur I., Nr. 52, 360 DODKlftr., Hoftaithe, im Ort veräußert, vermögen aber das Eigenthum ihres Erblassers daran nicht vollfländig nachzuwelsen. Es ergeht daber hierdurch die Aufforderung, etwaige Eigen⸗ thumsansprüche an jenes Item um so gewisser binnen 6 Wochen von heute dahier geltend zu machen, als sonst die Veräußerung bestätigt und der Eintrag in das Mutations⸗Verzeichniß auf den neuen Erwerber ver ⸗ fügt wird. Altenstadt am 27. October 1868. Großherzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Stammler, Römpbeld, Landeichter Landgerichts⸗Assessor. Corseten& Crinolines 1905 bei K. Friedrich neben der Post. Für die herannahende Wintersaison empfehlen sich die Unterzeichneten zur Besorgung aller im Buchhandel erscheinenden illustrirten, belletristischen& wissenschastlichen Zeitschrifte, s. w. u. s. w sowie auch aller Modezeitungen u. f Friedberg. 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November, Vormittags 11 uhr, sollen auf dem Forsthaus Glaubzahl circa 300 Malter Eicheln, welche theils auf dem Glaubzabl selbft tbeils in dem Diflriet Lichte Herb, in nächster Näbe der von Vorsdorf nach Unter Schmitten führenden Chaussee lagern, verstetgert werden. Bemerkt wird noch, daß gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft Credit bis zu 25 fl. verwilligt wird, daß aber die ersteigerten Eicheln baldt, st nach ertheilter Ge⸗ nehmigung in Empfang genommen werden müssen. Nidda den 28. October 1868. Großberzogliche Oberkörsterei Nidda Georgi FFFFCCCCCCCCCCCCCCTCbTTbTTTbTTTTTTTTT Neues Abonnement! Das Ueueste in Kaputzen, Seelenwärmern, Kopftüchern, großen wollenen Halstüchern für Herren, Winterhandschuhen, 2484 sowie sonstigen Winterartikeln zu reellen Preisen bei K. Friedrich, neben der Poft. L Der Einjährige Freiwillige. Die beste Empfehlung für die praktische Brauchbarkeit dieses in 48 Unterrichtsbriefen à 18 kr. erscheinenden Werkes zur Vorbereitung auf das Freiwilligen⸗Examen liegt in der Anerkennung Sr. Excellenz des Kriegs⸗ und Marine Ministers v. Noon. Verselbe har nach Kenninißnahme der vorliegenden Heste die Vortrefflichkeit dieses brieflichen Untercichts durch Annahme der Widmung des Werkes in einem Schreiben vom 7. d. M. bestätigt. Der Anhang lehrt Lateinisch, Französisch und Englesch. Jede Sprache in 12 Briefen à 18 kr. ist einzeln zu bezieben. Bis zur Freiwilligenprüfang im Früh jahr 1869 ist das Werk vollständig er⸗ schienen.— Probebriese 18 kr. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten. Oldenburg. Schulzesche Buchhandlung. (C. Berndt& A. Schwartz.) 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Vor Nachahmung wird dringend gewarnt. Wechsel auf Uew-Vork zum hiesigen Tagescourse ftets zu haben bei Mayer Mayer in Frankfurt a. M. Ein vollständiges Logis 2650 bade ich bis zum 1. December zu vermiethen. Dasselbe gebe ich auch in einzelnen Zimmern mit oder ohne Möbel ab. Löb Strauß. 1777 An Magenkrampf, verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 321 wird das rühmlichst dekaunte Heilmittel des Dr. med. Doeels empfoblen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expeditlon d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotbetker Doeeche in Barnsdorf (Hannover) verabfolgt. * 5 ———— 2464 Nachdem unsere Lei sich nunmehr wieder hier in Friedberg befindet, Wintersemester ein. Die Bibliothek ist bis auf französischer und englischer Sprache ergänzt und werden wir bei weiteren fungen den Wünschen unserer Leser gerne Rechnung tragen. Bindernagel& Sehimpff. 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