1868. Dienstag den 29. Dezember. M 153. Anzeiger für Oberhessen. enthält die amtlichen Erlafse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements ⸗Einladung. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreis amtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, land wirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nach- richten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Unterhaltungs- Blatt interessante Novellen und Erzä Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen hlungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel ꝛc. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redattion in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition wie bisher ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl. a Für diejenigen auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die Post beziehen, tritt jedoch, wie bereits mitgetheilt, mit dem neuen Jahre in Folge der Berechnung höherer Besörderungsgebühren von Seiten der Postverwaltung eine Preissteigerung ein, wodurch sich bei der Post das Abonnement mit Bringerlohn auf vierteljährlich 47 kr. stellt. 8 Nach Aufhebung unseres Vertrags mit der Post kann der Anzeiger nach auswärts auch durch Privatboten bezogen werden. 6 brechung eintritt. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Nedaktion. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 64 enthält: I. Verordnung vom 9. d., die Prüfungen der Aspi⸗ ranten des Gymnasial⸗ und Realschul⸗Lehramts belr. II. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post⸗ Angelegenheiten, den Personengeldtarif auf dem Alten— stadt⸗Büdinger resp. Nieder-Wöllstädter Personenpostcourse betreffend. 111. Bekanntmachung derselben Behörde, die Errichtung einer Personen⸗Annahmestelle zu Steinbach bei Michelstadt detteffend.— In genanntem Orte ist eine Personen⸗ Annahmestelle für die zwischen Darmstadt und Beerfelden beflehende Personenpest errichtet worden, bei welcher Per— sonen, soweit noch Plätze im Wagen freisind, Beförderung erhalten können. IV. Ordensverleihungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst zu verleihen geruht: am 10. Oktober dem Staatspiocuralor und Substimmten des General— Staaleprecuxators an dem Obergerichte der Provinz Rhein⸗ hessen Dr. Valckenberg das Ritterkreuz J. Klasse des Philippeocdens;— am 18. Oct. dem Kreisbaumeister des Kreisbauamts Bensheim, Horst, das Ritterkreuz J. Klasse dieses Ordens;— am 11. Nov. dem zweiten Registrator bei dem Hofgericht der Provinz Starkenburg, Schnell, in Rücksicht auf seine 50 jährigen treuen Dienste, das Ritter— kreuz 2. Klasse dieses Ordens;— am 25. Nov. dem tcvangelischen Pfarrer Müller in Staden das Niuerkreuz zweiter Klasse des Ludewigs-Orkens;— am 26. Novbr. dem Protocollisten und Kanzlei⸗Inspector bei der Staals⸗ schulden⸗Tilgungskasse⸗Direklien, Uebelshäuser, in Rücksicht auf seine 50 jährigen treuen Dienste, das Ritterkreuz 2. Klasse des Philipps⸗Ordens;— am W. Nov. dem Obermedicinalrath in Pension, Dr. Pfanumüller, das Ritterkreuz 1. Klasse des Philipps⸗Ordens;— am 12. Dec. dem Hofguts pachter Großmann zu Kranichstein die silberne Verdienstmedaille für Land wirthschaft. V. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. S. K. D. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Nov. dem Eymnasiallehrer in Pension Dr. Eich zu Worms die Exlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm ven Sciner Hoheit dem Herzeg von Sachsen⸗ Kokurg⸗Getha verliehenen Ritterkreuzes erster Klasse des Herzoglich Sachsen⸗Erneslinischen Pausordens— und des ihm von S. K. H. dem Großherzog von Baden verlie⸗ henen Ritterkreuzes eister Klasse des Ordens vom Zährin⸗ ger Löwen zu eriheilen. VI. Namens veränderung. S. K. H. der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 28. Nod, der Kathaxine Mischler zu Lorsch zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens Mischler in Zukunft den Familiennamen Walter zu führen. 5 VII. Diensinachrichten. S. K. H. ber Großherzog haben allergnäbigst geruht: am 2. Dec. den Vau Aspiranten Ludwig Walter von Grünberg zum Kreisbaumeister des Kreisbauamts Groß-Gerau zu ernennen;— am 7. Dec. dem Schulamte⸗Aspiranten P. Vogel aus Semd die zwelte erangelische Schulsielle zu Wöllstein— dem Schulamts— Aspiranten Heinrich Müller aus Groß Zimmern die lath. Schulstelle zu Weinheim— und der Lehrerin Anna Maria Aguntius aus Mainz die obere katholische Schulstelle zu übertragen;— an demselben Tage den von dem Herrn Fürsten zu Solme⸗Hohensolms⸗Lich auf die vierte cvangel. Schulstelle zu Lich präsentirten Schullehrer an, ber ersten Mädchenschule zu Lich Christian Ebeling fär diese Stelle, — ben von dem Hru. Fürsten zu Löwenslein-Wertheim— Rosenberg und dem Hrn. Grafen zu Erbach-Schönberg Schulamte-Aspiranten Ludwig Hanstein aus Burg-Gräfen⸗ rode für diese Stelle— und den von dem Hrn. Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die evangclische Schulstelle zu Hohberg und Keilbach präsentirten Schulamts-Aspiranten Selzer aus Pfeddersheim für diese Stelle zu bestäligen. VIII. Dienstentlassung. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Dec. den Wagenwärter bei der Main-Neckar⸗Eisenbahn Lutz auf sein Nachsuchen von dieser Stelle zu enttassen. IX. Concurrenz für die evangelische Pfarrstelle zu Brauerschwend mit einem Gehalte von 856 fl. 2 kr.; den sämmtlichen Riedesel Freiherrn zu Eisenbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. X. Gestorben: am 7. Nov. der pensionirte Zollausseher Blum zu Nierstein;— am 16. Nov. der evangel. Schul lehrer Krick zu Assenheim;— am 18. Nov. der pensionirte Gränzausseher Kraft zu Hahn;— am 21. Nov. der Ober⸗Forst⸗ und Domänen⸗Direktor Geheimerath Günther; — an demselben Tage der Schullehrer Schnellbacher zu Lützel⸗Wiebelsbach;— am 24. Nov. der evang. Pfarrer Müller zu Schwickartshausen;— am 29. Nov. der pen⸗ sionirie Kreisvauaufseher Kall zu Alzey;— am 30. Nov. der evang. Pfarrer Bernbeck zu Langd;— am 3. Dec. der Kataster-Ing enieur Thomas zu Darmstadt;— an demselben Tage der Militärpensionär Fertig zu Bensheim. Friedberg den 27. Dezember. Heute wurde die von der Fortschrittspartei angekündigte Versammlung dahier abgehalten. Trotz des schlechten Wetters war dieselbe ziemlich stark besucht. Herr Metz aus Darmstadt sprach in gewohnter coulanter Weise über die Nothwendigkeit einer Organisation der Fortschriltspartei, die nur allein das Wohl unserts Hessenlandes und des großen Vaterlandes Ruhm und Größe wolle. Görz aus Rheinhessen zog eine Parallele zwischen rheinhessischen und oberhessischen Verhältnissen, während ein dritter Redner hauptsächlich die Wahl des Dr. Oppen— heim aus Berlin zum Reichstagsabgeordneten befürwortete. Dr. Oppenheim selbst stellte sich der Versammlung mit einer längeren Ansprache vor. Das Resultat der Abstimmung über die Candidatur Oppenheims war eine Majorität der Anwesenden für denselben. Ein gegentheiliger Verschlag des Herrn Schneider von Gambach, der die Ansicht aussprach, Oberhessen stelle sich ein Armuthszeugniß aus, wenn es durch die Wahl Oppenheims constatirte, daß sich nicht ein Mann daselbst fände, der die Interessen seiner Mit- bürger zu vertreten im Stande wäre, fand in der Versammlung keine Unterstützung. Geleitet wurde dieselbe von den Herren Hofgerichtsavokat Trapp IV. als Präsidenten und Buchhändler Seriba als Sceretär. Gießen. An Stelle des abgegangenen Professor Heyer hat der gothaische Forst⸗Commissär Richard Heß zu Ordruff den Ruf als ordentlicher Professor der Forstwissenschaft an die hiesige Uni— auf die(vangelische Schulsielle zu Rimhorn prösentitten 0 swisß 0 sig versität erhalten und angenommen. Preußen. Berlin. Die„Prov.⸗Corr.“ hofft bezüglich der Verwicklungen im Orient, daß es dem friedlichen Eifer und der Weisheit der Regierungen gelingen werde, dem Ausbruche der Feindseligkeiten im Orient vorzubeugen. Allseitig seien die Vermittlungsbestrebungen darauf gerichtet, die Pforte von der Ausführung der angedrohten Ausweisung griechischer Unterthanen aus dem türkischen Gebiete abzumahnen, da eine derartige Maßregel dem europäͤischen Brauche widerspreche. Die„Kreuzzeitung“ meldet verläßlich Folgendes aus Wien: Die Schutzmächte nehmen den Conferenzvorschlag zur Verhandlung über den griechisch-türkischen Conflikt an. Rußland bean⸗ tragt die Zurücknahme der Ausweisungemaßregel und die Einstellung der Feindseligkeiten für die Dauer der Conferenz. Oesterreichs Zustimmung ist zweifellos, diejenige Italiens und Griechenlands ist wahrscheinlich. Von einer Entschließung der Pforte ist noch nichts bekannt. Die allsritige Zu— stimmung vorausgesetzt wird die Conferenz wahr- scheinlich schon zu Neujahr ihre Berathungen beginnen. Marburg. Die paar Worte, womit bei der Berathung des Etats des Cultusministeriums die Frage über die Zweckmäßigkeit und Unzweck⸗ mäßigkeit einer Verlegung unserer Universität nach Frankfurt a. M. berührt wurde, haben begreiflicher⸗ weise hier einige Aufregung hervorgerufen. So berieth dieser Tage eine zahlreich besuchte Bürger- versammlung über die einzuschlagenden Wege, eine solche Gefahr für unsere Stadt abzuwenden, wahrend eine Correspondenz des„Frankf. Journ.“ eine Parallele zieht zwischen dem we's Frankfurt und was unsere Stadt der Universität zu bieten vermag und sich dabei für Frankfurt entscheiden zu müssen glaubt. Vorläufig erscheinen die Be⸗ fürchtungen unserer Bürgerschaft, sowie die allen— falls gehegten bezüglichen Hoffnungen noch wenig begründet. Frankfurt. Die„Frankf. Zig.“ ist wegen ciner Schilderung der Vorgänge während der Occupation im Juli 1866 unter Anklage gestellt worden,„die Führer der preußischen Truppen bei der Occupation Frankfurts und die damaligen Militärbefehlsbaber von Frankfurt beleidigt und verläumdet zu haben.“ Mit Bezug darauf erläßt dieselbe eine Aufforderung, worin es am Schlusse heißt:„Gegen diese Anklage steht uns die Ein— rede der Wahrheit zu, und da hier zum ersten Male Gelegenheit geboten ist, die bei jener Occu⸗ patignsvprgekommenen und so oft abgeläugneten Thalsaͤchen gerichtlich festzustellen, so ersuchen wir dirfenigen Mitbürger, welche von solchen That⸗ sachen persönliche Kenntniß haben, uns bis zum 3. Jauugx darüber Mittheilung zu machen, damit wir uz seo besser im Stande seien, in einer Sache, die mührf die Sache der Vaterstadt als die unsere iste den Beweis der Wahrheit zu führen. Wiesbaden. Das Ober-Appellationsgericht in Berlin hat das Urtheil gegen den Gartenauf— seher Keidner, der dem türkischen Gesandten eine Ohrfeige gegeben hatte, vernichtet. Der Gesandte Aristarchi Bey soll sich eidlich vernehmen lassen, was derselbe bisher verweigert hat. Zugleich geht das Gerücht, daß der Gesandte in Folge dieser Affaire von seiner Stelle entsetzt worden sei. Aus Thüringen Der Landtag in Mei- ningen hat in seiner jüngsten Sitzung das Gesetz über sdien Aufbesserung der Lehrergehalte berathen und nach den Anträgen des Ausschusses, dessen Ausätze die der Regierungsvorlage noch etwas überbieten, angenommen. Die Besoldungen der Ruhegehalte sind dadurch besonders in den Mini⸗ mglsätzen erbeblich verbessert. an Bayern. München. Ueber die Rede des würtembergischen Ministers v. Varnbühler gelegentlich der Adreß debatte äußert sich die baperische officibse Presse:„Es herrscht Einver⸗ ständriß zwischen Bapern und Würtemberg; die Eingedung des Schutz- und Trutzbündnisses und des Zollvertrags war nationale Pflicht; weiter zu gehen kiegk auch heute kein Anlaß vor; Preußen hat auch weiter feine Absicht angedeutet, und keinen Versuch gemacht, die völkerrechtlich gezogenen Gränzen zu überschreiten. Die süddeutschen Heere werden im Falle eines Conflicts mit und für Norddeulschland kämpfen.“ „Baden. Mannheim. Der große Bürger- ausschuß hat mit 109 gegen 1 Stimme die Um⸗ wandlung der bestehenden Confessionsschulen in gemischte befürwortet. Die Sache kommt nur noch zur Ahstimmung vor die Confessionsgemeinden. ne Karlsruhe. Aus dem Lager der Offen ⸗ burger ist eine Flugschrift erschienen, die unter dem Titel: Woher die Trennung?“ den zwischen dem Ministerium und jener Partei ausgebrochenen Zwiespalt bespricht. Die Partei sei, sagt die Flugschrift, der nationalen Sache wegen mit dem Ministerium gegangen so weit, als immer möglich, und habe selbst große Opfer nicht gescheut. Wenn sie sich gezwungen sehe, sich nunmehr auf eigene Füße zu stellen, so läge die Veranlassung dazu indem Verhalten des Präsidenten des Staats- ministexiums, der von den liberalen Prinzipien, dit, die Grundlage des Zusammengehens von Kammer und Regierung ausgemacht, vielfach sich abgewandt habe. Als Beweis dafür wird an ⸗ geführt: die Art der Neubesetzung des Ministeriums, die in, Form eines provisorischen Gesetzes einge⸗ führte preuß. Militärgesetzgebung, deren Noth- wenpigkeit die liberale Kammer nicht eingesehen, die Fortführung des Gesandtschaftspostene in Florenz gegen den Willen der Kammer, das künst⸗ liche Hingufschrauben der Ossizieregagen, die ver⸗ suchte Nachahmung des Müzler'schen Systems in religiösengz und wissenschaftlicher Dingen, die Stellung des Ministeriums zur Freiburger Curie und manches Andere. % Zu Unteribenthal(Oberrheinkreis, bei Freiburg) haf sich insgeheim, ohne Vorwissen und Genehmigung der Staatsregierung, ein katho⸗ lisches, Frauenkloster von 40 bis 50 Frauen ge⸗ bildet. Wie nun die„Karlstr. Zig.“ meldet, hat die; Regierung dieses Kloster aufgelöst und jede weitere Betheiligung dabei verboten. Hesterreich. Wien. Dem„Telegraphen Correspondenz⸗Burtau“ wird aus Athen vom 22, d. telegraphirt, daß die griechische Regierung von der, Kammer einen außerordentlichen Credit im Betrage von 100 Mill. Drachmen und eine außerordentliche Aushebung verlange; die National- garde wird mobilisirt, mehrere Häfen werden befestigt. %— Die„N. fr. Pr.“ meldet: Die hiesige russische, Botschaft erklärte offiziell, daß die Nach⸗ nicht des„Levante Herald“, die Führung der russischen Flagge Seitens der griechischen Schiffe betreffend, falsch sei. — Die Wiener Blätter fahren fort, den türkisch-griechischen Conflikt zu besprechen. Nach ihnen ist die Conferenz von der Pforte zwar noch nicht acceptirt, aber auch nicht definitiv abgelehnt. Die Verhandlungen über die Grundlage, die den⸗ selben zu geben sei, sind noch im Gang. Oester⸗ reich finde sich ziemlich in Uebereinstimmung mit den Westmächten, welche auf der Conferenz sich zum türkischen Standpunkt hinneigen, während Rußland und Preußen die Sache Griechenlands führen würden. — Die k. k. Botschast in Konstantinopel hat von der Pforte die Concession verlangt, daß griechische Schiffe, welche mit österreisch-ungarischen Waaren nach einem türkischen Hafen bereits unter— wegs sind, noch vier Wochen lang von dem erlassenen Verbot nicht betroffen werden sollen. — Aus Konstantinopel vom 24. d. meldet ein Telegramm des„Telegraphischen Correspondenz- Bureau“, daß der griechische Gesandte Delyannis abgereist sei.— Der amerikanische Gesandte habe eingewilligt, die in der Türkei lebenden griechischen Unterthanen unter seinen Schutz zu nehmen. — Die ungarischen Räuber leben nach dem Text:„Heut' kehren wir bei Pfaffen ein, bei reichen Bauern morgen.“ Daßz Letztere ist zwar dem Räuberhauptmann Juhaß schlecht bekommen, denn er wurde von drei Bauern erschlagen, als er sich eben an dem Wein derselben labte; aber die Galgencanbidaten lassen sich durch dergleichen Zwischenfälle nicht abschrecken. Im Stuhlweißen⸗ burger Comitat sind in den letzten vierzehn Tagen fünf Kirchen geplündert worden; auch in das Schlos des Erzherzogs Joseph brachen die „armen Burschen“ ein. Frankreich. Paris. Die„Patrie“ sagt, die Türkei habe sich bereit erklärt, den status quo bis zum 6. Januar 1869 aufrecht zu erhalten. — Es ist hier sehr bemerkt worden, daß die provisorische Regierung von Spanien sich in Rom für die zwei zum Tode veturtheilten Italiener verwendet hat. In diesem befremdlichen Schritte ist schon unschwer der Einfluß des Generals Cialdini und der Candidatur des Prinzen von Carignan zu erkennen. — Mehrere Blätter betrachten den Zusammen— tritt der Conferenz für gesichert.— Der„Eten— dard“ sagt, die Conferenz würde sich nur be— schäftigen mit einem Arragement zwischen der Türkei und Griechenland und mit der definitiven Regelung der candiotischen Angelegenheit inner halb der Bestimmungen, welche mit dem Vertrag von 1856 und der Integrität des ottomanischen Kaiserreichs in Einklang sind. Großbritannien. London. Der be⸗ kannte Afrika⸗Reisende Gerhard Rohlfs kam in Tiflis mit Geschenfen des Königs von Preußen für die Monarchen Bornus und Fezzans an. Spanien. Aus Spanien treffen unbestimmte Nachrichten über große carlistische Verschwörungen ein; man befürchtet in aller Kürze die offene Fehde. — In einem carlistischen Manifeste heißt es: „Jeder, der sich für die Sache des Don Carlos erklärt, erhält außer einem entsprechenden Hand- geld einen täglichen Sold von 10 Realen. Waffen und Munition wird ihnen reichlich geliefert werden.“ Madrid. Die„Iberia“ vom 19. d. sagt mit Rücksicht auf die Municipalwahlen:„Heute ist für Spanien ein feierlicher Tag! Heute zum ersten Mal werden die Bürger ein Recht ausüben, das zu den kostbarsten Errungenschaften der Revolution gehört: das Recht der allgemeinen Abstimmung! Früher kannten wir diesen Begriff nur dem Namen nach, heute werdet ihr euch überzeugen, daß die Freiheit nicht blos Phrase, sondern Thatsache ist. Die neidischen Unterstellungen der Reaction wer- den Lügen gestraft und die provisorische Regierung im vollen Lichte ihrer Glorie erkannt und ge⸗ würdigt werden. — Mit den spanischen Finanzen soll es schlimm bestellt sein. Vor einigen Tagen war bereits die Depositenkasse liquidirt und so die schwebende Staatsschuld von 250 Millionen zwangsweise in eine consolidirte umgewandelt worden. Dieß genügte aber noch nicht und heute meldet der Telegraph, daß die Provinzen und die Gemeinden durch Decre/ der provisorischen Re— gierung angehalten worden, ihre Fonds binnen dreißig Tagen gegen Schatzbons dem Staate an- zuvertrauen. Serbien. Belgrad. Zuverlässigen Ver⸗ sicherungen zufolge hat die Pforte der serbischen Regierung nicht das Ansinnen gestellt, die Griechen auszuweisen. Sollte dies indeß geschehen, so würde die serbische Regierung dasselbe zurückweisen. Donaufürstenthümer. In den rumä⸗ nischen Häfen sind über 20 Schiffe mit griechi⸗ schen Flüchtlingen aus der Türkei angekommen. Dieselben wurden unter der Bedingung, daß sie sich den Landesgesetzen unterwürfen und aller Manifestationen enthielten, auf dem rumänischen Gebiete aufgenommen. Griechenland. Athen. Die Kammer hat der Regierung einen Credit von 100 Million Drachmen bewilligt und unumschränkte Vollmacht in Betreff der Aufnahme von Geldmitteln gegeben. Außerdem wurde die Regierung ermächtigt, außer- ordentliche Aushebungen anzuordnen. Amerika. Ein Erlaß des Präsidenten Johnson bewilligt bedingungslosen Straferlaß nebst Wiederherstellung des ihnen entzogenen Bürgerrechts allen bisher noch nicht pardonnirten Conföderirten; es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, daß der Congreß diesen Erlaß bestätigen werde. Friedberg. Die Nachricht, daß vom 1. Januar 1869 an auf der Main⸗Weser⸗Bahn eine vierte Personen⸗ klasse eingerichtet werden soll, wird als eine unrichtige bezeichnet. Dagegen soll es gegründer sein, daß die Reisenden im Binnenverkehr, d. h. zwischen Frankfurt und Kassel, 50 Pfund Gepäck frei haben. Seither mußte alles Gepäck besonders bezahlt werden. Indessen soll mit dieser Neuerung auch eine Erhöhung des Personengeldes eintreten. Ebenso dürften die neuen Tarissätze keine Ermäßigung für das Publikum bringen; wenigstens ist neben verschiedenen Vettiebsänderungen in Kassel der Minimalfrachtsatz für gewöhnliches Gut von 2 auf 3 und für Eilgul von 4 auf 5 Sgr. erhöht worden. Hanau. Die husige Zeitung berichtet: Am Morgen des 21. Dez. zwischen 6—7 Uhr wurden auf dem Wege zwischen Bergen und Seckbach zwei israelitische Viehhändler, welche diei Kühe mit sich führten, von acht Personen an⸗ gefallen, einer wiederholt niedergeschlagen und einer Geld⸗ summe von 40 Gulden beraubt, der andere hat entlaufen können. Darmstadt. Mit Ende dieses Monats läuft der Termin ab, wo in Darmstabt an der Staatskasse die Umwechselung der 70, 35⸗, 10⸗, 5 und 1⸗Guldenscheine vom Jahre 1855 aufhört, mithin also diese hessischen Grundrentenscheine werthlos werden, worauf wir die Besitzer aufmerksam machen wollen.— Am Abend des 23. Dez. fand in einer VBierwirihschaft zu Darmstadt zwischen Militär und Civilisten eine großartige Schlögerei statt.— Nach den„Hess. Volksbl.“ ist der ehemals bessische Ober⸗ lieutenani v. d. Hoop, welcher seither in der österreichischen Armee diente, mit dem Grade eines Rittmeisters zu Bukarest in die rumänische Armee eingetreten. tainz. Wie der„Mainzer Anzeiger“ meldet, ist ein Bahnwärter auf der Taunusbahn(in der Nähe von Hattersheim), der im Verdachte steht, seine erste Frau vergistet zu haben, gefänglich eingezogen worden. Das Ausgraben der Leiche und die gerichtliche Untersuchung derselben wird alsvald die Richtigkeit oder Unrichtigkeit obiger Vermuthung ergeben. Wiesbaden. Det„Rh. K.“ erzählt: Bei einer im Wildpark auf der Platte abgehalienen Jagd wurde Prä⸗ sident v. Heemskerk durch einen angeschossenen Eber am Fuße verwundet und entging weiteren Angriffen des wuth⸗ schnaubenden Keilers nur dadurch, daß er sich schnell an einem Baumaste in die Höhe zog. Der Attentäter brach glücklicher Weise rasch zusammen. Aus Herrieden, 21. Dez., schreibt man der„Fränk. Ztg.“: Centraleuropa befindet sich an einer schwankenden Lufiberghänge, beren Spitze sich in neuerer Zeit nach Süd westen gewendet hat. Wir haben daher auch bald warm, bald kalt, je nachdem wir dem Luftberg oder Luft⸗ thal näher rücken. In Folge dieser meteorologischen Ver⸗ hälinisse(kalter Passat im Südwest, warmer Antipassat im Nord) batten vorgestern Morgens 8 Uhr Madrid und Petersburg ciuerlei Temperatur(5.30) und war es an der nordöstlichen Spitze Schottlands wärmer als in Rom (Nairn 68, Rom 6,20). Nordamerika hat in der letzten Zeit ungeachtet des tieferen Barometerstandes heiteren Himmel und kältere Temperatur. „ Die„Berliner Montagszeitung.“ schreibt:„Ende vorigen Jahres beirng die Stärke der nordamerikanischen Armee etwas über 90,000 Mann! Wie das ungeheuer große Land auch nur Einen Tag damit bestehen kann, ist unt ein unlösbares Räthsel.“„Leider ist dieses Rälhsel nicht blos für die Leuie in Berlin unlösbar!“ fügt ein Wiener Blatt hinzu. Französische Stimmen haben sich daräber noch nicht ausgesprochen. Meinung e nc, Heweise fi „daß die könnten, Fälle wit selche Kal wite die liche Erle tinlctten würde. Dasein n Material halten 2 Erde, un, cheilung Landes v beben. 7 Länder Eldbeben hlatz werd sic berut 595 9% Vollszähl auf die Himdurg 4086, in Lüdeck Anie 640 Appe⸗De Coburg Sonders 4291, 8 4274, A 3872, P 3138 und Ba dauert. Zablunt f — 3190 werke n Zahlun, b eint el der verwüstenden Die unruhige Erde. Im Hinblicke auf die Erderschütterungen in Peru und Ecuador bringt die englische Zeitschrist Daily News den folgenden naturwissenschaftlichen Bericht: Es gibt in der Geschichte der Erde Perioden, wo unkerirdische Kräfte mehr als ihre sonst übliche Iniensität ausüben, und zwar durch vulkanische Ausbrüche und verwüstende Erdbeben. Gewöhnliche Erd— erschütterungen, d h. Schwingungen der Erdkruste, die eben nur fühlbar sind, aber keine zerstörende Wirkung haben, kommen bäufig vor, und einer der größten Natur— kundigen behauptet, daß kein Tag, ja fast keine Minute obne eine mehr oder minder erhebliche Vibration an dieser oder jener Stelle der Erdkruste vergehe. Weithin zerstö— rende Erdbeben, die in wenigen Minuten ganze Provinzen vernichten, eteignen sich dagegen nur selten. In neuerer Zeit jedoch ist der große Maulwurf unter der Erde sehr shätig, und das schwere Unglück auf St. Thomas im Herbste 1867 sieht noch in frischer Erinnerung. Dann hörten wir von Erdbeben in Malta, Aegypten, auf For— mosa, San Salvador, und sogar in ruhigen Ebenen Europas spürte man etwas Aehnliches. Nicht lange danach verloren Hunderte von Menschen auf den Sandwich— Inseln das Leben durch eine geschmolzene Masse, die aus dem heftig bewegten Bette des Stillen Oceans hinaus— sprudelte. Mittlerweile gährte der Vesuv fortwährend in heftigen Ausbrüchen. Gibraltar wurde durch einen gewalt samen Shock gerüttelt, Neu-Südwales durch ein Erdbeben geschreckt. Neuestens hören wir aber von einem Monstre— Erdbeben, das auf jener unruhigen Region des Globus, in dem Lande westlich von den Anden geschah, und welches kaum geeignet ist, die von manchen Geologen gehegte Meinung zu unterstützen, daß die unterirdischen Kräste sich nach und nach vermindern; hingegen fehlen aber auch Beweise für die Ansicht anderer Geologen, welche sagen, „daß die inneren Erdkräste eines Tages so intenfiv werden könnten, daß sie die ganze Erde vernichten.“ Auf alle Fälle wird wohl in einer Reihe von Jahrtausenden eine selche Katastrophe noch nicht zu befürchten sein. Schlimmer wäre die von Einigen vermuthete Gefahr, daß eine gänz— liche Erlöschung oder Erstarrung des inneren Erdkörpers eintreten könne, welche die Erde unbewohnbar machen würde. Die Erdbeben selbst sind übrigens zu unserem Dasein nöthig und wir verdanken ihnen manche schätzbare Malerialien, wie z. B. die Steinkohlen. Ueberhaupt er⸗ halten Wald und Feld Nahrung aus dem Bauche der Erde, und die Erdbeben üben auch Einfluß auf die Ver— theilung von Land und Wasser. Selbst das Klima eines Landes verdankt seinen Charakter längst vergangenen Erd— beben. Die wichtigste Frage ist dabei wohl die: ob nicht Länder, die bisher, wie England(vergleichsweise), von Erdbeben verschont geblieben sind, dermaleinst deren Schau⸗ platz werden können, während andere Theile des Ecdkörpers sich beruhigen? „ Deutsche Bevölkerungen. Nach der letzten Volkszählung vertheilt sich die Dichtigkeit der Bevölkerung auf die einzelnen Staaten und Gebiete wie solgt: in Hamburg wohnen durchschnittlich auf der Quadratmeile 40,186, in Bremen 31.080 Menschen; in Sachsen 8905, in Lübeck 8100, im südlichen Hessen 7074, in Reuß älterer burg 2729, Lauenburg 2348, Mecklenburg⸗Schwerin 2266, Mecklenburg⸗Strelitz 1994. Für den ganzen Norddeuischen Bund beträgt die Durchschnittszohl 4016, für die süddeut⸗ schen Staaten 4110, für ganz Deutschland 4098. „ Eine zeitgemäße Aufschrift. Die letzte Nummer des„Figaro“ bringt folgende Ausschrift für das Königliche Palais in Madrid: Bettlern, Hausirern und Königen ist hier der Eintritt strenge verboten. Volkssitten. Es ist bekannt, daß unste Feste meistens mit alten heidnischen in der Zeit zusammenfielen. Dies ist nun jedenfalls nicht so zu erklären, daß man bei Festsetzung der christlichen Feste auf die Lage der altgermanischen Rücksicht genommen hätte, denn die erstern waren bereits längst bestimmt, als die germanischen Völker das Christenthum annahmen, sondern man muß einen tiefer liegenden Grund suchen und wir finden ihn, indem wir alle Feste als aus einem tiefern Bedürfniß heraus entstanden denken, aus Bedürfnissen, die alle Völker haben und die zugleich sehr handgreiflicher Natur sind, wenn wir uns dieses Ausdrucks bedienen dürfen, denn Feste entstehen immer schon in sehr uncivili- sirten Zeiten. Auf alle Völker, auch wenn sie sich noch einer niedrigen Stufe der Civilisation er— freuen, macht doch der Wechsel der Jahreszeiten einen besondern Eindruck und dieser ist es auch, der die meisten Feste veranlaßt hat, wenn freilich die Bedeutung derselben durch das Christenthum eine andere und zwar wesentlich geistigere wurde. Doch war die christliche Kirche nicht im Stande alle Gebräuche unsrer heidnischen Vorfahren, die auf die Feste Bezug hatten, zu beseitigen; hat doch sogar eines unsrer Hauptseste, die Ostern, den Namen nac einer heidnischen Göttin behalten, der etwa zu derselben Zeit ein Fest gefeiert wurde. Die Ostern sind ja recht eigentlich ein Frühlings- fest, wo die todte Natur zu neuem Leben erwacht; diese Bedeutung hatten sie bei den alten Germanen, bei den Juden und sogar schon bei den Griechen, welche die Vorgänge der Natur sinnbildlich in Mythen umzusetzen wußten, die namentlich in dem eleusinischen Gehtimkultus gepflegt wurden. Hier in Rheinhessen fand das Frühlingsfest bereits in der Mitte zwischen Fastnacht und Ostern, am Sonntag Lätare, statt; in Worms z. B. wird an diesem Tage ein Knabe in grüne Zweige, ein anderer in Stroh gehüllt, den Sommer und Es wird sich jeder Friedberger erinnern, wie man sonst mit Pfingstkringeln bewaffnet an den Pfingst⸗ brunnen zog und sie dort verzehrte. Beide, Kringel wie Brunnen, waren der Göttin Berka heilig; ihr zu Ehren warf man zu alten Zesten feurige Kringel in die Luft und der Brunnen wurde besonders von jungen Eheleuten zur Ver ehrung der Göttin aufgesucht, denn nach der Meinung der Alten ließ die Berta durch ihren langbeinigen Lieblingsvogel aus dem sogenannken Milch- oder Pfingstbrunnen jene kleinen Trabanten holen, die jedem Familienleben erst die Krone aufsetzen. e. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburg⸗Newyorker Postbampsschiff„Westphalsa“, Capitän Trautmann, welches am 9. d. von hier und am 12. d. von Southampion abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 10 Tagen und 20 Stunden wohl- behalten in Newyork angekommen. Das Hamburger Posidampsschiff„Allemannia“, Cpitän Bardua, ging, cxpedirt von Herrn August Bolten, William Miller's Nachf., am 23. Dezember von Hamburg via Southampton nach Newyork ab. Außer einer starken Brief- und Packetpost hatte dasselbe 33 Passagiere in der Cajüte und 123 Passagiere im Zwischendeck, sowie 1100 Tons Ladung. Verloosung. Von den Ans bach-Gunzenhausener Eisen⸗ bahn-Anlehen sind aus den früheren 22 Ziebungen nicht weniger als 3016 bereits gezogene Gewinne im Gesammtbetrage von 36,000 fl. noch nicht erhoben. Darunter befindet sich ein erster Gewinnst: Serie-Nr. 1890 Nr. 27 mit 18,000 fl., einer mit 1000 fl.: Serie⸗ Nr. 4288 Nr. 14, zwei mit je 100 fl.: Serie-Nr. 3437 Nr. 25 und Serie-Nr. 4564 Nr. 39. Theater in Friedberg. (Eingesandt.) Sicherem Vernehmen nach findet am Mittwoch den 20. dieses Monats das Benefiz unserer allbeliebten Sou⸗ brette, Frl. Julie Blick statt. Wir glauben das Publi⸗ kum um so mehr hierauf aufmerksam michen zu dürfen, als diese Künstlerin gewiß ein Hauptanziehungspunkt in der diesjährigen Theatersaison ist, obgleich Herr Director Kern auch in diesem Jahre wieder über gewiß tüchtige Kräfte zu verfügen hat, mit deren Leistungen wir in voll⸗ stem Maaße zufrieden sind. Wir meinen hier in erster Reihe Stotz, unseren tüchtigen Komiker, dessen Benefiz auch in nächster Zeit bevorsteht.— Frl. Blick wählte zu ihrer Benefiz-Vorstellung verschiedene kleine Novitäten. Wir unterlassen über die aufzuführenden Stücke selbst zu Linie 6496, Altenburg 5902, Reuß jüngerer Linie 5941, Lippe⸗Deimold 5486, Baden 5175, Württemberg 5020, Winter vorstellend; beide müssen miteinander sprechen, bemerken aber, daß die Bentfiziantin eine sehr — Coburg⸗Gotha 4710, Braunschweig 4537, F kämpfen bis der Sommer gesiegt hat. Nicht gute Wahl getroffen 155 und sind überzeugt, daß unser den Sondershausen 4315, nördliches Hessen 4306, Luxemburg. 1, iheaterliebendes Publikum, um die tüchtige, gerngesehene degche 4291, Sachsen⸗Weimar 4284, Schwarzburg⸗Rudolstadl 55 lange i zu 1* ist 5 Soubrette zu ebren, sich an ihrem Benefiz-Abende eben so do 4274, Anhalt 4077, Meiningen 4007, Schaumburg-Lippe Zeit der eigen chen Dommerfeier, die in manchen zahlreich einfinden wird, wie dies am Weihnachtsfeste der raden 3872, Preußen 3823, Baiern 3492, Waldeck 2802, Olden— Gegenden nicht weniger solenn gefeiert wurde.“ Fall war. — kau. Des alten Schäfer Thomas 8 8. l 5 — hl— k f stint zwanzigstt Prophezeihung 2* raun 0 en er 1 8 sür die Jabre 1869 150 1870, 4 kr., ü 3138 Mit dem 1. Januar 1809 beginnt auf den beiden Gräflichen Braunkoblendergwerken bei Ossenbeim ist zu haben bei 1. 10 1— und r neue Creditperlode, die bis Ende Mal 1869, dis zum Verlauf neu geformter Klöße. Bindernagel& Schimpff. g dran dauert. Für die in dieser Zeit gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine bezogenen Braunkohlen wird Dat lungofriff dis Ende September 1869 gestattet. i — Zab Senn er Bergwerk den 19. December 1868. 8 1 e 200 8 keit. 3190 konnen aus der Kirchenkasse zu Münster ander⸗ 4 weitig ausgeliehen werden * Zlegenderg am 24 Dezember 1868. * Braunkohlen-Perkauf. 1 Kirchenrechner. 3192 gür die gegen Credit zu beziebenden Hraunkoblen beginnt auf dem Großberzoglichen Dorheimer Berg · 7 f 4 N W— 1 werke mit dem 2. Januar 1869 eine neue Creditperiode laufend bis Ende März 1869 und verbunden mit einer Ia 1 ˖ 5 Zahlungsfrist bie Ende Juni 1869. 5 a b zver eigerung Der Preis der Kohlenklötze ist wie seither 12 ke. für 1 Ceniner= 14 Stück Klötze. a 5 8 1 drin. Die Kubrleute wollen die Gegenscheine, weiche 5 bel Abgabe 5 1. 1115 anetbordes benden, im Fürstlichen Schloß wall zu Hungen. anten bei jedem Kohlenbezuße mitbringen, damtt die einzelnen ezuge in den Gegenscheinen notirt werden können. 3173 Montag den 4. Januar k. J., Nachmittags 1 Uhr, — 5 0 Ze heng der Eredusummen an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des sogen dei biesigem Schlesse 198 Nummern Rußzbolz⸗ f— Gegenscheins A. 8 resp. N Was 170 8 1 Luft Dor heimer Bergwer. ö i esledend aus Eichen, Fichten, Buchen, Linden, Els⸗ bu rachel 7 Dordeim deeren, Kastanten, Akazien, Kirschen zꝛc., sowie 7200 5 38 Stecken Buchen und gemischt Scheitholz, 1 7 Faselochs- Versteigerung. e e e S 1 en 3199 Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, 382 15 1 1 Reisholz“ 1 12 1 soll auf hiesigem Rathhause ein zum Schlachten sehr 27 Schichten„ 5 8 Reisholz — 115 11 Heetgneter Zaseiochse öffentlich meistoietend verstelgert] zssentlich verkauft werden. * tücke, bester Qualität, per Waggon à werden. 1. 5 80 8 f n fl. Klelnere Quantitäten in meinem Fauerbach b. gr. den 24. Dezember 1868. 25 17 0 0 ene 2 Magazin an der Bahn Centner 30 ke, empfiehlt Großherzogliche Bürgermeisterel Fauerbach d. Fr.] sich sehr gut zu Laufboblen für Eisendahnardelten eiggen, 2 Bad Naubeim. Jacob Schimpf. oller. Da das Holt unmittelbar an der Friedberger kesp. een 2 FFC—— 7 1. Gießener Straße lagert, so kann dasselbe jederzeit ab⸗ libre Bur fc e, Schwarze seidene Halstücher, r 5 n. 2 been les 154 zur der mit Plant u 3 2814 sowie farbig: Umladpftücher und Zoulards bel 0 ee ee e 1 4 1 1 9 9 K. Friedrich neden ver Post. Diem me. .** U * Bekanntmachung, Helzversteigerung im Großherzoglichen Domanialwald Burgwald der Oberförfteret Ober Rosbach betreffend. 3156 Mittwoch den 6. Januar 1869, wird das nachverzeichnete dolz im Schlag Nr. 1 des Burg⸗ waldes der öffentzichen Versteigerung an die Meistbleten⸗ den ausgesetzt: Brennholz. 5 Stecken Eichen-Scheitbolz. 1 Buchen⸗, 13½ Stecken Birken Eichen, 6 Stecken Nadel⸗Prügelbolz, 27/„ Cichen⸗, 5½ Stecken Nadel⸗Stockholz, 1750 Wellen Buchen-, 5800 Wellen Birken⸗Eichen⸗, 2100 Wellen Nadel⸗Reiserholz. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzbolz. 73 Stück Eichen⸗ Stämme bis 17½“ Durchmesser und 35“ lang, 7„ Buken⸗Stämme, bis 7“ Durchmesser und 317 lang, 152„ Leärchen⸗Stangen. Der bedachte Schlaß liegt links— nahe am Weg. welcher vom Straßheimer- nach dem Hasselbecker⸗Pof führt. Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr mit dem Bau⸗, Werk und Nutzbolz. Ober Rosbach den 21. Dezember 1868. Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach Bingmann. Bekanntmachung. in Weser⸗ Bahn. 3074 Montag den 4. Jauuar 1869 wird bet der Wärterbude Nr. 127 in der Nähe des Dorfes Kölbe zwischen Mardurg und Kirchhain, eine Haltestelle für die Beförderung von Personen, einschließlich Militärs, nach und von den Stattonen Marburg und Kirchhain und zwar dis auf Weitetes mit den Zügen III,. XI und XV und XII, XIV und XX des Fabrplanes vonn 15. Juni d. J. eröffnet werden. Die Adfahrt von Kölbe findet statt: J. Nach Kirchhain mit Zug II um 5 Uhr 5 Minuten Vormittags, 2 29* Nachmittags, n Nn„ 25 5 Nachmittags. II. Nach Marburg mit Zug XII um 10 Uhr 26 Minuten Vormittags 8 55„ 5„ Nachmittags, „ 9 24„ Nachmittags. Reisegepäck kann von allen Stationen der Maln⸗ Weser⸗Bahn nach Kölde expedirt werden, das daselbst zur Beförderung über Marburg oder über Kirchhain! binauszugehende Gepäck wird von den letztgenannten Stationen nach Kölde rückwärts und welter vorwärs expedirt und ist hierbei die tarifmäßige Taxe von Kölbe nach Kirchhain beziehungsweise Marburg und von da bis zur Beimmungée nation zu enttichten. Cassel den 8. Decemder 1868. Königliche Dire tion der Main-Weser⸗Jahn. Holz⸗Versteigerung. 3191 Aus den Freibr. v. Fran denstein'schen Wald⸗ distrieten Kreuztannen, An der Sandkaut, Klappertannen. Tannenwiese, Heire urd An der Straße kommey zur öffentlichen Versteigerung: 1) Donuerstag den 14. Jauuar. 1½ Stecken Nadel⸗Scheitholz, 2„ Etchen⸗Prügelholz, 27 15 Nadel- 175 — 5 Eichen⸗Stockholz. 137½%„ Nadel⸗ 1 129 Wellen Eichen⸗Reis holz, 10780„ Nadel-Reis holz. Die Zusammenkunft findet Morgens 9 Uhr im Drifirict Klappertannen zunächst dem Viehtrieb statt. 2) Freitag den 13. und Samstag den 16. Jan. 431 Weißtannen⸗ Stämme] von 5½“ bis 2*“ mitt. 93 Kiefern⸗-Stämme ö lerem Durchmesser und“ 26 Fichten-Stämme bis 85“ Läuge, 4 Eichenstämme von 6½ bis 9“ mittlerem Durch⸗ messer und 15 bis 25“ Känge, 30 Weißtannen⸗Stanzen) von 3 bis 5“ mittlerem 33 Kiefern⸗Stangen Durchmesser und 20 bis 5 Fichten⸗Stangen 507 Länge, usommen 21213 Cubikfust Nadelholz u. 41 Cubik⸗ uß Eichenbolz. Die Zusammenkunft findet statt Freitag den 15. Jan., Morgens 9 Uhr, im District Klappertannen zunächst dem Viehlrieb und Somstag den 16. Januar, Morgene 9 Uhr, auf der Abtriebofläche im District Kreuztannen. Bemerkt wird, daß an diesen beiden Tagen ungefähr gleiche Quantitäten Stammholz zum Auegedet kemmen, und daß Freitags mit Verste“gerung der Kefernstämme der Anfang gemacht und hierauf mit der Versttigerung der Weißtannen und Fichten fortgefahren wird Credit für beide Versteigerungen bis zum l. Sept. 1869. Ockstadt am 27. Dezember 1868. Wilbrand, Neujahrswünsche, ernsten und humoristischen Inhalts, in großer Auswahl bei Bindernagel& Schimpff. wünschen, wollen sich wenden an Darmstadt, Rheinstraße 26. Realcredit-Baulgeschäft. 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welche Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen W. Reuling, Hofgerichtsadvokat. Mein Luger in allen 3153 bringe ich in empfehlende Erinnerung. Alten Geschästsbüchern Ph. Garde. Main ⸗Weser⸗ Bahn. 3189 Die Lagerplätze auf den nachbenannten Bahn⸗ böfen sollen Montag den 4. Januar 1869 an Ort und Stelle öffentlich verpachtet werden und zwar: zu Lang⸗Göns 88/ Uhr Vormittags, 7 Buß bach 10 7 17 „ Friedberg 12½„ Nachmittags, „ Nieder⸗Wöllstadt 2„ 15 „ Groß⸗Karben 2 15 „Vilbel. 1 „ Bonames 3½„ 5 Die Bedingungen liegen auf dem Büreau des Untee— zeichneten und den beiteffenden Stationen zur Ein- sicht aus. Gießen am 21. Dezember 1868. Der Bahn⸗ Ingenieur Na h m. Hofraithe⸗-Versteigerung. 3195 Die zur Concursmasse des Hürsch Mayer Sobu dahler gehörige, in der Nähe des Bahnhofs ge— legene Hoftaithe wire M., Donnerstag den 3l. d. Nachmittage 3 Uhr, einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt. Es wird bierbei bemerkt, daß sich die Steigeter auf Verlangen über ihre Solvenz auszuweisen und Beauftragte sich durch Vollmacht vorher zu legitimiren haben; dem vetztbtetenden aber det sokortige unbedingte Zuschlag ertheilt wird. Butzbach den 24. December 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach Küche l. des Lahter Hinzenden Boten erschienen und bet allen Buchhändlern und Buchbindern Haupt⸗Agentur: Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Engel- Apotheke. Punsehessenz mit Orauge oder Vanille billigst 3198 C. Görtz. 3103 Eine große Quantität re u wird auf dem Hof Oppelshausen bet Altenstadt billig abgegeben. Ein Flügel unds ein Klavier 3191 sind zu verkaufen. Näbere Auskunft ertheilt N. Bindemald, Freiherrlich v. Franckensteln'scher Obecförster. Schullehrer zu Ziegenberg. Punsch-Essenz 3400 feinste Qualtität bei Georg Groß. Feinsten Vorschuß 3020 zu 15 kr. bei 4 Löb Strauß. Friedberg. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 26. Dezember. Job. Lortz, Schulvicar in Günterod im Königl. Preußischen Hinterland Kreise, Sohn des verst. Bürgermeisters zu Asbach im Kreise Dieburg Joh. Philipp Lortz und Johanna Dorothea Louise Heidt, 1 des hies. Bürgers und Spenglermeisters Heinrich Heidt. Sera 20. Dezember.(In Nauheim.) Dem bies. Bürger und Schneidermeister Jobannes Steitz II., jetzt in Naubeim wohnhaft, Zwillingstöchter: Eva Chrissine und Marie Adele, geb. am 3. Dezember. Beerdigte: 20. Dezember. Heinrich Windecker, Sohn des 1 biesigen Bürgers und Küfermeisters Philipp Windecker, alt 61 Jahre 2 Tage, t am 19. Dez. 22. Dezember. Joh. Christian Glockengießer, hies. Bürger und Flurschütze, al. 67 Jahre 19 Tage, um Mitternacht zwischen dem 19. und 20. Dez. 25. Dezember. Katharina Eltsabetb Scheig, geb. Studt, Witiwe des wetland hies. Bürgers und Fuüͤhr⸗ manns Georg Scheig, alt 77 Jahre 10 Monale 21 Tage, T am 24. Dez. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. Mittwoch den 30. Dezember. Zum Benefiz für Frl. Julie Blick. Ein Sträußchen für Jedermann. Zum Erstenmale: Wer ißt mit. Vaudeville in 1 Akt. Nach Deésangiers„Le Diner de Madelon“ von W. Frtedrich. Zum Ersteumale: Die drei Dorfmusikanten. Lebende Bilder, nach den Hosemann'schen Zeichnungen in 4 Tabdlearx. Mufik von Reiß land. 1. Tableau: Der Gang zur Stadt. 2. Tableau: Die Kirmeß. 3. Tableau: Die Schlägerei. 4. Tableau: Feierabend. Aus Liebe zur Runst, oder Ein Singspiel. Posse mit Gesang in 1 Akt von G. v. Moser. Musik von A. Conradi. Miedberg im Zahre 768 und Friedberg im Jahre 1868, oder Sonst und Jetzt. Balletscherz von C. Stotz in einem Akt. W. Kern, Thea ler⸗Director. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. des Nenjahrsfestes wegen erscheint Samstag den 2. Januar keine Nummer d. Bl. 0 4 der dire schalw a wir ur thun a trifft u Ohr un zu rede gewöhn Jahr Hestigk schenge und 3 wüstun dabei Frigla Kunde diesem von w güssen Tyrol Verhet wenn stürmen Innern uns se dermul Muller Ruhe h Ving schrechl Erders Deus spürt w üer d.