u richten. — herei Anzertrennt), und Glace det, Kupfer zlichst besten * d garantit. en prompt haf er. u t 5. J., U 1 Frerderg urntht wiedel beit damal! und ut bei 1 Familie del Sidel digt Tufnahn⸗ denten Trin Setetiln Sentsung.. ert 7 beugthlly erlich ttt 1868. Donnerstag den 30. April. M51. Anzeiger für Oberhessen. enthalt bie amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Belreffend: Die öffentliche Versteigerung versallener und nicht renovirter Pfänder der hlesigen Pfand- und Leihanstalt. criedberger Intelligenzblatt. ö 0 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Friedberg am 28. April 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie, insbesondere diejenigen von Ihnen, deren Angehörigen ein Interesse an der Pfänderversteigerung des hiesigen Pfandhauses haben, welche von deren Verwaltung auf Dienstag den 12. Mai d. J. nach dem Intelligenzblatt anberaumt worden ist, werden beauftragt, den Versteigerungstermin in den Gemeinden veröffentlichen zu lassen. Da dies seither öfters zum Schaden von Betheiligten nicht geschehen ist, dies auch das Interesse des Pfandhauses erfordert, so erwarten wir pünktliche Befolgung auch bei spättren Versteigerungsterminen. Trapp. „ Mit Genehmigung des Großh. Ministeriums des Innern vom 7. I. Mts. zu Nr. M. d. J. 4329 bestimmen wir hiermit für die Stadt Nauheim Folgendes: Allen Angehörigen des Großherzogthums ist die Theilnahme am Spiele an der Spielbank zu Nauheim bei einer Polizei strafe von 1 bis 50 fl. untersagt. Friedberg den 15. April 1868. Großherzogliches Kreisamt Freiedberg a Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 22 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Erbauung mehrerer Eisenbahnen in den Pro⸗ vinzen Starkenburg und Rheinhessen betreffend. Die Con⸗ cesfion ist auf die Dauer von neunzig Jahren ertheilt. II. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Erbauung von Eisenbahnen in der Provinz Oberhessen betreffend. Die Concession ist auf die Dauer von neun⸗ undneunzig Jahren ertheilt. Die Bekanntmachung sub. I und II werden mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß(in Ge⸗ mäßheit des Gesetzes vom 18. Juni 1836, die Anlegung von Eisenbahnen in dem Großherzogthum durch Privat- persenen betreffend) die Bestimmungen des Gesetzes vom 27. Mai 1821 über die Abtretung des Privateigenthums zu öffentlichen Zwecken, sowie auch die Bestimmungen des Gesetzts vom 14. August 1867, die Aufbringung der Koften für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforder⸗ liche Gelände betr., auf die erwähnten Eisenbahn. Anlagen Anwendung zu finden haben. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Steuerausschlag für die letzten neun Monate des Jahres 1868 betreffend. IV. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Sc. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. April dem Cabinets⸗Archiv⸗ Direktor Geheimenrath Dr. Baur die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Württemberg verliehenen Comthurkreuzes des Ordens der Bürttembergischen Krone zu ertheilen. V. und VI. Dienstnachrichten. VII. Concurrenz für: die evang. Pfarrstelle zu Ober⸗ Lais mit einem Gehalte von 698 fl. 13 kr.;— die evang. Schulstelle zu Queck mit einem jährlichen Gehalte von 300 fl. 38 kr., nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals; dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt won Görz, steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. VIII. Gestorben: am 17. April der Notar und Er⸗ Ganzungsrichter am Bezirksgerichte Alzey Theyer. Das Gr. Regierungsblatt Nr. 23 enthält: I. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien des Innern und des Kriegs, die Militär⸗Ersatz⸗Instruktion für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 betr. Oieselbe lautet: Mit Allerhöchster Genehmigung Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs wird hiermit in Aus⸗ führung des§. 68 der Militär⸗Ersatz⸗Instruktion für den Norbdeutschen Bund vom 26. März 1868 bestimmt, daß jeder Kreis⸗Ersatz⸗Commission zwei von dem Gemeinderath der Kreisstadt aus seiner Mitte zu wählende Gemeinde⸗ caths mitglieder und zwei von dem Vezirksrath des Kreises zu wählende ländliche Grundbesitzer des Kreises als außer⸗ ordentliche Civil⸗Miiglieder hinzuzutreten haben. II. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Cnmmunalbedür.nisse in den Gemeinden des Kreises Nidda. — Nach der„D. Z.“ ist der zwischen dem Nordd. Bunde u. dem Großherzogthum Hessen, vorbehaltlich der Zustimmung der Bundes- und beziehungsweise Landesvertretung, am 9. ds. Mts. abgeschlossene Vertrag, die Besteuerung des Branntweins und Biers betreffend, von dem Großherzoglichen Mini terium der Finanzen den Ständen des Groß— herzogthums vorgelegt worden. dieses Vertrages soll die Besteuerung des Brannt— weins nach den gesetzlichen und administrativen Vorschriften, welche in Preußen und den meisten übrigen Staaten des Norddeutschen Bundes be— steben, von dem Zeitpunkte an, wo deren Ein- führung in den zum Norddeutschen Bunde gehörigen Theilen des Großherzogthums(auf Grund des Art. 35 der Verfassung des Norddeutschen Bundes) erfolgt, jedoch nicht vor dem 1. Juli d. J., auch in den nicht zu diesem Bunde gehörigen Landes- theilen des Großherzogthums eingeführt und gleich- zeitig zwischen diesen Landestheilen und den der⸗ selben Besteuerung unterliegenden Ländern des Norddeutschen Bundes völlige Freiheit des Ver- kehrs mit Branntwein hergestellt werden. Zugleich soll eine Gemeinschaft des Ertrags der Brannt- weinsteuer, nach Abzug der Rückerstattungen und eines Pauschquantums von 15 Prozent für Er- hebungs- und Verwaltungskosten, nach dem Maßstad der Bevölkerung eintreten. Hinsichtlich der Be— steuerung des Biers bestimmt der Vertrag, daß, wenn im Norddeutschen Bunde eine gemeinsame Gesetzgebung für die innere Besteuerung des Biers zu Stande kommt, dieselbe, gleichzeitig mit ihrer Einführung in den zu dem Bunde gehörigen Theilen des Großherzogthums, auch auf die übrigen Landestheile ausgedehnt werden und alsdann eine Steuergemeinschaft, wie bei der Branntweinsteuer eintreten soll. Eine alsbaldige Aenderung der dermaligen Besteuerung des Biers im Groß herzogthum ist durch den Vertrag nicht bedingt, dagegen ist in demselben einstweilen die Herstellung des freien Verkehrs mit Bier zwischen dem Groß⸗ herzogthum und denjenigen Theilen des Nord- deutschen Bundes, in welchen hinsichtlich des Biers freier Verkehr besteht, und eine Steuergemeinschaft in Bezug auf die Uebergangsabgaben von dem aus anderen Zollvereinsstaaten übergehenden Bier, unter Theilung des Ertrags, wie bei der Brannt⸗ weinsteuer, von einem noch festzustellenden Zeit- punkte an vorgesehen. Die Bestimmungen über die Dauer des Vertrags stimmen mit den in dem Zollvereinsvertrag vom 8. Juli v. J. enthaltenen überein. Gegen dieses Gesetz hat sich Freiherr Nordeck zur Rabenau, Abgeordneter für Oberhessen und Referent im Reichstagsausschusse für Finanzen ꝛt., entschieden ausgesprochen und mit Lebhaftigkeit den Satz vertreten, daß die Einführung dieses Gesetzes in Oberhessen und des Vertrags für Starkenburg und Rheinhessen, so wie sie vorliegen, den Ruin und Schluß der meisten Branntwein— Nach dem Inhalte brennereien, die eben nur landwirthschaftliche seien, mit Nothwendigkeit zur Folge haben müßten. Hessen sei nicht in der Lage, weitere wirthschaft⸗ liche Opfer zu bringen, wenn man das Land nicht überbürden und ruiniren wolle. Vom 1. Juli d. J. an trete in Folge der durch die neuen Verhältnisse vermehrten, besonders Militärlasten eine bedeutende Erhöhung der bereits hohen Grundsteuer und die Einführung einer Vermögens- steuer ic. ein. Die Kräfte des Landes seien dadurch bereits in einer Weise angespannt, daß man den Bogen nicht überspannen solle, daver warne er nicht nur im finanziellen, sondern be— sonders auch im nationalen Interesse, da man nicht in Abrede stellen werde, daß verkehrte finanzielle und wirthschaftliche Maßregeln auch in politischer Beziehung verderblich wirken. Man wird Hohenzollern eine geringere Besteuerung als die preußische zugestehen,— warum will man das nicht auch in Hessen gewähren? Die Sache habe allerdings ihre wirthschaftlichen Schwierig- keiten und Uebelstände, allein diese seien nicht unüberwindlich. Wolle man aber die preußischen Steuern, beziehungsweise Gesetze dennoch für Branntwein in Hessen einführen, so könne billiger Weise das doch nicht en bloe mit Allem, was Gutes und anerkannt Schlechtes in denselben sei, geschehen. Gebe man Hessen in diesem Falle, was die preußischen Gesetze anerkannt Gutes haben,— und verbessere man in den Vorlagen dasjenige, was aus der preußischen Gesetzgebung in diese Vorlagen übergegangen ist— und weder in Preußen,— noch in Hessen für gut gehalten wird.— Würde dieser Weg eingeschlagen,— so würde allerdings für die nächste Zeit die Ein- heit der Gesetzgebung in dieser Richtung beein- trächtigt werden, das wird aber nicht lange dauern— dann werden die Verbesserungen auch in die übrige Gesetzgebung des Nordbundes übergehen. v. Rabenau fügte noch den Wunsch bei, daß statt der jetzigen Maischsteuer eine Fa— brikationssteuer eingeführt werden möge. — Prinz Ludwig, Gr. H., ist von seinem Besuche am Coburg'schen Hofe in Gotha zurück- gekehrt. Während der kurzen Abwesenheit des Divisionärs unserer Truppen führte Oberst Seederer das Divisionscommando. Oberst Müller, Direktor des Großherzoglichen Zeughauses, ist um seine Pensionirung eingekommen. Für die nächsten Tage werden verschiedene wichtige militärische Neuigkeiten erwartet, so u. A. die definitive Be stimmung der zukünftigen Garnisonsorte und neben einem größeren Avancement mehrfache Personal- veränderungen. f 5 f v. Hesse, bisher Adjutant des Divistonärs, bereits zum Chef des Divisionsstabs ernannt. Preußen. Berlin. Der König hat am 27. d. Mittags 1 Uhr das Zollparlament mit folgender Thronrede eröffnet:„Geehrte Herren vom deutschen Zollparlamente! Vierzig Jahre sind verflossen seit der Begründung des Vereins, welcher heute in eine bedeutungsvolle Epoche seiner Entwickelung eintritt. Von kleinen Anfängen ausgehend, aber getragen von dem Bedürfnisse des deutschen Volkes nach der Freiheit inneren Verkehrs, hat der Zoll— verein sich allmälig durch die Macht des nationalen Gedankens, welchem er Ausdruck gab, über den größten Theil Deutschlands ausgedehnt. Er hat zwischen seinen Gliedern eine Gemeinsamkeit der Interessen geschaffen, welche ihn schwere Proben siegreich hat bestehen lassen, und im Weltverkehr nimmt er eine Stellung ein, auf welche jeder Deutsche mit Befriedigung blickt. Die ihm bei seiner Gründung gegebenen Einrichtungen haben im Laufe der Zeit durch die Sorgfalt der Ver— einsregierungen einen hohen Grad der Ausbildung erhalten. Sie vermochten jedoch auf die Dauer weder den Anforderungen zu genügen, welche die rasche Entwickelung und die zunehmende Viel— seitigkeit des Verkehrs an die Gesetzgebung stellt, noch dem berechtigten Verlangen des deutschen Volkes nach einer wirksamen Theilnahme an dieser Gesetzgebung zu entsprechen. Die Verän— derungen, welche das wirtbschaftliche und politische Leben Deutschlands erfahren hat, erheischten die Fortbildung der dem Zollverein bei seiner Grün— dung gegebenen Organe und es ist die Frucht einer naturgemäßen Entwickelung, wenn heute Vertreter der ganzen Nation sich zur Berathung der gemeinsamen wirthschaftlichen Interessen Deutschlands vereinigen. Diese Berathung wird sich auf fast alle Gebiete der nach dem Vertrage vom 8. Juli v. J. gemeinschaftlichen Gesetzgebung erstrecken und kann dabei die Ausdehnung des Vereins auf Mecklenburg und Lübeck als nahe bevorstehend ins Auge fassen. Sie wird zunächst die dauernde Regelung der Verkehrsbeziehungen zu einem Nachbarlande zum Gegenstande haben, welches durch Stammesverwandtschaft und die mannigfaltigsten materiellen Interessen eng mit Deutschland verbunden ist. Der mit Oesterreich am 9. März d. J. abgeschlossene Handels und Zollvertrag wird den gegenseitigen Verkehr um- fassende, seit Jahren angestrebte Erleichterungen gewähren und Anknüpfungspunkte zu weiterer Fortbildung darbieten. Ein Gesetz über Abänderung der Zolloro nung soll durch Beseitigung der mit den Formen des Verkehrs nicht mehr verträglichen Formen des Zollverfahrens die Grundlage für eine allgemeine Revision der Zollgesetzgebung ftst- stellen. Eine gleichmäßige Besteuerung des Tabaks und eine durchgreifende Abänderung des Zoll⸗ tarifs sind dazu bestimmt, die Freiheit des Ver⸗ kehrs im Innern des Vereins und mit dem Aus⸗ lande zu fördern und den finanziellen Interessen der Veteinsstaaten gerecht zu werden. Ein Handels und Schifffahrtsvertrag mit Spanien ergänzt die Reihe der Verträge, durch welche der Zollverein im Laufe der letzten Jahre die Rechte der meistbegünstigten Nationen erworben und zu- gestanden hat. Ich bin gewiß, daß Sie, geehrte Herren, an die Lösung dieser wichtigen Fragen mit demselben Geiste herantreten werden, welcher die Regierungen beseelte, als sie sich über den Vertrag vereinigten, auf Grund dessen Ihre Be- rufung erfolgt ist, und welcher seither die Be— rathungen des Bundesrathes geleitet hat. Halten Sie das gemeinsame deutsche Interesse fest im Auge, vermitteln Sie von diesem Gesichtspunkte aus die Einzel⸗Interessen, und ein Erfolg, der Ihnen den Dank der Nation gewinnt, wird Ihre Anstrengungen krönen. Die fteundschastlichen Beziehungen, welche die deutschen Regierungen mit allen auswärtigen Mächten unterhalten, berech— tigen zu dem Vertrauen, daß der Entwicklung nationaler Wohlfahrt, deren Pflege heute die Vertreter der deutschen Stämme vereinigt, die Segnungen des Friedens gesichert bleiben, zu deren Beschützung die deutschen Staaten sich Wie verlautet, wäre Hauptmann untereinander verbündet haben, und mit Gottes Beistand jederzeit auf die geeinte Kraft des deutschen Volkes werden zählen können. — 27. April. Zollparlament. Der Alters- präsident Frankenberg⸗Ludwigsdorf ruft zuerst allen süddeutschen Abgeordneten ein freundliches Will⸗ kommen zu(Bravo!), und fügt bei: Der Ver— trag vom 8. Juli hat unsere Competenz festgestellt. Dem Vorbilde des Reichstags folgend, werden wir die Vorlagen gründlich prüfen und unsere Bemühungen unablässig auf ein großes Ziel richten: das einige Deutschland!(Lebhaftes Bravo.) Das Parlament genehmigte hierauf provisorisch die Geschäftsordnung des Reichstags. Hierauf folgte die Verloosung der Abtheilungen. Eingetreten sind 210 Reichstagsmitglieder und 73 Süddeutsche. Auf der Tagesordnung für morgen stehen Wahlprüfungen und Präsidenten⸗ wahl. Der König empfing im Laufe des Nach- mittags den Fürsten Hohenlohe. — 28. April. Zollparlament. Sim son wurde zum Präsidenten, der bayerische Minister⸗ präsident Fürst Hohenlohe zum ersten Vice— präsidenten gewählt. Bei der Erwählung des zweiten Vicepräsidenten fand eine engere Wahl statt und erhielt der Herzog von Ujest eine Majorität von 152 Stimmen. Auf Freiherrn v. Roggenbach waren nur 137 Stimmen gefallen. Simson, in seiner Dankrede auf das erste Par lament in Frankfurt anspielend, sagte, er erkenne in der heutigen Wahl eine wohlwollende Erinnerung, Seitens Vieler aus längst verflossenen Tagen. Er hoffe, daß die Versammlung einen vollgültigen Beweis ablegen werde für die Stärke und Un⸗ trennbarkeit des Bandes, welches das deutsche Volk trotz aller Unterschiede umschlinge. Fürst Hohenlohe sagte, er erkenne in seiner Wahl eine Rücksicht auf die Süddeutschen, deren Eigenart hier wohlwollende Berücksichtigung finden werde. Er wünscht zuvörderst patriotische Eintracht und Hingebung aller an die Kösung der gestellten Aufgaben. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: In Folge des Votums des Reichstages vom 22. d., durch welches das Bundes-Schuldenwesen uner— warteten Schwankungen unterworfen ist, hat die Staatsregierung die Sistirung der Arbeiten an— geordnet, welche aus den bereits votirten Bundes- anleihen bestritten werden sollten. Die Arbeiten im Jahdebusen, in der Kieler Bucht und andern Küstenbefestigungen werden eingestellt, die in Dienst gestellten Kriegsschiffe werden zurückbeordert. Frankfurt. Am 27. ds. wurde der bei Weitem größte Theil der Postexemplare des Hauptblattes von Nr. 118 des„Frft. Journals“ polizeilich mit Beschlag belegt. Veranlassung dazu gab eine Stelle über die Freilassung Trabert's. Die Stelle des beanstandeten Artikels war in der zweiten Ausgabe erwähnter Nummer durch eine große Lücke bemerkbar. Bayern. München. Die Abgeordneten⸗ kammer bewilligt das Militärbudget nur mit dem von Seiten des Ausschusses beantragten Abstrich von circa 800,000 Gulden. Baden. Aus Philippsburg wird gemeldet, daß sich der großh. Kreisgerichtsrath v. Blitters⸗ dorff als Untersuchungsrichter daselbst eingefunden, um gegen den katholischen Pfarrer Hübsch von Huttenheim Untersuchung wegen eines Vergehens gegen die Sittlichkeit mit Kindern einzuleiten. Nach der Verhaftung machte jedoch der Pfarrer im Gefängniß in Philippsburg durch einen Pistolen- schuß seinem Leben ein Ende. Oesterreich. In einer von Jul. Schwarz herausgegebenen Statistik des Unterrichts- wesens in Ungarn sind die wenig erfreulichen Angaben zu lesen, daß von 17,000 Dörfern mehr als 5000 noch gar keine Schulen haben, daß in 15,500 Gemeinden die Mädchen gar keinen Schulunterricht genießen, daß unter 100 Bräuten 85 ihren Namen nicht unterschreiben können und daß von der gesammten männlichen Jugend 52 Prozent keine Schulen besuchen. Großbriannien. Der Telegraph bringt von verschiedenen Seiten die Nachricht über den glücklichen Ausgang der britischen Expedition nach Abyssinien. So meldet ein offizielles Telegramm aus Alexandria vom 25. April: König Theodor ist bei Magdala geschlagen worden und hat sich alsdann unter Zurücklassung aller Gefangenen und Werkleute nach Magdala zurückgezogen. Magdala ist darauf erstürmt und Theodor geködtet worden. Die Engländer hatten nur geringe Verluste, 24,000 Abyssinier streckten die Waffen. —„Reuter's Office“ erhält folgende Nachrichten aus Zulla vom 18. d. M.: Magdala wurde am 13. April erstürmt. König Theodor wurde ge⸗ tödtet. Die Gefangenen sind ausgeliefert worden. 14,000 Mann der feindlichen Truppen haben die Waffen niedergelegt. Von den Engländern wurde nur 1 Offizier und 14 Mann verwundet. Der Verlust des Feindes betrug 500 Todte und 1500 Verwundete. Die englischen Truppen sind auf drei Monate verproviantirt.— Dasselbe Bureau meldet von ebendaber vom 19. d.: Alle europäischen Gefangenen, Männer, Frauen und Kinder, 60 an der Zahl, sind an General Napier ausgeliefert worden und auf dem Wege nach Zulla. Theodor's ganze Armee ist getödtet, verwundet oder gefangen. Ob die englische Regierung, welche den Krieg als eine Repressalie im völkerrechtlichen Sinne unter⸗ nommen hat, nachdem durch die Befreiung der Gesangenen dieser angebliche Zweck vollständig erreicht ist, sich mit dem Erfolge, seinen alten Respekt unter den Völkern des Orients in un- zweifelhafter Weise hergestellt zu haben, begnügen wird, ist vor der Hand noch nicht abzusehen. Frankfurt. Wie vorsichtig man mit jeder, auch ber kleinsten Schnittwunde sein soll, beweist folgender Fall. Ein hiesiger geachteter Bürger schnitt sich in die Hand, beachtete die Verletzung nicht, in Folge dessen eine Ent⸗ zündung und durch diese eine Blutvergiftung entstand, welche mit dem Tode des allgemein bedauerten Familien vaters endete. Darmstadt. Am Samstag Abend wurde auf dem hiesigen Friedhof die Leiche eines wohlgekleideten Mannes aufgefunden, der seinem Leben durch Erhängen an einen auf einem Grabe stehenden Baum ein Ende gemacht hatte. Man will in der Leiche die Person des hier als Advokatenschreiber beschäftigten pensionirten Lehrers 8. früher in Z erkannt haben. Das Motiv des Selbstmorbs soll in mißlichen Verhältnissen zu suchen sein. In Mainz wurde dieser Tage ein Ehepaar in Haft gebracht, welches im Verdacht steht, seine bei den Kinder, ein 16 und ein 17 Tage altes Mädchen(Zwillingspaar) ermordet zu haben. f Worms. Die unter der Leitung Dr. Schneiders dahier bestehende hauswirthschaftliche Lehranstalt, welche die Ausbildung erwachsener Töchter, besonders solcher von Landwirthen, im Gartenbau, der Milchwirthschaft, Auf⸗ bewahrung⸗ und Einmachlehre, der Küchenführung, über⸗ haupt der Haushaltungskunde in ihrem ganzen Umfange, resp. die Heranbildung intelligenter, sparsamer und um⸗ sichtiger Hausfrauen bezweckt, beginnt am 4. Mai nächst⸗ bin ihr drittes Semester. Die practischen Uebungen er⸗ strecken sich: auf die verschiedenartigen Handarbeiten, als Kleider- und Weißzeugnähen, Stricken, Flicken, Waschen und Bügeln, dann mit Führung der Küche, Besorgung der Einmachungen, Pflege der Reinlichkeit und Ordnung im Hauswesen. Die Anstalt lehrt sonach denjenigen Theil der Landwirthschaft kennen, welcher der Fürsorge der Haus⸗ frau anvertraut ist und ohne dessen Kenntniß die Rein⸗ erträge der Wirthschaften nicht selten empfindlich geschmälert werden. Die Kosten für das fünfmonatliche Semester betragen für Unterricht, Kost, Wohnung und Wasche 195 Gulden.. % Der Herriedener Witterungsbeobachter schreibt unterm 20.: Allen Anzeichen nach scheint uns noch kein beständiges Wetter bevorzustehen. Das europäische Luft⸗ meer zeigt zwar nur geringe Differenzen, steht aber in den meisten Stationen unter dem Mittel. Die Kälte hat überall nachgelassen. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Bremer Postdampfschiff„New⸗ York,“ Capitän Dreyer, trat am 22. April als Extraboot wiederum eine Reise nach New-York an und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packetpost 722 Passagiere und 300 Tons Ladung an Bord. Das Hamburger Postdampfschiff„Allemania“, Capt. Bardua, trat am 22. April wiederum eine Reise vis Southampton nach New⸗York an und hatte außer einer starken Brief, und Packetpost 400 Tous Ladung, 53 Passagiere in der Cajüte und 788 im Zwischendeck an Bord. Das Bremer Postdampfschiff„Hausa“, Capt. Oteren⸗ dorp, welches am 9. April New⸗Jork verließ, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen 11 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich be⸗ stimmten Passagiere und Posten gelandet, unberzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 80 Passa⸗ giere und 1200 Tous Ladung. fu Auen* be aflbau g Naeh für int — 9 Da 22 0 die Au due gt fue d höchten ein Fra fie zut ö tine U! Ahnen sich mi mäßig is kei Grafe Statt Schlu rische Schla Ausb. erschei das Hen Eberg sie nic Verhas anzuln aber g. bekannt tingefül gitter schwerst tine Ju Gasthof die An täuschu iN 7 Auodor den 0 Agne Wit. egen. detödet 1 1 1 l 9* 5 25 Für die Nothleidenden in Ostpreußen gingen weiter folgende Gaben ein: f Von Fr. Alles in Münzenberg, 2. Gabe 30 kr., im Gasthaus zu den brei Schwertern eingegangen 7 fl., aus Nieder⸗Rosbach durch Pfarrer Müller 2 fl. 30 kr., von Müllermeister F. Dietz von der Riedmühle bei Inheiden 1 fl. 45 kr., von Oeconom Ph. Stoll daselbst 1 fl. 45 kr., für eine wiedergefundene Kette 1 fl., zusammen 14 fl. 30 kr. Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen. Prozeß Ebergenyi in Wien. Der Prozeß Ebergenyi, welcher sich am 22. bis 25. d. Mts. in Wien abwickelte, nahm die Ausmerksamkeit des Wiener Publikums durch die grellen Streiflichter, welche er auf gewisse Kreise der höheren Gesellschaft Wiens wirft, im höchsten Grade in Anspruch. Julie von Ebergenyi, ein Fräulein von so altem ungarischen Adel, daß sie zur Stiftsdame angenommen worden ist, wozu tine ununterbrochene Reihe von 16 tadellosen Ahnen und sehr gute Verbindungen gehören, that sich mit ihrem Galan zusammen, um dessen recht mäßige Gemahlin zu vergiften. Und dieser Galan ist kein Geringerer, als ein Sprößling des alten Grafengeschlechts Chorinsky⸗Ledske, der Sohn des Statthalters von Niederösterreich. Die öffentliche Schlußverhandlung des Prozesses ließ die magva— rische Stiftsdame als eine Dirne gemeinsten Schlages, den edlen Grafen hingegen als einen Ausbund von Unflätherei und Niederträchtigkeit erscheinen. Warm aus dem Bette Chorinskz's, das Gift für dessen arme Frau in der Tasche, Herz und Kopf voll Mordgedanken, reiste die Ebergenyi nach München. Unterwegs aber hat sie nichts Eiligeres zu thun, als im Waggon ein Verhältniß mit einem ihr völlig fremden Commis anzuknüpfen. Diese ekelhafte Sinnlichkeit hat sich aber gerächt. Die Mörderin hatte sich in München bekanntlich unter dem Namen einer Baronin Vay eingeführt; die Identität der Ebergenyi mit dieser singirten Persönlichkeit nun festzustellen, war die schwerste Pflicht des Untersuchungsrichters. Für eine Jury ließ sich der Beweis wohl durch das Gasthofspersonal bis zur Evidenz führen, allein die Angeklagte beharrte dabei, daß Sinnes- täuschungen, Aehnlichkeiten u. dgl. im Spiele wären.. Hund die österreichischen Gerichte ver⸗ langen zur Verhängung der Todesstrafe das Geständniß. Jener Commis nun lieferte eine Beschreibung ihres Körpers, die jede Möglichkeit einer Verwechslung ausschloß und selbst der Ebergenyi das Geständniß entlockte, daß sie und die Vay eine und dieselbe gewesen. Das Ge⸗ sständniß, obgleich sofort revocirt, mußte eine Berurtheilung zur Folge haben; denn es versetzte wen Richter in die Lage, rein nach seiner Ueber⸗ zeugung zu erkennen. Was aber den edlen Grafen anbelangt, so lagen Briefe von ihm, die er nach München geschrieben, vor, worin er seine Zuhal- terin ermahnt, sich ja nicht durch seine Frau, die eine Comödianten⸗Gretel,„ein Aas“ sei, in ihrem Vorhaben wankend machen und sich nicht ertappen zu lassen.— Der Gerichtshof bestand aus dem Präsi⸗ denten Landesgerichtsrath Giuliani, den Landes- gerichtsräthen Kubasta und Gerneth, Seeretären Pauminger und Czeyka, einem Ersatzrichter und dem Schriftführer. Als öffentlicher Ankläger fungirte der Chef der Staatsanwaltschaft, Landes— gerichtsrath Schmeidl, als Vertheidiger der An— geklagten Dr. Neuda; neben des letztern Platz war auch dem Vertheidiger des Grafen Chorinskyp, Hofrath Dr. v. Schauß aus München ein Platz eingeräumt. Der Zuhörerraum war dicht besetzt. Lautlose Stille empfing die Angeklagte Julie v. Ebergenyi, welche am 20. in der Kapelle des Landesgerichts gebeichtet und das heilige Abendmahl genossen hatte. Der Berichterstatter der„N. Fr. Presse“ findet in den Zügen der Dame nicht den Stempel des Mordes, eher den hochmüthiger Rohheit. Ein böser Zug zieht sich um den herb geschlossenen Mund. Die Toilette ist keine frei— gewählte. Sie ist diejenige, in welcher Julie v. Ebergenyi in München auftrat, und welche sie heute neuerdings anlegen mußte. Sie aus einem schwarzen, weiß in Carrés abgesteppten Kleide, einer gleichen Jacke, einer blauen Hals— schleife, Ohrengehängen, welche die Form von Todtenköpfen haben. Nur der schwarze mit Pfauenfedern geschmäckte Hut, welchen sie in Mün⸗ chen trug, fehlte, so daß das cokett frisirte braune Haar schmucklos erscheint. Ihre Hände sind von lichtbraunen Handschuhen bedeckt. Kaum war sie im Saal und an ihrer Seite die Wache mit aufgepflanztem Bajonnette erschienen, bedeckte sie ihr stark geröthetes Gesicht mit einem Sacktuch und wankte auf ihren Platz. Von da wechselte die Farbe ihres Gesichts, in dem Spuren schwerer Leiden zu sehen sind, in jedem Nu; bald ist es blaß, bald roth. Der Anklagebeschluß lautet: „Das k. k. Landesgericht hat den Beschluß gefaßt: Julie Ebergenyi de Telekes sei in Gemäßheit des §. 200 der Strafprozeßordnung in Anklagestand zu versetzen, weil sie des Verbrechens des Mordes in Gemäßheit des§. 134 des Strafgesetzes be⸗ schuldigt erscheint.“ Nach einer Einleitung über das Leben der ermordeten Gräfin Chorinsky und eben so der Julie Ebergenyi fährt die Anklage fort: Am 20. und 21. November 1867 empfing Gräfin Mathilde Chorinsky, welche in ihrer Wohnung als Baronin Ledske bekannt war, den Besuch einer fremden Dame von Wien, von welcher sie sich mehreren Personen gegenüber äußerte, daß dieselbe aus Wien, von guter Familie und von ihrem Mann, der sie schlecht behandle und ihr ihren Brillantenschmuck versetzt, geschieden sei. besteht Einer Zeugin, Marie Koti, theilte die Gräfin Chorinsky sogar mit, daß die fremde Dame sie in das Theater eingeladen, sie jedoch die Fremde zum Thee gebeten habe. Der verhängnißvolle Abend- thee fand bei der Gräfin Chorinsky am 21. Nov. 1867 wirklich statt, die fragliche fremde Dame war am Abend des 21. Nov. von beiläufig 4 bis 7 Uhr allein bei der Gräfin Chorinsky in deren Wohnung. Die Gräfin Chorinsky ersuchte noch um 6 Uhr die Zeugin Fanny Hartmann um deren Operngucker, dies war das letztemal, daß die Gräfin Chorinsky von Zeugen lebend gesehen wurde. Nach Entfernung der Zeugin Fanny Hartmann kam die fremde Dame um halb 7 Uhr zu der Elise Hartmann, ersuchte dieselbe ihr zum Zweck des Theaterbesuchs eine Droschke zu holen. Elise Hartmann diesem ihrem Wunsche nach— kommend, war beiläufig 5 Minuten aus der Wohnung abwesend, und bei ihrer Rückkehr fand sie die Wohnung der Gräfin Chorinsky schon ver⸗ schlossen, so daß sie sich dachte, die beiden Damen haben sich schon entfernt. Freitag den 22. Nov. zeigte sich die Gräfin Chorinsky nicht; dies fiel nicht auf, weil die Familie Hartmann vermuthete, daß ihre Partei sich bei der fremden Dame befinde, und ihrer Nachhausekunft deshalb kein besonderes Augenmerk geschentt wurde, da die Gräfin Chorinsky ihren eigenen Hausschlüssel hatte. Als dieselbe jedoch auch am Samstag den 23. Nov. nicht zum Vorschein kam, und Elise Hartmann, welche in Sorge um sie, sich im Hötel„Zu den vier Jahreszeiten“ erkundigt hatte, wo sie wußte, daß die fremde Dame wohne, dort erfuhr, daß die fremde Dame schon Donnerstag den 21. Abends nach Wien abgereist war, erwachte in der Frau Hartmann der Verdacht, daß es hier nicht mit rechten Dingen zugegangen sei; sie wendete sich an die Polizei. Bei dem Umstand, daß die Thür des Zimmers der Gräfin Chorinsky von außen versperrt war und der Schlüssel fehlte, drang man zuerst mittelst einer sonst nicht be- nützten Thür in die Wohnung ein, und sand die Gräfin bereits als Leiche. Selbstverständlich mußte bei der ungewöhnlichen und ganz befremdenden Art dieses Todesfalls die Obduction der Leiche veranlaßt werden. Durch das Schlußgutachten der Gerichtsärzte ist constatirt: a) die Gräfin Mathilde Chorinsky sei bereits am Abend des 21. November in Folge einer Vergiftung durch Blausäure, beziehungsweise an rascher Zersetzung des Bluts in Folge Vergiftung mit Blausäure, gestorben, ohne Mitwirkung einer anderen Ursache; b) daß höchst wahrscheinlich die Vergiftung mit Epankali erfolgt sei. Für einen Selbstmord oder einen Raubmord ergaben sich keine Indicien, viel- mehr für einen Meuchelmord. (Fortsetzung folgt.) Holz ⸗Versteigerung. 989 Samstag den 2. Mai, Vormittaas um 9 Uhr, werden im Gemeindewald Ockstad:, in verschiedenen Districten, nachverzeichnete Holzsortimente an die Meist⸗ bietenden versteigert, als 2% Stecken Scheidholz Birken, 265„ Prügelholz 2 0 5 Weide, 6 1 5 Nadelholz. 7„ Stockßolz Birken, „ Nadelbolz, 8³0„ 7533 Wellen Eichen, Birken,(Durchforstungswellen). 1525„ Weide, 3379„ Nadelholz, 1185 Gebund Ginstern, 1700„ Peibde, 2 12 Stämme Fichten von 7½“ Durchmesser und 35“ Länge, N 104 Sen Fichten von 4½¼“ Durchmesser und 35 a änge. Die Zusammenkunft ist im Schlag Nr. XV. nächst ben Mainzerhecken. 5 Ockstadt den 23. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt Gröninger. Annonee. 53 Gesucht werden bei einem höchst respectabeln, von er englischen Regierung concessionirten General⸗Agenten für Auswanderer in Hull einige tüchtige zuverlässige f Agenten in oder in der Umgegend von Friedberg. Naheres ertheilt F. H. Laube, Secretär der 4 kulschen Gesellschaft, 172 High⸗Street, Hull, England. Loh- und Holz-Versteigerung. 1022 Montag den 4. Mai v. J., Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, werden auf unterzeichneter Bürgermeisteret 150 Ctr. Eichen⸗Lobrinde aus dem blesigen Gemeinde⸗ wald, Dißriet Kuhhardt, von 20 jährigem Bestand und an demselben Tage, Morgens 10 Uhr ausangend, kommen in demselben Distrikt: 11 Eichen⸗Baustämme von 126 Cubikfuß, 4½ Klafter gemischtes Holz und 4550 Stück gemischte Wellen, zur öffentlichen Versteigerung. Wernborn den 25. April 1868. Kraus, Bürgermeister. Markt-Verlegung. 1019 Der auf den 1. und 2. Mai d. J. fallende Jacobus-⸗Markt, ist, da der zweite Markttag auf einen Samstag fällt, auf Montag den 4. und Dienstag den 5. Mal verlegt. Homburg v. d. H. den 27. April 1868. Bürgermeister⸗Amt Schleußner. Futter⸗Mehl, 1025 Schwarzmehl, bester Qualität per Ctr. 4 fl. 30 kr., zu baben bei 1 Löb Staus, Bäckerei ⸗Besitzen. Arbeits⸗Versteigerung. 1027 Montag den 4. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathaus zu Bönfladt nachstehende Ardelten an die Wenigstnehmenden in Aecord gegeden werden: 1) Brechen, Fabren, Aufsetzen, Zerschlagen und Ein⸗ decken von 3 Cubik⸗Klafter Unterhaltungssteinen in die Ortsstraßen, 2) Brechen, Fahren, Aussetzen und Zerschlagen von 9 Cubik⸗Klafter Unterhaliungssteinen auf die Vleinalwege, 3) die zur Herstellung von Wohnungen in dem Stall bei dem Hirtenhaus erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, als: Maurerarbeit, Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Weißbinderarbeit, Glaserarbeit, Lieferung von Kussensteinen, Kalk und Sand, 4) Ausbrechen und Tiefermachen eines Brunnens in der Kaicherecke. Friedberg den 28. April 1868. Der Bezirks. Bauaufseber Schneider. Dr. Pattison's ichtwatt OGichtwatte lindert sofort und heilt schnell Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts⸗, Brusts, Hals- und Zabn⸗ schmerzen, Kopf⸗, Hand- und Kniegicht, Gliederreißen, Rücken- und Lendenweh. In Paketen zu 30 kr. und halben zu 16 kr. det J. A. Windecker. 273 —— ————————— l—. ˙ w-ůüm. ma——— . ä s—Ä— A————̃— . —— ä———— Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 969 Montag den 4. und Dienstag den 5. Mai werden in den Distrieten Klosterwald und Bornzipfen versteigert: Scheidhelz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. S te ct e n Holzart: 0 Buchen- 180 53 117¼ 448 Eichen⸗ 15 13 15 41 98 Eichenstämme von 8½— 16“ Durchm. und 20-73“ Länge= 3167 Cubiefuß, 1 Buchenstamm von 17½“ Durchmesser und 167 Länge= 38 Cubikfuß. Die Zusammenkunft u ist an beiden Tagen Morgens präcis 9 Ubr im Klosterwald am 1. Holznummer; am 4. Mai kommt zuerst das Baubolz, zuletzt die Stamm; relser im Bornzipfen, am 5. Mai das übrige Brenn⸗ holz zum Ausgebot. Mittwoch den 6. Mai werden in den Distrieten Stein und Krombach versteigert: Scheidbolz. eee Reisholz. Se Holzare: n n. Buchen⸗ 8 7 190 990 Eichen ·— 7 1 16 Kirschbaum— 4— 4 Aspen:— 1370 9 N. 1 Fichten amm von 10“ Durchm. und 25“ Länge. 2 Fichter angen von 30“ Länge. Ote 3 Immenkunft ist Morgens präcls 9 Uhr auf der Beingottswiese im Stein. Zahlungsfrist dis Martini d. J. Ortenberg am 20. April 1868. R Ortenderg rer — redet. 1029 Montag den 4. Mar, Nachmittags 5 Uhr, soll zu Bruchendrücken die bel Erbauung eines Kanals deim Brückelchen im Ossenheimer Weg vorkommende Arbeit mit Lieferung allen Matertals, zusammen ver⸗ anschlagt zu 28 fl. 56 kr., an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. griedberg den 28. April 1868. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Hosrallhe- und Geschäftsverkauf. 639 Die Erben des verstorbenen Kaufmanns Friedrich Eckel zu Büdingen beabsichtigen die ihnen zugehörige, in Büdingen an der Hauptstraße gelegene, bequem und gut eingerichtete Hofraithe mit Nebengebäuden, ge⸗ schlossenem großen Hofraum, guten großen Kellern nebst daran stoßendem Garten, wo in erslerer seit Jahren ein Colonialwaaren⸗ und Eisengeschäft sowie Aepfelwein sabrikation mit gutem Erfolg betrieben wird, unter an⸗ nehmbaren Bedingungen aus der Hand zu verkaufen. Auch können auf Wunsch zwei große gute Keltern, sowie mehrere Hundert Ohm Aepfelwein sammt Faß mitver⸗ kauft werden. Kaufliebhaber können das Nähere an Ort und Stelle sowie bei Verwalter Heinrichs zu Hirzenhain und Rechnungsrath Dietz in Laubach erfahren. 4012 In Kassel und Fritzlar finden tüchtige Maurergesellen sür einen Lohn von 26 Sgr. dauernde Beschäftiaung. Schier& Alerter. Ein schöner Kanarienvogel, 1020 guter Schläger, wird zu kaufen gesucht. Näberes bei der Exped. d. Bl. Zwei Schuhmacher 1032 finden dauernde Beschäftigung bei f Franz Heck Wittwe. Brod- Mehl, 1024 bester Qualität, billiast und auf Verlangen gegen genügende Bürgschaft Zahlungsfrist bis 1. September, bei Löb Straus, Bäckerei⸗ Besitzer. 1023 Unterzeichnete empfiehlt sich im Waschen und Pußen außer dem Hause, sowie zu allen sonstigen häuslichen Arbeiten. Katharina Pfeifer in der Vorstadt. Ochsenfleisch, 1030 das Pfund zu 18 kr. verkauft Georg Schäfer, Sohn. * 9 Anzeige. 1028 Im Kleidermachen, Weißzeugnähen und Couverten⸗ fitppen empfiehlt fich Lehrer Winkler Witwe, geb. Dambmann, wohnhaft in der Burg. 1018 Die Benutzung des Grases an für 1868 soll an den unten bemerkten Gras⸗Versteigerung. den Gräben und Böschungen der Staatsstraßen im Baubezir! Friedberg Terminen und Orten an die Meifibtetenden vergeben werden. ** Mai 5 Desgleichen 2 Ubr Mit. Ilbenstadt 6 Donnerssag den 9 Uhr Mrgs. Ober⸗Rosbach 14. Mat 7 Freitag, 15 Mai 8 Uhr Mrgs. Vilbel 8 Desgleichen 2 Uhr Mitt. Ober Eschbach 9 e den 16. 8 Uhr Merge. Steinbach ai N 10 1 den 18. 10 Uhr Mrgs. Reichelsheim ai 11 1 den 19. 10 ubr Mrgs. Altenstadt al 12 J Desgleichen 3 uhr Mitt. Lindheim 13 J Mittwoch 20. Mai 8 Uhr Mrgs. Büdingen Friedberg den 25. April 1808. 85 Der Versteigerung 88 Namen * 582 2 11 0. 2 der 2 2 22 0 Ta g. Stunde. Ort. Local.* 3 Bauaufseher. E Montag den 11.[9 Ubr Mrgs. Butzbach Tser draderef von J. 10 u. 1 Hölzer und Engel. 1 Mat Melchlor Desgleichen 2 Uyr Mitt. Nauheim Gasth. zum pariser of 2, 15 u.] Weide, Einhäuser 2 18 und Stein. 3 W den 12. 10 uhr Mrgs.] Wölfersheim Gasth. d. A. Hofmann 17 Ulshöfer. 1 4 J Mittwoch den 13.9 Uhr Mrgs. Nieder⸗Wöllst. Gasth. zum Darmst. Hof 4 Diehl. Chausseehaus 6 u. 7] Stipp und Konrad. Gasthaus v. Wetzstein 3 Kreß. Gasthaus zum Engel 5 Schäfer. Hrüsseler Hof 13 Michel. Gafihaus zum Schwan 14 Michel. Post 19 Kornmann. Gasthaus zum Adler 8 Dingeldein. Gafihaus des B. Koch 9 u. 11[Rüger u. Nürnberger. Gasthaus zum Stern 12 Kieyensteuber. Groß berzogliches Krisbauamt Friedberg R eu ß5. von Carl „„ 7 ditto„ 7 zu Diensten. serner alle Sorten Feld⸗, Gemü se⸗ unter Garantie für ächte keimfähige Qualität und steht Preis-Verzeichniß gratis und franco 960 Samen- Handlung Manck in Dar m stadt empfiehlt zur jetzigen Aussaat: achten Oberländer Stock⸗Hanfsamen, „ hohen auerikanischen, weißblühenden Lein samen, Pferdezahn⸗Mais, besten neuen weißbluhenden Seradella-Kleesamen, Esparsette, deutschen, Luzern, Weiß⸗ und Grün- Kleesamen, Grassamen in allen Sorten, Wie sen und Kleegras-Mischungen, ditto zum Anlegen von Zier⸗Rasen, dauernder Bleich⸗Rasen, und Blumensamen, 1031 und Schafe mit 2%, Leidhecken. „P a n“ Deutscht Vieh- Versicherungs-Gesellschast zu Berlin versichert zu folgen den Minimal⸗Prämien⸗Sätze n: I. gegen alle Verluste: Lohnfuhrpferde mit 4%, andere Pferde mit 3%, Rindvieh mit 2½%], Schweine und Schafe mit 3%, II. gegen Seuchen: Pferde und Rindvieh mit ½%, gegen Rinderpest mit ½%, Schweine III. den Viehstand der Landwirthe mit 20%, 5 Der Unterzeichnete Agent der Gesellschaft erklärt sich zu jeder naheren Auskunft und Annahme von Versicherungs⸗Anträgen gerne bereit. Selzam, Bürgermeister. Brodpreise vom 1. bis 18. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizeu. Erste Sorte 4 20 kr. Zweite Sorte 4 8 18 kr. *„* 10* E* 2 4 9„ „** 5 1** 1„ 47* 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Ausnahmspreise: Bei Löb Straus 1. Sorte 20 kr. 2. Sorte 17½ kr.— Bei F. Reuß, E. Lochmann, C. Sielz, K. Hengst, E. Tischert, A. König, zweite Sorte Brod 4 Pfund 19 kr., 2 Pfund 9½ kr., 1 Pfund 4% kr. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 7 22 tr. „. 4 * 17 1„ 5½„ Erste Sorte 4 21 kr. Zweite Sorte 4 8 19 kr. „„ 2 0 10 7„*„ 97* * 1* 5)* 1* 1 6 47„ Für Butzbach: Erste Sorte 4 8 21 kr. Zweite Sorte 4 19 kr. ** 2 107 7 77.„ 907* *„ 1* 5 ̃74„** 1* 4/ 10 Fleisch- ze. Preise dom 1.— 18. Mai. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Turnverein. 1021 Freitag den 1. Mai Generalversammlung. 1 Kalbfleisch, 1 1033 das Pfund zu 12 kr., verkauft Karl Söllner. Frühlattig 8 Nadies 966 verkauft J. Dönges in der Burg. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 28. April. Waizen 17 fl. 15 kr. Kor! 13 fl. 20 kr.; Gerste 9 fl. 45 kr.; Hafer 6 fl.— kr. Frankfurt, 27. April. Watzen 17 fl. 30 kr.; Korn 13 fl. 50 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 15 kr. Grünberg, 25. April. Waizen 17 fl. 35 kr.z; Korn 13 fl. 14 kr.; Gerste 10 fl. 16 kr.; Hafer 6 fl. 31 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 11 fl. 40 kr.; Wicken 8 fl. 47 kr.; Saamen u. Lein 15 fl. 5 kr.; Kartoffeln 3 fl. 26 kr. Mainz, 24. April. Waizen 17 fl. 21 kr.; Korn 13 fl. 44 kr.; Gerste 8 fl. 36 kr.; Hafer 6 fl. 34 kr.; e. fl. 56 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund — fl— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. — gelte daß; als Con zur die deuls