au abe N gel — and 9 ö f dit den dan Abeikpreits fertsch. Halt se am. tat rü en, 1 Ouetsch echt del mmich, gitetrung uuf b. J. in die u lan Beit Daul. Oer⸗ utttn tien un und dat rt Serichlt Numer. trag 5 5 U A 1 Dienstag den 29. September. 115. Anzeiger für Oberhessen. 1 1 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Etscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 g ————.——— 1868. Auf den wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenden Anzeiger für Oberhessen kann man für die Monate October, November und December in hiesiger Stadt bei der unterzeichneten Expedition für 30 kr. und bei allen Postanstalten innerhalb des Großherzogthums für 33 kr. abonniren. Der Anzeiger bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kur ze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, land— wirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschaftliche Nachrichten, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Statspapieren und locale Notizen; außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Bilderräthsel, Räthsel, Rechenaufgaben ꝛc. Bei der großen Verbreitung dieses Blattes werden amtliche Bekanutmachungen und Versteigerungs-Anzeigen ꝛc., sowie geschäftliche Annoncen und Empfehlungen aller Art stets von dem besten Erfolge begleitet sein.— Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit 3 kr. berechnet; bei größeren Aufträgen oder standigen Annoncen gewähren wir einen entsprechenden Rabatt. Zum geneigten Abonnement, sowie zur Benutzung des„Anzeiger für Oberhessen“ zu Veröffentlichungen aller Art ladet ein Friedberg. Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Bestimmung der Inferenden- und Einzugsgelder für Neuanziehende;— insbesondere Ein— zugsgeld von den mit ihren Ehemännern einziehenden Frauen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Von dem Eriasse Großherzoglichen Ministeriums des Junern in obigem Betreffe sezen wir Sie durch nachstehenden Aboruck in Kenntniß, und haben Sie dessen Bestimmungen zu beachten. Trapp. Zu Nr. M. d. J. 9130. Darmstadt den 18. September 1868. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Friedberg am 24. September 1868. Nachdem durch das Gesetz vom 25. Juli J. J., die ortsbürgerliche Niederlassung und Verehelichung betreffend, verordnet worden ist, daß ein Einzugsgeld oder eine sonstige Abgabe von der ortsfremden Braut nicht mehr erhoben werden darf, finden wir uns veranlaßt, auch die Bestimmung, daß die Ehegattin, welche mit ihrem Ehegatten einzieht, gleich der durch Verheirathung einziehenden Frauensperson Einzugs⸗ geld zu entrichten habe, außer Wirksamkeit zu setzen, wonach sich unser Ausschreiben vom 3. September 1864(Nr. 16 des Amtsblatts) modificirt. Sie wollen die Ortsvorstände hiervon zu ihrem Bemessen in Kenntniß setzen. ane Hallwachs. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Feldstrafen, hier deren Einnahme ⸗Detretur. Friedberg den 21. September 1868. Dasselbe an die betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Mittheilung nachstehender Verzeichnisse der Ihren Gemeinden zukommenden Strafantheile von der 4. Periode 1867 und der 1. und 2. Periode 1868 tragen wir Ihnen auf hierüber Einnahme ⸗Decretur zu ertheilen und die Beträge vorschriftsmüßig controliren zu lassen. Trapp. Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen. 3) Von der„ Periode 18 8 7 Stadeu 10 ½ kr. IN Staden 1 fl. 40 kr. 0% en e r e e e ed e n n 8. 1) Buß bach 7 fl. 50½ kr. 2) Langenbaln und Ziegenberg 28½ kr.] Rosbach 31½ kr. 12) Weckec heim 18 kr. 13) Dorbeim 28 ¼ kr. 14) Nauheim 3) Rockenberg 5 fl. 25½ kr. 4) Assenheim 3 fl. 41 kr. 5) Beienheim 4 kr. 10½ kr. 15) Nieder- Mörlen 1 fl. 31½ kr. 16) Ober- Mörlen 1 fl. 38 fr. 6) Bruchenbrücken 3½ kr. 7) Friedberg 12⅜ kr. 8) Melbach 2 fl. 44¼ kr. 17) Schwalbheim 19 ½ kr. 18) Kirch⸗Gönd 27 kr. 19) Pohl⸗Höns 33½ fr. 9) Nieder Rosbach 1 fl. 31% fr. 10) Nieder Wöllfadt 5½ ke. 11) Ober. l b 155 5 Renn Die Ende dieses Monats fälligen Holz, und Heugras Gelder müssen bis zum 15. October d. J. bezahlt werden. Wir ersuchen die Groß berzoglichen Bürgermeistereien, dieses im Interesse ihrer Orts angehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15 October die Mahnung erfolgt. Friedberg den 26. October 1868. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin deck. „%%% ĩ²˙ͤĩ Die Feldstrafen von der 4. Periode 1868 können an den bestimmten Zahltagen, Dienstag und Donnerstag, Morgens von 8 bis 12 und Mittags von 2 bis 4 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Als besonderen Erhebungstag bestimmen wir für den Landgerichtsbezirk Butzbach, Montag den 5. October 1868, Morgens von 8— 10 Uhr, bei Herrn Gastwirth Joutz zu Butzbach. Wir ersuchen die Großherzoglichen Burgermeistereien dieses im Interesse ihrer Orts- angehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. October die Mahnung erfolgt. Friedberg den 26. September 1868. Großherzogliches Rentamt Friedberg idee. essen. Darmstadt. Das Großherzogliche] den Weißbindermeistern Friedrich Best II. zu Darmstadt 5 f. 50 dog 0— und Eeorg Weirich zu Bensheim den Charakter als Regierungsblatt i enthält(Schluß): imels pin en ub nde XVI. Charakterertbeilung. Seine Königliche Hoheit der XVII. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäbigst geruht: am 26. August Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. September H den Schullehrer an der vierten evangelischen Schule zu Pseddersheim Bähr auf sein Nachsuchen don seinem Schul⸗ dienste zu entlassen. XVIII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königl. oheit der Großherzog baben allergnädigst geruht: am 3 * 1. Juni den Kammermusiker Harbordt,— die Hofmusiker geil,— Ackermann— und Frank— und am 2. Sept. den Secretär bei der vo' hinigen Direktion der Main⸗ Weser⸗Eisenbahn zu Gießen Moyat auf sein Nachsuchen temporär in den Nuhestand zu versetzen. XIX. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Hartershausen mit einem Gehalte von 1469 fl. 25 kr., wovon jedoch eine temporäre jährliche Abgabe von 125 fl. zu entrichten ist; dem Herrn Grafen von Schlitz genannt von Görtz stebt das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die evangelische Schulstelle zu Ober Lais mit einem Gehalte von 300 fl., nebst einer Hetzungsvergütung von 11 fl. 5 kr.;— die evangelische Schulstelle zu Wallbach mit einem Gehalte von 300 fl. 36 kr.; für die Heizung des Schulsaals wird durch die Gemeinde gesorgt; das Peäsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Hrn. Fürsten zu Löwenstein⸗Wertbeim⸗Rosenberg und dem Hrn. Grafen zu Erbach⸗Schönberg zu. 5 XX. Gestorben sind: am 30. Juli der pensionirte Schullehrer Schneider zu Otterbach;— am 12. August der katholische Schullehrer Stamm zu Worms;— am 28. August der Kreisbaumeister Amelung zu Nidda;— am 6. September der Obermedicinalrath Dr. Winckler;— am 7. Sept. der Kanzleidiener Waigandt zu Dacmstadt. 1 Darmstadt. Die Reichhaltigkeit, das praktische und theilweise recht geschmackvolle Arrange⸗ ment der landwirthschaftlichen Ausstellung macht auf den Besucher den günstigsten Eindruck. Dresch⸗ maschinen und Locomobilen verschiedener Art, Drainageröhren, Säulen-, Saughebe⸗, Jauche“, Druck-, Bier-, Maisch- ꝛc. Pumpen; Gartenspritzen, Handspritzen, Rübenschneider, Fleischbackmaschinen, Feuerspritzen, Kartoffelmühlen, Pflüge neuester Construction, Waschmaschinen, Kochapparate ꝛc. ꝛc; kurz Maschinen und Apparate der mannichfachsten Art für die Landwirthschaft und den Haushalt zeugen von eminenten Fortschritten auf diesem Gebiet. Dieselbe Befriedigung gewährt der An- blick der ausgestellten Modelle, Pläne, land- wirthschaftlichen Unterrichtsmitiel, Proben von Compost⸗ und künstlichem Dünger ꝛc. Eine lange Reihe von Weinflaschen zeigen auf ihren Etiketten die Namen der berühmtesten Produkte unseres Landes; auch der„Astheimer“ ist in verschiedenen Sorten vertreten. Nicht minder interessant sind die Verbandlungen der Generalversammlung der landwirthschaftlichen Vereine. Gegenstände der⸗ selben sind: Vorbildung des landwirthschaftlichen Publekums, die Angelegenheit der Viehversicherung, Zusammenlegung der Grundstücke, Besteuerung des Branntweins, Verbesserung des Feldschutzes, die Gründung von landwirthschaftlichen Creditkassen ꝛc. Das landwirihschaftliche Fest muß in allen seinen Theilen als ein gelungenes bezeichnet werden, das auf die Fortentwickelung der Landwirthschaft den fördernsten Einfluß baben wird. Mainz. Eine Anzahl preußischer und hessi⸗ scher Offiziere sind hier angekommen, um die Festungswerle einer näheren Besichtigung zu unter⸗ werfen. Besonders richtet man dabei sein Augen- merk auf diejenigen Punkte der Außenwerke, die in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Wichtigkeit geworden find. Preußen. Berlin Der„H. B.⸗H.“ wird von hier geschrieben:„Vom Grafen Bis⸗ marck erfährt man, daß er immer noch an der Absicht festhält, ein englisches Seebad zu besuchen. Indeß scheint man ärztlicher Seits Bedenken zu tragen, ihn der damit verbundenen Beunruhigung durch politische und gesellschaftliche Zumuthungen auszusetzen, da ihn selbst die Einsamkeit von Varzin kaum dagegen zu schützen vermag. Jeden ⸗ falls wird die Rückkehr des Grafen nach Berlin kaum vor Ende October zu erwarten sein.“(Nach einem andern Blatt soll derselbe erst im Detem⸗ ber wieder eintreten.) Kassel. Wie dit„Kasseler Tagespost“ ver⸗ nimmt, hat der Kurfürst von Hessen der am 8. v. M. durch Brand hart mitgenommenen Ge⸗ meinde Dodenhausen auf deren besondere Bitte 1000 Thaler zum Geschenk gemacht mit der Weisung, die Hälfte zum Aufbau der Kirche und Schule zu verwenden und die andere Hälfte an die Betroffenen zu vertheilen. Sachsen. Dresden. Die„Dresdner Nachrichten melden:„Der in Dresden bestandene Zweigverein desjenigen Allgemeinen Deutschen (Lassalle'schen) Arbeiter⸗Vereins, der bis vor Kurzem in Leipzig unter dem Präsidium des Dr. Schweitzer aus Berlin seinen Sitz hatte, ist nach der aus⸗ gesprochenen Auflösung des Hauptvereins Seitens des Polizeiamts der Stadt Leipzig, nunmehr von der hiesigen königlichen Polizeidirektion gleichfalls aufgelöst worden. Bayern. München. Zum bevorstehen⸗ den Empfang der Kaiserin von Rußland werden großartige Vorbereitungen auf Schloß Berg ge⸗ troffen. Im See wird ein Springbrunnen gebaut, der durch Dampsmaschinen getrieben wird. Am Sonntag findet großes Feuerwerk auf dem See statt. Der König überläßt der Kaiserin das ganze Schloß und bezieht ein benachbartes Privathaus. — Die beiden ägygtischen Prinzen sind von Wien hier angekommen und werden nach einem zweitägigen Aufenthalt dahier ihre Weiterreise nach Paris fortsetzen. Württemberg. Stuttgart. Der rus⸗ sische Reichskanzler Gortschakoff ist in Friedrichs⸗ hafen eingetroffen und reist mit dem Kaiser nach Berlin zur Zusammenkunft mit dem König Wilhelin Oesterreich. Wien. In diplomatischen Kreisen geht das Gerücht, daß die in München tagende Militärconferenz auch eine authentische Interpretation der mit Preußen abgeschlossenen Schutz⸗ und Trutzverträge feststellen soll. — Die„Debatte“ und das„Tagblatt“ mel— den: Die Pforte erklärte den fremden Mächten, daß, wenn die Vorbereitungen zu neuen Frei⸗ schaaren-Expeditionen in Rumänien forldauern würden, der türkischen Regierung die Pflicht ob- liege, jenem Zustande zu steuern und die Reichs- integrität zu wahren. — Die„deutsche“ Politik des Herrn v. Beust findet auch jenseits der Leitha keinen Anklang. Der„Pester Lloyd“ sagt:„Wer den Wächter über die Integrität Deutschlands spielen will, der darf sich nicht an Frankreich anschließen.“ Die Organe der Deakpartei verlangen jetzt ebenso ent⸗ schieden wie die Linken, daß Oesterreich Ungarn in einem Kampfe zwischen Frankreich und Preußen neutral bleibe. — Die„Wien. Ztg.“ veröffentlicht ein kaiserl. Handschreiben an den Ministerpräsidenten Fürsten Auersperg, wonach dessen Demission unter Aner⸗ kennung seiner Verdienste angenommen wird. Ein zweites kaiserl. Handschreiben an den Grafen Taaffe beauftragt denselben, das Amt als Stellver⸗ treter des Ministerpräsidenten wie bisher fortzuführen Schweiz Bern. Der Congreß der Friedensliga erklärte die Constitutionen der Schweiz und der Vereinigten nordamerikanischen Staaten als Vorbilder einer Constitution der künftigen Vereinigten Staaten von Europa. Dänemark. Kopenhagen. Großfürst Alexis, der 18jährige Soyn des Kaisers von Rußland, befindet sich gegenwärtig auf einer größeren Seereise und wird hauptsächlich Nord⸗ Amerika besuchen. Das Schiff nun, auf welchem sich der Letztere befand, die russische Fregatte „Alexander Newski“, ist laut eingelangter tele⸗ graphischer Nachricht am Morgen des 25. Sep⸗ tember an der Westküste von Jütland gescheitert. Ein in Kopenhagen später eingetroffenes Tele- gramm meldet, der Großfürst sei gerettet und wohlauf, das Rettungswerk der Schiffbrüchigen werde sortgesetzt, die See sei ruhiger. — Nachrichten vom 26. besagen, daß 5 Mann von der Besatzung des Schiffes, darunter 2 Lieutenants, ertranken und mehrere Matrosen ver⸗ wundet wurden. Frankreich. Paris. Die„Gazette de France“ läßt sich aus Baponne schreiben:„Hier zweifelt man nicht, daß preußisches Geld in der spanischen Angelegenheit eine große Rolle spielt.(7) Die Verschwörer sind reichlich mit solchem versehen. Man spricht natürlich von der Candidatur des Herzogs von Montpensier, welcher in Andalusien populär, aber in den nördlichen Provinzen un⸗ bekannt oder wenig beliebt ist..... Die Armee ist unentschlossen; die Bevölkerungen des Nordens sind dem Aufstande abgeneigt, die des Südens ihm günstig. Die preußische Action(I) macht sich bereits fühlbar und der Haß gegen Frankreich ist eines der Momente des Aufstandes. — Auch das„Pays“ beschuldigt Preußen, (bei dem spanischen Aufstand die Hand im Spiele zu haben. Man bilde sich ein, daß ganz Frank⸗ reich bereit wäre sich zu erheben und dem Geläute der revolutionären Sturmglocke freundliches Gehör zu schenken, sollte dieses Geläute auch diesmal über die Pyrenäen kommen, wie es 1847 über die Alpen und Turin kam. Preußen scheine in Spanien einen Alliirten Frankreichs erblickt und deßhalb der Königin Isabella eine ernstliche Ver- legenheit bereitet zu haben. — Die Journale vom 26. d. erachten es für ein ungünstiges Anzeichen, daß heute keine offi⸗ ziellen Telegramme aus Madrid vorliegen. Vom „Temps“ wird die Insurrection in Logrono be— stätigt. Holland. Ein Augenzeuge berichtet, daß die künstlichen Werke der Festung Luxemburg großentheils geschleift sind. Die von der Natur in jener felsigen Gegend geschaffenen Festungs⸗ anlagen sind aber unversehrt, und auf ihrer Unter⸗ lage kann auch der abgetragene Theil der Festung leicht wieder hergestellt werden. Es liegt fetzt holländisches Militär in Luxemburg in Garnison, doch nicht in großer Anzahl. Großbritannien. London. Die„Times“ verwirft bei Besprechung der Ereignisse in Spanien die Candidatur des Carlistischen Zweiges der Bourbonen, sowie das Projekt einer Republik ohne Weiteres. Gegen die Carlistische Linie führt sie deren katholische Tendenzen als Einwurf an, während der Republik die Grundlage in den Sympathien des Volkes abgesprochen wird. Da⸗ degen ist das leitende Blatt der Wahl des Herzogs von Montpensier nicht abgeneigt, indem Spanien durch dieselbe einmal seinen vor fünfunddreißig Jahren versfochtenen Grundsätzen nicht zuwider⸗ handle und dann auch an den tüchtigen, geschäst⸗ lichen Eigenschaften des Herzogs eine gute Er⸗ werbung mache. Spanien. Madrid. Der„Gaulois“ entnimmt brieflichen Mittheilungen aus Spanien, daß alle Kriegsschiffe, die sich in San Sebastian als Ehrenescorte befanden, in See gestochen seien und sich der Revolution angeschlossen hätten. Nur ein kleiner Dampfer sei zurückgelassen worden, um der Königin zur allenfallsigen Abreise in's Aus⸗ land zur Verfügung zu stehen. Die Spanier sind galant. Interessant ist übrigens die Art und Weise, wie die Königin von ihrem„geliebten“ Volke denkt. Als man ihr vorschlug, zu Gunsten ihres Sohnes abzudauken, soll sie ausgerufen haben: Nein, ich will nicht, daß, wenn ich besiegt bin, eins meiner Kinder über ein so verächtliches Land regiere. Ich bleibe hier, bis diese Räuber besiegt sind, und wenn ich unterliege, so gehe ich nach Frankreich und schätze mich glücklich, dieses Mörder und Spitzbubenvolk los zu sein. — Das Revolutions ⸗Comite zählt auf die Theilnahme des Heeres an der Erhebung. Eine Proclamation an die Armee schließt mit den Worten: Offiziere und Soldaten, Spanien segnet Eure friedliche Entschlossenheit. Ohne Kampf, ohne Blutvergießen und ohne Unordnungen wer⸗ den wir unsere Erlösung vollziehen und das Joch abschütteln, welches schon so lange auf uns lastet. Nieder mit der Regierung! Es lebe die Nation! Es lebe die Volkssouveränetät! — Aus Madrid schreibt man der„Gironde“ unterm 21., daß es zu einer Transaction für die Königin zu spät ist. Die unteren Stadttheile von Madrid sind in vollster Gährung; die Sol⸗ daten fraternistren mit dem Volk und man er⸗ wartet stündlich das Erscheinen der Insurgenten vor den Thoren. In den Straßen vertheilt man beinahe offen die Bülletins des Revolutions⸗ Comite's von Cadix. Nach einem dieser Bülle⸗ tins würde General Prim in der nächsten Zeit vor Barcelona erscheinen. Aus Coruna gehen der„Gironde“ Nachrichten vom 20. und 21. Sept. zu. Die Stadt, sowie der gesammte Kreis von Ferrol hatten dem Aufrufe des Generals Quesada Folge geleistet. — Die„Gaceta“ meldet: das Erscheinen von Insurgentenbanden in Alicante, Leon und Asturien bestätigt sich. Die Städte Malaga, Bejar, Alcoy haben sich der Insurrection angeschlossen. Die Insurgenten nahmen wieder Besitz von Cordova und zerstörten die Brücken. — der erte 85 vom Af kinem 2 gebroch die zur Marsch verwen den U Gebiete daß di Ruseen eingebo an zu menssoß vermtid nach E unler i nach Judusg 0 N Balles I. nehmen, gti ohnlän wege geral den Häme sie dade auf den Aben wa sahren lö also wohl Schießpla scheint'? achlelen E büchse N übrigens bemerkt anderen gezogenen und seht ber Anlag Wege ben aändiger durch bie Kugeln bie Es küͤrste haben, we dun Sch n we kenden g Uidlenen, Besuchern so gesaht dür d der Anbli —— 0 1455 5. ts Herzogs 1 Spanien anddreißig jupider⸗ geschast⸗ gute Er⸗ Daulois“ Spanien, Stbastien chen stien nen. Nur erden, u in Aut panier sind An und geliebter“ u Sunfn aucztrufen ich besiegl nächtliches — Die Insurrection hat sich auf die Pro— vinzen Cadix, Sevilla, Cordova, Huelva, Granada, Valencia, Alicante, Algestras, Vigio, Ferrol, Corruna und Logrono ausgedehnt. Italien. Florenz. Men liest in der „Gazzetta del Popolo“ von Turin:„Einige Blätter sprachen lebhafte Besorgnisse aus über die Gerüchte, welche betreffs Eagagements, die die italienische Regierung der napoleonichen Regierung gegenüber eingegangen sein soll, in Umlauf sind. Man versichert uns, daß am Freitage, den 18., Etwas unterzeichnet worden ist. Bis jetzt wissen wir nicht, was das Etwas ist. Allen diesen Gerüchten, allen diesen Geheimnissen, allen diesen Behauptungen setzen wir das entschiedenste Dementi entgegen.“— Die„Italie“ meldet, daß zu Ende der ersten Hälfte Septembers nur noch 3431 Meter 85 vom Alpentunnel zu durchbohren waren. Asien. Die indische Post berichtet von einem Aufstand, der im Norden von Indien aus— gebrochen sei. Die Streitmacht der Engländer, die zur Unterdrückung desseiben bereits auf dem Marsche ist, soll an Stärke dem in Abyssinien verwendeten Corps nicht viel nachgeben, was auf den Umfang der in der Empörung begriffenen Gebietstheile schließen läßt. Es ist anzunehmen, daß die Nachrichten von dem Vordringen der Russen auf die Eingebornen Einfluß haben; die eingebornen Truppen aus jenen Gegenden fangen an zu desertiren. Ueberhaupt wird ein Zusam— menstoß der Russen und Engländer schließlich un— vermeidlich sein. Erstere dringen immer weiter nach Süden vor; Turan ist bereits größtentheils unter ihrer Gewalt, und ihr Einfluß reicht bis nach Afganistan, dem Gränzlande des oberen Indusgebietes. 4 Friedberg. In der vorigen Nummer dieses so sehr schreckhaft sein; wir sehen sie Tag für Tag des Weges fürbaß schreiten mit und ohne Todesverachtung, wissen sie doch, wie is den stillen Räumen kieser verwaisten sog. Schießballe die Büchse so selten knallt, daß ein nied— liches Rothschwänzchenpaar sich dort häuslich einzurichten wagte und in ungestörtem Familienglück Elterusreude er— leben konnte. Jedem Fremden kann man freilich nicht sagen, daß dort nicht Tod und Verderben bringende Kugeln, sondern nur muntere Rothschwänzchen pfeifen. Deßhalb aher— nur nicht zu ängstlich! Frankfurt. Der Frankfurter Gartenbau-Verein er— öffnele Sonntag den 27. d. M., Vormitlags 11 Uhr, in der Turnhalle der Musterschule seine gewöhnliche Herbst— ausstellung von Obst, Gemüse und Pflanzen. Den zahl— reichen Anmeldungen nach zu urtheilen wird die Ausstellung namentlich in Obstsorten eine ziemlich reichhallige sein, worin der Verein schon bei seinen früheren Ausslellun zen Anerkennenswerthes geleistet hat. Auch von Blumen, Pflanzen und Gemüse baben viele Aussieller sich ange⸗ meldet. Da der Eintritt unentgeltlich ist, so wird ein zahlreicher Besuch der Ausstellung nicht ausbleiben. Frankfurt. Das„Frft. J.“ schreibt: Wenn man gegenwärtig mit der linksmainischen Eisenbahn(Zweig der Hess. Ludwigs⸗Eisenbahn) von Mainz nach Frankfurt oder umgekehrt fährt, so wird der Neisende mit Schrecken gewahr, welche große Verheerungen seit Kurzem die Kiefern— raupe(oder die Nonne“, Liparis monacha) an einem sehr bedeutenden Theile junger Kiefern- oder Fichtenbäume in unserem Walde, gleich hinter dem Forsthause, aber noch mehr weiter abwärts, bei Schwanheim, Kelsterbach und weiter, insbesondere aber in dem zum Großherzogthum Hessen gehörtgen Walddistrict, angerichtet hat! Es ist dies eine große Calamilät, der wohl nicht leicht gesteuerl wer— den, und deren weiterer Verbreitung gewiß nur durch schnelle Ausrodung und Verbrennen der Baume vorgebeugt werden kann. Darmstadt. Das landw. Fest, welches am 24. d. dahier begonnen, hat der Residenz trotz der Ungunft des Wetters eine große Anzahl Fremden zugeführt. Die damit verbundene Auostellung enthält eine sehr reichhaltige Sammlung landwirthschafllicher Geräthe, Maschinen, Pro— dukte ꝛc. Wir erwähnen die Maschinen von Blumenthal, Kleyer, von der Eisengießerei. Scheid und Walb haben ein reiches Sortiment landw. Geräthe, Röder Kochherde von verschiedener Construktion zur Ausstellung gebracht. In der großen, sehr geschmackvoll decorirten Halle zur Blaties läßt sich ein„Eingesandt“ aus Nauheim ver⸗ nehmen, nach bessen Darstellung man glauben sollte, es sei ohnlängst in der Nähe des Schießstandes eine auf Ab⸗ wege gerathene Kugel irgend einem harmlos promeniren— den Hämorrhoidarius zu höchsteignem Leibe gegangen oder sie habe binterlistiger Weise ein haarsträubendes Attentat auf den Cyignon oder die Fl mellpülle einer sorglos durchs Leben wandelnden Schönen gewagt. Wic haben nicht er⸗ fahren können, daß etwas Derarüges passirt sei; es liegt also wohl eine besondere Veranlassung, die Verlegung des Schießplatzes zu fordern, erfreulicherweise nicht vor, man scheint's vielmehr nur mit einem vielleicht zeitgemäß er⸗ achteten Schreckschuß zu thun zu haben, der aus der Wind- büchse Nauheimer Humors abgefeuert wurde.— Was übrigens die Wahl des Schießplatzis anbelangt, so muß demerkt werden, daß dieselbe von vornherein noch aus anderen als den durch den Herrn Einsender in Betracht gezogenen Gründen von vielen Seiten als eine verfehlte und sehr ungeeignete beanstandet wurde. Der Ausführung der Anlage in der projektirten Weise, welche dem die nahen Wege benutzenden Pudlikum nach dem Urtheile Sachver⸗ ständiger alle nur mögliche Sicherheit vor Beschädigung durch die von ihrem Ziele zur Scheibe etwa abweichenden Kugeln bietet, waren polizeiliche Bedenken nicht entgegen. Es kürsten sich wohl auch jetzt solche nicht ergeben haben, welche eine polizeilich gebotene Verlegung des Schießstandes rechtfertigen würden, so sehr man schon allein wegen bes lebhaften Verkehrs der Nauheimer Kur⸗ fremden mit unserer Stadt, und zwar im Interesse der letzteren, wünschen muß, Friedberg möchte sich seinen Besuchern, wenn auch nut anscheinend, nicht in so gesahrdrohender Weise präsentiten, wie es hier geschieht. — Für die Friedberger und Nauheimer Einwohner kaan der Anblick der Schießmauern und der Halle unmöglich Rechten befinden sich landwirthschaflliche Produkte, ins⸗ besondere Oo, Trauben und Gemüse, in welcher Branche sich besonders Schwab, Hohenadel, Diehl, Noack(Bessun⸗ gen) und Max Touchon(Hohenaue) auszeichnen. Die Bergstraße hat Tabak und Hopfen gesandt, insbesondere die Gemeinde Viernheim durch Peter Minnig und P. Ehatt. In der Lehrmittelausstellang, welche gleichfalls des In⸗ teressanten viel bietet, nimmt die landwirthschaftliche Centralstelle und Köpp von Bensheim, wegen der von ihnen ausgestellten Lehrmittel unstreitig den ersten Rang ein, gleichwie Appel und Keller in der Samenbranche. Die Seidenzucht ist durch Anton Gärtner von hier ver⸗ trelen, die Tabaksindustrie durch Wenck. Dungstoffe liefern die verschiedenen chemischen Fabriken zu Griesheim, Mann⸗ heim u. A. mehr.— Auf 10 Uhr war in dem großen Saale des„Schützenhofes“ die sechste Generalversammlung der landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums anberaumt. Der Pläsident der Centralstelle für die Land⸗ wirihschaft, Geh. Staatsrath v. Bechtold, eröffnete die Versammlung mit einigen einleitenden Bemerkungen und warf sodann einen kurzen Ueberblick über die Thätigkeit der landwirihschaftlichen Vereine und der von ihnen er⸗ zielten Erfolge, wobei der Wandervorträge, der landw. Fortbildungsschulen, der landw. Curse füt die Lehrer, der Bestrebungen für Consolidation ꝛc. sowie der Verdienste des rerstorbenen Generalsecretärs Dr. Zeller und des in Oesterreich verstorbenen früheren Secretäts, der k. k. östert. Ministertalrath Dr. Pabst in anerkennenden Worten gedacht wurde. Bürgermeister Fuchs hieß dle Fesigäste von nahe und fern im Namen der Stadt willkommen.— Der ersse Gegenstand der Tagesordnung, das landw. Bildungs wesen betr. wurde durch einen Vorkrag des Hrn. Dr. Hallwachs auf's gründlichste erörtert. Eine sehr interessante Debatte enispann sich über diesen Gegenstand und nahmen die Oeconomierath Dr. Krämer, Dr. Heukelmann, Dr. Herth (Heidelberg), Freiherr v. Rabenau und die Velegirten det bay rischen und württembergischen Regierung an der Dis⸗ cussion in hervorragender Weise Antheil.— Ein Antrag des Fihrn. v. Rabenau auf Errichtung einer landwirth⸗ schaftlichen Facullät in Gießen wird einstimmig angenommen. — Der zweite Gegenstand der Tagesordnung betuifft die Thellnahme an landwiribschastlichen Vereinen. Es ist die Frage gestellt:„Ist eine größere Betheiligung zu erwarten, wenn a) die landwirthschaftliche Zei'schrist mit einem in populärer Form gehaltenen Beiklafte ausgestattet und b) der gegenwärtige Beitrag ermäßigt wird?“ Referent Pfarrer Landmann zu Rendel spricht sich für Errichtung zweier Classen von Mitgliedern aus, von welchen die eine den jetzigen Beitrag von 3 fl. sortenttichten, die andere nur 1 fl. 30 kr. zahlen solle. Referent beantragt, den Gegenstand vorläufig an die Bezirksvereine zu verweisen. Nach längerer Discussion gibt die Virsammsung diesem Antrag Folge. Die weiteren Verhandlungen werden wegen vorgerückter Zeit ausgesetzt. In einer Abenesitzung wurbe noch der oͤrltte Gegen⸗ stand der Tagesordnung erledizt, nämlich die Frage: „Welche Bedeutung haben die sogenannten Hüljsdünger für den Betrieb des Ackerbau's, und welche Grundfätze können für die Anwendung derselben empfohlen werden?“ Am 25. begannen die Verhandlungen mit der Frage, ob die Starkenburger Viehversicherungs-Gesellschaft auf das ganze Großherzogthum auszudehnen sei, und beschloß man, die deßfallsigen Vorschläge dieser Gesellschaft dem Auoschusse zur Begutachtung und Beschlußfassung zu über⸗ weisen.— Die von Herrn Dr. Krämer gemachten Vor⸗ schläge bezüglich Consolidirung der Geundstücke wurden en bloc angenommen.— Ueber die Hypothekencrebitvanken referirte Hofgerichtsrath Kraft und stellt behufs der Grün⸗ dung dieser Institute umsassende Anträge.— Ueber Pos. 4 der Tagesordnung:„Welchen Einfluß wird der bevor⸗ stehende Eintritt des Großherzogthums in den norddeutschen Bund auf die Lage des Brenngewerbes üben, und welche Einrichtungen in der Besteuerung entsprechen den Interessen des inländischen Brennertibetriebes?“ referirte Dr. C. Tyiel, und beschloß man auf Antrag des Gutsbesitzers Frhrn. Adalbert von Nordeck zur Rabenau, Er. Regierung zu ersuchen, den Apparat von Siemens und Halske einer Prüfung zu unterwerfen und, sollte sich derselbe bewähcen, auf die Einführung der Fabrikatsteuer bei der Regierung des norddeutschen Bundes hinzuwicken, und die Einführung des bezüglichen Gesctzes, wenn tbunlich, bis zum 1. Juli 1869 zu verschieben.— Die Verhandlungen endeten um 2 Uhr.— Ein Diner im Gasthof„zur Traube“ vereinigte sodann noch eiwa 300 Theilnehmer der Versammlung. Ein heiterer ungezwungener Ton herrschie während dieses Festmahls, und zahlreiche Toaste manifeslirten den Gemein⸗ sinn, welchen die vorausgegangenen Verhandlungen ge⸗ weckt hatten. Die ausgesetzten Preise für Produkte der Landwirth⸗ schaft wurden nachbemerkten Auestellern zuerkannt: 4. Ehren⸗ preis des Großherzogs. M. Teuchon(Hohenau), Acker⸗ mann(Budenheim) und das landw. Kränzchen zu Kuch⸗ Brombach. B. Silberne Medaille. Lehrmittelanstalt in Bensheim, Andr. Strödel(Kl.⸗Karben), Baumschule zu Sechof, Batz(Offenbach), Biehl und Göbel(Darmstadt), Ebalit und Mümig(Viernheim), Rapp(Habitzheim), Reuning(Nidda), Seeger(Fürth), Fey III. und Hilde⸗ brand(Pfungstadt), Schönberger(Gc.⸗Bieberau). C. Bronce⸗ Medaille. Heß(Gießen), W. Schwab und Gärtner Müller von hier, Michel(Rimbach), Biedert(Dalheim), FJülberih(Hohenloher Hof) Gäriner von bier, Dellweiler (Wintersbeim), Fülberth, landw. Casino in Heßloch, Dael von Köth(Sörgenloch), Schaum(Herrnhaag), Stoll II. (N.⸗Wöllstadt), landw. Kränzchen zu Trebur, Gerhard (Wallerstädten) und Funk II(Altheim), sowie eine große Anzahl ehrenvoller Erwähnungen. Bingen. Der Dampfer„Merkens“ fuhr am Abend des 23. d. bei Lorch auf einen Felsen und füllte sich rasch mit Wasser. Die Passagiere wurden durch den Dampser „Qumbolot“ und durch zur Hülfe herbeieilende Schiffer gesichert. Anfangs glaudte man am Bord des Sch ffes, es sei Feuer ausgebrochen und herrschie große Verwirrung auf demselden. Eu junges Ehepaar, welches übereilt ein an Bord befindliches Boot benutzen wollie, wurde mit Noih gerettet. Edietalladung. 1835 Peter Windecker, Sobn des vormaltgen Buürgere Bonaveatura Windecker in Frierberg, ift seit langer Zeit abwesend, ohne daß über Leben und Aufenthalt desselben sichere Kunde anber gelangte. Seit Ausgang der 1820er Jahre wird ein ibm aus dem Nach- lasse eines Anberwandten, Jobannes Windecker zu Nie. der⸗Florfladt, zugefallenes Heines Erbtheil dahler cura⸗ torisch verwaltet, welches bis daher auf ungefäbr 36 dis 40 fl. angewachsen if. Da Peier Windecker, wäre er etwa noch am Leben, fetzt über 90 Jahie alt sein würde, mithin der Zeitpunkt eingetreten ill, wo die Cu— ratel aufzuheben und das Vermögen an den dazu Be⸗ rechtigten desinitto auszuantworten ift, so ergeht an ge⸗ dachten Peter Winvecker, bezw. dessen dahter unbekannten Erben hiermit die Aufforderung, im Termine Mittwoch den 11. November l. J., Vormittags 10 Uhr, sogewiß dahler zu erscheinen und sich über ihre Ansprüche auf gedachtes Vermögen gehörig auszuweisen— gegenfalls nach Ablauf dieses Termins dasselbe als bonum vacans dem Großherzogl. Staate fiocus überwlesen werden wird. zriedberg den 1. August 1868. der Masse resp. Annahme der Zuflimmung zu den von R ei 5. Zimmermann, —— Landricfer. Landgerichts-Assessor. Güter ⸗ Verpachtung. 2327 Mittwoch den 30. September d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die auf Marunitag in Empfang genommen d. J. leihfaͤllsg werdenden Güterstücke der Stadt Fried⸗ berg auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend ver— pachtet werden. Edietalladung. 2210 Forderungen und Ansprüche leder Art gegen den überschuldeten Nachlaß des Thierarztes Philipp Thon von Idstein zuletzt in Reichelsheim wohnhaft, siad Mittwoch, den 7. October l. 3 Vormittags 9 Uhr. in welcdem Termin über die Behandlung dieser Sache beschlossen werden sou, bei Meldung Ausschlusses von 7 der Gläubigermaforität zu fassenden Beschlüssen, an⸗ zumelden. Friedberg den 7. September 1868. Groß berzogliches Landgericht Friedberg 2346 Bei Partial⸗Obligationen der Gemeinde Arm pro 1868 die Nummern 2, sezogen, welches mit dem Ant wird, daß der Werth dafür(nebft Coupons) von beute an bel der Güter Verpachtung. 2328 Mitavoch den 30. September d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in biesigem Rathbause die jetzt dem Augustiner⸗ und Barfüßer⸗Schulfonds gebörenden vor⸗ malo Paul Falckischen Güterssücke, in Friedderger und Faucrbache: Gemarkung, auf 6 Jahre offentlich meist⸗ bieiend verpachtet werden. Friedderg am 25. Seplember 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg Fouc ar. Bekanntmachung. der heute staltgebab en Verloosung der s heim wurden 11, 12, 20. 23 und 127 gen bekannt gemacht dem der dieslährigen Gemeindekasse dadier werden kann, und der Zinsen⸗ auf vom 1. Januar 1869 an aufbört. Auch wird wiederholt bemerkt, daß die Obligation Nr. 53 schon Friedberg am 25. September 1868. Großherzogliche Bürgermelsteret Friedberg pro 1807 zur Zurückzahlung gezogen wurde. Armsheim am 21. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Armobelm Großherzogliches Landgericht Friedberg Reiz. Fouc ar. 3 Um lich. 8 r 0 7 10 14 + 1 1 9 5 0 5 5 8 10 . 1 1 44 1 1 * 0 N 5 1 50 9 8— e — e f 4 ö Bekanntmachung 232ʃ zur Zurückzahlung gezogen. Dem Inhaber deiselben wird der Betrag bis 1. Jan. 1869, von wo die Verzinsung aufhört, gegen Einsendung der Original ⸗Obligatton durch das Handlungsbaus J. Lindheimer in Frankfurt a. M. bezablt werden. Framersbeim om 22. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Framersheim Krug. Mobiliar ⸗ Versteigerung. 2335 Mittwoch den 30. September d. J., Nachmittags 2 Ubr, sollen in hiesigem Ratbhause verschtedene sehr gut erbaltene Mobilien, als: 1 Sopba, 1 Commede, 2 Nußbaumbcettstellen, 1 Glas⸗ schrank, 1 Kücheyschrank, Bettwerk und sonstige Haus⸗ geräthschaften, Wegzugs halber öffenilich meiftbietend gegen Baarzablung versteigert werden. Friedberg den 25. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Oeffentliche Aufforderung. 2341 Nachdem die Ehefrau des biesigen Bürgers und Weißbindermersters Bernhardt Reich II., Katharine, geb. Geberinger, um Sicherstellung ibres eingebrachten Vermögens nachgesucht, gleichzeitig aber auch deten Ehe— mann seine Ueberschuldung bei unssangezeigt hat, werden auf Anstehen des Letzteren, zur debwendung des förwlichen Concurses, dessen sämmtliche bekannte und unbekannte Gläubiger zur Anmeldung und Begründenng tbrer For derungen und Ansprüche jeder Art an dessen Vermögen, soewie zum Versuche eines Arrangements, im Termine Montog den 26. October d. J. Morgens präceis 9 Uhr, unter dem Anfügen hierher vorgeladen, daß von der Minderheit der erscheinenden, oder den ungenüß end ver⸗ tretenen, oder den ausbleibenden Gläubigern der Beinitt zu den Beschlüssen der Mehrhett der gehörig auftretenden Gläubiger unt erstellt werden soll. Nauheim am 23. September 1868. Großberzogliches Landgericht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Hofraithe⸗Versteigerung. 2342 Mittwoch den 7. Ociober J. J., Nachmittags 3 Uhr, soll die zur Concursmasse des Hirsch Mayer Sehn gehörige in der Weiselerffraße gelegene Hofrattbe, bestebend in Wohnhaus mit vollftändiger Ladeneimichtung, Magazinen, Waschküche, Scheuer und Garten, zusammen 84[◻ Klafter haltend, auf hiesigem Rathhause meist⸗ bletend versteigert weiden. Butzbach den 25. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach Küche l. Mobilien Versteigerung. 2343 Die zu der Concursmasse des Pirsch Maper Sobn dabier gehörigen, zu 14,000 fl. taxirien Mobilien sollen einer öffentlichen Versteigerung gegen Baarzahlung im Laufe des nächsten Monats ausgesetzt und Montag und Dienstag den 12 u. 18. October, Vormittags 8 Uhr, der Anfang mit den in dem Laden befindlichen Gegen; fländen gemacht werden. Zur Versteigerung kommen: Montag den 12. October, Specereiwaaren ver⸗ schierener Ark, Tabak, Eigarren, Lichter, Seife, Farb waartn. Lacke, 2 Kässer Oel ꝛc. ꝛt. Dienstag den 13. Oktober, Eisen⸗, Messing⸗, Stabl⸗ und Blechwaaren aller Art. Butzbach den 25. September 1868. nes ice e et Butzbach E Steinkohlen, 2128 nur Stücke, bester Qualität, per Waggon 3 200 Centner zu 88 fl. Kleinere Quantitäten in meinem Magazin an der Bahn à Centner 30 kr. emr fieblt Bad Nauheim. Jacob Schimpf. 1000— 1100 fl. Kapital, liegen gegen eine, wo mög⸗ lich am Landgericht Frndberg besfäligte Hppotbek zum Ausleihen bereit. Wo? sagt die Erpedition d. B.. Mein Garten 2308 am Fauerbacher Thor ist theilweise zu vermtethen. Fritz Supp. Weinfaͤsser 227! in allen Gattungen billigst bei Bet der dies jährigen Verleosung der Framer s. deimer Partial Obligattonen wurde die Nummer 12 0 2352 Am 4. und 5. October findet zur Feier des Kirchweihfestes bei Unterzeichnetem gut besetzte 5 1 Tanz mu sfik, ausgeführt durch das Musikcorps des Großherzoglichen 1. Jägerbataillons, statt, wozu freund⸗ lichst einladet D. Fritz. Markt- Verlegung. 2351 Der diesjährige hiesige Herbstmarkt ist in dem Landkalender auf den 23. u. 24. Oct. eingetragen, welches aber auf einem Versehen beruht. Statt dessen soll nun dieser Markt in der Weise auf den richtigen Datum verlegt werden, daß Montag den 19. Oetober der Krämermarkt und Dienstag den 20. Oetober der Viehmarkt abgehalten werden wird. Indem die unterzeichnete Stelle solches zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird das handelnde und gewerbtreibende Publikum zugleich zu recht zahlreichem Besuche eingeladen. Altenstadt den 27. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt Kreuder. Die Verlinische Lebens-Versicherungs- Gesellschaft, gegründet im Jahre 1836, 2283 eine der ältesten deutschen Gesellschaften, schließt unter den vortheilhaftesten Bedingungen Versicherungen von 100— 20,000 Thalern nach billigen Pramiensätzen, mit oder ohne Anspruch auf Gewinn⸗Antheil. Dieselbe beansprucht in keinem Fall Nachschüsse von ihren Versicherten und zahlt die fällig werdenden Sterbe⸗Capitalien stets in vromptester Weise. Durch einen mit dem General-Post-Amt zu Berlin im September v. J. abgeschlossenen Vertrag ist sämmtlichen Post-Unterbeamten des Norddeutschen Bundes der Eintritt in die Berlinische Lebens- Versicherungs-Gesellschaft untet weiteren besonderen Vortheilen gestattet. Ausführliche Programme und Rechnungs-Berichte werden vom Unterzeichneten, sowit von allen Agenten der Gesellschaft ausgegeben. Louis Winheim. Friedberg den 22. September 1868. 2325 ist reichhaltig assortirt und verkaufen solche zu den billigsten Preisen. Geschwister Schloß. Ball für Jsraeliten 2316 Donnerstag den 8. Oetober d. J., auf vielseitiges Verlangen, wozu böflichst einladet Nieder ⸗Florfadt. Ernst Dauernheim. Haus Verkauf. 2348 Ich beabfichtige mein Haus gegen aünflige Be⸗ dingungen Abzugs dalber zu verkaufen. Dreiß öcklges Wohnhaus neuen der Pot, beste vage und in gutem Zustande. Eignet sich zu jedem Geschäftsbetrieb. Die Thouwaarenfabrik 2284 von A. 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