—— Ut, werden * det Burg ler, uthtere sowie ver b gegen gltich len albhen, + me 1 sehr hllige ich, erbetg. 8 gtlitbien 1500 1 n babti, 1868. * Donnerstag den 29. October. N 128. Anzeiger für O erhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsta, Auf den„Anzeiger“ kann man für die Monate November und December abonniren. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 55 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätigung einer Schenkung betreffend. Von Ihrer Majestät der Kaiserin von Rußland sind der evan⸗ gelischen Kirche zu Jugenheim, im Dekanate Zwingenberg, zwei silberne Abendmahlskannen im Werth von 460 fl. geschenkt worden, und hat diese Schenkung die Bessätigung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs erhalten. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Zutheilung der evangelischen Pfarreien in den zufolge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. Sept. 1866 mit dem Groß herzogthum vereinigten Gebielstheilen zu den Dekanaten betr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben, nach erfolgter Einführung der im Großherzogihum über die evangelischen Kirchenangelegenheiten bestehenden Bestimmungen in den zufolge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. Sept. 1866 mit dem Großherzogthum vereinigten Gebielstheilen, in Betreff der Zutheilung der evangelischen Pfarreien in diesen Gebietstheilen zu den Dekanaten Folgendes Allergnädigst zu bestimmen geruht: 1) Die evangelische Pfarrei Trais an der Lumda wird dem evangel. Dekanate Gießen, 2) die evangelischen Pfarreien Nauheim, Dorheim und Reichelsheim werden dem evangel. Dekanate Friedberg, 3) die evangel. Pfarreien Dortelweil, Nieder— Erlenbach und Massenheim werden dem evangel. Dekanate Rodhein: und 4) die evangel. Pfarrei Rumpenheim wird dem evangel. Dekanate Offenbach zugetheilt. III. Bekanntmachung derselben Behörde, die Organi⸗ salion der Kreisveterinärämter betr. Die in den Bekanni⸗ machungen vom 6. Mat 1868 und 18. Sept. 1868 an⸗ geordneie Organisation der Kreisveterinärämter hat mit dem 15. Nov. d. J. in Wirksamkeit zu treten. IV. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 29. Juni dem Prälaten Dr. Zimmermann die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Preußen verliehenen rothen Adler⸗Orden 2. Klasse,— sowie des von S. K. H. dem Großherzog von Sachsen⸗Weimar ihm verliehenen Comthurtreuzes des weißen Falken⸗Ordens,— am 9. Sep.. dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Worms Heinrich Brück die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Preußen verliehenen rothen Adler⸗Ordens 4. Klasse,— am 10. Sept. dem Hosphotographen Holzamer zu Worms die Erlaubniß zur Aunahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem König von Würtemderg verliehenen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschast,— und in den letzten Tagen des September den nachbenannten Herrn die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Sr. Maj. uan sich über die Zusammensetzung des Kirchen dem Kaiser von Rußland verliehenen Orden zu ertheilen: Hes⸗Garten⸗Direktor Geiger St. Annen⸗Orden 3. Klasse: Post⸗Kassen⸗Controleur Bötticher zu Darmstadt Ritterkreuz Bürgermeister ständiges Mitglied und alle An- 3. Klasse des St. Stanislaus Ordens; Vice-Oberstjäger⸗Jweisungen sogar müssen von letzterem mitunter; meister Frhr. Berthold v. Bibra St. Annen⸗Orden 1. Kl.; Provinzial⸗Direktor v. Willich zu Darmstadt St. Stanis⸗ laus⸗Orden 2. Klasse mit dem Stern; Forstmeifter Ditt⸗ 3 mat zu Jugenheim St. Annen Orden 3. Klasse; Over⸗ zumal die Oberrechnungskammer noch da ist? sörster Klipftein zu Hegcrebng 70 e e 8 Wozu die lästige bürgermeisterliche Unterschrift? 3 Klasse; Kreisrath Knorr zu Bensheim S1. Annen⸗Orden 1917 27 1 3. Klasse; Oberförster App zu Auerbach St. Stanislaus⸗ Daß doch der Geistliche so ohnmächtig und ver Orden 3. Klasse; Polizeirath Petsch zu Darmstadt St. 5 a. Stanistaus⸗Orden 2. Klasse; Bahn⸗Ingenieur Geßner 7 vorstandes und nicht derselbe ganz allein zu sein, 3. Klasse; welch' Strettor des Großh. Hoftheaters und der Hofmusit Tescher I tat, c'est moi! St. Stanislaus⸗Orden 2. Klasse; r 3 0 St. Stanislaus⸗Orden 3. Klasse; Hof⸗Garten⸗Inspektor] ö 6. Schnitispahn zu Auerbach St. Slanislaus-Orden 2. Kl. sist bier nicht mehr durch hessische, sondern durch — S. K. H. der Großherzog haben endlich gerutzt, dem preußische Militärcommissäre und Aerzte vor- orbentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landes⸗Universität Baurath Dr. Hugo v. 1 0 15 70 die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm e 0 b a von Sr. 10 dem König von Preußen verliehenen hessischen Militärpflicht im einjährigen Dienst in Kronen Ordens 3. Klasse und dem Hof- und Münz hier stehende preußische Regimenter am letzten mebailleur Prosessor Christ. Schnitzzpahn bezüglich desselben Termin wieder sehr zahlreich. Frankfurt a. M. St. Stanislaus⸗ Orden Ordens 4. Klasse zu ertheilen. V. Charaktereriheilung. S. K. bei der Kanzlei der Ober⸗Steuer-Direktion Schmidt der Charakter als Kanzlei Inspektor zu verleihen. IV. Gestorben sind: am 6. Sept. der Strein zu Weiten⸗Gesäß;— am 16. Sept. der Kreis H. der Großherzog haben allergnädigst geruhl, am 14. Oct. dem Kanzlisten Schullehrer schrift, die Preußen das Recht auf das Kur⸗ rath a. D. Westernacher zu Bessungen;— am 18. Sept. der pens. Ortseinnehmer Raab zu Alzey;— am 19. Sept. der zweite Landgerichtsdiener Schäfer zu Grünberg. — Von den hier anwesenden preußischen Offizieren ist dem Großherzoge ur Erinnerung an die Feier der 25jährigen Inhaberschaft des 17. preußischen Infanterieregimentes Namens desselben ein prachtvolles und äußerst geschmackvoll gearbeitetes Album überreicht worden. Der Regimentsoberst v. Kottwitz erhielt das Com- mandeurkreuz des Ludwigsordens. Die 4 hier anwesenden Staabsoffiziere erhielten Commandeur⸗ kreuze des Philippsordens und auch die übrigen Offiziere wurden decorirt. — Wie das„Fr. J.“ aus bester Quelle vernimmt, hat der Großherzog die Genehmigung für die von der Ludwigsbahn ⸗Gesellschaft vor- geschlagenen Linien der Odenwaldbahn und für die neuzuerbauenden rheinhessischen Bahnen nun- mehr ertheilt. Die erstere Linie wird demnach an der Nord- und Ostseite unserer Stadt vorbei⸗ geführt werden; der ursprüngliche Plan, soweit er sich auf die Partie in der Nähe der„Rosenhöhe“ bezieht, hat einige von dem Landesherrn gewünschte unwesentliche Modificationen erfahren, welche für die allgemeinen Verkehrsinteressen von keiner Bedeutung sind. Die Bahnhofsfrage ist noch unentschieden. * Friedberg. Dem„Fr. J.“ wird von Homburg gemeldet: Nachdem durch Entschließung der königl. Regierung vom 10. und des großh. hess. Ministeriums des Innern vom 3. d. M. dem Comité für Herstellung einer Eisenbahn zwischen Homburg und Friedberg die Genehmigung zur Vornahme der Projectirungsarbeiten ertheilt ist, werden diese demnächst beginnen. Die Aus- führung dieses Projects kann nach den vorhandenen Aussichten, und wenn die betreffenden Gemeinden auch ferrerhin sich entgegenkommend zeigen, nicht bezweifelt werden. Di: Fortsetzung, bzw. Ab⸗ zweigung nach Usingen- Weilburg ist damit nicht ausgeschlossen, sondern im Gegentheil erleichtert. Mainz. Im„Mainzer Abendbl.“ beklagt vorstandes. Außer dem Pfarrer ist noch der zeichnet werden. Wie schrecklich! Kann der Pfarr- herr das Kirchenvermögen nicht allein verwalten, lassen dastehen muß! Blos Präsident des Kirchen ⸗ unerträgliche, demüthigende Stellung! — Das diesmalige Departementsersatzgeschäft genommen worden. Inzwischen waren die Ein⸗ tritte hiesiger Bürgerssöhne zur Ableistung ihrer Preußen. Berlin. Die schon officiöser⸗ seits angedeutete Absicht der preußischen Regierung, dem Kurfürsten von Hessen wegen seiner Denk— fürsten vorbehält, die Geldmittel, welche er bis her von hier bezog, nicht ohne Weiteres zufließen zu lassen, wird jetzt von der„Magdeb. Ztg.“ dahin ergänzt, daß man die Angelegenheit an den Land- tag bringen und nach dessen Votum die erforder⸗ lichen Maßnahmen treffen werde. Dem Kurfürsten steht, wie ein Berliner Blatt meldet, wohl ein ähnliches Verfahren bevor, wie es beim Könige von Hannover zur Anwendung gekommen ist. Kiel. Der Komiker Böhnke aus Hamburg, der in einer Soirce ein mit scharfen Ausfällen auf Napoleon III. gewürztes Couplet vorgetragen hatte, wurde auf Veranlassung des französischen Consulats vor die Polizei citirt und ihm dort eröffnet, er habe sofort die Stadt zu verlassen. Das Gesuch Böhnkes, ihm zur Besorgung einiger Geschäfte noch etliche Stunden Frist zu gewähren, wurde abschlägig beschieden. Kassel. Nach einer Mittheilung der„Hess. Volksztg.“ ist ein mit der Adresse„Kurfürst von Hessen“ am hiesigen Bureau aufgegebenes Telegramm von Berlin aus wegen„Unzulässigkeit der Adresse“ zurückgewiesen und nicht cher be⸗ fördert worden, bis die Worte„von Hessen“ gestrichen worden waren.— Pfarrer Ebert dahier macht in den„Evangel. Bl.“ bekannt, daß die Versammlung der vereinigten Conferenzen aus beiden Hessen und Nassau, welche im Herbste d. J. in Marburg statt zu finden hatte, auf vielseitige Wünsche erst im nächsten Frühjahr in Marburg gehalten wird. Bayern. Nach dem„Nürnb. K.“ ist dem Magistrat zu Nürnberg in öffentlicher Sitzung folgende Thatsache bekannt gegeben worden; Ein Mädchen aus einer nordpreußischen Stadt wurde im hiesigen Krankenhause verpflegt und vom Magistrat Rechnung über die erwachsenen Kosten (einige 30 Gulden) an deren Heimathsgemeinde geschickt. Von dort kam die Rechnung unbezahlt hierher zurück, mit der Bemerkung, sie könne nur bezahlt werden, wenn die Forderung in preußischen Thalern ausgedrückt sei, da man sonst den Betrag der Liquidation nicht genau ermessen könne. Baden. Der„Pf. B.“ meldet, es sei ihm von glaubwürdiger Seite versichert worden, es würden in Kurzem auf unseren Bahnen Eisen⸗ bahnbillete ausgegeben werden, anf welchen die Preise nicht mehr mit Gulden und Kreuzern, sondern mit Thalern und Silbergroschen ver- zeichnet würden. Oesterreich. Wien. Die Minister haben ihre ganze Beredsamkeit aufzuwenden gehabt, um die Ausschüsse von der Nothwendigkeit zu über- zeugen, daß das Rekrutirungs- und Webrgesetz ohne Verzug angenommen werde. Für 1868 werden von Cisleithanien 56,648 Rekruten ver langt. Ungarn hat 40,772 bereits bewilligt. Von der Opposition im Ausschusse wurde ein- gewendet, daß von 1860 bis 1866 jährlich nur 85,000 Rekruten im Ganzen ausgehoben wurden, und seitdem ist Venetien mit mehr als 2 Millionen Einwohnern verloren gegangen; die Vermehrung der Last drückt also vorwiegend auf Cisleithanien. Im Wehrausschuß gab der Minister Giskra die Auskunft, daß die neue Heeresorganisation jähr- lich 81 Millionen kosten werden, wovon 56¾ „fürstenthum bestreitet und alle Rechte dem Kur⸗ Millionen auf Cisleithanien fallen. Der Präsenz⸗ ö ö 0 ö 1 f 1 stand in Friedenszeiten ist dabei auf 255,000 Mann veranschlagt. — Am 22. d. fand auf dem Johannisberge bei Trautenau die Einweihung des Preußendenkmals statt. Dasselbe besteht in einem Obelisken, den die Offiziere des 6. ostpreußischen Infanterie- regiments ihren am 27. Juni 1866 auf dieser Höhe im Kampfe gegen die Oesterreicher gefallenen Kameraden haben errichten lassen. Der Oberst des Regiments empfahl das Denkmal dem Schutz der Bürger von Trautenau. — Die„Presse“ und das„Tagblatt“ melden, daß Baron v. Beust in der Sitzung vom 26. d. des Wehrausschusses eine bedeutungsvolle Rede zur Motivirung der Regierungsforderung von 800,000 Mann gehalten habe. Die höchst wich— tigen Mittheilungen Beust's, einen Hinblick auf die allgemeine Weltlage enthaltend, bestimmte die Abgeordneten, welche die Regierungsforderung anfänglich bestritten hatten, dieselbe vollständig mit großer Majorität anzunehmen. Nach den genannten Blättern schildert Beust die allgemeine Weltlage als eine solche, welche unbedingt ver— lange, daß Oesterreich stark sei, um nicht unvor— bereitet dazustehen, wenn auch eine Bedrohung des Friedens gegenwärtig nicht vorliege. — Aus Südtyrol kommen fortwährend Klagen über die Noth, welche durch die surcht⸗ baren Ueberschwemmungen der Etsch zwischen Bozen und Trient verursacht wurde. Der Kaiser hat zur Linderung des Elends 10,000 fl. gespendet und der Statthalter Baron Lasser hat die Stätten des Unglücks in Augenschein genommen. Prag. In einem patriotischen Marktflecken wurde ein Strohmann, mit Frack und Cylinder angethan, welche nach neuhussttischen Begriffen die deutsche Natienaltracht repräsentiren, in einem Schinderkarren auf den benachbarten Galgenberg transportirt, erst aufgehängt und dann verbrannt. Während der befrackte„Deutsche“ in den böhmischen Flammen loderte, sang ein tschechischer und gut katholischer Caplan das Miserere. In Reichenberg in Böhmen hat am 21. d. die feierliche Einweihung einer neuen evangelischen Kirche stattgefunden. Der Reichskanzler Freiherr v. Beust, welcher seine Theilnahme an der Feier zugesagt hatte, war nicht erschienen und hatte sein Ausbleiben damit entschuldigt, daß die Reichs- rathssession seine Anwesenheit in Wien erfordere. Außerordentlich zahlreiche Gäste hatten sich ein- gefunden, darunter gegen 100 evangelische Geist- liche im Ornat, die Mehrzahl aus Sachsen. Aus Reichenberg wird gemeldet:„Nach authentischen Berichten gab die Verhinderung der Tschechen⸗Meetings durch die energischen Regierungs- maßregeln in der Nähe der preußischen Gränze am letzten Sonntag zu einer eigenthümlicher Demonstration Anlaß. Die tschechischen Demon⸗ stranten zogen nämlich schaarenweise über die Gränze, brachten auf preußischem Boden Slavas auf die Tschechenrechte aus und kehrten sodann wieder heim.“ Schweiz. Bern. Neben der großen Thätig⸗ keit, die in Militärangelegenheiten für die Be⸗ waffnung mit Hinterladungsgewehren und Kanonen, die neue Uniformirung, für die Correction der Juragewässer, des Rheins und der Rhone, die Hebung der Pferdezucht, die Vichschauen, die Abhülfe der Noth ꝛc. weiter entfaltet wird, herrscht auch noch eine starke Bewegung für die Reform der Cantonalverfassungen im Sinne einer größeren Betheiligung des Volkes an der Gesetzgebung. — Der Regierungsrath von Obwalden hat eine Verordnung erlassen, wonach das Tabak⸗ rauchen und Schnupfen allen Minderjährigen (unter 18 Jahren) bei Geldstrafe und im Fall der Insolvenz Gefängnißstrafe verboten wird. — Der Postdienst in Tessin ist nach der „Liberta“ auf allen Linien wieder hergestellt. Nur auf der Gotthardroute, zwischen Airolo und Bellinzona, ist für den Personentransport vor⸗ läufig noch der Nachtcours ausstehend. Frankreich. Paris. Die„France“ gibt bereits ihren Commentar zu der Dumaine'schen Karte:„Territorial ist das Frankreich von 1868 größer als das Frankreich von 1815 und 1851. „ Wir haben als Mehrbesitz Algerien, wir haben Nizza und Savohen erworben. Strategisch haben wir uns gestärkt: im Mittelmeer durch alle Häfen der afrikanischen Küste, welche Toulon gegenüber dieses große Meer beherrschen; gegen Italien durch die Wiederherstellung unserer Alpengrenzen und gegen Deutschland durch die Räumung und Schleifung der Festung Luxemburg.“ — Die„Semaine financière“ schreibt:„Es war in den letzten zwei Tagen viel davon die Rede, daß der Marschall Niel in Folge der geringen Uebereinstimmung, welche seiner Ansicht nach zwischen der activen Haltung des Kriegs- ministeriums und der Thatlosigkeit des Ministeriums des Aeußeren bestünde, zurücktreten solle. Wie sehr auch diese Gerüchte an Bestand gewonnen, so halten wir sie kaum für begründet. — Die„Epoque“ meldet:„Der Herzog und die Herzogin von Montpensier sind nach Sevilla zurückgekehrt und von der Bevölkerung anständig, aber kalt empfangen worden.— Don Carlos hat allen Regierungen die Abdankung seines Vaters zu seinen Gunsten notificirt.“ —„Etendard“ sagt, die dänische Regierung redigire augenblicklich eine Depesche an das Ber— liner Kabinet, welche die direkte Reklamation um Ausführung des Prager Friedens bezüglich Schleswig's enthalte.— Neuere Nachrichten be⸗— zeichnen diese Mittheilung als grundlos. — Der Kaiser soll auf der Jagd von Saint⸗ Germain einer Lebensgefahr entgangen sein. Ein Gewehr sei einem der-Diener losgegangen und habe einen der in der Nähe des Kaisers befind- lichen hohen Jagdgäste leicht verletzt. Die Sache wurde natürlich gleich wieder zu einem Attentat gestempelt. — Das„Journal de Paris“ zeigt an, daß bei Dentu eine anonyme Broschüre erscheinen wird, welche den Titel führt:„Kurhessen, seine Annexion und seine Restauration, vom französischen Standpunkt aus beleuchtet“. Der anonyme Ver- fasser beweist, sagt das genannte Blatt, die nur zu wahre Wahrheit, daß es schlimm für Frank⸗ reich ist, daß Preußen das Kurfürstenthum Hessen und Mainz besitzt. — Eine Note des„Constitutionnel“ sagt: Die„Opinion nationale“ entnahm der„Times“ einen Bericht über eine Unterhaltung in einem offiziellen Kreise, worin die Kaiserin sich lebhaft für den Infanten Don Carlos als Candidaten des spanischen Thrones ausgesprochen hätte. Wir sind ermächtigt, zu erklären, daß dieser Bericht, sowie die daran geknüpften Bemerkungen der „Opinion nationale“ gänzlich der Wahrheit ent- behren. Großbritannien. London. Gladstone berührte am 21. Oct. in seiner Rede vor feinen Wählern auch die Arbeiterfrage. Er sagte unter Anderm:„Die Frage über die Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit werde von Manchem für eine der größten, oder gar für die allergrößte Schwierigkeit angesehen, die, einer Wolke gleich, über der Zukunft Englands hange. Ich gestehe, daß ich nicht dieser Reinung bin(hört, hört!). Ich habe so großes Vertrauen in den Verstandi meiner Landsleute aus allen Ständen und nament⸗ lich aus den beiden zunächst betheiligten, um mich nicht der Ueberzeugung hinzugeben, daß sie ohne allgemeine und hoffnungslose Hindernisse ihren Weg aus dem Labyrinthe dieser Frage zu einer befriedigenden Lösung finden werden.“ Und nach⸗ dem Gladstone diese seine Ansicht ausgesprochen, sagte er weiter, daß er in den Consumvereinen ein wichtiges Element für die Erreichung des an⸗ zustrebenden Zieles erblicke, indem sie dem Arbeiter einige von den Gefühlen und Interessen der Ca⸗ pitalisten einflößen, ohne ihn der Arbeiterklasse zu entrücken(hört, hört!). Was anderseits die Productivgenossenschaften betrifft, deren Wichtigkeit er nicht geringe schätzen möchte, bemerkt der Redner, daß die Gefahren und die Verantwortlichkeit solcher Unternehmungen jederzeit sehr ernster Natur seien“ Desto wärmer spricht Gladstone von solchen Etablissements, die den Arbeiter am Geschäfts⸗ gewinne betheiligen, und meint, daß eine Erwei⸗ mit zu den vorzüglichsten Methoden zur Lösung der Arbeiterfrage gehöre. — Widersprechenden Gerüchten gegenüber gibt der„Observer“ eine ihm gewordene positive Mit⸗ theilung über eine Einigung Lord Stanley's mit dem amerikanischen Gesandien, wonach die aus der Rebellion der Südstaaten entspringenden An⸗ sprüche britischer Unterthanen und amerikanischer Bürger durch eine gemischte Commission, welche in London ihren Sitz haben wird, zu entscheiden sind. Es ist nur noch die Ratification der amerikanischen Regierung nöthig. — Der bekannte Mathematiker und Optiker Herr Thomas Cooke,„der englische Fraunhofer“, ist 62 Jahre alt in Jork gestorben. Spanien. Madrid. Ein an die Nation gerichtetes Manifest der provisorischen Regierung wird in Kürze erscheinen.— Die Gesandten von Frankreich, Portugal, England und Preußen haben an Lorenzana Noten ihrer Regierungen überreicht, welche die provisorische Regierung von Spanien anerkennen.— Olozaga wird nach London und Paris in einer besonderen Mission seiner Regierung reisen. — Die„Gaceta“ veröffentlicht das erwähnte Manifest der prov. Regierung an die Nation, worin sie die Bürger auffordert über die wahren Be⸗ strebungen und positiven Bedürfnisse nachzudenken, welche demnächst befriedigt werden müssen. Sie faßt den Fall der Dynastie als den Probirstein der durch die Revolution eröffneten neuen Aera auf. Die Verwaltungsprincipien der künftigen Regierung werden auf die Freiheit im weitesten Sinne basirt sein. Am wichtigsten sei die, durch die neue politische Lage herbeigeführte religiöse Freiheit, sodann die Unterrichts-, Preß⸗ und Versammlungsfreiheit. Das Manifest sagt, die provisorische Regierung stimme für eine starke Monarchie, entwickelt die Gründe hierfür, versichert jedoch, die Rationalsouveränetät solle respektirt werden und schließt, indem es Vertrauen, Ordnung und den Beistand des Volkes fordert. — Die Junta von Sevilla hat vor ihrer Auflösung ein Manifest erlassen, welches so schließt: „Nieder mit der direkten und indirekten Dynastie!“ — Bei der statistischen Aufnahme der Nonnen; klöster, die 1860 erfolgte, zählte man 866 Klöster mit 12,990 Nonnen. Ihre Einkünfte beliefen sich auf 8,990,620 Realen jährlich. Die Mönchs⸗ klöster, 32 an der Zahl, enthielten 719 Mönche, aber in den letzten Jahren haben sich diese Ziffern vermehrt. Amerika. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat in Folge eines bezüglichen Congreß⸗ beschlusses die Sammlung aller Kundgebungen des Beileids und der Sympathie, welche gelegent⸗ lich der Ermordung des Präsidenten Lincoln und des Mordversuches gegen den Staatssekretär Seward am 14. April 1865 von allen Seiten bei ihr eingegangen sind und welche einen Anhang zu der diplomatischen Correspondenz des Jahres 1865 bilden, in einer hinreichenden Anzahl von Exem⸗ plaren durch den Druck vervielfältigen lassen. — Die neuesten Nachrichten vom Kriegsschau⸗ platze in La Plata melden, daß die Verbündeten es keineswegs gewesen wären, die den Marschall Lopez zum Rückzuge gezwungen hätten. Sein Lager bei Tebicuari war sehr fest; er hätte sich lange darin vertheidigen können und doch verließ er es, ehe er vom Panzergeschwader und von der alliirten Armee angegriffen wurde, und zog sich nach Villeta, 10 Lieues von Assumpcion, zurück. Er besitzt noch 28 Bataillone Infanterie, 16 Re⸗ gimenter Cavallerie, 60 Stück Feld⸗Artillerie und eine ziemlich große Anzahl schwerer Geschütze. „Friedberg. Ein von Aschaffenburg kommender zu⸗ verlässiger Gewährsmann macht uns die Mittheilung, daß auf dortigem Markte das Hundert Krauthäupter zu 3 fl. 20— 3 fl. 30 verkauft werde, was bei dem theil⸗ weisen Mangel besselben in unserer Gegend wohl beachtens⸗ werth sein möchte. Aus dem Kreise Vilbel. In vergangener Woche fanden Arbeuer in Holzhausen beim Fundamentgraben einer Scheuer etwa 5 Fuß tief einen Topf mit etwa 320 Stück Silbermünzen, worunter hauptsächlich kleinere spanische Münzen in der Größe eines Drei⸗ und Sechs⸗ bätzners; auch spanische, österreichische und kölnische Thaler terung und Verallgemeinerung dieses Systems befanden sich dabei, nebst mehreren kleineren polnischen erwahnte , worin den Be. zudenken, tn. Sie robirstin en Aera künftigen Btitesten it, durch teligüse t: And agt, die t ffarle ersichert tipektirt idnung er ihrer schließt: prastit!“ Nonnen · 6 Klöster belitsen Mönch Mönche, t Zifem einigten Cengrth⸗ zebungen gent lr und Stward bei iht ang zu 0 1865 Ertn · sen. bündtten und sranzösischen Silberstücken. Die älteste Münze trägt die Jahreszahl 1558, die jüngste 1624. Dieselben wurden also anscheinend zu Anfang des dreißigjährigen Krieges vergraben. 8 Darmstadt. Bei der am 26. Oktober dahier statt⸗ gehabten Herbstcontrole sollen sämmtliche Leute, welche nicht pünktlich erschienen waren, man sagt 30—40, zu je zwei Thaler Geldstrafe verurtheilt worden sein. Worms. Die„W. 31g.“ schreibt: Sicherem Ver⸗ nehmen nach ißt Herr Olff, Inspektor der hiesigen Stabt⸗— schulen, nunmehr zum Gr. Gymnasiallehrer dahier ernannt worden. Herr Olff fungirt bereits seit 18 Monaten in provisorischer Weise als Lehrer am Gymnasium, während Herr Menges ebensolange die Geschäfte des Schulinspectors versieht. Worms, 26. Oct. Aus den soeben erschienenen „Gedenkbplältern an die Enthüllungsfeier des Lutherdenk— mals“ ist ersichtlich, daß ein vorläufiger Ueberschuß von 18,415 fl. 2 kr.(Einnahmen 236,556 fl. 59 kr., Aus⸗ gaben 218,141 fl. 57 kr.) vorhanden ist, welcher zur Gründung einer Lutherstiftung verwendet werden soll. Vom Rhein schreiben die„Hess. Volksbl.“: In einer am Rhein belegenen Dorsschaft ließ kürzlich ein Oeconom in seiner Hofraithe Erdarbeiten vornehmen, als man auf drei menschliche Skelette stieß. Man konnte noch wahrnehmen, daß keine eigentliche Beerdigung statigefunden hatte, die Leichen vielmehr in hastigster Eile unter die Erde gebracht worden sein mußten. Alle Anzeichen wiesen darauf hin, daß man es hier mit einem scheußlichen Ver⸗ brechen zu thun habe, dessen Ucheber freilich längst der irdischen Gerechtigkeit entrückt sein mochte. Von den ältesten Bewohnern des Ortes wird nun folgendes mit⸗ getheilt. Bei Beginn der ersten französischen Revolution, in den 90 er Jahren, kamen 3 französische Emigranten in den Ort und mietheten sich bei einem Ortseinwohner ein. Sie waren im Besitz von reichen Mitteln. Eines schönen Tages waren sie plötzlich verschwunden. Der Hauseigen⸗ thümer gab zwar vor, seine Gäste seien heimlich abgereist, allein der Verdacht, sie möchten eines unnatürlichen Todes verstorben sein, war nur zu allgemein. Nur die unruhigen Zeiten und die mangelhafte Rechtspflege am Ende des vorigen Jahrhunderts lassen erklären, daß keln gerichtliches Einschreiten erfolge. Auf den Bewohnern des Hauses schien jedoch von nun an der Fluch des Himmels zu brach ein Bein. Einige Jahre später gerieth er in eine Maschine und endete so auf tragische Weise sein Leben. Sein Sohn, der sich in der Pfalz eine Existenz gegründet hatte, starb ebenfalls eines plötzlichen Todes. Seine f Kinder kehrten nach dem heimathlichen Dorfe zurück. Allein als ob der Fluch der bösen That bis in die dritte Generation sich vererben sollte, so ist ein weib— liches Mitglied dieser Familie mit der Epilepsie behaftet. Mit weltlichen Gütern ist sie freilich reichlich gesegnet; das Vermögen derselben beträgt weit über 100,000 fl. Die Hofraithe war längst in andere Hände und zwar in den Besitz des Vaters des Oeconomen übergegangen, der den unheimlichen Fund der 3 Skelette machte. Der ursprünglich gehegte Verdacht, die 3 französischen Emigranten seien auf gewaltsame Weise bei Seite geschafft und ihre Vaarschast geraubt worden, hat sich hierdurch in Gewiß⸗ heit verwandelt. Der Urheber der dunklen That hat hierüber freilich längst vor einem höheren Richter Rechen⸗ schast abgelegt. Aue Herrieden, 22. Oct., schreibt man der„Frankf. Ztg.“:„Ein heftiger Polarstrom, von den nordwestlichen Fisfeldern des atlantischen Oceans kommend, erniedrigte bei seinem Zuzuge von Nordwest nach Südwest das Ther⸗ mometer Morgens 8 Uhr am 19. in London auf 1.80, im Scarborough auf 0.00, sodann am 20. in Paris auf 2.10 und in Mözisres auf— 1.00, ferner heute dahier auf — 0.20 und verkündet uns den Eintritt des klimatischen Winters, welcher in unseren Gegenden durchschnittlich am 23. October einzieht. Hildesheim. Der„H. A. Z.“ zufolge fand eine Abtheilung des hiesigen Militärs, welche bei dem Auf⸗ werfen eines neuen Schießstandes am Galgenberge be— schäftigt war, eine große Anzahl, drei Schiebkarren voll, silberner Geräthe, als Schüsseln, Teller, Pokale ꝛc., die zum Theil eigenthümlich geformt und mit verschiedenen Verzierungen versehen sind. Der Fund befindet sich zur Zeit in Obhut des Militärs und wird einer gründlichen Reinigung von dem anhängenden Schlick unterworfen, worauf sich dann ein Urtheil über den Kunstwerth ber l g Geräthe und die Zeit, aus welcher sie stam men, wird lasten. Der Besitzer that einen Fall in der Scheuer und fällen lassen. i Aus Prag enthält die Wiener„Morgen-P.“ vom 23. d. nachstehendes Sensations-Telegramm:„Vorgestern erschoß in Klabno der Prager Leberhändler Krauß sich und eine Geliebte, eine gewisse Horvath. Man vermuthet aus verschiedenen Anzeichen, Letztere sei die mysteriöse Viki Horvath, auf welche sich Julie Ebergenyi in ihrem Pro⸗ zesse berief. Portratts von Chorinsky, von dessen vergifteter Gemahlin, sowie das Tagebuch der Ebergenyi mit Eintragungen von Man fand bei der ermordeten Horvath die fremder Hand und im überschwenglichen Style Chorinsky's geschrieben. Die Horvath wohnte lange Zeit in Prag. Deren vorgefundene Pretiosen und sonstiger Nachlaß sind äußerst werthvoll. „% Isabella eine Injurie? Ju einem Wirths⸗ haus zu Breslau glaubte sich ein Stammgast einer Dame von etwas emancipirtem Wesen gegenüber die Freihelt nehmen zu dürfen, zu gestehen, daß er glaube, sie habe vieles von der spanischen Isabella an sich. Die Injurien⸗ klage ist eingeleitet. Das Breslauer Gericht wird zu ent⸗ scheiden haben, ob man eine ehrsame Frau ungestraft Königin von Spanien nennen bürfe. „„ Das Fürstenthum Liechtenstein ist von den Verheerungen im Rheinthale ebenfalls stark betroffen worden. Namentlich ist es das Sargans und Trübbach gegenüberliegende Dorf Balzers, das bei der ersten und zweiten Ueberschwemmung auf das schwerste gelitten. Am 28. September durchbrach der Rhein unter dem Dorfe die Schutzbauten und die Ufer und ergoß sich mit ganzer Wucht über die mit allen Früchten besetzten Felder. Seine Fluthen stauten zurück und setzten 24 Häuser unter Wasser. Hunderte von Tagwerken des Culturbodens sind auf Generationen verwüstet; ein großer Theil der Ernte des Dorfes ist dahin; viele Häuser sind voll Wasser und Schlamm; Tausende von Gulden fordert die Verbauung der Ufer, und die Gemeinde Balzers ist sonst arm, weil übervölkert. f Aufforderung an die Versender von der undeclarirten Ver— packung von Geld in Briefe ꝛc. Abstand zu nehmen. 2629 Zur Uedermittelung von Geld durch die Poß unter Garantie, bietet sich die Versendung des declarirten Werthbetrages in Briefen und Packeten, oder die Anwendung des Verfahrens der Postanweisung dar. Bei der Versendung von Geld in Briesen oder Packeten, unter Angabe des Wertbbetrages, wird, außer dem tarifmäßigen Minimal- oder Gewichts. porto einc Assecuranz⸗Gebühr für den declarirten Werth erhoben. Dieselbe beträgt bei Sendungen, welche nach Orten des Norddeutschen Poftbezirks, sowie nach Süd⸗ deutschland oder Oesterreich gerichte: find, unter und bis 50 Thlr. I für Entfernungen bis 15 Meilen 2 „ über 15 bis 50 Meilen 4 kr. für größere Entfernungen 7 kr über 50 bis 100 Thlr. = 87 fl. 30 kr. bis 175 fl. füt Entfernungen bis 15 Mellrn 4 kr. 2„ über 15 is 50 Meilen. für größere Entfernungen 11 kr Zum Zwecke der Uebermittelung der zahlreichen kleinen Zahlungen ist das Verfahren der Post-Anweisung, welches sowohl innerhalb des Gesammtgebiets des Nord⸗ deutschen Postbezirks, als auch im Verkehre mit Bayern, Württemberg, Baden und Luxem- burg zulässig ist, wegen der größeren Einfachheit vor⸗ zugeweise zu empfehlen. Die Gebübr für die Vermittelung der Zahluntz mittelfl Poft⸗Anweisung beträgt: bis 25 Thlr.= 43 fl. 45 kr. überhaupt r über 25 bis 50 Thlr.= 43 fl. 45 kr. bis 87 fl. 30 kr. überhaupt 14 kr. Belm Gebrauche einer Post⸗Anweilsung wird das zeitraubende und mübsame Verpacken des Geldes, dit Anwendung eines Couverts und die fünfmalige Ver siegelung völlig erspart. Auch bietet das Versahren der Post⸗Anwelsung den Vortheil, daß zwischen dem Absender und Empfänger Differenzen über den Befund an Geld niemals erwachsen können. Um so mehr darf die Postbehoͤrde an die Versender die erneuete Aufforderung richten, sich einer undeclarirten Verpackung von Geld in Briefe oder Packete zu enthalten, vielmehr von der Versendung unter Werthangabe oder von dem Verfahren der Postanweisung Gebrauch zu machen. Darmstadt den 15. October 1868. Der Ober Post⸗ Direktor Vahl. 2354 Zum Frankfurter Journal und der Darmstädter Zeitung wird ein Mitleser 2621 Mittwoch den A. November l. J. ab Soeben ist erschienen: Illustrirter Familienkalender. Mit dem vorgeschriebenen Stempel. Der Verkauf ohne Stempel ist gesetzlich verboten. 1 Wiederverkäufer erhalten von uns den höchsten Nabatt, und machen wir besonders darauf 2030 aufmerksam, daß die Verlags handlung den Allein-Debit für Oberhessen laufende Bestellungen unbeachtet lassen wird. Bindernagel& Schimpff in Friedberg. uns übertragen hat und demzufolge direkt bei ibr ein⸗ Markt in Friedrichsdorf bei Homburg v. d. H. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der nächste Markt dahier am gehalten wird. Der Bürgermeister Garnier. 2627 Sehr zu empfehlen ist das im Berlage von L. Heimann in Berlin, Wilbelms⸗ Straße 91, er⸗ scheinende Werk: Der Einjährig⸗Freiwillige. Eine spftematische Vorbereitung für das Freiwilligen⸗ Eramen in Latein, Französisch, Englisch, Deutsch, Ge schichte, Geograpbie, Mathematik und Naturwissen⸗ schaften. ür die Privatvorbereitung bestimmt. Heraus⸗ gegeben von Heinemann, Dirigenten einer Miltlär- Vorbereitungs⸗Anffalt in Berlin. 50 Lieferungen à 27 kr. — Die bereits erschienenen Lieferungen zeigen, daß das Werk einen wirklich praktischen Standpunkt inne dält. Die Darstellung ist, mit Vermeidung alles Ueberflüssigen, klar und überfichtlich, und von desonderem Wertd halten wir die jeder Lieserung deigefügten Repetstionen und Fragen, die die Lehrer ersetzen, so daß es Jedem, der auch nur mit geringen Vorkenninissen veisehen id, mit wenigem Fleige gewiß leicht wird, sich die für das Einjährig⸗ Freiwilligen Examen nöibigen Kenntnisse zu erwerden. Im Verhältniß zu der Menge des hier Ge⸗ botenen und zu dem vielen Gelde, das sonst für Lehr⸗ bücher ausgegeben werden müßte, ist der Preis ein sehr billiger. Das Werk ift daher nicht nur denen, die sich zum Einjäbrig⸗Freiwilligen⸗Examen vorbereiten wollen, sondern allen den jungen Leuten zu empfehlen, die das Bestreben haben, Lücken in ihrer Bildung auszufthllen oder früber Versäumtes nachzuholen. Weiße Rüben 2623 verkauft W. Ulrich. Ein Faselochse, ee alt, Rothscheck, Berner Race, ist zu Wohnbach Joh. Herget II. Zwei Kühe mit Kälbern 2035 verkauft Friedberg. zum hiesigen Tagescburse 1777 flets zu haben bei gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Mayer Mayer in Frankfurt a. M. Wechsel auf Uew-Vork Ebristian Reuß. Foul ards, seldene Umknüpftücher und Halsbinden bei K. Friedrich neden der Post in Friedberg. 1186 N ö ö ö . 7 ö — — — — 8 8. ——ç— Für die herannahende Wintersaison empfehlen sich die Unterzeichneten zur Besorgung aller im Buchhandel erscheinenden illustritten, belletristischen X wissenschaftlichen Jeitschristen, sowie auch aller Modezeitungen u. s. w. u. s. w. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. Hungen L. Schneider in Hungen. „. 7 77 7 7 7. Der Güte und Heilsamkeit wegen in ganz Europa verbreitet. 2622 Die pateutirten und vielfach durch Preismedaillen in Deutschland, England und Frankreich ausgezeichneten, besonders aber durch die ersten Aerzte Europas glänzend erhobenen, in Heuäanstalten und Königlichen Lazarethen wur den günstigsten Ecfolgen angewandten Johann Hoff'schen Malz⸗Heilnahrungsmittel des Hofliefe⸗ ranten Herrn Johann Hoff in Berlin, Neue Wilhelmsstraße 1, empfehlen wir hiermit sowohl Gesunden, die Freunde angenehm schmeckender und die Gesundheit konservirender Gerränke sind, als Kranken, die ihre Genesung bald herbeiführen wollen. Das Malz⸗Extrakt⸗Gesundbeitsbier und die Malz⸗Chokolade werden von über 2000 Aerzten als ausgezeichnete, jederzeit sofort anwendbare Heilnahrungs, Diät und Stärkungs— mittel zu abwechselndem Gebrauche bei Hämorrhoiden, Magen, Lungen- und Brust⸗ Beschwerden, bei Nervenkrankheiten und Husten empfohlen. Sie heben die gesunkenen Lebenskräfte und starken die geschwächtesten Verdauungsorgane. Fur schwache Kinder und Saäuglinge eignet sich das Chokoladenpulver noch besonders, das auch zu Suppen verwendbar ist. Die schleimlösenden Brustmalzbonbons, so wie der Brustmalz⸗Zucker werden ihrer ununterbrochenen Anwendbarkeit wegen den Respirations-Leidenden von besonderem Nutzen sein.— Seine Excellenz Herr Finanzminister von der Heydt: So lassen deun Ihre Malzfabrikate nichts zu wünschen übrig; Seine Excellenz General v. Gablenz, Gouverneur ꝛc. hob hervor, daß es ein edles Ziel sei, in dieser Weise den Leidenden hilfreich beizustehen. Auch Seine Excellenz Graf von Bismarck gewann die Ueberzeugung von der heilsamen Wirkung der Johann Hoff'schen Malzfabrikate. Preise. Malzextraft: 6 Flaschen 2 fl. 42 kr., 13 Flaschen(1 Fl. Rabatt) 5 fl. 8 kr., incl. Flaschen und Verpackung; Malz-Gesundheits-Chocolade à Pfund 1 fl. 10 kr. und 1 fl. 45 kr.; Brust⸗Malz⸗Bonbon à Carton 14 und 28 kr. Wichtiges über Spanien! 2628 Bet Eduard Kummer in Leipzig ui erschienen und durch Bindernagel& Schimpff in Friedberg zu beziehen: g l Das heutige Spanien, seine geistige und äußerliche Entwickelung im 19. Jahrhundert von Fetnande Garrido. Deutsch von Arnold Ruge. Neue wohlfeile Ausgabe. 1867. gr. 8. geb. 21 Bogen. Preis 1 fl. 12 tr. Die gegenwärtige Lage Spaniens veranlaßt uns au dies Werk das Publikum nochmals aufmerksam zu machen. Die Bewegungen, die ohne Aufhören alle spanischen Provinzen durchzucken, können Dem nicht unerwartet kommen, der Land und Volk jenseits der Pyrenäen kennt; aber solcher Kenner gibt es nur äußerst wenige in Europa, und selbst in Deutschland, das sich rühmt om meisten Studium auf die Eigenthümlichkeiten fremder Vationen zu verwenden. Das vorliegende Buch gibt mehr Aufschluß über die inneren Zustände Spantens als Alles was bisher darüber erschienen ist. Es gibt die zuverlä'figsien ftatistischen Mittheilungen; es zeigt die geschichtlichen Vorgänge an der Hand urwiderleglicher Documente; es bietet uns den sicheren Schlüssel der Zukunft eines ebenso prachtvollen als mißbandelten Landes. Für Fuhrleute! Jtiedtich Hilbrecht's wine 2631 kann ein vollständiges Logis vermiethen. 2834 Ich beabsichtige das Fahren von Tausend Centnern Sielnkohlen vom Bahnhof in Butzbach nach Marienschloß—— an einen zuverlässigen Fubrmann in Accord zu geben und 2632 Der Pfandschein Nr. 2752 ist bitte Lustlragende sich bis zum 1. November bei mir zu verloren worden. Ansprüche darauf find innerhalb 14 Tagen zu erheben. melden. G. H. Freundlieb. Turnverein. 2625 Freitag den 30. d. M. Generalversammiung. Casino. 2636 Der ere Ball wird Mittwoch den 4. Nov., Abends 7 Uhr anfangend, abgehalten. Das Damen⸗ Casino am 8. November fällt aus. Der Vorstand. Jortbildungsschulen in Friedberg. 2626 Mit nächsten Sonntag, als dem 1. November, beginnt der Winterkursus in der Handwerker- und Montag darauf in der Mädchenschule. Anmeldungen können bis dahin bei Lehrer Volk zu ersterer und bei Herrn Ermus zu letzterer Anstalt geschthen, später aber nicht mehr berücksichtigt werden. Das Honorar in beiden Anstalten beträgt füt Kinder von Mitgliedern des Gewerbvereins monatlich 15 kr. und von Nichtmitgliedern 30 kr. Der Vorstand. Uuhrer Steinkohlen 2633 nur in bester Qualität ftets zu den billigsten Preisen vorräthig bei f Joh. Bechstein II. Bel Abnahme von größeren Quantitäten gewähre entisprechenden Rabatt. Winterhandschuhe 1194 in schöner Auswahl zu billigen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Ein Kegensch ir m 2624 wurde gefunden. Näheres zu erfragen bel der Expedition d. Bl. 2552 Alle Sorten Strick-& Terneaurwollt in großer Auswahl bei M. Volk. Gesucht auf Peterstag 2612 in eine kleine Haushaltung nach Echzell eln braves, ordentliches Mädchen, welches die Hausarbeit versteht und kochen kann. 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Hess./ Gbligat. 90½ d. 1. 100 br v. 1864 10% 5 5% Nat.-Anl. 1854 33 ½ 0. 0 3½% Obligation. 85 G. 2 dure role doe. e 5 5% steuerfrele Oblg. 51/8 G. Nassau 4½0% Obl. b. Rtb. 95 ½ E 5 Bad. 35 fl. Loose 98* Preussen 4½% Obligat. b. Rth. 95 ¼ P. 2 4% 40 do 86% G. 2 orb. 40 Frl. b. f. 8 8 5 4% d do. 87¾ G. Kurhess. 40/% Obb. b. k. à 105 87¾ P 2 ar. Hess. 50 fl. L. b. B. 1570 6. Bafen 50% Obligation. 102 P. Frankf. 3½% Odltgat. 81 k.—„ 25%„„ 40 4. 5 4½% ½ ähr. b. Rth. 96/ G. 5 0% 0—— 2 Jass. 25 fl. T. b. R. 37 6 2 4⸗ d. do 90 P. Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 1285 ½ d ELLE Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 94½ 8. Finnland 4½0% Pfdbr. i. R. 105 78 ¼ P. E Pistolen fl. 9 49—51 5 4% 40 do 88 ¼½ P. Schweden 4½/ O. i. R. à 105 86 6 2 5 Doppelte„ 9 50-52 Baden 4½% Obligat. 94½ G. 95 4½0% Pfb. i. R. à 105—— 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58½—59 25 40% Oblignt. 865% G. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 78½ G. Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54—56 ll Gnbezahite Eisenbahn Actien und Prioritäten. 8. 3 3 4½/ Payr. Ostbahn 120½ G. ss% Liv. C. P.& P, Z. fc. 2 28 kr. 30 ½ 6. 2 Enel. Sovereiens.„ 14 5488 50% sächsisshe Pfandbr. b. R.—— 5% Tos. Ceutr.-Eisenb.-Pr. 463% G. Russ. Imperiales„ 9 50—52 3% Oesterr, St.-Eisenb.-Prior. 53½ G 50% Elisabethbahn- Prior. 6% 74½ 6.* Gold pr. Zoll- Pf. e 60/0 Oest. Süg. St. u. Lomb. E. B. 96 P. 50% do. neueste Emiss.% 73½ G. I Hchh. S IIb. pr. Z. Pf.—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 43½ G U 4½% Hess. Ludwiesb.-Prlor. 948 P. Preuss. Kassensch.„ 1 44%—45½½ Wiener Wechsel- Cours 102½ G. I pohars iu Geld„ 2 2728. . 7 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunft über Vorloosungen, Coupons- Zahlungen d. s. W. . Lindheimer in Friedberg. — schluß 186b an d 10. ansta Hette die z unte den bis weld send.