4 0 4 —— r III. 1868. Anzeiger für Friedberger Intelligenzblatt. 188 3 N 2 9. Samstag den 30. Mai. 1 64. Oberhessen. ö Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die den Induflrieschulen des Kreises Friedberg aus dem Mathildensilft für 1867 bewilligten Summen. Friedberg den 27. Mai 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Ortsschulvorstaͤnde des Kreises. Wir bringen die Erstattung der nach dem Ausschreiben vom 26. Februar 1855(in Nr. 17 des Intelligenz⸗ welches nachstehend abgedruckt ist, vorgeschriebenen Berichte bei Ihnen in Erinnerung. Blattes von 1855), Tyr a p p. Das Großherzogliche Kreisamt an die Ortsschulvorstände derjenigen Gemeinden des Kreises, die dem Mathildenstifts-Verein beigetreten sind und Industrieschulen errichtet haben. Die den Industrieschulen aus dem Mathildenstift pro 1854 bewilligten Beiträge habe ich in diesen Tagen zur Ausgabe deeretirt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien angewiesen, in den be— treffenden Gemeindekassen einnähmlich verrechnen zu lassen. Indem ich Ihnen Nachricht hiervon gebe, ermächtige ich Sie, den ganzen Betrag dieser Unterstützungen zum Vortheile Ihrer Industrieschulen zu verwenden, da ich Ihnen bei den Gemeindekassen den entsprechenden Credit hierfür eröffnet habe. Sie wollen aber hierbei folgende leitende Grundsätze beobachten: die Gründung, Erhaltung und Dotation der Schule und des Gehalts der Lehrerin ist und bleibt Obliegenheit der Gemeinde, weßhalb auch diese für Local und Heizung desselben zu sorgen hat. Die Unterstützungen aus dem Mathildenstifte sollen, wie ich Ihnen auch bereits durch besondere Perfügungen eröffnet habe, vorzugsweise dazu dienen, den Kindern unbemittelter Eltern die Mittel zu verschaffen, sich an dem Unterrichte zu betheiligen, indem Sie aus diesen Unterstützungen das Arbeitsmaterial: nämlich Wolle, Baum— wolle, Leinwand ic. ankaufen, diesen Kindern zur Verfertigung der— jenigen Gegenstände, die ihrer Befähigung entsprechen, nach und nach unter geeigneter Controle übergeben, und diejenigen Kinder, die sich durch Fleiß und Geschicklichkeit im Laufe des Jahres ausgezeichnet haben, durch Geschenke aus den verfertigten Gegenständen möglichst zu größerem Fleiße ermuntern. Wie weit Sie hierin gehen wollen, überlasse ich Ihrem Ermessen; ich mache Sie jedoch darauf aufmerk— sam, daß die verfertigten Gegenstände vorzugsweise verwerthet werden müssen und aus dem Erlös aus denselben Mittel gewounen werden sollen, aus welchen neue Ankäufe von Arbeitsmaterial im folgenden Jahre gemacht werden können. In allen Fällen, in denen Sie der Lehrerin eine besondere Be— lohnung zuwenden zu müssen glauben, sehe ich übrigens Ihren be— sonderen Anträgen vorerst entgegen. Um indessen von dem Bestand und dem Fortschreiten der In— dustrieschulen beständig Kenntniß zu haben, werden Sie jährlich am Schluß des Schuljahres, also an Pfingsten laufenden Jahrs zum erstenmale berichten: 1) von wie viel Kindern die Schule besucht wird; 2) was von denselben gearbeitet worden ist— die verfertigten Arbeiten sind der Zahl und dem Gegenstande nach zu verzeichnen; was hiervon als Geschenk und an welche Kinder vertheilt worden ist; endlich worin die Ausgaben und Einnahmen aus dem Erlös der ver— wertheten Gegenstände bestehen. Der Uebersichtlichkeit wegen ist die Summe des Beitrags aus dem Mathildenstifte beizuschreiben. Friedberg den 26. Februar 1855. 3 4 Mü fte r Betreffend: Die Einführung einer Einkommensteuer. an u n n. Friedberg den 27. Mai 1868. 9 Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß zur Einschatzungs⸗Commission des Steuer-Commissariats Büdingen gewählt worden sind: 1) Herr Heinrich Holzinger II., Bürgermeister zu Buͤdingen; 2) Herr Friedrich Koch, Gutsbesitzer zu Lindheim; 3) Herr Heinrich Christoph Kraußer, Apotheker zu Büdingen; a) zu Mitgliedern: 5) Herr Freiherr Wilhelm Löw von und zu Steinfurth zu Darmstadt; 4) Herr Heinrich Kreuder, Burgermeister zu Altenstadt; 6) Herr Konrad Reutzel II., Bürgermeister zu Kefenrod. b) Ersatzmänner: 1) Herr Ludwig Höhler, Orts einnehmer zu Büdingen; 3) Herr Heinrich Thylmann, Gutsbesitzer zu Altenstadt. 2) Herr Karl Rabenau, Kammerrath daselbst; dd b e 8 roßherzogliches Kreisamt Friedberg ae. Bekanntmachung, die Regulirung der Einkommensteuer betreffend. Das Gesetz, die Einführung der Einkommensteuer betreffend, ration ihrer Einkommensverhältnisse Seitens der Pflichtigen, davon ausgehend, Nach Act. 12 sind jedoch die etwa einlaufenden freiwilligen Angaben der Steuerpflichtigen über betreffenden Pflichtigen gerechnet. — Hülfsmitteln bei Ermittelung des Einkommens der durch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, über ihre Einkommensverhältnisse dem Auskunft zu ertheilen. 1155 1 4 5 6 Es wird das Einschätzungsgeschäft wesentlich erleichtern, seinen Einkommensverhältnissen entspricht, ö Büdingen den 23. Mai 1868. Mit Bezugnahme auf die oben erwähnte Gesetzesbestimmung werden die daß es ihnen in jedem Stadium der Verhandlung unbegommen ist, freiwillig Unterzeichneten oder einzelnen Mitgliedern der Einschätzungscommission vom 11. April d. J. enthält keine Bestimmung über die eigene Decla⸗ daß jeder Zwang in dieser Hinsicht ausgeschlossen sein soll. ihre Einkommensverhältnisse zu den Steuerpflichtigen des Steuercommissariats Büdingen hier— schriftliche oder mündliche wenn dergleichen Auskunftsertheilungen, welche in beliebiger Form und namentlich auch in der Weise geschehen können, daß der Steuerpflichtige einfach die gesetzliche Steuerklasse bezeichnet, welche seines Erachtens alsbald bewerkstelligt werden. Der Vorsitzende der Einschätzungscommission für das Steuercommissariat Budingen Pück el. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog— N che Regierungsblatt Nr. 27 enthält: 1 I. Gesetz, die Ausgleichung und Vergütung der in dem 1 Hahre 1866 durch die königlich preußischen und die mit kenselben verbündeten Truppen während ihres Aufenthaltes ii dem Großherzogihum verursachten Kriegslasten betressend. II. Bekanntmachung Großh. Krlegsministeriums. Des Großherzogs Königliche Hoheit haben durch Allerhöchste N Behörde unter treten habe. l 1 0 e Entschließung vom 3. d. M. zu verfügen geruht, daß an die Stelle der bisherigen Zeughaus-Direktion eine neue der Benennung III. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Post⸗Angelegenheiten. Zwischen Alzey und Creuznach über Flonheim ist eine dritte tägliche Personenfahrt ein⸗ gerichtet worden, bei welcher an den beiden Endstalionen unbeschränkte Personenannahme fattfindet, IV. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreiiung von Communalbedürsnissen in den Gemeinden des Kreises Erbach. V. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürsnisse in den israeli⸗ lischen Rellgionsgemeinden des Kreises Oppenheim. VI. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 14. Mai dem Cabinets-Archiv- Direktor „Artillerie-Depot“ zu re r eee eee eee ee n Geheimerath Dr. Baur die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Stauislaus-Ordens zweiter Klasse mit dem Stern zu ertheilen. n VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog baben allergnädigst geruht: am 28. April den Schulamts⸗ Aspiranten Johann Friedrich Schmidt aus Nieder⸗Weidbach, im Königreich Preußen, in der Eigen: schaft als Volksschullehrer zum siebenten Lehrer an dem evaugelischen Schullehrer-Seminar zu Friedberg zu ernennenz — am 2. Mai den Privatdocentlen Dr theol. Friedrich Nitzsch zu Berlin zum ordentlichen Professor bei der theol. Fakultät der Landes-Universität, insbesondere für die Fächer der systematischen Theologie zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen;— an demselben Tage den Militärarzt Dr. Karl Friedrich Burmann unter Enthebung von dieser Stelle zum Mitglied und Rath bei der Ober-Medieinal- Direktion;— am 9. Mai den Friedensrichter bei dem Friedensgerichte Mainz I. Franz Adam Ernst Hoffmann— und den Advokal-Anwalt bei den Gerichten zu Mainz Dr. Ludwig Bruch zu Ergänzungs— richtern bei dem Bezirksgerichte Mainz zu ernennen. VIII. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Mai dem Friedensrichter bei dem Friedensgerichte Mainz I. und Ergänzungsrichter bei dem Bezirksgerichte Mainz Franz Adam Ernst Hoffmann den Charakter als Justiz⸗ rath— und am 15. Mal dem ersien evangelischen Pfarrer zu Ober⸗Rosbach, im Dekanate Friedberg, Geoig Friedrich Wilhelm Fuhr, in Rücksicht auf seine fünfzigjährigen treu geleisteten Dienste, den Charakter als Kirchenrath zu verleihen. IX. Dienstenthebung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Mai den Advokat⸗Anwalt bei den Gerichten in Mainz Dr. Eduard Levita von den ihm übertragenen Functionen eines Er— gänzungsrichters bei dem Bezirksgerichte Mainz auf sein Nachsuchen zu entheben. e X. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Könmgliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Mai den Ministerialrath bei dem Ministerium der Justiz Geheimerath Dr. Damian Créde auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen ersprießlichen Dienste, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den temporären Ruhestand zu versetzen;— am 5. Mai die Lehrerin an der katholischen Schule des Schulbezirks St. Ignaz⸗ Stephan zu Mainz Josepha Dupuis,— die Lehrerin an der dritten Mädchenklasse der katholischen Schule des Schulbezicks St. Ignaz⸗Stephan zu Mainz Anna Keßler, unter Anerkennung ihder vieljährigen treuen Dienste,— und am 6. Mai den Domänenpfandmeister bei dem Rentamte Darmstadt Johann Michael Kramer auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner lang⸗ jährigen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. XI. Concurrenz für: die erste Knabenschule zu Finthen mit einem Gehalte von 406 fl. 19 kr., nebst einer Ver⸗ gülung von 30 fl. für Heizung des Schullokals;— die erste kath. Schulstelle zu Oppenheim mit einem Gehalte von 541 fl. 15 kr. nedst einer Vergütung von 30 fl. für Heizung des Schullokals;— die evangelische Pfarrstelle zu Dietzenbach mil einem Gehalte von 1509 fl. 19 kr.; — die evangelische Pfarrstelle zu Wetterfeld mit einem Gehalte von 1209 fl. 32 kr.;— dem Herrn Grafen zu Solms⸗Laubach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. g XII. Gestorben: am 29. April der evangelische Pfarrer Dölk zu Kleestadt;— am 6. Mai der Steuercommissär des Steuercommissariats Wörrstadt Baur zu Wörrstadt; — am 8. Mai der Schullehrer Ritter zu Sauer⸗Schwaben⸗ heim;— am 10. Mai der Schullehrer Hildebrand zu Nieder⸗Wöllstabt;— am 11. Mai der Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Bingen Müger in Gau-Alzesheim. — Die„Darmst. Ztg.“ berichtet: Dem Ver- nehmen nach rückt das 3. Inf.⸗Reg. alsbald nach dem bevorstehenden Feste zur Ablösung des 4. Inf.⸗Reg. nach den Cantonnements in Eber stadt und Pfungstadt ab und scheint somit von einer Garnisonirung eines Infanterie-Regiments unserer Division in der Festung Mainz ab⸗ strahirt worden zu sein. Die unbenutzten Kasernen⸗ räume zu Mainz reichen— äußerem Vernehmen nach— nur zur Aufnahme von 3 Compagnien aus und hätten deßhalb 5 Compagnien in den Baracken untergebracht werden müssen, die, in ihrer dermaligen Beschaffenheit, zur Bequartierung von Truppen zur Winterszeit nicht geeignet sind. — Dem„Fr. J.“ wird von hier geschrieben: Mit der Einführung der Institution des einjährig freiwilligen Dienstes bei der hessischen Division ist an eine Anzahl von Realschulen des Groß— herzogthums die Nothwendigkeit herangetreten, eine Stufe der Entwickelung herbeizuführen, auf welcher sich die mit 6 Klassen versehenen Anstalten dieser Art zu Darmstadt, Mainz und Offenbach bereits befinden und damit die Berechtigung zu gewinnen, daß ihre Absolutlon zum einjährigen Dienste qualificire. Die in Frage kommenden Realschulen sind diejenigen zu Friedberg, Bingen, Alzey, Gießen, Michelstadt und Alsfeld und haben sich die dasigen Gemeindevorstände zur Ver— willigung eines Theiles der Kosten, welche die in Aussicht genommene Erweiterung erfordern wird, bereit erklärt. Da jedoch die bezeichneten Gemeinden schon seither erhebliche Beiträge zu Gunsten dieser Anstalten geleistet haben und ihre finanziellen Kräfte zur Aufbringung des ganzen Mehrbetrags nicht hinreichen, haben beziehungs- weise die Abgeordneten Stockhausen, George, Becker, Heß, Breidert und Soldan Anträge auf Erhöhung der bezüglichen Staatssubventionen ge⸗ stellt. Der Namens des ersten Ausschusses von dem Abg. Kraft erstattete Bericht gelangt im Wesentlichen zu folgenden Anträgen:„Die Kammer wolle die Regierung ermächtigen, den Realschulen zu Gießzen, Alzey, Bingen, Alsfeld und Friedberg einen jährlichen weiteren Beitrag zu den Kosten der Erweiterung dieser Anstalten durch neue Klassen zu dem Zweck, um sie in den Stand zu setzen, den zur Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Kriegsdienst erforderlichen Unterricht zu ertheilen, bis zu je 900 fl., im Ganzen also jährlich 5400 fl., nebst der davon zu prästirenden Besoldungs— Naturalien-Quart unter der Bedingung zu ge— währen, daß die Stadtgemeinden, in welchen sich diese Lehranstalten befinden, neben der ihnen ob— liegenden Stellung der nöthigen Locale nebst Heizung und Beleuchtung und der Lehrmittel, einen mindestens gleichgroßen Betrag zur Ver— mehrung der Lehrergehalte, unter Vergütung der Naturalien-Quart von denselben, aus ihren Mitteln aufwenden, den Anträgen der Abgg. Heß, Breidert, Becker, George, Soldan und Stock— hausen also in so weit stattgeben.“ Ferner: „Die Kammer wolle in Gemäßheit der Propo— sition der Regierung auch zur Verbesserung der mit dem Gymnasium zu Worms verbundenen Realschule die Summe von jährlichen 500 fl. unter Voraussetzung verwilligen, daß die Stadt Worms zur Ausführung der beabsichtigten Reformen die weitere Summe von ungefähr jährlich 3000 fl. zu diesem Zweck verwendet.“ — Aus den Verhandlungen des Gememeinde— raths erfährt man, daß in Folge einer von Kassel eingelangten Anfrage unser Stadtvorsland die allgemeine deutsche Lehrerversammlung einlud, ihre nächstjährige Zusammenkunft in unserer Stadt zu halten. S. Gießen. In diesen Tagen hat sich wieder eine vielversprechende Kraft, Herr Dr. Klemm aus Gießen, die Befähigung zur Docententhätig⸗ keit an der hiesigen Hochschule durch eine vier⸗ stündige Disputation erworben. Letztere fand, da Disputant sich den philologischen Disciplinen zuzuwenden beabsichtigt, größtentheils in lateinischer Sprache statt.— Wie man vernimmt, wird in der Pfingstwoche eine Zusammenkunft von Mathe- matikern aus Heidelberg, Karlsruhe, Darmstadt, Gießen u. s. w. zu Lindenfels im Odenwald stattfinden. S. Gießen. Herr Professor Dr. L. Schmid dahier, welcher der Wahl nach der rechtmäßige Bischof von Mainz sein würde, hat, wie bereits vor einem Jahre, nun wiederum durch die ver⸗ schiedenen bischöflichen Streitigkeiten veranlaßt, seine Ansichten über Ultramontanismus und Katho⸗ licismus in einer eigenen Schrift an den Tag gelegt.— Der an die Stelle des nach Heidelberg berufenen Professors der Dogmatik hierher versetzte Professor Dr. Niet sch aus Berlin wirt sogleich nach Pfingsten seine Thätigkeit als Docent dahier beginnen, so daß die Pflege der betreffenden theologischen Disciplinen nur eine kleine Unter⸗ brechung von wenigen Wochen zu erleiden hatte. Preußen. Berlin. Der„Staatsanzeiger“ publizirt das Gesetz, betreffend die Abänderungen der einzelnen Bestimmungen der Zollordnung und der Zollstrafgesetzgebung laut der Vereinbarung des Zollparlaments, sowie den Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Staatsangehörig⸗ keit ber beiderseitigen Einwanderer. — Das„Militär⸗ Wochenblatt“ theilt mit, daß laut königl. Cabinetsordre vom 14. d. M. in Preußen auch in diesem Jahre, wie bereits im vorigen, die beiden ältesten Jahrgänge der Land— wehr ihrer ferneren Dienstverpflichtung enthoben werden. — In der Disciplinaruntersuchung wider den Abg. Twesten war am 18. d. M. beim ersten Senat des Obertribunals Schluß termin. Die Sache hetraf Reden, welche Twesten im Jahre 1866 in hiesigen Wahlversammlungen gehalten hatte, und das Kammergericht hatte wegen „unwürdigen“ außeramtlichen Verhaltens auf eine Geldstrafe von 100 Thlr. erkannt. Gegen dies Erkenntniß war von beiden Seiten appellirt, der vom Grafen zur Lippe auf Cassation gerichtete Antrag indessen vom jetzigen Justizminister Leon⸗ hardt zurückgezogen. Das Obertribunal hat das erste Erkenntniß bestätigt, worauf der Abg. Twesten seine Entlassung aus dem Staatsdienst beim Justizministerium beantragt haben soll. Hannover. Zur Feier des Geburtstages Königs Georgs sollte am 27. Mai im Odeon ein Fest stattfinden. Alles war vorbereitet. Zahl⸗ reiche Schaaren festlich mit gelbweißen Abzeichen geschmückter Menschen hatten sich bereits eingefunden, als eine Abtheilung Polizeimannschaft erschien, die sofortige Räumung des Lokals befahl und das Fest untersagte. Die Menge zerstreute sich darauf ruhig, um andere Vergnügungsorte aufzusuchen. Marburg. Wi. die„Oberh. Ztg.“ meldet, soll dem Vernehmen nach Oberstlieutenant von Frankenberg als Regimentschef nach Darm⸗ stadt commandirt sein.(2) Bayern. München. Das Regierungs- blatt enthält nachstehende Proelamation des Königs: „Heute vor 50 Jahren hat Bayern's erster König, mein Urgroßvater Max Joseph I., dem Lande die Verfassung gegeben. Die Grundsätze, auf welchen dieses Staatsgrundgesetz ruht, sind seit jenem denkwürdigen Tage in ungeschmälerter Geltung geblieben und die Segnungen der Ver— fassung haben das feste Band, welches Fürst und Volk seit Jahrhunderten umschlingt, enger und herzlicher geknüpft. Das beseligende Gefühl freudigen Stolzes ist es, das mich, Bayerns König, am heutigen Tage erfüllt; treu dem Vor⸗ bild meiner erlauchten Ahnen werde auch ich das Banner der Verfassung hoch halten, unter deren schirmendem Dache die Macht und die Wohlfahrt meines geliebten Landes immer kräftiger erblühen möge, denn mein höchstes Gut finde ich in dem Glücke meines Volkes. Schloß Berg, 26. Mai. Ludwig.“— Aus Anlaß des Verfassungs⸗ jubiläums hat der König, um die Landtags- kammern zu ehren, den ersten Präsidenten als deren Repräsentanten Ordensauszeichnungen ver⸗ liehen; Frhr. v. Stauffenberg erhielt das Groß⸗ kreuz des Michaelsordens, Pözl das Comthurkreuz des Kronordens. Oesterreich. Wien. Bei Mühlfeld's Leichenbegängniß wurde der feierlichste Pomp ent⸗ faltet; die Theilnahme des Volkes war eine un⸗ geheure. Die Minister Graf Auersperg, Dr. Giskra, Dr. Berger und Hasner, fast sämmtliche Abgeord⸗ nete, der Gemeinderath, politische Vereine, Ar⸗ beiter und über 2000 Studenten wohnten dem Leichenbegängnisse an. Zahlreiche Kränze mit Inschriften wurden dargebracht; im Stephansdom sangen zwei Trauerchöre; über hundert Wagen folgten dem Zuge. — Der„Wiener Zeitung“ liegt der Ausweis der Staatsschulden⸗Controle-⸗Commission über den Stand der Staatsschuld am Ende Dezember 1867 bei. Die Hauptsumme der Staatsschuld beläuft sich auf 3,025 315,896 fl., die jährlich darauf zu leistenden Zinsen betragen 127,718,147 fl. Die Staatsschuld hat sich vom Ende Dezember 1866 bis Ende Dezember 1867 um 105,598,206 fl. vermehrt. Frankreich. Der zwischen dem Gouver⸗ neur von Algier, Marschall Mae⸗Mahon und dem Erzbischof von Algier schon längere Zeit ausge⸗ brochene Conflict ist nunmehr beigelegt und auf ein Mißverständniß redueirt worden. Als Ver⸗ anlassung desselben wird gemeldet, daß der Erzbischof alle die arabischen Kinder, denen die Hungersnoth die Eltern raubte, ins Seminar aufnehmen ließ, um sie da erziehen und später taufen zu lassen. Der Gouverneur sah darin eine unerlaubte Propaganda und wollte, daß die Waisen ihren Stämmen zurückgegeben werden; 1 abracht w auch von de. sreihesprocher — Friedbert 3 Schwertern der Wunsch au germeistet bes der einzufübrel Bezug hierauf von Nachmilta kern zur Dis pe gung sieht zu Friedbe Zügen der Ma ere, welche zut kommandirt sir Friedbe dem ersten Pf und Festtagen angelegt, wele 0 in Fran abgehen werde Zach sind bei Aub Ob die Main⸗ N allgemeine Kassel besue selen lassen billeten Fah Gießen sich aus ber Bank für S geben, daß! der Verferlig 1862 von ben gung salscher 1290 geg 1306 Citron und Tafelro . 1815 rager und Sefahl Baperns tm Vor- dich das Dedhhahr n erdlüder det Groß ⸗ Danbe 208 206 f. dessen aber weigerte sich der Erzbischof unter Hin— weis auf die schlimmen Früchte, welche 37jährige antichristliche Experimente in Algier trugen, indem er zu beweisen hoffte, daß der Einfluß des Chri— stenthums wirksamer sein wird als Säbel, Razzia und Chassepots. Der gesammte französische Epis- topat unterstützte den Erzbischof von Algier gegen den Marschall; Letzterer dagegen erfreut sich der Zustimmung des Kaisers, welcher erklären ließ, daß sich seine Ansichten über religiöse Toleranz noch nicht geändert hätten und hiervon selbst durch das persönliche Erscheinen des Erzbischofs nicht abgebracht werden konnte. Derselbe hatte bereits zwei Audienzen beim Kaiser, welchem er bemerkt haben soll, daß er als Bischof das Recht habe, den Marschall Mac⸗Mahon mit der persönlichen Excommunication zu belegen, und daß, wenn er dieses thue, er seiner ganzen Geistlichkeit befehlen werde, jedesmal, wenn der Marschall in einer Kirche erscheine, die Wachskerzen auszulöschen, das Allerheiligste hinwegzunehmen und das Kreuz zu verhüllen. Amerika. Der Senat hat den Präsidenten auch von dem zweiten und dritten Angklagepunkt freigesprochen. Friedberg. Von den am vorigen Dienstag in den 3 Schwertern anwesenden Herren Bürgermetstern wurde der Wunsch ausgesprochen, eine Einladung an die Bür— germeister des Kreises Friedberg zur Besprechung wegen der einzuführenden Einkommensteuer zu veranlassen. Mit Bezug hierauf diene zur Nachricht daß nächsten Mittwoch, von Nachmittags 2 Uhr an der Saal in den 3 Schwer— tern zur Disposition gestellt ist. Eine zahlreiche Betheili— gung steht zu erwarten. Friedberg. Man sieht seit einigen Tagen bei den Zügen der Main⸗Weser⸗Bahn nun auch hessische Unteroffi— niere, welche zur Erlernung des Dienstes des Fahrpersonales commandirt sind. Friedberg. Dem Vernehmen nach werden, mit dem ersten Pfingstfeiertage beginnend, an allen Sonn- und Festtagen Extrazüge zwischen Nauheim und Frankfurt eingelegt, welche mit Wagen I. und II. Classe Nachmittags 220 in Frankfurt und Abends 11 Uhr in Nauheim abgehen werden, ohne an den Zwischenstationen anzuhalten. Auch sind bei diesen Zügen die Retourbillets ausgeschlossen. Aus Oberhessen. Die Hessische Ludwigsbahn, sowie die Main⸗Weser⸗Bahn haben für diejenigen, welche die allgemeine deutsche Lehrerversammlung zu Pfingsten in Kassel besuchen wollen, Ermäßigung der Fahrpreise ein⸗ treten lassen. Die Main⸗Neckar⸗Bahn bat den Retour⸗ ville ten Fahrberechtigung vom 1. bis 9. Juli gestattet. Gießen. Nach den hier coursirenden Gerüchten hat sich aus der wegen Verbreitung von falschen Scheinen der Bank für Süddeuschland eingeleitenden Untersuchung er⸗ geben, daß Nicolaus Hillerich, Lithograph aus Hadamar, der Verfertiger ist. Derselbe wurde bereits im Jahre 1862 von dem Assisenhofe in Dillenburg wegen Verferti⸗ gung falscher Gr. Hess. Grundrentenscheine in eine Zucht- hausstrase von 5 Jahren verurtheilt. Auf benselben, wel— cher mittlerweile seinen Wohnort gewechselt und einen au— deren Namen geführt hat, wird gefahndet. Der am 19. dahier verhaftete Philipp Wagner von Wehrbeim ist ge— ständig, eine große Anzahl falscher Scheine wissentlich ver— breitet zu haben. Die Presse, auf welcher die Scheine gedruckt wurden, ist 5—7 Wochen in seiner Wohnung ge— wesen; sein flüchtig gewordener Bruder Fritz Wagner wurde noch in derselben Nacht in Wehrheim arretirt und an das Gericht in Limburg geliefert. S. Gießen. Am 26. d. M. Abends 7 Uhr entlud sich über hiesiger Stadt ein surchtbares Gewitter mit Regen und Hagel; da die Hagelkörner, theilweise mit einem Durchmesser von 9 Linken zu Boden fielen, war der Schaden, trotz einer verhältnißmäßigen kurzen Dauer des Unwetters, namentlich für das Obst ein beträchtlicher.— In vergangener Woche wurde das hiesige Jägerbataillon wiederum inspicirt und zwar von Oberst Bickel aus Darmstadt. Es war dies in einem Zeitraum von wenigen Wochen bereits die dritte Inspektion. Aschaffenburg. Am 26. Mai, Nachmittags, entlud sich über den Gemeinden und Gemarkungen Damm und Glattbach bei Aschaffenburg ein furchtbares Gewitter, welches unsäglichen Schaden an Feldoͤfrüchten und Gebäu— den anrichtete und 7 Menschen das Leben kostete. Im Nu waren sämmtliche Bäche in reißende Ströme verwandelt, die mit unwiderstehlicher Gewalt Alles mit sich fortrissen. In der Glattbacher Mühle wurde von dem hereinstürzenden Wasser der unter der Scheuer befindliche Balkenkeller sofort gefüllt, das verheerende Element, das bedeutende Eis— massen mit sich führte, hob die Balken in die Höhe und zerbrach die Wände. Unglücklicher Weise hatten bei dem plötzlich hereinbrechenden Gewitter in der Scheuer sieben Personen Schutz gesucht, von welchen sechs sogleich ihren Tod in den Wellen fanden und der siebente nach 5 Stunden ebenfalls starb. Neben dem Verluste dieser Menschenleben ist der materielle Schaden bis jetzt noch unberechenbar. Nachträglich wird noch gemeldet, daß es beinahe auch elf Kindern, die in dem Stalle des Lohmüllers Biegen in Damm Schutz suchten, das Leben gekostet hätte. Schon lief im Wasser stehend, gelang es den Bemühungen des genannten Müllers und einiger anderen Personen, dieselben ganz durchnäßt aus ihrer gefährlichen Lage retten. Aus Herrieden, 25. Mai, schreibt der Witterungs—⸗ beobachter der„Fr. Z.“: Ein tiefes Luftthal, welches seit dem 23. von Irland aus nach Osten zieht, hat im Nord— westen unseres Erdtheiles bedeckten Himmel und Regen hervorgebracht, wird aber bei uns wenig Einfluß haben, da im Hafen von Gascogne ruhiges Luftmeer herrscht und sich die Südweststürme nur bis in den Canal von Calais erstrecken. Es dürfte daher im Allgemeinen das schöne Wetter, an einzelnen Orten durch Gewitterregen unter— brochen, zunächst noch fortdauern; doch lassen die größeren und jetzt auf der Westseite Enropa's befindlichen Luftdruck⸗ differenzen unseres Erdtheiles auf gemischtere Witterung schließen. 3 Borax als Waschmittel. Die holländischen und belgischen Wäscherinnen, welche bekanntlich eine Wäsche von der trefflichsten Weiße liefern, wenden, austatt Soda, raffinirten Borax als Waschpulver an, und zwar nehmen sie eine tüchtige Hand voll des gepulverten Salzes auf ungefähr 30 Maß kochenden Wassers. Sie ersparen da— durch beinahe die Hälfte der Seife. Zum Waschen von Spitzen, Batist u. dgl. wird eine größere Boraxmenge angewendet; zu Krinolinen, Unterröcken ꝛc. welche gesteift werden müssen, ist eine starke Lösung des Salzes erforberlich. Der Borax verursacht den Geweben nicht den geriugsten Nachtheil; er macht das härteste Wasser weich und sollte deßhalb auf keinem Toilettetisch sehlen. Er dient auch zum Reinigen dee Haares und ist ein vortreffliches Zahn⸗ pusver; in heißen Ländern wird er in Verbindung mit Weinsäure und zweifach⸗kohlensaurem Natron zur Berettung eines kühlenden Getränkes angewendet. Belanntlich läßt sich mit hartem Wasser ein guter Thee nicht bereiten; durch Zusatz von Boraxpulver(ein Theclöffel voll auf einen Kessel gewöhnlicher Größe, welches in dem Wasser durch Kochen gelöst werden muß), erspart man außerdem ein Fünftel an Thee. 8. Der Naturforscher. Wochenblatt zur Verbreitung der Fortschritte in den Nafurwissenschaften. Für Ge— bildete aller Berufsklassen. Herausgegeben von Dr. Wilhelm Sklarek. Berlin, Ferdinand Dümmlers Verlagsbuchhandlung. Preis von 4 Wochennummern oder eines Monatsheftes 10 Sgr. „Der Naturforscher“ hat sich die Aufgabe gestellt, der Vermittler zu sein von den Werkstätten der naturwissen⸗ schaftlichen Forschung an die große Menge der Freunde der Natur wissenschaften unter den Gebildeten aller Verufs⸗ klassen. Die Fortschritte, die die Wissenschaft macht, neue Thatsachen,, die auf den verschiedenen Gebieten derselben entdeckt, und neue Anwendungen, die für's praktische Leben aus den Resultaten der Forschung abgeleitet worden, sollen darin in klarer, allgemein verständlicher Sprache behandelt werden. Auch dem Fachgelehrten und Specialisten gibt es ein erwünschtes Mittel an die Hand, sich über die Forschungen in andern, ihm fern liegenden Zweigen der Wissenschaft im Laufenden zu erhalten. Astronomie, Meteorologie, Physik, Chemie, Geologie, Physiologie, Zoologie, Botanik, Agrikultur sollen dabei gleichmäßige Berücksichtigung finden. Unter den zahlreichen Mitarbeitern finden sich solche, die als populär ⸗naturwissenschaftliche Schriftsteller rühmlichst bekannt sind. Bei der großen Bedeutung, welche die Naturwissen⸗ schaften gegenwärtig erlangt haben, ist ein Unternehmen wie das vorliegende nur willkommen zu heißen. Das wenige Geld dafür ist sicherlich besser angelegt, als das für so manche bloße Unterhaltungslektüre. 1307 Wohl kein Nahrungsmittel ist dem Gesunden wie Reconvalescenten zuträglicher, als eine reine, unverfälscht Chocolade; übertrifft doch eine Tasse guter Chocolade bei weitem die beste Bouillon am Gehalte des positiven Nah⸗ rungsstoffes! Zur Herstellung billiger Preise findet jedoch so vielseilig eine Untermischung der Waare Statt, daß eine garantirt reine Qualität zur Seltenheit geworden ick. Um so mehr verdient zur allgemeinen Kenntniß gebracht zu werden, daß der Dampf Chocoladen⸗Fabrik von Franz Stollwerck in Köln a. Rh., welche zu den bedeutendsten des Zollvereins zählt, auf der Pariser Welt⸗ Ausstellung für Reellität, vorzügliche Qualität und Bil⸗ ligkeit ihrer Chocoladen die Preis- Medaille zuerkannt wurde. Diese Auszeichnung ist um so ehrender, als die ertheilte die einzige Medaille ist, welche in der Branche auf ganz Preußen fällt! Die Fabrik verdankt dem Prin⸗ cip: nur durchaus reine Waare an den Markt zu bringen, ihren verbreiteten Ruf. Jedes größere Geschäft sollte sich zur Pflicht machen, seine Kundschaft mit diesem Producte zu versehen. Brod 1290 gegen genügenden Bürgschein Credit mehl, bis 1. September 1868 bei Gebr. Löb. W Fißt Orangen! 1306 Citronen, Vanille, Chinefischer Thee, Krachmandeln und Tafelroflnen bei W. Ferssch. Einen Lehrling 298 sucht Wilbelm Söllner, Spenglermeister. Zu verkaufen 315 babe ich aus freier Hand mein Haus nebft einem Grabgarten. A. Heck's Witwe. Alle Sorten Pflanzen, 313 sowie Sellerie und Lauch hat zu verkaufen Friedrich Netz 1314 Das nach dem Schützenrain führende Bahnhofs hor muß ftark elngerostet sein. Sonst ist es in der That nicht zu verstehen, weßhalb man es consequent heschlossen und das Publikum um dasselbe herum laufen laßt. 2 dN 1 Lehrlings⸗Gesuch. 320 Ein braver Junge kann die Buchbinderei und as Portefeuille-Geschäft gründlich erlernen bel, Wilhelm Weis. Nr. 70 nächst der Post, Einen Schmiedegesellen 1329 sucht Christoph Ritzel. Nagnit in Ostpr., den 25. April 1867. Sehr geehrter Herr Daubitz! Meine Frau seit vielen Jahren an einem furchtbaren Magenübel leidend, gebrauchte auch den ihr angerathenen, von Ew. Wohlgeboren fabricirten, rühmlichst bekannten Liqueur „Daubitz“, von dem wir als gut wir— kendes Mittel in den Zeitungen viel gelesen.— Nac Gebrauch dieses Liqueurs be Einstellung eines Magendrückens fühlte meine Frau augenblickliche Linderung, und den Liqueur unausgesetzt fortge⸗ braucht, war sie wie von Neuem geboren. Meine Frau ist ganz fest davon über⸗ eugt, daß nur der„Daubitz“ sie erhalten ann ꝛc⸗ Hochachlungevoll ergebenst 1308 Karl Schueller, Kaufmann. Zu haben in Friedberg bei J. A. Windecker, in Assenheim dei Carl Bauer. Zu vermiethen. 1324 Ein Zimmer mit oder ohne Cabinet. W. Gökus. — 72 — t · Stro ute, 346 das Neuste für diesen Sommer, in großer Aus⸗ wahl und zu sehr billigen Preisen bei Heinrich Diehl, Usagasse. 1060 Jeder Zahnsehmerz wird durch mein weltberühmtes Zahnmundwasser binnen 1 Minute ficher und schmerzlos vertrieden, worüber unzählige Anerkennungen von den böchsten Personen zur Anfscht vorliegen.— E. Hückstait in Berlin. Zu haben in Flaschen à 18 kr. und 36 kr. in Friedberg bet J. A. Windecker. Einen Lehrling Joh. Bieler, Glasermeister. Strohhüte und Jonnenschirme 1124 in großer Auswabl zu den billigsten Preisen del Geschwister Schloß. Das Neueste in Halsbinden 742 und Shblipo ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foutards, seidene Umknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bez K. Friedrich neben der Poßß. 1247 such: 1 . J 1 1 Uauheimer Teichhaus. 1283 Montag den 1. und Dienstag den 2. Juni, als am zweiten und dritten Pfingstfeiertage, findet in meinem Saale gutbesetzte Tanzmufik statt. Für gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt sein und ladet zu recht zahl, reichem Besuche ergebenst ein Carl Kramm. —— Vad Nauheim. 1301 Am zweiten und dritten Pfingstfeiertag + 1 E Tanz mu fsik, wozu freundlichst einladet D. Fritz. Soolbad Salzhausen. 1289 Eröffnung des Kursaals durch Ball den zweiten Pfingsttag. Anfang des Bades am 20. Mai. ä H. W. Seums, Wittwe. Ossenheimer Wäldchen. 1302 statt, wozu freundlichst einladet Auf Pfingsten als am zweiten und dritten Feiertag findet Harmonie- und Tanzmusik G. F. Korndörfer. Vockenheimer Cafe Concordia gandstraße Ut. 19. Sonntag den 1. und Montag den 2. Pfingstfeiertag N 2 2 1) 0 1 Grosse Militär-Concerte 1325 von der ganzen Capelle(61 Mann) des königl. preuß. Füͤsilier-Regiments Nr. 34 unter Leitung seines Directors Herrn A Parlow Brillante Gas⸗Illumination des ganzen Gartens. Anfang präcis 5 Uhr. Entrée à Person 15 kr. — Vom Hause zur Station Bockenheim 8 Minuten. Frankfurt a. M. im Mai 1868. W. A. Simon. 1303 Von heute an Erste Sorte Brod 16˙% kr. Zweite Sorte Brod 147 kr. bei Löb Strauß. Zum neuen Dielhof in Friedberg. Alle Sorten Dielen, Platten, Steinkohlen ꝛc. ꝛc. 1328 zu außergewöhnlich billigen Preisen bei Eduard Ruths. Steingut und Porzellanwaaren 1304 in allen Artikeln zu billigen Preisen bei A H Heppe, Nauheim, der Apotheke gegenüber. North Britisn und Mercantile Versicherungs-Gesellschaft (gegründet 1809) mit Domicil Darmstadt. Grund ⸗Kapital. 13 Millionen Thaler. Neserve⸗Fond Ende 1867 über 18 Millionen Thaler. 1488 Die Gesellschaft schließt Feuerversicherungen jeder Art zu festen und billigen Prämien.— Für Landwirthschaft und Fabriken besonders loyale Bedingungen.— Bei mehrjähriger Versicherung unter Vorausbezahlung bedeutender Rabatt.— Zur Ertheilung jeder wünschenswerthen Auskunft, sowie zur Vermittelung von Ver— sicherungs-Anträgen empfiehlt sich ö Louis Weis in Friedberg. Die General-Agentur in Darmstadt Carl Gaule. tag findet auf dem Selzerbrunnen gut besetzte Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet. P. Weitzel. Tanzmusik zu Ockstadt 1316 am zwelten und dritten Pfingsiseiertage, wozu höf⸗ lichst einladet atharina Steyer. Jreiwillige ee 1309 Dienstag den 3. Feiertag Uebung sämmtlicher Mann. schaften. Sammlung präcis 7 Uhr Mor⸗ gens. f Fr. Roßbach. Pflanzen- Verkauf. 1170 Sellerie, Gemüse, Blumen, Tabak- und Runkel⸗ rübenpflanzen. Ferner in Töpfen: Pelargonien und Verbenen, Fuchsien in div. Varietäten empfiehlt billigst Die Gräfliche Hofgärtnerei zu Assenheim. eue Matjes-Häringe! 1305 bei W. Fertsch. Eine keine Wohnung 1192 in meinem Hinterhause ist zu vermiethen. Auch kann eine Werkstätte dazu gegeben werden. Jos Hoffmann. Brodpreise vom 1. bis 13. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn. 2/3 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 3 18 kr. Zweite Sorte 4 8 16 kr. 2 ** 1* 4 77 5 2 1* 4* 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 21 kr. 4 2„ 108„ „„ 1„ 50* Erste Sorte 4 20 kr. Zweite Sorte 4 8 18 kr. *** 10 15* U* U * 1 1 E 5* 1* 475* Für Butzbach: Erste Sorte 48 19 kr. Zweite Sorte 48 17 kr. ** 2„—9 7* 15 0 1 57e* *„ 1* 4%* 1* 1„ 44* Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1.— 18. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butzbach: unverändert. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 31. Mai 1868. Evangelische Gemeindt. Psarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Pfingstsonntag. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Fabricius. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdieust in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Büttel. Pfingstmontag. Gottesdienst in der Stadtrirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. (Confirmation der Knaben und Abendmahl.) Nachmittags: Herr Diakonus Meper. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Director Matthias. (Confirmation der Taubstummen und Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Brand. Am Pfingstmontage beginnt der Vormittagsgottesdienst um 9 Ühr, der Nachmitiagsgottesdienst um 2 Uhr. Mittwoch den 3. Junt, Vormittags 9 Uhr, Con⸗ firmandenprüsung in der Sladtkirche. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Die nächste Nummer erscheint der Pfingstfeiertage wegen erst Donnerstag den 4. Juni. 1 (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 22 und eine Beilage.) 1293 Den ersten Juni als am zweiten Pfingßt- gelen 0 ——— ind Holze 1311 Mot wald⸗Oiflrie 5 m g. kiefern- Btenn Orten Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. u en Großherzogliche Realschule zu Kliedberg. 1252 Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler, welche wenigstens in den nächsten Monaten das 10. Lebens abr erreichen müssen, können Mittwoch den 3. Junk, Vormittags von 9 bits 12 Uhr, in dem Realschulgebäude unter Beibringung von Zeugntssen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Bebörde gemacht werden, vorauf Donnerssag den 4. Junt die Aufnahmsprufung fratthaben wird. Das neue Schuljahr nimmt Frei⸗ tag den 5. Juni seinen Anfang. Großherzogliche Direktion der Realschule 1 r. d[ler. 3* 3 Dr. M 4 5 & Zraunkohlen- Verkauf. 242 Nontag den 25. Mal d. J. beginnt auf dem Groß berzoglichen Dorhelmer Bergwerk der Verkauf neu geformter Klötze und Holzkohlen und zwar gegen Credit und Baar unter den bekannten Bedingungen. Der Preis der Klöße, 14 Stück= 1 Centner, beträgt 12 kr., der der Holzkohlen à Centner gemessen, 16 kr. Wegen Bezugs von Holzkohlen wolle man vorher bei Großherzoglichem Bergkassier Winter anfragen, od die gewünschte Quantität auch vorräthig und abgebbar ift. Dorheimer Bergwerk den 19. Mai 1868. Groß herzogliches Bergamt Dorheim Storch. Braunkohlen- Verkauf. 256 Auf den Fürßtlichen Braunkohlengruben zu Weckesbeim, Dornassenheim und Wölfersheim werden von etzt ab Koblen von der dlesjährigen Ausberestung abgegeben und für die bis zum 31. December d. J. gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine bezogen werdenden Quantitäten Zahlungsfrist bis zu Ende Marz 1869 zestattet. Die Preise find die bisherigen und betragen: g A. Für Weckes heim. 1) Für den Centner Klötze von Reihen und Haufen— 14 Stück 12 kr. 9—„ aus dem Schoppen— E 3) 6 7 77 Preßklötze— 2 7 13 kr. 8 5 Dolzkohlen(gemessen) 12 kr. B. Für Dornassen hei m. 1) Für den Centner Klötze von Reiben und Haufen— 14 Stück 12 kr. 5„ Dolzkohlen(gemessen) 14 kr. C. F r Wölfersheim. 1) Für den Centner Klötze von Reihen und Haufen— 14 Stück 13 kr. W 1„aus den Schoppen— 14 kr. 2— Holzkohlen(gemessen) 12 kr. Grube Weckeshelm den 21. Mal 1868. ene 1 ber. Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 311 Montag den 8., Mittwoch den 10. und Donnerstag den 11. Juni werden in den Domankal⸗ vald⸗Diftricten Eschberg, Hain, Wann und Tannenwald nachstehende Polzsortimente verfteigert: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Holzart: Ste dk n. Buchen 362 487 209 10²⁰ Eichen 6 5 2 10 Aspen 70 24 1 10 Kiefern 7 4 21 1 Eichenstamm von 32“ Durchmesser, 25“ Länge= 201 Cubikfuß. 9 Deßgleichen von 6“ Durchmesser, 20 bis 507 Länge. 60 Kiefernstämme von 8 bis 11“ Durchmesser, 20 bis 60“ Länge= 921 Cubiksuß. 51 e ö Wagnerholz zu Langwieden und Pferchpfähle ꝛc. 35 Lärchenstangen. Die Zusaemmenkunft ist jedesmal Morgens um 9 Uhr und zwar am 8. und 10. Juni am Finkenlöcher⸗ feld, auf der von Bobenhausen nach Wallernhausen führenden TChaussee beim Sparruwald. Es werden bier nit dem Brennholz die Eichen-, Buchen- und Lärchenstangen ausgeboten, und am 10. Junt 270 Stecken Duchen⸗Stammreiser versteigert. Am 3. Tage ist Zusammenkunft im District Hain am alten Seinbruch, woseldst die starke Eiche und das hefern⸗ Brennholz mit den Kiefernstämmen zum Ausgebot kommen. Zahlungsfeist bis Martini d. J. Ortenberg den 27. Mat 1868. n Ortenberg a r x. erung. 3 Die Erben der Otto Heinrich Kammers Eheleute G dic tal ladung. 1052 Forderungen jeder Art an das concursfällige n Trails Münzenberg haben um die gerichtliche Be itigung der Kaufbriese über fünf in dasiger Gemarkung egene Grundstücke nachgesucht. Zu diesen Erben ge⸗ irt umer Andern der einzige nachgelassene Sobn der katbarine Kammer, des Georg Walter's Eheftau % Bisses, Johannes Walter, welcher schon vor nehreren Jahren nach Amerika ausgewandert sein soll und dessen dermaliger Aufenthalt hierorts unbekannt ist. Gedachter Job. Walter wird andurch aufgefordert, uwalge Einsprache gegen diesen Verkauf bei Strafe Aschweigenden Ausschlusses binnen 60 Tagen zu er⸗ den und wird zugleich bemerkt, daß der Kaufschllling ür die Güterstücke längfl bezahlt sein soll. Butzbach den 11. April 1868. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gllmer. Roggenmehl 13 bet Gebrüder Löb. Pappelstämme 2 lauft stete Polzhändler Rumbler in Sachsen⸗ sausen bei Frankfurt a. M Vermögen der Heinrich Hübner's Eheleute von Ober ⸗Florstadt find Mittwoch den 10. Juni l. J., Morgens 10 Uhr, bei Meidung Ausschlusses von der Masse, dabter an⸗ zumelden. In diesem Termine soll nochmals ein Arrangement versucht, beim Fehlschlagen Beschluß über Verfilberung des Vermögens gefaßt und ein Masse⸗ curator und Gläubigerausschuß ernannt werden. Von den aur bleibenden oder nicht genügend ver⸗ tretenen Gläubigern wird unterflellt, daß sie den in diesen Beziehungen von der Mehrheit der erschienenen Gläubiger gefaßten Beschlüssen zuflimmten. Friedberg den 23. April 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Seide Ver ka u f. 1312 Mittwoch den 3. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll in der Reiterkaserne zu Butzbach ein zum Reiterdlenft unbrauchbar gewordenes Reitpferd gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden. Butzbach den 27. Mai 1868. v. Klipstein, Rittmeister und Schwadronchef. Grassamen Versteigerung. 1295 Mittwoch den 3. Junt d. J., Vormittags 1 kommt in dem Wirthschaftslocal von Karl Hermes daher die ditsfährige Grassamenernte aus den Frei⸗ berrlich v. Franckensteln'schen Waldungen in der Ge⸗ markung Ockstadt bei Friedberg zur öffentlichen Ver⸗ sleigerung. Ockstadt den 25. Mal 1868. Wilbrand, Freiherrlich von Franckenstein'scher Oberförster. Wiesen- Verpachtung. 1310 Freitag den 19. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen die der Gräflichen Standesherrschaft Stolberg⸗ Roßla Ortenberg gebörigen Wiesen und Grasäcker in den Gemarkungen Gedern, Ober-, Mittel- und Nieder⸗ Seemen in dem Nieß'schen Wirthshause zu Mittel⸗ Seemen zur Grasnutzung pro 1868 abtheilungsweise verpachtet werden, nömlich: 1 Morgen 85[Jlftr. in Gemarkung Gedern, 218 203 7 5„Ober ⸗Seemen, 325⁵ 5 156 1 5„ Mittel⸗Seemen, 18 18 7 10„ Nieder- Seemen. Der Gräfliche Revlerförster Meper in Ober⸗Seemen, sowle der Gräfliche Ausseper Heinrich Nieß in Mittel- Seemen find beauftragt, Pachtlustigen, die es wünschen sollten, die Grundstücke an Ort und Stelle zu zeigen. Sodann soll am Sonnabend den 20. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, im Dienfflokale der Gräflichen Rentkammer her die Grasnutzung von folgenden, der Gräflichen Herrschaft gehörigen Wlesen, nämlich: 12 Morgen 220 QOelfir. in Eckartsbörner Gemarkung, „ 269 5„ Ortenberger 15 12 2„ Stolberger Wald⸗„ oder Usenbörner Gemarkung pro 1868 verpachtet werden. Pachtliebhaber, welche die Grundstücke einzusehen wünschen, wollen sich an den Feldschützen Kreiß hier, Wiesenwärter Jacob Schuchmann in Eckartsborn, oder Forstschützen Funk in Usenborn wenden. Ortenberg den 27. Mai 1868. Gräflich Stolberg'sche Rentkammer dasel bst Lauenstein. Schmidt. Oeffentliche Aufforderung. 1321 Heinrich Romp von Rodenbach, geboren am 13. December 1792; Anna Barbara, Ehefrau des Christian Erk, geb. Roth von Staden, geboren am 28. October 1786 und Marie, Ehefrau des Ernst Ulrich geb. Ziegler von Langenbergheim, geboren 1798, oder deren Erben, werden aufgefordert das für jene selt⸗ ber curatorisch verwaltete Vermögen binnen 3 Monaten in Empfang zu nehmen, resp. die Erbschaft anzutreten, widrigenfalls dieselbe den sich meldenden Erben aus⸗ gehändigt oder dem Fiskus überwiesen wird. Altenftadt am 25. Mai 1868. Broßherzogliches Landgericht Altenstadt Stammler. Verstei gerung. 1326 Dienstag den 2. Juui l. J., Vormittags 10 Uhr, wird in hlesigem Rathhause, das Mähen, Trocknen und Nachhausfahren des Heres für das Faselvieh von mehreren flädtischen Wiesen an den Wenigfinehmenden öffentlich versteigert. FIrtedderg den 29. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg Foucar. Arbeits ⸗Versteigerung. 1323 Mittwoch den 3. Juni l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen zu Osthe im in dem Gemeindehause nachstehende Arbelten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verfleigert und in Accord gegeben werden, nämlich: Mauxerarbeit, veranschlagt zu 15 fl. 30 lr. 18 Sieinhauerarbeit Steinbrecherarbeit zu Mauersteinen aus Pech Weiseler Thonschleferbrüchen 3 Steinbeisuhr 2 5 Sandlieferung 10 Deckplattenlieferung„„ Plantrarbeit 36„—„ Die jährlichen Handarbeiten in den Viel nalwegen 89„ Butzbach am 27. Mai 1868. Der Bezirks- Bauaufseber Gu rt. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 321 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr. med. Doeeks empfoblen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeeks in Barns dorf (Hannover) verabfolgt. Preuß ische Hagel- Versicherungs- Ackien-Gesellst gast 52 * 1 in Berlin. Grundkapital 1 Million Thaler; davon emittirt 750,000 Thaler. 972 Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und billig, Nachschüsse werden also niemals erhoben. Die Schäden werden wie in früheren Jahren coulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monats⸗ frist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen auf mehrere Jahre genießen einen angemessenen Prämienrabatt, welcher sofort von der Jahresprämie in Abzug ge⸗ bracht wird. Gleichzeitig sind wir auch von unserer Gesellschaft ermächtigt, allen offentlichen oder geheimen Concurrenz- Verdächtigungen gegenüber zu erklären: Daß die Preußische Hagel-Versicherungs-Actien-Gesellschaft im verflossenen Ge⸗ schaftsjahre bei einer Prämieneinnahme von 291,345 Thlr. an Entschädigungen 412,180 Töhlr, prompt und zur Zufriedenheit unserer Herren Versicherten bezahlt und trotz der Ungunst des Geschäfts in 31 Fällen aus Liberalität Entschädigung gewährt hat, wo keine Verpflichtung vorlag. Ohnerachtet dieser Verluste ist das Grundkapital von den Herren Actionären sofort wieder ergänzt worden, ohne die Actien-Wechsel zu berühren, so daß nur eine Einbuße von 46,530 Thlr. constatirt und die danach vorhandenen Fonds theils baar, theils in täglich bereiten und statutenmäßig ssicher gestellten Mitteln vor⸗ handen sind, wovon sich die Revisions⸗Commission überzeugt hat und wie solches der königl. Staats⸗Regierung vorschriftsmäßig nachgewiesen ist und solches jederzeit auf deren Verlangen geschehen muß. Danach tritt die Gesellschaft mit dem bisherigen Garantiekapital abzüglich t der gedachten 46,530 Thlr. in die diesjährige Campagne ein. Die Unterzeichneten sind zu jeder Auskunft und zur persönlichen Aufnahme von Ver⸗ sicherungen stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obige Gesellschaft ganz ergebenst. 5 Louis Weis in Friedberg, neben Herrn Ph. Windecker. 9 75 Tönges in Assenheim. Ehrlich's Blutreinigungs⸗Essenz. 189 Dieses ausgezeichnete Hausmittel, welches am fichersten dei fast allen Krankheiten mit bestem Erfolg wirkt, wie z. B. bei Rheumatismus, Gicht, Hämorrhoiden, Herzklopfen, Magen⸗ beschwerden, Magenkrampf, Krämpfe, Verstopfungen, Unverdaulichkeit, Schärfe, Schwindel. Sodbrennen, Blähungen, Spannung, Zahnweh, Nervenschwäche, Dur ch⸗ fall, Unterleibsbeschwerden, Gallenkrankbeit, Husten, nervöses Kopfweh, Asth ma, Auszebrung im Entsteben, Körperschwäche, Schlaflosig keit, Bleichsucht und andern weiblichen Krankbeiten ic. ꝛc., sowie bei Kinder krankheiten zartesten Alters, wird allen Leidenden auf das Wärmßse empfohlen. Auf Verlangen kann von den vielen, durch viese Essenz geheilten Personen die außerordentliche Wirkung dieses peilmittels durch Zeugnisse, welche im Orginal im Besitze des Unterzeichneten find, nachgewiesen werden. Diese Ehrlich's Blutreinigun 99 ist in Original- Flaschen 3 fl. 1 2 oder Thlr. 1. 9 „ 1, 8 mit Gebrauchs⸗Anweisung * 77 17. 85 77* 7 55 10 7 uur allein ächt zu haben in Commission bei Fr. Hilbrechi in Friedberg. Holz⸗Versteigerung 1317 Dienstag den 9. Junl l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Disrikt Lengert, nachsteßende Holzsorten meistbietend versteigert. Zahlungs ⸗ frist Martink l. J. 70 Stecken Eschen⸗Schäl⸗Prügelholz, 2900 Stück Eichen ⸗Wellen, 275„ Baumstützen, 1 Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 5„ Stockholz, 30 Stück 1 Wellen. Assenheim den 27. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Assenheim 1 Be st. AErnibllt bie Arbeits-Versteigerung.— 1322 Donnerstag den 4. Juni, Vormittags 10 Uhr, sollen zu Dorn⸗Assenheim die bei der Chaussirung ves Wegs aus dem Ort nach em Viehirieb hin vorkom⸗ menden Arbeiten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden, als: NI. 1) Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 22 fl. 48 kr. Aufenthalts in 2) Cbaufstrarbeit 90»— Fr 3) Pflasterarbeit 33„— f 4) Aufsetzen der Mauer, Chaussir⸗ und Pflastersteine zusammen 7,1 Cb. Klftr. 14% 2„ Betreffend. 5) Brechen von 0,8 Cb. Klftr. Schichten⸗ pflaffersteinen 33„ 36 L—fnͥͤ Das 6) Lieferung von 1,2 Cb. Klftr. Sand 36„— Auf 79„„ 5 Bütten Kalk 8— ö 8 5„ 700 St. hartgebrannten merksam, da Russensteinen 10„30„ Großherzogl Friedberg den 29. Mai 1868. Der Bezirks ⸗Bauaufseher Schneider. Betreffend; Emser Pastillen n 22 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der inisteriumt Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Miniseru Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ Gewerbsteue züg lichen Wirkungen gegen Hals- und Brust⸗ gängigen Er leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vor⸗ Großher; rätbig in Friedberg bei Pru. Hofapotbeker C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Betteffend: 15 Pastillen werden nur in etikettitten Schachteln versand:. Königlicht Prunnenptrwaltung zu Bad⸗Ems. We Bad Nauheim. Sie wollen Polstermöbel, 1053 elegant und solid gearbeitet, PBenesfen Musterlager französischer Tapeten empfiehlt zu den billigsten Preisen H. Blensdorf, Hof ⸗Tapezier. 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Vers.⸗Summe 125 e eee.* pofgarten e ee V 125 8 1 118500 1 7 geworden, welches nicht nur allen Theorien spotiet, kehrlokal un, it blieden am 31. n 3 5 2 25 sondern auch die bruchkranken Mitmenschen Ihnen mi⸗— Prin Demnach gelangten 7 Aus fertigung: 2965 Vers.⸗Scheine mit 1143397 Thlr. Vers.⸗Summe. nicht zu beschreibenden Worten dankend segnend ver⸗ duf dei No Abgang durch Tod(283 Personen) 38 5 8 20840„ 5 pflichtet find. lie No Abgang durch Ablauf, Rücklauf u. aus anderen Ursachen 195 5 5 108446„ 85 Steuduitz⸗Slegendorf, Kreis Papnau, Preuß. i Zeit r Demnach Netto- Zuwachs im I. Quartal 1868 2782 Verf. Sch. mit 1014111 Tolr. Vers⸗Summe. Schlesien, den 31. Juli 1867. br. Krandt. tic, wie Dazu estand ult. December 1867. 12671 1„ 7028332„ 5—— Lommando i Somit Versicherungsbestand ult. Ntãrz 1888 Obige Salbe ist sowohl direet dom Erfinder— Die Ser. A. Capital⸗VBersicherungen 16406 Vers.⸗Sch. mit 804264 Thlr. Bers.⸗Summe. Ferner: Thlr. 19532.(Jahresrenten.) Ser. A. Nenten⸗Versicherungen. 5 Ser. B. Einlagen in die Sparcasse. Thlr. 47550. Ser. C. Einlagen in die Kinder⸗Erbeasse Thlr. 30058. Das Direktorium der Teutonia. Marbach. Buchbinder. 1318 Der Unterzeichnete empfiehlt sich hiermit zur Vermittlung von Renten⸗, Capital⸗ und Lebens ⸗Versicherungen nach allen von der Teutonia veröffentlichten Tarifen unter dem Bemerken, daß bei ihm jede weitere gewünschte Auskunft über genannte Bank jederzeit bereitwilligst ertheilt, auch darauf bezügliche Statuten, Prospekte und Tarife stets unentgeltlich abgegeben werden.— Paul Karl, Geometer in Friedberg, Agent der Teutonia. a Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Canten Appenzell(Schweiz) zu beziehen, als auch durch Herrn G. Bleicher, großherzogl. bessischer Hofbandaglst in Mainz u. Hr. Apoth. J. B. Lindt in Frankfurt adt, welche a. M., Schnurgasse 58. hägich uri Preis pr. Topf 3 fl.— gegen Einsendung des 0 zurüc Betrags. Heilung, ohne Eutzündung, in weltaus N. verbleib den meisten Fällen sicher. 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